Gute Vorsätze
[Version française Bonnes résolutions]

Der Bundesplatz mit dem renovierten Parlamentsgebäude (Foto: Parlamentsdienste)
Jahresanfang. Die vielen, vielen Neujahrswünsche, Wahlgratulationen und Danksagungen für meine Neujahrskarte sind gesichtet, alle gelesen, zum Teil auch wieder beantwortet. Die guten Vorsätze sind gefasst, die guten Ratschläge von allüberall zur Kenntnis genommen. Die Arbeit im Bundeshaus kann wieder beginnen.
Doch was ist denn eigentlich die Arbeit eines Bundesrates oder einer Bundesrätin? Wer die Kommentare in meinem Blog liest, könnte meinen, ich beschäftige mich ausschliesslich mit Klima- und Energiepolitik. Die anonyme Verfasserin des gestrigen Seitenhiebes in der NZZ am Sonntag (ich „missbrauche den Bundescomputer für einen privaten Blog“) sieht korrekte bundesrätliche Arbeit offenbar einzig im Dossierwühlen, jedenfalls nicht in öffentlicher Kommunikation (ausser natürlich wenn es um ein Interview im eigenen Blatt geht). Umgekehrt liegen zahlreiche Interviewanfragen vor zu Themen wie „Vierzig Jahre 68er Bewegung“, „Bundesrat ohne Blocher“, es gibt unglaublich viele Anfragen zu Referaten zu Fachthemen oder für Reden über Grundsatzfragen oder für Diskussionen in Schulen. Ebenso wollen Vertreter von Kantonen, Institutionen oder Verbänden Sitzungstermine. Andere sehen die Beratungen im Gesamtbundesrat als zentral an.
Es sind all diese Bereiche zusammen, welche meine Arbeit ausmachen.
Bis bald
Moritz Leuenberger

Der Bundesplatz mit dem renovierten Parlamentsgebäude (Foto: Parlamentsdienste)
Jahresanfang. Die vielen, vielen Neujahrswünsche, Wahlgratulationen und Danksagungen für meine Neujahrskarte sind gesichtet, alle gelesen, zum Teil auch wieder beantwortet. Die guten Vorsätze sind gefasst, die guten Ratschläge von allüberall zur Kenntnis genommen. Die Arbeit im Bundeshaus kann wieder beginnen.
Doch was ist denn eigentlich die Arbeit eines Bundesrates oder einer Bundesrätin? Wer die Kommentare in meinem Blog liest, könnte meinen, ich beschäftige mich ausschliesslich mit Klima- und Energiepolitik. Die anonyme Verfasserin des gestrigen Seitenhiebes in der NZZ am Sonntag (ich „missbrauche den Bundescomputer für einen privaten Blog“) sieht korrekte bundesrätliche Arbeit offenbar einzig im Dossierwühlen, jedenfalls nicht in öffentlicher Kommunikation (ausser natürlich wenn es um ein Interview im eigenen Blatt geht). Umgekehrt liegen zahlreiche Interviewanfragen vor zu Themen wie „Vierzig Jahre 68er Bewegung“, „Bundesrat ohne Blocher“, es gibt unglaublich viele Anfragen zu Referaten zu Fachthemen oder für Reden über Grundsatzfragen oder für Diskussionen in Schulen. Ebenso wollen Vertreter von Kantonen, Institutionen oder Verbänden Sitzungstermine. Andere sehen die Beratungen im Gesamtbundesrat als zentral an.
Es sind all diese Bereiche zusammen, welche meine Arbeit ausmachen.
- Die Zusammenarbeit mit dem Parlament: Obwohl das neue Parlament schon während einer Session wirkte, beginnt die neue Legislatur eigentlich erst jetzt. Die Parlamentskommissionen sind nach den neuen Fraktionsstärken und mit neuen Gesichtern zusammengesetzt. Ich selber habe vor allem mit den beiden UREK (Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie) und KVF (Kommission für Verkehr und Fernemeldewesen) je des National- und des Ständerates zu tun. Entgegen dem Eindruck, den die Kommentare auf meinem Blog erwecken, wird die Arbeit in den Kommissionen nicht nur Energie- und Klimapolitik umfassen. Totalrevision der Raumplanung, Verkehrsvorlagen (Bahnreform, Planung und Finanzierung der zukünftigen Bahnprojekte der Schweiz, NEAT, das Strassenverkehrssicherheitsprogramm via sicura, road pricing etc.), Gesamtrevision der Postgesetzgebung und des Luftfahrtgesetzes sind ebenfalls politische Traktanden.
- Die Arbeit im Gesamtbundesrat: Er ist personell neu zusammengesetzt und wird durch einen neuen Präsidenten geleitet. Das bedeutet einerseits eine politische Veränderung, andererseits eine neue Dynamik im persönlichen Umgang und das spielt für die Politik oft eine grössere Rolle als parteipolitische Bindungen.
- Die Arbeit für das Parlament und für den Bundesrat muss vorbereitet werden mit meinem Generalsekretariat, mit meinem Stab, mit den sieben Ämtern meines Departements, den angegliederten Betrieben wie Post, SBB, skyguide, Swisscom. Da braucht es viele Besprechungen, Vorbereitungen und Diskussionen über die Inhalte, aber auch über Strategie und Taktik, um mehrheitsfähige Lösungen zu finden.
- Politik ist Kommunikation: Sich gegenseitig überzeugen, informieren, sich eine Meinung bilden. Dazu braucht es Gespräche mit Interessenvertreterinnen, mit Parlamentariern, mit Regierungsräten, mit interessierten Bürgerinnen und Bürger. Das heisst Diskussionen, das heisst Interviews und Reden, das heisst Brief- und Mailverkehr, das ist die Diskussion im Blog und für mich war auch das Buch „Lüge, List und Leidenschaft“ wichtig. Die vielen Briefe, die ich zum Buch erhalte, zeigen mir, wie geschätzt eben auch diese Kommunikationsform ist.
- Und zu all dem braucht es auch die Zeit, um neue Ideen zu entwickeln, Vorschläge aufzunehmen, zu erfahren, was in der Welt läuft, zu sehen und zu hören. Ja, dazu gehört auch, einen Film anzuschauen, ein Theater zu besuchen, ein Buch zu lesen, ja, auch mal über den Markt zu bummeln und einzukaufen. Ja, ich reklamiere dies als einen Teil bundesrätlicher Arbeit, weil politische Entscheide nicht von Eunuchen im Elfenbeinturm getroffen werden sollten.
Bis bald
Moritz Leuenberger



93 Kommentare
http://bloxxs.ch
du bist herzlich eingeladen, an unseren monatlichen bloggertreffen in bern teilzunehmen. den stadtwanderer wirst du dort auch antreffen.
bei interesse einfach ein mail schicken.
gruess, chrigu
@Mirosch
Ich sehe und habe bereits gesehen, dass Sie sich auf dem Gebiet der Energie auskennen. Ihre persönlichen Meinungen hierzu decken sich nicht mit den meinen. Müssen sie ja auch nicht. Ich will mich sachlich halten.
Sie schreiben, dass Gas- oder Biogaskraftwerke nicht flexibel sind, also keine Spitzenenergie zu liefern in der Lage sind oder "wollen". Das sehe ich anders. Natürlich ist es im ökonomischen Interesse des Kraftwerksbetreibers möglichst gleichmässig und mit Volllast, Strom ins Netz einzuspeisen und dafür vergütet zu werden. Dennoch ist es für den Kraftwerksbetreiber durchaus sehr interessant, Spitzenenergie zu liefern. Denn diese kann er deutlich teurer verkaufen als Bandenergie. Da spielt Angebot und Nachfrage des Strommarktes voll mit.
Ist Bandstrom im Überfluss vorhanden (z.B. Nachts), so erhält das Biogaskraftwerk weniger Geld für seinen Strom, als wenn es zur Mittagszeit seine Turbinen auf Volllast laufen lässt. Der hohe Preis von Spitzenstrom wird unter anderem eben durch den leicht geringeren Wirkungsgrad der Anlage gerechtfertigt. Nur teilweise.
Übringens gibt es bei Gaskraftwerken einen ganz wesentlichen Unterschied zu Kernkraftanlagen: Gaskraftwerke lassen sich auch mit vielen kleinen Turbinen bauen (z.B. zehn Stück), anstelle einer grossen. Diese kleinen Turbinen haben (bis auf Bruchteile eines Prozentes) denselben Wirkungsgrad einer Grossgasturbine, können aber nacheinander zugeschaltet werden und laufen daher (wenn sie laufen) immer nahe am optimalen Wirkungsgrad. Ein Kernkraftwerk besitzt nur einen oder zwei Reaktoren, die, soll das Kraftwerk wirtschaftlich arbeiten, immer nahe der Design-Leistung arbeiten müssen. Der Finanzteufel ist los, wenn es gar still steht.
Gaskombikraftwerke stehen bei mir deshalb ganz oben auf der Atraktivitätsliste, da sie flexibel sind, nicht viel kosten und gegenbenenfalls (das müsste dann gesetzlich geregelt werden) mit Biogas und erneuerbaren Brennstoffen oder einem Mix derselben "gefüttert" werden kann. Eine durchaus gangbare Alternative.
MfG
TU
Du bist sowas von arrogant und besserwisserisch, dass mir dein Geschwätz zu den Ohren rausläuft.
DU bist doch derjenige, der die ganze Zeit für die Atomkraft einsteht und anscheinend "keine Ahnung" hat. Also komm bitte von deinem hohen Tron runter - die dünne Luft da oben, schadet offenbar deinem Denken.
All deine Beiträge sind sowas von persönlich eingefärbt, dass ich mich auch bald frage, ob du nicht für die AXPO blogst. Du versuchst mit teilweise an den Haaren herbeigezogenen Argumenten, deine Liebe zum Atom und der Fusion zu rechtfertigen.
Wenn du schon so atomgeil bist, dann geh doch nach Tschernobyl - da gibts genug davon. Und bleib gleich da.
Sorry, aber dein Palaver und möchtegern-Experte-sein jagt mir einfach den Nuggi raus.
http://blog.zindel.org
Ein Vorsatz ging aber vergessen: das "eigene" Facebook-Profil wirklich zum eigenen Profil zu machen - oder läuft das unter "Besprechung"? ;-) Das wäre wirklich super - keine Angst, der Aufwand für die Betreuung ist gering (aber der Imagegewinn bei den Jungen schön gross)!
http://www.infonegocio.com/thalassos
Anonyme Schreiber verdienen es nur, ignoriert zu werden. Über so viel Dummheit muss man ja lachen, wenn es nicht zum Heulen wäre.
Nun, ich hoffe, Sie können Ihre guten Vorsätze einhalten. Dafür wünsche ich Ihnen viel Kraft.
Und auch viel Kraft, um die blöden Dummschwätzer (oder Dummschreiber/innen) zu ertragen und zu ignorieren.
Alles Gute im neuen Jahr und freundliche Grüsse
Was soll denn dabei privat sein, bei diesem mannigfaltigen Austausch zwischen BR Leuenberger und den Bürgern und Bürgerinnen?
Ich würde sogar noch weiter gehen, indem ich behaupte, die anderen BLOGLOSEN Bundesräte hätten eine Sorge weniger...
P.S. Urs:
Mitblogger wie Mirosch gehören doch dazu. In meinen Augen tragen sie zur Vielfalt und Mannigfaltigkeit der Kommentare bei,
sind repräsentativ, selbst wenn sie noch so dezidiert (und originell) NICHT meine Meinung vertreten.
Soweit meine Meinung...
Bei Ihren Ausführungen ist nichts beizufügen, denen schliesse ich mich ohne wenn und aber an, meine Ansichten beschränken sich auf die geplanten Grossanlagen.
Die geplanten Grossanlagen werden unter Garantie mit Höchstleistungen betrieben, resp. die der Leistung mit dem besten Wirkungsgrad und den optimalen Betriebskosten. Wir kennen ja unsere Elektrokonzerne, diese kalkulieren mit Sicherheit ans Maximum. Das sieht das so aus: Mit der immer noch billigen Gas-Bandenergie wird Wasser in die Pumpspeicherwerke gepumpt, die folgende Wasserstromkraft muss nur mit 25% Aufpreis verkauft werden können, dann hat man Geld gemacht. Unsere Pumpspeicherkraft ist derart ausgebaut dass ohne Weiteres ein grosses Wasser ab und auf Spiel geführt werden kann, das wir ja Laufkraftwerke haben decken diese den sowieso anfallenden Grundlastbetrieb ab (helfen mit) und die restliche Kapazität lässt sich teuer verkaufen...
LG MG
Wer Rechtschreibefehler findet darf diese behalten!
http://www.solarserver.de/news/news-798
Es zeigt zumindest, dass die NZZ Leser- und Schreiberschaft und mit Ihr die NZZ auch immer mehr verdümmlicht:
1. Ein Blogbesitzer kann nicht verhindern, dass die Blogger nicht vom gesetzten Thema abweichen.
2.Das ‚Hosten’ Ihres Blogs kostet im Jahr weniger als was ein Lehrling im Monat für Zigaretten ausgibt.
Sie sind nicht nur der Kommunikations- und Verkehrsminister sondern eben auch der Energieminister. Wenn Sie einen solchen Blog ins Netz stellen, können Sie doch von der Bevölkerung nicht erwarten, dass sich die Schreibende Bevölkerung der NZZ zu Liebe brav über die Kosten der B-Post, Parkplatz-Probleme und Heiri Müller’s Haarwuchs unterhalten.
Natürlich wird sich die Bevölkerung auch über die Schweizer Strompolitik zu Wort melden.
Ausgerechnet in einem kleinen, dichtbesiedelten Hochpreisland sollen zukünftig 3 ausländische Monster AKWs mit je 1.6GW Leistung platziert werden, obwohl dieses Hochpreisland über keine eigene Uranmienen, keine eigenen AKW-Firmen, keine Anreicherungsanlagen und keine Endlager verfügt und obwohl andere Länder wie beispielsweise Dänemark bereits JETZT bewiesen haben, dass es auch anders geht.
Es liegt letztlich auch in Ihrem Interesse bzw. im Interesse des BFEs, dass alternative Möglichkeiten aufgezeigt werden. Denn sollte zukünftig ein Unfall passieren – z.B. Flugzeug auf Zwischenlager - tragen auch die Verantwortung, welche nicht deutlich genug auf die Risiken und alternativen Möglichkeiten hingewiesen haben. Die Stromlobby ist jedenfalls mit ihren finanziellen Möglichkeiten sicher nicht noch auf staatliche Rückendeckung angewiesen.
Im Vergleich zu anderen Ländern und sogar Dänemark mit 20% Windstrom verfügt die Schweiz über ausgezeichnete Stromspeichermöglichkeiten. Die Schweiz ist ein idealer Standort für die Förderung von erneuerbarem Strom und Effizienz. Ausserdem werden so zwangsläufig wertvolle und zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen. (In den anderen von Ihnen genannten Bereichen sind keine derart signifikanten Veränderungen möglich auch können nicht derart viele Arbeitsplätze geschaffen werden). Auch das ist bereits in anderen Ländern klar bewiesen worden.
Dass Sie die Strompolitik nicht alleine bestimmen können ist schon klar, aber das von Ihnen geführte BFE trägt letztlich auch Mitverantwortung und wenn es nur um die Kommunikation geht. Und da weder das BFE noch die UREK einen Blog zur Verfügung stellt muss halt Ihr Blog hinhalten.
Ansonsten hoffe ich zumindest, dass Sie auch noch für Ihre Familie da sein können.
Lieber Thomas Urseler,
Gaskraftwerke werden nicht für die Grundlastdeckung eingesetzt. Was Mirosch behauptet hat, stimmt nicht. Gaskraftwerke sind natürlich flexibel und wesentlich günstiger in der Anschaffung verglichen mit einem Kohle- und Atomkraftwerk.
Der Grund weshalb nicht alle auf Gas setzen, liegt daran dass Gas teurer ist als Kohle und Uran. Ausserdem wird Gas im Gegensatz zur Kohle- und Atomwirtschaft weniger subventioniert.
Also Gaskraftwerk bedeutet kleinere Fixkosten, höhere Flexibilität, kürzere Amortisationsdauer dafür allerdings höhere variable Kosten.
Jeder der schon im Flugzeug gesessen ist weiss, dass eine Gasturbine nicht nur schnell seine Leistung anpassen, sondern auch enorme Temperatur- und Druckschwankungen aushalten kann und trotzdem effizienter als ein AKW arbeitet. Eine einzelne Gasturbine eines Passagierflugzeugs reicht zudem aus um bei Volllast bis zu 100'000 Haushaltungen mit Strom zu versorgen.
Eine statisches Gasturbinenkraftwerk ist diesen enormen Umweltschwankungen nicht ausgesetzt und kann zudem bedeutend schwerer gebaut werden, da das Gewicht irrelevant ist.
Ausserdem gibt es natürlich auch Hubkolbengasmotoren mit 4MW Leistung, welche noch schneller geregelt werden können. Ein solcher Gasmotor kann beispielsweise in einen Werkhof einer Gemeinde platziert werden und kann bis zu 10’000 Haushaltungen effizient mit Strom und Wärme versorgen.
Was halten Sie von folgender (bestimmt nich neuer) Idee:
Die Schweiz kauft auf der ganzen Welt (wohl eher: Europa und Nordafrika) Ökostrom ein und füllt damit die Speicherseen. Mit den Speicherseen lässt ich bekanntlich die Schweiz 3 Monate lang mit Strom versorgen. Das würde uns erlauben, den Ökostrom dort wo, und dann wann er billig ist einzukaufen, um ihn dann dem Schweizer Volk (mit einem Service-Aufpreis) zur Verfügung zu stellen.
Ökostromhandel.
Zudem setzen wir noch auf inländische Photovoltaik, Windenergie und Gaskombikraftwerke, die mit Biogas und anderen erneuerbaren Brennstoffen befeuert werden.
Auf diese Weise haben wir ein hocheffizientes, hoch flexibles und vor allen Dingen: zukunftsorientiertes Energiesystem. Dieses wird auf der Rechnung teuerer, keine Frage. Aber nicht soviel, wie wenn wir Solarzellen bauen und nebenbei noch Kernkraftanlagen betreiben. Denn dann bleibt Solarenergie ein Nischenprodukt mit den entsprechend kleinen Stückzahlen und hohen Einzelpreisen.
Setzen wir also auf: Ökostromimport, Solar, Wind, Biomasse und Wasser. Mit einer derartig vielseitigen Diversifizierung könnten wir uns ganz bestimmt den ganzen Trouble mit den Kernkraftanlagen sparen.
So, das wäre mal Punkt eins des Problems "Energie". Gleich gehts weiter mit Punkt zwei: "Fossile Brennstoffe".
Im Gegensatz zur Elektrizität aus Kernkraftanlagen AKWs, könne wir die Energiemenge, die wir jährlich in Form von Öl und Gas importieren NICHT so einfach ersetzen. Die Menge ist einfach zu gross.
Ein Auszug aus der Energiestatistik 2006 verdeutlicht das:
600'000 Tera Joule an Energie aus Öl und Gas
200'000 Tera Joule an Energie aus Elektrizität
Wir verbrauchen also jedes Jahr rund dreimal soviel Energie in Form fossiler Brennstoffe wie in Form von Elektrizität.
Endverbrauch:
260'000 Tera Joule für Haushalte
177'000 Tera Joule für die Industrie
145'000 Tera Joule für Dienstleistungen
292'000 Tera Joule für Verkehr
Aus der Energiestatistik ist auch ersichtlich, dass der Verkehr in der Schweiz nahezu vollständig durch Erdölprodukte rollt. Nicht durch Elektrizität. Züge und Trollybusse spielen offensichtlich energetisch eine sehr untergeordnete Rolle. Das ist sehr erfreulich, wird doch ca. die hälfe der Schweizer mit diesen Transportmitteln befördert. So viel zum Thema EFFIZIENZ.
