Inflation der Unflätigkeiten
[Version française: Inflation verbale]

Ich erinnere mich, wie vor einigen Jahren ein Journalist ein Interview mit einer eigentlichen Beschimpfungstirade begann: Amtsmüdigkeit warf er mir vor, zum Rücktritt forderte er mich auf etc. Wahrscheinlich erwartete er, ich würde das Interview sofort abbrechen, was ihm eine süffige Story beschert hätte. Doch er hat dermassen übertrieben, dass ich unwillkürlich und schallend lachen musste. Ähnlich erging es mir bei Lektüre der vorletzten Weltwoche. Der Text unter meinem Foto lautete: „Medien-Gestapo: Bundesrat Leuenberger“. Ich musste lachen. Allerdings wurde ich dann auf diesen Text häufig angesprochen. Viele fanden, das sei gar nicht zum lachen und liege absolut nicht drin. In Deutschland hätte ein solcher Vergleich ernsthafte politische Folgen, weil er indirekt auch eine Verharmlosung des Naziregimes bedeute. Reaktionen auf Nazivergleiche sind tatsächlich sehr heftig und das ist auch begreiflich. Das konnten wir jetzt wieder beobachten. Ein Nationalrat empörte mit seinem Nazivergleich von Peer Steinbrück die deutsche Öffentlichkeit. Steinbrücks vorheriger Indianervergleich war dagegen geradezu harmlos im Verhältnis zu Münteferings Aussage, früher hätte man gegen ein Land wie die Schweiz noch Krieg geführt.
Im Gerangel um mediale Aufmerksamkeit hat eine Inflation der Unflätigkeiten eingesetzt, welche die Kunst politischer Polemik entwertet hat. Gröbste Anschuldigungen erweisen sich als Übertreibungen und wirken nur noch lachhaft. Die verletzte Ehre, für die vor hundert Jahren noch zum Duell aufgefordert wurde, wird kaum noch geltend gemacht.
Doch trotz allseits dickerer Haut gibt es Empfindsamkeiten. Plötzlich entdecken wir in einer Übertreibung wieder den eigentlichen Wortsinn und fühlen uns in der Ehre verletzt. So wollten sich Slumbewohner in Bombay mit dem Titel des Filmes „Slumdogmillionaire“ nicht abfinden; man beschimpfe sie als Hunde, finden sie. Vom Indianervergleich fühlen sich jetzt auch Indianer betroffen. „Wir Havasupai hinterziehen keine Steuern und helfen auch niemandem, das zu tun.“ Der Vergleich sei ein Schlag mitten ins Gesicht der Ureinwohner Arizonas. Und jetzt sind natürlich wir unsererseits wieder beleidigt, denn nicht alle Schweizer sind ja Steuerhinterzieher. Am Vergleich des deutschen Finanzministers stört uns weniger der Vergleich von uns mit Indianern, sondern der von der EU als der Kavallerie.
Es ist eben nicht dasselbe, ob ein Spruch am Stammtisch dahingepoltert wird oder ob er via internationale Medien in die ganze Welt posaunt wird. Worte wirken. Je grösser der Zuhörerkreis desto grösser die Wirkung und damit die Verantwortung. Etwas diplomatische Umsicht und Verantwortung in der Wortwahl dürfte man deshalb von Spitzenpolitikern erwarten. Eigentlich sollte es OECD-Richtlinien für zivilisierten Umgang und verantwortungsvolle Wortwahl geben. Für die schwarze Liste wüsste ich Kandidaten aus unserem Nachbarland, aber auch aus der Schweiz.
Jener Journalist übrigens, der mich damals mit seinen Provokationen zum lachen brachte, gehört nicht darauf. Er hat die Stelle gewechselt und arbeitet jetzt beim Bund und ist ganz sanft und lieb und nett.
Bis bald
Moritz Leuenberger

Ich erinnere mich, wie vor einigen Jahren ein Journalist ein Interview mit einer eigentlichen Beschimpfungstirade begann: Amtsmüdigkeit warf er mir vor, zum Rücktritt forderte er mich auf etc. Wahrscheinlich erwartete er, ich würde das Interview sofort abbrechen, was ihm eine süffige Story beschert hätte. Doch er hat dermassen übertrieben, dass ich unwillkürlich und schallend lachen musste. Ähnlich erging es mir bei Lektüre der vorletzten Weltwoche. Der Text unter meinem Foto lautete: „Medien-Gestapo: Bundesrat Leuenberger“. Ich musste lachen. Allerdings wurde ich dann auf diesen Text häufig angesprochen. Viele fanden, das sei gar nicht zum lachen und liege absolut nicht drin. In Deutschland hätte ein solcher Vergleich ernsthafte politische Folgen, weil er indirekt auch eine Verharmlosung des Naziregimes bedeute. Reaktionen auf Nazivergleiche sind tatsächlich sehr heftig und das ist auch begreiflich. Das konnten wir jetzt wieder beobachten. Ein Nationalrat empörte mit seinem Nazivergleich von Peer Steinbrück die deutsche Öffentlichkeit. Steinbrücks vorheriger Indianervergleich war dagegen geradezu harmlos im Verhältnis zu Münteferings Aussage, früher hätte man gegen ein Land wie die Schweiz noch Krieg geführt.
