Zwei Feiern für die Bahn
[Version française: Deux fêtes en l'honneur du chemin de fer]

Überreichung des Preises "European Railway Award" durch den EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani in Brüssel am 20. Januar 2009 (KEYSTONE/Didier Jouret)
Am heutigen 20. Januar 09 finden zwei Feiern statt: mit der Amtseinsetzung Obamas die eine jenseits des Ozeans und mit der Übergabe des europäischen Eisenbahnpreises die andere in Brüssel. Selbst wenn nicht ganz ausgeschlossen ist, dass es an der Feier in Washington etwas mehr Teilnehmer hat, freue ich mich dennoch auf Brüssel:
Dort wird der Verkehrskommissar der EU in seiner Laudatio die schweizerischen Verdienste um eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene loben, er wird unsere NEAT preisen und die Pionierrolle rühmen, welche wir mit der Einführung der LSVA einnahmen. Preis und Lob freuen mich umso mehr, wenn ich an die Verhandlungen mit der EU zurück denke: In den jahrelangen zähen Verhandlungen beharrte der damalige EU-Kommissar auf der freien Wahl des Güterverkehrsmittels und wollte die LSVA mit allen Mitteln auf ein möglichst tiefes Niveau drücken. Heute sehen sich alle Länder im Alpenraum und auch die EU selber gedrängt, die Verlagerung voranzutreiben und dazu auch Instrumente wie die LSVA einzuführen. Auch die Idee der Alpentransitbörse studiert die EU gemeinsam mit uns.
Unsere Schweizer Verkehrspolitik wurde durch die direkte Demokratie in zahlreichen Volksabstimmungen erarbeitet und bestätigt, geprägt von der stetigen Überzeugung, dass die Bahn ein nachhaltiges Verkehrsmittel ist, das alle Gegenden unseres Landes miteinander verbindet und die Umwelt schont. Da wurden nicht etwa nur Vorschläge des Bundesrates abgesegnet, sondern da wurden aktiv Ideen entwickelt, die diesem gar nicht immer lieb waren. Denken wir an die Alpeninitiative mit dem Alpenschutzartikel, an dem wir immer noch schwer nagen und der wohl erst nach der Eröffnung des Gotthardbasistunnels vollumfänglich umgesetzt werden kann. Denken wir auch an die Alpentransitbörse, einer Idee, die ebenfalls von der Alpeninitiative entwickelt wurde, die dann das eidgenössische Parlament auf Vorschlag des Bundesrates aufnahm, und die jetzt alle Alpenländer zusammen mit der EU umsetzen möchten.
Das ist direkte Demokratie: Die Schweizer Bürgerinnen und Bürger gestalten unsere Politik mit, ihre Rolle besteht nicht in der Absegnung behördlichen Vordenkens in Referenden. Das ist für diejenigen, die derart kühne Initiativen umsetzen müssen, nicht immer leicht. Aber das ist ja gerade das Wesen der Demokratie: Sie ist auf stetige Erneuerung und auf visionäre Ideen angewiesen, selbst wenn diese zunächst irritieren mögen.
Deshalb widme ich diesen Preis den Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, und deshalb habe ich mich entschlossen, die 5'000 Euro, mit denen der Preis dotiert ist, der Alpeninitiative zu übergeben - allerdings mit der Auflage, das Geld nicht in Schweizer Franken zu wechseln, sondern zum Wohle der europäischen Verkehrspolitik zu verwenden. Denn umgekehrt beweist ja die EU mit der Laudatio ihres Verkehrskommissars, dass sie die Schweizer Verkehrspolitik unterstützt und mehr und mehr gewillt ist, gemeinsam mit uns den Güterverkehr von der Strasse auf die Schiene zu verlagern.
Verkehrs- und Bahnpolitik ist mehr als ein rationales Ringen mit Argumenten - die Schweizerinnen und Schweizer identifizieren sich mit der Bahn, sie lieben das Bahnfahren. Ihr Begeisterungsvirus steckte nicht nur die EU an, sondern schwappte über den grossen Ozean und erfasste Barack Obama, der sich sagte: „Yes, we can!“ und sich entschloss, mit der Bahn an seine heutige Vereidigung zu fahren. Das wiederum begeisterte seine Anhänger derart, dass wir aus ihren Sprechchören ganz deutlich heraushören konnten: „Obama, Oh-Bahn-a!“
Wir wünschen der europäischen Verkehrspolitik und dem amerikanischen Präsidenten gute Fahrt.
