Unterhaltung am TV
[Version française Divertissement à la télévision]
Sehr geehrte BloggerInnen, BesucherInnen und KommentatorInnen
Immer noch kämpfe ich etwas mit der Gestaltung meines Blogs. Ich möchte ja gerne auf die vielen einzelnen Fragen antworten. Doch wenn ich das tue, gerät mein Beitrag zu einem einzigen Sammelsurium von Antworten. Ich überlege mir also eine eigene Rubrik, in der ich nur auf Fragen antworte und daneben würde ich dann jeweils meine neuen Beiträge entwerfen. Diese Antwortrubrik sollte demnächst aufgeschaltet werden.
Innerhalb einer einzigen Woche musste ich mich dreimal über die Qualität von Fernsehsendungen äussern, letzten Donnerstag in Luzern, sonntags in Lugano und am Dienstag in Bern. Alle drei Reden sind auf meiner homepage aufgeschaltet.
So zappe ich jetzt einmal von der globalen Erwärmung weg zu den neuen Unterhaltungssendungen des Schweizer Fernsehens:
In den letzten Wochen hat das Schweizer Fernsehen fünf neue Sendungen lanciert. In den Medien werden sie nach Strich und Faden zerrissen: Das neue Wissensmagazin „Einstein“ bringe zu kurze Beiträge, „Baschi national“ interessiere nur die Jungen, das Nachfolgemagazin von „Quer“ sei zu wenig quer, und überhaupt: Die Einschaltquoten der neuen Sendungen seien miserabel.
Sicher ist die Quote nicht das einzige und wichtigste Qualitätsmerkmal. Eine grosse Anzahl von Zuschauern bedeutet doch noch lange nicht, dass die Sendung auch gut ist. Sonst wäre der McDonald’s ja das beste Restaurant. Ich glaube, ein Programm, das ständig nur „ankommen“ und nie anecken will, läuft sich tot. Braucht es nicht auch neue Programme, eben vielleicht solche, die dann scheitern? Nur so können doch Sendungen entstehen, über die auch diskutiert und gestritten wird.
Wir sind ja auf Diskussionen und Auseinandersetzungen angewiesen, damit wir uns weiter entwickeln können. Und zu dieser Diskussion muss das Fernsehen auch beitragen. Natürlich nicht nur mit trockenen Informationssendungen, sondern auch mit unterhaltenden Sendungen wie es die neuen Produkte vor allem sind. Nichts gegen Unterhaltung. Wie Märchen werfen auch Soaps und Sitcoms Fragen auf, die unser Zusammenleben berühren: Liebe und Hass, Treue und Verrat, Feigheit und Mut etc. Und wie die Märchen können auch „Music Star“ oder „Deal or no Deal“ nicht nur Glücksgefühle auslösen, sondern auch zu Widerstand ermuntern. Die Zuschauer und Zuschauerinnen sind ja nicht Marionetten, sie haben eine eigene Meinung und verarbeiten die Sendungen kreativ und manchmal unberechenbar.
Fernsehen ist ein emotionales Medium und alle Sendungen wecken unsere Emotionen. Ich merke immer, wie hoch diese sind an den Diskussionen am Stammtisch - oder im Blog.
Bis bald
Moritz Leuenberger
Sehr geehrte BloggerInnen, BesucherInnen und KommentatorInnen
Immer noch kämpfe ich etwas mit der Gestaltung meines Blogs. Ich möchte ja gerne auf die vielen einzelnen Fragen antworten. Doch wenn ich das tue, gerät mein Beitrag zu einem einzigen Sammelsurium von Antworten. Ich überlege mir also eine eigene Rubrik, in der ich nur auf Fragen antworte und daneben würde ich dann jeweils meine neuen Beiträge entwerfen. Diese Antwortrubrik sollte demnächst aufgeschaltet werden.
Innerhalb einer einzigen Woche musste ich mich dreimal über die Qualität von Fernsehsendungen äussern, letzten Donnerstag in Luzern, sonntags in Lugano und am Dienstag in Bern. Alle drei Reden sind auf meiner homepage aufgeschaltet.
So zappe ich jetzt einmal von der globalen Erwärmung weg zu den neuen Unterhaltungssendungen des Schweizer Fernsehens:
In den letzten Wochen hat das Schweizer Fernsehen fünf neue Sendungen lanciert. In den Medien werden sie nach Strich und Faden zerrissen: Das neue Wissensmagazin „Einstein“ bringe zu kurze Beiträge, „Baschi national“ interessiere nur die Jungen, das Nachfolgemagazin von „Quer“ sei zu wenig quer, und überhaupt: Die Einschaltquoten der neuen Sendungen seien miserabel.
Sicher ist die Quote nicht das einzige und wichtigste Qualitätsmerkmal. Eine grosse Anzahl von Zuschauern bedeutet doch noch lange nicht, dass die Sendung auch gut ist. Sonst wäre der McDonald’s ja das beste Restaurant. Ich glaube, ein Programm, das ständig nur „ankommen“ und nie anecken will, läuft sich tot. Braucht es nicht auch neue Programme, eben vielleicht solche, die dann scheitern? Nur so können doch Sendungen entstehen, über die auch diskutiert und gestritten wird.
Wir sind ja auf Diskussionen und Auseinandersetzungen angewiesen, damit wir uns weiter entwickeln können. Und zu dieser Diskussion muss das Fernsehen auch beitragen. Natürlich nicht nur mit trockenen Informationssendungen, sondern auch mit unterhaltenden Sendungen wie es die neuen Produkte vor allem sind. Nichts gegen Unterhaltung. Wie Märchen werfen auch Soaps und Sitcoms Fragen auf, die unser Zusammenleben berühren: Liebe und Hass, Treue und Verrat, Feigheit und Mut etc. Und wie die Märchen können auch „Music Star“ oder „Deal or no Deal“ nicht nur Glücksgefühle auslösen, sondern auch zu Widerstand ermuntern. Die Zuschauer und Zuschauerinnen sind ja nicht Marionetten, sie haben eine eigene Meinung und verarbeiten die Sendungen kreativ und manchmal unberechenbar.
Fernsehen ist ein emotionales Medium und alle Sendungen wecken unsere Emotionen. Ich merke immer, wie hoch diese sind an den Diskussionen am Stammtisch - oder im Blog.
Bis bald
Moritz Leuenberger



54 Kommentare
Und noch was: der Mensch ist ein Gewohnheitstier ;-)
Gruss
Andrea
A propos du premier point de votre billet: si votre blog est "de la bonne faiseuse", il devrait comporter une option de réponse de l'hôte en-dessous de chaque commentaire, de préférence en rubans de couleur et en italiques. Puisque vous êtes le maître de ces lieux, faites-vous donc faire ce petit tiroir supplémentaire à vos "commodités de la conversation", et placez-y vos réponses à vos dévoués commentateurs. Votre boudoir n'en sera que plus agréable à fréquenter.
Mes respects
http://www.infonegocio.com/thalassos
Nun ja, ich schaue mir manchmal Sendungen in den Schweizer Fenstern der deutschen Sendeketten an.
Dabei fällt mir auf, dass saumässig Schweizerdeutsch gesprochen wird. Ganz ehrlich. Texte werden aus dem Schriftdeutschen übernommen und mit schweizerisch grammatikalisch falschen Zeiten und Wörtern gesendet. Einfach furchtbar.
Das Wort "sände" von "senden" darf doch nicht sein. Es heisst immer noch "schicke." Und die Zukunftsform gibt es im Schweizerdeutsch auch nicht.
Ausserdem werden die Dialekte ganz furchtbar miteinander vermischt. Dagegen wird man wohl nichts tun können, denn die Leute wandern nun mal im Land herum.
Trotzdem: Es heisst nicht: "Die Reis, die du buechesch..", es heisst immer noch "Die Reis, wo du buechesch..." Und derlei mehr.
Ich musste das jetzt einfach einmal loswerden.
Viele Grüsse aus Galicien. Wo zur Zeit die Sonne ganz herrlich scheint.
Selbstverständlich stimme ich Ihnen zu – neue Programme dürfen oder müssen vielleicht sogar anecken. Und genau hier beginnt auch das Problem des Schweizer Fernsehens: Es eckt überhaupt nicht an. Die schlechten Einschaltquoten sind vielmehr darauf zurück zu führen, dass fast ausschliesslich im Ausland Formate abgekupfert werden und in der Schweiz wieder aufgewärmt werden. Das wäre an und für sich ja noch nichts Schlimmes, der Markt würde sich selbst regulieren. Nur leider werden beim Schweizer Fernsehen unsere Konzessiongelder ausgegeben – für Produktionen, welche genau so oder ähnlich schon auf einem deutschen Sender laufen.
Und wie sie geschrieben haben: „Sicher ist die Quote nicht das einzige und wichtigste Qualitätsmerkmal“. Doch genau das scheint dem Schweizer Fernsehen entgangen zu sein. Ich bezahle die Gebühren nicht für das Ewiggleiche wie „Einstein“ oder „Deal or no deal“ etc. sondern dafür, dass mir was Spezielles geboten wird, wie z.B. das Kulturmagazin „Kulturplatz“.
