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<wml xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head><meta http-equiv="Content-Type" content="text/vnd.wap.wml;charset=ISO-8859-1"/></head><card id="main" title="KAYWA"><p><big>Moritz Leuenberger</big><br/>Notizen zu Politik und Gesellschaft<br/></p><p><small>15.1.2008,&#xA0;12:51</small><br/><b><a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/default/nebel-ueber-bern.html">Nebel &#xFC;ber Bern</a></b></p><p>[Version fran&#xE7;aise <a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/exturl/http/www.moritzleuenberger.net/default/berne-sous-le-brouillard.html">Berne sous le brouillard</a>]<br/>
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[<a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/exturl/http/moritzleuenberger.blueblog.ch/files/images/2008/1/mob45_1200397958.jpg">bild</a>]<br/>
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Strommasten bei Tagelswangen (KEYSTONE/Steffen Schmidt)<br/>
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Aus dem Bett der Neujahrsruhe bin ich mit dem linken Fuss in die neue Arbeitswoche getreten. Der erste Tag war vollumf&#xE4;nglich f&#xFC;r Fragen der <a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/exturl/http/www.uvek.admin.ch/themen/energie/00672/index.html?lang=de">Stromversorgung</a> und Verhandlungen mit der EU geplant, doch vieles lief schief. EU-Kommissar Piebalgs kam mit dem Linienflug der Britsh Airways von Br&#xFC;ssel, und der Pilot kreiste stundenlang &#xFC;ber dem Berner Nebel, liess immer wieder verlauten, er lande in zehn Minuten, wagte dies aber schliesslich definitiv nicht und wich nach Basel aus, von wo Piebalgs mit einem Helikopter geholt werden musste. Unser Gespr&#xE4;ch konnte nur sehr konzentriert vor dem Auftritt beim <a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/exturl/http/www.vse.ch/de/internet/home.html">Schweizerischen Stromkongress</a> stattfinden. Das ist allerdings nicht so schlimm, weil wir uns recht gut kennen und gleich zur Sache kommen konnten. Die Verhandlungen mit der EU &#xFC;ber den Stromtransit laufen ja im Moment gut. Die n&#xE4;chsten Gespr&#xE4;che finden im Februar statt.<br/>
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Doch die Versp&#xE4;tungen hatten einen Lawineneffekt: Der Terminkalender des Stromkongresses geriet durcheinander, die anschliessende Medienkonferenz verschob sich ebenfalls, die Fragen der Journalisten konnten nur hektisch und etwas abrupt beantwortet werden und die Verkehrskommission des Nationalrates musste ebenfalls ungeduldig warten, um dann von mir ein etwas atemloses Eintretensreferat zur G&#xFC;terverkehrsvorlage zu h&#xF6;ren.<br/>
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Diese hektische Atmosph&#xE4;re erfasste auch die Kommunikation. In meinem Referat (<a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/exturl/http/www.uvek.admin.ch/dokumentation/00476/00477/01460/index.html?lang=de">Ablesung Z&#xE4;hlerstand Energiepolitik per 14.01.2008</a>) am Stromkongress wollte ich eine widerspr&#xFC;chliche Situation darlegen: die Schweiz produziert 60 % Strom aus Wasserkraft. Dementsprechend glauben die meisten Stromkonsumenten, sie bez&#xF6;gen auch so viel Wasserkraftstrom aus der Steckdose. Dem ist aber nicht so, denn so genannt