In eigener Sache (Bemerkungen zum Blog)
[Version française Quelques considérations sur le blog]

Der Blog ist nichts anderes als das Sääli im Leuen (Quelle: Flickr/digital_cat)
Liebe Bloggerinnen und Blogger,
Da Ihr von wissenschaftlichen Studien über unseren Blog auch ein wenig betroffen seid, will ich niemandem vorenthalten, wie ich mich kürzlich zu unserem Verhältnis äusserte und schalte daher einen Link auf das Interview, das die Forschungsstelle für Informationsrecht der Universität St. Gallen mit mir durchführte. Da das Schema dieses Interviews nicht alle meine Gedanken abdeckt und da einige Antworten wohl auch etwas erklärungsbedürftig sind, erlaube ich mir noch einige Ergänzungen:
Aber guten Gewissens kann ich dennoch sagen:
Bis bald
Moritz Leuenberger

Der Blog ist nichts anderes als das Sääli im Leuen (Quelle: Flickr/digital_cat)
Liebe Bloggerinnen und Blogger,
Da Ihr von wissenschaftlichen Studien über unseren Blog auch ein wenig betroffen seid, will ich niemandem vorenthalten, wie ich mich kürzlich zu unserem Verhältnis äusserte und schalte daher einen Link auf das Interview, das die Forschungsstelle für Informationsrecht der Universität St. Gallen mit mir durchführte. Da das Schema dieses Interviews nicht alle meine Gedanken abdeckt und da einige Antworten wohl auch etwas erklärungsbedürftig sind, erlaube ich mir noch einige Ergänzungen:
- Ich antworte, die Zahl der Besucher sei stets angewachsen. Konkret sieht das bis jetzt so aus
-
- durchschnittlich 2780 Besucherinnen und Besucher pro Tag
- wobei diese Besuche von Oktober 2007 bis Juni 2008 stets anstiegen (in den Sommerfeien werden sie dagegen wohl wieder zurückgehen, denn auch ein Blog kennt das Sommerloch)
- 70 Beiträge
- 5230 Kommentare
- Über eine Million Besucher seit Juli 2007.
- Ich brauche in den Antworten den Vergleich mit einer öffentlichen politischen Veranstaltung in einem Sääli. Ich möchte betonen, dass ich das nur als Grundsatzvergleich sehe, weil ich nämlich überzeugt bin, dass sich die Kommunikationsformen zwischen den Menschen nicht grundsätzlich ändern, sondern sich nur mit technologischen Neuerungen einerseits beschleunigen (die Zeit zwischen Mitteilung und Empfang hat sich auf Null reduziert) und andererseits potenzieren (die Zahl der möglichen Empfänger ist durch Satelliten und Internet nicht mehr geographisch beschränkt). Diese Umstände verändern natürlich die Kommunikationsteilnehmer, und deswegen sind Beiträge und Kommentare in einem Blog inhaltlich nicht einfach dasselbe wie Voten in einer öffentlichen politischen Versammlung. So wie die Besucher im Sääli, in dem eine Abstimmungsvorlage diskutiert wird, sich vorher im Bundesbüchlein oder in persönlichen Gesprächen vorbereiten, so hat sich eine Kommentatorin oder ein Kommentator über eine lange Zeit in anderen Blogs und im Internet informiert und sie geben Teile dieses Wissens preis. Es ist dieses Wissen, dass ich in den Kommentaren meines Blogs dann wieder finde, was ich immer wieder als eine persönliche Bereicherung lobe.
- In diesem Sinne bin ich natürlich nicht ein typischer „Blogger“, weil ich nur selten andere Blogs besuche. Ich beschränke mich im Wesentlichen auf meinen eigenen Blog. (Würde ich das nicht, wären all die Fragen nach der Zeit, die ich dafür aufwende, noch bohrender).
- Zu einer öffentlichen Veranstaltung im Sääli kann jedermann kommen. Gelegentlich tauchen dort Gruppen auf, die eine eigene Meinung, die mit dem angekündigten Thema vielleicht nicht oder nur am Rande zu tun hat, loswerden wollen. Das empfinde ich in unserem Blog ähnlich. Es haben sich bei uns immer dann andere Besucher mit einem anderen Stil von Kommentaren gemeldet, wenn ein Beitrag von mir in einem anderen Medium kommentiert und zu diesem Zwecke „zugespitzt“, um nicht zu sagen manipuliert wurde. Das war besonders deutlich beim Beitrag über die mir bezahlte Parkbusse und bei demjenigen über die Hollandfans. Diesen letzten Beitrag verstand ich als eine liebevolle Beobachtung der mir sehr sympathischen Niederländer, die zwar etwas gar laut waren. Aber sooo unglaublich hat mich das auch nicht gestört und ich glaube, ich habe das auch gar nicht geschrieben. Es folgten dann aber Zeitungsartikel mit der der Blogadresse in „20 Minuten“ unter dem Titel „Euromuffel Leuenberger“ und Blick gab ohne jede Grundlage noch eines drauf: „Leuenberger findet Holländer blöd“. So meldeten sich dann ganz andere Teilnehmer, die sonst nicht bei uns sind, und der Stil veränderte sich ja derart, dass einige von den regelmässigen Besuchern sich enttäuscht abwenden wollten. Wie ich jetzt aber erleichtert feststellen konnte, sind sie dennoch treu geblieben und ich freue mich darob.
- Die Besucher meines Blogs und insbesondere die Aktiven, welche Kommentare schreiben, bilden dennoch nicht eine geschlossene Gemeinde. Ich sehe sehr wohl, dass sich andere zu Wort melden, wenn ich mich zu kulturellen Erlebnissen äussere als bei politischen im engeren Sinne. Bei kulturellen Ereignissen sind es dann durchschnittlich auch auffällig weniger Besucher als insbesondere bei umwelt- oder energiepolitischen Themen. Dort diskutieren die Besucher dann auch wirklich sehr engagiert untereinander.
Aber guten Gewissens kann ich dennoch sagen:
Bis bald
Moritz Leuenberger



77 Kommentare
über den Erfolg Ihres Blogs freue ich mich sehr. Kommunikation ist das alpha und omgea der Politik. Wer sich nicht daran hält, kann nach Irland gehen, um zu sehen, zu was es führt: ABLEHNUNG.
Und das ist gut so. Denn die Politiker sind NIE Selbstzweck - auch wenn viele von ihnen das so sehen. Wenn Politiker keine Lösungen, keine Einigungen und keine Resultate mehr liefern, dann weg mit Ihnen! Es gibt noch viele andere, die auf Ihre Chance warten. Und so ist die Vierjahres-Legislatur eine tolle Sache - die Politiker müssen sich andauernd bewähren!
Aber mal zurück zu den wirklichen Problemen: Gestern Abend Deutsche Rundschau: "ohje ohje, der Benzinpreis ist hoch! Ohje ohje, ich wohne auf dem Land und kann mir das Benzin nicht mehr leisten!"
1. In Deutschland, wie auch in der Schweiz gibt es eine Niederlassungsfreiheit. D.h. niemand schreibt mir vor, dass ich auf Land leben MUSS. Wenn ich auf dem Land lebe, dann, weil ich es so will.
2. Seit über 30 Jahren, schreien die Grünen mit aller vorhandenen Lautstärke, dass wir vom Erdöl wegkommen sollen, dass wir sparsamere Autos bauen sollen. Nun - wir wollten nicht zuhören. Und jetzt kommt der Schlag halt aus einer anderen Richtung. Der Ölnachfrage der Schwellenländer. Ich habe kein Mitleid mit uns, noch mit den Autofahrern.
Die einzigen, die mir ein klein bisschen Leid tun, sind die freischaffenden Lastwagenfahrer, die den Diesel nicht mehr bezahlen können. Aber auch sie sind nicht unschuldig, denn auch SIE haben SVP gewählt. Auch SIE haben sich von den Bürgerlichen einreden lassen, dass Ausländerprobleme wichtiger sind als das Wegkommen vom Erdöl. Auch SIE stimmen für weniger Steuern und damit weniger Forschungsprojekte auf alternativen Energien und weniger öffentliche Verkehrsmittel.
Leute, jetzt kommt zum ersten mal der richtig grosse Hammer dafür, dass wir 30 Jahre lang ignoriert, belächelt und verpönt haben, was heute Realität ist.
Und was lernen wir daraus?! Genau! Atomkraftwerke bauen. Nochmal den gleichen Fehler machen. Nochmal auf eine sehr begrenzte Energiequelle setzen. Nochmal uns von den Bürgerlichen Kernkraftwerks-Vorständen im National- und Ständerat einwickeln lassen. Nochmals auf ausländische Technologie und inländische Entsorgung setzen.
Hr. Spuhler von der SVP hat den Ausbau des öffentlichen Schienverkehrs ja nun endlich auch als Vorteil erkannt. Er ist nämlich Chef des St- Gallischen Eisenbahnherstellers Stadler-Fahrzeuge AG. Und siehe da, oh Wunder, plötzlich fliessen die Steuergelder, die die SVP so bitter nicht bezahlen will, in die Schweizer Volkswirtschaft zurück. Wer hätte das gedacht?
Entschuldigen Sie meinen Zynismus, aber es muss einfach gesagt werden - die Bürgerlichen betreiben nicht Politik im Interesse des Landes, sondern nur in ihrem eigenen Interesse. Das nennt man dann SELBST-verantwortung. Nur noch für sich selbst verantwortlich sein.
MfG
TU
http://www.bloggerin.com
Ich find deine Idee des Bloggens nicht schlecht, und die Themen, die du Wählst, kannst du sicherlich gut "beschreiben". Aber, ich find halt, das du, wenn du dich blogger nennen möchtest, dich wenigstens an zwei Blog-Regeln halten solltest:
A) Gehe auf Kommentare und Krittik ein
B) Schreib ab und an auf anderen Blog einen Kommentar, und lese andere Blogs, wenigstens ab und an!
Ich denke, es gibt durchaus gute Blogs, wie zb. Schweizweit.ch (der dich als Verkehrsminister durchaus interessieren sollte), und natürlich einige Politikblogs.
jaja, ich hab auch einen, aber das ist dir bestimmt schon aufgefallen, zumal ich dir letzes Jahr ein Bild geschenkt habe, welches du bis heute nicht entgegen genommen hast. Vllt. gefällt dir ja meine Kunst nicht?
Ob es gerade ein "Leuen" ist, weiss ich (in Erinnerung an Beizenbesuche mit meinen Eltern und Geschwistern an Samstagabenden auf der Fahrt ins Familienwochenende) nicht so recht. Manchmal ist es auch ein "Odeon" oder "Select" und etwas vom Hirschenplatz an der Züri-Fasnacht hat es (mit all den Masken) auch.
Links und nett hat doch auch etwas für sich, nicht nur rechts und bös.
http://www.abasede.ch
J’écoutais votre intervention dans Forums de la première et je tenais à vous rassurer : je travaille depuis 15 ans (jour pour jour aujourd’hui) à Züüüri et mon ironie est, elle aussi, très mal perçue.
http://infomagazin-nachlese.blogspot.co
Nun, als Bundesrat mit der Medienaufmerksamkeit insgesamt keine Kunst. Der Erfolg sei vergönnt und hoffe das sie weiter "in" bleiben. Vor allem dann, wenn Sie sich mit ihren Beiträgen mehr in die Niedeurngen der Blogsphäre bewegen, dort wo die kleinen Leute von der Strasse für den fairen Alltag schreiben und versuchen zu lobbieren, weil ihnen die Politik die Lobbyarbeit verweigert. Hier wirkt sich jede Veränderung der Politik auf die Leute im Börserl extrem aus. Mich würde mal aus den Tasten eines Bundesrat ineressieren, wie er sich den Bau von mehr öffentliche Wohnungen vorstellt, die auch für einkommensschwache einen leistbare Zuflucht bilden. Warum wird die Wohnbauförderung nicht direkt an die bedürftigen Mieter ausbezahlt, als an die Immobilienspekulanten ? Wie sieht es mit der weiteren Revision der IV aus. Wievielen Schweizern wird weiterhin einen zustehende IV-Rente verwehrt, weil sie sich nicht mit allem so kuschelweich zeigten und man sie solcherart nach 40 Jahren Arbeitswelt für die offenbar bessere Statistik büssen lässt. Ja und dann wäre noch das Gesundheitswesen mit seiner Zweiklassenmedizin, wo der einfache, konservative Bürger immer mehr selbst für unverschuldete Krankheiten zur Kasse gebeten werden. Das wären Themen die ich gerne in unseren Blog Infomagazin aus Ihrer Feder lesen würde und darauf verlinken. Nicht die hochbezahlten Sportler verdienen Anerkennung, sondern jene die nach einem arbeitsreichen Leben ausgemustert werden. Wie sehen sie Fairplay im Alltag ? Wann wird es Bundesombudsmänner/frauen nach östereichischem Muster geben ? Mit diesen Fragen möchte ich Ihnen einen schönen , erholsamen Urlaub wünschen, der uns leider nicht vergönnt ist. Vielleicht erfahren wir dann später mal die ein oder andere Antwort - ausgemacht ?
Wir bauen auf Sie !
P. Duschek
Einziger Schweizer Endteilnehmer beim BOB Blog Awards 2006 (3.Platz Deutsch).
Die Kernkraft zu bekämpfen ist ebenfalls falsch. Abgesehen von den Brennstäben ist die Kernkraft rein, Null CO2 Ausstoss.
Unsere Kernkraftwerke werden alt und müssen ersetzt werden. Werden sie nicht ersetzt bekommen wir ein Versorgungsproblem. Da die Fotovoltaik noch nicht genügend ausgereift ist, macht ein KKW Sinn. Ein Kohle- oder Gaskraftwerk ist zu dreckig als dass es einem KKW gerecht werden könnte - doch das stünde als Alternative.
Die Grünen erwähnen in diesem Zusammenhang auch gerne das unerbittliche Stromsparen.Ich persönlich sehe den Nutzen im Qualitätseinbüssen allerdings nicht. Und mit weniger Energie werden wir - trotz erhöhter Effizienz - Einbussen nicht umgehen können: Die Bevölkerungszahl steigt, die technischen Möglichkeiten nehmen zu und wir wollen mehr Zeit zum Geniessen (was wir uns auch verdienen!). Fleisch zu verweigern liesse Energie sparen, sogar einen beträchtlichen Beitrag! Ich bin aber nicht bereit aufs Barbecue zu verzichten, nur weil die alten KKWs nicht ersetzt werden sollen!
Die (neuen) Kernkraftwerke sollen schliesslich keine Endlösung darstellen! Doch sollen sie einen Übergang bieten damit unsere Kinder die neue Technologie erfolgreich einsetzen können. Sind die "alternativen" Energien bereits zu unserer Zeit noch einsetzbar, so dürfen auch wir darauf zurückgreifen. Die Forschung benötigt jedoch Zeit. Und während dieser Zeit brauchen die Forscher Strom - zwei Aspekte, die sich je länger je mehr konkurrenzieren.
BTW @ Leuenberger:
Ich vernehme immer wieder, wenn ich Strom aus der Steckdose beziehe, verursache ich eine so und so hohe CO2-Emission. So weit ich aber weiss, besteht unser Schweizer Strom zu 50% aus Wasser- und zu 40% aus Kernkraft. Die restlichen 10% sind auf alternative Energien zurückzuführen. Welche Schweizer Kraftwerke produzieren CO2? (Den CO2-Ausstoss infolge Abfallverbrennung lasse ich nicht gelten. Ob wir diese Verbrennungsanlagen nun noch als Kraftwerk nutzen oder nicht, ändert nichts an der Tatsache dass das Material verbrennt wird.)
