Würde ich als Junger heute nochmals der SP beitreten?
[Version française: Si j’étais jeune, est-ce que j’entrerais de nouveau au PS?]

„Sie haben mir aus dem Herzen gesprochen“, höre ich gelegentlich als Reaktion auf eine Rede oder ein Votum. Auch ich kenne dieses Gefühl: Als Charles Lewinsky nach der Annahme der Minarett-Initiative im Tages-Anzeiger in einem Essay seine Stimmung beschrieb, erkannte ich meine eigenen Gefühle wieder. (Das einzige, was ich, auch nach diesem gelungenen Wurf, immer noch nicht richtig verstehen konnte, war das Medium, welches Lewinsky für seinen Fortsetzungsroman „Eidenbenz“ wählte.)
Nun ist Lewinsky im zarten Alter von bald 64 Jahren der SP beigetreten. Er begründet diesen Schritt in der NZZ am Sonntag mit einem eigentlichen Evaluationsverfahren, das er vorgenommen habe. Zuerst erklärt er, warum er als Einzelner doch wenig ausrichten könne, also einer Partei beitreten müsse, dann checkt er alle Parteien auf eine mögliche Mitgliedschaft hin.
Der Zufall will es, dass ich soeben in einem Interview gefragt wurde, ob ich, wäre ich heute 23-jährig wie bei meinem damaligen Beitritt, immer noch die SP auswählen würde. Verblüfft stelle ich fest, dass ich damals ganz ähnliche Überlegungen anstellte wie Lewinsky:
Auch ich, oder besser gesagt wir, denn wir waren eine ganze Gruppe Gleichgesinnter, nahmen damals eine Evaluation vor. Wie für Lewinsky heute kam für uns damals die FDP wegen ihrer einseitigen wirtschaftlichen Ausrichtung nicht in Frage. Meine protestantische Verwurzelung liess an einen Beitritt zur CVP schon gar nicht denken. Die EVP empfand ich als einen Widerspruch in sich selber, denn es war für mich eben gerade Sinn der Reformation, Kirche und Staat zu trennen. Dazu gehört, dass jede Partei, von ganz links bis ganz rechts, mit derselben Berechtigung und Überzeugung religiöse Werte vertreten darf, und dass keine einen ausschliesslichen Anspruch hat. Die Hauptwahl bestand für uns damals zwischen der POCH, das waren die im Aufbau begriffenen Progressiven Organisationen der Schweiz, und der SP. Die SP gefiel uns zwar als Partei nicht nur. Wir empfanden sie manchmal als konservativ und verkrustet, aber sie zeigte doch Offenheit gegenüber unseren neuen Bildungsideen oder neuen Formen des Zusammenlebens. Und vor allem: Im Gegensatz zur POCH war sie eine grosse Partei mit grossem Einfluss. Sie wies eine immense Infrastruktur auf mit Sektionen, Sekretariaten, Bildungsausschüssen, Verteilorganisationen. Sie war in den Regierungen der Kantone und des Bundes vertreten und in den Parlamenten erreichte sie überall Fraktionsstärke. Das war unser wichtigstes Kriterium. Die POCH hätten wir zwar völlig nach unseren eigenen Wünschen und Vorstellungen gestalten können, doch welchen Einfluss hätten wir damit auf die gesamte schweizerische Politik gehabt? Wir bevorzugten eine Partei mit langjährigem Einfluss, wir wollten sie verändern und dazu ihre Strukturen nutzen. Wir traten in unserem damaligen Veränderungsdrang, um nicht zusagen, Missionseifer, der konservativsten SP-Sektion bei, um die Veränderung von Grund auf zu beginnen. Dort veränderten wir uns dann allerdings auch selber, als wir Genossen begegneten, die uns mit ihren Erfahrungen aus den Zeiten des Generalstreikes und des zweiten Weltkrieges bereicherten. So bauten wir auch manche Vorurteile ab. Aber das ist eine andere Geschichte, vielleicht ein andermal mehr dazu.
Zurück zur Frage, ob ich als Jugendlicher auch heute der SP beitreten würde. Zunächst: Es geht bei einem Parteibeitritt ja nicht darum, unter die Decke eines warmen Bettes zu schlüpfen. Einer Partei treten wir nicht bei, weil wir mit allem einverstanden wären, was sie tut. Es geht nur um ihre grundlegende Ausrichtung. Auch Charles Lewinsky tritt, wie er schreibt, nicht „mit flammender Begeisterung“ bei. Wir wollen und müssen eine Partei gestalten und verändern. Sodann: Politik heisst Einfluss. Als Einzelkämpfer habe ich solchen Einfluss kaum; auch Lewinsky betont dies.

„Sie haben mir aus dem Herzen gesprochen“, höre ich gelegentlich als Reaktion auf eine Rede oder ein Votum. Auch ich kenne dieses Gefühl: Als Charles Lewinsky nach der Annahme der Minarett-Initiative im Tages-Anzeiger in einem Essay seine Stimmung beschrieb, erkannte ich meine eigenen Gefühle wieder. (Das einzige, was ich, auch nach diesem gelungenen Wurf, immer noch nicht richtig verstehen konnte, war das Medium, welches Lewinsky für seinen Fortsetzungsroman „Eidenbenz“ wählte.)
Nun ist Lewinsky im zarten Alter von bald 64 Jahren der SP beigetreten. Er begründet diesen Schritt in der NZZ am Sonntag mit einem eigentlichen Evaluationsverfahren, das er vorgenommen habe. Zuerst erklärt er, warum er als Einzelner doch wenig ausrichten könne, also einer Partei beitreten müsse, dann checkt er alle Parteien auf eine mögliche Mitgliedschaft hin.
Der Zufall will es, dass ich soeben in einem Interview gefragt wurde, ob ich, wäre ich heute 23-jährig wie bei meinem damaligen Beitritt, immer noch die SP auswählen würde. Verblüfft stelle ich fest, dass ich damals ganz ähnliche Überlegungen anstellte wie Lewinsky:
Auch ich, oder besser gesagt wir, denn wir waren eine ganze Gruppe Gleichgesinnter, nahmen damals eine Evaluation vor. Wie für Lewinsky heute kam für uns damals die FDP wegen ihrer einseitigen wirtschaftlichen Ausrichtung nicht in Frage. Meine protestantische Verwurzelung liess an einen Beitritt zur CVP schon gar nicht denken. Die EVP empfand ich als einen Widerspruch in sich selber, denn es war für mich eben gerade Sinn der Reformation, Kirche und Staat zu trennen. Dazu gehört, dass jede Partei, von ganz links bis ganz rechts, mit derselben Berechtigung und Überzeugung religiöse Werte vertreten darf, und dass keine einen ausschliesslichen Anspruch hat. Die Hauptwahl bestand für uns damals zwischen der POCH, das waren die im Aufbau begriffenen Progressiven Organisationen der Schweiz, und der SP. Die SP gefiel uns zwar als Partei nicht nur. Wir empfanden sie manchmal als konservativ und verkrustet, aber sie zeigte doch Offenheit gegenüber unseren neuen Bildungsideen oder neuen Formen des Zusammenlebens. Und vor allem: Im Gegensatz zur POCH war sie eine grosse Partei mit grossem Einfluss. Sie wies eine immense Infrastruktur auf mit Sektionen, Sekretariaten, Bildungsausschüssen, Verteilorganisationen. Sie war in den Regierungen der Kantone und des Bundes vertreten und in den Parlamenten erreichte sie überall Fraktionsstärke. Das war unser wichtigstes Kriterium. Die POCH hätten wir zwar völlig nach unseren eigenen Wünschen und Vorstellungen gestalten können, doch welchen Einfluss hätten wir damit auf die gesamte schweizerische Politik gehabt? Wir bevorzugten eine Partei mit langjährigem Einfluss, wir wollten sie verändern und dazu ihre Strukturen nutzen. Wir traten in unserem damaligen Veränderungsdrang, um nicht zusagen, Missionseifer, der konservativsten SP-Sektion bei, um die Veränderung von Grund auf zu beginnen. Dort veränderten wir uns dann allerdings auch selber, als wir Genossen begegneten, die uns mit ihren Erfahrungen aus den Zeiten des Generalstreikes und des zweiten Weltkrieges bereicherten. So bauten wir auch manche Vorurteile ab. Aber das ist eine andere Geschichte, vielleicht ein andermal mehr dazu.
