Freunde und Feinde der Schweiz
[Version française: Les amis et les ennemis de la Suisse]

Die arme Schweiz sei isoliert, weil sie keine Freunde mehr habe, hören und lesen wir immer wieder.
Die Razzien in Italien gegen Schweizer Banken erklären sich einige damit, Finanzminister Tremonti sei eben „ein Feind der Schweiz“. In der NZZ erschien am 27. Oktober ein absolut ernst gemeinter Artikel, wonach die neue Deutsche Regierung der Schweiz wohl eher gewogen sei als die bisherige. Die Begründung: Der neue Verkehrsminister stamme aus Bayern und „die Bayern verstrahlen jenen typischen süddeutschen Charme, der Schweizer Seelen nachhaltiger erwärmt als preussische Nüchternheit.“ Sein Vorgänger sei dagegen ein Ostdeutscher und habe demnach von der Schweiz „naturgemäss nicht eben viel gewusst“. Wolfgang Schäuble sei konziliant und habe sogar schon eine Erstaugustrede gehalten. Interessanterweise stand in „Le Temps“ vom 24. Oktober genau das Gegenteil: Die Schweiz habe von Schäuble mit seinem unversöhnlichen Charakter nichts besseres zu erwarten als von Peer Steinbrück (La Suisse, qui avait subi les attaques de son prédécesseur Peer Steinbrück, n’a de toute évidence rien à attendre de ce ressortissant du Bade-Wurtemberg au caractère intransigeant et mis sous pression pour faire rentrer les impôts.)
Wir müssen einfach mehr Freunde haben, die uns lieben und uns verstehen. Dann werden wir endlich in Ruhe gelassen und können uns auf unserer Schweizer Insel unter der eigenen Schweizer Sonne des Wohlgefallens selbstzufrieden räkeln.
Wer so denkt, macht es sich etwas gar einfach.
Kurzschluss. Nr. 1: Was heisst ein Freund „der Schweiz“? Wer Alpenfirne liebt, ist nicht automatisch auch ein Verehrer des Bankgeheimnis’, obwohl beide bekanntlich mit der Schweiz besonders verbunden sind. Schliesslich gibt es ja auch bei uns überzeugte Verfechter der direkten Demokratie und des Föderalismus, die sich gegen einen ruinösen Steuerwettbewerb und für einen Beitritt zur EU einsetzen. Und: Wer Steuerhinterziehung in seinem eigenen Land bekämpft, ist nicht ohne weiteres auch ein Feind von Land und Leuten, zu denen die hinterzogenen Gelder flossen.
Kurzschluss Nr. 2: Wenn persönliche Freunde eine Institution oder die Interessen eines Landes zu vertreten haben, gehen diese Interessen anderen Freundschaften vor. Das ist ihre primäre Pflicht. Würden sie die „Freundschaft“ über ihre Pflicht der Interessenwahrung stellen, wäre das nichts anderes als ungetreue Geschäftsführung. Es gibt darüber ein eindrückliches Theaterstück von Jean Anouilh: „Becket oder die Ehre Gottes“. Der König wählt seinen Jugendfreund zum Erzbischof und hofft, so mit der Kirche gemeinsame Sache machen zu können, doch der Freund wächst in seine kirchliche Verantwortung und stellt sich gegen den König (und wird am Schluss auf dessen Geheiss ermordet).
Kurzschluss Nr. 3: Auch noch so enge Freunde haben je ihre eigenen Interessen, die sie miteinander ausfechten, freundschaftlich, aber mitunter eben auch hart. Freunde müssen sich gegenseitig auch immer wieder neu finden und sich auf neue Begebenheiten einstellen. Es kann nicht der eine verlangen, dass sich der andere stets nur nach ihm richte, und schmollend drohen: „…sonst bist du nicht mehr mein Freund.“
Wir müssen klar sehen: Politik besteht zunächst einmal in Interessenvertretung und reduziert sich nicht auf Zuneigung oder Abneigung gegen ein Land und nicht nur auf die Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen, auch wenn diese für eine erspriessliche Zusammenarbeit unabdingbar sind. Deswegen lenken Psychogramme über Minister von den politischen Aufgaben ab, die wir selber anzugehen haben. (Dass Persönlichkeitsschilderungen, wie die oben zitierten, zudem an Karikaturen grenzen und teilweise grundfalsch sind, wie ich aus eigener Kenntnis meiner Ministerkollegen weiss, kommt noch dazu.)
Soll Solidarität mit Freunden Bestand haben, müssen sich beide Seiten bewegen und sich auch auf legitime Bedürfnisse des Partners einstellen. Gegen ungerechtfertigte Angriffe und erst recht gegen Übergriffe soll man sich wehren, und zwar ohne lange darüber zu sinnieren, ob die Gegenseite nun ein „Freund“ oder ein „Feind“ sei. Doch wer in der Erwartung, der andere müsse einfach immer „sein Freund“ bleiben, stur in seiner Position verharrt, könnte so plötzlich ganz allein dastehen und das kann ihn teuer zu stehen kommen. Es gibt dazu schon einige Erfahrungen. Aus ihnen sollte man lernen will, will man nicht eines Tages einen sehr hohen Preis bezahlen.
Bis bald
Moritz Leuenberger

Die arme Schweiz sei isoliert, weil sie keine Freunde mehr habe, hören und lesen wir immer wieder.
Die Razzien in Italien gegen Schweizer Banken erklären sich einige damit, Finanzminister Tremonti sei eben „ein Feind der Schweiz“. In der NZZ erschien am 27. Oktober ein absolut ernst gemeinter Artikel, wonach die neue Deutsche Regierung der Schweiz wohl eher gewogen sei als die bisherige. Die Begründung: Der neue Verkehrsminister stamme aus Bayern und „die Bayern verstrahlen jenen typischen süddeutschen Charme, der Schweizer Seelen nachhaltiger erwärmt als preussische Nüchternheit.“ Sein Vorgänger sei dagegen ein Ostdeutscher und habe demnach von der Schweiz „naturgemäss nicht eben viel gewusst“. Wolfgang Schäuble sei konziliant und habe sogar schon eine Erstaugustrede gehalten. Interessanterweise stand in „Le Temps“ vom 24. Oktober genau das Gegenteil: Die Schweiz habe von Schäuble mit seinem unversöhnlichen Charakter nichts besseres zu erwarten als von Peer Steinbrück (La Suisse, qui avait subi les attaques de son prédécesseur Peer Steinbrück, n’a de toute évidence rien à attendre de ce ressortissant du Bade-Wurtemberg au caractère intransigeant et mis sous pression pour faire rentrer les impôts.)
Wir müssen einfach mehr Freunde haben, die uns lieben und uns verstehen. Dann werden wir endlich in Ruhe gelassen und können uns auf unserer Schweizer Insel unter der eigenen Schweizer Sonne des Wohlgefallens selbstzufrieden räkeln.
Wer so denkt, macht es sich etwas gar einfach.
Kurzschluss. Nr. 1: Was heisst ein Freund „der Schweiz“? Wer Alpenfirne liebt, ist nicht automatisch auch ein Verehrer des Bankgeheimnis’, obwohl beide bekanntlich mit der Schweiz besonders verbunden sind. Schliesslich gibt es ja auch bei uns überzeugte Verfechter der direkten Demokratie und des Föderalismus, die sich gegen einen ruinösen Steuerwettbewerb und für einen Beitritt zur EU einsetzen. Und: Wer Steuerhinterziehung in seinem eigenen Land bekämpft, ist nicht ohne weiteres auch ein Feind von Land und Leuten, zu denen die hinterzogenen Gelder flossen.
Kurzschluss Nr. 2: Wenn persönliche Freunde eine Institution oder die Interessen eines Landes zu vertreten haben, gehen diese Interessen anderen Freundschaften vor. Das ist ihre primäre Pflicht. Würden sie die „Freundschaft“ über ihre Pflicht der Interessenwahrung stellen, wäre das nichts anderes als ungetreue Geschäftsführung. Es gibt darüber ein eindrückliches Theaterstück von Jean Anouilh: „Becket oder die Ehre Gottes“. Der König wählt seinen Jugendfreund zum Erzbischof und hofft, so mit der Kirche gemeinsame Sache machen zu können, doch der Freund wächst in seine kirchliche Verantwortung und stellt sich gegen den König (und wird am Schluss auf dessen Geheiss ermordet).
Kurzschluss Nr. 3: Auch noch so enge Freunde haben je ihre eigenen Interessen, die sie miteinander ausfechten, freundschaftlich, aber mitunter eben auch hart. Freunde müssen sich gegenseitig auch immer wieder neu finden und sich auf neue Begebenheiten einstellen. Es kann nicht der eine verlangen, dass sich der andere stets nur nach ihm richte, und schmollend drohen: „…sonst bist du nicht mehr mein Freund.“
Wir müssen klar sehen: Politik besteht zunächst einmal in Interessenvertretung und reduziert sich nicht auf Zuneigung oder Abneigung gegen ein Land und nicht nur auf die Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen, auch wenn diese für eine erspriessliche Zusammenarbeit unabdingbar sind. Deswegen lenken Psychogramme über Minister von den politischen Aufgaben ab, die wir selber anzugehen haben. (Dass Persönlichkeitsschilderungen, wie die oben zitierten, zudem an Karikaturen grenzen und teilweise grundfalsch sind, wie ich aus eigener Kenntnis meiner Ministerkollegen weiss, kommt noch dazu.)
Soll Solidarität mit Freunden Bestand haben, müssen sich beide Seiten bewegen und sich auch auf legitime Bedürfnisse des Partners einstellen. Gegen ungerechtfertigte Angriffe und erst recht gegen Übergriffe soll man sich wehren, und zwar ohne lange darüber zu sinnieren, ob die Gegenseite nun ein „Freund“ oder ein „Feind“ sei. Doch wer in der Erwartung, der andere müsse einfach immer „sein Freund“ bleiben, stur in seiner Position verharrt, könnte so plötzlich ganz allein dastehen und das kann ihn teuer zu stehen kommen. Es gibt dazu schon einige Erfahrungen. Aus ihnen sollte man lernen will, will man nicht eines Tages einen sehr hohen Preis bezahlen.
Bis bald
Moritz Leuenberger



118 Kommentare
Komplizierter geht es wirklich nicht mehr sein linkes Gedankengut an den/die Mann/Frau zu bringen. Sie sind mir schon fast ungeheuerlich. Im DRS 3 läuft die ganze Woche schon das Thema Angst. Sie kommen mir beim Gedanken Angst schon ganz früh in den Sinn.
So viel Intelekt in einem Menschen ist schon fast gemeingefährlich. Behalten Sie doch ihre Gedanken lieber für sich, als ihre Mitmenschen mit ihrer Weltuntergangsstimmung andauernd zu verseuchen. Vielleicht wollen Ihre Mitmenschen einfach ein ihnen angenehmes Leben leben, ohne immer ein schlechtes Gewissen haben zu müssen!
Ihre permaneten Drohungen wie: Wenn wir nicht, dann.... oder sollen unsere Nachfahren...... usw......
Für mich langsam unerträglich. Herr Leuenberger bitte treten Sie möglichst bald ab und geniessen Sie ihre menschenverbessernden Theaterstücke, aber behalten Sie Ihre Meinung für sich. Leben Sie Ihr besserwisser Leben, aber leben Sie es für Sich!
Gute Besserung
Ihr Rechter
http://blog.4st.ch/
Übrigens: Meine besten Freunde scheuen sich nicht, mir meine Fehler unter die Nase zu binden. Für was hat man denn Freunde, wenn diese einem nicht auch zu beraten wünschten?
Eine Freundschaft oder Feindschaft, die sich an Nationen orientiert, die ist mir suspekt, die Denkschule dahinter wohl aus dem letzten bis vorletzten Jahrhundert.
Bei mir läuft das anders: Es spielt mir keine Rolle ob jemand oder eine Gruppe aus der Schweiz oder z.B. aus Deutschland kommt, wer etwa Mindestlöhne ablehnt, der ist mein Feind, ich kann nicht dessen Freund werden oder sein.
Somit wäre die neue deutsche schwarz/gelb -Regierung aus meiner Sicht feindlich gesinnt, denn diese lehnt die Definition von Mindestlöhnen ab.
Während beispielsweise die Zustimmung oder Ablehnung zu neuen Bauprojekten aus meiner Sicht nicht ausreicht um mir jemanden zum Freund oder Feind zu stempeln, so hört bei mir der Spass relativer Ansichten beim Mindestlohn für bezahlte Arbeit endgültig auf. Wer deren genaue Definition verweigert, der kann kein Menschenfreund sein.
Bei mir gibt es also nicht Grenzen zwischen Nationen, vielmehr Grenzen im sozialen Verhalten von Menschen oder Gruppen zueinander. Die Fähigkeit zu sozialer Empathie ist mein Massstab für Freunde oder Feinde, egal ob bei Verwandten, Schweizern, Deutschen, Japanern,Chinesen oder US-Amerikanern.
warum lesen Sie denn diesen Blog noch?? Zwingt Sie jemand dazu?
http://swiss-lupe.blogspot.com/
dich möchte ich einmal hören, resp. lesen, wenn die rechte seite, z.b. in kantonen immer wieder wettert, wie schlecht es in unserer schweiz sei, welche steuerhölle der eigene kanton sei, welche überfremdung herrsche, welch hohe kriminalitätsrate wir hätte, etc.
wer macht denn hier die schweiz oder reinzelne kantone dauernd schlecht. da tragen die rechtsaussen-denker, wie du wohl auch einer bist, viel dazu bei.
Wenn Moritz Leuenbergers "Meinung und Gedankengut" für einen jemanden "unerträglich" erscheint, ist die Frage, ob das Herrn Leuenberger oder den Kommentator qualifiziert.
"Es gibt nur zwei Dinge, die unendlich sind:
Das Weltall und die menschliche Dummheit - aber beim Weltall bin ich mir noch nicht ganz sicher" (Albert Einstein)
Im Gegensatz zum "Rechten" finde ich Ihren Text über Freundschaft anregend und schon fast philosophisch. Es ist schön zu wissen, dass Regierungsmitglieder grundsätzliche Überlegungen anstellen und nicht einfach möglichst publikumswirksame Reaktionen z.B. auf die Razzien der italienischen Finanzkontrolle zum Besten geben. Allerdings erwarte ich auch eine vehemente Verteidigung legitimer schweizerischer Interessen durch unsere Regierung. Und ob dies getan wird, erfahre ich wegen der oft sehr wortkargen Kommunikationsweise des Bundesrates kaum. In diesem Sinn bin ich sehr dankbar, an Ihren Gedankengängen teilhaben zu können. Lieber "Rechter": Sie sollten sich Herrn Leuenbergers Blog vielleicht nicht zu Gemüte führen, wenn Ihnen nur schon das Lesen desselben Angst einflösst! Ich wünsche uns allen viele Freunde und wenig Feinde.
http://www.jenk.ch
http://blog.4st.ch/
Es ist ihnen gelungen sämtliche meiner Narrenglocken lustig klirren zu lassen.
Sie erfüllen sämtliche Klischeevorstellungen die ich etwa von der 'Angstpartei' SVP habe. Ihr gesamtes Auftreten steht unter dem Zeichen von Ängsten, die sich dann besonders entladen wenn's um Begriffe wie Nation,Freund,Feind bis hin zu 'Intellektuell' geht, also scheinbar solche Fragen rund um die eigene Identität.
Weniger lustig ist dann die Tatsache, dass Ängste oftmals emotionale Distanz zu Mitmenschen schaffen.
Angstgetriebene Menschen suchen aber auch Lösungen, um sie wieder loszuwerden. Solche Lösungen werden über den Intellekt gesucht, oder halten Sie die Minarettplakate für intellektuell ungeschickt gefertigt?
Wer Angst hat vor dem Islam und dies raffiniert so in der Bundesverfassung verschleiern will dass jeder es dennoch versteht, so etwas ist doch intellektuell klug fabriziert, oder?
Wenn Christoph Blocher den Spruch von Bertold Brecht zitierte: "Erst kommt das Fressen, dann die Moral", dann geschah dies durchaus auch über den Intellekt Blochers.
In einem gibt es aber einen Unterschied, nämlich ob der Intellekt zur Wahrheitsfindung eingesetzt wird oder nicht.
Max Frisch definierte den Intellektuellen als einen Menschen, welcher sich der Wahrheit verpflichtet fühlt, selbst gegenüber sich selbst.
Wer bei der Aufdeckung von Wahrheit aber Angst hat, der kann wahrlich kein Intellektueller sein. obwohl bei jedem Menschen der Intellekt (der kühle Verstand) immer arbeitet.
Ich behaupte hier sogar, dass der Verstand bei vielen Rechten mehr arbeitet als bei Linken, weil latente ständige Angst Denkprozesse auslöst.
Die Rechtsparteien stecken anscheinend im Modus 'Erst kommt das fressen' fest?... obwohl die meisten ihrer Exponenten davon mehr als genug besitzen, meist mehr als Linke.
Woher dies kommen mag?
Dazu erweitere ich den Spruch von Brecht etwas, um mehr Klarheit zu schaffen:
"Erst kommt das 'Alter Ego', erst dann die Moral".
Lesen Sie doch auf google unter dem Begriff 'Alter Ego' etwas nach, Rechter, vielleicht werden Sie etwas erkennen und erfahren über sich selbst.
Hervorragende Antwort! Sie sprechen mir aus dem Herzen.
Obwohl ich nun wahrhaftig politisch nicht rechts stehe, habe auch ich eine latente Angst. Diese besteht darin, dass Menschen wie Rechter in unserer verängstigten Gesellschaft an Einfluss zunehmen. Ich sehe und höre und lese diese tagtäglich. Und dass irgendwann mal wieder der Ruf nach einem starken Mann laut wird, dessen (nicht gerade intellektuellen) Polemiken die Arme zum Ausstrecken bringen.
Eine der armseligsten Erfindungen der Menschheit war der Nationalstaat.
Samuel Johnson: Patriotismus ist die letzte Zuflucht des Schurken.
Gruss
Peace
Es ist auch dir gelungen sämtliche meiner Narrenglocken lustig klirren zu lassen.
Du erfüllen sämtliche Klischeevorstellungen die ich etwa von der 'pädagogisch belehrenden Heuchler- und Besserwisserpartei' SP habe (ich gehöre übrigens zu keiner Partei und werde mich auch davor hüten).
Wie kurzsichtig und absurd es ist, seine Freunde danach auszusuchen ob sie für Mindeslöhne eintreten oder nicht, zeugt ebenfalls von einer emotionalen Distanz die aber ins peinliche übergeht.
Du reichst wohl jedem potenziellen Freund zuerst einen Fragebogen den er ausfüllen muss und dann entscheidest DU, ob er/ sie dein Freund sein darf?
Deine Art ist nicht nur lächerlich, sondern eben peinlich und beschämend und damit ist die Linke genauso wie die Rechte.
Linke sind ja bekannt dafür alles zu bürokratisieren und verwalten, aber du, lieber Schweizer Narr, übertriffst alles.
Obwohl du dich sicherlich als 'Intelektuellen' siehst, fühlst auch du dich nicht der Wahrheit verpflichtet, sondern nur einer Ideologie - UND DAS IST BEÄNGSTIGEND.
Deine ideologische Verbohrtheit geht sogar soweit, dass du selbst nicht merkst, dass auch du in latenter Angst lebst, mein lieber Mindestlohn- Narr.
Rechte fühlen sich als Opfer von Ausländern und möchten diesen deshalb alles wegfressen. Stattdessen sehen sich Linke als Opfer der gesamten Gesellschaft die ihnen alles wegfrisst.
Und deshalb stecken Linksparteien anscheinend im Besserwisser- Modus 'zuerst kommt die Moral' fest. Das erklärt auch, warum die rechten Exponenten mehr vom Fressen besitzen als die linken - weil sie eben selbst fressen (und dies auch zeigen!) und nicht mit dem Moralverständnis prahlen.
Übrigens: Auch die Linken müssen Fressen! Und sie tun dies auch. Sie lassen aber andere für sich den Löffel in den Mund schieben. Und genau deshalb haben linke Führer in ihrer vermeintlichen Opferrolle tragischerweise, statt sich selbst, ganze Arbeiterklassen dem ideologischen Kampf geopfert. Sie lassen andere für ihre Ideologie die Drecksarbeit machen und werden dabei immer fetter (siehe Joschka Fischer). Und genau deshalb ist die Linke besserwisserische, heuchlerische Art nicht besser als die der Rechten.