Und wenn am Sonntag Abend der gleich Spielfilm sowohl auf SF, PRO7 und ORF1 läuft, so frage ich mich, was da schief läuft!
Gruss
Beat
Ich glaube, dass im Moment das Schweizer Fernsehen, einfach ein Problem hat, bei den jungen leuten anzukommen. SF 1 und 2, haben leider immer noch etwas den ruf, nur Programm für alte Leute zu senden.
Was überhaupt nicht der Fall ist.
Und das Problem, dass der gleiche Film auf Pro7 und ORF auch läuft, sehe ich nicht ganz so eng. Eigentlich vermarkten wir unser Fernseh, einfach sau schlecht, oftmals kommen die grossen Hollywood Blockbuster oftmals vor der erst Ausstrahlung in Deutschland und Österreich, nur weiss man dies Oftmals nicht, da diese einfach mal unter der Woche ausgestrahlt werden. Ist hat sich schon einiges getan und es ist schon einiges Besser als bis vor einem Jahr, aber eigentlich gibt es nicht mehr viele Gründe, RTL, Pro7 und Co. zu schauen, da die meisten Sendungen und Filme bei uns laufen. Früher und sogar noch Werbefrei, was will man mehr...
http://genesis0.blog.de/
Schön, Sie in einem Blog zu sehen.
Also, Sie schreiben selbst, dass die Zuschauer/-Innen keine Marionetten seien.
Frage: Sind Sie sich da ganz sicher, Herr Leuenberger ???
Ist es nicht so, dass das Volk selbst Marionetten vom System/Staat/Gesellschaft ist ?!!!
Sie wollen mir doch nicht weis machen, das stimme nicht. Jeder dient diesem System der Form Pyramide.
Zu gutem Grund befindet sich mein Blog auf Deutschem StaatsBoden/Grund..
Liebs Grüessli
Tue-Elf
Der Sender kommt zwar immer schicker daher, inhaltlich dünnt er indes mehr und mehr aus.
Auch ich gehöre zu denen, die immer seltener in den Leutschenbach schalte. Nur widerwillig zahle ich meine Empfangsgebühren, muss ich doch mitansehen auf welch einfach-luxoriöse Art und mit wieviel Glanz und Gloria dieses Geld verbrannt wird.
Wenn Sie mal Zeit finden, können Sie sich kurz in folgende Debatte einlesen: http://www.ignoranz.ch/forum/4_1054_4.html
MfG
Gerade als Politiker sollten Sie merken, dass Sendungen, allen voran Sportsendungen, wie Fussball- oder Eishockeymannschaften, dafür sorgen, dass regelrechte Debatten zwischen den Fans der einzelnen Teams ausbrechen. Da man sich nur darauf konzentriert, gerät die Politik in den Hintergrund, man wird ignorant. Wäre es nicht möglich, eine interessante Sendung zu politischen Bildung (keine, die für eine bestimmte Partei Stimmung macht) zu lancieren? Oder sollen wir noch tiefer in eine Scheindemokratie rutschen? (Das ist es nämlich, so klein ist meist die Stimmbeteilung)
http://www.hirschen-rapperswil.ch
Leider kann ich SF 1 nur eines attestieren: Dumm, dümmlicher, noch dümmer.
Das Niveau nimmt ab und der ganze Schrott ist noch mit Gebühren finanziert.
Dann bitte ein Trash-TV wie Sat 1 oder Pro 7.
Das ist seicht, will seicht und ist locker leicht.
Ich schaue halt ausländisch wie ARD, ZDF oder ORF, die haben das Niveau von uns (noch) nicht erreicht.
Eine Lösung: Schaffen wir die Gebühren ab und machen freie Marktwirtschaft.
Schlimmer wirds nimmer.
A. Schnyder
http://www.pbs.org/wgbh/amex/holocaust/
das öffentliche Fernsehen in den USA (Public Broadcasting Service, PBS) informiert gebührenfrei, spannender, ausführlicher und interesseranter als die SRG und ist zudem werbefrei. Ausserdem kann man da sogar über weltgeschichtliche Ereignisse, welche in unserem Land stattgefunden haben, lernen - über die man durchs SF wohl kaum erfahren würde (z.B. link).
Wenn man die schweizerischen Fernsehgebühren in Investitionen in erneuerbare Energien umlenken würde, könnte man erneuerbaren Strom generieren und die Qualität des öffentlichen Fernsehprogramms würde dann vielleicht, wie das gebührenfreie Amerikanisch-öffentliche Fernsehen auch besser werden...
Wer mit SF1 und SF2 nichts am Hut hat sollte mal auf TSR1 oder TSR2 umsteigen. Nicht dass die Qualität dort besser wäre, aber einmal reinschauen würde sich auf jeden Fall lohnen.
Ich (bilingue) zape liebend gerne und vor allem mittags von TJ-midi (12h45) auf die Tagesschau (13h00). Ich frage mich eigentlich nur weshalb von niemandem beanstandet wird, dass obwohl im gleichen Land, mit gleicher Bundesverfassung die News auf dem welschen Sender nur halb so informativ wie im Schweizerdeutschen ausgestrahlt werden.
Unterschlagung von relevanten Nachrichten kommen in diesem Fall einer staatlich bewilligten Zensur gleich. Ich stelle immer wieder fest, dass bei den Innerstaatlichen Informationen auf TSR, die dem Schweizerbürger von grosser Wichtigkeit sein müssten, vielfach amputiert wird. Von daher erstaunt es mich nicht, dass die Westschweiz bei Abstimmungen vielfach anderer Meinung ist. (Der Röschtigraben ist ein Produkt nur der welschen Zeitungen zwecks Auflagenverbesserung und nicht vom Fernsehen gefördert)
Ich würde meinen, dass der staatsbezügliche Block von Nachrichten in unserem Staatsfernsehen in jeder Landessprache identisch sein müsste, was er wie ich feststelle ganz sicher nicht ist! Regionale Informationen sollten doch nicht prioritär sein und allenfalls am nächsten Tag, nachdem der anderssprachige Sender etwas publiziert hat, die verpasste staatsrelevante Information nachgeliefert werden.
Der Bürger hat ein Recht sich eine Meinung bilden zu können durch wahrheitsgetreue Information und das in jeder Landessprache identisch. Sie sollte auch politisch neutral berichtet werden, was bei TSR schon lange nicht mehr der Fall ist !!!
Herr Leuenberger, ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und lese Sie natürlich weiter.
http://www.bloggerin.com
Hm, Moritz, wann holst dein Bild ab?????
http://www.bloggerin.com/archiv/geschenk-fuer-moritz-leuenberger
falls dus vergessen hast :)
Cela fait déjà quelque temps que je voulais vous écrire pour informer de certains non sens des actions des services publiques.
J'habite à la Conversion, une petit hameau de la commune de Lutry, non loin de Lausanne. La Conversion a une petite gare sur la ligne de Berne. Je prends régulièrement le train pour aller au siège de mon groupe à Weinfelden. J'ai également habité pendant 5 ans juste devant la gare.
Jusqu'à il y a environ 2 ou 3 ans, il y avait des places de parc en zone blanche, gratuite autour de cette gare, et un terrain en gravas à côté des rails qui n'avait pas de zone du tout. Ces parking étaient en permanence complétement pleins, et il n'était pas rare d'avoir des voitures sur ma place de parc. Ce qui ne me dérangeait pas du tout. Je suis en fervent défenseur du transport public.
Mais il y a quelque temps. mes impôts ont financé un immense chantier, qui a remplacé le gravas pas du bitume luxueux, avec des places numérotés, mal placées et payantes. Depuis le parking est désespéremment vide. Tant qu'à payer un parking, il le paye à Lausanne et ont la flexibilité de leur véhicule privé.
Je trouve cela vraiment dramatique et démontre le manque de rigueur que nos politiciens (dont vous faites partie) font preuve dans leur apréhension des flux logistiques et plus particulièremet des transports publics.
J'ai trois enfants en bas âge. Si je veux aller à Lausanne en transport public, cela me coûte plus que 20 francs aller-retour. Croyez-vous vraiment que je vais le faire alors qu'en voiture cela me coûtera au maximum 10 francs, parking de la Riponne compris.
Si cette politique de transport public et plus particulièrement des Parking P+R ne change pas, nous allons droit au mur.
Meilleuires salutations,
Emmmanuel Marendaz
Die Kommentare im Blog zeigen es überdeutlich, die Geschmäcker sind verschieden! Und kritisieren ist viel einfacher als selber etwas machen. Ich hatte noch zu wenig Gelegenheiten, um die neuen Sendungen zu schauen, kann also meine Meinung zu einzelnen Sendungen nicht abgeben. Natürlich brauchen wir immer wieder Neues, doch wenn altbewährte, erfolgreiche und beliebte Sendungen rausgekippt werden, haben es deren Nachfolger immer schwer. Man dürfte meiner Meinung nach beliebte Sendungen oder Serien auch mal länger als üblich im Programm lassen. In unserer Gesellschaft wird so manche Reform durchgeführt, einfach der Reform wegen, besser wird oft gar nichts!