gr&#xFC;ner Strom kann zu besseren Preisen ins Ausland verkauft werden. Ich selber habe mich daf&#xFC;r eingesetzt und beim italienischen Minister Bersani erreicht, dass unser gr&#xFC;ner Strom zertifiziert wird und also auch f&#xFC;r teureres Geld verkauft werden kann. Das hat aber zur Folge, dass f&#xFC;r den Verbrauch in der Schweiz billigerer ausl&#xE4;ndischer Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken eingekauft wird und die Schweizer Konsumenten gar nicht so ein gutes Gewissen haben k&#xF6;nnen. Ausser sie bestellen (f&#xFC;r etwas mehr Geld) &#xD6;kostrom. Wenn dies viele tun, f&#xFC;hrt das zu einer Knappheit von gr&#xFC;nem Strom und das ist der Grund, dass ich mir erlaubte, die Schweizer Stromproduzenten darauf hinzuweisen, dass sie von den neuen Einspeiseverg&#xFC;tungen des Energiegesetzes profitieren und Anlagen f&#xFC;r neue erneuerbare Energien planen sollten.<br/>
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Schon am Kongress selber beschwerte sich darauf ein Teilnehmer, ich h&#xE4;tte die Stromproduzenten angegriffen und ihnen vorgeworfen, &#xD6;kostrom ins Ausland zu verkaufen. Ich stellte richtig, dass dies gar kein Vorwurf sei, sondern die Darlegung einer widerspr&#xFC;chlichen Situation. Am Abend erfuhr ich aus &#x201E;<a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/exturl/http/www.sf.tv/sf1/10vor10/index.php">10 vor 10</a>&#x201C; dann ebenfalls staunend, dass ich die Schweizer Stromproduzenten massiv ger&#xFC;ffelt h&#xE4;tte. Auch mein Hinweis, dass wir uns bem&#xFC;hen sollten, dass die Strompreise nach der &#xD6;ffnung des Marktes nicht steigen, wurde vom CEO eines Produktionsgiganten sofort als Forderung nach Preissenkungen gegeisselt und mir heute in der <a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/exturl/http/www.nzz.ch">NZZ</a> vorgehalten. Wie t&#xF6;nte das doch, als damals dem neuen Gesetz das Wort geredet wurde? Vor Tische las man es anders. Ich bin nach wie vor der Meinung: Wenn die erste Liberalisierungsstufe zu einer Preistreiberei f&#xFC;hrt, findet die v&#xF6;llige &#xD6;ffnung des Markts bei den Stimmb&#xFC;rgern keine Gnade.<br/>
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Das neue Arbeitsjahr begann voller Missverst&#xE4;ndnisse. Ich bin mal gespannt, ob sich das in der Interpretation dieses Blogbeitrages fortsetzt.<br/>
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Bis bald<br/>
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Moritz Leuenberger<br/>&#xA0;</p><p><small><a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/default/nebel-ueber-bern.html">Kommentare</a>&#xA0;(107)
        <br/>Kategorie:&#xA0;<a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/default">Umwelt, Energie, Raumentwicklung</a><br/></small></p><p><a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/p183.html">&#xAB; zur&#xFC;ck</a>
	   	 &#xA0;|&#xA0;
	   	 <a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/p58.html">weiter &#xBB;</a></p><p align="center"><br/>- KOMMENTARE -</p><p><b>Ralph Hostettler</b><br/>16.01.2008, 08:28<br/>Guten Morgen<br/>
ich bin Ansicht, dass die Stromproduzenten JETZT Transparenz schaffen m&#xFC;ssen, wie die Preise entstehen und welchen Strom sie uns bis zur Steckdose liefern. Nur wenn das klar ist, wird die 2. Liberalisierungsstufe &#xFC;berhaupt Erfolg haben k&#xF6;nnen. Als Konsument will ich wissen, ob die Strompreise wegen einer h&#xF6;heren Nachfrage steigen, oder ob eine Preisabsprache der grossen Anbieter der Grund sein k&#xF6;nnte.<br/>