Oder kommt das Kohlendioxid durch den Stromimport aus Deutschland in unser Netz? Ein Import der durch linke Bestrebungen zukünftig zwangsläufig erhöht wird...?
Und nun noch ein wenig on-Topic ;)
Gratulation zu den erfreulichen Zahlen! Als ich im Blick "ihre" Meinung bez. Holländer las ("Findet Holländer doof, wegen Lärm und so") und darunter den kleingedruckten Verweis auf ihren Blogg sah musste ich enttäuscht den Kopf schütteln. Offenbar wird Ihre Volksnähe noch immer nicht geschätzt...
Naja, wie auch immer... Es gibt eine Person, bei der finde ich es weder lächerlich noch Zeitverschwendung, einen Blog zu schreiben. Nicht nur sind die Texte für mich zur wöchentlichen Pflichtlektüre geworden, sie beleuchten Dinge oft von einer ganz anderen Seite, als man es von einem "Bürogummi us Züri" erwarten würde. Doch ich muss gestehen: Erst die Tatsache, dass der Autor Bundesrat ist, macht die Sache erst so wirklich prickelnd und lässt für mich ein kleines Fünkchen Hoffnung übrig, dass wenigstens ein Blogger der Welt nicht nur zeigen will, wie wichtig er für sie ist, sondern der es tatsächlich auch sein kann!
Ihren Ansprachen in dieser Inter aktiven Räumlichkeit wohne ich immer wieder gerne bei, lieber Herr Leuenberger. Zurück kommen vielfache Rückmeldungen, heutzutags Feedbacks genannt.
Anbei meins.
Ein bisschen wie die guten alten Leserbriefe. Diese fand ich kürzlich auf der ersten Seite vor, als ich ein Amerikanisches Wochenmagazin las. Dieser hervorgehobene Platz für Leserbriefe scheint bei manchen Magazinen immer noch Gang und Gäbe zu sein, wobei Leserbriefschreiber selten untereinander diskutieren.
Ihr Blog wird von der St.Galler Uni ja ganz schön auseinandergenommen und in seine Einzelteile zerlegt.
Mit freundlichem Gruss
http://atomenergie.googlepages.com
was Du uns da erzählst, ist leider faktenresistenter Hafenkäse:
http://atomenergie.googlepages.com
Beznau I, II und Mühleberg liefern zusammen etwa 1085 MW und lediglich 14% des Schweizer Strombedarfs. Ein einziges neues AKW hat aber mit 1600 MW weit mehr Leistung als die 3 Alten zusammen. Das heisst: Ein neues AKW ist nur eine Option, wenn wir konsequent auf Effizienz und erneuerbare Energie verzichten. Das ist aber absurd, weil erneuerbare Energie und Effizienz Marktanteile gewinnen und Atomenergie trotz massiver Subvention weltweit Markanteile verliert (selbst Österreich ohne AKWs ist gezwungen jedes Jahr Millionen von Steuergeldern an die Euratom und die IAEA zu schieben).
Schweizer Firmen schaffen Schweizer Arbeitsplätze, zahlen Steuern in der Schweiz, entwickeln, produzieren und bauen:
Effiziente Wärmekraftkopplungsanlagen:
www.iwk.ch
www.turbomach.com/marcos.htm
Wärmekraftkopplungsanlagen decken über 50% des Dänischen Strombedarfs und können somit auch problemlos 14% des Schweizer Strombedarfs decken. Schweizer WKKs sind im Gegensatz zu ausländischen AKWs schnell gebaut, schnell amortisiert, flexibel, reduzieren die Netzbelastung, reduzieren die Verluste, produzieren keinen radioaktiven Abfall und keine Klumpenrisiken. Zudem können sie genau dann im Schweizer Winter Strom und Wärme produzieren, wenn der Schweizer Strom- und Wärmebedarf auch am höchsten ist.
Effiziente Wärmepumpenboiler zum Ersatz von verschwenderischen Heizwendelboilern:
www.satagthermotechnik.ch
Biogasanlagen:
www.alphaut.ch/de/
www.pyroforce.ch/
Holzverstromungsanlagen:
www.ctu.ch
www.dasagren.ch/
Photovoltaikfabriken:
www.oerlikon.com/solar/
Ein neuer Französische EPR Reaktoren kostet mindestens 7 Milliarden Franken. Mit 7 Milliarden Franken kann man von Oerlikon rund 22 Dünnschicht Solarmodul Fabriken mit einem jährlichen Output von 160 MW pro Fabrik installieren. Nach lediglich 10 Jahren haben diese Schweizer Solarfabriken eine Gesamtleistung von 35'200 MW produziert! Das ist 22 mal mehr Leistung als das ausländische, abhängigmachende, klumpenrisikohafte neue AKW.
Wechselrichter:
www.solarmax.com/
Solarsysteme:
www.3-s.ch/
Solarzellen-Produktionsanlagen:
www.meyerburger.ch
Frequenzumwandler für Windturbinen:
www.abb.ch
Windanlagen und Komponenten für Windturbinen:
www.aventa.ch
www.gurit.com/
www.enflo-windtec.ch/
Kleinwasserkraftanlagen:
www.kleinwasserkraft.ch/web/deutsch/
www.entegra.ch
www.mueller-turbinen.ch
Tatsächlich existierten in der Schweiz vor etwa 100 Jahren 10 mal mehr Kleinwasserkraftwerke als Heute.
Solarwärmekollektoren:
www.amk-solac.com/
Isolationsmaterial:
www.swisspor.ch/wcms/index.php
Die Schweiz hat keine Uranmienen, keine Atomkonzerne, keine Uranprozessierungsanlagen, keine Anreicherungsanlagen und keine Endlager. Es ist völlig absurd zum Schutz von Oligopolen und ideologischen Gründen ineffiziente, teure, ausländische, steuerzahlerabhängige, verstaatlichte Atomkonzerne zu fördern, nur um letztlich die Anzahl Klumpenrisiken und unsere Abhängigkeit von begrenzten ausländischen Rohstoffen erhöhen zu können.
Die Schweiz kann Technologie aber keine Rohstoffe exportieren!
PS : Und mach Dir keine Sorgen: Gösgen und Leibstadt werden übrigens nicht ersetzt und Du kannst Dich auch weiterhin über eine 30% Schweizer Uranstromabhängigkeit, zwei Klumpenrisiken und das ungelöste Endlagerproblem beim BBQ erfreuen.
Ich sehe die Frage so: nehmen wir den Ausstieg aus der Kernkraft in die Hand oder überlassen wir diese Aufgabe und auch gleich noch den dazugehörigen Abfall unseren Kindern?
Da ich selbst zwei Knirpse habe, verzichte ich liebend gerne auf mein Barbecue und auf 10% scheinbar billigeren Strom, als dass ich meinen Kleinen eine "strahlende" Zukunft vermache.
Thanks, but no thanks.
2008-07-02 13:52:22
Vielen Dank für die Geduld, mit der Du immer wieder die Leute aufklärst, die die Argumente der Atomlobby nachbeten und den Tatsachen nicht in die Augen sehen wollen.
http://www.sf.tv/sf1/kassensturz/manual
Hallo Stefan Keller
Das Thema Energieversorgung löst am Stammtisch im Leuen Berge von Diskussionen aus und dies wohl auch zu Recht. Die Klima- und Energie-Politik ist wahrscheinlich die grösste Herausforderung, welche die Weltgemeinschaft seit dem 2. Weltkrieg zu bewältigen hat!
Das Argument „CO2-frei“ ist – wie es Globi sagen würde – „faktenresistenter Hafenkäse“, womit auch das oft gehörte Attribut „klimaschonend“ schönfärberisch ist. Selbst die Atomenergielobby gibt heute zu, dass über den gesamten Stromerzeugungsprozess CO2 anfällt: „Mengenmässig der grösste CO2-Anteil fällt bei der Atomenergie beim Anreicherungsprozess an.“ Und weiter ist zu vernehmen: „In Zukunft wird auch Erz mit tieferem Urangehalt verarbeitet werden. Damit wird die Urangewinnung energieintensiver, es entsteht geringfügig mehr CO2.“
Auch dieses „geringfügig“ ist schönfärberisch. Die Atomenergielobby sagt: „In den heute abgebauten Lagerstätten variiert die Uran-Konzentration zwischen 0,3 und 450 Kilogrammen pro Tonne.“ Nun muss man sich das einmal in den GLEICHEN Masseinheiten vor Augen führen: Aus 1’000’000 Gramm Uranerze werden HEUTE im ungünstigsten Fall gerade einmal 300 Gramm Uran gewonnen, Tendenz weiter sinkend. Zur Veranschaulichung dieses Zahlenverhältnises kann sich jeder auch einmal vorstellen, er hätte eine Firma und würde damit einen Umsatz von 1'000'000 Franken erreichen. Am Ende bliebe aber nur gerade einmal ein Gewinn von 300 Franken… Nicht sehr effizient, oder? Nicht zu vergessen: Uranerze werden heute in grösseren Mengen in vielen Ländern abgebaut – allesamt auf anderen Kontinenten. Auch deren Transport und Abbau benötigt Energie und verursacht CO2.
Dann gibt’s da noch die „tolle“ Idee der Atomenergielobby, Uran aus dem Meerwasser zu extrahieren. Allerdings: „Aufgrund des heutigen Uran-Preises ist aus Meerwasser gewonnenes Uran aber noch nicht konkurrenzfähig. Sollte in Zukunft der Uran-Preis steigen, wird Uran aus Meerwasser an Bedeutung gewinnen.“ Das heisst auf gut deutsch: Auch Atomstrom wird schon wegen des Urangewinnungsprozesses teurer. Die höhere Nachfrage in Asien wird den Preis noch weiter in die Höhe treiben (siehe aktuelle Entwicklung der Preise für Erdöl und Nahrungsmittel, welche u. a. auch wegen der höheren Nachfrage gestiegen sind).
Viel schlimmer finde ich an der Idee oben allerdings, dass keiner davon spricht (weil man es wohl auch noch gar nicht weiss), was denn die Extraktion des natürlichen Urangehalts aus dem Meerwasser für Folgen auf Flora und Fauna haben. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dieser erneute Raubbau eines Elements aus dem Meerwasser keinerlei Auswirkungen haben soll. Und schliesslich stösst die Schweiz auch an kein Meer an…
Einen Versorgungsengpass werden wir in jedem Fall haben: Das erste Schweizer KKW geht im 2020 vom Netz, also in 12 Jahren. Bis ein neues KKW betriebsbereit ist, rechnet man alles in allem mit 18 Jahren. Weiss jemand, wo man am Günstigsten Rechaud- und andere Kerzen für einen Bedarf von ~ 6 Jahren kaufen kann? So dramatisch wird’s hoffentlich nicht kommen. Aber selbst wenn wir Ja zu einem neuen KKW sagen würden wäre es falsch zu glauben, dass wir lückenlos ausreichend Strom im eigenen Land produzieren könnten.
Sicher sollen sie sein, die KKWs. Deshalb verteilt man ja auch Jod-Tabletten an all jene, die in der Gefahrenzone eines KKWs wohnen. Warum werden eigentlich keine Schwimmwesten an jene verteilt, die in der Gefahrenzone eines Staudamms wohnen?
Ein häufig gehörtes Argument für Atomstrom ist auch der Preis. Dazu habe ich mich schon oben geäussert. Tatsächlich ist es so, dass die KKW-Betreiber heute einen Geldfond für die Zwischenlagerung und die Endlagerung des atomaren Mülls speisen. Diese Abgabe ist somit schon im Strompreis drin. Nur: Wie will man heute - wo die Frage der Endlagerung trotz bald 40-jähriger Atommüll-Produktion noch immer ungeklärt ist - wissen, was uns der ganze „Spass“ kostet? Es kann deshalb nicht ausgeschlossen werden, dass der aktuelle Atomstrom viel zu günstig ist (wenn kümmert das heute schon?).
Erneuerbare Energien z. B. in Form von Sonnenergie bringen es mit sich, dass jeder Immobilienbesitzer zu einem Stromproduzenten werden kann. Nach Angaben der Atomenergielobby produziert diese heute 40 % unseres heutigen Strombedarfs. Ja bei einem so hohen Anteil ist es logisch, dass die Stromproduzenten alle Hebel in Gang setzen, damit eben nicht jeder sein eigenes kleines Kraftwerk auf dem Hausdach betreibt. Schliesslich geht es hier ja um Milliardenumsätze, die die heutigen Produzenten verlieren würden.
Die Stromlücke kommt und für ein neues KKW reicht die Zeit nicht. Eine Überbrückung dieser Lücke mittels Einkäufe im Ausland ist wahrscheinlich. Doch nutzen wir diese Zeit doch, um a) die Energie effizienter zu nutzen und b) neue, erneuerbare Energiequellen zu fördern statt den Bau neuer KKWs abzuwarten! Internet vermochte unseren Alltag in 10 Jahren auch massiv verändern, so werden wir auch diese Herausforderung in 10 Jahren schaffen – wenn wir denn wollen!
Freundliche Grüsse
Titus
P.S. Die oben verwendeten Zahlen sind bewusst jene der Atomenergielobby. Andere Quellen sprechen natürlich von anderen Zahlen.
Quellen und weitere Infos:
www.bfe.admin.ch/themen/
www.kernenergie.ch („Atomenergielobby“)
www.sf.tv/sf1/kassensturz/index.php?docid=20070306 (siehe auch Link oben)
1.) Kernenergie ist sehr stark CO2 belastet, Tendenz steigend. Uran wird im Tagebau gewonnen, angereichert (konzentriert), in einem KKW gespalten und danach auf noch ungewisse Art entsorgt. Bis zur Spaltung wird für jede KWh Atomstrom bereits eine gewisse Menge Diesel, Benzin und Kohle verbrannt, um den Abbau und die Anreicherung energetisch zu "finanzieren". Da anfangs die leicht zugänglichen Uranlagerstätten angegangen werden (Profit), wird es mit der Zeit immer schwieriger, Uran abzubauen - der Energieaufwand an Diesel, Benzin und Kohle wird immer höher. Sodass mit der Zeit immer mehr CO2 pro KWh Atomstrom bereits entwichen ist bevor wir jemals den Mixer oder den Fernseher eingeschaltet haben. Irgendwann in naher Zukunft kommt dann der Punkt, wo mehr CO2 durch den Uranabbau frei wird, als wenn wir den Diesel, das Benzin und die Kohle DIREKT in einem thermischen Kraftwerk verbrennen würden. Soviel zu Thema: "Atomstrom ist CO2 frei."
2.) Es gibt und wird keine stabilen Atommüllendlager geben. Der Grund dafür liegt unter unseren Füssen: Plattentektonik. Obwohl uns, mal abgesehen von einigen kleineren Erdbeben der Untergrund ruhig und stabil vorkommt, ist er das nur für die äussert kurzen Zeiträume eines menschlichen Lebens. 50 oder 100 Jahre sind in Geologischen Zeiträumen NICHTS. Nicht mal ein Wimpernschlag. Schaut man sich die Erdoberfläche in Zeitmässstäben von 100'000 oder Millionen Jahren an, so gleicht sie eher einem brodelnden Käseauflauf als einer Granitplatte. Das macht eben die Zeit und lässt sich leider nicht ändern. So - und nun wollen wir in diesem Käseauflauf eine stabile Schicht finden, die nicht umgewälzt wird oder aufbricht. Na dann: Prost und en Guete.
Die NAGRA steht unter einem enormen Erfolgsdruck. Die Jobs und deren Zukunft hängt ganz entscheidend davon ab, ob und wann ein Standort gefunden wird. Diese Leute KÖNNEN nicht objektiv sein. Was nicht heissen will, dass sie lügen. Aber vieler in dieser soft science ist eben Interpretations- und Ermessenssache, andersgesagt: "Guetdünke".
