Mehr Demokratie
[Version française: Davantage de démocratie]

Bild: freefoto.com
Die Empörung über die Finanzkrise hat zu einer eindeutigen Verschärfung des Tonfalls in einigen Kommentaren geführt. Es strotzt nur so von persönlichen Angriffen. Das belastet die anderen Kommentatorinnen und Kommentatoren, die hier eine ernsthafte und sachliche Diskussion suchen. Auch die vielen Leser, die selber nicht kommentieren, werden belastet. Ich habe den Webmaster beauftragt, diesen Schlagabtausch zu stoppen und die gehässigsten Kommentare künftig nicht mehr zuzulassen. Es ist eben doch ein wenig wie im Sääli des Leuen: Wenn der Tonfall allzu gereizt wird, und wenn ein Redner ausfällig wird, greift der Diskussionleiter ein und unterbricht. Das muss ich leider künftig tun, um den Sinn meines Blogs zu wahren, nämlich eine Kommunikation zu pflegen. Kommunikation heisst Gemeinsamkeit.
In diesem Sinne gehe ich über zu meinem nächsten inhaltlichen Beitrag:
Alle empören sich nun über die Boni und die Banker, auch die, die sie vorher mehr oder weniger heimlich bewunderten.
Die Bankeninitiative von 1977, die unter anderem den Schutz der Kleinsparer, die Entflechtung des Finanzsektors von der übrigen Wirtschaft, Eingriffsbefugnisse des Bundes und die Beschränkung des Bankgeheimnis anstrebte, scheiterte auch an der Angst vieler Kleinsparer, ihr Sparbuch nicht mehr vor den Steuerbehörden verstecken zu können. Heimliche Träume, dereinst auch zu den ganz grossen Profiteuren zu gehören, haben vieles verhindert: Die Initiativen für ein soziales Bodenrecht sind am Traum vom Eigenheim gescheitert, geträumt von Leuten, die nie den Hauch einer Chance dazu hatten. Wie viele haben sich gerne verschuldet, mit dem einzigen Ziel, den Betrag, den sie willig für Hypozinsen an die Banken oder Prämien an die Versicherungen ausgaben, bei den Steuern einzusparen, welche sie sonst dem bösen Staat hätten zahlen müssen. Und wie viele haben doch heimlich die grossen Finanzjongleure bewundert und sind zu Hunderten an Aufklärungsvorträge von Martin Ebner gepilgert, der auf durchsichtigen Folien und mit komplizierten Graphiken erklärte, wie jeder zum Multimillionär werden könne.
Nun distanzieren sich plötzlich alle. Der Präsident der FDP betont, Marcel Ospel sei gar nicht so nah an der FDP gewesen, wie man meine; er sei näher bei der SVP gewesen. Es interessiert mich eigentlich nicht sonderlich, ob Herr Ospel jetzt im Grunde seines Herzens „mehr FDP oder mehr SVP“ gewesen ist, sondern, wie viel Geld die Parteien von den Grossbanken erhalten haben und weiterhin erhalten und welche Bedingungen damit verbunden sind.
Wenn nämlich das Verhalten der einflussreichen Parteien in unserem Land und damit unsere Finanzpolitik nach dem Zuckerbrot der Grossbanken gesteuert würden, müssten wir uns nicht wundern, wenn andernorts nach der Peitsche gegen unsere Politik gerufen wird – so deplaziert der Ausdruck auch ist.
Gewiss freue ich mich, dass nach Jahren der Marktideologie viele wieder zurück finden zum Primat der Politik. Aber das darf nicht einfach „mehr Staat“ heissen, sondern „mehr Demokratie“.
Ich stelle nämlich in der gegenwärtigen Diskussion eine merkwürdige Bewunderung fest zugunsten von Staaten wie Singapur, Südkorea oder Ölscheichtümern, wo ein Chef oder ein Clan autoritär entscheiden kann und wo nicht die ach so mühsame Demokratie hinderlich ist.
Schon sehen wir wieder die uneingeschränkte Bewunderung des glänzenden Goldes.
So wie vorher angesichts des schnellen Geldes die deregulierte US-Wirtschaft Vorbild war, so sind es jetzt plötzlich wirtschaftlich erfolgreiche Staaten, die aber Menschenrechte und Demokratie auf das Gröbste vernachlässigen.
Die Finanzkrise ist auch eine Krise des Verhältnisses zwischen Demokratie und Wirtschaft.
Im Parlament sitzen kaum mehr Unternehmer und die Manager, welche unsere Firmen führen, haben für unser Milizsystem kein müdes Lächeln übrig, weil sie es nämlich gar nicht kennen. Gewiss bestand früher die Gefahr des Filz’, aber es gab doch wenigstens noch Sinn für demokratische Prozesse, für Verhältnismässigkeit und Ausgewogenheit.
Jede Gesellschaft, auch die Weltgemeinschaft, kann nur überleben, wenn all ihre Kräfte in einem inneren Gleichgewicht stehen und wenn nicht eine Kraft zur Masslosigkeit wächst. Die Krise sollte daher für die Stärkung der Demokratie und für die Arbeit an internationalen Regeln für den globalisierten Markt genutzt werden.
Bis bald
Moritz Leuenberger



103 Kommentare
Wenn es so einfach wäre! Tatsächlich ist die Demokratie, im speziellen die direkte Demokratie sehr wichtig für ein
Gleichgewicht der Kräfte. Und genau so funktioniert auch die Marktwirtschaft. Mit meinen Banknötchen oder Münzen stimme ich bei jedem Einkauf ab, was produziert werden soll und was nicht. Mein Konsum ist eine Abstimmung! - Da gibts keine Nomenklatura, die vorschreibt, was ich zu kaufen habe. Das ist MARKT mit FREIER WAHL. Und wenn das Aktienrecht endlich so verändert wird wie notabene BR C. Blocher dies schon vor der Finanzkrise vorgelegt hat - nämlich mit echten Abstimmungsmöglichkeiten für Aktionäre, dann hätten wir diese BONI-Exzesse im Griff. Und wie CH.Blocher schon vor 12 Jahren - als das ABB-Turbinengeschäft durch Hr. Barnevick verkauft wurde - öffentlich sagte: ein Verkauf von einer Firma darf keinen BONUS generieren - nur eine langfristige Erhaltung einer Firma ist bonuswürdig! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Ich nehme an, sie stimmen mit mir überein. Ich wünsche Ihnen grosse demokratische Toleranz!
Hedi Bussmann
Ihre Sorge vor einem zunehmend härteren Tonfall in der Diskussion muss ich teilen. Als ich hier zu schreiben begann, so war dies noch nicht in diesem Ausmass zu beobachten.
In vielen Blog muss man sich zuerst registrieren, bevor man Beiträge schreiben darf. Ich schlage vor eine solche Registrierung auch hier vorzunehmen. Und zwar so dass jeder Blogger dem Administrator mit vollem Namen und dessen Adresse bekannt sein muss.
Ich muss leider beobachten das nicht anonym schreibende Benutzer wie ich zunehmend benachteiligt sind. Das kommt daher dass offenbar das Internet als Ressource verwendet wird um offenbar über google Ergebnisse zum Beispiel Verleumdungen, Verschwörungstheorien und Angriffe gegen die persönliche Integrität von Benutzern mit vollem Namen zu starten. Dies geschieht aus der Deckung der Anonymität heraus.
Jaja... das Internet ist eben auch eine böse Welt, nun eben ist dies auch hier angekommen.
Ihre Ansichten über die so genannten Wendehälse teile ich vollkommen. Gerade noch verteidigte die FDP die Vorteile des freien Marktes und drängte auf Deregulierung. Hohe Manager Löhne wurden aus dieser Richtung verteidigt.
Die Teile des Finanzsystems, welche uns den ganzen Ärger eingebrockt haben, nämlich die Börsenspekulation und die Empfehlung selbst das private Geld zur Altersvorsorge im Spekulationsmarkt anzulegen, wurde von der FDP selten hinterfragt (Ich kann mich nicht erinnern).
Nun kreieren diese Wendehälse Neuwort Schöpfungen wie "Blospeln" und versuchen im wilden Spagat vom Neoliberalen Wiederkäuer zum liberalen Politiker anno 1720 zu mutieren. Ich denke sie wollen sich nur in Deckung bringen um dann, sobald die Krise vom Staat auskuriert wurde, dieselben Forderungen zu stellen wie sie dies bereits bisher getan hatten.
Aus Priestern der freien Marktwirtschaft werden besorgte Liberale alter Schule, die es schon immer gewusst haben. Nun könnte ich zwar aufatmen und mir sagen, dass diese Leute wenigstens etwas bemerkt haben und eine Wende vollziehen. Doch bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die die Kritik an den Boni Systemen der Wirtschaft nur als Versuch unter anderem Namen schliesslich dieselben Lohnsummen für Manager sicher zu stellen. Das Finanzsystem soll zu einem derart reformiert werden, dass die Spekulationsgeschäfte mit demselben Risiko weiter rollen können. Dass aber jeder sFr. Vor dieser Krise mehr als 10 virtuelle sFr. via Kreditsystemen generiert hatte, an solchen Missbildungen des Kredit und Bankenwesens stossen sich die FDP Leute kaum. Warum gibt es Leute welche das Schneeballsystem als Gesetzeswidrig betrachten, jedoch denselben Aufbau von virtuellem Vermögen via Börsengeschäfte wie Löwen ihre Beute verteidigen? Das Schneeballprinzip funktioniert, solange viele daran glauben und die Wirtschaft wächst.
Nun stellt sich aber heraus, dass bei der Realwirtschaft Produkte bestellt wurden mit virtuellem Kapital, mit Kredit von Kredit von Kredit von Kredit von Kredit… , dass über Börsengeschäfte noch weiter im virtuellen Wert aufgeblasen wurde. Solange die Wirtschaft wächst, da mag es aufgehen....
Wer bezahlt denn aber in der Folge diese Produkte in Zukunft, wenn schlussendlich anstelle 100 Fr. vielleicht nur real 10 Fr. wirklich vorhanden und erarbeitet worden sind? Der 'heilige Geist' Staat?
http://www.scienceblogs.de/zoonpolitiko
Ich frage mich tatsächlich, ob die ganze Diskussion um Boni nicht gerade ein Zeichen von zu viel Demokratie ist. Stossend oder nicht, die Frage wird uns nicht aus der Krise helfen und diese hat auch nicht ihren Ursprung in ungerechtfertigten Bonuszahlungen. Die Frage eignet sich hingegen ausgezeichnet um Politik zu machen. Neid, Missgunst, ein Gefühl zu kurz gekommen zu sein, all das kann so wunderbar bedient werden, anstatt sich den Problemen und deren Ursachen anzunehmen.
Dies soll keine Kritik an obigen Post sein, sondern mehr ein Denkanstoss. Mehr Demokratie ist nicht immer besser. Wie im Post treffend geschrieben, braucht es wohl auch da ein Gleichgewicht.
"Jede Gesellschaft, auch die Weltgemeinschaft, kann nur überleben, wenn all ihre Kräfte in einem inneren Gleichgewicht stehen und wenn nicht eine Kraft zur Masslosigkeit wächst."
Wie ist das denn mit dem Flughafen Zürich? Der wächst dank ihnen grenzenlos und verletzt dabei gleich reihenweise Gesetzte. Von inneren Gleichgewicht der Kräfte keine Spur, nur von der Macht des Stärkeren. Machen Sie einen Satz mit "eigenen" "Haustür" und "kehren". Zuerst mal die lokalen Probleme lösen, dann dann die Welt retten.
http://www.henusodeblog.blogspot.com
ihre bemerkung, dass wir alle irgendwie an diesem wahnsinn mitgemacht haben und in weiten teilen immer noch mitmachen, sehe ich genau so.
die finanzkrise ist v.a. eine krise der moral und der ethik.
Für den Auftrag an den Webmaster bin ich dankbar. Mehr später
Sie beschimpfen wieder einmal die bösen Amis, welche als Vorbild der deregulierten Wirtschaft dienen.
Nun, ich habe meine Mühe mit diesem Wort: Deregulierung.
Viel setzten Deregulierung mit Anarchie gleich und dies vorsätzlich wie mir scheint. So auch ihre Linken Parteigenossen und Sie selbst. Ja man verwendet dies fast wie ein Schimpfwort.
Deregulierung in der Wirtschaft heisst für mich:
- Prozesse und Abläufe zwischen Staat und Wirtschaft vereinfachen und damit EFFIZIENTER, KOSTENGÜNSTIGER und RESSOURCENSCHONENDER zu gestalten.
- Gesetzliche Hürden abbauen, welche einzig dazu dienen einigen wenigen Marktteilnehmer einen Vorteil zu verschaffen.
- Den Gesetzesdschungel zu straffen und vereinheitlichen, um mehr Gleichgewicht im Markt zu bekommen. Heute scheint es mir nämlich so, wer die besten Anwälte anstellt, profitiert auch am meisten von Gesetzeslücken und ist damit der Konkurrenz überlegen.
- Abkommen mit Handelspartnern zu treffen um den Import und Export von Gütern zu vereinfachen und verbilligen.
- usw.
Es heisst aber auch Märkte entweder vollständig und für alle zu liberalisieren, oder aber gar nicht.
Das diese in Mode gekommene Teilliberalisierung, zu Gunsten alteingesessener Monopolisten, nicht funktioniert zeigen die Beispiele aus Telekom, Post, Strommarkt (aktuell) usw. Leider wird nur zu oft Marktversagen als Ursache diagnostiziert, statt der wahren Gründe.
Übrigens, man kann auch für Staatsbetriebe deregulieren und diese effizienter gestallten.
Deregulierung ist also das Gegenteil von Anarchie und Chaos - nämlich straff, rationell und effizient organisiert zu sein.
Deregulierung aber jetzt gleichzusetzen mit Abzocker- Managern, Finanzkrise und all den anderen marktwirtschaftlichen 'Problemen' ist m. E. REINE POLEMIK, da die Krise nicht durch Deregulierung entstanden ist, sondern durch falsche Anreize, welche unteranderem von der POLITIK geschaffen wurden.
Dies ist nun schon der zweite Artikel in Folge, in dem Sie versuchen die Amis und ihr Modell als 'Wurzel allen Übels' vorzustellen. Mir ist natürlich schon klar, dass der grösste Feind des Sozialisten nach wie vor auf der anderen Seite des Atlantiks wohnt.
Aber sollte man nicht trotzdem zuerst sich selbst und die Schweiz an der Nase nehmen, bevor man grossartig über andere herzieht und ständig versucht die eigene Ideologie als 'Primat der Politik' zu verkaufen?
Und soviel die Amis auch falsch gemacht haben (nicht nur bezüglich Finanzkrise), muss man ihnen doch einfach zugestehen, dass sich ihr Modell bisher immer schneller von Krisen erholt hat, als z. B. das Europäische.
Man kann ihnen auch nicht aberkennen, dass sie die meisten und wichtigsten Nobelpreisträger der vergangenen Jahrzehnte hervorgebracht haben (nicht nur im Bereich Wirtschaft!).
Die Anglizismen in unserer alltäglichen Sprache verraten uns nicht nur die Übermacht der USA in Medizin, Technik und Wirtschaft, sondern in nahezu allen Bereichen. Ja selbst in Kunst, Kultur und in Sachen Gesellschaft, Demokratie, Sozialwesen, Klimaforschung etc. bringt dieses Land namhafte, weltweit renomierte Persönlichkeiten hervor wie kein anderes Land (angesichts der Bevölkerungszahlen fast eine Schande für uns Europäer).
