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<wml xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head><meta http-equiv="Content-Type" content="text/vnd.wap.wml;charset=ISO-8859-1"/></head><card id="main" title="KAYWA"><p><big>Moritz Leuenberger</big><br/>Notizen zu Politik und Gesellschaft<br/></p><p><small>29.10.2009,&#xA0;10:40</small><br/><b><a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/diverses/freunde-und-feinde-der-schweiz.html">Freunde und Feinde der Schweiz</a></b></p><p>[Version fran&#xE7;aise: <a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/exturl/http/moritzleuenberger.blueblog.ch/static/les-amis-et-les-ennemis-de-la-suisse">Les amis et les ennemis de la Suisse</a>]<br/>
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[<a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/exturl/http/moritzleuenberger.blueblog.ch/files/images/2009/10/mob173_1256810612.jpg">bild</a>]<br/>
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Die arme Schweiz sei isoliert, weil sie keine Freunde mehr habe, h&#xF6;ren und lesen wir immer wieder.<br/>
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Die Razzien in Italien gegen Schweizer Banken erkl&#xE4;ren sich einige damit, Finanzminister Tremonti sei eben &#x201E;ein Feind der Schweiz&#x201C;. In der NZZ erschien am 27. Oktober ein absolut ernst gemeinter Artikel, wonach die neue Deutsche Regierung der Schweiz wohl eher gewogen sei als die bisherige. Die Begr&#xFC;ndung: Der neue Verkehrsminister stamme aus Bayern und &#x201E;die Bayern verstrahlen jenen typischen s&#xFC;ddeutschen Charme, der Schweizer Seelen nachhaltiger erw&#xE4;rmt als preussische N&#xFC;chternheit.&#x201C; Sein Vorg&#xE4;nger sei dagegen ein Ostdeutscher und habe demnach von der Schweiz &#x201E;naturgem&#xE4;ss nicht eben viel gewusst&#x201C;. Wolfgang Sch&#xE4;uble sei konziliant und habe sogar schon eine Erstaugustrede gehalten. Interessanterweise stand in &#x201E;Le Temps&#x201C; vom 24. Oktober genau das Gegenteil: Die Schweiz habe von Sch&#xE4;uble mit seinem unvers&#xF6;hnlichen Charakter nichts besseres zu erwarten als von Peer Steinbr&#xFC;ck (La Suisse, qui avait subi les attaques de son pr&#xE9;d&#xE9;cesseur Peer Steinbr&#xFC;ck, n&#x2019;a de toute &#xE9;vidence rien &#xE0; attendre de ce ressortissant du Bade-Wurtemberg au caract&#xE8;re intransigeant et mis sous pression pour faire rentrer les imp&#xF4;ts.)<br/>
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Wir m&#xFC;ssen einfach mehr Freunde haben, die uns lieben und uns verstehen. Dann werden wir endlich in Ruhe gelassen und k&#xF6;nnen uns auf unserer Schweizer Insel unter der eigenen Schweizer Sonne des Wohlgefallens selbstzufrieden r&#xE4;keln.<br/>
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Wer so denkt, macht es sich etwas gar einfach.<br/>
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Kurzschluss. Nr. 1: Was heisst ein Freund &#x201E;der Schweiz&#x201C;? Wer Alpenfirne liebt, ist nicht automatisch auch ein Verehrer des Bankgeheimnis&#x2019;, obwohl beide bekanntlich mit der Schweiz besonders verbunden sind. Schliesslich gibt es ja auch bei uns &#xFC;berzeugte Verfechter der direkten Demokratie und des F&#xF6;deralismus, die sich gegen einen ruin&#xF6;sen Steuerwettbewerb und f&#xFC;r einen Beitritt zur EU einsetzen. Und: Wer Steuerhinterziehung in seinem eigenen Land bek&#xE4;mpft, ist nicht ohne weiteres auch ein Feind von Land und Leuten, zu denen die hinterzogenen Gelder flossen.<br/>