Die Linke beherrscht die Hasspredigten und Angstmacherie noch besser als die Rechte. Denn ihr Vorgehen ist viel subtiler, weil ihre Predigten vollgespickt mit Moralappellen sind, welche die böse Botschaft und den Betrug überdecken (so auch deine Mindeslohn Forderung).
Mein lieber Schweizer Narr, du hast wahrscheinlich dein ganzes Leben lang von diesem Sozial- und Wohlfahrtsstaat profitiert und trotzdem siehst du dich immer noch als Opfer. Hör bitte endlich damit auf.
Schönes Wochenende
Mr. Pink
Übrigens, ich habe diesen Artikel gewiss nicht zur Verteidigung von 'Rechter' geschrieben.
Ob links, ob rechts: wer andere in eine Ecke drängen will, um sich selbst darüber stellen zu können, zeugt von Armseligkeit. Danke für die wunderschöne Vorstellung.
Entsprechend erfrischend sind immer wieder die Artikel des Herrn Leuenberger, eines Bundesrats, der sich nicht su schade ist, seine Gedanken und Ansichten einfach wie Millionen andere Leute ins Netz zu stellen und auch die Reaktionen darauf in Kauf nimmt. Das nenne ich Denk- und Redefreiheit.
Obige Betrachtung ist ein Stück Lebensphilosophie, die aus jeder Sicht und in jeder Situation ihre Gültigkeit hat. Dass ein Mensch mit solcher Weitsicht und persönlicher Offenheit in der Politik Platz hat, dafür bin ich dankbar und hoffe, dass dies noch lange möglich sein wird!
Und nun wünsche ich weiterhin fröhlichen Schlagabtausch.
Dodo
"Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr."
Freunde sind meist automatisch Verbündete, aber Verbündete nicht zwingend Freunde.
Verbündung ist bestenfalls ein Zweckbündnis. So wie vielleicht die EU. Wenn wir Freundschaft wollen, brauchen wir mehr oder anderes als die EU.
An Pink:
Vielleicht etwas grob, deine Antwort an Narr. Diese Links-rechts-Schubladenversorgerei bringt doch nichts. Und das mit Joschka Fischer war ziemlich deplaziert. Warum dürfen nicht auch Linke Genussmenschen sein, oder Rechte moralisch korrekt?
Aber ich geb dir recht, Linke und Rechte unterscheiden sich kaum in der Gabe zu Verzerrungen, Hysterie, Angsmacherei, Polemik oder selektiver Wahrnehmung.
Aber das erwarte ich von Politikern auch nicht. Die Politik mache ich mir in meinem Kopf und meinem Herzen. Die Zutaten dazu hole ich mir bei Linken wie bei Rechten.
Ja, du hast recht.
Ich habe denn auch das Klischee von Links und Rechts der Verständlichkeit wegen weiter verwendet, da der Schweizer Narr davon gebrauch macht. Und selbst scheint er nicht zu merken, dass er sehr viel zu diesem Klischee- Denken beiträgt.
Die Thematik von Links und Rechts wird auch vom Schweizer Narr ad absurdum geführt. Schliesslich wird von ihm behauptet, die eine Seite benutze ihren Verstand (aus Angst- Gründen) mehr und hätte deshalb mehr zu fressen. Sind ängstliche Menschen also politisch Rechte??? Und die Tapferen und Mutigen demzufolge alles politisch Linke??? Wer solche Gedankengänge nicht hinterfragt und anzweifelt kann mir nur leid tun.
Das auch Linke Genussmenschen sein können, zeigt doch gerade mein Absatz über das heimliche Fressen der Linken. Und darum ist Herr Fischer nicht deplaziert. Seine jetzige Karriere liesst sich wie ein who-is-who aus Unternehmen die er eigentlich sein Leben lang als Terrorist bekämpft hat. Heute vertritt er die Auto-, Kohle- und Gaslobby! Was für eine Karriere, was für ein Verrat seiner Ideologie.
Aber eigentlich ist es beruhigend zu wissen, dass Ideologien so leicht zu kaufen sind.
Ich finde es gut, dass du die Zutaten für deine politische Einstellung von überall herholst und nicht einfach nur von einer politischen Gruppierung.
Leider sind aber längst nicht alle so offen wie du. Darum finde ich die Verbohrtheit von einigen Ideologisten bedenklich und versuche hier doch etwas wachzurütteln, denn diese starrsinnigen Gedanken finden hier ganz leicht Anklang.
Danke für deinen Beitrag
Mr. Pink
welcher Kurzschluss veranlasst Sie, vor Verhandlungen über den Fluglätm zu sagen: "Eine Rückkehr zum alten Regime sein uinmöglich"? War das ein Freundesdienst?
http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/d
Im Fluglärmstreit ist eine grosse Türe aufgegangen. Die gemeinsame Lärmanalyse beider Länder bestätigt, dass die Grenzwerte im süddeutschen Raum gar nirgends überschritten werden. In der Schweiz sind doch erheblich viele davon betroffen.
Dürfen wir hoffen, dass Sie sich vorbehaltlos für uns einsetzen werden ?
Danke.
Sorry, Herr Leuenberger, ihre Sicht ist mir viel zu akademisch und theoretisch und zeigt ziemlich genau das Problem auf mit dem unser Land immer mehr konfrontiert wird!
Die Schweiz ist spätestens seit dem einseitigen Einlenken wegen namenlosen Bankgeldern gegenüber dem WJC international erpressbar geworden. Dass von den herausgepressten Geldern bis jetzt nicht mal die Hälfte an sog. Opfer zurückgeführt wurde, und in naher Zukunft die verbleibenden hunderte von Millionen in die Kassen des WJC fliessen, von dem redet aus Scham niemand hierzulande!
Die USA hat jetzt im Zus. mit dem Bankgeheimnis wieder massiv Druck ausgeübt und einseitig alles bekommen, was sie wollte! Dafür haben wir eindeutig das Recht unseres souveränen Staates brechen müssen! Dies wird die Vorlage sein für eine ganze Reihe von Ländern, v.a. sämtliche Nachbarländer mit Ausnahme von Oesterreich. Dass der Druck soweit steigen kann, bis die EU die bilateralen Verträge kündet oder im Gegenzug von der Schweiz hunderte von Milliarden an entgangenen Steuern fordert, ist nicht Phantasiegeschwafel sondern könnte tatsächlich passieren!
Andere Brandherde sind möglich. Anstatt den Mut zu haben eine Minarettverbots-Initiaitve als eindeutig rassistisch und diffamierend zu verbieten, lässt man einen weiteren Brandherd zu und die Möglichkeit, dass islamischer Terror nun auch die Schweiz heimsucht. Von wirtschaftlichen Retorsionsmassnahmen ganz zu schweigen!
GOUVERNER C'EST PREVOIR !
Von dem ist leider bei unserer Regierung nicht viel zu sehen. Die Schweiz ist eindeutig erpressbar geworden und gibt und wird immer nachgeben! Das ist ein absolut unwürdiges Trauerspiel und geht an die Existenz.
Wenn Herr Leuenberger von temporären Verstimmungen mit "Freunden" spricht, dann muss man sich tatsächlich wundern in welchem Elfenbeinturm der BR lebt?!
http://web-quantensprung.blogspot.com/2
Unter den Titel «Erlaubt ist was gefällt» (Torquato Tasso) befriedigen sich die Medien inbrünstig selber, indem sie den Lesern möglichst jene Staaten, Politiker oder Nationen als Feinde verkaufen, die den höchsten wirtschaftlichen Umsatz, den grössten medialen Umschlag und die totale Verwirrung der Bürger zur Folge haben.
Freundbilder sind für solche Unternehmungen unter dem Motto «Good News - No News!» weniger bis gar nicht geeignet.
Eines der grössten Feindbild-Phantome hat wohl George W. Bush mit seinen Trabanten lanciert, die Massenvernichtungswaffen des Irak als Fakt darstellten, um dort quasi legitim einmarschieren und Saddam Hussein stürzen zu können.
Wie Jean Ziegler vor Tagen meinte, braucht Muammar Gaddafi die « Schweiz als Prestige-Demokratie mit einem hohen Symbolwert», um sich mit dieser als Feindbild in seiner Beduinen-Föderation behaupten zu können.
Gaddafi hat sich damit zum Feind der Schweiz gemacht. Seit Tagen frage ich mich hingegen, ob es nicht eine Auszeichnung für die Schweiz ist, dass Gaddafi sich derart auf sie eingeschossen hat, um im eigenen Staat nicht unterzugehen. – Gaddafi empfindet offenbar seinen Feind «Schweiz» als äusserst verlässlichen.
Muammar Gaddafi als Freund der Schweiz? Eine echt schwierige Freundschaft mit einem sehr unberechenbaren Freund. Doch sollte es irgendwann – vielleicht am 01.08.2012 - zu einer Art Versöhnung kommen, ergäbe sich eventuell ein Riesenfest, das dann eben wieder über die Medien kommentiert würde …
In den wohlgemeinten ethisch-moralischen Betrachtungen von BR Leuenberger fehlt der «Streit unter Freunden», dessen Resultate / Lösungen zu den besten gehören müssten.
http://blog.4st.ch/
Woher haben Sie entnommen das ich jahrelang gut vom Sozialstaat gelebt hätte?
Es würde mich schon interessieren, denn ich habe 35 Jahre lang, ohne Unterbruch bis Heute, in den Sozialstaat einbezahlt. Selbst meine Ausbildungen habe ich ausschliesslich aus der eigenen Tasche bezahlt.
Im Prinzip gehöre ich zur Arbeiterklasse und nicht zu den Akademikern. Akademiker sind gewiss nicht automatisch Intellektuelle, Herr Pink.
Arbeiter sind auch nicht per se keine Intellektuellen.
Warum bitte sehr sollte ich mich über "den Sozialstaat" und "Wohlfahrtsstaat" als Opfer empören?
Es sollte keine Opfer eines Sozialstaates geben, es sei denn er funktioniere nicht richtig und könne Bedürftige nicht die notwendige Unterstützung geben. Das ist ja was Sie mit ihren Deregulierungsphantasien schliesslich verhindern wollen.
Nehmen wir zum Beispiel die Arbeitslosenkasse. Es leuchtet mir überhaupt nicht ein warum meine Lohnklasse einen Beitrag in aus meiner Sicht ungenügender Höhe leisten muss (obwohl ich das ohne weiteres beahlen könnte), nur weil die Arbeitgeberverbände ihren eigenen Solidarbeitrag für Arbeitslose nicht erhöhen wollen.
Die kürzlich erhöhte Mehrwertsteuer wird auch Arbeitslose und Invalide belasten, der bereits arme Hund muss sich in den eigenen Schwanz beissen, weil die Arbeitgeber Angst vor Verantwortung haben die auch sie sie was kosten würde. Die ach so armen Arbeitgeber wurden von der Politik unterstützt, daher verfiel man in Bern auf die Idee mit der Mehrwertsteuer.
Übrigens, ihre eigene Ideologie entlarvten sie mit dem Spruch:
"Aber eigentlich ist es beruhigend zu wissen, dass Ideologien so leicht zu kaufen sind."
Diese vorgeblich leichte Käuflichkeit kann auf niemand anderen beruhigend wirken denn auf einen Rechtsliberalen.
Sie haben in einem Recht, mir missfällt es schon lange dass sich in die Sozialdemokratie soviel Käufliches eingeschlichen hat, der Neoliberalismus. Auch SP Ex-Kanzler Gerhard Schröder ist so ein Fall, mit seiner Briefkastenfirma in Zug, um für seine russischen Erdölgeschäfte Steuern zu sparen.
Das ist gewiss auch ein Grund für den Niedergang der SP in Deutschland, die Partei hat viel Vertrauen verloren.
Man dachte sich nun offenbar, wenn schon alle käuflich sind, dann wenigstens jene wählen die darin von Haus auf die Spezialisten sind. Den Teufel mit dem Belzebub austreiben.
liebe Blogleser
Mein Beitrag passt zwar nicht direkt zum aktuellen Blogeintrag, aber dennoch zu einem aktuellen Thema, das letzte Woche durch die Medien ging - und schliesslich kann man sich auch in den Ruheabteilen der SBB Freunde und Feinde machen. Die Abschaffung der 2.Klasse-Ruhewagen empört mich - und hat mich wiedermal zu einem Leserbrief veranlasst. Da ich weiss, dass Sie, Herr Bundesrat Leuenberger, ebenfalls häufiger Ruheabteil-Benützer sind (wenn auch in der 1. Klasse), erlaube ich mir, meine Meinung dazu auch in Ihrem Blog zu veröffentlichen:
Als häufige und begeisterte Bahnfahrerin mit 2.Klasse-GA setze ich mich oft, wenn ich allein unterwegs bin, ins Ruheabteil - um zu lesen, zu schlafen oder zu arbeiten. Klar, wurde ich dort auch schon von unbewusst oder bewusst rücksichtslosen, laut telefonierenden oder sich unterhaltenden Mitpassagieren/-innen in meiner Ruhe gestört. In solchen Situationen gibt es vier Reaktionsmöglichkeiten:
- Ich warte, dass ein/-e andere/-r ruhesuchende/-r Mitfahrer/-in den/die "Störenfried" auf die Ruheregelung aufmerksam macht.
- Ich hoffe, dass das Zugspersonal einschreitet.
- Ich nehme die Sache selber in die Hand.
- Ich lasse mich trotz Ruhezone auch durch ein wenig Lärm nicht aus der Ruhe bringen.
In den meisten Fällen, die ich bisher erlebt habe, wurden nach dem Einschreiten (von welcher Seite auch immer) die Regeln des Abteils - wenn auch nicht immer freudig - akzeptiert, und es kehrte wieder Ruhe ein.
Auf eine unerzogene, rücksichtslose, aber oft auch nur unbedachte Minderheit zu reagieren, indem man die Ruhewagen streicht, erscheint mir eine inakzeptable Lösung und ein Zeichen von Schwäche! Dass Ruhe neu den 1.-Klasse-Reisenden vorbehalten sein soll, also ein Privileg für die Vermögenderen, empört mich!
Freundliche Grüsse,
Annalina Wegelin
Wie anderst sollte man sonst dieses Wort verstehen? Ein Freund ist jemand, der einem nahe steht. Sei dies politisch oder zwischenmenschlich. Das Gegenteil wäre dann der Feind. Ein Freund sein oder ein Feind sein. Beides beinhaltet Gefühle die nicht aus dem Nichts entstanden sind. So ist meine Meinung, wenn denn die Schweiz Freunde hat, also solche Länder oder Staatsmänner die es zugelassen haben die Schweiz zu mögen, so kann es nichts anderes als erstaunlich sein, wenn die gute Verbindung auf einmal gekappt wird. Und zum Schluss möchte ich anfügen, war es nicht so, dass der Sohn Gottes jene als Freunde bezeichnete, die ihn oft nicht verstanden, seine Jünger?
Christian alias jhome
Aus deinen Beiträgen entnehme ich eine tiefe Unzufriedenheit, dass du in einer mehr oder weniger 'freien' Gesellschaft leben musst. Darum lässt es sich ganz leicht schliessen, dass du eben ein Opfer dieser 'freien' Gesellschaft bist. Aber schluss mit den Annahmen.
Es ist deine Behauptung, ich würde versuchen Bedürftigen die Hilfe zu verweigern. Dem ist nicht so. Trotzdem ein wunderschönes Beispiel einer Angstmacherparole.
Deine Regulierungsphantasie, die schon seit mehr als einem Jahrhundert gelebt wird, hat bisher nichts gebracht. Es ist Zeit aufzuwachen.
Bezüglich (Neo-) Liberalismus:
Wir sind einer liberalen Welt Lichtjahre entfernt, wohingegen wir deiner überregulierten Narren- Weltanschauung bereits sehr nahe kommen. Das kannst selbst du nicht bestreiten.
Zudem habe ich es satt, dass das Versagen von staatl. Regulierungen stets mit Liberalisierung gleichgestellt wird. Das ist äusserst KURZSICHTIG und zeigt eben nur wie UNMÖGLICH es ist, komplexe Prozesse zu Regulieren.
Bezüglich Intellektuellen und Ideologien:
Wie kommst du darauf, dass ich denke Arbeiter könnten keine Intellektuellen sein und alle Akademiker seien es???
Eines haben aber die meisten Intellektuellen gemeinsam (ganz gleich welcher Herkunft). Sie nehmen für sich in Anspruch, sie wüssten wie die grosse Masse zu leben hat um ihre Glückseligkeit zu finden. Dazu wird eben eine Ideologie benötigt - denn Ideologien besitzen eine starke Fähigkeit, viele Menschen zu mobilisieren, zu manipulieren und zu kontrollieren (wiki).
Aber in einer 'freien' Gesellschaft kann niemand zu etwas gezwungen werden was er nicht will, oder ihm und dritten gar schaden zufügen könnte. Das unterscheidet meine Weltanschauung ganz klar von einer Ideologie - sie basiert nicht auf dem kollektiven Zwang.
Bezüglich Freundschaft und Rechtsliberalismus:
Den Rechtsliberalen nehme ich dir nicht übel. Nur weil das Wort 'Rechts' und 'Liberal' darin vorkommt, macht es niemanden zu einem rassisstischen Egoisten (das war vielleicht dein hämischer Hintergedanke?).
Ich halte NICHTS von Leuten die ihre Freunde nach Herkunft, Rasse oder Religion aussuchen. Ob du mit deinen Auswahlkriterien (vonwegen Mindestlohn) auch dazugezählt werden kannst, bezweifle ich zwar: Aber ist dein Gedankengut im Kern nicht genau gleich, mein lieber Narr?
Bezüglich MWSt:
Die MWSt ist eine Konsumsteuer. Wer viel konsumiert zahlt auch viel. Warum du dein Umverteilungsgedanken nicht zu Ende denkst, hat wohl wieder ideologische Gründe.
Zudem prangerst du stets die heutige Konsumgesellschaft an. Die MWSt bremst den Konsum und trotzdem predigst du jetzt plötzlich gegen eine Erhöhung?
Unser hart erarbeitetes Geld wird ZIG mal durch Einkommens-, Vermögens-, Erbschafts-, Liegenschaftssteuern etc. versteuert und trotzdem scheint dies den Narren nicht zu stören - aber wer für diese Steuern eintritt mobilisiert die Massen. In einer Neidgesellschaft gewiss ein effektives Mittel.
Danke das du Schröder auch erwähnst und Grüsse
Mr. Pink
http://blog.4st.ch/
Es ist wirklich lustig zu lesen welche Eigenarten sie intellektuellen Menschen zuschreiben, Herr 'pink'.
Das Gegenteil ist der Fall, Intellektuelle halten eher keine Pauschallösungen bereit, weil sie die Welt als Komplex erkennen und erfahren.
Aus diesem Grund haben Rechtsparteien teilweise auch Erfolg, weil deren Lösungsstrategien Dinge stark simplifizieren. Dies sieht man ja wieder bei der Minarett Initiative, welche das Problemfeld des Islamismus in der Schweiz mit einem plumpen Türmchenverbot in der Bundesverfassung angehen will.
"Aber in einer 'freien' Gesellschaft kann niemand zu etwas gezwungen werden was er nicht will, oder ihm und dritten gar schaden zufügen könnte. Das unterscheidet meine Weltanschauung ganz klar von einer Ideologie"
Ihre Pauschallösung heisst also 'freie Gesellschaft'. Ja tatsächlich, für einen Intellektuellen ist bereits der Begriff Freiheit umstritten.
Folgendes Beispiel lässt ihre Aussage bereits als lächerlich erscheinen:
Wenn sich einer die Freiheit nehmen würde im Zug zu rauchen, kann er die Gesundheit von Dritten nicht gefährden? Dies wäre der Fall wenn Ihre Aussage stimmig wäre. Oder: Die Freiheit von Schweizern sich den Atomstrom zu leisten, kann niemals zu einem Supergau in der Schweiz führen, weil ja gemäss ihrer Aussage Freiheit Dritten nie schaden könnte.