Das von dort auch sehr viel 'Schrott' kommt, ist deshalb eigentlich nur verständlich. Aber man muss ja nicht gleich alles adaptieren.
Übrigens, ist es euch Sozialisten noch nie aufgefallen, dass ihr es Herrn Ebner gleich tut? Ständig predigt ihr vom weltweiten Wohlstand für alle.
Grüsse
Mr. Pink
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/
bei den Boni und Löhnen geht es letztlich auch darum, dass die Banken ihre enormen Personalkosten reduzieren um selbst wieder profitabel zu werden. Neid hin oder her: Wenn die Banken ihre massiven Personalkosten durch absurd-hohe-Boni trotz massiven Verlusten reduzieren, wird das zwangsläufig ihren Schritt aus der Krise beschleunigen.
Knapp 300'000 Franken Durchschnittslohn pro UBS-Mitarbeiter ist zweifellos zuviel bei einem Konzernverlust und einer 68 Milliarden Franken teuren Staatsspritze.
Es geht doch eigentlich darum:
Hätte der Staat (also das Schweizer Volk) der UBS nie geholfen, so könnten uns diese Löhne und Bohi- Zahlungen egal sein. Es wäre ja nicht unser Geld, welches flöten gegangen wäre.
Durch die erzwungene staatliche Unterstützung wurde dieses 'Problem' nun durch die Politik personalisiert, wenn ich das so nennen darf.
Es ist nicht mehr das Problem der Unternehmung für angemessene Löhne zu sorgen, sondern nun des Volkes und damit der Politiker, welche sich nun mit dem Staatseingriff verpflichtet fühlen. Und das ist völlig daneben.
Denn jetzt wird plötzlich über Boni- Zahlungen diskutiert und die Politik versucht nun da anzusetzen um Wähler zu generieren, statt sich um die eigentlichen Probleme zu kümmern! Die Finanzkrise hat nichts mit Löhnen etc. zu tun und durch die Rettung der UBS wird diese auch nicht gerade schneller vorüber gehen.
Aber es scheint als hätten einige Unternehmungen in der Schweiz ein Existenzrecht für die Ewigkeit erhalten, während der Bäcker und der Maler von nebenan diesen Status NIE erhalten werden.
ES IST ALSO WIEDER EINMAL MEHR EIN BETRUG AN DIE KMU und damit die hart arbeitende Bevölkerung.
Kein Wunder also kann man als Kleinsparer und Durchschnittsbürger immer nur hoffen, dass man einst doch noch zu Reichtum gelangen wird, denn schliesslich erzählt uns JEDER Politiker er setze sich für den kleinen Bürger ein.
Aber dieser kleine Bürger kommen leider nie in den Genuss von Privilegien, welche durch die Politiker geschaffen werden.
Meines Erachtens zeigt diese Krise EIN STAATSVERSAGEN und nicht ein Marktversagen. Der Markt war nämlich gerade dabei die absurden Löhne und Boni zu unterbinden. Aber der Staat hat dies wieder einmal VERHINDERT und nimmt seine gehassten Millionäre, über die er ständig herzieht, nun in Schutz.
Es wäre also endlich angebracht seine Ideologien zu vergessen und sich für die härteren Zeiten vorzubereiten.
Stattdessen zeigen linke Politiker Schadenfreude und glauben an die Wiedergeburt der Planwirtschaft und die Stärkung der Demokratie.
Was ich aber seit der Finanzkrise auf der Welt beobachtet habe geht NICHT in Richtung mehr Demokratie, sondern in Richtung mehr Diktatur.
Und selbst Herr Leuenberger und seine Partei glauben wohl in mehr Polizei und Videoüberwachung auch mehr Demokratie zu sehen. Wie das zusammen passt, soll man mir erst noch erklären?
Gruss
Mr. Pink
Nachdem diese Transparent geschaffen sein wird, werden andere Personen das Ruder übernehmen. Wissen wir, ob Leute die einen hohen Lohn fordern auch den Job am besten machen? Heute habe ich meine Zweifel daran.
http://www.rossaepfel-theorie.de/Steuer
In der gegenwärtigen Finanzkrise will jeder dem Anderen die Schuld in die Schuhe schieben. Obwohl ich denke dass die Kritik aus Deutschland durchaus begründet ist (Unterschiede im Schweizer Strafrecht bezüglich Steuerbetrug und Steuerhinterziehung), so darf man nicht vergessen, dass in praktisch allen Ländern das Grosskapital in der Politik mitspricht. Dies betrifft auch Deutschland selbst. Die sogenannten 'Steueroasen' gehen dort bis zu den sogenannten Hansestaaten zurück.
Es ist schon seit Jahrhunderten zu beobachten, dass führende Politiker und Heute die Parteien ihre jeweils eigenen Steueroasen förderten. Dort legten sie ihr Geld an, während im Grossen andere Gesetze für Steuern und das Geldwesen galt.
Wenn Steinbrück Heute gegen die Schweiz wettert, so hat er und seine Freunde vielleicht sein Geld Heute in Singapore angelegt, oder in Dubai.
http://www.stern.de/politik/ausland/:Steinbr%FCcks-Reisen-Dicke-Hose-Dubai/621366.html
Steinbrück leidet für Dubai ;)
"Angesichts Dubais Probleme sieht Steinbrück viele Chancen für deutsche Unternehmer. "Wir kommen in eine Phase, wo der Wohlstand in der Welt neu verteilt wird", sagt er. Es gehe nun darum, von den vielen Investitionen der Ölstaaten etwas abzubekommen. "Dann können die Deutschen weiter in der Championsleague mitspielen", sagt er."
"Auch Steinbrücks Hilfe ist gefragt. Die Vereinigten Arabischen Emirate, die damit werben, kaum Steuern zu erheben, erwägen eine Mehrwertsteuer einzuführen. Der zuständige Finanzminister fragte um deutschen Rat, insbesondere wie man eine solche Abgabe organisiert. Einer von Steinbrücks Beratern grinst: "Das ist kein Problem. Mit Steuern kennen wir uns bestens aus."
Das war im Mai 2008
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/k
Bereits wird bei der Politik um Verständnis gebettelt...
"Die 90-Prozent-Regel müsse allerdings angesichts der dramatischen Ereignisse relativiert werden.
Laut Ryter sollten die Aufsichtsbehörden bei der Einschätzung von Sanierungsmassnahmen das Augenmass wahren."
"In seinem Vorschlag für eine BVG-Revision sieht der Verband denn auch vor, dass Rentner, aber auch die aktiven Versicherten generell, stärker an den Gewinnen, im Fall von schlechten Börsenjahren aber auch an Verlusten beteiligt würden. Das Konzept hätte laut Asip auch den Vorteil, dass die Risikofähigkeit von Pensionskassen generell gesteigert würde."
Herr Bundesrat Leuenberger, ich will weder für diese Börsenverluste verantwortlich gemacht werden, noch mich für das Alterssparen mit Monopoly beschäftigen.
Jetzt kommt der Verband und gibt darüber hinaus auch noch unverblümt zu dass wir zukünftigen Rentner während der Zeit hoher Börsengewinne offenbar wenig davon hatten. Das Zückerchen mit der höheren Gewinnbeteiligung ist absurd, das hätte bereits der Fall sein müssen in den letzten Jahren (Der Kassensturz hat darüber berichtet)
Ich fordere von der Politik so schnell wie möglich eine andere BVG Revision.
Darin enthalten muss sein, dass es jedem Kunden möglich ist zu entscheiden wie riskant er im BVG sparen will. Ich hätte NIEMALS auch nur 1 Franken an der Börse angelegt! Ich verlange Wahlmöglichkeit und Mitbestimmung für mein Vermögen von dem ich mit 65 abhängig bin.
Bei der 3. Säule kann ich das Risiko selber wählen, bei der Pensionskasse nicht. Der Grund dafür will mir nie und nimmer einleuchten. Es herrscht Monopoly Zwang für die Sparer, und das ist und war bereits immer Untragbar und Zockerei auf dem Buckel von Rentnern. Kommt jetzt hinzu dass jüngere Menschen wohl in Zukunft weit länger sparen müssen für das gleiche Geld als jene Menschen die Heute 65 werden.
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/k
Bereits wird bei der Politik um Verständnis gebettelt...
"Die 90-Prozent-Regel müsse allerdings angesichts der dramatischen Ereignisse relativiert werden.
Laut Ryter sollten die Aufsichtsbehörden bei der Einschätzung von Sanierungsmassnahmen das Augenmass wahren."
"In seinem Vorschlag für eine BVG-Revision sieht der Verband denn auch vor, dass Rentner, aber auch die aktiven Versicherten generell, stärker an den Gewinnen, im Fall von schlechten Börsenjahren aber auch an Verlusten beteiligt würden. Das Konzept hätte laut Asip auch den Vorteil, dass die Risikofähigkeit von Pensionskassen generell gesteigert würde."
Herr Bundesrat Leuenberger, ich will weder für diese Börsenverluste verantwortlich gemacht werden, noch mich für das Alterssparen mit Monopoly beschäftigen.
Jetzt kommt der Verband und gibt darüber hinaus auch noch unverblümt zu dass wir zukünftigen Rentner während der Zeit hoher Börsengewinne offenbar wenig davon hatten. Das Zückerchen mit der höheren Gewinnbeteiligung ist absurd, das hätte bereits der Fall sein müssen in den letzten Jahren (Der Kassensturz hat darüber berichtet)
Ich fordere von der Politik so schnell wie möglich eine andere BVG Revision.
Darin enthalten muss sein, dass es jedem Kunden möglich ist zu entscheiden wie riskant er im BVG sparen will. Ich hätte NIEMALS auch nur 1 Franken an der Börse angelegt! Ich verlange Wahlmöglichkeit und Mitbestimmung für mein Vermögen von dem ich mit 65 abhängig bin.
Bei der 3. Säule kann ich das Risiko selber wählen, bei der Pensionskasse nicht. Der Grund dafür will mir nie und nimmer einleuchten. Es herrscht Monopoly Zwang für die Sparer, und das ist und war bereits immer Untragbar und Zockerei auf dem Buckel von Rentnern. Kommt jetzt hinzu dass jüngere Menschen wohl in Zukunft weit länger sparen müssen für das gleiche Geld als jene Menschen die Heute 65 werden.
etwas verschleiert schützen Sie das Peitschengeknalle aus dem Norden. Ich bin da ganz anderer Meinung als der SPD Minister aus Berlin und somit bin ich auch mit Ihnen in diesem Punkt nicht einverstanden. Erstens beginnt in DE der Wahlkampf, dann wird die Gangart härter. Zweitens hat es Herr Steinbrück schwer seine Getreuen hinter sich zu bringen, wird er doch von rechts und ganz links angestossen. Die beste Verteidigung ist der Angriff, wenn es nicht so wäre gäbe es keine Eidgenossenschaft. Aus aktuellem Anlass lese ich von D.T.Phillips Lincoln on Leadership. Das müsste der gesamte Bundesrat lesen und unter dem Kopfkissen haben, beherzen und es gebe viele Konflikte in Bundes Bern nicht und erst noch ginge es der Schweiz besser. Darf ich Ihnen das Buch senden. Als wahrscheinlich der grösste Präsident von USA hat es auch kulturhistorische Komponente. Zudem das Buch sehr konzis gefasst.
Nun zu Steinbrück zurück. Wenn Sie das deutsche Steuersystem studieren, dann sehenSie, dass die deutschenj Bürger vom Staat schikaniert werden. Ich will mich kurz fassen: Praktisch kein Bürger ist mehr in der Lage die Steuererklärung selbst auszufüllen; die Gewerbesteuer ist 65%! besonders für KMU`s lohnt sich das Arbeiten fast nicht meht, die Sozilleistungen sind so gestaltet, dass keine Anreize eigen Beiträge daneben zu leisten, denn ohne eine Tätigkeit auszuüben bekommt ein Einwohner in DE den gleichen Sozialbetrag, ich war in einer Stadt in den neuen Ländern: Der Finanzminister sagte, vieles ist perfekt restauriert (Kanalisation, Strassen, Sxchulen, Universität), ich habe nur ein Problem ich habe zu viel Geld. Die Solidaritätsabgabe, eine unglaublich Steuerbelatung wird nicht gestoppt... In allen diesen Punkteh hätte Herr Steinbrück für sein Land eine wichtige Aufgabe. Wieso wird Geld aus Deutschland verschoben, wieso kommentausende Deutsch zum arbeiten und Wohnen in die CH.
Wie kann das Alles gestoppt werden: Herr Steinbrück löst sein internes Problem cder der Bundesrat in Bern erhöht die Steuern zur Strafe der Eidgenossen-schafter auf das gleiche Niveau wie dies für unseren Nachbar im Norden gilt.
Beste Grüsse
Erwin Marti
Es ist sicher richtig bemerkt, dass es eine Übung am falschen Objekt ist, wenn jetzt plötzlich alle auf den Boni herumhacken. Allerdings ist diese Ausdrucksweise unfair: Es gab ja durchaus auch Stimmen, die schon vorher gewarnt haben, bloss hat niemand auf die gehört...
Es wird auch nicht alles gut, wenn die Parasiten jetzt ein paar Boni zurückzahlen und sich ein, zwei jahre in wenig mässigen. Davon wird nömlich der Systemfehler nicht korrigiert, der mit Sicherheit wieder zum nächsten Exzess und Absturz führen wird.
Der Systemfehler, das ist m.E. die Börse resp. die Geschwindigkeit, mit der dort Firmen gekauft und verkauft werden können. Nur von daher kommt der Zwang zu immer mehr kurzfristiger Rendite - koste es was es wolle. Eine Firma, die zuwenig Rendite macht, wird zum Kandidaten für eine feindliche Übernahme. Mitsamt all ihren Angestellten und deren Familien. Ein CxO der kurzfristig die Rendite maximiert, ist der Liebling der Aktionäre. Deswegen wird es auch nichts nützen, wenn die Aktionäre beim CxO-Lohn mitbestimmen können.
Wir brauchen vielmehr andere Aktionäre. Aktionäre, die nicht möglichst schnelle Rendite wollen, sondern die Mitbesitzer einer auch längerfristig florierenden Firma sein wollen - Das war schliesslich ursprünglich die Idee der Börse. Das heisst, man muss die Geschwindigkeit der Transaktionen wieder reduzieren. Zum Beispiel, indem man Anreize schafft, Aktien länger zu halten und aktiv an Aktionärsversammlungen mitzubestimmen.
Zum Beispiel: Gewinnsteuer beim Verkauf, die umso geringer wird, je länger man die Aktien hatte - analog zum Immobilienhandel. Oder: Abschaffung der Depotstimmen. Stimmrecht nur bei Anwesenheit oder ausdrücklicher Vollmachterteilung. Oder: Haftung der CxO's nicht nur bei krimineller, sondern bereits bei grobfahrlässiger Schädigung der Firma - z.B. auf ein Jahreseinkommen limitiert.
Ich denke, dass solche Überlegungen letztlich eher eine nachhaltige Änderung bewirken, als Schnellschüsse im Stil von "XY, zahl' Deine 10 Millionen zurück!"
http://autofahrer.wordpress.com
Da muss ich etwas leer schlucken und den Kopf schütteln.
Sie sollten die Schweiz verteidigen und nicht das Land verraten!
Und im übrigen sollten Sie sich an die Konkordanz halten. Der Bundesrat hat ja offiziell die Aussagen von Herrn Steinbrück zurückgewiesen.
Sie sollten das entweder richtig stellen oder zurücktreten.