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Kurzschluss Nr. 2: Wenn pers&#xF6;nliche Freunde eine Institution oder die Interessen eines Landes zu vertreten haben, gehen diese Interessen anderen Freundschaften vor. Das ist ihre prim&#xE4;re Pflicht. W&#xFC;rden sie die &#x201E;Freundschaft&#x201C; &#xFC;ber ihre Pflicht der Interessenwahrung stellen, w&#xE4;re das nichts anderes als ungetreue Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrung. Es gibt dar&#xFC;ber ein eindr&#xFC;ckliches Theaterst&#xFC;ck von Jean Anouilh: &#x201E;Becket oder die Ehre Gottes&#x201C;. Der K&#xF6;nig w&#xE4;hlt seinen Jugendfreund zum Erzbischof und hofft, so mit der Kirche gemeinsame Sache machen zu k&#xF6;nnen, doch der Freund w&#xE4;chst in seine kirchliche Verantwortung und stellt sich gegen den K&#xF6;nig (und wird am Schluss auf dessen Geheiss ermordet).<br/>
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Kurzschluss Nr. 3: Auch noch so enge Freunde haben je ihre eigenen Interessen, die sie miteinander ausfechten, freundschaftlich, aber mitunter eben auch hart. Freunde m&#xFC;ssen sich gegenseitig auch immer wieder neu finden und sich auf neue Begebenheiten einstellen. Es kann nicht der eine verlangen, dass sich der andere stets nur nach ihm richte, und schmollend drohen: &#x201E;&#x2026;sonst bist du nicht mehr mein Freund.&#x201C;<br/>
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Wir m&#xFC;ssen klar sehen: Politik besteht zun&#xE4;chst einmal in Interessenvertretung und reduziert sich nicht auf Zuneigung oder Abneigung gegen ein Land und nicht nur auf die Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen, auch wenn diese f&#xFC;r eine erspriessliche Zusammenarbeit unabdingbar sind. Deswegen lenken Psychogramme &#xFC;ber Minister von den politischen Aufgaben ab, die wir selber anzugehen haben. (Dass Pers&#xF6;nlichkeitsschilderungen, wie die oben zitierten, zudem an Karikaturen grenzen und teilweise grundfalsch sind, wie ich aus eigener Kenntnis meiner Ministerkollegen weiss, kommt noch dazu.)<br/>
Soll Solidarit&#xE4;t mit Freunden Bestand haben, m&#xFC;ssen sich beide Seiten bewegen und sich auch auf legitime Bed&#xFC;rfnisse des Partners einstellen. Gegen ungerechtfertigte Angriffe und erst recht gegen &#xDC;bergriffe soll man sich wehren, und zwar ohne lange dar&#xFC;ber zu sinnieren, ob die Gegenseite nun ein &#x201E;Freund&#x201C; oder ein &#x201E;Feind&#x201C; sei. Doch wer in der Erwartung, der andere m&#xFC;sse einfach immer &#x201E;sein Freund&#x201C; bleiben, stur in seiner Position verharrt, k&#xF6;nnte so pl&#xF6;tzlich ganz allein dastehen und das kann ihn teuer zu stehen kommen. Es gibt dazu schon einige Erfahrungen. Aus ihnen sollte man lernen will, will man nicht eines Tages einen sehr hohen Preis bezahlen.<br/>
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Bis bald<br/>
Moritz Leuenberger&#xA0;</p><p><small><a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/diverses/freunde-und-feinde-der-schweiz.html">Kommentare</a>&#xA0;(119)
        <br/>Kategorie:&#xA0;<a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/diverses">Diverses</a><br/></small></p><p><a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/p134.html">&#xAB; zur&#xFC;ck</a>
	   	 &#xA0;|&#xA0;
	   	 <a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/p131.html">weiter &#xBB;</a></p><p align="center"><br/>- KOMMENTARE -</p><p><b>Rechter</b><br/>29.10.2009, 15:25<br/>Lieber Herr Leuenberger<br/>
