Provokation am Sonntag
[Version française Provocation le dimanche]

„Am Sonntag sollst du ruhn.“ Das Konzept aller Sonntagszeitungen besteht allerdings weniger darin, die Sonntagsruhe zu pflegen, sondern eher darin, sie medial zu dynamisieren. Im Interview in der SonntagsZeitung vom 18. Mai warf ich drei Fragen auf: 1. Sollen für via sicura die Versicherungsprämien angehoben werden, um die Massnahmen zu finanzieren? 2. Könnte ein teilweiser Börsengang der SBB Investitionen in den öffentlichen Verkehr finanzieren? 3. Könnten die dereinst versiegenden Mineralölsteuern langfristig durch ein flächendeckendes road pricing ersetzt werden?
Die vierte Frage, die ich allerdings nur mir selber stellte, war: Welches dieser drei Themen wird es in die Schlagzeilen der anderen Medien schaffen? Ich tippte auf die Versicherungsprämien, doch es obsiegte der öffentlicher Verkehr, zugespitzt zu Schlagzeilen wie „Privatisierung der SBB“ oder „SBB an die Börse“.
Schon am Sonntagmorgen meldeten sich Lokalsender. Es folgte die sonntägliche Tagesschau. Von dort trat das Thema einen wahren Siegeszug durch praktisch alle Medien an. Die NZZ analysierte nüchtern und logisch, weshalb ein Börsengang der Bahn sinnlos ist. Es folgten in andern Blättern engagierte Stellungnahmen gegen die „Privatisierungsidee“ oder den „geplanten Börsengang“. In der Romandie gehen, wie immer beim service public, die Wellen ziemlich höher. Die Verkehrskommission des Nationalrates möchte sich, wie ich den Zeitungen entnehme, auch gerne darüber unterhalten. Mache ich natürlich gerne, obwohl ich bei ihr wortwörtlich schon dasselbe sagte, wie in der SonntagsZeitung.
Es stand schon im Interview in aller Deutlichkeit: Wir brauchen neue Finanzierungsquellen für die Verbesserung der Infrastruktur. Die grosse Koalition in Deutschland hat aus diesem Grund beschlossen, knapp einen Viertel der DB-Aktien an die Börse zu bringen und zwar einzig und allein, um sich Finanzierungsmittel zu beschaffen. Bei uns gibt es kein solches Projekt.
Aber im Sinne eines brainstormings Ideen zur Diskussion zu stellen, muss eben doch möglich sein. Eine solche Idee war die Teilzweckbindung der CO2 Abgabe zugunsten des öffentlichen Verkehrs. Ich weiss nicht, ob sie in der Vernehmlassung zur Gesetzgebung nach Kyoto wieder zur Sprache kommen wird. Einstweilen scheint sie nicht sehr aktuell zu sein, weil die Teilzweckbindung als solche umstritten ist und weil, sollte es eine geben, sie für Gebäudesanierungen verwendet werden soll.
Als Verkehrsminister muss ich mir in der ganzen Schweiz Klagen anhören, dass zu wenig in den öffentlichen Verkehr investiert werde. Diese Klagen sind sehr berechtigt. Doch wie sollen die notwendigen Projekte bezahlt werden? In der so genannten Aufgabenüberprüfung hat der Bundesrat faktisch ein Nullwachstum für Verkehrinvestitionen beschlossen (Die Bereiche Entwicklungshilfe, Bildung und Forschung hingegen sollen wachsen). Ich muss mir denn langfristige Gedanken machen und früh genug eine Diskussion lancieren. So wie ich mich auch frage, wie dereinst die Strassen und die S-Bahnen in den Agglomerationen finanziert werden sollen, wenn wir endlich Autos haben, die, wie wir das ja wollen, kein Benzin mehr brauche, also die Mineralölsteuer wegfällt.
Die Sonntagsruhe soll ja dazu dienen, um auf die Arbeit der vergangenen Woche zurück zu blicken und darüber nachzudenken. Sie kann ja auch dazu genutzt werden, in die Zukunft zu denken. Die Finanzierung der Infrastrukturen von Schiene und Strassen ist die ganz grosse Herausforderung. Übrigens: Herausforderung heisst auf lateinisch Provokation.
Bis bald
Moritz Leuenberger

Foto: KEYSTONE/Mustafa Quraishi
„Am Sonntag sollst du ruhn.“ Das Konzept aller Sonntagszeitungen besteht allerdings weniger darin, die Sonntagsruhe zu pflegen, sondern eher darin, sie medial zu dynamisieren. Im Interview in der SonntagsZeitung vom 18. Mai warf ich drei Fragen auf: 1. Sollen für via sicura die Versicherungsprämien angehoben werden, um die Massnahmen zu finanzieren? 2. Könnte ein teilweiser Börsengang der SBB Investitionen in den öffentlichen Verkehr finanzieren? 3. Könnten die dereinst versiegenden Mineralölsteuern langfristig durch ein flächendeckendes road pricing ersetzt werden?
Die vierte Frage, die ich allerdings nur mir selber stellte, war: Welches dieser drei Themen wird es in die Schlagzeilen der anderen Medien schaffen? Ich tippte auf die Versicherungsprämien, doch es obsiegte der öffentlicher Verkehr, zugespitzt zu Schlagzeilen wie „Privatisierung der SBB“ oder „SBB an die Börse“.
Schon am Sonntagmorgen meldeten sich Lokalsender. Es folgte die sonntägliche Tagesschau. Von dort trat das Thema einen wahren Siegeszug durch praktisch alle Medien an. Die NZZ analysierte nüchtern und logisch, weshalb ein Börsengang der Bahn sinnlos ist. Es folgten in andern Blättern engagierte Stellungnahmen gegen die „Privatisierungsidee“ oder den „geplanten Börsengang“. In der Romandie gehen, wie immer beim service public, die Wellen ziemlich höher. Die Verkehrskommission des Nationalrates möchte sich, wie ich den Zeitungen entnehme, auch gerne darüber unterhalten. Mache ich natürlich gerne, obwohl ich bei ihr wortwörtlich schon dasselbe sagte, wie in der SonntagsZeitung.
Es stand schon im Interview in aller Deutlichkeit: Wir brauchen neue Finanzierungsquellen für die Verbesserung der Infrastruktur. Die grosse Koalition in Deutschland hat aus diesem Grund beschlossen, knapp einen Viertel der DB-Aktien an die Börse zu bringen und zwar einzig und allein, um sich Finanzierungsmittel zu beschaffen. Bei uns gibt es kein solches Projekt.
Aber im Sinne eines brainstormings Ideen zur Diskussion zu stellen, muss eben doch möglich sein. Eine solche Idee war die Teilzweckbindung der CO2 Abgabe zugunsten des öffentlichen Verkehrs. Ich weiss nicht, ob sie in der Vernehmlassung zur Gesetzgebung nach Kyoto wieder zur Sprache kommen wird. Einstweilen scheint sie nicht sehr aktuell zu sein, weil die Teilzweckbindung als solche umstritten ist und weil, sollte es eine geben, sie für Gebäudesanierungen verwendet werden soll.
Als Verkehrsminister muss ich mir in der ganzen Schweiz Klagen anhören, dass zu wenig in den öffentlichen Verkehr investiert werde. Diese Klagen sind sehr berechtigt. Doch wie sollen die notwendigen Projekte bezahlt werden? In der so genannten Aufgabenüberprüfung hat der Bundesrat faktisch ein Nullwachstum für Verkehrinvestitionen beschlossen (Die Bereiche Entwicklungshilfe, Bildung und Forschung hingegen sollen wachsen). Ich muss mir denn langfristige Gedanken machen und früh genug eine Diskussion lancieren. So wie ich mich auch frage, wie dereinst die Strassen und die S-Bahnen in den Agglomerationen finanziert werden sollen, wenn wir endlich Autos haben, die, wie wir das ja wollen, kein Benzin mehr brauche, also die Mineralölsteuer wegfällt.
Die Sonntagsruhe soll ja dazu dienen, um auf die Arbeit der vergangenen Woche zurück zu blicken und darüber nachzudenken. Sie kann ja auch dazu genutzt werden, in die Zukunft zu denken. Die Finanzierung der Infrastrukturen von Schiene und Strassen ist die ganz grosse Herausforderung. Übrigens: Herausforderung heisst auf lateinisch Provokation.
Bis bald
Moritz Leuenberger



120 Kommentare
Eine Provokation?!
Ich glaube niemand zweifelt an der Kreativität von Ihnen und ihren Politikerfreuden, wenn es um die Geldbeschaffung geht.
Deshalb ist doch die essentielle Frage hier nicht WIE Sie Geld beschaffen wollen, sondern WOFÜR und WESHALB.
Und nach dem Desaster von Bellinzona wäre es eben sehr interessant zu erfahren, warum gerade Sie laut über eine Teilprivatisierung nachdenken.
Ich hätte gerne gewusst, warum die Bahn und der ÖV noch mehr Geld benötigt. Zumal doch die 20 Milliarden der NEAT grösstenteils vom Steuerzahler (LSVA, MWSt, Mineralölsteuer...) bezahlt werden. Gibt es denn weitere Jahrhundertprojekte in Ihrer Schublade? Warum können diese Projekte nicht mit dem laufenden Erlös gedeckt werden und den üblichen Einnahmequellen (auch ohne Steuererhöhung)? Warum wird der Unterhalt des ÖV immer teurer? Und warum fordern Sie mehr Geld, statt zuerst auf der Ausgabenseite zu kürzen?
Sind wir am Ende etwa doch schon fast gleich weit wie Deutschland, was die Staatsfinanzen angeht?
Aber wie bei der NEAT werde ich wohl nie die volle Wahrheit über die Kosten erfahren und wofür das Geld denn wirklich ausgegeben wird.
Grüsse
Mr. Pink
http://www.plonkreplonk.ch/html/cartes/
Herr Bundesrat
Road pricing?
Haben wir doch schon in...ähm.. Form einer "provisorischen"... ähm... Vignette..ähm.. seit langem...und Autosteuern auch ... mmmhhh... schon vergessen?
Und..ähm... Weshalb nicht Grösse zeigen und die... ähm... Bahn ganz..ähm... privatisieren? Sie haben das mit der...ähm... Swiss doch auch geschafft. Zurück zu den...ähm..Anfängen und im zweiten..ähm..Anlauf die Chance nutzen und andere machen's..ähm.. besser.
Vielleicht verkuppeln mit der..ähm.. DB und..ähm... SBB-Cargo als... ähm... Mitgift in die.. ähm.. Ehe auch gleich einbringen.
mmmmmhhhh....
Ach ja.... ich wünsche den neuen...äh.. Eisheiligen in meinem...ähm.. Kalender einen warmen...ähm.. Sommer trotz der bald vergessenen...ähm... Klimadebatte... Jetzt wo wir die ...ähm.. CO2-Steuer haben...
Mit freundlichem Gruss
Mr. Toe ;-)
http://mct.sbb.ch/mct/konzern_dienstlei
Alle Deine Fragen werden im fraglichen Interview beantwortet. Und wo’s nicht reicht: Der oben angegebene Link gibt auch Nicht-Bahnbenützern einen guten Einblick, wie’s HEUTE um Angebot und Nachfrage bei den SBB steht.
In dieser Medienmitteilung eingebettet ist ebenfalls ein Link aufs BAV resp. auf die Vorlage „Zukünftige Entwicklung Eisenbahninfrastruktur (ZEB)“. Und für Schnell- und Diagonalleser: http://www.parlament.ch/D/dokumentation/do-dossiers-az/do-zeb/Documents/do-zeb-sbb-fakten-d.pdf
Viel Spass beim Lesen!
Freundliche Grüsse
Titus
Daher weht also der Wind.
Lieber Herr Bundesrat Leuenberger, in diesem Fall sind Sie natürlich auf Hilfe ausserhalb des aus meiner Sicht in diesem Fall destruktiven Bundesrat Kollektivs angewiesen.
Mit destruktiv meine ich, dass ich unter einer notwendigen Fremdfinanzierung ausserhalb des Staatshaushalts das Bestreben erkenne die SBB aus dem vollständigen Besitz des Bundes zu entfernen. Dies kommt einer Teilenteignung des Volkes gleich.
Ich bin ganz und gar nicht sicher ob die Menschen in der Schweiz das wollen, ich jedenfalls nicht.
Mit destruktiv meine ich zudem dass der Wille des Volkes bisher meistens neuen Finanzierungsvorhaben aus der Staatskasse für neue Bahnprojekte zugestimmt hat.
Man muss den Menschen nur verständlich machen wozu das Geld verwendet werden soll.
In dieser Ihrer Lage verstehe ich Sie natürlich dass Sie versuchen frühzeitig Alarm zu schlagen. Allerdings hätte ich sofort auf die Teilprivatisierung getippt die als zentrales Element in die weitere Presse gelangt.
Und warum? Weil Wertvolles stets sofort die Wirtschaft anlockt und sich die Lobby dazu schneller in Stellung bringt als Ihnen vielleicht lieb wäre.
Aber sehr gerne mache ich auch konstruktive Vorschläge für die Finanzierung der SBB
Um die Finanzierung der SBB sicherzustellen würde ich den interessierten Parteien vorschlagen eine Finanzierungsinitiative für die SBB zu erarbeiten. Ich schlage vor dass die Initiative folgendes fordern soll:
1. Die SBB bleibt in der Hand des Bundes
2. Der Bundesrat muss die SBB aus der Bundeskasse finanzieren
3. Projekten die der CO2 Reduzierung dienen sollen sofort die Mittel zur Verfügung gestellt werden um sie zu realisieren, sofern der Ständerat zustimmt
4. Übersteigt ein Projekt den Betrag von 100 Millionen sFr. , dann ist ein Parlamentsentscheid erforderlich. Ein ja des Parlaments bewirkt Freigabe der Finanzierung über die Bundeskasse. Übersteigt der Betrag sFr. 500 Millionen, dann ist dazu ein Volksentscheid notwendig.
5. Der Bundesrat wird beauftragt für die Finanzierung der SBB zusätzliche Einnahmequellen zu erschliessen, die Einnahmen daraus aber müssen zuerst der Bundeskasse zugeführt werden um sie dann gegebenenfalls von dort wieder zu entnehmen. Überschüssiges Geld kann nicht für andere Zwecke verwendet werden, es sei denn die Reserven würden 2 Milliarden sFr. Übersteigen.
Vor zwei Jahren hatte ich Ihnen – als Witz – ein Auspuffverbot auf Schweizer Strassen vorgeschlagen.
Damit die Leute merken – und glauben – dass Sie provozieren wollen, müssten Sie wohl weiter mit solch offensichtlichen Provokationen arbeiten.
Persönlich werde ich von JEDEM Autofahrer provoziert – ausser ER beweist mir das Gegenteil. (Wir haben kein Auto….)
Machen Sie bitte intensiv weiter so!
Betreffend Finanzierung von z.B. Ausbau 2. Röhre Lötschberg – aber nicht ohne 3. Gleis Thun – Bern (wegen S-Bahn), und natürlich des Ausgleichs wegen auch 3. Gleis Lausanne – Genf… usw.: WARUM NICHT die grossen Skandal-Vermögen anzapfen, deren Eigentümer als Sponsoren auftreten könnten. Das gäbe Vasella-Röhre, Ospel-Spur usw.
Mit freundlichen Grüssen
Urs Galliker
Natürlich könnte es Optimierungspotenzial geben im Unterhalt. Damit aber Neuinvestitionen bezahlen zu können, ist illusorisch.
Irgendwo muss man ja anfangen, damit die sogar von Pink herbeigewünschten Regelkreise, die uns vor schmerzhaftem Untergang bewahren könnten, zu spielen beginnen.
Nochmal das vorherige Statement:
Bevor wir den Öffentlichen Verkehr privatisieren, privatisieren wir doch den PRIVATverkehr:
Schaffen wir das Nationalstrassengesetz ab und lassen die Autobahnen privat bauen und unterhalten...
Mal sehen, welche privaten Investoren sich dieses gigantische Abenteuer leisten könnten und möchten. Und wer dann nach der günstigen, "ineffizienten" Staatsbahn schreit.
http://mct.sbb.ch/mct/konzern_dienstlei
Ich versuch's nochmals mit der sichereren Variante: Beim Link oben auf die Medienmitteilung vom 22.05.2008 klicken.
(Übrigens: Der NZZ-Artikel ist nicht direkt verlinkt! Man kommt nur zu http://www.nzz.ch.)
http://www.youtube.com/watch?v=dVlC_BK_
Zu Huhn, Ei und sonstigen hier gezeigten Bildern:
Aus unzuverlässiger Quelle habe ich erfahren, dass sich Herr Leuenberger noch eine fünfte Frage gestellt habe: Wer errät, was die Hühner auf dem Bild oben mit diesem Blog-Beitrag zu tun haben?
Wer die Antwort weiss, könne ein GA von SBB Cargo gewinnen… (frei Fahrt in einem Güterwaggon, also in der 3. Klasse beim Vieh und den Hühnern).
Ich tippe mal auf die Aussage ab Sekunde 54 unter dem oben angegebenen Link (die gesamten 2 1/2 Minuten sind aber sehenswert, weil einfach komisch :-)
Schönes Wochenende
Titus
P.S. Ich hab’ schon ein GA in einer höheren Klasse, tippe also ausser Konkurrenz.
"...A bronze sculpture from Muri, near Berne in Switzerland shows a large bear facing a woman seated in a chair, with a small tree behind the bear."
http://en.wikipedia.org/wiki/Artio
:)
Der Verkehrsminister denkt zwar "progressiv", aber halt nur im mainstreamigen Wachstums-Geheul. Deshalb:
Nachdenken über die SUFFIZIENZ auch IN DER VERKEHRS-INFRASTRUKTUR statt immer mehr Mobilität, Verkehr, Strassen, Bahnen, Lärm, Energieverbrauch, Zersiedelung, Kulturlandvernichtung...
Mir ist sehr wohl bewusst, dass einige (wenige) Strecken der Bahn zu Spitzenzeiten überlastet sind.
Dies beantwortet aber nicht die Frage, warum jetzt plötzlich scheinbar so viel mehr Geld benötigt wird als bisher und deshalb eine Teilprivatisierung vorgeschlagen wird.
Seltsamerweise werden alle grossen Projekte der Bahn mehrheitlich vom Steuerzahler und Individualverkehr finanziert, warum muss die Bahn also mehr Geld generieren?
Mit anderen Worten: Der Steuerzahler finanzierte bisher alle grossen Projekte der Bahn (und vieles mehr). Das heisst doch, entweder müssen neue Abgaben her, oder alte Steuern erhöht. Nicht etwa das ich für solche Massnahmen wäre... Aber das wirft doch Fragen auf? Warum sucht man nun scheinbar nach kurzfristigem Kapital?
Aus Not handelt man meistens kurzfristig.
Gruss
Mr. Pink
Sofern wir die Oel- und Klimakrise überleben, dürfte eine neue Abgabequelle das kleinste Problem sein.
Gedanken bezüglich Börsengang und Privatisierung könnte man sich durchaus machen. Es gibt auch Privatbahnen in der Schweiz, z.B. die SOB. Diese ist mindestens so gut wie die SBB. Genauso gibt es private Autobahnen, die besser sind als unsere (z.B. in Frankreich). Zahlen kann man diese durchaus. Es ist ein Irrtum zu glauben, der Staat mache alles besser. Der Sozialismus ist offensichtlich weltweit gescheitert, nur die SP hat es nicht begriffen. Ein abkassierender Wasserkopf entsteht bei privaten und staatlichen Einrichtungen, wenn nicht regelmässig auf Sparkurs geschaltet werden muss (freiwillig passiert es erfahrungsgemäss selten). Töpfe werden immer geleert, es hat immer ausreichend Parasiten. Der öffentliche Verkehr muss nicht gratis sein. Dieser verursacht Kosten (Treibstoff, Fahrzeuge, Personal…) wie auch der private Verkehr. Also – wo kann das Geld eingespart werden, dass man für mehr öffentlichen Verkehr braucht? Nun zum Beispiel beim Luxusverkehr, wie dem Fliegen – gerade dort fehlt fast jede Steuer - beim Militär, den oberen Beamten und anderen Dingen die zu grossen Wasserköpfen angewachsen oder überbewertet sind. Im weitern könnte man den ausländischen Transitverkehr durch unser Land nach den effektiven Kosten besteuern. Italienische Tomaten in Holland zu schälen und wieder als Büchsen nach Italien zu bringen ist kaum sinnvoll – aber der günstige Transportweg erlaubt es. Gebühren gemäss Verursacherprinzip (inkl. indirekte Folgekosten wie Umwelt- und Gesundheitsschäden) sind die Antwort. Zuerst optimieren, dann sparen, dann ausgeben – klar?
Entdecken Sie die unbekannte Geschichte der SOB und anderer Privatbahnen in der Schweiz:
Vereinbarung zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den Kantonen
Schwyz, Zürich und St. Gallen einerseits und der Schweizerischen Südostbahn
anderseits über die finanzielle Wiederaufrichtung dieser Unternehmung
auf Grund des Bundesgesetzes vom 6. April 1939 über die Hilfeleistung an
private Eisenbahn- und Schieffahrts-Unternehmungen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Privatbahnhilfegesetz
Das hat das Volk damals viel Geld gekostet, sogar ein Fehlbetrag in den Pensionskassen der nachgängig SOB genannten Bahn musste der Steuerzahler übernehmen, ausserdem erfolgten Steuererleichterungen.
Das liest man natürlich nicht in Hochglanzprospekten und auf der Homepage der SOB.
"Infolge der Wirtschaftskrise, der hohen Verschuldung und dem Aufkommen des Konkurrenten Automobil mussten viele Privatbahnen in der Schweiz um ihre Existenz kämpfen und im Betrieb, Rollmaterial sowie in der Erneuerung der Infrastruktur sparen und konnten diese nicht auf den neusten Stand bringen."
Danach kam das Eisenbahngesetz. Viele Politiker scheinen Heute dessen Sinn und Zweck vergessen zu haben, inklusive Artikel 87 der Bundesverfassung.
Glauben Sie ernsthaft dass das Heute anders wäre mit der Konkurrenz zum Strassenverkehr? Sehen Sie zu den Briten hinüber wo die Bahnen in neuerer Zeit trotz Strassenverkehr Privatisiert wurden, es kam zur Katastrophe. Es wurde ebenda von solchen die den historischen Überblick haben vorausgesagt.
Nur wer sich zuerst einen historischen Überblick verschafft unter dessen Erkenntnissen die Situation Heute in ganz anderem Licht erscheint, ist in der Lage über die angebliche Wirksamkeit von Privatisierungsvorhaben die richtigen Vorbehalte zu erkennen.
Ich stelle Heute generell fest dass die Geschichte infolge der schnellen Änderungen in der Gesellschaft schnell im Sickersand des Vergessens verschwindet.
Das Wort "Privatisierung" erklingt in meinen Ohren Heute oft wie Hokuspokus des Zauberlehrlings. Entweder benötigen Grossinvestitionen mit Strassenkonkurrenz Heute die Finanzkraft des Bundes oder dann müssten alle Bahnen zu einem einzigen privaten Konzern zusammengelegt werden.
Nur dann hätte Privatisierung vielleicht eine Chance (was wenn nicht?).
Aber dann lieber Herr Fuchs, dann hätten wir einen Privaten Monopolisten und das will ich nicht und dies möchten wohl viele Anderen auch nicht. Gelöst wäre ebenfalls nichts, im Gegenteil, denn der Monopolist würde dem Lenkungsauftrag des Bundes entgleiten.
http://jeanb@balcab.ch
autrement / oder was man doch tun könnte
Was soll man am Sonntag sicher nicht tun und was wäre eher zu empfehlen?
Vom Fitness-Center ist abzuraten, weil die mächtigen Maschinen den Kunden einschüchtern können. Die sogenannte Musik, die - etwas rhythmuslastig - das body-stretching unterstützen soll, ist gefährlich für die psychische Gesundheit. Selbst die Hellsana kommt zu 20 Prozent für die entstandenen Schäden auf.
Was dagegenhalten?
Besinnung auf das Wesentliche: Wo hab ich in der vergangenen Woche gefehlt? Tut mir das wirklich leid? Und leiste ich auch Busse für meine selbstverschuldeten Vergehen? Ich rede hier nicht nur von der UBS, die am kommenden Dienstag einen grösseren Betrag an ein Kinderhilfswerk in Burundi überweisen wolle.