Es gibt Mobilfunkanbieter, die haben ein Abo im Angebot, das mir automatisch den besten Preisplan verrechnet, monatlich auf meinen Verbrauch abgestimmt. Das w&#xE4;re meiner Ansicht nach ein Schritt in die richtige Richtung.<br/>
Auf dass sich der Nebel auch in der Strombranche lichten m&#xF6;ge. Es Guets N&#xF6;is.<br/><br/><b>Richard Geisser</b><br/>16.01.2008, 11:05<br/>Miss Verst&#xE4;ndnis - Die Welt-Ber&#xFC;hmte Frau!<br/>
Das Problem der "Die Kunst vom Zuh&#xF6;ren", aber auch: der Inter-Pre-Tation. Wortspiele? Vielleicht? Oder auch nicht. H&#xE4;ngt aber auch mit dem Inhalt Ihres neuesten Buches zusammen. Auch wenn viele gerne und oft spielen, "Schwarze Peter" - keiner will es sein. Nein, nein.<br/>
Ich weiss, Herr Leuenberger, Sie haben viel zu tun und solche Dinge wirken sich unbequem auf die Arbeit, die Leistung, die Ergebnisse aber auch im Privaten aus. Da es meines Erachtens keinen "Zu-Fall" gibt, ausser es f&#xE4;llt einem etwas zu, sind solche Vorkommnisse eher m&#xFC;hsamerer Art. Zeigen aber auf, dass "gewisse" Dinge nicht so sind, wie sie sein sollten, sein k&#xF6;nnten, sein m&#xFC;ssten. Lassen uns aufhorchen und fordern uns heraus. Sie bietet uns aber auch die M&#xF6;glichkeit, Dinge anders zu sehen - und als Folge - zu &#xE4;ndern.<br/>
Trotz meiner "Breit-Seiten" wie andere schreiben, w&#xFC;nsche ich Ihnen, viel Mut und Kraft f&#xFC;r Ihre Arbeit im neuen Jahr.<br/>
Ihr<br/>
Rich I'm<br/>
ps. Kritik = "die Kunst der Beurteilung, des Auseinanderhaltens von Fakten, der Infragestellung" letzteres in meinem Fall.<br/><br/><br/><b>liza</b><br/>16.01.2008, 22:34<br/>Sehr geehrter Herr Leuenberger<br/>
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Ihr Referat Ablesung Z&#xE4;hlerstand Energiepolitik per 14.01.2008 ist meiner Meinung nach klar formuliert und d&#xFC;rfte kein Anlass f&#xFC;r Missverst&#xE4;ndnisse sein.<br/>
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Ich finde im Text keine versteckten Botschaften, sondern eine Standortbestimmung der Schweizerischen Energiepolitik &#x2013; darauf weist ja schon der Titel des Referates hin.<br/>
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Wie nun eine Botschaft beim Zuh&#xF6;rer ankommt bzw. interpretiert wird &#x2013; mit welchem Ohr sie geh&#xF6;rt wird - haben wir bekanntlich nicht ganz in der Hand.<br/>
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Und manchmal werden einem die Worte im Mund mutwillig verdreht &#x2013; zu welchem Zweck auch immer. Das wissen Sie mit Sicherheit aus Erfahrung.<br/>
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Gewiss sind auch einige Ihrer &#xC4;usserungen nicht allen die angesprochen werden genehm. Zum Beispiel: &#x201E;Das heisst also: Der vermeintlich saubere Strommix der Schweiz ist gar nicht so sauber, weil ein grosser Teil der Wasserkraft f&#xFC;r gutes Geld ins Ausland exportiert wird und daf&#xFC;r g&#xFC;nstiger Kernenergie- oder Fossilstrom eingekauft wird.&#x201C;<br/>
