Den Markt ordnen
[Version française Définir des règles pour le marché]

Zerstörungen durch den Wirbelsturm Katrina in Gulfport, Mississippi (Quelle: Wikipedia)
Die Emotionen gehen sehr hoch, nicht nur in den Kommentaren, aber auch. Natürlich wurde das Paket nicht in einer einzigen Nacht geschnürt, sondern von längerer Hand vorbereitet für den Fall, dass die UBS sich nicht anderweitig rekapitalisieren kann. Dass wir solche Vorbereitungen treffen, haben wir ja ausdrücklich und öffentlich gesagt, ohne allerdings Details zu nennen. Um diese Bemühungen nicht zu gefährden und einen weiteren Liquiditätsabfluss nicht noch indirekt zu fördern, konnte ich die konkreten Massnahmen nicht vorzeitig veröffentlichen. Deswegen gleich von Lüge zu sprechen, ist schon etwas dick aufgetragen, auch wenn ich die allgemeine Wut verstehen kann. Ich habe ja meine eigene Empörung im Beitrag „Miss Wirtschaft“ auch kundgetan. Doch kann ich es nicht bei diesen Gefühlen belassen. Die Wut muss dem Mut weichen, Verantwortung zu übernehmen. Und auch die Wut all der Kommentatoren und Kommentatorinnen, die nicht unmittelbar in politischer Verantwortung stehen, sollte sich doch eigentlich eher darauf richten, dass und warum es soweit gekommen ist und weniger darauf, dass das Allerschlimmste abgewendet wurde. Denn ein Grounding wird ja zu recht von niemandem als eine taugliche Alternative gepriesen. Zur Kanalisierung der Wut in politische Bahnen des Handelns gehören Bestimmungen über den Bezug der Boni (in einer der Sonntagszeitungen stand, die UBS plane im Jahre 2009 sieben Milliarden Boni auszuzahlen!) und eine internationale vernetzte (globalisierte) Finanzaufsicht als Korrelat zur Globalisierung der Konzerne und Märkte.
Aber es gehört dazu auch die Erkenntnis, dass der Staat nicht der Dienstleister des Marktes ist, es also nicht bei diesem Paket bleiben kann, sondern dass der Staat oder besser gesagt die Staatengemeinschaft, den Markt ordnen muss.
Wir stehen vor dem Ende einer Epoche von drei Jahrzehnten, die mit Thatcher und Reagan begann, einer Bewegung, welche einen backlash zur Bewegung der 68er bedeutete. Diese Bewegung mündete in den grössten Staatseingriff der Weltgeschichte. Wir stehen tatsächlich vor einer doppelten Aufgabe:
Nach Jahren der Marktideologie müssen wir zurück zum Primat der Politik, zum Pragmatismus statt der Ideologie. Wir haben nämlich nicht nur eine Wirtschaftskrise sondern auch eine Energie- und eine Umweltkrise vor uns. In diesem Sektor ist der unbändige Glaube an den reinen Markt, der ganz allein und ohne staatliche Leitplanken alles selber und gerecht löse, bei manchen ungebrochen. So wird die Idee, wir könnten unseren CO2-Ausstoss einzig und allein mit Zertifikatehandel bewältigen, ohne bei uns selber Massnahmen zu ergreifen, immer noch vertreten, unter anderem tut dies indirekt die Stiftung Klimarappen mit ihrer millionenschweren Kampagne für sich selber.
Doch diese Rechnung geht kaum auf. Es ist nämlich eine reine Spekulation zu glauben, Zertifikate aus Entwicklungs- und Schwellenländer seien stets billiger als reale Reduktionen in unserem eigenen Land. Heute stammen die Zertifikate grösstenteils aus China und Indien; das sind Staaten, die nicht mehr ohne weiteres bereit sind, die Industrieländer mit billigen Zertifikaten zu beliefern. Die Zertifikatspreise werden bestimmt von der Nachfrage: Je mehr Staaten sich mit Zertifikaten eindecken wollen, desto höher wird der Preis. Sie werden auch gesteuert vom Angebot: Die Entwicklungsländer haben gemerkt, dass sie für ein Zertifikat mehr verlangen können als es Wert ist. Ausschliesslich auf ausländische Zertifikate zu setzen, ist daher äusserst risikoreich und könnte uns teuer zu stehen kommen.
Wenn jetzt wegen der Finanzkrise die Klimaziele fallen gelassen werden oder ihre Umsetzung nur gerade dem freien Markt überlassen wird, werden wir in einigen Jahren Folgen des Klimawandels zu bewältigen haben. Das sind abgesehen von den materiellen Schäden bei uns und in anderen Ländern vor allem auch finanzielle Folgen.
Bis bald
Moritz Leuenberger



129 Kommentare
http://194.209.226.170/pdfdata/bund/200
http://194.209.226.170/pdfdata/bund/2008/10/20/BVBU-001-2010-2.pdf
Von wegen Präsenz...
Und die ganze Klimasache wäre schon verdammt einfacher ohne all diese Kriege. Es ist ja auch einfacher, ein gemeinsames Haus oder eine gemeinsame Wohnung aufzuräumen, wenn man nicht ständig Zoff hat.
zitat:
"Nach Jahren der Marktideologie müssen wir zurück zum Primat der Politik, zum Pragmatismus statt der Ideologie."
soso, träumen sie ruhig weiter!
was glauben sie, wer das regeln soll:
531 200 MILLIARDEN Dollar Derivate sind im umlauf. soll das etwa frau widmer und frau schlumpf richten?
die politik, dass ich nicht lache. DIE haben doch zugesehen, wie gezockt wurde. ich gehe mit vasella einig, dass die boni-frage POPULISMUS ist. die politik versteckt sich jetzt hinter dem volkszorn. die politik wird nach wie vor machtlos sein gegenüber dem primat der finanzwelt.
pierre bourdieu, die männliche herrschaft:
frauen gelangen erst an stellen, wenn diese posten an wertschätzung verloren haben.
Lasst die Bankster essen, was sie verdient haben! Mich nähme es nur zu sehr Wunder, wie eine Schweiz ohne UBS aussähe. Vielleicht ernüchternd anders, wäre doch auch mal schän!
lg 3En
In der Pressemitteilung des EFD heisst es u.a. zum grössten Hilfspaket in der Schweizerischen Wirtschaftsgeschichte:
"Die Bundesbeteiligung wird mit Auflagen für die Kompensationspolitik (Boni und Abgangsentschädigungen) verbunden."
Der Bund -EFD- hat diese Verantwortung an die EBK delegiert und diese beauftragt, international zu koordinieren und neue nachhaltige Regeln auszuarbeiten. Das wird dauern! Zwischenzeitlich wird die UBS im Februar 2009 um die 7 Milliarden Boni ausschütten, das steht fest!
Was die Politik nicht begriffen hat und die UBS sowieso nicht, dass das Volk jetzt Taten sehen will und nicht erst in ein paar Jahren! Die Spielregeln haben geändert; wer zum Staat rennt und die hohle Hand macht, muss sich den Auflagen der Politik, resp. der Volksmeinung beugen!
Dies umsomehr, als es nicht darum geht Fehler, die in unserer Volkswirtschaft entstanden sind, zu korrigieren sondern eben die rein besoffene Gier von Investmentbankern, die bis zur letzten Minute erst mitgeholfen haben, dass die Immobilienblase in den USA noch viel grösser wurde! Das Volk zahlt nun mit an die "Scheisse" die durch den unveantwortlichen Überkonsum und die Pump Mentalität in den USA verursacht wurde. Allein die Tatsache, dass wir für Schrott-Immobilien in den USA mitblechen, ist eine unerträgliche Zumutung an das Schweizer Volk!
Wenn die Politik jetzt nicht den Druck auf die UBS massiv erhöht, schadet sie schlussendlich ihrem Hilfspaket massiv und wird den Steuerzahler in riesigem Umfang zur Kasse beten müssen! Weil jeder anständige Bürger seine Beziehung mit der UBS beenden wird, sofern jetzt nicht ganz klare Signale der Vernunft, Bescheidenheit und Demut kommen!
Ich stimme überhaupt nicht in die Losbeshymnen ein, die jetzt dieses Hilfspaket von allen Seiten erhält. Für mich sind die 6 Mia WA verzinst zu 12,5% Junk! Das sind Zinsen, die nicht mal für Junkbonds bezahlt werden! Der Bund schiesst der UBS ja auch die Risikobeteiligung an der neuen Gesellschaft vor. Der UBS Anteil beträgt bekanntlich 6 Mia! Also das Risiko liegt nun einseitig beim Bund resp. bei uns Steuerzahlern!
Wenn die Politik die Sprengkraft des Ganzen Debakels nicht sieht und jetzt nicht den Tarif durchgibt, dann wird sie noch ihre blauen Wunder erleben! Von der UBS ist sowieso nichts zu erwarten. Die handeln immer nur auf massive Druckausübung. Die UBS ist moralisch und ethisch so korrumpiert, dass sie selber nicht mehr fähig ist, wieder Bodenhaftung aufzunehmen und beim Volk mit überzeugenden Taten das Vertrauen wieder zurückzugewinnen!
Die Persona Kurer hat für mich die Aura eines Direktors eines Begräbnisinstitutes! Die Swissair hat er massgeblich mitbeerdigt. Ist das jetzt nur Schicksal, dass der gleiche kaltschnäuzige Ospel Adlat nun zum Staat rennt und uns Steuerzahler für all die Perversitäten bluten lässt?! Wohl kaum!
Kurze Kostprobe:
"Sie schminkt sich nicht, trägt nur ein kaum sichtbares Make-up, hat helles, halblanges Haar, mag bei ihren Freunden "vor allem, dass sie fröhlich sind: ich mag gesunde, lebensfrohe Menschen; ich mag Leute, die sich in ihrer Haut wohlfühlen, vielleicht, weil ich selber mich in meiner manchmal nicht wohlfühle. Ich glaube, was einem Lebensfreude gibt, ist, dass man immer etwas Neues erhoffen kann, dass nichts unbedingt bleiben muss, wie es ist... Bestimmte Leute kann ich überhaupt nicht akzeptieren, weil sie mir... leer vorkommen, d.h. sie sind fade, sie haben keine Vorlieben, keine Leidenschaft, na ja, Leidenschaft, das ist ein bisschen zu stark ausgedrückt, ich meine, sie haben keine Lust zu nichts; ich habe den Eindruck, sie empfinden nichts, sie leben vor sich hin, sie leben eigentlich gar nicht, sie sind völlig Gefangene ihrer Umwelt, kommen nicht raus, wissen nicht einmal, dass sie rauskommen könnten..." (Suhrkamp Taschenbuch Verlag, 1987, S. 557)
Da "Bionda" Bourdieu erwähnt hat.-
http://gristmill.grist.org/story/2008/1
was ist denn der Grund, weshalb sich beispielsweise die USA direkt bei ihren Versager-Banken beteiligt und die Schweiz kaum, sondern mehrheitlich deren Ramschpapiere übernimmt?
Es ist schon ärgerlich, wenn der Bund Verantwortung für Risiken übernehmen muss, welcher er nicht verschuldet hat. Noch ärgerlicher ist allerdings, dass er beim Risikoverursacher nicht dreinreden darf. Früher hat's mal geheissen: "Wer zahlt befiehlt."
Zurück zur Zukunft:
Erst recht wegen der Finanzkrise müssen aggressive Investitionen in zuverlässige, diversifizierte und sichere erneuerbare Energie und Effizienz erfolgen um eine Rezession zumindest in diesem Bereich verhindern zu können. Denn auch in Zukunft gilt: Die Schweiz kann Technologie aber keine Rohstoffe oder Banken gewinnbringend exportieren. Es wäre unverzeihlich, wenn die Schweiz diesen Zug vor lauter Sorge um ausländische Ramschpapiere auch noch verpasst.
Die Schweiz soll weniger als 0.1% des Bruttoinlandproduktes in erneuerbaren, Schweizer Strom aber gleichzeitig 15% des BIPs in ausländische Ramschpapiere investieren? Gat’s eigentli no!?!
Ausgerechnet Vasella heute auch noch! Der Chefabzocker der Nation! Der die riesigen Abzocker Programme als reinen Populismus abtut!
Für was haben sie sich in den letzten 10 Jahren um über 400 Mio bereichert Vasella??? Für was??? Für den Mehrwert? Welchen Mehrwert? Sie sind doch einfach ein arroganter Kotzbroc^ken ausgerechnet heute so vor die Kamera zu treten. Offensichtlich noch nicht gecheckt, dass die UBS beim Staat betteln gegangen ist!
Die Roche, der unmittelbare Konkurrent der Novartis, der stimmrechtsmässig in Familienbesitz ist und daher eine nachhaltigere Strategie verfolgt und moderatere Entschädigungen zahlt, hat eine dreimal so gute Performance über 5 Jahre erwirtschaftet!
Novartis: Performance p.a. 4,4%
Performance über 5Jahre 24%
Roche: Performance p.a. 12,2%
Performance über 5 Jahre 78%
Wo sind die Ausreden Vasella? Wo die ausweichenden Entschuldigungen für so eine miese Performance? Haben sie noch einen Funken Anstand und können ihre 400 Mio verantworten? Dafür leistet man sich dann auf Kosten der bei Schmalkost gehaltenen Aktionäre Extravaganzen wie ein eigenes Jadgut in Oesterreich von 6500 ha zu einem kleinen Pachtzins von 400'000 Euro pro Jahr!
Können sie nicht einfach mal die Klappe halten Vasella !!
http://blog.4st.ch/
Darin sehe ich viele gute Vorsätze, die ich hoffe in Erfüllung gehen werden.
Ich bin tatsächlich empört darüber dass die Menschen nicht ihre Aufmerksamkeit darauf setzen, wie es zu dieser Krise gekommen war, ich habe sie hier vorausgesagt. Das gilt aber hoffe ich auch für den Bundesrat, da nachzusehen wer sehen kann und wer nicht.
Warum wurde niemals auf die warnenden Stimmen gehört, die längst vom Aufkommen dieser Krise hier in diesem Blog warnten?
Ich erinnere Sie daran dass ich mich auch über ihre Privatisierungs- Ideen, auch wenn sie nur Theoretisch waren, sehr empört hatte.
Doch ich will nicht auf das Vergangene hier weiter Bezug nehmen, sondern auf die Zukunft.
Ich wiederhole mich daher und wünsche vom Bundesrat eine Initiative um die Pensionskassen zu schützen. Es kann nicht sein diesen Kassen weiterhin alleine zu vertrauen. Die Pensionskassen haben viel Geld verspielt in den letzten Monaten. In den Pensionskassen steckt Kapital die wir Schweizer unbedingt brauchen um im Alter zu überleben.
Weiterhin wird mir ehrlich gesagt Übel wenn ich an die Debatten um die UVG Beiträge höre, wenn ich höre wie hier um gepokert wird, während die UBS mit Geld überschüttet werden soll.
Die Relationen in welcher die Politik in der Schweiz feststeckt sind alles Andere als Gerecht. Während bei Managern um Millionen von Löhnen 'gespielt' wird, scheint die Unterstützung für das Soziale der Finanzkrise zum Opfer zu fallen. Immer neue Regeln für Invalide stehen der Notendruckerpresse der Nationalbank gegenüber.
Nicht nur in der Schweiz, vielmehr in der Welt draussen liegt unser zukünftiges Einkommen. Schon jetzt lebt die Schweiz vom Ausland, allerdings nicht von der dritten Welt. Die Ankurbelung der Wirtschaft darf die Ressourcen der dritten Welt nicht vergessen, die Notlage vieler solcher Länder ist horrend und eine Hilfe dort kann auch der Schweiz später dienen.
Die Artenvielfalt auf der Erde ist bedroht, wie sie ja wissen und der Ressourcen der Welt sind begrenzt. Eine Wirtschaftsreform die Sie ansprechen, kann aus meiner Sicht nur beinhalten, dass die bisherige Unterschlagung des Wertes der natürlichen Ressourcen vermehrt mit bemessen wird. Bisher hatte nur Arbeitsleistung um etwas auszubeuten einen Wert, nicht jedoch die Ressource selbst.
Es kümmert bisher niemanden wie viel zum Beispiel ein Wald Wert hat, alleine die Arbeitsleistung um diesen abzuholzen hat Wert, also kaum der Wald selbst. Die Erdölquellen haben nur soviel Wert was es kostet um das Öl abzupumpen, aber die Ressource selbst hat keinen Wert.
Wenn jemand Geld mit Spekulation verdient oder ein Anderer mit manueller oder Sozialer Arbeit, so verdient jener welcher das Spekulationsgeschäft tätigt bisher viel viel mehr, fast unabhängig davon ob der Banker etwas erwirtschaftet hat oder nicht. Das muss aufhören.
Von einem Sozialarbeiter verlangt das Gesetz und der Staat bisher weit mehr Mitverantwortung für sein tun als beim Umgang mit Geld. Man muss sogar sagen, Kriminalität im Bankengeschäft, Bestechungen und Misswirtschaft hat für die Täter kaum je analoge Folgen wie der Missgriff eines Sozialarbeiters oder eines einfachen Angestellten.
Die Politik muss endlich verstehen lernen dass „Miss Wirtschaft“ zur Armut oder gar zum Tod von Menschen führen kann, genauso wie bei der Hand eines Chirurgen. Die leichtsinnige Weise alles Geld alleine durch die Kanäle des freien Marktes kontrollieren zu lassen muss beendet werden.
Ihren Vorschlag für ein regulierendes zentrales Weltbanksystem das gerecht die Geldströme der Welt zu regulieren sucht ist richtig.
Auch die Idee der UNO war der Idee Entsprungen das Sicherheit nur Gemeinsam zuhaben ist. Wir haben ja eine Globalisierte Welt geschaffen. Während es bei der UNO um Politische Sicherheit geht, so fehlt uns die Monetäre Sicherheit.
Obschon wie bei der UN bestimmt auch Mängel auftreten, so leuchtet es aber hoffentlich allen ein, dass es ohne die UN nicht mehr geht. Genauso eine Hoffnung kann man auf ein Monetäres Regulierungssystem setzen, es wird besser sein als zuvor, aber zu Beginn kaum Perfekt.
Um ein neues Internationales Wirtschaftssystem vorzuschlagen, so stelle ich mir ein Wirtschaftssystem mit Grundeinkommen vor. Dies würde die Armut auf der Welt praktisch sofort beseitigen. Funktionieren wird so etwas aber nur wenn alle mitziehen.
Dass wir danach wie unter dem UDSSR Kommunismus leben müssten ist ein völlig falsches Bild. Dolche Systeme sind selbst von Nobelpreisträgern der Wirtschaft bereits vorgeschlagen worden und es existieren sogar erfolgreiche ‚Feldtests’ in den USA (Alaska).
Geehrter Herr Bundesrat Leuenberger, ein solches System benötigt weder eine Pensionskasse, weder eine AHV noch eine IV.
Privat kann sich jeder darüber hinaus versichern, also in Form der durchaus noch möglichen 3. Säule. Der Vorteil eines solchen Systems ist vor allem die Verwirklichung der Nachhaltigkeit.
Damit meine ich zum Beispiel dass der Strassenverkehr bei dem Heute immer mehr Wegstrecken zurückgelegt werden muss, innert weniger Jahren stark reduziert würde, weil sich die Menschen Zeit nehmen können sich einen neuen Arbeitslatz zu suchen.
Das jahrelang vernachlässigte Kunsthandwerk würde eine neue Bedeutung erlangen, weil auch Kleinstbetriebe überleben könnten die unter Heutigem System nicht rentabel wären.
Da wir ja bereits sehr rationalisiert und automatisiert sind, so wären solche Betriebe eine Bereicherung für unsere Welt und eine Ergänzung die jedem Menschen Arbeit verschaffen kann.
"http://www.nzz.ch/nachrichten/wir
(siehe Link)
Wie könnte es denn anders sein als dass in einer solchen Krise dies die Schweiz hart trifft. Daher habe ich hier den Finanzminister Merz im Bog früher bereits hart kritisert. Wie sagte doch Gorbi?
Wer zu spät kommt den bestraft das Leben.
"«Es ist Zeit, dass Länder wie Belgien, Luxemburg, Österreich oder die Schweiz sich bewegen.» Diese könnten sich nicht dauerhaft weigern, Informationen über Bankkonten auszutauschen.
Steueroasen, die geringe Steuern erheben, auf das Bankgeheimnis pochen und den Austausch von Informationen verweigern, sollten künftig bestraft werden, sagte er"
Hört einfach auf, von "Boni" zu sprechen. Diese Boni sind nicht "Löhne" oder Verdienste oder "Entschädigungen" für "Leistungen" oder Erfolge, sondern sie sind Korruptionszahlungen in Reinkultur.
Sie dienen dazu zu verhindern, dass ein Deal und sein Dealer zum Konkurrenten abwandert.
Die Finanzindustrie überlebt nur dank dieser aktiven und passiven Bestechung!
Der krebsartige Wachstumswahn kann hier am hemmungslosesten wüten, weil nach Belieben virtuelle "Werte" geschaffen werden, welche keine realen Güter oder Leistungen repräsentieren.
Urteilt mal, wo wir uns in dieser Darstellung wohl befnden?
"http://www.nzz.ch/nachrichten/wir
(siehe Link)
Wie könnte es denn anders sein als dass in einer solchen Krise dies die Schweiz hart trifft. Daher habe ich hier den Finanzminister Merz im Bog früher bereits hart kritisert. Wie sagte doch Gorbi?
Wer zu spät kommt den bestraft das Leben.
"«Es ist Zeit, dass Länder wie Belgien, Luxemburg, Österreich oder die Schweiz sich bewegen.» Diese könnten sich nicht dauerhaft weigern, Informationen über Bankkonten auszutauschen.
Steueroasen, die geringe Steuern erheben, auf das Bankgeheimnis pochen und den Austausch von Informationen verweigern, sollten künftig bestraft werden, sagte er"
http://www.quirill.ch
Mensch - Geld - Verantwortung
Als ich ihnen vor einigen Tagen am Bahnhof Bern beim vorübergehen begegnet bin, wurde mir das erste mal so richtig bewusst, das sie ja ein Mensch sind. Auf ein Grüssen eine Reaktion zu bekommen war sehr interessant für mich. Haben wir nicht das Gefühl, sie zu kennen? Ihre Gedanken und Punkte und Fehler? Dabei kennen die wenigste von uns sich selber. So bin ich immer wieder erstaunt wie Kritik an "Unbekannte Bekannte" losgeht, wenn es ums Geld geht. Hat nicht jeder hier Angst, seine Güter zu verlieren, die wir ohnehin nur der Erde geliehen haben? Ich habe einen Respekt vor dem was sie tun und sich anhören müssen. Unsere Kultur jammert über jeden Rappen den die Leute einbüssen müssen, selbst wenn sie auf Millionen sitzen. Wie die Freunde Hiob kommen sie und statt mit zu"leiden" (bzw. Pathos zu zeigen) diskutieren sie nur ihre Weisheit herunter. Und am Schluss nützt alles nichts, ausser das Menschliche Miteinander. So komme ich wieder auf die flüchtige Begegnung am Bahnhof, die in mir diese Gedanken aufwirbelte....