Atomstrom ist ein Sackgasse.
Auf der Gegnerseite finde ich Grüne, Grünliberale und Linke, die fast ausschliesslich aus ideologischen Gründen und in diesem Sinne un-eigennützig argumentieren.
Auf der Befürworterseite finde ich vor allem aktive oder ehemalige Verwaltungsräte der grossen Stromgesellschaften, Volksvertreter, die politische Versprechen und Schachzüge erhalten oder gegen haben. Kurz, alles Leute, die entweder ein direkt materielles Interesse an Atomstrom haben oder zumindest Vorteile für ihre Polit-Karriere darin sehen.
Bereits vor diesem Hintergrund, sind für mich persönlich die Befürworter einfach nicht glaubwürdig. Versucht mal einen Afghanischen Drogenbaron von einer anti-Heroin-Kampagne zu überzeugen...
Bitte kommt jetzt nicht mich Rechsteiner und seiner Solarzellenfirma. Der tut wenigstens was.
sehr freue ich mich für Sie und mit Ihnen über den Erfolg Ihres Blogs.
Ich wähle bürgerlich und bin somit nicht auf der selben politischen Schiene, wie Sie oder viele andere hier. Doch zwei Dinge muss ich zugeben.
Ich fahre selber täglich einen grossen BMW. Das sind dann schon 12 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Aber seid das Klimabewusstsein immer grösser wird, überlege auch ich mir, was ich meinen drei Kindern hinterlasse. Es fällt mir schwer, bin bequem, aber das grosse Auto muss weg.
Seit Jahrzehnten kaufe ich den biliigsten Strom ein und habe mal ausgerechnet, wieviel es mich kosten würd,e auf Ökostrom umzusteigen. Es kostet, das ist klar. Nicht wenig. Ca. 1100.- Franken im Jahr. Doch wenn ich mir überlege, was wir für Unterhaltungselektronik, Badeferien, Flugreisen und anderen sehr netten Luxus ausgeben, so komme ich nicht umhin, das alles in Relation zu setzen.
Ist mir die Zukunft 1100.- im Jahr wert?
Ja.
Viel Glück weiterhin und alle Gute
P. Kellenberger
http://www.sf.tv/sf1/kassensturz/index.php?docid=20070306
Klar sind Solarzellen beim heutigen Strommix CO2 belastet. Wie übrigens alles andere auch. Im Gegensatz zur Urangewinnung, könnten doch aber Solarzellen in Zukunft wirklich CO2 hergestellt werden, wenn die Solarzellenfabriken mit Ökostrom gespiessen werden, Uranminen nicht.
Das hat übrigens bereits US President Jimmy Carter gemerkt, als er 1979 eine der ersten Solarzellenfabriken der Welt in die Wüste von Arizona baute, die mit Solarstrom gespiesen wurde. US Atompresident Reagan hat als eine seiner ersten Amtshandlungen die Fabrik geschlossen.
Ich denke, deshalb ist es wichtig zu unterscheiden zwischen CO2 Ausstoss beim Bau und beim Betrieb. Handelt es sich um einen einmaligen CO2 Ausstoss oder um einen kontinuierlichen, wie bei der Urangewinnung? Kann der CO2 Ausstoss in Zukunft vermieden werden? Ich denke bei der Solarzellenproduktion: durchaus. Beim Uranabbau: Wüsste nicht wie.
Auf die Probleme des Betriebsrisikos und der Abfallentsorgung will nicht auch noch meinen Senf dazugeben. Atomstrom ist out.
Es gibt KEIN CO2- Neutral.
"CO2- Neutral" ist nur ein Schlagwort von Politikern. Aber offenbar wird dies von Politikern sehr effizient verbreitet und genutzt.
Die Natur lebt von chemischen Umwandlungsprozessen. Da werden jegliche Art von Stoffen in ihre "Einzelteile" zerlegt, oder aber in andere Stoffe umgewandelt. Lediglich die Summe der Elemente bleibt dabei neutral.
Sobald also ein chemischer Prozess stattfindet, gibt es keine "Stoffneutralität" mehr, da das Ausgangsmaterial nicht dem Endprodukt entspricht.
Man kann also nicht von einer "Neutralität" eines Stoffes sprechen.
Ich bezweifle denn auch, dass überhaupt ein Lebewesen, oder sonst was, in der Natur existiert, welches gleichviel CO2 abgibt, wie es auch aufnimmt.
Ich würde also bei solchen Prozessen nie von Neutralität sprechen, wie dies unsere Politiker im leichtfertigen Sinne tun.
Ich kann ja z. B. auch Kochsalz (Natriumchlorid) in seine Einzelteile zerlegen - also Natrium und Chlor. Beides hochgiftige Stoffe. Die Summe der Elemente bleibt Neutral, die Stoffe sind aber alles andere als "Neutral" (im "politischen" Sinne).
UND:
Auch eine Solarzellenfabrik, mitten in der Wüste von Arizona, braucht Rohstoffe. Diese können nicht durch Zauberei herbei transportiert werden. Und womöglich steht eine solche Fabrik mitten in der Wüste fern ab von jeglichen Rohstoffen. Womöglich müssen noch extra für solche Fabriken Strassen und andere Infrastrukturen (z. B. Wasserzuleitungen!) erbaut werden, um überhaupt die Fabriken zu erschliessen.
Man kann eben auch alles gut gemeinte übertreiben und so mehr Schaden anrichten, als Nutzen.
Gruss
Mr. Pink
Den Uran-Mienen (Atomgesichter) hat die Schweiz nämlich leider zuviele...
Herr Bundesrat, mit Ihren Betrachtungen bin ich fast gar nicht einverstanden. Ich finde Ihren Blog gut und interessant, aber ein Blog hat kaum etwas mit einem Sääli zu tun. Am ehesten tatsächlich noch mit den Leserbriefspalten, wo sich Reaktionen und Diskussionen an einem redaktionellen Beitrag entzünden.
Die Eigenschaften haben Sie grad verdreht: Die Zeit zwischen Mitteilung und Empfang einer Meldung ist nicht beim Blog oder Email auf null gesunken, sondern WAR seit Urzeiten null! Dies bei der Direktbegegnung von Menschen, im Sääli, im Saal unter der grossen Kuppel, oder auch noch bei einem Telefongespräch, wo man sich sogar ins Wort fallen kann.
Bei Email und Blogs hingegen kann der Empfänger bestimmen, ob und wann er die Meldung empfangen will! Und man redet viel eher und viel länger (wie mehrfach bewiesen hier) zeitlich, inhaltlich und technisch buchstäblich ANEINANDER VORBEI! Wenn sogar noch ein Moderator dazwischenhängt, der als Verzögerer und unbestechliches oder unerbittliches (wenn auch erwünschtes und nötiges) Filter wirkt, dann bleibt nicht die geringste Gemeinsamkeit mit einer direktmenschlichen Begegnung!
Ferner: Nicht zur "öffentlichen" Sääliveranstaltung kann "jeder kommen", sondern hier in den Blog! Und erst noch unerkannt mitlauschen und anonym mitreden!!! Wehe dem, der das in einem Sääli versuchen sollte!
Etwas reizvolles, aber auch gefährliches an Ihrem Blog sind vielleicht die ZAHLREICHEN stillen und geheimen privaten, institutionellen und "staatlichen" Mitleser. Das ist nicht nur beruhigend, nun wo wir weitere Indizien haben, dass die "Staatsschützer" nach dem Fichenskandal verstärkt ihr Unwesen treiben und gigantische Rasterfahndungs-Schnüffel-Datenprofile anlegen.
ich habe Deinen Beitrag gelesen und bin nicht einverstanden. Du verzettelst das Thema. Klar nehmen biologische Prozesse nicht gleich viel CO2 auf, wie sie abgeben. Leben will wachsen usw. Um was es aber schlussendlich geht, ist doch der Kreislauf. Wenn ich einen Apfel esse, dann den ganzen Tag lang CO2 ausatme, so ist das ein Kreislauf. Denn der Apfel, den ich "veratme" entnahm seinen Kohlenstoff zuvor der Atmosphäre.
Wo ich Dir Recht gebe ist der Transport. Wenn der Apfel zuerst noch mit fossilen Brennstoffen transportiert, gereinigt und abgepackt werden muss, dann ist die Bilanz CO2 schlecht. Das liegt aber nicht am Apfel, sondern an seiner Verarbeitung.
Kurz könnte man doch sagen, dass schlicht genau so viel CO2 zusätzlich (also nicht Kreislauf CO2) der Atmosphäre zugeführt wird, wie in Saudi Arabien aus dem Ölbohrloch geholt wird oder in China in der Kohlegrube abgebaut wird.
Stoppen wir den fossilen Abbau, so sind wir apriori CO2 neutral. Da brauchts keine grosse Rechnerei. Denn wenn kein CO2 zusätzlich durch fossile Brennstoffe gewonnen wird, kann es auch nicht durch Verbrennung freigesetzt werden.
Was wir tun können, ist der CO2 Gewinnung am Bohrloch entgegenwirken, indem wir kein Benzin kaufen, kein Erdgas mehr verheizen.
Ich sehe sehr wohl eine komplett CO2 neutrale Zukunft. Dreht den Hahn zu.
http://atomenergie.googlepages.com
Der Urananteil im Meer beträgt übrigens lediglich 3 Milliardstel Gewichtsprozent. Um Deinen Vergleich zur Hand zu nehmen: Ein Unternehmen mit 1 Milliarden Franken Umsatz macht einen Gewinn von 3 Franken.
Bei der Uranfischerei handelt es sich lediglich um ein Forschungsresultat. In diesem Versuch wurde gerade mal 1 kg Uran im Meer nach knapp einem Jahr mit 350kg mittels Erdöl produziertem Spezialpolymer mit 52'000 Gewebe-Schichten und einer Fläche von 16m2 nach 240 Tagen auf 20m Tiefe herausgefischt. Der ganze Aufwand mitsamt Material und Zeit soll zudem für den unglaublichen Spotpreis von $300 zu haben sein (16m2 Gewebeschicht/Vorhang für einen halben Rappen)!
http://www.ans.org/pubs/journals/nt/va-144-2-274-278
(Der weltweite Jahresverbrauch an Uran beträgt übrigens 70'000'000 kg und das bei einem weltweiten Atomenergieanteil von lächerlichen 2.1%.)
Anhand von solchen rosenroten, überoptimistischen Forschungsresultaten sollen weltweit mit staatlicher Hilfe Milliardeninvestitionen in neue Reaktoren gerechtfertigt werden. Man müsste sich mal das Geschrei der Atomlobby vorstellen, wenn einer anhand einer einzelnen photovoltaischen Laborzelle ähnliche Investitionen begründen würde.
Es gibt übrigens bereits Photovoltaikfabriken mit hohem Output, es gibt demgegenüber keine grossangelegten Uranfischereifabriken und ohne Meerzugang wird die Schweiz im Gegensatz zu einer Photovoltaikfabrik sowieso keine Uranfischereifabrik betreiben können.
Aber eben, die Mehrheit der Schweizer Politiker will halt ausländische Staatskonzerne im uranischem Schlaraffenland und nicht etwa Schweizer Unternehmen fördern.
Tatsächlich sitzen in der Atomlobby die grössten Utopen. Da kann Alice im Wunderland grad einpacken.
http://moritzleuenberger.blueblog.ch/de
Natürlich gibt es grundsätzlich "CO2-neutral". Gemeint ist damit "Effektlosigkeit" einer Handlung bezüglich CO2-Gehalt der Atmosphäre. Allerdings heisst "CO2-neutral" noch lange nicht "klimaneutral" und schon gar nicht verantwortungsvoll oder planetenverträglich! (Siehe auch Atomenergie).
Wenn z.B. Biotreibstoffe durch intensive Landwirtschaft erzeugt werden, so wird das extrem wirksame Klimagas N2O freigesetzt, und die Klimagas- und Ökobilanz kann sogar negativ werden! (Siehe auch TV-Sendung "Einstein" vom 3.7.08 oder Link oben)
Wenn eine menschliche Aktivität Prozesse beinhaltet, welche summiert und über die Zeit gemittelt gleichviel CO2 in die Atmospäre eintragen wie daraus entnehmen, so ist diese Aktivität eben CO2-neutral. Z.B. das Heizen mit Holz aus einem gleichgross gehaltenen Wald. Der Heizenergiebedarf bestimmt die dazu nötige Waldfläche.
So kann man jede menschliche Aktivität analysieren und kommt sofort zum VIEL zu grossen "global footprint": Die Welt lebt auf zu grossem Fuss, der Raubbau führt unweigerlich ins Verderben.
Es ist absolut sinnlos, verbissen nach CO2-Neutralität zu streben und gleichzeitig weiter dem Wirtschafts-Wachstum zu huldigen! Das ist einfach pervers und eine eklatante Selbstüberlistung.
Somit hat Pink, obwohl ers nicht so gemeint hat, indirekt sogar recht: Global betrachtet wird es kein "CO2-neutral", kein klimaneutral und kein "raubbauneutral" geben, solange die Weltbevölkerung und die Wirtschaft ungehemmt weiterwachsen!
Am Freitag, 04.07.2008, um 22.20 h (oder in den Wiederholungen am Samstag) wird in der „Arena“ von SF1 das Thema „Strom – mit oder ohne Atom?“ diskutiert: http://www.sf.tv/sf1/arena/index.php. Mal schauen, wie da so argumentiert wird…
@ Thomas Urseler
Danke für den Hinweis bezüglich Link. Irgendwie habe ich’s ja geahnt, dass das mit langen Links nicht klappt (daher hatte ich am Schluss noch die Kurzversion erwähnt).
Freundliche Grüsse
Titus
Sorry, den Link am Ende Deines Beitrages habe ich übersehen. Ich Schussel.
Danke auch für den Link und den Hinweis zur heutigen Arenasendung, die werde ich mir Wohl oder Übel ansehen.
Teilnehmer:
Heinz Karrer, Geschäftsführer AXPO. Das sind die, die den KKW Antrag eingereicht haben. Die WOLLEN neue KKWs. Zu erwartenden Objektivität: Kaum.
Horst Prasser: Die Atomlobby finanziert einen "Nuklear-Lehrstuhl" an der ETH Zürich. Er ist deren Professor. Zu erwartende Objektivität: Kaum.
Und dann natürlich noch die Politikerrunde. Wahrscheinlich werden wir wieder die alten mit "Spinnhoppele" bsetzten Argumente hören, bis uns die Ohren glühen: Unabhängigkeit, Versorgungssicherheit, Blablabla. Bitte denkt daran, dass all dieses Argumente hier in diesem Blog bereits vielfach widerlegt wurden.
Es wird weder eine Stromlücke geben, noch taugt Atomstrom dazu, die Schweiz unabhängig zu machen (was sie ja nie war). Ganz im Gegenteil - Atomstrom IST Abhängigkeit. Oder wurde in der letzten Zeit irgendwo im Entlebuch vielleicht Uran gefunden? Stellen wir Atomreaktoren her? Deren Zusatzsysteme? Nein, nein, nein, nein.. NEIN. Das einzige, EINZIGE, das wir in der Schweiz haben werden, ist das Problem der Entsorgung - und einge fette (sorry) Verwaltungsräte à la AXPO. Kapitalismus ist manchmal einfach zum K... vor allem dann, wenn er die Politik zu kaufen beginnt.