Bis bald
Moritz Leuenberger

Am heutigen 20. Januar 09 finden zwei Feiern statt: mit der Amtseinsetzung Obamas die eine jenseits des Ozeans und mit der Übergabe des europäischen Eisenbahnpreises die andere in Brüssel. Selbst wenn nicht ganz ausgeschlossen ist, dass es an der Feier in Washington etwas mehr Teilnehmer hat, freue ich mich dennoch auf Brüssel:
Dort wird der Verkehrskommissar der EU in seiner Laudatio die schweizerischen Verdienste um eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene loben, er wird unsere NEAT preisen und die Pionierrolle rühmen, welche wir mit der Einführung der LSVA einnahmen. Preis und Lob freuen mich umso mehr, wenn ich an die Verhandlungen mit der EU zurück denke: In den jahrelangen zähen Verhandlungen beharrte der damalige EU-Kommissar auf der freien Wahl des Güterverkehrsmittels und wollte die LSVA mit allen Mitteln auf ein möglichst tiefes Niveau drücken. Heute sehen sich alle Länder im Alpenraum und auch die EU selber gedrängt, die Verlagerung voranzutreiben und dazu auch Instrumente wie die LSVA einzuführen. Auch die Idee der Alpentransitbörse studiert die EU gemeinsam mit uns.
Unsere Schweizer Verkehrspolitik wurde durch die direkte Demokratie in zahlreichen Volksabstimmungen erarbeitet und bestätigt, geprägt von der stetigen Überzeugung, dass die Bahn ein nachhaltiges Verkehrsmittel ist, das alle Gegenden unseres Landes miteinander verbindet und die Umwelt schont. Da wurden nicht etwa nur Vorschläge des Bundesrates abgesegnet, sondern da wurden aktiv Ideen entwickelt, die diesem gar nicht immer lieb waren. Denken wir an die Alpeninitiative mit dem Alpenschutzartikel, an dem wir immer noch schwer nagen und der wohl erst nach der Eröffnung des Gotthardbasistunnels vollumfänglich umgesetzt werden kann. Denken wir auch an die Alpentransitbörse, einer Idee, die ebenfalls von der Alpeninitiative entwickelt wurde, die dann das eidgenössische Parlament auf Vorschlag des Bundesrates aufnahm, und die jetzt alle Alpenländer zusammen mit der EU umsetzen möchten.
Das ist direkte Demokratie: Die Schweizer Bürgerinnen und Bürger gestalten unsere Politik mit, ihre Rolle besteht nicht in der Absegnung behördlichen Vordenkens in Referenden. Das ist für diejenigen, die derart kühne Initiativen umsetzen müssen, nicht immer leicht. Aber das ist ja gerade das Wesen der Demokratie: Sie ist auf stetige Erneuerung und auf visionäre Ideen angewiesen, selbst wenn diese zunächst irritieren mögen.
Deshalb widme ich diesen Preis den Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, und deshalb habe ich mich entschlossen, die 5'000 Euro, mit denen der Preis dotiert ist, der Alpeninitiative zu übergeben - allerdings mit der Auflage, das Geld nicht in Schweizer Franken zu wechseln, sondern zum Wohle der europäischen Verkehrspolitik zu verwenden. Denn umgekehrt beweist ja die EU mit der Laudatio ihres Verkehrskommissars, dass sie die Schweizer Verkehrspolitik unterstützt und mehr und mehr gewillt ist, gemeinsam mit uns den Güterverkehr von der Strasse auf die Schiene zu verlagern.
Verkehrs- und Bahnpolitik ist mehr als ein rationales Ringen mit Argumenten - die Schweizerinnen und Schweizer identifizieren sich mit der Bahn, sie lieben das Bahnfahren. Ihr Begeisterungsvirus steckte nicht nur die EU an, sondern schwappte über den grossen Ozean und erfasste Barack Obama, der sich sagte: „Yes, we can!“ und sich entschloss, mit der Bahn an seine heutige Vereidigung zu fahren. Das wiederum begeisterte seine Anhänger derart, dass wir aus ihren Sprechchören ganz deutlich heraushören konnten: „Obama, Oh-Bahn-a!“
Wir wünschen der europäischen Verkehrspolitik und dem amerikanischen Präsidenten gute Fahrt.
