Was, wenn es diesen Blog nicht gäbe?
[Version française Et si ce blog n’existait pas?]

Prager Fenstersturz 1618 - zeitgenössische Darstellung (Wikipedia)
Dass ich zu Ehren des Nationalfeiertages ausnahmsweise einen etwas längeren Beitrag verfasste, scheint wenigstens mehrheitlich durchaus akzeptiert worden zu sein. Eine welsche Zeitung meinte allerdings, eine 1. Augustrede auf einem Blog sei diskriminierend, da ja nur Blogger Zugang hätten. Merkwürdige Argumentation, denn dann wäre ja eine 1. Augustrede in einem Dorf noch viel diskriminierender, weil nur die 200 Einwohner aus der näheren Umgebung kommen können. Im Blog sind es doch täglich einige Tausend Besucher.
Danke diesen Besuchern für die Diskussion über den letzten Beitrag! Ich nehme den erneuten Hinweis von Ueli Schäfer, doch lieber „mit uns als zu uns“ zu sprechen, durchaus ernst und versuche das ja auch immer wieder. Aber bei der enormen Vielfalt von Kommentaren über einen einzigen Beitrag ist dies einfach schier unmöglich. Auch den Kommentatoren gelingt das ja nicht.
Den idealen Blog scheint es für einen Bundesrat kaum zu geben, also bleibe ich bei einem unvollkommenen und frage mich: Was wäre denn, wenn es gar keinen gäbe?
„Was wäre, wenn…“ Dieser Frage hat NZZ Folio ein ganzes Heft gewidmet und mir dieselbe Frage, allerdings nicht wie den anderen bezogen auf das Weltgeschehen, sondern bezüglich meines persönlichen Lebenslaufes gestellt. Hier - etwas gekürzt - meine Antwort:
Soweit zum Lebensweg eines einzelnen Menschen. Wie steht es aber bei historischen Gegebenheiten? Kann ein einzelnes Ereignis der Geschichte eine andere Wende geben? Obwohl die Beiträge im Folio natürlich Spielereien sind, decken sie doch heimliche Wünsche auf: Ein NZZ-Redaktor träumt - nicht heimlich, sondern öffentlich - davon, nur gerade das Telefongespräch von Frau Kopp und der darauf erfolgte Rücktritt ihres Ehemannes aus einem Verwaltungsrat habe den seitherigen Niedergang des Zürcher Freisinns ausgelöst. Ohne dieses Telefon hätten die Freisinnigen womöglich gar drei Sitze im Bundesrat erobert und wären dort heute noch mit Frau Kopp vertreten. Abgesehen von einigen falschen Fakten (es hätten damals gar nicht mehr als ein Vertreter aus dem Kanton Zürich gewählt werden können) und Verdrängungen (ohne besagtes Telefon auch kein Swissairgrounding?) muss doch festgehalten werden: Auslöser und Ursache von historischen Umwälzungen sind nicht zu verwechseln. So war der Prager Fenstersturz sicher nicht die Ursache des 30jährigen Krieges und das Attentat von Sarajevo nicht die Ursache, sondern ein Auslöser des ersten Weltkrieges. Für gesellschaftliche Entwicklungen gibt es immer eine Komplexität von Ursachen. Hätte nicht der Tropfen X das Fass zum Überlaufen gebracht, hätte dies der Tropfen Y getan.
Allerdings: Was ist ein kleines und was ein grosses Vorkommnis?
Und so frage ich mich denn auch nicht, ob die Schweiz und die Welt eine grundsätzlich andere Wendung nähmen, wenn es diesen Blog nicht gäbe.
Bis bald
Moritz Leuenberger

Prager Fenstersturz 1618 - zeitgenössische Darstellung (Wikipedia)
Dass ich zu Ehren des Nationalfeiertages ausnahmsweise einen etwas längeren Beitrag verfasste, scheint wenigstens mehrheitlich durchaus akzeptiert worden zu sein. Eine welsche Zeitung meinte allerdings, eine 1. Augustrede auf einem Blog sei diskriminierend, da ja nur Blogger Zugang hätten. Merkwürdige Argumentation, denn dann wäre ja eine 1. Augustrede in einem Dorf noch viel diskriminierender, weil nur die 200 Einwohner aus der näheren Umgebung kommen können. Im Blog sind es doch täglich einige Tausend Besucher.
Danke diesen Besuchern für die Diskussion über den letzten Beitrag! Ich nehme den erneuten Hinweis von Ueli Schäfer, doch lieber „mit uns als zu uns“ zu sprechen, durchaus ernst und versuche das ja auch immer wieder. Aber bei der enormen Vielfalt von Kommentaren über einen einzigen Beitrag ist dies einfach schier unmöglich. Auch den Kommentatoren gelingt das ja nicht.
Den idealen Blog scheint es für einen Bundesrat kaum zu geben, also bleibe ich bei einem unvollkommenen und frage mich: Was wäre denn, wenn es gar keinen gäbe?
„Was wäre, wenn…“ Dieser Frage hat NZZ Folio ein ganzes Heft gewidmet und mir dieselbe Frage, allerdings nicht wie den anderen bezogen auf das Weltgeschehen, sondern bezüglich meines persönlichen Lebenslaufes gestellt. Hier - etwas gekürzt - meine Antwort:
Nein, ich male mir nie einen Lebensweg aus, den ich nicht gegangen bin, weil ich überzeugt bin, dass der Weg kein anderer hätte sein können, nicht nur wegen der äusseren Umstände, auf die ich keinen Einfluss hatte. Auch meine eigenen freien Entscheide traf ich immer unter bestimmten Einflüssen, solchen von aussen oder solchen, die in eigenen Überlegungen oder Stimmungen begründet waren. Müssig also, darüber zu sinnieren, ob ich mich gegen den elterlichen Widerstand für jenen Beruf, für den ich eine Weile schwärmte, hätte wehren sollen und ob ich mich überhaupt hätte durchsetzen können. Die damaligen Umstände waren eben derart, dass ich es nicht wagte.
Würde ich mein Leben nochmals leben, nähme es notwendigerweise wieder denselben Lauf. Ich habe Max Frischs „Mein Name sei Gantenbein“ als Jugendlicher gelesen, und ich habe ihn so verstanden: Im Rückblick bereuen wir manchen Entscheid als falsch und verhängnisvoll, sei er nun spontan aus einer Laune oder nach reiflichster Überlegung erfolgt. Doch denken wir uns die genau gleiche Situation, in der wir damals entschieden haben, ergäben sich dieselben Vorbedingungen, dieselben Zwänge, unsere identische seelische Verfassung und daher auch unser gleiches Verhalten. Erst im Rückblick, erst im Wissen über die Folgen des Entscheides, erst nachträglich also, wissen wir, was wir anders hätten machen sollen. Damals wussten wir es nicht, oder wir wussten es und konnten oder wollten unser Wissen nicht umsetzen.
Gewiss sinniere ich hin und wieder wie Gantenbein darüber, was wäre, wenn…? Würde ich, wenn ich Schauspieler geworden wäre, es aushalten, unter irgendeinem Regisseur zu spielen? Käme ich mir, wäre ich Kabarettist, vielleicht wie ein Populist vor, weil ich ständig vereinfachen müsste? Müsste ich, hätte ich mich professionell in Sprache oder Philosophie vertieft, darunter leiden, gesellschaftliche Zusammenhänge und Wechselwirkungen zu analysieren, statt etwas zu bewirken? Wäre das nicht die bare Ohnmacht, verglichen mit den Kompromissen, von denen mein heutiger Beruf lebt? Oder: Wäre mein privates Leben wirklich näher beim Glück, wenn…? Doch das sind spielerische Träumereien, die sich nie zu einem Wunsch verdichten, nicht zu einem heimlichen und nicht zu einem öffentlichen. Denn das Leben hätte nicht anders kommen können. Nein, das ist nicht fatalistisch. Eine kritische Auseinandersetzung mit einem früheren Entscheid findet trotzdem statt, ja sie muss zwingend erfolgen. In der Rückschau erkenne ich tatsächliche Folgen eines Entscheides, die ich vorher gar nicht sehen konnte. Hinterher erkenne ich, warum ich mich damals falsch oder nicht optimal verhielt. Das ist Erfahrung, die in einer neuen ähnlichen Situation zu geschärftem Bewusstsein führt. Doch damals war diese Erfahrung eben noch nicht da, und sie hätte nicht anders sein können.
Meine Gedanken zurück kreisen also weniger um die Phantasie: Wenn damals…, sondern um das Suchen: Warum damals…?, damit ich, wenn ich künftig zurückblicken würde, wenn immer möglich sagen könnte: Wie schön war es, dass damals…
Soweit zum Lebensweg eines einzelnen Menschen. Wie steht es aber bei historischen Gegebenheiten? Kann ein einzelnes Ereignis der Geschichte eine andere Wende geben? Obwohl die Beiträge im Folio natürlich Spielereien sind, decken sie doch heimliche Wünsche auf: Ein NZZ-Redaktor träumt - nicht heimlich, sondern öffentlich - davon, nur gerade das Telefongespräch von Frau Kopp und der darauf erfolgte Rücktritt ihres Ehemannes aus einem Verwaltungsrat habe den seitherigen Niedergang des Zürcher Freisinns ausgelöst. Ohne dieses Telefon hätten die Freisinnigen womöglich gar drei Sitze im Bundesrat erobert und wären dort heute noch mit Frau Kopp vertreten. Abgesehen von einigen falschen Fakten (es hätten damals gar nicht mehr als ein Vertreter aus dem Kanton Zürich gewählt werden können) und Verdrängungen (ohne besagtes Telefon auch kein Swissairgrounding?) muss doch festgehalten werden: Auslöser und Ursache von historischen Umwälzungen sind nicht zu verwechseln. So war der Prager Fenstersturz sicher nicht die Ursache des 30jährigen Krieges und das Attentat von Sarajevo nicht die Ursache, sondern ein Auslöser des ersten Weltkrieges. Für gesellschaftliche Entwicklungen gibt es immer eine Komplexität von Ursachen. Hätte nicht der Tropfen X das Fass zum Überlaufen gebracht, hätte dies der Tropfen Y getan.
Allerdings: Was ist ein kleines und was ein grosses Vorkommnis?
Und so frage ich mich denn auch nicht, ob die Schweiz und die Welt eine grundsätzlich andere Wendung nähmen, wenn es diesen Blog nicht gäbe.
Bis bald
Moritz Leuenberger



65 Kommentare
Sie werfen eine interessante Frage auf. Sind wir geworfen, wie, wenn ich nicht irre, Heidegger dies sah, oder haben wir Wahlfreiheit ? Müssen wir uns jeweils zwingend für das Eine entscheiden oder gibt es im Augenblick der Entscheidung eine Öffnung für Vieles, die sich erst dann wieder schliesst, wenn die Entscheidung gefallen und der nächste Schritt getan ist ?
Meine Jugenderlebnisse haben mich eher das Zweite gelehrt. Auf einer ziemlich ziellosen Wanderung durch das französische Zentralmassiv gelangte ich mehrmals an Wegscheiden, an denen ich mich einmal so, einmal anders entschied. Gelangte ich im Weitergehen an einen besonders schönen Ort oder hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Menschen, der mir entgegen kam, dachte ich zuerst, wie gut bist Du diesen Weg gegangen, so musste es sein. Aber hätte ich nicht in der anderen Richtung ebenfalls ein besonderes, vielleicht prägendes Erlebnis haben können ?
Da ich mich dann ziemlich lange mit Energie beschäftigte, habe ich mir eine energetische Antwort dafür zurechtgelegt:
Der Stein (die leblose Materie) ist tatsächlich geworfen. Sein Weg ist bestimmt durch die Anfangsbeschleunigung, die Wurfrichtung und die Kräfte und Gegenstände, die auf den Wurf einwirken. Ein Lebewesen andererseits gehorcht nicht nur der einwirkenden mechanischen Energie. Es kann auch Energie in Form von Nahrung zu sich nehmen, sie speichern und über seine Muskulatur wieder abgeben. Es verfügt, anders als der Stein, über einen eigenen, willkürlichen Antrieb, dessen Freiheitsgrad zwar je nach dem Grad von Bewusstsein, den überlebenswichtigen Notwendigkeiten wie Durst, Hunger oder Fluchtbereitschaft eingeschränkt sein kann, der aber dennoch vorhanden ist.
Gibt es diesen Freiheitsgrad, hat dies interessante Auswirkungen auf die Sinngebung. Der Flug des Steins ist, sofern wir an Sinnhaftigkeit glauben, immer sinnvoll, da er notwendig ist. Unser Weg wird sinnvoll, indem wir ihn weitergehen und im Nachhinein bejahen.
In diesem Sinne müsste ich mich dann fragen, ob wir unserer Lebendigkeit gerecht werden, wenn wir nicht wenigstens hoffen oder, besser, alles Menschenmögliche versuchen, dass dieser Blog, zusammen mit den Myriaden anderer Einflüsse natürlich, unserem Leben als Einzelne und als Gemeinschaft neue und, wie ich es mir wünsche, selbstbestimmte Impulse und Wendungen gibt.