Aber zurück zum Problem: Wie ersetzen wir die dreifache Menge an Elektrizitätsenergie (jene aus fossilen Brennstoffen) durch andere Energiequellen?
DAS ist meines Erachtens DIE zentrale Frage, die wir in den kommenden Jahren beantworten müssen.
Natürlich schreien jetzt bereits Atombefürworter: "Dann erst recht, wir brauchen jede Energiequelle um dieses Loch zu decken. Atom Ahoi!"
Ich denke, dass dies grundlegend falsch ist. Denn diese Schlacht kann auf diesem Wege nicht gewonnen werden. Atomenergie löst dieses Problem nicht. Solarstrom im heutigen Umfed löst dieses Problem auch nicht. Genauso wenig Wasserkraft, Windenergie oder Biomasse.
Was wir brauchen, denke ich, ist ein VÖLLIG NEUES KONZEPT. Ein neues Energie-Konsum-Konzept. :-) Ein "EKK".
Ein EKK wird uns was kosten. Viel kosten. Sehr viel. Aber es würde uns retten. Und die Frage ist nicht, ob wir es brauchen. Die Frage ist, wie wir es anstellen.
Die anderen Länder, ohne EKK, würden es sich wahrscheinlich in den nächsten Jahren gut gehen lassen. Dann aber kommt der grosse Crash, da sie sich nicht vorbereitet haben. Dann hätten wir die Nase vorn.
Anders formuliert: Die Frage ist längst nicht mehr: OB wir umsteigen sollen. Nein. Die Frage lautet: WANN und WIE? Eins ist klar: Umso früher wir anfangen, desto billiger und angenehmer bleibt es. Je später wir beginnen, desto schmerzhafter und teurer wirds.
Wer gar nichts tut, bleibt auf der Strecke. Die ersten erleben das übrigens gerade jetzt. Jene, die in den 70ern billige, schlecht isolierte Häuser gebaut haben. Solche Kisten zu renovieren kostet unglaublich viel Geld. Fast so viel wie ein neues Haus. Jene, die damals schon in eine gute Isolation investiert haben, können sich die Hände reiben.
Wollen wir ein weiteres Mal in schlecht isolierte Häuser und faule Tomaten (AKWs) investieren?
MfG
TU
Jetzt erzählt du aber Riesenblödsinn.
Dieser Link wird dir hoffentlich das Problem noch ein wenig näher umschreiben, ich hoffe du liest diesen bis am Schluss durch, dann gehen dir vielleicht auch die Lichter auf wieso die Gaskraftwerke, wenn sie als Ersatz für die AKW Bandenergeie verwendet werden und in der Schweiz gebaut werden AUCH Bandenergie erzeugen werden....
http://www.avenir-suisse.ch/viewPress/content/artikel/2007/07/24_nzz
Globi hier geht es nicht wie du dir das vielleicht wünschst um die theoretische Verwendbarkeit einer Maschine hier geht es klar um wirtschaftliche Aspekte einer 400Millionen teueren Anlage, die zb in Utzensdorf (schiesse ich wohne 10km davon weg in der Westwindrichtung) in Chavalon oder was auch noch kommen wird gebaut wird, der Betreiber einer solchen Anlage wird das letzte Mögliche rausholen, weil er das Investierte Geld möglichst schnell wieder amortisiert haben will, das ist hundskomune normale Marktwirtschaft...
Das Gaskrafwerk wird zb nicht in Utzensdorf gebaut weil es das so schön ist, sondern weil die Papierfabrik massig Prozessenergie abnimmt, ist ja schön und gut, aber dann läuft halt die Turbine 365 Tage im Jahr, weil die Papierfabrik meines Wissens auch 365 Tage und 24h läuft... das nennt man dann BANDENERGIE...
Vielleicht wird dann die Anlage halt mit 200MW gefahren aber mit Sicherheit nicht darunter weil sonst der Wirkungsgrad ins Jenseits fällt.
Noch zum Thema Gaspreise versus Kohle versus Uran...
Kohle ist die dümmste aller Varianten, wir haben zwar in Europa noch ein paar tausend Gigatonnen Reserven aber diese kratzen nun die Deutschen mit horrenden Subventionen aus den Böden. CO2 Bilanz = Katastrophe
Der Gaspreis hängt bekanntlich am Erdöl. Wer also ein Gaskraftwerk betreibt kann genau so gut auch gleich ein Erdölkraftwerk betreiben. Die Abhängigkeiten von politisch instabilen Staaten werden in ca 15 Jahren massiv zunehmen, wenn die Norwegischen und Englischen Gasfelder langsam den Schirm zumachen. Weitere Versorgungsoptionen von anderen Staaten mittels Pipelines oder LNG sind extrem teuer und unterliegen auch den internationalen Handelsplattformen. Und jetzt kommt was ganz DICKES, laut der IEA sind die Gasvorräte schneller tod als die Erdölvorräte, was nichts anders heisst dass bei gleicher Verbrauchsgeschwindigkeit in 60 Jahren Schluss mit Lustig ist. Bei steigenden Verbräuchen halt noch schneller, aber sicher werden mit der laufenden Verknappung der nordeuropäischen Vorräte die Preise explodieren.... Wenn man bedenkt dass die Betriebskosten für ein Gaskraftwerk hauptsächlich auf die Brennstoffkosten zurückzuführen sind... dann gute Nacht zusammen....
In Gas zu investieren ist nicht nur ökologisch eine Nullnummer sonder auch ökonomisch....
Beim Uran ist die Situation in den nächsten 40 Jahren noch wesentlich besser. Der Preis wird mit Sicherheit auch ans Erdöl gebunden (eigentlich sind ja alle anderen auch daran) aber es gibt grosse Unterschiede. 1. es fliessen noch laufend grosse Mengen hoch angereichertes Uran und Plutonium von den Abrüstungsverträgen in die Anreicherungsanlagen,nächstens kommt wieder ein grosser Schub rein. 2. Selbst wenn der T Preis auf 200$ schnellt reichen die Vorkommen noch über 100 Jahre, 3. Uran ist LAGERBAR, du kannst ohne Probleme für 10 Jahre Brennstoffpellets einkaufen und GEFAHRLOS im Hinterhof lagern. Das ist nicht wie Erdöl wo du Tankanlagen der Grössenordnung eines Bodensees anlegen müsstest. 4. Die grössten Rohstoffressourcen stammen aus politisch stabilen Ländern. 5. Technologie: mittels Einsatz anderer Technologie lassen sich die Rohstoffe massiv besser nutzen, das ist eher eine politische Frage als eine technologische.
6. man produziert sicher massig weniger CO2 und Feinstaub als konventionelle Kraftwerke (Globi das ist so, das kannst du spetzen wie du willst) 7. der Uranhandel unterliegt wegen der langen Verarbeitungskette und der Wiederaufbereitung weniger Spekulationsgelüsten. Die Gefahr bei Optionsgeschäften abzustürzen ist viel grösser als beim Erdöl, somit sind die Energiepreise besser kalkulierbar...
Apropos Energiepreise: Heute macht der Pelleteinkauf 1.5% der laufenden Kosten eines AKW's aus, selbst die Verzehnfachung würde den Strompreis nicht höher als 10% Ansteigen lassen... das kann man von der Gaskraft nicht gerade beahaupten...
Gruss MG
Energiegedanken
Wir kommen nicht umhin die Solarenergie massiv voranzutreiben. Wir leben heute nämlich nur von den Ressourcen der alten Zeiten. Erdöl ist nichts anderes als 50 Millionen Jahre alte Sonnenenergie...
Ihr Gedanken Energie zu Schiebern ist wirklich nicht neu, nur sind statt wir, die Norweger genannt worden, diese haben eine viel grössere freie Wasser Kapazität als wir. Unsere Wasserkraft lässt sich zwar noch steigern aber nur noch mit ein paar Prozenten, auf keinen Fall mehr in Faktoren, ausser wir bauen im Goms und in Martigny eine Superstaumauer so wie die Chinesen es vorgemacht haben :-)
Nein im Ernst wir müssen effektiv wieder lernen mit der Energie vernünftig umzugehen. Solche Prozesse brauchen aber sehr lange Zeit bis diese "zünden", dann geht es aber plötzlich rasch. Vielleicht braucht es mal einen Schock um diesen Prozess zu beschleunigen, ich hoffe es nicht aber wenn ich die Konzepte anschaue die Weltweit zum Thema Energie verfolgt werden, wird das wohl so enden...
Nun zurzeit hätte ich vorgesorgt, ich habe genug Brennholz ums Haus und vor 3 Tagen haben wir 2 alte Bäume umlassen müssen, das würde wohl auch noch einen Winter lang warm geben... und das Auto stell ich auf Holzvergaser um :-)
Konsensvorschlag:
- Wir müssen die Schweizer Energieversorgung viel stärker diversifizieren. Das bringt Stabilität und Flexibilität.
- Wir müssen uns vom Irrglauben verabschieden, dass die Schweiz Energieautark ist. Das war sie nie und das wird sie auch nie sein. Muss sie auch nicht.
- Eine Energiepolitik MUSS zukunftsorientiert sein. Sie MUSS eine Antwort auf die Frage sein, wie es in 20, 30 oder 40 Jahren weitergeht. Nicht nur die nächsten 20 Jahre.
- Kosten dürfen nicht länger externalisiert werden. D.h. die Kosten, die ein Energieprozess verursacht, müssen klar und transparent sein. Kein Filz im Energiehaushalt, wie dies heute der Fall ist.
- Die Energie muss umweltverträglich sein. Wir wollen nicht in die Hand beissen, die uns füttert.
In diesem Zusammenhang finde ich die Gedanken von Mirosch zu Erdgas sehr gut. Erdgas wird in wenigen Jahren bereits wesentlich teurer sein als heute. Das selbe gilt für Erdöl und Uran.
Der Preis eines Rohstoffs ist abhängig von seinen Reserven, von der Nachfrage und vom Angebot (und noch vielen anderen Punkten). Erdgas- und Erdöl-Reserven sind beschränkt. Die Zahlen dazu unzuverlässig. Was aber zuverlässig ist, ist das Weltweite Wirtschaftswachstum und der korrespondierende Energiehunger. Das selbe gilt für Uran.
Ich will soweit gehen und behaupten, dass ALLE fossilen Energieträger (einschliesslich Uran) in den nächsten Jahrzenten MASSIV teurer werden.
Das einzige, was in mittlerer Zukunft billiger wird, ist Solar- und Windenergie, da die Stückzahlen ansteigen. Aber auch da wird uns über kurz oder lang der Rohstoff und die Zubaufläche ausgehen. Wasserkraft lässt sich schwer abschätzen. Kommt aufs Wetter an.
Unterm Strich kommen wir nicht darum herum, mit Energie WESENTLICH bewusster und respektvoller umzugehen, als wir es bisher getan haben.
Endzustand: Die fossilen Energieträger sind soweit erschöpft, dass deren Abbau nicht mehr rentabel und deren Menge nicht mehr signifikant ist. Was uns bleibt ist die Sonne. D.h. Solar, Wärme, Wasserkraft, Wind und Bodenwärme (das ist nicht Sonnenenergie) und eventuell noch nicht entdeckte Sonnenenergie-Umwandlungs-Methoden (wir sind ja erst bei 10 bis 50% Wirkunsgrad). Auf Fusion würde ich nicht setzen. Es ist sehr gut möglich, dass Fusion so teuer sein wird, was wir zuerst die ganze Erde mit Solarzellen zupflastern, bis Fusion finanziell attraktiv wird - falls sie jemals funktionieren wird. Bestimmt nicht in den nächsten hundert Jahren.
MfG
TU
Ich finde Ihre Beiträge sehr gut. Obwohl sie hier und da manchmal einigen Praxisgedanken mangeln, zeigen Sie mit Ihren Überschlagsrechnungen doch sehr deutlich, was alles möglich wäre, wenn wir nur wollten. Und WOLLEN, ist gerade der Kernpunkt unseres Handelns in einem freien Land, wie der Schweiz.
MfG
TU
Wer A-Post sagt muss auch B-Post sagen!
Da ist wirklich jedes Fabulieren über Nachhaltigkeit "Energie"verschwendung, und man kann sich nur geistig auf den grossen Schock vorbereiten.
Vielmehr müssten wir auf eine Wirtschafts- und Antiwachstumsdiskussion umschwenken!
Denn dank wirtschaftlicher Globalisierung diktiert immer die un-nachhaltigste Produktionsart die Hauptenergieform.
Die jetzige kranke Wachstumszwangswirtschaft kann nicht "freiwillig" nachhaltige Technologien hervorbringen, welche die NICHTnachhaltigen SUBSTITUIERT! Dazu braucht es Rahmenbedingungen (globale Uebereinkünfte mit Gesetzeskraft), die heute noch fehlen.
ATEL, AXPO, BKW usw kaufen KLEINWASSERKRAFTWERKE!
Schon gewusst? SOO läuft der Wirtschaftshase! Statt dem Kraftwerksbesitzer die Einspeisevergütung von 15Rp/kWh zu bezahlen, kauft man den Produzenten gleich selber! So umgeht man den Zwischenhandel der Energie-Pioniere. Nun kann der Stromriese je nach marktwirtschaftlicher Grosswetterlage entweder sein Image aufmöbeln oder seinen Ökostrompool äufnen.
Falls dadurch tatsächlich mehr kWh durch Wasserkraft erzeugt werden, ist das vordergründig sicher zu begrüssen. Aber diese Machtkonzentration ist höchst ungesund. Das Geld machen wieder mal die Grossen, und nicht primär die Pioniere. Die Oligopole etablieren sich weiter, der Markt wird monotoner, die Macht konzentrierter. Die Grossen könnten auch das Angebot künstlich verknappen, billigen "Dreck"strom auf den Markt werfen und damit die ökologischen Anlagen konkurrenzieren, und sie dann "mangels monetärer Konkurrenzfähigkeit" wiederum verrosten lassen...
Gaskombikraftwerke heisst nicht "kombi", weil sie Wärme zum Heizen von Haushalten paratstellen. Nein. Sie heissen "kombi", weil sie die Abwärme der Gasturbine mit einem zusätzlichen Dampfkreislauf auskoppeln und so den Gesamtwirkungsgard bis auf 60% erhöht.
Leider wird dieser Ausdruck (Kombi) nun verschleiert auch für Anlagen verwendet, die Abwärme für Prozesswärme paratstellen, anstelle diese mit einem Dampkreislauf zu "verstromen".
Die Abwärme der Gasturbine als Prozess oder Haushaltswärme bereit zu stellen erhöht den Gesamtwirkungsgrad der Anlage scheinbar auf bis zu 80%. Verschweigt dabei aber, dass eben nicht nur Strom produziert wird, sondern vor allem Wärme.
Verwendet man die Abwärme aber zum Verstromen, kommt der Wirkungsgard "nur" auf 60% hoch. Davon ist dann aber alles Strom.
Ich denke bei Gaskraftwerken nicht an Fossilgas-Kraftwerke, sondern an Biogas und Biomasse Kraftwerke. Das ist ein ganz wichtiger Unterschied.
Das Gaskraftwerk, welches die EOS in der Westschweiz bauen wollen, ist ein Fossilgas-Kraftwerk. Das pustet volle Pulle CO2 in die Atmospäre und ist nicht nachhaltig, was den verwendeten Brennstoff angeht. Dennoch kann es schneller wieder abgeschaltet werden, als ein Atomkraftwerke, da seine "Return of Investment" Zeit VIEL kürzer ist, als bei einem AKW.
MfG
TU
Wenn ich nicht recht habe wäre ich froh wenn jemand der Sonnenkollektoren hat es uns vorrechnet, was für Erfahrungen er gemacht hat. Habe schon mehrmals nachgefragt, es scheint von all den Blocker hier, keiner eine Ahnung zu haben. Keiner hat sich scheinbar eine WP oder sonst eine Heizung eingebaut. Keiner weiß Bescheid, welche Hindernisse von Behörden und Politik da sind. Daher frage ich Leute die Erfahrungen gemacht haben als sie eine WP oder Alternative eingebaut haben. Einzig Liza vom 04.01.2008 hat es begriffen.
Die Norweger haben in der Tat eine wesentlich grössere Wasserkrafts-Kapazität als wir. Es geht aber nicht darum, wer die grösse Kapazität hat. Jedenfalls nicht nur. Jeder, der Pumpspeicherkapazität hat, kann mitspielen.
Wir haben in diesem Spiel den Vorteil im Herzen von Westeuropa zu sein. D.h. kürzere Übertragungswege für D, F, I, AU, ES,... Die Norweger stehen da eher abseits.
Wie auch immer, die Pumpspeicherkraftwerke in der Schweiz könnten ganz bestimmt sinnvoller, wenn auch weniger Profitabel für die Strommonopolisten, eingesetzt werden. Billigen französichen AKW Strom den Berg hochzupumpen, ist nicht meine Vorstellung von einer Nachhaltigen Nutzung des Wasserkraft.
Nun wieder mal eine Stimme aus der Praxisecke.
Ich bin echt froh, dass so viele fundierte Beiträge hier zu lesen sind, vor allem auch darum, weil ich zeitmässig gar nicht in der Lage wäre die Themen so genau zu recherchieren.
Umweltverträglich und klimaverträglich zu leben braucht sehr viel Zeit. Zusätzlich dazu muss man ja auch noch Geld verdienen um sich das alles leisten zu können, wie auch Hermann immer wieder erwähnt.
Ein vegetarisches Mittagessen zu kochen (anerkannterweise umweltfreundlicher als Fleisch) braucht gut und gerne 60 bis 90 Minuten, vor allem wenn man mit biologisch produzierten, noch nicht vorgereinigten Produkten beginnt. Diese 90 Minuten fehlen dann zum Beispiel für Recherchen. Da ist die Tiefkühlpizza halt schon viel schneller.
Damit behaupte ich nicht, dass alle jene, die wissenschaftlich recherchierte Beiträge leisten, nicht umweltverträglich leben.
Ich will aber klar auf die Haushaltssituation hinweisen. Klimafreundliches und umweltfreundliches Verhalten im Haushalt heisst Verzicht auf viele schnelle Methoden. Wie sollen Frauen, die den Haushalt machen, Familienarbeit machen, einer Erwerbsarbeit nachgehen, letztlich auch noch über Jahre die Zeit und die Energie aufbringen, einen umweltfreundlichen Haushalt zu führen? Vor allem bei den weniger privilegierten Schichten, das heisst bei denen, die mehr fürs Geld arbeiten müssen, wird das schwierig. Da ist dann täglich Fleisch , oder Tiefkühl, oder Büchsenprodukte wirklich gäbig und oft nur die einzige Möglichkeit.
Wenn richtigerweise Energie im Haushalt gespart werden soll, wird sie mehrheitlich von den Frauen gespart werden müssen. Somit sind wir bei den Punkten, die es Frauen ermöglichen, diese Aufgabe auch wahrzunehmen. Dazu gehören sicher gleicher Lohn und Teilzeitstellen.
Es ist auch unsinnig, wenn Haushaltunterricht in den Schulen aus Spargründen reduziert und sogar abgeschafft wird. Der Haushaltunterricht ist genau der Ort, wo man alle Bevölkerungsschichten mit umweltverträglicher Lebensweise und nicht zuletzt auch gesundheitlicher Prävention vertraut machen kann. Wo sonst sollen viele Kinder das lernen.