Zurück zur Frage, ob ich als Jugendlicher auch heute der SP beitreten würde. Zunächst: Es geht bei einem Parteibeitritt ja nicht darum, unter die Decke eines warmen Bettes zu schlüpfen. Einer Partei treten wir nicht bei, weil wir mit allem einverstanden wären, was sie tut. Es geht nur um ihre grundlegende Ausrichtung. Auch Charles Lewinsky tritt, wie er schreibt, nicht „mit flammender Begeisterung“ bei. Wir wollen und müssen eine Partei gestalten und verändern. Sodann: Politik heisst Einfluss. Als Einzelkämpfer habe ich solchen Einfluss kaum; auch Lewinsky betont dies.
- Wäre ich heute 23-jährig, würde ich mir also sagen: Die Grünen sind eine muntere und zugkräftige Partei, die sich ausgezeichnet zu verkaufen weiss, tolle PR-Aktionen macht und auf jeden Fall im Trend ist. Allerdings, so würde ich mir als Jugendlicher sagen, möchte ich mich nicht nur auf Umweltanliegen konzentrieren. Alle anderen gesellschaftlichen Fragen wären mir auch wichtig. Ich möchte auch nicht einfach auf Grundsatzpositionen beharren, sondern meine Anliegen auch tatsächlich umsetzen, auch wenn ich dazu Kompromisse eingehen muss und mich nicht mit hehrer Gesinnung begnügen kann.
- Unter dem Aspekt der politischen Macht und des Einflusses wären mir die Grünliberalen, die in keiner einzigen Regierung vertreten sind und kaum in einem Parlament Fraktionsstärke aufweisen, zu wenig einflussreich. Da würde ich, wenn schon, lieber in die FDP eintreten und dort für einen grünen Flügel sorgen - so würde ich als Jugendlicher wohl denken.
- Und ich würde mir weiter sagen: „Ich bin zwar mit der SP in manchen Dingen nicht einverstanden. Die Sprache wäre mir wohl oft etwas gar klassenkämpferisch: Zwar würde auch ich mich an den Boni stören, doch muss wirklich in jedem Satz das Wort „abzocken“ vorkommen? Ich wäre wohl auch gegen die Absenkung des Rentenumwandlungssatzes, wie die SP. „Ein Loch bei den Pensionskassen sollen nicht nur die Arbeitnehmer stopfen, sondern wenn schon via Prämien auch die Arbeitgeber“, würde ich mir als Jugendlicher wohl sagen. Aber muss mir diese Problematik immer mit dem klassenkämpferischen „Rentenklau“ eingehämmert werden? Vielleicht wären mir auch die Vertreter in den Regierungen zu langweilig und der Vertreter im Bundesrat zu kompromissbereit und sowieso schon zu lange dabei … „Aber“, würde ich mir sagen, „die Grundwerte der SP teile ich und mit einem Beitritt kann ich auf diese starke Partei Einfluss nehmen, sodass sie die Grundwerte nach meinen eigenen Ideen umsetzt“.
Diese Überlegungen galten und gelten nicht nur für 24-, sondern, wie der Artikel von Charles Lewinsky zeigt, auch für 64-Jährige.
Ich freue mich über seinen Schritt und heisse ihn willkommen.
Bis bald
Moritz Leuenberger



35 Kommentare
Es freut mich, dass Sie wieder einmal Anlass fanden, einen neuen Beitrag zu verfassen. Das Thema ist gut gewählt!
Ich bin etwa in der Mitte. Also altersmässig, nicht politisch. Mit 42 bin ich immer noch in keiner Partei und bereue es auch nicht.
Parteien sind Interessengemeinschaften, in denen es darum geht, seine Ideen umzusetzen. Das wäre soweit eine gute Sache. Das Problem an den Parteien (auch ausserhalb der Politik) ist, dass diese Gruppen sich zusammenschliessen, um gemeinsam stärker zu sein. Aber stärker sein meint automatisch, stärker sein als andere. Parteiname ist also bereits eine Form des "Kampfes" gegen die anderen.
Wer ist der Stärkere, wer wird sich durchsetzen?! Ein falscher Weg, wie mir scheint. Dieser Kampf kostet uns so viel Energie und Zeit, dass wir darob keine Kraft mehr haben, wirkliche Lösungen für die anstehenden Probleme zu finden.
Gibt es einen Ausweg? Nein, ich denke nicht.
Gruss
Patrick Bieri
Das Thema ist gut gewählt.
Sind Parteien denn überhaupt die richtige Lösung? Oder führen sie lediglich zu einem zermürbenden politischen Kleinkrieg, ohne dabei wesentliche Resultate zu liefern? Sind Parteien nicht einfach bloss Plattformen für Egoisten? Wäre es Zeit, für einen Systemwechsel?
Gruss
Patrick Bieri
http://blog.ronniegrob.com/
Aber was anderes, sehr geehrter Herr Leuenberger. Mich erstaunt, dass sie hier ein Schönwetterblog führen und nur dann Einträge online stellen, wenn das Wetter vor der Tür gut ist, ganz wie Claude Longchamp, wie mir scheint. Ein Blog kann ja auch sehr gut dazu genutzt werden, um ungerechtfertige Angriffe zu widerlegen, wenn sie ungerechtfertigt sind oder Dinge klarzustellen, wenn sie unklar sind.
Ich würde gerne in diesem Blog lesen, was Sie zu den immer wieder von allen möglichen Seiten geäusserten Rücktrittsforderungen als Bundesrat sagen. Wenn Sie gute Argumente gegen diese haben, sollte es Ihnen doch leicht fallen, diese zu entkräften.
Du hast soeben für ein herzliches Lachen meinerseit gesorgt.Bei der Poch hättest Du wohl kaum die Gestaltungsmöglichkeiten gefunden, die Dir die SP gegeben hat. Unfreiwilliger Weise habe ich bei der Poch doch einiges mitgekriegt.
Aber bleiben wir doch bei der SP.Kaum war ich Mitglied, durfte ich die Sektion Zollikofen schon am nationalen Parteitag in Freiburg vertreten. Und da plötzlich der 2. Delegierte ausfiel, die 2. Stimme einem Freund in die Hand drücken, der noch nicht mal Mitglied war.