Ihre Freiheit von der Sie träumen gibt es nicht und daher wird ihre Vorstellung davon zur Ideologie was Freiheit wäre.
Merken Sie es sich: Jede Freiheit kostet Opfer, selbst die Freiheit zu leben.
http://confoederatio.wordpress.com/
Angst muss die Schweiz nur vor sich selber haben. Sie hat keine kompetente Führung und seit langem keine strategische Vision mehr.
Deshalb auch die ganzen kurzsichtigen sparübungen...
Daniel Stanislaus Martel
http://www.klangart.ch
Als Experiment möchte ich mal vorschlagen, Menschen statt in links, rechts, verschiedene Farben oder Nasenlängen zu schubladisieren, Bertrands obiges Dualkriterium zu verwenden.
Es ist halt einfach so: Es gibt keine Antworten, nur Möglichkeiten.
Ob die im staatenlosen Somalia lebende, freie Gesellschaft tatsächlich derat beneidenswert ist...
Na ja, jedem das Seine.
jetzt betreibst du Haarspalterei. Wir wissen beide wovon ich schreibe und was ich meine.
In der Politik wird überall simplifiziert. Die 'Maschine Welt' soll mit einigen Hebeln und Knöpfen in die vermeintlich korrekte Bahn gelenkt werden. Darum geht es in der Politik: Simplifizieren um die Massen zu erreichen und dann einige Hebel ziehen, Knöpfe drücken und alles wird gut. Die Welt ist aber keine Maschine!
Leider glaubt auch ein Narr mit einem Hebel namens Mindestlohn alles in den grünen Bereich drehen zu können. Die komplexen Folgen scheint er nicht zu kennen, oder ignoriert sie.
Die 'freie' Gesellschaft' ist wahrlich nicht einfach zu erreichen. Was bei dir als Pauschallösung abgestempelt wird, ist äusserst komplex. Die 'freie Gesellschaft' ist auch erst seit einigen hundert Jahren denkbar. Davor herrschte über Jahrtausende die Sklaverei und Leibeigenschaft.
Erst durch die grosse Pest wurde Arbeit erstmals knapp und Gutsherren waren gezwungen für Arbeit eine Entlöhnung zu entrichten. Die Geburtsstunde einer 'freien Gesellschaft' und des Kapitalismus könnte man sagen. Der Beginn der Renaissance fällt ebenfalls in diese Zeit.
Wie recht du mit dem Rauchen in Zügen hast mein lieber Narr. Und darum ist es verboten: Zum Schutz von Dritten.
Wer sich zu Hause am Rauch seiner Gäste gestört fühlt, schickt sie nach draussen. Was im Privaten schon lange funktioniert, gibt's jetzt auch bei der SBB.
Auch die Atomkraft steht nicht im Widerspruch. Von den KKW- Betreibern wird alles Erdenkliche und technisch Machbare unternommen, damit es nicht zum GAU kommt und so dritte zu Schaden kommen könnten.
Aber das närrische Weltbild geht davon aus, dass die KKW- Betreiber den Super GAU herbei wünschen und nur deshalb ein KKW bauen - damit diese Stromteufel Dritte verstrahlen können.
Das närrische Weltbild kennt nur einen unmündigen und vertrottelten Menschen dem man nichts vernünftiges zutrauen kann. Jeder hat immer nur böse Absichten und will stets Dritten Schaden zufügen - koste es was es wolle.
Die Welt und ihre Menschen sind aber viel komplexer. Sie hat verschiedene Menschen mit verschiedenen Bedürfnissen, Absichten etc.
Wir befinden uns in einem närrischen Teufelskreis. Je mehr das tägliche Leben reguliert wird, desto unmündiger und verantwortungsloser wird der Mensch (weil die Regelungsautomatismen seinen Verstand ausschalten) und desto mehr Regulierungsmassnahmen werden gefordert.
Freuen wir uns also auf die Zeiten in denen wir einen Anwalt benötigen um auf's Klo zu gehen.
In diesem Sinne...
Mr. Pink
Ich möchte die Gelegenheit nutzen Dir zu danken. Danken dafür, dass Du die Ratschläge, die ich Dir in den letzten bald fünfzehn Jahren zukommen liess, umgesetzt hast:
- Nach Deinem Amtsantritt reit ich Dir, bei der Verkehrspolitik weniger auf die ausländischen Verkehrsminister zu schauen, als vielmehr die Bevölkerung der EU über die Ziele unserer Verkehrspolitik für Dich zu gewinnen. Das hat gut gekklappt und die damalige holländische Transportministerin hat für die Schweiz bald ihren Schreck verloren. Jetzt könnte der Bundesrat diese Politik auch auf die Libysche Bevölkerung ausdehnen,die vielleicht dankbar ist, wenn sie gegen ihren Führer Unterstützung aus der Schweiz erhält.
- Vor ca. zwei Jahren, reit ich Dir davon ab, die umweltschädlichen Gaskraftwerke zu forcieren. Auch da hast Du gotseidank auf mich gehört.
- Vor ca. einem Jahr machte ich, als langjähriger Priusfahrer, Dich darauf aufmerksam, dass Hybridfahrzeuge zwar weniger Sprit pro Kilometer brauche, deswegen jedoch doppelt so viel herumgefahren wird, und dass deshalb eine Distanzabhängige Verkehrsbelastung sinnvoll wäre. Auch das hast Du nun soeben in die Wege geleitet und ich hoffe, dass Du noch solange im Amt bleibst, bis das umgesetgzt ist.
- Einen Ratschlag von mir hast Du allerdings noch nicht umgesetzt. Ich reit Dir vor ca. einem Jahr, die Wasserstofftechnologie massiv zu fördern. Mittlerweilse gibt es serienreife Brennstofzellenautos (z.B. den Honda FCX Clarity, mit einer Reichweite von 460 Km pro Wasserstoff-Tankfüllung). Deren Verbreitung in der Schweiz wird sich jedoch noch um Jahrzehnte verzögern, weil kein Tankstellennetz für Wasserstoffautos besteht. Genau genommen gibt es hierzulande noch nicht eine einzige öffentliche Wasserstofftankstelle. Sich allein auf die Elektrofahrzeuge zu verlassen scheint mir nicht ratsam, weil der Wasserstoff in Ländern produziert werden könnte, wo der Strom durch Sonnenenergie, Gezeitenkraftwerke, etc. Immissionsfrei produziert werden kann. Also zwinge die Konzessionäre bitte, mindestens an jeder Autobahnraststätte eine Wasserstofftankstellen hinzustellen.
Grüsse
Martin
Der kleine Junge mit der Kalaschnikov macht doch einen recht freien und (los)gelösten Eindruck. Und der Mann links von ihm scheint ein "Victory" Zeichen anzudeuten; mit seiner erhobenen Hand.
Es lebe die Freiheit! Freiheit über alles!
Ich finde, das ist ein riesiger Schwachsinn!
Es stört mich überhaupt nicht, wenn die Muslime in einer Kirche beten, welche ein Minarett obendrauf haben. Denn ich bin der Meinung jeder hat einfach seinen eigenen Glauben und kann dort beten wo er will.
Deshalb frage ich mich nun was ist der Störfaktor damit Minarette abgeschafft werden sollen?
Wollen wir einfach die Muslime schikanieren?
Ich finde das Verbot ist überhaupt nicht gerechtfertigt!
Wenn ich schon abstimmen dürfte, würde ich auf alle Fälle NEIN stimmen!
Wir haben in der Schweiz eine Glaubensfreiheit wobei dies völlig dagegen spricht.
Wenn ich ein Muslim wäre, würde ich mich nicht mehr wohl fühlen, hätte das Gefühl die Schweizer wollen uns ausschaffen.
Jedoch ist dies eigentlich gar nicht der Fall!
Wenn sich die Muslime nicht mehr aufgenommen fühlen, denken sie wahrscheinlich es ist Zeit für uns geworden, wir müssen wieder auswandern.
Dies kann sehr negative Auswirkungen haben auf: Tourismus, Aussenhandel und Import-Export .
Ich verstehe nicht warum sie Minarette verbieten wollen.
Jeder kann seinen eigenen Glauben haben, wenn wir einmal sterben, kommen wir sowieso alle an den gleichen Platz.
Gemäss den heutigen Medien zeigen Sie sich enttäuscht betr. dem Kauf der Sendebewilligung von Radio Energy. Dabei monieren Sie: Geld regiert die Welt! Da gebe ich Ihnen zu 100% recht. Denn genau Sie sind es der nach diesem Motto handelt. Es gibt keinen anderen BR in der heutigen Zeit (und auch in der kürzeren Vergangenheit) der das Geld dem CH-Volk mehr aus der Tasche zieht als SIE. Ständig erfinden Sie irgendwelche neue Einnahmequellen mit dessen Gled Sie dann noch weiter regieren können als endlich den langersehnten Rücktritt zu erklären.
Danke und Gruss vom Denker
Da haben wir in der Schweiz und Global ein Paar Probleme.
In den letzten 20 Jahren haben unübersehbar die 68 iger aller Schatierungen ihr Weltbild regelrech borniert Stur erzwinglet.
Es gab bereits Damals wohlmeinende Warner.
Das hat die 68iger bis zum heutigen Tag nicht im geringsten angefochten.
Das mit der Wirtschaftspolitik mussten die gezwungenermassen aufgeben dafür wurde der Rest um so Bornierter durchgesetzt.Die 68 iger sind das geblieben was sie schon damals waren Arrogant Rechthaberische Pläri und Kläffer die zwischenzeitlich absolutt nichts dazulernen wollten.
Der stur bornierte Irrsinn der 68 iger ist dermassen Eingebrannt das die immer noch nicht gemerkt haben das dieser Irrsinn inzwischen die Menschheit inkl. unabwendbar auch die Schweiz in ein nicht mehr abwendbares beispielloses Dasaster geritten hat.
Die 68iger haben genau das erreicht das sie angeblich ferhindern wollten.
Desaster haben eine gemeinsame Ursache.
Geistige Beschränktheit stur bornierten Ideologieirrsinn und Ideologiewahn.
Mit freundlichen Grüssen
http://blog.4st.ch/
"Ich halte NICHTS von Leuten die ihre Freunde nach Herkunft, Rasse oder Religion aussuchen. Ob du mit deinen Auswahlkriterien (von wegen Mindestlohn) auch dazu gezählt werden kannst, bezweifle ich zwar: Aber ist dein Gedankengut im Kern nicht genau gleich, mein lieber Narr?"
Ganz sicher nicht Herr 'pink', der Kern meiner Auswahl bildet die Ethik, mein Verständnis etwa von Gleichberechtigung.
Jemand muss in der Lage sein solche Regeln zu vertreten, ansonsten keine Freundschaft.
Die Ethik bildet Regeln die unabhängig von der Herkunft einer Person sind. Die Verweigerung der Definition von Mindestlohn verletzt grundsätzliche ethische Prinzipien zur Humanität, dazu gehört auch die Gleichberechtigung.
Das Völkerrecht und die Menschenrechte beweisen, dass Konsens in Ethik zwischen verschiedenen Völkern möglich ist.
Ein Beispiel:
Das erst 1971 von den Schweizern eingeführte Frauenstimmrecht war nur eine Korrektur längst bekannter und einfachster ethischer Regeln was Gleichberechtigung in der Praxis anbetrifft.
Im Rückblick fällt auf, dass jeweils nur Männer darüber abstimmen konnten, ob Frauen das Stimmrecht haben dürfen. Bis zuletzt wurde leider gegen die nicht schwer zu verstehenden Regeln der Gleichberechtigung verstossen, die Frauen konnten hier nicht zum Thema abstimmen.
Männer, welche das Frauenstimmrecht ablehnen (die gibt noch immer),sie können auch immer noch nicht mein Freund werden.
Genauso ist dies beim Mindestlohn, die ethischen Regeln dafür liegen wie beim Frauenstimmrecht offensichtlich seit Jahrzehnten auf der Hand. Wer solche im Prinzip sehr einfachen Regeln bewusst missachtet oder verwässern will, mit dem kann ich keine Freundschaft pflegen.
Ich bevorzuge Leute, die auch mit Taten ihre Einstellung zeigen, nicht nur mit leeren Worten. Von Ihnen kenne ich keine Taten nur Worte. Hat Ihr Haus eine Solaranlage? Haben Ihre Abteilungen Hybridfahrzeuge und eine nachhaltige Energieversorgung? Wird meist per Bahn gereist? Nichts bekannt – nur leere Worte.
Auch Ihre Welt betrachte ich als engstirnig. Dumme Entscheide werden nicht korrigiert, sie lernen nicht dazu. Zentralisierung ist nicht immer die Lösung und der Staat macht nicht alles besser. Neue Gesetze lösen keine Probleme, sondern die Einstellung in den Köpfen. Für jedes neue Gesetz müsste eigentlich ein anderes abgeschafft werden, da inzwischen überflüssig. Auch Subventionen, Geld am richtigen Ort, kann etwas bewegen.
Es gibt kein unendliches Wachstum und jeder Wohlstand wirkt wie ein Vakuum. Es zieht die anderen an. Es ist jedoch nicht das Ziel, alle in die Schweiz zu holen, sondern den Wohlstand auf der ganzen Welt nachhaltig zu verbessern. Das geht sehr schlecht, wenn gute Arbeitskräfte einfach in die Schweiz abwandern und schadet auf lange Sicht auch der Schweiz. Wir erreichen Grenzen, die den Ausbau der Infrastrukturen unwirtschaftlich machen und die Lebensqualität ruinieren. Ein Wachstum von 20% in wenigen Jahren kommt selten gut. Man kann die Stockwerke der S-Bahn verdoppeln, die Züge etwas verlängern den Takt erhöhen. Aber es wird permanent kritischer. Eine einzige Störung kann den Verkehr zum totalen Zusammenbruch bringen. Es hat keine Luft mehr im System und der Unterhalt und Ausbau wird immer teurer und unwirtschaftlicher. Der Flugverkehr ist ein ähnliches Beispiel eines krankhaften globalen Wachstums. Die Luftfahrt schreibt weltweit rote Zahlen, wird aber in jedem Land extrem subventioniert. Innert kürzester Zeit wird ein Maximum an Gift produziert. Keine Steuern zahlen und die Allgemeinheit mit Kosten, Lärm und Dreck belasten ist nicht angebracht. Durch die Preisverzerrung werden Unsinn wie ein Wochenende in New York oder das einkaufen in Berlin billiger als in Bern. Das Wachstum muss gebremst werden, ansonsten verpuffen alle Massnahmen zum Schutz der Umwelt. Die Lebensqualität sinkt, nur der Kontostand einzelner steigt. Dies hat rein gar nichts mit sinnvollem und nachhaltigem Wachstum zu tun, sondern schlicht mit kurzfristigem Profitdenken engstirniger Politiker und Manager.
http://blog.4st.ch/
"Ich halte NICHTS von Leuten die ihre Freunde nach Herkunft, Rasse oder Religion aussuchen. Ob du mit deinen Auswahlkriterien (von wegen Mindestlohn) auch dazu gezählt werden kannst, bezweifle ich zwar: Aber ist dein Gedankengut im Kern nicht genau gleich, mein lieber Narr?"
Ganz sicher nicht Herr 'pink', der Kern meiner Auswahl bildet die Ethik, mein Verständnis etwa von Gleichberechtigung.
Jemand muss in der Lage sein solche Regeln zu vertreten, ansonsten keine Freundschaft.
Die Ethik bildet Regeln die unabhängig von der Herkunft einer Person sind. Die Verweigerung der Definition von Mindestlohn verletzt grundsätzliche ethische Prinzipien zur Humanität, dazu gehört auch die Gleichberechtigung.
Das Völkerrecht und die Menschenrechte beweisen, dass Konsens in Ethik zwischen verschiedenen Völkern möglich ist.
Ein Beispiel:
Das erst 1971 von den Schweizern eingeführte Frauenstimmrecht war nur eine Korrektur längst bekannter und einfachster ethischer Regeln was Gleichberechtigung in der Praxis anbetrifft.
Im Rückblick fällt auf, dass jeweils nur Männer darüber abstimmen konnten, ob Frauen das Stimmrecht haben dürfen. Bis zuletzt wurde leider gegen die nicht schwer zu verstehenden Regeln der Gleichberechtigung verstossen, die Frauen konnten hier nicht zum Thema abstimmen.
Männer, welche das Frauenstimmrecht ablehnen (die gibt noch immer),sie können auch immer noch nicht mein Freund werden.
Genauso ist dies beim Mindestlohn, die ethischen Regeln dafür liegen wie beim Frauenstimmrecht offensichtlich seit Jahrzehnten auf der Hand. Wer solche im Prinzip sehr einfachen Regeln bewusst missachtet oder verwässern will, mit dem kann ich keine Freundschaft pflegen.
Ganz sicher nicht, du Schweizer Narr. Deine Ansichten und Absichten sind nur Edel und Gut. Du scheinst der Erfinder von Moral und Ethik schlechthin zu sein.
Du hast sogar die Freundschaft bürokratisiert, so ethisch und vorallem MENSCHLICH ist deine Grundeinstellung. Und alles was du moralisch und ethisch vertrittst ist zugleich die einzig wahre Narrenwahrheit.
Mit deiner vermeintlich unfehlbaren Einstellung zu Moral und Ethik verteidigst und rechtfertigst du jegliches Denken und Handeln. Du bist unfehlbar - also ein richtiger Narr.
Einige meiner besten und bedeutensten Freundschaften sind aus Beziehungen mit Menschen GEWACHSEN, von denen ich NIE im Leben dachte, dass wir Freunde sein könnten.
Freundschaften WACHSEN, sie entstehen nicht auf einem Papier. Nur die Zeit kann zeigen, wie gut oder schlecht eine Freundschaft ist. Man muss das 'Risiko' der Freundschaft eingehen, damit es überhaupt eine Chance erfährt.
Natürlich kann man bei der Freundschaft wie du bürokratisch vorgehen. Veilleicht umgibt man sich dann mit tollen Ja- Sagern und erfährt auch wirklich gute Freundschaften. Aber vielleicht fördert man so nur seine eigene Engstirnigkeit und holt sich dadurch die nötige Bestätigung, die man ansonsten nicht erfährt. Besonders traurig ist es, wenn man seine Freunde nur anhand politischer Überzeugungen aussucht.
Wenn man sich 30 Jahre nach der Abstimmung zum Frauenstimmrecht immer noch nicht Vorstellen kann, einen Freund zu haben der damals ein Nein in die Urne legte, dann zeugt diese Einstellung zur Freundschaft meines
Erachtens eher von geistier Armut und menschlicher Intoleranz.
Ein wahrer Narr muss man sein, wenn man stets von Ethik und Menschlichkeit predigt und selbst nichts davon in seinem eigenen Herzen trägt.
Schöne Woche
Mr. Pink
P. S. Auf den Mindeslohn mag ich jetzt nicht auch noch eingehen.
-
Danke "rechtloser Bürger" für diese Einsichten.
Danke auch Bastien Girod, der sich wagt, entgegen einer Parteilinie das Thema Bevölkerungswachstum aufzugreifen.
Ich bevorzuge auch Leute welche Taten vorzeigen können. Nur sind meine "Bevorzugungen" ganz anderer Natur. Mit Leuten die zwar "Ideologien" massenweise "rausposaunen" wie z.B. der genannte Girod Bastien (Stopp-Offroader-Initiative) kann ich gar nichts anfangen.
Wo liegt übrigens das Problem der Offroader? Eher im Benzinverbrauch oder vielleicht am der Verletzungsgefahr für Fussgänger oder ist es ganz am Rande bemerkt ein Bisschen nicht auch ein Neid Faktor? Leute wie der oben erwähnte hätten auch dann noch zu meckern wenn ein solches Fahrzeug NULL Emission hätte, weich gepolstert wäre um Fussgänger fast gar nicht mehr verletzet zu können usw. wahrscheinlich einfach darum weil jemand etwas mehr hat als andere!
Auch ein "Weltenbummler" wie ihr hochgelobter Solarflieger Bertrand Piccard können ihren Aktivitäten auch nur "fröhnen" mit Mitteln (Geld) welches mehrheitlich aus den von Ihnen "verachteten" Weltkonzernen stammt.
