Schafft die Winterzeit ab!
[Version française Supprimez l’heure d’hiver!]

Abfahrtsanzeige im Bahnhof Rapperswil (BLICK-Online/Leserbild)
Eigentlich wollte ich ja schon längst von diesem Thema Zeit wegkommen, doch die Situation in Bellinzona ist derart angespannt, dass ich mir nicht einmal einen Aprilscherz erlauben durfte, den ich mir schon lange ausgedacht und ganz gerne inszeniert hätte (über ein anderes Thema natürlich). Na, ja, nächstes Jahr, denn: Lachen hat seine Zeit und nicht Lachen hat seine Zeit.
Ein Blog hat ja, soweit ich ihn jedenfalls begreife, auch etwas Lockeres, um nicht zu sagen Fröhliches. Damit sei die Seriosität unserer Diskussion nicht etwa in Frage gestellt, aber ich selber pflege hier im Blog doch einen etwas anderen Stil als in offiziellen Verlautbarungen, einfach deswegen, weil ich mich etwas unter Freunden fühle (Kommentare, wie derjenige, ich als „Sozialist“ (!) hätte jetzt bedingungslos die Streikenden (welche dann? Es gibt unter ihnen sehr verschiedene Meinungen) zu unterstützen, lass ich ohnehin nur deswegen aufschalten, damit man sieht, was es alles so an differenzierten Haltungen gibt in unserem Lande…. Die Aussage ist übrigens noch harmlos im Vergleich zu mails aus dem Kanton Tessin, die mich kurzerhand als Lügner und als Mugabe und als Diktator liebkosen. Die Drohungen, die Gotthardstrecke zu sperren oder gar zu sprengen, zeigen: Die aufgeheizte Stimmung im Kanton Tessin enthemmt offensichtlich. Die Zeit hat die Stimmung bis jetzt eher aufgeheizt und nicht beruhigt.
Nein, auf die Zeit als solche baue ich nicht im Konflikt um Bellinzona, obwohl mir auch das vorgeworfen wird. Aber ich glaube weiterhin an den Dialog und versuche nochmals einen Anlauf mit Marco Solari, der für mich sondieren soll, ob ein runder Tisch überhaupt noch realistisch ist oder nicht.
In der Zwischenzeit hat die Sommerzeit den Streik eingeholt. Wir haben all unsere Uhren vorgestellt und dabei wieder zählen können, wie viele davon in unserem Haushalt herumstehen. Die Sommerzeit wurde seinerzeit ja begründet mit Energieeinsparungen. Regelmässig rege ich bei meinen Fachämtern an, ob es denn eine Energieeinsparung gebe durch diese Sommer- und Winterzeit. Regelmässig bekomme ich keine Antwort. Es gibt offenbar keine Energieeinsparungen. Als ich noch jung war, ging es auch ohne. Damals begann die Schule im Sommer einfach früher als im Winter.
Ich muss sagen, die SVP hatte damals recht mit ihrem Referendum gegen die Sommerzeit (Christoph Blocher war damals der Wortführer). Die Sommerzeit bringt uns gar nichts. Ausser vielleicht denjenigen, die über die Osterferien nicht in asiatische Strände flogen. Auch sie haben dank vorgestellter Zeit für eine Weile jenes wohliggähnende Gefühl des Jetlags.
Bis bald (denn ich melde mich noch während der Sommerzeit zurück.)
Moritz Leuenberger

Abfahrtsanzeige im Bahnhof Rapperswil (BLICK-Online/Leserbild)
Eigentlich wollte ich ja schon längst von diesem Thema Zeit wegkommen, doch die Situation in Bellinzona ist derart angespannt, dass ich mir nicht einmal einen Aprilscherz erlauben durfte, den ich mir schon lange ausgedacht und ganz gerne inszeniert hätte (über ein anderes Thema natürlich). Na, ja, nächstes Jahr, denn: Lachen hat seine Zeit und nicht Lachen hat seine Zeit.
Ein Blog hat ja, soweit ich ihn jedenfalls begreife, auch etwas Lockeres, um nicht zu sagen Fröhliches. Damit sei die Seriosität unserer Diskussion nicht etwa in Frage gestellt, aber ich selber pflege hier im Blog doch einen etwas anderen Stil als in offiziellen Verlautbarungen, einfach deswegen, weil ich mich etwas unter Freunden fühle (Kommentare, wie derjenige, ich als „Sozialist“ (!) hätte jetzt bedingungslos die Streikenden (welche dann? Es gibt unter ihnen sehr verschiedene Meinungen) zu unterstützen, lass ich ohnehin nur deswegen aufschalten, damit man sieht, was es alles so an differenzierten Haltungen gibt in unserem Lande…. Die Aussage ist übrigens noch harmlos im Vergleich zu mails aus dem Kanton Tessin, die mich kurzerhand als Lügner und als Mugabe und als Diktator liebkosen. Die Drohungen, die Gotthardstrecke zu sperren oder gar zu sprengen, zeigen: Die aufgeheizte Stimmung im Kanton Tessin enthemmt offensichtlich. Die Zeit hat die Stimmung bis jetzt eher aufgeheizt und nicht beruhigt.
Nein, auf die Zeit als solche baue ich nicht im Konflikt um Bellinzona, obwohl mir auch das vorgeworfen wird. Aber ich glaube weiterhin an den Dialog und versuche nochmals einen Anlauf mit Marco Solari, der für mich sondieren soll, ob ein runder Tisch überhaupt noch realistisch ist oder nicht.
In der Zwischenzeit hat die Sommerzeit den Streik eingeholt. Wir haben all unsere Uhren vorgestellt und dabei wieder zählen können, wie viele davon in unserem Haushalt herumstehen. Die Sommerzeit wurde seinerzeit ja begründet mit Energieeinsparungen. Regelmässig rege ich bei meinen Fachämtern an, ob es denn eine Energieeinsparung gebe durch diese Sommer- und Winterzeit. Regelmässig bekomme ich keine Antwort. Es gibt offenbar keine Energieeinsparungen. Als ich noch jung war, ging es auch ohne. Damals begann die Schule im Sommer einfach früher als im Winter.
Ich muss sagen, die SVP hatte damals recht mit ihrem Referendum gegen die Sommerzeit (Christoph Blocher war damals der Wortführer). Die Sommerzeit bringt uns gar nichts. Ausser vielleicht denjenigen, die über die Osterferien nicht in asiatische Strände flogen. Auch sie haben dank vorgestellter Zeit für eine Weile jenes wohliggähnende Gefühl des Jetlags.
Bis bald (denn ich melde mich noch während der Sommerzeit zurück.)
Moritz Leuenberger



57 Kommentare
http://www.aikiko.ch
Sie sprechen mir aus der Seele. Das mit der doofen Sommerzeit ertrage ich jedes Jahr weniger. Ob es an meinem Alter liegt oder an was auch immer.
Stellen Sie sich vor: Sie sitzen in einem Konzert und urplötzlich wechselt der Dirigent von einem 4/4 auf einen 3/4 Takt. Ich bin mir sicher, dass da nicht bloss die Musiker irritiert wären, sondern ein jeder im Saal. Kakophonie wäre das Resultat, zumindest vorübergehend.
Ich bin überzeugt, dass dies sich bei uns auswirkt und bei manch einem gesundheitliche Störungen hervorruft. Schaffen wir das Ganze einfach ab. Sie könnten doch in der Richtung etwas unternehmen.
Apropos Uhren umstellen:
Seit Sonntag habe ich alle erfolgreich umgestellt. Die aus der Küche steht jetzt im Bad, der Wecker nervt im Keller, die Wohnzimmeruhr bleibt bis Herbst auf dem Estrich und die Eieruhr ziert den Balkon. Die Armbanduhr trage ich neu am Fussgelenk und hoffe auf bessere Zeiten.
Einen wunderschönen Abend wünsche ich
Von mir aus könnte man die Sommerzeit wieder abschaffen. Noch viel mehr würde ich es allerdings begrüssen, wenn baldmöglichst die Winterzeit im politischen Geschehen und in den Herzen der Menschen unserer Gesellschaft abgelöst werden würde. Das müsste nicht einmal durch die Sommerzeit geschehen. Ein Wechsel zur Frühlingszeit würde mir diesbezüglich schon genügen.
Viele Grüsse,
I. Gärtner
Jä nu, was einmal eingeführt wurde, kann ja nicht einfach wieder rückgängig gemacht werden, wenn es sich als Fehlspekulation erweist. Wo kämen wir denn dahin? das braucht seine Zeit (so ca. 50 bis 100 Jährchen) Das ist eben Politik, mit Verstand nicht fassbar.
Freundliche Grüsse
blasius
zum Glück ist heute der 1. April sonst müsste ich nun wirklich an ihrer Zurechnungsfähigkeit zweifeln ;-)
Oder spricht da das tief verinnerlichte kalvinistische (exgüsi zwinglianische) Gedankengut, so à la "Morgenstund hat Gold im Mund", respektive wie der urbane Zürcher sagt: "The early bird gets the worm"? Mich erheitert schon, dass Alt-BB nun nach 2 Stunden 43 Minuten und 2 Sekunden Schlaf um 04:23 seine Runden in Herrliberg weiterhin im Dunkeln absolvieren muss, wogegen wir Katholiken um 20 Uhr mit einer Flasche Wein immer noch im Hellen sitzen.
Apropos ein Tipp eines Katholiken: Wenn ihre Mitarbeiter Ihnen keine Antworten liefern haben sie zwei Möglichkeiten:
1.) Sie entlassen sie ... - also nicht sie selbst :-)
2.) Sie nehmen es als gottgegeben.
Es grüsst sie aus der Abenddämmerung ihr
Roland
ich nehme Bezug auf Ihren letzten, an mich gerichteten, Beitrag vom: 2008-04-01 22:08:53
Wenn ich Schreiben lese, so habe ich den Eindruck, dass sie sich auf die Zehen getreten fühlen. Das äussert sich dann auch in Ihrem Tonfall. Bitte korrigieren Sie mich, falls dem nicht so ist. Aber ich will hier gar nicht näher auf dieses Phänomen der Betüpftheit eingehen - darüber liesse sich ein separater Blog schreiben.