Im Gerangel um mediale Aufmerksamkeit hat eine Inflation der Unflätigkeiten eingesetzt, welche die Kunst politischer Polemik entwertet hat. Gröbste Anschuldigungen erweisen sich als Übertreibungen und wirken nur noch lachhaft. Die verletzte Ehre, für die vor hundert Jahren noch zum Duell aufgefordert wurde, wird kaum noch geltend gemacht.
Doch trotz allseits dickerer Haut gibt es Empfindsamkeiten. Plötzlich entdecken wir in einer Übertreibung wieder den eigentlichen Wortsinn und fühlen uns in der Ehre verletzt. So wollten sich Slumbewohner in Bombay mit dem Titel des Filmes „Slumdogmillionaire“ nicht abfinden; man beschimpfe sie als Hunde, finden sie. Vom Indianervergleich fühlen sich jetzt auch Indianer betroffen. „Wir Havasupai hinterziehen keine Steuern und helfen auch niemandem, das zu tun.“ Der Vergleich sei ein Schlag mitten ins Gesicht der Ureinwohner Arizonas. Und jetzt sind natürlich wir unsererseits wieder beleidigt, denn nicht alle Schweizer sind ja Steuerhinterzieher. Am Vergleich des deutschen Finanzministers stört uns weniger der Vergleich von uns mit Indianern, sondern der von der EU als der Kavallerie.
Es ist eben nicht dasselbe, ob ein Spruch am Stammtisch dahingepoltert wird oder ob er via internationale Medien in die ganze Welt posaunt wird. Worte wirken. Je grösser der Zuhörerkreis desto grösser die Wirkung und damit die Verantwortung. Etwas diplomatische Umsicht und Verantwortung in der Wortwahl dürfte man deshalb von Spitzenpolitikern erwarten. Eigentlich sollte es OECD-Richtlinien für zivilisierten Umgang und verantwortungsvolle Wortwahl geben. Für die schwarze Liste wüsste ich Kandidaten aus unserem Nachbarland, aber auch aus der Schweiz.
Jener Journalist übrigens, der mich damals mit seinen Provokationen zum lachen brachte, gehört nicht darauf. Er hat die Stelle gewechselt und arbeitet jetzt beim Bund und ist ganz sanft und lieb und nett.
Bis bald
Moritz Leuenberger



44 Kommentare
http://hirnentleerung.blogspot.com/
http://hirnentleerung.blogspot.com/
http://sirjoesardella.blueblog.ch/p504.
Diesen Mittag brachte meine 13jährige Tochter genau ebendieses Foto nach Hause und schmunzelte bereits ketzerisch über die neuesten Indianer-Kavallerie-Geschichten...
...mit Verlaub, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm! Ich freue mich, wenn eine neue Generation kritischer Mitbürger/innen aufwächst, die ebenso mit zwinkerndem Auge die Ernsthaftigkeit und Wichtigkeit des Lebens auch mal mit einem ketzerischen Augenzwinkern und einer Portion Zynismus nicht so ganz verbissen nimmt!
Freuen Sie sich über die Indianer-Geschichten, denn die waren bei uns steht's die Guten und in alter Eidgenossen-Manier die Verteidiger des heimischen Grund und Bodens...
Siehe auch http://sirjoesardella.blueblog.ch/p504.html
Gruss aus Emmenbronx &
"Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!"
Seien Sie ein Vorbild und endlich mal ein Patriot und versuchen Sie die Anderen im BR aufzuwecken.
Für das Wohle der Schweiz!
Danke
Oder aber es müsste angefangen werden, Schimpfworte und schlimme Beleidigungen aus Live Aufnahmen ausgeschnitten oder überspielt zu werden, so wie es in der Usa in einigen Talkshows schon gemacht wird. Dies klingt dann aber auch wieder nicht mehr ganz natürlich und es kommt nicht mehr der volle Ausdruck zum Zuge.