Danke nochmals.
Wenn es diesen Blog nicht gäbe, gäbe es auch keine Bloger die davon begeistert wären. Sie wären um eine Blogspezialität ärmer. Auch würden sie keine Komplimente bekommen was sie für ein moderner Bundesrat sind. Wahrscheinlich wäre die Welt nicht viel anderst wenn es ihren Blog nicht gäbe, aber sie könnte sich vielleicht verändern weil es einen solchen Blog wie ihren gibt.
Ich weiss ja nicht wie viele Blogs es überhaupt von Landesregierenden gibt. Ist dies der einzige? Wenn dies zum Beispiel plötzlich ein Us Präsident täte, oder ein Regierender von China würde dies sehr schnell unübersichtlich. Nur bleibt diese Chance sehr gering, da so wichtige Leute für so etwas sowieso keine Zeit haben.
Also danke ich ihnen dass sie sich die Zeit und die Mühe nehmen diesen Blog zu führen.
(Rabenhaus:
http://www.ahmadinejad.ir/
Aber offensichtlich ist das nicht so sein Ding.)
....Sie fragen, was ist ein kleines und was ein grosses Vorkommnis?
Und Sie fragen denn auch nicht, ob die Schweiz und die Welt eine grundsätzlich andere Wendung nehmen würde, wenn es diesen Blog nicht gäbe?
Ich glaube kaum, denn mit oder auch ohne diesen Blog würde sich doch alles genau so abspielen, wie es sich abspielen muss, alles nach dem einen göttlichen Plan sozusagen.
In der Überzeugung, dass Sie wohl der einzige Bundesrat sind, der fähig ist zu verstehen und die höhere Stufe der geistigen Evolution des Bewusstseins bereits erreicht hat erlaube ich mir hier über das kurz bevorstehende, wirklich grosse, allumfassende kosmische Ereignis zu schreiben.
Immer schneller und schneller nähern wir uns dem Eintritt unseres gesamten Sonnensystems in den galaktischen Photonen-Gürtel!
Wir stehen an der Schwelle einer Neuen Zeit!
Dieses allumfassende wirklich "grosse" Ereignis wird im "dualen" Gehirn der Menschheit endlich wieder Klarheit schaffen!
Der Mensch ist das einzige Wesen der Schöpfung, das mit einem zweiteiligen Gehirn geboren wird, einer "rechten" und einer "linken" Gehirnstruktur und lebt daher in der sogenannten "Dualität".
Die "rechte" Gehirnstruktur ist die "elektrische" Empfangsstation und direkte persönliche Verbindung zum allumfassenden göttlichen Bewusstsein.
Diese "rechte" Gehirnstruktur (Pineal-Gland) ist in der Lage über 5 Milliarden Gedanken per Sekunde auf einmal und gleichzeitig aus dem ewigen Kosmos (göttliche Matrix) zu empfangen und zu verarbeiten, man nennt das die "Intuition" oder das göttliche Bewusstsein.
Die "linke" Gehirnstruktur ist lediglich ein "magnetischer" Speicher und speichert bewusst oder unbewusst alle erlebten Ereignisse (gute und böse).
Diese "linke" Gehirnstruktur ist programmiert 24 Gedanken per Sekunde auf einmal und gleichzeitig zu erfassen und zu verarbeiten, man nennt das die "Flickerfrequenz".
Diese "linke" Gehirnstruktur ist lediglich ein effizientes Werkzeug, das dem Menschen dienen sollte alle Abläufe und Muster aller erlebten Ereignissen wieder zu erkennen und sie mit dem "rechten" göttlichen Bewusstsein abzugleichen um ihm zu ermöglichen richtige und zentrierte Entscheidungen zum Überleben zu treffen, man nennt das den "Verstand".
Aber Vorsicht!
Dieser "linke" Verstand wenn fremdgesteuert durch gezielte falsche Bildung in Schulen oder über vorsätzliche, magnetische Fehlprogrammierungen (Mindcontrol) durch kriminelle, machthungerige Verbrecher ist nicht mehr der Freund des Menschen, er ist dann lediglich ein gefühlloses, rücksichtsloses und rechthaberisches Monster, das immer recht zu haben glaubt!
Menschen, die auf diese Weise fremdgesteuert und manipuliert werden und nur noch von diesem magnetisch programmierten "linken" Verstand beherrscht und geleitet werden haben vergessen wer sie wirklich sind, deren "rechte" Gehirnstruktur ist ausgeschaltet und dormant, deren "Intuition" ist lahm gelegt und der direkte "elektrische" Empfang zum allumfassenden göttlichen Bewusstsein ist abgebrochen, sie sind ohnen Gewissen (bewusstlos).
Diese Menschen (biologische Computer) sind dann nur noch programmierte Maschinen, sie werden rücksichtslos und gnadenlos das magnetisch eingespeicherte "Fremdprogramm" ausführen wollen und eher alles zertrümmern, als zuzugeben, dass sie auf dem Irrweg sind, sie müssen, sie können nicht mehr anders!
Sie wären alle verloren!
Aber jetzt nähern wir uns dem seit tausenden von Jahren vorausgesagten Wiederkommen des ewigen Lichtes (Christus, Kristos, Kristal oder eben Licht im All).
Immer schneller und schneller nähern wir uns dem "galaktischen Photonen-Gürtel" und kommen somit in den höheren Schwingungsbereich der galaktischen Zentralsonne.
Unser gesamtes Sonnensystem kommt jetzt allmählich in Resonanz mit dieser höheren Lichtschwingung.
Das Magnetfeld unseres Planeten wird dadurch immer schwächer, die Temperaturen schwanken und die Wettermuster spielen verrückt, deshalb haben wir mit noch viel grösseren Ereignissen und sogar mit grossen Erdveränderungen zu rechnen!
Der sogenannte "Klimawandel" ist eine direkte Konsequenz dieser Tatsache!
Die Eiskappen an den Polen und die Gletscher schmelzen nicht weg, sondern zerbröckeln wegen der kontinuierlichen Abschwächung des Erdmagnetfeldes.
Aus dem selben Grund ist auch mit zunehmenden grossen Felsabrüchen und grösseren Bergstürzen zu rechnen!
So wie der "eine" Tropfen das Glas zum überlaufen bringt, so wird der Punkt des Eintrittes in den Photonengürtel auf einen Schlag geschehen!
(Die genaue Zeit kann niemand exakt voraussagen)!
Aber es wird geschehen!
Dann werden alle magnetischen Speicher, so auch alle "linken" Gehirnspeicher aller Menschen auf einen Schlag gelöscht werden und wir werden alle den "Verstand" verlieren!
Aber keine Angst liebe Menschen!
Wir sind nicht allein, wir haben Freunde dort draussen, sie werden uns beistehen und uns helfen den "verlorenen" Verstand mit neuen "ethischen" Programmen neu auszustatten und dann werden wir alle Mitglieder einer grossen galaktischen Föderation werden am Anfang eines neuen goldenen Zeitalters!
Ja - liebe Freunde, wir sind auf Kurs, wir befinden uns zur Zeit in der 5. Nacht der 8. Stufe auf der 9 stufigen Pyramide der Evolution des Bewusstseins im Zeichen der Maya in der göttlichen Schöpfung!
Wir kommen nun ans Ende unserer Existenz in der Dualität!
Es bleibt uns jetzt nur noch kurze Zeit aufzuwachen und die "rechte" Gehirnstruktur (Pineal-Gland) zu aktivieren und desen Gebrauch zu üben um bewusst den Aufstieg in die höhere Dimension und das volle Bewusstsein zu erreichen!
Ihr Free Info
wenn es diesen Blog nicht gäbe, würde ich ihn wahrscheinlich nicht vermissen, weil ich ja nicht wüsste, dass es ihn geben könnte. :)
Da es ihn aber gibt und ich davon weiss, würde ich ihn vermissen, wenn es ihn plötzlich nicht mehr geben würde...
Anders gesagt: ich bin froh, dass Sie sich die Zeit nehmen, hier zu schreiben, finde es sehr anregend und informativ hier zu lesen und freue mich über jeden neuen Beitrag.
Ganz herzlichen Dank dafür!
Ich sehe Ihre Beiträge meist eher als philosophisch, denn politischer Natur. Habe auch diesen Beitrag wieder gerne gelesen.
Wenn es Ihren Blog nicht mehr gäbe, würde sich die Welt in ihren Rhythmus weiterdrehen, aber trotzdem sind Sie, so glaube ich, mit Ihrem Blog auf der richtigen Seite, wenn man die wachsende Anzahl der Beiträge betrachtet und wenn man sich vor Augen hält, dass die Kommunikation via Computer immer wichtiger wird.
@Free Info:
Sehr unterhaltsam! LOL!
Beste Grüsse,
I. Gärtner
Eine Anwort haben Sie in einem früheren Beitrag bereits selber gegeben: gäb's ihn nicht, den BLOG, dann wäre weiterhin das bekannte Bild eines Bundesrats: ein auf das politische Amt und die Sache reduzierte/r Aktor/in ohne Recht auf Freizeit, Emotionen und intellektuelle Gedankenausflüge.
LG Adi Kurzen
http://www.spiriforum.net
was, wenn es Ihren Blog nicht gäbe?
hm. Was, wenn der Schmetterling im Urwald von Brasilien nicht mit dem Flügel schlägt und damit einen Tornado in Sibirien auslöst...? ja, was dann? Vielleicht gibts dann schönes Wanderwetter in den Bündner Bergen? Oder die dritte Haremsdame eines arabischen Scheichs fällt in den Swimming Pool und ertrinkt? Wer weiss das schon?
Ich halte ich den Rat des amerikanischen Philosophen David R. Hawkins für nützlich, der schrieb: du bist für den Einsatz verantwortlich, den du leistest, aber nicht für das Resultat. Oder auch den Rat von (ich glaube) dem Kirchenvater Augustinus: Wenn du etwas erreichen möchtest, so arbeite dafür, als ob alles von der Arbeit abhinge - und bete dafür, als ob alles vom Gebet abhinge.
Auf alle Fälle bin ich froh, dass es diesen Blog gibt und Sie mir somit die Möglichkeit eröffnen, mich auf eine direktere Weise mit Ihnen zu unterhalten, als es sonst möglich wäre.
ich grüsse Sie freundlich
barbara seiler
ich denke es ist sowohl als auch. Heidegger lässt uns fragen, wie wir in diese Welt geworfen sind, zugleich aber auch wie wir sie uns jeden Tag neu erschaffen. Somit sind wir verantwortliche Wesen. Wenn wir bedenken, dass unsere Wahrnehmung allein unsere ist, d.h. die Welt, wie wir sie sehen, exisitiert nur für uns genau so, sind wir nicht wie ein Stein geworfen, sondern bewegen uns in einem komplizierten Vernetzt sein; unser Handeln (oder auch nicht Handeln) hat Auswirkungen, mit denen wir uns unsere Welt wieder neu erschaffen.
Mir gefällt die Haltung von Herrn Leuenberger, das Grübeln über "was wäre anders gewesen, wenn" bringt keine neue Erfahrung. Hingegen empfinde ich eine Imagination, Malen oder ein Rollenspiel, in denen ich andere, neue Handlungsweisen ausprobieren kann, sehr fruchtbar als neue, wertvolle Erfahrung.
Diese Frage haben Sie hier gut präsentiert, sehr geehrter Herr Leuenberger; darüber lässt sich lange nachdenken.
Beim Lesen Ihres Textes sind mir auch die Parzen eingefallen, irgendwie, die vor jeder Wegegabelung stehen sollen.
Wie auch immer...wenn es Ihren geschätzten Blog nicht gäbe, hätten alle Bürger, Burgers und Pinkburgers nicht die Möglichkeit, ihren Senf beizugeben...
Sie haben Recht. Es ist immer beides, oder eigentlich alle drei. Als Materie sind wir geworfen. Als Lebewesen haben wir die Möglichkeit der eigenen Bewegung. Als sprechende, denkende Tiere können wir darüber reflektieren.
Was geschehen ist, ist geschehen. Wir können nicht nochmals zur gleichen Weggabelung zurück. Aber stimmt es, dass das Nachdenken über frühere Entscheide keine neue Erfahrung bringt ? Ist das nicht auch lernen ? Und gibt es nicht die Wiedergutmachung, indem man auf einen unglücklichen Entscheid zurückkommt und seine Folgen mildert ?
War der Prager Fenstersturz, das Attentat von Sarajewo oder der Einsturz der Zwillingstürme der Tropfen, der ein Fass zum Überlaufen brachte ? Beim Irakkrieg war es wohl eher ein Dutzend kriegsfreudiger Politiker, die unbedingt einen Streit suchten. Könnte es nicht früher auch so gewesen sein ?
Ich glaube, Sie müssen eine zusätzliche Rubrik eröffnen:
"Menschsein, Philosophie, Spiritualität" oder ähnlich.
Ihr Beitrag ist ein Meisterstück, ein Konzentrat von Anregungen, auch Ueli Schäfers "Antwort" bzw. Ergänzung.