Greifen wir doch vielmehr den gemeinsamen Nenner auf: Sie schreiben:"Ich finde jedoch, dass Sie Recht haben. Letztlich zählt die Tat. Aber die Tat ist das Kind des Denkens (und Fühlens)."
Nun gut,das ist doch ein Anfang. Und darauf wollte ich auch hinaus. Ein Beispiel: "Unendllich" viele Geschichtstexte befassen sich mit der Frage WESHALB die USA in den Zeiten Weltkrieg eingetreten sind und Europa vor dem Nationsozialismus und dem Komunismus "gerettet" haben.
In solchen Diskussionen kann man sich ohne Langeweile ein komplettes Leben lang verstricken. Aber das will ich nicht. Und für viele Fragestellungen ist dies auch gar nicht notwendig. Denn Fakt ist, DASS die USA in den Krieg eingetreten ist - und ihn auch beendet hat - wiederum mit Massnahmen, über die man sich Jahrzehnte lang auslassen könnte - ohne wirklich vorwärts zu kommen.
Noch ein Beispiel: Die Todesstrafe. Über die moralische Rechtfertigung dieser könnte man sich wiederum sehr lange auslassen. Was sich aber nie verändern wird, ist die Präsenz der ENTSCHEIDUNG, ob ja oder nein.
Aus welchen Gründen auch immer, aus welcher Motivation, mit welchen Gefühlen, auf Grund welcher Notwendigkeit auch immer - wenn wir die Todesstrafe durchführen, dann TÖTEN wir Mensch. Daran gibt es absolut gar nichts zu rütteln. Es gibt nun mal Zwecke, die durch die Mittel eben NICHT geheiligt werden.
Sie können sich vielleicht denken, dass ich diesen Beitrag nicht ganz unbeeinflusst vom momentanen Bankengeschehen schreibe. Aber auch da, finden wir Paradebeispiele sonder gleichen: Der neueste UBS-Tauscher - 19 Milliarden Franken. Versuche, die Abschreibung zu rechtfertigen mit der Amerikanischen Kreditkrise und, dass die Schweizer Banken ja eigentlich gar nichts dafür können - scheitern, zumindest bei mir. Denn FAKT ist, dass mit 19 Milliarden Franken, Kapital verloren ging, dass wir uns gar nicht vorstellen können. Zur Verdeutlichung:
Jahresbudget einer NASA: ca 16 Milliarden CHFr.
Jahresbudget einer ESA (Europ. Weltraumbehörtde): ca. 4 Milliarden CHFr.
Jahresbudget der beiden ETHs: ca. 1.5 Milliarden CHFr.
Das heisst mit dem UBS Abschreiber liesse sich die NASA ein Jahr lang finanzieren. Eine wirklich grosse Weltraummission, wie z.B. Cassini Huygens - Saturn System, schlägt übrigens mit ca. 2 Milliarden zu Buche. Die ESA hingegen liesse sich sogar fast fünf Jahre lang betreiben.
Kommt es Ihnen nicht auch so vor, dass im schweizer Bankensystem schlicht und einfach viel zu viel Macht auf viel zu wenigen, zu egoistischen, zum machthungrigen aber dennoch zu inkompetenten Leuten konzentriert ist?
MfG
TU
http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ
http://www.youtube.com/watch?v=aK2yZlHk4cA&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=0VOtdQrCoyk&feature=related
http://jeanb@balcab.ch
"Thierry Lalive d'Epinay est longuement revenu sur la stratégie de CFF Cargo. Il a par contre réfuté la critique selon laquelle CFF Cargo serait mal gérée."
Monsieur d'Epinay: Sie haben recht, SBB Cargo ist von Herrn Meyer sehr gut geführt, die UBS auch von Herrn Ospel. Beide werden von Uriella beraten.
http://www.honigbaerli.eu
zum Fall SBB cargo gibts hoffentlich bald eine Lösung..wo die Verantwortlichen dafür gerade stehen müssen und nicht die mitarbeiter!!
Nun ist er weg, der böse Kapitalist der UBS.
Nur schade wird das nie von der Versagerbande aus Sozis bei der SBB gefordert, oder gar denen die in Bern Milliarden an Zusatzkrediten freisprechen um die überteuerten Löcher der NEAT weiterhin zu finanzieren. Sind diese Geldverschwender etwa besser, nur weil sie vom Volk gewählt sind und somit scheinbar unfehlbar sind und auch deshalb wohl nie Rechenschaft ablegen müssen? Ist dies der Grund, warum sie nie zurücktreten und die Konsequenzen tragen? Das werde ich wohl nie erfahren.
Grüsse
Mr. Pink
Ich bin schon lange der Meinung, dass die Sommer-/Winterzeit ein alter Schuh ist.
Vorteile kann ich zumindest keine feststellen (ausser vielleicht, dass es am Abend etwas länger hell ist, aber das gleicht sich in den nächsten paar Tagen wieder aus).
Die Nachteile überwiegen sogar die Vorteile. Man braucht am Morgen etwas mehr Strom und man muss wieder im Dunkeln aus dem Haus. Die Verkehrsstatistik zeigt auch, dass wieder mehr Unfälle passieren, weil die Leute immer noch müde sind (stehen ja 1 Stunde früher auf). Die Bauern haben auch ihre Probleme mit den Kühen, was sich dann bei der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit wiederholt.
Ich würde es sofort begrüssen, wenn diese ewige Umstellerei vorbei wäre.
In diesem Sinne bedanke ich mich schon im voraus für Engagement zur Abschaffung der Sommerzeit.
Mit freundlichen Grüssen
Bea
Ihr letzter Kommentar zeigt Ihre Depression. Und nichts anderes. Denn keine einzige Ihrer Aussagen ist wahr. Nur herbeigen(m)örgelt.
"Nur schade wird das nie von der Versagerbande aus Sozis bei der SBB gefordert,..."
Seit wann ist Andreas Meyer ein Sozi? Er pocht ja immer auf Wettbewerb - auch wenns um seine private Millionenvilla geht. Einfach geschmacklos
"... oder gar denen die in Bern Milliarden an Zusatzkrediten freisprechen um die überteuerten Löcher der NEAT weiterhin zu finanzieren."
Im Gegensatz zu Ospel sind diese Summen haupsächlich Lohnsummen für SEHR viel Arbeitsplätze IN der Schweiz. Ospel hat sich unter anderem mit Lachsfarmen in Kanada verospelt. Klingelts?
"Sind diese Geldverschwender etwa besser, nur weil sie vom Volk gewählt sind und somit scheinbar unfehlbar sind und auch deshalb wohl nie Rechenschaft ablegen müssen?"
Hier setzen Sie sich selber Schach Matt, Pink. Ja, die Volksvertreter sind dem Volk sehr wohl Rechenschaft schuldig, denn SIE können im Gegesatz zu Ospel ABGEWÄHLT werden - und zwar vom Volk.
"Ist dies der Grund, warum sie nie zurücktreten und die Konsequenzen tragen? Das werde ich wohl nie erfahren."
Hoffentlich nicht. Br. Leuenberger ist einer der wenigen Bundesräte, die tatsächlich zu ihren Fehlern stehen - ganz im Gegensatz zu Ospel (und Ihnen) und einigen Politikern der rechten und bürgerlichen Seite.
Sagen Sie Pink, stinkt es in Ihrem Stall bereits dermassen nach Mist, dass Sie ihn gleich zu uns rüber werfen müssen? Mein Vorschlag: behalten Sie ihn für sich und machen Biogas draus - damit können Sie dann auch mit Vollgas über ihre liebe 10 spurige Hartbrücke pfeffern - mit Ihrem breiten Grinsen im Gesicht "Freiheit, Freiheit!".
Nur das diese Zeilen auch hier im Blog stehen:
Ich liebe die Sommerzeit!
Auch wenn sie wirklich fast nichts bringt. Ich mag es, sozusagen eine Stunde früher aufzustehen, den Tag früher zu begrüssen. Und ich mag es ganz besonders, wenn es Abends länger hell ist.
Schafft die Winterzeit ab. Jawoll!
Ich halte den momentanen SBB-Verwaltungsrat für eine Lachnummer – und befürchte, dass dies zuviele Schweizer/innen ähnlich sehen.. Bei der Analyse, warum dieser Verwaltungsrat so schwach ist, hört man aus Wirtschaftskreisen vor allem die zu simple Begründung: “Wo Politiker Personalentscheide treffen, geht es meistens schief.
Bei der seinerzeitigen Fehlbesetzung des SBB-Verwaltungsrates scheint mir jedoch die gierige Selbstbedienungs- Mentalität der heutigen “Managerkaste” der entscheidende Faktor gewesen zu sein. Der Tages-Anzeiger hat am 12. März 2008 im Artikel http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/wirtschaft/850929.html das verfilzte Lalive-Rezept beschrieben:
Man lasse sich als VR-Präsident von Kollegen und schönen Augen reinmischeln und besetze die Schlüsselressorts des VR dann mit drei ehemalige Arbeitskollegen der Landis & Gyr sowie einem guten Freund, damals Chef der HP Schweiz.
Als Beitrag zur notwendigen Ent-Eskalierung des Tessiner Kantonsaufstandes gegen die SBB- und Bundesbern-Politik fand ich es deshalb schon vor zwei Wochen sinvoll, wenn Thierry Lalive nicht erst auf Ende 2008 sein Amt abgibt, sondern seinen Rücktritt per sofort und freiwillig einreicht.