Ja im allgemeinen ist es schon so, dass heute mehr geflucht wird als früher, während heute schon Kindergärtler solche Worte wie: "fuck", "Shit", und "geil" im Alltagsrepertoire eingeprägt haben, hatten wir diese Worte im gleichen Alter noch nie gehört.
Und für ungehobelte Schimpfworte am Familientisch, gibts ja immernoch die Option das dafür ein 50zgi gezahlt werden muss.
Auch in Deutschland macht man sich mittlerweile lustig.
Kürzlich vernahm ich in den Nachrichten eines deutschen Radiosenders eine Täterätätää Fanfare. Es war ein Kavalleriehorn. Damit wurde ein Bericht über Peer Steinbrücks Schweizer Attacke eingeleitet.
Nee...die haben eine Profilneurose dort.
Der Wahlkampf ist eröffnet. Es herrscht seit Jahren die "Grosse Koalition". Ein eigenartiges Zusammenregieren mit dem "politischen Gegner". Nach all den Jahren kann man die regierenden Parteien kaum mehr voneinander unterscheiden. Es herrscht ein Mischmasch und Einheitsbrei: Wer steht für was? Was will die SPD? Für was steht die CDU/CSU? Die Wähler sind verwirrt.
Es ist absurd! Der Wahltermin rückt näher. Und jetzt müssen die Wahlkampf betreiben! Obwohl sie noch zusammen regieren. Es grenzt an Schizophrenie.
Nur allzu gerne würden diese Grosskoalitionäre aufeinander eindreschen. Am liebsten grob, UNFLÄTIG, wahlkampf-klamaukmässig, so wie BR Leutenberger hier beschreibt. Aber weil sie immer noch zusammen regieren, sind sie halt nicht nur Konkurrenten. Sie müssen gleichzeitig Partner sein. Eine ziemlich zerrüttete Angelegenheit.
Also was tun? Es ist Druck im Topf! Wohin mit dem Dampf?
Wenn man nach innen schon kaum Profil zeigen kann, nicht draufhauen kann; dann wenigstens nach aussen!!
Ein Symptom davon: Peer Steinbrück! Wir Schweizer sind jetzt alle Indianer. Howgh!
Die Schweizer wissen sowas zu kontern. Mit einem Schuss Selbstironie. Die Deutschen nehmen sich arg ernst, des öfteren.
Zumindest auf der Selbstironieskala liegen sie nicht auf den vordersten Plätzen, die Deutschen.
ich könnte mir vorstellen, dass das (Nicht)Auftreten des bundesrätlichen Gremiums die derzeitige Wortwahl geradezu provoziert. Das von Ihnen gewählte Bild in diesem Blog entspricht jedenfalls genau dem von mir gefühlten Erscheinungsbild des Bundesrates.
Es freut mich aber ungemein, dass Sie trotzdem lachen können. Denken Sie doch bitte einmal darüber nach, ob Sie als Alt-Bundesrat nicht noch trefflicher und schallender über alles lachen könnten...
Ihnen alles Liebe, Gute und Schöne & "hugh" aus der Zentralschweiz,
ein heftig-steuerzahlender Bürger
ich musste auch laut lachen, als ich das Foto von General Custer erkannt habe...
http://www.bahnfahrer.ch
Jörg Bucher und die Postfinance sind wohl auf offene Ohren und willige Schreiber bei der Handelszeitung gestossen. Ziemlich die beste über längere Zeit dauernde gratis Pro-Bank-Lizenz-Kampagne, die da gefahren wird.
Für eine Postfinance mit Banklizenz müssen einige Sicherungen zum Schutz der Post und der Postfinance und des gesunden Wettbewerbes eingebaut werden. So darf die Postfinance sich weder direkt noch indirekt an der Telekurs beteiligen oder gar weitgehend kooperieren oder die beiden Systeme fusionieren. Das System der parallelen Zahlungssysteme Interbank-Clearing und Postkonti hat sich bewährt. So darf die Post auch keine inländischen oder ausländischen Banken oder Finanzinstitute übernehmen oder sich daran beteiligen oder gar eigene gründen. Das Risiko bleibt auf die direkten Geldverleihungen beschränkt. Auch die Höchstgrenze der Kredite pro juristische oder natürliche Person muss gesamthaft auf 200‘000 Franken festgelegt werden. Kredite dürfen nur an erstklassige Schuldner gewährt werden. Das Hypothekar-Geschäft darf nur als Zweit-Hypothek betrieben werden. Die Post darf keine reinen Postfinance-Filialen einrichten ohne auch die universallen Postdienste anzubieten. Damit soll die Post auch der Bevölkerung einen Mehrwert bringen. Die Post darf dem Bankenverband nicht beitreten. Die Branchenregeln würden als bestes Argument für die Mutation der Postfinance zu einer reinen Bank fast schon festlegen. So vermeidet man das „more of the same“. Dass die Post als Mutterfirma und die Postfinance der Finma unterstehen müssen, ist selbstverständlich. Der gewünschte Wettbewerb soll eben weiterhin zwischen Post und den Banken spielen.