Natürlich löst Wachstum nicht alle Probleme, aber er gehört einfach dazu und liegt nun mal in der Natur des Menschen. Mindestens in der Natur der meisten erfolgreichen Menschen oder Unternehmen.
Das Wohlstand ein "Vakuum" auslöst hat sicherlich seine Richtigkeit. Nur ist das so schlimm? Eine Mehrheit der Menschen strebt halt nunmal nach Mehr. Ich finde das eine ganz wunderbare Tugend, welche uns weiter bringt. (Stillstand ist Rückschritt)
Die ganzen grünen Ideologien wie sie es in ihrem Beitrag erwähnen hängen mir ganz gewaltig zum Halse raus. Ein namhafter Teil der Bevölkerung kann es bald auch nicht mehr hören. Es ist wie mit der Schweinegrippe, zuerst wird über die Medien viel Angst gemacht, dann passiert nichts und die Bevölkerung vergisst.....
Ich liebe Wachstum und ich liebe das Leben und geniesse jeden Moment der mir auf dieser wunderbaren Welt geschenkt wird! Es ist gut so wie es ist und hoffentlich verändert sich die Welt weiterhin. Der Wohlstand soll wachsen und wachsen und wachsen und...
Liebe Grüsse
Ihr Rechter
Das weiss jeder Krebspatient.
Wachstumsideologen aber nicht, sie findens toll und fühlen sich gut dabei (z.B. Rechter).
Rechter, Du unterstellst Andersdenkenden Neid und Ideologien. Um deine Ideologie gleich nachzuschieben: Immer mehr, grösser, schneller, und "lasst mich machen und in Ruhe". Ist es das?
Der Neidvorwurf ist die typische Selbstschutz vor Schuldgefühlen.
Ist da vielleicht ein bisschen Angst, jemand (oder gar "die Gesellschaft") könnte Dir ein Recht oder etwas Materielles "wegnehmen", dass Du dir rücksichtslos oder vielleicht gar unrechtmässig angeeignet hast?
Zum Beispiel mit dem Offroader zwei Parkplätze zu besetzen? Oder fremde Lungen mit Dieselruss vollrauchen?
Und wenn Du findest, das sei in Ordnung, dann komm nicht mit Neid, sondern sag es einfach, direkt und frech in die Welt hinaus. Dann kann man Dich entweder beklatschen oder aber abklatschen.
Was sind übrigens die "Taten", die du verehrst? Swissair, UBS, GM, AIG? Merc-Reisli, Kriegsmaterialexporte für Krisengebiete und Kindersoldaten???
Gruss vom
Waxdummskritiker
P.S:
Offtopic zu Offroadern:
Abgesehen von der sinnlosen Übermotorisierung habe ICH Angst vor den meisten dieser oft egomanischen Amateurchauffeure mit ihren Strassenpanzern! Sie können ihre Fahrzeuge nicht überblicken, und unterschätzen die Gefahren.
Ich bin nicht gegen Offroader, aber für progressive Verbrauchssteuern und die Lastwagenprüfungspflicht für ihre Fahrer.
Jetzt kommt der Neid:
Zudem besetzen diese frechen Typen oft gleich zwei Parkplätze! Ich parke meine Mühle in diesen Fällen jeweils so dicht neben die Fahrertüre, dass er auf der Beifahrerseite einsteigen muss.
Immerhin hat Offroader-Rechter sein Befinden artikuliert.
Wie viele Leute mögen diesen Blog lesen, sich was dabei denken - und sich trotzdem nicht zu artikulieren wissen...
Die Artikulation, das Artikulations-Spektrum, das Artikulationsvermögen einer Autohupe fällt mir dabei ein:
Ziemlich eingeschränkt, die Artikulation einer Hupe, ziemlich beschränkt, nicht wahr? So häufig und verbreitet dieses Phänomen auch sein mag.
All die Leute, die diesen Leuenbergerblog hier lesen, und sich was dabei denken..und erstaunlicherweise doch nichts dazu sagen, bzw. kommentieren. Alle diese werden möglicherweise im Verkehr sofort auf die Autohupe drücken, um sich auszudrücken!
Wir haben uns nix mehr zu sagen. Ein einfacher Hupton genügt! Eindrucksvoll! Damit ist wohl alles gesagt.
Dermassen eingeschränkt artikuliert sich "Rechter" nicht. Er findet Worte, was ihn von vielen seiner Gesinnungs- und Artgenossen, was ihn von einem "namhaften Teil der Bevölkerung", wie er sagt, unterscheidet, finde ich.
Es gab eine Zeit, da war die Erde eine Scheibe, oder wurde zumindest so gesehen. Die Zeiten haben sich geändert. Die Erde ist zu einem Globus geworden, global gesehen, zumindest.
Es scheint eine Menge Schweizer zu geben, bei denen hört die Welt ennet der Schweizer Grenze auf. (globi gehört nicht dazu). Und somit mag es zu solch selbstzufriedenen, bräsigen Äusserungen kommen, wie "Rechter" sie hier zu artikulieren pflegt.
Das Recht auf "Rücksichtslose und unrechtmässige materielle Aneignung", wie Wachstumskritiker hier sagt. Unser gutes Recht auf weltweite, globale Plünderung. Unser Recht auf die globale Ausbeutung von Ressourcen. Unser altes, kolonial verbürgtes Recht auf weltweite Plünderung, damit es uns gut gehen möge, behütet innerhalb unserer Schweizer Grenze.
Denn eine Welt ausserhalb dieser Grenzen existiert nicht.Siehe "Rechter" und Gesinnungsgenossen. Und sollte es diese Welt trotzdem geben, One World, dann hat sie schlicht und einfach nicht zu existieren! Es kann ja schliesslich nicht sein, was nicht sein darf!
Vielleicht werden eines Tages die Kinder von "Rechter" die letztendlich Ausgebeuteten sein. Oder die Enkelkinder seiner Kinder.
Wer weiss, Rechter, ob nicht eines Tages du der Ausgebeutete sein wirst. Du vielleicht nicht. Aber wenn, eines Tages, jenseits der Schweizer Grenze, sich deine Mentalität weltweit ausgebreitet haben wird: Dann werden millionen Inder und Brasilianer, milliarden von Chinesen deine behäbige Mentalität mit ihrer Muttermilch aufgesogen haben. Sie werden dann mindestens zwei Parkplätze auf einmal für sich beanspruchen. Natürlich für ihre neu erworbenen Offroader. Und das werden global gesehen eine menge Parkplätze sein. Der weltweite Verdrängungswettbewerb hat schon bebonnen.
Dir mag das egal sein. Aber deine Kinder, oder vielleicht die Enkelkinder deiner Kinder: sie werden dann vielleicht eines Tages die Ausgebeuteten sein.
Denn dein immerwährendes Wachstum wird seine Opfer fordern, ohne Rücksicht auf Verluste, Schweizer Grenze hin oder her!
Ein Freund ist ein Mensch, der einem kennt und versteht. Der Interesse an einem zeigt und dann in Abwägung aller Umstände ein wohlwollendes Verhalten uns gegenüber an den Tag legt. Freunde sind auch kritisch, aber immer wohlwollend.
Die Schweiz braucht genau solche Freunde - und wir haben diese leider nicht mehr in genügender Zahl.
Sowohl die Kenntnis als auch das Wohlwollen sind im Sinkflug begriffen.
Beste Grüsse
Ein Freund
Schön und amüsant deine unverhüllte Weltanschauung zu belächeln. Hier mein Statement zu deinen Anfügungen:
Wachstum bringt den Krebspatienten um, aber erneuert auch deine Zellen laufend und so lange du lebst.
Wachstum finde ich in den meisten Fällen schon gut. (natürlich nicht die der Krebszellen), oder findest du beispielsweise das Wachstum auf unseren Feldern nicht auch gut? Oder ernährst du dich nur von deiner Ideologie?
In der Aussage man solle mich in Ruhe lassen hast du schon recht. Denn am liebsten lebe ich mein Leben schon unbelästigt. Weniger aus Angst, sondern eher um die Schönheiten unseres Daseins auch in Ruhe geniessen zu können. Übrigens habe ich überhaupt kein schlechtes Gewissen dabei.
Neid heisst unter "Wikipedia" folgendes:
Unter Neid versteht man das ethisch vorwerfbare, gefühlsmäßige (emotionale) Verübeln der Besserstellung konkreter Anderer. Ähnlich ist der Begriff der Missgunst. Fehlt es am ethischen Vorwurf, spricht man auch von Unbehagen gegenüber Überlegenheit, die man selber gerne hätte und nicht zu erreichen vermag. Will man Neid rechtfertigen, so ist eher von einem Streben nach Gleichheit die Rede. Wie andere Gefühle auch, hat der Neid Vorteile für den, der ihn hegt.
Ich glaube das oben Geschriebene sagt schon sehr viel! Warum sollte ich neidisch sein? Etwa auf deine "Mühle", welche du so dicht an die Fahrertüre unbescholtener Offroadfahrer parkierst, dass die armen Leute sogar zur Beifahrertüre einsteigen müssen. Zum glück fahre ich keinen Offroader, so werde ich wenigstens von deinen Attacken verschont und darf gnädigst auch zur normalen Fahrertüre einsteigen.
Trotz dem ich mir nicht vorstellen kann, dass du mich "beklatschen", sondern überzeugt bin, dass du mich eher "abklatschen" wirst, posaune ich hier und jetzt ganz laut: Freiheit auch für Offroadfahrer
Sterben müssen wir alle. Die einen früher, die anderen später. Dies entscheidet zum Glück eine höhere Gewalt (genauso wie die meisten Arten von Krebs auch). So muss weder ich noch du in dieser Hinsicht ein schlechtes Gewissen haben.
Das die meisten Offroadfahrer nicht sicher fahren oder eine andere Kategorie der Führerprüfung absolvieren sollten sehe ich nicht so. Ich habe viel mehr Mühe mit den "Gepflogenheiten" der Velofahrer in Grossstädten. Die werfen sich mit dem andauernden "Überfahren" der Rotlichter ja geradezu fahrlässig den "armen Offroadfahrern (auch allen Fahrern von "Mühlen") zum Frasse vor :))
Zu deiner Info: Mit einer Verbrauchssteuer wirst du dein "Problem" nicht lösen, denn die meisten Fahrer von diesen Offroadern können auch Benzinpreise von 10 und mehr Franken locker bezahlen. Also sind auch die Anhebung von Steuern auf diese Fahrzeuge nur eine Strafe für Leute "deines Schlages" und nicht die von den Anderen.
Die Pflicht zur Lastwagenprüfung wird deine "verhassten" Offroader auch nicht vertreiben, denn das ist ja mit relativ wenig Aufwand problemlos von jedermann/frau zu erledigen.
Da die Normen (Grössen) der öffentlichen Parkplätze aus "der Steinzeit" sind und in etwa für einen VW Käfer oder "Döschwo" ausreichen, lässt sich auch dieses Problem anders lösen. Warum nicht einfach auch hier die Grösse den Bedürfnissen anpassen. So hättest auch du die Möglichkeit deine "Mühle" ohne Schuhlöffel abzustellen und müsstest nicht andere Verkehrsteilnehmer behindern.
Du siehst unsere Weltanschauung ist schon sehr verschieden. Der für mich entscheidende Unterschied ist aber:
Ich werde einmal (vielleicht sofort oder erst in ein paar Jahren) glücklich und zufrieden sterben. Du wirst aber bis zu deinem Ende unzufrieden, voller Neid und in ständiger Angst um deine, meine und alle anderen Nachkommen bis zu deinem Ende weiterleben. Dabei gibt es so viele andere Faktoren die über unser aller Zukunft entscheiden.
Mein Apell: Geniesst das Leben es ist wunderbar!
Ich habe Ihren Beitrag mit grossem Interesse gelesen. Ich lese den Blog von Herrn Bundesrat Leuenberger und die Kommentare dazu regelmässig. Ich bin also einer von jenen Leser, welche Sie kritisch ansprechen. Ich lese und schweige. Dennoch schätze ich mein Artikulierungsvermögen (was für ein Wort!) etwas höher ein als das einer Autohupe. Wenn ich versuche sorgfältig zu formulieren, dann brauch ich eine gewisse Zeit dazu. Ich möchte ja nicht, dass so ein Stuss herauskommt wie beim Rechten, bei Mr. Pink, dem rechten Bürger und einigen anderen, deren Namen ich mir nicht gemerkt habe. Ich schweige da lieber und staune. Im übrigen gibt es ja genug Blogger, die sich die Mühe machen, auf die Provokationen oder Dummheiten eine gescheite Antwort zu geben. Das machen Sie, der Wachstumskkritiker, Liza, Globi der Schweizer Narr und viele ander besser als ich es könnte. Ich denke auch, dass ich nicht zu allem meinen "Senf" dazugeben muss und schon gar nicht, dass ich das letze Wort haben müsse. Verzeihen Sie mir also mein Konsumverhalten. Ich freue mich an den Beiträgen unnseres Bundesrates und an jenen der Schreiber, deren Beiträge sich ausser einem gewissen Artikulierieungsvermögen auch noch durch ein Quentchen Intelligenz auszeichnen. Über die anderen ärgere ich mich schon ein bisschen. Aber was soll's der liebe Gott hat viele Kostgänger, wie mein Grossvater zu sagen pflegte.
Mit freundlichem Gruss
Max Manhart
Ich möchte mich nicht wieder in die leidige Diskussion über die Offroader einmischen. Die hatten wir schon mal. Und meine Haltung zum Mythos des 'unendlichen Wachstums' kennen die regelmässigen Leser ebenfalls.
Was mich aber zum Denken anregt ist unsere hysterische Gesellschaft. Und die kommt hier im Blog immer wieder zum Vorschein; wie auch jetzt wieder.
Was ich meine ist folgendes:
Nie in der Geschichte der Menschheit war die Lebenserwartung so hoch wie heute. Kinder die nach dem Jahre 2000 geboren sind, sollen laut einer Studie sogar eine grosse Chance haben, dass Jahr 2100 zu erleben.
Viele Krankheiten, die selbst vor wenigen Jahrzehnten nicht heilbar waren, können heute geheilt oder behandelt werden.
Die Pest ist längst Geschichte. Und als die Spanische Grippe grasierte, starben die meisten nicht etwa an der Grippe selbst, sondern an Folgekrankheiten, die heutzutage einfach zu kurieren sind.
Die Zahl der Verkehrstoten hat seit den 1970ern um das 5- fache abgenommen, obwohl sich der Motorfahrzeugbestand verdoppelt hat.
Der letzte Krieg in der Schweiz liegt über 150 Jahre zurück und ist mit ca. 150 Toten ebenfalls 'ziemlich' glimpflich ausgegangen.
Unser Leben, gerade hier in der Schweiz, war noch nie über eine so lange Periode so sicher und die Lebenserwartung so hoch wie heute. Und trotzdem reagiert ein Grossteil der Bevölkerung geradezu paranoid und hysterisch, wenn es um hypothetisch mögliche Krankheits- und Todesfälle geht.
Ist unser Leben so langweilig geworden, dass wir fast täglich nur noch an mögliche Krankheiten und Todesursachen denken? Oder suchen wir geradezu verbissen nach Möglichkeiten zum Sterben, um unser Leben interessanter zu gestalten? Ist es Geldmacherei? Oder haben wir einfach ein gestörtes Verhältnis zum Leben, oder vielleicht zum Tod? Oder aber ist die Hysterieverbreitung und Angstmacherei ein reines Politikinstrument?
Ich tippe auf Letzteres. Nicht nur hier im Blog sind Tod und Krankheit fast ausschliesslich ein reines Instrument der Politik und Argumentation. Natürlich verknüpft man dies dann gern mit Ethik, Moral und Solidarität, um auch die kritischsten Stimmen verstummen zu lassen.
Ich jedenfalls komme mir langsam vor wie ein Superheld. Ich habe schon einige Grippen, Erkältungen und dergleichen überlebt (ohne ärztliche Hilfe!). Sogar Verkehrsunfälle mit Fahrrad und auch im Auto habe ich erlebt und überlebt. Ich bin von Bäumen gestürzt und Abhänge hinunter gepurzelt. Ich habe mich abermals geschnitten und Gegenstände sind mir auf die Zehen gefallen. Hunde haben nach mir geschnappt und täglich überquere ich seit Jahrzehnten mehrer Fussgängerstreifen. Ich verlasse sogar nachts das Haus und halte mich auch in der kalten Jahreszeit seit jeher OHNE Mundschutz in Menschenmassen auf... Die Liste meiner lebensbedrohlichen Situationen ist fast unendlich. Muss man mich als Wunder der Menschheit betrachten ??? :-D
Viel Gesundheit und ein langes Leben in Vernunft wünscht,
Mr. Pink
P. S.: Dies Kritik richtet sich nicht an einzelne Blogger, sondern an die gesamte Gesellschaft.
Wachstum ist ein urarchtypischer Bestandteil der Natur - Waxdummskritiker - ohne Wachstum geht gar nichts! Keine Flora und Fauna, inkl. Homo Sapiens mehr ohne Wachstum! Diese krankhaften, demagogischen Untergangselogen der Fundi Grünen wie Sie nerven seit Jahren nur noch und sind phantasielos und dumm! Die Evolution hat dem Mensch ein Hirn gegeben, das ihn vom Tier unterscheidet. Die Herausforderung ist demnach, was wir mit dieser Fähigkeit zu denken und zu reflektieren machen! Mit Gratiszeitungen und Medien à la Glanz und Gloria werden wir es natürlich nicht schaffen. Die Messlatte hängt höher. Der gebildete, aufgeklärte Mensch hat oder hätte zumidest die Fähigkeit die Menschheit weiterzubringen und Wachstum zu generieren ohne die Welt zu plündern und zu zerstören. Das ist die dauernde Herausforderung des Menschen. Wenn man das Glas mindestens halbvoll sieht, dann kann es gelingen. Wenn man ein Misantroph und demagogischer, verblendeter Pessimist ist, dann kann es nicht gelingen. Ich bin mir nicht sicher, ob es gelingen wird. Wenn es nicht gelingen wird, dann hat die Menschheit nichts besseres verdient und wird aussterben. Wie im Witz:
Treffen sich zwei Planeten im All:
Sagt der eine: Wie gehts dir denn immer?
Der andere: Mies, sehr schlecht!
Der erste: Ja wieso denn?
Der zweite: Ich hab Homo Sapiens!
Der erste: Halb so schlimm, hatte ich auch, geht vorbei!
Zu ihrem letzten Text kann ich nichts mehr dazufügen, nur ebenfalls allen anderen Menschen ein glückliches, unbeschwertes und möglichst langes Leben zu wünschen!
p.s. @Waxdummskritiker: Die (glücklicherweise) immer laänger werdende Lebensdauer von uns Menschen ist auch ein "Waxdumm" :)
Liebe Grüsse
Rechter
Hallo Max Manhart
Unter Wikipedia konnte ich mit dem von Ihnen neu erfundenen Wort "Artikulierungsvermögen" leider nichts finden. Da ich aber zu der "Spezie" normal gebildet gehöre, verstehe ich dieses Wort schlicht nicht.
Hier der Auszug nach der Eingabe des von Ihnen erwähnten Wortes:
"Suchergebnisse
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Ähnlicher Begriff: Orientierungsvermögen
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Übrigens hat die Autohupe den Vorteil, dass sie von wirklich ALLEN verstanden wird, auch von nicht akademischen Übermenschen.
Wieso und bei wem entschuldigen sie sich eigentlich für Ihr Konsumverhalten? Ist das nicht unser aller Recht?
Ihr Grossvater hatte bestimmt recht, denn der Herrgott hat wirklich verschiedene Kostgänger gemacht. Dies sicherlich um die Welt interessanter, abwechslungsreicher und schöner zu machen. Stellen Sie sich einmal vor wie die Welt wäre, wenn nur und ausschliesslich Menschen da wären mit Ihrer Intelligenz und Ihrem Wissen. Da würden die Auskunftsdienste wie "Wikipedia" förmlich explodieren vor Suchanfragen über alle eben gerade neu erfundenen Wörter.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Genuss beim Lesen aller Beiträge und möglichst kein schlechtes Gewissen dabei!