In der Zwischenzeit passierte drei weitere Peinlichkeiten. Erstens zeigte die „Arena“ den staunenden Fernsehzuschauer/innen auf, dass der SBB-Verwaltungsrat offensichtlich über KEINE durchdachte Strategie im gesamten Güterverkehr verfügt. Zweitens vergriffen sich die VR-Verantwortlichen in ihrem „Ultimatum“ gegen Bellinzona derart im Ton, dass sich die Tessiner/innen erneut auf der Strasse dagegen verwahren mussten. Drittens bewies der VR-Präsident mit dem Meyer-Lohn-Hausverkauf-Flop, dass er auch nach 10 Jahren die „volkseigene“ SBB mit einigen Privatfirmen verwechselt, bei denen zu den Managerprivilegien auch solche gegenseitige Kombigeschäfte gehören.
Trotzdem scheint Thierry Lalive aus Epinay noch immer nicht bereit, freiwillig sofort zurückzutreten. Schade. Deshalb wird er wohl wie Marcel Ospel demnächst zum Rücktritt gezwungen werden müssen.
Nur so kann der Bund die Chance nutzen, mit einer angesehenen, integrativen Persönlichkeit als ad-interims-VR-Präsident, ein professionelles Krisen- und Strategie-Management zu machen - und 2009 den ganzen SBB-Verwaltungsrat neu so zu bestellen, dass er dieser Aufgabe auch gewachsen ist.
ECO DI CAMEDO
CH-Kompromiss und -Alleingang:
Die Uhren im nächsten Oktober nur eine HALBE Stunde zurückstellen, dafür dann aber so lachen... eh lassen.
Wir könnten die Uhren auch jeden Tag 5 Minuten vorstellen. Das gäbe wieder ein paar Arbeitsplätze mehr, und zusätzliches Wachstum, weil dann das Gleiche in weniger Zeit produziert und konsumiert wird...
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/
Da die Einführung der Sommerzeit 1981 mit dem Markteintritt der billigen Digitaluhren aus Japan zusammenfiel (welche zu jeder vollen Stunde einmal piepsten), dachte ich immer, dass das zweimal jährliche Uhren-stellen eine volkserzieherische Massnahme in mehrfacher Hinsicht sei:
1. Man musste zweimal im Jahr aufräumen, um die Gebrauchsanweisung fürs Einstellen der Uhr wieder zu finden.
2. Man musste sich zweimal im Jahr mit für die damalige Zeit „moderner Technik“ auseinandersetzen.
3. Man konnte zweimal im Jahr die sprachliche Intuition testen und zwar indem man versuchen musste herauszufinden, was einem der Übersetzer der Gebrauchsanweisung eigentlich sagen wollte…
Das braucht’s heute alles nicht mehr, werden doch viele Uhren entweder funkgesteuert oder mit irgendeiner Serverzeit synchronisiert (welche wiederum auch funkgesteuert ist).
Nebst dem nicht eingetroffenen Energiespareffekt (siehe dazu auch Link oben) dürfte die Einführung der Sommerzeit in der Schweiz aber auch noch einen anderen negativen Effekt gehabt haben: Eine – so scheint es mir – Missachtung des Volkswillen, denn das 1977 beschlossene Zeitgesetz wurde mittels Referendum 1978 verworfen (http://www.admin.ch/ch/d/pore/va/19780528/det283.html). Nichtsdestotrotz beschloss das Parlament 1980 dessen Einführung (http://www.admin.ch/ch/d/sr/c941_299.html). Die 1982 lancierte Volksinitiative zur Abschaffung der Sommerzeit erreichte dann allerdings trotzdem nicht die notwendige Anzahl Unterschriften (http://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis160.html). Ob von daher der im Volksmund bekannte Spruch „die in Bern machen ja sowieso was sie wollen“ stammt?
Wie auch immer, die 1983 lancierten Swatch-Uhren haben nicht nur die Schweizer Uhrenindustrie gerettet, sondern erleichterten auch wieder das Umstellen auf die Sommer-/Winterzeit.
Freundliche Grüsse
Titus
Die drei Youtube-Links zum Thema Geld sind zwar nichts Neues, aber eine höchst originelle und amüsante Zusammenfassung. Vielen Dank, dass Sie die hier eingestellt haben! :-)
@Beobachter
Auf die Kommentare des Herrn Pink würde ich gar nicht mehr eingehen. Er gibt doch nur sinnlose und unreflektierte Provokationen von sich, die bereits von Ermüdungserscheinungen geprägt sind.
Beste Grüsse
I. Gärtner
http://fly.twoday.net
vielen Dank, dass aus ihrem Munde ein Wort der Vernunft spricht. Viele Leute meinen ja, Sommerzeit sei etwas Gott-/Naturgegebenes, unabänderlich. Aber schlussendlich es es nicht mehr als eine calvinistische Erziehungsmasnahme.
http://fly.twoday.net/stories/4834759/
Hat eigentlich schon jemand eine Studie gemacht betreffend den Kosten der Zeituumstellung? Wieviel produktive Zeit da verloren geht? Wieviele Uhren bei der Umstellung kapput gehen und durch neue ersetzt werden müssen? Ganz zu schwiegen von den vielen Sitzungen und Termine die nicht oder verspätet stattfinden. Dazu kommen auch noch die höheren Arztkosten, da die Anzahl Depressionen bei jeder Zeitumstellung markant in die Höhe steigt. Aus ökonomischer Sicht muss die Sommerzeit deshalb dringend abgeschafft werden. Kannsr du bitte einen entsprechenden Antrag vors Parlament bringen. Wenn eine Abschaffung der Sommerzeit nicht möglich ist, sollten mindestens flankierende Massnahmenen wie z.B.ein zusätzlicher arbeitsfreier Umstelltag eingeführt werden. Dadurch könnten die oben erwähnten Nachteile grösstenteils wettgemacht werden und die Sommerzeit bekäme endlich die ihr zustehende Bedeutung. Die Kosten müssten entweder durch eine Erhöhung der MSTW oder durch die Arbeitgeber übernommen werden.
Da hilft es nicht mehr mit Rentabilitäts Wunschvorstellungen und Zahlen zu jonglieren.
Mensch Meyer - hören Sie auf zu Ospeln.
Gemäss B. Moser schafft die Zeitumstellung eben Arbeitsplätze, also ist sie ein Heiligtum.
Alle sind gegen die Zeitumstellung.
BR M.L. will die Winterzeit abschaffen.
Die Mehrheit der Bloger aber offenbar die Sommerzeit.
Finden wir einen Konsens?
Oder reden wir schon bei solchen lachhaften Lappalien einfach wieder stur aneinander vorbei?!?
Jetzt ist gar wieder die Wirtschaft schuld an der Zeitumstellung. Und Wachstum wird gar davon abhängig gemacht.
Es wird doch langsam etwas lächerlich, wenn nicht gar absurd.
Die Zeitumstellung ist ein Nullsummenspiel. Ein Jahr hat nach wie vor 8760 Stunden. Sommer- oder Winterzeit haben dabei keinen Einfluss. Darum wird auch nichts eingespart oder gewonnen.
Wofür soll die Wirtschaft noch alles den Kopf hinhalten? Wohl für alles ausser Arbeitsplätze, Wohlstand, Stabilität...
Vielleicht sollte man einfach von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang den Strom in der Schweiz ausschalten. So könnte man doch sparen. Wer sollte denn auch nachts Arbeiten, Lesen, Kochen, Blogen...
Und zudem würden hier im Blog endlich etwas Ruhe einkehren. Das Wirtschaftswachstum würde gebremst, Ressourcen geschont, Strom gespart, Depressionen verhindert... Alles im Namen des Sozialismus und einer besseren WELT.
Nur schade ist die Schweiz nicht die Welt...
Diese links sind echt der Hammer. Traurig und lustig zugleich aber vor allem: wahr! Deshalb hier noch mal:
http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ
http://www.youtube.com/watch?v=aK2yZlHk4cA&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=0VOtdQrCoyk&feature=related
Aber das ist leider zuviel für ein rosarotes Spatzenhirn. Es beschimpft lieber alle Bürger und alle Blogger, wenn es mich meint...
Aber, aber lieber Herr Leuenberger
Die Sommerzeit bringt uns nichts, also werde es dunkel!
Dies sagen ausgerechnet Sie, die Lichtgestalt des Bundesrats?
Denken Sie doch nur an die vielen schönen Stunden, die wir am Abend nach getaner Arbeit länger in der Sonne geniessen können.
Und dann die Kosten! Stellen Sie sich vor, wie die Gesundheitskosten für die Behandlung von Depressionen bei einer Stunde weniger draussen im Sonnenlicht nochmals explosionsartig ansteigen würden. Mehr Kriminalität, dank optimaler Bedingung für lichtscheue Gestalten und die damit zusammenhängenden Kosten wie Polizeiapparat, Gerichte, Gefängnisse usw.
Noch mehr Verkehrsunfälle auf den Fussgängerstreifen, die bekanntlich zunehmen bei schlechter Sicht und Dunkelheit geschehen.
...
Profitieren vom Abschaffen der Sommerzeit würden also vorwiegend masochistisch veranlagte Depressive, die bei Sommerzeit zuwenig auf ihre Rechnung kommen. Aber das ist hoffentlich noch nicht die Mehrheit in unserem Lande.
Es werde Licht, schaffenn wir die Winterzeit ab! - Dann sparen wir Kosten!
Sonnige Grüsse
Markus Glatz
P.S.: Ganz nebenbei, wir würden auch weniger Sonnenschirme verkaufen.
„Sag´ NEIN zur Zeitumstellung
herzlich Willkommen auf unserer Internetseite Initiative-zur-Abschaffung-der-Sommerzeit.de
Es ist wieder soweit: seit dem 30.03.08 2:00 Uhr haben wir wieder unsere verf….. Sommerzeit, kurz MESZ.
Wir fordern die Abschaffung der Sommerzeit.
Sagen auch Sie Nein zur Sommerzeit!
Lass´t die Uhren einfach so weiterlaufen, wie sie bis zum 30.03.2008 gelaufen sind!