Ich bin klar der Meinung, dass es nicht weniger Haushaltunterricht, sondern mehr braucht, für Knaben und Mädchen. Das Geld das da investiert wird, ist meines Erachtens sehr gut investiert, indem umweltverträgliche und vor allem auch gesunde Haushaltführung breit gestreut wird und somit die Chance einer besseren Volksgesundheit genutzt wird.
Ich lese in vielen Berichten, Greenpeace, WWF, etc. dass die Technologien und das Wissen ( bezüglich Klimaschutz) vorhanden sind.
Somit interessiere ich mich sehr für die Frage, weshalb setzen wir das nicht alles sofort um, bzw, was brauchen wir, um die Erkenntnisse schnellstmöglich umzusetzen.
Ich habe ja ähnliche Erfahrungen gemacht, wie Hermann Döbeli. Es ist alles so mühsam und teuer.
Ich bin überzeugt, dass es viele Leute gibt, die etwas tun wollen. die auch bereit sind persönlichen Einsatz und auch Opfer zu bringen.
Doch da braucht es Anreize. Wie wäre es zum Beispiel, wenn die Energiesparlampen billiger wären als gewöhnliche Glühbirnen. Es wird ja soviel umverteilt und quersubventioniert. Weshalb nicht auch das.
Oder wenn die Strassenverkehrssteuer in Abhängigkeit von den gefahrenen Kilometern und dem Co2 Ausstoss des Fahrzeugtyps erhoben würde.
Das liesse sich technisch sicher machen.
Dies nur zwei Ideen. Es müsste alles klar in die Richtung gehen, die Hermann immer wieder moniert. Umweltfreundliches (als Ueberbegriff von klimafreundlich, gewässerfreundlich, bodenfreundlich etc) Verhalten müsste auch finanziell honoriert und nicht bestraft werden.
Thomas Uerseler lobt zwar "...was alles möglich wäre, wenn wir nur wollten, und WOLLEN ist gerade der Kernpunkt unseres Handelns...".
Aber nocheinmal: das Problem ist, dass noch längst kein KOLLEKTIVES Wollen existiert!
Es nützt nichts, dass vieles technisch MÖGLICH wäre und dass ein paar Prozent der Menschheit oder der Wirtschaft sich ein paar Prozent des Energiebedarfs nachhaltig decken! Denn so lachen sich die übrigen 50 oder 90% ins Fäustchen und vergehen sich noch hemmungsloser an der Natur und an unserer Zukunft.
Aber keiner will die Zusammenhänge sehen!
Das kopf- und hirnlose, kranke Wachstum in China, die ganze Umweltvergiftung dort, die Menschenrechtsverletzungen im Namen des Wachstums, die gigantische Zunahme von Oel- und Kohleverfeuerung, der tödliche Smog in Peking, der Abfall, das Verkehrschaos, das alles ist UNSER Wachstum, UNSER Business, UNSERE Rücksichtlosigkeit, die wir dorthin exportieren!!! Wir versauen China, und Indien, und Afrika! Wir, weil bei uns längst die Akzeptanz dafür fehlt! Siehe Neapel und sein Abfall: Die Auslöser und Reaktionen sind einerseits verständlich, aber so was von irrational!!! Völlig jenseits, Sodom und Gomorrha live - die wahre, enthüllte Fratze einer Wachstums- und Wegwerfgesellschaft.
Und wir trösten und brüsten uns mit Emissionszertifikaten und Biodieselautos! Es ist nicht nur lächerlich, sondern schäbig, jämmerlich, niederträchtig und dekadent.
Trotz technologischen Neuerungen und gesteigertem Bewusstsein: Bei uns behindert weiterhin eine alt-technokratische Bürokratie sowie der Machtfilz aus Wirtschaftsinteressen und Politik den echten Fortschritt.
Liebe Leute, ihr müsst auch HANDELN, nicht nur plaudern!
Wenn ihr euch (was ich verstehe) keine Wärmepumpe oder keine Sonnenkollektoren leisten könnt, dann seid wenigstens IDEELLE Vorbilder.
Fahrt zum Beispiel demonstrativ Velo statt Auto.
Esst demonstrativ mehr vegetarisch, auch wenn ihr Fleisch liebt. Usw.
Und GEHT immer an URNEN, stimmt umweltfreundlich und hört auf, Dekadenzpolitiker zu wählen!!!
Streicht schonungslos alle Wachstums-Mullahs und neoliberale Prediger, egal aus welcher Partei.
Ein bisschen Wollen reicht nicht, es muss ein KOLLEKTIVES Wollen werden.
Wenn nicht, wird es ein schonungsloses, globales, kollektives MÜSSEN.
Diese Einsicht muss reifen und praktiziert werden, bevor es zu spät ist.
Fast alles was sie schreiben ist ziemlich verkehrt, Entschuldigung.
Klimaverträglich zu leben braucht sehr viel Zeit.
Das stimmt nicht
"Ein vegetarisches Mittagessen zu kochen braucht gut und gerne 60 bis 90 Minuten."
Hä?
Hier der Punkt in dem sie recht haben. Der Hauswirtschaftsunterricht muss verstärkt werden.
"Klimafreundliches und umweltfreundliches Verhalten im Haushalt heisst Verzicht "
Auf was müssen sie denn genau verzichten?
"Wenn richtigerweise Energie im Haushalt gespart werden soll, wird sie mehrheitlich von den Frauen gespart werden müssen."
Mal was, wo ich zustimmen kann.
"Dazu gehören sicher gleicher Lohn und Teilzeitstellen."
Und nochmals.
"weshalb setzen wir das nicht alles sofort um, bzw, was brauchen wir, um die Erkenntnisse schnellstmöglich umzusetzen."
Es fehlt am Willen und wie man bei ihnen sieht auch am Wissen. Die Energiewirtschaft hat offensichtlich erfolgreich viel Fehlinformation verbreitet.
"Energiesparlampen billiger wären als gewöhnliche Glühbirnen."
Energiesparlampen sind billiger als gewöhnliche Glühbirnen. Zur Berechnung des Preises ihres Lichts die Betriebskosten nicht vergessen.
Ich anerkenne Ihre Bedenken bezüglich dem "theoretischen Gewäsch", das ich zum Teil auch selber produziere. Habe übrigens eine WP eingebaut. Ohne Probleme, das E-Werk hat all den Papierkram erledigt und ich wurde auch finanziell unterstützt. Aber das war 1994. Grob 50'000 Franken mit Tiefenbohrung. Eine Menge Geld. Aber das war ein gute investition. Habe mir dazumal eben nicht einen neuen Audi gekauft.
Zurück zur Technik: Ja, die technischen Lösungen sind da. Wir brauchen AKWs. Dennoch finde ich es sehr wichtig, dass immer wieder betont wird, DASS die Technik soweit ist, um ein atomstromfreies Leben zu gewährleisten. Denn GENAU DAS wird von AXPO und co. in Abrede gestellt, um uns vorzugaukeln, dass wir unbedingt eines, besser sogar zwei neue AKWs brauchen.
Und wenn ich hier im Blog lese "Atomstrom gehört nun mal in unsere Zeit", dann dreht sich mir der Magen um. Habt Ihr denn noch alle Tassen im Schrank.
Hätten wir 50 Jahre, Mord, Totschlag, Vergewaltigung und öffentliche Verbrennungen in der Schweiz, würdet Ihr dann auch schreien: "das gehört nun mal in unsere Zeit!" ???
Das nenne ich nicht nur pervers, sondern auch faul, fatalistisch, dekadent und ignorant. Das musste einfach mal gesagt sein.
Bin immer noch neugierig auf Beiträge von Leuten die Erfahrungen gemacht haben beim Einbau von Wärmepumpen oder Kollektoren mit den Behörden. Wurden die Versprechen wie wir es hören auch umgesetzt. Gab es Fördermittel vom Kanton, wurde der Eigenmietwert nicht höher, die Gebäudeversicherung auch nicht. Konnte man den Umbau 100% von der Steuer abziehen, beim Kauf des Hauses im Zeitraum von 5 Jahren, war der Preis der WP Korrekt nicht überbezahlt. Hoffe auf Interessante Beiträge, mit diesen können wir unsere Politik ändern damit wir in der Umwelt aufholen können.
Eine Amerikanerin, die schon länger in der Schweiz lebt, hat mir mal gesagt, dass man mitunter in der Schweiz, wenn jemand eine Idee habe, zuerst gleich mal 1000 Einwände und Zweifel äussere, wogegen man in den USA eher powervolle Unterstützung kriege nach dem Motto: "Ja, mache es, probiere es aus!" Also das ist jetzt zwar etwas übertrieben ausgedrückt, trifft sicher nicht auf jeden Fall zu, drückt eher eine Grundstimmung oder auch -haltung aus. Ich verstehe auch nicht, warum sich Mitbürgerinnen über den Blog ärgern, sind wohl so ewige Nörglerinnen ohne Pepp.
Das klingt ja nach sehr viel Arbeit was sie sich alles vornehmen wollen. Wenn sie auch ab und zu mal jemandem auf einen perfekt gelungenen Kommentar antworten und dadurch noch zusätzlich Zeit verlieren. Wie wäre es wenn sie statt einzelnen zu antworten, hin und wieder mal eine Kurzantwort auf die zentralsten Kommentare, auf den Blog schreiben würden?
Es würde dem Gespräch einen roten Faden geben und die etwas einseitigen Dialogen: 1 Tag Leuenberger, 6 Tage User, themenspezifischer gestalten.
Ich persönlich finde es superklasse dass sich überhaupt ein Bundesrat mit dem Volk unterhält.
Bundesrätin Leuthart erklärt ihre Wachstumsstrategie zum Hauptziel.
Fazit: Zukunftsperspektiven=null
Wos eine Strategie gibt, muss auch eine Taktik sein.
Und vor allem ein Feind!
Dieser Feind ist die Natur, die Zukunft, die zivilisierte Gesellschaft.
Es ist zum Heulen.
- -
Herr Leuenberger, Sie haben sich zuviel vorgenommen (falls man geneigt ist, Ihre Vorsätze ernst zu nehmen). Wir dürfen uns glücklich schätzen, wenn Sie nur 10% davon
umsetzen können. Merci.
http://www.youtube.com/watch?v=klooRS-J
1. Gasturbinen sind aus technischer Sicht flexible Stromerzeuger. Das war mein ursprünglicher Hinweis und nichts anderes. Selbstverständlich kann eine Gasturbine trotzdem ständig bei Vollast betrieben werden – etwas anderes habe ich auch nicht behauptet. Und wird sie ständig bei Vollast betrieben, dann liegt das nicht an den technischen Möglichkeiten der Gasturbine sondern am Betreiber bzw. an den gesetzlichen Rahmenbedingungen, welche es dem Betreiber überhaupt erst ermöglicht solche Krämpfe überhaupt durchzuziehen.
2. Der Strombedarf steigt und sinkt ständig. Würden wir während der Nacht keine ineffizienten Heizwendeln betreiben wäre der Strombedarf am Tag mindestens 3 mal so hoch wie während der Nacht. Es braucht flexible Kraftwerke, welche die Leistung schnell erhöhen bzw. wiederum rasch reduzieren können. Nicht alle Welt ist mit Bergtälern und Speicherkraftwerken gesegnet, manchmal muss die Stromleistung anderweitig geregelt werden und dafür eignen sich unter anderem halt Gasturbinen ob es Dir jetzt passt oder nicht.
3. Ob jetzt ein Gaskraftwerk aus rein betriebswirtschaftlicher Hinsicht zu 100% ausgelastet wird, ist volkswirtschaftlich gesehen irrelevant im Gegenteil: Die Schweizer Stromkosten sind verglichen mit den Schweizer Lebenskosten vernachlässigbar klein. Würden 500 WKKs oder nur schon 4 anstatt 3 Gasturbinen eingesetzt aber dafür so eingesetzt, dass durch die verbesserte Gesamtsystemeffizienz, der Gasverbrauch reduziert wird, werden so auch wiederum zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Wir bezahlen es ja sowieso – genauso wie wir den 5 Monatigen Ausfall des AKW Leibstadts und dessen 3fache Kostenüberschreitung beim Bau bezahlt haben. Wie in anderen Ländern (z.B. Dänemark oder Holland) braucht es auch hier in der Schweiz entsprechende Rahmenbedingungen.
http://www.youtube.com/watch?v=klooRS-Jjyo
4. Grundlast ist lediglich ein technischer Begriff. Es ist handelt sich hier nicht um eine physikalische bedingte Notwendigkeit. Produzenten und Verbraucher müssen sich die Waage halten auf welche Weise das letztlich durchgeführt wird ist egal. Und wenn man wie die Schweiz über Speicherkraftwerke verfügt, welche nicht nur der Strom optimal regeln können sondern auch während 3 Monaten die Schweiz alleine mit Strom versorgen können hat man endlose Möglichkeiten und es ist tatsächlich egal um welche Zeit jetzt ein Wind-, Wellen-, Gezeiten- oder Solarkraftwerk Strom ins Netz speist, solange über eine bestimmte Zeitdauer mindestens soviel einspeist wie verbraucht wird was letztlich mit entsprechendem politischen Wille auch möglich ist.
5. Der Brennstoffkosten-Anteil pro AKW-kWh beträgt 20% und nicht wie Du behauptet hast 1.5%.
Hier ist ein Link von einer Atomlobby: http://www.uic.com.au/nip08.htm
6. Die Amortisationsdauer eines verhältnismässig günstigen Gaskraftwerks beträgt lediglich 25 Jahre. Ein AKW muss hingegen 60 Jahre betrieben werden. Bei einer Planungsdauer von 20 Jahre müssen wir nahezu 80 Jahre im voraus wissen, wie die Zukunft aussehen wird und die sieht gemäss IAEA (Atomlobby) selbst düster aus:
7. Momentan wird 50% mehr Uran verbrannt als abgebaut. Und das obwohl sich der Uranpreis in den letzten 5 Jahren verzehnfacht hat:
8. Gemäss der IAEA reichen die Uranreserven 80 Jahre bei jetzigem Konsum. Wie jeder weiss wollen ja immer mehr Drittweltländer und Diktatoren mit Minderwertigkeitkomplexen auf AKWs setzen. China produziert momentan 1.9% seines Stromes mit AKWs und wie wir ja selbst von Dir wissen will China angeblich seinen AKW-Park massiv ausbauen, also reduzieren sich auch die Uranreserven entsprechend.
Überzeuge Dich selbst: NEA, IAEA: Uranium 2005 -- Resources, Production and Demand. OECD Publishing, 2.6.2006, ISBN 9789264024250.
9. AKWs sind auf fossile Energien angewiesen. Es ist absurd auf teure Stromquellen zu setzen welche ebenso zwingend auf zu neige gehende fossile Energien abhängen. Gemäss der Studie von J.W. Storm van Leeuwen und bei einem Urangehalt von durchschnittlich 0.15% und einer Betriebsdauer von 24.6 Betriebsjahren (100%-Auslastung) beträgt der CO2 Ausstoss 90-140 gramm CO2 pro kWh. Da jedoch der Urangehalt in den Uranmienen konstant abnimmt wird, wird auch der CO2 Ausstoss pro erzeugter kWh zunehmen.
10. Schnelle Brüter sind keine Alternative, weil sie preislich nicht einmal gegenüber Photovoltaik konkurrenzfähig sind (ganz abgesehen von den ganzen Abfall Problemen).
11. Im Gegensatz zum Uran kann Methan (Erdgas) tatsächlich regeneriert werden. (siehe Biogas)
12. Der Erdgaspreis ist selbstverständlich nicht wie Du behauptest mit dem Ölpreis verbunden.
13. Gemäss EIA erhöht sich die Erdgas Produktion in den nächsten Jahrzehnten weiterhin. Von wegem Peak vor dem Öl:
http://www.eia.doe.gov/oiaf/ieo/nat_gas.html. Das ist allerdings nicht so wichtig denn: Bis die Erdgasreserven zur Neige gehen werden wir bereits auf erneuerbare Stromproduktion gesetzt haben.
14. AKWs liefern nicht mal 3% des Weltenergiebedarfs. Wir sind so oder so auf andere Lösungen angewiesen. Also setzen wir unsere Ressourcen auf Lösungen welche tatsächlich Zukunftschancen haben. Was soll diese sinnlose Zeitverschwendung und russisches Roulette mit neuen AKW-Sackgassen.
15. Erneuerbare Energien müssen gefördert werden, weil die jetzigen Grosskraftwerksbesitzer massiv subventioniert werden: Kohleförderung, Keine Versicherung bei Terroranschlägen, mickrige Haftpflichtversicherung, keine Verantwortung über deren radioaktiven Abfälle nach einer Zeitdauer von 100 Jahren (bei einer Strahlungsdauer von mehreren 100'000 Jahren).
Ausserdem setzen Ihre monopolisierten Gewinne dafür ein um das dezentrale Einspeisen von Strom zu verhindern. Siehe Axpo-Werbung gegen Photovoltaik oder deren Verhinderung der Einspeisevergütungen.
Die US-Atomindustrie will übrigens 50 Milliarden Dollar Steuergelder in den Jahren 2008 und 2009 als Absicherung für den Bau von neuen AKWs. http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=15545418
16. Am Schweizer Kapital für nachhaltigere Investitionen fehlt es nicht. Es fehlt nur der politische Wille. Heute musste ich am Radio hören wie eine Rentnerin in einen UBS-Fond investiert hatte, welche ihr Erspartes in US-Immobilien verschleuderte. (So was könne man nicht vorhersehen meint der UBS-Fuzzi). Der US Immobilien Markt ist bis zur Hypokrise je nach Region weit über 100% in wenigen Jahren empor geschnellt. Von den Schrotthäusern, welche in den USA teilweise gehandelt werden, ganz zu schweigen. Warum Schweizer Kapital im Ausland sinnlos vernichten, wenn man es in der Schweiz sicherer und nachhaltiger investieren könnte?
17. In Deutschland hat sich der Strompreis durch die erneuerbaren Energien reduziert.
(Quelle: BWE/ddp) Berlin - Die Erzeugung von Windstrom erspart dem Verbraucher 2007 voraussichtlich zwei Milliarden Euro. Dies gab heute der Bundesverband WindEnergie (BWE) bekannt. Bereits im ersten Halbjahr produzierten Deutschlands Windkraftanlagen 22,0 Milliarden Kilowattstunden Strom - fast neun Prozent des deutschen Stromverbrauchs.
18. Erneuerbare Energien geben 235.000 Deutschen Arbeit.
http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/39983/5466/
Und im Gegensatz zu den ineffizienten Bank-Fuzzis, welche unbedacht Gelder in erhitzte Märkte schleudern und verhältnismässig einfach automatisiert werden können, lässt sich die Arbeit im erneuerbaren Energiesektor weniger einfach automatisieren. Es sind tatsächlich wertvolle Arbeitsplätze.
19. Verbraucher sparen mit den Einspeisevergütungen mehr ein als was sie kosten.
http://www.bee-ev.de/presse.php?pr=1178
20. Weltmarktanteil deutscher Windturbinen Firmen durch Einspeisevergütungen bei einem Drittel.
http://www.wind-energie.de/de/themen/zukunft-der-energie/windkraft-international/
21. Wir besitzen keine eigene Uranmienen, keine eigenen AKW-Konzerne, keine Anreicherungsanlagen und keine Endlager. Es gibt absolut keinen volkswirtschaftlichen Grund zukünftig ausländische Atomkonzerne zu fördern um noch mehr radioaktiven Abfall und Klumpenrisiken produzieren zu können.
Kannst Du uns bitte den Gefallen tun und offensichtlich falsche Behauptungen zuerst überprüfen bevor Du sie ins Netz stellst? Wenn Du schon so rechthaberisch daher kommst, dann überprüfe bitte auch in Deinem Interesse Deine Behauptungen. Ansonsten machst Du Dich nur lächerlich.