Ja man soll auch in schwierigen Zeiten den Humor nicht verlieren und ich fand die Indianer-Karikaturen der NZZaSo auch amüsant.
Aber! Die Lage ist leider zu ernst und es geht um zuviel, dass man sich jetzt nur wochenlang an den verbalen Entgleisungen ergötzt. Das Land hat keine geschlossense Regierung und vorallem keine Führung! Die profilneurotischen Sololäufe von praktisch allen BR sind eine Katastrophe! Calmy-Rey schreibt Lobesbriefe an die OECD, die im letzten Moment noch von einem verantwortungsvollen Mitarbeiter bei der OECD abgefangen werden können... Widmer-Schlumpf verplappert sich in den USA und schafft eine neues Präjudiz mit dem Ausdruck "schwere Steuerhinterziehung" ...!! Maurer bedient mit seinem läppischen Autotausch die niederen Instinkte der rechten Parteibasis ...blöder geht's wohl nimmer! Nächste Woche eine Verbalentgleisung von Sarko und dann wohin mit dem Espace?? und Couchepin lafert sowieso immer dazwischen... Leuenberger erhebt sich über die Niederungen der politischen Schützengräben und versteigt sich in abgehobene Rezensionen und Reflektionen... und Merz beisst sich jede Woche die Zunge blutig ... die werden sich am Bankgeheimnis die Zähne ausbeissen...
Sorry, meine Damen und Herren Bundesräte, so geht das nicht! sonst kommandieren wir mal für 3 Monate die Oberlehrerin der Nation Frau Nationalratspräsidentin Simoneschi-Cortesi zur Sitzungsleitung in den Bundesrat ab. Die wird euch dann Disziplin beibringen!
Nein im ernst, rauft euch doch mal zusammen! Mit den ständigen Solo-Profilierungsläufen unterminiert ihr die Verhandlungsposition der Schweiz massiv!
Selten so gelacht. Wer hat das kreiert?
DAS Rezept:
Das aktuelle verbale Kreuzfeuer mit Humor nehmen.
Und um so länger ich darüber nachdenke, Steinbrück hat im Wesentlichen Recht.
Danke für den Beitrag.
Dennoch hätte ich mir vom Bundesrat ein wenig mehr selbstvertrauen erwartet, und vorallem ein geschlosseneres Auftreten. Dass hier jeder seine eigene Brötchen bäckt, scheint mir kontraproduktiv. Zumindest wird dieses Bild nach Aussen projeziert.
Ich glaube, mann sollte Herr Steinbrück nicht unterschätzen - in Zeiten der Finanzkrise mehren sich Missstände und Existenzängste kann ein gemeinsames Feindbild sehr mobilisierend sein (das kennen wir ja aus der neueren Geschichte).
herzliche Grüsse,
Wuslon
http://goggiblog.blogspot.com
Nun habe ich aber das Glück, Politik längst nicht mehr als etwas Ernstes zu betrachten. Der Unterhaltungsfaktor ist weit grösser als beim sonntagabendlichen Vorsingen im Schweizer Fernsehen und bezüglich humoristischer Einlagen kann das Arosa Humor Festival gegenüber dem Bundeshaus schon mal einpacken.
Und das ist gut so. Keiner schaut ein Formel-1-Rennen wenn es nicht gelegentlich kracht. Weil Politik sowas von langweilig ist, lässt so ein Steuerstreit auch über die brutal hohe Wahlbeteiligung überall, hinweg täuschen. Vielleicht sollte man es machen wie beim Fernsehen. Sinkt diese Quote unter 30 Prozent, wird die Politik abgesetzt und das Regierungsgebäude den Ritalinsüchtigen die durch das Bildungskleeblatt durchgefallen sind, zur freien Besetzung übergeben.
In diesem Sinne: Hört ja nicht auf mit diesem Kindergarten (sorry: Einschulungsvorstufe), sonst schaut bald gar niemand mehr zu!