Singen!
An einem Sonntagabend 1987 bei einem Winzer in Cully im Garten gegen den See hin: Etwa 10 angehende GermanistInnen sind zu einem kleinen sommerlichen Abendfest eingeladen. Es gibt Käse und du blanc, offeriert vom Winzervater, dessen Tochter in der Section d'allemand in Lausanne-Dorigny den letzten sprachlichen Schliff suchte. Es dunkelte. Man sah die Sterne über dem Léman und dem Mont Blanc. Man beschloss mit zwei Ruderbooten auf den See hinaus zu fahren, um auch noch auf die Gegenseite mit den ansteigenden Rebbergen sehen zu können. Es war noch warm und so kam es, dass man zu singen anfing: jenes Lied, das in der Schweiz fast alle kennen - vom Winzer, der in seinem Weinberg arbeitet. 'Le vigneron monta sa vigne, où est-tu mon vigneron...'. Das war schön; man fuhr zurück, nahm den Bus hinauf zum Chemin des Falaises in Lausanne und denkt auch heute noch an diesen fleissigen Vigneron.
Man lernte 1987 viel über die kulturelle Vielfalt des Waadtlandes, weiss wo Carrouge VD und Payerne ist (Jorge Resende wohnt heute dort), weiss auch, in welchem Garten C.F. Ramuz mit Gustave Roud zusammensass und dass Moudon eine gewisse Traurigkeit hat. Auberjonois hängt im Museum an der Place de la Riponne.
Ins Museum gehen!
Im Kunstmuseum Olten ist noch bis zum 27. Juli 2008 die dem grossen Schweizer Maler Fritz Pauli (1891-1968) gewidmete Ausstellung zu sehen. Besonders schön sind die Gemälde 'Le peintre J.R. Schürch', 1934, 'Autoportrait' o.J. und 'Femme enceinte' 1931.
Das Kunstmuseum Olten möchte sich mit einer Geste bei den Vaudois bedanken. Alle jungen Frauen der Ecole ménagère von Carrouge haben während der ganzen Ausstellungszeit freien Eintritt ins Musée d'art d' Olten. Lausanner Schulklassen steht ein Guide francophone zur Verfügung.
Info en français: 062 212 86 76 ou en ligne: www.kunstmuseumolten.ch
Tipps:
• sie dominieren beide gegenwärtig diesen Blog.
• Sie erscheint als fröhliche Mitteilungsbedürftige, deren Gedanken und Mitteilungen unaufhörlich sprudeln – ungeachtet des Interesses der Umgebung.
• Er, ein ehrlicher Ernsthafter, der mit anschaulichen Beispielen, interessanten Aussagen und Gedanken, sowie handfesten Fakten auftritt.
Wer die Namen erraten hat, kann einen dritten Namen suchen:
Tipp:
• momentan zurückhaltender als sonst.
• Tritt wie ein Fleischwolf auf, der mit allem fertig wird. Grobes und Feines, Hochwertiges und Minderwertiges wird durch sein Mahlwerk getrieben. Heraus kommen Allgemeinplätzchen.
Und von "Provokation" sprach Max Binder, fast wie jemand mal hier aus dem Welschen, wenn auch aus anderen Gründen und etwas anders betont und geschrieben. Aber da Provokation ja mal auch Herausforderung hiess, verleiht das der Sache einen etwas anderen Dreh. (Nur nicht alle mögen es, wenn man sie mal beim Wort nimmt, da werden sie ganz sauer und verbal giftig, da ragen dann plötzlich noch ganz andere Dinge raus, fast wie bei alten Platzhirschleins, die ihr Verhalten für so selbstverständlich halten, dass alle Neuen, die auftauchen und sich nicht speziell nach den Platzhirschleins richten, für diese eine Bedrohung sind.)
Sie werden in Zukunft ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen, da sie als Hauptüberträger der Vogelgrippe gelten. Durch das werden in Zukunft Tamiflu zur obligatorischen Vorsorge der Krankenkasse gehören und somit die Krankenkassenprämien eine Quantensprung erleben. Und da das vermutlich niemand bezahlen kann, wurde beschlossen dieses Geld per Via Sicura(sicher ist sicherer sicherer!) mittels zusätzlicher Autokurse einzuholen.
Aber warum nicht einfach die Hühnerzucht verbieten? Das wäre wieder ein Tier mehr, dass auf die rote Liste käme!
Schon wieder sonntägliche „Provokationen“, diesmal im SonntagsBlick. Demnach fordert die SVP- und FDP-Seite, durch eine Senkung der staatlichen Abgaben dem immer teurer werdenden Benzinpreis (gar mit bundesrätlichem Notrecht!) entgegen zu wirken.
Und womit, Herr Giezendanner, sollen die Einnahme-Ausfälle kompensiert werden?
Weiter ist zu lesen: „Für die CVP reicht in den nächsten Tagen der Urner Ständerat Hansruedi Stadler (54) ein Postulat ein. Er verlangt vom Bundesrat Massnahmen gegen drohende Versorgungsengpässe: «Die Verknappung der Nahrungsmittel, Rohstoffe und Ressourcen stellt unsere Volkswirtschaft vor grosse Herausforderungen.»“
Solche Aussagen, nach denen man urteilen könnte, dass die Bedeutung und die Dringlichkeit, mindestens aber der Begriff „Nachhaltige Entwicklung“ noch nicht bis zu allen Parlamentariern durchgedrungen zu sein scheint, stimmen nachdenklich…
„Noch vor hundert Jahren legten Herr und Frau Schweizer im Schnitt 280 km pro Jahr mit Verkehrsmitteln zurück. Heute sind es rund 13'000 km“, schreibt das BAV online unter Alptransit. Und die SBB sagen zur 2. Etappe der Bahn 2000: „Die wachsende Nachfrage nach Bahnleistungen setzt jedoch weitere Ausbauten voraus – Prognosen rechnen mit einem Anstieg des Schienenverkehrs von mindestens 20 Prozent bis 2020.“
Wenn der Ölpreis weiter so steigt, dürften diese Prognosen kaum mehr stimmen, da viele auf den Öv umsteigen werden (müssen). Mr. Pinks bisher missverstandenen „jetzt plötzlichen“ Geldbedarf (statt in 5 bis 20 Jahren) bekäme dann doch einen dringenden Charakter...
Damit zum eigentlichen Thema: Woher das Geld nehmen, wenn die Hühner da oben keine goldenen Eier legen? Es ist allgemein bekannt, dass der Benzin-Preis in der Schweiz immer noch günstiger ist als im benachbarten Ausland. Das zeigt, dass obwohl eine staatliche Abgabe erhoben wird (auch im Ausland) die Preise in der Schweiz günstiger sein KÖNNTEN. Weshalb sind wir dann immer noch eine Hochpreis-Insel? Könnte man demnach dieses gewaltige Potential an zu hoch bezahlten Preisen nicht teilweise für die fragliche Finanzierung verwenden und teilweise an die Konsumenten weitergeben?
Auch das ist aber nur eine Brainstorming-Idee, die a) zu einer gewissen Kostentransparenz führen sollte und b) dem Portemonnaie des Einzelnen nicht weh tut.
Freundliche Grüsse
Titus
@ Lisa: Dein Wink mit dem Zaunpfahl, den ich schon seit längerem von irgendwoher erwartet hatte, ist angekommen.
Quellen:
http://www.blick.ch/news/schweiz/benzinsteuer-runter-gruene-energie-foerdern-versorgung-sichern-91552
http://www.bav.admin.ch/alptransit/01271/index.html?lang=de
http://mct.sbb.ch/mct/infra-dienstleistungen/infra-bau/infra-grossprojekte/bahn2000/infra-bahn2000_2.htm
Erstaunlich, diese Entwicklung.
Mit der warmen Luft der Politiker könnte man den ganzen CH-Energiebedarf decken...
Es gibt wohl eher Bürgerkrieg, als dass die Politiker Klartext reden und vom Wachstums-Holzweg abrücken.
Nur weiter so, volle Pulle gegen die Wand brausen, dann tuts weniger weh (oder etwa nicht?)
Ökologische NACHHALTIGKEIT und EWIGES Wirtschafts-WACHSTUM sind UNVEREINBARE WIDERSPRÜCHE.
Und sonst glaubt doch endlich den Banken und den Ökofantasten (ich meine die studierten ÖkoNOMEN):
Sät Geld und schaut, bis die Finanzbäume spriessen, erntet und lasst sie in den Himmel wachsen...
http://www.guenzl.net/enthemmung/gruhl.
"
* Der Irrtum, die Welt sei unendlich.
* Der Irrtum, unsere Wirtschaft beruhe auf Arbeit und Kapital allein.
* Der Irrtum, über allem menschlichen Wirtschaften walte eine "unsichtbare Hand".
* Der Irrtum, die größere Zahl und Menge sei stets besser als die kleinere.
* Der Irrtum, materieller Wohlstand mache die Menschen glücklich.
* Der Irrtum, der Mensch verfüge über unbegrenzte Möglichkeiten.
* Der Irrtum, Wissenschaft und Technik dienen immer dem Fortschritt.
* Der Irrtum, die Freiheit nehme unaufhörlich zu.
* Der Irrtum, die Beschaffung von Arbeit stelle kein Problem dar.
* Der Irrtum, die Nahrungsproduktion könne immer weiter gesteigert werden.
* Der Irrtum, der Mensch habe das Eigentum erfunden.
* Der Irrtum, der Mensch habe den Krieg erfunden und könne ihn genauso beliebig wieder abstellen...
"
"Schlimmer noch als die Verständnislosigkeit für die Vorgänge im organischen Bereich ist die Verwischung zwischen dem Herrschaftsbereich der Natur und dem der menschlichen Willkür."
Es kann und soll nicht darum gehen, Suffizienz zu "verordnen", sondern zuallererst AUFZUHÖREN, das dauernde GEGENTEIL zu predigen, und dann die Suffizienz als Notwendigkeit anzuerkennen, das politische Terrain dafür zu ebnen, sie ev. vorzuleben!
Ich bin, wenn's hoch kommt, 2-3 mal mit der Swissair geflogen; aber 2000 - 3000 mal mit der SBB gefahren!
Sie können doch nicht Swissair und SBB in einen Topf werfen! Wie viel Prozent der Bevölkerung fliegen durch die Weltgeschichte, und wieviel benützen den Zug weil sie darauf angewiesen sind?
Ich sehe es so: Eine staatliche SBB fährt kostendeckend (im Idealfall, Mr.Pink, möglichst unsubventioniert) - eine privat finanzierte Bahn muss Gewinn erwirtschaften, je mehr Profit desto besser. Das mag ja in Ordnung sein für alles, was menschliche Grundbedürfnisse übersteigt. Aber wenn's um Grundbedürfnisse geht, dann ist das wie Brot vom Bäcker im Gegensatz zu Lachshäppchen aus dem Feinkostladen.
Werft Leuenberger raus und holt Levrat rein, sonst bringen wir die Neoliberalen Schweine nicht mehr raus.
Wie dringend das Geld bei der SBB benötigt wird, werden wir in Zukunft sehen.
Klar ist jedoch, dass ein Sozialist, nachdem er in Bellinzona kurzerhand aus einer maroden Unternehmung einen 100% Staatsbetrieb kreiert hat, jetzt eine Teilprivatisierung der SBB vorschlägt. Sollte dieser Politiker wirklich 20 Jahre in die Zukunft geschaut haben? Ich weiss es nicht und ich wäre mir da überhaupt nicht so sicher, lieber Titus.
Und warum sah dieser Sozialist noch vor wenigen Wochen die Lösung der Probleme in Bellinzona bei der Verstaatlichung und heute spricht er von Privatisierung?
Für mich zeugen diese Handlungen von einer Doppelmoral. Wie fest kann man also so einem Politiker noch trauen? Kann man ihm überhaupt noch trauen? Oder ist dieser Vorschlag nur ein Imponiergehabe und Gegacker eines Hahnes im Hühnerstall?
@ Wachstumskritier
Das jede Medaille eine Kehrseite hat, wissen wir doch alle.
Ich möchte denn auch nicht auf alles eingehen, aber bedenke doch nur eins:
Materieller Wohlstand bietet eine gewisse Sicherheit und ohne diese Sicherheit kann Glück nur von kurzer Dauer sein.
Zudem Wehre ich mich vehement, dass der Staat, namentlich die Sozialisten, die Menschen zu ihrem immateriellen Glück zwingen wollen.
Glücklich sein kann nur jener, der hat was er braucht um glücklich zu sein. Sei dies nun materieller oder immaterieller Natur.
Du, und BESONDERS der Staat sollten also aufhören, den Menschen vorzuschreiben, was diese zum glücklich sein brauchen.
Grüsse
Mr. Pink
http://www.klimaforschung.net/klimawand
Wenn mir ein Arbeitgeber sagt: sie dürfen die PC's in der Nacht NICHT ausschalten... dann stimmt einfach etwas nicht... wenn Leute befehlen und dazu noch sagen: wir bezahlen ja den Strom... in der Wirtschaft, dann stimmt einfach zu vieles nicht.
Wenn man Leute belächelt..., die sich für eine bessere und gesündere und gerechtere Welt einsetzt. Aber Besser, Gesünder und Gerechter kann nicht sein, wenn Grosskonzerne immer mehr verdienen wollen auf Kosten der Allgemeinheit. Wenn Produkte in anderen Ländern immer günstiger hergestellt und anderswo immer teurer verkauft werden.
Wie viel Produkte könnte man in der Schweiz herstellen, aber weil man mehr verdient, produziert man im Ausland und muss es nachher einführen...
Aber das wissen wir ja alle und wurde schon weit und breit getreten.
Was aber NIEMAND hier weiss: darum macht es mich nicht HEISS... so das alte Sprichwort habe ich auf der obigen Webseite gefunden.
CO2? - Abgabe? Es gibt viel zu viele Pseudo-Wissenschaftler... und solche, die sich wichtig machen wollen. Wie viele Politiker, die nicht dem Volk sonderen ihren wirklichen Brötchengebern dienen.
Auch für Politiker gilt: "Wes Brot ich ess..." denn: durch wen kommen Politiker dorthin..., so sie sind... ausser sie haben selbst viel Geld, aber dies trifft auf die wenigsten zu.
Auch so etwas nenne ich Provokation, wie das mit den Händy-Strahlen.
Sie halten den Kopf ja auch nicht freiwillig in einen Mikrowellengrill? - oder doch?
oder bin ich wieder einmal zu zynisch? dann frage ich Euch: Was macht denn die Wirtschaft und Politik? oder aber die jedes Jahr 1'350 Milliarden die weltweit zu 100% Umweltverschmutzung zum Fenster herausgeworfen werden.. angesichts so vieler menschlicher Probleme die wir ja eigentlich zu lösen hätte.... aber doch im Grunde genommen gar nicht lösen wollen.... das ist ZYNISCH - damen und herren - Zynismus in Reinkultur...
schönen Tag
Rich I'm
"Die Tessiner benützen vermehrt den Zug, um zur Arbeit zu fahren. Die regionale S-Bahn (TILO) transportierte im vergangenen Jahr über 5,4 Millionen Fahrgäste. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Zunahme um 14 Prozent.
Gute Noten holte sich die S-Bahn auch bei der Pünktlichkeit ab. 98,6 Prozent der Züge hätten weniger als fünf Minuten Verspätung aufgewiesen, sagten Vertreter der SBB und des kantonalen Umweltdepartementes in Bellinzona vor den Medien."
26. Mai 2008, 14:36, NZZ Online
Pendler im Tessin benützen vermehrt die S-Bahn http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/tessin_s-bahn__1.743037.html
Ich habe nicht den Eindruck, dass ich jemandem "vorschreibe", was er zum Glücklichsein braucht.
Aber ich habe das Recht mich zu wehren, wenn mich eine wachstumsgläubige Mehrheit mit ihrem desaströsen Verhalten meiner Freiheiten beraubt und mich zum UNGLÜCK ZWINGT.
Und das gleiche Recht hätten alle andern, welche unter diesem Wahn zu leiden haben.
Ich traue den Politikern auch nicht.
Aber den Banken und Multis noch weniger.
Ihre Zukunftsaussichten in allen Ehren, aber manchmal staune ich etwas über die Strategie und Voraussicht der Politik. Da wird seit Jahren darüber debattiert, wie man die Leute dazu bringt, auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen. Nun scheinen die Anstrengungen Früchte zu tragen und schon fragt man sich wie wir nun den Ausbau, also den Erfolg, finanzieren wollen. Als Konsequenz unseres Erfolges werden wir vermutlich wieder irgendwo eine zusätzliche Steuer oder eine Abgabe einführen, damit sich die braven ÖV-Benutzer so richtig über die Nachsicht und den Beitrag an die Umwelt freuen können ;-).
Wie weit gehen wohl die Gedanken im Bereich der AHV? Hier werden auch massive Kampagnen gegen die Raucher geführt und dabei die Tabakpreise massiv erhöht. Ich als Nichtraucher bin nicht gegen Rauchfreie Zohnen in Restaurants, aber hat man sich in der Politik bereits ernsthafte Gedanken darüber gemacht, womit die fehlenden Gelder ind er AHV zukünftig beschafft werden, wenn die Einnahmen aus der Tabaksteuer massiv zurückgehen?
Ihre Aussage betreffend sonntäglichem Ausblick in die Zukunft finde ich bemerkenswert und richtig. Vielleicht müsste man in der Politik vermehrt Wert darauf legen, dass bei Kampagnen und Vorhaben eben dieser Blick in die Zukunft gemacht wird. Das heisst, die Konsequenzen der Vorhaben klar beleuchtet und Massnahmen dazu vorgeschlagen werden. Das heisst ein Blick in die Zukunft mit systemischem Ansatz.
Bezug auf Artio's Beitrag vom: 2008-05-26 18:32:26
Würde mich deine Meinung/ Kritik über meine Beiträge interessieren, dann nur wenn sich diese mit dem Inhalt meiner Beiträge auseinander setzen würde. Gewiss aber liegt mir nichts an Kritik welche nur eine persönliche Meinung darstellt, in diesem Falle wohl eine persönliche Abneigung gegen meine Beiträge, und vor allem überhaupt nicht auf den Inhalt Bezug nimmt.
Kritik kann sehr nützlich sein, verkommt sie aber dann zu einer rein persönlichen Angelegenheit verliert sie, und besonders ihr Verfasser, an Glaubwürdigkeit.
Statt also diesen wertlosen Kommentar abzugeben, oder wie in Vergangenheit mich auf Schreibfehler aufmerksam zu machen, hättest du doch lieber Fakten gebracht, deine persönliche Meinung über das Thema geäussert, sonst wie Bezug auf den Inhalt der kritisierten Beiträge genommen, oder aber endlich aufgezählt, was du an diesem Staat so schätzt.
Obwohl hier doch mit harten Bandagen 'gekämpft' wird, bemühen sich die meisten doch auch wenigstens auf den Inhalt der kritisierten Beiträge ein zu gehen und mit richtigen Fakten, Meinungen etc. diese zu kritisieren.
Ich spreche hier eben von jener Kritik, welche diesen Blog am Leben erhält und das Verfassen weiterer Beiträge fördert und somit immer wieder interessantes zum Vorschein kommt (dies gilt natürlich im Allgemeinen).
Dein Beitrag tut leider nichts von alledem, ausser das auslösen eines Kopfschüttelns meinerseits.
Gruss
Mr. Pink
Wenn die SBB auch so arbeiten wie Du hier die Dinge darstellst, dann kämen die Züge nach Luzern in Brig an, jene nach Chur wären schon vor der Abfahrt dort, die Neigezüge neigten sich ausschliesslich auf den geraden Strecken, die Doppelstock-Züge führen teilweise unter- und teilweise oberirdisch, der Cisalpino verkehrte über den Brünig bis zur Kleinen Scheidegg und jeder Regionalzug triebe die Mikrowelle des Speisewagens an…
Zu SBB Cargo: Am 14.05.2008 fand eine erste Sitzung zwischen den Sozialpartnern statt, die nächste ist für den 29.05.2008 geplant. Entschieden ist noch gar nichts – und betriebliche Entscheide fällt schon gar nicht der Bundesrat. Wo siehst Du hier „Verstaatlichung“?
Mr. Pink: „Oder ist dieser Vorschlag nur ein Imponiergehabe und Gegacker eines Hahnes im Hühnerstall?“ Und ich dachte immer, gewisse Hardliner der SVP würden auf tiefem Niveau diskutieren... Liest Du auch, was da oben steht oder suchst Du vergeblich im franz. Dictionnaire nach einer Übersetzung für „Brainstorming“?
Mr. Pink: „Materieller Wohlstand bietet eine gewisse Sicherheit und ohne diese Sicherheit kann Glück nur von kurzer Dauer sein.“ Wenn Du glücklich darüber sein kannst, gesund zu sein, kann Glück auch ohne materiellen Wohlstand von langer Dauer sein. Aber nur dann.
Und warum antworte ich überhaupt noch? Damit niemand überrascht ist, wenn er in Brig ankommt, obwohl der Zug mit „Luzern“ angeschrieben war…
Glückliche Grüsse
Titus
Am besten besteuern wir bald noch das CO2 das jeder beim Ausatmen produziert dann haben wir bald keine Geldsorgen mehr aber wohl auch keine Menschen mehr denn wer nicht zahlt muss wohl wegziehen oder weg "privatisiert" werden.
"Oder ist dieser Vorschlag nur ein Imponiergehabe und Gegacker eines Hahnes im Hühnerstall?"
Das Fragezeichen am Ende des Satzes hat eine ganz bestimmte Bedeutung.
Wir werden vielleicht in naher Zukunft miterleben, welche dieser aufgeworfenen Fragen (im Beitrag) beantwortet werden können und wie diese Antworten lauten werden.
Und vielleicht hast du dir noch nie überlegt, was es denn zum gesund sein braucht und somit zum glücklich sein.
Es ist Bewiesen, dass materiell Wohlhabende Menschen gesünder und länger leben als Arme.
Materieller Wohlstand kann also sehr wohl zum Glück beitragen.
Gesunde und glückliche Grüsse
Mr. Pink
Ist schon eigenartig, dass die Öffentlichkeit nicht an Bundesratssitzungen teilnehmen darf und nie erfährt, wie die jeweiligen BR abgestimmt haben. Es könnte ja was nach aussen gelangen, welches hohe Wellen schlägt und einigen nicht passt.
Eigenartig ist nur, dass sich trotz dieser Vorsichtsmassnahmen immer wieder Bundesräte an die Öffentlichkeit wenden und mit scheinbar als Gedanken/ Ideen getarnten Äusserungen an diese adressiert. Diese BR sollte es dann aber auch nicht so sehr kümmern, wenn sie dann eben hohe Wellen schlagen. Oder wozu sollten sie solche Äusserungen denn sonst veröffentlichen?
Das scheint mir doch etwas zu Paradox. Steckt also in Tat und Wahrheit doch mehr dahinter als ein blosses 'Brainstorming'? Oder will man damit nur die Wähler- Reaktionen erfassen?
Was meinst du dazu, Titus?
Es gibt verschiedene Gründe, wieso ein Road-Pricing sinnvoll sein kann, jedoch geht es zuallererst darum, dass in durch den Strassenverkehr stark belasteten Gebieten weniger Stau, Lärm und Abgase produziert werden (weniger Ozon, Feinstaub, CO2, mehr Gesundheit, Ruhe, Lebensqualität).
Zudem wäre das Road-Pricing ein Beitrag zur Verlangsamung oder Abschwächung des Klimawandels. Solche Beiträge haben meiner Meinung nach mit Weitsicht, Respekt vor und Mitgefühl mit Menschen aus anderen Regionen und vor/mit zukünftigen Generationen sowie mit Respekt vor der Natur zu tun.
Auch hier und heute leiden schon v.a. ältere Menschen stark unter der grossen Sommerhitze. Zudem könnten die Überschwemmungen und Erdrutsche der letzten Jahre erste deutlich sichtbare Folgen des Klimawandels sein.
Natürlich ist das Road-Pricing in der Schweiz nur ein Tropfen auf den heissen Stein, aber jeder Beitrag zählt und die Ozeane bestehen auch nur aus einzelnen Tropfen..
http://www.espace.ch/artikel_523934.htm
"Es war das bedingungslose „Entweder – Oder“ zwischen Sozialismus und Kapitalismus, welches zum eisernen Vorhang und zur Berliner Mauer führte."
http://www.uvek.admin.ch/dokumentation/reden/chef/20020906/01151/index.html?lang=de
Und Ihr Versuch, Ihre Sicht der Dinge quasi als naturwissenschaftliche Tatsache hinzustellen, die andere bloss als persönliche Meinung, die nichts wert sei, trägt sicher nicht zu einer würdigen Diskussion bei, nicht nur gegenüber mir nicht. Aber wenn Sie das Bedürfnis haben, sich in dieser Weise etwas mehr Selbstwert zu verschaffen, dann halt.