Lieber Hermann Döbeli,
Das EW wird Dir garantiert nicht sagen, wie Du Deine PV Zellen finanziert erhältst und Deinen Solarstrom einspeisen kannst. Wende Dich bitte an eine der zahlreichen Schweizer PV Firmen, welche ich bereits letzthin aufgelistet habe. (z.B. solarcenter.ch )
Das Geld für das Telefongespräch wirst Du Dir wohl noch leisten können, oder?
Vor Jahren habe ich mal durchgerechnet, was mich ein eigenes Auto kosten würde und wie viel Arbeitszeit ich aufwenden müsste, um das Auto und die Betriebskosten bezahlen zu können. Am Schluss stand fest, dass ich mehr Arbeitszeit aufwenden müsste, als ich an Zeit gewinnen würde. Ich wäre also mit dem Auto zwar schneller am Arbeitsplatz, müsste aber länger dort verweilen, weil das Auto ja bezahlt sein will. Dass mich das Auto rein frankenmässig teurer kommt als der ÖV war sowieso klar.
Was ich damit sagen will: Die Fertigpizza ist zwar schneller gemacht, kostet aber mehr, und diese Mehrkosten müssen ja erarbeitet werden. Je höher dein Stundenlohn, desto besser das Verhältnis, aber in der Regel isst man ab einem gewissen Lohnlevel auch keine Fertigpizzas mehr sondern gehobenen Fastfood, was dann wieder auf die Kosten und die Arbeitszeit schlägt.
So einfach ist es also nicht, wenn man eine Pizza mit der Vollwertküche vergleichen will.
Übrigens: Schon mal einen Solarkocher angeschaut? Reis, Getreide und anderes einfach morgens reinstellen und am Mittag geniessen! Brennt nicht an und man muss nicht 90min. daneben stehen :-)
www.solarkocher.ch informiert vor allem über Projekte in Entwicklungsgebieten. Das Ding funktioniert aber an Sonnentagen auch hier. Und gerade an sonnigen Tagen macht man ja lieber etwas anderes als lange zu kochen...
Auch interessant:
http://www.ulog.ch/Deutsch/RollendeSolarkueche.html
fundiert angegriffen.
Und Hermann Doebeli wurde wohl wirklich ein Wasch-Bär
src="http://www.waschbaeren-hilfe.de/images/waschbaer-titel.jpg"
style="width: 105px; height: 97px;" align="right">aufgebunden, wonach
eine 230V-Waschmaschine "weniger Strom" brauchen soll als ein
400-Volt-Modell.
(Enerigiesparen kann man primär mit weniger Wasser, tieferen
Temperaturen und vor allem durch den Verzicht auf Tumbler -> braucht
aber eben auch mehr Zeit!).
Globis Paukenschläge sind ja grandios, die meisten hier wissen,
wie recht er hat, und die andern WOLLEN es nicht wissen.
Ich hoffe, er teilt sich mit gleicher Inbrunst in gewichtigeren Gremien
und Medien mit als nur in diesem Blog (Leserbriefe in Tageszeitungen,
als Politiker in vielbeachteter Position, als Entscheidbefugter in
einer Behörde o.ä.).
Sorry, geschätzter Bundesrat Blogger, dass wir Sie hier zum
Biogasturbinenminister degradiert haben!
src="http://www.dpsg-oelde.de/grafiken/animation.recycle.gif"
style="width: 50px; height: 50px;" align="left">Werden wir doch wieder
etwas breiter in der Diskussion; über die 3-4% Atomstrom am
globalen Energiehunger müssen wir doch nicht so ein
monströses Hickhack veranstalten.
Solange uns das Wachstum des Ressourcenverschleisses wie ein ICE
davonbraust und wir darüber diskutieren, ob wir es mit einem Gaul
style="width: 121px; height: 85px;" alt=""
src="http://www.starke-pferde.de/Animation-Zugpferd2.gif" align="right">oder
einem Ochsen einholen wollen, ist doch diese Sparten-Diskussion einfach
SINNLOS, oder nicht?
Und bei der baldigen
Steuer-Abstimmung bleiben die meisten hier zu Hause, statt
abzustimmen,
style="width: 109px; height: 120px;" align="left">und von jenen, die
einen Brief einwerfen oder an die Urne gehen, werden die meisten unter
den Drohgebärden von SECOnomiesuisse der Senkung der
Unternehmenssteuern blind zustimmen. Einer Steuerreform ohne jeglichen
Nachhaltigkeits-Anreiz, einfach nur für Wachstum Wachstum
Wachstum. Ich sage laut NEIN.
Also einige wenige Ausführungen zum besseren Verständnis.
Einkaufen: mehrmals in die Geschäfte zu Fuss gehen braucht mehr Zeit als mit dem Auto einkaufen gehen, wo man viel mehr aufs mal mitnehmen kann. Sie können mir entgegnen, dass man weniger arbeiten muss, wenn man gar kein Auto anschafft. Stimmt. Die meisten Leute haben aber ohnehin ein Auto und brauchen das auch. Zudem kann die Mehrheit der Bevölkerung nicht wirklich wählen ob sie mehr oder weniger arbeiten wollen.
Boden wischen statt Staubsaugen braucht mehr Zeit. Wäsche draussen aufhängen, bei feuchtem Wetter nachher nach drinnen bringen und dort aufhängen braucht mehr Zeit als in den Tumbler werfen. Teig von Hand rühren braucht mehr Zeit als mit Maschine. Geschirr von Hand spülen braucht länger als Geschirrspülmaschine. Keine Fertigprodukte , Tiefkühlprodukte, Büchsenware brauchen, braucht mehr Zeit als solche zu brauchen.
Ich kann Ihnen gerne mal ungewaschenes Gemüse aus meinem Biogarten zur Verfügung stellen und dann lasse ich mich gerne überraschen, wenn sie in 20 Minuten ein Menu daraus kochen, auf dem Holzherd wohlverstanden.
Letztlich ist alle Arbeit bei der ich keine Maschinen verwende, also Arbeit, die ich mit meinen Händen tätige eine Energieeinsparung.
Ich mach das alles sehr gern. Für mich ist das Lebensqualität. (obwohl die Knochen auch weh tun) Die Frage ist aber: weshalb machen es nicht mehr Leute gern.
Dies ist der Punkt auf den ich hinweisen will. Wenn ich mich persönlich zu einem hohen Grad umweltverträglich verhalte, ist das ja gut und recht, aber die Breitenwirkung fehlt. Sollten in Sachen Klimawandel Fortschritte gemacht werden, müssten sicher 80 bis 90 Prozent der Leute mitmachen.
Die Sache mit dem Preis für die Energiesparlampen hat noch einen anderen Aspekt. Die Ausgabe muss man heute tätigen. Die eingesparten Kosten werden in Zukunft gespart. Es gibt eine ganze Reihe Leute, die haben schlichtweg die 6 bis 8 Franken nicht zur Verfügung, somit können sie auch in Zukunft die Energiekosten nicht einsparen.
Der viel wichtigere Punkt ist der: Alle diejenigen, die nicht an die Notwendigkeit von Massnahmen glauben, alle jene, die schlecht informiert sind, werden die billigeren Lampen kaufen nach dem Moto: Besser den Spatzen in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Sie haben recht in einem Punkt : es fehlt am Willen und am Wissen. Dass das Wissen verbreitet wird, braucht es Informationskampagnen, vorzugsweise im Blick, Plakaten und am Fernsehen.(breiteste Streuung des Wissens). Dieser Punkt ist am einfachsten anzugehen. Die Umweltverbände sind da schon recht aktiv, aber es könnte mehr sein.
Die grösste Herausforderung ist wohl die, die nicht wollenden zum wollen zu veranlassen.
Schon mal versucht, jemanden der nicht will, umzustimmen? Ist nicht ganz so einfach. Haben wir in diesem Blog auch schon erlebt. Wer nicht will, lässt sich auch von den besten Argumenten nicht überzeugen. Wenn gut abgestützte Argumente zum Erfolg führen würden, hätten wir viele Probleme nicht.
Dass wir etwas verändern müssen, dazu braucht es Gesetze und diese müssen letztlich auch mehrheitsfähig sein.
Jeder von uns müsste ein persönliches Energiebudget erstellen. Innerhalb desselben kann man selber Prioritäten setzen, wo man mehr ausgibt und wo man weniger ausgibt.
Nun noch zu Lee:
Das ist ja die Crux an der Geschichte. Die Fertigpizza ist viel zu billig. Einige andere Beispiele: 1 kg einheimische Stangenbohnen auf dem Markt kosten gut und gerne 7 Franken, von frischen Erbsli auf dem Markt gar nicht zu reden. Im übrigen finde ich, dass diese Produkte ihren Preis auch wert sind. Die Büchse Erbs mit Karotten , oder Bohnen kostet einen kleinen Teil davon, ebenso tiefgekühlte Ware. All das Zeug, das tausende von Kilometern durch die Welt gekarrt wurde ist viel zu billig. Letztes Frühjahr waren die Spargeln aus Amerika billiger als die einheimischen, ist ja absurd. Zudem möchte ich betonen, dass nicht die einheimischen Spargeln zu teuer sind, sondern diejenigen aus Amerika viel zu billig.
Ich habe die Kernenergie nie schlecht geredet. Ich fand immer, dass das auch ernsthafte Leute sind, die versuchen, einen Beitrag zu unserem Energieproblem zu leisten und dabei, so wie ich auch, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Aber es wäre mir nicht in den Sinn gekommen, eine Wärmepumpe, die es damals auch schon gab, einzubauen. Das hätte ich unglaubwürdig gefunden.
Dabei ist die Wärmepumpe auch eine gute Sache, eine der vielen Stimmen, die zusammen die neue Musik machen. In einem Wärmepumpenboiler ist sie gleichauf mit einem Solarboiler mit Heizstab und Kollektoren. Im Lüftungsgerät in einem Passivhaus fast perfekt. Aber sie sollte nicht der grosse Schneepflug für das Grobe sein, dafür finde ich Strom zu schade, sondern die kleine, freche Fräse, die die ungelösten Ränder putzt.
Von Förderung halte ich wenig. Der Wandel in den Energiesystemen, den wir mit erleben, hat vor allem mit Befreiung von Abhängigkeiten und Emanzipation von überholten Systemen zu tun. Da hilft es nichts, wenn wir beim Vogt den Essensgutschein holen. Wir müssen dafür sorgen, dass ihm die Arbeit ausgeht.
..
Für die Botschaft aus dem Rabenhaus bin ich dankbar.
Die Diskussion über Tiefkühlprodukte erinnert an gute alte (Energiespar-)Zeiten.
Mag das Geschrei nach mehr "Wachstum" auch kaum mehr lesen und hören. Diese Leute sollten sich wirklich mal was Neues, Innovatives einfallen lassen, finde ich. Wie kann man nur jahrelang immer die gleichen Floskeln in die Welt schmeissen?
Eine moderne, zeitgemässe und trotzdem bodenständige Form von Haushaltunterricht, keineswegs altbacken,
hätte viel Wissenswertes zu vermitteln.
Wie gesagt wurde, es gibt diejenigen die nicht WOLLEN, aber auch viele Menschen die nicht genügend WISSEN und sich anders verhalten WÜRDEN, wenn sie z.B. bei Frau Maggiori im Haushaltunterricht gewesen wären....
Es ist wirklich nicht einfach! Ich habe auch schon eine Fertigpizza in den Backofen geschoben weil die Zeit knapp war. Oder war ich einfach zu faul? Beides kann zutreffen, ja nach Umständen.
Wie lange leben wir schon mit Fernbedienungen? Diese paar Jahre haben ausgereicht um uns so daran zu GEWÖHNEN dass wir uns ein Leben ohne gar nicht mehr vorstellen können. Aufstehen um umzuschalten? Vergiss es!
Ähnlich mit Zentralverriegelung, etc.
An was sollen wir uns in Zukunft noch alles gewöhnen? Das sei gesagt für alle diese Hohlköpfe die immer gleich anfangen mit "Wollt ihr wieder zurück in die Höhlen?"
Ein Wärmepumpe hohlt aus der Umgebung (Erdboden, Luft,...) etwa drei Anteile Energie. Ein Anteil Energie kommt durch das Stromkabel. Das gibt zusammen vier Anteile Energie, die als Wärme zur Verfügung stehen. Eins zu vier.
Ein Thermisches Grosskraftwerke hat eine Wirkungsgrad von ca. 35%. Als rund ein Drittel. Dieser Drittel wird in der Wärmepumpe wieder "Vervierfacht". Insgesamt gibt das Vierdrittel oder ca 1.333.
Kein grosser aber doch ein signifikanter Fortschritt.
Ich stimmt mit Ueli Schäfer überein, dass Strom, als edelste Energieform, nicht verheizt werden soll, d.h. keine Brauchwärme damit hergestellt werden soll.
In den neuen Minergie-P- Häuser geschieht dies ja bereits passiv und das Haus wird mit der Abwärme der elektrischen Geräte beheizt.
Heute allerdings, wo Strom bald ein knappes und teures Gut sein wird, denke ich, sollten wir vermehrt auf Biomasse-Heizungen setzen. Holz, Biogas,... Dem Feinstaub kann man mit Filtern Herr werden. Praktisch CO2 neutral.
Aber wie gesagt, setzten wir den Minergie-P Standard durch und wir müssen in Zukunft eh fast gar nicht mehr heizen. Was dann noch bleibt ist das Warmwasser, das durch Biomasse geheizt werden kann.
TU
Rationalisierung durch Automaten, Arbeitsteilung und technische Erfindungen sollten ja dazu da sein, dem Menschen das Leben zu erleichtern. Das ist der verständliche und menschliche Ur-Trieb.
Wir könnten doch dank diesem Fortschritt mehr schlafen, langsamer und gesünder essen, uns mehr bewegen, oder auch mehr meditieren?
Aber wer kann das schon! Alle, die ich frage, haben mehr Stress als früher, und nicht primär selbstverschuldeten, sondern aufgezwungenen.
Der Wachstumszwang hindert uns daran, von den Früchten unserer Arbeit zu profitieren!
Wir lassen uns lieber mehr Kohle geben, die wir wieder re-investieren "müssen", um den Topf weiter anzuheizen.
Wir rennen dem nächsten Technofurz hintennach und müssen immer schneller im Namen des Wachstums durch die Welt hetzen.
Uebrigens: Was macht die Post mit 900 Mio Gewinn? Das reicht doch wohl, um ein paar Provinz- oder Quartierfilialen wieder zu eröffnen oder Biogas-Postautos zu besorgen.
Und gegen welche Widerstände und welchen Feind [ ausser mir :-) ] der Bundesrat seine WachstumsSTRATEGIE und -taktik denn durchboxen muss?
"Was macht die Post eigentlich mit 900 Mio. Gewinn?" Oder warn's nur 90Mio? Egal. Es geht darum, dass GENAU die Konzerne mit wahnsinns Gewinnen auftreten, die diesen sehr wohl in Nachhaltigkeit investieren könnten - es aber nicht tun.
http://www.aew.ch
Ansonsten wäre ich auch gerne bereit Kollektoren aufs Dach zu tun, nur müsste der Preis auch besser sein, leider habe ich auch hier Festgestellt, dass der Kanton gar nicht großzügig ist mit Fördermittel, im Gegensatz zu andern Kantonen.
An Thomas haben Sie damals Neu gebaut? Wenn dem so war ist es auch kein Problem, dann fallen all die Probleme weg. Bei einem Unbau kommen die Probleme die ich erwähnt habe, also bei einem ältern Haus, bei mir war einfach die Öl-Heizung zu alt ich hatte einen CTC Kombikessel mit Boiler, zudem sollte der Kamin saniert werden. Daher habe ich mich für eine WP entschlossen. Doch wie schon erwähnt waren die Behörden nicht kulant. Von Gesetzes wegen habe ich nun ein Zimmer mehr wo der Öl-Tank war, also wird der Eigenmietwert angepasst. Gebäudeversicherung Anpassung, Abzüge Unterhalt nur 50% keine Fördermittel vom Kanton usw. Daher bin ich absolut nicht begeistert von der Umweltpolitik die wir in der Schweiz betreiben, ich meine wenn der kleine Hausbesitzer was für die Umwelt tun möchte sollte es in der ganzen Schweiz gleich geregelt sein. Ich wäre froh wenn endlich unser Bundesrat diese Sache in die Hand nehmen würde. Damit wirklich mehr Menschen einen Umbau machen würden, aber wenn man so behindert wird.
Trotzdem habe ich persönlich Freude an der neuen Heizung.
An Waschtumkritker Danke für Ihre Bemerkungen, hoffe es meldet sich jemand der gleiche Erfahrungen gemacht hat und daher mein anliegen unterstützen kann. Denn ich möchte auch, dass mehr für die Umwelt getan wird, doch nicht so wie es leider jetzt bei uns in der Schweiz läuft, wird mehr Bestraft als Belohnt. Das ist eben in andern Ländern ganz klar anders, daher macht Deutschland auch fortschritte.
Was Ihr meint, ist sinnlose Mengenausweitung, ohne Ziel und ohne dass man besondere Freude daran hätte. Aber wie ist es mit Wachstum der Energiedienstleistungen bei gleichzeitigem Rückgang des nicht erneuerbaren Primärenergieverbrauchs, der Dienstleistungen durch Güter bei rückläufigem Ressourcenverbrauch ? Oder mit dem Wachstum des Volkseinkommens in Schwellen- und Drittweltländern, indem sie uns Pullover stricken oder Havelaar Rosen schicken ?
Alles negativ ?
nein, war ein Altbau. Wir sind damals vor der Entscheidung gestanden, ob die alte Ölheizung durch eine neue zu ersetzen ist, oder eben eine WP eingebaut wird.
Übrigens, mehr als die Hälfte der 50'000 Franken gingen damals für die 2x 80m Tiefenbohrung drauf.
Wir haben das nicht deshalb gemacht, weil es 3500 Franken Fördergeld gegeben hat. Sie können Sich ja vorstellen, dass dies nur ein Tropfen auf den heissen Stein ist. Nein. Wir haben es gemacht, weil es das Richtige war. Und das waren mir die 50'000 wert.
Damals hätte übrigens ein Solardach mit derselben elektrischen Leistung knapp 200'000 Franken gekostet... Heute sinds noch 40'000. Tendenz fallend.
Den langen Weg zu gehen, bin ich gerne bereit, finde es aber nicht fair, wenn dann noch grosse Steine darauf liegen.
Die grossen Steine auf dem Weg zum umweltbewussten Leben sind übrigens sehr oft Argument und Grund für viele, sich rauszureden und nichts zu tun.
Wikipedia - "erneuerbare Energien" - Statistik: Deutschland. Der Anteil neuer erneuerbarer Energien betrug 2006: 5.8%.
Na da frage ich mich doch wirklich: wenn die Deutschen vorletztes Jahr schon weiter waren, als es die AXPO in 22 ( 2 2 ! ! ! ) Jahren sein will (bis 2030) .... hmmmm *Grübel*. Könnte es sein, dass es da an Motivation fehlt?
Nein mein lieber Globi, deine Auffassung von den Energiepreisen und Verfügbarkeiten decken sich nicht mit den aktuellen Realiätten auf den Energiemärkten. Wenn du schon so schöne Statistiken und Behauptungen aufstellst solltest du die richtigige Interpretation dazu liefern, nicht die GLOBI interpretation...