Die beiden Fragen allerdings
("Was wäre, wenn ich nicht Bundesrat geworden wäre"
und
"Was, wenn es diesen Blog nicht gäbe?")
lassen sich fusionieren zu
Was wäre der Blog eines Moritz Leuenberger, wenn dieser nicht Bundesrat wäre?
Vermutlich würden nur ein paar zufällig vorbeisurfende Freaks darüberstolpern, ein Blögli wie hunderttausend andere.
So aber ist er nicht mehr und nicht weniger als eine zumindest schweizerische Plattform, eine exhibitionierte Denkzelle, mit allen Vor- und Nachteilen.
Momentan scheint sich Ihr Blog zu einem "Medium" im spirituellen Sinn zu mausern, das uns neue Pforten zeigt und eine Bewusstseinserweiterung ermöglicht, mit der wir unseren angeblich oder tatsächlich fremdgesteuerten "Verstand" befreien können.
Schön wär's.
Zentral auch die Ur-Frage nach (bzw. Unterscheidung von) Ursache und Auslöser eines Ereignisses.
Diese kann man vom Urknall über die Erfindung von Betty Bossi bis zum Weltuntergang überall stellen.
Das Ziel menschlicher Kultur müsste ja sein, die Ursachen potentiell negativer Ereignisse im voraus und soweit analysieren und schliesslich dämpfen zu können, dass der Auslöser gar nie "abdrücken" kann.
Ob einzelne Ereignisse dem Lauf der Welt eine andere Wende geben könnten, werden wir nie herausfinden.
Weil wir "das andere" Ereignis und die andere Wende ja nicht parallel zum Geschehenen oder nachträglich ausprobieren können. (Das hatten wir doch beim Thema Umwelt auch schon.)
Zeit ist nach heutigem Kenntnisstand eindimensional und unidirektional.
Fast jede Glaubens- und Wissensrichtung hat für den tatsächlichen Lauf der Dinge Erklärungen parat, die nie befriedigen. Einige bemühen die Chaostheorie, andere die Religion, wieder andere die Neuropsychologie, alles wird unter Schicksal und Zufall verbucht.
Manchmal kommen auch biologistische Erklärungen, welche uns "trösten" sollen, dass wir alles und nichts falsch machen:
Da wird suggeriert wird, unser Verhalten, und damit letzlich die Weltgeschichte, seien biologisch-neurologisch-genetisch determiniert; die irre Vorstellung, die ganze zukünftige Weltgeschichte sei quasi im Erbgut der irdischen Lebewesen vorprogrammiert...
Bei der menschlichen Kultur im ganzheitlichen Sinn, bei Bewusstsein und bei Weisheit - bei geistigem Reichtum und Energie - finde ich ewiges Wachstum durchaus sinnvoll und auch möglich (nicht aber bei der Wirtschaft).
Ich bin sicher, dass Ihnen Ihre Bundesratstätigkeit (und Ihr Riesenblog) dereinst geholfen haben wird, Sie zum Botschafter für wesentlich Höheres zu machen.
Ich freue mich.
(Die wohl berühmteste Anregung zum (linearen) Lauf der Dinge z.B. hier. - play video oder natürlich beim Du-Rohr.)
Diese Anrede stammt von einem Urgestein der deutschen Comedy-Szene, nämlich Heinz Erhardt (damals nannte man solche Menschen noch Komiker und nicht „Comedian“). Was wäre, wenn er Pianist geworden wäre, wie Wikipedia weiss? Zum Glück für sein Publikum wurde er es nicht. Unter dem nachfolgenden Link erklärt er, warum er u. a. Dichter wurde:
http://www.youtube.com/watch?v=6gZiEJSYQOg
„Wir können das auch lassen“ und meinte damit nicht etwa diesen Blog, sondern das Reden-Halten:
http://www.youtube.com/watch?v=hC6DQIpIsDM&NR
Apropos Reden: Mit seinem Talent hätte er uns zum 1. August auch sehr gut die Geschichte von Willhelm Tell erzählen können. Hier deshalb „noch’n Gedicht“:
http://www.youtube.com/watch?v=uFVLoLnelww
Noch nicht weiterklicken, „es kommt doch noch was“:
http://www.youtube.com/watch?v=iQkp6FG07gg
Auch wenn Heinz Erhardt Komiker und Dichter (und dichter) geworden ist, tangiert er mehrfach die Frage „was wäre, wenn…“. Und: Hinter einigen seiner Gedichte steckt nicht nur Nonsens. Komiker dürfen – amüsant erzählt - ganz ernst zu nehmende Gesellschaftskritik üben. Was wäre, wenn das Parlament aus lauter Komikern bestünde (über die man auch lachen kann)?
Schönen Sonntag
Titus
Danke für Ihre Antwort.
Meiner Ansicht nach bringt das Reflektieren über vergangene Erfahrungen sehr viel, nicht aber das Grübeln "was wäre wenn?" Wenn wir die Umstände und unser Handeln reflektieren, können wir, so sehe ich es wenigstens, eine neue Theorie für uns selbst bilden. Erst wenn ich diese in einer Handlung erprobe, resultiert eine neue Erfahrung.
Ich glaube, wie Sie, das wir negative Folgen mildern können, indem wir auf unser Handeln reflektiv zurückkommen und mit dem heutigen Wissen vergleichen. Dass wir etwas aber "anders hätten machen sollen", setzt voraus, dass wir bewusst falsch, nachlässig oder sonst negativ gehandeln haben, oder eine Handlung unterlassen haben. Da bewegen wir uns im ethischen Bereich.
Interessant ist Ihre Brücke zu den Ereignissen in jüngster Geschichte. Die Kriegstreiberei von Bush & Co sehe ich als unethisches Handeln aus Gier und Machtlust, das Millionen von Menschen in andere Lebenslagen geworfen hat. Bestimmt gab es das immer wieder; ist es nicht gerade das, was Heidegger meinte mit dem "wie bin ich ins Leben geworfen?"
Auch das Fass zum Überlaufen bringen hat ähnliche Auswirkungen, es muss ja nicht einmal etwas Grosses sein, das unser Leben grundlegend verändern kann. Dabei kommt mir die Chaostheorie in den Sinn und der berühmte Flügelschlag des Schmetterlings.
Mir schien, dass mit dem Prager Fenstersturz und dem Attentat von Sarajewo ein Hauch von Fatalismus durch den Blog wehte. Auch der Flügelschlag des Schmetterlings ist ein wunderschönes, aber eben auch beschönigendes Bild. Hat nicht das Schliessen der Autotür (ich meine das nicht polemisch), das Anlassen des Motors, das Öffnen des Fensters während der Fahrt mehr Einfluss auf die globalen Luftbewegungen, die sich zum Tornado in Sibirien zusammenfinden können ?
Nein, wir sind nicht "schuld" am Tornado, wenn wir das Fenster öffnen. Aber wir sind, wenn das Bild vom Schmetterlingsflügel überhaupt stimmt, Teil dieser globalen Volksabstimmung, die vielleicht zum Tornado führt, der zudem vielleicht gar nichts "Böses" bewirkt, sondern lauter "Gutes", indem etwa alte Bäume umstürzen und junge Bäume Licht und Raum zum Wachsen bekommen.
Niemand erwartet, dass er mit seiner Stimme allein die Wahl gewinnen kann. Trotzdem geht er stimmen, weil er weiss, dass, um dieses Bild nochmals zu bemühen, auch lauter Tropfen das Fass füllen können.
Die neue Zeit nach den fossilen Energiequellen kommt bestimmt. Die Frage ist nur, ob wir von den Mächten des Schicksals dorthin gespült werden oder ob wir es als selbstbestimmte Wesen, in unzähligen, vergleichsweise winzigen, aber aktiv herbeigeführten Schritten mit dazu beitragen, dass es soweit kommt.
Ich weiss, dass es im Grunde gleichgültig ist, ob das Menschenvolk auf dem Planeten Erde nochmals an der Schraube der Entwicklung dreht oder nicht. Das Universum wird sich unbeeindruckt weiterdrehen. Aber wenn uns diese Gaben der willkürlichen Bewegung und der Reflexion gegeben sind, sollten wir sie dann nicht nutzen ?
..
Ich möchte nochmals die Frage nach der Reihenfolge der Beiträge stellen: Es ist mir etwas unheimlich, jedes Mal, wenn ich den Blog öffne, zuoberst meinen Namen zu lesen. Die umgekehrte Anordnung war sympathischer, als man durch die neuen Beiträge langsam aber sicher zugeschneit wurde.
Wünscht Ihr nicht alle, dass dies wieder umgekehrt würde ?
@ Ueli Schäfer
ich bin mit allem einverstanden.
Natürlich ist der Flügelschlag nur eine Metapher, um das auszudrücken, was Sie beschreiben.
Persönlich merke ich bei mir, dass ich mich als Mensch besser fühle, wenn ich an einer Abstimmung teilnehme, oder wenn ich sonst Verantwortung wahrnehme und handle, bevor ich fremdbestimmt durch andere oder Ereignisse dazu gezwungen werde. Ich kann in meinem kleinen micro-Umfeld kreativ und proaktiv in der Welt sein. Deshalb verstehe ich Heideggers Frage keineswegs fatalistisch.
Was wäre wenn es diesen Blog von einem der wichtigsten Schweizer Politiker nicht geben würde?
Ich würde diese neue Möglichkeit zur Meinungsäusserung in unserer Demokratie stark vermissen.
Die Zeitungen sind dermassen an das gegenseitige Abschreiben gewöhnt, dass ich mich dazu aufgerufen fühle gegen diesen Einheitsbrei anzuschreiben.
Weiter lese ich sehr gerne die Beiträge der anderen Blog Benutzer.
Es stört mich nicht besonders wenn nach einigen Tagen vom Thema abgewichen wird und tagesaktuelle oder 'ewige' Themen Einzug halten.
Die Diskussion um 'Lebenswahrscheinlichkeiten' hat mich bereichert, herzlichen Dank.
Es gibt langfristige Tehmen und Tagesaktuelle Themen. Heute fühle ich mich aufgerufen diese Platform zu nutzen um über eine Tagesaktualität zu sprechen.
Manchmal ist nur ein klein wenig Wissen notwendig um einen Meinungsumschwung zu bewirken.
Ich habe festgestellt dass unsere Zeitungen über den Konflikt in Georgien sehr verunsichert berichten, teilweise sogar erstaunlich fahrlässig.
Dies wäre nicht der Fall würden sich Journalisten die Zeit nehmen selber etwas Forschung zu betreiben.
Wie hier im Blog in die Zeit zurückgeblendet wurde und manche festgestellt haben dass sie kaum anders handeln würden als früher, so ist auch dieser Konflikt entstanden weil etwas zurückgekehrt war was bereits einmal da war.
Ich möchte hier das Verständnis für ein Volk wecken, nämlich das der Süd Osseten.
Nehmen Sie einfach Anteil an der Geschichte der letzten Tausend Jahre und sie werden sehen wie sich ihre Auffassung über diesen Konflikt ändern wird. Politisch will ich mich nicht äussern, es ist nicht nötig.
Einer der grössten Irrtümer der Berichterstattung betrifft folgende Ansicht:
"Die russischen "Friedenstruppen" stehen in Südossetien auf Georgischem Boden, Südossetien gehört zu Georgien.
"
Diese Geschichtskenntnis lässt aber stark zu wünschen übrig.
Ausserdem unterschätzen viele Berichterstatter die Komplexität der Friedensmissionen in Georgien.
Sicher ist aber dass die Russen ihre Friedenstruppen (CIS) legal mit Mandat der UN in Südossetien postiert hatten seit 1992 gilt das gemäss "regional arrangements or agencies" (Art. 52, UN Charter).
Die CIS Friedenstruppen sind aus der GUS hervorgegangen, mit ihrer Hilfe wurden Spannungen geregelt welche das Auseinanderbrechen der Sovjetunion half zu regulieren.
Die Arbeitsweise von CIS Friedenstruppen unterscheidet sich von reinen UN Friedenstruppen, den Blauhelmen. Schwerigkeiten gibt es weil die CIS mit komplexen Verträgen an den Ort ihres Wirkens gebunden sind.
Damit diese wirken können müssen alle beteiligten Seiten einverstandens sein. Das heisst im Fall der Russischen Friedenstruppe in Südossetien, dass dessen Bevölkerung mit der Präsenz der Truppen einverstanden sein muss.
Darum geht es mir hier aber nicht, vielmehr möchte ich nachweisen dass die Südosseten das Recht haben als eigenständiges Volk und mit eigenem Staat von der Weltöffentlichkeit wahrgenommen und akzeptiert zu werden.
Ich spreche hier nicht von meinen Gefühlen, jedoch von Tatsachen die ich aus der Historie heraus begründe. Tatsache ist es dass es immer einen Konflikt geben wird, solange die Autonomie der Südosseten von der Weltöffentlichkeit oder Georgien nicht akzeptiert wird.
Das Autonome Südossetien war ein autonomer Bezirk der Sovjetunion, gleichzeitig war der Bezirg entstanden mit der "Georgien SSR" am 20 April 1922.