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Komplizierter geht es wirklich nicht mehr sein linkes Gedankengut an den/die Mann/Frau zu bringen. Sie sind mir schon fast ungeheuerlich. Im DRS 3 l&#xE4;uft die ganze Woche schon das Thema Angst. Sie kommen mir beim Gedanken Angst schon ganz fr&#xFC;h in den Sinn.<br/>
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So viel Intelekt in einem Menschen ist schon fast gemeingef&#xE4;hrlich. Behalten Sie doch ihre Gedanken lieber f&#xFC;r sich, als ihre Mitmenschen mit ihrer Weltuntergangsstimmung andauernd zu verseuchen. Vielleicht wollen Ihre Mitmenschen einfach ein ihnen angenehmes Leben leben, ohne immer ein schlechtes Gewissen haben zu m&#xFC;ssen!<br/>
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Ihre permaneten Drohungen wie: Wenn wir nicht, dann.... oder sollen unsere Nachfahren...... usw......<br/>
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F&#xFC;r mich langsam unertr&#xE4;glich. Herr Leuenberger bitte treten Sie m&#xF6;glichst bald ab und geniessen Sie ihre menschenverbessernden Theaterst&#xFC;cke, aber behalten Sie Ihre Meinung f&#xFC;r sich. Leben Sie Ihr besserwisser Leben, aber leben Sie es f&#xFC;r Sich!<br/>
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Gute Besserung<br/>
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Ihr Rechter<br/>
<br/><br/><br/><b>Der Schweizer Narr</b><br/><a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/exturl/http/blog.4st.ch/">http://blog.4st.ch/</a><br/>29.10.2009, 17:34<br/>Da haben Sie sicher Recht, Herr Bundesrat Leuenberger, was Freund und Feind ist unterliegt der Relativit&#xE4;t.<br/>
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&#xDC;brigens: Meine besten Freunde scheuen sich nicht, mir meine Fehler unter die Nase zu binden. F&#xFC;r was hat man denn Freunde, wenn diese einem nicht auch zu beraten w&#xFC;nschten?<br/>
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Eine Freundschaft oder Feindschaft, die sich an Nationen orientiert, die ist mir suspekt, die Denkschule dahinter wohl aus dem letzten bis vorletzten Jahrhundert.<br/>
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Bei mir l&#xE4;uft das anders: Es spielt mir keine Rolle ob jemand oder eine Gruppe aus der Schweiz oder z.B. aus Deutschland kommt, wer etwa Mindestl&#xF6;hne ablehnt, der ist mein Feind, ich kann nicht dessen Freund werden oder sein.<br/>
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Somit w&#xE4;re die neue deutsche schwarz/gelb -Regierung aus meiner Sicht feindlich gesinnt, denn diese lehnt die Definition von Mindestl&#xF6;hnen ab.<br/>
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W&#xE4;hrend beispielsweise die Zustimmung oder Ablehnung zu neuen Bauprojekten aus meiner Sicht nicht ausreicht um mir jemanden zum Freund oder Feind zu stempeln, so h&#xF6;rt bei mir der Spass relativer Ansichten beim Mindestlohn f&#xFC;r bezahlte Arbeit endg&#xFC;ltig auf. Wer deren genaue Definition verweigert, der kann kein Menschenfreund sein.<br/>
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Bei mir gibt es also nicht Grenzen zwischen Nationen, vielmehr Grenzen im sozialen Verhalten von Menschen oder Gruppen zueinander. Die F&#xE4;higkeit zu sozialer Empathie ist mein Massstab f&#xFC;r Freunde oder Feinde, egal ob bei Verwandten, Schweizern, Deutschen, Japanern,Chinesen oder US-Amerikanern.<br/><br/><b>Mirlo</b><br/>29.10.2009, 20:58<br/>@ Rechter<br/>