Ein Problem ist sicher auch das riesige Angebot. Die meisten Leute können zwischen bald unzähligen Sendern auswählen. Ich bin froh, muss ich kein Fernsehprogramm machen.
Ich fand es richtig, dass die Ostschweiz sich bei der RTVV-Gebietsdefinition sich gewehrt hat. Dass sogar Winterthur und Uster, und der vermutlich unterbeschftigte Präsident der ORG, sich der landläufigen Meinung anschliessen, zeigt dass die Einsprüche nicht unbegründet sind. Schräg fand ich, dass die Zürcher Regierung erst bei der zweiten Vernehmlassung sich detaliert geäussert hat.
Meine persönliche Meinung habe ich ja im Dezember Ihnen bereits geschickt.
Falls die Zürcher Regierung immer noch böse auf Sie ist, könnten wir ja versuchen Ihnen das Bürgerrecht eines der tollen ostschweizerischen Kantone zu vermitteln... :-)
Ihr Kampfgeist in Sachen Gestaltung Ihres Blogs in allen Ehren, riskiert doch eher zu einer rein akademische Übung zu verkommen.
Eine Rubrik, in welcher Sie nur auf Fragen antworten, finde ich dann eine gute Idee, wenn man sich davon auch eine Beantwortung nicht rein akademischer, und allenfalls unbequemer Fragen, erhoffen darf, die einen Realitätsbezug aufweisen.
Ein Blog in dem ein offener und ehrlicher Gedankenaustausch erfolgt und in dem auch kritische und unbequeme Fragen gestellt werden dürfen, begrüsse ich vollumfänglich, nicht aber eine rein akademisches Forum, in welchem nur streng gefilterte und schön brav vorgetragene Anliegen abgesäuselt werden.
Beispielhaft für mich und Hunderttausende von Südschneisern ist eine solche sehr praktische – ja brennende - Frage etwa diejenige, ob das BAZL gedenkt, den Einsprachen gegen den gekröpften Nordanflug die aufschiebende Wirkung zu entziehen, wie dies notrechtlich auch bei der Einführung der Südanflüge praktiziert wurde?
Brennend ist für uns diese Frage deshalb, weil, sollte die aufschiebenden Wirkung dieser Einsprachen entzogen werden, wir darauf hoffen können in absehbarer Zeit wieder gelegentlich – d.h. an rund 150 Tage im Jahr, morgens – und insbesondere an Wochenenden, wenigstens bis 7.00 Uhr ausschlafen zu dürfen. Unsere gesicherte Nachtruhe würde sich dadurch von derzeit 5 ½ Stunden auf deren 6 ½ Stunden verlängern (weil bekanntlich bei Abendanflügen die letzten Verspätungsflieger bis um 0.30 Uhr über unsere Schlafzimmer zu heulen pflegen).
Diese Frage brennt!
http://www.trecers.net/de/
entschuldigen Sie bitte die Abweichung vom Thema (aber bezüglich Schweizer Fernsehen gibt es momentan leider nicht viel mehr zu berichten, als dass die Gebühren verglichen mit der Qualität sehr hoch sind).
Ist Ihnen das Konzept der "Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation" bereits bekannt (link)? (Wahrscheinlich würde über sowas kaum am SF berichtet).
Es wäre schön wenn sich die Schweiz auch daran beteiligen würde. Das Konzept beruht auf bewährter Technologie und nur schon die Tatsache, dass ein Teil der notwendigen Technologie von Schweizer Firmen geliefert werden kann und damit sogar Strom zum Preis von 5 cents/kWh generiert werden könnte ist doch unterstützungswürdig.
http://www.trecers.net/downloads/summary_de.pdf
Mit der Fläche aller Schweizer Speicherkraftwerke von 165 km2 könnte in der tunesischen Wüste bereits Sonnenkraftwerke mit einer Spitzenleistung von 50 GW aufgebaut werden (50 mal Gösgen).
Wenn wir offensichtlich mit nicht-erneuerbaren Energien sowie vom Ausland abhängig sein möchten, dann doch wenigstens mit sauberer Energie - oder was ist Ihre Meinung dazu?
ich weiss mein Beitrag hat nicht sehr viel mit dem aktuellen Thema zu tun aber vielleicht ja doch am Rande. In Sachen Qualität und anecken kommen mir ganz andere Gedanken. Ich denke dabei an den Bund als Arbeitgeber und Instutition mit Vorbildcharackter. Immer wieder höhre ich von Freunden und in den Medien, dass sich Leute als langjährige Mitarbeiter z.B. bei der Post (letztes Jahr wieder mit Rekordgewinn) erneut auf ihre jetztige Stelle bewerben müssen. Bis heute dachte ich, dass das nur unsere Grossbanken und Versicherungen so machen und ihren Gewinn auf dem Buckel der kleinen Leute anhäufen. Aber wenn jetzt schon der Bund (mit einem langjähringen Ruf als guter und sicherer Arbeitgeber) mit solchen Methoden opperiert, dann Frage ich mich langsam, wohin das noch führen soll. man bedenke die Schere zwischen Arm und Reich usw.! Mich würde sehr Interessieren, wie Sie sich zu diesem Thema stellen.
Ich wünsche allen noch einen schönen Tag!
Freunliche Grüsse
Oliver Hummel
Bei der nächsten Billag-Rechnung gehe ich einfach mal in eine Verweigerungshaltung, mit Ihrer Unterstützung ?
Herzlichen Gruss
Thomas R.
wegen Ihrem Mc Donald's Analogieschluss: Immerhin muss man beim McDonald's nur dann etwas bezahlen, wenn man aus seinem Programm auch tatsächlich etwas isst.
Aber nochmals wegen der ganzen Energiefrage: Die ist ja doch etwas brennender, weil beim Verzicht aufs SF - im Gegensatz zum Stromverzicht - verfault das Gemüse im Kühlschrank ja glücklicherweise nicht.
In den nächsten 30 Jahren werden wir voraussichtlich 120 Milliarden Franken ausgeben um einen möglichen Angriff der Sowjetunion abwehren zu können. Das ist sicherlich gerechtfertigt, da Russland ja irgendwie in ein Wurmloch geraten könnte und 30 Jahre zurückversetzt und dann stehen wir womöglich da ohne Gewehr im Schrank. Nein, das ist natürlich zu risikohaft.
Trotzdem müssten Sie zugeben, dass die ganze Energiethematik mindestens doppelt so wichtig ist, wie die Abwehr der Sowjetunion. Stimmt es demnach dann auch, dass wir in den nächsten 30 Jahren 250 Milliarden Franken in die Effizienzsteigerung und erneuerbare Energieversorgung investieren werden?
Und wegen den Billig-flügen: Warum steht eigentlich die CO2 Abgabe pro Ticket noch nicht? Und warum wird diese Abgabe nicht in den Aufbau der erneuerbaren Energieversorgungsstruktur investiert?
Auch ich schreibe am Thema „Unterhaltung am TV“ vorbei. Was darüber zu sagen ist, ist wohl gesagt worden. Besonders in den Beiträgen von globi.
Sie sind gegen Personalisierung der Politik z.B. in Form von Werbeaktionen mit Bundesräten. Einverstanden, dass öffentliche Personen – wie die Bundesräte – sehr vorsichtig sein sollten damit, wo sie sich als Aushängeschild einspannen lassen. Aber achtung! Man muss dabei schon unterscheiden, ob es sich um eine Sache handelt, die direkt mit den Betroffenen (hier Bundesräte) zu tun hat oder nicht. Der Gewerkschaftsbund, den Sie erwähnen, stellt denjenigen in Bild und Wort eine Frage, die für die IV-Revision direkt verantwortlich sind. Deshalb scheint mir die Verwendung der verantwortlichen bundesrätlichen Köpfe korrekt.
Zurück zu Personalisierung der Politik. Was fällt Ihnen ein, bei den Stichworten „Microsoft“, „Plastikuhr“, „Swissair Grounding“? Die meisten Menschen denken relativ bald „Bill Gates“, „Nicolas Hayek“ und „Mario Corti“. Es ist die normalste Sache der Welt, dass Dinge mit Menschen und Menschen mit Dingen im Kopf miteinander in Verbindung gebracht werden. So funktioniert ja die Werbung. Sie nutzt diesen „natürlichen“, menschlichen Mechanismus, indem sie Personen mit dem Image berühmt, attraktiv, schön, reich, interessant, sexy, etc. benutzt, damit in den Köpfen der Menschen die genannten Eigenschaften auf ein Produkt übertragen werden und damit begehrenswert erscheint.