Mit freundlichen grüssen, einer unter vielen, die hinter ihnen stehen...
Quirill
http://www.klangart.ch
Guter Beitrag, danke. Zur Ergänzung einige Zahlen:
Laut der Studie “The Economics of Ecosystems and Biodiversity” (TEEB)
( http://ec.europa.eu/environment/nature/biodiversity/economics/index_en.htm )
belaufen sich die Verluste des Ökosystems Wald weltweit jährlich auf 5'000'000'000'000 € (fünf Billionen), diejenigen der Überfischung auf 50'000'000'000 € (50 Mrd).
Laut dem Welt Hunger Index 2008 vom 15.10. hungern 923 Mio Menschen, 75 Mio MEHR wie letztes Jahr.
Laut IWF (7.10.2008) betragen die Kosten der Finanzkriese weltweit 1.4 Bil. $.
Und? Retten wir den Wald? Oder etwa die Fische? Oder gar ein sechstel der Menschen? Nee, aber wieso auch — lieber das System, das uns diese Errungenschaften gebracht hat. Das ist der Selbsterhaltungstrieb...
@Wachstumskritiker: Woher ist diese Grafik?
LG
Ich stimme mit Ihnen überein, Herr Leuenberger, dass wir mehr regulieren müssen, pragmatischer werden müssen. Der Challenge wird nun sein, das Pendel nicht zu weit schwingen zu lassen.
Unsere Demokratie hat Gott sei Dank die "Nebenwirkung", die Entscheidungen in guten und in schlechten Zeiten in die Hände der Klugen und Besonnenen gelegt zu haben. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn sie in den Händen derer mit der lautesten Stimme oder dem rötesten Kopf lägen! Alle machen Fehler, aber die einen haben wenigstens alle Nebeneffekte sorgfältig bedacht.
Vielleicht könnte mal eine Zeitung was Hilfreiches (Ausnahmen gibts ja immer wieder ;-) schreiben: Was wäre der Imageverlust für die Schweiz, wenn die UBS Bankrott wäre. Banking ist, anders als das Fluggeschäft, eine Kernkompetenz der Schweiz. Eine fundierte Hypothese wie die Kollateralschäden aussähen wäre sehr spannend.
Korrigenda zu Post 2008-10-20 20:15:21
soll heissen: Vasella, der die Kritik an den Abzocker Programmen als reinen Populismus abtut ...
http://www,novatlantis.ch
Ich schätze Ihre Sachkenntnis, aber diese Rundumschläge verstehe ich nicht. Wir müssen doch alle mit unseren Niederlagen zurecht kommen, Sie, ich, die jetzige UBS Führung, die frühere. Ob die jetzige Führung das Richtige tut und ihr Ziel erreichen wird, kann ich nicht beurteilen. Aber mir scheint, dass sie sich ernstlich anstrengt. Was die frühere Führung tun wird, ist offen. Sie könnte sehr viel Sympathie und Achtung zurück gewinnen. Nicht immer sind Geld und Anerkennung synonym. Manchmal muss man auch wählen.
Was ich noch weniger verstehe, ist, dass Sie angesichts der kommenden Auseinandersetzungen um Managerlöhne und Aktienrecht nicht regelrecht aufblühen. Das ist doch Ihre Kompetenz. Soll das Aktionariat über die Löhne entscheiden ? Das hat eigentlich nicht geklappt, da Aktionäre anscheinend Schönwettersegler sind. Sollte, so wie bei den Löhnen diskutiert, auch im Aktien- oder Steuerrecht ein Verzögerungselement eingebaut werden, das langfristiges Denken bevorzugt, zB eine Aktien- oder besser Finanztransaktionssteuer ähnlich der Grundstücksgewinnsteuer, die kurzfristig spekulatives Verhalten bremst ?
Wir sind mitten in einer Diskussion, die von vielen gelesen wird. Noch hat die Politik ihre Meinung nicht gemacht. Sollten Sie da nicht mitdiskutieren ?
Meine Kompetenz ist dies nicht. Ich schreibe lieber über Energie. Die Kritik am Klimarappen finde ich berechtigt. Zuwenig Geld, um etwas zu bewirken, aber noch genug, um ein kleines Machtpölsterchen aufzubauen. Das beste Fernziel ist immer noch die 2000 W Gesellschaft (wieder einmal der Link im URL). Ob diese oder eine nächste Gesellschaft dorthin gelangt ist eigentlich irrelevant. Einmal angekommen werden wir (unsere Nachkommen) ohnehin nicht mehr die Gleichen sein.
Ich erinnere mich an ein Gespräch im Radio vor einem halben Jahr: Es ging um das Porträt eines Wirschaftsfachmanns der ein Buch geschrieben hatte; sein Name ist mir entfallen. Der Mann hatte damals eindringlichst gewarnt vor den gängigen Finanzpraktiken und rechnete jeden Moment mit dem, was wir jetzt vor uns haben. Dieses Gespräch kommt mir jetzt immer wieder in den Sinn.
Daraus folgere ich, dass es viele warnende Stimmen gegeben haben muss, die ignoriert wurden, Warnungen, die in den Wind geschlagen wurden.
Es würde mich überhaupt nicht wundern, wenn eines Tages Leute wie Liza, Wachstumskritiker, Globi u.a. verkünden könnten:
"Ich habe es euch ja gesagt!!"
...immer und immer wieder...
http://www.newsday.com/business/ny-bzsw
Heute werden am Markt CDS (Credit default swap) Transaktionen vorgenommen. Das Ergebnis dieses Handels wird enormen Einfluss auf das weitere Schicksal der Banken haben.
Es geht dabei um Vertrauen für Kredite.
Sowohl UBS als auch CS haben Negative Vorgaben durch die Rating Agenturen erhalten (zusammen mit vielen weiteren Banken).
Nun aber habe ich gelesen dass der Markt durch USA Banken, ja vielleicht sogar bis in die Politik möglicherweise manipuliert wurde (siehe Link). Die UBS hat in diesem Markt einen sehr hohen Anteil von glaube ich 25%!
Es ist möglich dass die Risiken so manipuliert wurden dass von den USA her gesehen Ausländischen Banken die Risiken per Manipulation weiter gegeben wurden!
Ich fordere hier eine sehr schnelle Untersuchung durch Anwälte, da der CDS Markt mehrere Billionen US$ umfasst. Eine Manipulation auf unsere Kosten könnte verheerend sein, da der Staat UBS unterstützen will. Ich muss aus diesem Grund auch vor riskantem Support der UBS warnen.
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Deutscher Kurztext des Links:
In einem ungewöhnlichen Schritt, der Generalstaatsanwalt und der US Attorney's Office in Manhattan gestern angekündigt hatte, werde eine gemeinsame Untersuchung der Credit-Default Swaps, dieser nicht regulierten Verträge, die eine wichtige Rolle in der finanziellen Krise spielten, eingeleitet.
Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo und Michael Garcia, der US-Anwalt in Manhattan, sagten, dass ihre Büros zusammenarbeiten werden, um zu untersuchen, ob der mehrere Billionenschwere -Dollar-Kredit-Default Swap-Markt illegal manipuliert wurde.
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Mit bestem Gruss: Andres
Könnt ihr uns erklären, aufgrund welcher Erkenntnisse oder Verstrickungen ihr eure Gefühle derart gut unter Kontrolle halten könnt?
http://www.bloggerin.com
Und ich bin klar der Meinung, was der Bundesrat da beschlossen hat, ist ein offener Betrug an all unseren Sozialfällen, IV Renter und AHV Rentner, denen man einbläut, der Staat habe kein Geld.
Für Porta-Alpina, also etwas für die Zukunft, hat man keins, aber für ein riesen Müllhaufen von wertlosen Papieren schon?
Ich glaube, der Bundesrat hat soeben seine gesamte Politik unglaubwürdig gemacht, denn er wird in Zukunft nicht mehr sagen können, er habe kein Geld für irgendwas. Dann wird immer auf die AFFAIRE UBS und SWISSAIR gezeigt werden.
Ich empfinde es als BETRUG am VOLK!
Und das ein SP Bundesrat das mitträgt, macht mir die SP nur noch unerträglicher!
VOLK WACHET AUF! WEHRET EUCH! Ich jedenfalls schicke dem Finanzamt einen Brief, das ich für 2008 keine Bundessteuer bezahlen gewillt bin, da ich nicht einsehe, warum die Reichen auch noch Geld vom Staat erhalten sollen, aber die IV Rentner und AHV Rentner dafür verzichten sollen!
Wer meiner Meinung ist, soll auf meinem Blog nachschauen, dort gibts eine Vorlage zum VOLKSUNGEHORSAM.
Wenn der Bundesrat so naiv ist, dann muss sich das Volk wehren!
Wir brauchen einen neuen Tell! Diesmal soll er die Gierigen Manager richten, und die Bürokraten-Politiker von Bern, die ihre Augen vor der REALITÄT so gern schliessen!
Danke, dass sie unsere Zukunft so zumüllen, Herr Bundesrat!
'Drucken' wir also diese Zertifikate um den CO2- Ausstoss zu regulieren.
Genau wie die Zentralbanken durch das Drucken von Geld die Stabilität der Märkte regulieren.
Es ist halt schon toll, wenn man den CO2- Ausstoss von seinem Büro aus, oder gar mit dem Laptop bekämpfen kann. Früher, vor einigen Jahren, hätte man dazu mindestens noch den Autoschlüssel drehen müssen, um den Motor abzustellen.
Wie grossartig unsere Welt heute doch ist.
Und genau dieser Tage werden viele qualifizierte 'Wertpapier- Händler' auf den Arbeitsmarkt 'geworfen'. Der Eine oder Andere Spezialist wird bestimmt seine Händler- Kariere mit diesen tollen Zertifikaten weiter führen können.
Das kann ja nur ein Gewinn für uns alle sein, wenn dann plötzlich diese erfahrenen Spezialisten im Handel mitmischen.
Man stelle sich nur vor, man hätte Papier nie erfunden - keine Zertifikate, kein Geld, keine Steuerbögen, keine Diplome, keine auf Papier gedruckte Statistiken... Wir müssten ja alle immer noch hart Arbeiten um zu überleben.
Und jetzt in dieser heutigen Welt macht sogar Herr Stäubli's Theorie Sinn. Geben wir 6.7 Milliarden Menschen ein Grundeinkommen. Ich bin mir sicher, die Gelddrucker dieser Welt werden uns nur allzu gerne behilflich sein, denn die Pressen laufen ja schon warm.
Man stelle sich nur vor, wenn dann plötzlich die ganze Welt Evian trinkt und Steak oder Sushi zum Frühstück verzehrt. Das schreit doch förmlich nach Glückseligkeit für Jedermann/-frau in dieser gerechten Gesellschaft. Ein gewaltiger Markt mit knapp 7 Mia. Konsumenten - der Traum eines jeden Managers.
Man stelle sich nur die leuchtenden Kulleraugen der Kinder in Afrika vor: Die neun Kinder und ihre Mutter um den Abendtisch herum versammelt, wartend auf ihren Vater und auf die Mahlzeit. Und dann kommt er endlich zur Tür hinein getreten mit einem Bündel Geld in der Hand.
Kann man sich diese Gesichter vorstellen?
Und dann der Amerikaner. Er hat gerade sein viertes Auto gekauft - für die dreiköpfige Familie und den Hund - da seine Firma nun ein Klimazertifikat erworben hat und damit auch ein reines Gewissen.
Wenn ich nur daran denke, weine ich fast vor Freude. Oder sind es vielleicht nur die Stickoxide in der Luft? Aber wen interessiert dies, denn mit dem Zertifikat kann ich meine Tränen weg wischen.
Wenn ich an den armen Bolivianer denke, der nun endlich regelmässig seinen Schnaps kaufen kann, oder der Chinesische Bauer der sich den regelmässigen Casino- Besuch leistet. Eine wahre Freude.
Lasst uns Geld und Zertifikate drucken und auf der ganzen Welt verteilen. Alles wird gut, nein, sogar besser.
Und dann könnte man doch noch mit Zertifikaten handeln um die Überbevölkerung zu regeln, die Krankheiten dieser Welt zu kontrollieren und gar Zertifikate zur Regulierung von Kriegen.
Vielleicht könnte dann jeder Mensch in einer Gelddruckerei arbeiten oder im Zertifikatehandel?
Es braucht ja keine Geschäfte die rentieren und so könnten wir doch alle Drucker oder Papierlischieber werden. Warum sollte ich mir denn auch die Mühe machen und Arzt werden? Ein Arzt hat ja sowieso nicht so viel am Hut mit Papier.
Falls es dann, in Zukunft, noch Archäologen geben sollte, werden sie diese Periode wohl 'Papierzeit' nennen.
Vielleicht werden sie diese aber auch 'Narrenzeit' nennen, da die Archäologen bald einmal feststellen werden, dass der heutige Mensch ausgestorben ist, weil er zu dumm war, um zu begreifen, dass man mit Zertifikaten weder etwas produktives, noch etwas sinnvolles machen kann und das man mit Papier nichts kaufen kann und auch Papiergeld nicht satt macht.
Zertifizierte Grüsse
Mr. Pink
Das Bild vom Hurricane ist äusserst unpassend.
Die Verheerungen der Finanzkrise sind kein "Unfall" und schon gar keine Naturkatastrophe, sondern ein bewusst geplantes und in Kauf genommenes Verbrechen.
Passender wäre deshalb:
- Das war 1945 -
Und (zum Ereignis im Bild) passend schrieb einer bezüglich der US-Situation:
Die Ramschpapiere, die der Staat übernommen hat, haben den Gegenwert von radioaktivem Giftmüll.
Aber bei uns ist ja sicher alles besser.
Erkenntnisse, wenige, Verstrickungen, keine (oder wenigstens unerhebliche).
Oder anders:
Soll ich fürchten, dass der Autofahrer, der mir entgegenkommt, betrunken ist, oder darf ich sorglos und unkonzentriert sein, da er, als perfekter Fahrer, meine Fehler schon wieder richten wird ? Kann man in dieser Welt ohne Vertrauen und Aufmerksamkeit (beides ist notwendig) überhaupt leben ?
Vielleicht ist das der Vorteil, wenn man kein hehrer weisser Ritter ist, dass es genügt, aus jedem Tag das Beste oder wenigstens etwas halbwegs Brauchbares zu machen.
(Ihr Diagramm kommt mir sehr konstruiert vor:
Sind Korruption und Kooperation nicht verschiedenen Kategorien, die gar nicht zusammen in ein Diagramm gehören ? Falls sie es täten, wäre dann nicht Kooperation die Basis (des Alltagslebens) und Korruption die gelegentliche Spitze ?
Fürchten Sie sich, einen Stromschlag zu bekommen, wenn Sie den Telefonhörer abnehmen ?)
Hauptsache Prügel, aber ja nicht mal Hinterfragen was warum und wieso...
Und Differenzieren schon gar nicht... oder?
Ich finde es auch stossend wenn eine Bank 7 Mia Bonis auszahlt obwohl diese mit 6 Mia mit Steurgeldern aufgepumpt wird, die Umstände können aber nicht einfach ausgeblendet werden und sollten mal näher angesehen werden...
Was ist eigentlich eine Boni? Eine Boni sollte doch ein verdienter Mehrwert über den normal zu leistenden Beitrag sein. Als Ex-Selbständiger zähle ich gute Leistungen zu Lohn, nur wirklich ausserordentliche Leistungen sollten mit Boni belohnt werden. Wenn also ein Topmanager Entscheidungen trifft welche für das Unternehmen ausserordentlich gute Ergebnisse bringen ist das einfach ein wenig besser als sein sonstiger Job. Das sollte auch angemessen belohnt werden, hier würde ich als Gefühlsmaxime 25% vom vertraglichen Lohn einsetzen. Zudem wären strategische Enschteidungen auch im strategischen Zeitrahmen zu entschädigen also nach einer Spanne von mindestens 3 besser 5 Jahre... würde ein solches Modell geführt, wäre zb bei einem Grundlohn des CEO der UBS von 2 Mio maximal 2.5 inkl Boni möglich. Rechnen wir ein solches Beipiel auf die Lohnsumme von der UBS um wären das bei 80'000 Angestellten mit Schnittlohn von 120'000 (ja ich greife jetzt seht hoch) die totale Lohnesumme 9.6Mia folgedessen die maximale Bonisumme 2.4Mia, vorausgesetzt es brächten der Hinterste und Letzte Meisterleistungen zu tage... das wäre schlichtweg unmöglich und wird in der aktuellen Entwicklung fast brüskiert. Somit dürften die aktuellen maximalen Boniauszahlungen nicht mehr als 1 Mia Franken betragen, die Differnez zur aktuellen Summe ist also genau die Summe welche vom Staat eingeschossen wird. Hier herrscht wirklich handlungsbedarf. Wie wird sich noch zeigen, aber mit Demos in UBS Fillialen und zeigen von Privathäusern von ExBoniabräumern sicher nicht.Das ist unterste Schublade...
Hier muss man aber statt rumzupöbeln und zu polemisieren konkrete Massnahmen einleiten, um die Missstände zu beseitgen. Das kann im Parlament recht schnell vor sich gehen, wenn denn die Herren Politiker auch wollen (jajaj ihr Polemiker, wir haben die Leute gewählt die hier aktiv werden könnten, also polemisiert auch mal bei euch selber..)
Ich fände zb eine Einführung einer Ratio von kleinstem Lohn zu höchstem Lohn eine faire Lösung. zb 1:50 wenn die Putzfrau 50'000 im Jahr verdienen kann ist bei 2.5 Mio zb für den CEO Schluss inklusive Boni. Die restlichen Erträge zb für Inhaberaktionäre wären über Dividenden zu regeln. Da kann also niemand kommen es seie eine Beschneidung der freien Marktwirtschaft, weil nur die effektiven Gewinnverteilungsrechte (endlich)auf die Aktionäre verschoben würden. Diese Lösung hätte den vorteil das bisherige Aktienrecht so zu belassen wie es ist.
Eine andere Lösung wäre es das Mitspracherecht der Aktionäre im ARE massiv zu verstärken, das hätte aber eine katastrophale Nebenwirkung: Ein Management hätte keine operative Handlungsfreiheit mehr, jeder Entscheid würde hinterfragt und mit einer ausserordentlichen GV unterlegt. Somit wäre ein börsenkotiertes Unternehmen mit Publikumsaktien praktisch nicht mehr führbar weil es immer irgendein Aktionär gibt der mit aktuellen Entscheidungen nicht einverstanden ist.
Die aktuelle Entwicklung ist im Umgangston stossend und lenkt von den wirklichen Gefahren und Ursachen ab.
Für alle diejenigen welche einen Untergang der UBS fordern: habt ihr euch schon mal überlegt wer die 70'000 KMUs neu finanziern will? und die 40'000 UBS Mitarbeiter beschäftigen will? und die Löcher in euren Pensionskassen bezahlen will?
..sicherlich diejenigen welche einen UBS Absturz befürworten oder?
Gruss an Mark...
PS Mark: deine Behauptung im vorgängien Thread Kundeneinlagen erscheinen nicht in einer Bankbilanz ist schlichtweg lächerlich..
Aufgepasst liebe Zeitgenossen, ich habe das Gefühl wir hätten den Hurrikan erst zur Hälfte durchquert und wir sehen im klaren Himmel des Auges nur die Trümmer der ersten Sturmfront. Die viel gröbere 2. Front wird uns erst erreichen...
Bis jetzt hatten sich die UBS und CS nämlich recht gut geschlagen im weltweiten Finanzwirbel. Die UBS hatte sich als erste neues Kaptial geholt und die CS war die noch Schlauere und hatte die faulen Papiere schon im 2006 abgestossen.
Wir kommen wohl aber in die Nähe der 2. Front. Aktuell hätte die TIER1 Ratio beider Banken genügt, hier musste es dringenden Grund geben um diese weiter zu stärken, und den Grund sehe ich in der zukünftigen Rezession mit neuen Abschreibern und Rückgang der Weltwirtschaft. Dann werden auch alternative Werte die nichts mit Finanzwerten zu tun haben tauchen, was noch grösserer Probleme mit sich bringt. Zb Könnten grössere Ausfälle im Kreditkartenmarkt folgen, wie auch Fallenvon Derivatmärkten (hier hätte es hässlichste Folgen)..
Auch die laufenden Verzerrungen durch staatliche Bankgarantien bereiten einer rein privatwirtschaftlich geführten Bank aktuell Probleme, wir haben jetzt alle einen Teufel gerufen den wir so schnell nicht mehr loswerden! Und zwar im Kreislauf der Bonitätsbeurteilung. Ein Unternehmen mit Staatsgarantien wird IMMER eine höhere Bonität haben als eines ohne....und somit auch weniger Zinsen für fremdes Kaptial bezahlen, was nichts anderes als Marktverzerrungen sind. Das Rückgängig zu machen gleicht der Quadratur des Kreises..
Unter all diesen Aspekten verstehe ich die Flucht nach vorne, und muss diese mit weinendem Augue leider auch befürworten. Hier geht es um mehr als nur um die aktuellen Bonis der Bankers, es geht nun um unser sprichtwörtlich "Eingemachtes"...
LG MG
Auch dieser Blog lebt vorallem von ein paar Blogtrolls, die hier fern von allen Fakten hier ihren exhibitionistischen Unfug treiben und meinen ihre abstrusen Selbstdarstellungen hätten irgendetwas mit der Realität zu tun! Wir kennen sie alle: Mirosch der Oberbhaupti, der ohne je einen Faktenlink in den Blog zu stllen nun zum x-ten mal behauptet, AuM seien ein Bilanzposten der Bankbilanzen. Darum ist die UBS Bilanz 50% tiefer als die total verwalteten Kundenvermögen! Klar ein Oekonom und jahrzehntelanger Banker wie ich hat natürlich absolut keine Ahnung...lol! Dann der Pensionskassen-Stäubli, der schon vor x-Jahren gewarnt hat, dass nun die grosse Krise kommt, der keine Aktien will, noch nie etwas von Risikoprämien gehört hat und dann wieder von einem staatlich bezahlten Grundeinkommen schwafelt!(natürlich ohne zu arbeiten !!!)- Ein klassischer Blogtroll, der auch auf dem NZZ Blog renitent auftritt! Eine richtiggehende Plage! Vom Wachstumskritiker ganz zu schweigen, der lebt in Utopialand und lässt das Geld mittels Fotokopierer drucken!
Systemkritik und andere Meinungen in Ehren! Aber hier einfach Fakten total auszublenden und laufend Dinge zu behaupten, die ganz einfach erlogen sind und mit der Realität absolut nichts zu tun haben, macht bloggen äusserst mühsam!