Bis bald
Moritz Leuenberger



20 Kommentare
biite machen Sie weiter so - und lassen sich nicht unterkriegen von meldungen wie sitzungsabsenz etc..
ein hinweis zu ihrem satz "Aber das ist ja gerade das Wesen der Demokratie: Sie ist auf stetige Erneuerung und auf visionäre Ideen angewiesen,..."
ich bitte sie um (noch) visionärere ,kühnere aussagen zum thema umweltschutz und CO2- einsparung! wie z. b.: in der schweiz fährt ab 2012 kein auto mehr mit nicht erneuerbaren energien..
(analog zum aufbau von e- tankstellen in den usa.) achtung bald geht der zug wirklich ab!
herzlich rh
Der Besuch in Abu Dhabi scheint ja wirklich sehr langweilig zu sein. Diesen Eindruck erhalte ich wenn ich Sie ohne Hemmung gähnend auf dem Bild sehe. Ich hoffe, dass es dann mit etwas mehr Elan an die wichtigen Besprechungen geht um unsere Unternehmen zu unterstützen. Sollten Sie Müde sein von der langen Reise, Zeitverschiebung etc., können Sie sich endlich ein Bild darüber machen was unsere Manager täglich auf sich nehmen wenn sie im fernen Ausland versuchen Aufträge zu sichern. Zu diesem Thema kommen mir viele Gedanken. Wenn ich auf Geschäftsreisen bin will ich relativ schnell und bequem zum Airport und zurück. Da ist das Auto immer noch das schnellste und praktischste Verkehrsmittel, mit Koffer und vielen Unterlagen. Die Bahn ist gut, aber eben nicht immer. Man sollte endlich aufhören immer an den Autofahrern herumzumeckern. Von Bern nach Zürich mit dem Zug ist OK für Politiker, für berufstätige Leute welche Kunden besuchen müssen eben nicht immer. Autofahrer verpesten nicht nur die Umwelt, sondern dienen auch der Volkswirtschaft, heute wichtiger denn je.
Zum Scluss noch etwas: als Kind hat man mich dazu erzogen die Hand beim Gähnen vor den Mund zu halten; gilt insbesondere bei Staatsbesuchen.
Mit freundlichen Grüssen
Eric Zurbügg
Gratulation für das Husarenstück Neat...
Für die Dagebliebenen empfehle ich nochmals den prämierten Beitrag von Hansjürg Zumstein, das relativiert dann den Ordenregen.....
offenbar wird nicht nur in der Finanzwelt Chabis gerechnet, aber dafür erhalten wir ja schöne neue Löcher durch die Alpen, nicht nur gleich-löchrige Immobilienpapiere, immerhin oder?
http://www.sf.tv/videoplayer/sa_player.php?divid=vplayer49775899571c8&skinid=popup&referrer=http%3A//www.sf.tv/sf1/dok/index.php%3Fdocid%3D20070524_2000_SF1&usage=
Wünsche einen schönen Tag...
LG HF
Ist ja toll ihre visionäre Einstellung, nur nicht realistisch. Wunschdenken in jedem Satz den Sie schreiben. Denken Sie denn wirklich, dass der neue Präsident der Vereinigten Staaten mit dem Zug nach Washington gefahren ist um die Umwelt zu schonen? Ich denke eher um es seine Vorgängern gleich zu tun. Oder haben diese vielleicht auch schon so unrealistisch grüne Gedanken gehegt wie Sie? Oder brauchen wir in unserem wunderbaren Land wirklich solche Ideen wie es mein "Vorschreiber" Herr Huber wünscht mit Visionen, dass ab 2012 keine Autos mehr mit nicht erneuerbaren Energien fahren in der Schweiz? Übrigens Herr Leuenberger, ist Ihre Flugzeug nach Abu Dhabi, Brüssel oder allen den anderen Destinationen auch mit "Solarenergie" geflogen?