"dass die menschliche Ökonomie zur Ausbeutung des gestorbenen Lebens drängt, wie zu den Kohlenlagern als den Resten urzeitlicher Wälder, zu den Petroleumfeldern, den Guanoküsten, dem Torf und ähnlichem. An diesen Fundstätten strahlen Bahn- und Schiffahrtslinien zusammen, dort siedeln sich in Schwärmen Zuzügler an. Von einem fernen Astronomen und unter Raffung der Zeit betrachtet, gliche ein solches Schauspiel dem Treiben eines Fliegenschwarmes, der einen grossen Kadaver gewittert hat."
http://blogdessennamenmansichnichtmerke
Übrigens: Diskussionen in denen weniger gesagt wird, dafür gut überlegtes steigen wesentlich im Niveau im Vergleich mit Diskussionen wo einfach wild drauflos gequatscht wird. Gerade die Arena ist dafür ist ein gutes Beispiel, da wird manchmal so wild durcheinander geschwafelt, dass man als Zuschauer gar nicht alles versteht.
Diesen Blog jedenfalls würde ich nicht mit einer öffentlichen Veranstaltung in einem Sääli vergleichen, da ja während des Schreibens niemand einem dreinreden kann. Erst im Nachhinein wenn der Kommentar veröffentlicht ist kann gelobt, bemerkt, erwiedert oder kritisiert werden. Am ehesten wäre es für mich mit Anträgen zu vergleichen.
Das ist ja gerade mein Punkt. Alles ist im Gleichgewicht. Jedoch nicht als Stoffe betrachtet, sondern als Elemente. Ein Kreislauf eben.
Also wie ich schon gesagt habe, der Kreislauf geht natürlich immer auf - mit der Summe der Elemente.
Also auch mit Erdöl geht der Kreislauf auf.
Erdöl ist nichts weiter als eine Kohlenwasserstoff- Verbindung (mehr oder weniger). Also dieser Wasserstoff und Kohlenstoff im Erdöl muss ja von irgendwoher stammen. Nun ist dieser Kohlenstoff einfach im Erdöl gebunden. Bei der Verbrennung geht er neue Verbindungen (z. B. mit Sauerstoff) ein. CO2 entsteht. Ein Gleichgewicht wird hergestellt.
Und Oliver. Der Mensch produziert kein CO2 beim verspeisen eines Apfels (oder beim Atmen). Er atmet lediglich das überschüssige CO2 aus der eingeatmeten Luft wieder aus.
ENTSCHEIDEND IST ABER:
Die Elemente sind immer im Gleichgewicht. Die Natur mag vielleicht einige Jahre benötigen, um das Gleichgewicht wiederherzustellen, jedoch wird sie das Gleichgewicht finden.
Und die Natur kümmert es nicht, wer dieses CO2 produziert hat. Es ist ihr Wurst, ob das CO2 von einem Verbrennungsmotor stammt oder von einem Buschfeuer. Das Gleichgewicht wird so oder so hergestellt.
Um einen Kreislauf im Gleichgewicht zu halten, muss man eben flexibel sein - wie die Natur es ist. Und um überschüssiges CO2 in Kohlenstoff und Sauerstoff zu zerlegen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, welche sich die Natur zunutze macht. Die Photosynthese ist eine davon.
Wer also von einem Ungleichgewicht der Natur (sei dies nun bei CO2, oder sonst was) spricht, hat entweder keine Ahnung, oder aber versucht Leute (wohl bewusst) zu manipulieren. Kurzfristig mag ein Ungleichgewicht entstehen. Wir müssen der Natur halt nur ihre Anpassungszeit gewähren, statt überstürzt etwas zu forcieren. Aber wie wir aus Herr Urselers Beitrag gelernt haben, sind selbst 100 Jahre in geologischen Zeiträumen gemessen NICHTS (womöglich werden einige von uns die vollständige Herstellung dieses Gleichgewichts nicht mehr miterleben).
Und bis heute weiss niemand, wie die Natur auf den erhöhten CO2- Ausstoss reagiert.
Meines Wissens nach wurde diese Reaktion der Natur auch nie erforscht, da es wohl nicht im Interesse der heutigen Politik liegt!
Mit diesem Beitrag will ich überhaupt nicht etwa den Bau von KKWs gutheissen, sondern lediglich auf einen Irrtum aufmerksam machen.
Ich bin mir auch voll bewusst, dass ich als Spinner, Provokateur und Dummkopf abgestempelt werde. Aber das ist ja nichts neues und ist mir auch egal.
Zu Zeiten Galileos hätte ich mit solchen Aussagen mein leben riskiert und wäre wohl nicht nur mit einigen dümmliche Bemerkungen davon gekommen.
Aber zum Glück gibt es diesen tollen Blog :-D, wo so tolerante und offene Menschen zusammenfinden.
Gruss
Mr: Pink
Versorgungssicherheit: Nicht vorhanden. Regelmässige Ausfälle und NOTABSCHALTUNGEN zeigen beides, dass AKWs weder sicher sind noch Versorgungssicherheit bringen.
Auf Grund des enormen Wachstums von China und Indien, dessen Existenz wir heute bereits am Benzinpreis feststellen, wird Uran GENAUSO teurer. Weshalb versteht das eigentlich niemand? Wir kämpfen heute mit Spritproblemen und sind daran GENAU den gleichen Fehler wieder zu machen mit dem Uran. Hallo?!? Politik!?!?!?
AXPO lügt: Heinz Karrer "Die Frage lautet nun, wie man dieses Loch schliessen kann. (...) Davon können erneuerbare Energien heute etwa 10% und im Jahr 2030 noch etwa 6% abdecken. Es bleiben also 25% bis 30%, welche durch andere Leistungen erbracht werden müssen.“
Das ist genau typisch. Vor einem Jahr hat Karrer ein Wachstum der Solar- und Windenergie von maximal 0.2% vorausgesagt. Heute sind es 2% (pro Jahr). Und plötzlich können auch 10% des gesamten Stromverbrauches HEUTE bereits abgedeckt werden (laut Karrer). Aber nun kommts: Nun geht er davon aus, dass von heute an die Solar- und Windenergie NICHT mehr wachsen und sagt dann, dass im Jahre 2030 nur noch 6% gedeckt werden können (der Stromverbrauch soll ja zunehmen).
SCHILDBÜRGEREI ist das. Wollen Sie mich veralbern Herr Karrer?
Endlagerung: In Kölliken hat man seit ca. 25 Jahren Sondermüll (nicht radioaktiven!) gelagert und merkt heute, 25 Jahre später, dass man alles wieder ausbuddeln muss. Natobene für mehr als eine halbe Milliarde Steuerfranken.
Das zeigt uns doch, dass Endlagerstätten nicht genügend zuverlässig geplant werden können. Zumal Kölliken ja noch ein kleiner Fisch ist, was Zeiträume angeht!!!
Ich prognostiziere, dass wir alle 50 Jahre mal unseren Atommüll aus dem "Endlager" wieder ausbuddlen, weil Wasser rein - und Radioaktives Material rausgespühlt wird. Das gelangt ins Grundwasser und somit in unsere Mägen.
En Guete
Und noch was an Werner Messmer (Arena): "Strom ist die einzige Energie, die wir nicht lagern können". Typischer Schachzug. Wir haben Stauseen in der Schweiz, die genügend elektrische Energie speichern können (in Form von Wasser), um die Schweiz vier Monate (ein drittel Jahr) mit Strom zu versorgen. Also wenn das kein Energiespeicher ist Herr Messmer....
Viel Spass!
"A" wie Auslaufmodell
"N" wie NEIN!
Es schöns Wochenendi
Maria
Dein Beitrag ist gespickt mit Anschuldigungen gegenüber Leuten hier im Blog, die offensichtlich wesentlich mehr Ahnung von der Sache haben als Du.
So schreibst Du: "Und Oliver. Der Mensch produziert kein CO2 beim verspeisen eines Apfels (oder beim Atmen). Er atmet lediglich das überschüssige CO2 aus der eingeatmeten Luft wieder aus."
Tja, da wundere ich, weshalb eingesperrte Menschen ersticken! Als Mediziner kann ich Dir sagen, sie ersticken an CO2, das zuvor NICHT in der entsprechenden Konzentration im Raum war (sonst wären Sie ja schon tot bevor sie einsperrt werden). Der Mensch atmet Sauerstoff ein, welches vom Blutkreislauf zu den Körperzellen transportiert wird. In den Zellen "veratmet" unser Körper den Sauerstoff und bindet ihn an Kohlenstoff aus der Nahrung. Dabei wird Energie frei. Und CO2 entsteht. Dieses CO2 wird dann vom Blutkreislauf von den Körperzellen wieder zurück in die Lunge transportiert und dort ausgeatmet.
Ein gewisser Anteil des Kohlenstoffs aus der Nahrung wird durch Kot ausgeschieden, ein anderer Teil wird evt. als Fett abgelagert. Jedoch ist jedes einzelne Joule Energie, das unser Körper parat stellt an CO2 gebunden, das er ausatmet - und produziert.
Ich hoffe mit meiner simplen Erklärung etwas Klarheit in den Körper internen CO2 Kreislauf gebracht zu haben.
Zudem kann ich Olivers Aussage sehr gut nachvollziehen. Erdöl wurde vor vielen Millionen Jahre aus dem Biosphäre entfernt. War somit NICHT Teil des Kreislaufs für sehr lange Zeit. Wir fügen es dem Kreis wieder zu, indem wir Benzin verbrennen. Und zwar 100'000 mal schneller, als es aus dem Kreislauf entfernt wurde.
Das macht mich schon nachdenklich.
WIESO AKWs? BEI MIR KOMMT DER STROM AUS DER STECKDOSE!!!
(ein paar wenig Ältere Blogleser werden den Satz wohl noch kennen, wie schnell doch die Zeit wieder aufholt...)
LG MG
Und da soll mir noch jemand sagen, dass die Wirtschaft billige Energie braucht. Leute, Arbeit gibt es genau dann und für alle, wenn etwas getan werden muss. So wie jetzt. Mit Rumsitzen, nichts tun und auf KKWs setzen, die niemand will, kreieren wir keine Arbeitsplätze in der Schweiz.
Hohe Energiepreise sind ein Segen für ein high Tech Land wie die Schweiz, denn daraus entsteht der Bedarf für Innovation und Produktion.
sehr engagiert verfolge ich Ihren Blog nun schon sein mehr als einem Jahr. Obwohl ich mir zuvor nie so richtig Gedanken darüber gemacht habe, scheint sich die Atomfrage doch immer mehr aufzudrängen.
Jene, die für Atomstrom sind, bringen häufig das Argument der Diversifizierung d.h. Strommix, worin Atomstrom eben auch enthalten sein soll und "nicht nur erneuerbare Energien". Ich sehe das etwas anders. Die erneuerbaren Energien stellen doch an sich schon einen ganzen Regebogen von verschiedenen Möglichkeiten dar. Wasserkraft, Wind, Sonnenwärme, Solarstrom, Biomasse, Erdwärme. Das ist doch schon eine ganz schöne Sammlung.
Diversifizierung ist gut. Sie sollte aber nicht als Argument dienen, um eine Museumsreife Energiequelle zu rechtfertigen. In der Mobilität setzen wir auch auf Diversifizierung (Bus, Bahn, Velo, Auto, Töff, Flugi). Dennoch bleiben die alten Dampflocks im Verkehrshaus in Luzern stehen und tun das, was sie am besten können: bestaunt werden.
Einen schönen Abend noch, wünscht Ihnen
J. Keelbaum
Aus der Arena-Sendung vom Freitag (04.07.2008) war vor allem eines neu: Keiner will eigentlich Atomstrom, nicht einmal die „Befürworter“. Vielmehr war die Frage, WANN wir alle KKWs mit Alternativen oder mit mehr Effizienz ablösen wollen/können. Ansonsten waren keine neuen Argumente zu hören, die nicht auch schon hier angesprochen wurden. Im Gegenteil: Noch vor einem Monat gab’s einen Zwischenfall mit europaweitem Alarm im slowenischen KKW Krsko. Trotzdem wurde das Thema Sicherheit, vor 20 Jahren ein zentraler Punkt, gar nicht diskutiert (vor 20 Jahren gab es allerdings auch noch kaum alternative Energien).
Unverständlich bleibt mir die Position von Werner Messmer. Er war es der sagte, dass heute jährlich ein Prozent der bestehenden Baumasse renoviert würde. Da er auch Präsident des Baumeister-Verbands ist, sollte doch gerade er ein vitales Interesse daran haben, dass dieser Anteil wegen der Forderung nach mehr Effizienz grösser wird. Scheut er etwa den absehbaren Renovationsboom von Bauten, die mit (effizienten?) Wärmepumpen beheizt werden?
Dieses Beispiel zeigt übrigens auch, dass die Thematik Stromversorgung nicht isoliert betrachten werden sollte (was nützt es, wenn alle von einer Ölheizung zu einer elektrisch betriebenen Wärmepumpe wechseln?).
In der Sendung wurde u. a. von der „2000-Watt-Gesellschaft“ und von den „Energieszenarien III und IV“ gesprochen. Wer mehr erfahren will, worum es da geht, kann sich unter den nachfolgenden Links schlau machen:
http://www.novatlantis.ch/index.php?id=5&L=0
http://www.bfe.admin.ch/themen/00526/00538/index.html?lang=de&dossier_id=01100
(Band 1, Seiten „Z-1“ + „Z-2“ resp. 5 + 6 liefern einen Überblick).
Freundliche Grüsse
Titus
Ein Thema war auch das "Problem Umweltschutz", Erhöhung von Staumauern, Einsprachen von Umweltverbänden usw.
Da tut sich nun was im Rahmen des neuen Netzwerks "Wasser-Agenda 21":
http://www.uvek.admin.ch/dokumentation/00474/00492/index.html?lang=de&msg-id=19641
Schön, dass man miteinander diskutiert statt sich gegenseitig bekämpft!
Noch einen letzten Link für jene, die lieber zugucken statt lesen:
http://www.sf.tv/sfwissen/dossier.php?docid=10259&navpath=umw
Recht hat er!
Angesichts energie-preis-geplagter Wähler hat der republikanische Präsidentschaftkandidat in den USA "den Bau von fünfzig neuen AKW's" versprochen.
Der französische Staatspräsident Sarkozy ist durch die Arabischen Länder getourt, ist auf offene Ohren gestossen und hat wie ein Staubsaugervertreter dort seine AKW's made in France angedient.
Das sind nur zwei Beispiele, die aufzeigen, welch ein Run auf die Ressource Uran uns in Zukunft ins Haus steht, und welch ein Gewühle von zig-tausenden von Bulldozern! Entsprechend werden auch dort die Preise steigen und die Nebenwirkungen.
Ein anderes, wenig beachtetes Argument hat Globi eingebracht mit seiner englischsprachigen Beilage. So wie ich es verstanden habe, sind AKW-Aktien ziemlich unattraktiv.
Kein Wunder. Wenn ich denn solche hätte, müsste ich mich nach jedem weltweit erfolgten Störfall umsehen, ob der Kurs nicht schon wieder gesunken sei. Geschweige denn, es passierte was ernsthaft Ernstes!
Wieso AKW's? Bei mir kommt der Strom aus der Steckdose!
-Hat jemand eine Alternative zu diesem Spruch aus der Dinosaurier Aera?
Z.B. Wieso AKW's? Ich setze auf erneuerbare Energien und deren Potenzial in den 20 Jahren, die es braucht, um ein neues AKW zu bauen. Und ich renne auch nicht alle zwei Wochen in den Elektrogrossmarkt, um mir das neueste Produkt zu ergattern, und neue Steckdosenleisten für das Wohnzimmer, für die Küche, für meinen Haushalt, meinen Haushalt, der mit den vorgegebenen Steckdosen überhaupt nicht mehr auskommt, etc...
Für einen Aufkleber, bzw. Sticker, ist der Spruch wohl etwas zu lang.
Danke für die Berichtigung. Deine detailliertere Aufzählung zeigt eben, dass die Elemente im Gleichgewicht sind.