Punkt 1 und 2 habe ich nicht anders gesagt, du interpretierst diese einfach für dich, ist auch ok.. ich kann leben damit :-)
zu Punkt 3: ein Kraftwerkt wird nicht (nur) aus volkswirtschaftlicher Sicht betrieben, sonder vielmehr unter realwirtschaftlich-ökonomischen Bedingungen, der Kraftwerksbetreiber ist eine Aktiengesellschaft welche ein möglichst optimierter Betrieb seiner Anlagen unter Berücksichtigung aller ökonomischen, naütrlichen rechtlichen, technischen und natürlich auch politischen Faktoren anstrebt, eben im Grenzkostenbereich! ein tragender Berechnungsfaktor ist die Wahl der Abschreibungsart der Anlage, wenn diese mit einer linearen Jahreslaufleistungsabschreibung anfällt führt das zu einer massiven Erhöhung des Strompreises wenn das Kraftwerk nur in Spitzenzeiten anläuft, weil die Abschreibung auf die Produktion des "kleinen" Spitzenstroms verteilt wird anstatt auf die mögliche Produktionsmenge.
Ganz abgesehen von den Kosten der höheren Materialbelastung..
Nun kommt es natürlich darauf an wo du diese Anlage betreibst, also die Rahmenbedingungen.. im Ausland hast du oft eine komplett andere Netzinfrastruktur, dort ist man auf solche Gaskraftwerke effektiv angewiesen um Spitzenstrom herzustellen, in der Schweiz haben wir genug Spitzenkraftanlagen die überaus wirtschaftlicher und ökologischer Spitzenstrom herstellen können...Somit werden die geplanten Kraftwerke für Grundlastdeckung verwendet und nicht für Spitzenstrom... ausser du subventionierst den Betrieb der Anlage, das ist eine Verzerrung der Märkte..
Zu Punkt 4: Den Grundlastbetrieb zu begreifen ist wohl kein Problem und bedarf keiner weiteren Diskussion mehr...
zu Punkt 5: völliger U N S I N N
hier ein Link der von keiner Atomlobby stammt sondern aus dem Hause von Herrn Leuenberger und hochaktuell ist...
Fazit daraus, die Brennstoffkosten eines Gaskraftwerks müssen 3x höher gewichtet werden als bei einem KKW
www.bfe.admin.ch/php/modules/publikationen/stream.php?extlang=de&name=de_621575761.pdf -
zu Punkt 6: ja das Gaskraftwerk MUSS in 25 weggeworfen werden, der Nachhaltigkeitsgedanke gilt hier wohl nicht mehr ...komisch
Punkt 7, hier wird es ganz interessant:
Globi, Disziplin: Statistiken für seinen Zweck "umbiegen.."
Zu vergisst die Jahre vor 1994.. der Preis ist in den siebziger Jahren von 130$ runtergefallen auf ein paar Dollar und ist heute wieder gestiegen (das wäre Inflationsbereinigt wohl um die 250$ heute) auf rund 130$... Na hats gefunkt? Das Wellental ist übrigens einfach zu erklären: Das sind die "recyclierten" Atombomben aus dem kalten Krieg, der aktuelle Wellenberg stellt die Wiederaufnahme der industriellen Minienproduktion dar und natürlich auch die aktulle Energierally an den Börsen...
Hier gibt es nichts "Spekatuläres" zu verzeichnen...
Zu Punkt 8: die Reichweite des Urans hängt viel mehr von der technologischen Verwendung ab und natürlich auch von der Definition der rentablen abbauwürdigen Ressource. Als ich vor 2 Jahren eine Arbeit zu diesem Thema geschrieben habe, hat man 130$ als Grenze für die Berechnung der Reichweite eingesetzt. Wenn du diesen Wert auf 250$ schraubst wird sofort 100 Jahre möglich. Es hängt alles von der Betrachtungsweise ab...
Selbst die BFE kommt in einer aktuellen Studie zum Schluss dass nicht der Uranpreis also die Verfügbarkeit ein Problem darstellt sondern die Vor und nachgelagerten Prozesskosten des Brennstoffes. Da diese Prozesskosten aber vor allem von politischen Vorgabefaktoren abhängen ist es falsch zu behaupten es wäre unverantwortlich wegen fehlender Brennstoffressourcen auf die Karte Atom zu setzen....
zu Punkt 10 11 12 trete ich nicht ein weil daraus jeweils ein eigenes Blogthema gestartet werden kann, aber nur soviel: Können und Wollen sind 2 verschiedene Dinge, daraus Gesetzmässigkeiten abzuleiten ist Verzerrung der Realitäten..
ich bin allerdings gerne bereit darauf einzutreten, aber bitte ich eigenen Diskussionen das sprengt hier den Rahmen...
Punkt 12: Schon wieder eine "Globi" "verbogeni" Statistik, natürlich orientieren sich die Gaspreise der Ölpreise, jeder halbwegs fachkundige Experte wird das bestätigen können...Die Diskussionen darüber ob das nun gesetzmässig ist oder gewollt gesteuert dauern schon ein paar Jahre an, bis jetzt war es immer so dass das Erdöl kurze Zeit später den Erdgaspreis mitgerissen hat..
Das ist auch Volkswirtschaftlich logisch, Gas ist ein Substitutionsprodukt von Öl, wenn Öl teurer wird zieht Gas nach, Zeitlich natürlich versetzt aber immer konstant...
(deine Statistik ist kurzfristig und darum falsch interpretiert..)
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/meldung120512.html
Punkt 13: RICHTIG, ABER....
Erdgas kann man einfacher fördern, (technisch gesehen) darum ist eine schnelle Steigerung der Förderquote auch möglich, es ersetzt somit das Erdöl, die Erhöhung der Erdölquote jenseits der 3.5GT Grenze kann man nur durch extrem hohe Zusatzinvestitionen erreichen, somit sind dort Grenzen gesetzt. Was extrem delikat ist (und das MUSSSSS man berücksichtigen beim Bau eines Gaskraftwerkes)der Verbrauch von Erdöl wird durch die laufende Weltwirtschaftsentwicklung weiter stark ansteigen, wenn die Verbräuche nicht mehr durch öl gedeckt werden können, werden diese mittels Gas eingedeckt (ua Kohle) dann wird der Gaspreis wie eine Rakte abgehen... und die Gasressourcen werden zusammenschmelzen wie unsere Alpengletscher, viel Vergnügen beim Kalkulieren deiner Spitzenkraftgaskraftwerke... guter Rat wird jetzt dann teuer...
Punkt 14: Ja, was willst du damit sagen?
Punkt 15: Ja ich habe nie was anderes gesagt, dein "radioaktiver" Nachhang stelle ich nach Punkt 12
Punkt 16: Stimmt genau, nur habe ich gerade die Handynummer von Herrn Ospel verlegt damit du das direkt melden könntest.. Schweinerei aber was will man machen, Geld von der UBS zur Raiffeisenbank züglen? Habe ich schon vor 7 Jahren gemacht und hat nichts gebracht :-(
zu Punkt 17: Das ist schön für die Deutschen, dieses auf die Schweiz zu projezieren ist Schwachsinn und lässt die Marktstrukturen weg...
(da sind wir mit unseren Marktogliopolisten gar nicht so schlecht dran..bei uns ist der Strom "noch" nicht um 25% gestigen..)
Punkt 18: Ansichtssache ist aber schon was Wahres dran... ich hätte auch lieber 16 Mia UBS Kollateralschaden in nachhaltige schweizer Industrie gesteckt.. mich hat ja niemand gefragt (heul... keiner ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich... oder wie ging das schon wieder? :-) )
Punkt 18 + 19: Ja und? Globi nochmals, wir haben keine Küste mit Offshorewindanlagen, wir können nicht mal recht Windanlagen dort aufstellen wo es keine Sau stören würde, (Grimsel) weil irgend ein Vögeli-Enteli-Fröschli-Landschaftsidylliker Verein ein Problemi damit hat...
Schweiz Ahoi!
Punkt 21: Müssen wir auch nicht, oder hast du ein schweizer Auto, fliegst mit dem schweizer Flieger in die Ferien? surfst du mit einem schweizer Computer? trinkst du schweizer Cola? hast du ein schweizer MP3 Player? fährst du mit mit einem schweizer Zug durch die Gegend? Nicht? Schade...
Merkst du was? im Gegenzug zu all diesen Beispielen kannst du bei solchen Grossprojekten immerhin Gegengeschäfte aushandeln, das wird natürlich auch gemacht, zudem die meisten Hightechfirmen von grossen Anlagen auch in der Schweiz ihre Ableger haben und hier gute Jobs für schweizer Mittelstandsbürger anbieten, wie die Bilanz unter dem Strich aussieht, wäre eine interessante wissenschaftliche Arbeit für ein Studium...
Wer Rechtschreibefehler findet hat diese umgehend bei mir abzugeben, Finderlohn nicht garantiert :-)
LG MG
Eure unendlichen laaangen Monologe liest doch niemand. In der Kürze liegt die Würze. Je kürzer, desto eher wird Euer Beitrag gelesen. Nehmt Euch mal ein Beispiel an den weiblichen Teilnehmern dieses Blogs.
Viel Glück...
Ja es stimmt, in etwa was das Kostet mit Erdsonden. Habe trotzdem noch Fragen an Sie. Konnten Sie für den Umbau den vollen Abzug machen? War das Haus mehr als 5 Jahre in Ihrem Besitz? Bekamen Sie verbilligten Strom? Haben Sie den Öl-Tank noch? Wurde keine neue Einschätzung gemacht? Ich frage das weil ich einfach wissen möchte, ob Kanton oder Gemeinde alle in der Umweltpolitik gleichziehen. Schön wäre es.
Da ich Grundwasser habe konnte ich keine Erdsonden nehmen. Doch die Offerte verschlug mir die Sprache, vor allem was das Standartprogramm kostete ganze 6'200.- nur für das Gutachten. Und da ist noch keine Wärmepumpe oder eine Instalation.
Offerte (40 m Bohrung)
Wärmepumpenbohrung Wasser-Wasser inkl. Ausbau und
geologischer Begleitung / 471 m ü.M.
A Offerte Geologisch-hydrogeologische Begleitung Preise in Fr.
(Standardprogramm)
1. Vorgängige Abklärungen der hydrogeologischen
Verhältnisse, Anfrage an den Kanton 200.-
2. Erstellen des Untersuchungsprogrammes
Organisation der Arbeiten mit Gesuchstellung 800.-
3. Geologische Begleitung der Bohrarbeiten, definitive
Bestimmung der Bohrtiefen und des Bohrloch-
ausbaus, Aufnahme des Bohrprofiles (Annahme 40 m) 1'800.-
4. Durchführen und Überwachen eines Pumpversuches
(2 Stunden), Festlegen der Fördermengen 600.-
5. Chemische Grundwasseranalyse (Korrosion, Kolmatierung, Verschlammung) 700.-
6. Überwachen beim Ausheben des Rückgabebrunnens, Profilaufnahme,
Durchführung eines Sickerversuches (2 Stunden), Beratung beim
Ausbau des Rückgabebrunnens 800.-
7. Auswertung der Resultate, Berichterstattung,
Besprechungen 1'000.-
8. Spesen 300.-Total
Geol.-hydrogeol. Untersuchungen, Analysen exkl. MWST* Fr. 6'200.-
B Kostenangaben Bohrung, Ausbau, Pumpversuch, Versickerungsversuch
9. 1 Sondierbohrung für Entnahmebrunnen
(Installation, Bohrung à 40 m Tiefe, Brunnenausbau mit
6"-PVC-Rohren, Entsanden der Rohre, Kurzpumpversuch
max. 2 h , Wasserstandsmessungen, Pumpenmiete) 16'000.-
10. 1 m Schacht mit betonierter Sohle, Konus (0.6 m), Schachtabdeckung
und verschliessbarem, wasserdichtem Deckel 2'300.-
11. 1 Rückgabebrunnen - Baggerschlitz 4 m tief
3 Schachtringe (1 m), 1 Konus (0.6 m), Sickerkies und Schachtabdeckung
mit verschliessbarem, wasserdichtem Deckel 4'200.-
12. Gräben zwischen Entnahme- und Rückgabebrunnen (20 m),
Betonbohrungen, Verputzarbeiten etc. (2 Stk.) 1'500.-
Total
Bohrung, Ausbau, Pump- und Sickerversuch exkl. MWST Fr. 24'000.-Total
der Arbeiten exkl. MWST Fr. 30'200.-
* Kostenangaben Standardprogramm Geologie, Hydrogeologie ohne Zusatzarbeiten
In den Kostenangaben nicht inbegriffen sind:
Abklärungen betreffend Werkleitungen, Belagsarbeiten
Durchführung eines Langzeitpumpversuches (z.B. 5 Tage)
Durchführung eines Tracerversuches (Färbversuch)
Analyse der Grundwasserqualität (Sand- und Siltanteil) mittels Absetztrichtern und Siebsätzen
Beratung beim definitiven Ausbau der Wärmepumpenanlage (Filteranlage, Zwischenkreislauf, Bypass etc.)
Gruss an die lieben Träumer ich halte mich lieber an Tatschachen, wer was anders glaubt ist selber schuld.
für mich sind Sie ein typischer Vertreter dieses "WEITER SO!" Sachzwang- und Zugzwanglogik! Eine durchaus nachvollziehbare "realpolitische" Sicht der Dinge.
Dass sie sich hüten werden, in Ihrer Argumentationskette, auch nur einmal Begriffe wie Strahlung oder Atommüll in den Mund zu nehmen... das gehört nun mal dazu.
Ich habe ja auch schon mal was unter den Teppich gekehrt...aber wenn man dann jedes mal darüberstolpert, über den Teppich, weil der Haufen schon etwas zu gross geworden ist...
Sie gehören auch zu der Kategorie Vögeli-Enteli-Fröschli Landschaftsidylliker- Verspottern. In England werden sie als "Tree-Hugger" verspottet, "Baumumarmer", diese spinnerten Naturschützer, in Deutschland war es z.B. die "Mopsfledermaus", eine aussterbende Gattung welche die Pistenverlängerung eines boomenden Billigflug-Regionalflughafens behinderte. (Von wo aus man für 10 Euro nach Spanien fliegen kann und wohin Leute hunderte von Kilometern mit dem Auto anreisen um davon zu profitieren) Jedenfalls hat die Mopsfledermaus wirklich einen komischen Namen und damit konnte man sich herrlich lächerlich machen über weltfremde Spinner die wegen ein paar Mopsmäusen eine Pistenverlängerung blockierten; denn man bedenke die Arbeitsplätze, die Wachstumschancen einer etwas abgelegenen Region, etc... nun ja, die gesamten Sach-und Zugzwänge.
Nur: Haben Sie auch schon mal was von sogenannten INDIKATOREN gehört?
Wenn ja, dann wüssten Sie, dass z.B. der Laubfrosch, den ich als Kind noch oft angetroffen habe, und der jetzt seltener und seltener wird, weder eine Quantité Négligeable darstellt, noch eine völlig vernachlässigbare Grösse über die man sich lustig machen kann und die man somit instrumentalisieren kann für seine Zwecke.
Ein Indikator ist nämlich ein Anzeiger, ein Fingerzeig. Er zeigt im Kleinen, Vernachlässigbaren, etwas auf, was vielleicht eines Tages von grosser Tragweite sein könnte. Vielleicht von grösserer Tragweite als sie zu ahnen vermögen! Aber eben... WEITER SO!
...und Ueli Schäfer: Ich glaube nicht dass Mr. Wachstumskritiker das Wachstum von Bäumen kritisiert, auch nicht das Wachstum von Kindern und das bald anstehende Wachstum der Schneeglöckchen.
Aber wenn sie davon sprechen vom "Wachstum des Volkseinkommens in Schwellen- und Drittweltländern, indem sie uns Pullover stricken oder Havelaar Rosen schicken".
Was dann? Wenn sie dann herausgewachsen sind aus ihren Pullovern, wenn sie "zu uns gehören", zu uns "Erstweltländern" die wir die Schwelle überschritten haben? Wer strickt ihnen dann die Pullover? Wer schickt ihnen dann die Havelaar Rosen?
Ich bin Ihnen dankbar, dass Sie das Beispiel von den Mopsfledermäusen hier erwähnen. Nur eines von abertausenden von Beispielen, die aufzeigen wie die Lebensgrundlage der Lebewesen auf der Erde, nämlich die Natur, dem Wirtschaftswachstum geopfert wird.
Klar, man kann für oder gegen Förderung der Erneuerbaren Energien sein.
Tatsache ist nun einfach, dass diese Förderungen dort wo sie eingesetzt wurden ökonomische Vorteile gebracht haben und von den ökologischen Vorteilen ganz zu schweigen.
Arbeit:
http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/39983/5466/
Stromkosten Reduktion:
http://www.bee-ev.de/presse.php?pr=1178
Exportindustrie:
http://www.wind-energie.de/de/themen/zukunft-der-energie/windkraft-international/
Wenn gewisse Instrumente erwiesenermassen volkswirtschaftliche Vorteile bringen, soll man sie auch einsetzen. Gleichzeitig kann man auch noch andere Instrumente einsetzen, welche beispielsweise die Effizienz fördern. Freiwilligkeit wäre natürlich noch besser aber offensichtlich funktioniert das einfach nicht – wie eben die 3te Säule auch nur deshalb benutzt wird, weil sie von den Steuern abgezogen werden kann.
Und wenn man gegen Förderung ist dann sollte man eigentlich konsequent sein:
1. AKWs werden staatlich gefördert, obwohl wir weder Uranmienen, noch Anreicherungsanlagen, noch AKW-Konzerne und noch Endlager besitzen.
2. Die Landwirtschaft wird staatlich gefördert, obwohl die Milch nicht gewinnbringend exportiert werden kann.
3. Der private Waffenbesitz wird staatlich gefördert, obwohl die keine Wertschöpfung generieren und man die Toten nicht gewinnbringend exportieren kann.
4. Warum soll also ausnahmsweise auch nicht saubere Energie Erzeugung und Effizienz gefördert werden, wenn doch die Technologie erwiesenermassen gewinnbringend exportiert werden kann und wir sowieso keine eigenen Rohstoffe besitzen? Deutschland und Dänemark sind mit Abstand die grössten Windturbinen Exportländer, weil sie eben diese Technologie ursprünglich auch gefördert haben.
Also, schaffen wir wenn schon all diese staatlichen Förderprogramme ab, dann können wir nämlich mit der so ersparten Arbeitsbestrafungssteuer selbst entscheiden was gefördert werden soll.
Was die Wärmepumpenboiler betrifft haben sie prinzipiell recht: Sie sollten nur dort eingesetzt werden wo es anders nicht geht.
Die Aufgabe der Privatwirtschaft ist es ihren Gewinn und Umsatz zu maximieren und sie arbeitet dabei zudem mit einem Zeitrahmen von ein paar Jahren (alles andere ist nicht ihre Aufgabe - so ist das jetzt einfach und das muss ja auch nicht schlecht sein). Eine erneuerbare und effiziente Energiestruktur aufzubauen dauert aber Jahrzehnte. Das Umstrukturieren geht deshalb nicht einfach ohne entsprechende Rahmenbedingungen. Rahmenbedingungen welche zur direkten oder indirekten Förderung der Effizienz führen sind nichts schlechtes – insbesondere in einem Land mit hohen Lebenskosten und keinen eigenen Rohstoffen. Die Privatwirtschaft kann mit entsprechenden Rahmenbedingungen sogar noch mehr Gewinn und Umsatz machen (siehe obige Beispiele).
Lieber Thomas Urseler,
Das Brauchwasser kann natürlich auch mit Solarwärmekollektoren geheizt werden oder mit PV welches wiederum eine Wärmepumpe betreibt, beides ist wesentlich effizienter als Biomasse. (Biomasse sollte man eigentlich nur dann zum Heizen verwenden, wenn es so oder so zur Verfügung steht.)