Da schliesse ich mich doch eher meinen "Vorredner" Herr Zürbügg an und fordere Sie auf endlich aufzuhören auf den Autofahrern herumzuhacken. Denn machen Sie mir mal plausibel, wie ein Mitbürger in einigermassen normalen Zeiten geschäftlich beispielsweise von St.Margrethen SG vormittags einen Besuch in Wildhaus im Toggenburg machen kann und am Nachmittag gleichentags auch noch einem kurzen geschäftlichen Abstecher nach Wil SG auch noch einen Kunden zufrieden stellen in Rapperswil und pünktlich zur Nachtessenszeit wieder in St. Margrethen sein? Versteht sich mit Ihrem hochgepriesenen ÖV? Für mich mit meinem Auto überhaupt kein Problem und weder stressig noch anstrengend oder ermüdend. Zudem stellt sich mir die Frage ob denn der ÖV keine Energie braucht?
Erst wenn Sie anbieten können, solche für unzählige Mitbewohner altägliche Situationen nur einigermassen auch mit der Bahn, Bus, Postauto usw. zurücklegen zu können, wechsle ich auf den ÖV. Zudem müssen Sie mir dan aber auch einige Materialträger kostenlos zur verfügung stellen um die fast 500 Kilo Werkzeug und Material zu transportieren, welche ich einfach immer und überall dabei haben muss um meine Kunden zufrieden zu stellen!
Bleiben Sie auf dem Teppich, denn nicht alle Leute fahren nur von Zürich nach Bern und zurück.
Gute Besserung
Ihr Rechter
The Times...they are a changin...
So hat man also selbst in Brüssel erkannt: Neue Schwerpunkte in der Verkehrspolitik sind angesagt.
Ich freue mich mit Ihnen über den verliehenen Preis, Herr Bundesrat.
Die Schweiz ist kein grosser Hersteller von Autos. Somit existiert auch keine grosse Autolobby; und damit auch keine gewaltigen Hebelkräfte auf das politische System. Hebelkräfte, welche grosse Lobbies auf politische Systeme auszuüben imstande sind...
Mein Eindruck ist: die Bahn hat in autolobbyfreien Ländern die besseren Chancen. In aller Welt werden Konjunkturpakete geschnürt, Rettungspakete. Man greift dabei auch der darbenden Autoindustrie unter die Arme, und Strassen-Infrastrukturen sollen erneuert und erweitert werden.
Von Schiene und Bahn habe ich bis jetzt noch nix gehört....
Die SBB und alle anderen Bahnen, Strassenbahnen, Busse und Postautos sind eine gute Sache und wir freuen uns daran. Vielleicht ging etwas unter, dass sie alle von ihren Mitarbeitern leben. Aber dies lässt sich ja nachholen.
Also, ich freue mich mit, danke an alle.
Mich würde sehr interessieren, wie die Schweiz dann mit den zukünftigen 60 Tönner-LKWs aus der EU umgeht, von wegen die Güter auf die Schiene verlagern.
Was ist eigentlich mit dem völlig übertriebenen Luftverkehr? 6% der Menschheit verreckt damit unsere Luft (verdoppelt sich in 20 Jahren) meist nur zum billigen Vergnügen. Wann kommt eine weltweite Kerosinsteuer?
Siehe auch http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26633/1.html
Bin zur Zeit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und habe mich grad für ein paar Stunden auf einer 8-spurigen Interstate Highway durchs Land bewegt. Äusserst angenehmes Fahren, kein Gedränge, keine Raser... aber natürlich noch massenweise SUV's, Pickup's und sonstige Gasguzzler. Das darf durchaus ein Plädoyer sein, für mindestens 3-spurige Haupttransversalen durch die CH von West-Ost und Nord-Süd! Es darf und muss nicht nur den ÖV geben!
Habe mir natürlich die Obama Inauguration live angeschaut. Man konnte nicht anders als den ganzen Tag vor dem TV sitzen, so gefangen war man vom Geschehen, dem historischen Moment, der wunderbaren Inszenierung und der grossen Symbolik! Alle grossen TV Networks haben übrigens hervorragende Arbeit geleistet und die Qualität der Berichterstattung und die Bilder können kaum übertroffen werden. Auch die eingeladenen Gäste und die historische Reflektion waren hochkarätig!