Gegen Abend, nachdem die Prostatafraktion schon auf der Heimreise nach Hintertupfikon war,waren wir Jungtürken schon fast unter uns.Es ging nun ums Staatsvertragsreferendum,der Pierre Graber und der Tschudi machten fast in die Hosen, vor luuter Herjesesgott, wir könnten noch einen Chabis machen und den pösen pösen Konservativen in die Hände schaffen. (ein Blick in die heutige Politlandschaft zeigt, dass sie es auch ohne uns, zu etwas gebracht haben)
Kürzlich sass ich von Amtes wegen in einem Wahllokal.Ausser mir wurde das Lokal von 22 Leuten betreten und nach 2 Stunden hatte es dort 22 Stimmen für ein Minarettverbot (eine davon ungültig,weil in die kantonale Abstimmungsurne geworfen)
Da sah ich dann wieder diesen Pierre Graber vor mir, wir er quasi flehend bat, den hohen Bundesrat machen zu lassen.Wenn man nicht mehr in der Lage ist, mit dem Souverän zu kommunizieren und nicht mehr verstanden wird, soll man zurücktreten. Das hat mir an Max Weber imponiert.
Wenn man nicht sagt, was man denkt, kriegt man einen Kropf.
Freundliche Grüsse
Res Rothenbühler
6747 Chironico
http://thinkabout.ch
Und damals war für mich das "Genossinnen und Genossen" so ein Reizwort, dem ich mich nicht annähern konnte - es lag für mich zu nahe an der DDR und anderen Apparate-Politiks.
Tja, lieber Herr Leuenberger, wären Sie den Grünen beigetreten, würde die Partei wohl heute einen Parteipräsidenten gleichen Nachnamens haben, aber eine ganz andere Falle abgeben.
Aber getreu Ihrer damaligen Einschätzung sind Sie mir als Bundesrat noch ein bisschen wichtiger: Den einen Leuenberger kann ich mir wegdenken, ohne mir völligen Realitätsverlust vorwerfen lassen zu müssen, und den leiste ich mir gerne - als oft unkonventionell kommunizierenden und selbständig denkenden Bundesrat.
Ein Blogger eben.
Ich keine einige Politikerinnen oder Politiker. Es sind politisch etwas schwierige Menschen, nie dürfen sie etwas "falsches" sagen, sonst werden sie sogar intern angefeindet.
Und ich fühle mich von keiner Partei vollständig vertreten.
Ich kann deshalb auch in keine Partei eintreten. Eine eigene gründen? Eine, welche den krankhaften Zwang zu Wirtschaftswachstum anprangert? Vielleicht, naja, ev. hätte ich ein ähnliches Dilemma wie P. Bieri.
Aber ich gehe immer wählen und wähle mir meine Lieblingsköpfe aus.
Gruss
waxdumm ät gmx.net
http://twitter.com/switzam
Dass ein Entscheidungskriterium zur Parteiwahl deren Grösse (und damit Einfluss) ist, kann ich zwar nachvollziehen - auch wenn ich das bedauerlich finde. Doch leider liegt dies im Prinzip unserer Demokratie.
Es wird interessant sein, inwiefern das Internet eher kurzfristige und lockere Koalitionen unterstützen wird und damit auch kleineren Gruppierungen und Einzelpersonen ohne einflussreiche Partei im Rücken die Möglichkeit bieten wird, sich Gehör und Gestaltungsmöglichkeiten zu verschaffen.
Eine Chance für die in meinen Augen im Moment eher verknorzte politische Situation wäre dies. Ich hoffe, dass sie nicht zu spät kommt.
Bei den Parteien kommen mir immer Don Camillo und Pepone in den Sinn. Spass beiseite. Ich bin bei keiner Partei, halte mich von der SP fern, lasse die Grünen und die Grünliberalen rechts liegen, freue mich über das Überleben von CVP und FDP und bin mal gespannt wie die Stadt St. Galler Parteien sich bei der parlamentarischen Behandlung der Calatrava-Halle (Abriss oder kein Abriss) anstellen. Die Zerrissenheit zwischen Partei-Volk und Stadträtlichen Politiker kann hier als Anschauungsbeispiel dienen. Die Fundis und die Realos gibt es eben nicht nur bei den Grünen in Deutschland, sonder auch hierzulande.
Bei Abstimmungen mache ich mich schlau und bilde mir meine Meinung und mach mein Kreuzchen dementsprechend.
Und im übrigen, Herr Leuenberger, Sie müssen noch sozusagen im Uvek Überstunden machen. Ich denke 1-2 Amtsperioden dürften noch drinliegen....
Parteien sind für mich aus diesem Grund zu Spiegelbildern kleinbürgerlichen Machtstrebens geworden. Kleinbürgerlich deshalb, weil Politik Heute in ein umfassendes neoliberales Weltbild eingebettet ist, dessen Kern sozialdarwinistischer, demokratiefeindlicher, ja sogar politikfeindlicher Natur ist.
Interessant ist, dass weder die Gesellschaft noch die Politiker bemerkt haben an wenn sie politischen Einfluss verloren haben.
Die Politiker haben es nicht bemerkt, weil nur jene Menschen nach Oben gelangen können, die kompatibel zur neoliberalen Weltenschau sind, was durch Lobbyismus neoliberaler Ökonomen erreicht wurde. Kompromissbereit sein bedeutete bis vor Kurzem, dem Neoliberalismus und deren Hohepriester, den tausenden von Ökonomen der Wirtschaftslehren um Friedrich August Hayek und Milton Friedman wie Lemminge hinterher zu laufen. Hayek sagte einmal, er wisse nicht was Sozial sei, also könne er auch nicht sozial denken.
Der Urschrei von Newsweek aber aus den USA, dass der Davos-Mann tot sei, wurde in der Schweiz noch nicht wirklich wahrgenommen, aber es ist doch wahr das er im sterben liegt, auch wenn nochmals schräg unter Torschlusspanik abgezockt wird.
In der Schweiz haben die intellektuellen Politiker noch nicht begriffen das nicht Macht zählt, sondern letztlich alleine Liebe.
Sie schreiben im Namen eines fiktiven jungen Menschen, Herr BR Leuenberger:
„die Grundwerte der SP teile ich und mit einem Beitritt kann ich auf diese starke Partei Einfluss nehmen, sodass sie die Grundwerte nach meinen eigenen Ideen umsetzt“.
Legum denique idcirco omnes servi sumus ut liberi esse possimus.
Liebe ist das ursprünglichste aller Naturrechte, noch bevor die Menschheit sie als virtuelle Instanz Gott als Quelle zugeschrieben hat. In Wirklichkeit steckt hinter dem Wort Liebe der Kern des Menschen, ohne den er nur eine Maschine wäre.
Es ist das Recht jedes Menschen Liebe zu nehmen und Liebe geben zu dürfen. Um dies zu erreichen benötigen Wir die Maxime Freiheit. Wenn Liebe die Freiheit umfasst, Liebe wachsen lassen zu können, so ist Freiheit in der Waagschale einer weiteren Maxime, der Gerechtigkeit gelegt.
Der Verstand ist dann Gerecht, wenn er sich für Freiheit einsetzt und das Ziel anstrebt, das Liebe wächst und gedeiht.
Der Neoliberalismus und dessen Naturrecht basiert jedoch auf der 'Macht des Stärkeren' und stellt weder das Recht auf Leben noch körperliche Unversehrtheit sicher, erlaubt Freiheit nur demjenigen, welcher am 'freien Markt' teilzunehmen vermag.
Macht ohne Liebe heisst, den Menschen an den Meistbietenden zu verkaufen.
Die Menschen haben sich seit Jahrtausenden Gedanken darüber gemacht, was den Menschen im Kern definiert. Es gab doch viele Fortschritte darin zu verzeichnen, aber letztlich scheint sich der Mensch wohl alleine selbst zu definieren. Es muss wohl sein Schicksal sein, dass die Evolution dem Menschen seine eigene Evolution teilweise geschenkt hat, sofern er sie mit der gleichen Liebe verwaltet, mit welcher sich Leben von 'toter Materie' unterscheidet. Da der Mensch ein komplexes und soziales Lebewesen ist, sollte er über Liebe sehr oft nachdenken.