Miscanthus ist meines Wissens eine der ertragreichsten Energiepflanzen und kann pro Hektar und Jahr 80'000 kWh Biogas produzieren. http://www.miscanthus.at/content.php?url=/sites/site_landw_allg.php
Ein Hektar Solarwärmekollektoren kann dagegen im Schweizer Mittelland etwa 7 Millionen kWh Wärme pro Jahr generieren. (Faktor 100). Auch PV ist immer noch etwa 20mal ertragreicher als Miscanthus und muss zudem nicht geerntet werden und hat natürlich auch keine beweglichen Teile.
Lieber Hermann Döbeli,
ich verstehe, dass diese Auflagen frustrierend sind. Wir schreiben uns hier ja auch teilweise die Finger wund mit der Hoffnung, dass sich auch endlich mal etwas ändert.
Lieber Mirosch,
Wo liegt eigentlich das Problem?
z.B.
1. Mirosch meint am 2008-01-06 17:21:46
Zu deinen Flexibilitätsausführungen muss einfach mal gesagt werden dass Gaskraft NICHT Flexibel ist,..
Und ich antworte: „Gasturbinen sind flexibel.“ worauf Du wiederum irgendwelche Geschichten von nicht referenzlosen Bierkumpanen präsentierst und nicht mehr damit aufhören willst und mir am Schluss eigentlich doch indirekt recht gibst allerdings so tust, als hätten wir über etwas anderes gesprochen.
5. Mirosch meint am 2008-01-08 00:15:28
Apropos Energiepreise: Heute macht der Pelleteinkauf 1.5% der laufenden Kosten eines AKW's aus.
Und ich antworte: „Der Brennstoffkosten-Anteil pro AKW-kWh beträgt 20% und nicht wie Du behauptet hast 1.5%“ und belege das mit einem Link. http://www.uic.com.au/nip08.htm
Selbstverständlich ist Brennstoffkosten-Anteil beim Gaskraftwerk teurer – etwas anderes habe ich auch nicht behauptet. Das wäre ja ein schöner wenn’s nicht so wäre: Zuerst kauft man ein enorm viel teureres AKW und dann muss man noch mehr für den Brennstoff bezahlen - blöder ging’s ja dann wirklich nicht mehr.
Also Mirosch mach uns bitte den Gefallen und überprüfe offensichtlich falsche Behauptungen zuerst bevor Du sie ins Netz stellst. Oder noch besser liefere bitte gleich eine glaubwürdige Referenz.
Ansonsten musst Du Dich jedes Mal auf peinliche Art und Weise herauswinden in dem mir Dinge in den Mund steckst die ich gar nicht behauptet habe und ausserdem habe ich nichts verbogen sondern Fakten präsentiert. Vergiss bitte nicht, dass das ganze schriftlich festgehalten ist.
Diese Punkte sind mir allerdings noch wichtig (wenigstens für die Anderen die das Lesen):
8. Uran lässt sich nicht mit einem metallischen Rohstoff vergleichen, sondern es ist ein Energie-Rohstoff wie Öl. Wenn der Energieaufwand um das Uran aus dem Erz herauszulösen höher ist als die damit gewonne Elektrizität dann lässt sich damit offensichtlich keine Energie mehr in einem grossen Massstab produzieren. Z.B. besteht auch Granit unter anderem aus Uran und möglicherweise könnte man mit diesem Granit-Uran AKWs theoretisch über mehrere hundert Jahre betreiben aber es fehlen die technischen Möglichkeiten es mit geringem Energieaufwand herauszulösen. Es ist immer das Gleiche: Wir haben zwar JETZT erneuerbare Energie und Effizienz aber warten wir doch besser 80 Jahre, bis jemand herausgefunden hat, wie man das Uran effizient aus dem Gotthard massiv herauslösen könnte. Falls es nicht gelingt, dann klatschen wir halt an die Wand – genau wie beim Fusionsreaktor.
Aufwand um Uran zu gewinnen:
http://www.stormsmith.nl/publications/E&U_4_06-Energieklippe.pdf
Und bevor sich jemand wieder am ITER Fusionsreaktor ereifert, soll er doch bitte noch diese Präsentation hier lesen:
http://ihp-lx2.ethz.ch/energy21/fusionillusions.pdf
14. Natürlich ist es wichtig wieviel Atomenergie momentan am weltweiten Energiebedarf deckt. Bei weniger als 3% kann es offensichtlich auch den Treibhausgasausstoss nicht wesentlich beeinflussen. Die Atomlobby behauptet allderdings andauernd das Gegenteil. Man müsste also die Anzahl der AKWs massiv erhöhen, womit nicht nur der indirekte CO2-Ausstoss der AKWs ohnehin massiv ansteigt sondern wir wieder bei 8. angelangt sind.
18. Wir haben bereits 1 Million Strommasten. Insofern ist das Argument, dass ein paar 100 Windturbinen die Landschaft verschandeln, absolut lächerlich.
Exgüsi, da muss ich Ihnen widersprechen. Bei den Beiträgen von Mirosch, globi und anderen Bloggern handelt es sich meines Erachtens eindeutig um DIAloge, nicht Monologe.
Mich stört die Länge der Beiträge nicht. Ich kann ja entscheiden, ob ich sie lesen will oder nicht. Auch mir passiert es, dass ich meine Gedanken nicht so kurz fassen kann, wie ich möchte.
Es ist wohl so: Je differenzierter (genauer, ins Detail gehend) ein Beitrag, desto länger fällt er mit Wahrscheinlichkeit aus. Je oberflächlicher (grob, nur angeschnitten) desto kürzer.
Ich schätze es ausserordentlich, dass ich in diesem Blog zu Informationen komme, die mir anders nicht oder nur mit grossem Aufwand zugänglich wären.
Beim Wachstum gibt es zu unterscheiden: Gesundes Wachstum>< zerstörerisches Wachstum.
Damit unsere Kinder wachsen können, brauchen sie eine gesunde Umgebung. Sie brauchen Raum zum spielen, keine Quartierstrassen, die durch Verkehr unsicher gemacht werden, sie brauchen Raum, um ihre Phantasie zu entwickeln, keine Phantasie zuschüttenden Fernsehprogramme, Komputerspiele etc. Sie sollen lernen können, selber zu denken und dazu braucht es Zeit und Freiräume.
Menschen die ungebremstes Wirtschaftswachstum kritisieren helfen unseren Kindern ihre Wachstumsfreiräume zu erhalten. Dies zu Herrn Schäfer.
Ich bin nicht zuletzt auch durch meine berufliche Erfahrung mehr und mehr der Meinung , dass nicht nur die Natur sondern auch die Menschen vom profitorientierten Wirtschaftswachstum geschützt werden müssen.
Beispiel Post: Millionengewinne. Wie erreicht: Durch radikale Rationalisierung und Stellenab- und Umbau. Mir sind Menschen bekannt, die dadurch psychisch ruiniert worden sind. Man kann sich nicht vorstellen, welchem Stress Menschen an gewissen Stellen im Bereich der Post ausgesetzt sind.
Total erschreckt und schockiert hat mich die Aussage von Bundesrätin Leuthard, dass pro geleistete Arbeitsstunde die Wertschöpfung noch mehr erhöht werden soll. In welchen Sphären leben Menschen, die so was sagen?????
Die Realität an der Basis der Arbeitswelt ist bereits schon die, dass viele während der Arbeit nicht mehr aufs WC können oder dürfen, dass die Angst den Job zu verlieren, weil man nicht mehr genügt, Menschen lähmt und krank macht. Die Schichtarbeit wird nach den Bedürfnissen des Unternehmens eingeteilt und nicht mehr nach den Bedürfnissen der betroffenen Arbeiterinnen und Arbeitern. Genügend Ruhezeit ist bei zum Teil unregelmässiger Schichtwechsel nicht mehr möglich, ein Lebensrhytmus auch nicht. Auch die vielen Berufschauffeure, die total übermüdet die Strassen unsicher machen, tun das sicher nicht freiwillig.
Mit den Menschen wird je länger je mehr umgesprungen, wie mit der Natur, nämlich schamlos ausgebeutet und wenn nicht mehr funktionierend weggeworfen.
Eine Zeit lang wurden die menschlichen Ruinen finanziell noch von der IV aufgefangen. Dies ist nun auch nicht mehr so, mit der Begründung, dass ja all die zugefügten Schäden heilbar seien, (was halt leider nur theoretisch , nicht aber in der Praxis möglich ist) oder mit der Begründung, dass krankheitsfremde Faktoren für die Arbeitsunfähigkeit verantwortlich sind. Wenn die wirtschaftliche Wertschöpfung pro Arbeitsstunde noch mehr erhöht werden soll (sprich die Mitarbeiter noch mehr gestresst werden ) werden weitere Prozentsätze Menschen nicht mehr mithalten können und in eine auch subjektive sinnlose Existenz fallen.
Da nützen die besten Anti burn out trainings der Firmen nichts, da die Kurve der individuellen Leistungssteigerung unter Druck zu einem grossen Teil gegeben ist und nicht wesentlich durch Massnahmen verändert werden kann. Das heisst der Punkt an dem ein bestimmter Leistungsdruck die beste Leistung bei einem Individuum bringt ist konstitutionell gegeben. Steigt der Leistungsdruck weiter an, kommt es zu einem schnellen Leistungsabfall.
http://www.stormsmith.nl/report20071013
Tatsächlich lieferte Atomenergie (2006) lediglich 2.1% des Weltenergiebedarfs (wenn man die nicht gehandelte Energiemenge ebenfalls einrechnet - z.B. Holz, Torf, Stroh etc. in Drittweltländern).
Wenn man nur die gehandelte Energiemenge rechnet lieferte Atomenergie (2006) 2.4% des totalen Weltenergiebedarfs.
Weil aber elektrische Energie als wertvoller angesehen wird, rechnet BP mit einem Faktor von 2.6 bei elektrischer Energie und kommt somit auf 5.8% Atomenergie-Anteil. (Wenn man allerdings mit diesem Strom ineffiziente Heizwendeln betreibt ist das natürlich ein schlechter Witz).
Jetzt kommt's aber ganz dick:
Das IEA rechnet mit einem Faktor 3 bei elektrischer Atomenergie und rechnet mit einem Faktor 1 bei erneuerbarer elektrischer Energie und kommt so auf einen Atomenergie-Anteil von 6.5% und einen Wasserenergie-Anteil von lediglich 2.2% und das obwohl die Wasserkraftwerke tatsächlich mehr Strom ins Netz gespiesen haben!
Von wegen Atomenergie und Lösung des CO2 Problems. (Ganz abgesehen davon, dass Atomenergie tatsächlich einen signifikanten CO2 Ausstoss pro erzeugte kWh aufweist - auch wenn das eigentlich bei diesem mickrigen Atomenergie-Anteil kaum relevant ist.)
http://www.stormsmith.nl/publications/E&U_4_06-Energieklippe.pdf
Dass sie pauschal wirkt, liegt an der pauschalen Dogmatik der Wachstumsideologie selber.
Wenn ein Mensch so wachsen würde wie die chinesische Wirtschaft (sagen wir 8% pro Jahr, Geburtsgrösse 50cm), dann wäre er mit 40 Jahren 11 Meter gross.
Wenn ein Baum so wachsen würde, wie im seinem ersten Lebensjahr (1000% pro Jahr, Messbeginn bei 1cm Grösse), dann wäre er nach 5 Jahren 1 Kilometer gross. Nach 7 Jahren 100 Kilometer.
„Mercksch öppis, hä??“ (Emil Steinberger)
All die rührenden Naturvergleiche zum Wirtschaftswachstum hauen voll ins Leere! Sie zeigen nicht Gleiches, sondern verdeutlichen fundamental Verschiedenes.
Denn die Natur kennt nirgends ewiges Wachstum, sondern strebt Gleichgewichtszustände an. Diese können natürlich dynamisch, also schwankend sein, eben wie der Sommer-Winter-Zyklus unserer Laubbäume.
Aber die Zinswirtschaft hat ein künstliches System geboren, das auf ewiges (!) Wachstum ausgerichtet ist und sich selbst davon abhängig gemacht hat! Ein Krebsgeschwür erster „Güte“, auf die Zerstörung seines Wirts (unseres Planeten) und seiner selbst ausgerichtet.
Es gibt kein einziges physikalisches oder biologisches System, das ewig wächst.
Die Wirtschaft will und soll das aber tun?!?
Das ist kein Teufelskreis, sondern eine TeufelsSPIRALE, die immer schneller grösser werden will.
Die grössten Wachstums-Mullahs in unseren „Wirtschaftspateien“ sind lustigerweise jene, die sich dann noch über die steigende Staatsverschuldung aufhalten, an der unser Finanzplatz so schön verdient. Auch so ein Widerspruch. Ts ts ts.
Einer von vielen guten Links zu den perversen Mechanismen hier (mit den Pfeilen kann man im „Lehrgang“ blättern).
Zur pauschalen Dogmatik des Wachstums:
Eine konstante Prozentzahl bedeutet sogar ein EXPONENTIELLES Wachstum. Wie die Kettenreaktion einer Atombombenexplosion. Die zerstörerische Wirkung ist bekannt.
Wenn man „nur“ LINEARES Wachstum wollte, dann müssten die WachstumsRATEN, also die Prozentwerte, jedes Jahr KLEINER WERDEN. Tun sie aber nicht.
Also haben bzw. wollen „wir“ exponentielles Wachstum. Und dies bedeutet, es gibt KONSTANTE Zeitabstände, in denen sich die betrachtete Grösse, zum Beispiel die Wirtschaftsbewertung (BIP und irgendwelche andere Indizes) VERDOPPELT.
Faustregel: 70 geteilt durch die Jahres-Prozentzahl gibt die Verdoppelungszeit in Jahren.
Beispiel: 5% Wachstum: 70/5=14, die Wirtschaftsbewertung verdoppelt sich alle 14 Jahre!
Aber sogar „nur“ lineares Wachstum ist auf Dauer nicht weltverträglich, das dürfte jeder und jedem einleuchten.
Vielen tut aber offenbar das Denken darüber weh, und so lassen sies lieber sein...
Sich dumm stellen ist ja soo schön und bequem.
http://www.pranagathon.ch
Wenige Beispiele aus meinem leben:
Ich fand es sei notwendig weitere kinderhorte zu gründen und wollte Vorträge zu diesem Thema halten. nun bin ich aber sehr knapp bei Kasse und fragte bei der Kirche. NO!
Ich bin doch der Meinung ich könnte ein pädagogishc und didaktisch wertvolles Lehrbuch der Mathematik verfassen. Was man den armen Gynasiasten heute vorsetzt!
Doch der vorsatz nützt nichts, wenn man den notwendigen Namen nicht hat.
Hier zur illustration wenige Beispiele:
http://www.pranagathon.ch/Pythagoras.html
http://www.pranagathon.ch/Ebenenteilung.html
http://www.pranagathon.ch/Quadratisch.html
http://www.pranagathon.ch/Polyeder.html
Und wie steht es mit dem vorsatz zu Vollziehen brennenst, wichtigste Dinge, zu verhindern das total Tragische, das Fatale, das total Zerrüttende? Ohne Namen, kein Recht! Besonders schwierig wäre es wohl nicht gewesen das Attentat von Zug zu verhindern. Doch wenn man einan halt schön das Mündchen stopft.
Bäume wachsen eben nicht so dumm, Kinder nicht und Volkswirtschaften auch nicht. Sonst müsste die Schweiz ja auch immer noch mit 10 % jährlich wachsen.
Interessanter wäre die Frage welcher Anteil unseres verbleibenden Wachstums von weniger als 2% jährlich tatsächlich Wachstum ist und welcher nur Gewichtszunahme.
Mit der Kritik an unsinnigen und auch nicht erfüllbaren Wachstumsideologien bin ich einverstanden. Aber mit der Diskreditierung von Wachstum nicht.
Wachstumskritiker hat sicher nicht Unrecht wenn man mal hinterfragt, wohin das führt. In dieser Beziehung frage ich mich schon lange was da alles abgeht. Es gibt auch so viele unsinnige Dinge die gemacht werden nur um Geschäfte zu machen. Zum Beispiel wieso soll ich im Winter Nahrung kaufen die so weit herkommen nur weil es diese jetzt noch nicht gibt. Wie freue ich mich wenn es diese dann wieder bei uns gibt, z.B. Erdbeeren usw. Oder wieder Kastanien. Da werden Wahren Transportiert unglaublich von Deutschland nach Italien und zurück, wie Milchprodukte (Rahmdosen) Warum gibst eigentlich bei den Tunnels keine Maut so wie Österreich? Was mich beschäftigt ist das Klima Gerede, wo nichts kommt. Es macht mir sorgen wenn ich mir Vorstelle, wie die Kreuzfahrt Schifffahrt gewachsen ist, aus reinem Vergüngen. Weil es zu viel zu Berichten gibt sehen die Links:
http://www.zeit.de/2006/35/U-Schwefel
http://www.fairunterwegs.org/themen/thema/article/missstaende-auf-hoher-see.html?cHash=547fa48ba2
http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/:Luftverschmutzung-Schifffahrt-Todesfolge/602821.html
Wo haben da die Konferenz Teilnehmer in Bali Hingeschaut kein Wort davon. Man spricht nur von Industrie und Autos, dabei machen die noch viel mehr Dreck, auch die Flugzeuge.
Mich nervt das ganze allmählich immer mehr, die ganze Umweltpolitik ist doch so unglaublich falsch dass, ich es schon fast nicht mehr Glaube. Alle mühe umsonst, der Konsument begreift doch gar nichts mehr. Was war das wieder mit den Weihnachten 2007 nur noch in die Einkaufcenter fahren die an unglaublichen Tagen offen haben. Wo bleibt da die Besinnlichkeit? Für alle die Arbeiten müssen, die Familie, wissen die Kinder eigentlich noch was Weihnachen ist. Scheinbar kennen Sie nur noch den Weihnachtsmann und die Geschenke. Bald werden solche Tage zu ganz Normalen Tagen, wo wir zur Arbeit gehen. Und das alles unter Wachstum.
Ich habe mich auf eine Diskussion eingelassen, von der ich nichts verstehe. Das bedaure ich.
Wenn das Wirtschaftswachstum null Prozent ist, dann wächst die überbaute und beheizte Fläche, die Zahl der Autos und der gefahrenen Kilometer, der verbrauchten Rohstoffe und Energie trotzdem weiter im Betrag des Wachstums des Vorjahrs, zwar nicht mehr progressiv, aber doch linear.
Lebewesen andererseits wachsen wahrscheinlich bereits ab einer sehr frühen Stufe degressiv um zuletzt einen Gleichgewichtszustand, wie das Erwachsensein beim Menschen, anzunähern.
Sehr lehrreich, danke.
http://www.blick.ch/news/energie/artike
Strom ist billig!
Köbi's Kuhn Stromrechnung beträgt angeblich 15 Franken pro Monat und meine ist nur deshalb höher, weil ich für 100% erneuerbaren Strom bezahle (aber immer noch mickrig verglichen mit meiner Miete).
Ich finde es immer wieder amüsierend, wenn Leute meinen, man müsse doch etwas erfinden was ganz billig und sauber Strom erzeugen kann.
Billige Mieten müssten wenn schon erfunden werden!
Der Strom für's Staubsaugen kostet sie übrigens höchstens ein paar Franken im Monat.
Wenn also einer fragt: "Häsch mer no zwei Stei?", und zwei Stei bekommt, dann kann er damit glatt einen Monat staubsaugen.
http://www.pranagathon.ch/Rachmaninoff
Ungerechtigkeiten gegenüber
für intelligente Leute
ganz im Alltag:
Ungerchtigkeiten sind nicht da
um bekämpft,
sondern um ertragen
zu werden.
