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Peter Stamm (Foto: Matthieu Bourgois, Paris)

Peter Stamm (Foto: Matthieu Bourgois, Paris)

Schon nur die Ankündigung meines Besuches bei den Solothurner Literaturtagen liess wieder Vorurteile aufblitzen. Die NZZ am Sonntag spie schon mal vor dem Auftritt Gift und Galle. (Man hat mir dann gesagt, dass sich der betreffende Journalist auch schon als literarischer Autor versucht habe …) Dann fragten mich auf der Hinreise wieder Leute, woher ich denn die Zeit nehme, um ein Buch zu schreiben…. Das ist die bei uns in der deutschsprachigen Schweiz immer wieder aufkeimende Vorstellung, was denn die Arbeit eines Bundesrates sei: Dossiers studieren, keinen Blog führen, keine Bücher lesen und schon gar keine – wohl bemerkt politischen! – Bücher schreiben. Bundesräte auf Bergtouren und an Fussballmatchs provozieren jedoch niemanden zu Fragen.

Doch es gibt ja auch andere Erwartungen. Anders wäre es nicht zu erklären, dass 700 Menschen zur Diskussion mit Peter Stamm in den Saal des Landhauses in Solothurn drängten. Da in dieser Diskussion auch der Blog mehrmals angesprochen wurde und das Verhältnis zwischen Literatur und Politik im Allgemeinen erörtert wurde, gebe ich allen Bloggern und Bloggerinnen gerne die Gelegenheit, das von Radio DRS aufgezeichnete Gespräch abzuhören. Und ich möchte nicht nur für mein eigenes Buch etwas Reklame machen, sondern ganz ausdrücklich für Peter Stamms „Wir fliegen“. Wie es mich meinerseits beflügelte, können Sie hier hören:

Gespräch

Bis bald

Moritz Leuenberger