Obwohl der Mensch sich selbst persönlich, mittels seines Verstandes zu beobachten im Stande ist, kann er nur auf auf seine sich dynamisch entwickelnde Existenz herabblicken, welche sich nur im Kontext der Gemeinschaft zu entwickeln vermag.
Nun also, was sind diese Grundwerte, von denen Sie sprechen Herr BR Leuenberger?
Die Grundwerte der Sozialdemokraten sind:
Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität
Die Grundwerte der Freisinnigen lautet:
Freiheit, Würde, Mitverantwortung
Die Grundwerte der Freisinnigen kennen noch die Richtungsvektoren 'soziale Marktwirtschaft und 'transparente Demokratie'.
Und siehe da, auch die Grundwerte der SVP gehen in diese Richtung, nur dass diese innerhalb von Grenzen definiert sind, welche man mit Nationalismus oder 'den eigenen Garten' bezeichnen kann.
Die Grünen haben wohl die Grenzen gezogen, dass die Natur dem Menschen Grenzen vorgibt, den sie als Nachhaltigkeit bezeichnen.
Die CVP hat ebenfalls die genannten drei Grundwerte der anderen Parteien auf dem Programm, deutet sie aber als 'christliche Grundwerte'. Dies heisst die CVP setzt den Kontext zur Variante des Natrurrechts welches auf Gott verweist. Sie steht im Verhältnis eines als göttliches Gesetz gedeuteten Logos, der die Welt durchströmt.
Es gibt keine Partei in der Schweiz, welche als Grundwert Liebe gesetzt hat, sondern 'nur' Begrifflichkeiten, welche auf die Liebe hindeuten mögen. Ohne Liebe weder Freiheit,Würde,Gerechtigkeit,Solidarität, Mitverantwortung usw. , nicht einmal die Freude am eigenen Gärtchen und der eigenen Nation, nicht einmal der Glaube an einen Gott.
Da hatte einst ein Narr seinen Schlüssel verloren. Unbewusst hatte er im Kopf, dass er ihn im Dunklen Gebüsch verloren hatte, aber er suchte ihn verzweifelt unter der hellen Strassenlaterne zu finden. So spielt der Verstand seine Streiche mit den Menschen.
Die Parteien gleichen solchen Narren, welche je unter ihrer eigenen persönlichen Strassenlaterne den Schlüssel der Weisheit suchen, jedoch nicht bemerken dass es nur einen Schlüssel gibt um ihn in das nur einmalig wirklich existierende Schloss der Wahrheitstüre einzudrehen.
Die SVP hat sich sogar dazu entschlossen, nur unter einer ganz bestimmten eigenen Gartenlaterne zu suchen, ohne jemals den Blick in die Weite zu erheben. Dort würden sie in jedem Garten weitere ihrer eigenen Narrenzunft beim suchen finden.
Alle diese Laternen fanden wir in den letzten Jahren im Garten des Neoliberalismus errichtet wieder, wo sie einen 'freien Markt' zu beleuchten schienen, welcher alle diese Grundwerte zu erkaufen versprach. In einer Art Geister-Trip, die man am besten über eine Spieltheorie beschreiben könnte, suchten die Narren nach Einfluss und Macht, hatten sogar den verlorenen Schlüssel aus dem Gedächtnis vergessen.
Sowas kann geschehen, wenn man lange vergeblich nach etwas suchte, und dabei auf Macht und Einfluss stiess, mit dem man sich stattdessen sättigte. Sowas kann passieren, da vergisst man dann auch das es sehr wohl noch Klassenkämpfe gibt, obwohl Gerechtigkeit angeblich ein Grundwert der SP wäre.
Klassenkämpfe hat man im Bundeshaus ja nicht wirklich vergessen, wo zahlreiche Lobbys um ihre Einflüsse ringen, aber am wenigsten die Working poor, Invaliden und Arbeitslosen vertreten sind, oder?
Bevor du F. A. von Hayek zitierts, solltest du dich mit ihm und den Anhängern der österreichischen Schule ernsthaft befassen. Das selbe gilt natürlich für Milton Friedman.
Neoliberale Regierungen und damit Politik (also Neoliberalismus) hat es nie gegeben. Selbst Liberalismus in grösserem Masse hat hier in Europa überhaupt NIE existiert. Das sollte eigentlich jeder wissen, der in irgend einer Form die Geschichte studiert hat.
Sozialistische Wohlfahrtsstaaten und Soziale Marktwirtschaften haben sich seit WWII gebildet, hauptsächlich basierend auf Keynes' Theorien. Es können demnach nur jene Staaten mit ihren Politikern sein die versagt haben - aber gewiss keine Neoliberalen.
Es ist also purer Populismus, dass du Neoliberalismus als Ursache der heutigen Situation siehst.
Seit der Begründung des Keynesianismus in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts ist diese Wirtschaftstheorie überall (auch in den USA) die vorherrschende Theorie. Sie wird übrigens von Paul Krugman vertreten, den heute (leider) einflussreichsten Ökonomen. Der Siegeszug dieser (fehlerhaften) Theorie erklärt sich ganz einfach: Sie räumt dem Staat und damit den Politikern die Macht ein, die Wirtschaft zu lenken. Die grosse Machtkonzentration erklärt die Faszination dieser Theorie bei Politikern.
Übrigens, selbst Krugman sieht nicht etwa Neoliberale, sondern Neo- Keynesianer als Ursache heutiger Probleme. Niemand, wirklich niemand bachtet und lehrt heutzutage die liberalen Theorien von Hayek und der österreichischen Nationalökonomie.
Ich beobachte die Aussagen von Sozialisten schon seit geraumer Zeit. Wenn der Sozialismus versagt, dann nennt man es plötzlich Kommunismus, Leninismus, Maoismus, Stalinismus etc. Es wird immer so getan, als wäre es etwas völlig anderes, nur hätte es nichts mit Sozialismus zutun. Und wenn nun der Wohlfahrtsstaat oder die soziale Marktwirtschaft 'versagen', nennen es die Anhänger dieser sozialistischen Formen Kapitalismus, Neoliberalismus oder Sozialdarwinismus - nur nie beim wahren Namen.
Schade, leider schlägst du mit populistischen Wörtern nur so um dich, ohne diese überhaupt zu erklären. Es hätte mich nämlich schon wunder genommen, wo du eine neoliberale Bewegung zu erkennen glaubst. Aber vielleicht kriege ich doch noch mal eine Antwort.
Gruss
Mr. Pink
speichert für euch eine kopie, bevor ihr ihn absendet... -
Schön gesprochen, Patricia Bachmann.
Leider ist JEDE Partei heute eine Wachstumspartei, und verschiebt damit alle Probleme nur in andere Bereiche:
- in andere Wirtschaftssektoren
- in andere geografische Regionen
- in Ressourcen, die gerade opportun und verfügbar sind
- auf spätere Generationen.
Die einen sind für Energieverbrauchswachstum, die andern für Mobilitäts- und Verkehrswachstum, wieder andere für Konsumwachstum und Produktionswachstum, die vierten für Sozialleistungswachstum, die fünften für Regulierungs- und Schikanenwachstum, wieder andere für Kinderzahl-, Bevölkerungs- und Einwanderungswachstum, die letzten für Freiheits- und Abenteuerwachstum usw.
Leider hängt dies alles zusammen, und diese Zusammenhänge sind ALLESAMT Tabus bei ALLEN Parteien.