Trotzdem zur Grafik oben: Herr BR Chouchepin käme als Onkel von Sitting Bull durchaus hin und BR Leuthard ist eine Squaw erster Güteklasse.
Die Krux an der ganzen Geschichte ist doch bloss, dass dieser Peer jenseits des Rheins gar nix von Indianern sagte, sondern sich querfeldein diverser Szenen der Geschichte bediente, die er verwurstelte, bis er nicht mehr wusste, wo sich Amerika und Europa überhaupt befinden. Vielleicht sollte man ihm – analog zum Killerspieleverbot - das Ansehen von Westerns schlicht verbieten.
Erstaunlich ist, dass die Bundeskanzlerin Frau Merkel und deren Minister – Fachdeutsch: Die Mutti mit ihrer Kinderschar – ihre Finanz- und beginnenden Wahldebakel auf Schweizer Gebiet abhalten wollen. Bedenkt man, dass alle, die an der nicht existierenden, sehr wohl existierenden oder bloss im Entwurf existierenden OECD-Liste hängen, ein ähnliches Vorhaben planen, sollte sich die Schweiz in der Tat langsam organisieren, um an warmen Sommertagen all diese Gäste standesgemäss zu empfangen.
Grundsätzlich empfehle ich als Veranstaltungsort eine weiche Torflandschaft im Seeland, damit sich die Kämpfenden beim Fallen nicht allzu sehr verletzen. Zudem sollten die Schweizer Ärzte während der Schaukämpfe nicht gerade streiken.
Als Arbeitstitel gilt. «Die Welt zu Gast im Seeland».
Vorteilhaft ist dabei, dass Peer Steinbrück sowohl eine «Fleet in being» als auch eine «Army in being» einrichten kann. Sollte er zu Wasser, zu Lande und in der Luft kämpfen wollen, könnte man in Payerne ein Flugfeld für Fallschirmspringer reservieren und für die etwas ängstlicheren Kämpfer ein weiches Beet fürs Sackhüpfen einrichten.
Barack Obama wird Ehrengast sein und Michail Sergejewitsch Gorbatschow (Friedensnobelpreisträger 1990) wird sowohl Eröffnungs- als auch Schlussreden halten.
BR Ueli Maurer ist sofort angehalten, einen geeigneten Ort umzupflügen und für einen umfassenden Vorrat an Pflästerchen zu sorgen.
Die Squaws vom Bild oben organisieren das Weitere und Sitting Bulls Onkel bereitet sich auf einen Posten als Schiedsrichter vor.
Tja, und der Münte gibt mir zu denken. Ich glaub’ fast, ich setz’ ihn zu den Ehrengästen.
Der Häuptling "spitze Zunge" hat gesprochen. Ein wunderbares Bild voll Selbstironie. Bravo!
Beim Blog vom "Petischpeer" wärs vermutlich Robocop und Terminator gewesen.
Aber eben, Anstand hat man.
P.S: Betrifft auch gewisse Schweizer mit Raben und sonstigen "Schwarzem" auf Plakaten.
Hugh, "Häuptling "Grollender Bär" (ursus) hat gesprochen
PS: Die Fotogalerie ist sensationell gut !
Ich freue mich sehr, dass Sie Humor haben. Ich würde mich aber noch wesentlich mehr freuen, wenn der Bundesrat endlich seine Führungsaufgaben wahrnehmen würde, denn wie unsere französisch sprechenden Mitbürger/innen so trefflich sagen:"Gouverne c'est prévoir!" und gerade diese Eigenschaft vermisse ich seit längerem schmerzlich! Jede BR-Sitzung sollte so mit dem Leitspruch beginnen: "Weinen danach ersetzt das Denken zuvor nicht!"
Mit den besten Grüssen
Ulrich Tanner
Der Kommentar: na ja, na ja, na ja - genügte vollauf!
Daher: macht endlich alle Kontoverbindungen und Geldtransaktionen so schnell wie möglich weltweit transparent und öffentlich (die automatisierten Steuerbehörden werden es euch danken), führt so schnell wie möglich eine gemeinsame digitale (mathematisch geschützte) Währung weltweit ein und dann lasst uns endlich perfekt Wirtschaftswissenschaft betreiben!
Solange nicht alles sofort online, offen und für alle einsehbar ist (wie immer in der Wissenschaft), solange ist Wirtschaft leider immer noch nur eine äffische Gaunerei, Geheimniskrämerei und Korruption und Waffenschieberei.