Und bevor Sie hier weiter über die SBB theoretisieren, sollten Sie, der doch sicher etwas über Nachfrage und Angebot wissen muss, ein paar Sachen nachlesen:
"Die SBB lässt Pendler stehen
Die SBB hat auf den Fahrplanwechsel im Dezember hin einiges optimiert. Eines aber wird bleiben: Auf den stark frequentierten Strecken in den städtischen Gebieten bleiben Sitzplätze zu Stosszeiten Mangelware.
(...)"
http://www.espace.ch/artikel_523934.html
Zudem hat hier jemand geschrieben, dass im Unterschied zur Wirtschaft der Staat zumindest kostendeckend dafür sorgen müsse, dass eine Grundinfrastruktur (wie SBB) vorhanden sein müsse, bestimmte Grundbedürfnisse gewährleisten solle, wer mehr Luxus wolle, müsse den selbst beschaffen. Was sagen Sie dann aber all den Pendlern, die regelmässig stehen, aber eigentlich einen Sitzplatz bezahlt haben? Dass sie nicht mehr pendeln sollen? Dass sie alle an ihrem Arbeitsort wohnen sollen (vielleicht ein trostloses Industrieareal)? Und mit welchen Mitteln würden Sie Ihr Wille durchsetzen wollen in einer Demokratie?
Danke für das Verständnis, Artio.
Doch doch, ich wähle IMMER, und stimme auch IMMER ab!
Ich hätte mich vielleicht genauer ausdrücken sollen: Ich traue keiner PARTEI. Ich sagte schon an anderer Stelle, dass ich keiner Partei beitreten könnte.
Demnach wähle ich jeweils Einzelköpfe, die ich nicht nach ihren Parteiparolen auslese, sondern nach ihrem bisherigen Handeln beurteilen kann, und die möglichst WENIGE finanziell "belastete" Lobby-Verknüpfungen haben.
Von den aktuellen Bundesräten halte ich Moritz Leuenberger für den Aufrichtigsten, der sich wohl auch manchmal zwischen Parteiinteressen und den Richtlinien des Departements aufreiben lassen muss. (Heute war er doch mit der SVP zusammen GEGEN einen Teil der Energie-Effizienz-Massnahmen! (Die Gründe habe ich noch nicht vernommen und analysiert.)
Jedenfalls kenne ich zumindest in meinem Kanton keinen einzigen Politiker, der sich offen als Wachstumskritiker bekennt. Ein Teil des politischen Aktivismus könnte Ansätze dazu vermuten lassen, aber eben nicht konsequent, und aussprechen "darf" sie/er es nicht, wenn sie/er Parteimitglied ist.
Ich habe nur kürzlich mal von der Deutschen "Linken" eine solche Haltung gehört.
Zurück zur Mobiltität:
BR Leuenberger stellt die "wachsende Mobilität" als Naturgesetz hin. Falsch.
Sie ist GEWOLLT. Bzw. erzwungen vom Wachstumszwang der Wirtschaft.
Was heisst eigentlich "NEUE Finanzierungsquellen" für den ÖV?
Heisst neu "ANDERE", weil die alten versiegen?
Oder heisst neu "ZUSÄTZLICHE", weil man die "Rüstungsspirale" bei der "Mobilität" ankurbeln WILL?
Habe ich mit einem SBB-Billett wirklich einen SITZplatz bezahlt, oder ist ein Sitzplatz einfach nur ein Drüberein?
Sollen die Züge so lang sein, dass in JEDEM Fall ALLE Fahrgäste einen Sitzplatz haben?
* Ich wäre einverstanden, wenn jene mehr bezahlen (oder eben weniger Komfort haben), die zur Stosszeit reisen wollen oder "müssen".
Sollen die Autobahnen und Stadtstrassen alle so breit sein, dass KEINER jemals in einen Stau kommt?
* Ich wäre einverstanden, dass jene mehr an die Strassen bezahlen, welche sie verstopfen.
Somit heisst ein möglicher Lösungsansatz (ob beim Privat- oder Öff. Verkehr):
-- JAM PRICING --
Ist doch ein voll marktwirtschaftlicher Ansatz, oder? Genau wie das Verursacherprinzip generell.
So bräuchten wir kaum ein Wachstum bei der Infrastruktur. Nicht wie heute quasi auf Vorrat, damit "die Wirtschaft" ungehemmt weiterwachsen kann. Aber die globalisierte Wirtschaft drückt die ganze Welt immer auf den Minimalstandard runter, auch wenn total unterschiedliche Bedingungen herrschen (politisch, topografisch, klimatisch usw.!)
Ich fahre jeden Tag 6km zur Arbeit. Mit dem Fahrrad! Und 6km zurück. Etwas effizienteres gibt es gar nicht. Aber ich verhalte mich ja total wirtschaftsfeindlich, oder?
Max. dreimal im Jahr (bei Glatteisgefahr) nehm ich für den Arbeitsweg den ÖV. Bin ich deswegen schon ein Parasit? Ich könnte die 6km problemlos auch gehen, ich bin nicht auf den ÖV angewiesen. Es käme mir auch nicht in den Sinn, weiter als eine Velodistanz vom Arbeitsort weg zu wohnen. Aber viele Leute sehen das als Teil ihrer FREIHEIT an! Voilà. Sie WOLLEN sich das leisten, und "leisten" es damit auch andern, bzw. belasten die Umwelt oder die Allgemeinheit oder beides mit ihrem Verhalten!
Ihr könnt es drehen und wenden wir ihr wollt:
URSACHE all dieser Probleme ist der menschgemachte Wachstumszwang der Wirtschaft (und der Wachstumsfakt bei Erdbevölkerung).
Ich sehe nicht ein, was an allen andern Symptombekämpfungsübungen befriedigend und zukunftsgerichtet sein soll.
Dann erkläre mir bitte wie das Pricing einen Unterschied machen soll? Verwandelt das bezahlte Geld das CO2 plötzlich in O2? Werden weniger Abgase produziert nur weil man dafür bezahlt?
Ich glaube nicht denn das ganze ist absolut sinnlos, das einzige was man damit erreicht ist das der Durchschnittsbürger weniger Geld für die richtig wichtigen Sachen wie z.B. Familie hat und das diejenige die jetzt schon einen 12 Zylinder Auto fahren sich das Privileg erkaufen können die Strassen zu befahren die wir alle bereits mit unseren Steuern bezahlt haben.
Und jeder Mensch der denkt den naturlichen Klimawandel unseres Planeten beinflussen zu können ist schlichtweg naiv. Unserem Planeten geht es gut, die Menschen sind es die Krank sind.
http://www.parlament.ch/D/dokumentation
Deine persönliche Meinung würde mich sehr wohl interessieren, würde diese aber eben nicht nur auf mich persönlich bezogen sein, sondern auf den Inhalt meiner Texte.
Du stellst mich als Buchstabenverschwender hin und fertig ist dein Beitrag. Du brauchst meine Beiträge nicht zu lesen, wenn du das Gefühl hast, ich würde nur Buchstaben verschwenden. Aber dann brauchst du diese auch nicht auf so billige Art zu kommentieren.
Und das hat überhaupt nichts mit Naturwissenschaft zu tun.
Das ist doch etwa so, als würdest du ein Buch kritisieren und deine gesamte Kritik stützt sich nur darauf, dass du eine persönliche Abneigung gegen den Schriftsteller oder die Schriftstellerin hast (woher auch immer diese Abneigung stammt).
Diese Kritik sagt doch überhaupt nichts über die Charaktere, den Schreibstil, den Inhalt, die Geschichte etc. aus. Ist sie also nützlich? NEIN.
Kritik ist eben da, um den Inhalt, und nicht um den Verfasser zu beurteilen. Und nur diese Kritik ist objektiv, konstruktiv und auch brauchbar.
Und mir geht es um folgendes:
Die zusätzlichen Bahn- Investitionen aus Titus' Link, welchen ich angefügt habe, belaufen sich auf etwa 4 Mia. Franken in einem Zeitraum bis ins Jahr 2030 (Gesamtbudget ist 31.5 Mia.). Im neuen FinöV hat man aber das Geld schon neu verteilt und durch Kürzungen fehlen bis 2030 ca. 1 Mia. Franken, statt eben 4 Mia. Der Bund spricht von 80 Mio./ Jahr Mehrausgaben.
Wie schon immer erhält die SBB Subventionen und zwar alleine bis 2010 knapp 2 Mia. Franken jährlich für Betrieb, Substanzerhaltung und Bauinvestitionen. Die zusätzlichen 80 Mio./ Jahr scheinen mir die Diskussion über eine Teilprivatisierung nicht zu rechtfertigen.
Wird uns also nur die halbe Wahrheit aufgezeigt, oder geht es doch nicht nur um die SBB und den ÖV? Der Verdacht liegt nahe, dass man mit einem Erlös aus der Privatisierung eben noch andere Löcher in der Finanzkasse stopfen, von denen wir (Steuerzahler) heute noch nicht viel wissen.
Gruss
Mr. Pink
http://www.iew.uzh.ch/study/courses/dow
Unserem Planeten ginge es besser ohne die Menschen. Deshalb sollten wir meiner Meinung nach den schädlichen Einfluss des Menschen so klein wie möglich halten und möglichst reduzieren. Z.B. ist nicht nur der Klimawandel (vgl. IPCC-Reports und Summaries), sondern auch der rapide Verlust der Biodiversität (Artensterben: http://www.greenfacts.org/en/biodiversity/#4) zu einem grossen Teil auf uns zurückzuführen. Der motorisierte Strassenverkehr verursacht hohe Kosten in den Bereichen: Unfälle, Natur und Landschaft, Gebäudeschäden, Lärm, Gesundheit -> 4.7 Mrd. CHF/Jahr (Quelle: ARE Bundesamt für Raumplanung, 2004).
In London sank die Anzahl Autos, die in die Stadt fuhren, nach der Einführung des Road Pricings von ca. 200'000 auf ca. 130'000.
Die Einnahmen könnten zum Teil im Sinne einer Lenkungsabgabe durch eine Steuersenkung zurückerstattet werden, beispielsweise in Form einer Reduktion der Motorfahzeugsteuer. D.h., wer das Auto nicht braucht, um in die Grossstädte zu fahren würde belohnt. Ein weiterer Teil der Einnahmen sollte meiner Meinung nach für die Förderung des ÖV und des nicht motorisierten Strassenverkehrs verwendet werden.
Quelle der Infos: siehe Url oben.
Wirklich interessante Gedanken. Ich möchte diese nur erweitern.
Warum kennt dieses 'soziale' Transportmittel in der Schweiz zwei Klassen?
Warum ist dieses Transportmittel hoch subventioniert, wenn es doch angeblich so effizient sein soll? Das ist doch ein Widerspruch in sich.
Das es aber eben auch anders geht, zeigt das Beispiel von Japan (leider wird bei Privatisierung aber nur immer das Beispiel England erwähnt).
Japans Eisenbahn ist seit 1987 privatisiert und seither eine Erfolgsgeschichte sondergleichen. Die Billette sind dort günstiger, die Bahn ist pünktlicher und arbeitet effizient.
Der Personalbestand dieser Bahn ist heute konstant auf dem Stand von 1975. Sie befördert aber weit mehr Passagiere als damals.
Gruss
Mr. Pink
Die USA hat das nicht getan, wobei in der Folge nur die U Bahnen und wenige Bahnlinien überlebten.
Grund für den Ansturm auf die U Bahnen sei nun vor allem der hohe Preis für Treibstoffe und die Wachstumsgrenzen- Überschreitung der US-Amerikaner, deren Autos jetzt zuviel Treibstoffe verbrauchen (Gruss an Wachstumskritiker).
Die Verkehrsbetriebe in den USA fühlen sich vielerorts von der Entwicklung regelrecht überrollt. In Washington arbeitet das U-Bahn-Management an einem Notfall-Plan für den Fall, das der Benzinpreis auf mehr als fünf Dollar pro Gallone steigen würde. "Es könnte ein massiver Zustrom von Passagieren auf uns zukommen, die wegen der Kosten vom Auto zum Nahverkehr wechseln", warnte der U-Bahn-Direktor John B. Catoe.
Da in den USA der öffentliche Verkehr zum grössten Teil privatisiert wurde, was zur Folge hatte dass sich die gesamte Verkehrsplanung auf den Automobilverkehr konzentrierte, so fehlen den Menschen ausserhalb der Städte weitgehend die Bahnverbindungen.
Lieber Herr Bundesrat Leuenberger, könnten Sie bitte ihre Bundesrat Kollegen überzeugen dass die Bahnen von vitalem Interesse für die Schweiz sind, vor allem in der Zukunft.
Lassen Sie sich bitte zudem davon überzeugen dass die Idee zur Privatisierung des öffentlichen Verkehrs genau in die falsche Richtung geht wenn man historische Erfahrungen und die Funktionsweise einer Marktwirtschaft analysiert.
Wollen Sie in Zukunft nur noch stehend oder verspätet nach Bern fahren?
Ich denke das will niemand. Aber alle Faktoren deuten in diese Richtung.
- Der Stopp der Investitionen des Bundes in den öffentlichen Verkehr
- Die stetig steigenden Preise für Energie
- Der Auftrag des Bundes um CO2 zu reduzieren
- Der zu erwartende Sparwille der Bürger
Glauben Sie dass die Schweizer in Anbetracht der stetig steigenden Preise nicht auch einsehen würden dass die SBB dringend die Kapazität haben muss um Energieengpässen in der Zukunft zu begegnen.
„Die Privatisierung“ hat keine Eigenintelligenz was Interessen des Gemeinwohls anbetrifft, sie will nur Kosten erkennen die sie auch bezahlen muss. Kosten jedoch die dadurch entstehen dass Rohstoffe ausgehen oder massiv teuerer werden, das wird in der Privatwirtschaft nicht berechnet und ausgeblendet.
Wenn der Strassenverkehr viele Leben kostet und er zudem krank macht, dann ist dies der Privatwirtschaft egal, wenn Andere dafür belastet werden.
Die Autolobby hat es ja geschafft dass auf den Benzinpreis weder die CO2 Belastung noch die Umweltverschmutzung realistisch eingepreist werden. Die Autolobby wird es jedoch nicht schaffen hohe Marktpreise für Benzin und Diesel durch Druck auf die Regierung zu verbilligen.
Als der Strassenverkehr den Siegeszug gegen die Bahnen angetreten hatte, da wurden ihm weder Umweltbelastung noch Gesundheitskosten noch Folgen der Überbauung, Parkplätze und dergleichen belastet. Das wurde den Bahnen auch nicht belastet, aber wenn man das generell nicht macht hat, so hat das Rücksichtloseste die Vorteile auf seiner Seite.
Interessant ist es ja das man Minderheiten sehr wohl zunehmend mit realen Kosten belasten will, zum Beispiel die Raucher, kranke bis Invalide Menschen, sowie Tarifkosten von Versicherungen.
Der Strassenverkehr war auch ein Kind des Wirtschaftaufschwungs, ja er war gerade ein massgeblicher Teil des Wachstums. Nun stehen wir aber vor dessen natürlichen Grenzen, den steigenden Kosten für den Betrieb und der begrenzten Bodenfläche in der Schweiz.
Die Bahnen sind ausbaufähiger als der Strassenverkehr und in Zukunft werden durch stetig steigenden Miteinbezug von realen Kosten immer mehr Menschen zum Umsteigen bewegt.
Die Zeiten für Wirtschaftswachstum im Strassenverkehr werden geringer, da die Umverteilung des Reichtums von armen zu Reichen Menschen fortgeschritten ist. Immer mehr Menschen werden in Zukunft auf die Bahn als Verkehrsmittel angewiesen sein.
Bevor Sie Herr Bundesrat Leuenberger einen Notfallplan ausarbeiten müssen, so wäre es doch besser die Erfahrungen aus der Vergangenheit von 1949 http://de.wikipedia.org/wiki/Privatbahnhilfegesetz zu nutzen und zu versuchen dem Parlament und den Bundesratkollegen davon zu überzeugen dass der Griff in den Staatshaushalt jetzt notwendig ist, und zwar auf Kosten des Strassenverkehrs.
Noch nebenbei:
Entgegen den USA ist die Schweiz doch historisch in ihrer Städteplanung prädestiniert für den öffentlichen Verkehr. Eine zu starke Präferenz auf den Autoverkehr entspricht überhaupt nicht unserer Städtelandschaft.
Auch die Schwebestoffe und die Ozonbelastung sind über den Grenzwerten. Die Raucher werden ausgepfiffen, die Rennfahrer Touristen jedoch donnern mit 200 Sachen durch die Schweiz und man findet das noch lustig.
http://www.wupperinst.org/de/projekte/t
2008-05-24 18:25:49/2008-05-28 00:16:41
…Ihr könnt es drehen und wenden wir ihr wollt:
URSACHE all dieser Probleme ist der menschgemachte Wachstumszwang der Wirtschaft…
Einmal mehr kann ich Dir von Herzen und mit Überzeugung beipflichten.
Du hast das Stichwort Suffizienz erwähnt. Ich bin der Ansicht, dass wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf Suffizienz ausgerichtet wären, die Welt eher wäre was sie sein könnte und sollte: die Lebensgrundlage, die alle Kreaturen beherbergt und nährt.
Den Begriff Suffizienz höre oder lese ich kaum im Alltag und ich frage mich, ob die Menschen überhaupt wissen, was damit gemeint ist.
Suffizienz steht in der Ökologie für ein Bemühen um einen möglichst geringen Material- und Energieverbrauch. Erreicht werden kann das durch eine geringe Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen, insbesondere derer, die einen hohen Ressourcenverbrauch erfordern.
Ein interessanter Link dazu:
http://www.wupperinst.org/de/projekte/themen_online/ko_suffizienz/index.html
Eine Publikation zu:
Was wird dann aus der Wirtschaft?
Über Suffizienz, Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit
http://www.wupperinst.org/de/publikationen/entnd/uploads/tx_wibeitrag/WP157.pdf
Beim Artensterben gebe ich dir recht das ist unsere Schuld und es ist tragisch das man nicht viel dagegen unternimmt.
http://www.bav.admin.ch/zeb/index.html?
Da war ich wohl zu optimistisch, einen Link ohne weiteren Kommentar anzugeben. Das hol’ ich nun nach, bitte aber darum, alles bis zum Schluss zu lesen:
Das Bundes-Kässeli „FinÖV“ enthält rund 30 Mia. Franken (ich halte hier die Beträge bewusst einfach und verzichte auf Kommastellen und Preisständen). Damit werden die Rechnungen für die NEAT, die Anschlüsse ans Hochgeschwindigkeitsnetz, die Lärmsanierung und die Bahn2000 bezahlt. Diese vier Projekte beanspruchen aber nur 5/6 der besagten 30 Mia Franken, also rund 25 Mia. Franken.
Bei ZEB geht’s um den letzten 1/6, also die restlichen ~5 Mia. Dazu musste bis Ende 2007 vorgeschlagen werden, wie diese Mittel eingesetzt werden sollen. Was vorgeschlagen wurde, kannst Du grafisch aus der Seite 9 des von Dir unten verlinkten Dokuments entnehmen. Hierzu nur ein markantes Zitat: „Nutzen-Kosten Verhältnis 2.5, d.h. jeder ins Kernangebot investierte Franken generiert CHF 2.50 volkswirtschaftlichen Nutzen.“
Im vorangehenden Abschnitt ist von „Kernangebot“ die Rede, womit die Projekte gemäss Seite 9 und womit die rund 5 Mia. Franken gemeint sind. Ab Seite 12 ist von „Erweiterungsoptionen“ die Rede. Um welche 10 Optionen es geht, kannst Du der nachfolgenden Seite entnehmen (Zimmerberg-Tunnel, 3. Gleis Lausanne – Genf usw.). Hier geht’s um ca. 4 Mia. Franken.
Und nun das Wichtigste: „Gemäss vorliegender ZEB-Botschaft sind die Erweiterungsoptionen heute nicht finanziert. Ihre Finanzierung soll in einer nächsten Vorlage (ZEB II, ca. 2012) geregelt werden.“ Woher diese 4 Mia Franken nehmen, darum geht’s hier eigentlich…
Jetzt taucht natürlich die Frage auf, weshalb man erst per Ende 2007 vorschlägt, wie 5 Mia. Franken zu verwenden sind? Weil die Mittel für die 2. Etappe von Bahn2000 nicht gereicht hätten, alle Ausbauwünsche zu erfüllen, wurde diese Etappe fallen gelassen. Die verbleibenden Batzen sollen eben im Rahmen von ZEB verwendet werden. Unter dem Strich, resp. mit ZEB I (5 Mia. sicher vorhanden) und ZEB II (4 Mia. noch gesucht) dürfte dann wohl diese 2. Etappe doch noch realisiert werden – vorausgesetzt man findet eine Einnahmequelle dafür.
Freundliche Grüsse
Titus
http://tages-anzeiger.ch/dyn/news/wirtschaft/876224.html
---
Es gibt ein Segment, dass immer weniger zahlt, auf Kosten des Mittelstandes, der sich für das Land einsetzt. Da könnte man durchaus Geld für den öffentlichen Verkehr abholen, andernfalls wird es in den Privatflieger investiert.
http://www.chinadaily.com.cn/english/do
Die Diskussion dreht sich inzwischen weniger um die Frage, woher das Geld nehmen als um die Frage, wie man mit Geld den Verkehr lenken kann. Was beim Individualverkehr mit road pricing erreicht werden möchte, überlegt sich nun ja auch eine SBB: Verteuerung der Nutzung von „Paradestrecken“ zu gewissen Zeiten. Stehen müssen morgens viele – entweder im Stau oder im Zug. Dazu sind einige statistische Aussagen noch interessant:
„Die Freizeit ist wichtigster Zweck des Verkehrs: 45% der Distanzen und 51% der Wegzeit werden im Freizeitverkehr eingesetzt. 27% der Tagesdistanzen sind Pendlerverkehr (Arbeits- und Ausbildungsverkehr) und 11% Einkaufsverkehr.“
„Die Mobilität ist in den letzten 20 Jahren um 30 Prozent gewachsen. (…) Besonders zugelegt hat mit 16% Wachstum zwischen 2000 und 2005 der öffentliche Verkehr, eine Folge von Bahn 2000.“
„Rund 57% aller Kilometer der Schweizer Bevölkerung (Jahresmobilität im In- und Ausland) werden per Auto oder Motorrad zurückgelegt. Rund je ein Sechstel der Jahresmobilität werden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn, Tram, Bus) oder mit dem Flugzeug bewältigt.“
Es handelt sich hierbei um Auszüge aus „Mobilität in der Schweiz / Wichtigste Ergebnisse des Mikrozensus 2005 zum Verkehrsverhalten“ des Bundesamts für Statistik (2007), s. Link unten.
Was die Zahlen oben nicht sagen – und ich in keiner Statistik gefunden habe - ist, WANN denn welcher „Mobilitätsbedarf“ entsteht. Denn: Obwohl nur 27 % der Tagesdistanzen unter „Pendlerverkehr“ fallen (und davon nur ein kleiner Teil den ÖV benützt), sind täglich Strassen und Züge überfüllt. Haben wir im Endeffekt ein Zeitproblem?
Am 23.05.2008 bescheinigt uns das BA für Sozialversicherungen in der „Flexicurity“-Studie, wie unkonventionelle Arbeitsformen und wie flexible Arbeitsverhältnisse wir in der Schweiz hätten. Dem mag so sein, aber wie flexibel sind wir bezüglich unserer GEWOHNHEITEN resp. wie flexibel sind wir, diese zu ändern?
@ Artio: Mit dem Billett bezahlst Du eigentlich nur für den Transport, nicht für den Sitzplatz. Kleiner Trost: ... Im ostasiatischen Raum findet man sogar da Platz, wo sich bei uns sonst nur die Mücken (zer-)platzen, siehe Link oben ;-)
@ Andres Stäubli: Zu Kosten und Finanzierung des Verkehrs siehe nachfolgende Seite, insbesondere den Link „Externe Kosten“: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/11/02.html
Freundliche Grüsse
Titus
Quellen:
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/11/07/01/02/01.html
http://www.astra.admin.ch/verkehrsdaten/00299/00301/00364/index.html?lang=de
http://www.admin.ch/aktuell/00089/index.html?lang=de&msg-id=18905
Ich sagte bereits dass der Automobilverkehr ein Hauptkonkurrent der Bahnen ist.