Niemand ist gewillt oder fähig, einen Gedankengang (oder ein Parteiprogramm) zu Ende zu denken.
Wenn DAS Politik sein soll, dann kann ich darauf verzichten, und mich einfach auf dem Weg des geringsten Widerstandes durchs Leben schlängeln.
Das andere ist eben meine Hoffnung, dass der Mensch durch Einsicht (nicht durch Zwang) dazu kommt, sich nach der Decke zu strecken.
Abschaffung der Zinswirtschaft, Abkehr vom Wachstumswahn der Wirtschaft.
Schon unser Chemielehrer sagte, "eigentlich" sollte es eine Vernunft-Partei geben. - Wohl ein ewiges Oxymoron.
http://www.menschensohn.kilu.de
"Der Schweizer Narr" hat gut geschrieben, resp. gedacht.
Das Wort "Liebe" ins Spiel zu bringen ist sehr mutig! Es gibt noch andere Wörter, die letztlich das bezeichnen, was uns Menschen wirklich nahe geht. Gerechtigkeit ist so ein Wort.
Kann es eine von Menschen definierte Gerechtigkeit geben? Oder ist dies bei der grossen Anzahl und der unterschiedlichen Lebensbedingungen auf der Erde zum Scheitern verurteilt?
Gibt es eine Liebe, die vom Menschen ausgeht? Oder ist Liebe etwas, dass in den Menschen "eingeht"? Und falls ja, woher kommt sie?
Und was hat der "Geist" damit zu tun? Und der "Egoismus"? Und die "Angst"? Und der "Tod"? Und das "Leben"?
Erst wenn diese Fragen verstanden und geklärt wären, könnte die Menscheit wirklich Politik betreiben. Ohne diese Klärung bleibt Politik aber bloss eine Illusion, ein "Windhauch".
Gruss
Patrick
'Der dritte Weg' ist nichts anderes als eine gescheiterte Variante des Neoliberalismus, eine Art sozialdemokratischem Neoliberalismus 'Deluxe'. Ein anderer Sozialdemokrat der von Giddens beeinflusst wurde, heisst Gerhard Schröder, man sieht ja Heute sehr deutlich die Schwierigkeiten die Deutschland unter Hartz IV und den gedumpten Niedriglohn -Jobs plagen. Helmut Hubacher ex SPS Parteichef sagte vor kurzem, dass die SPD krank sei. Ich sage, sie ist am neoliberalen Virus erkrankt.
Ich betone das es Heute keine einzige Partei in Deutschland und der Schweiz über der 10%- Marke mehr gibt, welche nicht durch neoliberales Gedankengut beeinflusst wurde. Dies gilt noch mehr für die Ökonomen, die in diesen Ländern lehren oder publizieren.
"Niemand, wirklich niemand beachtet und lehrt heutzutage die liberalen Theorien von Hayek "
In der Schweiz wurde kürzlich NZZ Wirtschaftsredaktor Gerhard Schwarz zum Direktor der gewichtigen Avenir Suisse
http://de.wikipedia.org/wiki/Avenir_Suisse
gewählt, er ist Mitglied der Mont Pelerin Society, der Dachorganisation des Neoliberalismus per se, gegründet von Hayek.
Gruss: DSN
Ein sehr schön und philosophisch geschriebener Beitrag, es hat mir Spass gemacht ihn zu lesen.
Politik bedeutet für mich, Ideen in die Tat umzusetzen und dabei mit der nötigen Überzeugungskraft festgesetzte Meinungen verändern zu können.
Rein politisch gesehen, würde es ja gar keine Rolle spielen, in welcher Partei man beitritt, sofern man genügend gute Ideen hat und auch die nötigen Argumente um sie durchzusetzen. Natürlich ist es um so besser wenn man mit den Grundideen einer Partei einverstanden ist, dies fördert auch den Zusammenhalt und das Dazugehörigkeitsgefühl.
Effiziente Politik besteht für mich darin, mit den richtigen Argumenten Ideen an den Mann zu bringen. Und dabei auch die Zusammenhänge erklären zu können um festgesetzte Meinungen anderer umändern zu können. Wenn also eine Idee oder Überzeugung Wirklich aus tiefstem Herzen Herzen kommt und man voll und ganz überzeugt ist davon, hat man auch den Willen, sie durchzusetzen.
Gleich die ganze Struktur einer Partei umwandeln zu wollen, wäre doch ein bisschen viel vorgenommen für einen einzelnen. Da eine Partei, doch zumindest immer aus mehreren Mitgliedern besteht.
Eine sogenannte „Vernunftspartei“ oder eine Partei die sich nur der Liebe widmet, wird es vermutlich nie geben, obwohl sie wäre wünschenswert. Da der Begriff Vernunft so ein weiter Begriff ist, und für jeden anders aussieht, weil er bei jedem aus gewissen Überlegungen entsteht, auf die aber jeder anderer aus anderen Überlegungen kommt. Ich würde Gerechtigkeit damit definieren, dass eine Sache umso gerechter wird umso mehr Menschen damit einverstanden sind.
In der Politik ist es ja häufig so, dass häufig wegen Eigeninteressen gehandelt wird, und dabei die Liebe zu Mitmenschen häufig in den Schatten gestellt wird. Dabei würde ich meinen, dass es wie verschiedene Lieben gibt, die bei einer Entscheidung eine Rolle spielen. Zum einen die Liebe den Mitmenschen gegenüber, die Eigenliebe und die Liebe zum Geld. Solange eine das Recht des Stärkeren gilt, solange steht es frei den Menschen zu entscheiden, dabei entsteht aber eine umso eine bessere Atmosphäre umso mehr man aufeinander Rücksicht nimmt.
Hoffentlich spielen in Zukunft Kreativität und Ideenreichtum wieder eine wichtigere Rolle in der nationalen Politik.
Danke für deine Antwort.
Ich sage es dir nur ungern, aber Blair, Schröder und Bush als Neoliberal zu bezeichnen deutet für mich eher darauf hin, dass du bezüglich Liberalismus nichts verstanden hast.
Ich war lange Zeit ebenfalls ein Sozi und davon überzeugt, dass der (Neo-) Liberalismus schelcht für unsere Welt ist. Zu schön war der Gedanke, dass mit dem Sozialismus alles friedlich, glücklich und zufrieden nebeneinander leben wird - vorzugsweise mit Grundeinkommen, Arbeitsplatzgarantie, lebenslänglicher Pension und all den anderen populistischen Vorzügen.
Natürlich kannte ich den Liberalismus, wie die meisten Sozis, hauptsächlich aus Schriften von Sozis für Sozis. Meine Begeisterung für Sozialistisches ging gar soweit, dass ich eine Biographie über Che Guevara las. Aber dieser Mensch und seine Anhänger, die angeblich für eine bessere und gerechtere Welt kämpften, widerten mich dermassen an, dass ich bald verstand, dass ich 'Opfer' einer trügerischen und mörderischen Ideologie war. Bald begriff ich, dass Menschen wie Che, Mao, Hitler, Chavez, Gaddafi und Stalin symptomatisch für den Sozialismus sind.
Ich habe mich damals entschlossen, mehr über den Liberalismus zu erfahren und zwar aus erster Hand. Das hat mir die Augen geöffnet.
Es ist tatsächlich so, dass heute viele Politiker von Liberalisierung sprechen. Nur, Liberalisierung und Liberalismus sind nicht das Selbe. Wenn ich bei regulierten Prozessen einige Regulierungen abändere oder gar abschaffe hat dies nichts mit Liberalismus zutun - aber sicher wird man von Liberalisierung sprechen, da man das abschaffen oder lockern als 'liberal' ansieht.