Ich habe nichts dagegen, wenn jeder meinen Kontostand und alle Transaktionen kennt. Denn mein Reichtum liegt nicht im Portemonnaie, sondern im Kopf (und zum guten Glück habe ich noch nicht Alzheimer wie scheinbar die meisten meiner Zeitgenossen).
Zudem: die Bundespolizei kennt ja eh schon alles (d.h. alle meine Kontobewegungen und auch meine e-mail-Adresse hier).
Dass man Herrn Steinbrücks plumpe Äusserungen als Affront ansieht, verstehe ich, auch wenn ich prinzipiell ein politisches Vorgehen gegen Steueroasen begrüsse.
Was mich allerdings verwirrt, ist, wenn Menschen, die gewisse Regierungsparteien unterstützen, die seit Jahren Randgruppen unserer Gesellschaft über Plakate und andere Medien diffamieren, sich an solchen Äusserungen, wie die von Steinbrück, stören.
Und... ach ja, die Nazikeule. Die wird hier den Deutschen gegenüber ja bei dem geringsten Anlass hervorgeholt. Was ist eigentlich das Bild des "hässlichen Deutschen"? Die SchweizerInnen sind im Schnitt doch ähnlich spröde, humorlos, uncharmant und unfreundlich. Das ist ja fast, als ob ein Dieb einen anderen Dieb des Diebstahls beschuldigt.
Welches nun die beste Reaktion bei solchen Unflätigkeiten ist, wer weiss das schon? Soll man lachen, sich abwenden und fortgehen oder den respektlosen Umgangston aktiv bekämpfen?
Was mich allerdings am meisten wundert, ist, dass Sie, Herr Leuenberger, eine Zeitung wie die Weltwoche lesen. Ich bekam mal ein Gratisabo und habe das Abo nach der Lektüre von zwei oder drei Ausgaben schnellstens wieder löschen lassen. Dann lieber "20 Minuten" (das ich ja auch nicht mehr lese), denn der Informationsgehalt ist in etwa gleich, aber man ist doch viel schneller durch und kann sich wieder mit seriösen Medien befassen, die es - wenig zwar - aber immer noch gibt.
Gruss
I. Gärtner
Ganz schön überheblich, was Sie da von sich geben. Fast wäre man versucht zu sagen: "typisch deutsch" wenn man auf die Endung Ihrer e-Mail Adresse schaut.
Mit freundlichen Grüssen
Max Manhart
Ich frage mich schon lange, was der Unterschied ist, zwischen den Manager- Häuptlingen und Politik- Häuptlingen?
Oder kann mir jemand nur EINEN vernünftigen Grund angeben, warum wir (ich zähle mich nicht dazu) einem Politik- Häuptling MEHR vertrauen schenken sollen, als einem Manager- Häuptling?
Letzten Endes sind wir alles nur Indianer. Und ich glaube der grosse Manitu hat die schlechten Indianer nicht bei den Unternehmungen, und die guten bei der Politik untergebracht.
Warum um alles in der Welt wird dann der Staat immer als die Allmacht angesehen und seine Häuptlinge als die einzigen Moralaposteln? Ja überhaupt die einzigen aufrichtigen Indianer scheinen seltsamerweise ALLESAMT beim Staat zu sein und auch nur dort vorzukommen.
Kann mir das jemand mal bitte erklären? Für mich gibt es hierzu jedenfalls keine vernünftige und rationale Erklärung.
Danke für die Antworten und Gruss
Mr. Pink
Wirtschaftswissenschaften haben mehr mit Logik zu tun und sind deshalb nicht i. e. S. wie Mathematik oder Physik zu betrachten.
Darum kann ich dir nicht zustimmen.
Und leider leidet unser heutiges System an kleinen logischen Fehlern im Fundament und deshalb funktioniert es nicht. Es hat nichts mit dem gläsernen Bürger zu tun.
Einen Gruss
Mr. Pink
Das "überheblich" geht an Sie zurück.
Es gibt übrigens auch Schweizer, die eine de-Endung der e-Mail-Adresse haben.
Hätten Sie Freude, wenn man zu Ihnen sagen würde: "Typischer schweizer Kleinbürger mit seinen rassistischen Vorurteilen den nördlichen Nachbarn gegenüber."?
Bleiben Sie sachlich und beziehen Sie sich auf die Person und nicht auf die Nationalität (die in diesem Fall nicht mal klar ist)!
P. Gerber
http://onkelsammi.blogspot.com/
This is a very funny take on someting a German said.
I am a North American Indian and now a Swiss Citizen. I find the take a bit gauche. Indians have suffered something akin to the genocide that took place here in Europe and the stereotype that you are encouraging makes fun of Indians albeit without a malicious intent.