1990 wurde die Autonomie von Südossetien vom Supreme Soviet der "Georgische SSR" aufgehoben und das Land anektiert.
Die folgenden Spannungen endeten 1992 mit dem von der UN akzeptierten Einmarsch der CIS Friedenstruppen Russlands.
Dabei wurde aber die Unabhängigkeit leider von keinem UN Mitglied anerkannt, der Zustand wurde sozusagen bis Heute für 20 Jahre eingefroren.
Südossetien hat aber in freien Wahlen am 12 November 2006 ein Unabhängigkeits Referendum durchgeführt.
Mehr als 90% stimmten für die Unabhängigkeit.
Diese Angelegenheit wurde Überwacht von Deutschland, Österreich, Polen und Schweden. an 78 Wahlstationen.
Ich erinnere daran das auch Georgien sich von Russland aus Eigeninitiative herausgelöst hatte und so von der Welt akzeptiert wurde.
Was des Einen Recht ist muss für den anderen Teil auch gültig sein. Die Schweiz hat mit der Anerkennung des unabhängigen Kosovo dessen Abkopplung von Serbien akzeptiert, was aber weniger klar anhand der Historie hervorgeht als wenn Südossetien anerkannt würde.
Um dies zu beweisen nehme ich alleine Zugriff auf meine Geschichtskenntnisse. Ich hoffe dass die Schweizer Politik meinem Gedankengang folgt, denn er ist sehr deutlich nachzuvollziehen.
Die unabhängige Historie von Südossetien gegenüber Georgien und Russland geht nämlich sehr weit zurück.
Die Alans (ein Hunen Stamm) siedelten im Gebiet des Kaukasus wo Heute Ossetien liegt.
Zwischen dem 9. und 12. Jarhundert formte sich das Christliche Königreich Alania.
Übrigens ist auch die Sprache nicht gleich wie im Georgischen Tiflis. Das moderne Ossetisch hat zwei Dialekte, Digor in Nordossetien und Iron in Südossetien. Dann gibt es noch das Jassic. Der Nationaldichter Südossetiens heisst Kosta Xetagurov und lebte 1859-1906.
Das Süd-Ossetien in seiner Heutigen Form wurde 1801 von Russland anektiert. Ebenfalls wurde Georgien anektiert, aber es waren ursprünglich ZWEI Ländereien die sich die Russen einverleibten.
Es kam damals bereits zu Revolten während der Russischen Revolution, als die Revolutionäre die beiden Ländereien zu der "Mensheviken Georgische Demokratische Republik" zusammen führten. Dabei wurden 5000 Südosseten ermordet, 13000 starben den Hungertod.
1921 wurde unter der Roten Armee unter diesem Eindruck der "Süd-Ossetische Autonome District" gegründet.
Georgien und Ossetien sprechen zwei (Amts)Sprachen. Ossetisch und Georgisch, infolge der Besatzung nun auch Russisch.
Ich bitte aus folgenden Gründen die Schweizerischen Politiker und Bundesrat Leuenberger, sich für die Unabhängigkeit Süd-Ossetien einzusetzen:
1. Die Geschichte der Süd-Osseten beweisst dass dieses Volk immer für die Unabhängikeit kämpfen wird weil es das bereits immer tat.
2. Süd Ossetien besitzt eine andere und eigene lange Geschichte, verschieden von Georgien und mit anderen ethnischen Wurzeln.
3. Die Süd-Osseten haben für ihre Unabhängigkeit in überwachten Wahlen bereits mit grosser Mehrheit abgestimmt
4. Es existieren noch andere kleine Länder, die Schweiz hat auch den Kosovo akzeptiert.
5. Je schneller die Tatsache dass die Süd Osseten ein eigenes Volk sind akzeptiert wird, desto schneller wird es eine Friedenslösung geben.
6. Es ist ein Fehler ein Volk dass sich über 200 Jahre gegen deren Occupation gewehrt hat wiederholt zu versuchen in ein anderes Politisches Gebilde hineinzuzwingen.
Hallo allerseits
Seit ich – auch dank dieses Blogs - feststellen musste, dass nicht immer alles so ist, wie man uns über die verschiedensten Kanäle weiss machen will, habe ich begonnen, die Dinge zu hinterfragen und meine Meinung auf der Basis von Fakten zu bilden. Nicht immer ist es mir möglich, mangels vertrauenswürdiger und vollständiger Fakten mir meine Meinung zu bilden. Dann die Ansicht zu vertreten, dass man noch gar keine Meinung haben kann, weil die Fakten nicht bekannt sind, ist aufgrund unserer Tendenz der allzu schnellen Be- oder Vorverurteilung (der ich mich auch nicht immer ganz entziehen kann) nicht immer einfach. Da schwimmt man dann gelegentlich schon gegen den Strom, obwohl man an sich noch gar keine Meinung vertritt (ausser eben die, dass man sich noch gar keine Meinung bilden könne).
Ich stimme Ihnen, Herr Stäubli, daher durchaus zu, dass manchmal ein klein wenig Wissen einen Meinungsumschwung bewirken kann. Das Problem, was die Berichterstattung anbelangt, welche ihrerseits wesentlich zur Meinungsbildung beiträgt, liegt jedoch in der Verlässlichkeit , der Vertrauenswürdigkeit und der Vollständigkeit der Informationen.
Damit will ich nicht sagen, dass ich Ihren Zeilen nicht traue. Im Gegenteil: Auch aufgrund Ihrer bisherigen Kommentare und der Authentizität, mit welcher Sie diese „rüberbringen“, glaube ich gut und gerne, was Sie schreiben. Es geht denn auch nicht um Sie.
Auch wenn ich kein Konfliktforscher bin, habe ich doch eines der wichtigsten „Kampfmittel“ verstanden: Information und Desinformation. So überrascht es nicht, dass die staatlichen, georgischen Seiten teilweise nicht mehr erreichbar sind und teilweise inhaltlich verändert wurden. Dass dahinter die „bösen“ Russen stecken, ist nur eine Möglichkeit. Ebenso könnte es aber auch die georgische Regierung selber gewesen sein, ganz nach dem Motto: Mach’ dich selber zum Opfer und Du bekommst die volle Aufmerksamkeit (und das Opfer spricht in den TV-Bildern, die uns vorgeführt werden, nicht etwa georgisch, sondern englisch, damit es alle Welt versteht).
Dass in vielen Medien das Gleiche zu lesen ist und die Berichterstattung zu einem „Einheitsbrei“ verkommt, ist einerseits wohl auf die Agenturmeldungen zurückzuführen. Hier steckt ein grosses Gefahrenpotential, denn kaum jemand hinterfragt die Authentizität dieser Meldungen. Und nur weil etwas in 20 Zeitungen abgedruckt wird, ist es nicht automatisch wahr… Andererseits sind die Medien zurzeit einem enormen Strukturwandel unterworfen. Bleiben da noch Zeit und Mittel für eigene Nachforschungen?
Auch die Live-Schaltungen vor Ort sind eine zweischneidige Sache. Sie wirken zwar authentisch. Doch wie will ein Korrespondent mittels zwei oder drei Fragen einen Konflikt erklären, der – um ihn ausreichend zu erklären - ein Buch füllen könnte?
Zum Medium Internet: Solange Newsseiten auf der gleichen Basis wie die klassischen Medien gefüttert werden (eben z. B. basierend auf Agenturmeldungen), bringt uns dieses Medium nicht viel mehr an verlässlichen, vertrauenswürdigen und vollständigen Informationen. Zudem – das liegt in der Natur der Sache – ist das Verlinken und das Zitieren im Internet und insbesondere in Blogs gang und gäbe. Das führt dann mehr oder weniger auch zu einem „Einheitsbrei“ und macht die so verbreitete Information auch nicht glaubwürdiger.
Folgedessen komme ich erneut zur Schlussfolgerung: Suche und gehe an die Quelle, hinterfrage, was die Quelle mit der Lieferung einer Information beabsichtigen will, bilde dann Deine Meinung und bringe wenn nötig Vorbehalte an.
Übrigens, das bezieht sich nicht nur auf den Konflikt in Georgien…
Freundliche Grüsse
Titus
Frage an Sie, Herr Bundesrat Leuenberger: Erachten Sie es in dieser Situation auch als Nachteil, dass die Schweiz nicht Mitglied der EU ist?
Ich stelle für mich fest:
Gute Texte rundherum. Wenn ich diese Texte zum Beispiel mit NZZ-online-Artikeln und davon inspirierten Leserbriefen vergleiche, fällt mir auf, dass wohl der Ausgangspunkt für die hier veröffentlichten zahlreichen auch sprachlich überraschend differenzierenden Kommentare, nämlich die Blogtexte von Herrn Leuenberger, stilbildend wirken. Man könnte daraus schliessen, dass die redaktionellen Ausgangspunkte mancher Leserbriefabstürze auf der genannten online-Seite auch stilbildend sein könnten. Anders gesagt:
Ich werde meinen Freunden empfehlen, anstelle der NZZ-"Stimme" Leuenbergers Blog und deren Kommentierungen zu lesen, wenn man über schweizerische Belange und dortiges politisches Nachdenken im weitesten Sinn etwas mehr als bloss "Blocher und SVP", "Banken", "Zug" und "Steuerhinterziehungen" wissen möchte.
..eben wenn es diesen Blog nicht gäbe? Wäre sicher schade, da ja in diesem Lande laut nachdenken und reflektieren praktisch vom aussterben bedroht sind. Seit Dürrenmatt und Frisch tot sind, fehlt ganz eindeutig die kritische intellektuelle Elite von Format, der Spiegel, den jede Nation braucht, um sich ernsthaft mit sich auseinanderzusetzen. Im Zeitalter der Gratiszeitungen grassiert der Einheitsbrei und die Verdummung der Massen! Nicht nur das, auch die sogenannt führenden Printmedien haben deutlich an Qualität und Tiefe eingebüsst. Nur ein Beispiel unter vielen: Bis vor knapp einem Jahr wurde die UBS durch alle Medien hindurch über allen Klee globt für ihren "nachhaltigen Erfolg", ihr Businessmodel, ihre vorbildliche (!) Corporate Governance usw. Ospel und Wuffli wurden als European Banker of the year mit Lob überschüttet! Seien wir doch deutlich: Genau hingeschaut und etwas hinterfragt hat kaum ein Journalist oder sonst jemand! 1 Jahr später: Das ganze ist eine riesige Katastrophe und das Abzocker-Management hat auf allen Stufen kläglich versagt, das Vertrauen ist weg und die UBS (und die Schweiz) kann froh sein, wenn die UBS eigenständig überleben kann.
Ich habe diesen Laden vor ein paar Jahren verlassen, genau aus dem Grunde, weil ich den blinden Grössenwahn und die Arroganz der Führungsetage nicht mehr ertragen konnte! Die Medien haben i.S. UBS kläglich versagt und überhaupt nicht hingeschaut. Leserbriefe, die ich schon vor 2 Jahren zu diesem Thema verfasst habe, wurden nicht veröffentlich und als kreditschädigend hingestellt... (?). Heute wären vielleicht einige froh, sie hätten die Leserbriefe gelesen und selber nachgedacht!
Ihnen, Herr Leuenberger, gebührt Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, auf dieser Plattform laut nachzudenken und den Denkprozess und den Dialog anregen. Das ist enorm wichtig in der heutigen Zeit, wo alles und jedes der blanken Rationalität und dem zu schnellen Tempo zum Opfer fallen!
http://www.caucasus.dk/chapter8.htm
Dies ist ein besonderer Blog, was auch ich dankbar von Herr Hürlimann aufnehme.
Heute möchte ich mich daher zu einem besonderen Aspekt der Geschehnisse im Kaukasus äussern, dem Völkerrecht.
In letzter Zeit höre ich von Völkerrechtlern immer wieder, dass Süd Ossetien unter dem Völkerrecht zu Georgien gehöre. Dabei ist mir aufgefallen dass bei dieser Einschätzung einiges unter den Tisch fällt was mir teuer ist und worauf das Völkerrecht schlussendlich aufsetzt: Die Humanität und das Naturrecht der Selbstbestimmung.
Ich erinnere auch daran dass einige Völkerrechtler sich gegen die Entstehung des Kosovo zur Wehr setzten. Als Argumente für die Frage der Zugehörigkeit zu einem Staat verweisen Völkerrechtler im Zusammenhang mit diesem Konflikt auf UN Resolutionen, welche die Einheit Georgiens garantieren wollen.
Ich möchte hier daran erinnern wie es zu den ersten Auseinandersetzungen zwischen dem Autonomen District der Osseten gegenüber Georgien gekommen war.
(siehe auch link oben)
Die Georgier wollten per Dekret durchsetzen dass in ganz Georgien inklusive Süd-Ossetien nur noch Georgisch als Amtssprache und in den Schulen gesprochen werden dürfe.
Die Osseten jedoch sprechen Ossetisch in drei Dialekten. Stellt euch vor was geschehen würde wenn die Schweizer Mehrheit der Deutschsprachigen den Welschen und Tessinern, sowie den Romanisch sprechenden Menschen Deutsch als Amtssprache und im Ungang in der Öffentlichkeit vorschreiben würde?