Die Privatisierung der Bahnen in Japan war erfolgreich weil in Japan die Kosten im Strassenverkehr viel höher sind als bei uns, weil stark rationalisiert wurde im Sozialen Bereich und weil der Staat trotzdem bezahlt.
Wenn Sie zudem damit einverstanden sind dass bei uns auch Strassenzölle erhoben werden und der Staat einen massgeblichen Teil der Privatbahnen stillschweigend mitfinanziert, dann nur zu.
Die Menschendichte ist in Japan weit höher als in der Schweiz, daher kann die Bahn zum Teil in dicht besiedelten Gebieten mit dem Strassenverkehr konkurrieren.
Warum aber der Staat trotzdem mitfinanziert in Japan? Weil die Privaten alle unrentablen Strecken stilllegen wollten. So mussten kommunale Verkehrsbetriebe mit staatlichen Zuschüssen den Betrieb der unprofitablen Gleisabschnitte übernehmen.
Der Wunsch des Japanischen Finanzministers, mit der Privatisierung die Staatskasse zu entlasten, ging in Japan daher nicht in Erfüllung.
Der Staat musste auch den gigantischen Schuldenberg der Bahn und ihre Pensionsverpflichtungen übernehmen. Dadurch hat sich der Staat ohne reale Gegenleistung durch Private selbst enteignet.
Entgegen der ursprünglichen Absicht subventioniert der Staat inzwischen auch viele Neubaustrecken, die keine Gewinne versprechen, mit bis zu 70 Prozent. Und die Bahnpreise sind hoch geblieben, es gibt kaum Ermässigungen.
Die Bahnangestellten haben zudem weit weniger Rechte als früher und in den Zügen herrschen zum Teil katastrophale Zustände weil die Privaten die Kontrollen ersparen wollen.
So ist in Japan die Anzahl von Belästigungen von Frauen in den Bahnen stark angestiegen, die Leute stehen dicht an dicht wie Sardinen. Telefonieren ist im Zug verboten und zum Zeitung lesen gibt es keinen Platz. Zum Teil musste in den Bahnen Geschlechtertrennung eingeführt werden.
Die Japanische Bahnprivatisierung, die in Wirklichkeit jetzt zu einer Teilprivatisierung wurde in Zahlen:
Die Privaten übernahmen damals in der Privatisierungsphase mit ca. 2 Milliarden Euro einen kleineren Teil der Schulden der Staatsbahnen.
Der Staat musste dagegen weitgehend für die gigantische Summe von 240 Milliarden Euro Verbindlichkeiten und Pensionsansprüche gerade stehen.
Die Rückzahlung ab diesem Übernahmedatum soll 63 Jahre dauern und die gesamten Kosten werden sich durch Zins und Zinseszins auf etwa 435 Milliarden Euro erhöhen.
Allein die Kreditbedienung verschlingt jährlich fast 14 Milliarden Euro aus dem Staatshaushalt. Die Subventionen in neue aber unrentable Strecken verschlingt ebenfalls Milliarden aus der Staatskasse, Tendenz derzeit steigend.
Die Zeitung Yomiuri Shimbun hatte im Jahr 2000 bereits errechnet, dass jeder Japaner für die Bahnprivatisierung im Durchschnitt mit rund 1500 Euro zur Kasse gebeten wurde.
Die Privatisierung lief also auf zwei Schienen: Die Schulden trägt der Steuerzahler, die operativen Gewinne gehen an die Bahnaktionäre. Der Staat muss zudem weitgehend für 240 Milliarden Euro Verbindlichkeiten der Bahn geradestehen.
Die Hauptaussage der Klimaschwindel-Doku ist widerlegt! Die Sonnenaktivität spielt eine untergeordnete Rolle:
http://www.stern.de/wissenschaft/natur/581145.html
Und hier auf S.7/20: Grafik, die den Einfluss der Sonne, der Treibhausgase und des Ozons auf die Temperaturänderung zeigt. Horizontal ist die Strecke von Nord- zu Südpol abgebildet, vertikal die Atmosphäre). Man sieht, die Sonne hat einen viel kleieren Einfluss als die Treibhausgase:
http://www.ied.ethz.ch/news/archive/klima/EnergiepolitikKlimawandel_Vortrag_Stocker.pdf
Beim durchlesen Ihrer letzten Zeilen wird mir fast schlecht.
Sie wollen also mit Vollgas und vor allem mit der Brechstange ins Mittelalter zurück?
Strassenzoll... Road Pricing ... Sonderbesteuerungen usw..
Das sind Mätzchen aus den letzten 2000 Jahren Geschichte und dienten allesamt nur um die Taschen Deren zu füllen die solche Bestimmungen beschlossen.
Ich behaupte frech,dass sich das in heutiger Zeit überhaupt nicht geändert hat. Wo fliessen denn die Milliarden hin he? in einen Fond, schön wie hiess der den noch FINöV oder? ah nein , das wäre ja ein neuer FOND, der FINöV ist nämlich ein Sonderfall, nur der kann sich laufend immer neue Gelder beschaffen für welches unnötige ineffizente und marktunkonforme Projekt auch immer...
Sie fallen auf den Privatisiereungstrick genaus herein wie Mehrheit der Schwweizer. Es ist schlicht unmöglich die Schweizer Bahnen zu privatisieren, ihr kleines Rechenbeispiel ist nur die halbe Wahrheit. Wir haben im Verhältnis zu den Japanern ein viel teureres Bahnnetz. Somit dürfte eine Privatisierung von vorneweg an der Finanzierung scheitern ausser man VERSCHENKT SIE. Zudem kommt noch ein anderes Problem. Es ist wie bei bei der Swisscom, Strommärkten oder anderen Monopolplayern wo der Staat Mehrheitlich das Sagen hatte, dort entstehen nicht Märkte sonder Ogliopole, und das hat mit echter Marktwirtschaft rein gar nichts zu tun ausser in der Erwähung der Lehrliteratur. ECHTE Marktwirtschaft braucht mindestens 6-8 Player mit gleichen Marktzugangsbedingungen vorher läuft da gar nix.
Nein der ECHTE Trick beesteht doch in einer Provokation, die Bahn wird nie und nimmmer vom Volk in eine Pseudomarktwirtschaft entlassen, es ist aber Psychologie dahinter, wenn das Volk keine Marktwirtschaft will soll es dann aber auch sorgen dass die nötigen Mittel für eine "Weiterentwicklung" zur Verfügunge gestellt werden... dann kommen dann die alten ZÖPFE zum Zuge....dann sind wir wieder bei den Strassenzöllen, Roadpricing usw...
Es ist zum Heulen was wir im Moment für Stragegen an der Macht habem, die haben ein Gespür fürs Nötige wie Scheintote...
ich hoffe aber schwer das Volk durchschaut diese Strategie und lässt mal Dampf ab. Raodpricing versernken und eine neue vernünftige Verkehrspolitik bestellen..
lg mg
Viel wichtiger ist die Tatsache das unsere Politiker nach Strich und Faden belogen werden und wir als Volk die leidtragenden sind.
Hab das PDF auch noch gründlich durchgelesen und muss einfach anmerken wieviele Daten vom IPCC da drin sind die ja bekanntlich total falsch sind.
Hier noch ein paar interessante Links für alle die immernoch glauben die IPCC erzähle die einzig wahre Wahrheit.
http://www.timesonline.co.uk/tol/news/uk/article1363818.ece
http://www.space.com/scienceastronomy/pluto_warming_021009.html
http://news.nationalgeographic.com/news/2007/02/070228-mars-warming.html
http://www.jbs.org/node/4586
http://www.spiegel.de/international/germany/0,1518,druck-481707,00.html
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2007-02/osu-atd021207.php
http://www.canadafreepress.com/2007/global-warming020507.htm
http://www.livescience.com/environment/070312_solarsys_warming.html
http://www.klimaforschung.net/klimawand
Klimawandel hat es immer gegeben. Das Ozonloch hat man in den frühen 50-er Jahren mit 2 Wasserstoffbomben über der Antarktis hineingebombt. Ich weiss, viele glauben das nicht. Egal - später musst man einen Schuldigen finden! Treibgas für Spraydosen & Co. - zugegeben, ich würde mir das auch nicht auf mein Znünibrot kleckern.
Dann das Waldsterben... wegen den bösen Autos... CO2... wobei man schon fast im Kindergarten gelernt hat: OHNE CO2 geht fast gar nichts auf diesem Planeten... denn ausgerechnet da, wo viel CO2 ist... gedeihen die Pflanzen mehr und mehr als wo es fehlt.
Und da die wenigsten selbstständig zu Denken gelernt haben, will man uns weismachen: Treibgase heizen die Atmosphäre auf! Wir wissen DAS: Wir sind Wissenschaftler...
Ein sehr guter Freund hat mir erzählt:
Als er noch junger Wissenschaftler war ist ein Firmenbesitzer zu ihm gekommen und hat im ein Angebot unterlegt:
Ach bitte unterschreiben Sie doch diese Dokument mit dieser Formel und bestätigen sie die als RICHTIG! Als Gegenleistung für IHRE Unterschrift können Sie sich einen 6-Stelligen Betrag vorstellen! - Also?...
Nun, mein Freund hat gesagt: Das ist schon in den 50-er und 60-er Jahren der Fall gewesen.... und heute?
Also: er nahm damals dieses Dokument und erbat sich 10 Minuten Zeit. Las es durch und die Formel und meinte: "Das ist so nicht Richtig! Das kann ich nicht unterschreiben..."
Jener andere aber meinte: das weiss ich auch, aber das ist nicht so wichtig, aber mit Ihrer Unterschrift bestätigen Sie die Echtheit....
Mein Freund wies dankend ab.
Denkt IHR das was damals ein Einzelfall?
Sehen wir es doch so: In einer heutigen Welt wo nicht die Wahrheit, die uns Frei macht zählt, sondern HABEN und nicht SEIN sind solche Dinge an der Tagesordnung.
So ist das mit der Klimaerwärmung!
Man spricht von ca 9'000 Satelliten und wie viel Sendeanlagen abgesehen vom HARP - Projekt gibt es WELTWEIT?
In welcher Frequenz wird da wohl gesendet?
Kilo-Herz? Mega-Herz? oder schon viel eher schon Giga-Herz Bereich? - um immer mehr Daten zu übertragen...
Lest doch einmal nach, in welchem Band IHR Mikrowellenherd strahlt und was DER macht?
Ohne Wasser geht da gar nichts... und unsere Atmosphäre? Voll von Wasser...
aber der Rest steht ja im Artikel, für den ich den Link angegeben habe.
viel Spass beim Abend-Teuer LEBEN
Rich I'm
2008-05-29 01:16:43
Vielen Dank für die interessanten Details betreffend die Bahn in Japan. Woher Sie das alles nur wissen?
Wenn man nun Ihre Information und die folgende Aussage eines Bloggers gegenüberstellt
Japans Eisenbahn ist seit 1987 privatisiert und seither eine Erfolgsgeschichte sondergleichen. Die Billette sind dort günstiger, die Bahn ist pünktlicher und arbeitet effizient. Der Personalbestand dieser Bahn ist heute konstant auf dem Stand von 1975. Sie befördert aber weit mehr Passagiere als damals.
zeigt sich, wie Worte wie „Erfolgsgeschichte“, „günstiger“, „effizient“ etc. den Eindruck erwecken, eine Sache sei durch und durch eine gute nachahmenswerte Sache. Es zeigt sich auch, wie irreführend Aussagen sein können, die ohne Hintergrundinformation da stehen.
Dies macht deutlich, wie wichtig es ist, das zu hinterfragen was uns an Information begegnet. Zum Beispiel zu fragen: wann und warum ist etwas „eine Erfolgsgeschichte“? Für wen ist es „eine Erfolgsgeschichte“? Was heisst, „die Billete sind dort günstiger“? Günstiger als …? Sind die Preise überhaupt vergleichbar? Etc.
Zu hinterfragen wäre aktuell auch: was bedeutet eine sogenannt „demokratische Einbürgerung“ konkret, im Detail? Was hätte eine solche für Auswirkungen?
Was genau würde nach Annahme des Gegenentwurfes in der Verfassung stehen unter Art. 117a Krankenversicherung? Was bedeutet es für pflegebedürftige Menschen und Angehörige konkret wenn es heisst: „sie (die Krankenkasse) KANN auch Leistungen bei Pflegebedürftigkeit ….vorsehen.“? Welche Auswirkungen hat Wettbewerb für Ärzte, Spitäler, Pflegende und Patienten? Etc. Etc.
Antworten und die Wahrheit sind nicht immer leicht zu finden. Man muss sich darum bemühen. Denn je nach Brisanz oder Interesselage von Beteiligten werden Sie oft gut gehütet.
Die Aktenvernichtungsstory weist uns einmal mehr darauf hin, dass Autoritätsgläubigkeit und blindes Vertrauen selbst dem Bundesrat gegenüber fehl am Platz sind.
Ach ist das interessant. So soll also gemäss dem Bericht von Stern die Sonne einen Einfluss von nur 0.25-0.5W pro Quadratmeter haben, während wir 2-4 Watt beisteuern.
Lieber Marco jetzt musst du mir mal erklären von woher die restlichen 1370 Watt stammen, hat da unser Mond wohl noch seine Hände im Spiel oder ist das möglicherweise gar die geheimnisumwobene schwarze Materie die uns die 1372 Watt einpustet?
Die 0.25Watt wären im übrigen 0.0182216% der durchschnittlichen Sonneneinstrahlung pro m2, reichlich wenig Toleranz für einen dynamischen Fusionsreaktor wie die Sonne...
Hier scheint wohl auch der vom Wissenschaftler bedauerte "Faktor 4 dabenben" Effekt zu spielen, aber bedauerlicherweise bei seinen eigenen Resultaten...
und hier noch ein "Zückerchen" bezüglich der nanifestierten "Klima-geht-den-Bach-Runter" Debatte....
So geschreiben letzten Dezember ....
LG MG
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Mehr als 100 Wissenschaftler - Alles Spinner...?
Mehr als 100 Wissenschaftler haben einen offenen Brief an den UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon geschickt, in dem sie vor einer falschen Klimapolitik warnen und sagen, die Einführung einer globalen CO2-Steuer ist schädlich. Diesen Brief sollten alle lesen die wissen wollen was wirklich mit unseren Klima los ist.
Hier der Wortlaut:
13. Dezember 2007
Ihre Exzellenz Ban Ki-Moon
Generalsekretär der Vereinten Nationen
New York, N.Y.
Sehr geehrter Herr Generalsekretär
Betrifft: UNO Klimakonferenz führt die Welt in eine völlig falsche Richtung
Es ist nicht möglich die Klimaveränderung anzuhalten, ein natürliches Phänomen, dass die Menschheit durch die ganze Weltgeschichte immer wieder betroffen hat. Geologische, archäologische, mündliche und geschriebene Überlieferungen zeigen alle die dramatischen Herausforderungen welche vergangene Kulturen durch die unerwartete Änderung der Temperatur, Niederschlag, Winde und andere klimatischen Variablen erlebt haben. Wir müssen deshalb die Nationen durch die Förderung des Wirtschaftswachstums und der Vermögensschaffung auf die ganze Palette an natürlichen Phänomenen vorbereiten und belastbarer machen.
Die Zwischenstaatliche Sachverständigengruppe über den Klimawandel der UNO (IPCC) hat verstärkt alarmierende Schlussfolgerungen über den Einfluss auf das Klima durch das vom Menschen produzierten CO2 veröffentlicht, ein Gas das nicht die Umwelt verschmutzt und lebenswichtig für die pflanzliche Fotosynthese ist. Während wir die Beweise die sie zu ihrer Sicht der CO2-Emmisionen, welche sie als schädlich betrachten, verstehen, sind die Schlussfolgerungen der IPCC unangemessen um als Grund für die Implementierung einer Politik zu dienen, welche den zukünftigen Wohlstand erheblich verringern wird. Im Einzelnen, es ist nicht bewiesen, dass man das Weltklima durch die Reduzierung der menschlichen Treibhausgase verändern kann. Dazu kommt, die Versuche die Emissionen zu verringern wird die Wirtschaftsentwicklung verlangsamen, der jetzige Ansatz der UNO das CO2 zu reduzieren wird wahrscheinlich das Leiden der Menschheit durch die Klimaveränderung erhöhen statt verringern.
Der Schlussbericht der IPCC für die Entscheidungsträger ist das am meisten gelesenen IPCC-Dokument unter den Politikern und Nichtwissenschaftler und es ist die Basis für die meisten Entscheidungen über die Politik der Klimaveränderung. Dabei wird diese Zusammenfassung durch eine kleine Gruppe von Autoren erstellt, wobei das Schlussdokument Zeile für Zeile durch einen Regierungsvertreter abgesegnet wird. Die Mehrheit der IPPC Textbeiträger und Überprüfer, sowie die Zehntausend andere Wissenschaftler die qualifiziert sind über dieses Thema zu kommentieren, sind nicht in der Vorbereitung dieses Dokuments involviert. Diese Schlussfolgerungen spiegeln deshalb nicht den Konsens der Experten.
Im Gegensatz zum Eindruck den der IPPC-Schlussbericht hinterlässt:
-Sind die kürzlich beobachteten Phänomene des Gletscherschwunds, Meeresspiegelerhöhung und der Wanderung von Lebewesen, die auf die Temperaturerhöhung reagieren, kein Beweis für eine abnormale Klimaveränderung, denn keine dieser Veränderungen liegen ausserhalb der Grenzen natürlicher Schwankungen.
-Die durchschnittliche Erwärmung von 0.1 bis 0.2 Grad Celsius pro Dekade welche durch Satelliten am Ende des 20. Jahrhunderts aufgezeichnet wurden, fallen innerhalb des natürlichen Tempos einer Erwärmung oder Abkühlung der letzten 10'000 Jahre.
-Führende Wissenschaftler, einschliesslich ranghohe IPPC Repräsentanten, bestätigen, dass die heutigen Computermodelle nicht das Klima vorhersagen können. Vereinbar mit dem, und trotz der Vorhersage eines Temperaturanstiegs durch Computermodelle, gibt es keine globale Erwärmung seit 1998. Das jetzige Temperaturniveau folgt einer Periode der Erwärmung am Ende des 20. Jahrhunderts, welche mit dem Zyklus der Klimaveränderung alle 10 oder 100 Jahre übereinstimmt.
Im krassen Gegensatz dazu, dass die oft wiederholte Behauptung, die Wissenschaft der Klimaveränderung wäre „entschieden“, haben bedeutungsvolle neue Forschungen, die von Fachleuten überprüft wurden, noch mehr Zweifel an der Hypothese einer gefährlichen vom Menschen verursachten Klimaerwärmung zutage gebracht. Da aber die IPPC-Arbeitsgruppe generell angewiesen wurde, nur Arbeiten zu berücksichtigen, die bis Mai 2005 veröffentlicht wurden, sind diese wichtigen Forschungsergebnisse nicht im Bericht enthalten, das heisst, der IPPC-Bericht ist bereits inhaltlich veraltet.
Die UNO-Klimakonferenz in Bali wurde geplant um die Welt in Richtung einer CO2-Reduzierung zu führen, wobei aber völlig die Lektion des Versagens des Kyotoprotokolls, die chaotischen Zustände im europäischen CO2-Handelsmarkt, und die Wirkungslosigkeit der kostspieligen Initiativen die Treibhausgase zu verringern ignoriert werden. Eine ausgewogenen Analyse der Kosten/Nutzenrechnung unterstützt nicht die Einführung einer weltweiten Massnahme um den Energieverbrauch zu kappen oder zu reduzieren, um die CO2 Emissionen zu verringern. Des weitern ist es irrational ein „Vorsorgeprinzip“ anzuwenden, weil viele Wissenschaftler erkennen, dass beides, eine Abkühlung und eine Erwärmung eine realistische Möglichkeit in der nahen Zukunft sind.
Das derzeitige Hauptaugenmerk der UNO „die Klimaerwärmung zu bekämpfen“, so wie im UN Development Programme's Human Development Report vorgestellt, lenkt die Regierungen von einer Anpassung an die Gefahren einer unvermeidlichen Klimaveränderung ab, wie immer sie ausfallen wird. Eine nationale und internationale Planung für diese Veränderungen ist notwendig, mit dem Schwerpunkt den Menschen die am meisten dafür anfällig sind zu helfen, um sich auf die bevorliegenden Bedingungen anpassen zu können. Versuche die globale Klimaveränderung zu verhindern, sind letztendlich vergeblich, und bedeuten eine tragische Fehlleitung der Ressourcen, die besser für die wirklichen und drückenden Probleme der Menschheit ausgegeben werden sollten.
Hochachtungsvoll
(Liste der Unterzeichner)
Kopie an: Führer der Länder der Unterzeichner.
Don Aitkin, PhD, Professor, social scientist, retired vice-chancellor and president, University of Canberra, Australia
William J.R. Alexander, PhD, Professor Emeritus, Dept. of Civil and Biosystems Engineering, University of Pretoria, South Africa; Member, UN Scientific and Technical Committee on Natural Disasters, 1994-2000
Bjarne Andresen, PhD, physicist, Professor, The Niels Bohr Institute, University of Copenhagen, Denmark
Geoff L. Austin, PhD, FNZIP, FRSNZ, Professor, Dept. of Physics, University of Auckland, New Zealand
Timothy F. Ball, PhD, environmental consultant, former climatology professor, University of Winnipeg
Ernst-Georg Beck, Dipl. Biol., Biologist, Merian-Schule Freiburg, Germany
Sonja A. Boehmer-Christiansen, PhD, Reader, Dept. of Geography, Hull University, U.K.; Editor, Energy & Environment journal
Chris C. Borel, PhD, remote sensing scientist, U.S.
Reid A. Bryson, PhD, DSc, DEngr, UNE P. Global 500 Laureate; Senior Scientist, Center for Climatic Research; Emeritus Professor of Meteorology, of Geography, and of Environmental Studies, University of Wisconsin
Dan Carruthers, M.Sc., wildlife biology consultant specializing in animal ecology in Arctic and Subarctic regions, Alberta
R.M. Carter, PhD, Professor, Marine Geophysical Laboratory, James Cook University, Townsville, Australia
Ian D. Clark, PhD, Professor, isotope hydrogeology and paleoclimatology, Dept. of Earth Sciences, University of Ottawa
Richard S. Courtney, PhD, climate and atmospheric science consultant, IPCC expert reviewer, U.K.
Willem de Lange, PhD, Dept. of Earth and Ocean Sciences, School of Science and Engineering, Waikato University, New Zealand
David Deming, PhD (Geophysics), Associate Professor, College of Arts and Sciences, University of Oklahoma
Freeman J. Dyson, PhD, Emeritus Professor of Physics, Institute for Advanced Studies, Princeton, N.J.