Sie kritisieren hier BR Leuenberger, weil er "wieder einmal die bösen Amis beschimpft", wie sie es nennen...
Darf ich sie an ihren Beitrag vor nicht all zu langer Zeit erinnern? Unter der Rubrik "Miss Schweiz und der Bundesrat"?
2008-10-06 05:13:20
"Liebe Blogger"...
und es folgt eine geharnischte Aufzählung, eine US-Kritik die es in sich hat!
Sie beschreiben im Beitrag vom sechsten Oktober "nachfolgend ein Land" (es bleibt uns selber überlassen herauszufinden welches):
- ein Land welches das Präventivkriegsrecht für sich beansprucht.
- ein Land in dem selbst die Linke rechts aussen steht.
- ein Land, in dem eine nackte Frauenbrust und ein nackter Männerpopo zensiert wird, aber explodierende Kinderköpfe im Fernsehen zeigt.
- ein Land das sich als Behüter und Bewahrer der Freiheit sieht, in dem eigentlich niemand genau weiss, was die Geheimdienste bespitzeln sollen, ausser dem eigenen Bürger
- ein Land
- ein Land usw. usf...
es folgen weitere Beschimpfungen dieser Sorte. Man möge es nachlesen...
Und da soll eine kleine
Seitenbemerkung von Herrn Leuenberger über die US Deregulierung eine "böse Ami-Beschimpfung" sein, über die sie sich wieder einmal so rhetorisch ärgern?
Also, wenn sie jetzt, in diesem heutigen Beitrag, so konziliant auftreten und die USA so wohlwollend in Schutz nehmen vor Herrn Leuenbergers milder Kritik, dann dürften sie vielleicht auch eines Tages versöhnlicher gegenüber BR Leuenberger in seinem Blog auftreten und gegebenenfalls mal ein gutes Haar an ihm lassen.
Verwickeln sie sich in Widersprüche? Oder ist ihre Weltanschauung so breit ausgelegt, dass sie sämtliche Widersprüche beinhaltet und umfasst?
http://www.weatlhandwant.com
Klar gell Hedi ihr Nationalheiliger (Dr. haben Sie noch vergessen!) hat und wird doch immer alles richten...? Wo war Blocher und die SVP bis jetzt im UBS Debakel? wenn's um seinen Spezi und Gesinnungsgenossen Ospel geht? Bei Untergang der Swissair hat die Blocher-SVP monatelang auf der FDP rumgehackt und sie als Wirtschaftsfilzpartei gebrandmarkt! Jetzt geht's halt nur um 70 Mia und wenn man da halt einem Freund unter die Arme greifen darf, umso besser! Ospel und die UBS wurde von der SVP gehätschelt, weil er sich von der FDP abgewandt hatte! Ihr Vorzeigeunternehmer NR Spuhler war bis vor wenigen Monaten mitverantwortlich im VR der UBS! Das sind doch die Tatsachen und bis jetzt wurde die SVP mit Samthandschuhen angefasst, was nun definitiv ändern muss!
Ja und ihr Nationalheiliger hätte die Aktienrechtsrevision auch pushen können, wenn er denn gewollt hätte! Klar war die Ausländerfrage politisch für die SVP mehr ausschlachtbar, als die sterile Aktienrechtsreform, daher hat Blocher diese auch nicht priorisiert sondern eben schubladisiert! Bleiben Sie also bei der Realität und machen nicht auf SVP- Revisionismus und Geschichtsklitterung!
Und machen Sie nicht auf kitschige Polemik = Kapitalismus gegen Sozialismus und vice versa,um das es hier nicht geht und bringen ein läppisches und untaugliches Beispiel, wie ein freier Markt zu funktionieren habe! Das übliche Doppelspiel, die übliche schizophrene Haltung der Rechtsnationalen: Keine Kritik am 70 Mia Rettungspaket und lernen daraus sowieso nichts. Am besten alles beim alten lassen, gell, der freie Markt wird's schon regeln!?
http://tinyurl.com/6lr3dn
da die meisten von uns über ihre Pensionskasse an der UBS beteiligt sind, ist deren Betriebsergebnis inklusive Personalkosten sehr wohl relevant für uns.
Es ist also auch selbst wenn der Staat nicht eingesprungen wäre auch teilweise unser Geld, dass da in Boni trotz Konzernverlust flöten gegangen ist.
Boni waren letztlich auch teilweise bei der Bankenkrise beteiligt: Die Wahrscheinlichkeit extrem risikohafte und faule Anlagestrategien zu wählen sind zweifellos höher, wenn das entsprechend belohnt wird.
Und selbst wenn Boni und exorbitante Entlöhnungen nichts zur Finanzkrise beigetragen haben sollten, so ist es unabhängig davon wichtig, dass die Banken alles tun um in der jetzigen Situation ihre Kosten so tief als möglich zu halten um eben schneller aus der Krise zu gelangen. Leider tun sie aber ausgerechnet das Gegenteil (siehe Link). Hohe Personlakosten inkl. Boni von 12 Milliarden Franken haben einen enormen Einfluss auf das Betriebsergbnis einer Unternehmung - insbesondere wenn sie Verlust schreibt. Das ist leider ein unbestrittener, arithmetisch ganz einfach belegbarer Fakt.
Gut gebrüllt Löwe! Aber unser lieber Mr. Pink wird sich auch diese Mal wieder irgendwie aus seinen Widersprüchen herauswinden.
Mit freundlichem Gruss
Max Manhart
http://www.sikantis.org/sikantis.org
Geld ist zum Mittel unserer Wertung geworden - nicht erst jetzt natürlich. Mit Geld verbinden wir Wert - den Wert einer Ware, aber auch über den Lohn den Wert einer Arbeit und damit unseren eigenen Wert.
Das grundlegende Problem unserer Gesellschaft ist die mangelnde Wertschätzung, die uns allen zu schaffen macht. Wir glauben, wir könnten uns die Wertschätzung mit Geld "erkaufen". Mag sein, dass das funktioniert, aber immer nur für den Moment.
Ich arbeite seit Jahren an der Idee der Wertschätzungsgesellschaft SIKANTIS, die statt auf der Werte-Hierarchie auf der Wertschätzung beruht. Wenn in einer Gesellschaft alle Menschen die gleiche Wertschätzung erhalten für ihr Dasein und für ihre Arbeit, was immer diese Arbeit beinhaltet, wird soziale Gerechtigkeit realisiert. Unser Team kam nach langen Diskussionen zum Schluss, dass Geld - so wie wir es heute einsetzen, eben als Wertemittel - abgeschafft werden muss. SIKANTIS, die Wertschätzungsgesellschaft existiert ohne Geld und erschafft Wohlstand für alle.
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/sto
Ich möchte gerne ein Zitat hervorheben:
Zitat:
// Im Parlament sitzen kaum mehr Unternehmer und die Manager, welche unsere Firmen führen, haben für unser Milizsystem kein müdes Lächeln übrig, weil sie es nämlich gar nicht kennen. //
Sollte uns das nicht zu denken geben?
Es gefährdet das ganze System als solches, wenn in der Regierung/den Parlamenten die Bevölkerung nicht proportional abgebildet ist. Gewiss braucht es dabei auch ein System, das den Kraftunterschied zwischen Starken und Schwachen Gruppen. - Wenn allerdings das politische System (aus Sinn- oder wirtschaftlichen Fragen) für eine bestimmte Gruppe kaum mehr interessant ist (und das dann zusätzlich noch eine eigentlich für die Bevölkerung sehr wichtige Gruppe ist), dann laufen wir in die Gefahr, den ursprünglichen Pragmatismus zu verlieren.
Ich bin durchaus nicht unbedingt einen Freund des Zusammenspiels von extremen Standpunkten. Und diesbezüglich auch nicht immer von den jeweiligen Vertretern in der Politik. Doch bin ich froh, dass es doch auch noch einige Politiker gibt, die mit beiden Füssen auf dem Boden stehen und die Verantwortung in Wirtschaft UND Staat tragen (sh. Interview TA).
Die Wendehälse in der SVP Rennleitung müssen längst alle an Schleudertraumata leiden, ob der laufenden abrupten Richtungswechsel. Eben totale Windfahnen. Nach einem Jahr ohne jegliche Erfolge verliert halt jeder das Rückgrat und verbiegt sich wie eine Schlange.
Es ging und geht ja diesen Polemikenten vorallem darum, ständig den Newsflow zu besetzen, mit was und wem spielt eigentlich keine Rolle. Was heute gilt wird morgen wieder weggeworfen, jenachdem wo der Wind grad weht.
Diese Partei hat nun ihren letzten Kredit an Glaubwürdigkeit verspielt, dass sie nun im Lichte der aktuellen Krise kurzfristig von der grossen Verunsicherung im Volk wieder Profit schlagen will und jetzt plötzlich, entgegen dem Rat ihres Ehrenvorsitzenden, gegen die Personenfreizügigkeit plädiert! Gleichzeitig prahlagen Maurer und Co. in die Mikrofone: wir sind die wirtschaftskompetente Partei und haben am meisten für den Wirtschaftsstandort Schweiz gemacht...?! Seit gestern ist man nun plötzlich für das Rüstungsprogramm... es ging uns in dieser Frage nie um BR Schmid...?! Glauben die eigentlich wir seien alles Vollidioten?
Diese Chaostruppe hat nichts zu suchen in der obersten Exekutive. Wie lange macht die Basis das miese Doppelspiel und die schizophrenen Kehrtwendungen eigentlich noch mit? Es gibt offenbar auch hierzulande eine genügend grosse Masse an Blinden und Lahmen, die immer noch nicht gechekt haben, wie chaotisch und orientierungslos dieser Haufen geworden ist und als politische "Kraft" bald nur noch als Pausenclown zu gebrauchen ist!
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/Das
(Ich mochte Pinks Beitrag gestern 10:38)
Jetzt aber doch noch eine Replik zu den Ausführungen BR Leuenbergers:
Die Ursachen und Wirkungen der aktuellen Finanzkrise haben nichts mit dem Bankgeheimnis der Schweiz zu tun! Da werden bewusst Dinge vermischt, um die aktuelle Stimmung gegen die Banken auszunützen und den seit Jahrzehnten gehegten Traum der Sozis jetzt doch noch wahrzumachen!
Der Hinweis auf ein gewisses Verständnis Leuenbergers für die Äusserungen des deutschen Finanzministers gegen die Schweiz, sind m.E. skandalös und genau so zu verurteilen, wie die ehemaligen Sololäufe Blochers! Ich habe mehrere Interviews Steinbrücks genau mitgehört und weiss genau was gespielt wird. Er beklagt sich zwar über den Standort- und Steuerwettbewerb innerhalb der EU und verurteilt zB Irland und Oesterreich wegen der "wettbewerbsverzerrenden" Bestimmungen der Finanzbranche. Er könne aber nichts "machen", da dies EU Länder seien...! Dann lobt er Offshore Plätze wie Dubai und Singapore. Und eben jetzt hackt er einseitig auf der Schweiz rum, da man natürlich die Milliarden, die man jetzt zum Fenster rauswirft, irgendwo wieder hereinholen muss. Übrigens haben neben der Hypro Real Estate praktisch noch keine anderen Banken Mittel vom Staat beansprucht! Steinbrück ist ein Heuchler und ein Opportunist! Die Schweiz muss hier cool und hart bleiben!
Den Schweizer Finanzplatz zerstören zu wollen, was die Sozis ja eigentlich anstreben, hat weder etwas mit dem jetzigen Problem noch mit der Lösung zu tun! Das ist reine Ideologie und ein Rückfall in sozialisitsche Rezepte, die bekanntlich nicht funktionieren!
Was die Politik jetzt anstreben muss, um die Ursachen der jetzigen Krise anzugehen sind:
- Anstreben internationaler Regulierung und Finanzaufsicht, am besten durch den IWF (IMF) und die Znetralbanken
- Unbedingt darauf hinwirken, dass alle Offshore Plätze auch den internationalen Regeln unterworfen werden, sonst nützt die ganze Reguliererei überhaupt nichts!
- Verstärkung der EBK mit Know How und vorallem proaktiver Intervention und nicht "post mortem"
- Revision des Aktienrechtes und der Kompensationsmodelle für das Unternehmensmanagement, v.a. für börsenkotierte Gesellschaften
- Verbesserung des Einlegerschutzes
- Steuersenkungen für die unteren- und mittleren Einkommen und Anreize für Infrastrukturprogramme
Was aber jetzt nicht gefragt ist, sind ideologische Einzelvorstösse und nostalgische Reminiszenzen auf Abstimmungen von 1977 ... sorry, noch sind Sie Bundesrat und auch Sie haben sich an die Mehrheitsmeinung des BR zu halten. Sonst unterscheiden Sie sich überhaupt nicht von Blocher; er hat sein Tele Blocher und Sie ihren Blog für Einzelvorstösse und Hintertreibung der Regierungsmeinung.
Das brauchen wir jetzt überhaupt nicht. Sondern eine klare Haltung und keine Vorstösse die unserer Wirtschaft noch zusätzlichen Schaden zufügen!
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Aber mit Demokratie hat dies nichts zu tun!
Ich bin klar der Meinung, das man sich auch mal wirklich gehässig äussern darf, wenn man der Meinung ist, dass das Gegenüber, also zb. du, oder die anderen Bundesräte, oder auch Manager, die ihren Hals nicht voll bekommen, einem nicht ernst nimmt.
Ich habe einfach das Gefühl, das die Macht, die du hast, und die diese Manager haben, einem absolut Resistent gegenüber dem Pöbel machen, und du und diese Manager keinerlei Idee davon haben, was im Volk wirklich vorgeht.
Ansonsten würdest du nicht so auf die Kommentierenden reagieren, sondern auch mal auf berechtigte Kritik eingehen.
Dies tust du mit keinem einzigen Wort! Und das finde ich, ist ein sehr undemokratisches und arrogantes Verhalten.
Was die Registrierung angeht, da bin ich unbedingt dafür. Ich würde meine Meinung auch dann sagen. Wie du siehst, verstecke ich mich nicht. Im gegenteil, auch auf meinem Blog teile ich gerne mal aus.
Offensichtlich ist in der heutigen Welt nur noch gehört, wer Schreit, oder unter die Gürtellinie schlägt. Ausser, er habe schon viel Macht und Geld. Dann kann er sich ja eh alles kaufen!
Wie ich eben damals schon geschrieben habe:
Es handelt sich um ein FIKTIVES Land und es gäbe auch SEHR VIEL GUTES darüber zu Berichten.
LG
Mr. Pink
Wie trefflich Sie doch in so wenigen Worten alle Nerven treffen. Bravo! Fühle mich sogar ertappt in Bezug auf Eigenheim, dies jedoch nur weil das Wohnen in der Stadt Zürich für eine junge Familie von Jahrzehnt zu Jahrzehnt schwieriger wird.
Was ich in der aktuellen Krise sehr vermisse sind die sachlichen Diskussionen, welche uns vor der nächsten Krise (in anderen Bereichen) bewahren könnten. Ein Beispiel möchte ich hier geben. eGovernment. – alle wollen es, viele reden davon, wenige verstehen die Implikationen für den Bürger zu bewerten. Doch offensichtlich redet man in der Politik wenig miteinander und verlässt sich zu sehr auf Gremien (die auch nicht miteinander reden?). Ansonsten würde es nur wenige Plastikkärtchen geben und nicht eines für AHV, Krankenkasse, Führerausweis, usw.