Just because there are a few of us Citizens who happen to be Indian, poking fun in this way is an insult to one of your own.
Besides, I cannot recall a single incident where Indians ran away from the Cavalry. Maybe a dignified retreat now and again.... My grandfather on the other hand tells stories about Germans running away from him during the last big war. we helped whup the nazis you know the Canadian Indians.
http://www.wikiweise.de/wiki/Teilnehmer
Ich bin bei meinem südlichen Nachbarn regelmässig mit dem Velo unterwegs und da bekommt man schon mit, was im Umgang mit den Einheimischen geht und was nicht geht. In der Schweiz gelten im menschlichen Miteinander eben etwas andere Regeln; wer das verinnerlicht hat wird auch keine Probleme bekommen.
Meine Hoffnung: Die derzeitige Eskalation als reinigendes Gewitter unter Freunden (!) und danach weiss jede Seite, wie man sich dem Partner gegenüber zu verhalten hat.
Sie haben recht, es gibt auch arrogante Schweizer. Meine Kritik betraf jedoch nicht die Nationalität des Bloggers (die ich in der Tat nicht kenne) sondern auf den Satz:
"Denn mein Reichtum liegt nicht im Portemonnaie, sondern im Kopf (und zum guten Glück habe ich noch nicht Alzheimer wie scheinbar die meisten meiner Zeitgenossen)."
Das geht für meinen Geschmack etwas zu weit. Nun zu meinem Rassisumus. Ich bin seit über 40 Jahren mit einer deutschen Frau verheiratet und zähle zahlreiche Personen deutscher Nationalität zu meinen Freunden. Ich habe daher versucht vorsichtig zu formulieren "Fas wäre man versucht zu sagen..." Gerade weil ich eben fürchte, dass bei einem deutschen Absender, die Kritik eher auf die Nationalität, als auf den äusserst fragwürdigen Inhalt fällt.
Mit freundlichem Gruss
Max Manhart
So auch hier:
"Warum um alles in der Welt wird dann der Staat immer als die Allmacht angesehen und seine Häuptlinge als die einzigen Moralaposteln? (...) Für mich gibt es hierzu jedenfalls keine vernünftige und rationale Erklärung."
Na dann:
Wenn es für Pink keine Erkärung gibt, braucht es IHM auch keiner zu erklären... Sparen wir uns die Mühe.
Abgesehen davon dass man die gleiche Frage bezüglich den Wirtschaftshäuptlingen stellen könnte.
Und verzapfst du da??
Wirtschaftswissenschaft habe "mehr mit Logik zu tun"?
Mehr als was?
Oder mehr mit Logik als mit was?
Vielleicht mehr als Esoterik, aber nicht viel mehr...
Wirtschaftswissenschaft ist ja, wie du dann selber schreibst, keine exakte Wissenschaft wie Math oder Physik. Sie hat vielmehr mit Psychologie zu tun, vielleicht mehr gemeinsam mit Astrologie.
Bestenfalls noch mit Chaosforschung (was eigentlich eine Beleidigung ist für die Chaosforschung).
http://onkelsammi.blogspot.com/
I can understand Moritz' intent (I think) because I believe that I know this man and he is not a racist and in fact can be called sensitive although his sense of irony can and does lead him into trouble.
But even his character does not make this right.
I can even understand what he may mean in this montage. Here we have the seven wise people who are the Federal Council which is the highest office in our land. This Council is shown here as being happy to be associated with the Indian myth and iconography because, the seven swiss are indeed wise and noble. The german cavalry man, fluttered and decadent on the other hand is an evil presence and not equal to the wise men and women of the Federal Council who he has belittled in his condemnation.
While I think that the German politician is being a nasty racist, even this explaination does not make this collage right.
Cute. Funny. But cruelly insensitive and even racist because one can also see that the intent might also be not humour, but is actually and knowingly meant to belittle the Indian people of this world and me in particular as a Swiss citizen. I will explain this point below....
When I see these pictures, I am reminded that many millions of people such as these were murdered or killed because of who they were. To mock them is to mock me and this is not polite because I have done nothing to be ridiculed in this way.
"It amazes me how resistant many people are to hearing that something is offensive to a marginalized racial group. The very idea that something might be racially offensive makes people indignant, defensive and righteous in their claims that the world has gotten “to P.C.”
Why do we have to FIND things to be offended by?
The implication is that if mainstream white society does not find a thing beyond the pale, then it is acceptable, no matter what anyone else says.
