Das Minarett-Plakat
[Version française: L'affiche des minarets]

Soll das Minarett-Plakat verboten werden?
Ich gebe zu, ich habe mich, als ich das Plakat das erste Mal sah, gar nicht so empört. Es zeichnet, so dachte ich mir, einfach die Initiative, es sollte doch nicht verboten werden. Genügt diese Überlegung des ersten Augenblickes?
Die Rassismuskommission wirft dem Plakat vor, es pauschalisiere, beschwöre eine Gefahr und diffamiere die friedlichen Muslime in der Schweiz Das schade dem öffentlichen Frieden. Zu einem klaren Entscheid, ob das Plakat zu verbieten sei oder nicht, kann sie sich nicht durchringen und empfiehlt den Stadtregierungen, eine Güterabwägung zwischen Meinungsfreiheit und Schutz der Gesellschaft vor Hass vorzunehmen. Die Resultate dieser Güterabwägung fallen nun verschieden aus. Einige Gemeinden verbieten das Plakat, andere nicht. Die Schweizer Städte werden nun also ein völlig uneinheitliches Bild abgeben, obwohl sie sich im Grunde ja völlig einer Meinung sind: Sie sind gegen das Plakat, doch uneinig über das Verbot.
Die Graphik ist nicht von der Initiative selber zu trennen. Die Visualisierung der Initiative kann nicht anders behandelt werden als deren Anliegen selber. Oder umgekehrt: Die Initiative selber ist das Plakat. Die Initiative setzt den islamischen Glauben kurzerhand gleich mit extremistischen und terroristischen Auslegern, die sich ohne theologische Berechtigung auf die islamische Religion berufen. Die Initiative verschweigt, dass die grosse Mehrheit der Muslime Extremismus und Terrorismus verurteilt. Die identische Diskussion, wie sie sich jetzt am Plakat entzündet, fand ja denn auch schon um die Initiative selber statt. Es war damals zu entscheiden, ob sie, da völkerrechtswidrig, überhaupt zugelassen werden soll oder nicht. Das Parlament entschied sich im Zweifel für das Initiativrecht und auch gegen eine Bevormundung der Stimmbürger.
Kann nun das Plakat anders behandelt werden als die Initiative? Wenn das Parlament doch der Meinung ist, die Initiative dürfe zur Abstimmung gelangen, dann muss doch auch über ihr Inhalt diskutiert werden können, es dürfen folglich auch Inserate und Plakate erscheinen. Gilt nicht, entweder beides verbieten oder beides zulassen?
Es gibt einen Unterschied zwischen Text und Bild: Jedes Plakat ist letztlich eine Karikatur, eine Verzerrung. Auch ein Text kann zwar karikierend sein, zuspitzend, verkürzend. Die Minarettinitiative ist das beste Beispiel dafür. Über einen Text kann aber eine rationale Diskussion geführt werden. (Ich betone: „kann“ nicht „muss“, denn es gibt auch da die populistische Polemik.) Doch eine Diskussion kann vernünftig und zur Sache erfolgen. Diese Überzeugung und Hoffnung hat das Parlament seinerzeit dazu bewogen, die Initiative nicht zu verbieten. Die alte, schwierige Frage der Aufklärung: „Hat die Toleranz die Untoleranz zu tolerieren?“, beantwortete das Parlament mit Ja, denn es sagte sich: „Darüber können und sollen die Stimmbürger diskutieren.“
Die Visualisierung eines Anliegens aber, das selber schon eine Polemik und Verkürzung darstellt, kann gar nicht argumentativ sein und der Betrachter auf der Strasse kann ihm auch nicht antworten, wie es der Stimmbürger an der Urne gegenüber der Initiative kann. Der Souverän kann die Initiative ablehnen und es ist einfach zu erklären, dass sie eine verkürzende Idee einer Minderheit war. Bei Plakaten auf öffentlichem Grund ist das schon viel schwieriger. Jedermann muss sie ansehen. Sie hängen da als eine Behauptung, als eine Anklage, auch als eine Beleidigung. Die Distanzierung ist im Gegensatz zur Initiative kaum möglich. Das ist der Unterschied zwischen Wort und Bild, insbesondere auch, weil solche Bilder die Schweiz prägen werden. Jeder Artikel über die Abstimmung über die Initiative im Ausland wird mit diesem umstrittenen Bild eingeleitet und den meisten Lesern bleibt einzig und allein das Bild in Erinnerung, weil sich Bilder im Allgemeinen stärker einprägen und weil viele den Artikel ja gar nicht lesen. Dieses Bild bleibt dann als Bild „der Schweiz“ haften und dagegen kann keine vernünftige Diskussion etwas ausrichten.
Deswegen habe ich jetzt, nach dem zweiten Augenblick, alles Verständnis für ein Verbot des Plakates.
Bis bald
Moritz Leuenberger



115 Kommentare
http://bloxxs.ch
http://arslibertatis.com
Zu Zensur kann man nun ebenfalls stehen, wie man will, aber wenn man die politische Kontrolle von Medieninhalten befürwortet, sollte man wenigstens so ehrlich sein und zugeben, dass man in der Zensur kein Übel sieht, sondern gar "alles Verständnis" dafür hat.