Das war noch zur Zeit der Sovjetunion. Die Südosseten erklärten sich daraufhin für Souverän.
So begann dieser Konflikt zu eskalieren. Tatsächlich gehörte damals ganz Georgien noch Völkerrechtlich zur UDSSR. Der Sovjet hat aber gegen die Unabhängigkeitserklärung der Süd-Osseten nicht interveniert.
Erst danach erklärte sich auch Georgien für unabhängig vom Sovjet und revitalisierte eine Verfassung aus den 20er Jahren.
Im Prinzip handelt es sich bei den antrünnigen ehemaligen Provinzgebilden der UDSSR um Gebiete welche sich zuerst der Zar und dann der Sovjet kollonialisiert hatte in der Zeit des 18/19 Jahrhunderts, genau gleich wie Westliche Kolonien auch meistens zu jener Zeit im nahen Osten/Afrika/Asien einverleibt wurden. Das Recht auf Selbstbestimmung haben wohl zumindest alle Völker die einst über eine Eigenständigkeit vor dieser Kollonialisation verfügten. Die Möglichkeit einer Sezession ist im Völkerrecht für Völker vorgesehen welche das Schicksal des Kolonialimus erfuhren.
Wie der Kosovo zeigt scheint es auch einen gewissen Konsens zu geben dass die Leiden welche die Kosovaren durch Milosevic erfuhren so gross sind, dass sie über Generationen derart wirken müsse, dass eine Teilautonomie innerhalb Serbiens für Jahrzehnte nicht lebbar wäre.
Michail Gorbatschew hat genau diesen Leidensdruck der Völker erkannt und begonnen deren Entlassung in die Unabhängigkeit umzusetzen.
Völkerrechtler erscheinen mir gerade gegenüber den Osseten als recht kühle Technokraten, doch es geht dabei um das Schicksal zehntausender von Menschen. Die Einsicht das für eine Teilautonomie zuviel Scherben entstanden sind, die wollen sie nicht sehen.
Dies führe ich darauf zurück das viele von Ihnen, wie etwa der Zürcher Professor Urs Saxer, sich nicht richtig bewusst sein will was am 8. August 2009 in Süd-Ossetien geschehen war.
Der Blick seiner Einschätzung ist viel zu stark auf die Aktivitäten Russlands ausgerichtet. Dabei geht vergessen das es sich hier aller voraussicht um im Stile des Karadciz durchgeführte Aktionen gegen die Zivilbevölkerung gehandelt hatte.
http://www.nzz.ch/nachrichten/international/das_voelkerrecht_fordert_gewaltverzicht_von_russland_wie_georgien_1.805190.html#comment_article
Die geforderte Politische Lösung, so Urs Sax müsse Politisch herbeigeführt werden. Gleichzeitig registriert er aber auch die harnäckige Weigerung der ‚Abtrünnigen’. Woher diese gekommen ist, das wird aus meiner Sicht nicht nach Völkerrechtsrelevanten möglichen Sezessionsgründen durchleuchtet. Nach Humanem Massstab würde ich meinen ist dies dann der Fall wenn Menschenrechte massiv verletzt wurden, so dass ein Volk aus ethischen Gründen nicht zum Verbleib in einem Staatsgebilde gezwungen werden kann.
Wenn die Verbrechen im Kosovo zu dessen Unabhängigkeit führte, so muss dies unter den aktuellen Umständen auch für Süd-Ossetien so anerkannt werden.
Da sich die Südosseten der Russischen Föderation anschliessen wollten und die GUS Völkerrechtlich die Nachfolgeorganisation des Sovjet sind, besteht bereits in der Form des Sebstbestimmungsrechts eines Volkes das Recht in jenem Staatsgebilde zu verbleiben wo es seit über 200 Jahren gewesen ist.
Da Georgien nun aus der GUS ganz ausgetreten ist besteht für Georgien keine Legitimität mehr über den District Süd-Ossetien zu verfügen wenn diese weiterhin in der GUS bleibt. Damit wird die GUS in der Lage sein Süd-Ossetien bei sich einzugliedern.
Schlussbemerkung:
Oft wird übersehen dass die Welt dynamisch ist, dass Völker sich zusammenraufen, aber sich auch wieder auseinanderleben. In der Geschichte gab es noch nie eine Kaft dies dies auf immer verhindert hätte. Die Welt würde verarmen wenn nicht immer wieder neue Gemenschaften sich aufmachen würden eine ihnen eigene Kultur in ihrem Wirkungsgebiet frei leben zu wollen. Kompromissfähigkeit ist zwar etwas Schönes, doch darf man nicht den seine Gefühle, sein Vermögen und seine Sprache dem Kompromiss opfern müssen.
Ich kann nicht erkennen in diesem Konflik in Georgien, dass die Situation anders lösbar wäre als dass man jenes Volk das seit über Tausend Jahren eine eigene Kultur erschaffen hat, in die Selbstbestimmung entlässt. Die Verfassung der USA berief sich auf das Natrurrecht, das Völkerrecht muss sich über die UN versuchen an Humanität, Menschenrechten und dem Selbstvermögen der Völker auszurichten.
Teilautonomie in einem Zustand des Traumas eingehen zu müssen wäre eine Vergewaltigung der Osseten, die Nichtbeachtung des grausamen Angriffs durch Georgisches Militär just zur Sommerolympiade, sie steht dem Westen nicht gut, hat er sich doch humanitären Zielen verschrieben.
Es ist aus dieser Sicht sehr Schade dass Herr Jaap de Hoop Scheffer von der NATO ausschliesslich über die Russen lamentiert hatte und das Schicksal der Südosseten (wohl vom kalten Krieg noch beeinflusst) mit keinem Wort erwähnt hatte.
Lieber Herr Leuenberger, liebe Bloggerinnen und aussen
Da hier fast Konsens zu herrschen scheint über die Sinnhaftigkeit der Frage "Was wäre, wenn..." in Bezug auf Vergangenes, möchte ich hiermit anregen, dass wir uns die gleiche, vielleicht ebenso spekulative Frage mal auf zukunftsbezogene, vielleicht noch beeinflussbare Gebiete stellen.
Zum Beispiel:
- Was wäre, wenn von heute auf morgen die Bienen aufhörten zu arbeiten?
- Was wäre, wenn die Erde zweistöckig wäre?
- Was wäre, wenn heute der letzte Tropfen Erdöl gefördert werden könnte?
Die Warnsignale in der US Wirtschaft waren seit Jahren sichtbar in Form einer total unverantwortlichen Verschuldung auf allen Ebenen. Die Immobilienblase hat sich über Jahre gebildet. An den bankinternen Sitzungen haben die Oekonomen und Strategen seit Jahren auf diesen Fakt aufmerksam gemacht. Die Warnungen wurden vom Top Management kaltschnäuzig ignoriert und die UBS hat vor noch nicht 2 Jahren ihr Riskexposure vorallem in den total überzogenen Sektoren massiv ausgebaut! Das hat man an der deutlich aufgeblähten Bilanz auch ausserhalb der Bank zur Kenntnis nehmen müssen!
Der Verwaltungsrat der UBS war bis vor einigen Monaten ein Kopfnicker Gremium. Von den 11 VR neben Ospel/Haeringer kein einziger Bank und Finanzmarktexperte!! Jetzt holt man Köpfe wie Marc-Rainer Frey und Prof. Bruno Gehrig in das Gremium, die eine Ahnung haben und den Herren mal aufzeigen können, dass die UBS vorallem ein riesiger Hedgefund war und immer noch ist! Vorher hat das sträflicherweise nie jemand moniert!
Jetzt müssen im Zusammenhang mit der laufenden Abzockerinitiaitve dringende Änderungen im Aktienrecht gemacht werden. Es darf nicht sein, dass ein Ospel um die 300 Mio abkassiert und sich jetzt einfach unbesehen aus dem Staub macht!! Der ganze "Mehrwert" der UBS seit der Fusion 98 mehr als vernichtet!! Das gleiche gilt für die Kopfnicker VR, die jährlich für ein paar Sitzungen um 1 Mio oder mehr abkassieren!
Wie gesagt, es geht mir auf diesem Blog vorallem darum, aufzuzeigen, dass die Medienvielfalt, die freie, kritische Meinungsäusserung, der reflektive Dialog immer mehr gefährdet sind, ja und auch, vorallem von der rechtsnationalen Seite, immer mehr belächelt werden. Ich wünschte mir wieder mehr Mut und Zivilcourage und nicht gestreamlintes Duckmäusertum und Angst.
- Was wäre, wenn alle Gläubiger dieser Welt sofort ihr Geld zurückfordern würden?
Marks Erfahrungen könnten noch viele Insider aus ganz andern Branchen berichten...
Es ist nur die Spitze des Eisbergs, und die Wirtschafts-Titanic steuert immer schneller darauf zu.
Aus Polo Hofers Lied "Titanic":
"... üses Boot heisst Blaue Planet,
mir hocken alli drinn,
e Notbrems hets keini,
e nöje Wääg bringt halt ke Gwinn."
Danke für Ihre informativen Ausführungen.
In der Volksschule habe ich mit Geschichte nie etwas anfangen können. Ich konnte mir die Jahreszahlen der Schlachten und Kriege einfach nicht merken. Diese waren mir zuwider, ich wollte davon nichts wissen.
Seit ich mich für das Weltgeschehen interessiere, stelle ich immer wieder fest, dass die Ereignisse, beziehungsweise Konflikte meistens einen geschichtlichen Hintergrund haben, der nicht nur mir unbekannt ist. Oft führt diese Unkenntnis dazu, dass historisch gesehen berechtigte Anliegen von Völkern oder Menschengruppen von der Weltöffentlichkeit nicht oder falsch verstanden werden.In den Schlagzeilen heisst es dann: die Abtrünnige, die Rebellen, die Guerilla …
Unruhen, Schlachten oder Kriege stellen die Eskalation eines Konfliktes dar. Das heisst, oft sind jahrelange Auseinandersetzungen vorausgegangen, von der Weltöffenlichkeit oft nicht oder kaum wahrgenommen. Erst wenn der Konflikt in Unruhen und Krieg eskaliert, hören wir von Menschen und Völkern, von denen wir zuvor kaum gewusst haben. Leider beschränken sich die Informationen der Medien oft auf die laufenden Kriegshandlungen oder Unruhen.
Um die Geschichte eines Konfliktes, wie Sie sie hier im Blog im Falle Georgien/Süd-Ossetien aufzeigen, muss man sich oft selber kümmern. Doch erst das Wissen über die historischen Zusammenhänge kann eine andere Perspektive auf das Geschehen eröffnen und das notwendige Verständnis und die Solidarität wecken. Auf Solidarität sind doch gerade Minderheiten und kleine Länder besonders angewiesen.
Ist es nicht so, dass es eigentlich fast bei allen Auseinandersetzungen um Territorial- und Machtansprüche geht? Dass Kriege geführt, Grenzen verschoben und gezogen werden und Menschen und Völker sich plötzlich als Teil eines anderen Staates wieder finden, wo sie ev. verfolgt oder angefeindet werden und sich als nicht zugehörig erfahren oder fühlen (Bsp. Tibet). Bekannt ist, dass viele Länder durch Siedler und Kolonialisierung vereinnahmt wurden und die indigene Bevölkerung verdrängt und entrechtet wurde. Auch hier sind auf der ganzen Welt Konflikte im Gange.
Zum Beispiel die EZLN in Mexico: Im Gegensatz zu anderen Guerillabewegungen wollen die Zapatisten nicht die Macht im Staat übernehmen, sondern betonen ihren basisdemokratischen Anspruch und zielen auf den allmählichen Aufbau einer andersartigen Macht von unten. Nach 12 Tagen bewaffneter Kämpfe im Januar 1994 boten sie der Regierung einen zeitlich unbegrenzten Waffenstillstand an und unterzeichneten 1996 die Friedensverträge von San Andrés, die weitgehende Autonomierechte für die indigene Bevölkerung Mexikos vorsehen. Allerdings wurde der Inhalt der Friedensverträge bisher von der mexikanischen Regierung nicht wie vereinbart in Gesetzesform gegossen…
Zitat: http://de.wikipedia.org/wiki/EZLN
Hier hat die Globalisierung meines Erachtens einen positiven Effekt und bietet Chancen. Informationen über das Verhalten von Machthabern sind nicht mehr so leicht zu verbergen. Auch haben Minderheiten eher die Möglichkeit, an die (Welt-)Öffentlichkeit zu gelangen. Das Gebot der Menschlichkeit verlangt es, dass wir (Staaten, Einzelne) uns einmischen, wo Menschen zu sehr unterdrückt werden und rechtlos sind – auch wenn von Staaten und Machthabern solche Einmischung kritisiert wird.
Leider bedeuten Kriege nicht nur enormes Leid für unbeteiligte Menschen, sonder sind ein Riesengeschäft für die Rüstungsindustrie. Dass (nicht nur) die Schweiz Kriegsgerät in Krisenregionen verkauft, widerspricht meines Erachtens ganz klar der Neutralität, der sie sich verpflichtet fühlt.