Selbst Parteien die sich als 'liberal' sehen und geben sind bei weitem nicht liberal. Und die Wandlung der sozialistischen Parteien hängt damit zusammen, dass man nach und nach seine Ideologie anpassen muss um überhaupt noch Wählerstimmen zu erhalten. Denn ich glaube kaum, dass die SPS (oder SPD) überhaupt noch Wähler hätte, würden die immer noch die Lehren aus den 1920er verbreiten.
Komisch finde ich, wenn regulierte Prozesse, also Regulierungen, versagen, wird die Schuld dem Neoliberalismus untergeschoben. Das machst auch du lieber Schweizer Narr ständig. Dabei liegen die Ursachen beim Sozialismus. Regulierungen und deren Folgen sind nämlich das Merkmal einer sozialistischen Theorie, nicht einer Neoliberalen.
Und die grösste Kritik der Liberalen an den Sozialismus besteht eben gerade darin in der Unmöglichkeit der Planung und Regulierung komplexer Prozesse und das voraussehen aller Folgen und Zusammenhänge.
Die Mont Pelerin Society wird heute kaum noch beachtet und die grossen liberalen Denker (mit Einfluss) sind längst ausgestorben. Aber natürlich sollen auch sie sich organisieren. Oder soll dies nur den Sozis vorbehalten sein?
Übrigens, von Hayek hat sich stets als klassischen Liberalen gesehen. Er war stets ein Befürworter des .
Und sogar in Wikipedia kann man unter 'Neoliberalismus' nachlesen, dass es seit den 1960ern keine wissenschaftlichen Kreise mehr gibt, die sich noch neoliberal beziechnen.
Die einzigen die den Neoliberalismus immer noch zu populistischen Zwecken im heutigen Alltag heraufbeschwören sind jene Sozis wie du.
Grüsse
Mr. Pink
Provokanter Nachtrag:
Man kann keine Niedriglohn- Jobs bekämpfen, indem man sie, wie in Deutschland, fördert. Das ist ein Trugschluss. Zudem haben Niedriglohn- Jobs oder Hartz IV nichts mit Neoliberalismus zutun.
Man kann ja auch kein Unkraut beseitigen, indem man es mit Wasser begiesst.
In diesem Sinne denke ich, kann (bis zu einem gewissen Masse) die Armut ebenfalls nicht bekämpft werden indem man sie fördert (wie dies in weiten Teilen der Welt geschieht). Also jegliche 'soziale' Massnahme die Arme übermässig unterstützt ist langfristig kontraprpduktiv.
Demzufolge ist nicht die aufklappende Schere zwischen Arm und Reich das eigentliche Problem der Gesellschaft, sondern die zusammenkneifend Schere zwischen Mittelschicht und Unterschicht, die durch die Umverteilung immer enger wird.
Gerechtigkeit hat meist wenig damit zu tun, was die Mehrheit will. Zudem gibt es diese Mehrheit immer nur sehr lokal, also zum Beispiel in einem Land, oder einem Kanton. Die Menschheit umfasst aber ca. 7 Milliarden Individuen.
Bisher haben solche "mehrheitsfähigen" Gerechtigkeiten immer in die Katastrophe geführt. Ob diese Mehrheiten nun Nazionlasozalisten waren, oder Kommunisten, oder Christen, oder Weisse, oder sonst was. Jede Gruppe die ihre selbst definierte Gerechtigkeit dem "Rest der Welt" aufzwingen will, läuft damit früher oder später ins Messer.
Besonders bedenkenswert sind die momentanen Bestrebungen, die Demokratie auf der Welt durchzusetzen. Bloss weil der Westen glaubt, dass dies nun die gerechteste Gesellschaftsform, rsp. politisches Modell sei. Auch hier ist die Folge, wie immer bei solchen ideologischen Ideen, Krieg!
Gerechtigkeit kann letztlich nur von ausserhalb des Systemes kommen, denn der Richter muss notgedrungen höher sein, als das zu richtende System. Sonst beisst sich der Hund in den Schwanz!
Gruss
Patrick
Vielen Dank für ihre Antwort auf meinen Beitrag.
Einerseits glaube ich dass Sie auf der richtigen Spur sind, andererseits habe ich folgende Anmerkung:
Sie schrieben: " Ich würde Gerechtigkeit damit definieren, dass eine Sache umso gerechter wird umso mehr Menschen damit einverstanden sind"
Sie wären aber wohl nicht einverstanden damit, wenn 'die Sache' Amerika zu erobern nur deshalb eine gerechte Lösung gewesen wäre, weil es schliesslich weniger landsuchende Indianer als Weisse gibt, oder?
Was ich damit sagen will, eine vermutete Gerechtigkeit muss sich gegenüber sich selbst als gerecht bewähren können.
Im oben dargelegten Fall wäre die Mehrheit (die Weissen) nämlich mit sich selbst nicht so umgegangen wie mit den Indianern. Ursache dafür, dass die Weissen die Eroberung des Westens durchaus als Gerecht ansahen, war ihr Menschenbild, oder dass was man damals in Europa als Mensch definierte.
Die Indianer galten offensichtlich als eine Art 'Untermenschen', als 'Wilde' bezeichnet.
Ohne das wir es bemerken, teilen wir die Menschen auf dieser Welt weiterhin in mehr oder weniger relevante 'Kulturen' ein.
Es gibt aber eine Lösung Gerechtigkeit von Mehrheitsbeschlüssen unabhängig zu machen. Dazu muss jede scheinbare Gerechtigkeit gegenüber einer Sache mit ethischen Prinzipien gegengeprüft werden.
Im vorliegenden Fall heissen diese: Alle Menschen müssen gleicher Rechte besitzen, Alle Menschen müssen gleiche Voraussetzungen haben.
Zwischen Indianern und Weissen war dies mit Gewissheit bis in das 20. Jahrhundert nicht der Fall.
Gerechtigkeit existiert nicht und kann nicht existieren, solange die Sache um die es geht Ungleichheiten produziert, welche ethischen Prinzipien widersprechen.
'Gerechte Zustände' hängen somit davon ab, dass wir stets versuchen und auch durchsetzen, alle Menschen mit gleichen Mitteln und Fähigkeiten auszustatten.
Sie werden bemerken, dass Steinzeitmenschen es weit einfacher gehabt haben müssen, Gerechtigkeit umzusetzen, als Menschen in der Moderne. Die 'Hochkulturen' führten eben auch zu einem Auseinanderdrifften, was gleiche Voraussetzungen, Fähigkeiten, Rechte, anbetrifft.
Die Aufgabe der Politik Heute müsste es vor allem sein, um Gerechtigkeit durchzusetzen, diese Verluste der ethischen Prinzipien (für Alle) in einer komplexer gewordenen Gesellschaft wieder zu reorganisieren. Nach der franz. Revolution war man hier ein Stück vorangekommen, aber es ist längst noch nicht alles erreicht was möglich wäre.
Man versuchte es zuletzt mit 'Vernunft', um eine sogenannt 'praktikable Gerechtigkeit' umzusetzen. Die Demokratie ist eine Art 'Vernunftehe' zwischen Menschen, mit dem Ziel eine 'praktikable Gerechtigkeit' durch Mehrheitsbeschluss herbeizuführen.