(Dazu ein Gedanke: Kann jemand, der in der Schweiz Zensur befürwortet, China kritisieren, weil man dort seine Meinung nicht frei äussern darf?)
mfg anonymus
Wer da Raketen sieht, ist selber schuld. Wer einen Vorwurf an alle (!) Muslime sieht, der glaubt auch, dass alle Schweizer eine Bank haben und den ganzen Tag jodeln.
Ob man deswegen für die Initiative sein sollte, ist eine andere Frage.
mit welchen ausserirdischen Verkehrsmitteln Sie am liebsten reisen würden...
in welcher Kirche Sie sich zu Hause fühlen...
welche Staatsangehörigkeit Sie gerne hätten...
Ist alles nicht fremdenfeindlich gemeint - Sie sollen nur wissen dass CH Kinder die täglich mit den Nachteilen in der Grossstadt Winterthur / Töss konfrontiert sind Ihr Handeln nicht verstehen können.
Und zuletzt meine Frau und ich die früher gerne bezahlten Steuern lieber durch den Reisswolf lassen würden als...
Haben Sie auch ähnliche Gefühle?
Man sollte übrigens in alten Zeitungen suchen gehen, wie sie damals mit der "aufmüpfigen Linken" umgegangen ist. Kein Zeichen von politischer Reife heute, wenn alte Männer dauernd "pubertieren" müssen...
Eidgenössische Muslima, Schweiz
Anti-Minarett-Initiative hin oder her, man muss der Wahrheit ins Gesicht sehen.
"..dass die Schweiz mit der Zunahme der hier lebenden Muslime bald kein christliches Land mehr sei..." Mit der Zunahme ist vor allem die höhere Geburtenrate der Muslime gemeint und das lässt sich nicht stoppen. Und ob es nun in der Schweiz Minarette gibt oder nicht, die Muslime sind ein wachsender Anteil der Bevölkerung. Mit der wachsenden Bevölkerungszahl der Muslime nehmen auch die Moscheen mit oder ohne Minarett zu.
Diese Initiative ist sowieso ein Witz, es gibt in der ganzen Schweiz nur 4 Moscheen mit Minarett (ohne Gebetsruf eines Muezzin). Viele Menschen spazieren jeden Tag an einer Moschee vorbei, ohne es zu merken. Die meisten Moscheen sind sehr diskret in Hinterhöfen, Lagerhallen oder Geschäftsräumen. Aber wir Muslime wollen uns nicht verstecken, den wir haben keine Geheimnisse!
Diese Initiative wird einen positiven Effekt haben: Viele Schweizer werden zum Islam konvertieren! Denn es gibt Allah (Gott) sei Dank noch Menschen die über den Schatten der Vorurteile springen und sich mit dem Islam auseinandersetzen!
Ich empfehle jedem Schweizer, sich bei Muslimen, Moscheen oder islamischen Verbänden über den Islam zu informieren.
An alle SVP-Schweizer und Anti-Minarett-Sympathisanten: Wenn ihr nicht vom natürlichen Aussterben bedroht werden wollt, dann müsst ihr die Familienplanung nochmals überdenken: Mindestens 10 Kinder, dann könnt ihr die SVP vielleicht noch erhalten! Und noch besser: Die SVP muss eine Initiative zur Mehrehe starten, denn mit vier Frauen könnt ihr doch auch mehr SVP-Nachkommen zeugen! ;-D
Der Islam lässt sich durch nichts stoppen. Aber niemand braucht Angst zu haben, der Islam ist keine Bedrohung. Wir Muslime wollen in Frieden mit unseren Mitmenschen leben.
Niemand findet etwas dabei, wenn bei uns die Scientologie als gefährliche Ideologie angeprangert wird, im Gegenteil.
das Plakat ist zugegebenermassen provokativ.
Möcht Sie jedoch fragen aus welcher Religion die meisten Attentate ,Sslbstmörder,Meschenrechtsverletzungen ,Christenverfolgungungen kommen.
Wenn Sie diese Frage ehrlich beantworten müssten Sie und auch die UNO zu dem Schluss kommen das man diese Religion eigentlich verbieten müsste
Mit freundlichen Grüssen
Jörg Wichmann
Der Argumentation, dass das Bild sich länger einprägt und auch im Ausland vorrangig das Bild der Schweit prägen wird, kann ich noch folgen. Aus dieser Argumentation aber abzuleiten, es müsste verboten werden, finde ich genau falsch. Im Gegenteil: weil wir eine weltoffene Gesellschaft mit einer direkten Demokratie sind, werden verschiedene Meinungen eben öffentlich kundgetan. Wir sind genau keines dieser Länder, wo eine staatliche Zensur erfolgt und abweichende Meinungen verfolgt werden. Ihre Haltung in diesem Punkt halte ich als Teil einer bedenlichen Entwicklung, welche die Mündigkeit und die Urteilsfähigkeit des Volkes in Frage stellt. Herr Bundesrat - wir halten dieses Plakat ohne seelischen Schaden aus - und die Schweiz auch.
