Das Buch zum Blog
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Vielleicht ist es ja schon durchgedrungen: Ich wagte, ein Buch auf den Markt zu werfen, und zwar „provoziert von Bloggern und Professoren“, wie ich im Vorwort gestehe. Die ausführliche Motivation ist auf meiner homepage (www.moritzleuenberger.ch) zu finden. Was ich hier zusätzlich festhalten will, ist: Ich zitiere gleich im ersten Kapitel einen der ersten Kommentare, die sich in meinem Blog fanden und ich beschliesse das Buch mit meiner damaligen Antwort.
Im Kapitel „Politik als Kunst der Macht“, Unterkapitel „Macht und Geld“, drucke ich ebenfalls einen Kommentar aus meinem Blog ab, erschienen noch vor den Sommerferien, zu Klimapolitik und Transparenz der Parteienfinanzierung.
Der Blog, den ich zunächst etwas vorsichtig als Experiment begann, hat sich jetzt also doch gefestigt und er ist sogar Ursache der ganz klassischen Kommunikationsform, nämlich eines Buches. Ich widme es allen meinen Bloglesern und -kommentatorinnen. Wer übrigens Autogrammwünsche hat, kann mir ohne weiteres ein Exemplar zusenden. Er soll mir einfach angeben, wem und zu welchem Anlass ich eine Widmung schreiben soll.
In der Woche vom 7. bis zum 14. Oktober bin ich allerdings in Zentralasien und werde wohl weder signieren, noch einen weiteren Blogbeitrag verfassen können. Es kommt also zu einer kleinen Pause. Dennoch:
Bis bald
Moritz Leuenberger


Vielleicht ist es ja schon durchgedrungen: Ich wagte, ein Buch auf den Markt zu werfen, und zwar „provoziert von Bloggern und Professoren“, wie ich im Vorwort gestehe. Die ausführliche Motivation ist auf meiner homepage (www.moritzleuenberger.ch) zu finden. Was ich hier zusätzlich festhalten will, ist: Ich zitiere gleich im ersten Kapitel einen der ersten Kommentare, die sich in meinem Blog fanden und ich beschliesse das Buch mit meiner damaligen Antwort.
Im Kapitel „Politik als Kunst der Macht“, Unterkapitel „Macht und Geld“, drucke ich ebenfalls einen Kommentar aus meinem Blog ab, erschienen noch vor den Sommerferien, zu Klimapolitik und Transparenz der Parteienfinanzierung.
Der Blog, den ich zunächst etwas vorsichtig als Experiment begann, hat sich jetzt also doch gefestigt und er ist sogar Ursache der ganz klassischen Kommunikationsform, nämlich eines Buches. Ich widme es allen meinen Bloglesern und -kommentatorinnen. Wer übrigens Autogrammwünsche hat, kann mir ohne weiteres ein Exemplar zusenden. Er soll mir einfach angeben, wem und zu welchem Anlass ich eine Widmung schreiben soll.
In der Woche vom 7. bis zum 14. Oktober bin ich allerdings in Zentralasien und werde wohl weder signieren, noch einen weiteren Blogbeitrag verfassen können. Es kommt also zu einer kleinen Pause. Dennoch:
Bis bald
Moritz Leuenberger




28 Kommentare
Ihr neuestes Schreibwerk über die Politik mit ihren Unsummen von tiefangelegten menschlichen Bemühungen, sich und seine Ueberzeugungen nachhaltig einzubringen, hat mich neugierig gemacht und motiviert, beim Limmatverlag ein Exemplar zu ordern.
Nach der Lektüre werde ich mir eine kurze Rezension erlauben. "Cicero" wird dabei bestimmt zur Sprache kommen.
Beeindruckt bin ich von Ihrer geistigen Schaffenskraft und wünsche Ihnen auf Ihrer Asienreise hin und wieder ein regeneratives Timeout.
Mit herzlichen Grüssen
Walter R. Kopp
nehmen Sie den Inhalt dieses Artikels mit auf Ihre Reise. Vielleicht gibt es auch in Zentralasien ein paar Autohersteller, die an der Reduzierung der CO-2 Emmissionen arbeiten könnnten.
"Mehrere Autobauer haben Berufung gegen einen Gerichtsentscheid im US-Bundesstaat Vermont zu schärferen Emissionsregeln eingelegt. Die Vereinigung der Autohersteller stellt sich damit gegen ein Gesetz, das von Kalifornien initiiert und von mehreren Staaten angenommen wurde und weiter geht als die Bundesgesetze. Der Generalstaatsanwalt von Vermont äusserte sich zunächst nicht zu der Berufung, die erwartet worden war. Das Gericht hatte im September das Gesetz für zulässig erklärt, das eine Reduktion des CO2-Ausstosses um 30 Prozent für Fahrzeuge ab dem Modelljahr 2009 vorsieht. Die Autohersteller führen dagegen an, dass die Staaten nicht zuständig seien. Zur Gruppe der Autohersteller gehören unter anderem GM, Toyota, Ford und Chrysler.
Mit den besten Wünschen
Eisbär (die Scholle schmelzt!)
http://www.sp-ps.ch/index.php?id=486
In der Politik wird wirklich gelogen, was das Zeugs hält. Die Einten schwärzen die Anderen an. Das ist doch kein Wahlkampf. Das sind Kindereien. Muss ich jetzt wirklich so einen Kindergarten wählen? Ich komme mir vor, als wäre ich in Deutschland. Das ist doch keine Kultur mehr. Haben wir Schweizer das wirklich nötig?
Freundliche Grüsse
Yettie
Weniger Lastwagen durch die Alpen: Ziel in weiter Ferne, TA . 4.10.07.
Mit grossem Erstaunen nehme ich Kenntnis davon, dass sich das Parlament offenbar nicht um Volksentscheide kümmert. 1994 wurde klar entschieden, dass der Schwerverkehr bis 2004 vom Strasse auf die Schiene zu verlagern ist. Dieser Termin wurde nochmals auf 2009 verschoben, aber jetzt? Wo liegt eigentlich das Problem in dieser Sache? Ich fahre seit Jahren regelmässig von der Deutschschweiz ins Tessin (beruflich / privat) und der Zusatnd am Gotthard ist der Schweiz nicht würdig. Es geht, trotz Dosierungssystem, zu und her wie in einem "ewigen Provisorium". Es sind nicht nur die Staus, die verpestete Luft, der kaum existierende Service für die Lastwagenfahrer (Toiletten, Verpflegung, real time info = Fehlanzeige), die Belastung der Infrastruktur, etc. es geht darum, dass wir eine Lösung haben, sie aber nicht anwenden (die SBB CARGO lässt grüssen, oder ewa doch nicht?). Welche Lobby sperrt hier? Warum kann die Regierung nicht konsequent den Volkswillen durchsetzen? Als gestandender, erfahrener Politiker wissen Sie doch am besten, wie mit solchen Situationen umzugehen ist - ich hoffe sehr, dass wir von der Schweiz einmal sagen können "und sie bewegt sich doch"...