Die Frage nach Gerechtigkeit bleibt aber wie damals zwischen Weissen und Indianern weiter vorhanden, solange die Menschen in einer Demokratie nicht dieselben Voraussetzungen haben, wenn sie abstimmen gehen. Zu bemängeln ist die wieder zunehmende Ungleichheit in der Gesellschaft, sie macht immer fraglicher, ob Gerechtigkeit noch Motor bei Abstimmungen ist, und nicht mehr als früher die Abstimmungen genutzt werden, um sich selbst Vorteile auf Kosten Dritter zu verschaffen.
Im Verlauf der Globalisierung hat es sich gezeigt, dass Demokratien nicht beliebig mit Nichtdemokratien Handel betreiben können, ohne dass ethische Prinzipien verletzt werden, über die man sich in den Demokratien bereits einmal einig war. Wenn man zum Beispiel seine eigene Arbeitnehmerschaft der Konkurrenz mit solchen Arbeitskräften in nichtdemokratischen Staaten aussetzt, so kann ich hier keinen vernunftbasierten Wettbewerb erkennen.
Es muss in Zukunft höchste Priorität auf die soziale Globalisierung gelegt werden, denn inzwischen bringt die rein wirtschaftliche Globalisierung mit dem Ziel das BIP anzuheben nur noch wenigen Menschen nutzen, das hat man sogar in China inzwischen begriffen.
Gerechtigkeit kann nur in einem ganz bestimmten Umfeld überhaupt möglich gemacht werden, und gewiss ist die Liebe und die Beschäftigung damit, ein neben der Vernunft wichtiger zweiter Weg, um sich in einer solch komplex gewordenen globalen Gesellschaft zu orientieren.
Neben der bekannten Vernunftehe über Demokratie, kann sich der Mensch auch noch in Liebe (Empfindung) verbinden. Liebe als grundlegendes Mass für Beziehungen wäre gerade Heute wichtig, da diese sich gerade deshalb auszeichnet, dass in ihn sich sämtlichen ethischen Grundprinzipien zu erfüllen scheinen.
Wir sind uns in der Liebe wie nirgends sonst mit gleichen Voraussetzungen ausgestattet.
Wäre man den Indianern mehr mit Liebe als mit der (oft irrenden) Vernunft begegnet, die Geschichte wäre anders gekommen.
Aus meiner Sicht haben sich deshalb die Parteien gerade Heute mit Liebe zu beschäftigen bevor sie sich mit Gerechtigkeit befassen können, egal ob dies in der gegenwärtigen Weltlage als lächerliches Unterfangen erscheint, es ist alles andere als das, vielmehr notwendiger als zur Zeit der Eroberung Amerikas. Möglicherweise ist es sogar Überlebenswichtig für die Menschheit, sich dem Wort Liebe zu erinnern.
"Liebe ist die stärkste Macht der Welt, und doch ist sie die Demütigste, die man sich vorstellen kann."
Mahatma Ghandi
offenbar gibt es leute, die dich sehr provozieren, noch mehr als ich.
denn du schlägst wieder grausam um dich.
aber ich habe das gefühl, du bist in mindestens so tiefen dogmen gefangen, wie du es andern zu unterstellen scheinst.
regulation:
auch ein "unregulierter" markt ist reguliert - durch sich selbst. wo das hin führt, sehen wir. ob man dem nun neoliberalismus oder libertäre marktdikatur oder anarchie sagt, ist mir egal.
markt ist nicht selbstzweck, sondern dient dem menschen.
somit darf die gesellschaft auch eingreifen und die regeln bestimmen, auch wenn das den profiteuren des angeglich freien marktes nicht passt.
Wenn doch bloss alle Menschen so närrisch wären, wie "Der Schweizer Narr", dann würd ich mir weit weniger Sorgen machen um die Menschheit.
Leider scheint den Menschen die Liebe irgedwie und irgendwo abhanden gekommen zu sein. Weshalb bloss? Oder hatten sie die Liebe gar nie?
Ich hatte da vor wenigen Tagen ein Gespräch mit einem Jesuiten-Pater geführt. Darin ging es letztlich auch um die Frage, ob der Verstand oder die Liebe (resp. der Glaube) schlussendlich entscheidend sei. Als Informatik Ingenieur hätte ich auf diese Frage noch vor 10 Jahren dem Verstand den Vortritt gelassen. Heute weiss ich, dass der Verstand ohne die Liebe leider die falschen Entscheidungen trifft.
"Liebe"? Aber was ist das denn eigentlich?
Gruss
Patrick
Juhui... Du hast es auf den Punkt gebracht. Der Markt wird durch die Marktteilnehmer 'reguliert'. Nichts da von Anarchie oder Marktdiktatur.
Und das 'Eingreifen' in einen freien Markt geschieht mittels Verträgen zwischen den Marktteilnehmern.
Und dieser Markt würde dann, wie du es forderst, dem Menschen dienen - Er, der Markt, wäre also nicht selbstzweck und würde schon gar nicht dem Staat dienen, sondern den Marktteilnehmern.
Auf dem freien Markt sind wir alle profiteure. Niemand wird etwas kaufen, wenn er sich über den Tisch gezogen fühlt. Niemand wird etwas verkaufen, wenn er sich benachteiligt fühlt. Ob Käufer oder Verkäufer, beide glauben ein gutes Geschäft gemacht zu haben. Das Käufer und Verkäuferverhältnis ist ein win- win- Verhältnis und ist somit das gerechteste.
Übrigens, ich lasse mich nicht provozieren. Ich kann die Fehlinterpretationen nur nicht so stehen lassen...
Und ich kann auch in keine Dogmen gefangen sein, da ich niemandem versuche etwas aufzuzwingen. Ich will niemanden zu seinem Glück und Wohlstand zwingen. In einer freien Gesellschaft muss dies jede/r für sich seblst finden.
Gruss
Mr. Pink
Ich wollte schon lange den weisen Beitrag des Schweizer Narren verdanken. Die "Bilderserie" mit den Laternen bringt vieles auf den Punkt. Und auch sonst: man könnte vieles lernen.
Aber Pink, du nicht:
Ich wollte dir eigentlich vor Augen führen, dass deine "Argumentation" wiedermal Purzelbäume schlägt. Es ist mir misslungen.
Wie kommst du nur auf die Idee, "den Staat" als Marktteilnehmer zu negieren??? Und ihm damit das Recht, sich einzumischen, abzusprechen?
Ob es einen Neoliberalismus in Reinstform gibt oder gegeben hat, kann ich nicht beurteilen. Aber ich kann beurteilen, dass es auch eine "freien Marktwirtschaft" noch nie gegeben hat. Kernpunkte eines solchen wären wie schon x-fach dargelegt:
- Transparenz
- Verantwortung (oder Verantwortlichkeit)
KEINE Partei steht für beides konsequent ein.
Die heutige Marktwirtschaft trägt global gesehen totalitäre Züge.
Und insbesondere die Finanzwirtschaft arbeitet nach wie vor mit allen Kräften an der Aufrechterhaltung der "fundamentalen Intransparenz" (UBS-Chefökonom Wellershoff) und möglichst grossen Hintertürchen, um sich aus der Verantwortung zu stehlen.
Und die von ihr total abhängigen Global Players bis zu den KMUs halten diesen übelriechenden Topf am Kochen.
@Schweizer Narr u. Patrick Bieri
Gerechtigkeit oder Vernunft, ist etwas was nicht von einer Person definiert werden kann. Dafür braucht es immer eine Gruppe, in der Politik wird diese meist von mehreren unabhängig denkenden Individuen bestimmt.