Don J. Easterbrook, PhD, Emeritus Professor of Geology, Western Washington University
Lance Endersbee, Emeritus Professor, former dean of Engineering and Pro-Vice Chancellor of Monasy University, Australia
Hans Erren, Doctorandus, geophysicist and climate specialist, Sittard, The Netherlands
Robert H. Essenhigh, PhD, E.G. Bailey Professor of Energy Conversion, Dept. of Mechanical Engineering, The Ohio State University
Christopher Essex, PhD, Professor of Applied Mathematics and Associate Director of the Program in Theoretical Physics, University of Western Ontario
David Evans, PhD, mathematician, carbon accountant, computer and electrical engineer and head of 'Science Speak,' Australia
William Evans, PhD, editor, American Midland Naturalist; Dept. of Biological Sciences, University of Notre Dame
Stewart Franks, PhD, Professor, Hydroclimatologist, University of Newcastle, Australia
R. W. Gauldie, PhD, Research Professor, Hawai'i Institute of Geophysics and Planetology, School of Ocean Earth Sciences and Technology, University of Hawai'i at Manoa
Lee C. Gerhard, PhD, Senior Scientist Emeritus, University of Kansas; former director and state geologist, Kansas Geological Survey
Gerhard Gerlich, Professor for Mathematical and Theoretical Physics, Institut für Mathematische Physik der TU Braunschweig, Germany
Albrecht Glatzle, PhD, sc.agr., Agro-Biologist and Gerente ejecutivo, INTTAS, Paraguay
Fred Goldberg, PhD, Adjunct Professor, Royal Institute of Technology, Mechanical Engineering, Stockholm, Sweden
Vincent Gray, PhD, expert reviewer for the IPCC and author of The Greenhouse Delusion: A Critique of 'Climate Change 2001, Wellington, New Zealand
William M. Gray, Professor Emeritus, Dept. of Atmospheric Science, Colorado State University and Head of the Tropical Meteorology Project
Howard Hayden, PhD, Emeritus Professor of Physics, University of Connecticut
Louis Hissink MSc, M.A.I.G., editor, AIG News, and consulting geologist, Perth, Western Australia
Craig D. Idso, PhD, Chairman, Center for the Study of Carbon Dioxide and Global Change, Arizona
Sherwood B. Idso, PhD, President, Center for the Study of Carbon Dioxide and Global Change, AZ, USA
Andrei Illarionov, PhD, Senior Fellow, Center for Global Liberty and Prosperity; founder and director of the Institute of Economic Analysis
Zbigniew Jaworowski, PhD, physicist, Chairman - Scientific Council of Central Laboratory for Radiological Protection, Warsaw, Poland
Jon Jenkins, PhD, MD, computer modelling - virology, NSW, Australia
Wibjorn Karlen, PhD, Emeritus Professor, Dept. of Physical Geography and Quaternary Geology, Stockholm University, Sweden
Olavi Kärner, Ph.D., Research Associate, Dept. of Atmospheric Physics, Institute of Astrophysics and Atmospheric Physics, Toravere, Estonia
Joel M. Kauffman, PhD, Emeritus Professor of Chemistry, University of the Sciences in Philadelphia
David Kear, PhD, FRSNZ, CMG, geologist, former Director-General of NZ Dept. of Scientific & Industrial Research, New Zealand
Madhav Khandekar, PhD, former research scientist, Environment Canada; editor, Climate Research (2003-05); editorial board member, Natural Hazards; IPCC expert reviewer 2007
William Kininmonth M.Sc., M.Admin., former head of Australia's National Climate Centre and a consultant to the World Meteorological organization's Commission for Climatology Jan J.H. Kop, MSc Ceng FICE (Civil Engineer Fellow of the Institution of Civil Engineers), Emeritus Prof. of Public Health Engineering, Technical University Delft, The Netherlands
Prof. R.W.J. Kouffeld, Emeritus Professor, Energy Conversion, Delft University of Technology, The Netherlands
Salomon Kroonenberg, PhD, Professor, Dept. of Geotechnology, Delft University of Technology, The Netherlands
Hans H.J. Labohm, PhD, economist, former advisor to the executive board, Clingendael Institute (The Netherlands Institute of International Relations), The Netherlands
The Rt. Hon. Lord Lawson of Blaby, economist; Chairman of the Central Europe Trust; former Chancellor of the Exchequer, U.K.
Douglas Leahey, PhD, meteorologist and air-quality consultant, Calgary
David R. Legates, PhD, Director, Center for Climatic Research, University of Delaware
Marcel Leroux, PhD, Professor Emeritus of Climatology, University of Lyon, France; former director of Laboratory of Climatology, Risks and Environment, CNRS
Bryan Leyland, International Climate Science Coalition, consultant and power engineer, Auckland, New Zealand
William Lindqvist, PhD, independent consulting geologist, Calif.
Richard S. Lindzen, PhD, Alfred P. Sloan Professor of Meteorology, Dept. of Earth, Atmospheric and Planetary Sciences, Massachusetts Institute of Technology
A.J. Tom van Loon, PhD, Professor of Geology (Quaternary Geology), Adam Mickiewicz University, Poznan, Poland; former President of the European Association of Science Editors
Anthony R. Lupo, PhD, Associate Professor of Atmospheric Science, Dept. of Soil, Environmental, and Atmospheric Science, University of Missouri-Columbia
Richard Mackey, PhD, Statistician, Australia
Horst Malberg, PhD, Professor for Meteorology and Climatology, Institut für Meteorologie, Berlin, Germany
John Maunder, PhD, Climatologist, former President of the Commission for Climatology of the World Meteorological Organization (89-97), New Zealand
Alister McFarquhar, PhD, international economy, Downing College, Cambridge, U.K.
Ross McKitrick, PhD, Associate Professor, Dept. of Economics, University of Guelph
John McLean, PhD, climate data analyst, computer scientist, Australia
Owen McShane, PhD, economist, head of the International Climate Science Coalition; Director, Centre for Resource Management Studies, New Zealand
Fred Michel, PhD, Director, Institute of Environmental Sciences and Associate Professor of Earth Sciences, Carleton University
Frank Milne, PhD, Professor, Dept. of Economics, Queen's University
Asmunn Moene, PhD, former head of the Forecasting Centre, Meteorological Institute, Norway
Alan Moran, PhD, Energy Economist, Director of the IPA's Deregulation Unit, Australia
Nils-Axel Morner, PhD, Emeritus Professor of Paleogeophysics & Geodynamics, Stockholm University, Sweden
Lubos Motl, PhD, Physicist, former Harvard string theorist, Charles University, Prague, Czech Republic
John Nicol, PhD, Professor Emeritus of Physics, James Cook University, Australia
David Nowell, M.Sc., Fellow of the Royal Meteorological Society, former chairman of the NATO Meteorological Group, Ottawa
James J. O'Brien, PhD, Professor Emeritus, Meteorology and Oceanography, Florida State University
Cliff Ollier, PhD, Professor Emeritus (Geology), Research Fellow, University of Western Australia
Garth W. Paltridge, PhD, atmospheric physicist, Emeritus Professor and former Director of the Institute of Antarctic and Southern Ocean Studies, University of Tasmania, Australia
R. Timothy Patterson, PhD, Professor, Dept. of Earth Sciences (paleoclimatology), Carleton University
Al Pekarek, PhD, Associate Professor of Geology, Earth and Atmospheric Sciences Dept., St. Cloud State University, Minnesota
Ian Plimer, PhD, Professor of Geology, School of Earth and Environmental Sciences, University of Adelaide and Emeritus Professor of Earth Sciences, University of Melbourne, Australia
Brian Pratt, PhD, Professor of Geology, Sedimentology, University of Saskatchewan
Harry N.A. Priem, PhD, Emeritus Professor of Planetary Geology and Isotope Geophysics, Utrecht University; former director of the Netherlands Institute for Isotope Geosciences
Alex Robson, PhD, Economics, Australian National University Colonel F.P.M. Rombouts, Branch Chief - Safety, Quality and Environment, Royal Netherland Air Force
R.G. Roper, PhD, Professor Emeritus of Atmospheric Sciences, School of Earth and Atmospheric Sciences, Georgia Institute of Technology
Arthur Rorsch, PhD, Emeritus Professor, Molecular Genetics, Leiden University, The Netherlands
Rob Scagel, M.Sc., forest microclimate specialist, principal consultant, Pacific Phytometric Consultants, B.C.
Tom V. Segalstad, PhD, (Geology/Geochemistry), Head of the Geological Museum and Associate Professor of Resource and Environmental Geology, University of Oslo, Norway
Gary D. Sharp, PhD, Center for Climate/Ocean Resources Study, Salinas, CA
S. Fred Singer, PhD, Professor Emeritus of Environmental Sciences, University of Virginia and former director Weather Satellite Service
L. Graham Smith, PhD, Associate Professor, Dept. of Geography, University of Western Ontario
Roy W. Spencer, PhD, climatologist, Principal Research Scientist, Earth System Science Center, The University of Alabama, Huntsville
Peter Stilbs, TeknD, Professor of Physical Chemistry, Research Leader, School of Chemical Science and Engineering, KTH (Royal Institute of Technology), Stockholm, Sweden
Hendrik Tennekes, PhD, former director of research, Royal Netherlands Meteorological Institute
Dick Thoenes, PhD, Emeritus Professor of Chemical Engineering, Eindhoven University of Technology, The Netherlands
Brian G Valentine, PhD, PE (Chem.), Technology Manager - Industrial Energy Efficiency, Adjunct Associate Professor of Engineering Science, University of Maryland at College Park; Dept of Energy, Washington, DC
Gerrit J. van der Lingen, PhD, geologist and paleoclimatologist, climate change consultant, Geoscience Research and Investigations, New Zealand
Len Walker, PhD, Power Engineering, Australia
Edward J. Wegman, PhD, Department of Computational and Data Sciences, George Mason University, Virginia
Stephan Wilksch, PhD, Professor for Innovation and Technology Management, Production Management and Logistics, University of Technolgy and Economics Berlin, Germany
Boris Winterhalter, PhD, senior marine researcher (retired), Geological Survey of Finland, former professor in marine geology, University of Helsinki, Finland
David E. Wojick, PhD, P.Eng., energy consultant, Virginia
Raphael Wust, PhD, Lecturer, Marine Geology/Sedimentology, James Cook University, Australia
A. Zichichi, PhD, President of the World Federation of Scientists, Geneva, Switzerland; Emeritus Professor of Advanced Physics, University of Bologna, Italy
Es braucht ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen ÖV und Individualverkehr.
Und beides muss vernünftig finanziert werden. Eine Gegenseitige Schuldzuweisung bringt nichts, da beide Verkehrsvarianten ihre Vor- und Nachteile haben.
Was die Zukunft bringt, wissen wir nicht so genau. Es wäre darum falsch, alles nur auf eine Karte zu setzen.
Warum Bahnbenutzer gegenüber Automobilisten so frustriert reagieren, kann ich nicht nachvollziehen, da der Auto- und LKW- fahrer einen beträchtlichen Anteil an der Infrastruktur des ÖV mitfinanziert.
Geht der Individualverkehr zu Grunde, wird der ÖV mitgerissen.
Geht der Individualverkehr zurück, bedeutet dies eine Mehrbelastung der Bahnbenutzer.
Die Bahn lebt heute nur, weil der Individualverkehr umweltbelastend ist. Was kommt aber danach?
Auch Postautos brauchen Strassen.
Güter können meist nur per Individualverkehr (LKW, Lieferwagen) an ihren endgültigen Standort gebracht werden.
Wir in der kleinen, überbevölkerten Schweiz können uns glücklich schätzen. Denn gerade in den USA, Kanada, Australien und anderen weitflächigen Ländern mit wenig besiedelten Gebieten könnte man nie und nimmer eine solche Dichte an Bahnstrecken, Bahnanschlüssen und Bahnstationen erreichen. Das wäre absurd.
Und genau darum wäre es interessant zu erfahren, ab welcher Siedlungsdichte eine Bahn effizient eingesetzt werden kann.
Es grüsst
Mr. Pink
in Flikr.ch gibt es ein Foto von Moriz Leuenberger wie er am Auspuff eines Fahrzeuges riecht .... und zu energie-Ettiketten
hier mein Kommentar:
Der arme Moritz hat es überlebt ... folgerichtigerweise braucht es keine weiteren Massnahmen ...
Was haben diese Ettiketten bisher genützt? NICHTS ... wann hören wir endlich auf den Energieverbrauch von bestehenden Autos und Gerätschaften immer mehr zu besteuern (das führt zu Armut und Kriminalität), statt dafür zu sorgen, dass energiefressende Geräte (auch Autos) beim neu-Kauf so teuer werden, dass es sich der Käufer überlegt, ob er damit unsere Umwelt noch die nächsten 10-20 Jahre belasten will? Der Energieverbrauch von einer Sache, die die Leute schon haben, ist nur noch schwer zu reduzieren, der Verbrauch von Sachen, die jetzt produziert und gekauft werden wird unsere Gesellschaft noch während den nächsten 15 Jahren (Autos und Husgeräte) oder 50 Jahren (Häuser, Whhnungen) belasten .... WANN
hören wir endlich auf, Probleme am falschen Ort zu behandeln?
H.-J. Schelb
http://www.wupperinst.org/de/projekte/
2008-05-29 15:54:07
Einmal mehr wird hier im Blog darüber gestritten, ob die Aussagen im IPCC korrekt sind oder nicht – und ob das Klima sich aus diesem oder jenem Grund verändert.
Aus dem Schreiben an Ban Ki-Moon:
Es ist nicht möglich die Klimaveränderung anzuhalten, ein natürliches Phänomen, dass die Menschheit durch die ganze Weltgeschichte immer wieder betroffen hat. Geologische, archäologische, mündliche und geschriebene Überlieferungen zeigen alle die dramatischen Herausforderungen welche vergangene Kulturen durch die unerwartete Änderung der Temperatur, Niederschlag, Winde und andere klimatischen Variablen erlebt haben.
Schon in der Schule lernen wir die erwähnten Tatsachen kennen. Wenn man sich dafür interessiert, kann man erfahren, dass das Sonnensystem nichts Statisches sondern etwas ausgesprochen Lebendiges und Dynamisches ist und deshalb auch das Klima auf der Erde nicht immer genau gleich bleibt. (Die Diskussion dreht sich letztlich denn auch um Tempo und Ausmass der Veränderung.)
Als Lösung gegen die Auswirkungen der gegenwärtigen Klimaveränderung schlagen die Autoren des Schreibens nun vor:
Wir müssen deshalb die Nationen durch die Förderung des Wirtschaftswachstums und der Vermögensschaffung auf die ganze Palette an natürlichen Phänomenen vorbereiten und belastbarer machen.
Dies scheint mir ein völlig unbrauchbarer Vorschlag. Denn was nützt Wirtschaftswachstum und Vermögensschaffung bei einem Zunami, Erdbeben, einer Überschwemmung, bei Dürre, Zerstörung und Verschwendung der natürlichen Ressourcen, Krieg etc.?
Gerade (der Zwang zu) Wirtschaftswachstum führt doch zu immer grösserem Verbrauch von Strom, Treibstoffen, Wasser und anderen natürlichen Ressourcen, welche schon jetzt über ihre Regenerationsfähigkeit hinaus verbraucht werden.
Ich halte es für einen Irrtum zu glauben, dass Lebensstil und –standard der Menschen in den Industriestaaten der Massstab für Glück und Zufriedenheit darstellt. Ich halte es für verfehlt, Menschen in „weniger entwickelten“ Ländern auf diesen Standard „heben“ zu wollen.
Nicht alle Menschen sind gleich. Nicht alle Menschen streben nach einer höheren Bildung etc. Sehr viele Menschen auf der Welt wären wohl zufrieden, wenn sie ein Stück Land und ein Dach über dem Kopf hätten und sich selber versorgen dürften/könnten.
Das gegenwärtigen Probleme scheint mir eher darin zu liegen, dass weiterhin weltweit auf Wirtschaftswachstum gebaut wird anstatt zum Beispiel auf Suffizienz.
Für den Strassenbau in Japan sind verschiedene Bauträgergesellschaften verantwortlich. Die grösste Gesellschaft ist die 1956 gegründete Japan Highway Public Corporation, sie betreibt den Ausbau des Autobahnnetzes.
Der Strassenbau ist in Japan also auch Privatisiert. Der Staat bezahlt Zuschüsse für deren Unterhalt die aus verschiedenen Steuern bezahlt werden. Aber eine der Haupteinnahmequellen ist in Japan nun mal der Strassenzoll. Wie sonst sollen Private Unternehmen die persönliche Strassenbenutzung verrechnen?
Es sind die Einnahmen aus Strassenbenutzungsgebühren, Mineralölsteuer, LNG (Gas) - Steuer und Gewichtssteuer auf Automobile hervorzuheben welche den Privaten für den Unterhalt der Strassen zufliessen. Um überhaupt Auto fahren zu können ist in den Grosstädten der Besitz eines eigenen Parkplatzes notwendig (der kostet ca. 120 sFr.).
Wie auch bei den Bahnen, so trägt der Staat massgeblich zur Finanzierung des öffentlichen Strassenverkehrs bei.
Nun also, wer hier so grosszügig vom Verscherbeln der Bahnen an Private spricht, der müsste auch B sagen und den Schweizer Strassenverkehr ebenfalls Teilprivatisieren lassen und Strassenzölle sowie Gewichtszölle in Kauf nehmen.
So würde nämlich die Bahn zum Auto wieder konkurrenzfähiger. Die Gewinne hätten dann die Aktionäre, während dem Staat nur Kosten entstehen und solche Dinge wie Halbtax- Abos der Vergangenheit angehören. Das wäre doch ganz im Sinne der SVP und der FDP oder?
Was würde auf dem Preisschild stehen? Wenn der Staat Teile der SBB veräusserte und verkaufen würde? Heutzutags? Mit den heutigen Preisen pro Quadratmeter und sonstigen?
Was kostet es, die SBB zu kaufen?
Ich weiss auch nicht,
aber mir kommt es so vor; wir Menschen sind uns selber zu teuer geworden. Wir kosten zuviel!
Wir können uns uns gar nicht mehr selber leisten!
Vielen Dank für Ihre wichtigen Hinweise. Es betrifft gewiss auch Vorhaben zur Privatisierung, alle solchen Unterfangen sind als Sonderfall zu betrachten, wobei Gemeinsamkeiten mit früheren Realisierungen als Erfahrungswerte miteinbezogen werden müssen.
Zudem, es kann genauso ein Staatlicher Unternehmer in Misswirtschaft geraten wie ein Privater. Wäre die Swissair als Staatliche Unternehmung gescheitert, so hätten die betreffenden Parteien lauthals darauf hingewiesen und darauf aufmerksam gemacht wie sehr der Staat die Misswirtschaft fördere.
Aus meiner Sicht sind KMU die richtige Adresse für die Führung durch die Privatwirtschaft, wohingegen grossdimensionale Leistungsbereiche welche für die Öffentlichkeit Dienste anbieten eher ungeeignet zur Privatisierung sind. Dies begründe ich damit dass solche Geschäftsbereiche der Staatlichen Lenkung sowie der direkten Demokratie weitgehend zugänglich gemacht sein sollten.
Im vorliegenden Fall der SBB kommt hinzu dass die Konkurrierung durch den Strassenverkehr zu Rationalisierungen führen würde die nicht im Interesse der Öffentlichkeit wäre. Um Randregionen zu bedienen müsste der Staat die Privaten bezuschussen, wobei diese dann trotzdem Gewinne einfahren, während der Steuerzahler den Defizitbereich abdeckt.
Jede denkbare Privatisierung der SBB kann infolge des öffentlichen Leistungsauftrags nur eine Teilprivatisierung sein, in jedem Fall. Die SBB könnte nicht als rein privater Betrieb ohne Zuschuss der öffentlichen Hand geführt werden, das ging nicht einmal in Japan. Würden Private in das Geschäft einsteigen, so würden sie es NUR wollen wo Gewinne zu erwarten sind.
Dem Staat würden so die wenigen Gewinnträchtigen Bereiche entzogen. Der Steuerzahler hätte nur noch Kosten, während die Gewinnbereiche von Privaten abgeschöpft würden.
Die Effizienz einer solchen Unternehmung hängt nicht davon ab ob es Staatlich ist oder Privat. Die Finanzierung der SBB ohne Mitwirkung der Privatwirtschaft muss überall dort ein Ziel sein wo nicht ein hoher Zusatznutzen durch Mitwirkung von Privatkonzernen entstehen könnte.
Teilbereiche wie die Logistik des Güterverkehrs auf der Bahn könnten daher aber aus meiner Sicht theoretisch Teilprivatisiert werden, wenn dadurch der Nutzen für die Allgemeinheit durch die Verbindung von Güterverkehr auf Strasse und Bahn gesteigert würde, dem Staat dadurch Nutzen entstehen würde.
Gütertransporte auf der Strasse werden voraussichtlich stets in den Händen von Privatunternehmen sein, daher ist es für mich plausibel wenn man im Sinne der Nutzwirkung (die Logistik) des Gütertransportes einem grossen Privaten Beförderer zugänglich macht.
Privatinteressen sollten sich nie gegen das Öffentliche Interesse durchsetzen und der Allgemeinheit einseitig die Gewinne oder Nutzen entziehen. Seit den CO2 Zielen stecken aber auch im Güterverkehr starke öffentliche Interessen mit drin. Es ist offensichtlich dass es unser Ziel sein sollte soviel Güter von der Strasse zu holen wie nur möglich.
Hier wäre es denkbar dass im logistischen Bereich der Güterbeförderung ein Privater diesen Bereich übernimmt. Dabei müsste es sich aber um ein sehr gut ausgewähltes Transportunternehmen handeln.
Im Bereich des Unterhaltes ist das öffentliche Interesse jedoch gegen Privatisierung gerichtet, weil hier zum Beispiel die Förderung von benachteiligten Regionen mitspielt.
Das Misstrauen gegenüber der Regierung teile ich ebenfalls Liza. Die Argumentation von BR Couchepin die ganzen Akten zu vernichten ist nicht nachzuvollziehen. Ich wette darauf dass nur ein geringer Teil der Unterlagen tatsächlich Anleitungen für Atomwaffen enthielten. Es ist für mich ein Witz dass alle Ordner durch den Schredderer hätten gehen müssen.
Ich bin völlig mit dir einverstanden wenn es um Suffizenz geht. Ich habe die Debatte übers IPCC gestartet weil laufend Sachthemen mit dem Klima in Zusammenhang gebracht werden. Das ist völliger Blödsinn und führt uns keinen Schritt weiter in eine vernünftige Zukunft. Dass wir im Moment unter einer krankhaften Güter- und Ressourcenverschwendung leiden ist ein Fakt, aber das muss ja nicht für immer sein. Die Welt mit Vorschriften und Verboten zu lenken hat noch nie langfristig funktoniert. hingegen mit Anreizen und Innovationen schon. Gutes Beispiel ist doch die Solarenergie (Globi wird mich jetzt sicher vituell würgen) ich hatte schon seit einem Jahr vorausgesagt dass es in der Solarenergie keine Subventionspolitik braucht, weil die Märkte das automatisch regeln. Im besagten Thread wurde diese Aussage gegeisselt und als Utopie abgetan. Was haben wir heute? Die Solarbranche boomt und kommt kaum nach mit produzieren, aber nicht weil eine Einspeisevergütung greift (wird ja erst ab 2009 lukrativ), sondern weil die 133$ Barrel Ölpreis greifen... nun könnte man sagen die Deutschen seien weiter, ja sind Sie: weiter am wirtschaftlichen Abgrund, ihre Einspeisevergütung ist derart Übertrieben aufgesetzt dass man nun laut darüber nachdenkt die Subventionen massiv einzukürzen, ansonsten droht eine Riesenpleite im Format von mehreren hundert Milliarden Franken.
Diese enormen Geldmittel könnte man auch anderweitig sinnvoller einsetzen ohne eine Entwicklung zu gefährden.
Noch zurück zum IPCC Bericht: Es geht gar nicht darum ob das IPCC recht hat oder nicht, es geht darum ob wir uns vom aktuellen Hype ums Klima derart ablenken, dass wir den Fokus aufs Wesentliche verlieren und uns so der Möglichkeiten berauben eine nachhaltige Entwicklung zu betreiben. Mit Verboten und Regulationen haben wir noch lange keine Probleme gelöst, wir haben diese höchstens aufgeschhoben oder beiseitegelogen. Ein Kernproblem das kein Politiker je ernsthaft anspricht ist nämlich das Bevölkerungswachstum der Menschheit. Ohne eine Plafonierung auf 4-5 Mia Menschen werden wir die restlichen Probleme nie in den Griff kriegen. Da können wir üben solange wir wollen...
Schönen Gruss Mirosch
Ihre Ausführung zu den japanischen Verhältnissen mögen durchaus stimmen, oder besser geasgt sind wohl so. Aber es nützt uns nichts auf Andere komplett anders organisierte Staaten zu schauen. Wir müssen für unser Land eine Lösung suchen damit die Mobilität für Alle gleich erhalten bleibt. Egal ob mit Auto oder Zug oder Velo. Künstliche Beschränkungen durch virtuelle Besteuerungskonstrukte àlà Road Pricing führen aus diversen Gründen ins Abseits. Wir haben einen ganz heikel organiserten Lebensraum wo sich Ballungsräume in kürzester Distanz zu abgelegenen Gebieten paaren. Hier künstliche Grenzen einzuführen ist ein hochgefährliches Experiment mit ungewissem Ausgang...