Mit der Ausfuhr Material, das lediglich zum Töten anderer Menschen dient, macht sich die Schweiz in verschiedenen bewaffneten Konflikten mitschuldig. Besonders bedenklich erscheint in diesem Zusammenhang, dass der Export von Kriegsmaterial nach Pakistan um ein 74-faches zugenommen hat… Zitat: http://www.gsoa.ch/gsoa/medien/medien2008.htm#22.7.2008
Zunächst: Krieg ist nicht nur dort, wo Bomben Menschen zerfetzen, sondern auch dort, wo diese Bomben verkauft werden, wo Verträge über Waffenverkäufe unterzeichnet werden… Zitat Moritz Leuenberger: http://www.uvek.admin.ch/dokumentation/00476/00477/00725/index.html?lang=de
Eindrücklicher kann man es kaum formulieren.
Persönlich unterstütze ich jedes Autonomiebestreben. Ich sehe nicht ein, was daran falsch sein kann.
Seien wir doch ehrlich, über Konflikte und Kriege wird doch nur berichtet, wenn wirtschaftliche Interessen des reichen Westens betroffen sind. Wie aktuell in Georgien, wo strategisch wichtige Oel- und Gaspiplines durchführen. Die ganze Weltgemeinschaft hat unisono geschwiegen und zugeschaut wie in Ruanda vor rund 10 Jahren ein Genozid unbeschreiblichen Ausmasses mit über 1 Million Opfern stattfand. Who cares about Ruanda? Das ist doch die zynische Realität! Unzählige Konflikte finden aktuell statt, wo eben keine geopolitischen Interessen der reichen Nationen auf dem Spiel stehen und täglich gemordet wird, ohne dass wir reichen Westler auch nur davon Notiz nehmen.
Die UNO und die Weltgemeinde hat noch viel zu tun, wenn sie die Ehre und Würde der Menschehit wieder herstellen will.
Bis auf weiteres werde ich bei dem sehr realistischen Dürrenmatt Zitat bleiben müssen: Der Mensch ist immer noch das grösste Raubtier!
2008-08-14 10:15:22
Habe auch noch einen Vorschlag der uralt und doch nicht veraltet ist: was wäre wenn Krieg wäre und niemand ginge hin …
Anleitung zu Kriegsdienstverweigerung: http://dieter-duhm.de/html/0201.htm
Ab der wievielten Zeile gilt ein Beitrag als zu lang?
Wir könnten ja die Regel einführen, dass jedeR sich nur noch in Form von Sprichwörtern oder markanten Sprüchen äussert. Denn alles wurde irgendwann, irgendwo schon einmal gesagt. Nichts ist neu. Man müsste nur noch den entsprechenden Spruch suchen. Ihr Beitrag könnte dann z.B. so aussehen(?).
Es ist keine Kunst, ein ehrlicher Mann
zu sein, wenn man täglich Suppe,
Gemüse und Fleisch zu essen hat.
(Georg Büchner)
Es entstehen ja alle Kriege
um den Besitz des Geldes willen.
(Platon, Phaidon)
Unser guter Charakter,
der so gern für mitfühlend gilt,
schweigt oft schon, wenn uns nur
der kleinste Vorteil winkt.
(François de La Rochefoucauld, Reflexionen)
Es genügt, einem Menschen
eine Uniform anzuziehen,
ihn von seiner Familie zu trennen
und die Trommel zu rühren, um
ein wildes Tier aus ihm zu machen.
(Leo N. Tolstoi, Tagebücher, 1857)
Und um Otto von Bismarck nochmals zu bemühen:
„Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie“.
Schlafen sie gut
Elletro
Du erwähnst die UNO in deinem Beitrag. Diese Institution ist doch nur ein Arbeitgeber für Beamte und Bürokraten und ist somit machtlos. Zumal die USA ihr grösster Geldgeber ist, ist klar für wen sie "Eintritt" und wen sie rügt.
Da hätte man doch gedacht, der kalte Krieg sei vorbei und nun gipfelt die Situation im Kaukasus zu einem neuen Pulverfass zwischen Ost und West.
Ich erinnere: Die UdSSR hat damals zum Wohle des Weltfriedens auf Raketen auf Kuba verzichtet - und was tut der liebe Westen heute? NEIN, es sind nicht nur die Amis, auch Merkel und Sarkoszy bemühen sich überhaupt nicht die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und verstehen, nein sie stellen sich blind hinter Bush. Und es waren doch gerade die Franzosen und Deutschen die einen NATO Beitritt Georgiens ablehnten - weil man das Gefahrenpotential dieses autoritären Regims damals erkannt hat. Und heute ist der Diktator ein Held.
Das beweist wieder einmal, wie verlogen diese Spezies 'Politiker' ist, und je länger man das Weltgeschehen betrachtet, desto mehr erkennt man, dass es da keine Ausnahmen gibt.
Aber die lahmen Bürokraten der EU haben es verschlafen, eine Armee zum Schutze ihrer Interessen und Sicherheit aufzubauen und nun laufen alle ehemaligen Ost- Staaten, welche heute Teil der EU sind, zu den Amis um Hilfe zu holen. Ein Skandal meines Erachtens.
Ausserdem hat man kurz nach dem Fall der Mauer den Warschauer Pakt aufgelöst. Aber statt dann schritt für schritt auch die NATO abzubauen, baut man dieses Gebilde weiter aus. Die Frage lautet doch: Wozu?
Kein wunder wehren sich die Russen gegen diese Expansion vor ihrer Haustür.
Aber auch die lieben Deutschen und Franzosen, welche sich angeblich so für den Weltfrieden einsetzen, haben sich noch nie für die Auflösung dieses Bündnisses ausgesprochen.
Die Russen werden wohl jetzt vermehrt auf China setzen - einer zukünftigen Weltmacht (wirtschaftlich wie militärisch) um dort einen verbündeten zu haben.
Europa hat soeben eine wichtige Karte für den Weltfrieden verspielt.
Was kümmert es die Amis, die hocken auf der anderen Seite des Teichs und wiegen sich in einer vermeintlichen Sicherheit hinter Rakentschild und anderem Militär- Mist 'Proudly Made in USA'.
Russland gehört zu Europa und bildet eine wichtige Brücke nach Asien.
Es ist daher von Europäischem Interesse, dass sich die Russen auch zu Europa hingezogen fühlen.
Aber wir tun alles um sie wieder mehr und mehr in die Position als Aggressor und Aussenseiter des kalten Krieges hinzustellen.
Der Ruf der Freiheit wird von den USA schamlos missbraucht und vergewaltigt, aber es scheint niemanden zu kümmern (von unseren Politikern), denn die ganze Welt unterstützt einen Diktator und glaubt alles, was die westlichen Medien auftischen.
Der Niedergang der US- Militärherrschaft muss so schnell wie möglich herbeigeführt werden und die EU muss endlich lernen auf ihren eigenen Beinen zu stehen. Nur so kann ein dauerhafter Weltfriede entstehen.
Gruss
Mr. Pink
Der Krieg im Kaukasus macht mich ratlos. Es tut weh. Ich verstehe nicht.Was ist die Wahrheit?
Aber auch die Medien versagen tatsächlich massiv.
Da wird von Säbelrasseln, Streit, oder "militärischen Aktionen" gesprochen und geschrieben!
Dabei herrscht offenbar KRIEG in seiner übelsten Form!
Blindwütiges Massenmorden, getrieben von diffusen Rachegelüsten und Willkür, ohne militärisches Ziel! Was können wir tun?
Viele Menschen beelenden sich an Kriegen, weil sie täglich Medienbilder zu sehen bekommen, die von schlimmen Gräueltaten an Zivilbevölkerungen handeln, die unfreiwillig in einen politischen Konflikt miteinbezogen sind. Erst wenn aufwühlende zum Aufschreien verleitende Bilder entstehen oder es sich um grössere politische Machtkonflikte handelt wird es interessant, darüber zu berichten.
Schlimm ist die Vorgehensweise des Militärs der Zivilbevölkerung gegenüber. Die doch eigentlich gar nichts mit Kriegen zu tun haben will. Das ist der eigentliche Punkt weshalb man etwas gegen Kriege haben muss. Dass daran unschuldige Menschen zu leiden haben. Es werden Infrastrukturen zerbomt, Einwohner erschossen, Minenfelder gelegt, die auch noch Jahrzehntelang nach dem Krieg aktiv bleiben und Menschen gegeneinander aufgebracht werden die vorher keine direkte Konflikte miteinander gehabt haben.
Aber warum tun sich Menschen das an? Um ein Volk in Not zu bringen und dann
wieder aufzubauen und auf eine andere Seite zu ziehen? Aus purem Zerstörungsrausch? Und natürlich weil es Kriegsindustrien gibt die ihre entwickelten Machinerien auch mal praktisch ausleben müssen.
Kriegsnationen und Kriegsbefürworter scheinen zu übersehen, dass mit Demokratie und Handelsabkommen bessere Ergebnisse erzielt werden können ohne Gewalt auszuüben. Und dadurch ein friedliches Nebeneinander oder sogar miteinander ermöglicht wird.
Schlagen sich Menschen die Köpfe ein,
müssen sie hohl
wie Töpfe sein.
Laut Elletro's Beitrag ist das so.
Wenn dem jedoch so wäre, müssten doch eigentlich haufenweise prominente Politiker bloggen, um ihre Botschaften an Frau und Mann zu bringen...
Nun frage ich mich: Wieso ist dem nicht so?
Wieso ist BR Leuenberger ein solch erratischer Block in der Cyberlandschaft?
2008-08-15 21:53:35
Wenn es diesen Blog nicht gäbe, hätte Herr Leuenberger eine Propaganda-Plattform weniger.
Propaganda bezeichnet einen absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zu steuern, zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion. Zitat: Wikipedia
In welchem seiner Beiträge hat Herr Leuenberger den Blog für Propaganda benutzt?
Was hätten wir tun können als der Jugoslawienkrieg, der Genozid an den Tutsis in Ruanda, die Niederschlagung der Proteste der Mönche in Burma etc. etc. stattfand? Als Einzelne stehen wir meistens hilflos da, dazu verurteilt, das Geschehen zur Kenntnis nehmen zu müssen, ohne direkt helfen oder eingreifen zu können.
Trotzdem finde ich, dass wir – die Bürger eines Landes – die Sache nicht einfach den Politiker und Diplomaten überlassen dürfen.
Ich denke, dass es doch einiges gibt was wir tun können – auch wenn kein sofortiges Ergebnis sichtbar wird:
- Stichwort: vorleben. Lernen, Konflikte im eigenen Umfeld nicht unter den Tisch zu wischen, sondern friedlich zu lösen. Gemeinsam Lösungen suchen, zu denen beide Parteien ja sagen können.
- Bittschriften und Forderungen an politische Führungen mit möglichst vielen Unterschriften senden. Es geht um die soziale Kontrolle. Das heisst, es geht darum zu signalisieren, dass die Machthaber von der Weltbevölkerung gesehen werden und ihr Tun nicht gebilligt wird.
-Uns selber informieren. Die Öffentlichkeit, Bekannte etc. informieren und auf Ungereimtheiten, Hintergründe etc. aufmerksam machen.
-Sich einer Vereinigung anschliessen, die sich für Friede und Benachteiligte einsetzt.
- Da der Konflikt im Hintergrund um die Versorgungswege mit Öl nach Europa geht erinnert die Friedenskooperative daran, dass Kriege und Konflikte um fossile Energien generell nur bei einer entschiedenenen Umkehr zu regenerativen Energien und Energiesparmaßnahmen zu vermeiden sind. Zitat: http://www.friedenskooperative.de/aktuell.htm
Die obige Aussage gilt meines Erachtens nicht nur im Hinblick auf Öl und Gas sondern alle Ressourcen dieser Erde. Das bedeutet, weniger Rohstoffe verbrauchen. Die Kurzformel lautet: weniger verbrauchen bzw. konsumieren. Grösstmögliche Unabhängigkeit von Rohstoffen, die als Machtmittel eingesetzt werden können. Der Landesregierung signalisieren, z.B. in Form von Blogbeiträgen, Bittschriften o.ä. ,dass keine Abkommen unter erpresserischen Bedingungen erwünscht sind.
(Hier möchte ich darauf aufmerksam machen, dass auch Lebensmittelimporte aus anderen Staaten als Druckmittel eingesetzt werden können, wenn wir dereinst unsere „überflüssige“ Landwirtschaft abgeschafft haben.)