Beste Grüsse, M.Scacchi
http://www.infonegocio.com/thalassos
ich sehe ganz unten bei ihrem neuen Beitrag den Ausspruch: List ist eine Kunst.
Genau dieser Spruch bringt mich auf die Palme.
Wer sagt das?
Ganz bestimmt jemand, der nicht in einem Land lebt, in dem "ser listo" nicht nur Kult, nein, sogar ein Teil der Kultur ist. Ich habe die Nase bis oben voll von diesen "listos".
Sich haarscharf an der Grenze zur Illegalität bewegen. Jede Finte ausnützen. Als Dummkopf behandeln, wer sich an die Regeln hält.
Nein, Herr Bundesrat. List ist keine Kunst. List ein Übel übelster Sorte.
Geniessen Sie Ihre Reise, vielleicht können Sie sich dabei ja sogar etwas entspannen.
Freundliche Grüsse (trotz des leichten Ärgers)
Verena Fankhauser
Ich möchte von Ihnen mal wissen was es mit der geheimen Studie der BDO/WIK Studie auf sich hat...
Als Postminister verheimlichen Sie offenbar was wir nicht wissen dürften...
Von wegen Lügen und List...
Dummer Zeitpunkt bei Wahlen eine solche Ungemach. Da knüpft man anderen Minister den Strick für Kleinikeiten und im SP Keller warten gleich solche Kaliber.....
Das ist im wahrsten Wort "dicke Post"
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/aktuell/post_operiert_mit_falschen_zahlen_1.565953.html
Glücklicherweise findet das Schmierentheater vor den Wahlen statt...
Was Du willst, das man DIR tut, das tue auch den anderen.
Lieber Herr Bunderat, man muss nicht immer denken, die anderen seien dümmer, oft haben die "Anderen" bestimmt mehr Anstand und Selbstachtung, aber auch Achtung vor ihren Mitmenschen, was ich hier nicht allen, aber leider sehr vielen Politikern nicht atestieren kann. Da geht es nicht um Menschen, da geht es ums Geschäft; da geht es nicht Führer zu sein, sondern Verführer. Das ist traurig. Da spricht man von Ethik, von Moral, ja von Kultur. Heute! Aber es hat sich seit den letzten 3'000 Jahren überhaput nichts geändert. Schon die Römer kannten: Brot und Spiele fürs Pöbel! - Für die Dummen, um sie von der Politik fern zu halten. Um selbst machen zu können, was sie (Politiker) machen wollen. Darum auch das strickte Verbot für Soldaten, sich über Entscheidungen zu äussern. Die Politiker befehlen, die Soldaten gehorchen! und müssen mit ihrem Leben bezahlen. Die Politiker?
Ja, sie haben recht, DU SOLLST NICHT LÜGEN gilt NICHT nur für Kinder und die DUMMEN! Aber auch das ist eine Tatsache, wer die Massmedien in der Händen hat, sagt, was wahr ist. Sie kennen ja die Lüge vom 11. September und viele, viele anderen mehr.
liebe grüsse Global-Player
http://www.jfehr.ch
In deinem Buch widmest du einen grösseren Abschnitt dem Kompromiss. Natürlich haben mich diese Seiten besonders interessiert, nicht zuletzt, weil du die Fähigkeit, Kompromisse zu schmieden auch im Gastblog auf meiner website (http://www.jfehr.ch/2007/10/05/gastblog-von-bundesrat-moritz-leuenberger/) ins Zentrum stellst.
Ich werde oft gefragt, weshalb gerade eine Frau der SP Kompromisse zustande bringe. Das sei doch eher die Aufgabe der Mitteparteien. Da habe ich meine Zweifel: Ein tragfähiger Kompromiss setzt nach meiner Erfahrung eine klare Überzeugung voraus. Dort, wo ich mir der Sache sicher bin und den Weg sehe, kann ich das Tempo und die Schrittlänge zu Gunsten einer Lösung variieren. Dort, wo ich selber schwanke, kommt meist nichts zustande. Das bestätigt deine Beschreibung vom „Kompromissler“ im Buch, der allzu rasch auch die Mitte zusteuert und es unterlässt, seine eigene Meinung zuerst grundsätzlich zu bilden und sie auch zu vertreten. Klare Position und Bereitschaft zur Lösung sind deshalb nicht widersprüchliche, sondern sich ergänzende Fähigkeiten. Hier sehe ich die Zukunft unserer sozialdemokratischen Partei.
Herzlich, Jacqueline Fehr
Jetzt haben wir Teleblocher und die dazugehörigen Stimmen aus dem Hintergrund die die Frage in die Runde werfen. "ist das Legal?"
Parallelen werden gezogen mit einem anderen Staatsmann im Ruhestand dem Medienmonopolisierung vorgeworfen wurde.
Ist das Zufall, dass sie gerade jetzt vor den Wahlen mit zweifelhaftem Schlagwort "List ist eine Kunst" ein Buch veröffentlichen mit der dazugehörenden Frage "Warum mache ich Das" ?
"Das", ist gross geschrieben und ich hirne jetzt schon ein Weilchen, weshalb wohl? Vielleicht geht es nur ums Layout weil es schöner aussieht. Graphisch gesehen geht das hin. Wenn aber im Nachhinein "List ist eine Kunst" kommt horche ich natürlich auf.
«Lüge, List und Leidenschaft» ist auf dem cover des Buches zu lesen:
Lüge als List?
Lüge als Leidenschaft?
List als Lüge?
List als Leidenschaft?
Leidenschaft als List?
Leidenschaft als Lüge?
Lüge als listige Leidenschaft?
List als leidenschaftliche Lüge?
Leidenschaft zum listigen Lügen?
"Ein Plädoyer für die Politik"
Eine rekordverdächtige Kürzung zur Erklärung der Politik könnte man meinen.
Was mich irritiert ist, dass unsere Bundesräte sich von Wirtschaftsbeziehungen distanzieren, ja sogar lossagen müssen, aber wie steht es mit geistigem Tun.