Natürlich ist die heutige Lösung mit den zunehmenden Staus und Überlastung des ÖV's keine Optimale. Was aber immer alle verschweigen: Sollte es zum Kollaps kommen, wird sich der Verkehrs sehr schnell selbst regulieren. Es ist jedem Verkehrsteilnehmer selber überlassen wie viel Geduld und Zeit er investieren will um von A nach B zu kommen. Damit er eine besser Wahl hat müsste man in Zukunft Alternativen schaffen, nicht Verbote und Abzockereien...
Apropos SVP und FDP, ich bin eigentlich Parteilos, aber im Moment habe ich effektiv eine Affinität zur SVP aber nicht weil diese besonders schlaue Vorschläge bringt sondern weil diese die zt abstruse Entwicklung seitens der Linken aber auch der Mitte bekämpft. Die meisten SVP Vorstösse kann ich aber auch nur mit Vorbehalten und oft auch Stirnrunzeln begegnen...
Dieses Land hat ein grosses Problem im Moment, wir verkriechen uns in Problemen und Paragraphentum statt vorwärts zu gehen und die Sachen an die Hand zu nehmen, von ganz Links bis ganz Rechts....
LG MG
Herr Stäubli verschweigt leider auch in seinem Beitrag, dass der Schuldenberg der Bahn in Japan in der Zeit der Staatsbahn entstand und dass der japanische Staat ohne die Übernahme dieser Schulden nie und nimmer einen Käufer gefunden hätte.
Zudem erwähnt Herr Stäubli auch nicht, dass bei Neuinvestitionen die private Gesellschaft auch mit zur Kasse gebeten wird und so der Staat lange nicht alle Kosten trägt.
Zudem hat man in Japan nebst der Eisenbahn auch Einschienenbahnen, U- Bahnen und Hochgeschwindigkeitszüge. Von alledem kann die Schweiz nur träumen. Und angesichts dessen ist das Bahnangebot in Japan besser und günstiger.
Und Herr Stäubli: Autofahren ist in Japan aus Gründen der Überbevölkerung teuer und nicht wegen der Privatisierung. Da herrscht eben das Prinzip von Angebot und Nachfrage.
Zudem ist die Belästigung der Frauen in Japan nicht ein Phänomen der Bahn, sondern ein kulturelles Problem.
Und wer in Japan schon einmal mit dem Zug gereist ist, der weiss, dass es günstiger ist als in der Schweiz.
Gruss
Mr. Pink
Hallo allerseits
Mr. Pink, Du hattest mir am 27.05. die Frage gestellt, ob die im Beitrag oben erwähnten Themen nicht bewusst in den Medien quasi als „Ideen“ getarnt werden, um so die Reaktionen der Bevölkerung zu testen.
Doch, ja, und zwar wegen dem Milchpreis in Deutschland. Das klingt abstrakt und ist eigentlich auch nur im übertragenen Sinne zu verstehe. Ich erkläre mich:
Schon seit einigen Tagen wird in Deutschland die Milch weggeschüttet, weil die Bauern mit den dafür bisher bezahlten Preisen nicht mehr einverstanden sind. Und wie reagiert das Volk? Man hat einerseits zwar Verständnis dafür, reagiert aber andererseits auch mit Hamsterkäufen. Also: Da ist der Nachschub EINES inländischen Produkts in Gefahr – und zwar nicht etwa weil dieses Produkt nicht mehr produziert werden könnte oder nicht vorhanden wäre - und schon reagieren einige Konsumenten mit Panik.
Daran erkennt man, wie sensibel unsere europäischen Volksseelen sein können...
Deshalb habe ich durchwegs Verständnis dafür, wenn Themen, die den persönlichen Komfort einschränken (einschliesslich der Verfügbarkeit jeglicher Ressourcen) oder das eigene Portemonnaie betreffen könnten, nicht direkt angesprochen werden.
Richard Geisser hat u. a. geschrieben „…da die wenigsten selbstständig zu Denken gelernt haben…“. Ich vertrete eher die Meinung, dass schon alle denken können, nur brauchen einige etwas länger… Das kann man auf alle hier angesprochenen Themen anwenden, wie eben auch auf die Frage nach der Klimaerwärmungsursache. Zwar hat es niemand direkt gesagt, aber unterschwellig geht’s doch um die Rechtfertigung, weiterhin sein CO2-produzierendes Auto verwenden zu dürfen und fürs produzierte CO2 möglichst nicht noch bezahlen zu müssen.
Dabei sollte diese Ursachenfrage für Autofahrer eigentlich nebensächlich sein. Denn: Tatsache ist, dass a) der Treibstoff immer teurer wird und b) der Treibstoff langsam ausgeht. Beide Punkte (Preis und Bestände) haben mit der Klimaerwärmung nichts zu tun. Insofern könnte man auch argumentieren, dass das „CO2-Problem“ sich dank ausgehenden Rohöl-Reserven von alleine löst – früher oder später…
Die CO2-Abgabe ist eine Lenkungsabgabe (welche via Krankenkasse wieder rückerstattet wird). Durch die Verteuerung wird der Verbraucher dazu „gelenkt“, sich nach einer energiesparenderen und damit auch nach einer kostengünstigeren Alternative umzusehen. Selbst wenn CO2 nicht DER Verursacher der Klimaerwärmung ist, wird dann, wenn es kein Benzin, Diesel oder Heizöl mehr gibt, jeder froh sein, auf eine Alternative umgestiegen zu sein.
Man stelle sich vor, ab morgen würden einige Tankstellen schliessen, weil kein Nachschub mehr bestünde. Wenn schon bei harmloser Milch einige panikartig reagieren, was würde wohl beim Benzin geschehen?
Wer profitiert davon, CO2 NICHT als Ursache für die Klimaerwärmung zu betrachten? Klar, die Erdöl-Lobby. Und wer profitiert davon, CO2 als Ursache anzunehmen? Die profitgierige Sonne als alternative Energiequelle? Oder die noch kaum existierende Alternativ-Energie-Industrie?
Stellen wir uns hypothetisch einmal vor, das ganze wäre ein einziger, grosser Schwindel, also stellen wir einmal alles in Abrede, was mit Klimaerwärmung und Klimawandel und deren Ursachen zu tun hat. Ändert das etwas daran, dass die Erdöl-Vorkommen sich zu Ende neigen? Man käme dann sogar in Versuchung zu glauben, dass die ganze „Übung“ nur dazu dient, uns von der weltweiten Erdöl-Abhängigkeit zu lösen...
Der Mensch braucht eben einfach seine Zeit, gewisse Dinge zu erkennen und zu akzeptieren, ob es ihm passt oder nicht. So sehr grosse und radikale Schritte – in welche Richtung und zu welchem Thema auch immer - manchmal wünschbar wären, würde es viele sicherheitsbedürftige Menschen in unserer Gesellschaft nur in Panik versetzen – mit unbekannten Folgen. Alles muss eben zuerst reifen.
Freundliche Grüsse
Titus
Das Bahnsystem in Japan ist weltweit das wohl beste. Wenn ihr, liza und Herr Stäubli, selbst so kritisch gegenüber dieser Bahn eingestellt seit, müsst ihr wohl gegen alle anderen Bahnen noch kritischer sein.
Folge dessen, man kann es drehen und wenden wie man will, ihr müsst entweder per se gegen die Bahn sein, oder euch ist nur das Wort 'Teilprivatisierung' ein Dorn im Auge. Das wäre aber eine enge Sicht der Dinge.
Ich bin eben der Meinung, nicht nur der Strassenverkehr muss umdenken, sondern auch die Benutzer des ÖV.
Wie so oft wird eben alles nur von den anderen, namentlich dem Individualverkehr, abverlangt, aber euer eigenes liebstes Kind, die Bahn, soll von allen Erneuerungen, Anpassungen etc. verschont bleiben.
Das kann aber langfristig nur das Ende dieser Bahn bedeuten.
WARUM werden solche Dokumente geschreddert? Das Argument, dass es sich dabei "brisantes Material" handelt, weil darin über Gasultrazentrifugen zur Uran-Anreicherung geschrieben wird, ist wohl kaum ein Grund zur Vernichtung. Dafür gibts ja Aufbewahrungsorte. Also nochmal: WESHALB geschreddert?
Das stinkt zum Himmel. Lügen haben kurze Bein.
Und auch Pink in Schutz nehmen: Er streitet ja nicht den Klimawandel ab, sondern bezweifelt die menschgemachte CO2-Produktion als Hauptursache für der Erwärmung, sowie die Wirksamkeit der angestrebten Massnahmen für eine CO2-Ausstossverminderung.
Die nützen tatsächlich rein nichts, wenn man dem Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum huldigt!
Zu Miroschs Bevölkerungsbegrenzung:
Da wären wir gespannt auf die Rezepte.
Ich bin ja der Meinung, dass der Wachstumszwang der Wirtschaft auch das Bevölkerungswachstum begünstigt oder sogar erfordert.
Da bei uns ja die eigene Bevölkerung nicht wächst, stehlen wir die Arbeitskräfte andern Volkswirtschaften weg!
Und in den vielen Nationen ohne Sozialstaat sind VIELE Kinder die einzige "Sozialversicherung"!!!
Deshalb bin ich überzeugt:
Wenn man die Wirtschaft in ein Gleichgewicht brächte, WEG vom ewigen Drang zu Wachstum, das die alten Probleme nur immer mit neuen und grösseren Problemen "löst", dann würden sich auch die Bevölkerungszahlen stabilisieren.
zwei auch für Laien interessante ‚Kosten’ -Links als Antwort:
Bahnen Japan:
http://www.tabibito.de/japan/kankoug.shtml
Bahnen Europa im Vergleich zu SBB
http://litra.ch/Einfachheit_und_Flexibilitat_als_Erfolgsfaktoren_Hauptebene.html
Ich gebe zudem Mirosch teilweise Recht, wir müssen die Begebenheiten in der Schweiz berücksichtigen. Mit teilweise Recht meine ich dass Erfahrungen auch von anderen Staaten verwendet werden sollten und dass die Schweiz im Personen- und Güterverkehr mit Europa im Austausch steht.
Die Schweiz im Speziellen verfügt über ein System der direkten Demokratie. Eine Privatisierung der Bahn würde das Mitspracherecht des Volkes und der Regierung bei diesem wichtigen Unternehmen beeinträchtigen. Ich erinnere daran dass jede Privatisierung einer Dienstleistung die jetzt im allgemeinen öffentlichen Interesse steht gleichzeitig einer Selbstbeschränkung im Rahmen unserer Demokratie gleichkommt.
Danke für deine ausführliche Erklärung. Ich kann dem nur beistimmen (im Grossen und Ganzen).
Ich möchte noch einige meiner Gedanken anfügen.
Das CO2- Problem wird sich früher oder später von selbst lösen, jedoch nicht unbedingt das Problem der Staatsfinanzen. Und darum sehe ich im derzeitigen Handeln unserer Politiker eher eine verzweifelte Suche nach Geld, statt wahrer Umwelt- und 'Nachhaltigkeitspolitik'. Und da kommt ihnen jegliches Thema zugute und dann werden sogar Lösungen ausserhalb ihrer jeweiligen Partei- Doktrin in Betracht gezogen.
Mit solchen Themen, gepfeffert mit etwas Dramatik, Reuegefühle, Übertreibungen, Halbwahrheiten etc. kann man dem braven Bürger so einige Münzen aus dem Port- monnaie locken.
Damit will ich nicht sagen, dass der Klimawandel eine Lüge ist, aber der Politiker hat gar kein Interesse, die wahren Gründe dieses Wandels zu erfahren, da es ihm eben letzten Endes nur ums Geld geht.
Und jeder weiss, Grüne Politik setzt sich am besten durch, wenn die Wirtschaft blüht.
Und dies führt mich zu folgender Erkenntnis:
Letzten Endes ist der Staat auch nur eine riesige Unternehmung (mit Sonderprivilegien), welche Einnahmen und Ausgaben hat.
Natürlich werden das einige hier vehement bestreiten, aber wohl nur aus Prinzip, weil ich das Wort 'Unternehmung' mit dem Staat zusammen gebracht habe.
Da aber fast nur Laien in der Führung dieser Unternehmung sind, wird das Ergebnis (Staatsfinanzen) immer schlechter und schlechter.
Und wenn man seine Arbeitnehmer, welche zugleich auch Kunden sind (Steuerzahler, Wähler, Infrastruktur- Benutzer), nicht enttäuschen will, führt dieses Dilemma (Arbeitnehmer ist zugleich einziger Kunde) unweigerlich in eine Sackgasse.
Es grüsst
Mr. Pink
http://feldwaldwiesenblog.blueblog.ch/
A propos Umweltschutz, steigende Benzinpreise und Milchstreik: Ich hatte da eine Idee und habe sie in meinem Blog nieder geschrieben: http://feldwaldwiesenblog.blueblog.ch/p100.html
Beste Grüsse
feldwaldwiesenblogger
Kurz noch zu ihrem Hinweis wegen der Aktenvernichtungsaffäre. Ich glaube dass sie guten Grund haben auf unsere Regierung misstrauisch zu sein. Vor kurzem hat sich Dick Mary zu Wort gemeldet mit bemerkenswerten Vorwürfen an die Regierung:
„Es sei ein in der Schweizer Geschichte absolut einmaliger Vorgang sowie eine gravierende Verletzung der Gewaltenteilung“
„Praktisch alle Regierungen hätten sich verpflichtet, CIA- und FBI-Agenten in Europa Straffreiheit zu gewähren. «In der Schweiz ist die Lage nicht sehr anders», sagte Marty. Die Schweiz habe wichtige wirtschaftliche Interessen in den USA. Diese würden über die rechtsstaatlichen Aspekte gestellt.“
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/877725.html
Ich bin kein Jurist, aber falls die massiven Vorwürfe, nicht nur von Marty stimmen würden, so würden gleich mehrere Artikel des Schweizerischen Strafgesetzbuches praktisch massgeschneidert das Vorgehen des Bundesrates schwer belasten.
Man muss diese Seiten nur aufschlagen und durchlesen, es wird mir jedenfalls Angst und Bange wie passend da einige Artikel erscheinen, besonders wenn festgestellt werden sollte dass die Gewaltenteilung verletzt wurde und ein Staatsorgan an der Arbeit verhindert wurde. Wenn die Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft verletzt wurde....
http://www.gesetze.ch/sr/311.0/311.0_029.htm
Diese Vorwürfe sollten sehr schnell aufgeklärt werden, meine ich, denn unsere Regierung braucht das Vertrauen der Bürger, ansonsten der Maulkorb vielleicht doch angebracht wäre ;)
Die CIA oder ein anderer Geheimdienst hat erreicht, dass belastendes Material gegen ihre Agenten verschwindet.
(Das ist aus Radio DRS-Beiträgen von heute ableitbar.)
Vielleicht hätte sonst eine übereifrige europäische Justiz aufgedeckt, dass Geheimdienste einen echten Anschlag in Europa oder den USA mit einer "Schmutzigen Bombe" oder gar einer echten Nuklearbombe planten, um dann die Schuld irgendeinem Schurkenstaat anzuhängen, und mit einem weitere Lügengebäude Kriege à la Afghanistan und Irak loszutreten.
Zum Glück ist es ja kein Problem, jegliche Datenträger (vor der Schredderung der Originale) zu kopieren, ohne dass dies den Originalen anzumerken wäre...
Mir als ÖV- Benutzer (und Steuerzahler) ist es schlicht weg egal, ob die Strecke, welche ich benutze von einer privaten Gesellschaft oder der SBB genutzt wird.
Ich als Bahnbenutzer will möglichst schnell, unkompliziert, pünktlich, mit kurzen Taktzeiten und billig (für Bahnbenutzer und Steuerzahler) von A nach B reisen.
Und bezüglich Schnelligkeit, Pünktlichkeit, Angebot und Preis (für Bahnbenutzer und Steuerzahler) gibt es auf dieser Welt nicht nur das Beispiel SBB. Es gibt eben auch andere, bessere Beispiele.
Wenn ich also ihre Beiträge lese, Herr Stäubli, scheinen alle (privatisierten) Bahnen dieser Welt schlecht zu sein und es gäbe denn auch nichts besseres als unsere SBB.
Aber ihr Haupt- Beurteilungsgrund, ob eine Bahninfrastruktur gut oder schlecht sei, hängt davon ab, ob diese Bahn in staatlicher Hand oder in (teil-) privater Hand ist. Und das ist für mich, wie oben angedeutet, nicht relevant und kann schon gar nicht als einziges Kriterium zur Beurteilung herangezogen werden. Vor- und Nachteile gibt es in jeder Variante!
Wenn also die Bahn selbst in einem komplett überbevölkerten Land wie Japan, wo, wie sie Herr Stäubli selbst aufgezeigt haben, Autofahren so teuer ist, nicht effizient und ohne staatliche Hilfe operieren kann, dann kann sie dies nirgends.
Natürlich kann man das Autofahren künstlich so stark verteuern, bis die Bahn das einzig vernünftige Transportmittel ist, aber das wäre noch viel ineffizienter als die heutige Lage.
Man muss diesem Gedanken der Teilprivatisierung, welche mutiger weise von einem Sozialisten kommt, eine Chance geben. Warum muss selbst alles vorgelagerte und nachgelagerte (Stromproduktion, Bahnpolizei, Unterhalt etc.) in staatlicher Hand sein? Warum soll man dort keine Konkurrenz erlauben? Warum soll im Bahnbetrieb keine Konkurrenz erlaubt werden?
Der BAHNBENUTZER scheint mir das Mass der Dinge zu sein, und nicht die politische Einstellung. Und der Politiker sollte bei solchen Entscheidungen (es geht immerhin um Milliarden von Steuerfranken) lediglich nur dem Geldgeber (Steuerzahler) verpflichtet sein und nicht der politischen Haltung.
Unsere SBB ist sicher nicht schlecht, sie ist aber verbesserungswürdig! Man kann sich nicht einfach auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen. Dazu ändert sich unsere Umwelt (i. w. S.) zu rasch.
Und ich sehe denn auch die Zukunft der Eisenbahn in Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen den Grossstädten, nicht aber im städtischen Ballungsgebiet.
Gruss
Mr. Pink
"Typisch Pink" hätte ich mir fast gedacht:
Wo bleibt denn meine Tante Rös, bei ihren Überlegungen? Auf der Strecke?
Nun, ich spreche von Tante Rös 2011, wenn der Benzinpreis sich verdreifacht haben wird und ihr Porte-Monnaie die entsprechenden Treibstoffzuschläge des Postautos kaum mehr verkraften kann. (Diese Nebenstecke wurde 2010 infolge Privatisierung geschlossen und auf Postauto umgestellt)
So ist die Hochgeschwindigkeitsstrecke Bern-Lausanne oder die Strecke irgendeiner anderen Kapitale zur anderen nicht ihr vorrangiges Interesse.
Tante Rös 2011 wohnt in Sursee und will nach Schöftland. Sie will dort die Enkelkinder besuchen, hat aber kein Auto und hätte somit bei der elektrifizierten SBB, mit Schweizer Strom, statt mit Öl, noch eine Chance, porte-monnaiemässig...
Oder etwa nicht?
Sehr geehrter Herr Leuenberger,
was haben Informatiker und Idioten ausser dem "I" im "Tätigkeitsbereich" gemeinsam?:
Sie lesen 30 Mal die gleichen Texte und speichern die x Fach vorhandenen Texte in einem "Folder" namens "unerwünschte Emails" und dann muss der Trottel, der diese Emails empfängt, die doppelt und mehrfach vorhandenen Texte mühsam entfernen.
Jeder einigermassen intelligente Mensch würde zuerst einmal MEHRFACH ankommende, identische Emails entfernen ... nur Idioten und Informatiker machen dies nicht ... WARUM sind die so dämlich ???
Wenn man nur die mehrfach E-mails entfernen würde, dann wäre schon 80% vom SPAM (und, ohne dass das irgend jemand "analysiert" und zensiert) beseitigt ... und das sind jedes Jahr Millionen eingesparte Arbeitsstunden, alleine in der Schweiz ... und eine unglaubliche Menge von Energie, die eingespart würde, mit einem eninfachen, logischen Vorgehen ...
WARUM setzen Sie sich nicht dafür ein, dass wir mit extrem wenig Aufwand extrem viel Energie einsparen könnten ?
Merken Sie eigentlich gar nicht, dass
die komplizierten Methoden, die man Ihnen aufdrängt, meist mehr Energie fressen als sie einsparen ?
H.-J. Schelb
2008-05-30 18:05:09
Vielen Dank für die Links.
Ich finde es empörend, was unter dem Schutzmantel Gesamtbundesrat abläuft. Mein Misstrauen der Landesregierung gegenüber ist damit nur noch grösser geworden.
Diesel für Postautos ist steuerbefreit und wird daher 2011 nicht ganz so teuer sein.
Und wenn es ganz dumm laufen sollte, wird der Staat mit weiteren Subventionen dafür sorgen, dass das Billett trotz hoher Treibstoffpreise für Tante Rös 2011 erschwinglich bleibt. Tante Rös gehört ja zu einer wichtigen Wählergruppe, welche man nicht enttäuschen darf.
Aber vielleicht werden bis dahin die Diesel schluckenden Postautos der Vergangenheit angehören (bsp. Island).
Die überirdische Elektrifizierung der gesamten Schweiz und der Anschluss eines jeden noch so kleinen Dörflis ans Bahnnetz kann keine Lösung sein.
Und angesichts der Diskussionen über die Energieverknappung: Wer sagt ihnen das Tante Rös 2015 ihre Enkelkinder überhaupt noch per Bahn besuchen kann? Der Tag an dem der Staat keine weiteren Subventionen mehr verkraften kann kommt bestimmt.
Egal auf welche Karte wir setzen, ob Strassenverkehr, Bahn, Tram, Elektrobus, U-Bahn, Einschienenbahn, Schiff... Ob diese Transportmittel in staatlicher oder privater Hand sind und sein werden, all diese Transportmittel brauchen Energie in Form von Erdöl oder elektr. Stroms. Und beides wird nun mal knapp!
Das heisst wir alle, ob eben Autofahrer, Busfahrer, Bahnbenutzer etc. werden uns in Zukunft auf steigende Energiepreise gefasst machen müssen.
Und will der Staat das Netz von ineffizienten Strecken des ÖV aufrecht erhalten, werden wir in nächster Zeit noch die eine oder andere neue Steuer erleben, alte werden erhöht und es wird weiter privatisiert.
Aber eines Tages zieht die Masche mit Randregionen und emotionaler Argumentation (die arme alte Tante Rös) nicht mehr. Denn nebst staatlicher Umverteilung, Steuerabzocke, Subventionierung, Aufrechterhaltung alter Strukturen etc. kommt nun auch die Verknappung der Rohstoffe und die Inflation auf uns zu und wir werden alle so arm wie Tante Rös sein. Und wenn dann noch das Wirtschaftswachstum ausbleibt...
Dann Gute Nacht
Mr. Pink
http://jeanb@balcab.ch
In Basel wird gegenwärtig viel gelacht. Die gHost-City wird zunehmend vergittert, damit die Fussball-Fanatiker das viele ausländische Büchsenbier sicher trinken können. Gestern war ein schönes Konzert im Münster (Basel Sinfonietta: Verdis Requiem und Mettraux' "Der Tod auf einem fahlen Pferd"). Der Münsterplatz ist weitgehend abgegittert. Als ein Besucher die Dame am Info-Desk fragte, ob auch der Münsterinnenraum zur 'Fanzone' gehöre, sagte sie ja, es gäbe auch Panini-Bildli. Ein Kunstkenner auf der Chor-Empore meinte, dass das Basler Event-Marketing es doch gut eingerichtet habe, dass die Fussball-EM und die ART-Basel zur gleichen Zeit stattfinde: gleiche Kaufkraftklasse und gleiches Bildungsniveau. Eine auch auf der Empore sitzende Psychologin meinte, sicher kämen auch ART BASEL VISITORS zur Fanzone auf dem Münsterplatz. Sie sehen das alles und schliessen professionell: das kann nur eine Installation des rumänischen Künstlers Dan Perjovschi sein, der kürzlich in BS und BL gewirkt hatte. Dass die Psychologin Frau Dr. De Souza sich jetzt auch noch erfrecht, einen online-Roman über die philosophischen Fragwürdigkeiten der Psychiatrischen Kliniken beider Basel zu schreiben, hängt wohl mit ihrem gestörten Professorenbild und einer therapie-resistenten weibischen Besserwisserei zusammen. Man sollte sie medikamentös besser 'einstellen', schliesslich muss in diesem Falle das ICH wieder zum ES werden, wie es der orthodoxe Freudianer Jacques Lacan sagte. Die Philosophin Annemarie Pieper freut sich einfach, dass ihr Vorwort zu Carola Meier-Seethalers 'Macht und Moral' oft und gerne gelesen wird.