- Gebet/Gedanken/Mitgefühl. Manchmal, wenn wir keine augenblicklichen Resultate unserer Gebete und Affirmationen erkennen könnnen, denken wir, wir hätten versagt. Doch, wie wir aus Masaru Emotos erstaunlichen Fotografien lernen können, wird dieser Gedanke selbst(des Versagens) in den physischen Dingen, die uns umgeben, zum Ausdruck gebracht. Nun, da wir dies gesehen haben, können wir vielleicht zu begreifen anfangen, daß sogar, wenn die augenblicklichen Resultate für ungeübte menschliche Augen unsichtbar sind, dennoch welche vorhanden sind… Zitat: http://spiritofmaat.com/archive/aug1_de/consciouswater.html
http://politikblogs.wordpress.com/
„Propaganda“ scheint mir schon richtig zu sein, denn etwas weiter im allwissenden Wikipedia steht noch: „Auf Grund seiner negativen Konnotation ist der Begriff Propaganda weitgehend dem der Öffentlichkeitsarbeit (oder dem englischen Public Relations) gewichen.“ Verwenden würde ich den Begriff allerdings nicht - genauso wenig wie ich einen Manager als „Führer“ bezeichnen würde… Übrigens, Öffentlichkeitsarbeit und PR ist für mich nicht ganz das Gleiche.
Hallo Bürger
Hallo allerseits
In ihrer Lizenziatsarbeit vom Oktober 2007 hat Sarah Genner Blogs und ihre Auswirkungen auf Politik und Demokratie beleuchtet. Diese Arbeit und weitere Dokumente/Reaktionen sind abrufbar unter dem Link oben.
Darin heisst es u. a.: „Bis vor kurzem fanden politisch relevante Blogs hierzulande eher wenig Beachtung. Seit Bundesrat Leuenberger im März 2007 begann, ein eigenes Blog zu führen, ist in der Schweiz die Bekanntheit des technischen Phänomens spürbar gestiegen.“
Was, wenn es diesen Blog nicht gäbe? Nun, wir würden wohl – wenn überhaupt – noch immer Briefe ins Bundeshaus schicken...
Freundliche Grüsse
Titus
danke für den Hinweis auf Sarah Genners Lizenziatsarbeit. Meine Frage zu politischen Blogs à la Leuenberger wurde darin zumindest teil- oder wenigstens ansatzweise beantwortet.
Herr Leuenberger hat es in seinem nächsten NOG-Beitrag schon vorweggenommen, die Kunst des politisch Machbaren und die Ansprüche der Idealisten und Gutmenschen...
Ich frage mich somit, ob die akademische Sarah Genner genügend Rechnung trägt darüber, dahin dass Herr Leuenberger dauernd verprügelt wird hier in den Kommentaren, an den Pranger gestellt, und auch einmal, "geameisenhaufet und gehäutet" wurde, von einem eher psychotisch veranlagten Bürger...wir sprechen nicht von den unveröffentlichten Kommentaren...
Wie abschreckend ist das, für Politker, was künftige "Nachahmungsblogs" anbelangt?
2008-08-18 15:03:39
„Propaganda“ scheint mir schon richtig zu sein…
Da bin ich nun gar nicht einverstanden. Denn Propaganda hat immer mit Beeinflussung etwas zu tun. Und genau dieses Moment fehlt m.E. in Herrn Leuenbergers Beiträgen.
„Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass alle genannten Definitionen (von Propaganda) eine Art der Beeinflussung beinhalten… Somit beinhaltet der Begriff Propaganda das Formen von Auffassungen, das Manipulieren der Wahrnehmung und des Verhaltens des Zielpublikums, um eine Reaktion bei diesem auszulösen, welche der Intention des Propagandisten entspricht.“ Zitat: http://www.rheton.sbg.ac.at/rhetonneu/index.php?option=com_content&task=view&id=81&Itemid=26
Worum geht es denn in der Politik?
Um Mehrheiten zu finden, braucht kein Politiker die Gleichgesinnten zu überzeugen, sondern eben die „Andersdenkenden“. Er wirbt mit seinen Argumenten für seine Überzeugung, Ansicht oder Meinung und versucht so, die „Andersdenkenden“ zu beeinflussen.
Manipulation, ein Bestandteil der Propaganda, verstehe ich als „etwas weg- oder auslassen“. Das kann auf verschiedene Arten erfolgen. So kann man z. B. durchaus auch die Nachteile für eine Sache erwähnen, diese jedoch so darstellen, dass sie quasi unbedeutend erscheinen. Was hier weggelassen wird, ist die Betonung der Nachteile.
Schliesslich liegt es im Auge des Betrachters, ob man – wie im Beispiel oben – die jeweilige Betonung von Vor- und Nachteilen oder von Argumenten und Gegenargumenten als manipulativ erachtet oder nicht.
Gruss
Titus
Es geht mir nicht um’s Recht haben. Es geht mir darum, Pauschalurteile als solche zu entlarven und richtig zu stellen.
Meine Einwände bezogen sich nicht auf die Frage, ob es in der Politik um Propaganda geht oder nicht – wie Sie sie jetzt stellen - sondern bezogen sich auf die Aussage: Wenn es diesen Blog nicht gäbe, hätte Herr Leuenberger eine Propaganda-Plattform weniger…. Es handelt bei dem Leuenberger - Blog also nicht etwa um eine Neuheit, sondern um eine Jahrtausend alte Methode, Menschen von einer Aussage zu überzeugen oder zu einer bestimmten Handlung zu bewegen. Technische Innovationen ermöglichen es den Politikern natürlich immer besser, die Meinungsbildung des Volkes zu beeinflussen.
Ich verstehe diese Aussage so, dass Herr Leuenberger den Blog als Propagandaplattform benutzt oder benutzen könnte.
Zeige mir jemand auf, in welchen Beiträgen Herr Leuenberger uns – das Blogervolk – beeinflussen und zu bestimmten Handlungen bewegen wollte!
Zu Deiner Frage „Zeige mir jemand auf, in welchen Beiträgen Herr Leuenberger uns – das Blogervolk – beeinflussen und zu bestimmten Handlungen bewegen wollte!“:
Ich muss zugeben, dass uns Herr Leuenberger mit seinem Blog nicht dazu beeinflussen will, eine bestimmte Musik zu hören, einen bestimmten Film anzuschauen, über einen bestimmten Witz zu lachen, Kochrezepte auszuprobieren (mit einer Ausnahme) oder irgendwelche technische Gadgets anzuschaffen – weil das hier ein politischer Blog ist. Und da geht es immer - um es mit den Worten von Herrn Leuenberger zu sagen – um „Verführung“ (der eben Beeinflussung).
Herr Leuenberger präsentiert im aktuellen Beitrag über das Verbandsbeschwerderecht (als Beispiel) nicht eine Pro-/Contra-Analyse, sondern spricht sich klar Pro-Verbandsbeschwerderecht aus und erklärt dies aus Sicht eines NGOs unter Beizug der Sichtweisen „ideell“ und „reell“. Willst Du mir wirklich erklären, dass uns damit Herr Leuenberger nicht beeinflussen will, sich sich mit dem Verbandsbeschwerderecht auseinander zu setzen, darüber zu diskutieren und unsere Meinung zu bilden oder die gemachten Meinungen zu hinterfragen?
Übrigens, die „Handlung“ wäre dann das entsprechende Ausfüllen des Abstimmungszettels (mit „ja“ oder „nein“).
Gruss
Titus
Zu Deiner Frage der „Abschreckwirkung“ gewisser Kommentare und deren Berücksichtigung in der fraglichen Lizenziatsarbeit:
Dahinter verbirgt sich für mich eine Grundsatzfrage: Was für kommunikative und mentale Fähigkeiten muss heute ein Exekutiv-Politiker mit sich bringen?
Was meinst Du?
Gruss
Titus
Es fängt bei der "Propaganda" an: Könnte man vieles, was "Werbung" genannt wird, mit diesem weniger schmeichelhaften Wort benennen?
Viele heutige Exekutiv-Politiker tun sich offenbar schwer mit dem "Rüberbringen" ihrer Anliegen. Ein gutes Beispiel ist die Selbstkritik in EU-Gremien nach der gescheiterten Abstimmung in Irland. Es ist die Rede von mangelhafter Kommunikation. Man habe versäumt, den Menschen den EU-Vertrag verständlich zu machen und zu erklären.
Das ist nur ein Kommunikations-Defizit-Beispiel von vielen.
Ich fände es wünschenswert, wenn mehr Exekutiv-Politiker dem Beispiel Moritz Leuenbergers folgen würden und ebenfalls ihre Anliegen in Blogs präsentieren. Ich jedenfalls finde diesen Blog eine gute Leistung in mentaler und kommunikativer Hinsicht. Gerade auch die damit verbundenen kontroversen Diskussionen aller möglichen Leute ermöglichen mir als Bürger eine Art "Rundumsicht" auf die angesprochenen Themen.
So wie ich die Linzenziatsarbeit verstanden habe, wird davon ausgegangen, dass der Blog hier Schule machen wird. Ich bin mir nicht so sicher. Ein dickes Fell des Executive-Blog Betreibers wird wohl von nöten sein, angesichts der kübelweise ausgeschütteten Häme dem er sich ausgesetzt sieht. BR Leuenberger scheint die Statur zu haben, mit dem damit verbundenen Leidensdruck fertig zu werden...
Mit freundlichem Gruss
2008-08-20 23:21:23
Zu Deiner Frage, „Zeige mir jemand …“ beginnt Ihre Entgegnung an mich. Wo steckt den meine Frage?
Tja, die kleinen Ungenauigkeiten – diese haben es manchmal in sich.
Willst Du mir wirklich erklären, dass uns damit Herr Leuenberger nicht beeinflussen will… Ich masse mir nicht an zu behaupten, ich wisse was in Herrn Leuenbergers Kopf vorgeht. Da er selber aber äusserte, dass er den Blog als Versuch zum Meinungsaustausch sieht, nehme ich an, dass dem so ist. Alles Andere ist Spekulation oder Unterstellung.
Selbst der Beitrag „ein Kochrezept“ hat nichts, aber rein gar nichts an sich, was als Beeinflussung gelten könnte! Zitat Moritz Leuenberger: …hat mich das Rezept so fasziniert, dass ich es letzten Samstag einigen Freunden, die ich zum Abendessen einlud, nachgekocht habe. Ich geniere mich nicht, es hier bekannt zu geben…
Zitat Titus:…sich mit dem Verbandsbeschwerderecht auseinander zu setzen, darüber zu diskutieren und unsere Meinung zu bilden oder die gemachten Meinungen zu hinterfragen… Nennen Sie DAS Propaganda?
In Chemie, Mathematik, etc. scheint allen klar, wie wichtig Genauigkeit ist und wie schon kleinste Ungenauigkeiten zu völlig anderen oder falschen Ergebnissen führen können. Was offenbar nicht allen klar ist, dass das Selbe für Sprache auch gilt.
2008-08-20 23:21:23
Sie haben absolut Recht. Der Leuenberger-Blog ist eine Propagandaplattform, die als solche auch genutzt wird – nämlich von den TeilnehmerInnen hier.
Gerne würde ich Deinen Gedankengängen folgen, aber einfach ist das nicht immer…
„..beginnt Ihre Entgegnung an mich. Wo steckt den meine Frage?“ Nirgends, Lisa, nirgends. Du hattest auch nicht gefragt, sondern aufgefordert. Zur Erinnerung: „Zeige mir jemand…“. Dieser Aufforderung bin ich gefolgt und habe gezeigt. Voilà.
„Nennen Sie DAS Propaganda?“ Ich gab eine Antwort auf Deine Aufforderung „…in welchen Beiträgen Herr Leuenberger uns (…) beeinflussen und zu bestimmten Handlungen bewegen wollte“. Konsequenterweise habe ich nur von Beeinflussung gesprochen, nicht von Propaganda…
„Selbst der Beitrag „ein Kochrezept“ hat nichts, aber rein gar nichts an sich, was als Beeinflussung gelten könnte!“ Na dann hoffe ich mal, dass niemand sein Kochrezept probiert hat, denn falls schon, könnte Herr Leuenberger der Betty Bossy noch den Rang ablaufen :-)
Dazu noch ein Auszug von Herrn Leuenbergers Blog-Beitrag „Manipulation im Internet“ vom 14.02.2008: „Und wenn der eine oder andere Beitrag von mir die Haltung eines Blogbesuchers oder einer –besucherin verändert haben sollte, so bin ich froh darüber, auch wenn ich weiss, dass diese Meinungsbildung keineswegs immer gerade so erfolgt, wie ich es mir wünschte.“
Grundsätzlich, Lisa, ist Beeinflussung allgemein oder Propaganda im Speziellen (im Sinne von „Öffentlichkeitsarbeit“, allenfalls von „PR“) nichts Schlechtes. Wir sind permanent Beeinflussungen ausgesetzt.
Tja, immer diese kleinen Ungenauigkeiten wenn man/frau nicht genau liest, worauf der andere geantwortet hatte…
Gruss
Titus
2008-08-24 23:47:18
Jetzt wird es mir doch zu dumm auf Ihre Entgegnungen etwas zu entgegnen, auf das Sie dann wieder etwas entgegnen, das wiederum eine Entgegnung meinerseits provoziert und so fort…
Ich glaube sehr genau gelesen und verstanden zu haben, was Sie jeweils geantwortet haben. Umgekehrt scheint dies nicht der Fall zu sein… Tut mir leid, dass ich mich für Ihr Empfinden so unverständlich ausdrücke.