Liebe Grüsse
Rechter
Wenn ich schon dabei bin: hier der Versuch, ein anderes Beispiel aus meinem lokalen Umfeld hochzurechnen auf kommende globale Verhältnisse: Die Fahrschul-Dichte heutzutags. Der Fahrzeugausweis muss her, subito! Volljährigkeit = Ausweis. Wer ihn nicht gleich zum Geburtstag hat, gilt schon als ernsthaft mobilitätsbehindert.
Es geht weder um Neid noch um Ideologie. Im Gegenteil. Was bei uns zu unhinterfragtem Anspruch und absoluter Selbstverständlichkeit geworden ist - wieso soll das Menschen in anderen Ländern nicht ebenso zustehen? Deren Lebensstandard noch nicht auf unserem Niveau angelangt ist, die aber im Begriff sind, zügig aufzuholen?
Was werden wir dann haben?
Die Totale Mobilmachung!
Etwas anderes fällt mir da auch nicht ein.
Zur Klärung:
Wirtschatliches Wachstum soll exponentiell sein, sagen Politiker, Ökonomen und alle andern Faktenresistenten.
"Prozente pro Zeitabschnitt" = exponentiell = rote Kurve.
Wer solches Wachstum propagiert, ist nicht nur ein Feind der Schweiz, sondern ein Feind des Lebens, genau wie ein Krebsgeschwür.
Biologisches Wachstum ist "logistisch", die Verknüpfung von mind. ZWEI Exponentialfunktionen. Es anerkennt und respektiert Grenzen = blaue Kurve.
Alles klar oder immer noch nicht?
Noch ein Versuch:
Wenn die Lebenserwartung so gestiegen wäre, wie "die Wirtschaft" in den letzten 50 Jahren, würden heute über 100 Milliarden Menschen auf der Erde leben wollen...
Wenn die Wachstumsfanatiker körperlich so weitergewachsen wären wie als Kind zwischen dem 3. und 4. Geburtstag (sagen wir 8% pro Jahr), wären sie im Alter von 30 Jahren 7,4 Meter gross, und würden mit 109,4 Metern pensioniert...
NOCH FRAGEN?
Zurück in die Zukunft:
Die IEA rechnet bis 2030 mit einer Zunahme des Primärenergiekonsums von über 50%, bei Erdöl von ca. 25%.
Und unsere grün- und blauäugigen Politiker und Ökonomen glauben, mit "sparen" und Energieeffizienz den CO2-Ausstoss reduzieren zu können... ts ts ts.
Möglicherweise haben wir uns haarscharf missverstanden. Ich habe das mit der Autohupe nicht auf mich bezogen. Ich wollte nur Gründe darlegen, warum ich lieber schweige als schreibe.
...und wenn ich schon dabei bin, möchte ich Ihren Faden gerne weiterspinnen. Sie haben recht, wir können Menschen in ärmeren Ländern nicht vorenthalten, was wir für uns selber in Anspruch nehmen. Nur wären wir dann - um das von Ihnen als Beispiel gegebene Automobil zu nehmen - viel zu viele auf dieser buckligen Erde. Vielleicht würde es etwa 2 Milliarden unserer Spezies vertragen. Ohne massive Gewalt würden wir wahrscheinlich nie auf diese Zahl zurückgehen. Wir recht Sie doch haben: Es hiesse tatsächlich Totale Mobilmachung.
Ich mag gar nicht daran denken. Jetzt gehe ich gleich in ein HaydnKonzert, das bringt mich auf andere Gedanken und ist erst noch relativ umweltschonend. Ich fahre mit dem ÖV.
Mit freundlichem Gruss
Max Manhart
Monsieur Rosa findet ihre Einstellung zu seinen Beiträgen bedauernswert, da ihnen offenbar mehr an Diktion als an Essenz liegt.
Aber für Monsieur Rosa ist ihre Gesinnung nicht wirklich befremdlich, da sich die Mehrzahl des Herdentieres Mensch sehr gern von leeren Phrasen bezaubern lässt. Obendrein ist die Existenz viel fassbarer, wenn man sich mit gleichgesinnten umsäumt.
Aus diesem Anlass ist auch der Anteil an Staatsmännern und Staatsfrauen die ein Jurastudium beehrten überproporzional im Parlament und in der Regierung vertreten, da die Studienzeit darauf abzielt, dass Artikulieren in langen Worten und Phrasen zu erlernen, ohne irgend etwas verbalisieren zu wollen.
Ferner erscheint es ungemein praktisch zu sein, wenn nach grossen Worten keine Taten folgen, denn die Schwadroneure können durch die inhaltliche Leere ohnedies nicht zur Rechenschaft gezogen werden.
Ein weiterer Grund in der Ablehnung von manchen Beiträgen durch Herr Manhart sieht Monsieur Rosa in der Diskrepanz der differierenden Weltanschauungen. Herr Manhart sieht sich offensichtlich gerne in einer Umgebung von linientreuen Herdentieren. Diese wiedersprechen ihm nicht und dabei findet Herr Manhart auch die nötige Achtung. Das ist eine wirklich lauschige Lebenseinstellung.
Meine Empfehlung
Monsieur Rosa
Herzlichen Dank für die Blumen!
Lieber Wachstumskritiker
Glauben Sie wirklich an diese Statistiken? Für mich sind solche (und die meisten anderen Statistiken) einfach nicht glaubhaft. In etwa so zuverlässig wie ein Wetterbericht für die nächsten zehn Jahre. Mit Ihrer "Statistitis" wäre es sicherlich auch möglich genauestens zu eruieren wie die Wetterlage z.B. am 01.Januar 2018 ist. Denn Menschen mit Ihrer Inteligenz finden auch in solch einem Falle immer genügend Vergleichsmöglichkeiten um eine für Sie passende Statistik zu "erzeugen".
Leute ihres Inteligenzranges denken vorwiegend in Worten wie: Würde, Täte, Hätte, Könnte....
Da ist mir die Lebensart der "Macher" lieber. Die denken weniger, aber verändern dafür einiges.
Wenn der grössere Teil der Menschheit nach solchen Statistikn handelte, würde die Erde wahrscheinlich nicht nur still stehen, sondern eher zurückdrehen :)
Ich bin zu dumm um an solche Inteligenz zu glauben.
Viel Spass beim "Phantasieren" und liebe Grüsse
Rechter
Glaubst du, Wachstumskurven seien eine Statistik? Hua hua.
Nix da, das ist reinste, unverdächtige Mathematik, basta. Ein Naturgesetzt wie die Gravitation. Oder stellst du die auch in Frage, ohne zu denken?
"Macher denken weniger, aber verändern dafür einiges." (Zitat Rechter)
Terroristen auch.
Anarchisten auch.
Liberalisten auch.
Gruss vom Präsidenten der
Agzion gegen WaxEnde DummHeit
Dummheit ist entschuldbar.
Ignoranz nicht.
Andy Thiel hat mit seinem Satire Beitrag in der Weltwoche voll ins Schwarze getroffen! und tausenden von Menschen aus dem Herzen gesprochen! Auch für Sie, im Elfenbeinturm, absolut lesens- und überdenkenswert, lieber Herr Leuenberger!
Thiel
Am TelefonMoritz Leuenberger will am Samstagabend ins Theater am Hechtplatz. Vor der Kasse ist Stau. Wird das Ticket jetzt teurer?
Anzeige Theaterkasse: Theater am Hechtplatz, Sandra, grüezi?
Moritz: Moritz Leuenberger, grüezi. Ich hätte gerne zwei Karten für die Vorstellung von Andreas Thiel am Samstag.
Theaterkasse: Gerne . . . Ihre Kreditkartennummer, bitte?
Moritz: American Express 3229 830008 47952.
Theaterkasse: Danke, Ihre Plätze sind gebucht.
Moritz: Äh, Moment, was kosten die denn?
Theaterkasse: Das kommt ganz auf die Zuschauer an.
Moritz: Das finde ich gut. Je nachdem, wie es einem gefallen hat, kann man so viel geben, wie man will?
Theaterkasse: Nein, je länger die Warte-schlange vor der Kasse ist, desto teurer werden die Eintritte.
Moritz: Wieso das denn?
Theaterkasse: Wir versuchen die Zuschauer umzuerziehen, damit sie nicht immer alle gleichzeitig am Samstagabend ins Theater kommen.
Moritz: Ich will aber am Samstagabend ins Theater!
Theaterkasse: Dann müssen Sie halt den Preis dafür bezahlen.
Moritz: Wie teuer könnte das denn werden?
Theaterkasse: Samstags ist immer ausverkauft. Sie müssen also damit rechnen, dass wir Ihrer Kreditkarte einige hundert Franken werden belasten müssen.
Moritz: Wie bitte?
Theaterkasse: Das ist eine reine Lenkungs- abgabe. Wenn Sie am Dienstag die frühe Nachmittagsvorstellung besuchen würden, käme das viel günstiger für Sie.
Moritz: Ich will aber nicht am frühen Dienstagnachmittag ins Theater! Ich arbeite am Dienstagnachmittag!
Theaterkasse: Das sagen alle.
Moritz: In diesem Fall möchte ich die Karten wieder abbestellen.
Theaterkasse: Das geht leider nicht.
Moritz: Wie bitte?
Theaterkasse: So sind die Richtlinien: Jeder muss bezahlen, ob er kommt oder nicht.
Moritz: Aber das ist doch ungerecht! Ich will den Thiel gar nicht sehen!
Theaterkasse: Ungerecht wäre es, wenn die, die ins Theater gehen, dieses auch noch selber finanzieren müssten. Die können ja nichts dafür, wenn Sie nichts von Kunst verstehen. Wir werden Ihnen deshalb einen pauschalen Solidaritätsbeitrag von 5000 Franken berechnen.
Moritz: Wie bitte? Wenn Herr Thiel so grossen Zuschauerandrang hat, warum spielt er dann nicht in grösseren Theatern?
Theaterkasse: Wegen der CO2-Bilanz. Grosse Säle zu beheizen und zu belüften, braucht viel Energie. Deshalb spielt er nur noch vor ganz kleinem Publikum. Die Eintrittspreise sind dann natürlich auch dementsprechend teuer.
Moritz: Aber das heisst ja, dass sich viele Zuschauer die Eintrittskarten für Thiels Vorstellungen gar nicht mehr leisten können!
Theaterkasse: Das ist auch richtig so. Zu viele Zuschauer würden die CO2-Bilanz des Theaters nicht gut aussehen lassen. Ausserdem können die, die unbedingt ins Theater wollen, ja auch in eine Vorstellung am frühen Dienstagnachmittag gehen. Die sind immer leer. Und das ist doch auch Energieverschwendung, die ganzen Scheinwerfer ohne Publikum so lange brennen zu lassen.
Moritz: Ich verstehe das nicht: Je mehr alle bezahlen müssen, desto weniger Leute gibt es, die es sich noch leisten können . . .
Theaterkasse: Ja, denken Sie ruhig mal da- rüber nach.
Moritz: Was ist, wenn ich die 5000 Franken nicht bezahlen will?
Theaterkasse: Es sind jetzt schon 5144 Franken.
Moritz: Wie das denn?
Theaterkasse: Dieser Anruf kostet zwölf Franken pro Minute.
Moritz: Was? Tut mir leid, so einen Schwachsinn bin ich nicht bereit mitzufinanzieren!
Theaterkasse: Lustig! Das hat Thiel auch gesagt, bevor er ausgewandert ist
In vielen sonstigen Kolummnen, die sich "Satire" nennen, wirkt er eher wie ein frustrierter, reaktionärer Kläffer.
Sieht er sich wohl als Freund oder Feind der Schweiz?
@ Wachstumskritiker
Ergänzung:
Aber Ignoranz ist ja grad Teil oder die Folge von Dummheit!
Die Rechte glaubt, wenn es dem Einzelnen gut geht, geht es allen gut. Sie setzt auf die Freihait. Die Linke glaubt, wenn es allen gut geht, geht es dem Einzelnen gut. Sie vertritt die Brüderlichkeit.
Verrat am eigenen Ideal ist es, wenn versucht wird, Brüderlichkeit herzustellen, indem man den Mangel umverteilt. Ziel ist nicht die Umfairteilung (das ist Hartz IV, Brioni-Sozialismus, Lärmgleichheit). Ziel sind bessere Verhältnisse für alle.
Verrat am eigenen Ideal ist aber auch, wenn die Freiheit nur für den Starken und aktuell Begünstigten gelten soll. Freiheit muss, wenn sie ein politisches (und nicht nur egoistisches) Ziel sein soll, für alle gelten, auch für die Entrechteten, die Hilflosen, die Migranten.
Beide Denksysteme, die Rechte, die von der Freiheit, und die Linke, die von der Brüderlichkeit her denkt, verraten ihr Ideal, wenn sie aus mangelndem Mitgefühl, aus gedanklicher Hilflosigkeit und fehlendem Glauben an eine bessere Zukunft der Menschen einer Nivellierung nach unten Vorschub leisten.
Angesichts dieser manifesten Nivellierung nach unten ist der Streit zwischen Rechts und Links, zwischen Selbsthilfe und Mitmenschlichkeit, zwischen Wachstumsglaube und Wachstumskritik reichlich virtuell. Die Welt ist nicht begrenzt, die Ressourcen sind es, da hat Wachstumskritiker recht, aber nicht die Möglichkeiten, mit Phantasie, Begeisterung und Umsicht aus den begrenzten Ressourcen heraus immer wieder neue Lebensformen und -wege zu erschliessen.
Thiel sei ein frustrierter, reaktionärer Kläffer... wen meint der wohl genau? sicher nicht Thiel, der heute mit Abstand das Beste ist was die Schweiz in Politsatire anzubieten hat, das sagt sogar Giaccobo, der ein grosser Bewunderer Thiel's ist. Zudem hat Thiel, der in Deutschland mehr Bewunderer hat als in der Schweiz (weiso echt?)im jungen Alter bereits alle namhaften Preise abgeräumt. Hier zwei Trouvaillen Thiel's:
http://www.youtube.com/watch?v=K_RfBO0f8Sc
http://www.youtube.com/watch?v=It5cNVhP97Q
Genial!
http://moritzleuenberger.blueblog.ch/ge
Ueli Schäfer, Sie haben ja recht, aber drehen sich noch im gleichen Kreis wie im August 2008. (Siehe obigen Link)
Hoffnung nützt der Sache nichts, wenn fundamentale Einsichten fehlen.
Dem geistigen und kulturellen Wachstum des Menschlichen Daseins sind tatsächlich keine Grenzen gesetzt.
Dem physisch-biologisch-materiellen hingegen schon!
Dem sagen wir aber nicht Wachstum, sondern Entwicklung, und es wird nicht in Franken und Dollars gemessen: Neues wird gelernt und etabliert, Altes wird gestoppt und vergessen. Fort-Schritt.
Auch Innovation muss und darf nicht Wachstum bedeuten: Eine Neuerung muss das Alte ersetzen. Substitution, eben Fort-Schritt.
Aber was passiert???
Im Namen der Effizienz isolieren 10 Hauseigentümer ihr Heim auf Minergie, während für zusätzlich beheiztes Volumen im Namen des Wachstums der Energiebedarf um das tausendfache des Eingesparten gesteigert wird.
Im Namen gutgemeinter Förderprogramme steigt die Solarenergieproduktion um 50%, 100%, 500%, während die zusätzlich benötigte Energie im Namen des Wachstums um das tausendfache des absoluten Alternativ-Energiezuwachses wächst.
Noch haben wir die Wahl: Freiwillige Suffizienz, oder aufgezwungene.
Your argument is quite disengenious and evokes our tenderest emotions.
Sadly, these feelings are quite beside the point as is the personification of Switzerland the Beautiful sobbing at the duplicity of a friend.
Is it not true that "having friends means not needing enemies?" Is it true that States must function as though in a schoolyard or dependent on the evocations from a pulpit? Does a state exist in the fluid condition that characterizes the relationship between politicians even in the same party?
Yes, we like to think our cat is a wise philosopher and a dog our loyalist confidant, but to suggest my Country has friends and enemies in the familial sense is to set up a condition that must inevitably confuse and endanger my poor vulnerable soul.
Inasmuch as our State, my dearest Switzerland is defined by the rule of law, one must always find references in the law in order to take action on behalf of the state.
Equally and dare I say it, more particularily Switzerland, Since at least Metternich's time, has a tendency to also be difined and recognized by external laws. Even international law.
Whether one is a friend, an enemy or a scary superpower, our sense must always depend on the nature of agreements,treaties, fences, border posts and banking rules among many others. We here tend to arm our soldiers with rifles and not flowers.
Let us focus on our obligations. To all of us in this blessed land and all of those less fortunate living outside of borders, friends and even enemies.
http://tinyurl.com/geistigeswachstum
Link in meinem vorherigen Beitrag war zu sterk gewachsen, hatte nicht Platz, hier und oben der funktionierende:
http://tinyurl.com/geistigeswachstum
Es ging mir nicht darum, Ihre Thesen zu kommentieren oder zu bestätigen.
Ausgangspunkt meiner Überlegungen war der Vorstoss aus der SP der Stadt Zürich, Hausaufgaben ganz zu verbieten, da durch diese die Chancengleichheit zwischen jenen Kindern williger und fähiger Eltern und solchen mit weniger guten Voraussetzungen verletzt würde. Hiess dies nicht, dass man es vorzog, alle Kinder zurückzubinden, statt sie, wie der Erziehungsauftrag der Schulen dies fordert, so gut es im Einzelfall eben geht, weiter und weiter zu führen ?
Mir fiel dann auf, dass diese Haltung der Linken, lieber das Schlechte gleichmässig zu verteilen als das Gute, allenfalls unter Inkaufnahme von Ungleichheiten, zu fordern und zu fördern, sehr verbreitet ist. Es prägte sich mir unter Stichwort der Nivellierung nach unten ein.
Dann ging mir auf, dass auch Ihre Haltung, lieber das Wachstum zurückzubinden als es in geeignete Bahnen zu lenken, eine Nivellierung nach unten darstellt.
Zuletzt schien mir, dass die Tendenz der Rechten, Freiheit nur für die Freien zu fordern und die Unfreien in ihrer Unfreiheit zu belassen, damit verwandt ist.
Alle gehen sie davon aus, dass die Welt begrenzt ist und dass es um einen Verteilkampf geht, der am besten zu gewinnen ist, wenn man die Möglichkeiten zur Entwicklung einschränkt und den Mangel zur Norm erklärt.
Ich finde dies kleinmütig, phantasielos, im Grunde auch billig. Es ist die bequemste Art, Probleme (scheinbar) zu lösen und Gerechtigkeit (oder Nachhaltigkeit, was auch immer das Thema ist) herzustellen.
Leider ist es so, dass die Mitteparteien ihrerseits kleinmütig, phantasielos und bequem sind. Ich könnte mir aber vorstellen, dass sie mit einem entschiedenen Bekenntnis zu einer neuen Nivellierung nach oben Kraft und Glaubwürdigkeit hinzugewinnen könnten.
Sie haben es auf den Punkt gebracht.
Danke und Gruss
Mr. Pink
Durch das Vergessen des Alten werden in ferner Zukunft die Fehler der Vergangenheit wiederholt. Ich glaube das nennt man Geschichte.
Gute Nacht
Mr. Pink
"Es ging mir nicht darum"...etc. wie sie sagen, und
"Ausgangspunkt meiner Überlegungen war der Vorstoss der SP der Stadt Zürich"
Das wusste ich vorher nicht - warum sagen Sie das nicht gleich?
Vergleichen Sie nun Äpfel mit Birnen?
Man kann ja nicht wissen, wie Sie von der Aussenpolitik- und Wirtschaftsdiskussion auf Fürze einer Zürcher SP umschwenken.
Sollen die sich doch Niveaucrème besorgen!
Sie haben recht, solche Bierideen sind schon fast krank.
Nivellierung nach unten ist selten gut, findet aber in unserer Gesellschaft leider auf breitester Front statt, nicht nur bei Bildungs-Gleichschaltungspolitikern!
Sondern gerade auch bei ethischen Werten und sozialen Errungenschaften! Dies wiederum meist im Namen unmenschlicher Marktlogiken, welche schlicht dem Rücksichtslosesten die besten Chancen einräumen wollen.
Und: NEIN!