Wir wissen doch alle, dass Bücher zur Herstellung Kapital benötigen. Wie ist das mit diesem, Ihrem Buch? Wird das aus der Staatskasse finanziert oder aus Ihrer eigenen Tasche oder von der Parteikasse?
Es gibt auch Null- oder Unternullrenner. Ich meine Bücher die vom Finanziellen mehr verschlungen werde als vom Leser.Kein Gewinn! Wird's aber ein Bestseller wer kassiert in dem Fall die Tantiemen? Der Financier, der Gesamtbundesrat oder Herr Leuenberger als dessen Initiant.
Gesetzt den Fall, dass Sie selbst der grosse Nutzniesser sind, müssten sie in diesem Fall auch eine Abgabe an Royaltys an den Staat bezahlen, da sie infolge Ihrer beruflichen Position eigentlich keinem Nebenerwerb nachgehen dürften, wir aber ein Auge (das linke diesmal) zudrücken dürften oder müssten?
Wenn List eine Kunst ist, wie verhält es sich dann mit "Hinterlist" ? Die vollendung der Kunst schlechthin?
Herr Bundesrat ich hätte es lieber gesehen, wenn sie ein Buch in Form von Memoiren nach ihrer Karriere als Bundesrat veröffentlicht hätten, dann hätte ich womöglich sogar eines gekauft weil es "Kreditwürdig" gewesen wäre. Aber so kann ich einfach nicht und mag's auch nicht lesen, weil es mich zu stark an ein Buch eines andern Staatsmannes erinnert, (hab's auch nicht gelesen) das "Seinen Kampf" beschrieb.
Herr Leuenberger ich nehme an sie bereiten sich nicht für einen Abgang aus dem Bundesrat vor, dass sie Ihre spätere Karriere jetzt schon mit Büchern vorbereiten?
Herzlichen Gruss und ich lese Sie natürlich weiter.
Blogger :-)
Apropos List: Ich finde es zumindest ein äusserst unangenehmes Gefühl von Jemandem überlistet zu werden und es ist noch wesentlich schlimmer, durch Staatsangestellte überlistet zu werden, da wir grundsätzlich alle dem Staat vertrauen möchten:
Was ist der Grund dass ein von uns Steuerzahlern finanzierter Matthias Gysler von der Stromlobby überlistendes PR-Wort wie Stromlücke verwendet? (Googeln Sie bitte mal auf Deutschen und Österreichischen Servern nach dem Deutschen Wort ‚Stromlücke’ und Sie werden erstaunlicherweise feststellen, dass dieser Begriff praktisch ausschliesslich in der Schweiz bekannt ist.)
Wir haben JETZT und nicht im Jahr 2018 eine 100% und nicht eine 14% Öllücke! Unsere Wirtschaft ist mindestens so sehr vom Öl abhängig wie vom Strom. Warum macht sich das uns finanzierte Bundesamt für Energie offensichtlich nicht die geringsten Sorgen darüber und thematisiert nicht die Öllücke?
Wir haben zudem eine Schweizer Nahrungslücke und ohne Nahrung kann im Gegensatz zum Strom absolut Niemand überleben, warum macht sich kein einziges Schweizer Bundesamt Sorgen über die Nahrungslücke?
Wo eine Nachfrage ist, ist immer ein Angebot, warum soll dieses marktwirtschaftliche Naturgesetz zwar für die weltweite Stromwirtschaft nicht aber die Schweizer Stromwirtschaft gelten?
Warum kann Deutschland seinen erneuerbaren Stromanteil am Gesamtstrom trotz massivem Widerstand der Deutschen Kohle- und Atomlobby in lediglich einem EINZIGEN Jahr bereits JETZT um 3.6% steigern? Warum soll in der Schweiz zukünftig nicht einmal ein mickriger Drittel davon möglich sein? Trauen Sie etwa dem Schweizer Volk nichts zu?
Wie soll eigentlich erneuerbarer Strom und Effizienz eine ernsthafte Chance haben, wenn die Stromlobby 3 neue AKWs und 5 neue Gaskombikraftwerke baut?
Warum sagt das Bundesamt für Energie nicht dem Volk, dass es lediglich 2 Rappen die kWh extra bezahlen könnte um Investitionen in erneuerbare Energie und Effizienz ausreichend finanzieren zu können und so Investitionen in der SCHWEIZ ermöglicht werden und Investitionen in ausländische Grosskraftwerke vermieden werden können? Die Haushalte würden so lediglich zwischen 6.5 Rappen und 38 Rappen im Tag zusätzlich belastet werden. Verglichen mit dem was Schweizer Haushalte täglich nur schon für Zigaretten ausgeben ist das ein lächerlicher Betrag. Ausserdem könnten diese minimalen Extrakosten die Haushalte wiederum problemlos durch Effizienz mit Steckerleisten, Energiesparlampen oder ganz einfach mit etwas Aufmerksamkeit einsparen.
Mit diesen 2 Rappen könnte man in 10 Jahren 36 Dünnschicht Solarmodul Fabriken finanzieren, welche jährlich 5.76 GW an Solarmodule produzieren. Das sind 5.76 Gösgens jedes Jahr und das ist die teuerste Alternative.
Es gibt noch:
Biogas (z.B. Gülle, Abfälle)
KVAs
Holz
ARAs
Wind (Eine Windturbine ist doch schöner als dutzende Hochspannungsleitungen. Österreich versorgt JETZT 560'000 Haushalte mit Windstrom und nicht erst im Jahr 2018.)
Geothermie
Wärmekraftkopplung
Effizienz (Kein Stand-by, keine elektrischen Heizungen und keine Glühbirnen)
Apropos Effizienz: Warum werden Heizwendel-Boiler immer noch legal verkauft, obwohl Wärmepumpen-boiler langfristig für den Hausbesitzer günstiger sind und die Wertschöpfung im Gegensatz zu französischen AKWs mehrheitlich in der Schweiz bleibt? Warum wird die Mindest-Temperatur des Warmwasser-Boilers vorgegeben, obwohl eine tiefere Temperatur Strom spart, es effizientere und effektivere Methoden gibt um Bakterien zu töten und obwohl so die Verkalkung des Elektro-Boilers vermindert wird?
Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ist nicht masochistisch und will nicht überlistet werden und will nicht massive Investitionen im Ausland tätigen und will nicht seine Abhängigkeit vom Ausland erhöhen nur um noch mehr unnötigen radioaktiven Abfall und unnötige Klumpenrisiken produzieren zu können. Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ist aber für Schweizer Arbeitsplätze und für die Stärkung der Schweizer Volkswirtschaft und für die Unterstützung der Schweizer Exportindustrie.
Ein Beitrag zu Ihrem Artikel.
Sie schreiben:
"Klare Position und Bereitschaft zur Lösung sind deshalb nicht widersprüchliche, sondern sich ergänzende Fähigkeiten. Hier sehe ich die Zukunft unserer sozialdemokratischen Partei."
In den USA dagegen sieht man im Kompromiss eine Lösung, bei der beide Seiten verlieren, merkwürdig entgegen England wo dies gesucht ist.
Ich vermute dass dies mit der anderen Geschichte der Länder zu tun hat. Dies nur als Anmerkung um Kulturelle Unterschiede in der Beurteilung des erfolgreichen Vorgehens hervorzuheben.
Die Zukunft der Sozialdemokratie erhoffe ich vor allem in der Ausbildung der Interkulturellen Kompetenz. Die Schweiz ist nicht nur selbst Mehrsprachig, sondern wir haben inzwischen einen hohen Anteil an Ausländern. Die Kompromissfähigkeit reicht in einem solchen Land wie unserem nicht aus um zu schnellen Lösungen zu kommen.
In einem Vielvölkerstaat wie den USA wundert es nicht dass dem Kompromiss nicht die besten Noten verliehen werden.
Je mehr Interessen vorhanden sind, desto schwieriger wird ein Kompromiss. So viele kulturellen und Sozialen Identitäten erlauben nicht immer den Kompromiss, besser ist es nach getrennten Lösungen zu suchen.
Die Empathie verlangt dass ich mich in die Lage von anderen Menschen versetze. Es verlangt aber auch dass ich meine eigenen Bedürfnisse sehr ernst nehme. Dort wo verschiedene Wege möglich sind, dort sollte meiner Meinung auch mehrere Wege geöffnet werden. Dort wo jedoch meine Existenz auf dem Spiel steht, dort würde ich keinem Kompromiss zustimmen wollen.
Beispiel: Über Atomkraftwerke will ich keinen Kompromiss, sie müssen weg und da lasse ich nicht mit mir reden bis sie weg sind. Ursache: "Tschernobyl" ist für die Schweiz tödlich, egal ob ich empathisch mich in jene einfühlen kann die gerne billigen Strom haben wollen.
Emphatisch kann ich mich aber in die Ängste der SVP Leute einfühlen, ich verstehe dass diese Leute sich vor Überfremdung fürchten, inklusive jener Industrie welche sich vor der Ausländischen Konkurrenz fürchtet.
Anstelle nun aber die einfachen Mittel der SVP aufzugreifen, bieten Sie von der SP bitte bessere Lösungsansätze an.
Die Probleme der Globalisierung korrelieren etwa mit den Ängsten von ganz Rechts. Die Lösungen der SVP sind allerdings so einfach gestrickt dass sie jeder versteht, so dass die Lösungen aber auf Xenobhobie hinauslaufen.
Doch die SVP bringt Abstimmungen durch die auf ihre Kompromissfähigkeit keine Rücksicht nimmt Frau Fehr, bis dass sie von der SP es nicht schaffen das Thema aufzugreifen und einen alternativen Lösungsansatz vorzubringen. Der Kompromiss besteht dann darin dass sie einen eigenen (kompromisslosen) Gegenvorschlag anbieten.
Wer die Wahlen gewinnt, der hat gewonnen. Falls die Wahlen nur gering gewonnen werden, dann bietet sich der Kompromiss noch immer an, allerdings dann auf Guten Willen der Gewinner.
Freundlicher Gruss:
Andres
Als G.P. müssten Sie auch die chinesische Kultur kennen.
Zitat: »In unserem europäischen Kulturkreis müssen wir lernen, listensensibler zu sein und die List nicht von vornherein zu verteufeln, sondern sie als etwas zum Alltag Gehörendes anzuerkennen ... Im Chinesischen wird übrigens für List und Weisheit dasselbe Schriftzeichen benutzt.«
Ich empfehle Harro von Senger:"36 Strategeme für Manager" zu lesen.Harro von Senger ist der führende westliche Forscher auf dem Feld der Strategemkultur
Find dein Politik 2.0 Buch genial, wunderbar wie du aktuelle Fragen aus den Blogs aufgreifst und deine persönliche Ansicht & Meinung erläuterst!
Herzliche Grüsse
Severin
http://retomueller.blogspot.com
Ich möchte auch gerne einen Gastbeitrag. Ich weiss, wenn jeder SP'ler mit Blog so was haben möchte, wird es viel zu viel. Was kann ich sagen, um dich zu überzeugen?
Ich bin Nichtkandidat. Leite die Wahlen für die JUSO im Kanton Bern. Und es wäre toll, wenn du auf meinem Blog die jungen Leute zum Wählen gehen motivieren würdest...
Ich versteh auch ein Nein. ;-)
Danke für deine Überlegungen.
Reto
Ich habe mir gestern Ihr neues Werk gekauft und mittlerweile gelesen. Es hat mich sehr inspiriert, wie Sie ganz grundsätzliche Gedanken zum Zusammenleben einer Gemeinschaft und somit auch zur Politik aufgreifen und erläutern. Es sind Gedanken, die ich mir auch schon - vielleicht in etwas anderer Form oder in einem anderen Zusammenhang - gemacht habe, aber es sind auch Gedanken, die für mich völlig neu sind. Vielen Dank!
Was ich ein bisschen schade finde, ist, dass viele Leute (Leute, die vermutlich Ihr Buch nicht gelesen haben, sondern lediglich in den Medien etwas davon gehört oder gelesen haben) es als allzu provokativ auffassen, wenn Sie sagen, dass List in der Politik in gewissen Situationen angebracht oder normal sei. Ich habe das Gefühl, dass Sie von diesen Leuten missverstanden werden. Das Problem ist ja gerade, dass diese Leute die Definition bzw. Ihre Auffassung von "List" und "Arglist" nicht voneinaner unterscheiden.