When I am exposed to this attitude, I hear this: “I am drunk on my own privilege. Your feelings are not as important as my intentions. If I deem my actions well-meaning, then their consequences scarcely matter. I cannot be bothered to change—even if changing is painless for me—to spare another from pain.”
I think that my understanding of the man and the notion behind the collage and even accepting that the true villain of the piece is the one subject to attack here, does not make it right.
But here, the actions are possibly not even well meaning.
1. Would you dear conseil federal paint your face black and prance about waving your arms to make a point? No, because this is wrong. It is also wrong to do what you have done here. I do not find it funny and in fact find it impolite. Many of the symbols you are wearing you did not earn for example. These have specific meaning to me.
2. But you think that it is not in bad intent. Yes it is. You wish to attack the position of a person in another country. You use images of vulnerable citizens from your own country (me) and other countries to attack a man who has threatened you from a position of power. So, what you are saying with this picture is this, and this is what I think also underlies this montage is "we in this picture are Indians but I am moritz, and that guy over there is couchi and the cute one is Doris and wont you be surprised, you german militarist gussied up as cavalry, when you run into the so called Indians you intended and expected to be fighting but to your horror discover that these so called Indians are in fact civilized Swiss who could make life very difficult for you. " HiHiHi,.
Sir I criticise your methods, but I applaud your intent. I think you tried to attack racism. I think you meant well to the Indian people. I think you made your point. I also think that the price of the point was hurt to the very people you tried to raise up.
(Ich hatte schon mit der Indianergalerie Mühe, aber sie ist wirklich humorvoll und gut gemacht.)
Wenn man sich aber vergegenwärtigt, dass diese Kavallerie massgeblich an der Ausrottung fast aller Indianer beteiligt war, muss man sich schon wundern, wie ein Zeitgenosse, der ernst genommen werden möchte, so eine Aussage machen kann.
Hat Humor, also im ernst hier wird die Politik mit dem Finazwesen vertauscht. Unser Bankgeheimnis überigens ist es löcherig wie ein Ementalerkäse, die Forderungen. Sind hirnlos überrissen und laienhaft.Wer am lautesten Schreit hat am meisten dreck am stecken. Fragt sich wieviel Schwrzgeld der Herr Bundstagabgeornete irgenwo auf dieser Welt versteckt hat. Dies Frage ich mich schon seit Anfang der Disskusionen.
In der jetzigen Lage über den BR herziehen und Ihn verunglimpflichen, die Schuld zuweisen es wird nicht getan finde ich daneben.
Denn kein Mensch ist heute in der Lage unsere wirtschaftskriese aufzuhalten er wird noch schlimmer und viel ärger kommen wenn der soziale Frieden in der schweiz gestört ist, da stehen die zeiger auf 5 vor zwölf. muss dann die armee eingreifen wie sie schon in den EU Staaten gewehr bei Fuss in bereitschaft steht.
Ich hoffe nicht.denn das macht mir angst.
First of all do not forget the famous "freedom of speach" that rules not only America, but most of Europe too.
Humour is humour and you will find plenty of examples of a great joke that will hurt the sensibility of others. We've seen that with the muslim world lately.
If your hurt with this picture I find very funny and do not feel ashamed for a second, well ya know the way, dont watch it and get a life !
Besides I do not know why some of our own people were hurt with the famous "cavalery and indians" sentence some german politics said. It is an honor to be put on the red skins side wether than on General Custer's... It wasnt meant to hurt the indian people feelings, and gosh were not talking about a campain the CF did worldwide with this picture.
We all basicaly have an high opinion of the indians, there's no other point to this picture. You know we can even watch a movie about Troy and having Brad Pitt playing the role of Achilis without seing the greeks going crazy about it.
Tanks to Mr Leuenberger for his comments, full of competence and a sence of responsabilities, a message of peace and intelligence versus stupidity and ignorance of a not very honorable politician.
Regards
Beispiele gibt es viele, ich denke da an Helikopterflüge, Reisen von Politikern an Tagungen etc. die vielfach nur zum Zweck eines auf Kosten des Steuerzahlers gruppenreisleins gemacht werden.
http://EUROPA
wenn das gleichgewicht zwischen
europarecht und landesrecht stimmt
im zweifel muss der eigenschutz oder eigennutz
den vorrang haben
http://RECHT
hängt nur zum teil von schriftlichen vereinbarungen ab, viel mehr auch vom guten willen, von der eigenen stärke und von alten rechnugen.
http://RECHNEN
das gilt für die menschlichen organe wie für die öffentliche infastruktur
http://GLÜCK
der kranke nur einen.