Es ist nicht meine Haltung, lieber das Wachstum zurückzubinden als es in geeignete Bahnen zu lenken, und deshalb ist Wirtschaftswachstums-Kritik auch keine Nivellierung nach unten.
Da verdrehen Sie nun wirklich wieder mutwillig oder aus fehlender Einsicht etwas.
Gerade mein letzes Votum, das sich übrigens auf das Ihre bezieht, sollte zeigen dass
1)
ich das Wachstum in geeignete Bahnen lenken möchte, nämlich vorab
- geistiges Wachstum
- Substitution von Tecniken, nicht nur zusätzliche,
- Transparenz und Verantwortung im Markt,
- Stopp der Quantifizierung von 'Wachstum' in Dollars und Börsen-Indizes.
2)
dies ohne Rückbindung des materiellen Wachstums nicht gelingen kann;
3)
dass es mit schönfärberischem Gerede von Gutmenschen links wie rechts allein nicht gemacht ist.
Ist Wirtschaftswachstum vielleicht doch mit biologischem Wachstum vergleichbar?
Jedenfalls wären die Dinosaurier- Banken heute ausgestorben, hätte der Mensch (Politik) nicht in das biologische Wirtschaftswachstum eingegriffen.
Die Dinosaurier hätten Platz für neue 'Lebensformen' gemacht, wodurch die wirtschaftliche Natur nachhaltig gestärkt worden wäre.
Und wahrscheinlich hätte der Tod der Dinosaurier für die neuen 'Lebensformen' als Lehrbeispiel gegolten - vorausgesetzt sie hätten die Fehler der Alten nicht vergessen ;-)
Durch das Eingreiffen der Politik ist die wirtschaftliche Natur längst insturmentalisiert worden und gehorcht heutzutage in der Tat nicht mehr den 'Naturgesetzen' - sie tanzt nach den Regulierungen der Politiker und Lobbyisten.
Fortschritt ist hingegen kein Naturgesetz. Soviel steht für mich fest. Denn mit dem Niedergang des Römischen Reiches ging ebenfalls eine hoch entwickelte Kultur, Gesellschaft und mit ihr der Fortschritt unter. Diese geistige und kulturelle Leere dauerte bis zur Renaissance.
Ich denke es ist wieder an der Zeit, dass bei uns im Westen die Barbaren einfallen. Der Neuanfang ist längst überfällig. Denn es ist der Status Quo - die veralten Strukturen die von Politik und Wirtschaftslobby krampfhaft versucht werden am Leben zu erhalten, welche die (Weiter-) Entwicklung bremsen.
Trotzdem bin ich für die Zukunft zuversichtlich, da die aufstrebenden Asiatischen Nationen mehrheitlich durch buddhistische Gedanken geprägt sind. Und es scheint als hätten diese Nationen aus unseren westlichen Fehlern die besseren Weisheiten gezogen.
Nachdenkliche Grüsse
Mr. Pink
Ignoranz kann die Folge von Dummheit sein.
Aber die grosse Ignoranz, unter der die Welt leidet, ist vorsätzlich und kommt von intelligenten Leuten...
zu mr. pink
Es ist richtig, dass in der Geschichte gewisse Fehler wiederholt werden. Dies ist aber nicht die Folge einens Vergessens, sondern darin begründet, dass die "Fehler" immer auch Profiteure hervorgebracht haben und Machtkonzentrationen zementiert haben. Beispiel: die Sklaverei.
Mit "vergessen" meinte ich natürlich, die alten Fehler bewusst zu halten, aber nicht wieder zu praktizieren!
Ein Gegenbeispiel wäre der "Gebrauch" von Atomwaffen. Ob Atomwaffeneinsätze jemals vorsätzlich (ausser von Terroristen=Profiteuren) wiederholt werden, wage und hoffe ich doch zu bezweifeln...
Allerdings ist für mich die Aussicht auf Barbarei bzw. sogar der Ruf nach ihr keine verantwortbare Perspektive für eine aufgeklärte und kulturfähige Gesellschaft.
Aber es sit wohl richtig, dass dies der einzige aufgezwungene Ausweg sein wird, wenn die globale Einsicht nicht doch noch kommt.
Deshalb wünsche ich mir geordnete Bahnen auch für das Wachstum, Ueli Schäfer.
http://www.novatlantis.ch/index.php?id=
Das sind ganz viele Fragen. Ich kann darauf keine kohärente Antwort geben.
1.
Leider gelingt es nicht immer, etwas Neues in einem Anlauf klar zu sagen. Man ist dann dankbar um eine zweiter Gelegenheit.
2.
Ich glaube nicht, dass man materielles und geistiges Wachstum voneinander trennen kann. Oder werden wir unsere Bücher in Zukunft mit dem Finger in den Saharasand schreiben ?
3.
Die Dinosaurier sind, wenn ich es richtig verstanden habe, nicht der terrestrischen Selektion im Sinne Darwins zum Opfer gefallen, sondern einem Ereignis (einem Kometeneinschlag ?), das von Aussen auf die Erde einwirkte. Geschähe dies wieder, wären nicht (nur) die Grossbanken, sondern wir alle das Opfer.
4.
Wachstum in geordneten Bahnen sagt sich leicht. Aber ist es nicht das, was die sozialistischen Länder vergeblich versucht haben ?
5.
Schliesst der Ausdruck "Suffizienz" (sufficient = genügend) nicht eine subjektive Bewertung mit ein ? Wer entscheidet, wann Boni genügend sind, die Aktionäre, die Banker selbst, die Finma, die Politik, das Volk ?
6.
Fortschritt, d.h. mehr, besseres und komplexeres Leben auf den gleichen, durch die Begrenztheiten des Planeten gegebenen Grundlagen ist der Inhalt der Evolution. Er wird wohl erst aufhören, wenn die Zufuhr hochwertiger Energie durch die Sonne nachlässt oder äussere (innere sind auch denkbar) Ereignisse den Planeten destabilisieren.
Dazu noch:
7.
Der angedrohte Klimawandel ist m.E. kein solches Ereignis. Er könnte aber für die Menschen oder jedenfalls Teile von ihnen gravierende Konsequenzen haben.
8.
Ich weiss im Moment kein besseres Rezept dagegen als die 2000 W Gesellschaft (wieder einmal der Link im Url). Aber auch sie wird, wenn überhaupt, kaum ohne grössere soziale und wirtschaftliche Umwälzungen und erst kurz vor dem Versiegen der gut erreichbaren fossilen Energiequellen tatsächlich herbeikommen.
Ob der Tod der Dinos nun irdischen Ursprungs ist oder ausserirdischen spielt für mich keine Rolle. Es war auf jedenfall Naturgegeben. Natur i. w. S., also "entstehen, geboren werden" kann nicht nur auf das Irdische beschränkt werden. Schliesslich leben wir in einem natürlichen Universum.
Sie haben aber recht: Der Dino- Vergleich hinkt. Es wäre bei weitem nicht gleich die gesamte Spezies (Branche) ausgestorben, hätte man die Ferrari fahrenden Wall- Street zocker ihrem NATÜRLICHEN Schicksal überlassen. Und trotzdem sind viele dieser Versager- Unternehmen heute so überflüssig wie Dinosaurier in unserer Zeit.
Die Rettung hat für mich aber schon was extraterrestrisches. Jedenfalls hat die Geldvermehrung der Zentralbanken etwas übernatürliches.
Trotzdem entwickeln sich Berufe, Branchen und Unternehmen weiter, sie verschwinden (z. T. gänzlich) und es kommen auch immer wieder neue dazu - und dies seit der Menschheitsgeschichte. Also ganz im Sinne einer natürlichen Evolution Darwin's. Auch das Verschwinden ganzer Berufsgattungen und Branchen ist nichts unnatürliches.
Dahingegen denke ich nicht, dass Fortschritt ein Naturgesetz der Evolution ist. Es verändert sich tatsächlich nicht immer alles zum besseren, komplexeren (Leben). Der Mensch ist ja schliesslich auch 'natürlich' und doch gibt es längere Perioden des Rückschritts, oder zumindest des Stillstandes.
Aber auch Tier- und Pflanzenarten sind während der Erdgeschichte zahlreich ausgestorben. Sie konnten am Fortschritt nicht partizipieren.
Mammuts und Säbelzahnkatzen sind ein besseres Beispiel als Dinos für meine Ansicht. Ich denke denn auch, dass während der Erdgeschichte mehr Tier- und Pflanzenarten ausgestorben sind, als überlebt haben. Für die gilt kein Naturgesetz des Fortschritts und bestätigen in vielen Fällen ein Versagen der Evolution.
Grüsse
Mr. PInk
http://www.wupperinst.org/uploads/tx_wi
Sie verwenden eine Reihe von Begriffen, die Sie nicht näher definieren, deren Bedeutung aber sehr vielschichtig ist: geistig, Wachstum, Fortschritt, Suffizienz, Evolution. Erlauben Sie mir deshalb, ein paar kritische Fragen.
2.
“Ich glaube nicht, dass man materielles und geistiges Wachstum voneinander trennen kann. Oder werden wir unsere Bücher in Zukunft mit dem Finger in den Saharasand schreiben ?“
Was meinen Sie mit „materiellem Wachstum“ und „geistigem Wachstum“? (Werden wir in Zukunft überhaupt noch Bücher schreiben&drucken?) Wenn materielles und geistiges Wachstum untrennbar miteinander verbunden wäre, dann würde das z.B. heissen, je mehr Besitz jemand hat, desto höher seine geistige Entwicklung? Sie merken wohl, dass das so nicht stimmen kann. Haben Sie „geistiges Wachstum“ eventuell mit „Wissen“ verwechselt? Meinten Sie mit „materiellem Wachstum“ die technischen Errungenschaften unserer Zeit?
Geistiges Wachstum bedeutet für mich nicht nur Zunahme an Wissen, sondern Zunahme an Erkenntnissen und Einsichten, die durch Erfahrungen im Leben gewonnen werden - und wenn reflektiert, zu einer Erweiterung des Bewusstseins führen (Lebensweisheit). Ein derartiges geistiges Wachstum wird eher dazu führen, dass materielles Wachstum – im Sinne von mehr haben und produzieren - nicht angestrebt wird.
4.
“Wachstum in geordneten Bahnen sagt sich leicht. Aber ist es nicht das, was die sozialistischen Länder vergeblich versucht haben ?“
Wie kommt eine Verbindung zwischen „Wachstum in geordnete Bahnen“ und „sozialistischen Ländern“ in Ihrem Denken zu Stande?
Das Wort Wachstum allein, sagt nicht viel aus, macht aber vorerst einen positiven Eindruck. Erst wenn Wachstum näher definiert wird gewinnt es an Kontur: BevölkerungsWachstum, WirtschaftsWachstum, ZellWachstum, etc.. Damit wird auch deutlich, dass Wachstum eine destruktive Komponente enthält, nämlich dann, wenn sehr schnell und sehr gross gewachsen wird und Wachstumsregulatoren fehlen. Wenn keine natürliche Wachstumsregulation stattfindet, dann braucht es eben Regulatoren, bzw. Eingriffe, um Zerstörung durch übermässiges Wachstum zu verhindern. Beispiel Banken, Zellwachstum (Tumoren), etc..
5.
“Schliesst der Ausdruck "Suffizienz" (sufficient = genügend) nicht eine subjektive Bewertung mit ein ?.....“
Oft werden Begriffe nach Gefühl verwendet. Das heisst, wir geben ihnen eine Bedeutung, die wir glauben, dass sie sie haben (subjektive Bewertung). Der Begriff „Suffizienz“ bzw. „Öko Suffizienz“ ist mehr als nur ein Wort. Er beinhaltet nicht irgendetwas Gefühlsmässiges, sondern wird definiert, wie z.B. der Begriff „Nachhaltigkeit“ auch und lässt nicht weniger und nicht mehr Subjektivität zu wie andere Begriffe auch.
Empfehlenswerter Link zum Thema Suffizienz der eine Menge weiterer interessanter Fachartikel enthält: http://www.wupperinst.org/uploads/tx_wibeitrag/WP145.pdf
6.
“Fortschritt, d.h. mehr, besseres und komplexeres Leben auf den gleichen, durch die Begrenztheiten des Planeten gegebenen Grundlagen ist der Inhalt der Evolution.....“
Sie sagen, Fortschritt = Evolution, besseres Leben. Auch diese Begriffe sind vielschichtig und müssten m.E. näher betrachtet, bzw. definiert werden.
Ist „Fortschritt“ Lebewesen klonen und Erbinformationen manipulieren oder noch tödlichere Waffen herstellen zu können? Sind elektrische Brotmesser, Laubbläser und Rasenmähroboter Zeichen des Fortschritts? Oder ist Fortschritt, wenn mehr Menschen Lebensraum und genug zu Essen haben, Genitalverstümmelung nicht mehr praktiziert wird, etc.?
Mal nur zu Punkt 2, Zitat: "Ich glaube nicht, dass man materielles und geistiges Wachstum voneinander trennen kann."
Selbstverständlich kann man das! Man muss.
Diese Trennung ist übrigens schon "nur" ein Grundpfeiler jedes spirituellen Ansatzes. Ich hoffe nicht, dass Sie das ernsthaft negieren wollen, sondern sich vielleicht "nur" nicht allzuviel überlegt haben dazu...
Vielleicht machen Sie sich aber besser Gedanken zu einer anderen Trennung bzw. der bisherigen Unmöglichkeit dazu:
Zur noch nie belegten Behauptung ökologisch argumentierender Phantasten (am verbreitetsten im Bereich SP und Grünliberale), Wirtschaftswachstum liesse sich von Energiebedarf, Ressourcenverschleiss und Umweltbelastung entkoppeln.
Diese Selbstüberlistungs-Lügen werden noch viele Reformbemühungen sabotieren.
http://www.wiley-vch.de/publish/dt/book
Danke für Eure Einwände. Die Begriffe definieren muss ich nicht. Ich habe sie alle aus Euren Voten übernommen. Aber nochmals meine Meinung dazu:
Kann man, muss man materielles und geistiges Wachstum voneinander trennen ?
Ich behaupte, dass man dies nicht kann, da jede geistige Tätigkeit materielles Funktionieren voraussetzt. Nur Gott ist (sofern es ihn gibt) rein spirituell. Der Mensch muss essen und trinken, damit er denken kann. Das Gehirn, mit dem er denkt, umfasst 2% seines Körpergewichts, braucht 20 % des Sauerstoffs, den er veratmet, und 25 % der Glukose, die er verwertet. Damit er gut denken kann, braucht er eine warme Stube oder wenigstens warme Bekleidung. Er braucht Bücher, Zeitschriften, Telefon und TV, damit er von den Gedanken anderer, an denen er wächst, erfährt.
Wenn es hiesse, dass es darum ginge, mit vergleichsweise geringem materiellem Aufwand mehr Spiritualität als heute zu erreichen, wäre ich einverstanden. Das wäre dann ein hoher materieller Einsatz für einen noch viel höheren geistigen Gewinn, wie beim menschlichen Gehirn. Effizienz eben (siehe unten)
Was ist Fortschritt und gibt es ihn ?
Das ist Ansichtssache. Man kann niemanden dazu zwingen, dass er an so etwas wie Fortschritt glaubt. War die Aufhebung der Sklaverei in den USA (nur) ein Akt höherer Einsicht und Spiritualität oder war sie (auch) das Ergebnis von materiellen Fortschritten, wie der Erfindung der industriellen Produktion, die eine Flexibilität der Arbeitenden voraussetzte, wie sie durch die Sklavenwirtschaft nicht zu leisten war ?
War das alte Rom "gleich weit", wie wir es heute sind ? War es nicht eine Herrschaft weniger (wie die Südstaaten der USA im 19. Jahrhundert), im Gegensatz zur Demokratie heute, die ganz wesentlich auch auf dem modernen, flexiblen Menschen beruht ?
Gibt es Fortschritte vom Halbaffen zum Affen, zum Menschenaffen und zum Menschen ? Ist das Fortschritt, wenn der Affe, im Gegensatz zum Halbaffen Fingerfertigkeit erwirbt, der Menschaffe ein Ganzkörper- und damit so etwas wie ein Selbstbewusstsein, wenn der Mensch, über die stärkere Spezialisierung der Hirnhälften und die Fähigkeit der Lautbildung (genetische Erwerbungen) die Sprache, die Schrift, den Druck, die Digitalisierung (kulturelle Erwerbungen) erreicht und so sein Denkenkönnen Schritt um Schritt immer weiter potenziert ?
Wenn es Fortschritt gibt, dann ist dies Forschritt ("mehr, besser, komplexer"). Und wenn dieser Forschritt durch genetische Mutation und Selektion bewirkt wurde, ist es (für mich jedenfalls) Evolution.
Wie unterscheidet sich Suffizienz von Effizienz ?
Suffizienz will, dass für eine bestimmte Tätigkeit genügend, d.h. gerade soviel Energie und Ressourcen verwendet werden, wie dafür nötig sind. Effizienz heisst, dass (möglichst) wenig gebraucht wird.
Inhaltlich unterscheiden sich die Begriffe kaum, höchstens in ihrer "Färbung". Suffizienz würde sich, in meiner Sicht jedenfalls, mehr am Bestehenden, Effizienz mehr am Möglichen orientieren. Suffizienz fragt :"Braucht es das, und wenn es das braucht, wie wenig genügt dafür ?", Effizienz: "Geht es mit weniger. Ist sogar mit noch weniger, noch mehr möglich ?"
Ich sehe im Begriff der Suffizienz die Frage nach der Moral, über die wir in diesem Blog viel (allzu sehr und zu ausschliesslich scheint mir manchmal) diskutieren. "Nackte" Effizienz ist mir lieber.
Kann man wirtschaftliches Tun von Energie-, Ressourcen- und Umweltge- oder -verbrauch (je nach Blickrichtung) entkoppeln ?
Das kann man genau so wenig, wie man materielles und geistiges Wachstum voneinander trennen kann. Ob dieser Ge- oder Verbrauch ein Verschleiss ist, ist Ansichtssache. Wenn er sehr ineffizient ist, würde ich zustimmen. Ist er "nur" amoralisch, würde ich es vorziehen, die Selektion (im Sinne der Evolution) walten lassen.
Die Geschichte ist bisher den Beweis schuldig geblieben, dass moralisch argumentierende Menschen (im Durchschnitt, es gibt sicher auch Ausnahmen) deutlich bessere Welten schaffen.
Sehen Sie das anders ?
(Die Gedanken zur Primatenevolution sind nicht auf meinem Mist gewachsen. Es gibt dazu ein sehr lesenswertes Buch, "Darwins Traum", von Adolf Heschl (siehe Url).)
Es gibt sehr viele Arten von Fortschritt und Evolution gehört sicher auch dazu.
Im Grossen und Ganzen kann ich ihnen diesbezüglich voll und ganz zustimmen. Und wir verdanken dem Fortschritt (technischer, natürlicher, geistiger, wissenschaftlicher Fortschritt) tatsächlich sehr viel. Aber es gibt kein Naturgesetz im Sinne eines physikalischen Gesetzes. Das versuchte ich im vorigen Beitrag zu erläutern. Was von einer Generation erreicht wurde, wird in der nächsten vielleicht schon verloren sein.
Wenn man die Menschheitsgeschichte betrachtet sieht man, dass die Zeiten des Fortschritts äusserst rar sind und nur in Perioden einer ausgedehnten geistigen, wirtschaftlichen und politischen Freiheit zügig voran kamen (politische Freiheit ist das Gegenteil von Tyrannei). Und in genau jenen Zeiten ist auch die Verbreitung des Wohlstandes am grössten. Aus diesem Grund liegt mir sehr viel an der Freiheit. Freiheit und Fortschritt sind also eng verkoppelt und schon aus diesem Grund bin ich nicht im geringsten gegen Fortschritt.
Die Fortschritte in geistiger, wirtschaftlicher und politischer Freiheit haben vorherige Generationen mühsam für uns erkämpft. Und sie mussten erkämpft werden, weil sie über die Zeit immer wieder verloren gingen. Und es scheint, als gehen diese Freiheiten einmal mehr verloren... aber das wäre ein anderer Beitrag. Aber auch technologische und wissenschaftliche Fortschritte können zum Stillstand kommen, oder gar Rückschritte erleiden.