Sie beklagen, dass Werbung mit z.B. Bundesräten vom Inhalt der Sache ablenkt. Leider scheint das der Fall zu sein, wie man z.B. an Reaktionen auf die Aktion des Gewerkschaftsbundes, schliessen kann. Dieser Effekt lässt sich wohl kaum vermeiden. Ob und wie eine Botschaft verstanden wird, hängt von der Botschaft selber ab und von der Wahrnehmungsweise des einzelnen Menschen (nicht jeder Mensch nimmt das Gleiche gleich wahr). Klar ist aber, dass heute nur wenige wüssten, dass eine IV-Revision zur Abstimmung ansteht, wäre dieses Thema nicht mit den bekannten (verantwortlichen) Personen der Politik verbunden worden. Diese Verbindung eines Themas, das kaum bekannt war, mit bedeutenden Personen, musste sein! Jetzt, wo die Aufmerksamkeit vieler geweckt ist, müssten als zweiter Schritt alle Anstrengungen unternommen werden, die Inhalte der Botschaft zu erklären. Dies gilt nicht nur für die IV-Revision, das ist nur ein Beispiel, sondern ganz allgemein für politische Themen. Wer glaubt, die Menschen mit rein sachlichen, intellektuellen Argumenten für eine Sache zu gewinnen, mag sie noch so edel sein, irrt. Menschen werden in erster Linie von Gefühlen geleitet. Mit Bildern weckt man besonders rasch intensive Gefühle. Das weiss die SVP schon lange … das ist nicht primitiv, sondern schlau.
Liza
Da Sie nun schon mal das Thema Medien angerissen haben, möchte ich hier etwas deponieren, was mir sehr grosse Sorgen macht. Die Manipulation der öffentlichen Meinung durch die Medien. Alles was wir an Informationen erhalten, kommt eigentlich nicht aus erster Hand. Jemand, z.B. eine Redaktion, hat schon entschieden, welche Infos wichtig sind und welche nicht. Und das macht diese Redaktion natürlich nach ihrem empfinden. Das heisst, was wir hören, lesen oder sehen, ist so wie es die Redaktion sieht und nicht unbedingt so wie es wirklich ist. Für eine Tagesschau werden aus vielen tausend Bildern einige wenige für die Öffentlichkeit ausgewählt.
Schon recht gefährlich ist die Manipulation bei Wahlen und Abstimmungen. Ein kleines, und wie ich zugebe nicht so bedeutendes aber sehr anschauliches Beispiel war der Final bei der Sendung Musicstar auf SF1. Da standen zwei Frauen im Final. Wie man heute weiss, brachten beide schon einiges an Erfahrungen mit. (Hatten früher einen Plattenvertrag und schon CDs herausgegeben) Der Einen warfen die Medien dies aufs heftigste vor, schimpften sie stehe den unerfahrenen vor dem Glück und forderten sie zum Aufgeben auf. Als Zuschauer hatte man schon fast Hemmungen ihr noch die Stimme zu geben, obwohl sie klar die stärkste war. Das die andere Finalistin eine absolut vergleichbare Vergangenheit hatte, erfuhr man erst nach dem Final. Diese Meinungsmanipulation verfehlte bekanntlich ihre Wirkung nicht….!!
Wie gesagt, nichts Weltbewegendes, aber die Macht der Medien macht mir Angst! Sie ist die aktuell sicher grösste Gefahr für unsere Demokratie. Pressefreiheit heisst bei uns: „Die Medien dürfen berichten was sie wollen, es muss nicht der Wahrheit entsprechen!!“ Was sagen Sie dazu Herr Leuenberger?
bitte schauen Sie sich den Eintrag von Globi an. Vorschläge wie dieser: http://www.trecers.net/downloads/summary_de.pdf
lassen mich ernsthaft daran zweifeln, dass die Studie vom Bundesamt für Energie (http://www.bfe.admin.ch/), gemäss welcher wir wohl an AKWs nicht mehr vorbeikommen, ALLE Möglichkeiten in Betracht gezogen hat, um Lösungen für die Energiezukunft hervorzubringen. In der genannten Studie werden Projekte, wie das Nordafrika-Solarthermieprojekt, einfach alle zusammengefasst unter "Importe".
Langsam aber sicher wird mir auch klar, wie und weshalb im entsprechenden Energiegremium argumentiert wurde. Der einzig gangbare Weg der Schweizerenergiekonzerne weiterhin in Atomstrom zu investieren ist jener, dass die Schweiz urplötzlich zur Energieselbstversorgerin werden soll (woher das dazu notwendige Uran kommt, wird natürlich verschwiegen). Denn sobald die Energiefrage global betrachtet wird, haben AKWs und Fossilkraftwerke auch kurzfristig finanziell keine Berechtigung mehr.
Die Axpo-Propagande fängt immer mehr an zu bröckeln. Weshalb werden uns (dem Volk) solche einseitigen Studien oder eben die darauf basierenden Entscheide vorgelegt? Ich erwarte von meiner Regierung, dass Sie alle, A L L E, Möglichkeiten der Energieversorgung in Betracht zieht. Und nicht nur jene, die gewissen Energiemogulen dient.
Bitte wehren Sie sich Herr Bundesrat. Fundierte Munition dazu finden Sie auch in diesem, Ihrem Blog zuhauf (siehe Beiträge von Globi und anderen).
Ich teile Ihre Meinung bezüglich der Macht, welche von den Medien auf das Volk ausgeübt wird.
Immer mehr, so scheint es mir, produziert das SF genau das, was es denkt, dass die Zuschauer am meisten wollen (besteht hier vielleicht eine Rückkopplung?). Quotenfernsehen nennt man das. Nun, ist das der Sinn des SF? Ist das SF darauf angewiesen, populär zu senden?
Mit Wehmut erinnere ich mich an Zeiten, in welchen z.B. die Sendung MTW (Menschen, Technik, Wissenschaft) enorm präzise und teilweise auch sehr unpopuläre (aber sehr wichtige!) Beiträge produziert hat. Wenn ich mir die sogenannten "Wissens-Sendungen" heute anschaue, dann machen die mir immer mehr den Eindruck von MTV (Music Television). In jedem zweiten Bericht gehts entweder um Sex, Kriminalität oder spektakuläre Rekorde (von was auch immer). Das zeigt mir ganz genau, dass das SF, einfach möglichst viele Zuschauer vor die Röhre holen will. Überlasst das doch den Privatsendern.
Objektive und fundierte Berichterstattung sind die Stickwörter, die mir heute beim SF fehlen. Hp Maurer hat dafür ein sehr treffendes Beipiel genannt.
auch ich sehe das so. Der Mensch lässt sich unter anderem von seinen Gefühlen leiten. Aber nicht nur. Wir habe auch durchaus die Fähigkeit zur Selbstreflektion, zum rationalen Denken, zur Vernunft. Die Frage ist, von was lassen wir uns dominieren.
Die Medien (und auch die Angstparteien) haben entdeckt, dass sie mit den Emotionen der Menschen ein äusserst effizientes und leicht zu manipulierendes Propagandavehikel in Händen halten. Ob wir (das Volk) uns dadurch lenken lassen, entscheiden wir hingegen alle selber.
Könnte man sagen, dass die emotionale Beeinflussbarkeit des Volkes durch die Politik ein Mass für die Reife des Volkes ist?
Zu dieser Vermutung komme ich, weil gut gebildete, informierte und durchmischte Völker sich viel schwieriger beeinflussen lassen. Sogleich sind verschiedenste Pressequellen, Akademiker und andere scharfsinninge Interessierte zur Stelle, um den Manipulationsversuche aufzudecken.
Kann es sein, dass genau deswegen die emotional argumentierdenen rechtsbürgerlichen Parteien (allen voran die SVP) für einen Bildungsabbau sind?
Meinungen hierzu?
Ja, Sie haben natürlich Recht! Der Mensch hat die Fähigkeit zu reflektieren, rational zu denken und vernünftig zu sein. Die Frage ist, wovon wir uns letztlich leiten lassen, ob von den Gefühlen oder der Ratio. Ich stelle fest, dass sehr viele Menschen – vielleicht sogar der grössere Teil der Bevölkerung – sich von Gefühlen leiten lässt. Beispiel: Nach der bekannten Aktion des Gewerkschaftsbundes war es möglich, auf Bluewin seine Meinung zu dieser zu äussern. Es war erschreckend, was es dort an emotionalen, völlig unsachlichen, unvernünftigen und unreflektierten Beiträgen hagelte…
Sie schneiden ein Thema an, das ich bewusst ausgelassen habe: die Frage der Bildung. Das heisst, Sie erkennen, dass gebildete, informierte Menschen sich nicht so leicht beeinflussen und manipulieren lassen. So sehe ich das auch. Ich schätze es in diesem Zusammenhang sehr, dass sie neben Pressequellen und Akademiker „andere scharfsinnige Interessierte“ erwähnen, welche sich gegen Manipulationsversuche wehren.
Sie fragen:“ Kann es sein, dass genau deswegen die emotional argumentierdenen rechtsbürgerlichen Parteien (allen voran die SVP) für einen Bildungsabbau sind? Ich glaube nicht, dass die bürgerlichen Parteien bewusst einen Bildungsabbau wollen. Sie setzen meines Erachtens einfach die Prioritäten anders als die so genannt Links-Grünen Parteien.
Liza
ich bin ganz mit Ihnen einig, dass neue Sendungen im TV zu Diskussionen anlass geben und die ist ja auch gut so. Nicht jede Person interessiert sich für das selbe und darum braucht es auch ein vielfältiges Programm.
Als sehr schade stufe ich allerdings das einkaufen von bestehenden Formaten aus dem deutschsprachigen Ausland ein. Die meisten dieser Sendungen sind dort seit längerem etabliert. Viel schöner und besser wären Sendungen , die auf die Schweiz abestimmt daher kommen.