Seit langem fühlt man wieder so was wie Respekt vor diesem grossen Land. Respekt vorallem vor dem Volk, das die Grösse und den Willen hatte, eben DEN BESTEN zu wählen, UNABHÄNGIG von Hautfarbe, Herkunft und muslimischem Namen! Das verdient Respekt und ist ein Vorbild an die Welt! Natürlich sind die Probleme hier gigantisch und das Leben auf Pump katastrophal. Aber wie schon so oft, die Amis abzuschreiben, ist mE verfrüht!
Was kann der Rest der Welt, was können wir Schweizer aus der Obama Presidency lernen? Gerade die aktuelle Debatte um die PFZ und die Bilateralen zeigt doch wieder, wie beschämend und auch rassistisch die Argumente der Gegner sehr oft sind! PFZ und die Bilateralen sind für jeden positiv denkenden Schweizer ein logisches Fundament einer funktionierenden Volkswirtschaft. Die Argumente sind eben doch mehrheitlich rassistisch motiviert, da wieder in der üblichen rechten Polemik, Migration, Asyl und PFZ in einen Topf geworfen werden. Bei der Migration und Asyl werden zurecht die Hürden hochgehalten und die Gesetze verschärft. Dass aber die PFZ unmittelbar mit Erfolg und Wohlstand zu tun hat, sollte eigentlich jedem logisch denkenden Bürger einleuchten! Und was bedeutet das sonst noch: Eben, dass es keine Rolle spielen darf, wenn einer oder eine gut oder besser ist, welche Hautfarbe er hat, wo er herkommt und welchen Namen er trägt! Davon sind wir noch Lichtjahre entfernt, liebe SchweizerInnen. Bis ein Bundespräsident bei uns schwarz ist oder einen Namen mit -IC trägt, wird noch viel Zeit vergehen. Wer ist eigentlich nun Rassistisch? Immer die anderen? Nein, wir müssen uns diese Frage ganz knallhart gefallen lassen! Es gibt noch viel zu tun, liebe Eidgenossen. Der Mut und die Grosszügigkeit der Amerikaner darf uns hier durchaus Vorbild und Messlatte sein!
Ob alle Wissen was das alles Kostet und ob Sie die Fördermittel erhalten haben, ob die Gemeinde Kulant war. Wie viel der Sanitär an Provision bekommen hat. Die gleiche WP kann bis 80% mehr kosten, es ist ja freie Markwirtschaft. Nur kann man bedingt den Installateur auswählen, da diese meist nur mit einer WP Firma Verträge haben und sich auskennen. Es ist mir schon klar, dass man nicht alle WP Typen kennen kann. Leider darf der WP Hersteller nicht selber einbauen, da hat eben der Sanitärverband die Hand drauf. Eine Anlage wäre dann ganz klar Billiger, da die Provision wegfallen würde.
Was will ich mitteilen: Wenn schon immer von Unterstützung gesprochen wird und es wirklich erst ist mit dem Klima. Dann soll es auch wirklich gemacht werden und nicht so wie es im Moment ist.
- Fördermittel verteilt der Kanton wie er will, das müsste in der ganzen Schweiz gleich sein.
- Unterhaltskosten bei der Steuer voller Abzug bei Umwelt Technischen Umbauten, die 5 Jahres Klausel sollte raus.
- Kein Abzug für Baubewilligungen. Warum kann man das nicht an der Steuer abziehen bei Verbesserung der Umwelt.
- Eigenmietwert Erhöhung wenn der Öltank raus ist und daraus ein Hobbyraum wird.
- Die Gebäudeversicherung wird teuerer, dabei ist das Risiko kleiner als bei einer Ölheizung.
- Baubewilligung für Solarzellen auf dem Dach wird meist verhindert.
Zum Verkehr, warum das Nachtfahrverbot für LKWs nicht auch Aufgehoben werden könnte.