Der Fortschritt ist in der Menschheitsgeschichte alles andere als selbstverständlich und stetig linear, wie sie sehen. Auch die natürliche Auslese ist nicht nur von Erfolgsgeschichten geprägt und deshalb kann der Fortschritt kein physikalisches Gesetz sein. Der Fortschritt (und die Evolution) ist ein Lernprozesse aus Fehlern und kann im Gegensatz zum Naturgesetz nicht auf eine mathematische Formel reduziert werden.
Was ich aber noch hervorheben möchte ist folgendes: Fortschritt (Evolution) ist etwas ganz natürliches. Aber leider wird der Fortschritt gerade von den Grünen als unnatürlich gesehen und deshalb vehement bekämpft.
Bezüglich Suffizienz (dies betrifft eigentlich mehr liza und Wachstumskritiker): Die früheren sozialistischen Planwirtschaften sind ein sehr gutes Beispiel, wie Suffizienz zur masslosen Ineffizienz führt. Die Herrscherklasse der klassenlosen Gesellschaft hatte eine ganz klare Vorstellung von Suffizienz und wie ihre Untertanen dementsprechend bescheiden leben sollten. Obwohl in diesen Ländern die Wirtschaft äusserst unproduktiv war, war die Umweltverschmutzung auf hohem Niveau. An der Produktivität gemessen war die Umweltverschmutzung dem Westen lichtjahre voraus.
Schönes Wochenende und Gruss
Mr. Pink
Worte
Warum habe ich Sie gefragt, was SIE unter bestimmten Begriffen verstehen? (Ich wollte keine lexikalische Begriffserklärung, die kann ich selber nachsehen.)
Nehmen Sie ein paar ganz alltägliche Begriffe wie z.B.: Intelligenz, Glück, Geistig, Leiden, Gerechtigkeit und fragen Sie mehrere Menschen, was sie darunter verstehen. Sie werden mit Bestimmtheit verschiedene Antworten erhalten. Denn die Bedeutung der Worte kann sich einerseits im Laufe der Zeit verändern. Zudem haben Begriffe häufig verschiedene Bedeutungen, je nach dem in welchem Kontext sie benutzt werden. Und letztendlich verbindet jeder Mensch ganz persönliche Vorstellungen und Gefühle mit den von ihm benutzten Worten. Worte sind Welten.
Wenn Sie also mit anderen Menschen eine fruchtbare Diskussion z.B. über eines der oben genannten Themen führen wollen, werden Sie nicht umhin kommen bestimmte Begriffe zu klären und sich auf eine Definition zu einigen. Ansonsten geschieht das, was nicht nur hier im Blog laufend geschieht: man versteht miss und redet aneinander vorbei.
Aber danke für den Steilpass, Ueli Schäfer:
Das Gehirn ist einer der zahlreichen Beweis, dass geistiges Wachstum OHNE materielles Wachstum möglich ist, ja sogar zwingend nötig ist, denn sonst wäre Ihr Gehirn jetzt wohl 40 Tonnen schwer. Das würde dann vielleicht zum ebenfalls unmöglichen Grössenwachstum passen: Falls Ihr Körper so gewachsen wäre wie zwischen 3 und 4 Jahren oder wie Chinas Wirtschaft, so erreich(t)en Sie das Pensionsalter mit der Körpergrösse von gut 109 Metern. Siehe Beitrag weiter oben 2009-11-12 16:26:13
Ferner biegen Sie diverse Begriffe solange zurecht, bis Sie in Ihr Weltbild passen: Effizienz und Suffizienz gleichzusetzen, ist grober Unfug.
- Effizienz (bezüglich Energie oder Bodenschätzen) ist primär gerichtet auf jede technisch mögliche physikalische Optimierung von Systemen und Kreisläufen - ökonomisiert ausgedrückt: Steigerung der Ressourcenproduktivität. Wie ich schon x-fach darzulegen versuchte und wie die Realwirtschaft täglich beweist, nützt dies allein nichts, solange die absolute Nachfrage exponentiell steigt! Unter dieser Voraussetzung können Sie auch Ihre 2000-Watt-Gesellschaft vergessen, weil
1. nicht der Pro-Kopf-Leistungsbedarf ausschlaggebend ist, sondern die Summe des Gesamtbedarfs, wenn man von einer begrenzten Tragfähigkeit des Planeten ausgeht;
2. die Anzahl 2000-W-Durchschnitts-Konsumenten immer noch exponentiell steigt!
- Suffizienz ist vorerst mal eine Haltung, und sollte schliesslich ein gesellschaftliches und wirtschafltiches Konzept sein: Stagnation oder gar Reduktion der absoluten Nachfrage! Wer sie noch mit dem real beerdigten Sozialismus vermengt, hat entweder von beidem gar nichts begriffen, oder betreibt einfach demagogische Propaganda, um vertiefte Diskussionen abzuwürgen.
- Ein dritter, komplementärer Baustein hinsichtlich Nachhaltigkeit ist die Konsistenz: Abfälle gibt es da nicht, nur Produkte. Technische und natürliche Kreisläufe müssen sich ergänzen, statt sich zu konkurrenzieren. (Weiteres bei Michael Braungart, Verfahrenstechniker und Chemiker).
Sehr schön hat Liza die Beziehung zwischen Wissen und Weisheit dargelegt. Aber vielleicht setzen Sie auch diese beiden gleich.
C. Scheidegger zitiert Einstein, der sagte, dass die Menschen unendlich dumm sind.
Evolutionsbedingt wohl? Tatsächlich deckt sich die Beobachtung mit der physikalisch ermttelten Tasache: ausser denen, die dies lesen scheint eigentlich niemand bereit, neutral über sich und die Welt nachzudenken.
Diagnose: Unfähigkeit zu denken, aus der unbewussten Angst vor den Konsequenzen des Erdachten.
Resultat: Selbstbewusstsein intakt. Fortpflanzung intakt. Freundschaften, Ehen oder Klima nicht intakt. Aber Egoismus intakt.
Beispiel: Ein passabler Verkäufer bzw. Werber "kennt" den Menschen. Denn die Mechanismen sind bei allen ähnlich, vorallem das Uunbewusste. Ob Egoist oder Altruist, alle verfallen wir dem Konsum - und werden nicht glücklicher. (Und kaufen das nächste, um den Frust zu kompensieren oder Freunde zu gewinnen oder beeindrucken.)
(Das Bankgeheimnis macht sicher nicht glücklicher, nicht einmal die Bänker.)
Aber SIE lassen sich nicht manipulieren, oder gar kaufen, nur damit Sie dem Urtrieb nach materiellem Konsum uneingeschränkt fröhnen können! oder? Und dank IHNEN gibt es noch Hoffnung für die echte Freundschaft, partnerschaft und die Welt ganz allgemein.
Schöne Weihnacht!
An Ueli Schäfer, und auch an Mr. Pink:
Nivellierung nach unten - gibt es nicht, nicht mal genaue Definitonen davon. Es gibt Güter und Resourcen, die beschränkt sind. Es gibt Definitonen von Wirtschaftswachstum. Klammern Sie sich an ihre geliebte Vision vom Wachstum?
Es gibt auch so etwas wie "die Feigheit des Optimismus".
Und es gibt Menschen die tagtäglich arbeiten möchten (fast alle). Dabei gibt es aber das Problem, dass während jeder Arbeitsstunde ein gewisses Mass an Sondermüll, nicht beseitigbar,entsteht. Gleichzeitig gibt es Grundbedürfnisse, die im Westen gedeckt sind oder deckbar.
Und China subventioniert ab morgen seine Autos und Haushaltgeräte (nicht aber Sonnenkollektoren)um das Wachstum zu stärken.
Es gibt auch so etwas wie "die Feigheit des Wirtschaftswachstums";betroffen sind viele Politiker und/wegn ihrer Wähler.
Kluge Leute wie Sie sollten sich nicht über Peanuts streiten, wenn Sie alle +- das gleiche Meinen. Oder wollen Sie mal sagen können: ich habs ja kommen sehen!
Wie bringen Sie Ihre Erkenntnisse unters Volk? Stimmbürger und gewählte Politiker sind noch überhaupt nicht so weit, gar nicht.
Wo machen Sie mit? Was machen Sie? Würde gerne helfen.
Matthias Kohler
Ihr Hinweis auf die gleichbleibende Grösse des Gehirns bei gleichzeitigem geistigem Wachstum ist gut. Dieser Blickwinkel war mir entgangen, als ich zu sagen versuchte, dass manchmal ein grosser Energieverbrauch nötig ist, um einen noch grösseren Nutzen zu erzielen. Danke dafür.
Zur Suffizienz hat Mr. Pink sehr viel Treffendes gesagt. Dafür danke ich ihm (ebenso, wie für seine Ergänzungen zur Definition von Fortschritt).
Auch mit Konsistenz bin ich einverstanden, wenn Sie daraus nicht ein weiteres Dogma machen. Die Natur ist konsistent, ob wir daran denken oder nicht. Also ist es sinnvoll, darauf zu achten.
Wissen und Weisheit setze ich auch nicht gleich. Aber ich würde mich vor Leuten, die die Weisheit für sich beanspruchen, mehr in acht nehmen, als vor jenen, die zu wissen glauben.
Suffizienz und Sozialismus haben sehr viel miteinander zu tun.
Ich bezweifle nicht, dass der Gedanke hinter der Suffizienz, wie beim Sozialismus, ein Nobler ist. Aber:
Suffizienz ist purer Sozialismus und wie dieser nur in einem totalitären Staat überlebensfähig. Oder wie glaubst du, willst du die Menschen dieser Erde zu Suffizienz bringen? Dies geht nur über den Zwang und demzufolge in einem totalitären Staat. Wie immer predigst du, wohl ungewollt, den Staatsglauben und damit ein System der Tyrannei.
Das exponentielle Steigen der absoluten Nachfrage ist ein widerspruch in sich. Aber ich glaube ich weiss worauf du hinaus willst.
Die Nachfrage wird solange steigen, bis die Märkte dieser Erde gesättigt oder die Ressourcen aufgebraucht sind und die Mehrzahl der Bürger dieser Erde ein gewisses Niveau an Wohlstand erreicht haben.
Wenn man diese Nachfrage einschränken will (Stagnation oder gar Reduktion der absoluten Nachfrage!), dann geht dies nur durch ein totalitäres Regime. Das sollte wirklich jedem begreiflich sein.
Wenn das Angebot vom Staat bestimmt und damit künstlich knapp gehalten wird, dann müssen die Preismechanismen ausser Kraft gesetzt werden, da sonst eine 'gerechte' Verteilung der Ressourcen unmöglich wird. Wenn man das Angebot künstlich knapp hält und die Preismechanismen aushebelt, dann fällt die Produktivität, was zu Ineffizienz und damit Ressourcenverschwendung führt und die Angebotsknappheit zusätzlich verschärft. Und so kommt es, dass die Arbeiterklasse plötzlich am Hungertuch nagt - und das ist purer Sozialismus, welcher nur in der Tyrannei überlebt, im Deckmantel der Suffizienz. Wenn du anderer Meinung bist, dann teile mir diese bitte mit, lieber Wachstumskritiker, denn ich bin an einer vertieften Diskussion interessiert.
Deshalb muss ich mich Herr Ueli Schäfer anschliessen. Auf Suffizienz als solches kann die Menschheit verzichten.
Es gibt aber einen Trost. Solange die Schwellenländer (und unterentwickelten Ländern) im Aufschwung leben und allmählich aus der Armut kommen, werden sie ihre Ressourcen (Kapital) primär ins wesentliche und wichtige investieren. Die Menschen werden sich also zuerst auf die lebensnotwendigen Dinge fokusieren, ehe sie Barbie- Puppen kaufen, Nespresso- Maschinen, Mikrowellen, Kunst- und Kulturgüter, Kaviar etc.
Suffizienz alleine ist keine Zukunftslösung und bleibt ein Mode- Wort mit dem man sehr vielen Menschen etwas tolles vormachen kann - nämlich den Neo- Neosozialismus.
Ich muss aber sagen, es lohnt sich alle mal Überlegungen zur Suffizienz in unternehmerische oder private Tätigkeiten miteinzubeziehen.
Es grüsst
Mr. Pink
Mr. Pink, ich habe schon x-fach darzulegen versucht, dass ich nichts halte von Zwang, sondern an die menschliche Fähigkeit zu gesamtgesellschaftlicher Einsicht glaube.
Eine Situation, die von Transparenz und Verantwortung geprägt ist, wo man parasitäres Wirtschaften und Verhalten anprangert, statt sich daran aufzugeilen und ihm nachzueifern und das gleiche zu versuchen.
(Soviel zu MEINEM Optimismus...)
Aber nach Dir kann ALLES nur nach Marktgesetzen laufen, Natur und Kultur existieren nicht in deinen Denkansätzen. Nach dir haben wir nur die Wahl zwischen totalitärem Sozialismus und anarchistischer Barbarei.
Ist das etwa erbaulicher?
Ist es realistisch? Ist es zukunftsfähig?
Die Blogdiskussion läuft in die Richtung, wie es um die Evolution des Menschen im digitalen Zeitalter stehe - lezte Woche brachte die ARD die richtige Diskussion: Hat der Mensch das Denken verlernt? Da wurde Schirrmacher FAZ's neues Buch zu diesem Thema diskutiert. Seine These: Durch das ständige Multitasking, dem heute der moderne Mensch ausgesetzt ist: Mobile, SMSsen, Ohren verstöpselt am i-pod, surfen, facebooken, myspacen und twittern alles zur gleichen Zeit vermantsche das Hirn und Konzentration, Denken und Reflektieren sei unmöglich und werde verlernt. Zu SMSsurftwitter.. kommen noch die hirnabtötenden glanz&gloria Medien von Gratiszeitungen bis zur staatlich verordneten Verblödung durch das Staatsfernsehen mit täglicher Promigeilheit, Volksmusikschlager à Gogo, Stadl, Sternnacht, bis zur wöchentlichen Überodosis an Dummschwätzern: Kilchberger/Turnheer bis zu abtötenden Leichtgewichten Epiney/Jordi und Co.
Formate, welche die Kultur der Langsamkeit, die Kunst der feinen Debatte und Reflektion pflegen, werden systematisch elimiert. Eine der letzten war Vis à Vis von Meyer. Dafür werden verdummende Formate wie die Arena als Hauptpolitformat belassen und gefördert. Die 20 Sekunden Soundbites der immer gleichen Politkasper kann jeder Insider zum Voraus per Knopfdruck abrufen. Und das soll Meinungsbildung und Debatte sein?
Natürlich hat schlussendlich jeder die Wahl sich seine Freiräume selber zu organisieren. Ganz entziehen kann man sich der grassierenden geistigen Verdünnisierung leider nicht ganz!
Ungefährlich ist diese geistige Verluderung allerdings schon lange nicht mehr. Das Resultat der Minarett Initiative ist ein Beweis, dass nicht mehr zu Ende gedacht wird und Vorlagen als Blitzableiter für die Überforderung, fatale Vorurteile und diffuse Ängste missbraucht werden.
Die pandemische Verbreitung der geistigen Versimplifizierung und die Folgen davon sind eher alarmierend als ermutigend. Einfach zusehen soll und darf man nicht. Man muss diese Dinge artikulieren und explizit aussprechen!
Super, Blogwatch, eine wunderprächtige Medien- und Medienkonsum-Kritik.
Nun ist es zumindest angesprochen, wie du forderst.
Aber was folgern wir daraus?
- Hasspredigten gegen die Spassgesellschaft?
- Boykott der Blödelformate?
- Einen Slowdown der Leistungsgesellschaft?
- Aufklärende Information (noch mehr?) an die Informations-Junkies?
- "Heiliger Krieg" gegen die Verblödung?
Im Prinzip sprichst du ähnliches an, wie ich mit meiner Wirtschafts-Wachstumskritik. Es ist ein dogmatisch funktionierender Automatismus, dem die blökende, tumbe Mehrheit der Orwell-Schafe hintennachläuft, und die Kritiker ins Offside stellen will, weil Saus und Braus höher bewertet wird als Einkehr.
Die Diskussion dreht sich im Kern um die Frage, ob die Schweiz heutzutage mehr aussenpolitische Probleme hat und / oder ob die Schweiz heutzutage aussenpolitische Probleme nicht mehr so gut lösen kann wie früher. Darüber sollte man diskutieren.
Wenn wir diese Frage bejahen, dann sollten wir uns nämlich unbedingt fragen, wieso dem so ist. Sind es institutionelle Gründe oder ist es lediglich eine zufällige Anhäufung von aussenpolitischen Problemen?
Wahrscheinlich beides...
Nach Lösungen sollten wir aber nicht in unserem Regierungssystem suchen. Mit zunehmender Globalisierung sind zunehmend kosmopolitische Ansätze nötig. Vielleicht wird es Zeit, wieder ernsthaft über einen EU-Beitritt nachzudenken...
Können sie mir verraten wieso der Bundesrat nicht hinter dem Abstimmungsresultat seines Landes steht? Der Bundesrat hat die Mehrheit des Volkes zu vertreten. Das Volk hat ein Zeichen setzen wollen, dass es so nicht weitergehen kann und jetzt ist die Regierung an der Reihe den Jugendlichen zu zuhören und für eine bessere Politik zu sorgen.
Die Jungen sind nicht generell gegen den Islam eigentlich ist es uns egal welchem Glauben jemand angehört, solange man sich anpasst.
Die meisten Jugendlichen machten in der Vergangenheit einfach zu viele negative Erfahrungen. Wir haben es einfach satt immer nur den Kopf ein zu ziehen.
Wenn ich ehrlich bin hatte ich vor dem Abstimmungstag ein mulmiges Gefühl wenn ich einem Muslim (oder einem der so aussah) auf der Strasse begegnete. Ich hatte das Gefühl ich könnte ihnen nicht mal in die Augen schauen ohne dass es zum Konflikt kommt. Jetzt nach der Abstimmung weiss ich ,dass es dem Schweizer Volk ähnlich (nicht genauso) ging und dass wir unseren Standpunkt am Sonntag klar gemacht haben. Wir lassen uns nicht weiter auf der Nase herum tanzen. Jetzt ist genug abgewartet und gehofft dass sie sich anpassen. Wir wollen Taten sehen (von der Regierung und den Immigranten) ,falls es der aktuelle Bundesrat nicht fertig bringt Courage zu zeigen und das Volk zu vertreten sollte er komplett ausgewechselt werden.
Anstelle von Selbstkritik an den Bürgern zu üben, sollte dem Ausland deutlich gemacht werden wie unser Regierungssystem funktioniert.
z.B. dass der Bundesrat die Abstimmung nie verhindern konnte, sondern nur das Parlament, wäre dabei sehr wichtig zu betonen. Nicht zu vergessen die Tatsache, dass im Zweifelsfall eine Initiative immer vor das Volk gebracht werden muss.
Ich will hier nicht näher auf die Minarettinitiative eingehen, man sollte sich jedoch Frage besteht eine Religion aus einem Gebäude oder aus der inneren Einstellung?
Besten Gruss
Ein Jungwähler
Es geht hier nicht um Wirtschaft, sondern um Massenpsychologie und das Verhalten des Heerdentieres Mensch! Und natürlich hat dies ökonomische Folgen.
Ich habe versucht darzulegen, wie sich die Suffizienz in die PRAXIS umsetzen lässt und was die Folgen wären. Denn deine Ideen beschränken sich leider oft nur auf die Theorie.
Aber ich will dich bestimmt nicht daran hindern 'die menschliche Fähigkeit zur gesamtgesellschaftlichen Einsicht' zu fördern und verbreiten.
Die letzte Volksabstimmung zeigt übrigens ganz schön, dass blosses appellieren an 'die menschliche Fähigkeit zur gesamtgesellschaftlichen Einsicht' nicht zum Ziel führt, wenn man die Basis nicht versteht, kennt oder gar ignoriert.
Wirtschaft hat also mehr mit Massenpsychologie zutun, dem NATÜRLICHEN Verhalten der Menschen, und nicht primär mit Gesetzen. Es geht mir also nicht im geringsten um Marktgesetze, wie du postulierst.
Auch gesamtwirtschaftliche Prozesse lassen sich deshalb nicht mit mathematischen Formel erklären. Die Massenpsychologie kann lediglich Tendenzen aufzeigen. Wer aber in diesen Tendenzen physikalische oder mathematische Gesetze erkennt, lässt sich selbst täuschen.