Fast alle Konsumenten können heute alle deutschsprachigen Programme empfangen.
Mit freundlichen Grüssen Michèle
http://www.pbs.org/wgbh/amex/
was ist eigentlich der Grund dass das SF nicht mehr Dokumentarsendungen über geschichtliche Ereignisse, welche in der Schweiz stattgefunden haben produziert? In den USA haben sie eine Sendung die nennt sich 'American Experience'. Wieso haben wir nicht auch so etwas?
zum Beispiel:
Weshalb wollten die Eidgenossen eigentlich eigenständig sein und war das damals auch unumstritten?
Was für Kriege sind früher beispielsweise zwischen den Kantonen geführt worden, weshalb und mit welchen Konsequenzen?
Was für fremde Armeen haben die Schweiz aus welchen Gründen durchquert?
Wie ging das mit der Industrialisierung vor sich oder wieso hat sich die enorme Maschinenindustrie ausgerechnet in der Schweiz in der Nähe von Zürich entwickelt und weshalb verschwindet sie jetzt wieder? (Escher-Wyss, BBC und Sulzer)
Aus welchen Gründen ist die Gotthardbahn bereits vor über 100 Jahren gebaut worden?
Wie sind all die Wasserkraftwerke mit erneuerbarer Energie gebaut worden? Wie wurde das damals finanziert und wie wurden beispielsweise Umsiedelungen damals durchgesetzt?
Wie war das im Zweiten Weltkrieg. Wie konnte wir damals in so kurzer Zeit all die militärischen Einrichtungen erstellen?
Weshalb haben wir uns damals all diese enormen Projekte leisten und durchsetzen können? (Und wieso haben wir jetzt soviel Mühe mit einer erneuerbaren Energieversorgung obwohl die technischen Möglichkeiten vorhanden sind)?
Ich selber habe kein Problem mit dem SF, ich finde, es leistet einen tollen Service und hat ein Programm auf hohem Niveau. Vor allem SF2 finde ich toll, da sie die neusten Serien senden und Filme oft vor den anderen Sendern senden.
Auch SF1 har einiges zu bieten: Seien es die oft spannenden DOK-Filme oder die gute Information durch die Tagesschau! Ich kann die Aufregung in unserem Lande wegen einem TV-Sender nicht ganz verstehen, wo wir eigentlich viele wichtigere Probleme und Sorgen haben, sei dies z.B. unsere Umwelt!
Liebe Grüsse
Sehr geehrter Herr Bundesrat
Ebenso wie Globi wünsche auch ich mir mehr Reflektion in den Medien. "Aus der Vergangenheit lernen" nennt sich das. Leider muss ich feststellen, wie die Schweizer Medien immer mehr amerikanisiert werden. "Amerikanisiert" in diesem Sinne, dass das Vergangene immer weniger zählt und vergessen geht. "Schauht voraus - nicht zurück" lautet dann auch oft die Parole. Schön und gut. Jedoch heist es auch "Wer nicht auf die Geschichte hört, wiederholt sie."
Die Anregungen von Globi gehen exakt in diese Richtung. Weshalb wird nicht mehr über die bereits angewandten, vergangenen politischen Methoden, Massnahmen und Projekte berichtet. Neue Projekte lassen sich oft mit grosser Genauigkeit nach bereits Vollbrachtem bewerten. Dies ganz nach dem Motto: "Mach den selben Fehler nicht zweimal". Aber auch nach diesem Motto: "Das hat damals bereits funktioniert. Also weiter so."
Solche Überlegungen und vor allem die Persönliche Einbindung in eben solche würde uns heute eine sehr viel bescheidenere Einstellung bescheren. Ich denke hierbei an den Individualverkehr und den Mobilitätswahn. Ich denke an den Volksaufstand und die Politdiskussionen, die der Stromausfall bei der SBB vor ca. zwei Jahren zur Folge hatte, als alle Zugreisenden zwei bis vier Stunden warten mussten. Vor nicht einmal hundert Jahren hätte da kein Hahn danach gekräht. Weshalb heute? Sind wir verletzlicher gewoeden? Dünnhäutiger? Verwöhnter?
http://dailytalk.blueblog.ch
Sicherlich gibts bessere Sendung und schlechtere. Mir gefallen z.B. die Rundschau, der Club und Sternstunde Philosophie...weniger gefallen mir die Sendung 10v10 sowie diese Game-Shows.
Ein staatlicher Sender hat einen Auftrag zu erfüllen. Dafür erhält er auch Konzessionsgelder.
Wünschenswert wäre einfach, wenn das SF nicht nur eine Medienplattform für Linke wäre. Auf SF2 gibt es Ringier TV...und da muss man leider oft Frank A. Meyer sehen. Mir wäre eine Sendung mit NR Christoph Mörgeli als Moderator wesentlich lieber. Sicherlich brächte der auch höhere Einschaltquoten. ;-)) (Frank A. Meyer vertritt ja nur eine 30% Minderheit)
http://www.pbs.org/wgbh/nova/archive/in
PBS bzw. WGBH ist übrigens eine Amerikanische Fernseh Station und deren Durschnitts-Qualität ist zweifelsohne wesentlich höher als die Durchschnitts-Qualität des SF. Wer weiss, vielleicht sind wir verglichen mit den Amerikanern einfach zu dümmlich?
In den USA kennen sie zwar keine Gebühren, jedoch wird PBS teilweise finanziell von den Behörden unterstützt.
Ein wesentlicher Teil der Einnahmen erhalten sie durch 'Bettel-Sendungen', wo sie die Zuschauer bitten die Station freiwillig zu unterstützen und offensichtlich klappt das auch, obwohl sie keine Werbung senden und obwohl sie keine Teenies zeigen, welche irgendwelche Liedchen krächzen.
In den USA wird gibt es natürlich auch Sendungen wo man Leuten beim Singen, Hirschgenitalien oder Würmer verspeisen zusehen kann, aber diese Sendungen werden glücklicherweise ausschliesslich durch Werbegelder finanziert.
Es wäre schön wenn wir auch Sendungen hätten, welche uns erklären wer wir eigentlich sind und woher wir kommen. Möglicherweise würde das auch bei Integration von Ausländern helfen. Oder wie sollen sich Leute zur Integration motivieren können, wenn nicht mal die Schweizer ihr Land kennen und wie kann sich jemand überhaupt mit einem Land indentifizieren, wenn er oder sie deren Geschichte kaum kennt.
Früher sind ja Schlachten in der Schweiz geführt worden, das müsste doch mindestens so spannend sein, wie das Geseichte Zeugs das momentan am SF gezeigt wird.
Der obige Link ist übrigens ein Link zu NOVA, die haben auch sehr interessante Beiträge genauso wie 'American Expirience'.
Doch, ich finde das von Ihnen erwähnte Thema betreffend Medien und deren selektive Information „weltbewegend“. Die Medien, beziehungsweise die Menschen hinter den Medien, die entscheiden welche Informationen veröffentlicht werden, haben eine gewisse Macht. Diese besteht darin, durch Selektion der Informationen LeserInnen, HörerInnen und ZuschauerInnen zu beeinflussen. Die Redaktoren sind aber nicht ganz frei, einfach das zu veröffentlichen was sie wollen. Denn sie sind ja wiederum Arbeitgebern verpflichtet, die sich ihrerseits in irgendeiner Weise irgendwelchen Gruppen verpflichten oder mindestens bestimmte Interessensgruppen vertreten. Wer genau wen und wie beeinflusst, durchschaue ich nicht. Dass aber alle Wirtschaftszweige ihre Interessen mit Nachdruck zu vertreten wissen, ist klar erkennbar. Aktuelles Beispiel: Bundesbehörden und Energieproduzenten erklären uns via Zeitung, Radio etc. immer und immer wieder, dass innert bestimmter Zeit der Strom knapp wird und deshalb der Bau neuer Atomkraftwerke nötig wird (eine Option ist). Wenn man sich bemüht, andere als die offiziellen Informationsquellen zu konsultieren, merkt man, dass noch ganz andere Möglichkeiten der Energiegewinnung möglich sind … siehe Beiträge von globi. Eine Möglichkeit der Manipulation etwas entgegenzusetzen ist meines Erachtens die, sich möglichst breit zu informieren und danach wieder ganz auf sich selber zu hören und so zu entscheiden, dass es mit dem eigenen Wissen und Gewissen vereinbar ist.
Liza
Der Tatsache dass wir deutschschweizer mit unseren Gebürengeldern auch den welschen und den tessinern ein gescheites Fernseh-und Radioprogramm mitfinanzieren finde ich ein tolles Beispiel für die "idee suisse".
Wie in einem anderen Beitrag bereits erwähnt störe auch ich mich mehr und mehr an "falscher Mundart" die eigentlich gar keine mehr ist. Noch vor wenigen Jahren gabs so etwas nur bei den Privaten aber leider gibt man sich auch bei der SRG mitlerweile nicht mehr solche mühe wie auch schon. Ist wohl die natürliche Entwicklung die unsere Sprache (leider) jetzt durchmacht.
http://www.worldwatch.org/node/3874
Nochmals etwas was man am SF weder sieht noch hört: Was ist eigentlich der Grund weshalb China in den nächsten 15 Jahren über 200 Milliarden Franken in die erneuerbare Energie investieren kann und wir nicht?