Freundliche Grüsse
Marco Mattle
Nachdem die USA vor 8 Jahren endgültig einer mafiösen Gaunerclique in die Hände gefallen ist, wäre es angebracht gewesen, wenn sich die Europäer endlich einig würden und sich vom $-System abgekoppelt hätten.
Der "Casino-Capitalismus" war scheinbar vorherzusehen (alt-NR Ziegler soz.) nur man hat ihn ausgelacht, ja sogar verfemt. Jetzt zahlen die Völker die Zeche, wobei -Trugschluss der Französischen Revolution - wir eben immer noch die Sklaven Weniger sind - der Trick mit dem "Citoyen" war eben nur eine Illusion...
Leider übersehen Sie bei Ihrem Verlangen nach Demokratie, Gleichgewicht und wohl auch einer dominanteren Rolle der Politik gegenüber der Wirtschaft einige essentielle Punkte:
1. die bestehenden Regulatorien inkl. die EBK haben versagt
2. weder die Politiker noch die mit staatlichen Geldern alimentierten Institutionen haben die Kompetenz komplexe internationale Finanzgeschäfte zu beurteilen geschweige denn sie erforgreich zu gestalten
3. Geld war noch nie und wird nie demokratisch sein sondern schlicht und einfach dort hin fliessen, wo es nachhaltig die optimale Rendite bei geringster Regelungsdichte erzielt - weltweit. Das rasche Wachstum von Private Equity und Hedge Fonds hat gezeigt, dass es dorthin fliesst, wo es am wenigsten reguliert und kontrolliert wird.
4. Die Qualität von Geldanlagen wird durch deren Demokratisierung keinesfalls verbessert. Demokratie ist eine Staatsform - und mit Sicherheit die beste! Sie hilft aber bei der effizienten Allokation von Investitionen in keiner Art und Weise.
5. statt Umverteilung sollte die Politik in dieser ganzen Diskussikon endlich das leisten, was sie könnte, nämlich klare Transparenz und Governance schaffen und allgemein gültige Kontrollmechnismen auch durchsetzen.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!
Freunliche Grüsse
Berndt Samsinger
http://www.bww.ch
Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer differenzierten Haltung und Ihrem Mut im Steuerkonflikt zwischen der OECD/Deutschland und der Schweiz.
Ihre Haltung ist viel weitsichtiger als das trotzig-kategorische NJET der kantonalen Finanzdirektorenkonferenz. Bei ihr können sich die kantonalen Steueroasen wie Zug im Moment zwar noch durchsetzen, weil sie den Verliererkantonen ihrer Politik durch den Nationalen Finanzausgleich (NFA) notgedrungen eine finanzielle Kompensation zahlen müssen. Aber wenn die Kantone mir ihrem NJET scheitern, werden sie das Gleiche tun wie die UBS: Schleunigst den Gang nach Bern antreten.
Bitte lassen sich sich insbesondere auch von der marktbedingten Personalisierungs-Sucht und der 24-Stunden-Optik der Schweizer Medien nicht irritieren. Es geht überhaupt NICHT um die Namen Steinbrück, Couchepin, Calmy-Rey, Leuthard etc., die alle eine offizielle Politik vertreten müssen. Vielmehr handelt es sich, seit über 40 Jahren notabene, um ein echtes GERECHTIGKEUS-Problem für die normalen, ehrlichen Steuerzahler in Deutschland und anderen EU-Ländern: Alle jene Menschen also, die mangels Finanzen - oder handicapiert durch eigene, intakte Ethikvorstellungen - nicht von den vorteilhaften Dienstleistungen des Steuerplatzes Schweiz profitieren können.
Ihr eilfertige Kritiker, sehr geehrter Herr Bundesrat, vergessen oder verdrängen zudem, dass sich als ehemaliger Rechtsanwalt und Justizdirektor des Kantons Zürich über ALLERBESTE Qualifikationen in dieser Thematik verfügen:
- Wer wie Sie dafür sorgen musste, das die notleidende Bevölkerung von ehemaligen Diktator-Staaten wenigsten einen Bruchteil der Fluchgeld-Milliarden von den Zürcher und Genfer Banken zurückerhalten, kennt die raffinierten Mechanismen im Finanzplatz Schweiz logischerweise besser als eine kantonale Finanzdirektorin, die in erster Linie dankbar hohe Steuererträge der juristischen Personen entgegen nimmt.
- Wer wie Sie als kantonaler Justizdirektor die absurden Abläufe bei den internationalen Rechthilfe-Gesuchen in Steuerfragen miterlebt hat, versteht sogar halt eher, wenn einem ausländischen Finanzminister zu Recht mal der Kragen platzt.
ECO DI CAMEDO
http://Fritz
Du hilfst mir, wo Du nur kannst. Dafür danke ich Dir von Herzen und verspreche Dir hoch und heilig, dass ich Dir - wenn Dich die Schweizer eines Tages doch noch zum endlich Teufel jagen (gescheiter zu werden ist ja nicht verboten), dass ich Dir ein behagliches Asyl auf den Kanalinseln bei meinem Sozen-Spezi Brown besorgen werde und einen deutschen Diplomatenpass dazu. Kannst der Schweizer Bundessteuer-Polizei schon jetzt eine lange Nase drehen!
Zudem habe ich als neudeutsche Domina heute ein Büchlein auf den Markt gebracht unter den Titel "mein K(r)ampf gegen steuerstörrische Eidgenossen". Ein persönlich signiertes Exemplar nur für Dich ist unterwegs.
Bis bald und in alter Fre(i)ndschaft zur Kuh-Schweiz
Dein Peer
1977-dies war vor 31 Jahren. Kommen Sie doch in die Gegenwart zurück, oder fällt Ihnen dies schweer?-Ja-der deutsche Finanzchef. Bei seiner Aussage geht es nicht nur um das: Was er uns zu sagen hat! sondern auch- Wie er es sagt und sagt und sagt!!! Das selbe gilt übrigens für Ihre Partei! Wie diese auf 6,8 Milliarden herumreiten, falsch kommunizieren und fordern.-Geld ist ja in der schönen Schweiz in Genüge vorhanden- Man kann ja einfach den Staat und die Mittelklasse melken und dann kommt's ja. Und die Boni. Ja das ist ein Geschenk vom Himmel für Sie und Ihren Parteipräsidenten. Und mit der Wahrheit muss man es ja nicht so genau nehmen. Wichtich ist es tätscht und chlöpft.
In Hochachtung
Roger Rosenbaum
Die Auesserungen von Herr Steinbrück hat alle schockiert und befremdet. Ihre Kollegin hat super und sofort reagiert. Wie kann es sein, dass Sie Verständnis haben für Steinbrück und nicht für ihr eigenes Land und die Bevölkerung. Für was brauchen wir einen Bundesrat, der als Einziger in einer so schwierigen Situation ausschärt? Bitte überlegen Sie, ob ihr Amt, für das Volk noch tragbar ist.
Im genannten Beitrag von 'Bürger' ging es um Wahlen und im aktuellen geht es darum, dass man sich gerade als Politiker selbst an der Nase nehmen sollte, bevor man PAUSCHAL über andere herzieht.
Nur allzu oft wird vom eigenen Versagen und Fehlverhalten abgelenkt, indem man die Fehler der anderen hervorhebt. So ähnlich wie sie das jetzt versuchen.
Kritik ist natürlich immer erlaubt und jedem sollte wohl einleuchten, dass die Medaille zwei Seiten hat.
Aber erneut pauschal darauf herumzuhacken ist doch reine Polemik.
Hätte der BR wenigstens Greenspan, Bernake und die Wall- Street- Kollegen erwähnt, statt einfach wieder die GESAMTE Wirtschaft in den Dreck zu ziehen, hätte ich bestimmt nichts dagegen einzuwenden gehabt.
Ausserdem liegt es mir auch am Herzen, dass Herr Leuenberger noch länger im Amt bleibt. Schliesslich soll er doch die Früchte seiner jahrelangen Arbeit ernten können und dafür hoffentlich die Verantwortung übernehmen.
Also darum. Immer weiter so Herr Leuenberger, Sie machen das schon gut.
Gruss
Mr. Pink
Was Bundesrat Leuenberger fordert, ist nicht mehr und nicht weniger als die Globalisierung der Demokratie.
Gegen diese Stossrichtung ist nichts einzuwenden.
Über die Umsetzung müssen wir uns allerdings keine Illusionen machen. Sogar bei uns gibt es Hardcore-Ökonomen und Nachbeter(innen), welche die Demokratie nach CH-Vorbild als Standortnachteil für die Wirtschaft ansehen! Sie sind neidisch auf Staaten, welche das Wirtschaftsprimat oder -diktat möglichst undemokratisch durchsetzen können.
Deshalb sind auch sofort die "Warner" zur Stelle, die von "zuviel Demokratie" schwafeln.
Zuviel Demokratie per se gibt es nicht. Zuviel Demokratie bzw. eine vorgetäuschte Demokratie ist allenfalls dann ein Problem, wenn es zuwenig Gerechtigkeit und zu wenig Transparenz gibt. Anders gesagt: Demokratisierung der Märkte allein nützt nichts, wenn nicht auch - wie ich ständig fordere - die Transparenz steigt, und Nutzen und Risiken endlich gerecht verteilt werden! Sonst erhalten Anleger und Aktionäre die gleichen Lügen aufgetischt und die gleichen falschen "Anreize" gesetzt und Erwartungen geschürt wie die armen Manager und Dealer.
Transparenz heisst u.a. informierte Zustimmung zu den Hintergründen eines Produkts oder einer Anlage, zu den wahren Risiken und auch zu Ungerechtigkeiten!
Und davon sind wir meilenweit entfernt. Deshalb ist es auch verfehlt, ständig von "freiem Markt" zu sprechen, solange er eher einer Vertuschungswirtschaft gleicht.
Getäuschte Marktteilnehmer sind nicht frei!
Eine Globalisierung der Demokratie kann vermutlich auch erst beginnen, wenn sich in der Welt einigermassen ein Ausgleich der Kräfte und der Verfügungsmöglichkeiten über Rechte und Güter einstellen würde. Momentan findet in den Schwellenländern eine Aufholjagd statt. Sie beanspruchen die "Berechtigung", die gleichen Fehler zu machen wie die grossen Industrienationen. Dort etabliert sich ein Wachstums-Kapitalismus in fast totalitärer Weise. Also unter Umständen total anti-demokratisch, bürgerfeindlich, freiheitsraubend, umweltverschmutzend, menschenverachtend.
naja, der Herr Pink.
Schade dass er seine bisweilen brauchbaren Voten mit der Killer-Unterstellung beginnt wie: Moritz Leuenberger "beschimpfe wieder einmal die bösen Amis". Das ist doch voll daneben.
Oder meinen Sie den Beitrag von Andres Stäubli von 22:10:38?
Halb einverstanden. Aber der Mark war ja wirklich unerträglich und degoutant.
Ich hab ihm dann noch ein Mail geschrieben.
Was zurückkam, war dann noch schlimmer als seine Blog-Wütereien. Und natürlich war auch eine kleine Drohung dabei.
Wen's interessiest, dem schicke ich gerne eine Kopie davon (geht aber wohl bei den meisten automatisch in den Spam-Ordner).
Der springende Punkt ist, dass es eben dem grössten Teil der Bevölkerung nicht mehr egal ist oder nie egal war, wieviel Boni das Topkader eines erfolgreichen Unternehmens absahnen darf, egal ob jetzt in der Privatwirtschaft oder einem staatlichen Unternehmen.
Zwar gebe ich ihnen recht, dass der Staat vielleicht nicht unbedingt, die UBS hätte retten müssen. Weil sie wahrscheinlich auch so überlebt hätte und enorm zusammengeschrumpft wäre. Meiner Meinung nach, sind bei einer Grossbank einfach zu viele Einzelkunden daran beteiligt als dass sie als Privatunternehmen in Krisensituationen, den entstandenen Schaden selbst wieder ausbügeln könnten.
Ist es nicht einfach eine Frage der Grösse einer Firma und der Anzahl Kunden, bis ein Unternehmen zur Staatssache wird?
Wenn nein, wo liegt dann die klar sichtbare Grenze zwischen einem Privatunternehmen und einem Staatlichen?
Es ist eben doch unser Geld, dass da flöten gehen würde, dem Bürger seines dem Volk seines und zuletzt dem Staat seins.
Würde es übrigens nach dem Mehrheitsentscheid des Volkes gehen, würde dem Bankkader der UBS noch ein jährlicher Höchstlohn von 150`000 Franken ausbezahlt. Und in der Usa dürfen in vom Staat geführten Unternehmen, keine Gehälter höher als das des Us Präsidenten liegen, welches übrigens nicht mehr als 400`000 Us Dollars pro Jahr betragen darf.
Aus der Demokratie entwickelt sich, wenn Freiheit im Übermass bewilligt wird, die Tyrannei.
Und genau in diese Richtung bewegen wir uns heute.
Haufenweise Kontrollen, Vorschriften, staatliche Interventionen und eine Gesetzesflut, die seinesgleichen sucht.
Es sind schöne Worte, die Sie hier niederschreiben, Herr Leuenberger. Aber eben, es sind nur Worte und das Papier ist sehr geduldig. Philosophie wird leicht mit Philologie verwechselt.
Sie bemängeln das Fehlen von Unternehmern im Parlament. Aber haben Sie sich auch schon gefragt, warum es für einen Unternehmer alles andere als erstrebenswert ist, im Parlament Einsitz zu nehmen? Mal abgesehen davon, dass man den Unternehmern in Milizgremien immer wieder vorwirft, dass sie wie Unternehmer denken. Aber Unternehmer leben nun einmal in der Gegenwart, sprich Realität. Und sie handeln entsprechend!
Sie wissen doch: von der Zukunft hängt ab, wer nicht versteht, in der Gegenwart zu wirken.
In diesem Sinne grüsse ich Sie freundlichst
Jean-Claude Hügli
Dieser kleine Verweis auf des deutschen Finanzministers Peitsche, wurde ja von gewissen Medien regelrecht ausgeschlachtet. Herr Leuenberger kann sich freuen, dass sein Blog von Journalisten so minutiös gelesen wird (um dann allfällige Klatschartikel zu veröffentlichen, die einmal mehr nur von der Sachpolitik ablenken...siehe NLZ)
Auch ich bin der Meinung, dass sich hier niemand zu wundern braucht, wenn sich gewisse Magistraten aus Nachbarländer über die schweizerischen Steuergesetze aufregen. Doch bin ich weit davon entfernt Herrn Steinbrück (sein Populismus hilft hier auch nicht weiter) für seine Aussagen zu loben.
Fakt ist jedoch: Dass gewisse vermögende ausländische Personen und Gesellschaften in der Schweiz nur ein Minimum an Steuern zu entgleichen haben (weniger als wenn sie schweizer Bürger wären),ist, man kanns drehen und wenden wie man will, ungerecht!
Diese Praxis folgt dem Prinzip des Homo Oeconomicus: Wenn sie ihre Steuern im Ausland zu entrichten hätten, verdienten wir gar nichts an ihnen... locken wir sie doch lieber in die Schweiz und sahnen ein paar Steuerfranken ab! (Der Begriff Raubrittertum kommt einem unweigerlich in den Sinn...)
So haben im Moment 9 von 20 Formel-1 Fahrern mit ihren Millionen-Salären ihren Wohnsitz in der Schweiz...gewiss nicht wegen der schönen Berge. Die Geschädigten aber sind die Herkunftsländer und ihre Bevölkerung.