Übrigens bin ich sehr überrascht und zugleich auch erfreut, dass Sie meine Aussage zur Klimapolitik (im Zusammenhang mit der Tranzparenz der Parteifinanzierung) im Buch zitiert haben. Es ist schön, wenn die eigenen Aussagen von anderen aufgenommen und weiter thematisiert werden. Insbesondere dann, wenn diese Resonanz von einem Bundesrat kommt! :)
(Ich möchte hier jedoch noch Folgendes hinzufügen: Wenn ich gewusst hätte, dass dieser Blog-Kommentar in Ihrem Buch veröffentlicht wird, dann hätte ich gewisse Ausdrücke wie "verarschen" oder "abgehen" gemieden. Aber gerade weil dies hier ein Blog ist, habe ich mich eher umgangssprachlich ausgedrückt. Naja, aber eigentlich ist es ja egal.)
Ich wünsche weiterhin Ihnen viel Freude, Genugtuung und auch Erfolg beim politisieren. Machen Sie weiter so!
Herzliche Grüsse
Dominic Kottmann
http://www.algore2008.de
ich möchte Ihnen meine Hochachtung dafür aussprechen, dass Sie Al Gore öffentlich und deutlich zum Nobelpreis gratuliert haben.
Ich meine, dass es ungeachtet der zahlreichen harschen Stimmen, die man gegen Al Gore vernimmt, deutlich mehr gibt, die seine Arbeit schätzen.
In Deutschland hat sich eine Münchner Gruppe dieses Themas angenommen.
Ich finde diese Seite sehr informativ und kann mir vorstellen, dass es viele Leser hier interessiert!
www.algore2008.de
2007-10-08 12:30:40
Ich kenne den Inhalt des Buches nicht, auch nicht die Absicht bzw. Zweck und Interpretation und Auslegung des Titels im Buchtext.
Aber: So wie Sie schreiben, so ist es.
Ich kenne Länder, und es gibt eine Menge solcher Länder in denen "die List" zur Staatsmacht erhoben wurde. Es sind die Islamischen Länder, alle Länder rund um Israel, inklusive Nord-Afrika, Ägypten, Syrien, Irak, Iran, etc.
Alle diese Länder bauen auf den Islam auf. Islam ist de fakto kurz gesagt: Macht und List.
"Und sie [sie. Vermutlich sind hier die Juden gemeint] schmiedeten eine List, und Allah schmiedete eine List; und Allah ist der beste Listenschmied."
Al-'Imran 3.54 (http://islam.de/1412.php)
Mit Demokratie hat die Macht und List im Islam sicher nichts mehr zu tun; und hat daher auch nichts in einem Demokratischen Rechtsstaates zu suchen.
Aber, wie heisst es auch im Luther Film: "Willkommen in der Politik, Luther!"
Es sind eben nicht alle Leute lieb und brav miteinander... will sagen, wir können *nicht* davon ausgehen, dass alle dasselbe unter "Demokratie" verstehen, wie wir es in der Schweiz praktizieren. Nicht mal Deutschland oder Frankreich ist mit der Demokratie in der Schweiz sonderlich vergleichbar.
Jeder kann sich dabei selbst ausmahlen: Möchten Sie mit einer listigen Frau, mit einem listigen Mann verheiratet sein? Wie hört sich das wohl an? Oder aber möchten Sie nicht lieber mit einem weisen Mann oder einer weisen Frau zusammenleben?
Gibt es so etwas wie Kriegsweisheit? oder doch wohl viel eher die Kriegslist! Umgekehrt: Weisheit die den Frieden bringt, oder die List, die den Frieden bringt.
Wir merken schnell einmal, was wohin führt.
Bräuchten wir nicht wieder viel eher weise Politiker als Listige? Wohin bringen uns die listigen Politiker? Nun, fragen Sie doch alle jene, die über Umweltschutz sprechen. - Die List, über den Umweltschutz zu sprechen liegt darin, die Sicht von den wirklichen Problemen zu entfernen. Weisheit hingegen würde nicht nur darüber sprechen, sonden dahingehen, das durch Lügen gezüchtete Weltbild vom: "Der Stärkere überlebt!", einmal aus der Welt zu schaffen. Denn auf diesem Weltbild gründet sich viel viel Hass; ja alle Kriege werden damit gerechtfertigt. Und die Kriegsindustrie ist jene, welche in erster Linie äusserste Umweltverschmutzung betreibt, dies gleich ein 3-facher Ausführung! In der Produktion, im Üben und in der brutalen Anwendung.
Nur einen Unfall, einen Krieg, Kathaklysem kann man überleben. Dazu braucht man nicht der Stärkere zu sein; nur eben Glück.
Und das Leben überleben? Wohl kaum?
Weisheit ist in der Politik gefragt, Weisheit des Herzens. Weisheit beginnt keinen Streit, keinen Krieg, keine Ungerechtigkeiten.
Aus dem Stanser Verkommnis, und wie das zustande gekommen ist, davon könnte man etwas lernen: Weisheit! und gratis dazu: Umweltschutz.
Wann hören wir von Ihnen! Wo der Umweltschutz wirklich beginnt? Warheit tut weh!, aber nur am Anfang - Warheit macht FREI! - oder bin ich flasch?
einen herzlichen und schönen Tag in - Freiheit
http://de.wikipedia.org/wiki/36_Strateg
Folgend für Interessierte zum Thema List ein paar Zitate aus verschiedenen Internetseiten:
Dieses chinesische Schriftzeichen kann je nach Umfeld "Weisheit", aber auch "Strategem (= List)" bedeuten.
http://german.cri.cn/401/2006/10/19/1@59618.htm
"Es gibt ein sehr wichtiges Schriftzeichen im Chinesischen, und dieses Schriftzeichen wird ausgesprochen 'Zhi', das bedeutet in deutscher Übersetzung Weisheit, gleichzeitg aber eben auch Strategeme, also List. Mit anderen Worten, im chinesischen Kulurbereich wird die List zur Kategorie der Weisheit gezählt. Das ist im Westen eigentlich eher nicht so. Dort wird die List eher von der Weisheit losgetrennt. Weil die List ein Teil der Klugheit ist, wird die List zusammen mit der Klugheit auch gefördert. Indem man also Strategemewissen verbreitet, wird aus chinesischer Sicht die Klugheit optimiert."
http://de.wikipedia.org/wiki/36_Strategeme#Strategeme_in_China
In China wird das Durchschauen und Anwenden von List hoch geachtet und gepflegt. Chinesische Autoren haben unterschiedliche Überlistungstechniken benannt und systematisiert. Dies steht im Gegensatz zur europäischen Tradition, die die Anwendung von Listen und Täuschungen ächtete.
Die 36 Strategeme sind in China Allgemeingut. Sie sind Schullesestoff und werden als Cartoons gedruckt.