Ist die Umwelt nicht wichtiger als ein paar Leute die wegen Lärm lästern. Zumal diese dahin Bauten. Anders die schon vorher da waren, bei diesen habe ich Verständnis.
http://www.state.gov/secretary/rm/2009a
Aussenministerin Hillary Clinton spricht über die sofortigen Massnahmen der US Regierung, insbesondere auch auf Internationaler Ebene. Dabei stellt sie Todd Stern vor, den sie zum Spezial Beauftragten für Klimafragen ernannt hat. Seine Worte sind ebenfalls imselben link wiedergegeben.
Ich bisitze seit mehreren Jahren ein GA und mache ca 35000-40000 km mit der Bahn. Der Service der SBB ging in den letzten beiden Jahren markant bachab. Verbindungen, Rollmaterial, Puenktlichkeit und Auskunft laessen zu wuenschen uebrig. Die Statistiken moegen etwas anderes aussagen, ich spuere die Verschlechterung jedoch am eigenen Leib. Die EU Auszeichnung wiederspiegelt leider nicht die aktuelle Situation. Mit dem Fahrplanwechsel im letzten Jahr als Beispiel verliere ich aktuell pro Tag 20 bis 30 Minuten durch Wartezeiten. Dies ist aus meiner Sicht nicht tragbar, zudem sollen ja ab Dezember die Pendler mehr zur Kasse gebeten werden. Ich werde auf das Auto umsteigen. Zu meiner eigenen Ueberraschung, ich bin nicht der Einzige. Der Unmut bei Kollegen, welche auch Pendler sind, uber die SBB ist riesig.
Ich bin und bleibe SP Waehler, sie als Bundesrat kann ich leider seit laengerem nicht mehr unterstuetzen. 12 Jahre Bundesrat sind eigentlich genug. Es braucht Veraenderungen. Sie politisieren leider ohne Taten, CO2 Energieeffiezienz etc... die Erde brennt, schoene Worte, tun sie endlich etwas und sprechen sie nicht immer nur darueber. Beginnen sie mit der SBB und machen sie die Bahn wieder attraktiv. Ich finde es auch verantwortungslos mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, man wird ja SBB-seitig gezwungen.
Besten Dank.
Freundliche Gruesse
Thomas Reinhard
Anstatt zu feiener, würde ich Ihnen und Ihren Kollegen da unten in Bern eher mal Diplomatie und Fühung ans herz legen. Eine Schande ist das, wie sich unsere 7 Landesvertreter da oben aufführen.
Hallooooo, ist die Krise in Bern noch nicht ankgekommen? Das ist ja wie beim Untergang der Titanic, als sie unten (in der holzklasse) schon ertranken, haben sie oben (in der luxusklasse) immer noch getanzt.
Ein Trauerspiel, und für sowas bekommt man auch noch Geld vom Steuerzahler! Pfui!
Wie erhöhen polnische Schweine, in Spanien geschlachtet, in Rumänien abgepackt und als Parmaschinken von Italien in die Schweiz spediert den volkswirtschaflichen Nutzen in unserem Land? Mit einer NEAT wird dieses Treiben noch unterstützt.
Als Ostschweizer muss ich mich auch mit Getreide aus Solothurn begnügen, obwohl ich vom Vorarlberg das gleiche Produkt nachhaltiger transportiert und erst noch viel billiger beziehen könnte.
Wieso kann ich als Rheintaler nicht das Mehl ennet dem Rhein zu denselben Bedingungen beziehen wie das weit her gekarrte aber aus der Schweiz?
Zu einem Vorarlberger habe ich als Ostschweizer doch noch mehr Beziehung als zu einem Jurassier, auch wenn es "nur" ein Ausländer ist.
die letzte Chance als Bundesrat die Schweiz aufzumischen und Füdli zu zeigen. Oder wollen Sie wirklich nächstmals wiedergewählt werden?
Setzen Sie ein Zeichen und seien Sie weniger konkordant. Zeigen Sie Ihre persönliche Meinung (ihre Partei wird es ihnen danken).