Und so ist es eben nunmal auch mit Erdöl.
Die Elemente (C und H), aus denen Erdöl besteht, waren bevor sie zu Erdöl wurden eben Teil eines Kreislaufes. Und dir als Mediziner brauche ich ja nicht zu erklären, wo man in der Natur Kohlenstoffe findet und was man daraus schliessen kann!
Es ist zwar wahr, dass diese Stoffe lange von einem Kreislauf ausgeschlossen waren, aber wer sagt, dass diese Stoffe nie wieder einem Kreislauf zugefügt werden können? Ein Kreislauf wäre eben kein Kreislauf, würde es nur in eine Richtung gehen. Wenn also jedes "Atömchen", welches aus dem Kreislauf ausgeschlossen wurde, nicht wieder hinzugefügt werden könnte, dann würde ich dies NICHT ALS KREISLAUF BEZEICHNEN.
Es grüsst
Mr. Pink
http://atomenergie.googlepages.com
Entweder wir investieren die Milliarden für neue, ausländische AKWs in bessere, zuverlässigere, flexiblere Schweizer Lösungen oder wir verschwenden es an einen ausländischen Atomkonzern und erhöhen unsere Abhängigkeit von ausländischem Uran, vernichten zukunftsträchtige Schweizer Arbeitsplätze, erhöhen die Steuerbelastung in der Schweiz und erhöhen die Anzahl Klumpenrisiken in unserem schönem Land.
Mit mehr Klumpenrisiken kann dann auch wieder ein grösseres Militärbudget gerechtfertigt werden. Letztlich braucht es wohl auch neue AKWs um die Steuerzahler zukünftig noch besser melken zu können.
Zwei neue AKWs in Florida werden übrigens bereits mit Kosten von unglaublichen 24 Milliarden Dollar veranschlagt und der Stromkonsument wird gezwungen die Kosten im voraus zu bezahlen, unabhängig davon ob damit jemals Strom produziert wird oder nicht:
http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=89169837
In der Schweiz werden sie kaum billiger werden, wir werden einfach zuerst mit einem Lockpreis vergackeiert und anschliessend gezwungen die Rechnung für die ‚angeblich unerwarteten’ Kostenüberschreitungen zu bezahlen.
http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2005/nr18/Schweiz/14694.html
Übrigens: Mal abgesehen davon, dass Werner Messmer sich für eine Förderung von ausländischen Staatskonzernen einsetzt, die Schweizer Volkswirtschaft behindern will und nicht einmal zwischen Heimat- und Umweltschutz unterscheiden kann, setzt er sich tatsächlich auch gegen eine Senkung des Schweizer CO2-Ausstosses ein:
http://www.ignoranz.ch/item/sind-die-buergerlichen-nationalraete-der-umweltkommission-kaeuflich/
Ihr seid für tiefere Steuern? Na dann schlage ich vor, dass wir aber schleunigst mit der Atom Sauerei aufhören, denn diese wurde und wird massiv mit Steuergeldern finanziert. Steuergelder, die Sie und ich bezahlen.
Ich sehe nicht ein, wie Atomstrom uns Unabhängig machen - , oder gar zu tiefern Steuern führen soll?!? Atomstrom und der damit verbundene Uranbedarf schreit ja gerade nach Abhängigkeit.
*Kopfschüttel*
Warum AKW's? Bei mir "strahlt" die Sonne ungespalten!
Sonn-tägliche Grüsse
Titus
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_
Entweder hatte der arme Kerl keinen Geographie-unterricht oder Lügen zahlt sich aus oder scheint glücklich zu machen.
Und Schweizer Photovoltaik von Schweizer Unternehmen produziert übrigens jeden Tag Strom auch bei Regen. Und sie produziert glücklicherweise niemals Strom während der Nacht wenn der Strombedarf fast 3 mal kleiner ist als am Tag und ist somit im Gegensatz zu neuen, ausländischen AKWs während der Nacht auch nicht auf Pumpspeicherkraftwerke angewiesen.
Köst/lich!
Mit zerlegten oder mit ganzheitlichen Grüssen
Wie auch immer
Man könnte die Planung von neuen Kernkraftwerken in die Hand nehmen auch ohne diese jemals bauen zu müssen.. Der effektive Bau dieser Anlagen dauert ja "bloss" 5 Jahre. 5 Jahre sind energiestrategisch eine kurze Zeit. Gleichzeitig versucht man die Energieverknappumg mit anderen Lösungen zu begegnen. Vielleicht schafft man das ja in der nötigen Zeit. Wenn es dann allerdings nicht geht, muss man reagieren können, damit der Standort Schweiz beim Strom nicht in eine gefährliche Energieabhängigkeit vom Ausland gerät.
Zur Abhängikeit von Kernbrennstoffen:
Die Abhängigkeit vom Uran ist politisch und in der ökonomischen Betrachtung eines Kernkraftwerkes wesentlich ungefährlicher als die Abhängigkeit von Gas oder Kohle. Zudem kann für die Kernspaltung ohne weiteres in Zukunft statt Uran auch Thorium verwendet werden, dort sind die Reserven um ein vielfaches höher als beim Uran, somit dürft es in den nächsten 60 Jahren keine Rohstoffvernkappung geben selbst wenn die Anzahl Kernkraftwerke verdoppelt werden.
Ein Doppelszenarion hätte aber nicht zum Ziel dass sowieso KKW's gebaut werden sollten, sondern effektiv zur Absicherung unserer Stromversorgung. Wenn wir das so umsetzen, sind die an der Reihe welche jetzt die grosse Klappe führen von Wegen alles ist möglich, trotz entgegenlaufenden Statistiken...
Und von wegen Geldverbraten: Das wären dann nur ein paar Millionen Planungskosten, nicht die vorgerechneten 24-60 Milliarden welche ein solches Werk kosten sollte... das müsste im Interesse eines Plan B's drinnenliegen oder?
LG MG
“Also wie ich schon gesagt habe, der Kreislauf geht natürlich immer auf - mit der Summe der Elemente.“ Hier wird übersehen, dass selbst wenn es so wäre, die Lebewesen nur unter relativ eng definierten Bedingungen leben können. Relativ kleine Verschiebungen der klimatischen Bedingungen, der Zusammensetzung der Luft, des Wassers oder des Bodens genügen um das Leben bestimmter Lebewesen oder Leben überhaupt zu verunmöglichen.
„ … Kurzfristig mag ein Ungleichgewicht entstehen. Wir müssen der Natur halt nur ihre Anpassungszeit gewähren …“ So einfach ist das! Fragt sich nur, wie lange „kurzfristig“ ist. Für Menschen sind schon ein paar Minuten Sauerstoffmangel zu lang. Für Säugetiere einige Tage Wassermangel und für viele Pflanzen mangelndes Licht. Ja, die Natur reguliert sich selbst. Das macht sie tatsächlich so oder so – das heisst, auch ohne Lebewesen, für die „kurzfristig“ zu lange war.
Wollen wir die für uns notwendigen Lebensbedingungen erhalten, bleibt uns nichts anderes übrig, als die diese Lebensbedingungen schädigenden Einflüsse zu minimieren oder zu vermeiden. So einfach ist das!
Zwar ist man in der Sache selbst kaum weiter gekommen, die Argumente der Gegner sind immer noch die gleichen. Sonst aber scheint sich wirklich etwas verändert zu haben. Diese Feststellung hat vor allem mit den Personen zu tun, welche mitgewirkt haben. Kurz, ich bin echt erstaunt wie flach die Gegner unter dem Strich herausgekommen sind. Eigentlich brutal schlecht. Und noch schlimmer: Der schlechte Eindruck wird bei vielen Zuschauern haften bleiben.
Schuler von Greenpeace. Er ist nicht speziell abgefallen. Er brachte die Standard-Argumente, die man seit langem kennt. Viel zu Wort gemeldet hat er sich nicht. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass er langsam etwas am resignieren sein könnte. Kein grosses Feuer in seinen Argumenten. Ich denke, dass die diversen Gegner-Organisationen für die kommenden Auseinandersetzungen jemanden unverbrauchten in die Schlacht schicken müssten. Wer eignet sich dafür bzw. kennt alle Argumente? Vielleicht darf ja nächstes Mal die SES als Auswechselspieler ran.
Bäumle von den Grün-Liberalen. Irgendwie nur ein halber Grüner. Allerdings ein echter Politiker in seinem Auftreten und vor allem ein totales Schlitzohr und Chamäleon. Man weiss nie genau wo er hinaus will. Er ist zwar Umweltwissenschafter. Trotzdem will er KKWs während einer langen Uebergangsperiode mit Gaskombianlagen bekämpfen. Diesen Widerspruch zur Zielsetzung einer massiven Reduktion der CO2-Emissionen hat er mit der SP gemeinsam. Die echten Grünen sind in diesem Punkt immerhin konsequent dagegen. Für erneuerbare Energien scheint er sich nicht allzu sehr erwärmen zu können. Er scheint halt als einigermassen intelligenter Mensch die anstehenden Probleme in der Umsetzung erkannt zu haben und dürfte als Liberaler sogar auch die wirtschaftliche Seite nicht völlig aus den Augen verloren zu haben. Ihm ist klar, dass es unsinnig hohe Investitionen innert relativ kurzer Zeit braucht um rechtzeitig mit NEE auf einen grünen Zweig zu kommen. Interessant auch noch sein Argument, dass man jetzt nicht auch noch zusätzlich ständig gegen „gescheite“ Projekte sein kann, welche doch einiges bringen könnten (Beispiel Erhöhung der Staumauer Grimsel). Möglicherweise also sogar ein Unterstützer der Initiative gegen Beschneidung des Verbandsbeschwerderechts. Sehr interessant.
Architekt Brunner. Er wurde zwar nicht, wie früher oft, als Kernenergie-Experte vorgestellt Seine Zeit ist schon lange abgelaufen. Argumente aus dem „Grümpel-Schrank“. Dort gehört er selbst hin. Er versteht etwas von energiesparendem Bauen, Minergie, etc. aber sonst brachte er harmlos wenig. Er führt (noch immer) bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit die Beispiele der energiefressenden Glühbirnen und gibt den Hausfrauen vor allem die Tips zur richtigen Wahl eines neuen Kühlschranks um wenigstens an seine Reputation als Fachmann für Energieeffizienz zu erinnern. Kurz: eine Fehlbesetzung in diesem Theater. Dürfte in Zukunft vermutlich nicht mehr erscheinen, wenn die Rollenbesetzer über die Bücher gehen werden. Trat im übrigen auch oft als Dreinschnorrer von der Seitenlinie auf, wenn gerade die andern am Reden war. Nur noch eine tragische Figur.
Die einzige Lady an der Gesprächsrunde kommt leider hier zuletzt dran, aus dem einzigen Grund weil sie noch viel schlechter war als die 3 andern. Man hat die Rolle einer Vizepräsidentin der Grünen überlassen. Dies war ein kolossaler strategischer Fehler, eine totale Fehlbesetzung in diesem Trauerspiel. Die Dame hatte wirklich erschreckend wenig zu bieten und kannte noch nicht einmal die normalen Phrasen ihrer Partei. Sie müsste noch viel lernen um arenatauglich zu sein, aber ich gehe eigentlich davon aus, dass die Zuschauer sie zum letzten Mal gesehen haben. Zu kontraproduktiv. Hinter den Kulissen wird es eine tiefgreifende Manöverkritik und tüchtig Haue geben.
Was noch erschwerend dazu kommt ist die Tatsache, dass die SP nicht auf der Gegnerseite vorhanden war. Nach dieser erbärmlichen Vorstellung der Grünen muss dies die Linken wirklich hart getroffen haben. Ich vermute, dass das Fernsehen nach diversen Ausrastern von Herrn Rechsteiner in der Arena zum Thema vorgewarnt war und daher die entsprechenden Konsequenzen gezogen hat, sprich ihn unter keinen Umständen im Diskussionsteam haben wollte. Man wollte ihn überhaupt nicht in der Sendung, auch nicht in den hinteren Reihen. Die Gründe werden vielleicht noch durchsickern. Die SP Voten aus den hintern Reihen bestanden aus den üblichen abgehalfterten Argumenten. Dazu viel Hoffnung nach dem Motto: Weiter auf dem beschlossenen Weg, es wird schon gut gehen.
Die Herren auf der Befürworterseite waren vorbereitet, ihre Argumente klar und auf den Punkt gebracht. Die Parlamentarier Messmer und Lombardi haben ihre Hausaufgaben gemacht. Messmer gab sich gar als Gentleman und zeigte Mitleid gegenüber der Dame von den Grünen.
Wer meiner Theaterkritik keinen Glauben schenkt der sollte sich die Sendung als Aufzeichnung ansehen.
Halt total am Blogthema vorbei, aber aktuell, wichtig und richtig.
Globis Argumente gehören in die Arena und ins Bundeshaus!
Aber die atomaren Grabenkämpfe sind lanciert und werden nun wohl in ähnlicher Weise wie früher wieder Kräfte binden und das klare Denken behindern.
Mal abgesehen von all den guten Argumenten von Globi und andern:
Wie kommen die Atomlobbyisten überhaupt dazu, ein so immenses wirtschaftliches Risiko wie Atomenergie zu propagieren?
Nur angenommen, der ach so unwahrscheinliche Unfall passiere trotzdem. Menschliches Versagen, Technisches Versagen, Naturkatastrophe, Terror. Und abgesehen von den (nicht versicherbaren) direkten Schadensauswirkungen auf Mensch, Umwelt und Material!
Dann hilft die Ausrede nicht mehr, "bei unseren Reaktoren kann das nicht passieren". Das Undenkbare denken ist eine heilige ethische Pflicht.
Aber ein zweiter Tschernobyl-Reflex wäre absolut ruinös! Jahrzehntelange Moratorien in allen Demokratien wären die Folge. Wer kassiert? Wer bezahlt? Alles klar?
Und Mr. Peino: Bitte verschon' uns mit Offside-Theorien von Element, Atom- und Molekülkreisläufen...
Ich moechte ihnen meinen besten... aehm... Dank aussprechen, fuer die Zahlen die Sie hier ....aehm... auflisten.
Ich besuche seit langem nur noch Ihren ...aehm... Blog und natuerlich freut es mich zu lesen mit welchem ...aehm... Erfolg Sie hier und ...aehm... auch meine ...aehm... Wenigkeit angeklickt werden ;-)
aehm... Allerdings lamentieren von den ...aehm.. 70 Kommentatoren praktisch immer die gleichen ...aehm... Schreiberlinge und spaetestens nach dem ...aehm... dritten, vierten ...aehm... Kommentar versanden die ...aehm.. Reflektionen auf Ihren neuen ..aeh... Eintrag in der ...aehm...Energiefrage.
mmmmmmhhhhh....
Denkt oder ueberlegt sich hier eigentlich ...aehm... irgendwer mit welcher Energie der ....aehm... UMSTIEG erreicht werden soll, wenn nicht mit den heute ...aehm... bekannten Energien?
Jeder ...aehm... Ausstieg erwirkt sich aus einem vorgaengigen ...aehm... Umstieg!
Weshalb erlauben sich gewisse ...aeh... Menschen die ....aehm... Radikalitaet zu propagieren ? Denken solche ...aehm...Leute eigentlich an die Konsekuenzen solchen ...aehm..Handels?