Beispiel:
Strategem 12: Mit leichter Hand das Schaf wegführen =
Die Gelegenheit beim Schopf packen. Mit geringem Aufwand ein Maximum erreichen.
Ich vermute, dass Herr Leuenberger von der List spricht, wie sie von Harro von Senger in seinen Büchern über Strategeme erläutert wird. Grundlagen zu Von Sengers Bücher sind meines Wissens die 36 Strategeme aus China.
Zugegeben, ich esse hin und wieder auch gerne chinesisch. Aber eben, nicht nur. Die Hinweise über Strategie, Strategem ist auch nützlich und nichts dagegen einzuwenden.
Dabei bin ich auf etwas Interessantes gestossen:
„Als Weisheit wird allgemein eine auf Lebenserfahrung und Einsicht beruhende innere Reife und kluge Überlegenheit im geistigen Sinne bezeichnet. Sie verbindet verschiedene Wissensbereiche, was im Gegensatz zu den Fachwissensbereichen steht (mit ihrem Aspekt der Intelligenz).“
und weiter: „Sie ist eher als ein Ziel zu definieren, das wir suchen sollen. Sie fragt nach dem (letzten) Grund, nach dem Sinn. Wissen und Weisheit sind verwandt, ohne dass die Summe allen Wissens Weisheit ergibt, denn die hängt als eine Tugend mit den anderen Tugenden eng zusammen. Weisheit ist Wissen um wesentliche Wahrheiten sowie dementsprechend zu leben (Wahrhaftigkeit). Viel (Halb)Wissen verschüttet oft Weisheit, die Unerforschbares und Ruhe, sowie ein Maßhalten einschließt. So ist es weise, eher wenig zu reden. Weisheit ist demnach Wissen ohne Wissen. Sie ist nicht speicherbar oder programmierbar. Weisheit entsteht durch Liebe zur Welt und bringt das Gute hervor.“ zit. wikipedia.org
und noch ein bisschen weiter:
„Die Illusion ist eine Selbsttäuschung oder eine durch eine andere Person, den Illusionisten, hervorgerufene Täuschung. Letztere beruhen oft auf Ablenkung oder optischen Täuschungen. Aber auch verschiedenste Effekte aus der Wissenschaft werden angewendet. In vielen Fällen spielt auch die Geschwindigkeit eine Rolle.“
Bei der List werden falsche Tatsachen vorgespiegelt, die der andere aber als gesicherte Erkenntnisse annimmt. Sie dient der Irreführung einer oder mehrerer anderer Personen. Oft wird sie zum Abwenden von Gefahren genutzt. Bekannte Beispiele für die gelungene Anwendung einer List sind die Märchen "Der Hase und der Igel" und "Der Gevatter Tod".
Dabei wird dem anderen vorgetäuscht, dass er etwas sieht, was aber so gar nicht existiert. Je mehr sich der Gegner seiner Sache sicher ist, umso eher gelingt die List, der andere ist überlistet. Da eine List auf Überraschung und Unkenntnis beruht, kann man die gleiche List kaum zweimal bei der gleichen Person anwenden. Nicht immer ist eine List auf Böses gerichtet und bedeutet Verlust für den anderen. Nicht immer kann man die Folgen einer List vorhersehen.
Eine Kriegslist betrifft den Bereich der Taktik und baut auf dem Überraschungseffekt. Dabei wird dem Gegner zum Beispiel ein massiver Angriff vorgetäuscht, der aber in Wirklichkeit an einer anderen Stelle stattfindet, oder es wird massive Überlegenheit oder Unterlegenheit vorgetäuscht. Fassaden werden aufgebaut (Potjomkinsche Dörfer), um funktionierende Wirtschaft vorzutäuschen. Ein klassisches Beispiel einer Krieglist ist das Trojanische Pferd im Trojanischen Krieg, mit dem die Kämpfer in die Stadt gelangen konnten.
Nun, ich möchte mich hier noch einmal wiederholen: hin und wieder esse ich gerne chinesisch!
Warum wohl? Ich kann mir gut vorstellen, dass der eine oder andere von euch auch chinesisch Essen geht. Spreche ich Chinesisch? – Nein, - aber wer hat dies hier verstanden? – Gut. Es ist eine Tatsache, dass Weisheit und List im Chinesisch das gleiche Schriftzeichen ist. Aber wir hier in der Schweiz essen nicht „NUR“ chinesisch! Immer noch nicht verstanden? Ok. ich will’s kurz machen. Jede Sprache auf der ganzen Welt besteht aus 2 Teilen. Der Sprache als solches und der aus und durch das „Leben“ gebildeten Philosophie. – Also der Weltanschauung, die sich in der entsprechenden Sprache widerspiegelt.
Ich spreche 6 Sprachen. Habe selbst unterrichtet. Eine neue Sprache lernen bedeutet immer auch eine neue Weltanschauung mitzulernen.
Wir leben und sprechen Deutsch! Unsere Begriffe sind mehr oder weniger „fest“ wie in jeder anderen Sprache und dabei fest Verknüpft mit der Lebenshaltung, Lebensweise und Lebensanschauung der die Sprach prägenden Menschen.
Versuchen wir hier aber, und das sollte man doch eigentlich schnell merken, herkommen und beschwichtigen.... in anderen Sprachen.... ist es eben so.. und man könnte doch.... und so könnte man es eben interpretieren....tja, dann haben alle recht! Jede Sprache ist immer der Versuch einer Interpretation. Darum ist unser Sprechen im Grunde genommen ja auch eine äusserst primitive Form der Kommunikation. Ich weiss ich weiss, vielen gefällt das von mir geschrieben überhaupt NICHT! Nur dadurch , das wir mit einander sprechen, können wir uns gegenseitig belügen! Wäre unsere Form der Kommunikation die Telepathie, könnten wir auf diesem Planeten gar nicht so mit einander umgehen. Denn jeder würde seiner Lüge sofort entlarvt! Jeder Politiker und Geschäftsmann, usw. Denn durch die Telepathie würde er ja auch den anderen mitteilen, jetzt brauche ich eine List, um die anderen hinters Licht zu führen. (das nur so nebenbei)
Jeder kann sich so sein eigenes Bild davon machen, ob er jetzt lieber mit einem listigen Partner ist Bett gehen will, oder doch wohl lieber mit einem weisen, ob er einen listigen Politiker, Freund, usw. haben will oder doch wohl eher einen Weisen...?
und dennoch gehe ich zugegebenermassen, zwischendurch auch gern mal chinesisch essen... und dabei belass ich’s.
einen schönen Tag und alle GUTE wünsche ich
Rich
http://www.udoklinger.de/Deutsch/Fabeln
Besten Dank für Ihre teilweise witzigen Ausführungen zum Thema List. Ich kann dem absolut folgen und sehe das nicht viel anders als Sie. Ausser vielleicht bei der Wahl meiner Partner und Freunde: diese sind nicht meine Partner und Freunde weil sie listig oder weil sie weise sind, sondern weil ich sie mag.