Sind die Einwohner in der Schweiz verglichen mit den Chinesen so mausarm, dass sie sich sowas keinesfalls leisten können und dürfen?
Glauben Sie nicht auch, dass wir den Chinesen vieles verkaufen könnten, wenn wir selbst in eine erneuerbare Energieversorgung investieren und den Chinesen einen Schritt voraus wären?
Oder ist die Exportindustrie irrelevant für die Schweiz?
Oder finden Sie es besser wenn wir den Franzosen AKWs abkaufen und uns mit Billig-Strom mittelfristig ineffizient auf die faule Haut legen, bis wir vom Rest der Welt überholt werden bzw. bis die Rohstoffpreise derart in die Höhe schnellen, dass wir plötzlich völlig unvorbereitet gezwungen werden unsere Situation zu ändern?
Wussten Sie übrigens, dass Kapital für erneuerbare Energie mehrheitlich in der Schweiz investiert wird und Kapital für nicht-erneuerbare Rohstoffe natürlich nicht? Das heisst wenn wir so wenig tun wie jetzt, dann wird automatisch mehr Geld ins Ausland fliessen. Da Rohstoffe unglücklicherweise in Dollar und nicht in Franken gehandelt werden, glauben Sie dass das gut sein wird für die Schweiz?
Die Glarner Landsgemeinde hat die 16jährigen für politisch mündig erklärt. Das hätten sie garantiert nicht so gehandhabt, würde die Jugend "Baschi National" sehen;-) Denn das sieht ja wirklich niemand (der sehr junge Sender 3+ mit seinen eingekauften "CSI"-Folgen [und 30 Mitarbeitern] erreicht bald soviel Marktanteil wie SF2...).
Ich verstehe schon, dass es nicht ihre Aufgabe als Medienminister ist, einzelne Sendungen zu kritisieren. Dementsprechend kann man auch in ihren drei Reden nichts Konkretes herauslesen. Aber: Sie haben die Antwort auf die Misere mit den Quoten bereits gegeben: die neuen Sendungen sind "unterhaltender" geworden. Absolut nichts gegen Unterhaltung, ich schaue auch gerne Benissimo etc. Aber: eine Sendung, die dem Bereich Information unterstellt ist, hat meines Erachtens nicht die primäre Aufgabe, zu unterhalten. Das kann das SF der Abteilung Unterhaltung überlassen. Eine solche Sendung soll mich informieren. Und schlicht skandalös finde ich es, wenn die SF-Direktorin Deltenre öffentlich sagen darf, es brauche seine Zeit, bis sich das Zuschauerverhalten an neue Sendungen anpasse - sprich, bis wir mit niveaulosen Sendungen zufrieden sind oder wie?!
Ich bin auch völlig einverstanden mit ihnen, dass Sendungen auch mal anecken sollen. Nur: die neuen Sendungen ecken weder an noch kommen sie an. Und das ist das Problem. Hand aufs Herz: Interessiert sie die Weight-Watchers Übung von ein paar Eglisauern (schönes Städtchen übrigens)? Finden sie es nicht auch faszinierend, dass man in "Einstein" minutenlang diskutieren kann, warum auf dieser Strasse alles aufwärts rollt, bis man herausfindet, dass sie abschüssig ist? Haben sie gesteigertes Interesse an einem hochgepushten Ex Music-Star Teilnehmer, der sich gerne mal als dauerbekifften Sex-Guru sehen würde? Oder sind sie auch dermassen interessiert an den Beziehungsproblemen eines Abwarteehepaars, zur besten Sendezeit am Freitagabend? Eben.
Allerdings: beim SF arbeiten auch keine Deppen. Nach wie vor kann man im Grossen und Ganzen sehr zufrieden sein - ich denke an Sendungen wie 10vor10, Tagesschau, Rundschau, Reporter, DOK etc. Ich bin sicher, dass sich die Verantwortlichen beim SF auch irgendwann fragen, ob man "Einstein" nicht lieber wieder zurück in die Pfade von MTW lenken will.
Was die neuen Sendungen betrifft, besteht sicher grosser Handlungsbedarf. Wenn wir aber immer jammern über die zu hohen Gebühren, müssen wir auch bedenken: Kein anderes Land hat drei Sprachregionen zu bedienen. Und der Vergleich mit Deutschland hinkt: 7 Mio. Einwohner, die sechs vollwertige Programme zu finanzieren haben, gegenüber 80 Mio., die gerade mal etwa 10 Vollprogramme produzieren - und das nicht immer besser. Im Grossen und Ganzen können wir sehr zufrieden sein. Und, wie bereits gesagt: Aller Anfang ist schwer. Auch beim SF.
http://www.kuenschtli.ch
Als Betreiber eines kleinen Musiklabels und Verleger würde es mich schampar interessieren ob der Musik-Riese Universal bei Baschi National für die Werbung welcher durch die Sendung in der Prime Time entsteht etwas bezahlt oder nicht. Oder bezahlen wir alle das mit den Bilag-Beiträgen?
Ach ja und ich stimme ihnen voll und ganz zu. auch das fernsehen darf fehler und fehltritte machen. die print, radio und saber medien sind doch nur neidisch auf das fernsehen. weil jedes mal wenn die was neues bringen plapert die ganze nation mit...
grüsse und weiter so mit dem blog!
moritz
Im Vergleich zu anderen deutschsprachigen Fernsehsendern, ist das Schweizer Fernsehen meines Erachtens hervorragend, auch wenn die meisten Unterhaltungssendungen ziemlich brav und auf "Die Familie" ausgerichtet sind. Mir fehlen Spartensendungen für "Randgruppen" und "Minderheiten", für Schwule und Lsben (10% der Bevölkerung, für Menschen mit Behinderungen (10%), für AusländerInnen (20%), für RentnerInnen (20%), für Singles (50%), für Naturheilkunde (es ist störend, wenn Schulmediziner ohne Naturheilkunde-Ausbildung über Naturheilkunde berichten), etc. Das Schweizer Fernsehen hat einfach keinen Mut, solche Sendegefässe zu gestalten.
Vielleicht müste man das eher der Direktorin des Schweizer Fernsehens mitteilen, aber ich nehme mal an, dass sie hier ohnehin interessiert mitliest.
Herzliche Grüsse
FEW things
Gemäss SVP ein "Scheininvalider"
PS. Eine Bitte: Könnte man die Schriftgrösse in diesem Kommentarkasten nicht ein bis zwei Punkte grösser auszeichnen und den Kasten dementsprechend breiter gesrtalten?
Betreffend mikroskopischer Schriftgrösse und mikrigem Textkästchen im Blog zum hineinschreiben: den Text ganz normal auf ein Word Dokument schreiben, dieses kopieren (Ctrl+C), zum Textkästchen im Blog gehen, dort hineinklicken und mit Ctrl+V hineinkopieren.
Liza
In der NZZ am Sonntag vom 20. Mai wird Ihnen auf der Seite 19 an prominenter Stelle die Schuld für das Skyguide-Versagen in die Schuhe geschoben: "Versagt hat Verkehrsminister Leuenberger. Viel zu lange liess er die Flugsicherung, zu 99 Prozent in Bundesbesitz, an der langen Leine".
Mich würde interessieren, wie Sie das sehen - ganz ungefiltert, ohne dass man z.B. einige Sätze aus einem Interview mit Ihnen herausnimmt und sinnverfälschend neu zusammenjournalistisiert.
Freundliche Grüsse,
adeptus
http://www.sackgeld.info
Um die Beiträge besser lesen zu können kannst du bei Firefox halten und ++ im Zahlenblock eingeben, dann sollte die Schrift gross genug sein.
Beim Explorer auf Ansicht und Zoom gehen und nach Wunsch vergrössern.
Gruss
Carolus Magnus
www.sackgeld.info
:-)
Und dass manche Sendungen quasi die Funktion von Märchen einnehmen, bezweifle ich auch nicht unbedingt. Irgendwann wurde der Mensch halt wohl auch zu einem Geschichtenerzähler.
Dass für den unsäglichen, jämmerlichen Mist von Baschi, DJ BoBo & Co. sogar eigene Sendegefässe geschaffen werden, ist typisch für das peinlich tiefe und noch laufend weiter sinkende Niveau der Sparte Unterhaltung beim Schweizer Fernsehen. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich die Verantwortlichen für das Ressort geradezu mit «säuischer Mohrenwöhle» in der Niveaulosigkeit suhlen. Hält man sich an die Erkenntnis «an den Früchten sollt ihr sie erkennen», muss man sich fragen, aufgrund welcher Qualifikationen Frau Amgarten in ihre Position als Ressortleiterin Unterhaltung geschwemmt wurde. Ich mag darüber an dieser Stelle nicht laut spekulieren, aber die Gedanken zu diesem Thema – auch die aller bösartigsten – sind selbstverständlich frei.
Sie schreiben: "Fernsehen ist ein emotionales Medium und alle Sendungen wecken unsere Emotionen."