Übrigens nenne ich mich Liza – nur so von wegen kleinen Ungenauigkeiten.
Zudem interessant, dass Sie mich „duzen“ (was mich nicht sehr stört), nicht aber Herr Leuenberger – nur so von wegen der Konsequenz, auf die Sie Wert zu legen scheinen, die aber nicht immer leicht zu praktizieren ist. Konsequent sprechen Sie denn auch von Beeinflussung, dabei ging es von Anfang an um Propaganda.
Ja, wahrscheinlich reden wir aneinander vorbei, deshalb können wir die Haarspalterei gerne lassen.
Noch einige Worte zum Duzen: In Gesprächen im Internet-Umfeld ist es eigentlich üblich, dass man/frau sich duzt. Das kommt vermutlich auch daher, dass man/frau a) ohnehin nicht genau weiss, wer der/die andere ist und b) Internet auch etwas "Gleichmachendes" hat: Status, Anerkennung, Einkommen wie Vermögen, berufliche Stellung usw. spielen hier keine Rolle, es kann sich jede/jeder in gleicher Weise ausdrücken, von der/vom Reinigungsangestellten bis zur/zum Banker/-in.
Ich handhabe das so, dass die, von welchen ich weiss, wer sie wirklich sind, ich entsprechend der reellen Welt anspreche. Das ist hier nur einer, nämlich Herr Leuenberger, und den würde ich in der reellen Welt auch siezen.
Ob duzen oder siezen spielt - aus meiner Sicht - eine zweitrangige Rolle. Relevant ist doch, dass wir anständig und respektvoll miteinander diskutieren. Übrigens, man/frau kann jemanden auch siezen und trotzdem respektlos der/dem anderen gegenüber entgegen treten, was heissen will, dass siezen keine Garantie für Anstand und Respekt mit sich bringt.
Am Rande: Man und vor allem frau möge mir auch verzeihen, dass ich in der Regel immer nur die männliche Form verwende. Wer den Text oben gelesen hat, wird selber merken, wie müssig es ist, beim Lesen immer über die Doppelformen zu "stolpern".
Freundliche Grüsse
Titus
Leute, die einen Vornamen, Pseudotitel oder Phantasienamen als Nickname angeben, werden von mir klar geduzt.
(Einen "Wachstumskritiker" oder einen "Mr. Pink" darf man duzen)
Jene, die mit Vornamen-Initial und Nachname schreiben, werden gesiezt.
Bei den übrigen bin ich nicht konsequent. Wahrscheinlich assoziiere ich Namen und Schreibweise mit einem bestimmten Menschenschlag, den ich auch auf der Strasse oder an einem Fest jenachdem duzen oder siezen würde.
Interessantes Thema. Echt.
ähm....
in ...ähm.... Anbetracht des äh... Ursprungs des Web-Log (Blog), entsprechend dem deutschen ..äh..."InternetTagebuch" wird geduzt, weil das englische.. ähm.. YOU nicht spezifisch auf deutsch: Sie/Du gleichzustellen ist.
Sogar ein ...ähm... Bundesrat darf oder müsste sogar... äh... geduzt werden, da der Blog ein ...ähm.. "Raum" der... äh.. Intimität ist.
mmmmmhhhh....
Meine...ähm...Wenigkeit siezt den Bundesrat trotzdem, weil sein... ähm... Blog die echte – seine - ...ähm... Intimität nicht preisgibt. Das ist leider immer noch ein...äh... simpler Politblog... auch wenn meine...ähm... Feststellung vom...äh... Urheber und seinen ...ähm..."Schatten" wahrscheinlich nicht geteilt wird. Die... ähm... Adresse sagt es uns –blueblog- . Das ...ähm...Blaue im Log. Ähnlich dem Sprichwort: Das Blaue v.....u.s.f.
Ich Grüsse heute unseren...ähm...Bundesrat, alle...äh... Sonnenanbeter aber ganz besonders die...ähm... Taubenjäger meiner Stadt, sofern sie...ähm... existieren
Mr. Toe ;-)
2008-08-26 10:56:35
Schade, dass Sie unsere Diskussion abwertend als „Haarspalterei“ bezeichnen.
Ich würde sie lieber als Klärungsversuch, der sich mit den Nuancen eines Begriffes auseinandersetzt, werten.
SOLARLAMPENFIEBER gibts nicht.
denn solarlampen sind meist energieeffiziente lichtquellen und strahlen nicht über 90% ihrer energie als wärme ab.
Was wünscht man sich zum ersten August? „Schönen ersten August?“ tönt so gezwungen. „Ein froher 1. August“ ist schon belegt mit Ostern und Weihnachten. Alles Gute zum Geburtstag? Passt irgendwie auch nicht. Schöne Festtage tönt nach den langen Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr. Was verbindet uns an diesem, erst seit 1994 gesamtschweizerischen, Feiertag? Was trennt uns? Vergessen wir auch keine Gruppe?
Heute rede ich von möglichen Einleitungen sowie möglichen Schluss einer 1. August-Rede um dieses Dilemma zu umschiffen!
Liebe Mit-Aliens
Liebe Mit-Ausländer
Liebe Mit-Bauern
Liebe Mit-Berichterstatter
Liebe Mit-Berichteschreiber
Liebe Mit-Bewohner
Liebe Mit-Bundesräte
Liebe Mit-Burger
Liebe Mit-Esser
Liebe Mit-Freudianer
Liebe Mit-Freunde
Liebe Mit-Radio-TV-Gebührenzahler
Liebe Mit-Gestalter
Liebe Mit-Hip Hopper
Liebe Mit-Kracher
Liebe Mit-Leser
Liebe Mit-Männer
Liebe Mit-Menschen
Liebe Mit-NEE’s
Liebe Mit-Nicht-Zürcher
Liebe Mit-Nichtmänner
Liebe Mit-Nicht-Freunde
Liebe Mit-Pendler
Liebe Mit-Rathausdachterassenbesucher
Liebe Mit-Regierungsräte
Liebe Mit-Romands
Liebe Mit-Schweizer
Liebe Mit-Segler
Liebe Mit-St.Galler
Liebe Mit-Steuerzahler
Liebe Mit-Stimmbürger
Liebe Mit-Sünder
Liebe Mit-Tessiner
Liebe Mit-Unbekannten
Liebe Mit-Wähler
Liebe Mit-Miter
Ich wünsche euch einen Mit-Happy-Swiss-Day!
Wo ist der Mitarbeiter eigentlich, in Bern?
Tja, dann hätte er Pech gehabt!
Kam mir was in den Sinn und fand dies:
"Wo das Leben stattfindet, ist auch das BAKOM"
http://www.bakom.admin.ch/org/index.html?lang=de
Klingt auch etwas bluffig, findet ihr nicht auch?
:)
http://Gotthard
jetzt platzt mir langsam der Kragen. Wenn ich vom Tessin in die Deutschschweiz fahre kommt im Radio die Meldung Stau am Gotthard, bin ich jedoch dort kann ich ungehindert in den Tunnel fahren. Gestern kamm wie so oft keine Meldung und promt blieb ich wieder im Stau stecken. Ist dies die Politik die Sie betreiben um das Volk zu Schikanieren und auf die Bahn zu Zwingen. Ich habe ja auch schon daran gedacht ein GA zu kaufen aber dann hat man mir dies auch wieder vergrault indem die SBB ein Rauchverbot in den Zügen anordnete. Wen stört es das bei einem Zug der erste oder der letzte Wagon ein Raucherwagon wäre, die Nichtraucher müssen ja nicht unbedingt dort einsteigen. Noch etwas, ich habe gedacht ein Bundesrat sei ein Vertreter des Volkes, haben Sie die Meinung des Volkes über eine 2. Gotthardröhre noch nicht mitbekommen? Ich glaube eher es ist ihr Selbstherrlicher Entscheid dass es keine 2. Röhre gibt.
Auf jedenfall habe ich das Gefühl wir Bürger sind nur noch zum Arbeiten und zum Bezahlen hier und es soll ja keine Freude aufkommen.
PS: Zu meiner Anrede, normalerweise schreibe ich sehr geehrter aber für diesen Briefbeginn muss man jemanden auch Verehren und er sollte diese Ehre wert sein.
Gruss von einem sehr verärgertem Bürger
D. Fochetti
Ich bin gespannt darauf ob Sie dies veröffentlichen.
Was einem alles in den Sinn kommt, weil es diesen Blog gibt.
http://is.blick.ch/img/gen/J/k/HBJkhgD3
http://is.blick.ch/img/gen/J/k/HBJkhgD3_Pxgen_rc_160xA,160x194+0+0.jpg
Es stechen übrigens im Blog stets die letzten 5 Beiträge hier ins Auge, aber mit Verlaub: Das ist hier der Blog des Bundesrates, nicht die Blick-Zeitung. Danke für Ihr Verständnis, Ihr Mitkommentatormenschen.
Sie sind ja quasi auch Radiominister. Kürzlich hielten Sie ja eine Rede:
25 Jahre Privatradios in der Schweiz
Ansprache anlässlich des „Radio Day“, 11. September 2008, Zürich
http://www.uvek.admin.ch/dokumentation/00476/00477/01558/index.html?lang=de
Ich mag übrigens Canal 3, aber höre nicht ständig Radio. Manchmal aber per Handy, wenn ich durch die Stadt gehe an den See. Ist dann da auch das Bakom? (grins)
Und mir wäre es auch lieber, wenn der 11/9 in Zukunft auch Radiotag wäre oder so in dieser wilden Welt.
http://www.youtube.com/watch?v=lhwC_RoS
nicht quasi, ...ähm... er IST Radio- und zudem auch ...ähm... Fernsehminister!
Allerdings ...äh... so diskret, dass die ...ähm... Bürger/innen nicht bewusst wahrnehmen, dass die ...ähm... Qualität dieser beiden ...äh... Staatsmedien seit ein paar Jahren zum reinen ...ähm.... Propagandainstrument verkommen!
Es fällt überhaupt nicht auf, dass ...äh..... Herr Leuenberger bisher das Fernsehen hier mit nur....ähm.... einem Eintrag berücksichtigt hat. Nein, nein fällt ...ähm.... überhaupt nicht auf!
Weshalb sollte man ...äh.... sein bestes Propagandainstrument auch an die ....ähm.... Front stellen wenn ...äh.... die Welt gerettet werden will und zudem der ...ähm...CHF- Rubel rollt?
Ich Grüsse heute ....äh..... Dr. Matthias Ackeret und hoffe, dass uns sein ...ähm.... Fernsehen noch ...äh.... lange erhalten bleibt und vielleicht eine ...ähm.... Ergänzung von nicht „nur“ ...ähm... einem Ex- Ministern erfährt. Vielleicht überlegt er sich ...äh.... gar einmal, ob es sich nicht „lohnt“ ein paar ....ähm... Krümel meines Beitrags den ich ans ...ähm.... Propagandaministerium zwecks ....ähm.... Erhalt „unzensurierter“ ...äh..... Information monatlich überweise, einfordern sollte..... ich weiss allerdings den ....äh... Anstand zur ....ähm.... Unhabhängigkeit auch sehr zu schätzen.... Der Roger Schawinsky hat bestimmt schon die ...ähm.... Ellbogen ausgefahren....
Mr. Toe
http://www.youtube.com/watch?v=v1x7cVmS
Mal wollte ich auch bluffen mit You Tube, hätte ich fast vergessen, kam mir jetzt in den Sinn, ob ich damit einen Filmpreis gewinnen würde? :)
http://www.youtube.com/watch?v=v1x7cVmSaHQ
(hoffe, es funktioniert)
"hispeed.ch. Holen Sie das Beste aus dem internet!"
http://www.google.ch/search?hl=de&q=hispeed.ch&btnG=Google-Suche&meta=cr%3DcountryCH
"hispeed.ch - get the maximum out of Internet!"
Darf der das? Sehe rechts auf ihrem Blog swisscom:
http://www.google.ch/search?hl=de&q=swisscom&btnG=Suche&meta=cr%3DcountryCH
"Swisscom Privatkunden - Wir bieten Ihnen die ganze Welt der Kommunikation und Multimedia"
Ist das nicht auch etwas bluffig?
Zwar bin ich Endkundin div. so Bluffers, das Risiko bei TV, Handy, Festnetzanschluss, Internet etc. habe ich wie eine Bankerin schön verteilt, war zwar eher Zufall, aber falls was einen Totalabsturz hätte oder so, ist es gar nicht so eine Dummheit, der Zufall.
(Meine Miene zeige ich jetzt hier auch nicht, der Blogboss verzieht ja in seinen Beiträgen auch wie ein Pokerspieler nie die Miene. Pokerface das!)
http://www.decroissance.ch
Er hat ihn geistig schon geschlossen - er letzte Beitrag ist vom März 2010, fast fünf Monate her.
Schade.
Adieu, Herr Bundesrat. Ich war zufrieden mit Ihnen.
"Er hat ihn geistig schon geschlossen ..." und faktisch zu Tode geschwiegen.
Danke für den interessanten Link.