Es ging mir mit meinem Beitrag darum aufzuzeigen, dass das Wort List nicht so eng und negativ interpretiert werden muss, wie das hier geschehen ist. Dass es viel mehr Nuancen und Facetten hat, als wir ihm in unserem Alltagsbewusstsein zugestehen – auch in den deutschsprachigen Regionen.
Der Rabe und der Fuchs:
Ein Rabe saß auf einem Baum und hielt im Schnabel einen Käse; den wollte er verzehren. Da kam ein Fuchs daher, der vom Geruch des Käses angelockt war.
»Ah, guten Tag, Herr von Rabe!« rief der Fuchs. »Wie wunderbar Sie aussehen! Wenn Ihr Gesang ebenso schön ist wie Ihr Gefieder, dann sind Sie der Schönste von allen hier im Walde!«
Das schmeichelte dem Raben, und das Herz schlug ihm vor Freude höher. Um nun auch seine schöne Stimme zu zeigen, machte er den Schnabel weit auf - da fiel der Käse hinunter.
Der Fuchs schnappte ihn auf und sagte:
»Mein guter Mann, nun haben Sie es selbst erfahren: ein Schmeichler lebt auf Kosten dessen, der ihn anhört - diese Lehre ist mit einem Käse wohl nicht zu teuer bezahlt.«
Der Rabe, bestürzt und beschämt, schwur sich zu, daß man ihn so nicht wieder anführen sollte - aber es war ein bißchen zu spät.
http://www.nsb.ch
Die Idee mit dem Buch finde ich sehr gut...
Es wird die Bücherlandschaft in der Schweiz bestimmt bereichern...
Viele Grüsse
Reto
Ein Karate Meister würde genau hinsehen wo die ruhenden Pole seines Gegners zu finden sind, denn genau dort ist die Anstrengung für den Selbstschutz des Kämpfers zu orten, dort liegt auch seine Schwäche und sein Herz.
Was genau sagt Ueli Maurer jetzt, worin sucht er die Ruhe? und wovor fürchtet sich die (Zürcher) SVP demnach? Man beachte dass die Zustimmung zur Konkordanz im Zentrum der aktuellen Auftritte von Ueli Murer steht, er will Blocher erhalten.
Das es um jeden Preis sein soll, das darf Murer natürlich nicht sagen um den Schwachpunkt seiner Partei zu verbergen.
Natürlich versucht ein Kämpfer zu verbergen wo seine Schwachpunkte liegen, daher poltert Blocher vom Gang in die Opposition. Der Karatekämpfer wird aber herausfinden dass dies lediglich ein Täuschungsversuch ist, eine List.
Man studiere doch einmal wie die Österreicher (und vor allem Europa und die Soziale Welt) mit Jörg Haider und seiner FPÖ fertig geworden sind. Und danach überlege man was geschehen würde wenn Blocher aus dem Bundesrat fällt und Samuel Schmid drin bleibt.
Der Karatekämpfer würde sich gewiss Herrn Blocher zuwenden, dass Gelingen ihn aus dem Bundesrat zu treiben würde den ruhenden Pol der Zürcher SVP durchbrechen und die latente Spaltungstendenz der SVP damit endgültig initiieren.
Die abgespaltete BZÖ von Haider erreichte 2005 nur 1,7 % und schied aus dem Landtag aus, die FPÖ erzielte schwache 4,6 %.
(siehe auch: http://derstandard.at/?url=/?id=3069410 Helvetischer Haider? )
Fällt die SP auf diese List herein? Das ist die Frage die sich mir stellt. Die Frage warum sollte man das versuchen, warum soll man die Konkordanz aufs Spiel setzen. Ist das nicht klar, um das Kollegium letztendlich so zu retten wie dies die Bundesverfassung vorsieht, Herr Bundesrat Leuenberger. Damit die Bundesräte wieder gegen Aussen als Einheit auftreten können. Samuel Schmid ist kein Hindernis dazu, die Berner SVP auch nicht.
Jeder Kampf muss einen legitimen Grund besitzen um mit dem Einsatz von Kraft zu wirken. Dazu muss man Partner in der Mehrheit finden in einer Demokratie, die einem dabei unterstützen.
Lügen, überlisten und leidenschaftlich politisieren. Taktik ist für mich nie der Weg, um konstruktive Lösungen anzustreben und zu erreichen.
Ich lese mit Spannung Ihr neustes Buch. Zum Stichwort der Bergpredigt habe ich eine nirgendwo erwähnte Ergänzung. Auch sie ist uralt. Aristoteles hat als vierte Kommunikationsregel die Argumentationslogik erschlossen. Der Grundsatz, die andere Backe hinzuhalten, wenn Sie auf die eine geschlagen worden sind, beruht auf Fakten und einem Schluss. Das Faktum ist, dass Sie auf die eine (rechte) Backe geschlagen werden. Meinung und Folgerung schliessen, dass Sie in diesem Fall die andere (linke) hinhalten sollen. So folgten Sie dem Grundsatz. Jedoch: Die Bergpredigt hat Ihnen nie gesagt, dass Sie sich auf die eine Backe schlagen lassen sollten!
Die Bergpredigt kann also durchaus auch in der Politik angewendet werden. Ihr Ratschlag, vorab so zu handeln, dass Sie und andere sich gar nicht auf die eine Backe schlagen lassen müssen, ist stärker als Taktik. Sie beginnt vor dem Schlag und beruht auf Fairness gegenüber andern wie gegenüber Ihnen (sich) selbst – auf einer knallharten Anwendungstheorie. Wir hätten dann als Beispiel in der Gegenwart kein Blochersyndrom, weder in der nationalen noch in der bundesrätlichen Politik. Das ist ungewohnt, wie auch plausibel. Und Machiavelli wie auch Max Weber könnten mit der Bergpredigt widerlegt werden.