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Ich pers&#xF6;nlich bin Ihnen sehr dankbar f&#xFC;r diese sachliche und transparente Information. Wie ich hier schon einmal erw&#xE4;hnt habe, halte ich Information &#x2013; insbesondere eine sachliche und transparente Information &#x2013; f&#xFC;r elementar wichtig.<br/>
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Wie sonst k&#xF6;nnen wir uns eine Meinung bilden, wenn nicht aufgrund von Informationen? Wie entscheiden wir uns bei Abstimmungen, wenn nicht aufgrund von Informationen?<br/><br/><br/><b>Wachstumskritiker</b><br/>17.01.2008, 09:12<br/>Herr Leuenberger,<br/>
mit taten Ihre Worte vom Stromkongress wohl.<br/>
Wer wie die Stromkonzerne eine Tatsache als Vorwurf ansieht, macht sich verd&#xE4;chtig.<br/>
Es ist klar, dass sich die Stromwirtschaft wie jedes Unternehmen verhalten wird, das sich dem Zwang auf ewiges Wachstum unterwirft: Prim&#xE4;r MEHR Strom verkaufen und mehr verdienen.<br/>
Wenn nebenbei noch etwas f&#xFC;rs Image (und sogar f&#xFC;r die &#xD6;kologie) rausschaut, wird das "hingenommen".<br/>
[<a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/exturl/http/www.umweltbundesamt.de/teaserbilder/stromsparen.gif">bild</a>]<br/>
Aber den Witz vom "Energiesparen" k&#xF6;nnen wir vergessen! Kein Energie- oder Stromkonzern wird sich jemals damit br&#xFC;sten k&#xF6;nnen oder wollen, WENIGER Energie verkauft zu haben als im Vorjahr!<br/><br/><b>Ruedi</b><br/>17.01.2008, 10:55<br/>Sehr geehrter Herr Bundesrat Leuenberger<br/>
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Ehrlich gesagt, ich war noch nie so einverstanden mit Ihnen wie letztes Jahr, als Sie die &#x201E;Pfeiler&#x201C; Ihrer zuk&#xFC;nftigen Strompolitik dem Volk darlegten und entsprechende Priorit&#xE4;ten setzten.<br/>
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Effizienzmassnahmen sind immer gut. Deren Erfolg muss aber regelm&#xE4;ssig dokumentiert werden, da teilweise etwas falsche Vorstellungen &#xFC;ber deren Erfolg zirkulieren. N&#xF6;tig w&#xE4;ren - &#xFC;ber die reine Freiwilligkeit hinaus - auch ein paar Massnahmen, welche sicher nur per Verordnung durchzusetzen sind. Ich denke, dass es dann aber bereits zu hapern beginnt. Im &#xFC;brigen f&#xFC;hren bestimmte Effizienzmassnahmen aus reinen Klimaschutzgr&#xFC;nden zu erh&#xF6;htem Stromverbrauch. Strom ist bekanntlich eine Schl&#xFC;sselenergie.<br/>
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Zu unterst&#xFC;tzen sind alle Projekte im Bereich der neuen erneuerbaren Energien, in erster Linie also einheimische Windkraft- und Photovoltaikanlagen. Jetzt gibt es daf&#xFC;r Subventionen und Einspeiseverg&#xFC;tungen. Wenn man sich allerdings konkrete Zielsetzungen ansieht so bedeutet dies enorme j&#xE4;hrliche Zuwachsraten, die notwendig sind um einigermassen &#x201E;auf einen gr&#xFC;nen Zweig zu kommen&#x201C;. Vielleicht k&#xF6;nnen die gesetzten Ziel bei entsprechend grossen Anstrengungen erreicht werden, wohl eher aber nicht wie ich meine. Vieles bleibt den Gemeinden &#xFC;berlassen, vieles auch den Privaten, besonders wenn ich an Photovoltaik denke. Die Gegner von Windkraftwerken haben sich bekanntlich bereits gemeldet, vor allem aus den Reihen der Landschaftssch&#xFC;tzer und des Tourismus. Von Programmen wie in Deutschland (100&#xB4;000 D&#xE4;cher) habe ich bei der Photovoltaik bis heute nichts geh&#xF6;rt. Auf der praktischen Ebene h&#xF6;rt man willige Investoren h&#xE4;ufig &#xFC;ber b&#xFC;rokratische H&#xFC;rden klagen. Es geht oft um Auflagen beim Bau und um Verz&#xF6;gerungen. Vorhandener Elan wird gebremst. In einem Land von Mietern sehe ich weitere Einschr&#xE4;nkungen und geringeres Potenzial. Bei den NEE grassieren meines Erachtens vielerorts v&#xF6;llig falsche Vorstellungen &#xFC;ber deren Substitutionspotenzial, ganz speziell auch aus zeitlicher Sicht. Auch hier wird eine st&#xE4;ndige Dokumentation notwendig sein (aber eben nicht nur in den Jahresstatistiken des BFE, welche nur wenige anschauen, sondern in Form einer regelm&#xE4;ssigen schonungslosen Information der Oeffentlichkeit). Auf dem Gebiet der NEE melden sich auch immer wieder Leute mit exotischen Ideen. Ich denke aber, dass jetzt die &#x201E;Zeit des Konjunktivs&#x201C; definitiv vorbei sein m&#xFC;sste (man sollte, m&#xFC;sste, k&#xF6;nnte, etc.). Es geht um nationale Anstrengungen. Es braucht jetzt langsam N&#xE4;gel mit K&#xF6;pfen.<br/>
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Reden wir in dritter (?) Priorit&#xE4;t von den Grosskraftwerken, welche es auch Ihrer Meinung nach braucht, sollte es sich abzeichnen, dass die vorher genannten Massnahmen nicht gen&#xFC;gen werden. Sie sind selbst bereits zu diesem Schluss gekommen. Sonst h&#xE4;tten Sie ja gegen Ende des letzten Jahres nicht bereits erkl&#xE4;rt, dass es unumg&#xE4;nglich sein wird die drei &#xE4;ltesten KKWs mit einem neuen KKW zu ersetzen. Dass sich bereits Ihre neue Kollegin Frau BR Widmer-Schlumpf mit einigen ziemlich wirren Aeusserungen in der Sonntags-Presse genau zu diesem Thema ge&#xE4;ussert hat habe ich mit Erstaunen und einigem Aerger zur Kenntnis genommen. Die im Originaltext in diesem Zusammenhang von ihr verwendeten Begriffe &#x201E;sanieren&#x201C; und &#x201E;optimieren&#x201C; von KKWs liegen n&#xE4;mlich v&#xF6;llig neben der Realit&#xE4;t und geben zu nichts anderem Anlass als zu falschen Schl&#xFC;ssen in der breiten Bev&#xF6;lkerung. Ich h&#xE4;tte eigentlich erwartet, dass die HSK sich mit einer entsprechenden Klarstellung zu Wort meldet.<br/>
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Am soeben zu Ende gegangenen Stromkongress haben Sie nun leider aber die Aeusserung, dass die drei KKWs zu ersetzen sind, nicht mehr wiederholt bzw. relativiert. Sie sind wieder einmal von grossen Zweifeln befallen worden. Dies ist ein klarer R&#xFC;ckzieher von Ihrer Seite. Dies muss man nach Ihrer konkreten Aussage als wankelm&#xFC;tig bezeichnen. Gewisse Teilnehmer waren denn offenbar auch von ihren Aeusserungen konsterniert. Die Strombranche der Schweiz ist andererseits bekanntlich bereit, und hat bereits vor einiger Zeit erkl&#xE4;rt,, viele Milliarden f&#xFC;r neue Produktionsanlagen (NEE-Anlagen und Grosskraftwerke) im Hinblick auf eine gesicherte Stromversorgung zu investieren. Diese Unternehmen sind prim&#xE4;r verantwortlich f&#xFC;r die sichere Stromversorgung der Schweiz, nicht der Bund. Also sollte man auf deren richtige Einsch&#xE4;tzung der Situation vertrauen.<br/>