Warum noch an irgendwelchen Uhren drehen?? Genießt im Frühjahr Euren Rhythmus so, wie die Jahreszeiten sie vorgeben. Kommt zurück zu etwas mehr Natürlichkeit in Eurem Leben. Im Sommer freut Euch über angenehme Kühle am Abend und auch im Herbst ist alles deutlich entspannter. Die Sommerzeit bringt deutlich mehr Nach- als Vorteile. Ihr spart bares Geld, weil Ihr in den Übergangsmonaten nicht verstärkt heizen müsst. Geht es Euch nicht auch gehörig auf den Sack, dass Ihr 2x im Jahr an irgendeiner Uhr drehen müsst?
Links in der Menuleiste unter „Warum NEIN“ haben wir versucht, alle Nachteile der Sommerzeit aufzulisten. Wenn Sie noch Argumente gegen die Sommerzeit haben, schreiben Sie uns. Was sind die Vorteile der Sommerzeit? Haben Sie vielleicht ein Argument dafür? Schreiben Sie uns, wir haben links eine Rubrik dafür eingerichtet.
Unten findet Ihr ein podcast vom ZDF heute-journal vom 27.10.2007 zum Thema Sommerzeit, reinschauen lohnt.
Helfen Sie mit, die Sommerzeit wieder abzuschaffen! Unterstützen Sie uns mit einer kleinen Spende, tragen Sie sich auf unserer Liste ein, sagen auch Sie NEIN zur Sommerzeit. Kleben Sie sich unseren kostenlosen Aufkleber hinten auf die Scheibe Ihres Autos.
Es muss doch möglich sein, diesen von Politikern verordneten Schwachsinn wieder rückgängig zu machen. Warum lasst Ihr Euch vorschreiben, wie Eure Uhr zu ticken hat?
„Ich verzichte gerne auf die zusätzliche helle Stunde am Abend, weil es morgens dann früher hell und warm wäre. Ich würde deutlich besser schlafen, weil es abends früher dunkel wird.“
Macht´s gut, trotz SZ.
http://richard.gere.de.vu
http://jeanb@balcab.ch
Es ist höchste Zeit zu lesen, was die Mitschweizer jenseits des Röstigrabens gerade beschäftigt. Les contributions sont traduites en français et déjà mises en ligne.
Letzten Sonntag reiste ich nach Bellinzona, übermorgen wohl nach Lausanne. Das GA machts möglich.
Ich bin auch für eine einheitliche Jahreszeit - allerdings müsste man (frau) nicht die Sommerzeit abschaffen sondern die Winterzeit. Ich höre in jeder Diskussionsrunde dasselbe: am Abend bringt eine helle Stunde mehr als am Morgen auf dem Arbeitsweg.
Ergo:
Macht die Sommerzeit zur Jahreszeiz ;-)
Greets
Was im Tessin zurzeit geschieht kann und muss man mit verschiedenen Augen sehen.
Ich möchte mich hier auf eine Wahrheit beschränken die mir sehr Wichtig ist dabei. Es ist Tatsache dass im Tessin die Menschen begonnen haben aus Sozialen Aspekten hervor Politisch tätig zu werden. Unabhängig davon wie sie dies zuerst getan hatten, es ist höchst erfreulich für Sozialdemokratisch denkende Menschen dass Bürger über ihre Zukunft nachdenken. Hier handelt es sich auch um einen Test unseres Sozialdemokratischen Chefs im Bundeshaus, das wissen wir insgeheim alle. Für die Zukunft der Sozialdemokratie ist es ausgesprochen wichtig dass es im Tessin zu einer Lösung kommt und für unsere Gegner ist es wichtig WIE dies geschieht.
Sichtbar wurde aber auch das Defizit das wir Schweizer im Politischen Bildungsbereich haben, dass die aus dem Tessin geforderten permanenten SBB Standbeine von Angst getriebene Maximalforderungen darstellen.
Herr Bundesrat Leuenberger, es ist für mich durchaus nachvollziehbar warum dies geschah, die Vernunft der betroffenen Menschen beruhte zuerst einmal auf den verletzten Gefühlen. Marcuse sagte dass die Vernunft der Menschen auf Trieben und Gefühlen beruhe, darüber hinaus jedoch Vernunft die aus der Ratio kommt zuerst GEBILDET werden muss. Man kann keine Vernunft aus der Ratio ableiten wenn diese nicht die Prozesse der Bildung und Orientierung vollzogen hat.
Die Vernunft der Gefühle und der Triebe
Im Augenblick des Schocks beruhen alle Entscheidungen auf dem Prinzip der Notwehr, und die bestehen aus nahe liegenden Maximen. Der Mensch ist sehr schnell reaktionsfähig, weil die Gefühle ausserordentlich schnell sind. Die Gefühle greifen direkt auf Erfahrungen zurück welche wir Menschen gemacht haben, je grösser der Schock desto weiter in der Kindheit liegen die gemachten Erfahrungen begründet.
Nun, wenn man dies weiss, so lässt man Schockierte zuerst einmal zu einem klaren Kopf gelangen. Sie Herr Leuenberger haben dies hervorragend erreicht, indem sie mit einer Art Gegenschock und nachfolgendem Einsatz des Tessiners Marco Solari für eine Zeit der Besinnung gesorgt haben.
Man muss unter Schock stehenden Menschen unbedingt Zeit lassen um die Vernunft von der animalischen Herkunft auf die Ratio kommen zu lassen. Dazu benötigen die Menschen jedoch eine gewisse Sicherheit, an die sie sich halten können und an die sie fest glauben können.
Unsere Politischen Gegner von Rechts, sie nutzen solches Wissen ebenfalls aus, dabei denke ich nutzen sie es geradezu im umgekehrten Sinne aus, der Gegner soll überrumpelt und zu Gefühlsentscheidungen gebracht werden, um ihn dann zu erledigen. Bewusst ist es den Gegnern von ganz Rechts allerdings nicht, sie haben lediglich begriffen wie es funktioniert und meinen dann sie handelten im Sinne der rationalen Vernunft.
Da es für die Sozialdemokratie von ausserordentlichem Interesse ist um als Partei in der Schweiz bestehen zu bleiben und sich die Soziale Bedeutung wieder zu erarbeiten, so ist SBB Chargo auch für die SP von vitalem Interesse zu einer guten Lösung zu kommen.
Herr Leuenberger, ich bin sicher dass sie um die Bedeutung der doch noch erforderlichen Gespräche für die SP und die Soziale Schweiz wissen. Ich kann mir den Druck vorstellen der auf ihrer Seele lastet, nicht nur als Politiker, sondern als Mensch.
Letztendlich sind die Sozi einander eben alle gleich, es geht um das humane Menschenbild. Als Mensch aber lösen sich die Hierarchien im Denken auf, ist der Mann oder die Frau auf der Strasse vom gleichen Holz geschliffen. Verschieden ist Bildung und somit das Reaktionsvermögen, die Art der Vernunft.
Lassen wir uns Zeit (schon wieder die Zeit) um die betroffenen Bürger sich selbst bilden zu lassen, damit sie schliesslich Lösungsorientiert auch mit rationaler Vernunft vor den Gesprächen aufzutreten vermögen.
Die Politische Werbung unserer Gegner setzt auf negativ dotierte Gefühle und Triebe in ihrer politischen Werbung, so etwa das tretende Schaf der SVP, der Blitzkrieg.
Die Menschen müssen darüber aufgeklärt werden dass nur wenn Gefühle und unser Denken zusammen arbeiten nachhaltige Lösungen zustande kommen können.
Wenn wie in der gegenwärtigen Politik der politische Gegner jedoch die Vernunft der Gefühle und Triebe anspricht, die sehr schnelle Reaktionen über Ängste ausbildet, dann ist dagegen nur die Zeit wirksam (in welcher sich Menschen rationale Vernunft aufbauen können). Um dem Bürger zu zeigen wie dies geschehen kann, dazu muss man das was nun im Tessin geschieht als Chance ansehen für die SP.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft dazu Herr BR Leuenberger. Immer wieder von Neuem beginnen wenn eine Verhandlung zu scheitern droht, nicht zu früh aufgeben. Man sende den Arbeitern jenen Aufklärer die sie benötigen um sich selbst eine rationale Reaktionsfähigkeit aufbauen zu können. Ist die nämlich einmal da, werden wir ALLE davon profitieren.
Erst dachte ich, das sei ein kleiner Joke. Dabei wäre das DIE geniale Idee der trutzigen Schweiz mitten im EU-Park. Für uns gilt das ganze Jahr die Sommerzeit - die Winterzeit lassen wir einfach weg! Die Fahrplan- und Flugplan-Macher bekämen halt im ersten Jahr ein paar Bibeli - aber machbar wärs! Vorher wars ja auch möglich, die südlichen Länder hatten ja ihre Sommerzeit schon lange vor uns. Aber das wäre wirklich eine geniale Idee! Wir zeigen's den anderen wieder einmal, wie man's macht. Bin kürzlich spätabends in eine deutsche Diskussionssendung reingezappt. Da gings um die Rente. Und da hat eine ältere Dame den Politikern die Leviten gelesen, indem sie denen in zwei Minuten das Schweizer drei-Säulen-Modell erklärte. Schlusssatz: "ich weiss auch, warum die Schweizer keine Steuern zu hinterziehen brauchen: die sparen steuerfrei auf der Säule 3a!. Riesengelächter im Publikum. Und ich legte mich ein ganz wenig stolz schlafen...
Also nochmals: nieder mit der Winterzeit!
Es lebe die Schweizer Sommerzeit!
(Herr Glatz: das mit den Sonnenschirmen wäre damit gelöst! Gibts eine Sonderanferigung? Wär doch was! Aktionspreis drei für zwei oder so!)
Ja. wahrlich, ihr seit alle Paraoid. Für all die belanglosen Dinge mögt ihr Schreiben und Berichten, als wäre dieses Thema weltbewegend. Hauptsache die Wirtschaft ist schuld...
Eine Stunde vor oder zurück, darauf kommt es an im Leben. Mein Gott, wie blöd muss man da sein, um einen gesamten Blog mit solch einer belanglosen Lappalie zu füllen. Ihr Sozis seit doch alle übergeschnappt. Linksextreme Klugscheisser und Besserwisser. Traurig aber wahr. Wer eine Depression krieg wegen dieser Stunde hat es wohl nicht anders verdient... Oder kommt die Depression eher vom Blog?