Sind das ...aehm... Verantwortungsgewohnte ...aehm.. Buerger die so handeln wuerden, oder sind sie hier in Ihrem Blog nur aus Frust eigener aehm... Unbeholfenheit.
aehm...Herr Bundesrat. Ich hoffe, dass Sie ihr ...aehm... Buch zum Blog aber nicht auf die Zahl der ...aehm... Besucher abstuetzen und publizieren, denn ich kann Ihnen...aeh... versichern, dass ich persoenlich ...aeh... manchmal mehrmals am Tag hier reinschaue aber es nicht mehr aushalte, wenn ich die Rechthaberei gewisser Schreiberlinge (auch weibliche) ...aehm... verdauen muss.
aehmm.... heute moechte ich dem thailaendischen ...aehm... Koenig meinen aufrichtigen ....aeh... Dank fuer die genossene ...aehm... Freundlichkeit und das herzlichste Laecheln der ...aehm... Siamesen aussprechen.
Mr.Toe :-)
mir scheint, Du bringst hier etwas ganz gewaltig durcheinander. Du sprichst im gleichen Atemzuge, bzw. im gleichen Satz, von CO2 Kreislauf in der Biospähre, dem menschlichen Körper und zudem bezeichnest Du den Kohlenstoff aus fossilen Lagern, ebenfalls als Kreislauf CO2.
Das sind, wenn überhaupt, komplett verschiedene Kreisläufe!
Der eine, der menschliche Körper mit Durchlaufszeiten von wenigen Stunden bis Tagen. Die Biospäre mit wenigen Tagen bis Wochen. Und dann das fossile CO2 mit einigen Jahr Millionen. Bitte halte das auseinander.
Ich glaube, sagen zu dürfen, dass wir einig sind, dass zusätzliches CO2 in der Biosphäre unerwünscht ist, egal, ob es vor 500 Millionen Jahren bereits einmal auf vier Füssen und langen Hälsen Grass geweidet hat. Wir WOLLEN ganz einfach den Meeresspiegel nicht 10 Meter höher, als er heute ist.
Ich sehe durchaus die Verlockung, zwei Systeme gleich zu setzen oder zu verwurschteln, auf Grund dessen, dass beide Kreisläufe vermuten lassen (Biosphäre, fossile Brennstoffe). Aber halt!
Ein Kreislauf definiert sich nicht dadurch, dass er einen wiederkehrenden Material-transport aufweist. Nein. Zusätzlich muss er diesen wiederkehrenden Materialtransport OFT durchführen. Der fossile Kohlenstoff (Kohle, Erdöl,...) wurde nach unserem Wissen gerade mal EINMAL aus der Biospähre entfernt und jetzt wieder hinzu gefügt. Dabei von einem Kreislauf zu sprechen, scheint mir schon sehr gestreckt.
Der Bankräuber, der aus Reuhe das Geld zur Bank zurückbringt, ist ja auch kein Geldkreislauf. Auch dann nicht, wenn er die Dummheit ein zweites mal durchzieht. ;-)
Einen schönen Tag wünscht dr
Andreas
Dein Beitrag ist geschmacklos und das Ausäffen erinnert mich an die Kindergartenzeit. Hast Du noch mehr zu bieten?
Aber ganz egal ob wir aus dem Kernstrom aussteigen oder nicht, die Abfälle aus der Medizin müssen ebenfalls entsorgt werden. Oder soll Reto im nächsten Spot der Krebsliga die Nachricht erhalten "sorry, du kannst nicht nach hause, sie verbieten uns die radioaktiven Isotope"?
Ein weiterer Punkt ist die Terminologie die Kernkraft-Gegner auf weite Distanz entlarven: Atomstrom ist, was eine Solarzelle produziert. In der Kernkraft wird nicht das Atom ("kleinstes, unteilbares Teilchen") sondern nur der Kern geteilt.
Zudem hoffe ich, dass Terroristen besser ausgebildet wurden als die SP-Propaganda-Spitze: Ein Flieger im Kühlturm stört bis auf die Medien und die Fische im nachfolgenden Flussabschnitt niemanden...
Dennoch sprechen die Gegner von unsicheren Zahlen und Prognosen und werfen der Nuklear-Lobby gleichzeitig vor, utopische Zahlen und Prognosen zu proklamieren.
Warum also nicht nüchtern und rational (also ohne Angstschürerei) überlegen? Ok, sorry, dann kommt noch ein Problem der Bildungspolitik ins Spiel, der nach die Naturwissenschaften aus dem Unterricht gestrichen werden, dank dessen Schachzug in der Bevölkerung oftmals das Verständnis für einfache Mechanismen fehlt...
Ich bin nicht strikte für die Nuklear-Lösung, ich bin auch für erneuerbare Energien. Aber hier haben wir Gegner: "Nein die Staumauer nicht erhöht werden, eine seltene Blume wird geflutet. Nein, die Touristen wollen keine Windräder sehen, usw."
Ich unterstütze voll und ganz die Doppelspur-Strategie,die mirosch (2008-07-06 21:41:43) angesprochen hat.
Der Kernkraft aber voll und ganz den Rücken zu kehren empfinde ICH als klar falsch.
Und wehe die Grünen werden einst einem Fusions-Reaktor (ebenfalls Nuklear-Kraft!) zustimmen!
Nochwas: Was ist falsch daran die Ölheizung durch eine Stromheizung zu ersetzen? Jaja, die 200Watt können dann nicht erreicht werden. Aber wenn der Strom aus Wind-, Wasser-, Solar- und Kernkraft kommt, wo ist dann das Problem? Und wenn wir grundsätzlich als Energie elektrischen Strom verwenden (also auch im Transport, Abbau und Aufbau), sehe ich wirklich kein CO2 mehr...?!
lg
es ist schon eine Weile her, als ich mich das letzte mal hier im Blog "gemeldet" habe. Dennoch, heute tut die Lage Not.
Brownie, haben wir die selbe Arena Sendung gesehen?
Mir kommt es vor, als ob Du ganz massiv befangen bist, mit Deinen Urteilen gegenüber der Gegner-Seite.
Die Argumente der Atomgegner sind nunmal zum grossen Teil dieselben, wie vor 25 Jahren bei Kaiseraugst, weil die Probleme eben NICHT gelöst wurden. Macht das die Argumente weniger wichtig? Macht das die Argumentatoren schwächer?
Meiner Ansicht nach, kamen vor allem die Befürworter flach raus. Messmer kannte nicht mal den Unterschied zwischen Umwelt- und Gebäudeheimatschutz. Zudem behauptet er, dass elektrische Energie nicht gespeichert werden kann, obwohl wir seit bald 30 Jahren, jede Nacht Französischen Atomstrom in unsere Pumpspeicherkraftewerke "raufpumpen", um ihn tagsüber als Spitzenstrom teuer zu verkaufen.
Prasser verzettelt sich total in seinem Nuklid- und Isotopengefasel, sodass ihn niemand versteht, der nicht Kernphysiker ist.
Ich frage mich, weshalb die Befürworter denn so geil auf neue KKWs sind? Weshalb nur. Messmer hat schon in seiner Tätigkeit in den verschiedenen Komissionen bewiesen, dass ihm vor allem sein eigener Speck am wichtigsten ist und nicht derjenige des Schweizer Volkes.
Ich wähle weder SP noch Grün, aber in der Atomdebatte stinkst auf der Beführworterseite ganz deftig nach gekauften Politikern.
Interessant ist auch, dass alle Befürworter so alt sind, dass sie sich um ein Endlager keine Gedanken mehr zu machen brauchen. Egoistenpack.
Und da schreibst Du, dass die Gegnerseite flach raus kommt? *Kopfschüttel*
"Ein weiterer Punkt ist die Terminologie die Kernkraft-Gegner auf weite Distanz entlarven: Atomstrom ist, was eine Solarzelle produziert. In der Kernkraft wird nicht das Atom ("kleinstes, unteilbares Teilchen") sondern nur der Kern geteilt."
Klugscheisserei beeindruckt nur dann, wenn sie kompetent daher kommt - was hier nicht der Fall ist. In einem Atomkraftwerk werden sehr wohl Atome gespalten. Natürlich werden dabei zuerst Atomkerne in metastabile Zwischenzustände gebracht, die dann in zwei oder mehr Bruchstücke zerfallen. Die Bruchstücke fangen sich jedoch sofort wieder Elektronen ein und rekombinieren zu neutralen Atomen. Die Summe der Atome nimmt zu - bei gleichbleibender Nukleonenzahl. Das ist keinem chemischen Kraftwerk der Fall.
So und nun sagst Du, dass Kernkraftwerke keine Atomkraftwerke sind, aber, dass Solarzellen Atomkraftwerke seien, weil da Atomphysik passiert. Nur weil bei einer Halbleiter Solarzelle Elektronen an den Valenzschalen eingebundener Ionen kratzen, scheint mir "Atomkraftwerk" deswegen schon sehr, sehr weit hergeholt.
So viel zum Thema Terminologie. Aber bitte, wenn Du eine neue Sprache erfinden willst, nur zu. Dann nennen wir konsequenterweise in Zukunft alle Menschen wandelnde Atomkraftwerke. Hmm? Verwirrt?
Bei einer begrenzten Menge nuklearen Abfalls liesse sich durchaus eine internationale Endlagerlösung finden. Dies wurde bereits in den Siebziger Jahren angerührt - und wieder fallen gelassen, weil die schiere Menge an nuklearem Abfall einfach zu gross ist und, weil die einzelnen Staaten (bzw. deren Politiker) zu EGOISTISCH sind.
Der Opalinuston ist eine Lachnummer. Darin sollen Nukleare Abfälle für mehrere Hunderttausend Jahre sicher untergebracht werden. Mit hydraulischen Experimenten will man in kürzester Zeit Diffusionsphänomene simulieren, die in der Natur hundert tausend oder Jahr Millionen andauern. Jedem technisch oder naturwissenschaftlich ausgebildeten Menschen dreht sich da der Magen um. Die Stichwörter lauten: Linearität und Skalierung.
Fluiddynamische und diffusionstechnische Vorgänge lassen sich nur sehr eingeschränkt skalieren bzw. Extrapolieren.
Daraus folgt, dass mit heutigen Laborexperimenten eben NICHT darauf geschlossen werden kann, wie sich die selben Phänomene in Zeiträumen entwickeln, die 100'000 mal länger dauern.
Wir laufen da in eine Hammer rein. Ohne Helm.
Eine hypothetische Frage vor allem an jene, die eher für neue AKWs sind: Angenommen
- sämtliche Besitzer einer Immobilie wären bereit, ab morgen die Hälfte ihrer Dachflächen einer Axpo, Atel & Co. (vorab) kostenlos für die Installation von Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung zu stellen,
- die Kosten für die Installation gingen zu Lasten der Stromproduzenten (Axpo etc.)
- der Strompreis bliebe aber für alle der gleiche
(also quasi „ich gebe Dir Fläche und Du gibst mir Strom zu den bisherigen Bedingungen“)
…wäre dann ein Meinungswandel denkbar?
Natürlich könnten nun viele Wenns und Abers aufgeführt werden (rechnet sich das denn, was ist mit den historischen Bauten usw.). Mir geht es aber vielmehr ums Ausloten dessen, was WIR ALLE bereit wären zu tun oder zu akzeptieren, um auf AKWs verzichten zu können.
Freundliche Grüsse
Titus
Pro und Contra Atomenergie. Mirosch ist mit seinem Kompromissvorschlag geradezu mein "Lieblings-Atomenergie-Befürworter".
Obwohl, Mirosch glaubt, Thorium sei die Zukunfts-Ressource schlechthin. Ich muss gestehen, dieses esoterische Material übersteigt meine Kenntnisse und meinen Bildungsstand. Sorry, aber man hat sowieso den Eindruck, nur noch sub-atomar bewanderte Physiker könnten hier noch mitreden, wenn's um die Zukunft unserer Energieversorgung geht. Was wiederum von einem ziemlich technokratischen Demokratieverständnis zeugt. Würde ich mal meinen, als physikalisch durchschnittlich gebildetem Bürger.
Aber Mirosch's Argumente kann ich ja noch nachvollziehen, angesichts Argumenten in der Art von Stefan Keller, z.B: Zitat:
"Das Lächerliche ist ja vor allem, dass wir Schweizer die einzigen sind, die der NAGRA nicht trauen. Das Ausland hat keine Hemmungen hier anzuklopfen..."
Herr Keller! Das Ausland hätte keine Hemmungen WO AUCH IMMER ANZUKLOPFEN, wo sich die Gelegenheit böte, weil auch das Ausland gottenfroh wäre, seinen angehäuften Atommüll loszuwerden. Herr Keller, ich stelle meinen Garten als Endlager zu Verfügung, mit Hunderttausendjahresverträgen! Ich werde Millionär!
Ääähm, jetzt wollte ich eigentlich gar nicht auf "Mr. Toe" zu sprechen kommen weil aäh..der lässt sich offenbar viieeel Zeit zum Nachdenken. Wenn dabei Kommentare herauskommen wie sein letzter..äähhm, vielleicht wäre es angebracht für ihn, etwas mehr Zeit zu investieren. Nach dem Motto "Vor Inbetriebnahme des Mundwerks, bitte HIRN einschalten!"
Äähm, dass du dir Zukuntssorgen machst: wer würde dir das verübeln, diese mache ich mir ja auch. Den "Teufel mit dem Beelzebub austreiben" ...auch das ist eine Option, warum nicht. Wenn du aber alle andersmeinenden als relativ verantwortungslos, als rechthaberisch und frustriert darstellt und für unverdaulich hältst. Von wem sprichst du? Ein Mausklick genügt und weg sind sie, du musst dir das ja nicht antun.
Sollte globi nach deiner Meinung in ein Endlager verbracht werden? In der Hoffnung, dass all seine Argumente nie wieder an die Oberfläche dringen?
,
Danke für deinen aufschlussreichen Beitrag.
Ich verstehe deinen Standpunkt durchaus.
Aber ich glaube den Fehler hier machst du, in dem du jeden Kreislauf (menschliche, Biosphäre, Erdöl...) als Einzelnen, und womöglich noch in sich geschlossenen, Kreislauf betrachtest.
Man muss stets das Ganze betrachten, um richtige Schlussfolgerungen zu ziehen. Und schliesslich nehmen wir Menschen ja mit jedem Atemzug auch am "Kreislauf der Biosphäre" teil.
Und ich glaube mit deiner masslosen Übertreibung, der Meeresspiegel könnte um 10 Meter steigen, schürst du gezielt Ängste um auf einer emotionalen Ebene zu argumentieren, statt einer sachlichen, und so Menschen manipulierst und dadurch versuchst sie zu überzeugen.
Es grüsst
Mr. Pink
Anstatt sich die ewiggestrigen ausgelutschten Argumente um die Ohren zu hauen vonwegen nein nein keine Kernkraft oder jöö.. die Alternativen ... sollte man sich wirklich ernsthaft mal Gedanken machen um die Energiezukunft dieses Landes.
Anstatt zu Fragen was gute Zukunftsaussichten hat, könnte man auch mal anders Fragen wo in Zukunft die Fallgräben sind. Und zwar nicht Fallgräben die im 1:10Mio Szenario kömmen könnten sondern welche absehbar sind...
Öl:
mittelfristig schlechte Option, die Ressource geht voraussichtlich in 40 Jahren zu Neige.
Kohle:
ist die einzige fossile Energie die NICHT in absehbarer Zeit zu Neige geht, insofern ist das Versorgungstechnisch politisch wie geologisch eine sichere Energiequelle, ökologisch sind jedoch grösste Bedenken anzusetzen, ev. könnten diese durch bessere Filteranlagen und Effizienzsteigerungen verbessert werden.
Gas:
geht in maximal 60 Jahren zu Neige, statistisch noch vor dem Öl! ökologisch besser als Kohle aber politisch höchst brisant, wird heute schon als Druckmittel eingesetzt. Hier zu investieren wäre Dummheit pur...
Kernbrennstoffe:
Uran:
Der einfache resp. kostengünstige Abbau wird voraussichtlich in 50-60 Jahren zu Neige gehen, mittels Einbeziehen von aufwändigem Abbau werden nochmals etliche Jahrzehnte dazu gewonnen werden.