Deine Unterstellung, ich würde die Natur nicht berücksichtigen, kann ich nicht akzeptieren. Meine Ansichten und Beobachtungen schliessen sehr wohl die Natur und das natürliche Umfeld mit ein. Ich habe denn auch mehrmals aufgezeigt, dass eine freie Marktwirtschaft jedenfalls mehr mit Natur zutun hat, als sonst irgend eine bekannte Wirtschaftsform.
Wie die Marktwirtschaft sind auch Tiere primär von Effizienz getrieben und lernen ebenfalls aus Misserfolgen.
Warum glaubst du, reisst das Raubtier die schwächste Beute? Sicher nicht, weil es an Darwins Theorie glaubt. Und schon gar nicht, weil es Gott ihm befohlen hat. Es gibt eine ganz einfache Erklärung - Effizienz.
Die schwächste Beute zu reissen ist die schnellst mögliche, einfachste, kräfteschohnenste und risikoärmste Art für ein Raubtier an Nahrung (= neue Energie) zu gelangen - also die effizienteste Art. Ich nenne diese instinktive Effizienz. Und so kommt die natürliche Auslese zustande, durch die 'freie Wahl' der Beute. Diese Bedeutung fällt ebenfalls der freien Wahl in der freien Marktwirtschaft zu.
Würde man einem Raubtier (durch Zwang) vorschreiben, welche Beutetiere es zu erledigen hat, wäre die instinktive Effizienz ausser Kraft gesetzt und seine Spezies würde gewiss aussterben. Suffizienz existiert in der Natur nicht und trotzdem funktioniert dieses System.
Deshalb ist es kein Wunder, dass unsere Marktwirtschaft nicht funktioniert. Denn die natürliche 'Auslese' wird seit Jahren von der Politik ausser Kraft gesetzt. Die 'natürliche Auslese' wird durch politische Entscheide massgebend beeinflusst. Das schwächt auf Dauer die gesamte freie Marktwirtschaft.
Freie Marktwirtschaft ist, wie auch die Natur, nicht perfekt. Aber sie ist von allen Wirtschaftsformen die NATÜRLICHSTE und das kleinste Übel.
Im Grunde spreche ich nur von NATUR. Und wir beide treten oft für die selbe Sache/ Ziel ein. Jedoch unterscheiden wir uns vom Weg.
Schöne Grüsse
Mr. Pink
Sozialdarwinismus.
Ich kann dir nicht mehr abnehmen, an "vertiefter Diskussion" interessiert zu sein.
Schöne Abschiedsgrüsse
Wachstumskritiker
Wer dem unbegrenzten Wirtschaftswachstum nacheifert, ist nicht ein Feind der Schweiz, sondern ein Feind des Lebens. Genau wie ein Krebsgeschwür.
Sie haben Recht. Es gibt "die Feigheit des Optimismus". Man muss sich immer wieder fragen, ob man es sich nicht zu einfach macht.
Es gibt aber auch die Feigheit des Pessimismus, der Indifferenz, des unkritischen Lobs (oder der pauschalen Ablehnung, das auch) von Wirtschaftswachstum, des Liberalismus als Allerweltsrezept, auch der Scheindebatten, wie jetzt beim Minarettverbot.
Ich weiss gar nicht, ob es in der Energie- und Nachhaltigkeitsdebatte noch darum geht, irgendwo dabei zu sein. Vieles ist im Grunde klar. Stichworte sind für mich die 2000 W Gesellschaft, darin eingeschlossen die Passivhaustechnik, die Warmwasserbereitung mit Sonnenkollektor und/oder Wärmepumpe, energiesparende Geräte (A, A+ usw.), niedrige Grauenergiewerte, das 3-Liter-Auto. Wir müssten es jetzt im Alltag umsetzen, wobei die jeweiligen Anschaffungen nicht beim Kauf "richtig" sein sollten, sondern in der Mitte ihrer Lebensdauer, die etwa 10 Jahre für Geräte und Apparaturen beträgt, 20 für Einrichtungen wie Heizung und Sanitär, 40 für Gebäudehüllen und 80-100 Jahre für ganze Gebäude. Ein langer Weg.
Wir haben in den letzten Wochen unseren 30-jährigen Haushaltmaschinenpark ersetzt. Dabei fiel uns auf, wie gut die Gerätedeklaration inzwischen ist. Da haben viele namenlose Schaffer fast perfekte Arbeit geleistet. Wenn jetzt noch die Mietwohnungen, Häuser und Verkehrmittel drankommen, bleibt wenig zu wünschen übrig.
Was dann noch fehlt, ist eine Art Personendeklaration, ein Abzeichen, eine Kreditkartenfarbe (von grün bis rot), was auch immer, die den individuellen Verbrauch anzeigt. Da hat Wachstumskritiker recht, sparsame Geräte sind das eine, ein sparsamer Gebrauch ist das andere. Effizienz allein reicht nicht. Die Mengenausweitung ist ebenso ein Problem (wahrscheinlich das grössere).
Wie eine solche Personendeklaration aussehen und wie die Daten erhoben, bewertet und sichtbar gemacht werden müssten, weiss ich auch nicht. Klar ist aber, dass die farbigen Fleckchen (von grün bis rot, wie bei der Gerätedeklaration) einen unglaublichen Sog zum Besseren erzielen würden. Wer will schon rückständig sein ?
Wie wahr!
Es braucht eben sich ergänzende Strategien Richtung Nachhaltigkeit. Das wäre auch im von Liza angegebenen Artikel dargelegt.
Effizienz ist nobel und schlicht technisch gebotene Vernunft, da bin ich einverstanden. Effizienz genügt aber allein überhaupt nicht. Es braucht mehr: Sagen wir halt "Verhinderung weiterer Mengenausweitung" anstatt "Suffizienz".
Mit dem dreissigjährigen Gebrauch Ihrer Haushaltsgeräte haben Sie sich ja ganz schön wirtschaftsfeindlich verhalten ;-)
Im Ernst: Mit dem Ersatz des alten Tiefkühlers haben Sie wohl etwas Schlaues gemacht. Aber wie ist es mit dem Staubsauger? Ihr neuer Staubsauger hat sicher 2,5 bis 4 mal mehr Watt als der alte. Jede Wette.
Kann mir jemand sagen, wozu das gut ist? Wird es 3x sauberer? Saugern wir dafür 3x schneller? Oder 3x seltener?
Natürlich nicht. Die "Innovation" besteht nur im Feinstaubfilter gegen Milbenexkremente, während wir ungeschützt Laubbläser-Strassendreck oder Dieselrauch einatmen, und die vom Staubsauger ausgestossene Luft dermassen erwärmt wird, dass die weiteren Familienmitglieder gleichzeitig (!) damit die Haare föhnen können...
Ich bin sehr wohl an einer vertieften Diskussion interessiert. Aber leider verweigerst du stets die Antwort mit deinen Pauschalfolgerungen.
Zum Sozialdarwinismus:
Ich stelle immer wieder mit Erstaunen fest, dass genau jene Naturfreunde und Umweltschützer glauben, jeglicher Einfluss von knapp 5 Milliarden Jahren Erdgeschichte und Evolution seien am Menschen spurlos vorüber gegangen. Genau jene Gruppierungen sprechen dem Menschen alles natürliche ab.
Durch etwas primitive Bildung und schönreden lässt sich der Mensch dann ganz von seinen jahrmillionen alten Instinkten abbrigen und wechselt zum altruistischen und aufopfernden 'Lebensvorbild'.
Zum Wirtschaftswachstum als Krebsgeschwür:
Das Krebsgeschwür gehört wie jede Pflanze und jedes Tier ebenfalls zu diesem irdischen Ökosystem. Und genau wie jedes andere Lebewesen auf diesem Planeten hat der Krebs eine Ursach und deshalb eine Existenzberechtigung. Unsere primitive Bildung, welche du mit süssreden zu verändern versucht, vermag sich diese nur nicht zu erklären.
Genau so verhält es sich mit der Ökonomie. Viele vermögen sich die ökonomischen Prozesse nicht zu erklären und halten es für ein überflüssiges Krebsgeschwür.
Zusätzlich sollst du wissen, dass vom Staat parasitäres Wirtschaften und Verhalten in vielen Fällen legitimisiert wird.
Ich hoffe doch noch auf einen konstruktiven Beitrag von dir.
Gruss
Mr. Pink
Sehr geehrter Herr Leuenberger
Genau.
Und ich und viele andere wären Ihnen dankbar, wenn Sie ausnahmsweise wieder einmal die Interessen der Schweizer und Schweizerinnen vertreten würden.
Die Anzahl der Einwohner dieses Landes wäre schon lange gleichbleibend, oder sogar sinkend, wenn Sie und Ihre lieben Bundesratskollegen der Wirtschaft zuliebe (für Geld machen wir ja alles, nicht wahr?) nicht dafür gesorgt hätten, dass Millionen von Ausländern unser Land überschwemmen. (Damit in guten Zeiten die Manager absahnen können und in schlechten Zeiten die Arbeiter die Arbeitslosen bezahlen können).
Damit will ich sagen, dass jeder Einzelne von uns Schweizern Energie spart wie verrückt. Was natürlich die mindestens 2000 Leute pro Monat, die neu in die Schweiz kommen, mehr als ausgleichen. Also, was soll das Gejammer über den Energieverbrauch?
Jedes Jahr kommen mehr als 24'000 neue Leute in die Schweiz, das sind z.b. zwei neue Städte Einsiedeln.
Vielleicht denken Sie mal nach und philosophieren über die Grenzen unseres Landes, Ressourcen, Platz, Raum, Freiheit etc. betreffend.
Mit Gruss
V. Beerli
Von Beginn an habe ich in diesem Blog alle Beiträge gelesen. Auch ihre Texte lese ich immer mit Interesse.
Aber bitte überlegen Sie sich in einer ruhigen Minute einmal, was Sie da in Ihrem letzten Beitrag geschrieben haben.
Ich halte Sie nicht für einen Menschen mit brauner Ideologie, aber auch mir ist das in den Sinn gekommen, was Wachstumskritiker in einem Wort zusammengefasst hat.
In so einer Welt, wie Sie sie beschreiben, möchte ich nicht leben. Und ich denke, auch Sie hätten grosse Mühe damit, wenn es denn einmal so wäre. Also bitte, nur nicht zu extrem werden!
Gruss,
Viel-Leser - Wenig-Schreiber
Endlich wieder einmal eine Chance, wirkliche Freunde zu finden.
Zum Beispiel ganz viele Klimafreunde.
Die Schweiz könnte wieder zu Vorbild werden.
Oder wollen Sie wirklich, dass unsere Urenkel einst Schweizer Datteln und Clementinen statt Äpfel und Chrisi essen können?
Von all den wirklich schrecklichen Klimanachrichten mal abgesehen.
Bitte setzten Sie sich in Kopenhagen für mind 40% CO2 Reduktion bis 2020 ein.
Mit klimafreundlichen Grüssen
Urban Keller
Gewinner von SFDRS Lebenlive Ökostar 2008
Danke für deine Aufmerksamkeit.
Ich war mir nicht bewusst, dass es offenbar sehr viele Menschen und Leser da draussen gibt, die Darwin's Theorie immer noch mit der von den Nazis eingeführten Eugenik gleichstellen!!!
Es geht mir nicht um den 'fressen und gefressen werden- Darwinismus'. Und wenn sich Darwin's Theorie auf das 'fressen und gefressen werden' beschränken würde, könnten keine Ameisen neben Elefanten leben :-)
In einer freien Gesellschaft konkurrieren Menschen nicht mit Gewalt und Brutalität um die Vorherrschaft einer bestimmten Gruppe oder Rasse, sondern um Ressourcen. Dies sind unter anderem materielle Ressourcen, geistige und handwerkliche Fähigkeiten, um Energie, Kapital, aber auch Sparsamkeit, Genügsamkeit usw. Es geht also überhaupt nicht um das Überleben des skrupelloseren und gewalttätigeren zulasten aller schwächer gestellten.
Und das könnte vielleicht der grösste unterscheidet zwischen Mensch und Tier sein. Unsere von der Evolution entwickelten Instinkte werden in einer zivilisierten Welt anders interpretiert und vorallem ausgelebt.
Auch in der Natur bleibt der stärkere nicht auf immer und ewig der stärkste. Und das zeigt die Wirtschaftskrise doch ganz schön, dass heute grosse und mächtige Unternehmen (GM, AIG, UBS etc.) morgen schon zu den verlieren gehören können. Das meinte ich mit der 'natürlichen Auslese' in der Marktwirtschaft. Es geht um konkurrierende Unternehmungen, nicht um menschliches Erbgut.
Schönes Wochenende
Mr. Pink
Wenn 10 deutsche Velofahrer in die Schweiz kommen, ist das wohl weniger tragisch als 1 Autofahrer, von wo auch immer. Und manchmal kann man mit 100 Personen im gleichen Raum sein und ist einem das lieber, als wenn man mit 1 Person im gleichen Raum sein müsste, die einen missachtet. Aber wenn es eine Art äussere Freiheit gibt, dann gibt es wohl auch eine innere, die keiner kennt und sieht, beim stillen Denken. Ausser einem selbst.
Also wenn mir diese Kreise (siehe Zitat und Link unten) mit Liebesentzug drohen würden, dann halt, zwar hielte ich das eher für elitär, wenn die das bei jeder Kleinigkeit tun würden, so zum Beispiel dann, wenn ich ein Nein zu Minarettverboten auf ein Zettelchen geschrieben habe, das hat mir wirklich weniger Mühe und Anstrengung gekostet, als hier diesen Text zu zitieren:
"Blocher: «Vereinigung der schlechten Verlierer»
Bei der SVP quittiert man die Gegeninitiative mit Kritik. «Der Club Helvétique ist eine Vereinigung der schlechten Verlierer», sagt Christoph Blocher. Für Walter Wobmann, Präsident des Minarett-Initiativkommitees und Solothurner SVP-Nationalrat, stellt sich die Frage, «ob diese Leute von allen guten Geistern verlassen sind, wenn sie einen derart deutlichen Volksentscheid aushebeln wollen». Das sei «hochgestochenes Elitedenken»."
http://bazonline.ch/schweiz/standard/Neue-Volksinitiative-gegen-das-Minarettverbot/story/25014611
vielleicht überlegen Sie sich einmal, Volksabstimmungen generell abzuschaffen? Warum sollten Sie sich noch weiterhin über diese dummen und rückständigen Menschen in der Schweiz ärgern? Dank Diktatur könnten Sie ganz "legal" ihr Volk ausnehmen und über dessen Unwohl entscheiden wie Sie möchten und Sie müssten sich nicht einmal irgendwo dafür entschuldigen. Tönt doch gut oder?
Und Frau Onken trägt auch Verantwortung für dieses absurde Resultat, was kommt als nächstes von der Ecke? Dass man mit der Halbierung von kath. Kirchtürmen die Halbierung der patriarchalischen Strukturen im Vatikan erreichen wolle? Wie diese Frau auf die Idee kam, dass es irgendwie feministisch sei, da bei diesen religiösen Machtkämpfen mitzumachen und so in diese einzugreifen, ist mir ein Rätsel.
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/sta
Das sind Ihre Worte.
NZZ: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wir-sollten-das-naechste-Mal-solche-Initiativen-ungueltig-erklaeren/story/24289533
Herr Leuenberger
Sie möchten also die direkte Demokratie durch massive Einschränkung der Volksrechte aushebeln?
Haben Sie sich das auch wirklich gut überlegt?
Ich glaube nicht.
So wird die SVP über kurz oder lang die Mehrheit im Parlament erlangen und im Jahr 2011 bereits einen über 40 % Wahlerfolg verzeichnen können.
So einfach. Die Linke wird verlieren.
Ihre Politik ist überholt, ihre schöngeistigen Worte mag hier niemand mehr hören.
Hören Sie doch deshalb einfach auf.
Die direkte Demokratie bleibt bestehen, PASTA !!!!
Allerdings sollten wir sofort aus der korrupten UNO austreten, da diese von einem Schurkenstaat - Libyen - geführt wird.
Und die EMRK sollten wir auch gleich vergessen.
Austreten, Schluss!
http://feldwaldwiesenblog.blueblog.ch/
Herzliche Grüsse
feldwaldwiesenblogger
Claude Longchamp und seine Leute haben nicht falsch gezählt! Viele Leute trauen sich heute gar nicht mehr zu sagen was sie denken respektive was sie abstimmen werden. Bei solchen Themen wie Minarett-Initiative wird man von den Linken sofort in die rechte Nazi-Ecke gestellt. Das ergiebt dann eben solche Umfrage Resultate. Sie sollten sich fragen, wieso unsere Bürger in der Schweiz sich nicht mehr getrauen sich zu äusser. Das ist nämlich der Untergang unserer Demokratie.
http://tinyurl.com/schwaetzer-von-kopen
Ich bin sicher, dass es dabei bleiben wird (da bin ich mal mit dem SVP-Polteri Amstutz einig).
Schwätzer im Treibhaus.
Sehr hörenswert dazu das Tagesgespräch auf
DRS1: (12MByte download des folgenden Files, oder obiger Link im Audioplayer)
http:///audio.drs.ch/drs1/tagesgespraech/2009/091207_tagesgespraech.MP3
http://pod.drs.ch/mp3/tagesgespraech/ta
Tagesgespräch vom 7.12.09 mit Marcel Hänggi zu Klimaschutz, Wirtschaftswachstum, Mobilität, Energie usw.
http://pod.drs.ch/mp3/tagesgespraech/tagesgespraech_200912071400_10111500.mp3
Ob es bei diesen eine Grenze des Ausschöpfungspotenziales gibt und wo diese genau liegt?
Wird der reduzierte Co2 Anteil durch Klimazertifikate einem Land nur anhand theoretischer Rechnungen an der Gesamt Co2 Bilanz abgezogen oder erst wenn er sich im entsprechendem Land nachweisen lässt?
Die Regelung mit den Klimazertifikaten, erscheint mir als recht diffuse Sache. Da eigentlich ein Zertifikat nur gültig sein kann, wenn es woanders den selben Co2 Anteil am effektiven Co2 Ausstoss reduziert.
Oder anders gesagt, würde man dieses Prinzip auf alles und jeden anwenden, was Co2 ausstosst, um die Welt 100 Prozent Co2 neutral zu machen, würde es nicht funktionieren, da ja der effektive rechenbare Ausstoss nicht verschwinden würde.
Ihr Einsatz für unser Klima in allen Ehren, aber die Politiker sollten sich dafür einsetzen, dass endlich Motoren zum Einsatz kommen, die unsere Umwelt maximal schonen. Sie sind bereits alle erfunden, nur leider verhindern Industrie und Ölmagnaten deren einsatzreife Weiterentwicklung.
Das würde uns mehr bringen, als jede zum voraus zum scheitern verurteilte Klimakonferenz und jede CO2 Abgabe.
Man kann die Welt nicht mit Geld retten.
Hier finden Sie hunderte von Videos dazu.
http://www.youtube.com/results?search_query=magnetmotor+freie+energie&search_type=&aq=1&oq=magnetmotor
Endlich einmal ein Satz von Ihnen, den ich vorbehaltslos (mit einer kleinen Korrektur) unterschreiben kann: Bei Ihnen besteht die Politik zwingend NUR aus Interessenvertretung und reduziert sich immer wieder eben nur auf Ihre ureigenste Interessenvertretung!
Aber so wie es aussieht, werden wir Sie ja nur noch 2 Jahre aushalten müssen (oder wollen Sie nach Ihrem grandiosen Präsidialjahr noch weitere 2 Jahre in Bern aussitzen??)
Grüsse vom oberen Zürichsee Terri Zubler
Ich habe eine kurze Frage an Sie:
Warum wird das Thema "Klimaerwärmung auf allen anderen Planeten" nicht in der Schweizer Klimapolitik thematisiert?
Auf jedem Planet in unserem Sonnensystem nimmt die Temperatur stetig zu. Wer ist dort schuld?
Stempeln Sie micht nicht als Verschwörungstheoretiker ab, denn dieser Fakt bestätigt sogar die NASA.
Gerne erwarte ich Ihre Antwort und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.