Eimal fragte ein Mann Sokrates:
Du bist weise. Sage mir,
wie wird man das?
Sokrates antwortete:
Das ist sehr einfach.
Heirate eine Frau, wie die meine.
Dann wirst Du entweder
wahnsinnig
oder
weise.
Der Weg zur weisheit
ist sicherlich nicht
der des Kämpfens.
Also,
wenn Sie jemanden sehen, der kämft,
er geht nicht den Weg hin zur Weisheit.
(Jedenfalls nicht den sokratischen)
Dass eine Regierung wegen ihren Zielen (Zit. "glückliche Menschen") als erstes/vorheriges für immer bessere Instrumente (Wachstum in der Qualität) sorgen muss, ist für mich selbstverständlich. Und das genau tut unser Energieminister.
Deshalb sollte so ein Blog & andere Instrumente von allen Bundesräten geführt werden (und noch mehr...)
IN EIGENER-BLOG-SACHE:
Für uns Blogger hier heisst das aber auch, dass wir auch bei Widmer-Schlumpf-Blog, wenn der dann mal kommt, auch beteiligen sollten.
Ebenso, ist es SEHR wichtig zu erkennen, dass wir Blogger hier einen sehr grossen Einfluss auf die Qualität dieses Bloggs/dieses Instruments ausüben. Und deswegen sind Beiträge wie diese von Mirosch besonders wichtig, WEIL sie nicht die Mehrheitsmeinung der Blogger entspricht.
Beiträge wie von Urs, welcher sein berechtigten aber unsachlichen Ärger über Mirosch auslässt, hat ebenfalls Einfluss auf die Qualität dieses basisdemokratischen Instruments. Solche Beiträge ärgern mich persönlich mehr als selbst dumpfe Stammtischkommentare.
Also bis dann
Fakten sind übrigens immer besser als Meinungen.
um bekämpft,
sondern um ertragen
zu werden."
Na na, da haben wir ja den Leitspruch für alle didaktorische Führer oder solche die es gern wären. Also in einer Neujahrsrede eines Solchen, wäre dieses Zitat ein Aufruf und Motto an "sein" Volk:- auf dass er ein ruhiges Jahr hat und tun kann was er will - und die Betroffenen es einfach ertragen.
Kocher: "... wenn Sie jemanden sehen, der kämft, er geht nicht den Weg hin zur Weisheit."
Ich: ' und so lasse er sich fressen und werde weise... '
ja genau. Strom ist zu billig.
Meine Idee betrifft jedoch nicht das Geld. Meine Ueberlegung ist folgende: Wenn es gelingt den Verbrauch von elektrischer Energie zu reduzieren, dank der Anstrengung von jedem einzelnen, kann die Prognose der Elektrokonzerne über den zukünftigen steigenden Verbrauch an elektrischer Energie am besten widerlegt werden. Die prognostizierten Zahlen erscheinen dann klarer unlogisch.
Ich richte halt nicht mit der grossen Kelle an, aber viele kleine Kellen machen auch eine grosse.
Zu Kocher: Ihr Weg zur Weisheit mag zwar ein Weg sein, aber ein gefährlicher. Er ebnet den Weg für alle Ungerechten. Hitler lässt grüssen.
Man kann übrigens kämpfen und doch im inneren Frieden leben.
Auch ich will noch ein Wort zum Thema Wachstum verlieren:
Immer wieder gibt es Leute, die Wirtschaftswachstum mit dem Wachstum in der Natur vergleichen, sobald Wirtschaftswachstum kritisiert wird. Sie sprechen von Wachstum im Zusammenhang mit Kindern, Garten, Frühling, Blätter am Baum … also von einem geheimnisvollen natürlichen Wachstum, von dem wir längst nicht alles wissen. Wir wissen nicht bis ins Letzte, wie und warum im Garten eines Tages die Schneeglöckchen spriessen; wie und warum Samenzelle und Eizelle zu dem werden, was wir achtunddreissig Wochen später in den Armen halten, uns anschauen und lächeln wird und uns mit Freude erfüllt.
Wirtschaftswachstum kann nicht mit dem natürlichen Wachstum verglichen werden. Es bringt keinen Vogelgesang und keine Rosen hervor – es hat keine Seele und wird kaum Ehrfurcht, Staunen, Ergriffensein etc. in uns hervorrufen.
Will man Wirtschaftswachstum dennoch mit natürlichem Wachstum vergleichen, gilt es, den wesentlichen Unterschied zwischen den beiden zu berücksichtigen: Wirtschaftswachstum ist manipuliertes Wachstum im Gegensatz zu dem, was wir unter natürlichem Wachstum verstehen. Wirtschaftswachstum ist Mathematik. Der Output (Gewinn) soll um das möglichst Vielfache des Inputs (Investition) ausfallen. Die Faktoren werden manipuliert, bzw. beeinflusst (Subventionen, Investitionen, Steuern, Zölle etc.), um den grösstmöglichen Output zu generieren. Ein Vergleich dürfte also nur mit einem ebenfalls manipuliertem Wachstum in der Natur stattfinden. Zum Beispiel mit Monokulturen in der Landwirtschaft, die ebenfalls nach dem Prinzip Manipulation, bzw. Beeinflussung der Faktoren (Saatgut, Dünger, Gifte, Bewässerung) einen möglichst grossen Output zum Ziel haben – und bekannterweise früher oder später zu ausgelaugten, unfruchtbaren Böden und zerstörten Ökosystemen führen.
Die Auswirkungen von Eingriffen in sich selber regulierende Systeme erweisen sich oft als fatal. Das sollten sich die Menschen merken.
Hoffe Ihr habt die Links gelesen die ich Euch reingestellt habe. Wenn nicht habe ich nur ein kleiner Ausschnitt davon:
© Kai-Uwe Knoth/AP
Das Kreuzfahrtschiff Queen Mary läuft im Hamburger Hafen ein. Die Abgase des Schiffverkehrs kosten jedes Jahr rund 60.000 Menschen das Leben
Beim Thema Luftverschmutzung geht es meist nur um Straßen- und Flugverkehr. Forscher haben jetzt die Schifffahrt ins Visier genommen und kamen zu erschreckenden Ergebnissen: 60.000 Menschen sterben pro Jahr an Schiffsabgasen - Tendenz steigend.
Es ist so schlimm, daher frage ich mich wie man so ein Vergnügen aufrechterhält halten kann. Warum so gegen die AKWs vorgegangen wird die doch für unser aller Wohl arbeiten und nicht so viele Todesfälle zu beklagen haben, wie die Schifffahrt.
© Ulrich Perrey/DPA
Die einen genießen die Reise, die anderen haben den Dreck
Gigantische Kreuzfahrtschiffe wie die "Queen Mary II" bringen viele Menschen zum Träumen. An Schwerölabfälle, Feinstaubbelastung und Klimawandel denken beim Anblick der Ozeanriesen nur die wenigsten.
Wenn Ihr mehr Wissen wollt nochmals die Links dazu:
http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/:Luftverschmutzung-Schifffahrt-Todesfolge/602821.html
http://www.fairunterwegs.org/themen/thema/article/missstaende-auf-hoher-see.html?cHash=547fa48ba2
http://www.zeit.de/2006/35/U-Schwefel
Daher ist doch das Thema Klima fast unglaubwürdig
Man bedenke:
Es gibt viel mehr Meinungen als Fakten.
Und es gibt sogar viele Meinungen ÜBER (angebliche oder tatsächliche) Fakten.
Bitte macht nicht den Fehler, pauschal jene von Diskussionen oder dem Recht auf eine eigene Meinung auszuschliessen, die "keine Ahnung" haben.
Ueli Schäfer darf auch eine Meinung zum Wachstum haben
Jede(r) darf eine Meinung zu Atomenergie haben, auch wenn sie/er nicht weiss, wie ein Reaktor funktioniert.
Zuzgegeben,der "Strom"preis entspricht nicht dem Wert, den diese Energie für das menschliche Leben hat. Wie ich schon vor Monaten kommentierte, ist das Klimaproblem aber viel direkter mit dem zu niedrigen Oelpreis gekoppelt. Denkt daran, wenn jetzt z.B.wieder die Saison der Erdbeeren, Spargeln etc. aus weit entfernten Kontinenten beginnt.
MFG
chrigu
http://www.wwf-be.ch/05.08.15_%20Pumpsp
http://www.trecers.net/de/index.html
würde gleichzeitig ein europäisches Stromnetz (siehe obiger Link) verlegt und Windstrom, Wellenstrom, Gezeitenstrom und Sonnenstrom massiv ausgebaut, liesse sich möglicherweise auch der Ausbau der Pumpspeicherkraftwerke als umweltfreundlich und Notwendigkeit verkaufen.
Aber wie wie wir ja wissen, soll ja beispielsweise Mühleberg durch ein neues AKW mit über 4 facher Leistung ersetzt und Kohlestrom in Deutschland ausgebaut werden. Ausserdem haben die europäischen Stromkonzerne, welche mehrheitlich Kohle- und Atomkraftwerke betreiben, überhaupt kein Interesse an einer solchen europäischen Stromautobahn, insofern sind die Bedenken vermutlich berechtigt.
Elektrische Energie lässt sich nicht nur mit Pumpspeicherkraftwerke speichern.
• Chemisch (z.B. Vanadium Redox Batterien)
• Mechanisch (z.B. Schwungrad)
• Elektrolyse/Brennstoffzelle (Wasserstoff)
In einem Biogasreaktor wird übrigens mehrheitlich CO2 und CH4 (Erdgas, Methan) produziert.
Anstatt das CO2 speziell zu entfernen, kann man mit überschüssiger elektrischer Energie erzeugten Wassserstoff (H2) dem Biogasreaktor zufügen und so zusätzliches und reineres Erdgas produzieren (CH4). Das nennt sich Sabatier Prozess und der gibt ausserdem zusätzlich Wärme ab. So hat man die elektrische Energie wieder als Erdgas gespeichert und kann damit beispielsweise wiederum Wärmekraftkopplungsanlagen betreiben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sabatier-Prozess
http://www.seilnacht.com/referate/biogas01.htm
Aber WaXdummskritiker's Einwand ist durchaus bedenkenswert:
WIE mit Fakten umgegangen wird, und WAS man daraus macht, darüber gehen die Meinungen wiederum auseinander.
Zitat Wd-kritiker:
"und es gibt sogar viele Meinungen ÜBER (angebliche oder tatsächliche) Fakten."
Wie hat eines von Ex-Bundesrat Blocher's Vorbildern, Winston Churchill mal gesagt:
"Ich glaube nur an die Statistiken, die ich selber gefälscht habe."
„Warum so gegen die AKWs vorgegangen wird die doch für unser aller Wohl arbeiten ...“
Ich bitte Sie, sich auf folgenden Seiten über die Fakten bezüglich AKW’s zu informieren:
http://gruppen.greenpeace.de/aachen/atomenergie.html
http://gruppen.greenpeace.de/aachen/energie-oekostromanbieter.html
Danke für den Link (Greenpeace). Ich stelle mich nicht hinter diese Forderung. Sie ist nicht konstruktiv, da zu wenig differenziert.
Die installierte Pump-LEISTUNG ist unabhängig vom Platzbedarf eines Stauhsees. Sie bezieht lediglich auf die Anzahl und Grösse der Turbinen und Generatoren im Berginnern.
Was die Grösse des Stauhsees aber sehr wohl beeinflusst, das ist die Speicherkapazität. Und diese reicht heute, wie schon vorgängig geposted aus, um die Schweiz drei Monate lang mit Strom zu versorgen. Das sollte ausreichen.
Meine Antwort also: Ausbau der Pumpleistung JA. Ausbau der Speicherkapazität NEIN.
© Kai-Uwe Knoth/AP
Das Kreuzfahrtschiff Queen Mary läuft im Hamburger Hafen ein. Die Abgase des Schiffverkehrs kosten jedes Jahr rund 60.000 Menschen das Leben
An liza Danke für die Nachricht, ich glaube Du hast mich falsch verstanden, es geht um Wachstum, ich möchte einfach aufzeigen, welcher total unnötig ist und welcher wir alle einen Nutzen haben. Ich hoffe Du bist der gleichen Meinung, dass Kreuzfahrtschiffe total unnötig sind. Sicher ist es toll eine Kreuzfahrt zu machen, doch welchen Nutzen haben die, im Gegensatz zu AKWs. Ich will aufzeigen, dass man die Klima- Politik nicht erst nimmt, warum werden solche Dreckschleudern nicht erst genommen? Die sind doch wirklich nur zum Vergnügen da, wenn ich mir vorstelle wie groß der Nutzen ist für die Umwelt.
Angesprochen habe ich auch Wahre die in den Läden zu haben sind, die wir gar nicht brauchen, nur weil es eben da liegt wird gekauft, wenn es nicht da wäre ist dann denn was?
Wo ist der erst wenn ich höre, dass in Indien ein billig Zeitakt Auto zu haben ist? Wo ist da der erst wenn wir nicht mal im eigenen Land die Missstände in der Politik, die ich mehrfach angesprochen habe, beseitigt wird. Stattdessen werden nur Auflagen gemacht. Daher auch die Aussage:
Mich nervt das ganze allmählich immer mehr, die ganze Umweltpolitik ist doch so unglaublich falsch dass, ich es schon fast nicht mehr Glaube. Alle mühen umsonst, der Konsument begreift doch gar nichts mehr.
Gruß
"Ist den Ärger nicht wert."
Den Ärger?
Nun, da wäre mal die Entsorgungsfrage. Nein, nicht die Endlagerungsfrage, denn das ist keine Entsorgung, sondern nur Aufschub und vererbung.
Desweiteren die Brennstoff-Frage, die heute noch kein Thema ist, aber in den nächsten Jahren massiv an Bedeutung gewinnen wird.
Das Betriebsrisiko. Ob Gau, Supergau, Minigau. Egal. Die Schweiz, wie wir sie kennen gibt es danach nicht mehr - und je nach Ausmass auch gleich noch Frankreich, Deutschland, Italien usw...
Das Verdrängen und Unterdrücken von alternativ-Energie durch die starke Externalisierung und Subventionierung des Atomstroms.
Das nichtvoran-Treiben der Effiziens, da der Atomstrom ja auch verbraucht werden muss. Wäre ja noch schöner, ein 2 Milliarden AKW würde nicht rentieren.
Der harte Einschlag in 50 Jahren, wenn das billige Uran weg ist und AKWs aus Kostengründen auch vom Steuerzahler nicht mehr getragen werden. Platsch - mit Vollgas gegen die Wand. Denn dann haben wir 50 Jahre länger geschlafen, 50 Jahre Rückstand in alternativ Technologie (wie dies heute schon der Fall ist). Die UBS, CS usw. richten's dann auch nicht mehr.
Marcel Ospel, der zweitletzte Mann in der Schweiz zu Daniel Vasella, dem letzten Mann in der Schweiz: "Daniel, mach die Lampe noch aus, wir gehen nach Hause."
Daniel Vasella: "Welche Lampe Marcel?"
Die absolute Unglaubwürdigkeit der Schweiz bzgl. Proliferation.
MASSIVE Demonstrationen und deren finanzieller Aufwand.
Sind uns die elektrischen Zahnbürsten, der standby Betrieb und die Elektrospeicher-Heizungen das wert?!?
MgG
TU
(Aber in "Gesellschaft, Demokratie, Verantwortung" passt ja alles).
Globis Perspektive wäre schön (Pumpspeicherwerke als Speicher für Ökostrom). Die heutige Lage ist anders:
Pumpspeicherung ist physikalsich sicher Energievernichtung. Für die EWs sind es Frankenspar- oder -veredelungsanlagen und vor allem "Wasch"anlagen für Atomstrom.
Und in Zukunt soll damit sogar Gas- oder Kohlestrom "gewaschen" werden.
Zusätzlich sagen die E-Werke, sie bräuchten eben nicht nur mehr Pumpen- und Rückverstromungsleistung für den Tag-/Nachtzyklus, sondern mehr Speichervolumen, um im niederschlagsreichen Sommer mehr Wasser für den (angeblich auch in Zukunft) energiereichen Winter zurückhalten zu können.
Da wären wir wieder beim Wachstum:
Trotz wärmeren und niederschlagsreicheren Wintern, trotz dem möglichen Ersatz vieler sehr Widerstandsheizungen durch Wärmepumpen (Gewinn: Faktor 3) rechnen die EWs
- entweder mit einem massiven (!) Stromnachfragewachstum oder eben
- mit vielen wirtschaftlich interessanten Quellen (Kohlestrom) zum "Veredeln" bzw. Waschen von billiger, "dreckiger" Bandenergie.
Bezüglich anderer Speichermöglichkeiten müsste man mal wissen, wies mit der Energiedichte und dem Wirkungsgrad der Speicherung und Wiederfreisetzung steht.
Bei Batterien bin ich da eher skeptisch. Und das Schwungrad dürfte ein Sicherheitsproblem sein, das wäre wie eine Atombombe, wenn was schiefgeht und diese Energie schlagartig freigesetzt würde.
Am aussichtsreichsten ist wohl Wasserstoff, wenn auch nicht am effizientesten.
Der WWF und co..Brief an Herrn Leuenberger zeigt das Dilemma der erneuerbaren Energien auf. Diese haben einen erhöhten Platzbedarf und diesen wollen die Umweltverbände und Vereine nicht hergeben..
Auf der einen Seite wollen genau diese Leute unbedingt von Öl-Kohle-Uran weg,(wäre ja noch Unterstügungswürdig) und sabotieren gleichzeitig mit einer solchen destruktiven Haltung die Schritte um die nötigen Umbaukapazitäten für erneuerbare Energien bereitzustellen...
Man stelle sich vor: Falls die AKWs ersetzt werden durch Pumpspeicherung (zb als Zwischenspeicher von spanischem Solarstrom) müssten zusätzlich weitere ca 3000 MW Kapazitäten ausgebaut werden!!!
Die gleiche Diskussion bei Windkraftwerken... und bei grossflächigen Solarkraftwerken kommt diese Diskusion hundertprozentig auch ins Haus geschneit...
PS: Überzeugungsarbeit..
Globi du kannst ja deine Überzeugungstriaden mal abwechslungsweise Greanpeace zur Verfügung stellen, mal sehen wie die darauf reagieren... :-)
LG MG
Tatsache ist nun einfach, dass die europäischen Stromkonzerne weder Interesse an irgendwelchen GW Solarkraftwerken in Spanien oder Italien noch Interesse an irgendwelchen europäischen Stromautobahnen haben.
Es wäre tatsächlich interessant zu wissen, wie die Reaktion von Greenpeace ausfallen würde, falls die Pumpspeicherkraftwerke tatsächlich ausgebaut würden um erneuerbare Energie speichern zu können.
Mal abgesehen davon, dass solarthermische Kraftwerke tatsächlich auch in der Nacht Strom produzieren und der Tagesstromverbrauch ohne ineffiziente Heizwendeln mehr als 3mal so hoch ist wie der Nachtstromverbrauch. Es bräuchte also nicht zwingend einen Pumpspeicherausbau von 3GW falls wir unseren heutigen AKW Strom aus solarthermischen Kraftwerken beziehen würden.
Und selbst wenn: Es gibt
1. einen Haufen andere Möglichkeiten Strom zu speichern und
2. einen Haufen andere Möglichkeiten Strom zu erzeugen
3. einen Haufen andere Möglichkeiten Strom nicht zu verschwenden
Auf die diversen Möglichkeiten habe ich ja bereits x-mal hingewiesen.