Thorium: Der Abbau ist noch gar nicht in Angriff genommen worden, dort liegen noch für mehrere hundert Jahren Vorräte.
Kernfusion:
Realisation noch nicht sicher, Einsatz nicht vor 2060 zu erwaten.
Methangashydrate: wären die Vorräte gemäss aktuellem Wissensstand immens, man schätzt die 5 fache Menge wie sämtliche Erdgas und Erdölressourcen zusammen. Probleme: neue Abbautechnologien, sehr schwieriger und teurer Abbau, Klimapolitisch und Umweltschutz extrem problematisch.
Regenerative Energien:
Wind:
für Küstenregionen interessant, wir haben keine Küsten, die Windfelder kollidieren meistens mit Naturschutz.
Wasser:
Wir sind wir schon Vizeweltmeister, nur Norwegen macht uns noch was vor, allerdings verfügen diese auch über massiv mehr Wasseressourcen. Dieser Bereich ist nahezu ausgereizt, auch weil Landschaftschutz, Naturschutz und Wasserkraftinteresesn kollidieren.
Sonne:
PV wird kommen, der Energieumbau wird allerdings sehr lange gehen, nicht alle Projekte werden sich rechnen, Probleme mit Netzinfrastrukturen werden sich ergeben (Nachtversorgung, Neztstabilität usw...)
Solarthermie: es gibt bereits gute Marktlösungen, auch hier sind die Lösungen vor allem für Haushalte und kleinere Verbraucher interessant. Für industrielle Applikationen schlechter geeignet.
Biomasse:
Wird in der Schweiz immer ein Nischendasein pflegen. Aus ganz einfachem Grund: Die verwertbare Biomasse ist begrenzt...
Geothermie:
Wird in der Schweiz wohl nie entscheidende Beiträge an den Energiehaushalt liefern können, zu teuer die Technik, zu gross die Gefahren bei Exploration, zu wenig geothermalaktive Zonen in der Schweiz.
Somit kommen Kohle, Kernbrennstoffe, Wasser und die Sonne als grosse Energieträger der Zukunft in Frage. Wir müssten jetzt eigentlich nur noch diskutieren was in welchem Ausmass verfolgt wird. Der Rest ist hinfällig und wird langfristig keine Rolle mehr spielen....
LG MG
Ich bin fast ein wenig beeindruckt über Deine emotionslose Beurteilung der Energieträger. Sie stellt die Ausnahme in diesem Forum dar. Deinem Fazit im letzten Satz kann ich zustimmen.
Dein Zusatz ist entscheidend. Man muss sich bei Gelegenheit entscheiden, auf welche Energieträger man in welchem Masse setzen will.
Immerhin wäre damit bereits klar, dass der seit Jahren bewährte und praktisch CO2-freie Strommix aus Wasserkraft und Kernenergie dabei ist. Man muss an ihm festhalten. Die PV darf beweisen, ob sie relativ rasch eine bedeutende Rolle spielen kann (nach dem Motto: Das eine tun und das andere nicht lassen). Der Vorteil der Kohle läge einzig und allein in deren grossen Reichweite. Ernsthaft in Betracht gezogen kann sie aber in der Schweiz eigentlich nicht, wenn man eine massive Reduktion der Treibhausgas-Emissionen als primäres übergeordnetes Ziel in den Vordergrund stellt.
http://www.newsweek.com/id/137501
Warum ignorierst Du die Fakten und wiederholst Unwahrheiten?
1. Werden die neuen AKWs bereits geplant. Und wenn sie das Rahmenbewilligungsgesuch nicht erhalten, wird der Bund verklagt werden und wir gezwungen die Rechnung zu bezahlen. Für die nicht gebauten AKWs aus den 1980er haben wir immerhin nahezu 600 Millionen Franken bezahlt. Damit liesse sich eine Solarmodul Fabriken mit 250 MW Jahresoutput finanzieren – also 2.5 GW in 10 Jahren.
2. Beznau I, II und Mühleberg liefern zusammen etwa 1085 MW und lediglich 14% des Schweizer Strombedarfs. Ein einziges neues AKW hat aber mit 1600 MW weit mehr Leistung als die 3 Alten zusammen. Das heisst: Ein neues AKW ist nur eine Option, wenn wir konsequent auf Effizienz und erneuerbare Energie verzichten. Das ist aber absurd, weil erneuerbare Energie und Effizienz weltweit Marktanteile gewinnen und Atomenergie trotz massiver Subvention weltweit Markanteile verliert (selbst Österreich ohne AKWs ist gezwungen jedes Jahr Millionen von Steuergeldern an die Euratom und die IAEA zu schieben). Die Schweiz hat keine Uranmienen, keine Atomkonzerne, keine Uranprozessierungsanlagen, keine Anreicherungsanlagen und keine Endlager. Es ist völlig absurd zum Schutz von Oligopolen und ideologischen Gründen ineffiziente, teure, ausländische Atomkonzerne zu fördern, nur um letztlich die Anzahl Klumpenrisiken und unsere Abhängigkeit von begrenzten ausländischen Rohstoffen erhöhen zu können.
3. Kann Thorium nicht gespalten werden sondern muss zu Uran 233 gebrütet werden und Brüter sind noch viel teurer als konventionelle Reaktoren und erfahrungsgemäss enorm unzuverlässig. Der Brüter Superphenix hat für 5 Franken pro kWh Strom produziert (ohne Folgekosten). Dieser Fakt ist umso tragischer wenn man bedenkt, dass die Atomenergieforschung während den letzten 60 Jahren über 50% des weltweiten Energiebudgets gefressen hat und Atomenergie lediglich 2.1% des weltweiten Energiebedarfs deckt und trotz massiver Subvention noch Marktanteile verliert.
Wir müssen auf Lösungen setzen die uns JETZT zur Verfügung stehen und dürfen uns nicht einfach auf irgendwelche Prognosen verlassen.
4. Die entscheidende Frage ist, mit welchen Optionen kann die Bevölkerung zuverlässig ihren Fernseher betreiben und warm Duschen kann. Und was diese Optionen betrifft, schneidet Atomenergie von neuen AKWs erwiesenermassen miserabel ab. Ausser der Atomlobby will Niemand Atomenergie. Obwohl die Atomenergie in den letzten Jahrzehnten 6 mal mehr Subventionen erhalten hat als die erneuerbaren Energien, produzieren die erneuerbaren Energien weit mehr Energie.
5. Schweizer Wärmekraftkopplungsanlagen decken über 50% des Dänischen Strombedarfs und können somit auch problemlos 14% des Schweizer Strombedarfs decken. Schweizer WKKs sind im Gegensatz zu ausländischen AKWs schnell gebaut, schnell amortisiert, flexibel, reduzieren die Netzbelastung, reduzieren die Verluste, produzieren keinen radioaktiven Abfall und keine Klumpenrisiken. Zudem können sie genau dann im Schweizer Winter Strom und Wärme produzieren, wenn der Schweizer Strom- und Wärmebedarf auch am höchsten ist.
www.iwk.ch
www.turbomach.com/marcos.htm
6. Photovoltaik entlastet das Netz, weil sie erstens dezentral eingesetzt wird und zweitens weil sie ausschliesslich am Tag Strom produziert wenn der Bedarf ohnehin bis zu dreimal höher ist, als während der Nacht. Der geringe Strombedarf während der Nacht kann problemlos durch die bestehenden Flusslaufwerkraftwerke und Kehrichtverbrennungsanlagen gedeckt werden.
7. Gibt es absolut keinen Grund die verschwenderischen Heizwendeln und Wärmepumpen ausschliesslich in der Nacht zu betreiben.
8. Gibt es absolut keinen Grund Speicherkraftwerke ausschliesslich am Tag zu betreiben.
9. Gibt es absolut keinen Grund Wärme durch Strom zu generieren. Schweizer Solarwärmekollektoren sind wesentlich günstiger als neue ausländische AKWs mit Heizwendeln in unseren Kellern. Und Solarwärme entlastet nicht nur das Netz sondern lässt sich auch problemlos speichern. Ein Mehrfamilienhaus läuft bereits JETZT ohne Heizung. www.amk-solac.ch
10. Die Wasserkraft in der Schweiz ist bei weitem nicht ausgeschöpft. Ökologisch verträgliche Schraubenturbinen oder Staudruckturbinen in Kleinwasserkraftwerken können bereits jetzt betrieben werden. Tatsächlich existierten in der Schweiz vor 100 Jahren 10 mal mehr Kleinwasserkraftwerke als Heute. Zudem kann auch aus den Trinkwasseranlagen Strom gewonnen werden.
11. Österreich ist ein Alpenland und versorgt jetzt 560'000 Haushalte mit Windstrom nicht erst im Jahr 2020. Eine einzelne Windturbine ist selbstverständlich immer noch schöner als hunderte Hochspannungsmasten.
12. Dieses Holzkraftwerk passt bereits jetzt in jede Gemeinde. Und momentan wird erst etwa die Hälfe des gesamten Energieholzes der Schweiz benutzt.
13. Die Mitglieder in der Atomlobby sind ironischerweise die gleichen welche jede Massnahme verhindern, um den CO2-Ausstoss der Schweiz senken zu können.
14. Die Stiftungsratsmitglieder in der Stiftung Landschaftsschutz sind ironischwerweise die Gleichen, welche auch nach neuen AKWs schreien.
15. Die Schweizer Stromkonzerne betreiben bereits AKWs und Kohlekraftwerke im Ausland. Es gibt absolut keinen Grund weshalb sie nicht auch Windparks im Ausland betreiben.
16. Um die Flugzeug-, Lastwagen- und Schiffflotte betreiben zu können, sind wir auch zukünftig auf Öl angewiesen.
Brownie’s Argumente sind übrigens bezeichnend für das Vorgehen der Atomlobby.
Da sie wissen, da sie auf Fakten basierten Argumentation unverzüglich in einer Sackgasse landen, werden die Messenger der Fakten angegriffen. Das heisst: Wichtiger als die Fakten selbst, ist die Person, welche die Fakten erwähnt hat. Und anstatt weiterhin sachlich über die Fakten zu reden, hat man so schnell das Thema gewechselt in dem man sich mit dem für die Diskussion irrelevanten Messenger beschäftigt.
Und übrigens, Stefan Keller, es wird das ganze Atom gespalten und nicht nur deren Kern. Die Spaltprodukte sind ebenfalls mehrheitlich Atome und nicht etwa herrenlose Atomkerne. Mal ganz abgesehen davon, dass die Bezeichnung Kern auch irreführend sein kann. Es handelt sich um Atomkerne und nicht etwa um Sonnenblumenkerne. Wahrscheinlich wäre die Bezeichnung FKK für Fissions-Kern-Kraftwerk besser und weniger irreführend. Also, wäre Dir FKK lieber als AKW um Verwechslungen vorzubeugen?
Und von Ausstieg kann keine Rede sein: Gösgen und Leibstadt werden übrigens nicht ersetzt und Du kannst Dich auch weiterhin über eine 30% Schweizer Uranstromabhängigkeit, zwei Klumpenrisiken und das ungelöste Endlagerproblem erfreuen. Auch werden die unflexiblen, französischen AKWs weiterhin auf die Schweizer Speicherseen angewiesen sein.
Apropos Speicherseen: Mit der Erhöhung von Staumauern, kannst Du zwar die Speicherkapazität eines Speichersees erhöhen – nicht aber die damit produziert Energie, da das Einzugsgebiet durch die Erhöhung des Stausees ja nicht vergrössert wird. Wobei ich die Erhöhung der Speicherkapazität trotzdem für sinnvoll betrachte.
Lieber Titus,
Noch einfacher ist natürlich wenn die Stromkonzerne selbst Photovoltaikmodule und Solarwärmekollektoren produzieren und verkaufen würden (der administrative Aufwand um sich direkt um hunderttausende von Dächern zu kümmern wäre enorm hoch). Momentan verkaufen sich die Photovoltaikmodule in der EU wie warme Semmeln, die Zeit für Photovoltaikfabriken ist günstig. Das Problem dabei ist natürlich, dass sie sich in diesem Umfeld (noch) nicht auskennen und sich zudem auf diese Weise ihre Stromhandelsmenge zwangsläufig reduzieren würde.
Die Schweizer Stromkonzerne waren im Gegensatz zur international tätigen Maschinenindustrie bis anhin keinem Wettbewerb ausgesetzt. Wir können nicht von ihnen verlangen, dass sie jetzt plötzlich kreativ werden und ihr Businessmodell anpassen. Also, bekämpfen sie verständlicherweise alles was irgendwie die Effizienz oder dezentrale Stromerzeugung fördern und somit ihr angestammtes Businessmodell in irgend einer Weise gefährden könnte.
Ja, genau, es geht darum, welchem Energieträger und welcher Technologie wir Priorität einräumen wollen. „Das eine tun und das andere nicht lassen“ heisst aber auch doppelte finanzielle Aufwendungen. Woher nehmen und wem wie viel geben?
Zentral ist für mich die Frage: Wollen wir die Energie-Frage wieder nur so lösen, dass sich unsere Nachkommen erneut damit auseinandersetzen müssen? Von Sonne und Wasser sind wir ohnehin abhängig, ohne sie fehlen die Lebensgrundlagen für den Menschen auf diesem Planeten…
@ Alle
Wem es teilweise etwas technisch war, nachfolgend ein interessantes Zitat zum Nachdenken von Josef Jenni (Jenni Energietechnik), Oberburg:
„Sind wir nicht alle energiesüchtig?
Ein Süchtiger…
…braucht immer mehr Stoff.
…verkennt die Probleme.
…lebt nur für das Heute.
…wird in der Not unberechenbar.
…sucht mehr oder weniger zweifelhafte Ersatzstoffe.
…nimmt auch die eigene Zerstörung in Kauf.
…kann brutal ausgenutzt werden.
…kann mit einem Kraftakt von seiner Sucht frei werden.“
Freundliche Grüsse
Titus
Das Volk ist bei der Energiefrage gespalten. Die einen sehen durchaus eine Lösung des Problems in der Kernenergie, die anderen (einige bloss aus ideologischen Gründen, aber nicht alle) wollen nicht nur keine neuen KKW, sondern gleich auch die alten loswerden.
Es wird viel geredet und gestritten. Schlussendlich sind wir wohl alles Laien (zu 99%) wie es Herr Krähenbühl erfasst hat.
Man sollte deshalb darüber vielleicht nicht das Volk entscheiden lassen, sondern Experten (Politiker zähle ich nicht als Experten!).
Nichts desto trotz verfolge ich gespannt die Diskussion hier im Blog und freue mich über jeden Beitrag. Lasst euch also von meiner Aussage nicht ablenken und weiter so...
Gruss
Mr. Pink
Ewiges Wirtschafts- und Energiebereitstellungs-Wachstum wird als Naturgesetz angesehen, dem gefälligst nachzuleben ist.
Die Macht scheint schon jetzt zu gewinnen, die Vernunft zu verlieren.
Ich fand das Kühlturmattentatmotiv der SP gar nicht so falsch, auch wenn es mit der gleichen Angstmache wie die Stromlückenpropheten spielt.
Es zeigt ein reales Risiko.
Der Flieger könnte auch ins Turbinenhaus oder aufs Reaktorgebäude stürzen. Auch wenn ein solcher Anschlag natürlich keinen radioaktiven GAU verursacht, stellt Euch mal folgende Frage, Stefan Keller & Co.:
Was glaubt Ihr, wie lange ein solch getroffenes AKW stillstehen würde, und wie anhaltend der globale Imageschaden für die Kernspalter ausfällt, würde ein solches "Ereignis" eintreten???