Wenn der Sportminister in der 'Sternstunde Religion' zur Fussball-EM spricht, dann lacht er nicht. In Büren an der Aare muss man nicht lachen, auch nicht schreien. Man sagt, was gesagt werden muss, und das ziemlich genau. Samuel Schmid schmunzelt ab und zu, das reicht. Im übrigen arbeitet man im Kanton Bern ('wärche'), und so soll es auch sein. Wenn ich für immer in der Wakker-Preis-Stadt Grenchen leben sollte, werde ich gerne, hie und da, so einen SVP-Vortrag anhören. Oder ich nehme den Zug und fahre nach Thun: Dort redet genau gleich bescheiden und treffend der Polizei-Gemeinderat (SP). Wenn er ein paar Worte zum von den 'Schlossfrauen' organisierten Schubert-Liederabend spricht, kommt er beiläufig auch auf die UBS...
Zora aus Makedonien hat wenig zu lachen, sie lächelt auch nicht, sie zuckt einfach mit den Schultern, wenn man sie fragt, wieviel sie im katholischen Bildungshaus 'Schönbrunn' verdiene. Es sind knapp 3000 Franken im Monat. Zora ist Hausangestellte, sie putzt, führt die Cafeteria und schaut zum Rechten, das seit gut 6 Jahren. Auf der informativen Homepage 'Lassalle-Haus' findet man weder ihren Namen noch ihr Föteli. Dafür wird ein 'Schweigekurs' abgeboten. So etwas habe ich nicht nötig - und Zora auch nicht. Schon besser wäre wohl das Bildungsangebot 'Soziale Gerechtigkeit schaffen in Burundi - und in Edibach'.
In Lausanne lacht man nicht und man sagt auch nichts. Die Affäre Tschopp/Jorge Resende wird sicher bald vergessen sein, pense-t-on.
http://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/d
Wie geht es Ihnen? Wie fühlen Sie sich angesichts des Vorwurfes, Gesetze in schwer wiegender Weise missachtet zu haben?
… wenn festgestellt werden sollte dass die Gewaltenteilung verletzt wurde und ein Staatsorgan an der Arbeit verhindert wurde. Wenn die Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft verletzt wurde.... Zitat Andres Stäubli 2008-05-30 18:05:09
Das Kollegialitätsprinzip hat halt auch Nachteile, nicht?
Interview mit C.B. zum Thema Kollegialitätsprinzip: http://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/dokumentation/inter/2005/2005-05-14.html
Die Gedanken und Anregungen von C.B. halte ich für richtig und unterstützungswürdig.
In meinen Augen verliert der Bundesrat je länger desto mehr an Glaubwürdigkeit. Der Weg zu Glaubwürdigkeit und Vertrauen heisst Ehrlichkeit, Offenheit, Transparenz. Das ist halt nicht nur im Privatleben so …
zu der von Liza aufgeworfenen Frage:
"Das Kollegialitätsprinzip hat halt auch Nachteile, nicht?"
...möchte ich Stellung beziehen, bevor ich mich dann für einen Monat zwangsweise aus der Diskussion ausklinken muss.
Wie bereits erwähnt bin ich kein Jurist, aber gemäss der Logik braucht das Kollegialitätsprinzip nicht unbedingt eingehalten zu werden.
Für den Fall eines begründeten Verdachts dass die erwähnten Vorwürfe zutreffen könnten, darf niemand schweigen der sich nicht mitschuldig machen will. Das wird auch auf Bundesräte zutreffen, denke ich.
Es ist ja inzwischen auch bekannt geworden dass sich Frau Schlumpf der Aktenvernichtung widersetzen wollte.
Im Prinzip (sofern sie das selbst so geäussert hätte) wäre das Kollegialitätsprinzip theoretisch auch verletzt worden. Sofern sie sich aber vor einer allfälligen Parlamentarischen Untersuchungskommission schützen wollte und glaubt dass ihr Wille mit den Gesetzen so konform geht, dann wäre diese Publikation für sie später von Vorteil.
Obwohl Frau BR Schlumpf aus der Partei SVP hervorgegangen ist, habe ich eine gute Meinung über diese Frau. Gerade deshalb da sie unter Beobachtung der Öffentlichkeit steht wird sie es sich sehr gut überlegt haben warum sie diese Akten nicht sofort schreddern wollte.
Herr BR Leuenberger braucht sich nicht hinter Frau Schlumpf zurückzuhalten, ich denke ein kleiner Hinweis in eigener Sache wäre denkbar, sofern er hinter dem Vorgehen Beispielsweise eine Verletzung der Gewaltentrennung vermuten würde.
Das ist natürlich nur meine Ansicht betreffend Kollegialitätsprinzip in diesem Fall, die Meinung ist nicht juristisch abgesichert. Ich glaube dass man niemand zwingen darf den Mund für ein Kollektiv zu halten um damit Vergehen zu schützen.
Eine Vertrauensbildung der einzelnen Regierungsmitglieder zu ihren Bürgern halte ich derzeit im Sinne unserer Demokratie für unabdingbar. Ich erwarte derzeit von jedem einzelnen darin involvierten Politiker seine individuelle Antwort auf diese sehr schwerwiegenden Vorwürfe.
2008-06-01 19:34:41
Besonders diese Zeilen von Ihnen möchte ich mitunterzeichnen:
Ich glaube dass man niemand zwingen darf den Mund für ein Kollektiv zu halten um damit Vergehen zu schützen.
Eine Vertrauensbildung der einzelnen Regierungsmitglieder zu ihren Bürgern halte ich derzeit im Sinne unserer Demokratie für unabdingbar. Ich erwarte derzeit von jedem einzelnen darin involvierten Politiker seine individuelle Antwort auf diese sehr schwerwiegenden Vorwürfe.
Gute Zeit wünscht liza
Hallo allerseits
Vorab zum „Aktenvernichtungsfall“: Fragwürdig ist in jedem Fall die Informationspolitik gegenüber der betroffenen Delegation resp. gegenüber der Öffentlichkeit. Alles andere können wir im Moment nicht be-, sondern, höchstens vorverurteilen und dies primär auf der Basis von Medienberichten, denen wir ja alle immer vollstes Vertrauen schenken, nicht wahr...? Warten wir doch deshalb ab, was die Geschäftsprüfungsdelegation der beiden Räte in ihrem für diesen Herbst versprochenen Bericht zu sagen hat.
Zum Kollegialitätsprinzip: Was mit diesem Begriff angesprochen wird, betrifft nicht nur den Bundesrat, sondern auch uns Stimmbürger. Es wird ein Entscheid gefällt, der dann auch die unterlegene Minderheit zu tragen hat. Das gilt für den Stimmbürger auch bei Abstimmungsvorlagen. Stellen wir uns vor, die Initiative „für demokratische Einbürgerungen“ wäre angenommen worden, dann könnte ich Dir, Lisa, nun im gleichen Stil wie Du gegenüber BR Leuenberger die Frage stellen: Wie fühlst Du Dich Angesichts des Vorwurfes, die Menschenrechte in schwerwiegender Weise missachtet zu haben?
Es spielt dabei keine Rolle, ob Du selber gegen die Initiative warst. Die Mehrheit zählt und zwar im (mengenmässig) Kleinen, wie eben im Bundesrat, oder im Grossen, wie dem Schweizer Stimmvolk.
Das schliesst nicht aus, dass man vor dem Entscheid um die Stimme der anderen Stimmberechtigten gekämpft hat, sei es nun im Bundesrat oder bei den Stimmbürgern.
Wenn dieses Prinzip, einen Mehrheitsentscheid nicht mitzutragen, nicht mehr gilt, dann herrscht Willkür. Eine Gemeinde, welche die oben erwähnte Initiative angenommen hatte, könnte sich dann ja darauf berufen und weiterhin Einbürgerungen an der Urne vornehmen. Wenn kümmert es schon, dass eine grössere Mehrheit dagegen war…
Gleiches im Bundesrat: Kaum aus dem Bundesratszimmer raus würden die unterlegenen Bundesratsmitglieder den Mehrheitsentscheid des Kollegiums via Medien torpedieren – insbesondere vor Wahlen, um sich und seine Partei „ins rechte Licht zu rücken“. Und in einer „Abstimmungsarena“ stünde auf der linken Seite Bundesrat X und auf der rechten Seite Bundesrat Y. Soll dieses uneinige Auftreten etwa Vertrauen in unsere Landesregierung schaffen?
Und: Als Mitglied einer Exekutive, sei es auf Bundes-, Kantons- oder Gemeindeebene, steht man nicht nur für seine Wähler einer Sache vor, sondern für ALLE Wähler. Es gibt keinen Finanzminister für die FDP-Wähler und keinen Finanzminister für die SP-Wähler usw. Man hat immer für alle zu entscheiden. Deshalb ist für mich eine Exekutive immer auch ein „Vernunftsgremium“, geht es doch darum, möglichst allen und nicht nur der eigenen politischen Meinung gerecht zu werden.
Schliesslich ist in der Schweiz mit dem Konkordanzprinzip eine Exekutive ja immer auch das Abbild der politischen Gesinnung der Wählenden, womit folglich alle – oder zumindest die meisten – Meinungen in einer Exekutive vertreten sind.
Deshalb würde ich mir das mit der Aufhebung des Kollegialitätsprinzips sehr gut überlegen…
Freundliche Grüsse
Titus
Okay, diese hundert sehen es anders (etwas häufig emeritiert, diese Profs ;-)). Andere sehen es so wie das IPCC und haben auch gute Argumente.. Bringt uns das weiter? Persönlich finde ich die Ansicht des IPCC plausibel, genau so, wie die prognostizierten Auswirkungen des - gemäss IPCC - menschlich mitverursachten Klimawandels. Und meiner Meinung nach reicht es schon, dass etwas möglicherweise verheerendes plausibel scheint, alles daran zu setzen, dass es nicht eintritt. Dazu haben wir uns auch schon ausgiebig im Beitrag "Pascal's Wette" von Moritz Leuenberger unterhalten.
Eine interessante Frage finde ich, wieso wer welche Position vertritt. Beispielsweise gibt es in der Schweiz anscheinend viele Menschen mit einem unendlichen Freiheitsbedürfnis.. und wenn aus irgend einem Grund irgend jemand dafür plädiert, dass man eine Freiheit auch nur ein winziges bisschen einschränken sollte, sei es nur, die Freiheit mit dem 2t-Auto jeden Abend im Stau zu stehen, dann stösst man auf massiven Widerstand.. Ist die individuelle Freiheit denn das wichtigste Gut, das es gibt? Es gab Philosophen, welche ähnliches behaupteten (z.B. Glückseligkeit bei Aristoteles oder Lust bei Aristippos uns Epikur). Vernünftiger finde ich jedoch die Aussage von Kant: „Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“
Ob wir diesen Grundsatz einhalten, lässt sich beispielsweise mit dem ökologischen Fussabdruck abbilden. Unter dem ökologischen Fussabdruck wird die Fläche auf der Erde verstanden, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen (unter Fortführung heutiger Produktionsbedingungen) dauerhaft zu ermöglichen. Ist er grösser als die zur Verfügung stehende Fläche, ist eine nachhaltige Entwicklung nicht möglich. In der EU und in der Schweiz ist der ökologische Fussabdruck ca. drei mal so gross, wie die zur Verfügung stehende Fläche. D.h., wenn wir nur schon so weiter leben wie bisher (ohne Wachstum) wären die natürlichen Ressourcen in kurzer Zeit verbraucht, wenn der hinter diesem Handeln stehende "Willen zu einer universellen Gesetzgebung" würde.
Vielleicht schaffen wir uns mit unserem Lebensstil nicht nur bzgl. der Abnahme natürlicher Ressourcen Probleme, vielleicht hat auch der Klimawandel damit zu tun. Ich fände Energie sparen vernünftiger, als auf den definitiven Beweis zu warten..
http://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/d
2008-06-01 23:56:43
Deshalb würde ich mir das mit der Aufhebung des Kollegialitätsprinzips sehr gut überlegen…
WER hat hier von Aufhebung des Kollegialitätsprinzipes gesprochen?!
Aufgrund Ihrer Ausführungen muss ich davon ausgehen, dass Sie das Interview unter dem Titel „Das Kollegialitätsprinzip ist nicht falsch“ http://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/dokumentation/inter/2005/2005-05-14.html nicht gelesen haben.
… zum „Aktenvernichtungsfall“: Fragwürdig ist in jedem Fall die Informationspolitik gegenüber der betroffenen Delegation resp. gegenüber der Öffentlichkeit. Alles andere können wir im Moment nicht be-, sondern, höchstens vorverurteilen…
Welche Informationspolitik hat der Bundesrat denn eigentlich?
Im Falle der Aktenvernichtung anscheinend die der Geheimhaltung. Wie ich höre, weiss der Bundesrat jetzt nichts Besseres, als Schuldige zu suchen, die die Informationen an die Öffentlichkeit gebracht haben – anstatt hin zu stehen und Gerüchte zu klären, indem die Tatsachen offengelegt werden.
In meinen Augen begeht der Bundesrat einen weiterer gravierender Fehltritt: Er verfolgt nun diejenigen, die die Öffentlichkeit über das wahrscheinliche Unrecht informierten. Geschah diese Information der Öffentlichkeit unrechtsmässig? Wenn ja, wessen Unrecht wiegt nun schwerer? Das wahrscheinliche des Bundesrates oder das des Informanden?
…und dies primär auf der Basis von Medienberichten, denen wir ja alle immer vollstes Vertrauen schenken, nicht wahr...?
Welche andere Basis bzw. Informationsquellen als die Medien haben Sie denn?
Je unklarer eine Sache, desto wilder die Spekulationen … Es liegt am Bundesrat, in dieser Sache Klarheit zu schaffen – über die Medien, wie denn sonst?
Weiss nicht, ob es um "Spaltung" einer Gruppe geht, vielleicht geht es auch darum, dass einzelne Personen ihre Tiefenwahrnehmung nicht ständig "spalten" mögen.
http://www.admin.ch/ch/d/sr/17.html
Doch, doch, das fragliche Interview habe ich schon gelesen. Nur ist für mich das, was alt-BR C. B. vor rund drei Jahren gesagt hatte, nicht das Mass aller Dinge.
Unter dem Kollegialitätsprinzip verstehe ich, dass man geschlossen hinter einer Sache steht (auch nachzulesen im RVOG, Art. 12, Abs. 2). Aber wie schon in einem früheren Kommentar erwähnt, kann das für ein BR-Mitglied manchmal Fluch und manchmal Segen sein.
„Ich habe mich lediglich gewehrt, weil im Zusammenhang mit Schengen der Eindruck erweckt wurde, die Regierung stehe geschlossen hinter diesem Projekt. Das ist nachweislich falsch.“
„Das Kollegialitätsprinzip darf nicht dazu führen, dass die Bürger falsch informiert werden.“
Bitte korrigiere mich, aber bei mir ist angekommen: Weil C. B. nicht geschlossen hinter einer Sache stehen kann, nennt er das „die Bürger falsch informiert“. Siehst Du das auch so?
Damit zum anderen Thema, wo es auch ums Informieren - und ums Vernichten - geht. Mich stört an der laufenden Diskussion, dass sich alle auf die juristische Frage stürzen, ob das denn rechtens gewesen sei. Das ist die falsche Frage. Der Gesamtbundesrat lässt bestimmt nicht Unterlagen vernichten, um die Justiz zu behindern oder eine Verurteilung zu verhindern. Gewiss hätte man diese Unterlagen auch nach gerichtlicher Verwendung vernichten können. Aber der Bundesrat, selbst häufig genug ein gebranntes Kind was „Indiskretionen“ betrifft, wollte da vielleicht auf Nummer sicher gehen?
Richtiger erscheint mir die Frage, wie „heiss“ diese Unterlagen sein mussten, damit ein Gesamtbundesrat zu einer solchen Massnahme greift? Schon mal daran gedacht, dass diese hier und heute so brisant sind, dass sie der breiten Öffentlichkeit nicht zuträglich sind?
Zur Informationspolitik, der Geheimhaltung & Co.: Die grundlegendsten und gebräuchlichsten Gesetze findest Du über den Link oben. Weitere Informationspflichten gehen wohl aus den unzähligen Gesetzen und Verordnungen hervor („…der BR informiert wen/wann/worüber …“).
Wie schon erwähnt, werden sich ja die Frauen und Mannen von der GPDel um den Fall kümmern. Die haben eine „Lizenz für fast alles“ ;-). Mehr dazu unter:
http://www.parlament.ch/d/delegationen/de-delegationen/kom_76/seiten/index.aspx
Freundliche Grüsse
Titus
Zur Aktenvernichtung:
Die Politik hat heute leider auch in der Schweiz eine solche Eigendynamik erreicht, dass diese des öfteren wider das Volk, Gesetz und wider der Moral der Mehrheit handelt.
Die Politik unternimmt heute alles um das Volk zu überwachen, zu kontrollieren und zu beherrschen. Was tun wir, um die Politik zu überwachen?
Der gute Glaube und Vertrauen hilft da rein gar nichts.
Denn spätestens seit der Säkularisierung hat der Glaube in der Politik keinen Platz und Vertrauen kann bekanntlich nur durch Kontrolle gefestigt werden. Doch wie können wir, das Volk, die Politiker kontrollieren?
Auf freie Wahlen pfeife ich, wenn damit die Untergrabung meiner Integrität gerechtfertigt wird.
Demokratie heisst 'Volksherrschaft'. Das Volk hat aber längst die Herrschaft an die Politik verloren.
Es grüsst
Mr. Pink
Ich habe eine bessere Version gehört, warum der Buh-Rat die Akten vernichtet hat (PET, DRS1, heute):
Der Bundesrat erinnerte sich an den Fall Christoph Meili, der die Schweiz VERLASSEN musste, nachdem er eine Aktenvernichtung bei der UBS VERHINDERT hatte.
Das wäre ja noch, wenn der Bundesrat die Schweiz hätte verlassen müssen...
Im Ernst (dies an Titus):
WAS zum Teufel hätte denn bei einer Nichtvernichtung per Indiskretion bekannt werden können???
Sag mir nur EIN plausibles, brisantes Beispiel. Ein ach so schlimmes, dessen Unterdrückung im Interesse der Schweiz liegen sollte!?
Technische Details können es nicht sein, Anleitungen zum Bau von Atomwaffen sind quasi frei zugänglich.
Was bitte könnte "so brisant" sein, dass es "der Öffentlichkeit nicht zuträglich" (meinst du 'bekömmlich') ist???
:)
Wahrscheinlich aber hat Herr Marty schon auf den wunden Punkt gedrückt, wenn er sinngemäss sagte, dass es doch im Land des Bankgeheimnisses möglich sein müsste, solche Akten sicher einzuschliessen. Und der trickreiche Anwalt in Deutschland, der einen Kumpel von Tinner verteidigt, will schon wissen, dass das Material wohl auch Entlastendes enthalten hätte für seinen Klienten... Die Frage, ob der ganze Bundesrat die Sache aufgrund des damaligen Wissensstandes falsch eingeschätzt habe, wird sicherlich noch einige beschäftigen.
Doch, doch, das fragliche Interview habe ich schon gelesen.
Dann verstehe ich nicht, warum SIE von Aufhebung des Kollegialitätsprinzipes gesprochen haben.
Nur ist für mich das, was alt-BR C. B. vor rund drei Jahren gesagt hatte, nicht das Mass aller Dinge.
Hoffentlich nicht … aber darum geht es ja auch gar nicht.
…unter Kollegialitätsprinzip verstehe ich, dass man geschlossen hinter einer Sache steht… kann das für ein BR-Mitglied manchmal Fluch und manchmal Segen sein…
Genau so ist meine Aussage: Das Kollegialitätsprinzip hat halt auch Nachteile, nicht? zu verstehen. (Leider konnte ich RVOG Art. 12 Abs. 2 nicht finden.)
… bei mir ist angekommen: Weil C. B. nicht geschlossen hinter einer Sache stehen kann, nennt er das „die Bürger falsch informiert“. Siehst Du das auch so?
Nein, das sehe ich nicht so. Der genaue Wortlaut der Rede ist nachzulesen unter http://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/dokumentation/red/2005/2005-05-08.html, Abschnitt VII Demokratie.
Wenn bei einer Volksabstimmung mit 100% Stimmbeteiligung eine Vorlage mit 55% Ja-Stimmen gegen 45% Nein-Stimmen angenommen würde, würden Sie dann behaupten, das Volk stehe geschlossen hinter der Vorlage?
… ob das (die Aktenvernichtung) denn rechtens gewesen sei. Das ist die falsche Frage.
Wenn die Frage nach der Rechtmässigkeit der Aktenvernichtung falsch ist. Dann dürfte auch die Frage falsch sein, ob die Indiskretion, die zur Aufdeckung der Aktenvernichtung geführt hat unrechtmässig war. Warum sucht der Bundesrat denn aber nun nach Schuldigen? Und was sollen dann Regeln und Gesetze, wenn sie nicht Massgabe für Handlungen sind?
Der Gesamtbundesrat lässt bestimmt nicht Unterlagen vernichten, um die Justiz zu behindern oder eine Verurteilung zu verhindern.
Wer behauptet denn so etwas?
Richtiger erscheint mir die Frage, wie „heiss“ diese Unterlagen sein mussten, damit ein Gesamtbundesrat zu einer solchen Massnahme greift? Schon mal daran gedacht, dass diese hier und heute so brisant sind, dass sie der breiten Öffentlichkeit nicht zuträglich sind?
Gibt es in Ihren Augen legitime Gründe Akten zu beseitigen, obwohl sie für ein laufendes Strafverfahren von grosser Wichtigkeit sind? Wann und warum ist eine Information für die Öffentlichkeit nicht zuträglich?
Mit der Haltung, der „Vater Staat“ tut nur, was für seine „Bürgerkinder“ zuträglich ist, könnten Sie in die Irre gehen.
Wenn man der Öffentlichkeit etwas vorenthalten will, dann spricht man ganz einfach nicht darüber.
Aber wenn Akten vernichtet werden, dann doch nur aus einem Grund - um Spuren zu verwischen (nicht nur der Fall UBS lehrt uns dies).
Es bekam also jemand kalte Füsse.
Aussagen wie:"Es diene dem Wohle des Landes." oder "Das Volk sei dafür nicht bereit." gehören zu den billigsten und miesesten Ausreden die ich je gehört habe.
Die Öffentlichkeit (das Volk) kann so einiges Ertragen. Lügen, Verheimlichen und Betrügen gehören aber garantiert nicht dazu.
Es geht also nicht darum, die Öffentlichkeit vor irgendetwas zu Bewahren, vielmehr aber um einzelne Personen, Institutionen vor der Verantwortung zu Bewahren.
Dieses Verhalten ist in einem Rechtsstaat inakzeptabel. Und solange niemand zur Verantwortung gezogen wird und keine Köpfe rollen werden, wird sich an diesem Verhalten auch nichts ändern.
Und: Gehört das Kollegialprinzip auch angewendet, wenn es um Betrügereien geht, sprich der gesamte BR müsste Verantwortung übernehmen und zurücktreten?
Ich denke schon.
Es grüsst
Mr. Pink
Wenn der ...ähm... Atomsperrvertrag, den die... ähm...Schweiz auch unterzeichnet hat strikte verbietet...ähm... Akten wie in vorliegendem...äh..Fall zu BESITZEN, MÜSSEN sie...ähm... vernichtet werden! Ohne wenn oder aber! Unter Aufsicht der zuständigen... ähm... Internationalen Behörde wohlverstanden...ähm... was auch getan wurde.
Keine... ähm... Frage die Akten irgendwo in unserem Land zu Archivieren wie der... äh.... Dick Smarty es gerne gemocht hätte.
Dazu ist der...ähm... Inhalt zu brisant und sein Besitzer hat folglich eine... ähm.... Achillesferse!
mmmmmhhhh....
Manchmal fragt man sich schon was gewissen...äh... Politikern aus dem... ähm... Mund sprudelt, wenn es ums profilieren geht!
Ich halte das politisch...ähm.. korrekt so: macht ein/e...ähm... Politiker/in den Mund auf, schaltet das...ähm... Gehirn ab. Nicht bei allen...ähm...aber bei jedem/er...ähm.. auf Dauer.