Ich habe hier schon mehrmals erwähnt, dass ich mich vor ein paar Jahren nach über 30 Jahren vom "System UBS" verbschiedet habe. Meine persönliche Befindlichkeit tut hier nicht viel zur Sache aber hat eben jetzt ungemein viel mit der Aktualität zu tun!
Jetzt wieder ablenken zu wollen und so zu tun, dass das "meritokratische Entlöhnungssystem" nicht eines der Grundübel der aktuellen Krise sei, ist falsch! Es gibt mittlerweile genügend Studien von amerikanischen Unis zu diesem Thema. Die Erkenntnis ist immer wieder die selbe: Das ursprünglich gutgemeinte System ist längst zu einer Perversion verkommen, die nun zurückschlägt! Die Mehrwerte einer Firma werden vom Lower und Middle Management, all den gutausgebildeten Spezialisten und CRM's etc. generiert; die kriegen aber meist nur einen total asymmetrischen Anteil von dem, was sie effektiv erwirtschaftet haben. Die Top Executives kassieren seit über 10 Jahren einen immer grösseren Teil des sog. Bonustopfes ab, obschon diese meist nicht die Skills eines Spezialisten haben und ihre strategischen Fehlentscheidungen für die Firma schamlos übergangen werden und das Nachhaltigkeitsprinzip fast vollständig ausgeblendet wird! Im System UBS hat sich Ospel eine Anzahl alter Weggefährten als Kopfnicker um sich versammelt und diesen Pöstchen wie Vize des VR (mehrere...) mit zweistelligen Millionenbezügen jährlich positiniert. Die Hauptbeschäftigung solcher Schachfiguren von Ospel und Co. bestand vorallem darin ihr Golfhandicap zu verbessern und Ospel im entscheidenden Moment den Rücken zu stärken!
Die durchschnittliche Lebenszeit eines Investmentbankers in den USA beträgt ca. 2 Jahre. In diesen zwei Jahren sollte er sich wenn möglich sanieren und zwischen 5 -10 Mio heimtragen. Davon gab es bei UBS ein paar Hundertschaften, wenn nicht über 1000! Die wahnsinnige Leistung bestand darin zB als Leiter eines Fixed Income Teams ein paar dutzend Mia an Subprime, CDS usw. hereinzunehmen, mit viel zu billigem Kapital von der Muttergesellschaft und mit den Spreads kurzfristig! riesige Gewinne einzufahren. Das kann auch ein pfiffiger Lehrling im 3. Lehrjahr! Dafür brauche ich nicht einen selbsternannten Smartass, der sich keinen Dreck darum kümmert, ob dieser Laden in ein-zwei Jahren überhaupt noch exisitiert! Seit Jahren warnten die Oekonomen der Bank, dass die unverantwortliche Schuldenmacherei und all die Bubbles platzen werden aber eben das Topmanagement um Ospel treibt ihre Truppen nochmals an nochmal ein paar 100 Mia von diesem Schrott aufzuladen, wenn die Konkurrenz längst beginnt ihre Risiken abzubauen...!
Ich habe hier schon mehrmals gesagt, die Spielregeln haben mit der Staatshilfe geändert und es kann nicht angehen, dass die UBS beim Bonitopf auf Business as usual macht. Ein Unternehmer würde ganz sicher nie und nimmer 7 Mia Boni auszahlen, wenn die Firma rote Zahlen schreibt! Topbanker sind nicht Unternehmer und nur an der eigenen Optimierung interessiert! Da muss jetzt eine Zäsur passieren, jetzt und nicht erst in ein paar Jahren!!
Und noch einmal, ich beurteile das Rettungspaket als viel zu einseitig zu Lasten des Staates und die Wahrscheinlichkeit, dass der Steuerzahler noch massiv zur Kasse gebeten werden, ist hoch!
Jeder kann selber rechnen: Der Staat trägt 90% des Risikos an der Auffanggesellschaft und stellt der UBS auch noch das Risikokapital von 6 Mia als Darlehen zur Verfügung und dann soll die UBS bei einem späteren Gewinn 50% partizipieren???!!! Das lassen wir uns einfach ohne Widerrede bieten? Der Bundesrat hat mit dem veralteten Paulson Modell gearbeitet und nur den Schrott übernommen. Mittlerweile haben auch die Amis auf das englische Brown Modell umgeschaltet und wollen nicht nur das Risiko tragen sondern auch eine mögliche Partizipation an einem zukünftigen Aufschwung! Schaut genau hin, liebes Volk und rechnet und dann denkt selber nach!!!
Sehr geehrter Herr Bundesrat Leuenberger
Ich kann mit den realexistierenden Religionen (und Parteien) aller Couleurs leider herzlich wenig anfangen. Sie als Pfarrerssohn sollte der Unterschied zwischen der UBS und dem Christentum aber etwas mehr und länger beschäftigen, als es in Ihrem für einmal leider etwas gar dürftigen Blog-Beitrag (Begründung siehe späterer Blog-Kommentar) zum Ausdruck kommt:
Beim Christentum blutete EINER für alle, bei der UBS bluten ALLE für eine.
ECO DI CAMEDO
Sachlichkeit erster Güte! ;-)
Man muss Selbständigerwerbender (bin ich) sein um zu begreifen was Sache ist.
Die Gewinnmaximierung von angelegtem Kapital sollte über die Dividenden erreicht werden und nicht durch spekulatives aufpushen der Aktie mit späterer Gewinnmitnahme des neuen Aktienkurses. Das macht Sinn und wäre gesund.
Wenn die Pensionsgelder von Spekulanten praktisch à fond perdu die Börse in "Überschwung" bringen können muss man sich nicht wundern wenn der Wind sich eines Tages auf's heftigste dreht und alles wegbläst. Die Kontroller haben versagt (wenn schon Versager!) und nicht per se die Boniaspiranten.
Die Aktionäre (Pensionskassenmitglieder) tragen eine Mitschuld weil sie die falschen und zum Teil auch überforderten Politiker wählen. - Mit dem AUFTRAG das Geld für sie selbst ARBEITEN zu lassen -.
Hier dürften sich viele selbst an der Nase nehmen, von wegen Gourmandise.
Da kann Herr BR Leuenberger noch lange bedauern, dass die Wirtschaftsgrössen sich von der Politik entfernen, ist es doch gerade seine Partei die seit eh gegen die "Bonzen" Krieg führt.
"Der Wind hat gedreht und der Staat soll den Schlamassel ausbügeln. Enteignet die Besitzer der Wirtschaft über die Geldinstitute und alles wird gut."
So die ewige Forderung der Allesbesserwissenden Stimmen die noch keinen eigenen Betrieb mit Angestellten geführt haben, welche tagtäglich ums Überleben kämpfen.
Das Finanzsystem hat ein "Virus" abbekommen das man heute kennt: Subprime.
Es gilt ihn zu eliminieren damit der Patient überlebt und die Zukunft wird zeigen, wie man der Epidemie künftig Herr wird. Aber das Zückerchen für aussergewöhnliche Leistung wird es auch weiter geben, denn die Wirtschaft braucht
die Lokomotiven, sei es an der Spitze oder an der Basis.
MfG
http://www.ubs.com/1/g/investors/annual
ich glaube es fordern die Wenigsten den Untergang der UBS, aber bevor Du Dich zu sehr über den Eidgenössischen Schnellschuss begeisterst: Die Amerikaner und Briten haben sich übrigens nach berechtigter Kritik nicht mit unübersichtlichen Ramschpapieren abspeisen lassen, sondern ganz einfach mit Bankaktien.
Der Personalaufwand der UBS beträgt 25 Milliarden Franken (2007) - bei gut 85'000 Leuten sind das knapp 300'000.- pro Person. Die 120'000.- oder ein noch günstiger Rechner würden allerdings für das bisschen Zahlen-beigen, Steuerhinterziehhilfe, Verluste-schreiben und Staatshilfe-beantragen durchaus ausreichen.
Die Boni-Diskussion führt zwar am eigentlichen Thema vorbei - trotzdem: Es geht auch problemlos ohne Boni für Fehlleistungen: Ingenieure erhalten im Gegensatz zu Bankern keinen Bonus wenn sie Fehler machen oder ihr Arbeitgeber Verluste schreibt und das trotz ihrer wesentlich tieferen Entlöhnung. Dafür produzieren Schweizer Ingenieure trotz hohem Investitionsbedarf keine wertlosen Ramschpapiere sondern gewinnbringend, exportierbare Produkte, welche sich auf dem Weltmarkt erfolgreich durchsetzen und das ganz ohne Bankgesetz.
Und apropos rumpöbelnde Polemiker:
Ein Schweizer Tunnel hält übrigens problemlos weit über 100 Jahre.
4mal so teure, ausländische Ramschpapiere vermutlich nicht und schaffen auch keine Schweizer Arbeitsplätze.
2008-10-21 00:16:49
Lassen wir bitte nicht ausser Acht, in welcher Rolle uns eine Person begegnet und mit uns spricht!
Im den letzten zwei Beiträgen schreibt Herr Leuenberger klar in seiner Rolle als Bundesrat und entsprechend gehen die meisten der Kommentare auf Herrn Leuenberger als Mitglied der Landesregierung ein. Das ist m.E. korrekt und kein Anlass, harte Kritik von Seiten der BloggerInnen zu verurteilen oder in Frage zu stellen.
Ein Blick, ein Nicken, ein Lächeln von Herr Leuenberger am Bahnhof Bern ist eine persönliche, private Begegnung und sagt vielleicht etwas über ihn als Mensch aus, aber nicht über seine Arbeit als Bundesrat.
2008-10-21 14:56:03
KLARTEXT
Das Bild vom Hurricane ist äusserst unpassend.
Die Verheerungen der Finanzkrise sind kein "Unfall" und schon gar keine Naturkatastrophe ...
Kurze, prägnante Feststellung. Wer möchte etwas anderes behaupten ...?
Hallo Globi, ich habe die effektiven Zahlen der UBS Personalkosten nicht recherchiert, sind bei den 25 Mia die Bonis von 12"TausenderKisten" vom letzten Jahr nicht schon drin? Dünkt mich jetzt doch sehr hoch, aber sowieso zu hoch in jedem Fall, egal ob mit oder ohne Boni.
Ich kann mich übrigens keinesfalls mit dem Staatseinsatz anfreunden, leider scheint es aber im Trott der internationalen Rettungsbemühungen keine andere Lösung zu geben, die einer Bank eine A Bonität gibt ohne einen Staat dahinter zu haben, und die braucht heute eine Bank, sonst bezahlt Sie einen exorbitanten Wucherzins auf den Kaptialmärkten, (wird zwar auf dem eingeschossenen Kaptial auch verlangt, exorbitant ist noch ein harmloses Wort dafür, nur ist der Unterschied klar: das Geld bleibt in der Schweiz und wird nicht irgendwo nach Amerika oder London transferiert und muss auch im Zusammenhang mit den exportierten faulen Positionen stehen welche ja eine 10x höhere Position ist. nimmst du diese noch dazu sind es dann nur noch 1.11 Prozent!!!)
Grundsätzlich ist natürlich schon klar, ein industriell erzeugtes Produkt ist werthaltiger, keine Frage. Ich hätte auch lieber die 68 Mia in eine nachhaltige Energieversorgung investiert, die Rendite langfristig wäre eine interessante Frage.. :-)
Eine Bank erfüllt aber auch eine wirtschaftliche / soziale / politische Funktion fürs ganze System in dem wir leben, Schlussendlich sind Banken nur Papierkonstrutke um den Rest der Wirtschaft möglichst reibungslos durch die Wirren der Welthistorik zu führen. Aktuell sorgen die Banken selbst für historische Einträge, es wäre an der Zeit diese auf die Bankenwelt zu beschränken...
Er redet von anderen die "Trollen" sollen und ist selber vielleicht der einzige Troll der hier bloggt...
Hier ein Link zum Beweisen dass Kundengelder logischerweise in einer Bankbilanz erscheinen: Nachzuschlagen in Bilanz / Passivseite / Verpflichtungen gebenüber Kunden in Spar und Anlageform...
http://www.raiffeisen.ch/raiffeisen%5Cinternet%5Chome.nsf/$UNID/3222A640D7D0150CC12574AB001D3194/$file/halbjahresbericht2008_de_lowres.pdf
Du bist (falls du das überhaupt bist) nicht der einzige Ökonom den es gibt in der Schweiz, ich bin aktuell neben mir nur so umgeben davon... ja auch von Leuten die in Banken arbeiten, und da ist es nicht das Thema dass unsere Sparkonten nicht in der Bilanz erscheinen sollen, sondern wie man eigentlich iliquide Position bewerten soll, und zwar so dass das einfache OR/ZGB überhaupt noch eingehalten werden kann, ganz zu schweigen von ISFR Regeln die nach "Fair Value" laufen sollten...
Und noch was: Wenn du wirklich so ein alter Hase bist der 30 Jahre in einer Bank vergammelt bist, gehörst du mit auf den Scheiterhaufen, gerade deine Generation hat geholfen den Sauhaufen anzurichten in dem die Gier überhand nahm und die hohlen Versprechungen von unfähigen US und GB Investmentbanker blind vertraut haben...
ÖKONOM? EHER Blinde Kuh wäre hier der passende Titel...
http://www.quirill.ch
Selbstverständlich bin ich mir dessen bewusst, aber eben so sehr wie er Bundesrat ist, bin ich es nicht. Ich masse mir nicht an mit Dingen umzugehen die mir zu hoch sind. Und wenn, dann würde ich wenigstens mit meinem eigenen Namen hin stehen und nicht mit willkürlich kreierten Figuren (vermeintlich Anonym) von Oben herab scheinbar "objektiv und sachlich" besserwisserische Vorwürfe formulieren.
Für mich ist genau dieser Zwiespalt das interessante: "der unbekannte Bekannte" sachlich - subjektiv - emotional - rational. In diesem Sinne ist mein Beitrag wenigstens ehrlich. (auch wenn er wirtschaftlich vielleicht nichts bringt. Zeigt er dennoch dem einen oder andern eine Perspektive auf, die ihn dazu führt sich seiner Formulierungen bewusster zu sein, und somit ein konstruktiveres Gespräch anzusteuern.)
Nicht ich lasse Geld mit dem Fotokopierer drucken, das beherrschen andere Inflationsmacher besser.
Ich ARBEITE für mein Geld!
Nicht mein Geld arbeitet für mich, so wie es uns die Banken immer vorlügen.
Heute erfuhr ich von einem zurückgezogenen Investmentbanker, dass pro real vorhandenem Franken das 10- bis 100-fache "investiert" werde...
Es sind jene, die an ewiges Wachstum gleuben.
"Klar ein Oekonom und jahrzehntelanger Banker wie ich hat natürlich absolut keine Ahnung...lol!"
Ich frage mich schon lange, wieso du nicht mehr bei der UBS bist. Wenn du doch Allwissend bist.
Was hat Zahlenbeigerei und Linkhinweise mit wirklicher Kennntnis der Materie zu tun? Glaubst du wirklich nur Zahlen sagen etwas aus?
Gerade Theoretiker deines Gleichen braucht es in der Wirtschaft am allerwenigsten.
Ich hatte auch meine Erfahrung mit der UBS gemacht (zuerst gute, dann schlechte), der Abschied von ihr hat mich allerdings nicht deprimiert.
MfG
Doch: "Lasst die UBS sterben" auf Facebook http://www.facebook.com/group.php?gid=44931855621
Die Natur hat sich schon mal gegen die Dinosaurier entschieden...
Klar jetzt ist Banking ein JEKAMI geworden! Jeder der eine Gratiszeitung liest, meint sich hier als Experte aufspielen zu können! - mirsoch. Dann noch schnell ein Link auf irgendeine Website ohne damit das Geringste beweisen zu können. Zuerst sollte man imstande sein, eine Bankbilanz überhaupt lesen und interpretieren zu können, bevor man seine Lügen hier zum x-ten mal wiederholt! Blogtrolls und Revisionisten zeichen sich dadurch aus, dass sie wie eine kaputte Musikdose ihre Lügen roboterhaft immer wiederholen müssen und nicht vor persönlichen Beleidigungen zurückschrecken um ihre Lügengebäude und Schimären aufrechtzuerhalten!
Klar meine Nestlé und Roche Aktien und meine Eidgenossen, Kantonsobligationen im Wertschriftendepot der Bank XYZ sind Verpflichtungen der Bank XYZ und erscheinen in deren Bilanz...?!? Das behauptet Blogtroll mirosch nun seit zwei Wochen!
Und klar, wenn man dann am Ende seines Lügnerlateins ist und die Gratiszeitung nichts mehr her gibt, dann bleibt nur noch die feige persönliche Verleumdung und wie einfach und feige es jetzt doch grad ist, im Stile der populistischen SVP Dumpfbacken, eine ganze Berufsgruppe von über 200'000 Bankern zu verleumden und zu Sündenböcken abzustemplen:
"...Und noch was: Wenn du wirklich so ein alter Hase bist der 30 Jahre in einer Bank vergammelt bist, gehörst du mit auf den Scheiterhaufen, gerade deine Generation hat geholfen den Sauhaufen anzurichten in dem die Gier überhand nahm und die hohlen Versprechungen von unfähigen US und GB Investmentbanker blind vertraut haben..."
Ja, ausgerechnet ich muss mir so einen Quatsch anhören! Ich, der schon vor Jahren vor dem bevorstehenden Kollaps im Investmentbanking gewarnt habe und mich konsequenterweise von der UBS verabschiedet habe und mich selbständig gemacht habe! Ich verwehre mich ausdrücklich gegen die Stigmatisierung von zehntausenden von Bankangestellten, die einen seriösen Job machen! Man soll diejenigen benennen, die den Schlamassel angerichtet haben, eben die Investmentbanker, Hedge Fund und Private Equity Gilde, die ihre Rachen nie genug vollstopfen können! Aber nicht die grosse Masse von Bankangestellten, die seriös und vernünftig arbeiten!
Persönlich verleumden muss nur jemand der schwach ist und keine Argumente mehr hat und ein Feigling ist!
nochmals: Die Amerikaner und Briten haben ihren Banken Bonitäten gegeben ohne sich mit Ramschpapieren abspeisen zu lassen. Es geht also offensichtlich auch anders.
Und unsere über 50 Jahre alten Wasserkraftwerke rentieren nicht nur, dass Dir die Ohren wackeln, sondern sie haben unseren Maschinenindustrie über Jahrzehnte Grossaufträge im Ausland gesichert. Die ausländischen Ramschpapiere generieren demgegenüber keine zukunftsträchtige Exportmärkte und Schweizer Arbeitsplätze, auch wenn sie in einem Schweizer Schrank platziert sind.
http://https://www.grundeinkommen.de/
Besonders dann wenn der Betreffende anonyme Bloger per google nach diesen Namen sucht und dann unbegründete Verleumdungen hier ablegt. Tatsächlich habe ich vor einiger Zeit bei NZZ mitkommentiert. Nun aber unqualifizierte Verleumdungen hier in BR Leuenbergers Blog abzusetzen zeugt nicht von Emotioneller Intelligenz http://de.wikipedia.org/wiki/Emotionale_Intelligenz .
Unter URL habe ich einen Link abgelegt. Dort findet man aktuelle Diskussionen über das sogenannte Grundeinkommen. Sogar mehrere Nobelpreisträger haben sich mit diesem Thema beschäftigt, inklusive auch Liberaler Kräfte. Wer dies als Thema für Trolle bezeichnet, der kann mir nur leid tun
Insbesondere dann, wenn der betreffende 'mark' mit seiner Kenntnis als Finanzmarktspezialist prahlt, kommen Fragen auf wie es um den Bildungsstand unserer Schweizer Finanzexperten stehen möge. Mindestens den Vorschlag von Nobelpreisträger Milton Friedman, welcher die negative Einkommenssteuer postulierte, müssten eigentlich alle Finanzmarktspezialisten kennen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Negative_Einkommensteuer
Wenn nicht, dann sollten die sich nicht um Politik kümmern und in politische Blog schreiben.
Es ist schon erstaunlich, wer sich hier wieder alles als Experte ausgibt und sich hier mit Peinlichkeiten blossstellt!
Diese Herren müssen wohl alle müssiggängerische Multimillionäre sein, da sie ja offensichtlich so gut wissen, wie man Vermögen langfristig intelligent und nachhaltig investiert! Vorab sicher Herr Stäubli. Sofort in den Bankrat mit solchen Ausnahmetalenten! Der kurzfristige Niedergang der Schweiz wäre damit garantiert!
@ Mark
Mach weiter so, Du weisst von was du sprichst. Lass dich nich beirren.
http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/arc
Da Freizügigkeitskapital im Rahmen der Wohneigentumsförderung für Wohnbaukredite verwendet wird, so kann dies Auswirkungen auf den Schweizer Immobilienmarkt haben. Banken könnten in der Folge einer länger andauernden Rezession und wegen der Finanzkrise in Zukunft die Sicherheit der Kapitalverpfändung (BVG) trotz Wohnförderung in Frage stellen.
Dieser Zusammenhang von Wohneigentumsförderung und zunehmend als Risikokapital erscheinender Gelder der 3. Säule und der Freizügigkeit besitzt Sozialpolitische Brisanz.
Der Bundesrat musste nun für 2009 den BVG Satz senken, auf nur noch 2%! wegen der Finanzkrise.
"Bundesrat senkt BVG-Mindestzinssatz"
Tut mir ja sehr leid dass ich alles dies vorher gesagt hatte, inklusive der Gefahr dass wir auf eine schwarze Liste wegen unseres Bankensystem kommen werden.
Die Gefahr für den Immobilienmarkt im Zusammenhang mit der Unsicherheit von Freizügigkeitskonten und 3. Säule erachte ich derzeit als für sozialpolitischen Sprengstoff.
Die Folgen einer länger andauernden Rezession unter den aktuellen Sicherheiten für Sparer und Alterssparer könnte aus meiner Sicht zu grossen Sozialen Unruhen in der Schweiz führen.
Es ist so dass die Vermieter von Wohnungen sogar mit höheren Mieten versuchen könnten ihre Immobilienverluste zu kompensieren. Kommt dazu noch der Effekt der 'klebrigen Preise'. Dieser besagt dass ohne Konkurrenzdruck selbst bei niedrigeren Werten für eine Liegenschaft die Hausbesitzer solange wie möglich an hohen Mieten festhalten wollen.
Die erwarteten kleineren Kapitalanhäufungen auf der BVG führen im Gegenspiel natürlich auch zu mehr Risiken beim Hauskauf, sowie dazu dass Menschen länger auf ein eigenes Haus sparen müssen, wenn sie BVG Kapital dazu verwenden. Mietwohnungen werden vermutlich im Preis ansteigen, die Immobilien selbst im Wert sinken. Damit nähern wir uns dann den Problemen in den USA.
Die Gefahr einer weiteren Schere zwischen Armen und Reichen im Zusammenhang mit der Sicherheit von BVG Geldern, der 3. Säule und einer Rezession, wird derzeit von der Politik kaum gesehen.