Konsensualität (ohne die Konkordanz sinnnlos ist) ist schon lange nicht mehr gefragt im BR. Oder wann gabs letztmals eine Entscheidung des Gesamtbundesrat ohne Handaufheben, dh alle Mitglieder des BR waren mit einer Entscheidung einverstanden?
rendez vous des le 18 mai au Café des Artistes pour chanter une reprise de Pierre Delanoé de Nabbucco va pensiero.
es ist zwar schon ein jahr her, dass sie diesen artikel verfassten, aber meine erlebnisse mit der bahn haben einen direkten zusammenhang mit ihren äusserungen. es stimmt, dass die schweizerinnen und schweizer auf die bahn setzen, übrigens auch in anderen länder, und ich bin etwas erstaunt und immer wie mehr, wie wenig die sbb das offenbar schätzt. denn sonst würde sie sich ein klein wenig mehr mehr um ihre kundinnen und kunden bemühen. wir haben alle ein ga in unserer familie. ich selber fahre täglich die strecke bern-biel (darüber möchte ich mich nicht äussern, nur soviel: der zustand der 2. klasse waggons entspricht an manchen tagen einem drittklass-zug in einem entwicklungsland, aber ich erwarte von der sbb keine erziehungsmassnahmen, höchstens eventuell aufmerksam machen, lust erzeugen, um den eigenen abfall mitzunehmen oder die schuhe nicht auf die polster zu legen etc.). aber ich bin abgewichen. seit über zwei jahren fahre ich regelmässig - mindestens alle zwei wochen die strecke bern-milano und zurück. während der cisalpino-phase nahm ich geduldig alle verspätungen und unannehmlichkeiten in kauf, versuchte aufgeregte bahnfahrerinnen und -fahrer zu ermuntern, nicht als sbb-kunden abzuspringen, indem ich ihnen vor augen führte, dass wartezeiten und unahnnehmlichkeiten beim autofahren auch vorkämen und es keinen grund gäbe, gleich wieder aufs auto umzusteigen. das tue ich natürlich nicht der sbb zuliebe, sondern der umwelt. seit das cisalpino-projekt nun offenbar gestorben ist und die sbb nicht mehr den italienern die schuld für die entsprechenden störungen in die schuhe schieben kann, funktionierte meine milano-reise eigentlich recht gut. gestern nacht nun - auf der reise milano-bern (die italienische strecke war störungsfrei) - hatte auch ich das vergnügen, im lötschbergtunnel zuerst eine lange wartezeit hinzunehmen und dann auf einen ersatzzug umzusteigen. informiert wurde nach etwas unzumutbar längerer wartezeit ausschliesslich auf deutsch, obwohl doch in diesem zug erfahrungsgemäss sehr viele nicht deutschsprachige bahnfahrerinnen sitzen. das licht ging aus, informiert wurde weiterhin nur auf deutsch. das umsteigen dann kam mir vor wie im zweiten weltkrieg (den ich nur aus filmen kenne). wir wurden in waggons gepfercht und es gab natürlich lange nicht für alle sitzplätze, obwohl doch gerade die bahnfahrerinnen aus italien alle einen reservierten sitz zugute hätten. (bekanntlich bezahlt die grenzüberschreitende bahnfahrerin die reservation und seit dezember für grenzüberschreitende fahrkarten zusätzlich zum fahrpreis noch chf 5 pro fahrkarte als entschädigung für die sbb, weil sie offenbar zuwenig abgegolten werden von ausländischen bahngesellschaften. diese chf 5 werden einfach mal verlangt, selbstverständlich ohne vorgängige information). nun, auch beim sitzplatz ergattern spielt der egoismus der bahnfahrerinnen eine grosse rolle. es wird nicht einmal rücksicht genommen darauf, ob vielleicht ältere leute einen sitzplatz nötig hätten (ich selber gehöre nicht dazu, ich hatte ja meinen kleinen koffer dabei und der dient als ersatzsitzplatz sehr gut). die sbb angestellten finden solche ansprüche natürlich nicht angebracht und behandeln ihre kunden, als wären sie am desaster selber schuld. nun, mir ist seit langem klar, dass die schweizer dienstleister offenbar den kunden als notwendiges übel betrachten und letzterer dankbar sein kann, wenn er überhaupt bedient und im speziellen bei der sbb überhaupt befördert wird. ich wünsche mir eine etwas aufgeschlossenere, weltmännische und kundenfreundlichere sbb. vielleicht können sie da noch etwas beeinflussen, herr leuenberger, auf die anderen dienstleister im lande haben sie ja wohl keinen einfluss, oder doch? besten dank. cristina tirinzoni
Uns Bürgern in Stuttgart wurde ein Bürgerentscheid verwehrt aus „formalen Gründen“ obwohl wir 67 000 Stimmen zusammen hatten. 20 000 wären nur nötig gewesen! Anders als in der Schweiz dürfen (sollen) wir nicht mitbestimmen, obwohl wir mit diesem schlecht geplanten Bahnhof leben müssten. Wir beneiden die Schweiz ungemein über ihr Mitbestimmungsrecht!