Im Falle der Eroberung von Amerika, handelte gleich eine ganze Menschengruppe im Namen der Gerechtigkeit. Und dies weil sie gar nichts anderes kannten. Auf Grund lauter Vorurteile, eines vorgegebenen festgefahrenen Weltbildes. Damals herrschte noch die allgemeine Meinung: Indianer seien dumme, barbarische unterentwickelte Eingeborene, die weniger Rechte als die weissen besitzen, die man ruhig ausrotten dürfe.
Die weissen handelten damals in einer höheren aus unserer Sicht einseitigen Gerechtigkeit, die dem Wohle einer grösseren Gruppe diente. Wir würden sie heute als ungerecht verurteilen.
In der heutigen Zeit, in der jeder die gleichen Rechte besitzt, ist es viel schwieriger, mit dem Verstand zu beurteilen, was jetzt denn genau Gerecht ist. Da ist die Gefahr gross, dass dabei Eigeninteressen die grösste Rolle spielen und dabei bei der Durchsetzung von Rechten, einfach der Stärkste gewinnt.
Damit wären wir dann wieder in der Steinzeit.
Deshalb wäre es heute wichtig, dass wieder mehr mit dem Herzen entscheiden, was richtig und was falsch ist. Weil der Verstand in der heutigen Zeit vielleicht gar nicht mehr mitkommt.
Das Urteilen über das was gerecht ist, ist meist etwas was bei Egobetrachtung mit dem Verstand gemessen wird. Wird es aber von aussen als gerecht beurteilt, hat meist die Liebe dabei die Hauptrolle gespielt.
Liebe ist vielleicht nur das was einem der Verstand vorspielt. Wenn mit einem die Pferde durchgehen, was da wohl gemeint ist? Wenn es mit einem verrückt spielt. Lässt man sich gehen so wird es zum schönsten der Welt. Dies ist aber für jeden von uns überlebensnotwendig.
Ps. Momentan stehe ich gerade auf Schokolade
Nun (Neo-) Liberalismus hat es nie gegeben. Es gab Zeiten grösserer Freiheit. Über diese 'relativ freien' Perioden habe ich öfters geschrieben. Es waren ausnahmslos die stabilsten, fortschrittlichsten und friedlichsten Zeiten der Menschheitsgeschichte - und zwar in jeder hinsicht (kulturell, künstlerisch, technisch etc.). Doch meist ist die Weltgeschichte von grösserer und grösster Repression geprägt.
Europa erlebte die Sklaverei der Antike, die Leibeigenschaft des Mittelalters, den Merkantilismus der Renaissance und die Industrialisierung des 18. Jahrhunderts unter Monarchien, also totalitären Systemen. Nach WWI, also erst im frühen 20. Jahrhundert, änderte der Staatsinterventionismus durch den Niedergang der Monarchien langsam hin zu 'freien' Demokratien und 'freien' Märkten. Mit Keyens (schon um 1930) kam aber schon die frühe Wende hin zum Sozial- und Wohlfahrtsstaat durch Interventionsstaaten.
Natürlich gab es seit der Antike liberale Gedanken und Ideen - aber es blieb eben meist nur bei den Gedanken und Ideen.
Ich stimme dir also zu. Die 'freie' Marktwirtschaft mit Verantwortung und Transparenz hat es nie gegeben. Und genau darum setze ich mich dafür ein. Alle anderen Gesellschafts- und Wirtschaftsformen haben wir schon erlebt und kennen die Folgen. Wir kennen auch die Einflüsse 'relativ liberaler' Perioden.
Das untergehende römische Reich zählte (nur!) 60 - 70 Mio. Menschen. Als es unter ging hat es all seine Bürger mitgerissen und kam nie wieder in eine Blühtezeit. Wenn heutige Staaten, die über hunderte von Millionen von Menschen herrschen, scheitern werden, dann gute Nacht...
Und wer angesichts dessen noch einesozialistische (Welt-) Regierungen fordert, der hat leider nichts begriffen und ist ausnahmslos ein Demagoge.
Wirtschaft und Gesellschaft sind nicht trennbar. Will man eine freie Gesellschaft haben ist eine freie Wirtschaft ein zwingendes Kriterium. Eine freie Wirtschaft erfordert aber nicht zwingend eine freie Gesellschaft.
Es geht mir also nicht nur um eine liberale Wirtschaft, sondern um eine liberale, freie Gesellschaft die friedlich Miteinander lebt und geschäftet, die unabhängig ist von staatl. Almosen und politischen Launen und in der jede/r seine Verantwortung wahrnehmen muss und die Konsequenzen seines Handelns zu tragen hat.
Alles andere ist ein unvorhersehbares und unvorstellbares Klumpenrisiko, dass früher oder später die gesamte Welt in den Abgrund reissen wird.
Es grüsst
Mr. Pink
Wir sind nicht mehr so weit voneinander entfernt. Liebe ist vielleicht das, was einem der Verstand vorspielt, schreibst Du. Oder ist es vielleicht umgekehrt?
Dass das Wort Liebe auch für die körperliche Liebe benutzt wird, ist leider nicht sehr hilfreich für ein besseres Verständnis. Sex genügte als Bezeichnung völlig. Wenn die Liebe da mit hinein spielt, umso besser! Leider wird dies aber wohl eher zur Seltenheit.
Was "sich gehen lassen" bedeutet, so gibt es auch da eine etwas andere Interpretation, als die übliche. Man kann sich gehen lassen und dem Trieb die Oberhand überlassen. Das verursacht aber meist nur Leid, bei einem selbst und auch bei anderen. Man kann sich aber auch gehen lassen und dem Geist die Oberhand überlassen. Was dann folgt, ist die wahre Liebe.
Gruss
Patrick
Der SP verdanken wir aber sehr viel, wie AHV, Arbeitslosenversicherungen usw. Schade finde ich, dass die SP einen grossen Bogen um die heissen Fragen betr. der starken Immigration macht. Australien vergibt Visas nach ganz bestimmten Kritrien u. hat auch im Asylrecht eine andere Politik Trotzdem handelt sich um einen Rechtsstaat.
W.Hueppi, Mandaue, PH
Sehr geehrter Herr Leuenberger
Ich bin 19 Jahre alt - und Sie scheinen in meinen Thurgauer Kopf hineindenken zu können. Genau diese Fragen stelle ich mir nämlich (wobei die SP in meinem Kanton bei weitem keine "grosse" Partei ist).
SP, schön und gut - aber... Ist es möglich, an einer Parteiversammlung teilzunehmen, ohne die "Internationale" zu singen, die ich nebenbei als historisch relevant aber übertragen auf die moderne Zeit und Politik ziemlich fürchterlich finde? Sind die von ihnen erwähnten Sozialisten-Floskeln nicht dermassen eingehämmert worden in den Köpfen der Genossen, dass sie sich aus sozialdemokratischer Politik (leider) nicht mehr loslösen lassen?
Und doch: Es gibt keine echte Alternative. "JA" - Die SP ist einfach zu sexy. :)
Gabriel
http://tetragrammatonproject.wordpress.
You can “enter” where you want, but I am sure that you will never find something else than the same earth like a did, like the “SP” does, the “SP” is also searching a way to explain (since many years) that we all live on the same planet, but it is really not an easy job. Schon gar nicht, wenn man seit Jahren kaum mehr ein Wort in englischer Sprache verloren hat.
... I did...
Schon wieder ein Wort 'verloren' über etwas, das mir unklar ist.
It is wonderful to see someone of your position wanting open communication with the public.
It is to be highly commended.
I wish we had more of it in my country and hope British politicans can learn from your blog.
Kindest
Ali Rose
UK Resident