Dass Deutschland Probleme mit seinem Steuersystem hat, möchte ich hier nicht in Abrede stellen, jedoch ist es die Schweiz, die als "guter" Nachbar dafür schaut, dass auch diejenigen ein Zuhause haben, die nicht so gerne Steuern zahlen, also Steuerfluchtplätze anbietet.
Die Begründung, dass wir so Steuersubstrat anziehen, was schlussendlich allen Bürgern nütze, ist blanker Hohn. Es ist einfach die Schweiz, die auf dem Buckel anderer Länder profitiert! Ins gleiche Kapitel gehört der sogenannte kantonale Steuerwettbewerb... Die Kantone, die sich gegenseitig ihre "guten" Steuerzahler abspenstig machen, bewirken doch nur eines: Immer mehr Vermögen konzentriert sich auf immer weniger Personen. Die Ungleichheit, selbst in der Schweiz steigt.
Ich hoffe in diesem Sinne, dass das schweizer Volk über den Tellerrand hinausschaut und sich für eine Abkehr von diesen unsäglichen Steuerpraktiken entscheidet (bevor es gezwungen wird).
Wir Schweizer sind nicht die einzigen, die gelebt haben wollen!
http://Vegetarismus
Sie haben mir im Casino Theater Winterthur gesagt, Sie würden "alles" lesen - ein Zeichen vor Ihnen wäre schön! Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Sie sich in letzter Zeit in den Medien öfters positiv über den Vegetarismus geäussert haben!
In der SI Grün stellen Sie fest, dass Diskussionen über Vegetarismus oft aggressiv verlaufen. Es gibt 2 Gründe:
1. Fast alle Fleischesser fühlen sich angegriffen, wenn sie nur schon hören, dass man Vegi ist. Sie haben instinktiv ein schlechtes Gewissen, weil irgendwo tief drinnen jeder weiss, dass es ein Fehler (siehe unten) ist, Tiere zu essen, und machen sofort auf Gegenangriff.
2. Jeder Neu-Vegi hat ein grosses Sendungsbewusstsein. In seiner ersten Euphorie, erwartet er, dass es ihm alle gleichtun, und will nicht verstehen, dass andere noch nicht zu diesem Schritt bereit sind. Zusammen ergibt das eine explosive Mischung!
Weise Vegis diskutieren nicht - sie wissen viel und teilen ihr Wissen konsequent und emotionslos mit anderen, ohne etwas zu erwarten. Und der Bedarf an Wissen auf diesem Gebiet ist riesig!
Freundliche Grüsse
Nell Andris (Fotografin & Journalistin)
PS: Fleischessen ist ein Fehler, denn jede Spezies hat ihre Ernährung, damit die Ordnung und Harmonie bestehen bleibt. Das Zebra frisst Gras, der Fuchs frisst Hühner, Löwe reisst Gazellen, usw.. Der Mensch hat Hände zum pflücken und ein Magen um pflanzliche Kost zu verdauen und den freien Willen und die Wahl, Fehler zu machen, um daraus zu lernen. Aber anstatt daraus gelernt zu haben scheint es einfacher, die schlechten Gewohnheiten beizubehalten und anstatt die Ernährung umzustellen, der Pharmazeutik einen immer grösseren Stellenwert einzuräumen.
Einfacher:
Wenn wir von unserer Demokratie reden über was redet dann die USA?
Vielleicht sollte die Schweiz dafür ein anderes Wort einführen um weiteren Missverständnissen vorzubeugen.
Wörtlich inflationär wurde der Begriff Demokratie nämlich schon anderweitig verwendet.
Egal wie man’s benennt- es geht um Handel und Beziehungen mit Anderen.
Vielleicht sollte sich dieser Staat nach anderen, zusätzlichen Verhandlungspartnern umschauen?
Auch anderen Systemen zugehörig?
Aber was noch nicht ist....
Weil:
1. Die Schweiz ein guter Übersetzer ist.
und
2. Gute Übersetzer auch Vermittler sein sollten.
Schade, Schande, in dieser Geschichte hat die Schweiz ihren Standortvorteil dem Wilden Westen zugespielt.
Viel Glück und Durchhaltevermögen, beim Überdenken von Strategieplänen und erarbeiten von neuen Lösungen.
Und Ihnen, Herr Leuenberger, volle Konzentration fürs Ausüben Ihrer Funktion.
Dies sind nämlich die wichtigsten Jahre Ihrer Tätigkeit als Politiker.
Alles andere Zuvor war nur eine Vorbereitung auf dieses Amt.
Freundliche Grüsse
Ölscheich einerseits, Cowboy andererseits- ist doch schön das beide reiten und Sie mit der Kuh laufen.
Der eine auf dem Pferd, der andere auf seinem Kamel sollen nur protzen. Da können Sie ruhig Ihrer Kuh die Goldene Glocke anvertrauen.
SEIEN SIE GASTGEBER FÜR EINEN ÖLSCHEICH UND EINEN COWBOY.
Die Einladung sollte beiden bekömmlich sein.
Dabei servieren sie japanisches Essen, chinesischen Grüntee und rauchen danach die Friedenspfeife der Indianer in der Wolke eines indischen Duftstäbchens.
Am Höhepunkt des Abends...
LÄUTEN SIE DANN DIE GOLDENE GLOCKE EIN.
Stellt sich für die geladenen Gäste heraus dass sich daraus Vorteile ergeben haben, werden sie sicherlich reich beschenkt werden und in der Welt wieder hohes Ansehen genießen dürfen.
http://www.spiriforum.net
Zitat:
"4. Die Qualität von Geldanlagen wird durch deren Demokratisierung keinesfalls verbessert. Demokratie ist eine Staatsform - und mit Sicherheit die beste! Sie hilft aber bei der effizienten Allokation von Investitionen in keiner Art und Weise."
Hallo samsinger
Politik ist dafür da, um Rahmenbedingungen zu schaffen. Und auf diese Weise kann mit politischen Mitteln sehr wohl definiert werden, was sich für ein Unternehmen oder für KonsumentInnen mehr oder weniger lohnt, welche Art von Investitionen bevorzugt werden, was verkauft wird, wie etwas hergestellt wird...
Beim Festlegen der Rahmenbedingungen geht es auch immer um eine Willenserklärung. Was für eine Gesellschaft wollen wir? Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der alle Menschen anständig leben können, wo es aber auch die Möglichkeit gibt, sehr reich zu werden, wenn das gewünscht wird. Und im Festlegen dieser Rahmenbedingungen sollen alle eine Stimme haben, denn kleine elitäre Gruppen, egal wie gebildet oder qualifiziert sie sein mögen, sind immer parteiisch. Langfristig halte ich tatsächlich die direkte Demokratie für jenes System, das auch wirtschaftlich am interessantesten ist.
grüsse, barbara
http://blog.4st.ch/
Erste Anzeichen dafür gibt es in den USA zu spüren. Dort ist der Neoliberalimus bereits wieder in voller Fahrt.
Steuergelder werden indirekt in Form von Dividenden wieder an Reiche ausgeschüttet. Selbst der Milliardär Warren Buffet profitiert von der gigantischen Umverteilung des Bürgervermögens in die Arme der Reichen und Staatlichem Kapital.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,587446,00.html
Ich glaube überhaupt nicht dass die Rettung der Banken zum Umdenken Richtung Demokratisierung der Wirtschaft führt. Im Gegenteil, es wird die Finanzlobby weiter stärken, nachdem sich die Wogen der Bankenkrise geglättet haben dank Staatshilfen.
In meinem Blog (link) habe meine Befürchtungen etwas detailierter zusammengefasst.
Oder hin zu mehr Sozialismus?
Oder gar hin zu mehr Macht der SP Schweiz?
Mit Leuten wie Ihnen Herr Bundesrat dann doch lieber nicht, wenn schon eine Wendung, dann lieber mit Ihrer Kollegin im Kollegium und ein paar Wenigen "Nicht Cüpli Sozialisten".
Ob es jetzt Sie sind, welcher den Flughafen bei seinem Grössenwahn tatkräftig unterstützt, für Gaskraftwerke plädiert und Ähnliches oder ein FDP, CVP, SVP Bundesrat, ist ja eigentlich Hans was Heiri. Will sagen, Sie sind meines Erachtens Samuel Schmids Wunschbundesrat - völlig von der Partei losgelöst, nur war diese Loslösung bei Ihnen mit einem Rechtsrutsch verbunden, schade eigentlich.
freundliche Grüsse Terri Zubler
Es ist eben doch ein wenig wie im Sääli des Leuen: Wenn der Tonfall allzu gereizt wird, und wenn ein Redner ausfällig wird, greift der Diskussionleiter ein und unterbricht.
Das ist nur eine von mehreren Möglichkeiten der Intervention. Im Sääli braucht nicht zwingend der Diskussionsleiter einzugreifen. Es gibt z.B. immer auch (mutige) TeilnehmerInnen, die allzu gereizte TeilnehmerInnen zurechtweisen und verlangen, dass ein Minimum an Sachlichkeit und Anstand gewahrt wird.
Anhand dieses einfachen Beispiels, kann das Thema Eingriffe/Interventionen studiert werden: Wie lange darf/kann eine hitzige Debatte im Sääli, ein instabiler Finanzmarkt oder ständig steigender Ressourcenverbrauch sich selber überlassen werden? Bis zu welchem Punkt lässt man gewähren und vertraut auf die Korrektur durch Beteiligte oder andere regulierende Momente? An welchem Punkt soll wer mit welchen Massnahmen zu welchem Zweck eingreifen?
DAS ist doch die Frage und die grosse Kunst.
Dass die Kunst des Intervenierens von vielen nicht beherrscht wird, zeigen die Folgen, die häufig nicht das Ergebnis bringen, das angestrebt wurde. (Hier möchte ich auf die Beispiele unter http://moritzleuenberger.blueblog.ch/p95.html, map 2008-10-26 10:12:32 bezüglich Klimapolitik verweisen.)
Warum sind die Ergebnisse oft nicht so, wie sie gewollt waren? Weil die Massnahmen auf falschen Überlegungen fussen, nicht intelligent sind und marktwirtschaftlich verwertbar sein müssen.
Unintelligente, kurzsichtige und falsche Interventionen können auf der ganzen Welt beobachtet werden: Einwanderung von Afrika nach Europa eindämmen mit höheren Zäunen und mehr Kontrollen, bewirkt nur, dass die Schlepper noch raffinierter werden, das Unterfangen für Betroffene noch teuerer und gefährlicher wird …
Geld, welches in die Abwehrmassnahmen fliesst, könnte z.B. in Leute, die am Ort des Problems tätig werden und damit Abwanderung verhindert, investiert werden.
Eindämmung des Stromverbrauchs: Glühbirnen, und Geräte, die viel Strom verbrauchen, sollen verboten werden. Verbote kommen einer Entmündigung gleich. Verbote verleiten dazu, umgangen zu werden. Oft sind sie mit grösserem administrativem Aufwand verbunden.
Ein m.E. bestechend einfacher und intelligenter Vorschlag ist der, dass der Preis für Strom progressiv ist. Das heisst, wer viel Strom verbraucht, zahlt mehr pro kWh. Das wäre erstens logisch und zweitens würden sich die anderen, wenig effizienten Massnahmen erübrigen.
Intervention in den Finanzmarkt durch staatliche Unterstützung führt dazu, dass sich die Finanzbranche weder redimensioniert, noch erneuert und selber Regeln auferlegt, sondern uneinsichtig im bisherigen Stil fortfährt zu wirtschaften?
Wäre es möglich gewesen, zu intervenieren und die Finanzbranche bzw. die Banken dazu zu verpflichten, sich gegenseitig zu unterstützen – Geld zu leihen? Nach dem Motto: Private helfen Privaten.
Ich jedenfalls bin sehr gespannt, wo die Regierungen die Grenze setzen wollen bei der Frage, wo (bei welchen Wirtschaftszweigen) und wann staatliche Unterstützung zum Zug kommt. Gegenwärtig ist es nach der Finanz- die Autobranche, welche staatliche Unterstützung fordert. … und wenn dann auch die durch die Finanzkrise in Bedrängnis geratenen KMU’s staatliche Unterstützung einfordern mit der logischen Begründung, andere private Unternehmungen seien auch unterstütz worden?
Ich wünsche mir Philosophen, Physiker, Kybernetiker, Soziologen und Ähnliche in die Regierung.
Im Übrigen gehe ich mit Ihnen einig.
Muss Banken ein Vorwurf gemacht werden? Grundsätzlich bedienen sie die allseits vorhandene Gier nach Rendite, nach mehr Geld. Gar viele der Verlierer der Finanzkrise stellen nicht das System in Frage. Sie sind einfach frustriert darüber, dass sie nicht wie andere ihren Profit einstreichen konnten, obwohl sie genau wussten, dass sie sich um ein höchst riskantes Geschäft handelt. Solange alles im Sinne dieser Profitsucher aus allen Gesellschaftsbereichen verlief, waren Boni, Spitzenlöhne, kein Thema. Im Gegenteil. Die Spitzenverdiener waren multimediale Stars.
Ihr historischer Rückblick legt ein zentrales Problem offen. Bereits früher hätten die Weichen auf soziale Veränderung gestellt werden können. Doch chrampfen, Geld scheffeln, konsumieren, Statussymbole anhäufen prägten und prägen unsere vorwiegend auf Materialismus ausgerichtete Lebensart. Dieser mit multimedialer Marketing-Power geförderte "Lifestyle",ist derart tief in unserer Gesellschaft verwurzelt, dass Aenderungen hinsichtlich mehr Demokratie als unmöglich erscheinen. Reich und schön als oberste Maxime. Angeblichen Verlierern droht soziale Kälte. Symbolisch ist für mich die Hysterie an den Lottschein-Annahmestellen, besonders dann, wenn ein grosser Gewinn lockt. Arm und reich im Fieber. Selbst für Umweltschutzmassnahmen müssen finanzielle Anreize geschaffen werden. Vernunft alleine genügt eher kaum. Es scheint, dass alles irgendwie rentieren muss, bei einigen gar zwischenmenschliche Beziehungen.
Selbst wenn die USA ihre wirtschaftliche Vormachtsstellung verlieren sollten, wird sich die Wirtschaft einfach neu ausrichten, sich auf die neuen Märkte wie Brasilien, China, Indien, Russland etc. stürzen. Geld wird genügend vorhanden sein. Und falls wieder etwas schief laufen sollte, hält Vater Staat, der eigentlich nur die Rahmenbedingungen ohne Mitspracherecht schaffen darf, Rettungspakete bereit.
Ich hoffe, dass eines Tages die Einsicht Einkehr halten wird, dass mehr Demokratie eine sinnvolle Lösung für alle ist.
http://www.du-magazin.com/
Was für ein Timing für eine Monatsszeitschrift !
Wäre doch noch was.
In der Regierunen (und Parlamenten und auf den Uni-Lehrstühlen und in Verwaltungsräten und und und...) sollten tatsächlich Weise sitzen, nicht "nur" Interessenvertreter und "Studierte".
Für mich ist die Frage aber wirklich auch, wie man davon wegkommen kann, die Gier selbst im "kleinen Mann" nach den angeblich wahnsinnig ertragreichen Anlagen mittels Lügen zu schüren und unlautere Methoden von Geschäftemachern immer noch zu tolerieren.
Wenn man sieht, worauf die Leute alles hereinfallen, erstaunt einen ja gar nichts.
http://www.law.ch.vu
Sehr geehrte LeserInnen und KommentarschreiberInnen dieses Blogs.
Demokratie ist nicht der Endpunkt der Entwicklung. Der menschliche Geist strebt nach mehr Freiheit - oder anders gesagt, zurück zu seinen Wurzeln.