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Sie aber suchen im Rahmen der Strommarkt-Liberalisierung das Heil neuerdings offenbar in Abkommen mit der EU, die aussenpolitische S&#xE4;ule ihrer Strompolitik. Mit anderen Worten: Sie scheinen &#xFC;berzeugt zu sein, dass man sp&#xE4;ter Strom aus L&#xE4;ndern der EU problemlos wird importieren k&#xF6;nnen um eine sich bald &#xF6;ffnende Deckungsl&#xFC;cke zu schliessen. Ich denke, dass Sie sich da eindeutig falsche Hoffnungen machen. Praktisch alle L&#xE4;nder, mit Ausnahme von Frankreich, werden doch allm&#xE4;hlich in eine &#xE4;hnliche Versorgungslage kommen wie die Schweiz. Da wird es dann nicht mehr viel zu importieren geben, ganz abgesehen davon, dass die Preise enorm ansteigen werden und die Kapazit&#xE4;t des europ&#xE4;ischen Verbundnetzes an seine Grenzen stossen wird. Es scheint auch nicht bekannt zu sein, dass dieses Verbundnetz vor vielen Jahren auch nicht daf&#xFC;r gebaut worden ist L&#xE4;nder versorgen zu k&#xF6;nnen, welche den Ausbau ihrer Produktionskapazit&#xE4;ten str&#xE4;flich vernachl&#xE4;ssigen. Einen entsprechenden Hinweis machte Bundeskanzlerin Merkel k&#xFC;rzlich v&#xF6;llig zu recht (obwohl es heutzutage vielerorts offenbar zum guten Ton geh&#xF6;rt &#xFC;ber zuviel Autarkie zu schn&#xF6;den).<br/>
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Sie werden doch hoffentlich nicht der Auffassung Ihres Parteigenossen NR Rechsteiner sein, der bei jeder Gelegenheit davon redet, dass man grosse Strommengen von Windkraftanlagen in der Nordsee wird importieren k&#xF6;nnen. Erstens ist die Euphorie in Norddeutschland f&#xFC;r solche Anlagen aus verschiedenen Gr&#xFC;nden heute bereits stark am abnehmen und zweitens werden die Deutschen wohl kaum auf die Schweiz gewartet haben Strom in grosser Menge liefern zu d&#xFC;rfen und dies erst noch &#xFC;ber eine Distanz von ca. 1&#xB4;000 km und unter Verwendung ihres eigenen Uebertragungsnetzes. Da ist in erster Linie wohl der Wunsch der Vater des Gedankens meine ich. Die viel zitierten off shore Anlagen wurden im &#xFC;brigen vor der deutschen K&#xFC;ste bis heute noch praktisch gar nicht gebaut. Auch das vielzitierte separate Windnetz der EU, welches einmal alle Windparks entlang der europ&#xE4;ischen K&#xFC;sten verbinden soll existiert noch nicht einmal auf dem Papier.<br/>
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Es gibt bekanntlich viele Leute, welche davon ausgehen, dass es gar nie zu einer Stroml&#xFC;cke bzw. einem Engpass bei der Stromversorgung kommen kann, weil ja eigentlich, wie bei jedem Gut, die Gesetze von Angebot und Nachfrage gelten. Dies hiesse dass man Strom weiterhin zu jeder Zeit und in jeder gew&#xFC;nschten Menge bekommen kann, falls man bereit ist jeden Preis daf&#xFC;r zu bezahlen. Ich denke, dass dies f&#xFC;r unsere Volkswirtschaft bereits ein gr&#xF6;sseres Problem darstellen w&#xFC;rde. Dass aber etwas andere Gesetze gelten, weil es sich eben um ein besonderes &#x201E;Gut&#x201C; handelt hat vor kurzem Ihr ehemaliger Chef des BFE, der Oekonom und Ingenieur Dr. Kiener in einem lesenswerten Artikel in der NZZ beschrieben.<br/>