Da Reiche kaum auf BVG Kapital im Rahmen einer Verpfändung zugreifen müssen um ein eigenes Haus kaufen zu können, so wird durch die Unsicherheit beim Alterssparen vermehrt verhindert dass sich Menschen ein eigenen Haus leisten können.
Die Leute müssen in teuren Wohnungen leben. Damit vermehrt sich der Wohlstand bei den Reichen weiter, während die Mehrheit der Bevölkerung die Kosten für die Finanzkrise tragen muss.
Sehr geehrter Herr Leuenberger
Spontan erschien er mir eher hilflos. Er klingt wie "Hier bin ich und kann nicht anders".
Zu recht verweisen Sie nebst der Finanzkrise auf die bevorstehende Klima- und Umweltkrise. Vielleicht fehlt da noch die Alters-, Gesundheits- und Migrationskrise.
Für mich ist klar: All das sind letzlich Wachstumskrisen, hervorgerufen durch individuelle Gier einerseits und durch den Selbstläufer des Wachstumszwangs der Wirtschaft andererseits.
"Mehr, grösser, schneller" gilt unbesehen als besser. Die stümischste Branche trafs zuerst.
"Die Wut muss dem Mut weichen, Verantwortung zu übernehmen."
Schön und gut, Mut statt Wut. Winkelried statt Mörgeli.
Was lange währt, wird endlich gut. Oder:
Was lange gärt, wird endlich Wut.
Jene, die gewarnt haben und warnen, sind bereit, dies auch weiterhin zu tun. Sie werden immer wieder recht bekommen, aber dennoch nicht erhört, nur belächelt und beleidigt. Das braucht Mut. Und Kraft. Das Mainstream-Nachgeplapper braucht keinen Mut.
Wie in den vergangen Tagen bewiesen, sind weder Fachleute noch Politiker zu einer fundamentalen Systemdiskussion bereit.
Nur Pseudobekenntnisse, null Einsicht, null Bereitschaft für Kursänderungen, nur Überheblichkeit und Arroganz.
Wenn ich die Helds, Bührers, Vasellas und Kurers höre, kommt mir das nackte Grauen. Volle Kraft voraus auf der Titanic.
Sagen Sie uns, wie wir Verantwortung übernehmen können. Sollen wir die Ethikpartei wählen?
Und wofür genau wir Verantwortung übernehmen sollen. Für die "ausgelagerten Risikopositionen"?
Sagen Sie uns, warum Sie glauben, damit Vertrauen ins Wirtschaftssystem (und die Regierungen) zurückzugewinnen.
Daneben habe ich viele weitere Fragen, sei es an Sie, an die Gesamtregierung, oder an "die Wirtschaft":
Viele warten auf Erläuterungen, Klärungen oder Tips.
Sagen Sie uns, wie lange es noch geht, bis der nächste grosse Player (z.B. die CS oder gar eine ZFS) die hohle Hand macht (ich tippe auf weniger als 4 Wochen).
Sagen Sie uns, wie lange der Bundesrat Zeit hatte für fundiertes Aktenstudium, um einen dermassen schwerwiegenden Entscheid zu treffen.
Sagen Sie uns, inwiefern wir Normalverbraucher an der Inkaufnahme der immensen Risiken mitschuldig sind.
Sagen Sie uns, warum "der Markt" nicht eingesprungen ist, wenn angeblich die Chance auf einen Gewinn besteht.
Sagen Sie uns, was GENAU passiert wäre, wenn man die UBS nicht unterstützt hätte.
Sagen Sie uns, was nun genau NICHT passiert, WEIL man die UBS unterstützt.
Ich fürchte, dass der weiter nötige Aktivismus, den "die Wirtschaft" produziert, die Politik lähmen wird, und die von Ihnen berechtigterweise beklagten übrigen Probleme damit vernachlässigt werden. Genau dies wollen aber gewisse Parteien.
Somit arbeitet sogar die Krise auf die Mühlen ihrer Verursacher!
Und das ist der Skandal.
Doch: "Lasst die UBS sterben" auf Facebook http://www.facebook.com/group.php?gid=44931855621
Die Natur hat sich schon mal gegen die Dinosaurier entschieden...
Eigentlich freue ich mich ja an einer lebhaften Diskussion. Was jetzt hier aber abgeht an Beschimpfungen geht mir zu weit. Natürlich sind wir alle wütend über das was sich in der Finanzwelt abspielt und verunsichert über das was noch kommen wird. Aber müssen wir uns deshalb derart verunglimpfen?
@ Mark
Ich habe auch 40 Jahre als Bankangestellter gearbeitet. (Seit 10 Jahren bin ich in Pension) In den letzten Berufsjahren hatte ich eine Abteilung von gegen Hundert Mitarbeitern geleitet. Ich denke Sie werden mir einige Kenntnisse im Bankfach zu billigen. Ich möchte mich jedoch nicht als Experten bezeichnen und deshalb auch nicht die Massnahmen der Landesregierung kritisieren. Mir persönlich hätte die "Strahm-Lösung" auch besser gefallen.
Was mir aber auch ganz und gar nicht gefällt, ist Ihr Quasi-Aufruf, die Guthaben von der UBS abuziehen. Haben Sie sich überlegt, was das für unsere Wirtschaft in der Schweiz und für das weltweite Finanzsystem bedeutend würde, wenn dieser grosse Player Bankrott machen würde? Haben Sie auch an das Schicksal Ihrer ehemaligen Arbeitskollegen gedacht?
Mit freundlichem Gruss
Max Manhart
"Ja, ausgerechnet ich muss mir so einen Quatsch anhören! Ich, der schon vor Jahren vor dem bevorstehenden Kollaps im Investmentbanking gewarnt habe und mich konsequenterweise von der UBS verabschiedet habe und mich selbständig gemacht habe!"
Na siehst du. Nach 30 Jahren gammelns im UBS Büro machst du dich mal so schnell Selbständig. Ist das nicht zum Heulen. Als was den wohl? Von was ausser Papierschieben hast du denn eine Ahnung?
Na klar die gestrandeten Banker sieht man dann wieder in der Schlange der Consul-Tanten.
Selbständigsein ist so schöööön und man kann auch etwas erreichen...vorallem eine neue Lebenseinstellung. Da spreche ich aus Erfahrung..nach über 35 Jahren!
MfG
Solange der Markt und die Firmen von den Verwaltungsräten Schwung gehalten werden kann und einen genügend hohen Gewinn abwirft ist alles in Ordnung, dann ist anscheinend jedes erdenkliche Gehalt eines Topmanagers gerechtfertigt und auch nicht verboten.
Bei erfolgreichen Spitzensportlern, Sängern, Buchautoren oder Schauspielern läuft es ja eigentlich ähnlich ab, umso mehr Verträge sie einstecken können und umso mehr Gewinn sich eine Firma durch Werbespots mit ihnen verspricht, umso mehr verdienen sie. Nur gibt es zwischen ihnen und Managern zwei wesentliche Unterschiede, nämlich erstens: Von ihnen ist niemand abhängig sie können kein Finanzsystem ruinieren und zweitens: Sie können sich nicht selbst Verträge geben die ein hohes Einkommen sichern würden. Also zum Beispiel ein Roger Federer kann sich nicht schon im Voraus selbst als Turniersieger küren. Er ist gezwungen seine Höchstleistung zu erbringen um das Turnier zu gewinnen. Eine Madonna kann nicht bestimmen wie viele Billette sie an einem Konzert verkaufen wird und eine J.K.Rowling nicht wie viele Bücher von ihr gekauft wird.
Die Manager hingegen können ihre Boni anhand die Gewinne ihrer Firma selbst bestimmen. Vermutlich würden gerne zu der Gesellschaftsschicht der Stars und Sternchen gehören. Da sie ja direkt am Geldhahn sitzen und sie in guten Zeiten frei darüber verfügen können, fällt ihnen das ja auch nur zu leicht. Angenommen bei der Novartis würde Daniel Vasella eine Million pro Monat verdienen, und ein Chemielaborant 10`000Fr. so würde das einem Lohnverhältnis von 1 zu 100 entsprechen. Müsste Daniel Vasella die angemessene Leistung für seinen Lohn erbringen, so müssten 100 Daniel Vasellas an die Mikroskope forschen gehen. Ist dies gegenüber den Mitarbeitenden überhaupt gerechtfertigt?
Sobald aber sie aber den Geldhahn leergesaugt haben und dann vom Staat eine neue Füllung für den Tank verlangen, können sie aber nicht erwarten, weiter saugen zu dürfen. Vorallem wenn ein zehntel der Tankfüllung dann in die eigene Tasche fliessen soll. Die Manager haben nämlich überhaupt nichts für die Tankfüllung geleistet. Im Gegenteil wegen ihnen ist sie erst überhaupt nötig geworden.
Da fängt dann die Verantwortung von Politikern an, die solche Spässchen unterbinden müssen.
@ Floh (nomen est omen...)
Wer andere herabmindert und glaubt nur mit persönlicher Verleumdung anstatt mit Fakten zu hantieren, der hat mit Bestimmtheit selber ein Problem und seine eigene Frustration und sein eigenes Versagen zu verstecken! Ist doch so schön für all die frustrierten Versager wenn sie wieder einen "idealen" Sündenbock gefunden haben: Alle Banker sind zum Abschuss freigegeben! Wahnsinnig originell!
Ich brauche mir hier keine persönlichen Diffamierungen gefallen zu lassen und abschätzige Clichés über irgendwelche Hirngespinste wie ein Archetyp Banker zu sein und zu ticken hat! Ich würde mal beginnen den eigenen Müll wegzuräumen: Floh, mirosch ist ja eh der gleiche!
Lieber Herr Manhart,
Ich habe selbstverständlich nicht Sie gemeint mit meinen Bemerkungen, das wissen Sie.
Es bringt aber hier nichts, wenn Sie die ehemalige und jetzige UBS Führung für ihre katastrophalen Fehlleistungen entschuldigen wollen! Wenn Kurer am selben Tag der Staatsrettung vor laufender Kamera wieder nicht ausschliesst, dass zweistellige Millionenbeträge an Boni an Einzelene MA bezahlt werden, dann ist das eine bodenlose Frechheit und eine Ohrfeige an das Volk! Keine einziger Incvestmentbanker wird jetzt freiwillig künden, wenn er keinen Bonus kriegt, da er schlichtweg keinen anderen Job findet! Wenn Kurer und Co. nicht einmal die Basisregeln der Kommunikation beherrschen und meinen Sie könnten im gleichen Stil weiterfahren, dann wird die Quittung der noch verbleibenden Kunden nicht auf sich warten lassen. Würden Sie als Unternehmer Boni zahlen, wenn ihre Firma rote Zahlen schreibt?
Die Bilanzsumme der UBS ist immer noch viel zu gross und beträgt Ende Sept.immer noch über 2 Billionen CHF! Da sind immer noch enorme Risiken vorhanden und die weltweite Rezession steht uns erst noch bevor! Die UBS ist für mich noch lange nicht über dem Berg! Da dürfte man von der Führung zumindest eine wohlüberlegte, überzeugende Kommkunikation erwarten! Das ist wohl das mindeste für jemand der Millionen abkassiert! Eine Kulturänderung und ein Gesinnungswandel Richtung Bescheidenheit, Professionalität und Demut ist bei der UBS überhaupt nicht in Sicht. Wenn dieser moralisch, ethische Auftrag nicht verstanden wird und intern umgesetzt wird, dann wird das Vertrauen wahrlich nicht zurückkehren!
Ich glaube auch, aus jedem Tag das Beste zu machen. Trotzdem darf ich ja aus Beobachtung von Vorgängen und Systemen lernern, und muss nicht warten, bis ich mir den Kopf anschlage.
Autofahren: Würdest Du Deinem Kind erlauben, in der Neujahrsnacht im Auto von möglicherweise betrunkenen Kollegen nach Hause zu fahren?
Wenn ein betrunkener Autofahrer Dein Kind überfahren würde, würdest Du auch toben? Oder sagen:
Was solls, das Leben ist lebensgefährlich, mein Kind hat halt Pech gehabt, der Bestatter und der Pfarrer werden sicher Trost spenden.
Wäre das Gefühl das gleiche wie wenn es von einem Asteroiden erschlagen würde?
Telefonvergleich: Die Physik eines Telefons und die damit verbunden Risiken kann ich einschätzen. Die Konsistenz des Finanzwesens kann offenbar kaum jemand wirklich erfassen.
Wenn ich das Telefon misshandle, kann es mir allenfalls einen Stromschlag verpassen. Im Finanzsumpf kann man auch bei "korrektem" Verhalten untergehen.
Wenn mich das Telefon schädigt, gibt es die Produktehaftpflicht. Eine Dienstleistungshaftpflicht gibt es nicht. Dem Bankensystem sind wir weitgehend ausgeliefert, und immer schlüpfen alle Verantwortungs(losigkeits)träger (siehe Swissairprozesse).
Korruption: Die Korruptionsgrafik ist als Barometer zu verstehen. Über Manipulation und Desinformation hat der Blog auch schon verhandelt.
Transparency International definiert Korruption als Missbrauch von anvertrauter Macht zum privaten Vorteil.
Das präzisere Gegenteil von Kooperation ist Beschiss, Treuebruch (engl.: defection).
Korruption ist eine spezielle Form von Beschiss, bei dem nicht nur die "Mitspieler" Leidtragende sind, sondern auch viele unbeteiligte Dritte!
Genau das sind m.E. die Symptome der jetzigen Krise:
Vetternwirtschaft, Exzesse, Hochrisiko, Drohungen, Intransparenz, Verdrängung, Verantwortungslosigkeit.
Deshalb ist die Bonusdiskussion ist eine Schmiergelddiskussion und entsprechend zu behandeln.
Systeme: Das Verhalten von komplexen Systemen kann man nach der Chaostheorie oder manchmal auch Spieltheorie studieren. Veranschaulicht beispielsweise im Prisoner's Dilemma (das Dilemma des Gefangenen), einem Paradigma für die Sozialforschung oder auch die Mathematik:
In der Animation hier im Link kann man selber spielen und - vereinfacht ausgedrückt - sehen, wie eine Gesellschaft aus Kooperatoren und "Betrügern" funktioniert, je nach dem wie gross Gewinn bzw. Bestrafung aus Beschiss ist.
Der Wert b ist die Belohnung für einen Strategiewechsel zum Bescheisser. Man setze b mal auf 2.0 oder auf 1.5.
Optimismus? Statt Transparenz und Verantworung sehen wir uns momentan einer Markt-Anarchie ausgeliefert.
Herr Leuenberger.fordert, die Wut solle sich darauf richten, dass und warum es soweit gekommen ist.
Beim Autobeispiel würde das heissen, sich für Strassenopfer und gegen Trunkenheit am Steuer einsetzen.
Vermutlich erkennen Sie, dass ich das Analoge im Wirtschaftsbereich schon lange tue.
Also wohin mit dem Rest der Wut? In eine Aggression? In eine Depression? Oder wenigstens optimistisch in eine wenig aussichtsreicheMission?
Mir gefällt Ihre Aussage : "Die Wut muss dem Mut weichen, Verantwortung zu übernehmen" ausserordentlich. Wäre es nicht längst an der Zeit diesen Mut zu beweisen und die Banken zu verstaatlichen?
Die Banken sind ein in sich geschlossenes System, das immer gewinnt! (oder uns alle mit ins Verderben reisst). Wenn der Staat (wir) schon die Verantwortung tragen müssen für die Verluste, warum nicht auch für die Gewinne? Die Gewinne der verstaatlichten Banken würden neues Kapital freimachen (statt als Abzockerboni zu verschwinden) und könnten für längst fällige neue Konzepte (z.B. Bürgergehalt usw.), genutzt werden. Auch wäre damit die Frage der Kontrolle geregelt.
Es gibt zwischen Managern und Künstlern drei wesentliche Unterschiede, nämlich: 1. Von ihnen ist niemand abhängig, sie können kein Finanzsystem ruinieren. 2. Sie können sich nicht selbst Verträge geben die ein hohes Einkommen sichern und 3. Sie müssen gut arbeiten.
http://prisonersdilemma.groenefee.nl/
http://prisonersdilemma.groenefee.nl/
Danke für Ihre Antwort.
Unsere Kinder sind gross. Alles ist gut gekommen. Wir haben Glück gehabt. Einmal ist etwas geschehen. Da waren unglückliche Umstände und ein etwas übermütiger Kamerad beteiligt. Ein anderes Mal geschah nichts. Aber es wäre der Fehler von uns Eltern gewesen.
Ich glaube es braucht beides, Vertrauen und Wachsamkeit. Empörung mag gut sein, um sich Luft zu verschaffen und (hoffentlich) gesellschaftliche Energien freizulegen, sodass notwendige Änderungen stattfinden. Aber es braucht dann auch Zähigkeit und praktischen Verstand, damit diese Änderungen etwas bringen.
Ich finde Ihre Voten häufig schwarzmalerisch und ausweglos. Ich würde gerne mehr über ihre Vorschläge zu einer Besserung erfahren. Wir haben nur diese eine Welt. Ich finde sie, aller Mängel, die unser kritischer Verstand benennen kann, zum Trotz, wunderschön.
(Das Telefon war ein Scherz.)
(Ihr Diagramm scheint mir immer noch auf dem Kopf zu stehen. Zudem gehören Korruption und Kooperation doch häufig zusammen.)
Gestern hats ihr Parteikollege und Namensvetter Ernst in der Rundschau ebenfalls vorausgesagt:
"Mit den nun angepeilten Kurskorrekturen wird man bei SVP und FPD auf Granit beissen."
Sie sind die Verursacher und Profiteure der Krise und deren Bewältigungsversuch!
(Und Mark:
Merkst du eigentlich, wie du ausrastest, wenn man an deinem Lack kratzt, aber die andern (auch mich) mindestens so unflätig anpackst?
Für mich bist du ein Verzweiflungs"täter" und trotz deiner Diplome und Erfahrungen nicht glaubwürdiger.)
@ Wachstumskritiker: "wohin mit dem Rest der Wut?"
ME ist Wut eine Energie, die uns befähigt, Veränderungen herbeizuführen. Ich würde also eher die Wut in Mut kanalisieren, als sie "weichen" zu lassen. Nun wissen wir aber alle, dass das logische Denken während Wutausbrüchen vermindert ist und bei manchen sogar aussetzt.
In einer Auseinanderstzung und Diskussion wie sie zB hier stattfindet, kann, wie übrigens auch im künstlerischen Handeln oder beim Bergsteigen, bei Sport allgemein ua., adäquat mit Wut umgegangen werden. Wut gegen sich oder andere gerichtet kann sich in Gift für den eigenen Organismus verwandeln und ist demnach verpuffte Energie, denn sie kann so nicht positiv kanalisiert werden.
Jedem Gefühl folgt, linear betrachtet, ein Gedanke usw. Das Zusammenspiel von Ratio und Emotion befähigt uns, die Notwendigkeit von Veränderung und Fortschritt zu erkennen und je nach Tiefe der Wut ähigkeit der Kanalisierung Schritte zur Veränderung wirklich zu tun.
Wir sind alle etwas komische Hühner in diesem Blog.
Bloggen geht so schnell wie reden, nur dass man sein Gegenüber nicht sieht und nicht an seinem Gesichtsausdruck ablesen kann, ob man Müll zum Besten gibt.
Mir gefällt die Vielfalt. Schade ist, dass wir zusammen nicht mehr fertigbringen als jeder Einzelne für sich.
http://blog.4st.ch/
Haben Sie nicht gelesen was Herr BR Leuenberger geschrieben hat?
"Nach Jahren der Marktideologie müssen wir zurück zum Primat der Politik, zum Pragmatismus statt der Ideologie. Wir haben nämlich nicht nur eine Wirtschaftskrise sondern auch eine Energie- und eine Umweltkrise vor uns. In diesem Sektor ist der unbändige Glaube an den reinen Markt, der ganz allein und ohne staatliche Leitplanken alles selber und gerecht löse, bei manchen ungebrochen."
Was steckt denn hinter dieser Aussage?
Sie finden die Welt noch immer wunderschön.
Setzen Sie sich zu fest an diesem Gedanken unkritisch fest (was ich aus ihrer Deutung des Wachstumskritikers entnehme), dann gehören Sie zu jenen mit dem 'unbändigen Glauben'. Sie haben dann eben übersehen, dass die Kritik des WK gleichzeitig auch Lösungsvorschläge enthält.
Wir befinden uns in einer Ideologischen Spekulationsblase, Herr Schäfer. Viele spekulieren bereits jetzt darauf dass die Krise schnell verpufft und man danach einfach wieder die Schleusen für den "freien Markt" öffnen könne.
In ihren Worten ‚noch immer’… wunderschön verbirgt sich jedoch der Schlüssel zur Erkenntnis, dass es nicht mehr so weiter gehen darf.
Das meine Kritiken und die von WK und anderen Schreibern bisweilen als Hoffnungslos erscheinen mag, das hat mit der Lage zu tun in welcher wir uns befinden. Für meinen Blog versuche ich mich derzeit an einer Kritik an Literaturkritiker Martin Reich Ranicki.
Ich bin derzeit allerdings noch nicht schlüssig ob ich dessen Verhalten nach der Ablehnung des Fernsehpreises wirklich kommentieren will. Ranicki hat (ja er hat es für Geld getan) im Anschluss an seinen Auftritt gegen den Fernsehpreis Werbung für Unterhaltungs-Fernsehen gemacht (Telecom).
Ich habe nämlich anhand dessen langen Biografie Dinge festgestellt, die es mir kaum erlauben diesen Mann zu kommentieren. Ich will es dennoch tun, weil ich mich als Individuum von seinem Handeln in der Gegenwart betroffen fühle. Da ich jedoch immer wenn ich irgendetwas schreibe, zuerst in der Geschichte nachforsche, so wird mein Individuum durch die Geschehnisse im WKII beeinflusst.
Es waren Geschehnisse die aus Ranicki das gemacht haben was er Heute ist. Herr Ranicki sagte einmal, dass man gar nicht wisse wie Gottlos er sei, wie wenig er an die Lenkung durch einen Schöpfer glaube. Ranicki spricht von den Gebetsmühlen welche er so verabscheue, schlechte Texte welche die Gläubigen exzessiv wiederholen. Er wies darauf hin dass in seiner Jugend Gott ja den Nazis geholfen habe.
Herr Ranicki überlebte den Krieg nicht nur per Zufall, er überlebte auch durch seine hohe Intelligenz, die oft genug auch grausame Elemente enthielt gegenüber seinen Beschützern.
Ranicki überlebte vor allem dadurch (auch später nach dem WKII), weil er unbeirrt arbeitete um sich und seine Familie und Freunde, durchzubringen. Er hatte keine Zeit nach dem Krieg etwas anderes zu tun als für sich selbst Einzustehen, seinen persönlichen Weg einzuschlagen, der sowohl durch seine Person als auch durch Sachzwänge ihm auferlegt worden war.