Freiheit heisst nicht ein US-Amerikanisches WIrtschaftssystem, das zwar als total freiheitlich und frei bezeichnet wird, aber eigentlich genau das Gegenteil beinhaltet: Es ist eine moderne Sklaverei, die Menschen sind abhängig von Geld und überteuerten Krediten, die in Extremsituationen gnadenlos gepfändet werden, und somit viele Existenzen vernichtet werden.
Das System der freien Marktwirtschaft hat versagt - und hat noch nie funktioniert, und gehört deshalb abgeshafft! Dabei ist die Gefahr eines Vakuums, das durch unliebsame Menschen und/oder Gruppierungen/Organisationen ausgenützt werden kann. Deshalb ist es wichtig, dass dieses Vakuum mit den Richtigen Inhalten gefüllt werden kann.
Der Begriff "Anarchie" hat in den Medien nach wie vor einen negativen Beigeschmack, und wird häufig falsch verwendet. Das Geschehen im Irak hat genausowenig mit Anarchie zu tun, wie auch sonstige chaotische Zustände. Anarchie hat gar nichts mit Chaos zu tun, wenn überhaupt, dann nur mit der Tatsache, dass die ganze natürliche Welt ein Chaos ist, das aber wiederum sehr viel logische und mathematische Ordnung beinhaltet. Schon nur bei der Anordnung der Sonnenblumenkerne ist das ersichtlich.
Ich persönlich bin weder mit den überhöhten Bonuszahlungen und Löhnen, noch mit dem Staatskredit einverstanden. Institutionen wie die AHV und IV hätten diese Mittel nötiger.
Anstatt der Rettung der UBS würde eine Stärkung der Alternativen Bank Schweiz ABS sehr viel mehr Sinn ergeben. Somit würde auch endlich das bereits erwähnte Prinzip des zinsfreien Kredites - der Genialität und zugleich Einfachheit der Idee entsprechend - genügend zur Geltung kommen. Da es aber für die ABS vermutlich ein zu grosser Quantensprung ist, und sicherlich auch die ABS-Verantwortlichen nicht unbedingt davon begeistert sind, ist (und bleibt) es halt nur Theorie.
Warum auch immer - mir geisterte im Zusammenhang mit der Krise immer wieder die Titanic mitsamt Eisberg im Kopf rum.
Passagiere, die den Untergang währenddessen bemerken und/oder vorher bereits vorausahnen/davon wissen, flüchten sich in die Rettungsboote. Doch anstatt dass der von der Titanic getroffene Eisberg sich darüber beschwert, dass ein Schiff mit überhöhter Geschwindigkeit sowie laschen Sicherheitsvorkehrungen auf ihn aufgeprallt ist, hilft er ihm. Er zaubert den Werkzeugkasten hervor, und beginnt mit der Reperatur. Kurz vor dem Untergang kommt dann noch das Hebelgesetz zur Anwendung, und die Titanic wird kurz vor dem Absaufen wieder stabil auf Wasser gesetzt.
Anstatt, dass sich das Schiff jetzt darüber bedankt, wird es mit ziemlicher Sicherheit in nicht allzuferner Zukunft wieder genau den gleichen Unfall bauen.
Die wilden Mythen rund um einen möglichen Versicherungsbetrug passen irgendwie und zufälligerweise auch noch in die Geschichte....
Ich wünsche ein schönes, kollisionsfreies Wochenende.
Das alles passt wunderbar ins Bild: Hart im Austeilen, weinerlich im Einstecken, gesegnet mit einer unglaublichen Selbstüberschätzung und ein erbärmlicher Leistungsausweis.
man muss sich als weltoffener Zuercher wirklich sehr wundern auf welchen Sachargumenten Ihre Entscheidung, dem Lokalsender "Tele Top" den Vorzug bei der Lizenvergabe zu geben, zu tragen gekommen ist. Die Qualitaet, sowohl die journalistische (Inhalt & Serioesitaet) als auch die gestalterische, ist bei Tele-Zueri mit Abstand die deutlich bessere und die professionellere als bei "Tele-Top". Leider war stehts zu beobachten, dass Sie, obwohl Sie den Kanton Zuerich vertreten (zumindest von dort stammen), auch schon in der Vergangenheit diesem Medium immer wieder den einen oder anderen Stein in den Weg gelegt haben. Anders ausgedrueckt, Sie waeren ja noch nie ein Freund dieses Lokalfernsehen gewesen (vielleich auch darum, weil sich "Tele-Zueri" erlaubt hat, sich hin und wieder auch kritisch ueber Sie und Ihre Arbeit zu aeussern - im Gegenteil zur staatlich kontrollierten SRG) Wirklich schade, denn von einem Sozialdemokraten haette ich mir deutlich mehr Sensibilitaet und Fingergefuehl fuer die Lizenzvergabe fuer die Region Zuerich erwartet. Der Sendeinhalt von "Tele-Top" ist in keinster Weise mit der sehr professionellen journalistischen Arbeit von "Tele-Zueri" zu vergleichen. Ich bin wirklich schockiert, ueber die Arroganz und die Unwissenheit die das von Ihnen kontrollierte BAKOM bei der Lizenzvergabe an den Tag gelegt hat. Nicht nur, dass sich das BAKOM eine inakzeptable Hinhaltungstaktik bei der Vergage der Lizenzen geleistet hat, nein, nun kommt auch noch die Ueberheblichkeit einer von Arroganz gekennzeichneten Bundesbehoerde bei der effektiven Vergabe der Lizenzen dazu.
Ich hoffe wirklich sehr, dass die Leute von "Tele-Zueri" diesen Entscheid anfechten werden und abgesehen vom Ausgang dieser Anfechtung, ihre serioese Arbeit weiterhin mit dem gleichen Einsatz und Begeisterung wie bis anhin weiterfuehren werden. Also auf mich und viele, viele meiner Freunde kann sich die Redaktion von "Tele-Zueri" mehr denn je verlassen.
Mit fruendlichen Gruessen,
Hp. Ellenberger
Danke für deine Antwort.
Natürlich ist der Gehalt des Topkaders den Leuten nicht mehr egal. Zu lange schon schwafelt die Politik über Boni und Gehälter.
Aber, wie viele ANGESTELLTE glaubst du, kommen in der Schweiz in den Genuss von Millionen- Gehältern und Millionen- Boni? (ich spreche hier nicht von Leuten die das Risiko, wie z. B. bei Familienunternehmen, selbst tragen)
Ich denke wenn dies gegen die 1'000 wären, wäre dies schon ziemlich viel. Aber verglichen mit der Gesamtbevölkerung ist das NULL UND NICHTS.
Also 'schmeissen' wir die 1'000 Top- Verdiener einfach aus unserem Ländle und dann wird es uns allen besser gehen - ist das die Meinung?
Boni- und Gehälterdiskussionen sind also REINE POLEMIK und reine ABLENKUNGSMANÖVER.
Und zwar sind es Ablenkungsmanöver weil der Geldgeber normalerweise auch befiehlt (Es heisst: Wer zahlt befiehlt!). Nur in diesem Fall hat der Geldgeber vergessen, die Zahlung mit einigen wichtigen befehlen zu verknüpfen.
Wenn sich also hier schon jemand an der Nase nehmen muss, dann die Geldgeber. Die Manager nutzen nur die Gunst der Stunde und die Dummheit der Geldgeber.
Und siehe da, in den USA, im Land des Casino- Kapitalismus, hat man anscheinend mehr Gerechtigkeitssinn als in der sozialen Schweiz. So schreibst du jedenfalls, dass die Manager der verstaatlichten Banken in den USA keine Löhne über dem Lohn des Präsidenten erhalten. Wow.
Zudem schreibst du:"Es ist eben doch unser Geld, dass da flöten gehen würde, dem Bürger seines dem Volk seines und zuletzt dem Staat seins."
Der Bürger, das Volk und der Staat sind alle samt die gleiche 'Person'.
Zahlen müssen wird natürlich immer jemand. Die frage ist doch nur: Wer? Und so wie es jetzt aussieht sind es alle Steuerzahler, statt nur jene die eigentlich das Risiko mit dem Kauf der Aktie auf sich genommen haben.
Und eines möchte ich dich noch fragen: Wie lange würdest du eine Unternehmung mit 80'000 Angestellten für 150'000 Franken Jahresgehalt führen?
Da spiele ich ja lieber etwas Tennis.
Es grüsst
Mr. Pink
Ich habe nur den Titel dieses Blogs gelesen. Und da bin ich ganz klar Ihrer Meinung: mehr Demokratie!!!
Dann stellt sich bei mir aber die Frage: Warum nimmt man bei den Wahlen der Konzessionen nicht einfach diejenigen Sender, welche am meisten Zuhörer bzw. Zuschauer haben? Sie wollen ja nicht etwa sagen, dass ENERGY ZÜRI wenige Zuhörer hat! Einziger Grund: er passt uns! Und ich kann es nicht fassen, das man einem so beliebten Radiosender das ausstrahlen verbieten kann! Bis annhin konnten doch auch alles Radiosender senden! Wiso sollte man das ändern? Jeder sollte hören können was er will! Und ich will NRJ Züeri!!!!!
freundlcihe Grüsse
R. Jud
Ihre Entscheidung Radio Energy Züri die Konzession für die nächsten 10 Jahre zu entziehen hat mich sehr schockiert. Bisher dachte ich immer, dass Sie noch einer der der fähigeren Politiker im Bundeshaus seien, jedoch musste ich heute feststellen, dass Sie genauso sind wie alle Politiker. Ja, Herr Leuenberger, ich muss sagen, dass Sie in meiner Rangordnung der Bundesräte noch hinter Herrn Blocher zurückgefallen sind. Das haben Sie sich selbst zuzuschreiben. Ich dachte immer Sie handeln als Politiker (als einer der Wenigen) mit einem reinen Gewissen. Doch - Können Sie es mit Ihrem Gewissen vereinbaren dass nun diverse Radio- & TV-Sender, welche sich in den letzten Jahren eine Existenz aufgebaut haben, aufgeben? Wenn Sie mich fragen, Herr Leuenberger, hat Vitamin B bei der Vergabe dieser Konzessionen eine sehr grosse Rolle gespielt. Schauen wir zum Beispiel Radio 1 an Ist es nicht so, dass Sie eine sehr gute freundschaftliche Beziehung zu Roger Schawinski haben? Auf etwas können Sie jedoch Gift nehmen: Die Stationen, welche von Ihnen abgewürgt wurden werden sich wehren und ein grosser Teil der Eidgenossen wird sich nicht mehr auf Ihre Seite stellen! Viele Ihrer An- hänger haben auf die Gegenseite gewechselt. Sie können wahrscheinlich von Glück sagen dass der Bundesrat (noch)nicht vom Volk gewählt wird, denn sonst wäre mit höchster Warscheinlichkeit dieser Silvester auch der letzte Silvester für Sie! Deshalb bitte ich Sie mit Nachdruck nochmal über Ihre Ent- scheidung nachzudenken, denn die Konse- quenzen wären fatal.
Freundliche Grüsse
Thema Gier:
Unlautere Geschäftemacherei beruht auf Gier. Die Versuchbarkeit des "kleinen Mannes" beruht auf seiner eigenen Gier. Gier ist eine ureigene menschliche Eigenschaft. Deshalb braucht es Grenzen, innere ethische Grenzen, wie es Religionen und Philosophen seit Jahrtausenden lehren und, weil sich nicht alle Menschen sich durch Ethik steuern lassen, äussere Grenzen.
Kapitalismus sieht die Gier als einen Motivator für vermehrte Anstrengungen und bessere Leistungen, Sozialismus verdrängt die Macht ihrer Existenz, weil Sozialismus ein idealisierendes Konzept ist. Der ideale Mensch lässt sich durch innere ethische Werte steuern. Somit motiviert er sich mit dem Gedanken, dass es allen besser gehen soll und er begrenzt seine eigene Gier aus der gleichen Motivation heraus.
Kapitalismus hat keinen Grund, die Auswüchse der Gier mittels äusserer Kontrollen und Regelungen einzudämmen und zu bekämpfen, weil sie ja zu "positiven Resultaten führt", Sozialismus hat eine sehr ambivalente Haltung. Auf der einen Seite sollte der ideale Mensch keine Gier haben , auf der anderen Seite wird ja genau die Gier derjenigen unterstützt, die weniger haben, indem sie unterstützt werden, dafür zu kämpfen, mehr zu haben.
Bitte versteht mich nicht falsch. Ich finde auch, dass Unterprivilegierte ein Recht auf mehr haben. Mein Punkt ist der, dass es unweise ist, die Gier des Menschen zu idealisieren oder zu verdrängen. Idealisieren und verdrängen derselben haben genau die gleichen Auswirkungen. Sie kann grenzenlos wachsen und grenzenlos Schaden anrichten, weil keine Instanzen geschaffen werden, die deren Auswüchse begrenzen.
Die Gier hat wahrscheinlich in der Evolution bis anhin einen, die Spezies erhaltenden Effekt gehabt, sonst wäre sie ausgemerzt worden.
Die Thematik Bankgeheimnis hat den genau gleichen Hintergrund. Ehrlich gesagt sind wir doch allesamt von der Gier getrieben. Diejenigen die Steuern hinterziehen, diejenigen die von der Steuerhinterziehung profitieren und diejenigen, die die Steuern selber wollen. Sind wir doch ehrlich, wir alle wollen die Beute.
Da stellt sich doch einfach die Frage: Können wir überleben ohne unsere Gier und falls wir das können oder könnten. wollen wir?
Solange wir aber die Existenz der Gier, dieser ureigenen menschlichen Eigenschaft, die unsere Gefühle und unser denken immer wieder steuert, nicht anerkennen, sind wir in einem System gefangen, das ihren Auswüchsen keine, oder zu wenig Grenzen setzt.
Tele Züri ist für mich seit Jahren eine Peinlichkeit für die grösste Stadt der Schweiz und unsere Wirtschaftsmetropole! Tele Züri ist auf dem miefigen Provinzniveau einer billigen Gratiszeitung stehengeblieben und produziert billigsten Boulevard unter ihrem Oberhysteriker Gilli! Ein Drittel der Stadtzürcher >Bevölkerung sind Ausländer und Tele Züri schliesst diese einfach aus ihrem Programm aus, indem man von A - Z Züritüütsch schnurret! Von Anstand und Gastfreundschaft noch nie etwas gehört, oder was??!! Dieses Verhalten ist im Grunde genommen rassistisch! Auch fehlt es oft an der Professionalität der Redaktion. Für die Wirtschaftsmetropole der Schweiz dürfte man zumindest ein Basiswissen über wirtschaftliche Zusammenhänge erwarten, auch von einem Tele Züri!
In diesem Sinne ist ihr Entscheid sehr zu begrüssen. Ich hätte auch gar nichts dagegen, wenn Tele Züri verschwindet und etwas neuem Platz macht, das dem Niveau einer Stadt Zürich viel mehr entspricht! Das dürfte nicht allzu schweierig sein!
Könnten Sie vielleicht dem Forum noch genau erklären, was Sie an Tele Züri so professionell und toll finden?
Mehr als ein Auftragsschreiber dürften Sie wohl nicht sein. Das merkt wohl jeder gleich!
Lesen Sie meinen Post, dann finden Sie ein kritische gegenteilige Meinung. Und ich kenne viele, die meine Meinung teilen!
http://autofahrer.wordpress.com
Sie sind Sozialdemokrat. Das Wort beinhaltet sowohl "sozial" wie auch "Demokratie".