Die Welt hat nicht genügend Energie, um die heutige Verschwendung zu halten! Wir MÜSSEN zurückfahren.
Wir haben bestenfalls noch die "Wahl", durch was wir uns dazu zwingen lassen "wollen"!
Die G8-Verbrecher geben aktuell grad wieder ein Super-Vorbild ab.
stimme voll und ganz zu. Danke für Deine ausführliche und geduldige Darlegung der Tatsachen. Sehr interessant.
Atomstrom hat keine Zukunft.
In deinem letzten posting unterstellst Du Mirosch, dass er Fakten ignoriere und Unwahrheiten wiederhole. Mitnichten.
Er hat lediglich eine Auslegeordnung möglicher Energieträger vorgenommen und ist zu bestimmten nachvollziehbaren Schlussfolgerungen gekommen. Dies sind halt einfach die Fakten aus seiner Sicht und die passen dir überhaupt nicht in den Kram. So einfach ist das. Mit Unwahrheiten hat dies rein nichts zu tun.
Da bist es schon eher Du, welcher gewisse Fakten verdreht und krasse Unwahrheiten verbreitet, allerdings mit dem Unterschied, dass sich dies in deinem Fall auch klar beweisen lässt. Ich denke auch, dass dies mit voller Absicht geschehen ist. Du müsstest es meiner Meinung nach nämlich besser wissen. Hier die Fakten.
Gemäss geltendem Kernenergiegesetz (KEG) besteht kein Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Rahmenbewilligung. Deine Aussage, dass bei Nichterhalten einer solchen Bewilligung der Bund durch die Gesuchsteller verklagt würde und „wir die Rechnung zu bezahlen hätten“ (wofür ?) ist hochkarätiger Schwachsinn, einfach schlicht falsch.
Eine solche Aussage ist aus dem KEG nicht ableitbar. Du beziehst dich primär auf die Situation Kaiseraugst und liegst damit nochmals total falsch. Damals war die Situation so, dass die Kraftwerksgesellschaft über eine gültige Bewilligung verfügte. Blocher und andere Parlamentarier haben dann vor allem aus rein politischen Gründen und des Friedens wegen auf einen Verzicht hin gewirkt. Damit aber wurde der Bund entschädigungspflichtig, im Prinzip für jene Kosten, welche nach der Erteilung einer rechtskräftigen Bewilligung gemäss Prinzip „Treu und Glauben“ angefallen waren. Die damals erteilte Bewilligung war nach dem damals noch geltendem Gesetz von rechtlich anderer Art und diese Entschädigung war im damals noch geltenden Gesetz so vorgesehen.
Zwei völlig falsche Behauptungen auf ebenso viel Zeilen betrachte ich als total inakzeptabel. Eine Entschuldigung ist am Platz.
Auch Stefan Keller liegt wegen seiner Bemerkungen zur NAGRA natürlich in deiner Schusslinie.
Im Prinzip liegt er aber völlig richtig wenn er feststellt, dass „wir Schweizer die einzigen sind die der NAGRA nicht trauen“.
BR Leuenberger verlässt sich jetzt auf den „Sachplan Geologische Tiefenlager“ Er will dies alles mit soviel Transparenz und Systematik abwickeln wie überhaupt nur möglich. Alle irgendwie Beteiligten sollen in den Entscheidungsprozess einbezogen werden (und dies sind viele). Einmal aber muss, bestehend auf allen naturwissenschaftlichen Fakten (siehe unten) ein (politischer) Entscheid gefällt werden. Es ist einfach nicht akzeptabel die Kernenergie immer mit dem Argument killen zu wollen, dass es für die Endlagerung keine anerkannten Lösungen gäbe. Die bis verwendete Methode ist zu einfach. Man legt sich stets quer und behauptet dann einfach dass Lösungen unmöglich seien.
Ich erinnere ich mich an eine bereits früher gemachte entscheidende Aussage von Gegner-Organisationen in unserem Land. Im Kern besagt diese: Wenn eine internationale Expertengruppe von renommierten Wissenschaftern die von der NAGRA präsentierte Lösung akzeptiert so werden wir uns nicht weiter gegen die Realisation eines Endlagers für hochaktive Abfälle in der Schweiz stellen. Dies ist ein anerkanntes Vorgehen. Es nennt sich Peer Review.
Man wird sich einmal an diese wesentliche Aussage erinnern.
Als einer von 99% Laien, die sich besser zurückhalten, bzw. stimmenthalten sollten, nach Deiner werten Ansicht, mangels Sach-und Fachkompetenz, wenn es um unsere energiepolitische Zukunft geht - muss ich feststellen dass nur noch 1% Experten verbleiben. Politiker sind nach Deiner Aussage wohl nicht dabei, in dieser kompetenten Restmenge.
Diese ist offenbar, so wie ich es Deinem Beitrag entnehme, nur noch einem Mindestmass ausgesetzt eines Restrisikos von "errare humanum est", sprich, sie wird nicht irren und mit 99,9 % Wahrscheinlichkeit nicht irren können.
Ich wäre froh, wenn du wenigsten EINEN dieser Experten namentlich nennen könntest, so dass ich ihn nächstes Mal wählen kann - oder zumindest einen ihm nahestehenden Politiker!
Von Globis Fakten kannst du kein einziges widerlegen, dafür mit Wortklauberei Verunsicherung stiften:
Globi hat die Mutmassung, dass die Atomlobby auch die Kosten für Planungsfehler der Allgemeinheit anhängen will, ja gar nicht aus dem Kernenergiegesetz abgeleitet.
Und wer kann behaupten, dass es nicht genau gleich rauskommt wie mit Kaiseraugst?
Soviel zur wohlklingenden Doppelstrategie.
Wenn du mich fragst wieso ich (aus deiner Sicht Un-) Wahrheiten aufzähle, muss ich dich fragen wieso du andauernd zusammenhanglose und zt falsche Fakten aufzählst die keinen nennenswerten Beitrag zur schweizerischen Energiepolitk darstellen?
Ich stelle bloss fest dass es nüchtern betrachtet langfristig nur 3 Primärenergiequellen gibt auf die man sich aus Versorgungssicht einlassen dürfte, und das wären nochmals Regenerative, Kohle, und Kernbrennstoffe.
Inwiefern man sich festlegt muss Gegenstand der zukünftigen Diskussion sein, und was für mich eine Selbstverständlichkeit darstellt, ist bei einer gewählten Strategie einen Plan B zu haben.
Dein Geplänkel über Elektroboiler und Elektroheizungen kannst du dir ebenfalls sparen, du läufts hier gegen den Markt falls du das noch nicht gemerkt hast, oder wie willst du denn die Wärmepumpen betreiben die aktuell gerade so gehypt werden? mit Liebe und gut zureden....??
Die ECHTEN Probleme stellen sich nämlich nicht dort wo du diese anprangerst, sondern dort wo es niemand für möglich hält. Zb in der Finanzierung von solchen Anlagen. Eine Minergie P Lösung für ein EFH kommt dich ca 10-20% teurer als Standart, somit musst du erhöhtes Kapital aufbringen um überhaupt bauen zu können, obwohl eine langfristige Rechnung zugunsten der MP fallen würde. Die Meisten können aber knapp das Kaptial aufbringen um überhaupt Standart bauen zu können. Siehst du das Problem? Nicht die Technik ist das Problem, sondern die Finanzierung... ja die Bank ist es wo es klemmt....
Und noch was: Die fossilen Treibstoffe wie Benzin oder Diesel werden uns voraussichtlich auch nicht so schnell ausgehen. Im Moment laufen diverse Grossprojekte für die Kohleverflüssigung, sollte der Ölpreis weiter über 100$ pro Barrel liegen wird die Industrie reagieren. In Südafrika laufen bereits Grossanlagen welche für sage und schreibe 25$ das Fass produzieren! In Europa wären aktuell 60$ möglich!! Es hängt davon ab wie günstig der Kohleabbau Vorort ist...
.... LG MG
http://atomenergie.googlepages.com
ich habe Fakten mit Querverweisen geliefert und Du und Mirosch hat nichts geliefert. Wobei Du Dich zudem und insbesondere mit den Personen beschäftigt hast, was für diese Diskussion ohnehin irrelevant ist.
Und optimistische Prognosen über zukünftige Thorium-Reaktoren sind keine Fakten sondern wie der Name schon sagt: Prognosen.
Und der entscheidende Punkt ist, dass die Steuerzahler nahezu 600 Millionen Franken für den für den Nichtbau der AKWs bezahlt haben.
Und die Initianten des AKWs in Graben (BE) haben den Bund wegen Nichterteilung einer Rahmenbewilligung verklagt und sind anschliessend mit ganzen 227 Millionen Franken Steuergeldern abgespiesen worden.
Wohlgemerkt In Graben (BE) ist absolut nichts gebaut worden - es sind nicht einmal Bagger vorgefahren.
Es gibt eben nichts über Fakten.
Aber entschuldigen musst Du Dich nicht, schliesslich ist das nur eine peinliche Ausrede um wieder vom eigentlichen Thema abweichen zu können.
es interessiert mich nicht, was im Kernenergiegesetz steht. Paragraphenreiterei.
Das einzig, was mit interessiert, ist, ob wir einsehen, dass unsere Bequemlichkeit, Denkfaulheit und Passivität neue KKWs rechtfertigen.
http://www.topten.ch/index.php?page=rat
letztlich ist es nicht nur eine Frage der Banken, sondern eine Frage der Rahmenbedingungen, welche vom Staat gesetzt werden (z.B. steuerliche Anreize bei der Installation von Solarwärmekollektoren).
Es gibt zumindest keinen Grund weiterhin Heizwendelboiler anstatt Wärmepumpenboiler zu verkaufen. Ich habe im übrigen nichts gegen Wärmepumpen, aber ich sehe keinen Grund weshalb sie nicht mit Solarwärmekollektoren oder mit Wärmekraftkopplungsanlagen (welche pro kW etwa zehnmal weniger kosten als neue, ausländische AKWs) kombiniert werden sollen.
Apropos Wärmekraftkopplungsanlagen: Die Firma IWK schreibt übrigens auf ihrer Webseite:
In Kombination mit Elektro-Wärmepumpen hat der breite Einsatz von Wärmekraftkopplungsanlagen ein beträchtliches Potenzial: der Primärenergiebedarf und der damit verbundene CO2-Ausstoss für Raumwärme und Warmwasseraufbereitung könnte um 50% reduziert werden. Diese Reduktion entspricht rund 25% des gesamten CO2-Ausstosses der Schweiz. Zudem könnten etwa 30% unserer Elektrizität mit Wärmekraftkopplungsanlagen erzeugt werden.
Bis ins Jahr 2010 könnten Wärmekraftkopplungsanlagen bereits eine installierte elektrische Leistung von 1'530 MW erreichen und so 5.5 Milliarden kWh Strom und 10 Milliarden kWh Wärme erzeugen.
www.iwk.ch
Sollten wir also vorerst auf Kleinwasserkraft, Photovoltaik, Geothermie oder Wind verzichten wollen, wären WKKs als Übergangslösung mit den Wasserkraftwerken, Gösgen und Leibstadt (welche nach wie vor 30% des Schweizer Strombedarfs decken werden) durchaus sinnvoll.
Hoffentlich MEINT und versteht er auch, was er sagt.
Zitat Mirosch: Die ECHTEN Probleme stellen sich (...) in der Finanzierung von solchen Anlagen [Wärmepumpen u.a]. (...) Siehst du das Problem? Nicht die Technik ist das Problem, sondern die Finanzierung... ja die Bank ist es, wo es klemmt...
Warum klemmt denn "die Bank"?
- weil sie selber maximal monetär "rentieren" will
- weil sie ihren Sparern und Anlegern Renditen verspricht, die NUR durch Ausbeutung von Mensch oder Natur (oder beidem!) realisierbar sind
- weil uns gewisse Institute den galoppierenden Schwachsinn vorlügen, dass Geld arbeite!
- weil jeder KV-Stift diese Demagogie vorgesetzt bekommt und glauben muss!
- weil 98% des Stimmvolks ebenfalls daran glauben
- weil KEIN Politiker das Kind beim Namen nennen darf
Dagegen finanziert z.B. die Alternative Bank gezielt ökologische Energieprojekte und Bauten
- Weil ihre Sparer und Anleger ganz oder teilweise auf monetären Zins verzichten
- Weil die Bank kein Bankgeheimnis kennt und ihre Anleger keine Geheimnisse wegen dreckiger Geschäfte zu haben brauchen
- Weil die Investition im ursprünglichen Sinn nachhaltig ist
- Weil der "Zins" in Form eines REALEN ökologischen und sozialen Mehrwerts "zurückfliesst", und erst noch an die Allgemeinheit.
Zitat Mirosch: Dein Geplänkel über Elektroboiler und Elektroheizungen kannst du dir ebenfalls sparen, du läufts hier gegen den Markt falls du das noch nicht gemerkt hast, oder wie willst du denn die Wärmepumpen betreiben die aktuell gerade so gehypt werden? mit Liebe und gut zureden....??
Das sind nicht Geplänkel, sondern physikalisch wasserdichte Fakten. Aber gibt es vielleicht noch zuviele Ignoranten?
Wenn gute Absichten "gegen den Markt" laufen, so liegt es nicht an den ökologischen Bestrebungen, sondern eben an diesem heutigen, massiv anti-ökologisch verzerrten Markt,
- welcher ausbeuterische Tätigkeiten und Energieformen begünstigt und fördert
- welcher nicht bereit ist, die ökologische Wahrheit auszudrücken
- welcher das Verursacherprinzip mit Füssen tritt
- welcher den Schamlosesten die grössten Gewinne zuschanzt
- welcher Drecktechnologien durch die Allgemeinheit indirekt zwangs-subventionieren lässt
- welcher die Kosten für beanspruchte Leistungen auf spätere Generationen, auf andere Weltregionen oder in andere Wirkungsbreiche abschiebt!
Bestrafung der Temposünder verfassungswidrig
Der Verfassungsartikel 2 besagt, dass das Recht gleichmässig sein müsse. Also gilt das auch für alle im Zusammenhang mit Tempoüberschreitungen im Strassenverkehr ausgefällten Strafen und Strafmassnahmen.
Wer auf der Autobahn eine 80 km/h Beschränkung mit 25 km/h ubertritt, erhält eine Busse von Fr. 260.-.
Wer im gleichen Fall 27 km/h übermarcht, erhält eine um ein Mehrfaches höhere Strafe und muss den Füherausweis je nach autofahrerischem Leumund für 6-12 Monate abgeben. Wo bleibt denn da die verfassungsmässig garantierte Gleichmässigkeit der Rechtsauslegung?
Im Uebrigen sind die Strafen im Strassenverkehr im Vergleich zu den Nachbarländern extrem hoch.
Der Bürger erwartet auch in diesem Bereich Fairnaiss, Verhältnismässigkeit und Augenmass.
2008-07-09 16:01:18
Im Uebrigen sind die Strafen im Strassenverkehr im Vergleich zu den Nachbarländern extrem hoch.
Dann überschreiten Sie die Geschwindigkeit mal in Norwegen. Norwegen ist zwar kein direktes Nachbarland, aber liegt immerhin in Europa. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h und mehr bezahlten Sie 2005 bei einer Überschreitung von 25 km/h NOK 4900. 1 NOK ist gegenwärtig 0.2018 SFR wert. Rechnen Sie selber …
...während sie sich bereits wieder beim nächsten Hinkeleu Blogthema, eifrig wie immer, zu Wort melden und mit ihren Repliken mitmischen...
lassen sie mich hier im Regen stehen mit meiner Frage an sie.
Warum antworten sie nicht?
Warum sind sie so selektiv, bzw. wählerisch?