Ich bin sehr beeindruckt. Wir sehen alle, in unterschiedlichen Graden, den Sinn solcher Pumpspeicherkraftwerke. Für mich waren sie, darum gab ich den Link an, wie ein Lackmustest, ob es möglich ist, einen Weg aus der Energie- und Klimaproblematik zu finden ohne Dezimierung durch soziale Unrast, Verarmung, Krankheiten oder Krieg.
Ich sehe zwei weitere Argumente:
Diese Pumpspeicherwerke werden von den Elektrizitätsgesellschaften mit eigenen Mitteln und auf eigenes Risiko finanziert. Mich stört nicht, dass sie damit Geld verdienen. Wenn alternative Energien in grossen Mengen eingespeist werden, sind sie längst abbezahlt und finanziell nicht mehr unter Druck. Würden sie später, als Ergänzung zu geförderten PV-Anlagen, erstellt, ginge dies kaum ohne Unterstützung.
Zudem können sie (und andere Speichersysteme) nachts Bandenergie und tagsüber überschüssigen Spitzenstrom aus Wind und Photovoltaik abspeichern. Sie werden, die Grösse des Speichervolumens vorausgesetzt, so noch besser genutzt. Und öffnen dadurch den Pfad in Zukunft, statt ihn zu verengen.
..
Das Datum auf dem Brief aktualisiert sich jeden Tag. Vielleicht ist der Link also nicht mehr ganz neu, aber, wie mir scheint, doch sehr aktuell.
Trotzdem, Ihre Bemerkung über das "Dilemma" der erneuerbaren Energien, kann ich nicht so ohne weiteres vom Tisch wischen. Ein Beispiel:
Ich hatte das Vergnügen, bei einer Bekannten ein paar Tage auf einer Ostseeinsel zu verbringen. Sie hat dort eine kleine Pension, wunderschön gelegen auf einem Hügel, mit herrlichem Ausblick auf die benachbarten Hügelzüge und Meeresarme. Alles ist Bio und sie ist mir fast etwas zu pingelig - ich wusste kaum wohin mit den kleinen Mengen Abfall, den ich produzierte, vor lauter Vorschriften und Mülltrennung - kurz, umweltfreundlicher geht's nicht.
Wir sassen am Abend gemütlich zusammen, mit ein paar Pensionsgästen, genossen die Aussicht und ich fragte meine Gastgeberin:
"Wärst du einverstanden, wenn man da drüben, auf dem malerischen Hügelzug ein paar Windräder installieren würde?"
Ein resolutes "NEIN" war die Antwort, "niemals"!
Die "schöne Aussicht" ist ein Kapital für ihre Pension, die Windräder wären eine Landschaftsverschandelung, klarer Fall.
Aber sie gehört zu einer Bürgervereinigung, die gegen ein geplantes Kohlekraftwerk auf dem nahegelegenen Festland protestiert.
Viele Menschen machen regen Gebrauch davon, mit Billigflügen für 20 Franken nach Mallorca fliegen zu können. Diejenigen unter ihnen, die in der Nähe eines Flughafens wohnen, protestieren, wenn eine neue Piste gebaut werden soll damit mehr Billigflieger starten und landen können, da holt man sich einen Anwalt und macht Einsprachen. Englische Anwälte nennen es das "Not in my Backyard Syndrome", also ÜBERALL bitte, nur nicht in MEINEM Hinterhof!
So erkläre ich mir auch, warum Herrn Doebeli's Kreuzfahrtschiffe so wenig Aufsehen erregen, überhaupt die ganzen Riesentanker, Containerschiffe mit all der Umweltbelastung die sie produzieren. Sie legen vom Hafen ab und weg sind sie...aus den Augen aus dem Sinn. Sie machen keinen Lärm, es gibt kein Nachtflugverbot...es ist anders als bei einem Flughafen.
Flughäfen sind an die Grenzen des Wachstums gestossen, wenn sie nicht gerade in der Wüste gelegen sind oder in einem Land, in dem das Volk nichts zu sagen hat.
Womit wir wieder beim Wachstum wären
und bei dem, was Waxdummskritiker uns mitteilt, bei U.Schäfer's Ideen, wie wir uns auf eine 2000 Watt Gesellschaft zubewegen könnten, und bei meiner Meinung, oder dem Faktum oder der Wahrheit, dass das Mass des Menschen nicht das Übermass ist!
http://rstreaming.zdf.de/zdf/300/070612
die Vanadium Redox Batterie hat einen Wirkungsgrad von 85% - ist demnach also höher als ein Speicherkraftwerk.
Und ein Schwungrad ist selbstverständlich nicht mit einer Atombombe vergleichbar.
Die Leistung der grössten je gezündeten Atombome war immerhin 5.4 Yottawatt (Das sind 5.4 TeraTeraWatt oder 5.4 MegaMegaMegaMegaWatt).
Ausserdem wird ein Schwungrad in einen Luftleerenraum platziert um die Reibung zu reduzieren. Dieser Raum schützt natürlich auch die Umgebung.
Der Energieinhalt eines rotierenden Zylinders rechnet sich folgendermassen:
E = 1/2*m*pi*R^2*f^2 (f=Frequenz; R=Radius; m=Masse=Dichte*Volumen; E=Energie).
Und die mittlere Leistung des Schwungrades erhält man in dem man E durch die Zeit teilt bis das Rad stoppt. Eine Atombombe gibt seine Energie in ein paar Nanosekunden ab, deshalb erreicht sie unter anderem ja auch so eine enorme Leistung.
Im Übrigen lässt sich mit gepresster Luft in einer Kaverne wesentlich mehr Energie als mit einem Schwungrad speichern (und an Kavernen fehlt es uns ja auch nicht). Das nennt sich dann Druckluftspeicherkraftwerk ist dann allerdings auch nicht so effizient wie eine Batterie oder ein Schwungrad oder gar ein Pumpspeicherkraftwerk, dafür müssen keine Fische beeinträchtigt werden.
Angenommen die Kaverne ist bereits so tief, dass sich die Luft daran aufwärmen kann, dann könnte die Luft z.B. mittels Wassereinspritzung vorerst isotherm verdichtet werden (Verdichtung ohne Temperaturänderung). Anschliessend würde sich die Luft in der heissen Kaverne erhitzen und die Enthalpie/Energie in der gespeicherten Luft würde sozusagen gratis erhöht, was die Gesamteffizienz des Systems wiederum verbessern würde.
Apropos Schweizer Speicherseen: Wenn man die Fläche der Speicherseen mit über 10 Mio Kubikmeter Wasserinhalt zusammenrechnet erhält man bereits eine Fläche von 165 km2. Mit Photovoltaik-Flossen mit jeweils 10% Wirkungsgrad bestückt ergibt das bereits eine Maximalleistung von 16.5 GW.
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Speicherseen_in_der_Schweiz
Wenn die Sonne scheint werden die Speicherseen entlastet oder gar durch PV-Strom gefüllt und wenn es regnet werden sie ja sowieso gefüllt.
Ansonsten haben wir ja bereits knapp 3000 km2 verbaute Fläche und jedes Jahr wird 25 km2 neu verbaut.
Wo liegt eigentlich der offizielle Haken von Wasserkraftwerken?
Und haben wir uns schon so an Werbung gewöhnt, dass noch nie einer ausgerechnet hat wieviel Werbung wir weglassen müssten, dass die heutigen Stromquellen der Schweiz ausreichen würden?
Unter Werbung verstehe ich: die Verteilung u. Bedruckung von Werbetafeln, das Bedrucken von Verpackungen, die gesamte Werbezeit von sämtlichen Fernseher und Radios während den Werbungen. Die nervige Telefonwerbung, unnötige Werbekataloge in der Post die zusätzlich immer öfter aus Glanzpapier besteht. Und wenn mans ganz genau nimmt noch die Sendezeit von Internet und Spielkonsolen während laufender Werbung.
Ich hoffe doch sehr, dass er sein Wissen noch kreativer und wohltätiger für unsere Gesellschaft loswird als nur in diesem Blog.
(Die Energiefreisetzung einer Kernexplosion auf Nanosekunden zu beziehen, um zu einer Riesenleistung zu kommen, ist natürlich völliger Blödsinn, gell. Primär entscheidend ist die Energie: Die Hiroshima-Bombe soll ca 4 Tausend Milliarden Wattsekunden freigesetzt haben. Das ist ca. ein Millionstel des CH Jahresstromverbrauchs (60 Mia kWh).
Und es ist sekundär, ob das in einer Nanosekunde oder in einer Sekunde über die ganze Zerstörungsdauer gerechnet wird.)
Nun gut, weiter mit den unrealistischen Gedankenspielchen:
Wenn ein Schwungradspeicher, der einen CH-Tagesstrombedarf von sagen wir 160 Megawattstunden wegen einer plötzlichen Unwucht oder einem Lagerschaden oder Luftreibung in der Kaverne innerhalb von einer Minute abgibt, ergibt sich eine Durchschnittsleistung von 10 Gigawatt.
Da möchte ich nicht näher als etwa 5km sein...
Oder:
Die Erde dreht doch. Da könnten wir doch nen gigantischen Dynamo aussen dranhalten, und unsere Energieprobleme sind gelöst.
Die Tage und Nächte werden länger und länger... Toll nicht?
Hahaha
selbstverständlich spielt es eine Rolle in welcher Zeiteinheit eine bestimmte Energie abgeben wird, wenn man damit was in die Luft sprengen möchte.
Wir brauchen ohnehin keine Schwungräder, da wir bereits mit Speicherkraftwerken gesegnet sind.
Übrigens die Elektrolyse/Brennstoffzelle gibt auch Wärme ab und kann somit prinzipiell auch als Wärmekraftkopplungsanlage eingesetzt werden.
Wird einem mit Erdgas betriebenen 4-Taktmotor kleine Mengen Wasserstoff beigemischt, erhöht sich nicht nur dessen Wirkungsgrad (durch die schnellere Verbrennung), es wird zudem der CO2 Ausstoss pro abgegebener Energieeinheit reduziert.
Die Energiespeicher-Möglichkeiten sind letztlich unbegrenzt, man muss nur wollen.
Habe kürzlich mit einem Hotelkoch gesprochen. Er erzählte mir, Heimlieferservice sei ein Wachstumszweig.
Von der einfachen Pizza bis zum ausgefeilten Menu - die Lieferautos sind ständig im Stadtverkehr unterwegs, und wenn sie in einen Stau geraten, haben sie ein Problem:
Die Pizza ist k a l t wenn sie angekommen ist, trotz aller Alufolie (!) und Warmhaltebehälter, und der Empfänger ist sauer!
Ein findiger Unternehmer bietet jetzt einen neuen Service an in der Grossstadt, um diesem Problem beizukommen. Es handelt sich um ein Netz von Lagerräumen. Da werden alle Arten von Essenscontainern ständig beheizt und warmgehalten. Der Pizza Heimservice Lieferwagen macht einen kleinen Umweg, fährt dort kurz vorbei und packt seine Packung in eine dieser rund um die Uhr vorgheizten Mietboxen. Alle sind happy, der Pizzalieferant; der Pizzakonsument erhält trotz Stau eine heisse Pizza und ich...sage "ja" das will ich auch, egal in welcher Grossstadt ich wohne, ich bin FÜR Leercontainer-Warmhaltelager und deshalb muss ein neues AKW her! Subito!
http://ihp-lx2.ethz.ch/energy21/energyl
die PV Anlagen, welche in der Schweiz installiert werden, entlasten vördergründig die Speicherseen, da sie insbesondere dann am meisten Strom ins Netz speisen, wenn ohnehin am meisten Strom gebraucht wird.
Auch produzieren sie während der Nacht (wenn der Stromverbrauch gering ist) niemals Strom und können somit während der Nacht auch keine Pumpen betreiben.
Ausserdem entlasten sie natürlich das Netz insbesondere in dichter besiedelten Gebieten.
Die Speicherseen werden eher dann für die Speicherung von erneuerbarem Strom eingesetzt wenn auch tatsächlich erneuerbarer Strom in grossen Mengen und weite Strecken über eine Stromautobahn 'verschickt' wird.
Wir sind aber nicht zwingend auf ausländischen Strom angewiesen. Wir könnten auch selbst genügend erneuerbaren Strom erzeugen, wenn wir möchten. Aber offensichtlich möchten wir bzw. diejenigen, welche die Rahmenbedingungen setzen nicht.
Ein Beispiel: Lediglich 1 Solarmodul pro Woche und Arbeitsloser müsste beispielsweise bis 2020 installiert werden und schon hätten wir im Jahr 2020 bereits 20 GW PV installiert. http://tinyurl.com/2kkwsn
Verglichen mit dem sinnlosen, ineffizienten, teuren Zeugs wo man im Militärdienst jeweils gezwungen worden ist, reduziert das nicht nur unsere Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen sondern es ist auch eine zufriedenstellende Arbeit.
Es gibt natürlich auch noch andere und wahrscheinlich bessere Beispiele.
Eins ist jedenfalls 100% sicher: Bis 2020 werden wir garantiert kein einziges GW neues AKW installiert haben. Da können Sie machen was sie wollen.
Mich stört übrigens auch nicht das Stromkonzerne Geld verdienen. (Das ist übrigens ihre einzige Aufgabe - Die Rahmenbedingungen müssen von anderen gemacht werden).
Mich stört es allerdings ein wenig wenn sie auf folgende Art Geld verdienen, nachdem sie uns monatelang eingebleut haben, dass man doch CO2-armen Strom produzieren müsse:
http://tages-anzeiger.ch/dyn/news/newsticker/828281.html
Oder gefällt Ihnen das?
J'ai lu attentivement, mais vous auriez mieux fait de faire comme moi : je ne prends jamais de bonnes résolutions, j'évite ainsi de me décevoir et de fruster mes compatriotes.
Très cordialement Rumeur
Ich freue mich immer wieder, wenn Sie die Sonnenenergie so vehement verteidigen. Wir sahen das 1974, als wir die Schweizerische Vereinigung für Sonnenergie gründeten, genau so.
Inzwischen ist alles etwas schwieriger. Die Sonne scheint halt zur Unzeit, am Tag, wenn wir (hoffentlich) kein elektrisches Licht brauchen, und (vermehrt) im Sommerhalbjahr, wenn wir nicht heizen. Natürlich gibt es Überlappungsbereiche, in denen schon Bedarf und noch Strahlung zusammenkommen, aber sie werden immer schmaler, je effizienter die Strukturen sind, in denen wir sie einsetzen möchten. Und Speichern bleibt schwierig, da meist Wetterperioden überbrückt werden müssen und nicht 24 h, wie beim nächtlichen Abspeichern von Bandenergie.
Trotzdem ist Sonnenenergie wunderbar, die einzige, die wirklich unerschöpflich ist. Aber wir müssen immer wieder lernen, die Natur walten zu lassen, die die Strahlungsenergie für uns in Form von aufgeheizten Innenbauteilen, Wind, Regen und Biomasse aufkonzentriert und phasenverschoben wieder abgibt.
..
Ich bin übrigens kein AKW Turbo und würde mich freuen, wenn der Stromverbrauch in fünf oder zehn Jahren soweit substituiert oder gesenkt wäre, dass eine Volksabstimmung gewonnen werden kann.
Und ich meinte auch nicht, dass PV-Anlagen nachts Pumpen treiben. Aber sie könnten es tagsüber, wenn keine Bandenergie abgespeichert wird. Müsste Ihnen eigentlich gefallen.
Sehr geehrter Herr Leuenberger
Als Ergänzung zu Ihren Neujahrsvorsätzen, die Sie mangels Zeit nicht in die Tat umgesetzen können, möchte ich Ihnen folgenden Vorschlag mit Realisierungschance unterbreiten:
Im August 2008 wird der Preisüberwacher Rudolf H. Strahm zwangspensioniert, weil er seinen Job erst genommen und seine Sache ZU GUT gemacht hat.
Strahms Hartnäckigkeit und Genialität kennen Sie seit dem Prozess "Nestlé tötet Babies" vor 30 Jahren (1977), als SIE ihn für das - auch damals symbolisch-bescheidene - Pauschalhonorar von 5000 Franken erfolgreich verteidigten.
Mein Tipp: Gewinnen Sie Rudolf Strahm in irgendeiner Form für die Umsetzung ihrer Energiepolitik, die wie bei ihren Amtsvorgängern an chronischen Vollzugs-Problemen krankt. (Es dünkt mich etwa akademisch, immer neue, anspruchsvollere Ziele zu formulieren, solangen die alten Ziele bei weitem nicht erreicht sind.)
Für das sensationelle Arbeits- und Erfolgsprinzip von Ruedi Strahm bietet sich folgende Doppelformel an:
OHM = physikalische Einheit für Widerstand
STRAHM = phys. Einheit für die Überwindung von Widerstand (aus Politik und Wirtschaft)
ich muss Ihnen vorab gratulieren. Es ist wohl keine Selbstverständlichkeit, dass Menschen in führenden Positionen sich solcherlei Vorsätze nehmen und dabei auch die Kommunikation mit den "Untergeordneten" miteinbeziehen.
Allerdings fürchte ich, wie scho mehrmals hier geäussert, dass Sie wohl nicht alle Ziele umsetzen werden können. Aber: Das wird niemanden stören, denn wenn Sie nur wenige dieser Ziele umsetzen, werden Sie schon viel mehr erreicht haben, als andere.
Vielen Dank dafür!
P.S: Und wegen der jüngsten "Park-Affäre".. Mir zahlen sie die Parkgebühren nicht. Schade eigentlich :( Spricht da etwa der Neid aus den Kritikern, dass sie nicht ebenfalls dieses Privileg geniessen können, vom Volk auch auf so einfache Art unterstützt zu werden?
Gruss Chrigi
habt ihr nichts besseres zu tun als am moritz seinen stuss zu lesen?
steht auf, geht raus und lebt...
Überprüfung Poststellen-Netz
Sehr geehrter Herr Leuenberger,
in Ihrer Verantwortung für die Schweizerische Post gehört es zu Ihren Aufgaben, eine flächendeckende Versorgung der Schweizer Bürger mit Postdienstleistungen durch geeignete Rahmenbedingungen sicherzustellen.
Sind Sie tatsächlich der irrigen Auffassung das die von der Post zwischen 2009 und 2011 vorgesehene "Überprüfung" von "nicht wirtschaftlichen" Poststellen -im übrigen offenbar als Teil der Revision der Postgesetzgebung resp. davon beeinflusst- mit dieser Aufgabe im Einklang steht?
Wenn Sie diese Frage guten Gewissens bejahen, dann liegen Sie in dieser Frage eindeutig falsch!
Die Post macht zunehmend höhere Gewinne, welche regelmässig in den Bundeshaushalt überführt werden, jedoch zu welchem Preis?
Sie muten dem Schweizer Bürger mit der Tolerierung solchen Gebarens der Post eine Umwälzung von Kosten auf die direkten Verbraucher von Postdienstleistungen zu. Derjenige welcher jedoch keinerlei direkten Dienstleistungen bezieht, sei es durch Online-Banking, E-Mail etc. profitiert davon noch, ohne jedoch im Verhältnis zur Nutzung gebührend zahlen zu müssen.
Nebenbei bemerkt ist die Aufhebung von sogenannten "Monopolen" nicht der Weisheit letzter Schluss!
Krasse Beispiele aus Deutschland haben uns gezeigt, dass die Aufhebung von Postmonopolen zu Dumpinglöhnen bei den "Nicht-Pöstlern" die Briefe austragen führen die dann durch den Staat durch Transferleistungen wieder aufgefüllt werden müssen. Am Ende volkswirtschaftlicher Unsinn, weil deutlich höhere Gesamtkosten entstehen.
En Guete aus Dürrenroth (BE), noch mit eigener Postfiliale.
Mario Effenberger