Ich muss Ihnen verraten dass ich von Ihnen mehr habe wenn Sie im Blog schreiben als wenn ich Sie im Fernsehen sehe. Fernsehen hat seine Interaktivität ja nur darin wenn es darum geht über das Sendegefäss zu bestimmen.
Seit einer Woche habe ich kein Fernsehen mehr geschaut, dies weil ich das Programm ja so nehmen muss wie es gerade kommt. Dafür sehe ich mir die Tagesschau auf dem Internet, zu jener Zeit wo ich will.
Unterhaltung suche ich kaum je auf dem Fernsehen, es wird ja auch stets immer Militaristischer und noch mehr Morde.
Das Fernsehen schafft sich sein Publikum selbst, würde Einstein länger gehen, dann würde ich vielleicht bei ansprechender Qualität mehr fernsehen schauen. So aber werden sich nur jene streiten die zwischen Revolverfilmen und seichter Familienunterhaltung entscheiden wollen.
Wenn ich mal zufällig einschalte, dann sehe ich oft Arte, zur Unterhaltung manchmal SF, ZDF. Emotional ist das aber für mich unbedeutend, denn ich lasse mir nicht meine Emotionen steuern. Fernsehen ist für mich wenn es der Unterhaltung dient eher ein Eischläferungsmittel denn ein ernst zu nehmender Emotionaler Faktor. Im Gegenteil es ist Emotionen verhindernd, irreführend und abtötend, gerade so wie Alkohol, Zigaretten wirken, sie machen schläfrig und betäuben sie Sinne, das Fernsehen füllt die Sinne mit Dingen auf dass wir für uns wichtige Dinge verdrängen.
Eine Sendung für alle jene die sich selbst mehr kennen lernen möchten? Auf dem Fernsehen eher Fehlanzeige.
http://www.cash.ch/cashtv/movie/
Zitat:
"Nichts gegen Unterhaltung. Wie Märchen werfen auch Soaps und Sitcoms Fragen auf, die unser Zusammenleben berühren: Liebe und Hass, Treue und Verrat, Feigheit und Mut etc. Und wie die Märchen können auch „Music Star“ oder „Deal or no Deal“ nicht nur Glücksgefühle auslösen, sondern auch zu Widerstand ermuntern. Die Zuschauer und Zuschauerinnen sind ja nicht Marionetten, sie haben eine eigene Meinung und verarbeiten die Sendungen kreativ und manchmal unberechenbar."
Kommentar:
Ich frage mich heute nach der Ausstrahlung von "Überlebensfrage Klima" um 11:00 wie ich diese Dokumentation in meinem Leben einordnen soll :-(
Da sitzen drei Menschen zusammen und werweisen wie die Welt vom Klima gerettet werden kann. Ich glaube ich habe die Message noch nicht richtig verarbeitet, da mir einige informationen zur persönlichen Meinungsbildung nach längerem Überlegen nicht oder vielleicht nur ein klein bisschen verraten wurden.
Dass das gesehene und gehörte als Unterhaltung eingestuft werden muss, ist für mich absolut klar, denn schliesslich erwarte ich von meiner Glotze, wenn ich sie schon mal anschalte Unterhaltung. Das Leben an sich ist für mich auch Unterhaltung mit all seinen Hochs und Tiefs und gibt mir auch immer wieder den Sinn des Seins zurück. Aber lassen wir einmal meine persönliche Phylosophie beiseite aber dennoch, das Fernsehen hat auf dieselbe auch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Ohne Zweifel!
Natürlich definiere ich im Nachhinein was das Gesehene für mich persönlich bedeutet und für andere auch bedeuten könnte. Ganz bestimmt kommt das heutige Thema nicht in den Topf der Märchen. Dazu ist das Klima viel zu real und gerade heute spüre ich es wieder einmal ganz feucht und mein sonntäglichr Segeltörn viel deshalb buchstäblich ins Wasser :-(
Dafür hab ich jetzt Zeit um ihnen dies zu schreiben :-)
Also es ist definitiv kein Märchen! Ich weiss nun nicht, soll ich das gesehene in den Soap- oder Sitcomtopf ablegen ? Die Sendung war sehr Emotional und es war vieles dabei, was dafür spricht es in den Soaptopf zu klassieren. Wie Sie aufzählen;
Liebe:- zur Erde und Luft und Wasser und natürlich auch zum Mensch. Aber man spürte auch Hass:- zu den Ignoranten des Klimas und sehr, sehr stark zu Exxon, deren deklaration vom WEF, dass der CO2 -Ausstoss bis zum Jahr 2030 ansteigen wird ! So what!!! Skandalösere Aussagen gibt es zur Zeit nicht. Aber weshalb dem so ist weiss ich jetzt, trotzdem es gesagt wurde nicht, denn es war kein Vertreter von Exxon in der Runde um diese Aussage zu Erläutern.
Also ist es doch ein Märchen, wenn die Logik nicht verstanden wird ? Weshalb ist man so verärgert über Exxon wenn sie doch nur ihre Arbeit tun und wir alle davon auf irgend eine Art profitieren ? War die Ausstrahlung vielleicht eine Soap im Sinn "Deal or no Deal" zum Zweck der Stimmulierung der Glücksgefühle und dass jetzt endlich Widerstand auf dass die Zuschauern nicht zu Marionetten verkommen ?
Welche Wohltat etwas später beim Zappen auf den anderen Kanal mit einer Dokumentation über einen gewissen Herrn Sefan Frey aus/zu Madagaskar der Ihrem Departement auch bekannt ist wie er sagt. Den kann ich mit gutem Gewissen in den "Music Star" Topf ablegen, denn der tönt wirklich wie ein "Rapper" im eigentlichen Sinn und in den schönsten Tönen. Ausgleichende Gerechtigkeit oder subtiles Kalkül der Medienschaffenden für ein reines Gewissen, sollte das Klima in Zukunft doch nicht Schlappmachen ? Eigentlich sollte die zweite Sendung mit dem anderen Thema zur kritischen Meinungsbildung vorher ausgestrahlt werden aber man sollte beide Sendungen anschauen -müssen- ! Dies natürlich zur Vorbeugung eines Seins als Marionette vor unserem Bildschirm ;-)
Herr Leuenberger ich wünsche Ihnen eine angenehme Woche und bleibe als Leser treu
Blogger ;-)
"Bundesrat Leuenberger muss sich überlegen, ob er es verantworten will, dass 40 Leute auf der Strasse stehen" Quelle: persoenlich.com Ich muss schon sagen: Es ist einfach nicht normal was da momentan abgeht. Schweizer TV Sender werden behandelt wie der letzte Dreck und deutsche Sender dürfen machen was Sie wollen... Sie haben in einer Session gesagt "Die Schweiz lebt von seiner Kultur wie Schwingerfeste etc..." Doch die Inland TV-Sender welche auch zur Kultur beitragen werden immer benachteiligt und dies nicht erst seit heute! Ich hoffe das Sie etwas unternehmen können. Denn 40 Personen auf der Strasse sind 40 zuviel. Ich hoffe Sie können dann noch gut schlafen. Denn die TV-Landschaft Schweiz gleicht einer Sandwüste und Sie haben ein Teil dazugetragen. Es währe Schade wenn Sie nichts machen denn dann hätte ich das Vertrauen in eine Gerrechte-Politik verloren...
Oder ist jemand noch immer am Kämpfen?
:-)
Es ist schade das schweizer Sender benachteiligt werden --> Schweizer Fenster von RTL darf Alkohol Wrbung machen <-- nur ein Beispiel. Ausserdem Fall U1 TV macht mich traurig. Es gibt Länder welche dies klar geregelt haben. (Deutschland: 1. Deutsche Öff.Rechtliche 2. Deutsche Privat 3. Deutsche Lokal 4. Umgehende Länder EU Deutschsprachig etc...) Es macht mich einerseits traurig und anderseits verstehe ich es nicht... Schön dass das RTV neu bearbeitet wurde. Dies jedoch weisst viele Lücken auf. Ich habe U1 TV nicht gemocht aber vergleichen wir es einmal anders: Wenn ich die Stadt Zürich hassen würde, würde diese wenn ich Bundesrat währe auch nicht mehr zur Schweiz gehören? Jeder Sender ist ein Stück Schweiz ob Schrott oder nicht... Liebe Grüsse Jonathan
Ich weiss ich bin nur eine Person (wahrscheinlich nicht wichtig) aber ich habe schonmal in diesen Blog geschrieben (leider ohne Antwort).
Ich mag Ihre Poltik. Trotz aber ist Ihr entscheid über U1 Falsch. Montag sind ein paar Leute Arbeitslos (Laut tagesanzeiger) Schade.