Seine späteren Erfolge gründeten keineswegs darauf dass man ihn schätzte, sein Erfolg beruht darauf dass man Ranicki brauchte. Und warum wurde er gebraucht? Weil er einer der wenigen Menschen seiner Zeit war, welche die Deutsche Geschichte Schriftlicher Kultur durch diese Zeit der Verwüstung gerettet hatte. Ein „gottloser Jude“ rettet Deutschlands schriftliches Gedächtnis durch seine Liebe zur Literatur. In die Deutsche (auch Polnische) Literatur hatte sich Ranicki während dieser gottlosen Zeiten zurückgezogen, seine (portable) Wahlheimat ist nicht Deutschland, sondern Deutsche Literatur mit (fast) allen seiner Facetten.
Nun beobachtete ich also in unserer Gegenwart das seltsame gegenwärtige Treiben dieses Mannes. Ich bin ein Kind der Nachkriegszeit und eines welches in den gesamten Aufstieg der Neoliberalen Wirtschafsideologie eingebettet wurde. Ich bin wie Ranicki, ich habe den Braten, der sich ‚freie Marktwirtschaft’ nennt, als Gottloses Treiben erkannt welches die Welt in Arme und Reiche unterteilt. Sie beutet nicht nur die Menschen aus, sondern auch die Natur.
Ja, und ich sitze wie Ranicki jeweils immer in der Nähe des Ausganges eines Raumes, in welchem sich viele so sicher fühlen. Das hat nichts damit zu tun das ich die Natur nicht auch schön empfinde (diese Seeligkeit traue ich sogar Diktatoren zu). Ich tue nur alles Mögliche um mich und meine Freunde zu schützen und unbeirrbar meinen Weg zu gehen.
Aus dieser Perspektive beobachte ich nun diesen Menschen, der Jahrzehntelang ein Gespür für das Notwendige entwickelt hat. Nun bin ich am nachdenken, warum er Werbung für Telecom gemacht hatte, für einen Anbieter der jedem massenweise Unterhaltungssender zugänglich machen will. Und dies kurze Zeit nach der Ablehnung des Deutschen Fernsehpreises. Die Antwort die ich bisher gefunden habe ist leider wieder einmal erschreckend, entgegen den Schönheiten welche die Literatur/Musik und die Natur uns bietet.
Kommt halt drauf an, ob man auf dem Boden der Realität steht und und zur aktuellen Situation wirklich etwas zu sagen hat, wie ich und andere oder ob man meint seine weltfremden Utopien hätten irgendetwas mit der Realität des lebendigen Lebens und der Natur der Menschen zu tun, wie du!
Marx lässt grüssen and keep on dreaming!
Blogtexte sind keine Bibelverse. Wir sollten keine Exegese machen.
Ihre Blog-Webseite ist sehr schön. Machen Sie einfach weiter.
Du hast recht: nomen est omen
Die Beurteilung und Definition bleibt der Fantasie nach eigener Erfahrung jedem selbst überlassen.
Also Fakt (du verstehst ja nur was von Fakten!) ist in meinem Fall:
Jeder hat schon davon gehört und stellt sich ein kleines lebendiges Ding vor. Klein und unbedeutend ;-)
Es gibt die Redewendung: jemandem einen Floh in das Ohr setzen. Zum Guten wie auch zum Bösen!
Oder das Ding ist auch Beisssüchtig und kann unter Umständen jemandem etwas intus geben, was als Epidemie ausarten kann.
Ich spreche vom gestrandeten Banker und nicht vom ordinären Banker. Es gibt auch gute Spezies darunter. Meine Erfahrung!
Aber wie das so ist in Dienstleistungsbetrieben mit hierarchischen Strukturen, sind die kreativen Köpfe nicht immer auf der Höhe der Nachhaltigkeit. Wozu auch? Man kreiert später einfach etwas neues. Die Verantwortung zur Umsetzung tragen andere in der Pyramide.
Ist es ein Zufall, dass gerade im Schweizerischen Banken- und Versicherungswesen hochgradige Militärs in überdurchschnittlicher Anzahl zu finden sind?
Meine Schlussfolgerung geht dahin, dass die Offiziere und Soldaten (man erlaube mir die Benennung) für das Umsetzen der Produkte zuständig sind. Die Generäle tragen die Verantwortung! Ist dem wirklich so?
Wer gibt das Produkt (Dienstleistung) in Auftrag und zu welchem Zweck? Trägt der Auftraggeber (im Bankwesen der Einleger) eine Mitschuld und ist er nicht als Anstifter eines schlechten Produktes mitschuldig, weil er auf die falschen Generäle ( Bankstrategie) und eigenen Vorteil gesetzt hat?
„ich bringe mein Geld auf die Bank wo es sicher ist, und ich WILL eine Rendite“
Schon mal falsch! Gibt die Bank mir eine Garantie?
- Weshalb wohl? Ist doch nicht nötig die ganze Welt kennt unsere Bank und sie kennt niemand. Ergo sind wir Vertrauensvoller als sie! -
Ich parkiere mein Auto (Geld) im Parkhaus wo es sicher ist und weil ich dafür bezahle erwarte ich, dass die Firma dazu sorge trägt. Die Produkte-Haftpflicht beschützt mich.
Ich parkiere mein Auto im Parkverbot wo es früher oder später abgeschleppt wird und staatlichen Schutz geniesst. Die Kosten trage natürlich auch ich. Eine Pauschale und wahrscheinlich billiger als das Parkhaus auf ein Jahr gerechnet! (ist kein Witz schon mal passiert)
Nur eine Staatsbank, kann dem Bürger für seine Einlage garantieren, da ein jeder dafür haftet (bis es nichts mehr einzulegen gibt!).
Kann eine solche Bank Nettorenditen von 10% garantieren. Wohl kaum, ausser man nimmt es dem Mehrwertschöpfenden mit Politisch-Ideologischen Instrumenten aus der Tasche. Oder kreiert eine entsprechende Inflation (war als schon da!)
Frage: wie lange wird in einem solchen System Mehrwert geschöpft? Wie lange hält eine Arbeitsmotivation wohl an?
Eine Illusion zu glauben, dass alle Bonis verschwinden. Da wird eher die UBS verstaatlicht.
In der freien Marktwirtschaft gelten andere Regeln als im Kommunismus und die Abwanderung der grossen Köpfe ist das wahrscheinlichste das eintrifft. Der Mensch ist noch immer einem Urinstinkt verpflichtet. Der Sammeltrieb ist noch immer in seinem Gen (kann ein jeder bei sich selbst überprüfen). Und heute sammelt er das abstrakte zum Leben nötige Produkt das ihm das Überleben erlaubt; GELD!
Gilt für den Einleger wie für den Verwalter.
Mark, solltest du wirklich für die UBS tätig gewesen sein, dann bedenke eines: Menschen wie ich haben dir deinen Lohn ermöglicht und nicht umgekehrt! Solltest du wirklich Selbständig deinen eigenen Lohn verdienen, rate ich dir deine Weltanschauung zu redigieren (zwecks Reüssierung), bevor du hier weiterhin deine Rundumschläge verteilst.
nomen est omen: die D- Mark ist Vergangenheit..... man sieht, nichts ist unvergänglich ;-)
MfG
Lieber Herr Stäubli, danke für den Link zum 'Grundeinkommen'.
Ich habe ihren Link jetzt mal durchgesehen. Dabei fällt mir folgendes auf:
Ein Haufen Argumente werden mir entgegengeworfen, ohne eigentlichen Lösungsvorschläge.
Ständig wird nur um den heissen Brei geschwafelt.
Die angeblichen Nobelpreisträger, welche dies unterstützen werden zwar erwähnt, aber nicht genannt.
Und als ich etwas über die Finanzierung erfahren wollte, hat mich der Link zu zig hundert anderen Links geführt, welche ich ehrlich gesagt nicht durchforsten werde um eine simple Antwort zu erhalten.
Ich hätte nämlich, WIE ES SICH DOCH EIGENTLICH GEHÖRT, eine Antwort auf der Website erhofft. Und wenn die Antwort dort zu finden ist, dann ist sie sehr sehr gut versteckt.
Stattdessen nur leere Phrasen und Schlagworte, welche sehr sozial angehaucht sind und deshalb wohl genügen sollen, um mich zu überzeugen und wohl noch zu einer Spende animieren.
Aber vielleicht können sie mir genauer erklären, wie dies funktioniert?
Aber sparen sie sich die Mühe, falls dies, wie ich es schon öfters erwähnt habe, auf der Theorie der unendlichen Geldvermehrung basiert.
Und damit komme ich dann zu ihren heiss geliebten Pensionskassen.
Begreifen sie doch endlich, dass Pensionskassen auch nur Papierlischieber und Papierlihorter sind.
UND PAPIER HAT NUN MAL KEINEN WERT.
Unser heutiges System der Zentralbanken ist ein NULLSUMMENSPIEL. Und dieses fängt erst wieder an zu funktionieren, wenn der Wert des Papiers ausgeglichen wird, also NULL sein wird. Und das geschieht so ca. alle 60 - 70 Jahre und dann beginnt der Zyklus von neuem. Aber bevor dieser Zyklus neu gestartet wird, muss das System eben zuerst zusammenbrechen.
Im Klartext heisst dies, dass auf der einen Seite all die netten Computerzahlen auf NULL gesetzt werden und auf der anderen Seite jegliche Schulden durch die Hyperinflation vertilgt werden.
Vergessen sie also endlich ihre Pensionsgelder, es sei denn sie werden noch dieses Jahr in den Ruhestand gehen und etwas davon profitieren.
Aber bevor ich zum Schwarzmaler und Polemiker abgestempelt werde möchte ich erwähnen, dass ich den Zusammenbruch des Geldsystems keineswegs als nur negativ empfinde.
Der Neuanfang wird wiederum seine Chancen bringen.
Grüsse
Mr. Pink
P. S.: Da ich nicht Schwarzmalen will, werde ich die heutige 'Wertevernichtung' durch die Finanzkrise nicht als Vorbote oder Auslöser des Zusammenbruches kommentieren.
Deine unkontrollierten Rundumschläge sind totalitärer als es wohl die Marx'schen Gespinste je waren...
Gerade nicht:
Das Papier hat einen Wert. Man kann damit den Hintern abwischen, eine zerbrochene Scheibe überkleben, geklaute Eier einpacken.
Der Text auf dem Papier hat, wenn schon, keinen Wert. Unsere Blogtexte natürlich ausgenommen. Die sind ja nicht auf Papier.
Wohin mit der Wut?...über die Abzocker und schamlosen Selbstbereicherer? Über die Kasino-Banker?
Nun ja; die ganzen Boni...Manch einer wird sich nicht mehr so recht freuen mögen darüber: Das Blatt hat sich wohl gewendet.
Die Kehrseite der Medaille...sind es jetzt plötzlich Mali geworden...?
Ich frage mich halt, was es auf sich haben mag, mit der allgemeinen Kasino-Mentalität.
Wie viele gehen ins Kasino? Las Vegas lässt grüssen. Wie viele spielen Lotto? Wie viele fühlen sich allgemein ZU KURZ GEKOMMEN?
Wohl viele, die nur noch nicht zum Zug gekommen sind, und die nun äusserst selbstgerecht über die die Bankmanager herfallen, nehme ich mal an, viele die sich wohl keinen Deut anders verhalten würden, wenn sie in so einer Position wären, WENN SIE DENN ZUM ZUGE KÄMEN...
Prosit!
Ab wie viel Promille darf ich noch Kommentare schreiben?
http://de.wikipedia.org/wiki/WIR
1873, 1929, 2008?(!)
http://de.wikipedia.org/wiki/WIR
Das Leben geht immer weiter.. irgendwie... auch ohne Schweinetreiben quer durch die Schweiz ;-)
MfG
http://blog.4st.ch/
Modelle mit Grundeinkommen können am Besten realisiert werden wenn praktisch die ganze Welt dabei mitmacht. Lokale spezielle Umsetzungen über Fonts gibt es bereits, aber die konnten nur eingeführt werden, weil das notwendige Kapital in Form von Erdöl bereits vorhanden ist.
http://www.apfc.org/_amiReportsArchive/2005_GUIDE_nocov.pdf
(english) Später soll der Font von der Erdölquelle unabhängig werden.
Aus dem Verkauf von Öl und anderen Rohstoffen fliesst Geld in einen Fonds - den Alaska Permanent Fund. Dieses Geld wird investiert, und alle Menschen, die länger als ein Jahr in Alaska wohnen, bekommen jedes Jahr eine Dividende aus dem Fonds, auch Kinder. Das sind etwa 850 US$.
In der EU gibt es Bestrebungen die so genannte Tobin Steuer einzuführen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Tobin-Steuer
Diese Steuer könnte dazu dienen in den ärmsten Ländern der Welt für die Beseitigung von Hunger zu dienen.
Auch innerhalb der Böll Stiftung wird derzeit an Konzepten gearbeitet.
http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=5439&returnurl=/wirtschaftsoziales/wirtschaft-soziales-2717.html
Die isolierte Einführung eines Grundeinkommens mit einer hohen Grundeinkommensrate in einem Kleinstaat, dafür darf man sich keine Illusionen machen, würde vermutlich fehlschlagen. Um ein solches System zu realisieren müssen mindestens alle demokratischen Nationen an einem Strick ziehen.
Dass ich trotzdem daran festhalte, dafür gibt es einen Grund, es gibt keine andere Möglichkeit den Menschen auf dieser Welt die nächsten paar Hundert Jahre überleben zu lassen. Es muss möglich sein die Armut auf der Welt zu beenden und auch die natürlichen Ressourcen der Welt zu schützen.
Kriege und Spekulationsblasen müssen verhindert werden. Dafür benötigt man, wie bereits Herr BR Leuenberger sagte, eine zentrale globale Regelung der Finanzströme. Der Marktkapitalismus ist dazu nicht in der Lage, wohl aber ein System mit zum Beispiel Negativsteuer http://de.wikipedia.org/wiki/Negative_Einkommensteuer
oder Grundlohn, einer Tobin Steuer http://de.wikipedia.org/wiki/Tobin-Steuer und einer realistischen auf die Zukunft ausgerichteten Bewertung unserer natürlich Ressourcen. Verbunden mit einem Weltbanksystem in welchem Tobin Steuern erhoben werden und die Internationale Finanzwelt organisiert wird (in der UN organisiert) ist es durchaus möglich schrittweise das Ziel zu erreichen, inklusive einer weichen Überführung des Marktkapitalismus in ein solches System.
Dazu erhöht man kontinuierlich die Steuern im Kapitalmarkt mittels der Tobin Steuer und beginnt die Wertschöpfung auf weitere Ressourcen auszudehnen. Revolutionen braucht es dazu nicht, sondern Internationale Wirtschaftskonferenzen.
Wir haben es hier weder mit Kommunismus noch mit einem anderen bisher bekannten System zu tun. Vorarbeiten dazu gibt es auch aus Liberaler Richtung. Das solche Dinge funktionieren könnten, darüber haben wir nur Modellrechnungen, einige ‚Feldversuche’ und das Wissen (das gemäss BR Leuenberger noch nicht überall da ist), dass wir ohne eine Neuordnung der Ökonomie die Zukunft nicht bewältigen werden.
Erlauben Sie mir den Hinweis, dass ich wie Herr BR Leuenberger glaube, dass wir es nicht nur mit einer Finanzkrise zu tun haben. Wir stehen vor Klimaänderungen, in einigen Jahren vor dem Ende der Natürlichen Energieressourcen, wir stehen uns Problemen von Armut, Hunger und Krieg gegenüber, wir haben ein massives Ungleichgewicht in unseren Einkommen, die Artenvielfalt bedroht das biologische Gleichgewicht und noch viele andere Dinge die wir lösen müssen.
Alle bisherigen Systeme haben versagt, weil wir erstens mehr Menschen sind als früher und zweitens weil wird inzwischen zu viele Ungleichgewichte geschaffen haben. Der Marktkapitalismus war ja nicht völlig erfolglos um vielen Menschen Wohlstand zu bringen, aber er versagt diesen Wohlstand der ganzen Welt zu ermöglichen.
Vor allem versagt er aber beim Schutz der Natur unseres kleinen Planeten, von dessen Gleichgewicht wir alle abhängen, auch die Reichen.
Nicht zuletzt ist Marktkapitalismus auch nicht ein System, dass sich in Demokratische Regeln bringen lässt, es verhindert Transparenz. Es ist letztlich nicht zu kontrollieren und muss deshalb in dieser aktuellen Ausformung, beseitigt werden.
Danke Ueli S. für die "Wertpapierberichtigung". Schmunzel!!!
Dank Floh für den wervollen Hinweis aufs WIR-System.
(Gemäss marKscher Logik wäre das zwar marXistisch), aber hier ist Geld eben wieder Tauschmittel statt ein selbstvermehrendes Lebewesen.
Hallo Leute,
Der ganze Film zum Grundeinkommen ist jetzt online abrufbar!
http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen
Ein muss!
MfG
Ihr Free Info
Wachstumskritiker hat meine Frage vorweg genommen. Auch ich wollte Sie fragen: welche Verantwortung wofür meinen Sie, sollten wir im Rahmen der gegenwärtigen Finanzkrise übernehmen?
Ich war im ersten Moment empört, dass Sie angesichts des GAUS, der durch eine einzige Branche verursacht wird, und unter dessen Auswirkungen die ganze Weltbevölkerung zu leiden haben wird, zur Transformation von Wut zu Mut und Verantwortung aufrufen.
Beim wiederholten Lesen Ihres Beitrages glaubte ich jedoch zu merken, dass Sie von Ihrer eigenen Wut sprechen und zu sich selber sagen: …Die Wut muss dem Mut weichen, Verantwortung zu übernehmen…
Muss die Wut wirklich weichen? Ist diese Emotion nicht eine Wegbereiterin des Mutes? Ein wenig Wut braucht es wohl immer, um das innere Feuer und die Leidenschaft, für Gerechtigkeit zu kämpfen am Leben zu erhalten…
Möge Ihre Wut nicht ganz verrauchen!
Als Realo unter den Fundis und Revisionisten fühlt man sich hier immer mehr deplatziert und als (zwar akkurater) Rufer in der Wüste. Die meisten hier kümmert die Realwirtschaft und die Rahmenbedingungen kaum.
Ich habe schon vor 10 Tagen hier moniert, dass die SNB ihre Leitzinsen agressiver hätte senken sollen! Mittlerweile hat sich der EURO um über 10% (!) abgewertet und notiert heute um 1.45. Jetzt kommt also die grösste Stütze unserer Wirtschaft, die Exportwirtschaft, auch noch massiv unter die Räder! Die Abwertung geht zu Lasten der Gewinnmargen und wird tausende von Arbeitsplätzen kosten. Klar die Fundis und Phantasten hier kümmert das kaum, die glauben wohl immer noch ihre staatlichen Sozialbezüge seien auf ewig sicher und Wohlstand entstehe über die Notenpresse!
Furchtbar, wie dieser Prediger viel reden kann, ohne etwas zu sagen.
Die FDP ist def. keine relevante Kraft mehr. Man kann dies bedauern, wenn man weiss, wohin deren Wähler abwandern.
warum haben dich die SNB und das Departement Merz/Widmer nicht als Berater angestellt, als du dich gemeldet hast?
Die Weltwoche hat letzte Woche herausposaunt: la crise n'existe pas!
Interessant zu lesen, wie sich das Blatt aus dieser weiteren Peinleichkeit herausredet! Den Gipfel der Arroganz und Dummheit hat wieder Engeler geschafft, der anstatt das Hilfspaket an die UBS kritisch zu kommentieren, zu einem Rundumschlag gegen den Staat ausholt! Eine weitere Ohrfeige an jeden anständigen Bürger!
Der fatale Glaube an den Staat (Engeler, WeWo)
Engeler ist einer der widerlichsten Journalisten, welche die Schweiz bevölkern! Ausgerechnet jetzt wieder ein General-Rundumschlag gegen sämtliche staatliche Institutionen und moderaten Errungenschaft unserer direktdemokratischen Staatsform! Ausgerechnet jetzt, wo die grösste Hilfsaktion an eine private Unternehmung in der Schweizer Geschichte stattfindet, wird wieder auf den sozial Schwächsten herumgehackt! Anstatt die Verfehlungen der Finanzhasardeure eingehend zu hinterfragen!!!
Jahrelang hat die WeWo ihre heisse Luft der libertären Schalmeienklänge der Milton Friedmannschen "Der freie Markt über alles - Den Staat zum Teufel" hier abgelassen. Jahrelang Lobhudeleien auf die UBS und ihre "Erfolgsstory", jahrelang für Parvenue Ospel den roten Teppich ausgelegt! Genau hingeschaut hat niemand - oder nur ganz wenige Rufer in der Wüste und die wurden ausgelacht und verteufelt, vorab von diesem Blatt! Es fehlte am Willen genau hinzuschauen und vorallem an den Fachkenntnissen und einem normalen gesunden Verstand über die Grundlagen einer gesunden Volkswirtschaft und deren Akteure! Die WeWo steht mit an vorderster Front, derer die für die Verluderung des Kapitalismus in ein Finanzbordell mitverantwortlich sind!
Gestern hat sogar Alan Greenspan vor einem Kongressausschuss vor laufender Kamera zugegeben, dass sein "Glaubensfundament" der freien Marktwirtschaft, an das was er in den letzten 40 Jahren geglaubt habe, nicht mehr trage und er erschüttert sei über das Ausmass der jetzigen Krise. Auch Milton Friedman, würde er denn noch leben, wäre sicher für ein kritisches Statement fähig und würde einige seiner Thesen relativieren müssen!
Wer aber, wie die Weltwoche, vorab Engeler und Köppel, meinen, man könne ohne das Hirn einzuschalten, einfach die gleiche alte Platte der ultimativen libertären Markttheorie ohne Abstrich weiter hinausposaunen, ist nicht nur dumm sondern auch äusserst arrogant, verlogen und heuchlerisch! Die gleichen Journis: Schreiben was ist! haben eine jahrelange Kampagne gegen das Zürcher Sozialamt geführt, wo es um ein paar hunderttausend Franken ging. Jetzt wo der Staat um die 70 Milliarden schüttet, wird dies fast kritiklos und als Selbstverständlichkeit dargestellt! Die Verlogenheit der WeWo hat wohl ihren Gipfel erreicht! Die Frage bleibt, ob das ihre Leser mit ihrem ehrlichen Gewissen noch vereinbaren können?!
Der Gipfel der Arroganz, Unprofessionalität und tendenziösen Darstellung Engelers ist seine letzte Passage über Obama. Obama in die linke Ecke des Tax and Spend Politikers zu stellen, ist vollkommen erfunden und entbehrt allen Fakten! Übrigens der Wahlkampfleiter McCains ist ein Lobbyist von Fannie und Freddie. Das verschweigt man halt dann hier. Eben schreiben was ist! Ich mag es nicht mehr hören, sonst muss ich mich übergeben!!! Unter Reagan ist die Staatsverschuldung 300% gestiegen!!! Unter Bush I 125% unter Clinton Budgetüberschüsse und Schuldenkonsolidierung!!! unter Bush II nochmals über eine Verdoppelung der Staatsschuld und nun ein Budgetdefizit von gegen 1'000'000'000'000 $ ! Die Demokraten waren für die Wirtschaft, die Staatsfinanzen und die Börse gut und die Rep's genau das Gegenteil!