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In vielen anderen L&#xE4;ndern ist man heutzutage immerhin daran, neben dem stetigen Auf- und Ausbau der neuen erneuerbaren Energien auch noch neue Grosskraftwerke zu bauen (wenn auch leider oft der falschen Art wie beispielsweise in Deutschland). Dies wird dann aber immerhin der Stromversorgung dienen, wenn auch leider nicht dem Klimaschutz. Aus diesem Grund kann es ja auch nicht sein, dass man die sich anbahnende Stroml&#xFC;cke in der Schweiz mit dem Bau von Gaskombikraftwerken zu stopfen versucht. Wer dies vorschl&#xE4;gt macht sich doch in der heutigen Zeit im Kampf gegen den Klimawandel total unglaubw&#xFC;rdig (Kompensation der CO2-Emissionen hin oder her). Zum Gl&#xFC;ck spielt da unsere Elektrizit&#xE4;tswirtschaft nicht mit. Wenn wir also von Grosskraftwerken als einer der S&#xE4;ulen der Energiepolitik sprechen, so sprechen wir eigentlich nur von einem neuen KKW (und wenn es &#x201E;nur&#x201C; um den vermutlich versp&#xE4;teten Ersatz einer Leistung von ca. 1.5 GWe geht)<br/>
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Ende 2008 werden - wie bereits angek&#xFC;ndigt - Gesuche f&#xFC;r die Rahmenbewilligung f&#xFC;r ein neues KKW bestimmter Gr&#xF6;sse an einem bestimmten Standort dem Bund vorgelegt werden. Unser Kernenergiegesetz sieht die Mitsprache des Volks in Form eines fakultativen Referendums vor. Mir ist kein anderes Land bekannt, wo dies m&#xF6;glich ist. Also sollte man jetzt nicht unn&#xF6;tig warten und gewisse Vorbereitungen bereits treffen. Eine Entscheidung in dieser wichtigen Frage muss meiner Meinung sp&#xE4;testens 2010 getroffen werden. Dieses Gesuch sollte vom Bundesrat und vom Parlament speditiv und positiv behandelt werden, zumal man ja eben weiss, dass das Volk dar&#xFC;ber abschliessend entscheiden wird. Bringen wir also diesen Schritt so rasch als m&#xF6;glich hinter uns und verlieren m&#xF6;glichst wenig Zeit. Daf&#xFC;r stehen Ihnen M&#xF6;glichkeiten zur Verf&#xFC;gung wenn das Gesuch einmal auf Ihrem Schreibtisch liegt. Nach einer Volksabstimmung h&#xE4;tten wir endlich klare Verh&#xE4;ltnisse und wir m&#xFC;ssten nicht immer wieder auf das Resultat von irgendwelchen Umfragen abstellen, welche, je nach Resultat, von der Gegenseite grunds&#xE4;tzlich angezweifelt werden. Dann allerdings m&#xFC;sste bei diesem demokratischen Verfahren aber eben auch das Volk die Verantwortung &#xFC;bernehmen, falls es mit der Ablehnung eines neuen KKWs die Stromversorgung der Schweiz und damit die Wirtschaft m&#xF6;glicherweise &#x201E;an die Wand fahren w&#xFC;rde&#x201C;, wenn es sich sp&#xE4;ter erweisen sollte, dass man die notwendigen Entscheidungen zu sp&#xE4;t oder eben v&#xF6;llig falsch getroffen hat.<br/>
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Ich denke, dass es eben nicht nur Restrisiken der Kernenergie oder anderer moderner Technologien gibt, sondern auch Risiken anderer Art, welche durch falsche Entscheidungen und Unterlassungen bzw. durch falsche Politik entstehen k&#xF6;nnen und welche einmal einschneidende Folgen f&#xFC;r die Schweiz haben k&#xF6;nnten. Gouverner c&#xB4;est pr&#xE9;voir. Seit den 60er Jahren sind wir mit unserem bew&#xE4;hrten und emissionsarmen Produktionsmix aus Wasserkraft und Kernenergie sehr gut gefahren. Warum sollte man also davon abr&#xFC;cken ? Das Resultat ist ja auch, dass wir bez&#xFC;glich Emissionsfreiheit dieser Art von Stromproduktion in Europa bzw. weltweit in der Spitzengruppe stehen. Wie gesagt, wir sollten die NEE entwickeln, aber wir sollten deren M&#xF6;glichkeiten zur Substitution bis 2030 keinesfalls &#xFC;bersch&#xE4;tzen, wie dies grosse Teile der Bev&#xF6;lkerung und gewisse Parteien mit massloser Euphorie im Moment tun. Nicht nur bei uns sondern in vielen anderen L&#xE4;ndern auch. Wenn die S&#xE4;ulen der Strompolitik definiert wurden, dann sollten wir auch auch alle ben&#xFC;tzen, sonst k&#xF6;nnte diese Politik einmal einbrechen.<br/>