Ihr Spatzenhirne denket wohl ihr seit die Elite unsere Welt? Nur gut gibt es Anderdenkende auch noch auf dieser Welt.
Und dann all die besserwissenden Sprüche aus der Welt der Philosophen... Habt ihr eigentlich nichts besseres zu tun, als Philosophen zu zitieren? Wie erbärmlich.
Und manche führen sich auf, als gäbe es nur eine Wahrheit auf dieser Welt. Verschont die Welt vor eurem Klugscheissertum und geht zurück zur Arbeit.
was die meisten Wachstums-Skeptiker motiviert ist nicht die allgemeine Ablehnung gegenüber allem Wachstum oder gegenüber der ganzen Wirtschaft. So denke ich zumindest.
Was viele skeptisch macht, mich eingeschlossen, ist vielmehr die Undifferenziertheit der Wirtschaftszahlen. Wachstum, meist in Prozent ausgedrückt, kennt keine Moral, kein Gesetz, keine Rechtschaffenheit, keine Nachhaltigkeit. Nein. Wirtschaftswachstum ist einzig und alleine eine massive Zusammenfassung des wirtschaftlichen Erfolges.
Ein Beispiel: Gestern Abend in der Tagesschau wurde gesagt, dass die "Valora" so und soviel Wachsen aufweisen wird und bereits gewachsen ist. Wirtschaftskommentare und Einschätzungen folgten.
Nur, was ist Valora? Was macht sie? Wo tut sie es? Tut sie was gutes dabei? Ist es ein Rüstungskonzern? Ein Pharmariese? Ein Autozulieferer? Eine Hotelkette? Nein! Es ist ein Kioskverband.
Und das bringt die Sache auf den Punkt. Schlussendlich ist wirtschaftlich gesehen völlig egal, WAS und WIE das entsprechende Unternehmen herstellt bzw. fuhrwerkt. Hauptsache Wachstum. Dogma.
Und genau gegen das stellen sich viele. Dass dieser Maxime (Wachstum! Wachstum! Wachstum!) einfach alles untergeordnet wird. Egal, ob dabei Antipersonenminen, Kinderspielzeug, Schuhe, Dünger oder Handfeuerwaffen als Mittel zum Wachstum hergestellt werden.
Das Problem ist, dass der freie Markt eben genau diese Differenzierung NICHT macht. Er belohnt wirtschaftlichen Erfolg eben NUR durch Wachstum.
All jene, die meine Beiträge kennen, wissen, dass ich kein SVP Anhänger bin. Gar nicht. Jene, die mein Geschreibsel nicht kennen: ich bin kein SVP Anhänger. Aber über was ich jetzt schreibe, ist mir und vielen anderen ein Dorn im Auge.
Ort, Zeit: Gesellschaftsstrasse, Bern, letzter Sonntag. Ich fahre mit meinem Rad am rechten Rand der Strasse. Vier Junge Herren flanieren AUF der Strasse - obwohl ein 2m breites Trottoir Platz genug bieten würde. Ich fahre auf sie zu - sie ignorieren mich. Ich muss bremsen. Ich muss anhalten. Sie lassen mich durch. Dann der Spruch:
"Säg bloss kes Wort oder ech hau dr eis uf d'Schnorre." Kommt vom zweiten von Links (ca. 17 Jahre alt). Ich suche keinen Streit und fahre weiter.
Ort, Zeit: Falkenweg, Bern, heute Morgen 10h. Ich fahre wiederum auf dem Rad. Drei junge Herren (nicht dieselben wie letztes mal) flanieren auf der Strasse. Machen keinen Platz. Ich bremse, halte an. Sie lassen mich durch. "Häsch kes Lüti?!" Ich erwidere nichts. "Wotsch eis uf d'Schnorre, Pisser?" Ich fahre wortlos weiter.
Solche Szenarien erlebe ich nun schon seit einigen Jahren. Was soll ich tun? Alle, jeder einzelne, der mich so anspricht hatte einen starken Balkan-Akzent. "Jugos", wie andere sagen. Ich wünschte, es wäre nicht so. Und doch ist es so.
Muss ich mir sowas einfach gefallen lassen? In der Schweiz? In meinem Heimatland? Was geschieht, wenns zu Handgreiflichkeiten kommt und ich mich verteidige? Tja, dann habe ich einen Minderjährigen genötigt! Also Hände weg und davon laufen!
Unterm Strich ist es mir also erlaubt, die Schweinereien anzuhören und ... weiter zu radeln.
E S R E I C H T !!!!!!!!!!!!!!!!!!!
D A S F A S S I S T V O L L
Wir sind hier nicht in Süditalien, Mazedonien, Serbien oder im Kosovo. Wänn wirs nämlich wären, so hätte ich eine Handhabe gegen soviel Frechheit, Provokation und vor allem gegen soviel IGNORANZ der Eltern.
Ich weiss von Freunden, dass es ihnen auch so ergeht. Deshalb möchte ich hier im Blog mal in die Runde hineinfragen: Ist Euch sowas auch schon passiert? Wenn ja, wie und wo und weshalb?
Bin neugierig.
Wahrlich eine vorzügliche Idee von Ihnen, mit einem absurden Thema von den tatsächlichen Problemen und vom Versagen eines Staatsbetriebes abzulenken.
Diskutieren Sie doch mit dem Parlament über die Zeitumstellung. Ich bin sicher, Sie schaffen es das Parlament und die Medien solange mit diesem absurden Thema der Zeitumstellung abzulenken, bis sich eine Lösung bei der SBB von selbst gefunden hat. Ganz nach Politikermanier... Reden, reden reden.... am liebsten über belanglose Dinge, welche mit 100%iger Sicherheit ein selbst gemachtes Problem behandeln. Die Zeitumstellung kann nur eine Erfindung eines unterbeschäftigten Politikers gewesen sein.
Fangen Sie die Diskussion gleich am Montag an. Dann können wir, das Volk, vielleicht hoffen, dass Sie und ihre Politikerfreunde die Zeitumstellung rechtzeitig bis zum Jahre 2025 wieder abschaffen können. So könnten wir die restlichen 3/4 des laufenden Jahrhunderts ohne Depressionen bewältigen, welche das Stündchen verursacht. Das wäre ein tolles Geschenk und vielleicht auch mal ein realistisches Ziel.
Und mein rosarotes Spatzenhirn ist sich sicher, dass die Wirtschaft die Abschaffung mühelos überstehen wird. Jedenfalls wird die Wirtschaft den Verlust der Zeitumstellung unbeschadeter überstehen, als auf die Dauer das sozialistisches Politikergehabe.
Es grüsst
Das rosarote Spatzenhirn
Der oberste Chef dieser Unternehmung (SBB) ist nach wie vor der Bund, genauer gesagt der Chef des UVEK.
Ausserdem muss man nicht einer Partei angehören, um deren Gedankengut zu unterstützen.
Im Gegensatz zu Herr Ospel wird bei der NEAT die Lohnsumme einer gesamten Volkswirtschaft verpulvert. Die Steuerlast wird noch Generationen beeinträchtigen und gleicht nuklearem Abfall. Klingelts?
Herr Ospel wurde soeben abgewählt!
Und noch was: Musste jemals ein Politiker zurücktreten, weil er Geld verschwendet hat, Arbeitsplätze zerstört, lügen verbreitet hat, versprechen nicht eingehalten...? In den meisten Fällen können diese Politiker unbeschadet ihre Amtszeit zu Ende führen, ohne jegliche sofortige Konsequenz. Da liegt der Unterschied.
Ob und wann Herr Leuenberger Fehler eingestanden hat, weiss ich nicht. Ich weiss auch nicht welche Fehler er eingestanden hat. Wenn überhaupt dann nur Fehler wie das unterlassen der Zahlung einer Parkuhr. Das beeindruckt mich leider nicht so sehr.
Grüsse
rosarotes Spatzenhirn
P. S. Wie zahlreiche Beiträge beweisen, bist du nicht der einzige der glaubt, die Zeitumstellung sei ein Teufelswerk der Wirtschaft. Ich meine also bestimmt nicht nur dich.
Und danke für den Tip mit dem Biogas. Leider wird die Umsetzung dieser Idee am wirtschaftlichen Wachstum der Schweiz beitragen und könnte sogar einige Arbeitsplätze schaffen. Ich glaube also kaum, dass dies im Sinne und Interesse deiner politischen Haltung entspricht lieber Wachstumskritiker.
Die Nacht wird länger und es wird für meinen Geschmack einfach zu früh dunkel.
Ich wage sogar zu behaupten, dass die Zeitumstellung mehr Energie kostet als wenn es keine gäbe. Zwar wird im März die Uhr eine Stunde vorgestellt und dadurch eine Energiestunde gewonnen aber nur im Frühlingsenergiemodus. Diese Stunde wird aber im Oktober, durch die Rückstellung der Uhr wieder eingeholt und zwar im Winterenergiemodus! NORMALERWEISE ist es ja im Oktober kälter als im März und es muss mehr geheizt werden.
(Dieses Jahr ist eine Katastrophe und ich hoffe dass das die Ausnahme bleibt.)
Noch ein Tip: Fliegt nie während der Sommerzeitumstellung in ein Land dass sonst schon eine Stunde später ist. Ihr verliert dadurch zwei Ferienstunden.
Es ist erstaunlich wie viele Zeilen Du für das von Dir als belanglos bezeichnete Thema „Sommerzeit“ verschwendest…
Du willst über weniger Belangloses diskutieren? Wie wär’s dann zum Beispiel über den Tonfall in den heutigen politischen Diskussionen, wo u. a. Du in einer verallgemeinernden Art und Weise jede und jeden als „Spatzenhirn“ und „paranoid“ bezeichnest?