Wie lautet das Credo der WeWo: Schreiben was ist ?!?
A bunch of liar's and hypocrits you are !!!
Ich als Produzierender und Verkäufer an den Endbenutzer ( Binnenmarkt!) habe mehr die drohende Gefahr der Inflation im Blickfeld ( Leitzinssenkung!)
Gute Produkte haben Ihren Preis und der € ist in meinem Blickfeld nicht nur der Wohltäter. Der war überbewertet! Heute ist er ungefähr dort wo er hingehört. Wird z.T. auch die importierte Inflation abfedern.
Schaust du ein bisschen über die Grenzen (D,F,GB)? Haben Nestlé, Novartis, ABB, Oerlikon u.s.f. schon Kurzzeit oder Stillstand wie die Autoindustrie angekündigt oder gar vollzogen.
Die Stützen unserer Wirtschaft generieren nicht nur im EU-Raum. Und es sind nicht alle Banken gleichermassen auf der Kippe wie die UBS.
Schau dir einmal den SMI im Vergleich mit den anderen Börsen an, wer sind die grössten Verlierer?
Kein Wunder führen sich Sarkozy und Steinbrück auf wie schlechte Verlierer!
Das Vertrauen leidet im Moment am meisten, wenn man nur ein Ohr für die Schwarzseher hat und das ist auch logisch.
Ich halte mich auch an Fakten. Allerdings nur an die, die ich in meinem Betrieb finde und oder sonst für mich relevant sind. Nicht was mir von X-Beliebigen Journalisten oder gar im Internet eingehämmert wird nehme ich für bare Münze. Da könnte ich doch sofort bei "second-life" einsteigen. Heute hat die Virtualität scheinbar keine Grenzen mehr.
Wachtsumskritiker
Keine Ursache. Jemand musste den Alternativen Weg schliesslich auch mal zeigen. Man sieht. Probleme werden nicht neu erfunden aber die Lösungen sollte man auch nicht vergessen.
Habe selbst noch nicht in diesem Kreis mitgemacht, weil ich an der totalen Eigenständigkeit hänge und es heute bei mir noch funktioniert. Das Geschenk der Vorväter, die die Handels- und Gewerbefreiheit für mich und alle Bürger verbrieft haben und keine Krise rechtfertigt die freiwillige Aufgabe von etwas so wertvollem!
MfG
In letzter Zeit gibt es in diesem Blog ja vermehrt Unzufriedenheit und Forderungen an die Politik, bei den Managern endlich aufzuräumen, dank diesem Blog auch direkt an sie
.
Dies von Bloggern die keine politische Verantwortung tragen und nur inaktiv ihre Meinung zum Besten geben. Deshalb möchte ich Lizas Frage noch erweitern und sie fragen, ob diese Kommentare ihre Meinung beeinflussen oder sie sogar eine Verantwortung für diese Wut spüren?
Hat ein Bundesrat der einen Blog führt, dem Volk gegenüber eine grössere Verantwortung zu tragen als ein BR der keinen Blog führt oder muss er in schlechten Zeiten auch mal den Kopf hinhalten?
Kommst du da nicht etwas ins Grübeln?
Du schreibst:Klar die Fundis und Phantasten hier kümmert das kaum, die glauben wohl immer noch ihre staatlichen Sozialbezüge seien auf ewig sicher und Wohlstand entstehe über die Notenpresse!"
Und im gleichen Beitrag forderst DU die niedrigen Leitzinsen?!?!
Ist das Banker- Logik (und das meine ich nicht etwa böse)?
Gruss
Mr. Pink
Pubertierendes Geschwätz Köppels!
Pubertierendes Geschwätz und händeringende Rechtfertigungen: mehr ist es nicht was Köppel zustande bringt! Das Blatt bringt sich nun definitv selber um seine restanzliche Glaubwürdigkeit! Jahrelang wird das Hohelied des Libertarismus herausposaunt und Köppel und Engeler übertreffen sich wöchentlich mit Friedmannschen Maximen: Der freie Markt über alles - Den Staat zum Teufel ! Jetzt geht man mit der grössten Nonchalence über den schlimmsten Alptraum eines jeden Markt-Libertären hinweg, nämlich eine 70 Milliarden Staatsintervention an die grösste Bank! Hinterfragt wird weder das Paket, das nach dem alten Paulson Modell geschnürt wurde: Den Schrott an den Staat resp. Verluste sozialisieren! Das Brown Modell wäre ausgewogener! Auch die Casinospieler und Hasardeure um Ospel und Co. lässt man kritiklos entkommen! Der Zynismus Köppels kulminiert in der Einfügung das kommunistische Manifest werde wohl nicht die Lösung sein. Eine dumme machohafte Bemerkung und nichts weiter. Als ob Kommunismus je wieder ein Thema würde!
Wenn man die Berichte der letzten Jahre zur UBS zurückverfolgt, zeigt sich wie leichtgewichtig und boulevardig diese Postille ist! Nichts mehr als prozyklische Berichte finden sich zur UBS und Ospel. Die Lobhudelein kulminieren im Jahre 2006 und die Artikel: "Die hohe ^Kunst des Risikos" und "Drei Jahre Vorsprung", beide von C. Baumann zeugen davon, dass eben prozyklischer Windfahnen Journalismus betrieben wird und sämtliche Themata und Akteure der freien Marktwirtschaft weder hinterfragt, noch kritisiert werden!
Mit welchem krankhaften Eifer und mit welcher süffisanten Genugtung die Weltwoche den Sozialmissbrauch über 2 Jahre verfolgt hat, zeigt die Haltung des Blattes. Die Kleinen und die Schwachen, die keine Lobby haben, kann man ungehindert drangsalieren und an den Pranger stellen. Aber dass eine total aufgeblähte Bilanz einer UBS von gegen 3 Billionen CHF exorbitante Risiken und veritable Zeitbomben enthalten könnte, hat man natürlich nie hinterfragt!
Das Volk zahlt nun dafür die Rechnung und die wird noch viel grösser werden als die 70 Milliarden! Die Bilanzsumme der UBS beträgt per 30.9. immer noch über 2 Billionen CHF und enthält immer noch grosse Risikon, insbesondere im Hinblicjk auf eine tiefe Weltrezession. Spielt ja keine Rolle, der Staat oder eben wir das Volk wird’s ja dann richten und die Suppe auslöffeln! Der gleiche Staat, resp. das Volk den dieses Blatt weiterhin mit Füssen tritt und verhöhnt! (s. Engeler Berichte)
Für mich hat dieses Blatt längst jegliche Glaubwürdigkeit verspielt und einmal mehr das Credo: Schreiben was ist! zum reinen Zynismus verkommen lassen und sich einmal mehr entlarvt, für wen man schreibt und wessen Brot man isst! Das Grosskapital! und sicher nicht für’s Volk!
http://www.kultkino.ch/kultkino/besonde
2008-10-23 21:10:08
http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen
Ein muss!
Herzlichen Dank für diesen Hinweis! Eine eindrückliche, sachliche und umfassende Information über die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens.
Sie zeigt einen möglichen Weg aus dem gegenwärtigen System, welches uns Menschen zu Sklaven des Geldes macht. Einem System, in dem alles Tun am Geld gemessen wird und aktuell zu einer weltweiten Krise führt, die noch lange nicht ausgestanden ist - und wohl noch viel Leid erzeugen wird.
Absolut empfehlenswerte Investition in Bewusstseinserweiterung.
Schon erstaunlich, dass man dich hier noch freischalted.
Sollte wohl zur Qualitätssteigerung das Bundesrätlichen Blogs dienen... nach aller Kritik die in der "Weltpresse" zu diesem Blog geschrieben wird.
Mark, warum schreibst du nicht direkt an die Herren Köppel und Engeler einen Leserbrief was Sache ist und dass du das Rezept (bist du uns noch schuldig) zur Rettung der Erde hast?
Aber verschone uns doch endlich mit deinem Gejammer, denn das Leben für uns geht so oder so weiter.
Kaum zu glauben, dass die bei der UBS dich 30 Jahre ausgehalten haben. Haben sie dir einen goldenen Fallschirm geboten, dass du abgesprungen bist?
Kann ich mir gut vorstellen bei dieser Qualität der Postings die du hier reinstellst, da ist so was naheliegend.
MfG
http://www.solarserver.de/news/news-620
Diese Solarmodule schaffen nicht nur wertvolle Schweizer Arbeitsplätze, verstärken nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz in diesem zukunftsträchtigen Markt mit hohen Wachstumsraten, sie produzieren auch mehr Strom, als alle Schweizer AKWs zusammen - wobei mehr als genug Dachfläche vorhanden ist. Und finanziert werden können die verhältnismässig günstigen Schweizer Hightech-Fabriken letztlich über die Strompreiserhöhungen, welche momentan insbesondere für virtuelle Kosten aufgebracht werden müssen.
Über ein Viertel der Weltbevölkerung ist immer noch ohne Strom und wo noch kein Netz vorhanden ist, steht Photovoltaik an vielen Orten bereits heute nahezu konkurrenzlos da. Es wäre Schade, wenn die Schweiz dieses gewaltige Potential aus lauter Sorge um die arrogante Betteltante-UBS und ihre Boni, verpassen würde.
Die Schweiz wird auch in 10 Jahren Technologie aber keine Rohstoffe und keine staatsabhängige Banken gewinnbringend exportieren können.
Spar dir deine hämischen Bemerkungen und Belehrungen nach jedem meiner Posts! Dein Neid und Missgunst interessiert wirklich niemanden!
Meine Posts hier zum Thema Weltwoche sind auf dem Weltwoche Blog unter Köppel und Engeler nachzulesen.
Die Medien haben im UBS Debakel weitgehend versagt! Das finde ich wichtig festzustellen! Auch eine NZZ mit der grössten Wirtschaftsredaktion war nicht imstande die Situation richtig einzuschätzen und die Gefahren einer total aufgeblähten Bilanz zu sehen. Die libertäre Weltwoche protektiert das Grosskapital sowieso und ist das schmierige Propagandaorgan der Blocher SVP! Wenn die Printmedien immer mehr Kapazität und Know How abbauen müssen aufgrund der Konkurrenz der Gratiszeitungen, dann ist das kein gutes Omen! Wenn die Medien nicht mehr imstande sind mit Recherchierjournalismus alter Güte ihre Aufgabe wahrzunehmen, dann gehen wir schlechten Zeiten entgegen!
http://www.youtube.com/watch?v=55-A1-D3
3 Dinosaurs on the Financial Crisis:
Greenspan ....I was wrong! (Header)
Buffett ....An Economic Pearl Harbour!
http://www.youtube.com/watch?v=dLqXa8863_o
Soros ....Time for governments to take over
http://www.youtube.com/watch?
v=eLBh3vucKck&feature=related
Es war doch eigentlich schon lange klar, das so was passiert, doch die Gier war größer. Die Schuldfrage stelle ich nicht alleine den Managern die nahmen was Sie konnten, es war ja auch ganz Legal. Die Politiker haben es ja auch laufen lassen oder ihre Berater, die im Bundeshaus angestellt sind. Eigentlich wären Instrumente vorhanden, denn woher kommen die Lohnberechnungen von Bern?
http://www.lohnrechner.ch/usage/branche.php?l=D
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/04/blank/key/lohnstruktur/kaderloehne.html
Wie ich man ersehen kann werden sind die Durchschnittlöhne vorhanden, doch wieso brauchen die Manager so viel, was machen die damit, kaufen die statt 1 Auto 100 wie kommt das Geld zurück in den Markt. Kaufen die so viel ein, dass die Wirtschaft Wächst. Vermutlich nicht wie auch, daher sind die Millionenbeträge für die eigentlich nur zum Schaden für uns alle. Wenn diese Leute was Kaufen, dann Luxus den sich viele gar nicht Leisten können. Doch diese Artikel sind ja auch nicht nötig zum Leben, bin der Auffassung, dass das was der Mittelstand als Lohn hat, eigentlich ausreichen sollte. Mit Weiterbildung und Fleiß hat man ein gutes Leben, doch wenn alles teuerer wird und man sich Sachen nicht mehr Leisten kann, nur weil es zu viele Luxus Artikel gibt, die sich nur die Manager Leisten können, stimmt doch unser System nicht mehr.
Es muss also Wirklich Grenzen nach oben geschaffen werden, auch nach unten. Selbstverständlich soll wer sich Ausbildet und Weiterbildet und Leistung Erbring, auch Belohnt werden, das wird ja in der Industrie und andern Brachen mit den all Jährlichen Mitarbeitergesprächen schon gemacht. Leider bei den Abzocker nicht, daher müssen dort die Gesetze leider geschaffen werden, da diese die Grenze nicht mehr sehen, Wahrscheindlich sind die Global abgehoben.
Danke für den Hinweis. Ich habe mal in der "Weltpresse" nachgeschaut und dich sogar gefunden. Die Reaktionen auf deine Posts dort hab' ich schnell überflogen.
Also mein Fazit:
Wenn man ein Verständlichkeitsproblem hat, sollte man das erst mal bereinigen. Dafür gibt es einschlägige Institutionen wie man weiss. Nur keine Hemmungen mache davon gebrauch. Kläre das mit deiner Kasse, vielleicht übernimmt sie die Kosten und es kann auch dir helfen.
Oder vielleicht beginnen wir lieber gleich mit der Therapie, denn hier kann dir auch geholfen werden und erst noch gratis.
Koordiniere deine Ideen und stelle sie Verständlich dar.
Bis jetzt wissen wir, dass du 30 Jahre bei der UBS als Jahrhunderttalent verkannt warst und heute unter Entzugserscheinungen leidest. Heute bist du Selbständig (aber ob du den Lohn selbst erarbeitest ist aus deiner Aussage nicht erkenntlich ).
Papierschieben kann zur Sucht werden wie es mit grösster Wahrscheinlichkeit bei dir passiert ist. Wahrscheinlich ist auch jahrelanger angestauter Frust die Ursache deines Dilemmas.
Mark, Blogs sind ursprünglich als Tagebücher gedacht worden, aber wie man sieht kann man sie und unter anderem auch die Foren als Therapiesandkasten verwenden!
Gehen wir einige Schritte deines Lebens zurück. Vielleicht magst du dich erinnern, wie du als kleiner Junge mit deinen „Gspänli“ im Sandkasten Schlösser und Burgen gebaut hast. Nein?
Ach man hat sie dir immer zerstört? Dein Schloss, deine Burg alles flach gelegt? Ach du versuchst es jetzt im Internet! Ja, ja.. ich verstehe. Gut wir helfen dir. Was darf es denn sein? Burg oder Schloss? Du entscheidest dich für das Schloss. OK kein Problem. Wir erledigen das für dich. Was? Eine Prinzessin muss her? Für was denn? Glaubst du, du könntest sie glücklich machen? Nein, nein, das lassen wir mal lieber. Vielleicht später.
So Mark, genug für heute. Überlege, was wir bei der nächsten Lesung aufarbeiten können, vielleicht gehen wir auf deinen Wunsch ein. Aber sei gewarnt der Entscheid liegt bei uns. Wir sind die Therapeuten von BR Leuenbergers Gnaden.
MfG
P.S. mirosch ist nicht Floh! Aber der kann auch helfen ;-)
Heidernei.. goths'no?
Kannst du Floh nicht von mirosch unterscheiden? Da sagt man nichts weil ich zuzeit auch statt bloggen arbeiten muss, und nun prollt der Mark irgendwelchen Blödsinn von Weltwoche und Gratiszeitungen hier rum...
Weisst du was: MARK(ieren) wir hier einen PUNKT!
Deine vorangegangenen Kommentare und die Art und Weise wie du hier schreibst entlarfen dich in doppelter Hinsicht.
1: Selbstständig kansnt du gar nicht sein, in meiner Zeit als Selbstständiger hätte ich nie im Leben auch nur den Bruchteil der Zeit gehabt um mich so ausführlich in Blogs rumzutreiben,
2. ist dein Komunikationsstil fern ab von sachbezogener und Diskussion. Ein guter Unternehmer geht hier in anderem Ton zur Sache, denn man weiss, dass die Schweiz und somit der Markt klein ist, und es sofort möglich ist, dass ein Kunde über den Weg läuft, mit dem man vorher kommuniziert und das gar nicht wusste...
Ich habe vielmehr das Gefühl dass es sich bei dir um einen Kandidaten handelt der seinen Frust über eine alte Geschichte rauslässt, könnte es sein dass der MARK bei der UBS nicht gekündet hat sondern GEGANGEN worden ist? Das würde viel aus dem HASS erklären welchen in deinen Posts stecken. Und noch was: wenn du schon 30 Jährchen bei der UBS Akten verschoben hast, wärst du blöd dich doch nicht pensionieren zu lassen, du hättest dich nach der (zb vorzeitigen) Pensionierung auch wieder selbstständig machen können,
Mark bei deinen Beiträgen stimmt zu viel nicht du verräts dich selber, das kannst du mit noch so viel Fachbegriffen rumwerfen, man ist am Ende was man tut und nicht was man spricht...
So und nun die Frage: TUST DU WAS? oder prollst du nur rum?
Mirosch
PS: Gruss an Floh
Eine Schweinerei. Ihr seid ein Haufen Taugenichtse.
Jetzt spricht man in der Schweiz und in der Arena im SFDRS über Manager- Löhne und Bonuszahlungen, statt über die wahren Probleme.
Hätte man die Schei** UBS zugrunde gehen lassen, wären diese Diskussionen überflüssig und man könnte sich aufs Wesentliche konzentrieren.
Es scheint, man versucht hier wieder von den wahren Problemen ablenken.
Es grüsst
Mr. Pink
P. S: Ich möchte einen CS- Banker folgendes fragen: Wie fühlt man sich, wenn man einen staatlich garantierten Arbeitsplatz hat?
http://www.americanthinker.com/2008/10/
Falls Obama verliert, ist es sicher nicht wegen seiner Hautfarbe!
Ich stimme Ihnen zu! Ich finde sie haben Commonsense - gesunden Menschenverstand.
...diesmal habe sie gar nicht von den Kreuzfahrtschiffen gesprochen;-)
Vielen Dank für den link - super!
Wahnsinnig originell zu behaupten man sei nicht der gleiche wenn sich die zwei Posts im 8 Minuten Tackt folgen!
Post Floh 15:10:46
und Post mirosch 15:10:54
Haben Lügner, Feiglinge und Verleumder auf diesem Blog wirklich etwas verloren Herr BR Leuenberger?
Wer ständig meint er könne in meinem Privatleben herumstochern und hier verluemderische Mutmassungen in den Blog stellt, muss selber ein grosses Problem haben mit seinem eigenen Versagen!
Ich bin der letzte, der hier irgenjemandem Rechenschaft schuldig wäre über irgend einen Aspekt meines Privatlebens!
Wenn die Belästigungen nicht aufhören, werde ich veranlassen, dass diese Blogger gesperrt werden! Weitere rechtliche Massnahmen wegen Verleumdung, übler Nachrede und Nötigung behalte ich mir vor!
Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Blogbetreiber den Namen eines anonymen Bloggers meinem Anwalt hätte preisgeben müssen. Ich bin einer der ersten Blogger der einen anonymen Blogger erfolgreich wegen Verleumdung eingeklagt hat! Die Rechtsauslegung istnun auch in der Schweiz so, dass ein Blogger genau gleich behandelt wird wei ein Journalist! Das ist umso notwendiger, da die Blogkultur nirgendwo auf der ganzen Welt so verludert und kriminell ist wie in der Schweiz! Ich blogge seit Jahren auf den wichtigsten amerikanischen Blogs und bin noch kein einziges Mal von irgendwelchen Spinnern, Neidern oder Durchgeknallten angfixt worden. Offenbar meinen immer noch zu Viele in der Schweiz die Anonymität des Internets erlaube jede Feigheit und Entgleisung! Das gilt es zu stoppen! Wenn das der Blogbetreiber nicht nicht kann, dann macht es in schweren Fällen der Richter!
Ich erwarte eine Entschuldigung oder ich werde die Angelegenheit weiterziehen!
Es ist zwar bedauerlich, dass die Krise sich nun weiterzieht und verbreitet, aber VÖLLIG NORMAL und vor allem vorhersehbar. Auch nach der 2. Sturmfront ist nicht fertig, der nächste Zyklon wird noch heftiger. Denn die "Täter" merken nur, dass sie ab jetzt andere Tricks, Politiker und Schlupflöcher benützen müssen.
OHNE SYSTEMÄNDERUNG WIRD SICH NICHTS ÄNDERN.
Sorry Ueli Schäfer, Realist zu sein (oder wie Sie fühlen schwarzmalerisch und ausweglos) ist verdammt undankbar.
Zweckpessimisten wie ich sind aber sehr glückliche Leute. Sie erleben am meisten positive Überraschungen...
Wie kommen Sie zum Schluss, dass falls Obama nicht gewählt würde es nichts mit seiner Hautfarbe zu tun hätte?
Ich habe den Artikel gelesen und auch einige der Kommentare dazu. Rassimus pur.
Mit freundlichem Gruss
Max Manhart
Weil...
- das Ziel, die Energieeffizienz zu erhöhen, zu mehr Wirtschaftswachstum führt. Denn durch mehr Effizienz wird der Energieverbrauch billiger. In der Folge wird z.B. mehr und weiter gefahren, die Distanz zwischen Wohnung und Arbeitsplatz könnte noch grösser werden, da Mobilität durch mehr Effizienz billiger wird. Anstatt den Verbrauch von Autos zu senken, werden grössere und schwerere Autos verkauft. Auch in der Industrie führt mehr Effizienz nicht zwingend zu weniger Emissionen, sondern zu einer gesteigerten Produktivität..
- die Öl- und Gasindustrie weltweit mit 311 Mia. Dollar subventioniert wird (Quellen: -Oil Change International, Stern-Bericht). Des weiteren forderten manche Politiker, welche eine Reduktion der Emissionen fordern, ebenfalls eine Erhöhung der Erdölfördermenge! Irgendwie schizophren, nicht?
- der Emissionshandel sein Ziel verfehlt: Z.B. können chinesische Fabriken, welche giftige Gase aus Kühlmitteln eliminieren, mit dem Verkauf von Zertifikaten viel Geld verdienen. Dadurch entsteht ein Anreiz, viel Kühlmittel zu produzieren! Zwar gibt es einzelne sinnvolle Projekte im Emissionshandel mit Entwicklungs- und Schwellenländern (dieser wird auch Clean Development Mechanism genannt). Obwohl dieser Handel "clean" im Namen hat, mussten Umweltorganisation noch einen "Gold-Standard" für wirklich saubere Projekte schaffen, da die verantwortlichen Rating-Agenturen nicht genau hinschauen. Der freie Markt richtet es nicht, da individuelle Gewinnmaximierung auch zu Korruption und Betrug führen kann.