Genauso hält es sich mit der Prämisse: „Die Ersten werden die Letzten sein“. Am Fallbeispiel ist der Mensch der Erste. Logisch daraus ist er auch der Letzte. Er ist also in seiner Funktion und Rolle konsequent der Gleiche; als Mensch und in seiner Rolle ist er also konsequent in seiner Funktion; als Mensch und in seiner Funktion ist er so auch konsequent in seiner Rolle. Er ist also authentisch im Dreieck als Mensch, Funktion(är) und Rollenbesetzer. Die Kugel in einer gläsernen Spirale der Glasi Hergiswil symbolisiert dieses Ich. Es geht konsequent mit den Veränderungen seines Umfelds mit – und bleibt dennoch „stehen“, in sich konsequent. Ist das nicht Entwicklung pur?
Haben Sie je dieses Predigtauslegung gehört? Ich meine, sie ist eine Ergänzung und auch rhetorisch von hoher Brisanz. Sie konzentriert sich – weder katholisch noch evangelisch oder reformiert – auf die Frage: „Wer bin ich“ – als Mensch, Politiker und Bundesrat? Und, da schwenke ich wieder auf Ihre Überlegungen ein, die Kraft der Bergpredigt beruht auf den ich-eigenverantwortlichen, handlungsleitenden Werten, die sich an der eigenen Konfliktfähigkeit orientieren, die eigene Zivilcourage integrieren und die eigenen Epikie (den kreativen Ungehorsam) stets mit zwei Backen zentrieren. Die Zentrierung des Einzelnen (die in der Scholastik als Häresie verurteilt wurde und so auch mit oder nach der Aufklärung noch selten lebt) bringt heute mehr als Taktik.
Mit freundlichen Grüssen
Heiner Dübi
ich hoffe ihre Rückreise von Brig nach Zürich wurde von keinen weiteren Verspätungen durch Wölfe beeinträchtigt.
Herr Bundesrat, ich finde es nicht angebracht Witze über Wölfe im Wallis zu machen. Der Wolf produziert in unserer Region viele Kosten und Unannehmlichkeiten. Denken Sie mal an die Schäfer, die ihr Einkommen mit diesen Tieren, die eventuell vom Wolf angefallen oder gar gefressen wurden, bestreiten. Diese Frauen und Männer haben Familien und sind abhängig von ihren Tieren.
Sobald sich Ihre Partei, Herr Bundesrat, für die Schafhalter und Schafhalterinnen mit Wolfschäden einsetzt und ihnen Ausfälle entschädigt werden, können Sie Witze über dieses Raubtier in unserem "Randkanton" machen.
Oder??? Was tun Sie, wenn der Wolf mitten in der Stadt Zürich ausgesetzt wird? Dort hat er keine Schafe die er anfallen kann
« Der Bundesanwalt hat 2 Jahre Gefängnis mit Bewährung gegen Moritz Suter und André Dosé, Ex-Direktoren von Crossair beantragt. Er findet sie sind verantwortlich für einen Crash von einem Jumbolino wobei im November 2001 in Bassersdorf 24 Menschen umgekommen sind »
Hier ein paar Vergleiche :
Angebliche « Straftat »:
Verantwortung für einen Flugzeug Crash mit 24 Toten
Folgen, Strafe (mögliche Strafe):
2 Jahre Gefängnis mit Bewährung (da die Verantwortlichen keine Flugzeug Crashs mehr verursachen können, ist das nur ein Eintrag im Strafregister)
Angebliche « Straftat »:
Besitz von ZWEI GÜLTIGEN Führerausweisen
Folgen, Strafe (mögliche Strafe):
Einbehaltung der beiden Papiere während mehr als 3 Monaten. Versuch die Fahrerlaubnis LEBENSLANG zu entziehen.
Angebliche « Straftat »:
Eine junge Frau wartet über 45 Minuten in einem Auto (bei minus 4,5 Grad), dass ein Platz in einer 15 Minuten Zone frei wird, stellt dann das Auto, für 15 Minuten, auf einen Platz, wo niemand behindert wird, um ihren Freund zu suchen.
Folgen, Strafe (mögliche Strafe):
40 Franken Strafe (oder 1 Tag Gefängnis OHNE Bewährung) für den Freund plus 500 Franken Gerichtskosten plus 3000 Franken Verdienstausfall.
Angebliche « Straftat »:
Angebliche Hacker verschicken Geld auf das Konto von einem Geschäftsmann, er findet, dass da etwas nicht in Ordnung ist und erstattet Anzeige
Der Empfänger weigert sich das Geld zurückzugeben solange er nicht, von den Absendern schriftlich die Mitteilung hat, dass sie das Geld nicht geschickt haben und bevor er nicht für seinen Schaden Entschädigt ist
Folgen, Strafe (mögliche Strafe):
Strafverfolgung wegen „Geldwäscherei“
Einen Tag Freiheitsberaubung
Rechtswidrige Kontensperrung
Verletzung des Bankgeheimnisses durch die Polizei und die Untersuchungsbehörden
Üble Nachrede und mehr …
Schaden: mehr als 1,7 Millionen Franken
Schande herrscht! Schamlosigkeit und Ungerechtigkeit herrscht!
Brauchen Sie noch mehr solche Beispiele, bevor Sie dafür sorgen, dass „Normalität“ eintritt ?
Wir sind zu einem Volk von „Düpflischeissern“ heruntergekommen, wo „Strafen“ nur noch isoliert beurteilt werden, man vergisst das Umfeld und wird sich offensichtlich nicht mehr darüber bewusst, dass eine 15 Minuten, durch Nötigung verursachte, Parksünde nicht Folgen haben darf, die gravierender sind als die Strafe für eine Tat die 24 Tote zur Folge hat.
Bitte sorgen Sie dafür, dass unsere Gesellschaftsform nicht durch solche groben Missachtungen der Verhältnismässigkeit und der Menschlichkeit verletzt wird.
Bitte sorgen Sie auch dafür, dass endlich einmal ein Unterschied zwischen Straftaten gemacht wird, wo der angebliche Täter ohne Gewalt anzuwenden vorgegangen ist und solchen wo Gewalt angewendet wurde.
Eine moderne Gesellschaft muss einen Unterschied zwischen Gewalttätern und Leuten machen, die keine Gewalt anwenden. Menschen die keine Gewalt anwenden, sperrt man nicht ein, sondern man sorgt dafür, dass sie den angerichteten Schaden, soweit möglich, wiedergutmachen.
H.-J. Schelb
Danke für Ihr Ohr Sascha Lippuner