warum lesen Sie denn diesen Blog noch?? Zwingt Sie jemand dazu?<br/><br/><b>Lupe, der Satire-Blog</b><br/><a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/exturl/http/swiss-lupe.blogspot.com/">http://swiss-lupe.blogspot.com/</a><br/>29.10.2009, 22:56<br/>lieber rechter<br/>
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dich m&#xF6;chte ich einmal h&#xF6;ren, resp. lesen, wenn die rechte seite, z.b. in kantonen immer wieder wettert, wie schlecht es in unserer schweiz sei, welche steuerh&#xF6;lle der eigene kanton sei, welche &#xFC;berfremdung herrsche, welch hohe kriminalit&#xE4;tsrate wir h&#xE4;tte, etc.<br/>
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wer macht denn hier die schweiz oder reinzelne kantone dauernd schlecht. da tragen die rechtsaussen-denker, wie du wohl auch einer bist, viel dazu bei.<br/><br/><b>Reto Bachmann-Gm&#252;r</b><br/>29.10.2009, 23:24<br/>Ich denken, die Kurzschlussanalyse wird in ihrer N&#xFC;chternheit der politischen und gesellschaftlichen Realit&#xE4;t nicht gerecht: Die (mediale) &#xD6;ffentlichkeit will mal sauer sein d&#xFC;rfen auf den Nachbar. F&#xFC;r mich g&#xE4;be es allerdings bessere Anl&#xE4;sse als diese Bankengeschichte, ich identifizieren mich nicht mit Banken (viel eher mit Cristoph Meili), aber warum hat zum Beispiel die Schweiz als Gaddafi in Italien Staatsgast war aus Protest nicht Schengen Suspendiert und zum Pizza Boykott aufgerufen? Nach anf&#xE4;nglichem staunen, h&#xE4;tten daf&#xFC;r auch viele Italiener Verst&#xE4;ndnis.<br/><br/></p><p>1-5&#xA0;/&#xA0;
			  <a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/diverses/freunde-und-feinde-der-schweiz.html&#38;page=23">119</a><br/><a href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/diverses/freunde-und-feinde-der-schweiz.html&#38;page=1#comments">weiter &#xBB;</a></p><p align="center"><br/>- KOMMENTAR VERFASSEN -</p><p><fieldset>Name<br/><input name="commentauthor" emptyok="true"/><br/>Email<br/><input name="commentauthoremail" emptyok="true"/><br/>Url<br/><input name="commentauthorurl" emptyok="true"/><br/>Kommentar<br/><input name="commentcontent" emptyok="true"/><br/></fieldset><br/><anchor><go href="http://www.moritzleuenberger.net/mobile/diverses/freunde-und-feinde-der-schweiz.html" method="post"><postfield name="ID" value="133"/><postfield name="action" value="moblog"/><postfield name="moblog[comments][comment_author]" value="&#36;commentauthor"/><postfield name="moblog[comments][comment_author_email]" value="&#36;commentauthoremail"/><postfield name="moblog[comments][comment_author_url]" value="&#36;commentauthorurl"/><postfield name="moblog[comments][comment_content]" value="&#36;commentcontent"/><postfield name="moblog[comments][comment_autobr]" value="on"/><postfield name="moblog[comments][_submit]" value="OK"/></go>OK</anchor><br/></p><p align="center">- NAVIGATION -</p><p><a href="/mobile">Weblog Home</a><br/><a href="/mobile/latestcomments">Letzte Kommentare</a><br/><a href="/mobile/all">Kategorien</a><br/><a href="/mobile/galleries">Galerien</a><br/><a href="/mobile/blogroll">Links</a><br/><a href="/mobile/archive">Archiv</a><br/><a href="#top">Nach oben</a><br/><a href="#bottom">Nach unten</a><br/><a href="/mobile/about">&#xDC;ber mich</a><br/></p><p align="center">- META-NAVIGATION -</p><p><a href="http://home.kaywa.com/mobile">Portalog Home</a><br/><a href="http://register.kaywa.com/mobile">Registrieren</a><br/><a href="http://help.kaywa.com/mobile">Hilfe</a><br/><a href="http://about.kaywa.com/mobile">Impressum</a><br/><a href="http://tos.kaywa.com/mobile">AGB</a><br/></p><p>&#xA9; 2004-2006 Kaywa AG. Alle Rechte vorbehalten.</p></card></wml>