- erneuerbare Energien die nicht erneuerbaren oft nicht ersetzen, sondern zusätzlich genutzt werden.
- die "Kompensation" von Treibhausgasen nicht dazu führt, dass weniger Treibhausgase ausgestossen werden, sondern einfach keine zusätzlichen. Eine Reduktion findet dadurch nicht statt. Zudem führt eine Kompensation z.B. von Flugreisen dazu, dass keine Bewusstseins- oder Verhaltensänderung stattfindet. Das Gewissen bleibt rein, der nicht-nachhaltige Lebensstil kann beibehalten werden, das Problem wird ausgelagert.
- um Klimaziele zu erreichen oder deren Erreichen vorzugeben, häufig geflunkert wird oder ungeeignete Angaben gemacht werden. So wird die Energie, welche von Schweizern in anderen Ländern verbraucht wird (z.B. für Ferienreisen oder Produkte aus dem Ausland), nicht der Schweiz zugerechnet. Manche Firmen lagern ihre energieintensive Produktion in Länder aus, wo billiger produziert werden kann. Der Schweizer kann dann auf die "bösen" Chinesen zeigen und weiter seinem Luxuslebensstil frönen.
- schlechte Lösungen propagiert werden, nur weil diese scheinbar einfach sind und somit gut ankommen. Z.B. wird das "Bio"-fuel v.a. in den USA als besonders klimafreundlicher Treibstoff propagiert. Dabei ist die Umweltbilanz höchstens bei Treibstoffen aus Abfällen positiv. Zudem ist auch hier möglich, dass die neuen Treibstoffe die alten nicht ersetzten, sondern zusätzlich verbraucht werden. Des Weiteren ist es äusserst problematisch für den Welthunger, wenn aus Nahrungsmitteln Treibstoffe gewonnen werden oder auf Flächen, wo nun kein Getreide mehr angebaut werden kann. Eine andere schlechte Lösung ist die Förderung von Atomenergie. Auch Uran ist ein nicht erneuerbarer Rohstoff. Der Uranabbau verursacht heute schon einen grossen CO2-Ausstoss. Würde man die Energiegewinnung aus Kohle und Erdöl durch Atomenergie ersetzen, bräuchte es eine Vervielfachung der Atomkraftwerke. Dies führte zu einer Verknappung von Uran, einer viel energieintensiveren Urangewinnung, einer Verteuerung von Atomstrom. Weitere Gefahren bestehen in einer Kernschmelze wie in Tschernobyl sowie im radioaktiven Abfall, von welchem nach 24'000 Jahren immer noch die Hälfte weiterstrahlt (Halbwertszeit von Plutonium 239). Weitere "Lösungen" kommen aus dem Geo-Engineering. Dabei handelt es sich um futuristische Projekte, wie z.B. Düngen der Weltmeere, welche dadurch mehr CO2 binden sollen. Die Folgen für die Umwelt sind dabei aber nicht abschätzbar.
Och, jetzt spielst du die beleidigte Leberwurst wenn die dein eigener Kommunikationsstil vor die Nase gehalten wird. Und stellst dich plötzlich hinter Vater Staat, mit der Überzeugung "ich schon, der nicht"
Das ist schon fast zum Lautlachen...
Es erübrigt sich hier weiterer Kommentar..
Ja mein lieber Mark, eröffne ein Theater, wenn du ein wenig kreativ bist findest du meine Adresse auch ohne Adminhilfe raus, das Zeitalter von Google scheint bei der Bankenwelt noch nicht ankommen zu sein, kein Wunder geht die Branche den Bach runter..
PS ADMIN: keine Problem Sie können gerne bestätigen dass meine IP nicht mit der von Floh übereinstimmt ... (sofern Floh dass auch möchte vorausgesetzt.. )
Papa schwingt den Drohfinger (dies nachdem er schon ganz übel Ohrfeigen und Haue verteilt hat)...
voll einverstanden! Wir und BR ML kommen sicher wieder darauf zurück, dann musst die dieses Posting dann wiederholen.
Es ist genau das gleiche Scheuklappen-Verhalten wie bei der Finanzkrise:
Anstatt aus Schaden klug zu werden und die fundamentalen Systemfehler anzugehen (oder schon nur darüber zu reden), kauft man sich mit Pseudolösungen bestenfalls etwas Zeit (abwenden von Recolutionen und Verschieben der Probleme auf unsere Nachkommen) und verschafft sich dadurch die Selbsttäuschung, etwas gemacht zu haben.
In den Kommentaren habe ich auch widerliche rassistische posts gesehen, im Artikel jedoch nicht.
Es geht im Artikel unter anderem darum, dass Millionen von WählerInnen eine Bewegung (PUMA, Democrats for Principle before Party, Confluence und viele andere)ins Leben gerufen haben, um auf die exorbitante Frauenfeindlichkeit und sexistischen Angriffe auf Hillary Clinton, und jetzt auf Sarah Palin, vor allem aber auch auf den multiplen Wahlbetrug der Obama Kampagne und des DNC in den Primärwahlen bis hin zur Convention der Demokratischen Partei, aufmerksam zu machen.
Millionen von WählerInnen gehören dieser Bewegung an, sie haben alle gemeinsam, ihre Stimme NICHT für Sen. Obama zu geben, weil er sich nie gegen diese Frauenfeindlichkeit geäussert hat, sondern sie im Gegenteil subtil unterstützt und weil sie ihm wegen des Wahlbetrugs nicht vetrauen. Die einen wählen McCain, andere wählen "blank" und noch andere einen dritten KandidatIn.
Das hat mit Rassismus und Parteien nichts zu tun, sondern es ist eine Art Revolution gegen die Frauenfeindlichkeit, die in diesem Wahlzyklus ein unakzeptables Ausmass erreicht hat. Diese Millionen könnten die Obama Neuregistrierungen aufheben und den Ausgang der Wahl erheblich beeinflussen.
Ich bin sehr für Systemänderung und würde gerne von Ihnen hören, was Sie sich darunter vorstellen. Persönlich glaube ich, dass grundlegende Systemänderungen im Zusammenleben der Menschen mit den geschichtlichen Epochen zusammengehen. Das Mittelalter hatte ein anderes System als die Neuzeit, die Moderne ein anderes als diese.
Auch glaube ich, dass jede Epoche mit einer Grundlegung beginnt, mit wichtigen Traktaten (etwa den Schriften von Rousseau für uns) und ersten Rechtssetzungen, wie den Verfassungen und Gesetzen der Vereinigten Staaten oder der Schweiz (ein wenig Chauvinismus ist erlaubt). Da diese ursprünglichen Rechtssetzungen notwendigerweise einseitig und durch die Rechtssetzenden bestimmt sind, kommt es dann zu einer oder mehreren Reformationen (in unserer Zeit wohl Sozialismus und Kommunismus), die mehr oder weniger erfolgreich sind, zu Gegenreformationen (etwa dem Neoliberalismus der Neunziger Jahre etwa) und (wahrscheinlich mehreren, einander folgenden) Restaurationen (eine beginnt vielleicht gerade), die versuchen, das System zu reparieren.
Wo wir uns unterscheiden, ist wahrscheinlich, wann diese nächste Systemänderung (wenn nicht andere, noch grössere Ereignisse den Fahrplan durcheinander bringen) eintreffen wird. Ich glaube, sie wird mit dem Versiegen unserer wichtigsten Wirtschaftgrundlage, den fossilen Energiequellen, zusammentreffen. Dies dürfte, da wir über mehrere Restaurationen hinweg auch Energie zu sparen und zu substituieren lernen, in etwa 100 - 150 Jahren der Fall sein.
Auch glaube ich, dass die Reformation der früheren Epoche auf Umwegen zur Bewusstseinsänderung der späteren führen wird. Wir würden also, wenn wir soweit sehen und so lange leben könnten, ein kooperativeres System vorfinden, das das Individuum stärker in die Gemeinschaft integriert. Ich finde in diesem Zusammenhang Migros und Coop sehr interessant. Vielleicht sind da (ich sehe die Exzesse auch, ich bin nicht blind) reformatorische Gemeinden am Werk, die Keimzellen von etwas Neuem sind.
Rückblickend wird man wahrscheinlich sagen, dass wir, im Gegensatz zu den Revolutions- und Weltkriegsgenerationen, in sehr glücklichen Zeiten gelebt haben.
Ich freue mich, Ihre Ansicht zu hören.
Als Südschneiser habe ich etwas Mühe mit dem Primat der Politik. Mir wäre ein Primat des Rechts lieber.
Politik ist doch der Streit um das Wünschbare und Mögliche. Die Politik hat zum Primat der Marktfreiheit geführt. Sie kann, falls die Waage auf die andere Seite kippt, zum Primat der Marktsteuerung (dem wirklichen Antipoden der Marktfreiheit) führen. Wie das Beispiel des Ostblocks zeigte, kann aber auch die Marktsteuerung eine kleine Gruppe Marktmächtiger privilegieren.
Besser wäre, das Recht (das, was auch nicht selbstverständlich ist, hier für alle gleich ist) so zu ändern, dass Fehlsteuerungen ausbleiben. Denkbar wäre, dass das Aktienrecht den Aktionär, der als Eigentümer der Firma gilt, tatsächlich als Eigentümer behandelt, der für die Firma, deren Aktien er besitzt, wie ein Eigentümer haftet und nicht nur das eingeschossene Kapital verliert. Denkbar wäre aber auch, dass er, der Aktionär, nur Spekulant ist, und die Firmenleitung die Funktion des Eigentümers (mit allen Folgen) übernimmt.
Jetzt haben wir, so scheint mir jedenfalls, ein unvollständiges Recht, bei dem sich alle Einzelnen von der Verantwortung drücken können, sodass die Gemeinschaft (der "Staat") im Versagensfall übernehmen muss.
2008-10-25 23:51:28
Als Teilnehmerin hier bin ich mit gemeint wenn Sie @forum schreiben.
Ich verstehe weder wofür ich mich entschuldigen soll, noch was Sie so wütend macht, dass Sie sich genötigt sehen, Anwälte einzuschalten.
Tatsache ist, dass Sie derjenige sind, der Blogteilnehmer ausspioniert (Stäubli), als Trolle, Heuchler, Lügner, Feiglinge, Verleumder, Exibitionisten, Plage, usf bezeichnet und sie der Unkenntnis, Inkompetenz und Weltfremdheit bezichtigt.
Sie beklagen sich über (verleumderische) Mutmassungen bez. Ihrem Privatleben. Tatsache ist, dass sich hier wahrscheinlich kaum einer für Ihr Privatleben interessiert. Sie selber provozieren Mutmassungen, indem Sie Privates ausplaudern: Sie sind Ökonom und Banker, haben über dreissigjährige Erfahrung im Bankgschäft, arbeiteten dreissig Jahre bei der UBS, sitzen im Stiftunsrat einer Pensionskasse, besitzen Aktien von Nestlé und Roche, bloggen im Weltwocheblog … und so fort.
In unserer komplex gewordenen Welt gibt es zum Glück noch Dinge, die einfach sind und deren Gültigkeit Bestand hat. Zum Beispiel dieses Sprichwort: Wie man in den Wald ruft, so tönt es zurück – oder: Das Lächeln das Du aussendest, kehrt zu Dir zurück.
Also mal Sachte mit der kollektiven Anschuldigung. Weiter geht’s mit der Aufarbeitung deines Dilemmas. Du wünscht es anscheinend.
Nochmals weil du anscheinend schwerlich verstehen kannst, dass wir zwei (du und ich!) nicht die einzigen im Bundesrätlichen Blog gewissen Gedanken freien Lauf lassen:
Floh und mirosch sind NICHT dieselbe Person !!!
Wie kommst du überhaupt dazu diesen Blog als Forum zu betrachten mit deiner Pauschalen Warnung: „@ Forum“ ?
Wenn du mal genauer hinschauen würdest, könntest sogar auch du erkennen, dass das hier ein Blog ist und NICHT mal DEINER. Wir sind hier als Gäste zugelassen, was uns einem gewissen Anstand gegenüber dem Gastgeber verpflichtet.
Was soll das?
„Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Blogbetreiber den Namen eines anonymen Bloggers meinem Anwalt hätte preisgeben müssen. Ich bin einer der ersten Blogger der einen anonymen Blogger erfolgreich wegen Verleumdung eingeklagt hat!“
Soll ich das als Drohung auffassen? Ist das nur eine Drohgebärde wie beim Balzenden Pfau? Oder ist das dein Job? Provozieren im Internet bis zum „corpus-delicti“ und im Nachhinein den Anwalt zum kassieren der Genugtuung losschicken?
Was meinst du könnten die Herren Köppel und Engeler nach deinem Posting (2008-10-24 19:19:51) in diesem Blog , von wegen Diffamierung von dir denken?
„Weltwoche Kritik zum Zweiten“
Gedenkst du hier einen Pranger gegen dieses Blatt einzurichten in der Hoffnung, dass es den Betrieb einstellen wird.
Mark, das hier ist ein Blog!
„Haben Lügner, Feiglinge und Verleumder auf diesem Blog wirklich etwas verloren Herr BR Leuenberger?“
Ich glaube, das liegt im ermessen des Herrn BR Leuenberger zu urteilen ob ein Post von mutmasslichen Lügnern, Feiglingen und „Verleumdern“ freigeschaltet wird oder nicht. Er hat jedenfalls die Grösse auch die ihm gegenüber kritischen Meinungen gelten zu lassen. Da kannst du mal ein Beispiel nehmen , lieber Mark.
Wir haben eine Meinungsfreiheit in der Schweiz, die verbrieft ist und Kultur hat. Da dürften uns gewisse Länder beneiden. Mimosen sind als Pflanzen schützenswert und wenn man mich fragt, ist genau das der springende Punkt. Im Internet sind die Mimosen zu vernichten, denn nur die starke Pflanze kann hier überleben. Die Stärke zeigt sich beim relevanten Inhalt einer jeder „Pflanze“.
Mark, ich habe ein Bild von dir über die Fakten, die DU uns hier gegeben hast und dein expressiver Stil sagt zudem einiges über dich aus.
„Ich erwarte eine Entschuldigung oder ich werde die Angelegenheit weiterziehen!“
Meinst du jetzt mich, oder Herrn BR Leuenberger?
MfG
P.S. Niemand ist Anonym im Internet! Was zeigt, dass wir alle nicht Niemand sind ;-)
Gruss an mirosch
http://194.209.226.170/pdfarchiv%5Cbund
Antwort auf Frage von Ueli Schäfer.
Vermutlich sind Systemänderungen nur durch Einsicht, Revolution oder Katastrophen erreichbar. Ich setze mich fürs erste ein.
Wenn das erste fehlt, kommt das zweite vielleicht, das dritte sicher.
Sie lesen ja auch schon länger mit. Trotzdem hier wiedermal der Versuch einer Zusammenfassung meiner Vorstellungen:
0. Der Mut zur DEMUT, die man sich aus Philosophie, Sozialkompetenz oder auch Religion "holen" kann. (Hatte ich bisher nicht erwähnt, ist nicht zwingend, aber eine günstige Voraussetzung).
1. EINSICHT, dass unsere Welt physikalische und biologische Grenzen hat.
2. EINSICHT, dass ein Wirtschaftssystem zum Scheitern verurteilt ist, dessen Basis und Hauptziel es ist, die Zahl hervorgebrachter und konsumierter Güter und Dienstleistungen unaufhaltsam zu vergrössern.
3. EINSICHT; dass allfällige "Bereinigungsmechanismen", welche einige auch hier postulieren, nur unter absolut menschenUNwürdigen Bedingungen ablaufen (Krieg, Genozid), und noch nie zu einem absoluten Rückgang der Belastung des Planeten geführt haben.
4. EINSICHT, dass es ein fataler Fehler ist, auf jene 99,9% Politiker, Machthaber und Wirtschafts"führer (!)" zu hören, welche (wie auch jetzt wieder) irrigerweise Konjunkturprogramme, Deregulierung, Lohnerhöhungen oder Wachstumspakete fordern!
5. Diese Einsichten verbreiten. Soweit möglich versuchen, nach diesen Einsichten zu leben. NACHHALTIG.
Geld als Tauschmittel betrachten. Arbeiten für Geld. Nicht Geld haben und den Banken zu glauben, es arbeite für uns!
Bis hier ist es "privat", einfach machbar. Ohne Zwang, ohne Gesetze, ohne Staat, ohne Wirtschaft, ohne Freiheitsverlust, ohne jemandem weh zu tun!
Wie ich weiss und ständig zu lesen bekomme, werde ich allein schon deswegen belächelt oder beleidigt, obwohl noch keiner die Punkte 1-3 bestritten hat.
6. Aufhören, Politiker zu wählen, welche die Eigenschaften 0-4 nicht auf sich vereinigen.
7. Die ökonomischen Lehrstühle mit Menschen besetzen, welche diese Einsichten in ihre Lehre einzuflechten fähig sind.
8. Die ökonomische Forschung beauftragen, Prinzipien und Systeme etablieren zu helfen, Nationalfondsprojekte
Ich gebe zu: beim ersten Punkt habe ich mich noch zu wenig im Griff, wenn ich mich von gewissen Schlaumeiern hier provoziert fühle.
Und sicher kann ich hier nicht in zwei Wochen ein pfannenfertiges Modell präsentieren, für dessen Entwicklung und Test es wohl Jahrzehnte braucht, sonst wäre ich ja schon Nobelpreisträger.
Bei welchem Punkt löscht es Ihnen ab?
Natürlich kann man auch einfach warten, und nach dem "Prinzip Hoffnung" denken, die Einsicht oder Wende komme irgendwann automatisch, und man überlebe das unbeschadet.
Ich halte mich ans "Prinzip Verantwortung", wie es der Philosoph Hans Jonas für diverse Fortschrittsbereiche (Nukleartechnik, Medizin) formuliert hat (und wie des das Vorsorgeprinzip im Umweltrecht bereits in kleinem Umfang tut): Das heisst, sich schon jetzt dafür einzusetzen, das Abwendbare abwenden, das Undenkbare denken!
Technischer Fortschritt und auch Effizienzssteigerung führte und führt immer zu Wirtschaftswachstum, also absolut gesehen zu Mehrverbrauch an jeglichen Ressourcen, wie auch "map" vorhin richtigerweise festgestellt hat. (Aktuelles Beispiel: nutzlose Sommerzeit.)
In der Ökonomensprache sollte dies unter Rebound- und Backfire-Effekt bekannt sein (der "Erfolg" schiesst zurück).
Wenn die Grenzen des Wachstums erreicht sind (global Footprint grösser als 1, wie je nach Datenbasis seit ca. 1975-90), führt der weitere technische Forschritt höchstens noch zu einer Verzögerung des destruktiven Prozesses, aber niemals zu einer Trendwende.
Zwei sehr gescheite und klare Zeitungsartikel dazu hier. oder oben im Link.
2008-10-26 12:44:20
Sie haben Wachstumskritiker um eine Stellungnahme, was er unter einer Systemänderung versteht, gebeten. Ich erlaube mir, mich zu diesem Thema zu äussern.
Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise ist offensichtlich, dass eine Systemänderung des Systems „freie Marktwirtschaft“ ansteht.
Systeme werden aufgrund verschiedener Ursachen instabil. Sie kollabieren – was gegenwärtig im Finanzsektor geschieht – wenn ein bestimmter Punkt überschritten wird. Was genau und wo dieser Punkt ist, weiss ich nicht. Ich vermute, dass je nach System um das es sich handelt, ein anderer Trigger (Auslöser) besteht. Vielleicht wissen Physiker, Biologen, Kybernetiker, etc. mehr darüber …
Klar ist, Sie können keinen Turm beliebig hoch bauen – er wird ab einer bestimmten Höhe unstabil. Sie können nicht beliebig viel Wasser aus einem Fluss ableiten, ab einer bestimmten Menge verändert sich das Ökosystem darin. etc.
Meines Erachtens ist es der Punkt des Übermasses, der zur Destabilisierung eines Systems führt. Beispielsweise: zu viel Unterdrückung führt zu Revolte, zu Putsch, und gefährdet das politische System; zuviel Stress führt zu Fehlleistungen, Burn out eines Menschen und gefährdet seinen Organismus; zuwenig Eigenkapital führt Überschuldung und führt zu Zahlungsunfähigkeit; zuviel Risiko führt zu Unfällen, Tod, Absturz …
Die Destabilisierung eines Systems bedeutet aber noch nicht dessen Änderung. Die Destabilisierung zeigt nur ein Ungleichgewicht aufgrund eines Übermasses an. An diesem Punkt stehen wir m.E. bez. Finanzmarkt- und Wirtschaftssystem. Destabilisierung ist nicht per se schlecht. Sie birgt die Chance der Änderung in sich!
Eine System-Änderung von menschgemachten Systemen, kann m.E. nur durch Umdenken stattfinden. Umdenken aufgrund von Einsichten, die wiederum aufgrund von Erfahrungen gewonnen wurden. Man könnte das auch Bewusstseinsänderung nennen.
Das heisst, das System der freien Marktwirschaft, die das gegenwärtige Finanzmarktsystem ermöglicht hat, ist instabil und bietet nun also die Chance einer System-Änderung.
An diesem Punkt stehen wir, wo die Möglichkeit besteht, durch Einsichten und Bruch mit dem herkömmlichen marktwirtschaftlichen Denken und Handeln das System zu ändern. Nun wird aber von Seiten der Wirtschaft und Politik alles Mögliche um jeden Preis unternommen, um das in Agonie liegende Finanzmarktwirtschafts-System zu erhalten. Das System wird unterstützt und die fällige Systemänderung hinausgezögert. Der Gedanke, dass das System, welches auf Konsum und Verbrauch basiert falsch sein könnte, ist in den Köpfen noch nicht angekommen.
Systemänderungen fangen mit dem Denken, der Bewusstseinsänderung an. Als Beispiel sei die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens genannt. Siehe http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen. Unser lineares Denken, welches die Dinge hauptsächlich nach ihrem monetären Wert beurteilt, hat nur schon Mühe mit der Vorstellung, dass ein Mensch überhaupt bedingungslos Geld erhalten soll. Dass ein Mensch, der bedingungslos Geld erhält arbeiten will, scheint unvorstellbar …
Weil wir uns ganz offensichtlich weigern, aus den Erfahrungen zu lernen, die wir gegenwärtig in Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft machen, weil wir die gewonnenen Erkenntnisse nicht auf andere Systeme übertragen und nur marktwirtschaftlich denken, kommt es zu dem, was map 2008-10-26 10:12:32 beschreibt. Er/sie erwähnt sinngemäss, wie das marktwirtschaftliche Denken Systemänderungen verhindert und vorgeschlagene Lösungsansätze oft gar das Gegenteil von dem bewirken, was angestrebt wird.