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Ein letztes: Das fehlende Endlager wird von vielen immer als Grund aufgef&#xFC;hrt, warum man keine neuen KKWs bauen sollte. Ich denke, dass hier ein grosses Manko an Information in der Bev&#xF6;lkerung besteht. Zudem haben Sie und ihr BFE es in der Hand darauf hinzuweisen, dass Sie das Problem seit einiger Zeit v&#xF6;llig systematisch und emotionslos angehen und dazu den &#x201E;Sachplan Geologische Tiefenlager&#x201C; geschaffen haben. Ich denke, dass Sie bzw. Ihr Nachfolger an den darin festgehaltenen Verfahren festhalten werden und an dem schliesslich aus geologischen Gr&#xFC;nden gew&#xE4;hlten Standort ein Endlager politisch durchsetzen (sollte es angesichts der geringen anfallenden Mengen nicht doch einmal zu einer internationalen L&#xF6;sung kommen, an welcher die Schweiz sich ebenfalls beteiligen kann). Zudem muss auch wieder einmal darauf hingewiesen werden, dass die geforderten Entsorgungsnachweise f&#xFC;r alle Kategorien von radioaktiven Abf&#xE4;llen erbracht worden sind.<br/><br/><br/></p><p>1-5&#xA0;/&#xA0;
			  <a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/default/nebel-ueber-bern.html&#38;page=21">107</a><br/><a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/default/nebel-ueber-bern.html&#38;page=1#comments">weiter &#xBB;</a></p><p align="center"><br/>- KOMMENTAR VERFASSEN -</p><p><fieldset>Name<br/><input name="commentauthor" emptyok="true"/><br/>Email<br/><input name="commentauthoremail" emptyok="true"/><br/>Url<br/><input name="commentauthorurl" emptyok="true"/><br/>Kommentar<br/><input name="commentcontent" emptyok="true"/><br/></fieldset><br/><anchor><go href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/default/nebel-ueber-bern.html" method="post"><postfield name="ID" value="59"/><postfield name="action" value="moblog"/><postfield name="moblog[comments][comment_author]" value="&#36;commentauthor"/><postfield name="moblog[comments][comment_author_email]" value="&#36;commentauthoremail"/><postfield name="moblog[comments][comment_author_url]" value="&#36;commentauthorurl"/><postfield name="moblog[comments][comment_content]" value="&#36;commentcontent"/><postfield name="moblog[comments][comment_autobr]" value="on"/><postfield name="moblog[comments][_submit]" value="OK"/></go>OK</anchor><br/></p><p align="center">- NAVIGATION -</p><p><a href="/mobile">Weblog Home</a><br/><a href="/mobile/latestcomments">Letzte Kommentare</a><br/><a href="/mobile/all">Kategorien</a><br/><a href="/mobile/galleries">Galerien</a><br/><a href="/mobile/blogroll">Links</a><br/><a href="/mobile/archive">Archiv</a><br/><a href="#top">Nach oben</a><br/><a href="#bottom">Nach unten</a><br/><a href="/mobile/about">&#xDC;ber mich</a><br/></p><p align="center">- META-NAVIGATION -</p><p><a href="http://home.kaywa.com/mobile">Portalog Home</a><br/><a href="http://register.kaywa.com/mobile">Registrieren</a><br/><a href="http://help.kaywa.com/mobile">Hilfe</a><br/><a href="http://about.kaywa.com/mobile">Impressum</a><br/><a href="http://tos.kaywa.com/mobile">AGB</a><br/></p><p>&#xA9; 2004-2006 Kaywa AG. Alle Rechte vorbehalten.</p></card></wml>