ähm... wer rügt die...äh... Indiskretion und seinen....ähm...Urheber?
Gewisse Menschen in unserem...ähm... Lande möchten wohl gerne die...ähm... Anleitung zur Herstellung einer ähm... Atombombe auf Seite3 der...ähm... Boulevardzeitung erhaschen.
ähm... ich wünsche unseren...ähm...Gletschern eine gute Gesundheit und dass sie..ähm... weiter wachsen dieses Jahr. Die...ähm.... Zeit ist ...ähm... günstig.
Mr. Toe ;-)
http://www.admin.ch/ch/d/sr/172_010/a12
Hallo Liza, Artio und Wachstumskritiker
Da habe ich ja in ein ziemliches Wespennest gestochen und frage mich nun, wie ich mich da wieder rausreden kann, bevor ich aus der Fraktion ausgeschlossen werden… ;-)
@ Artio
Die Verdienste von Dick Marty in allen Ehren, erlaube ich ihm doch zu widersprechen: Wurde nicht bei unseren Nachbarn im Ländle bewiesen, dass mit einem flotten Geldbetrag auch sicher geglaubte Bankgeheimnisse nicht mehr sicher sind und Platz auf einer CD finden…?
@ Wachstumskritiker
Eigentlich könnten wir wieder zur Tagesordnung übergehen, denn die Medien haben der GPDel ja schon alle Arbeit abgenommen, sodass nun alle wissen, was Sache ist. Die Schuldigen sind gefunden, angeklagt und verurteilt. Nur die Guillotine ist noch nicht zum Einsatz gekommen.
Aber wir wissen beide, dass es so nicht läuft resp. nicht zu laufen hat. Den Bundesrat für seine Entscheide verteidigen zu wollen ist nicht mein Job. Auch streite ich nicht ab, dass man der Rechtmässigkeit seines Entscheids nachgeht. Und schliesslich stelle ich auch nicht in Frage, dass er VIELLEICHT nicht richtig gehandelt hatte. Obschon ich oben Dick Marty widersprochen habe, gebe ich ihm in einer Aussage in der „Rundschau“ vom 04.06.2008 Recht: „Wir wissen eigentlich wirklich nicht, was passiert ist.“ In der gleichen Sendung war vom Sprecher auch der folgende Satz zu hören: „Akten, die jetzt möglicherweise geschreddert sind.“
Also: Wir wissen nicht, was passiert ist und wir wissen nicht, was geschreddert wurde. Wie können wir da schon (ver-)urteilen?
Gemäss der gleichen Sendung will ein Journalist der SonntagsZeitung MÖGLICHERWEISE genau diese Akten gesehen haben. Ob es genau diese Akten waren, kann auch der fragliche Journalist nicht wissen, denn er war bei der Schredderaktion kaum dabei. Und: In dieser Sendung erklärt niemand, wie denn dieser Journalist dazu kam, in nachrichtendienstliche Unterlagen Einsicht zu bekommen. Merkwürdig, nicht? Was wir auch nicht wissen und hier schon oft Thema war, ist das, was (auch dem Journalisten) eben NICHT gesagt oder gezeigt wurde und folgedessen manipulative Wirkung haben kann. Du hast selber geschrieben, dass es Bauanleitungen für A-Waffen ja nicht sein können, weil quasi frei zugänglich. Doch genau davon hat BR EWR bei der Fragestunde des Nationalrats gesprochen. Riecht das alles nicht irgendwie nach gesteuerter Informationsverbreitung?
Wenn, wie Du sagst, solche Pläne ja quasi frei zugänglich sind, hatten die beiden Brüder ja eigentlich nicht viel zu tun… Konkrete Zeitangaben über deren Aktivitäten und wann sie wo zugegen waren, fehlen häufig in der fraglichen Sendung. Was haben sie denn sonst noch gemacht? Könnte es sein, dass es um mehr geht als nur das, das bekannt ist und in Stuttgart oder vor dem Bundesstrafgericht verhandelt wird? Sind die Baupläne nur ein Vorwand – selbst gegenüber einer CIA, in deren Dienste sie angeblich standen? Könnte es sein, dass da vielleicht noch Informationen z. B. über „sensible Bereiche“, deren Organisation und Betrieb in Europa gesammelt wurden (das technische Verständnis haben die beiden ja).
Wir können hier noch weiter spekulieren, mutmassen und allerlei glaubhafter und unglaublicher Theorien aufstellen. Wir können auch noch Experten zu Rate ziehen und darauf gespannt sein, bis ein anderer Experte einer bestimmten These wieder widerspricht. Schliesslich wissen wir eigentlich nur, dass wir nichts wissen. Deshalb mein schon geäusserter Aufruf: Lassen wir die GPDel ihre Arbeit machen und hoffen, dass diese uns im Herbst glaubhaft erklären kann, was Sache ist und ob’s mit rechten Dingen zu- und hergegangen ist.
Dann, aber erst dann, sollten wir über diese ernsthafte Sache urteilen.
@ Liza
Zu Deiner Frage „Wenn bei einer Volksabstimmung mit 100% Stimmbeteiligung eine Vorlage mit 55% Ja-Stimmen gegen 45% Nein-Stimmen angenommen würde, würden Sie dann behaupten, das Volk stehe geschlossen hinter der Vorlage?“ kann ich Dir die folgende Antwort geben: Nein, das würde ich nicht behaupten.
Aber ich würde behaupten, dass das Volk geschlossen hinter dem Entscheid der Mehrheit zu stehen hat. Als Beispiel: Wenn darüber abgestimmt würde, ob in der Schweiz im Strassenverkehr neu Linksverkehr gelten soll und 55 % würden dem zustimmen, dann haben auch die unterlegenen 45 % hinter diesem Entscheid zu stehen. Wenn also die Mehrheit der Bundesratsmitglieder sich für A entscheiden, dann müssen auch die Regierungsmitglieder mitziehen, die B vorgezogen hätten. Oben findest Du noch den fraglichen Gesetzesartikel (RVOG, Art. 12, Abs. 2).
Freundliche Grüsse
Titus
Ob der Bundesrat nun auch wie der Meili in die USA flüchtet? Wohl kaum. Unsere frommen Räte wissen nur zu gute, wie man so etwas unter den Teppich wischt...und falls nicht - einfach vom Problem ablenken.
Der öffentliche Verkehr ist beileibe genügend finanziert. Dies denke ich jeden Arbeitstag, wenn ich mit meinem Auto über die A1 Richtung Aarau fahre. Bald wird auf dieser Strecke die Helmpflicht eingeführt wegen der ständigen Holperei. Da schlägt man langsam den Kopf am Autodach an.
Deswegen und auch der Lastwagen-Schlangen wegen fahren auch alls PKWs auf der linken Spur, welche angenehmer zu fahren ist. Mich wundert es immer ein wenig, dass es nicht mehr Unfälle gibt. Denn auf der linken Seite wird man, wenn man nicht rechtsseitig mit 80 Km/h fährt, gezwungen mindestens 140 zu fahren - sonst sieht man geradezu die schlechte Rasur des Hintermanns...so nahe wird aufgefahren. Ich mache dies nun seit 2 Jahren...und ich muss sagen...Polizei...nie gesehen. Kontrollen...keine vorhanden. Zum Glück fährt man nach Westen...da passt Wild, Wild West so richtig dazu. Seit einem halben jahr höre ich auch nur noch Country-Musik im Radio.
Die Damen und Herren Bundesräte sind überrascht wovon ich spreche? Ist ja klar...sie reisen lieber mit dem Superpuma...kommt ja auch billiger oder anders gesagt...es bezahlen ja die Steuerzahler...nicht sie...
Und falls der Superpuma nicht zur Verfügung steht hat man ja immer noch das kostenlose 1.-Klasse-Abi im Hosensack...
Jaja, die Bundesräte. Im Geld ausgeben sind sie Profis. Leider selten zugunsten der rechtsschaffenden Bürger.
Euer Leuli Moritzberger
Was der Prozess der Aktenvernichtung, Spurenverwischung mit Kapitalismus zutun hat, bleibt mir ein Rätsel.
Übrigens, ich beziehe mich in meinen Beiträgen stets auf die Marktwirtschaft und nicht auf den Kapitalismus.
Und aus meinen früheren Beiträgen ist ersichtlich, dass ich auch die Marktwirtschaft nie als perfektes System preise.
Und dem Rechtsstaat habe ich nie abgesagt.
Im perfekten Rechtsstaat wären alle vor dem Gesetz gleich. Wir sind heute aber weit davon entfernt.
Ich möchte dich nur eines Fragen: Wem ist dieser 'Geheimdienst' unterstellt?
Und der Ausdruck 'Köpfe rollen' trifft meiner Meinung nach im übertragenen Sinne ganz genau, welche Konsequenzen gezogen werden müssen. Das 'Köpfe rollen' muss eine abschreckende Wirkung haben, ansonsten wird diese Affäre zu schnell vergessen sein. Es braucht einen nachhaltigen Effekt, damit auch kommende Entscheidungsträger sich der Konsequenzen eines unangemessenen Handelns bewusst sein werden.
Grüsse
Mr. Pink
P. S.: Meine Einstellung gegenüber dem Rechtsstaat und der Marktwirtschaft sollte eigentlich deine Frage bezüglich Parallelimporte beantworten.
2008-06-05 23:15:17
Danke für die Stellungnahme. Trotzdem nochmals zurück zum Thema.
„Wenn bei einer Volksabstimmung mit 100% Stimmbeteiligung eine Vorlage mit 55% Ja-Stimmen gegen 45% Nein-Stimmen angenommen würde, würden Sie dann behaupten, das Volk stehe geschlossen hinter der Vorlage?“ kann ich Dir die folgende Antwort geben: Nein, das würde ich nicht behaupten.
Eben. Genau wie Sie empfand das offenbar auch C.B.. Er hat sich dagegen gewehrt, dass behauptet wird, der Bundesrat stehe geschlossen hinter einer Entscheidung, obwohl das Verhältnis 4 zu 3 war, also nicht Einstimmigkeit herrschte. DAS drückte C.B. meiner Meinung nach mit den Worten aus: das Kollegialitätsprinzip darf nicht dazu führen, dass das Volk falsch informiert wird.
Verständlich, oder?
Ich möchte zwei Fragen an Sie wiederholen und Ihre Meinung erfahren:
Gibt es in Ihren Augen legitime Gründe Akten zu beseitigen, obwohl sie für ein laufendes Strafverfahren von grosser Wichtigkeit sind?
Wann und warum ist eine Information für die Öffentlichkeit nicht zuträglich?
Wir wissen nicht, was passiert ist und wir wissen nicht, was geschreddert wurde.
Sie meinen also, dass nicht mal gewiss ist, ob Termine für Schredderaktionen geplant waren und Akten geschreddert wurden?
Ich möchte wiederholen, es wäre ein Leichtes, Spekulationen und Gerüchte mittels transparenter Information durch den Bundesrat selber aus der Welt zu schaffen. Warum nur hat er dies nicht schon längst getan?
Vielleicht haben Sie eine einleuchtende Antwort – ich jedenfalls nicht.
Hier habe ich einen ausserordenlich guten Beitrag zur Klimadebstte gefunden..
Lesenswert (und vorallem überdenkenswert)
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/wirtschaftlicher_selbstmord_aus_angst_vor_dem_tod_1.752698.html
LG MG
http://www.teleblocher.ch/
"Christoph Blocher über geschredderte Akten und die CIA"
Ein ...ähm... Interwiew, das...ähm...Klarheit schafft.
mmmmhhh.....
Ein ...ähm.... Echo hat immer einen ...ähm... Ursprung, wenn man gut hinhört, sieht man sogar durch den ...ähm... Nebel.
Auch wenn man... ähm... nicht mehr dabei ist, kann man sein... ähm... Team durch Präsenz unterstützen. Wünsche alles... ähm... Gute dem Alexander Frei.
Mr.Toe ;-)
http://www.teleblocher.ch/
Hallo allerseits
Jetzt habe ich verstanden, was Du meinst. Allerdings – und das mein’ ich nicht provokativ – ist das Haarspalterei. Es spielt, rein rational interpretiert, keine Rolle, ob sieben oder nur vier Bundesräte einer Sache zugestimmt haben. Sie haben der Sache mehrheitlich zugestimmt.
Gleiches gilt auch bei einem Volksentscheid, selbst wenn das Ergebnis 50.1 zu 49.9 % lautet. Aber – und jetzt tut sich ein neues Kapitel auf – wir rühmen uns ja auch immer ob des Minderheitenschutzes und ich meine auch zu recht. Insbesondere bei knappen Entscheiden wäre es vermessen, stur in eine Richtung zu ziehen, denn knappe Mehr- oder Minderheiten können auch schnell ins Gegenteil fallen. Dies sehe ich jedenfalls bei einem Volksentscheid so, da dieser abschliessenden Charakter hat (das Volk hat das bekannte „letzte“ Wort). Bei einem Bundesratsentscheid sehe ich das nicht so dramatisch, da ja häufig das Parlament das letzte Wort hat und den Bundesrat bei Bedarf „in die Schranken“ weißt.
Am Rande: Anfangs Jahr kam eine Sendung „Sternstunde“ mit der ehemaligen Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz. Auf die Frage, wie denn im BR Entscheide gefällt werden, lautete die Antwort, dass es sehr selten durch Handheben oder Abgabe eines Stimmzettels o. ä. geschehe. Die Mehrheit kristallisiert sich vielmehr aus der Diskussion heraus. Vermutlich haben viele eine falsche Vorstellung davon, wie solche „Mehrheitsentscheide“ im Bundesrat entstehen.
Zu Deiner Frage, ob es legitime Gründe für die Aktenvernichtung trotz laufendem Verfahren gibt: Ja, die gibt es für mich und zwar dann, wenn Dritte über Informationen verfügen, die die allgemeine Sicherheit betreffen und eben nur einem sehr kleinen Kreis vorbehalten sind. Konkreter möchte ich hier nicht werden, aber Du kannst mir gerne eine E-Mail schreiben. Und warum soll es für die Öffentlichkeit nicht bekömmlich sein zu erfahren, worum es geht? Da sind wir nun wieder im spekulativen Bereich. Es könnte sein, dass es dabei z. B. um Sicherheitslücken geht, mit denen man die Öffentlichkeit nicht beunruhigen will. Oder es geht um die Verhinderung von Nachahmung. So werden z. B. auch Gewaltdelikte gegenüber der Öffentlichkeit nie genau beschrieben, um eben Nachahmung zu vermeiden.
Freundliche Grüsse
Titus
2008-06-09 11:01:47
Allerdings ….. ist das Haarspalterei.
Nein, das ist es nicht. Ich glaube eher, dass Sie die ursprüngliche Frage aus den Augen verloren haben. Es ging um die Frage, ob es der Wahrheit entspricht, wenn behauptet wird ein Gremium stehe geschlossen hinter einem Entscheid, wenn dem nicht so ist.
Es spielt, rein rational interpretiert, keine Rolle, ob sieben oder nur vier Bundesräte einer Sache zugestimmt haben. Sie haben der Sache mehrheitlich zugestimmt.
Da wären wir wieder beim Vergleich mit einer Abstimmungsvorlage. Auch dort wird mehrheitlich zu- oder dagegen gestimmt. Auch sie meinen, dass dann nicht behauptet werden kann, das Volk stehe geschlossen hinter dem Entscheid. Ich sehe nicht ein, wieso Sie beim Stimmenverhältnis bei Volksabstimmung und dem bei Bundesratbeschlüssen andere Massstäbe setzen. Wieso kann man also bei Volksabstimmungen sagen wie das Stimmenverhältnis ist, bei Bundesratbeschlüssen aber nicht? Wo steckt da die Logik?
Zu Deiner Frage, ob es legitime Gründe für die Aktenvernichtung trotz laufendem Verfahren gibt: Ja, die gibt es für mich und zwar dann …Es könnte sein, dass es dabei z. B. um Sicherheitslücken geht, mit denen man die Öffentlichkeit nicht beunruhigen will. Oder es geht um die Verhinderung von Nachahmung.
Ich kann leider mit wenn und könnte und möglichen Szenarien nichts anfangen. Ich meine, dass Gesetz und die Rechtssprechung für alle gleich zu gelten hat – ohne Ausnahmen. Punkt.
Übrigens kann ich nirgends Zurückhaltung beim Beschreiben von Gewaltdelikten erkennen. Schauen sie in die Zeitung, auf den Bildschirm. Sie bekommen massenhaft Anregung, wie sie einbrechen, Bankomaten mitnehmen, andere oder sich selber töten können und welche Möglichkeiten offen stehen, Ermordete zu beseitigen oder Verbrechen zu vertuschen – Sie erfahren auch, wie Gewaltdelikte aufgeklärt wurden, damit sie sich eine bessere Strategie für allfällige Vorhaben ausdenken können.
Per Definition resp. per Gesetz gibt es ausserhalb des Bundesratszimmers kein „ICH stehe nicht dahinter“. Ist ein Entscheid einmal gefällt, steht der Bundesrat per Gesetz nach aussen immer geschlossen hinter einer Sache. Die Meinung des Einzelnen ist dann nicht mehr relevant.
Wir diskutieren darüber, ob eine Person ihre private Meinung oder ihr Amt in den Vordergrund stellen muss oder darf. Es gibt Themen, da wünschte ich mir auch, dass ein Amtsinhaber mehr nach seiner politischen Herkunft handeln würde. Es gibt aber auch andere Themen, wo ich ganz froh bin, dass er das NICHT tut, sondern eben die Allgemeinheit in den Vordergrund stellt. Kann daran etwas falsch sein? Erwarten wir denn nicht alle, dass unsere individuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden, von links bis rechts?
Deshalb ist für mich klar, dass ein Amtsinhaber nach aussen nie die private Meinung in den Vordergrund zu stellen hat, welche in diesem Land immer nur der Meinung einer Minderheit entspricht. Damit hatte C. B. eben seine liebe Mühe - also stellt man das Prinzip in Frage.
Zum Vergleich mit der Volksabstimmung: Es ging dabei um den Aspekt „Mehrheit“. Es klingt nicht nur banal, sondern ist es auch: Eine Mehrheit ist eine Mehrheit, egal ob im Bundesrat oder beim Volk. Aber: Der Bundesrat kennt ein Kollegialitätsprinzip, vor allem auch weil ihm eine repräsentative Rolle gegenüber dem Parlament, den Bürgern, der Wirtschaft, dem Ausland usw. zukommt. Du und ich kennen kein Kollegialitätsprinzip und wir haben „nach aussen“ nicht EINE Meinung zu vertreten. Deshalb dürfen wir unsere private Meinung kundtun, der Bundesrat aber nicht. Wir haben also auch gewisse Privilegien… ;-)
Deine Aussage, dass Gesetze für alle gleich zu gelten haben, ist nur bedingt richtig. So darf ein amtierender Bundesrat seine private Meinung öffentlich nicht kundtun. Du darfst Deinem Nachbarn auch nicht eine Ordnungsbusse erteilen, Euer Dorfpolizist aber schon.
Zur Nachahmungsthematik: Da gebe ich Dir teilweise Recht. Vermutlich gibt’s auch keine international abgestimmten, rechtlichen Grundlagen. Es ist in jedem Fall eine Gratwanderung zwischen „Öffentlichkeit informieren was geschehen ist“ und „nicht zuviel bekannt geben“.
Freundliche Grüsse
Titus
2008-06-10 23:13:49
Ich muss zugeben, von Politik habe ich nicht viel Ahnung. Ich weiss z.B. nicht im Detail, welchen internen Regeln ein Bundesrat untersteht.
Immerhin ist mir so viel klar, dass bundesrätlich gefällte Entscheide nach Aussen hin mit einer Stimme, bzw. geschlossen vertreten werden, wie auch immer die persönliche Meinung des einzelnen Bundesrates sein mag. Das heisst, der Entscheid der Mehrheit wird akzeptiert mitgetragen und vertreten. Das heisst aber nicht, dass alle der gleichen Meinung sind. So habe ich das Kollegialitätsprinzip bisher verstanden.
Gemäss Ihrer Darstellung scheint es so, dass es per Definition und Gesetz bei einem Beschluss des Bundesrates nur den Zustand der Geschlossenheit gibt. Nach Aussen hin herrschte also zwischen allen Bundesräten Übereinstimmung. Wozu braucht es dann noch den Begriff und die Betonung „steht geschlossen hinter dem Entscheid“? Das wäre ja das selbe, wie wenn erklärt und betont würde, dass Rot rot ist.
Eine Regelung, die Transparenz gesetzlich verbietet, halte ich für unredlich und Misstrauen erweckend.
Meine Aussage, dass Gesetze für alle gleichermassen zu gelten haben, bezog sich auf öffentliches Recht. Ich nehme an, dass es strafbar ist, Akten die für ein laufendes Strafverfahren relevant sein könnten zu vernichten.
Weshalb es noch ein „steht geschlossen dahinter“ braucht? Wie Du bereits geschrieben hast: Es geht nur um Betonung. Das Rot wird dadurch noch röter… :-)
Hand aufs Herz: Müssen wir als Angestellte eines Unternehmens nicht auch manchmal Dinge nach aussen vertreten, die sich nicht immer mit unserer privaten Meinung deckt? Sind wir immer zu 100 % überzeugt von dem, das wir da produzieren oder verkaufen? Ich glaube kaum. Wer allerdings mehrheitlich nicht hinter seinem Arbeitgeber und dessen Erzeugnisse stehen kann, sollte wohl besser den Arbeitsplatz wechseln…
Somit wird auch von uns „normalen Bürgern“ gelegentlich schauspielerisches Talent verlangt, um die private Meinung nach aussen nicht durchdringen zu lassen. Es bleibt zu hoffen, dass wenigstens jeder quasi im „firmeninternen Bundesratszimmer“ seine Meinung kundtun kann.
Freundliche Grüsse
Titus
an der Litra haben Sie in der Fragerunde am Schluss Bezug genommen auf die integrierte Unternehmug der SBB. Da die Zeit drängte, wollte niemand mehr darauf eintreten.
Ich frage jedoch, kann man dieses Konzept, das eigentlich nicht mehr als eine ideologische Position ist, noch so vertreten? Die Bahnen haben den Betrieb intern längst aufgetrennt, und wie selbstverständlich wollen sie auf den Gleisen der anderen fahren. Die DB z.B. will bis nach Peking, um Güter zu befördern. Soll sie auch, wenn sichs rechnet. Niemand frägt dann aber nach integrierter Bahn.
Hinzu kommt noch ein weiteres Argument, zugegeben ein nationales, was mir gegen den Strich geht. Aber es zeigt sich beider BLS, wo die DB Aktionärin ist. Als solche ist sie auch Eigentümerin nn der dortigen Infrastruktur. Wenn die SBB-Cargo auch Leute von nah und fern an Bord nimmt, wiederholt sich das gleiche Bild.
Sie, Herr Leuenberger, haben das Schreckbild englische Bahnreform hervorgeholt. Die Börse konnte es tatsächlich nicht richten. Ich meine aber, die Infrastruktur der Schweiz, zumindest alle Doppelspuren, gehöten in eine öffentliche Unternehmung,die dem Bund gehören soll. Sicher gibt es dabei Diskussionen mit den Kantonen wegen ihrer Privatbahnen. Aber das sollte lösbar sein.
Ich grüsse Sie und wäre froh, wenn man solche Idee auch einmal vertieft.Nur schon um die angesprochene Ideologie auf ihren Realitätswert zu prüfen
Hans Peter Fagagnini
Lindenweg 23, 3066 Stettlen
13 Monate später, nach der Diskussion hier oben (z.B. 2008-06-04 23:13:27):
Der BUH-Rat will der UBS VERBIETEN, Akten herauszugeben. Haha.
Der BUH-Rat will die (schon längst geschredderten?) Tinner-Akten noch einmal schreddern (bzw. deren UNERKLÄRLICHERWEISE gefundene Kopien).
Er tut es aber nicht.
Einer, der seiner Justiz derart misstraut, müsste doch selber Hand anlegen.
Sicher hat ob des verdammten Theaters schon wieder einer eine zweite oder dritte Kopie angefertigt.
Und auch Osamas Jünger wissen nun, wo die Schweiz das geistige Eigenkapital von Terroristen aufbewahrt.
Warum ist wohl das Vertrauen in den Buh-Rat auf dem Tiefpunkt?
Wenn schon Notrecht, dann zur Gesamterneurungwahl dieses läppischen Klubs.