Leider ist es weder sozial noch demokratisch, wenn Sie diktatorisch über solche Dinge entscheiden! Auch wenn Sie jetzt natürlich Gesetze und Prozesse vorschieben, die Sie zu diesen Entscheiden "gezwungen" haben.
Es gibt genügend UKW-Frequenzen um alle sich bewerbenden Radiosender aufzuschalten. Schalten Sie einfach ein paar Frequenzen z.B. für DRS 2 ab. Wenn ich am Radio durchzappe, finde ich auf jedem zweiten Band eine Frequenz für DRS 2. Das ist nicht nötig. Ich bräuchte nur eine davon.
Beim TV ist es noch krasser. Warum darf ich zwar Al Jazeera, CNN, BBC und den Bayerischen Rundfunk empfangen, aber Tele Bern, Tele Tell und Tele M1 darf ich in Zürich nicht empfangen? Wieso darf ich als Schweizer nicht alle Regionalsender empfangen, wenn mich diese interessieren? Diese Politik versteht einfach niemand, Herr Leuenberger!!!!!!
Etwa weil Sie SF DRS vor Konkurrenz schützen wollen? Oder etwa weil Sie sich als Diktator sehen und gerne alles der Zensur unterwerfen wollen?
Bringen Sie diesen Schlamassel schleunigst in Ordnung. Statt sich, wie in früheren Blogs, darüber zu amüsieren, dass Sie auch als Bundesrat genügend Freizeit haben, sollten Sie entweder mal endlich an die Arbeit gehen oder dann halt - viel lieber - endlich den Hut nehmen und zurücktreten.
http://www.zeitgeistmovie.com/
Tele Züri hat gemäss Roger Schawinski ohne Lizenz mehr Chancen.
Und das Programm von Radio NRJ war im Vergleich zur lokalen Stadtzürcher-Radio-Konkurrenz gelinde gesagt besch.....eiden.
Die gut arbeitende Aargauer Medienlandschaft bleibt einigermassen unverändert.
Und auch Tele Top hat eine Chance verdient.
http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/t
Tele Züri kann auch ohne Konzession senden
http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/tele_zueri_kann_auch_ohne_konzession_senden_1.1201323.html
Ich bin sehr enttäuscht, dass Sie dem Lokalfernsehsender Tele Tell die Lizenz wegnehmen. Dieser Sender ist seit Jahren etabliert und berichtet sehr objektiv. Mit der Vergabe an den neuen, unerfahrenen Sender Tele 1 schaffen Sie auch ein Monopol, wird doch dieser Sender von unsere einzigen lokalen Tageszeitung betrieben. Zudem gefährden Sie die Arbeitsstellen der Tele Tell-Mitarbeiter. Dies steht einem SP-Politiker nicht an!
Freundliche Grüsse
Erwin Getzmann, Kriens
PS. Der Luzerner Kantonsrat hat dem Tele Tell vor nicht allzu langer Zeit die Lizenzbewilligung zugesprochen. Ich verstehe die Welt nicht mehr!
Die Agglomeration Zürich wäre eigentlich gross genug, um hier alles privat zu finanzieren. Wichtig ist doch auch, dass die Randregionen der Schweiz eigene Medienkanäle haben.
Leuenberger wird Kritik in dieser Frage kaum bewegen, da ja Enttäuschungen vorprogrammiert waren. Allen Recht getan ist bekanntlich eine Kunst die niemand kann!
So regt sich hier vorallem Kritik über die Nichtunterstützung von Boulevard und Proleten Medien. Das wird kaum grosse Wellen schlagen! Ringier hat genügend Mittel um auch ein Radio Energy zu erhalten. Und wenn dieser Kanal eingeht, wäre das wahrlich ein Gewinn! Dieses sexisitische, idiotische Grossmaul Kilchsperger brauchen wir wahrlich nicht täglich zu hören!
Und das DRS 2 ganzschweizerisch zu hören ist, ist sehr wichtig! DRS 2 ist einer der besten Radiokanäle europaweit! So viel Qualität muss unterstützt bleiben! Quatsch und Klamauk auf Privatradios und Fernsehen gibt es wahrlich viel zu viel!
Jede und jeder müsste sich sowieso gelegentlich die Frage stellen, ob weniger und dafür mehr Qualität nicht sowieso besser wäre für Gemüt und Seele anstatt sich nur mit medialer Fastfoodkost zuzumüllen!
Zur Konzessionsvergabe: Also soviel zu mehr Demokratie?!
Die Medien werden immer mehr eingeengt und kontrolliert, wie es sich in einer Diktatur gehört.
Nur über Demokratie schreiben, oder aber so handeln sind zweierlei, Herr Leuenberger.
Da haben sie mit ihrem aktuellen Beitrag über Demokratie wieder einmal den Bock abgeschossen.
Bin mal gespannt auf den nächsten Rechtfertigungsbeitrag von Ihnen.
Aber wenigstens weiss ich jetzt ganz genau was Sie unter dem 'Primat der Politik' verstehen.
Gute Nacht Demokratie
Mr. Pink
Vielen Dank, Sie haben gerade einen Radiosender mit über 200 000 HöherInnen aus dem Äther gebeamt, und dafür einen Schrott-Sender mit immergleicher Uralt-Musik ihres guten Kumpans gepusht - STATT per Gesetzänderung dafür zu sorgen, dass die ungerechte Frequenzverteilung endlich ein Ende hat und der Status quo (scheint ja in Zürich alles zu funktionieren, so wie's jetzt grad ist) erhalten bleibt.
Als liberal denkender Mensch bin ich unglaublich enttäuscht - Sie haben wieder mal einen Fan verloren. Der NIE mehr solche Typen wählen wird wie sie.
Und falls die ganze Fan-Fraktion jetzt wieder kommt: Ja, ich habe die Begründungen gelesen. Und die sind das SCHLIMMSTE - weil hier ein BR entscheidet, was Qualität ist und was nicht.
Hört eigentlich jemand R1 (eins, nicht one, Herr Leuenberger...)? Ist nämlich schlecht. AP-Meldungen ablesen könnte ich sogar selbst, dafür brauch ich kein "News-Team" in Zürich, da gibts schon DRS. Und im Internet stehen diese Meldungen auch schon alle.
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/kan
«Vier Jahre Radio Energy – das reicht ja auch»
Von Tina Fassbind
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/kanton/Vier-Jahre-Radio-Energy--das-reicht-ja-auch/story/12151252
Ich konnte beobachten, dass z.B. manche Handwerker gerne Radio hören während der Arbeit. Ein Lokalsender, der viel Musik bringt, Nachrichten, die eigentlich immer wieder Neuigkeiten aus der Region und vom ganzen Globus bringen, wo man die Stimmen hört (im Gegensatz Internet-News), werden durchaus auch geschätzt. Auch Themenwochen, wo an jedem Wochentag dazu eine Facette beleuchtet wird, kurz und prägant, stören nicht. Die richtige Dosis ist nicht einfach, aber es leuchtet sicher ein, dass sich ja z.B. Elektriker in erster Linie auf die Arbeit konzentrieren müssen, nicht dass am Ende noch ein ganzes Haus falsch verkabelt ist. Lange Diskussionssendungen, hitzige Debatten etc. sind ihnen in diesem Moment ev. nicht besonders dienlich.
Und: Ich schätze DRS 2 auch, gibt dort interessante Sachsendungen (wie z.B. Kontext). Oder manchmal klassische Musik.
Und das beste Radioheft, das ich in der Schweiz kenne, ist dies:
http://www.radiomagazin.ch
http://www.radiomagazin.ch/index_de.cfm
"Mo, 03.11. 09:00-09:35, Kontext, DRS 2
Führungskultur in der Krise
In der Schweiz häufen sich prominente Rücktritte: Im letzten Dezember wurde SVP-Bundesrat Christoph Blocher abgewählt, im April musste UBS-Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel den Hut nehmen und im Juli Armeechef Roland Nef den Dienst quittieren. In den letzten Monaten wurde auch Bundesrat Samuel Schmid ein Rücktritt nahegelegt. Was ist in den politischen und wirtschaftlichen Chefetagen der Schweiz los? Sind die Anforderungen ans Management zu hoch? Oder sitzen zu viele Führungskräfte an Schalthebeln, die sie nicht mehr im Griff haben? Oder schaut eine kritische Öffentlichkeit nur genauer hin? "Kontext" sucht nach Erklärungen für die Führungskrise in der Schweiz.
(Z: Heute, 18.30, DRS 2)"
http://www.radiomagazin.ch/index_de.cfm
Und ob er über uns, Dr. Evil & Artio, auch mal wütend sein darf, wenn wir hier wüteten?
Und der kann ja nicht mal ein Smiley in den Blog setzen, wir armen Bürger/innen aus dem Volk müssen uns mit dem Bildli links oben begügnen, sieht zwar nicht grad nach einem Diktator aus, finde ich.
:)
Wie Sie und Ihre Mitarbeiter die Konzessionen verteilt haben ist vorallem im Grossraum Zürich sehr fragwürdig. Ein Amateur-Fernsehen wie Tele Top bekommt eine und Tele Züri wo doch ein ziemlich professionelles Fernsehen betreibt bekommt keine Konzession, Sie sagten beide hätten eine gleichwertige Bewerbung eingereicht. Aber wie kann Tele Top plötzlich von heute auf morgen die sogenannt gleichwertige Bewerbung erfüllen oder in Kürze vom Amateur zum Profi werden. Wenn sich ein Büezer als Bankdirektor bewirbt bekommt er die Stelle sicher nicht, da er den entsprechenden Leistungsausweis nicht vorweisen kann, auch wenn der Büezer ein bessere Bewerbung als seine Mitkonkurenten einreicht.
Ein Gesetz, dass weder die Professionalität noch die Popularität in der Bevölkerung miteinbezieht sondern nur die Bewerbung berücksichtigt, haben Sie so gesagt, ist unprofessionel und eines modernen demokratischen Staates nicht würdig. Die Beweggründe einem ebfalls etablierten Radio Energy, das vorallem bei den jungen Zuhörern beliebt ist einfach den Hahn abzudrehen sind mir ebenfalls schleierhaft. Einem Radio, dass seit 1983 auf Sendung ist so mir nicht Dir nichts die Betriebsbewilligung zu entziehen und einfach zu sagen das Gesetz... ehrlich Herr Br. Leuenberger was denken Sie über dieses Gesetz, meine Meinung ist ein Radio und Fernsehgesetz wie dieses gehört in eine Diktatur und nicht Demokratie. Ich hoffe, dass darüber noch nicht das letzte Wort gesprochen ist
Freundliche Grüsse
W. Mtt
http://www.infokrieg.tv/
Mehr Infos unter: http://www.infokrieg.tv/
R.S.
2008-10-31 22:32:56
Jede/jeder hat ihr/sein eigenes Menschenbild.
Ich meine, dass die Vorstellungen davon, was und wie der Mensch sei, so vielfältig und individuell wie seine Fingerabdrücke sind.
Nehmen wir mal an Blocher wäre anstelle Leuenbergers UVEK Minister seit 5 oder mehr Jahren gewesen. Dann müssten wir uns heute wohl eher die Frage stellen: Gäbe es dasd UVEK überhaupt noch? Swisscom, SBB und die NEAT wären wohl längst privatisiert. So auch die Medien. Beim staatlichen Fernsehen nur noch ein Minimal Service Public um alle Landesteile minimal abzudecken. Sonst alles privatisiert. Das würde heissen, dass zwei, drei grosse Medienkonzerne: TAmedia, Ringer und Edipresse wohl auch das Privat Radio und Fernsehen mit ihrem billigen Schrott beliefern würden. Die Medienvielfalt wäre dann wohl auch flöten gegangen.
Und das Geschrei wegen Tele Züri und Radio Energy verstehe ich absolut nicht. Beide Sender werden weitergeführt werden. Sowohl Tamedia und Ringier sind dafür finanzstark genug.
http://www.huffingtonpost.com/2008/11/0
Will das niemandem vorenthalten:
PRANK CALL AN PALIN: PRESIDENT SARKOZY CALLS GOV PALIN ON THE CAMPAIGN TRAIL!
Real ! No Joke!
http://www.huffingtonpost.com/2008/11/01/masked-avengers-prank-cal_n_140023.html
Absolut unglaublich wie naiv diese Frau ist!!! Sie merkt bis am Schluss des Gespräch nichts!
http://www.dailytalk.ch
Haben Sie so auch das Luftverkehrsabkommen ausgehandelt? (Mit Verständnis für die Anliegen der deutschen Politiker)
Freundliche Grüsse
Alexander Müller
es geht mir nicht um ein Menschenbild, sondern darum auch unsere Schattenseiten zu sehen.
http://www.bahnforum.org
=> http://de.youtube.com/watch?v=4FAQFdKgzSM
das Lied "Schickeria" von der Spider Murphy Gang an. Obwohl 98% von der sogenannten NDW "Neuen Deutschen Welle" sinnloser Blödsinn ist, ist SPM absolut Kult. Zeit, dass wieder vermehrt solche Musik in den lokalen Radiosendern gespielt wird.
EIn ausführliches Essay über demokratische Kultur im Internet folgt sicher irgendwo irgendwann. Ich muss notgedrungen meine internet'schen Akttiväten hierhin verlagern, da ich andernorts Schreibverbot aufgebrummt bekam.
Was machen sie genau Herr Leuenberger??!! So wie Sie die Konzessionen verteilt haben!! Der Zentralschweiz streichen sie das sehr gut verankerte Regionalfernsehen Tele Tell und ersetzen es durch ein Fernsehen welches nur auf dem Papier besteht- Tele 1. Außerdem stärken Sie die Position des Monopolisten LZ Medien- Radio, Zeitung, Sonntagszeitung und neu auch Fernsehen. Im Kanton Zürich streichen Sie Radio Energy aus dem Radioprogramm! Wieso?? Radio Energy ist das einzige Radio für die junge Generation! Aber nein es wir durch Radio 1 ersetzt welches die älteren Generationen anspricht und sicher nicht die Jungen! Ich finde es eine Katastrophe!!
M. Häfliger
Nun haben die Radiozwangsabstinenten die Südanflugopfer verdrängt.
Es klingt stossend, und BR ML kann es sicher erklären.
Es steht allen frei, dasjenige juristisch auf Gesetzes- und Verfassungskonformität hin überprüfen zu lassen, was ihre gewählten Volksvertreter damals beschlossen haben! Oder wir können das Gesetz wieder abschaffen und usn italienische Zustände wünschen: Auf jedem Zehntelmegahertz 5 Sender, der Stärkere kommt durch.
Sicher könnt ihr euch im nächsten Beitrag des Herrn Bundesrats darüber austoben.
Regula Maggiori:
Willkommen zurück. Ihr Votum kann leicht missverstanden werden (Sozialdarwinismus?). Diese Erläuterungen sind mir zu banal und zu biologistisch. Wir sind ja nicht einfach ein evolutiv entwickelter gieriger Bakterienhaufen, sondern kulturfähige Wesen. Oder vielleicht halt auch nicht. Oder vielleicht siegt einmal die Gier nach Gerechtigkeit und nach Sein über die Gier nach Haben...
http://natale.de.tl
Ihre Beiträge werden nicht umgehend veröffentlicht, sondern von einem meiner Mitarbeiter gelesen. Ach so, dann handelt es sich nicht um den Blog von Herrn Bundesrat, sondern von Herrn Mitarbeiter ?
Ein Anrecht auf die Veröffentlichung eines Kommentars besteht nicht.