Stuttgart 21 - was in Deutschland politisch als Tunnelbahnhof Stuttgart mit Neubaustrecke Wendlingen-Ulm verkauft wird, wird den Ausbau u.a. der Rheintalstrecke behindern, die ja zur Schweiz führen soll. Die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm (Kosten mind. 2 Milliarden Euro (Stand 2004!-veraltet-) ist in der Prioritätenliste nicht die Nummer Eins in Deutschland, soll aber dennoch vorgezogen werden. Der Bund vergibt nur ca. 1,3 Milliarden Euro pro Jahr für den Ausbau des Schienennetzes. Stuttgart will das meiste Geld über Jahre für Ihre Vorhaben an sich ziehen. Der Tunnelbahnhof wird mindestens 4,1 Milliarden kosten (Bundesrechnungshof schätzt mind. 5,3 Mrd. ) Wir brauchen keinen neuen Bahnhof in Stuttgart, denn wir haben momentan den zweitpünktlichsten Kopfbahnhof mit 16 Gleisen in Deutschland! Wird der jetzige Bahnhof modernisiert kostet es nur 1/3 der mindestens 4,1 Milliarden. Dieses Geld würden wir sehr gerne auch u.a. für die Rheintalstrecke sehen.
Die Bürgerinitiativen, die sich in Deutschland zwischen Karlsruhe und Offenbach gegen die geplante Güterzugtrasse wehren, tun dies überwiegend aus Lärmschutzgründen! Das kann ich gut verstehen. Offenbach will einen Tunnel haben, kriegt ihn aber aus Kostengründen nicht. Andere Dörfer und Gemeinden wollen adäquaten Lärmschutz mit Lärmschutzwänden. Dies wird auch aus Kostengründen verweigert. Mit Verzicht auf Stuttgart 21 ist genug Geld da, für die Wünsche der Bürger an der Rheintalstrecke und damit auch der Akzeptanz und der schnelleren Baudurchführung.Ganz im Sinne der Schweiz! Aus ökologischen Gründen ist es wichtig, den Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern.
Wir Stuttgarter wollen keinen ökologisch, bahnverkehrlich und ökonomisch unsinnigen Tunnelbahnhof. Wozu mal er nur politisch gewollt ist aus städtebaulichen Gründen. Im Gegenteil, der geplante Tunnelbahnhof hat nur noch 8 Bahnsteiggleise und die Ausweichstrecken werden zurückgebaut! Zudem werden auf vielen Teilen die S-Bahn mit dem Nahverkehr vermischt und teilweise eingleisig geführt. Stuttgart wird ein Nadelöhr für 270 000 Pendler und 30 000 Durchreisende täglich! Verspätungen sind vorprogrammiert. Das wird auch die Schweiz treffen, wenn die Fernzüge ständig verspätet sind! Zudem muss angemerkt werden, dass die geplante Neubaustrecke Wendlingen-Ulm eine deutlich höhere Steigung haben wird als die jetzige Geislinger Steige mit ca. 22%. Bahnverkehrlich vollkommen unsinnig und für den Güterverkehr nicht tauglich. Die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm kann durchaus warten. Allein die Optimierung der jetzigen Gleisstrecken würde schon Zeitgewinn bringen.
Ich bin der Auffassung, dass die Schweiz Druck auf die Regierung in Deutschland machen muss. Die Bahn aber auch die Regierung tanzen Ihnen auf der Nase rum. Sie stecken Milliarden in das NEAT-Projekt rein und versuchen es bald fertig zustellen und in Deutschland versuchen einzelne Politiker sich ihr Denkmal zu setzen und be- und verhindern dadurch andere wichtige Projekte, eben wie dieses der Rheintalstrecke.
Für nähere Infos können Sie mir gerne mailen.
Nina Picasso