Gratulation. Ein weiterer Sender endet wie TV3.
wenn wir schon mal bei der Qualität des Fernsehens sind, muss auch mal darauf hingewiesen werden wie wir von Kabelanbieter (Cabelcom z.B.) gezwungen werden diese miserablen Set Top Boxen zu verwenden obwohl mein TV bereits DVB-C ready ist. Die Set Top Boxen der Cablecom weisen einen Stromverbrauch auf von 20W und das im Standby! mein Fernseher hat 0.3W !! wenn man das auf alle Bürger hochrechnet kommen wir auf einen horrenden Stromverbrauch der wirklich nicht nötig ist. Die Set Top Boxen sind so von der Bedienungsfreundlichkeit so schlecht, dass sich nicht mal die Senderreihenfolge verändern lassen lässt. Dies konnte mein Fernseher vor 15 Jahren schon. So sind wir gezwungen auf Sendeplatz 1 den Promokanal der Cablecom zu schauen und nicht wie sonst üblich SF1! Diese Set Top boxen der Cablecom könnte man so in der freien Marktwirtschaft gar nicht verkaufen, da sie schlicht und einfach zu schlecht sind in allen Belangen (ökologisch wie technisch).
Wenn wir eine freie Boxenwahl hätten könnten wir uns auch eine Set Top Box kaufen die während 1 1/2 Jahren amortisiert ist und auch technisch auf der höhe ist. Der ist Zustand ist aber zur Zeit leider noch so, dass wir eine technisch schlechte Set Top Box mieten müssen die nie Amortisiert ist!
Ich finde es bedenklich wie ihre Argumentation zur Motion Sammaruga ausgefallen ist! Man erkennt schon von weitem ,dass sie schon reichlich in den Genuss der Lobbyarbeit von Swisscable gekommen sind.
Aus ihrem Bergündung kann man auch klar erkennen, dass sie von der Materie keine Ahnung haben. Warum ziehen sie sich nicht einen unabhängigen Berater zur Seite, der sie in diesen Sachen richtig informiert!
Wer Motion selber einsieht http://www.parlament.ch/D/Suche/Seit...ch_id=20073484 und die Antworten des Bundesrates weiter unten liest, wird erschrecken in welchem Mass der Bundesrat einseitig der Argumentation/den Ausreden der Cablecom folgt... Vertritt der Bundesrat eigentlich nur noch die Cablecom-Lobby, oder war einfach kein Wille da um einen unabhängigen technischen Berater zu finden???? :-( Wie war das noch mit 'Volksvertreter'??
2. Grundverschlüsselung: Zitat BR "Es gibt legitime Interessen für eine Grundverschlüsselung: Sie ermöglicht es zunächst den Kabelnetzbetreibern, das Problem der Schwarzhörerinnen und Schwarzseher wirksamer zu bekämpfen als mit den bisher üblichen und faktisch leicht umgehbaren Plombierungssystemen".
Aha, gegen den Kunden gerichtet, da Ausschliessung von Schwarzsehern höher gewichtet wird als Wahlfreiheit von Receivern und Energieverbrauch. Thema: Verhältnismässigkeit...
Zitat BR: "Als denkbare Massnahme gegen die Bindung an eine bestimmte Set-Top-Box könnten Kabelnetzbetreiber verpflichtet werden, Entschlüsselungsmodule abzugeben, welche in marktübliche Set-Top-Boxen gesteckt werden könnten. Solche Boxen müssten aber eine entsprechende Schnittstelle aufweisen und würden - zusammen mit dem Modul - wesentlich teurer als z. B. die 150 Franken für die Box der Cablecom, welche schon ein Entschlüsselungssystem enthält."
Stimmt nur bedingt, ein Technisat MF4-K-Receiver z.B. hat ein CI-Modul-Einschub und kostet ca. CHF 185, also nicht wesentlich mehr. Und den Aufpreis zahle ich gerne für die Wahlfreiheit. :-D
Zitat BR: "Angesichts dieser Sachlage hat der Bundesrat auf entsprechende Massnahmen verzichtet. Ausschlaggebend dafür war darüber hinaus die nachstehend dargelegte Überzeugung, dass selbst bei einem Verbot der Grundverschlüsselung oder bei Abgabe von Entschlüsselungsmodulen eine echte Wahlfreiheit noch nicht verwirklicht werden könnte."
Hä, wie bitte??? Völlig lachhaft...
Zitat BR:"Die Betriebssysteme sind heute nicht standardisiert und sehen je nach Set-Top-Box ganz unterschiedlich aus. Kaufen die Konsumenten und Konsumentinnen eine beliebige Set-Top-Box auf dem freien Markt (sogenannte Zapping-Box), funktionieren diese Zusatzdienste nicht mehr, da die entsprechende Softwarebasis fehlt."
Dann lasst doch den Leuten die Wahl ob sie die Zusatzdienste, und damit die Cablecombox, wollen. Ich persönlich gehe lieber in die Videothek, kostet etwa das gleiche wie bei Cablecom und ich bin zeitlich nicht festgelegt.
Zitat BR: "Dies hätte einerseits Komforteinbussen für die Konsumentinnen und Konsumenten zur Folge (z. B. weil der Festplattenvideorecorder nicht mehr automatisch programmiert werden kann)."
Glatt gelogen. Doch, jeder Receiver mit interner HardDisk kann das, und dies erst noch besser als der minderwertige UPC-Receiver von Cablecom.
Zitat BR: "Kabelnetzbetreiber dem Publikum die verbreitungspflichtigen Zusatzdienste nicht mehr zuführen."
Wow, gibt es ein Grundrecht für die Zusatzdienste der Cablecom?? Dann also lieber alle Kunden in der Wahlfreiheit einschränken.... :-(
Zitat BR: "Mit einem Verbot der Grundverschlüsselung allein lässt sich also keine wirkliche Wahlfreiheit der Konsumenten und Konsumentinnen realisieren. Zusätzlich müssten technische Standards für das Betriebssystem definiert werden. Dazu ist es aber heute zu früh, denn international hat sich noch kein Standard durchgesetzt."
DVB-C heisst der Standard. Ist ja miesere Propaganda als zu Sowjetzeiten...
Zitat BR: "Eine Insellösung Schweiz hätte zunächst zur Folge, dass die Produktionskosten für nur in der Schweiz verkaufbare Set-Top-Boxen viel zu hoch wären und sich damit für die Konsumentinnen und Konsumenten nachteilig auswirken "
Ach ne, der Standard DVB-C ist in der Schweiz also was anderes als im Ausland?? Aber: Wenn die Cablecom gar keine Receiver austeilen würde würde es gar nichts kosten. Zudem haben neue Fernseher immer öfter schon einen eingebauten DVB-C-Receiver. Und ich entscheide lieber selber was 'nachteilig' für mich wäre, brauche da keinen bundesrätlichen Vormund.
Zitat. "Die Cablecom als Teil der grössten europäischen Kabelnetzbetreiberin setzt z. B. die gleichen Set-Top-Boxen ein wie ihre Muttergesellschaft in ganz Europa. Mit einer voreiligen Regulierung wäre ferner das Risiko verbunden, dass der gewählte Standard rasch durch die technologische Innovation überholt würde und den Konsumentinnen und Konsumenten sowie den Kabelnetzbetreibern die entsprechenden Entwicklungen verschlossen blieben."
Also, der derzeitige technologische Stand ist DVB-C, bei HDTV DVB-C2. So schnell kommt da nichts mehr neues. Obiges Argument hat einen Pseudo-Beigeschmack.
Nur ein paar Beispiele....
Im Kassensturz Forum haben sich bereits über 800 Personen gemeldet, die dieses vorgehen der Kabelanbieter überhaupt nicht billigen und eine kundenfreundliche Lösung fordern!
Ich bitte sie Herr Bundesrat lassen sie sich richtig beraten von unabhängigen Beratern!
mit freundlichen Grüssen
der Durchschnittsbürger
Ich kann ab Ihrer Logik nur den Kopf schütteln.
Haben Sie sich auch wirklich überlegt, was Sie da verlangen ?
Gebühren gehören dahin, wo sie anfallen.
Wer fernsieht, soll Fernsehen bezahlen, wer nicht, eben nicht.
Wer Internet sieht, soll Internet bezahlen.
Und das tun wir bereits.
Wer Radio hört, soll Radio bezahlen.
Wenn es dem Fernsehen schlecht geht, so liegt das wohl am Fernsehen. Ich schau mir das Zeugs jedenfalls nicht an, und habe meinen Fernseher bereits vor über 15 Jahren weggeworfen.
Sie können wohl schwerlich verlangen, dass ich dann trotzdem Gebühren zahlen soll - Wofür ?
Hinzu kommt, dass bei mir die Swisscom nicht einmal technisch in der Lage ist, ein Internetfernsehen anzubieten.
Mir ist's recht - es interessiert mich sowieso nicht.
Eine Bessere Lösung wäre wohl, jeden Fernseher mit einer Anmeldefunktion auszustatten, die eine Benutzung bei der zuständigen Stelle gleich registriert und erst nach Bestätigung das Programm freischaltet. Das wäre gerecht, wenn man denn wirklich den Aufwand betreiben will, um alle Fernseh-Seher zu registrieren. Technisch ist es machbar.
Prinzipiell wäre ich sogar für die Abschaffung des Fernsehens. Eine staatliche Funktion kann ich darin sowieso nicht sehen.
Ich hoffe, Sie nehmen meine Kritik ernst, als konstruktive andere Meinung.
Mit freundlichen Grüssen
Daniel Schöni