Systemänderungen werden denn auch eher nicht durch Gesinnungswandel von Politikern und Wirtschaftsbossen initiiert, sondern durch massiven äusseren Druck in irgend einer Form, der wohl noch weiter zunehmen wird.
Danke Liza und Floh für eure Entgegnungen an den Wüterich.
Danke für Ihre Antworten. So macht bloggen Spass.
Ich melde mich gegen Abend.
Krugman ist natürlich diesjähriger Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften! (und nicht Literatur)
Mit der Bandbreite von Einsicht bis Katastrophe bin ich einverstanden. Es gibt aber viel mehr Zwischentöne.
0. Ich schätze seit meiner RS (lange her) Lao Tse, am besten in der Übersetzung von Viktor von Strauss im Manesse Verlag (antiquarisch).
1. Physikalische Grenzen allgemein und für die Biologie ja, aber Grenzen der Biologie nein, da die Evolution des Lebens weitergeht.
2. So wie sie es schreiben ja.
3. Ja
4. Das finde ich schwarzgemalt. So schlecht sind sie nicht.
5. Ja, aber nicht zuviel moralisieren.
6. Das ist gar nicht so einfach, da nicht alle Politiker sein wollen, obschon es Politiker braucht.
7. Gibt es die, wenigstens teilweise, nicht schon jetzt ?
8. Wenn Sie einen wirklichen Wandel wollen, müssen Sie mit Philosophen und Dichtern beginnen. Zuerst muss das Neue denkbar und vorstellbar sein, bevor es beforscht werden kann.
Das Bild des Footprints gefällt mir nicht. Ich finde, dass es den Wandel ausblendet.
Damals, als ich drauf hinwies, dass es "Grenzen für das Wachstum", nicht "Grenzen des Wachstums" heissen sollte, haben Sie mir zugestimmt. Vergessen ?
Interview und Artikel sind redlich aber auch etwas ausweglos. Ohne Begeisterung gibt es keine Veränderung zum Guten, höchstens Stagnation und Resignation. In 100 Jahren mit 2000W/Person und viel Recycling besser als heute zu leben, finde ich hingegen erstrebenswert.
(Ich diskutier gern weiter.)
Ich glaube nicht, dass eine grundlegende Änderung des Systems im Sinne meiner gestrigen Antwort an Wachstumskritiker bevorsteht. Dafür funktioniert es noch zu gut und gibt es noch zu viele, die zum jetzigen System hinzukommen (Stichwort Schwellenländer) und dafür arbeiten wollen. Es wird eine Restauration geben. Weitere werden folgen.
Ihre moralische Position, die Einsicht und Gesinnungswandel verlangt, verstehe ich gut. Sie ist mir schon in unserem Austausch über die Lebensvorstellungen Ihres Sohns (grüssen Sie ihn wieder einmal von mir) aufgefallen. Sie funktioniert für den Einzelnen. Für die Gemeinschaft glaube ich nicht daran. Sie braucht, wie sie am Ende Ihres Posts selbst feststellen, klare Fakten und Ziele und reale Bedingungsänderungen, die auch Träge und Unwillige mobilisieren.
Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Sonst würden wir doch gar nicht hier schreiben.
v.a. an Ueli Schäfer:
Interessant, wie auch Liza von Einsicht spricht.
Grenzen DER Biologie - Grenzen FÜR die Biologie ?
Grenzen DES Wachstums - Grenzen FÜR das Wachstum ?
Worauf wollen Sie hinaus?
Sie schrieben damals (das war übrigens hier: http://moritzleuenberger.blueblog.ch/p50.html ):
"Übrigens ein interessanter Übersetzungsfehler: Limits to Growth, nicht of Growth - Grenzen für das Wachstum, nicht, wie in der deutschen Übersetzung, des Wachstums: Wachstum stösst immer wieder an Grenzen, aber es überwindet sie auch immer wieder, indem es sich selbst und die Wirkweise der Grenzen verändert.
Ich habe keineswegs zugestimmt, sondern differenziert, da es für mich keinen Unterschied in der Analyse ergibt:
"Limits to growth bedeute 'Grenzen FÜR das Wachstum'.. Allerdings lässt auch diese Bedeutung noch offen, ob Meadows und seine Mitautoren [Club of Rome] damit einen Imperativ meinten ("Setzt Grenzen für das Wachstum!") oder eher eine Beschreibung lieferten für MÖGLICHE [und tatsächlich erreichte] Grenzen für das Wachstum unter Durchrechnung verschiedener Szenarien aufgrund verschiedener aktueller und vergangener Trends.
Immerhin lieferte Meadows mehrere "updates" zu seiner Studie, welche die damals unbekannten Trends miteinbezog, auch nach über 30 Jahren noch! Welche Studie macht das schon??? Das hat absoluten Seltenheitswert.
Die neuen Erkenntnisse (z.B. mehr Rohstoffreserven) bedeuten aber KEINE TrendUMKEHR, sondern bestenfalls ein Abflachen und damit ein Hinausschieben der Probleme. Seither gibt es auch das exaktere global footprint network, welches die ständig steigende Übernutzung des Planeten zweifelsfrei belegt."
Damit wollte ich sagen, dass es keine Rolle spielt, wie wir diese Wortklauberei auslegen. Da die Tragfähigkeit des Planeten überschritten ist, gibt es keinen Nutzungs-Fortschritt mehr. Möglich bliebt nur geistig-kulturelles Wachstum. Dies kann aber nicht mit wachsenden Börsenindizes bewertet werden.
Die Footprint-Grafik braucht Ihnen nicht zu gefallen, die Realität gefällt mir auch nicht immer...
Im Ernst: Wo liegt das Missfallen? Worauf wollen Sie hinaus? Oder welche Wandlung(en) meinen Sie? Ich bitte um ein Beispiel.
In den Footprints ist SEHR viel mitberücksichtigt, positiv und negativ. Die dargestellten Verhältnisse sind somit voll "wandlungsbereinigt". Leider.
Egal ob man CO2, Energie, Bevölkerung, Meer, Flächenverbrauch, Nahrungsmittel betrachtet, die Bilder ähneln sich.
Der Befund ist eindeutig:
Die Grenzen des Wachstums (bzw. das maximale Nachhaltigkeitsmass von 100%) haben wir in allen Bereichen überschritten.
Wir müssen zurück.
<"img src="http://www.arcor.de/iimages/43/art_200x300_XFyLZ66tkIiX01lUgqmtr2Kxxg==.jpg">
Schade, dass Sie realitätsbezogene Analysen immer als "ausweglos" abtun.
Natürlich nützt Einsicht ohne Ausweg nichts.
Ebensowenig wie Begeisterung für die Wand vor uns!
Ich bin auch für die 2000W! Und die Technologien, die sie möglich machen würden. FALLS damit der alte Mist SUBSTITUIERT würde (was bisher nicht der Fall war!)!
Wir stecken in einer Sackgasse, hurra! Sie ist zwar zum Glück keine Einbahnstrasse! Aber wo ist der Rückwärtsgang???
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kurze Replik zur Zahlenbeige:
0. Lao Tse sagt mir nichts
1. Evolution ist 10-10'000'000 mal langsamer als der menschliche "Einfallsreichtum", und nur bei Bakterien und Viren schnell genug, um dem technischen "Fortschritt" die Stirn zu bieten.
2.+3. ok
4. Welches Schlauheitspakte finden Sie denn das aktuell das Beste? Wir werden sehen, dass es keine Gegenkopplung gibt.
5. ja, lieber vorleben als moralisieren
6. es wird neuartige Politiker geben
7. solche Foscher gibts nicht mehr und noch nicht: bzw. sie sind entweder emeritiert und müssen nicht mehr die Institutsmeinung vertreten, oder bekommen keinen Lehrstuhl und schon gar keine Mittel, weil sie GEGEN die jetzige Doktrin und jetzigen Systeme forschen "müssten".
8. ja, wo sind sie nur, die Philosophen usw.? Warum schweigen die Kulturschaffenden (hab ich schon früher moniert).
Das "Neue" IST denkbar und vorstellbar, aber mangels Einsichten noch nicht mehrheitsfähig.
http://earthobservatory.nasa.gov/Study/
Ihre Antwort ist etwas harsch, trotzdem:
"Grenzen des Wachstums" lese ich so, dass das Wachstum als Ganzes begrenzt ist. Das ist mir zu eng, wenn ich an den Unterschied von z.B. Erde (dieser wunderbar irisierende, blau-grün-gelb-weisse Planet) und Mars (eine gelbrote Steinkugel) denke.
"Grenzen für das Wachstum" heisst für mich, dass es Faktoren (einzelne Grenzen) gibt, bezüglich derer das Wachstum begrenzt ist, wie etwa die Grösse der Erdoberfläche, die Menge der Sonneneinstrahlung, die Endlichkeit der fossilen Energien, des Trinkwasserkreislaufs.
Der "Global Footprint" impliziert für mich eine negative Bewertung der menschlichen Existenz und des menschlichen Tuns. Wir sind nicht nur (aber zweifelsohne auch, da gebe ich Ihnen Recht) Zerstörer oder (in meiner Sicht eher) aktuell übermässige Beansprucher der Umwelt, die das Leben auf diesem Planeten hervorgebracht hat, sondern auch (bei weitem) das aufregendste Experiment das zur Zeit auf ihm, dem Planeten, stattfindet.
Vielleicht hilft das weiter:
Oftmals in letzter Zeit sieht man das zusammengesetzte Foto (siehe URL) der Erde bei Nacht, auf dem die besiedelten Gebiete hell beleuchtet erscheinen. Für manche ist dies "Lichtverschmutzung", für mich ein wundersames Leuchten, das mir, wäre ich ein ferner Beobachter im All, sagen würde, dass dort bewusste, denkende Wesen leben, die gelernt haben, den Tageslauf nach eigenen Gesetzen zu regeln.
...
Vielleicht ist die Sackgasse, die ausweglos erscheint, nur ein Engnis, ein Ansporn, uns zu ändern und weiter zu wachsen.
Ich weiss auch leider immer noch nicht, worauf Sie hinaus wollen, wenn Sie "an den Unterschied von Erde und Mars denken".
Denken Sie an das Weltall, das sich scheints am Ausdehnen ist? Leiten Sie daraus ab, dass unser Wirtschaftswachstum keine Grenzen habe? Oder glauben Sie, dass dieses Wachstum (ins All?) uns neue Horizonte erschliesst? Und wenn ja, dies innert nützlicher Frist etwas bringt? Darüber hat der Blog ja auch schon philosophiert.
Ihre zweite Interpretation "Grenzen FÜR das Wachstum" deckt sich ja genau mit meiner Ansicht, wonach eben genau solche Grenzen "Erdoberfläche, die Menge der Sonneneinstrahlung, die Endlichkeit der fossilen Energien, des Trinkwasserkreislaufs" auch das Wirtschaftswachstum begrenzen. Also haben wir gar keine Differenz. Oder ich sehe keine.
Wenn Sie beim global footprinting a priori "eine negative Bewertung der menschlichen Existenz und des menschlichen Tuns" implizieren, hat das für mich den Charakter eines Vorurteils. Oder einer Vogel-Straus-Abwehrhaltung. Können Sie ausführen, wie Sie darauf kommen? Ich verstehe es wirklich nicht.
Von mir aus können wir dieses bilaterale Missverständnis, falls es eines ist, stehen lassen.
Danke.
Es ist so schwierig, gute Antworten zu geben.
Ich finde die Erde, das Leben, die Tiere und Pflanzen, die Menschen etwas so Wunderbares, dass ich mir fast gar nicht vorstellen kann darüber schlecht zu reden (auch wenn es Anlass dazu gäbe). Die Erde ist (eben z.B. im Vergleich zur Steinkugel des Mars) eine so wunderschöne Wohnung, dass mir die Vorstellung darin Fussabdrücke (Footprints) zu hinterlassen unbehaglich ist.
Dass wir uns über "Grenzen für das Wachstum" einigen können, freut mich. Ich hatte Sie auch letztes Mal (dies implizierend) so verstanden. Ich glaube tatsächlich, dass das Natur- und das Wirtschaftswachstum im Sinne von "Grenzen des Wachstums" (vorerst noch lange) unbegrenzt ist, dass es aber tatsächlich dieses Wachstum begrenzende Einzelfaktoren gibt, die wir nicht negieren dürfen, wenn wir als erfolgreiche Spezies (oder erfolgreiche Gesellschaften oder Nationen, man kann dies auch etwas tiefer hängen) weiterleben wollen.
Manchmal frage ich mich, ob Sie (angesichts Ihrer manchmal fast alttestamentarischen Rigorosität) aus einer religiösen Position heraus argumentieren. Tatsächlich scheint es mir eine Grundfrage, ob wir in den Menschen gefallene Engel (geschaffen nach Gottes Ebenbild) oder emanzipierte Affen sehen, ob wir glauben, dass sie der Natur angehören und im Grunde gar nicht "Unnatürliches" tun können oder ob wir uns sie (die Menschen) als Antipoden der Natur denken.
Ich glaube, das Wichtigste ist, dass der "Homo Faber", der sich, in seiner eigenen Vorstellung von sich, weit von der Natur weg emanzipiert hat, sich in einem weiteren Schritt nach vorne (kein Rückzug aus einer Sackgasse) wieder in die Natur hinein emanzipiert. Gelingt ihm dies, müssen die Diskurse über Zerstörung oder Zersiedelung nicht mehr geführt werden. Es heisst dann wieder Umwandlung und Besiedelung, wie seit Anfang der Evolution.
(Haben Sie den Link aufgemacht ?)
Die Ausdehnung des Alls hilft uns Erdenbewohnern nichts, auch nicht die Reise zu anderen (bewohnbaren) Planeten. Es ist im Gegenteil so, dass gerade diese Erkenntnis der Riesigkeit des Alls (nur schon unserer Galaxis) und der Geringfügigkeit unserer raumfahrerischen Tuns, uns bald einmal lehren wird, dass wir Insulaner sind, die mit der Begrenztheit ihrer Insel zurechtkommen müssen
(Was aber nicht ausschliesst, dass andere bewusste Wesen im All unseren über die Tag-Nacht-Grenze vor- und nachleuchtenden Planeten sehen können und, wissend, dass sie uns nicht besuchen können, dennoch in der Vorstellung, im All nicht allein zu sein, Trost finden.)
Ich beginne zu verstehen. Den Link hatte ich geöffnet.
Es ist erstaunlich: Gerade wollte ich SIE fragen, inwiefern bei Ihnen Religion und/oder Spiritualität eine Rolle spielt, und Ihnen die verströmte Zuversicht und Hoffnung verschafft.
"Alttestamentarischen Rigorosität", der Ausdruck gefällt mir fast. War nicht Jesus der erste Wachstumskritiker mit seinem Zinsverbot?
Neutestamentarisch würde ja heissen: Ins Kloster und Klappe halten, damit die andern ungestört wüten können.
Ich bezeichne mich als Christ. Vor der Schöpfung inkl. Mensch verneige ich mich.
Die Bibel kenne ich schlecht. Was drin steht und wovon ich gehört habe, sehe ich "nur" als Gleichnis. Gott als Geist. So haben wirs gelernt, heute verstehe ich es.
Bergpredigt und Seligpreisungen liegen schon eher auf meiner Linie.
Man kann die Offenbarung des Johannes lesen, und findet sich irgendwo zwischen untergehenden Kulturen und Finanzkrise. 1:1. Gesellschaftliche Verluderung, Vogelgrippe, Klimawandel, Atombombe, alles drin. Frappant.
Aber eines sei klargestellt: Religion ist mir KEINE Motivation für meinen Aktivismus, und sollte es auch bei sonst niemandem sein.
Ausserdem sind Ethik und Moral nicht auf Religiosität angewiesen.
Ich beginne zu verstehen. Den Link hatte ich geöffnet.
Es ist erstaunlich: Gerade wollte ich SIE fragen, inwiefern bei Ihnen Religion und/oder Spiritualität eine Rolle spielen, und Ihnen die verströmte Zuversicht und Hoffnung verschafft.
"Alttestamentarischen Rigorosität", der Ausdruck gefällt mir fast. War nicht Jesus der erste Wachstumskritiker mit seinem Zinsverbot?
Neutestamentarisch würde ja eher heissen: Ins Kloster und Klappe halten.
Damit die andern ungestört wüten können? Nein! Bergpredigt und Seligpreisungen liegen schon eher auf meiner Linie.
Ich bezeichne mich als Christ. Vor der Schöpfung inkl. Mensch verneige ich mich.
Die Bibel kenne ich schlecht. Was drin steht und wovon ich gehört habe, sehe ich "nur" als Gleichnis. Gott als Geist. So haben wirs gelernt, heute verstehe ich es, und sehe keinerlei Widerspruch zur Wissenschaft.
Man kann die Offenbarung des Johannes lesen, und findet sich irgendwo zwischen untergehenden Kulturen und Finanzkrise. 1:1. Gesellschaftliche Verluderung, Vogelgrippe, Klimawandel, Atombombe, alles drin. Frappant.
Aber eines sei klargestellt: Religion ist mir KEINE Motivation für meinen Aktivismus, und sollte es auch bei sonst niemandem sein.
Ausserdem sind Ethik und Moral nicht auf Religiosität angewiesen.
Danke.
Manchmal muss man mehr sagen um mehr Antworten zu bekommen. Mit alttestamentarisch meinte ich eigentlich gerade nicht Jesus, sondern die (alttestamentarischen) Propheten. Aber sie haben Recht, mit der Tempelaustreibung, dem Zinsverbot und der Kritik an der herrschenden Klasse der Pharisäer hatte er, als Qumran Schüler, wenn ich richtig erinnere, eine durchaus vergleichbare Vehemenz.
Ich bin sicher in meiner Grundstimmung religiös, fühle mich aber nicht einer Religion zugehörig. Der Lao Tse, von dem ich Ihnen schrieb, war in der RS in meiner Jackentasche, wenn wir in den Sonntagsgottesdienst mussten. Ich bin dann jeweils vor der Kirchentüre rechts abgebogen und habe mich in die Sonne gesetzt und im Lao Tse gelesen. Vielleicht sollten Sie es doch probieren.
Jetzt ist aber genug. Es hat Spass gemacht, ein kleines Sondergespräch zu führen.
(Mit dem neuen Lead von Moritz Leuenberger habe ich Mühe. Mir scheint, man müsste ihn richtig auseinandernehmen und Sprach- (und Bild-) -kritik betreiben.)
2008-10-27 19:46:46
Ich hinke fürchterlich hinterher … trotzdem noch meine Stellungnahme zu Ihrer freundlichen Antwort.
Es kommt mir vor, als ob Wachstumskritiker die konkreten Beispiele zu Ihrer Frage (was stellen Sie sich unter Systemänderung vor) und ich die sinnentsprechenden theoretischen Aspekte dazu geliefert hätten.
Ich habe versucht, zwei Dinge zu verdeutlichen:
1. Dass unser auf Konsum = Verbrauch basierendes Wirtschaftssystem momentan „nur“ instabil ist und dieser Umstand noch keine Änderung des Systems bedeutet. Damit bestätige ich Ihre Aussage, dass das gegenwärtige (Wirtschafts-)System noch zu gut funktioniert. Es wird eine Restauration geben.
2. Habe ich versucht, ein paar Überlegungen zum Verhalten von Systemen und Voraussetzungen für deren Änderung darzulegen. Beispielsweise, dass die Änderung menschgemachter Systeme nur durch Bewusstseinsänderung, bzw. das Denken der Menschen möglich wird, welches wiederum nur aufgrund massiver Erschütterungen stattfinden wird…
Sie schreiben: Ihre moralische Position, die Einsicht und Gesinnungswandel verlangt … Ich wüsste nicht, wo ich Gesinnungswandel verlange und wie ich zu so einem Ansinnen käme. Auch empfinde ich den Ausdruck „moralische Position“ im Zusammenhang mit meinen Darlegungen als fehl am Platz.
Ich vertrete keine moralischen Positionen, sonder lediglich meine ureigensten Erkenntnisse und Überzeugungen.
Danke für Ihre Antwort.
Bloggen ist wie Schneeschaufeln. Kaum ist der letzte Haufen weggeräumt, liegt schon der nächste da. Aber Schaufeln ist auch schön. Man weiss immer wieder (im besten Sinn, keineswegs negativ gemeint), was man zu tun hat.
1. Wir haben zu Dritt aufeinander aufbauend (vielleicht) Klarheit geschaffen. Hoffen wir, dass aus der Restauration nicht nur eine Wiederherstellung, sondern auch eine gewisse Erneuerung und Verbesserung wird.
2. Dass es zur Änderung menschengemachter Systeme Änderungen in deren Bewusstsein (ich meinte mit Gesinnung dasselbe, was vielleicht für jemand, der anderen Sprachkritik empfiehlt, etwas ungenau ist) und Denken und auch massive Erschütterungen braucht, darin sind wir uns ebenfalls einig. Interessant ist dabei, dass das Denken manchmal, z.B. im Fall von Rousseau und Voltaire, vor der Erschütterung kommt und mit beiträgt, dass diese stattfindet und welche Richtung sie nimmt.
Ich weiss, wir schreiben ja schon ein Weilchen, dass Sie sich nicht gerne an moralischen Positionen festmachen lassen. Aber Sie haben einen unbeugsamen (und ureigensten) moralischen Instinkt, der mich manchmal an Frauenfiguren in Goetheschen Theaterstücken erinnert (was wiederum absolut positiv gemeint ist).
Wenn der erste Schnee hält, ist der halbe Winter vorbei, hiess es früher. Sehen wir, ob es auch diesmal stimmt.
Zwei Dinge an dem UBS Rettungspaket wollen mir nicht so ganz in den Kopf rein, man spricht ja davon, der UBS 68 Milliarden von der Staatskasse zuzuschreiben, ein Zehntel davon als Boni für das Bankkader. Wenn aber die gestrichen werden sollen, sind es dann nicht 7 Milliarden zu viel?
Wenn die Banker der UBS doch keine Boni erhalten sollen, muss man dann nicht 7 Milliarden beim Rettungspaket wieder abziehen?
Und warum soll dieses Geld dann vom Steuerbezahler beglichen werden? Wenn doch Manager und Verwaltungsräte soviel Gewinn einbringen können in einem Jahr, so sind sie auch in der Lage, dem Staat dieses Geld wieder zurückzuerstatten, anstatt als Boni würde dieses Geld nicht in die privaten Taschen der Manager fliessen, sondern wieder zurück in die Staatskasse.
Somit würde das Rettungspaket nicht zur Belastungsprobe für das Volk, sondern zu einem Darlehnen des Staates für die UBS.
http://www.pranagatho.ch/Sueton
Ligue Pour la Protection des Cadres Compétents
Avec l’accroissement de la population mondiale il est clair qu’une espèce est en voie de disparition rapide…, les cadres compétents!
C’est pourquoi nous encourageons les bonus, et augmentations de salaires seules mesures pour prolonger la longévité des cadres actuellement en place
Sauvez les cadres compétents!!!