Würden alle anderen Blogger sich dieser nach Zürcher SVP anmutenden Manier ergeben, müssten wir Dir nun ein Ultimatum für den Austritt aus diesem Blog stellen. Wir wären damit aber keinen Deut besser als all anderen, die mit einem Ultimatum versuchen Andersdenkende auszuschliessen und die Meinungsvielfalt zu beschneiden.
Gerade weil das Thema SBB Cargo delikat ist, hat Herr Leuenberger wohl bewusst die Aufmerksamkeit aufs eher belanglose Thema Sommerzeit gelenkt. Schliesslich hätte er ja auch Anlass gehabt, das einjährige Bestehen dieses Blogs zu feiern, was jedoch aufgrund der besonderen Lage eher als taktlos goutiert worden wäre…
Freundliche Grüsse
Titus
P.S. Überleg’ Dir einmal was für eine Blechlawine wir in 10 Jahren ohne NEAT zu bewältigen hätte und was die Auswirkungen auf die CO2-Bilanz wären. Klingelt’s?
Man muss wohl nicht unbedingt SVP Mitglied sein, um solch eine Erfahrung zu machen.
Diese "Wegelagerer" wissen wohl nicht, wie "hohl" sie sind wenn sie sich auf dieser hohlen Gasse, bzw. Gesellschaftsstrasse oder dem Falkenweg
in der von ihnen beschriebenen Art rumtreiben.
Wie soll man dem begegnen?
Vielleicht würde ein geduldiges Gespräch etwas bringen, zumindest ein Gespräch mit zumindest einem Ansatz von Geduld.
Diese "Diskussion" sollte dann darauf hinauslaufen, diesen arroganten Provokateuren die Konsequenz nahezulegen eines solchen, von ihnen geschilderten Verhaltens.
Auf was läuft diese Konsequenz hinaus?
Auf Sippenhaft - Mitgehangen mitgefangen!
Alle werden sie in den selben Topf geworfen! Sämtliche "nicht akzentfrei" Deutsch sprechenden Bürger. Denn zu differenzieren, zu unterscheiden, geschweige denn fein zu unterscheiden, das muss noch erlernt werden. Lernen wir das etwa in der Schule?
Jedenfalls könnte man versuchen, diesen Strassenstreunern klarzumachen, wie sehr sie ihren Bekannten, Verwandten und sonstigen ausländischen Schicksalsgenossen schaden:
Die Vorurteile werden verfestigt, das Ausländer-Feindbild wird verhärtet, der "Jugo" wird mit diesem hohlen Verhalten von der Allgemeinheit identifiziert.
Dabei sind bei weitem nicht alle "Jugos" etc. so! Die meisten von ihnen gehen auf dem Trottoir - oder machen dem Volofahrer auf der Strasse Platz, wenn sie sich denn als Fussgänger auf der Strasse bewegen sollten.
Wie gesagt: Die Unterscheidungsfähigkeit leidet. Die SVP-ler werfen alle Ausländer in ein und den selben Topf. Die Ausländer fühlen sich deswegen provoziert, zumindest deren Kinder und Jugendliche, und werfen sämtliche Schweizer in ein und den selben Topf. Ihr Weltbild beschränkt sich und verengt sich, so wie sich das SVP Weltbild beschränkt und verengt.
P.S.
Kürzlich hat Herr Leuenberger so eine schöne Sanduhr hier abgebildet.
Diese scheint sich weder um Sommer- noch um Winterzeit zu kümmern.
http://jeanb@balcab.ch
Selber ist mir etwas Ähnliches wie Dir noch nicht passiert, habe dies aber schon beobachtet. Dabei geht es mir ähnlich wie Dir: Da keimen SVP-typische Gedanken auf…
Kürzlich habe ich von einer Studie gelesen, bei der es darum ging herauszufinden, ob die Kriminalität ausländischer Jugendliche in ihrem Heimatland gleich hoch sei wie in der Schweiz. Antwort: Nein. Angegebener, vermuteter Grund: Schweizer Jugendliche gehen in ihrer Freizeit eher einer sportlichen Aktivität nach währenddem ausländische Jugendliche in der Schweiz eher „herumhängen“ (leider habe ich keinen Link zu dieser Studie).
Ich meine, diese Vermutung trifft den Nagel ziemlich gut auf den Kopf. Die Frage ist nun: Warum schicken die ausländischen Eltern ihre Kinder nicht auch zum Fussball?
Ausländer kommen primär aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen in die Schweiz.
Beide Gründe widersprechen aus meiner Sicht dem Willen, sich zu integrieren, weil hinter beiden eine temporäre Absicht steckt: Man kommt in die Schweiz arbeiten, weil man im eigenen Land keine Arbeit findet oder man flieht aus politischen Gründen in die Schweiz, hofft aber in beiden Fällen, irgendwann wieder zurückkehren zu können.
Aus diesen Umständen heraus – man will ja nicht für immer in der Schweiz bleiben - überlegen sich wohl die wenigsten ausländischen Eltern, ob und wie sie ihre Kinder (und sich selbst) integrieren sollen. Somit stellt sich die Frage bezüglich Fussballmannschaft erst gar nicht (die Fussballmannschaft ist symbolisch für Freizeitaktivitäten mit anderen, auch Schweizer Jugendlichen zu verstehen). Zudem würde das Fussballspielen ja noch Geld kosten, das bei wirtschaftlichen Gründen nicht vorhanden ist…
Aber: Das Verhalten der ausländischen Jugendlichen nur auf deren Eltern abzuschieben wird der (Ur-)Sache wohl nicht ganz gerecht. Das Verhalten unserer Gesellschaft hat schliesslich auch Auswirkungen aufs Verhalten jedes Einzelnen.
Wenn es legitim erscheint, dass Parteipräsidenten Bundesratsmitgliedern Ultimaten stellen, sie als halbe Bundesräte oder gar als Blinddarm bezeichnen, dann darf ich das doch auch, oder? Du verstehst, worauf ich hinaus will: Es findet eine Zerflederung grundsätzlicher Benimm-Regeln statt, welche aus meiner Sicht unser friedliches Zusammenleben immer mehr gefährden.
Wie kannst Du Respekt von den drei Ausländern erwarten, indem sie Dir aus dem Weg gehen und noch ein „Äxgüsi“ nachschieben, wenn inzwischen selbst auf höchster politischer Ebene ein unflätiger Ton angeschlagen wird?
Die Betonung liegt im vorangegangenen Satz auf dem „inzwischen“. Denn neu ist es nicht, dass sich jeder selbst der nächste ist und keinen Respekt mehr gegenüber dem anderen entgegenzubringen hat. Heute schaut man Dich nicht schief an, wenn Du Deinen Platz im Bus nicht für eine ältere Dame frei machst, heute schaut man Dich bemitleidenswert an, WENN Du ihn frei machst.
In diesem Ich-bezogenen, selbst-bedienerischen, Geiz-ist-geil-Umfeld auf allen Ebenen, welches doch immer noch mehrheitlich von Schweizern geprägt ist, darf Dich dieses Verhalten der ausländischen Jugendlichen nicht verwundern. Was tun dagegen?
a) Dich nicht ärgern weil
b) ich glaube immer noch an eine höhere Gerechtigkeit (wenn nicht in diesem, dann halt im nächsten Leben)
c) solange weitermachen, wie Dir das Platz-im-Bus-freimachen oder das Ausweichen immer noch das Gefühl gibt, Gutes getan zu haben (oder Schlechtes verhindert zu haben).
Freundliche Grüsse
Titus
Vielen Dank, dass Sie dieses heikle Thema hier zur Sprache bringen.
Meine Meinung ist, dass die Art und Weise, wie jemand zu Menschen aus dem Ausland steht und wie er über sie denkt, nichts mit der Zugehörigkeit zu einer politischen Partei zu tun hat. Die Konflikte, die wir im Alltag mit Ausländern haben, sind doch meistens zwischenmenschliche Konflikte und nicht politische. Dies zu Ihrer Bemerkung, dass Sie nicht der SVP angehören.
Ich bin in den vergangenen Jahren nie verbal oder sonst wie angegriffen worden von Menschen ausländischer Herkunft. Das liegt vielleicht daran, dass ich eine nicht mehr ganz junge Frau bin. Dennoch habe ich manchmal ein Problem mit ausländischen Mitmenschen.
Viele schöne Plätze in der Umgebung, die vor ein paar Jahren meinem Bedürfnis nach Ruhe und Alleinsein noch entgegenkamen, werden heute von ganzen Sippen von Ausländern in Anspruch genommen. Obwohl ich manchmal mit Wehmut an die schönen stillen Momente, die ich dort verbracht habe, zurückdenke, muss ich mir sagen, dass diese Menschen genau wie ich das Recht haben, diese Plätze zu benutzen.
Etwas anders ist es, wenn Jugendliche (nicht nur ausländische) diese Plätze benutzen. Dann fühle ich mich durch das Laufen lassen lauter Musik und das Gegröhle an diesen sonst wunderbar stillen Orten extrem gestört. Wessen Bedürfnis hat Vorrang?
Immer wenn mein Sohn in Zürich Berufsschule hat, muss ich mich gegen die Angst wehren, ein frustrierter und aggressiver oder ein gelangweilter Jugendlicher könnte meinen Sohn angreifen, verletzen oder gar töten. (Ein Jugendlicher wurde im HB Zürich von einem anderen getötet, weil dieser ihm sein Handy nicht geben wollte.)
Zusammengefasst heisst das, ich fühle mich nicht mehr wohl, bzw. eingeschränkt, da wo ich lebe, und ich empfinde eine latente Bedrohung vor allem meines Sohnes durch ausländische Jugendliche. Durch die ausländische Menschen, die aus einem anderen Kulturkreis kommen und hier die Möglichkeiten der Ausübung ihrer kulturellen Eigenheiten fordern, empfinde ich mich und meinen eigenen kultureller Hintergrund bedroht.
Gute Erfahrungen machte ich in Situationen, wo z.B. einige oft ausländische Jugendliche zusammen waren und ich ein mulmiges Gefühl diesen gegenüber hatte, indem ich sie offen anschaute, freundlich grüsste oder nach etwas fragte.