Wieso denn noch Kommentare abgeben ?
Vielen Dank für Ihr Vertständnis.
Und dann noch Verständnis haben ?
Ich verstehe diese komplizierten Ex-Präsidenten des zürcherischen Mieterverbands überhaupt nicht..!!!!
Hochachtungsvoll
Toni Ott
Ex-Präsident des "Internationalen Komitees für ein freies Radio in der Schweiz"
Sie zerstören wofür wir 2 Jahre lang Fronarbeit geleistet haben!!
BRAVO !!!
Je suis abasourdie et révoltée par votre décision de ne pas reconduire la concession de la radio One FM à Genève. Moi-même, j’écoute deux radios : One FM et World Radio Switzerland. En écoutant ces deux chaines le matin, je peux m’instruire sur l’actualité mondiale et régionale en une heure.
En quoi est-ce démocratique de choisir de donner une concession publique à une radio non-existante plutôt qu’à la radio la plus populaire de Genève ? J’ai vécu pendant une demi-année en Chine où les citoyens connaissent le filtrage des informations par leurs dirigeants… Ici, ce ne devrait pas être permis !
Par ailleurs, je ne pense pas que vous encouragez, avec une telle décision, la population genevoise à s’instruire sur les nouvelles de leur région : les gens se remettront très vite à écouter les radios musicales françaises, comme ils le faisaient avant l’apparition de One FM, il y a douze ans.
J’espère sincèrement que le recours de One FM et les commentaires de leurs 100'000 auditeurs vous feront reconsidérer votre décision et vous rappelleront que la démocratie devrait faire foi dans ce pays.
"Im Parlament sitzen kaum mehr Unternehmer und die Manager, welche unsere Firmen führen, haben für unser Milizsystem kein müdes Lächeln übrig, weil sie es nämlich gar nicht kennen. Gewiss bestand früher die Gefahr des Filz’, aber es gab doch wenigstens noch Sinn für demokratische Prozesse, für Verhältnismässigkeit und Ausgewogenheit."
Zynischer geht’s wirklicher nicht mehr!
Da werden bestehende Betriebe so mir nichts, dir nichts durch bundesrätliche Verordnung mit dem Hinweis aufgelöst, dass das nicht gleichbedeutend mit einer Welle von Arbeitslosen gleichkommt, da die Angestellten bei den Neuen sofort eine neue Anstellung bekommen (TSR Tj-midi BR M.L., jedoch nicht in der Tagesschau auf SF1 ). Da frag ich mich schon einiges über Ihre Zurechnungsfähigkeit.
Die Gefahr des Filzes besteht auch heute noch wie man sieht! Nein, er IST vorhanden! Ganz klar ersichtlich, wenn man auf dem linken Auge blind ist.
Die meisten Bürger wissen wohl auch nicht, dass ihr Beitrag an Billag zu Teilen auch den privaten Sendern zukommt was einer Subvention von Privatem gleichkommt. Freie Marktwirtschaft?
Schleichende Verstaatlichung! Medienkontrolle TOTAL wie früher im Ostblock und heute noch in der Ukraine, Russland und Weissrussland. Gesendet wird, was dem UVEK genehm ist. Und nicht was dem Bürger gefällt.
Wann kommt die Verordnung, dass ich meinen Betrieb schliessen muss, die freie Marktwirtschaft abgeschafft wird? Jetzt wo das freie Denken amputiert worden ist!
Was vor 70 Jahren schon mal passiert ist, wiederholt sich und kommt tatsächlich wieder von Sozialisten. Wiederholt sich die Vorkriegspolitik?
Die Linken Parteien haben den Patriarch abgeschafft, und heute jammern sie über abzockende Manager. So what! Nur in den eigenen Reihen darf weiter gezockt werden. Ganz legal!
Filz? Vetternwirtschaft? Wird es immer geben....
MfG
Obwohl ich erst seit kurzem hier schreiben: Ich danke einfach mal den "Kontrolleuren" für Ihre gute und sehr objektive Arbeit! :-)
Habe Ihren Eintrag aufmerksam gelesen.
Die nachfolgende Geschichte in BR Leuenbergers Blog dreht sich grossenteils um "Radio Energy".
Eines muss man der GIER doch lassen: An Energie mangelt es ihr nicht!
Dass Solidarität, Rücksicht, Mitleid, Brüderlichkeit (Libertè Égalité FRATERNITÉ) dabei zu kurz kommen...wen kümmert's?
2008-11-02 20:07:21
Danke für Ihren Hinweis: es geht mir nicht um ein Menschenbild, sondern darum auch unsere Schattenseiten zu sehen.
Das habe ich auch so verstanden.
Um aber das Thema der menschlichen Gier, also einer Schattenseite, zu illustrieren, entwerfen Sie ein für mein Empfinden ausgesprochen deprimierendes Menschenbild. Es liest sich, als wäre der Mensch ein durch genetisch bedingte Gier getriebenes Wesen - einer für das Überleben der Menschheit notwendigen Gier: Sonst wäre sie ausgemerzt worden, schreiben Sie.
Ohne meine persönlichen Schattenseiten und die des Menschen als solchen verharmlosen oder verdrängen zu wollen – ich kann weder mich selber noch die Menschheit in einer darwinistischen Evolutionstheorie erkennen.
Was ist der wesentliche Unterschied zwischen uns und der Bankenwelt? Es sind nicht unbedingt Managementfehler und nicht die Gier die uns ins Trudeln gebracht hat, sondern es ist einfach ein allzu schnell wechselnder Konjunkturwind.
Und Jetzt?: alle wissen, dass die Flaute in der Automobilbranche vorübergehend ist, aber eben: Kanton und Gemeinde sprechen uns Mut zu (auch das ist nötig, aber es reicht halt nicht), die Banken winden sich und sprechen von ihrer eigenen schlechten finanziellen Lage (trotz Milliardenkissen im Rücken), die Kunden und Lieferanten wenden sich von uns ab aus Angst vor eigenen Verlusten in der unsicheren Zeit und der Schweiz könnte unwiderruflich ein enormes Know-how bachab gehen.
Klar: wenn unsere Firma schliessen müsste wird uns der Sozialplan der Firma, das RAF und/oder das Sozialamt schon irgendwie auffangen. Aber könnte jetzt nicht der Bund, als Teilbesitzer der Bank(en) ein Machtwort sprechen, dass die Banken in solchen Sanierungsfällen dieselbe Grosszügigkeit zeigen, wie es der Bund ihnen gegenüber auch gezeigt hat (zumal da wir von etwa tausendmal kleineren Summen sprechen)?
http://religo.ch/2008/10/12/weltweite-f
Die Banken sind grundsätzlich alle bereits bankrott. Was leider in der ganzen Diskussion rund um die Krise nicht besprochen wird ist die Gefahr des Derivatemarktes. Dieses Spielgeld wollen die Spekulanten nicht abschreiben.
Solange die von Greenspan kreierten "Finanz-Hebelwerkzeuge" nicht abgeschafft werden wird es keine dauerhafte Erholung der Realwirtschaft geben. Ich bezweifle, dass das was unsere Politiker, Banker und Experten über die Krise sagen von ihnen selbst geglaubt wird.
Es braucht einen "New Deal", ein neues "Bretton Wood"!
Dazu muss Geld auf Wertschöpfung bezogen werden und der Handel mit Geld verboten werden.
http://blog.4st.ch/?p=146
Leider muss ich immer noch warnen, und zwar noch weit schärfer als bisher. Wir wurden Zeugen des Entstehens einer neuen Spekulationsblase. Die Spekulanten setzen nun auf die Sicherheit des Staates. Sie beginnen, wie bereits bei den vorangehenden Blasen, auf etwas zu setzen das keinen ewigen Bestand haben kann.
Nun darf dürfen die Rettungspakete aber auf keinen Fall scheitern. Dies wissen aber die Spekulanten und werden Unvernunft walten lassen. Sie werden die Staatshaushalte ruinieren, weil es erwiesen ist das JEDE Spekulationsblase bisher an der Gier der Spekulanten scheiterte.
Dass dies wieder niemand sehen will ist typisch, die geistige Abkopplung vom Neoliberalimus hat versagt, weil die Finanzoligarchen nur mittels Ungleichgewichten ihre Macht erhalten können und wollen.
Dann wären sie schon lange abgewählt!
Also halten sie besser ihren Mund
was mich betrifft, so habe ich mich schon lange an diesen grossen Boni der Topmanager gestört. Immer wieder wurde in der Zeitung von Leuten berichtet, die über 20 Mio. Sfr. im Jahr verdienten. Auch am Beispiel der Swiss konnte man sehen, wie Manager immer mehr verdienen, je schlechter es einem Unternehmen geht. Sollte es nicht gerade umgekehrt sein? Boni an sich sind ja in Ordnung. Manche haben es vielleicht auch ein bisschen damit übertrieben. Aber, dass sie am meisten verdienen, wenn es der Firma am schlechtesten geht, das hat mich immer schon am meisten gestört. Die Finanzkrise stellt da nur die Spitze des Eisbergs dar.
Grund für die Wirtschaftskrise sind ja Wertschriften, welche weit über ihrem realen Wert gehandelt wurden. Viele Leute haben sich and diesen “Luftblasen“ bereichert. Doch wer war das eigentlich? Es waren in erster Linie Grossbanken, dieselben, welche jetzt auf Kosten der Bürger gerettet werden. Das ist nicht gerecht. Wer das Risiko auf sich nimmt, soll auch die Folgen tragen. Ich will mich jetzt hier nicht gegen die Deregulierung aussprechen. Aus meiner Sicht ist eine freie Marktwirtschaft am effektivsten, doch dürfen wir dann nicht wieder eingreifen uns solche retten, die mit den Freiheiten nicht umgehen konnten.
Trotzdem können wir leider nicht tatenlos zusehen, weil auch viele Arbeitsstellen in anderen Branchen von Bankkrediten abhängig sind. Dadurch würden wir andere, unbeteiligte Branchen noch zusätzlich schädigen. Wie Wasserkopf das schon beschrieben hat, sind viele Firmen jetzt schon in ihrer Existenz bedroht oder mussten sogar schon schliessen. Deshalb war es trotzdem richtig, die Wirtschaftskrise mit Finanzspritzen zu dämpfen.
Auch in einem weiteren Punkt stimme ich Wasserkopf zu. Die Banken sollten sich für die Hilfe revanchieren.
http://www.gef.be.ch/site/gef_soziales_
Schweiz: 2006 gab es gegen 150000 „Working Poor“, zum Beispiel Einzelpersonen, die weniger als 2200 Franken verdienten, oder Familien mit zwei Kindern, deren Einkommen unter 4650 Franken pro Monat lag.
Im internationalen Vergleich schneidet die Schweiz punkto „Working Poor“ ausgesprochen schlecht ab.
In den meisten Ländern sind die Leute arm, weil sie keinen Arbeitsplatz haben. In der Schweiz hingegen sind fast alle die Arm sind (etwa 80 Prozent) erwerbstätig. In mehr als der Hälfte solcher Haushalte gehen zwei Personen einer bezahlten Arbeit nach! Im OECD-Vergleich liegt das noch vor Mexiko und der Türkei.
Demgegenüber sitzt Weltweit jeder 10. Milliardär in der Schweiz, so die aktuelle Forbes Studie! ca. 450 Milliarden sFr. ist in deren Besitz.
siehe: http://www.bilanz.ch/edition/artikel.asp?AssetID=5698
Diese Reichtumsunterschiede können nicht mehr hingenommen werden, es ist ein sozialer Sprengstoff sondergleichen. Die Armutsdrift ist extrem stark angewachsen.
UBS und Morgan Stanley, schlagen Alarm. In Studien über die Einkommensverteilung in den Industrieländern kommen sie unabhängig zum Schluss, dass sich in den westlichen Industrieländern die Verteilung zwischen Kapital und Arbeit in den letzten 25 Jahren dramatisch verändert hat. Vor allem in den letzten Jahren wären die Unternehmensgewinne nochmals sprunghaft angestiegen, während die Löhne in den meisten Ländern nur wenig zugelegt haben
Diese starke Umverteilung ist die Folge der nun kollabierenden kreditbelasteter Wertpapiere sowie einer völlig verfehlten Politik. Der Anteil der Löhne am Gesamteinkommen ist seit 1972 stark eingesackt, es ging stetig bergab. Sowohl Rationalisierung als auch Produktivitätszuwachs hatten keine Auswirkungen auf die Löhne! Es scheint sogar, je mehr die Menschen über Arbeit erwirtschaften, desto schneller steigt das Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich. Vor allem die Erfindung neuer Wertpapier -Produkte nach 1978 war der Arbeiter-Killer. Seither florieren Geschäfte mit Billigmöbeln a la IKEA, denn viele Menschen können sich nichts anderes mehr leisten, besonders nicht in der Schweiz!
siehe auch: http://www.thomas-goettin.ch/wirtschaft.html
Gemäss dem US-Bankensicherungsfonds FDIC wurden zwei Drittel aller US-Hypotheken verbrieft und weiterverkauft (auch UBS und CS etc.), als Krönung mit "werthaltigen" Autokrediten, Studentendarlehen und Kreditkartenschulden gebündelt und beschweren nun die Bilanzen der Internationalen Bankenwelt.
Mehr als ein Fünftel der weltweit ausstehenden festverzinslichen Wertpapiere hängen heute direkt oder indirekt mit US-Immobilien zusammen.
Und was macht man in Bundesbern…. Nichts?
oder gar Stützungsversuche der obersten Einkommensklasse?
Staatsoberhäupter die dermassen eigenmächtig
über das Volksvermögen verfügen können, kannte ich bisher nur aus afrikanischen Diktaturen.
Natürlich war es nicht möglich in dieser Notsituation eine Volksabstimmung durchzuführen. Aber sicher hätte man das
Parlament zu einer Notsitzung einberufen können. Ich bin überzeugt, dass dies auch
zur Folge gehabt hätte, dass man der UBS
griffigere, unmissverständlicher Auflagen
gemacht hätte.
Ich hoffe, dass in der politischen Nachbearbeitung dieses Debakels, die rechtliche Situation geändert wird und dem Bundesrat für künftige ähnliche Situationen die alleinige Vollmacht entzogen wird.
Die Lehren aus der Finzkrise werden allseits theoretisch gezogen,
doch zu praktischen Gegenmaßnahmen fehlt der Mut. Wer sonst als "das Primat der Politik" ist hier in erster Liene befugt?, wenn in direkter Form eine demokratische Zustimmung erfogt, um so besser.
Man kennt die negativen Kriterien aus der Finazkrise: zu wenig Selbstbeteiligung/Eigenkapitaleinsatz bei riskantem Finanztitel und kurzfristige Gewinnmaximierung, und das vorwiegend an der Börse, wo sich - Kursgewinne durch Wertschöpfung in der Realwirtschaft - künftig einstellen sollen. Hier liegt meines Erachtens ein der Ansatzpunkt, zu der die Politik eingreifen sollte: Beispielsweise sollten Namensaktien erst nach einer Haltedauer von drei Jahren beim Aktionär verkauft werden dürfen, es sei, dass die AG sich in Insolvenz treibt.
Warum werden ad hoc hier keine Gegenmaßnahmen ergriffen?, volatile Kursentwiklungen an Börsen unterbunden... die einzig und alleine nur kurzfristige Gewinne realisieren sollen, die die Wirtschaft durch ebenfalls kurzfristige Quartalsergebnisse in Zuzwang bringt und an ihre langfristigen Planung behindert ?