Ich glaube, dass viele Menschen aus dem Ausland die Stimmung spüren, die ihnen gegenüber herrscht. Viele erleben auch offene Ablehnung. Ausländische SchülerInnen hören fast immer irgendwann, dass sie Ausländer, Fremde sind und nicht willkommen.
Wenn es mir gelingt, diesen Menschen unvoreingenommen und freundlich entgegenzutreten und in Kontakt zu treten, spreche ich auch die unvoreingenommene und freundliche Seite in diesen Menschen an. Davon bin ich überzeugt. Aber es ist nicht einfach, und die zugrunde liegenden Probleme sind damit nicht gelöst.
Deshalb der Aufruf an jene, die sich beklagen, dass hier im Blog über Unwichtiges diskutiert wird: was habt ihr für Erfahrungen mit ausländischen Mitmenschen? Was sind eurer Ansicht nach die Grundprobleme. Wie könnten diese konstruktiv angegangen werden, so dass alle gewinnen?
danke sehr für Eure Antworten. Die Idee, eine geduldige Diskussion zu starten, gewissermassen die Jugendlichen zu erziehen, ist mir auch schon durch den Kopf gegagen. Leider musste ich schon mehrmals als Beobachter feststellen, dass vor allem die Gruppendynamik der Jugendlichen sie für solche Gespräche völlig unnahbar macht. Sie werden von ihren eigenen Kameraden ausgelacht, würden sie zuhören.
Das Thema mit der Sippenhaft - hmm - ich denke, dass es eine sehr gute Chance gibt, dass der Erwachsene als Täter da steht und die Jugendlichen als Opfer - keine Sippenhaft aber Gefängnis für den Erwachsenen wegen Nötigung oder gar Schändung usw... ein gesellschaftliches Todesurteil.
Die Analyse von Titus, in der viele ausländische Eltern vor allem aus wirtschaftlichen Gründen temporär hier sind, kann ich sehr gut nachvollziehen. Das erklärt vieles. Die wollen einfach nur Geld machen und dann wieder ab nach Hause. Und nach mir die Sinnflut. Was für einen gesellschatlichen Schaden sie dabei hinterlassen und ihre Kulturgenossen zum Sündenbock machen, ist ihnen egal. Sie haben schliesslich die Absicht möglichst bald mit möglichst vollen Taschen in ihre Heimat zurückzukehren.
Liza, auch ich kenne junge Leute, die schon Jacken, Schuhe und vor allem Telefone, Discman usw. "spenden" durften. Das Interessante daran ist, dass das oft nachträgliche Gespräch zwischen den Eltern der beiden involvierten Jugendlichen auf ein Aussage-gegen-Aussage Spiel hinausläuft. Und so lernen die aggressiven Jugendlichen, dass ihr Verhalten belohnt wird - sie fühlen sich bestätigt. Die geraubte Wahre kommt in den aller seltensten Fällen wieder hervor.
Ich bin der Meinung, dass Kinder und auch Jugendliche nicht in so grosser Anzahl schlecht zur Welt kommen. Nein. Ich denke, sie WERDEN schlecht - unter anderem dadurch, dass man sie nicht führt, dass man ihnen alles durchgehen lässt und im schlimmsten Falls wie hier - sie sogar noch bestätigt. Dennoch, unterm Strich sind die wirklich Verantwortlichen die Eltern der Kinder und Jugendlichen. Denn sie haben ihre erzieherischen Pflichten sträflich vernachlässigt.
Die Analyse mit dem Fussball und dem Rumhängen kann ich ebenfalls sehr gut nachvollziehen. Es entspricht auch meiner, bestimmt stark subjektiven, Beobachtung.
Wie wärs damit: Falls die Schuld eines jugendlichen Straftäters nachgewiesen ist, wird als Strafe der Familienname des Täters öffentlichen an der Pranger geschrieben für z.B. 4 Wochen. So können alle sehen, wer die Eltern dieses Bengels sind. Das würde bestimmt nützen, denn dann kämen die Eltern schnell aus ihrer Ignoranzkiste herausgekrochen. Was haltet Ihr davon?
Die Aggressivität wie Sie sie beschrieben haben, ist tatsächlich ein Problem. Ich, 18, habe dies auch schon miterlebt. Leider. Was mir besonders auffällt - Kleider machen eben doch Leute - ist, dass viele dieser Personen, mit welchen ich negative Erfahrungen gemacht habe, HipHop hören. Vornehmlich von der Sorte "Ich bin hart und habe keine Ausbildung, aber ich bin der König der Strasse (durch Gewalt)."
Und lange, meinte ich auch, naja, man wird nur "angemacht", wenn man selber aggressiv ist. Dem ist nicht so. Und leider leiten Zusammenstösse dazu, extremere Positionen einzunehmen.
Schade sind immer mehr Ausgangsmöglichkeiten nur noch unbeschwert zu geniessen, wenn genug Türsteher und scharfe Kontrollen vorhanden sind.
http://jeanb@balcab.ch
Giù le mani dell' call-center di Friburgo
....wenn Herr AB Dr.Ch.Blocher...ähm... richtig lag in der Frage der ...ähm..Stundenverschiebung, darf man...ähm...früher oder später seine ...ähm...Empfehlungen über andere ...ähm...Ansichten welche dem...ähm...Mainstream nicht entsprechen natürlich mit etwas....ähm... Verspätung auch aufarbeiten.
...ähm...ich sehe, die...äh... Gedanken finden sich in...ähm...Erfahrung und möchten zurück ins Mittelalter...
...mmmhhhh...!
....ähm...kommt jetzt bald die..ähm... Einheitspartei?
Ich wünsche allen...äh... Genossen und ganz besonders der hyperaktiven...ähm... Genossin eine schöne Woche...mit wenig...ähm...Ärger.
Mr.Toe ;-)
http://jobij.net
Also ich habe einen ganz persönlichen Grund weshalb ich schon immer für die Sommerzeit war. Aber es ist mir nach wie vor wichtig.
Als Kind schon habe ich es draussen bis zu den letzten Sonnestrahlen genossen spielen zu können. Leider war oft recht früh Dunkel. Im Sommer durften wir länger draussen bleiben, weil es noch hell war.
Als dann die Sommerzeit kam, war ich schon fast 20 Jahre alt. Aber ich genoss es. Nun konnte ich in der Abendsonne irgendetwas tun.
Für mich ist der Abend quasi länger, und das geniesse ich jedes Sommerzeitjahr aufs neue und hoffe, dass es dies noch lange so bleibe.
Es ist nciht das gleiche, einfach früher aufzustehen und früher ins Bett, also eine persönliche Verschiebung der Zeit. Der gnaze Ryhtmus rings herum ist anders: Die SF1 Nachrichten sind früher, das Nachtessen, bzw. wann die Restaurants kochen. Der Spätspielfilm, der Anruf der bekannten. Der Vereinsevent beginnt früher.
und nicht zuletzt ist der Feierabend noch mit nachmittäglicher Sonne, als sei der Tag erst so halb rum.
All das würde ich verlieren, und ich glaube nicht nur ich.
Viele Beiträge hier sagen unisono: "Abschaffen der Sommerzeit", "Bringt keine Energieeinsparung" oder sogar einer: "Dieses Thema gehört nicht hierhin, ist nur Ablenkung vom Tessin-Krieg".
Also mal ganz logisch: Wann geniessen wir den Familienabend? Wann schmeissen wir den Grill an? Wann schwofen wir am Balkontisch? Doch nicht morgens um 5 Uhr, sondern am Abend. Und da haben wir eben darum eine Stunde länger hell und müssen erst eine Stunde später das Licht einschalten!
«Leider» gibt's dazu keine klaren Studien - aber für mich ist klar: Abschaffen der WINTERZEIT! Was bringt uns die???
Zur Meinung "gehört nicht hierher...": Wieso nicht? Thema Tessin betrifft ein paar hundert. Ich verlor auch schon zwei Mal wegen 'Umstrukturierung' die Stelle. Und Streik war in der Schweiz früher verboten.
Aber die Sommerzeit (bzw. Winterzeit) betrifft uns doch alle!
@Thomas Urseler / 2008-04-05 / "ES REICHT!!!!!!!!!":
Ja, kenne ich auch. Zwei meiner Kollegen wurden schon überfallen und des Portmonnais entraubt. Keine Anzeige, bringt ja eh nichts.
Ist wohl einfach so. Wehren darf man sich ja nicht.
Gruss, huwi, Emmen LU!
PS: Bei aller Ehre - Bundesrat möcht ich in diesen Zeiten nicht sein! - Meine Hochachtung, Herr Leuenberger
Hallo allerseits
Aufgrund der Kommentare von M.K., huwi und Liza wird mir bewusst, dass wir wohl unterscheiden müssen zwischen anpöbeln/anecken/provozieren und (klein)kriminellem Handeln: Den Weg versperren oder zu laut Musik hören gehört für mich zur ersten Kategorie, jemanden zu beklauen (in der Regel unter Bedrohung) zur zweiten.
Eine Unterscheidung erscheint insofern wichtig, als dass das Provozieren praktisch immer durch eine Gruppe geschieht, in welcher aus meiner Sicht jeder Einzelne eine eher unsichere Persönlichkeit hat. Nur gemeinsam ist man stark. Mit einer unerwarteten, verblüffenden, überraschendem oder verwirrendem Handlung wirst Du sie vermutlich ziemlich verunsichern können (Du hältst z. B. mit Deinem Velo an und fragst auf englisch nach dem Weg, sodass Du quasi nicht verstanden haben willst, was sie Dir vorher beleidigend zugerufen haben und womit ihre Provokation für nichts war). Eine relativ harmlose Sache mit einigen Jugendlichen, welche mit dem Schnellzug durch die Kinderstube gerast sind.
Wer zur zweiten Kategorie gehört, dürfte wohl nicht so unsicher sein. Je weniger dabei sind, desto sicherer fühlt sich der Aggressor (und umso weniger muss er mit anderen seine „Beute“ teilen). Hier sind „Verunsicherungsexperimente“ nicht angebracht.
Gemäss Aussage des neuen SP-Präsidenten in der 10-vor-10-Sendung vom 07.04.2007 will auch die SP die „Öffentliche Sicherheit“ zu einem Thema im 2008 machen. Na dann schauen wir mal, wie man die (erzieherischen?) Versäumnisse der vergangenen Jahre nachholen will…
Freundliche Grüsse
Titus
P.S. Man möge uns diese vom eigentlichen Blog-Thema abweichende Diskussion verzeihen.
Schafft die Winterzeit ab heisst nicht Sommerzeit abschaffen wo Herr Blocher auch dagegen war. Bereits ‚Facts’ ist auf die „falsche Spur“ gelockt worden.
http://facts.ch/articles/686729-schafft-die-winterzeit-ab
Es gibt nur die Sommerzeit und keine Winterzeit. „Winterzeit abschaffen“ muss also im politischen Sinne gemeint gewesen sein.
Aufwachen liebe Blogger. Der Beitrag von BR Leuenberger lässt es zwar offen zu spekulieren. Ich spekuliere aber dass die Einigkeit mit „Blocher Partei“ und einigen ‚Grünen’ und Umweltschützern in dieser Frage darauf verweisen sollte dass die „politische Winterzeit“, so wie sie derzeit zwischen den Parteien sichtbar ist, dem Lande schadet.
Sollte es nicht so gewesen sein, dann würde ich dennoch bei dieser Interpretation bleiben, auch wenn das Leuenberger dementieren sollte.
In dem Sinne als sich die Diskussion um die Sommerzeit im Blog verselbständigt hat, wünsche ich allen noch immer einen schönen ersten April.
http://jeanb@balcab.ch
Führt die Frühlingszeit ein!
Was meinen sie mit auf die falsche Spur gelockt worden zu sein? Sollte das ihrer Meinung nach ein Aprilscherz von Herr Leuenberger gewesen sein?
Die meisten Blogger finden diese Idee von einer Einheitszeit gut. Und man kann davon ausgehen, dass die Blogger die Durchschnittsmeinung des Volkes vertreten (Freidenker miteinberechnet). Also werden sich auch die grosse Mehrheit des Volkes, eine Einheitzeit wünschen. Aber die einen meinen es müsse die Sommerzeit abgeschafft werden und die anderen meinen die Winterzeit. Und wenn es zu einem Konsens kommen würde, wie schon von Wachstumskritiker vorgeschlagen, im Herbst nur noch eine halbe Stunde zurück und dann für immer so lassen, könnten sich die Leute wahrscheinlich nicht einigen wie denn die neue Zeit genannt werden sollte, jetzt nun Frühlings oder Herbstzeit?
Aber solange kein Politiker sich für eine Einheitszeit einsetzt und keine Partei eine Volksinitiative für eine Einheitszeit startet, solange Frau Schlumpf von der eigenen Partei gemoppt wird, eventuell nur, weil sie die erste Bündesrätin in der Svp ist. Solange Menschenrechte in Tibet von China mit Füssen getreten werden und solange das Wetter nicht endlich auf Frühlingszeit umschaltet. Bleibt uns die Winterzeit im politischen Sinne sowie im jahreszeitlichen Sinne nicht erspart.
http://www.vogt-net.de/zeit.htm
1. Glaube ich nicht, dass die Äusserung von Herrn Leuenberger betreffend Sommerzeit als Aprilscherz oder im übertragenen Sinne zu verstehen ist.
2. Gibt es offiziell keine „Winterzeit“. Es gibt nur die Normalzeit und die Sommerzeit. Zitat: (http://de.wikipedia.org/wiki/Sommerzeit) Der offizielle Ausdruck für die umgangssprachliche Winterzeit lautet Normalzeit. Denn nur die Sommerzeit stellt mit ihrer Verschiebung zur „normalen Zeit“ eine Besonderheit dar … Zitat Ende.
3. Die Zeitmessung richtet sich nach dem Sonnenstand. Zitat: (http://de.wikipedia.org/wiki/Uhrzeit) Traditionell wird die Uhrzeit in Bezug auf den Sonnenstand gemessen. Der höchste Stand der Sonne (Mittag) ist eindeutig festgelegt und dient als Referenzmaß. Zitat Ende.
Meine Meinung ist, dass bei der Zeitmessung persönliche Vorlieben/Abneigungen, politische oder wirtschaftliche Interessen nichts zu suchen haben. Die Zeitmessung hat den Zweck, sich im Tageslauf orientieren zu können. Mittag bedeutet die Mitte des Tages, bzw. den höchste Stand der Sonne. Die genaue Zeitmessung ist kompliziert genug (http://www.vogt-net.de/zeit.htm). Wir sollten, ganz allgemein betrachtet, nicht durch willkürliches Abweichen die Referenzpunkte (hier z.B. die Sonne) aus den Augen verlieren. Denn sie bestimmen den Rhythmus des Lebens.
Aus demselben Grunde wäre es sinnvoll, im Winterhalbjahr, das gemäss den Naturgesetzen Ruhe- und Regenerationszeit ist, auch die Schul- und Arbeitszeiten entsprechend anzupassen. Ob wir es wissen oder nicht, ob wir es wahr haben oder nicht, der Mensch ist den Gesetzen der Natur ebenso unterworfen wie alle Kreatur auf diesem Planeten. Wassermangel, Nahrungsmangel und Rohstoffmangel, wie sie sich immer deutlicher manifestieren, sind Zeichen missachteter Naturgesetze und weisen auf unsere Abhängigkeit von ihnen hin.
Sehr geehrter Herr Bundesrat Leuenberger
Für Blog-Kommentare scheinen die gleichen Mechanismen wie bei Leserbriefen zu gelten: Kritisiert und „gemotzt“ wird schnell und oft. Gelobt höchst selten. Als parteiloser KMU-Inhaber warte ich seit drei Wochen täglich darauf, dass irgendein/e SP-Blogger/in Ihre unschätzbaren Verdienste würdigt zur konstruktiven Beilegung des Tessiner Volksaufstandes, der durch den SBB-Cargo-Konflikt auslöst wurde.
Bisher warte ich vergebens. Offensichtlich scheint Lob innerhalb der SP verpönt. Oder wirkt vielleicht Kritik parteikarierefördernder? Schade und seltsam wäre beides: In der Wirtschaft werden auf lange Sicht meist jene Eigentümer, Aktionäre und Manager abgestraft, die ihre Mitarbeiter/innen und Kollegen zu wenig loben. So legen sie nämlich den Grundstein für ein schlechtes Betriebsklima. Bei Parteien und in der Politik scheinen im gegenseitigen Umgang miteinander andere Gesetze zu gelten.
ECO DI CAMEDO
Sehr geehrter Herr Bundesrat Leuenberger
Meine Gratulation für Ihr souveräne und staatsmännische Lösung des Tessiner Volksaustandes gilt natürlich unverändert!
Der hofnarrigste Blogger in der Schweiz, Klaus J. Stöhlker, erinnerte mich mit seinem unten zitierten Kommentar aber daran, dass ich folgendes Zitat von Bert Brecht vergessen hatte: „Cäsar gewann den Gallischen Krieg. Hatte er nicht wenigstens einen Koch dabei?“
Kommentar von Klaus J. Stoehlker am 21. April 2008 um 10:50 in seinem Weblog http://www.stoehlker.ch/weblog :
<<
Moritz Leuenbergers Generalsekretär Hans Werder ist einer der eigentlichen Helden im Bundeshaus. Sein offener Blick, die Harmonie seines Ausdrucks, machen deutlich, dass es sich um eine Persönlichkeit handelt, die grösste Spannungen elegant zu lösen weiss. Die strengen Falten zwischen den Augenbrauen zeigen, dass er von den Sachgeschäften gezeichnet ist, aber das zögerliche Lächeln, welches er gelegentlich zu schenken weiss, macht die Kraft deutlich, die ihn trägt. Diesen Chefbeamten, wie auch Michael Ambühl vom EDA einer ist, gehört mein ganzes Vertrauen als Staatsbürger. Sie sind für mich die eigentlichen Träger des Staates, die sich mit einem zerrissenen Volk ebenso abfinden müssen wie mit Politikern oft fragwürdiger Qualität, welche die Vertreter des Volks in höchste Positionen wählen, denen sie oft nicht gewachsen sind. Hans Werder ist der “backbone” von Moritz Leuenberger, der als exzentrischer Schöngeist die urbane Minderheit des Landes fasziniert. Während Werder ein kluges und handelndes Wesen verkörpert, ist sein Chef Moritz der “Schein der Politik”, nicht anders als Michael Ambühl, der an der Substanz unserer Aussenpolitik wirkt, während seine Chefin ihre erratischen Eskapaden absolviert.>>>
ECO DI CAMEDO
http://www.facebook.com/#/group.php?gid
Nach dieser Umstellung habe ich mir auch wieder Gedanken gemacht. Nun ist es wieder hell, wann ich aufstehe und dunkel, wann ich vom Arbeiten nach Hause komm. Das kann nicht gesund sein. 4 Todesfälle habe ich bei Bekannten miterlebt. Der Winter ist wieder da.
Meine Schwester hat Mühe, die Kinder daran zu gewöhnen, dass sie jetzt eine Stunde später zu Mittag essen müssen. Ich verstehe die Vorteile von der Winterzeit nicht.
Ich bin gegen eine Zeitumstellung, aber ich bin auch gegen die Abschaffung der Sommerzeit. Warum nicht die Winterzeit? Ist es doch wahr, dass wir mehr von der Sonne am Abend als diese am Morgen haben?
Wer auch alles dafür ist, soll doch bei der Facebookgruppe beitreten. Wer weiss, vielleicht gibt es ja mal wieder eine neue Initiative gegen die Winterzeit aber. Vielleicht hat ja diese eine Chance.
http://www.facebook.com/#/group.php?gid=194841727152
LG
Didi