Mit freundlichen Grüssen
Kurt
Für wie dumm halten Politiker das ach so biedere Volk? Georg Kreis hat sich in der Zwischenzeit auch schon zu Wort gemeldet und uns in seiner bekannten Art nahegelegt, dass diese Art Abstimmungspropaganda für uns Schweizer nicht gut sei. Eine klare Aussage macht die Antirassismuskommission aber nicht. Auch Kurt Imhof hat sich zu Wort gemeldet und begibt sich in die gleiche Kategorie der selbsternannten Hüter der Moral. Seit wann ist denn die SVP die Schweiz? Wird mit einem Verbot des Plakats nicht einer weiteren Tabuisierung des Religionsproblems Vorschub geleistet? Wollen ein paar Intellektuelle und Politiker dem Volk sagen, was gut ist? Eine bessere Plattform kann sich die SVP nicht wünschen.
Und nun auch Sie, Herr Leuenberger. Ich kann mir nicht vorstellen, dass im Ausland ein Plakat einer Partei als Gesinnung des ganzen Landes wahrgenommen wird. Da könnte sich doch z.B. die Landesregierung ganz einfach von dieser Art Abstimmungspropaganda distanzieren und darauf hinweisen, dass die Veröffentlichung nicht verboten wird, weil wir in einer echten Demokratie leben.
Für Muslime ist es unwichtig, wo sie beten können, Hauptsache Füsse und Gesicht sind gereinigt und zum Überfluss ist vielleicht noch ein Teppich da. Ausserdem ist nicht jeder Muslim „Usama“, nun gut, ein bekannter Name, wie bei uns z.B. Dani, ist es ja. Und DER Usama versteckt sich sowieso nicht hinter einem Minarett. Ein Minarett gehört zwar zur Moschee seit hunderten von Jahren, wie ein Kirchturm zur Kirche. Vor noch nicht allzu langer Zeit war es der katholischen Kirche in Zürich nicht erlaubt zu läuten; das war in den 60er Jahren, Glocken wurden nicht bewilligt. Die nächste protestantische Kirche war bereit zu läuten, wenn die Katholiken danach ein Bedürfnis hatten.
Wo ist bitte das Problem worüber am 29.11.2009 abgestimmt werden soll? Den Initianten sitzt wohl ihre eigene Verunsicherung und Furcht im Nacken, vermute ich. Die Muslime sind nicht schuld, dass sich die abendländische Kultur vom christlichen Glauben mehr und mehr abwendet. Was haben wir einem starken Glauben entgegenzusetzen? Nichts. Ein Minarett macht noch keinen Muslim aus. Übrigens hat einer meiner Freunde, ein Muslim, in Berlin gesagt: „Hör mal, Kirchengeläute ist viel lauter, durchdringender, monotoner und unangenehmer als ein Muezzin, eine menschliche Stimme.“ Ich muss ihm Recht geben. Sowieso gibt es nicht „den Muslim“. Mein Berliner Freund hat in einer Nacht die halbe Klientel einer Schwulensauna gevögelt. Am nächsten Tag wollte er auch noch die Synagoge besuchen, in der Tat ein offener Mensch. Daneben kenne ich muslimische Freunde, die im stillen Gebet bei mir zu Hause einkehren; ich trinke Wein, während sie beten. Ich habe daheim immer zwei Gebetsteppiche griffbereit und weiss wo Osten liegt. Ein friedliches Nebeneinander ist möglich. Dazu braucht es Respekt von beiden Seiten und keine Verbote. Was verboten ist, treibt umso buntere Blüten. Alles ist möglich und soll möglich bleiben, denn eine aufgeklärte, offene Gesellschaft ist die beste Waffe gegen hässlichen Radikalismus. Stossen wir nicht ins gleiche Horn, ein geflügeltes Wort von Plautus Mercator sagt ja, man solle nicht Gleiches mit Gleichem vergelten; Grosszügigkeit und Vergebung gepaart mit Respekt führt weiter. Extremismus braucht kein Minarett, er ist unsichtbar.
Ach zum Schluss: es gibt genug Gesetze, Reglemente und Verbote. Wieso schaffen Sie sich keinen Gebetsteppich an und bewirten muslimische Gäste zu Hause? Ich habe ausgezeichnete Erfahrungen gemacht. Herz öffnen, nicht schliessen. Offenheit von allen ist wichtig. Falls Minarette doch verboten werden sollten, warum könnte da nicht nach 40jährigem Zürcher Vorbild die Kirche zum Gebet aufrufen?
Das Problem ist, dass Herr Leuenberger und seine Genossen immer nur sich selbst als die "Andersdenkenden" betrachten, weshalb ihren Ansichten grundsätzlich Toleranz entgegenzubringen ist, während - wie es scheint - die Verbreitung der Ansichten der politischen Gegner zu unterbinden ist, da diese ja per se falsch sind.
Diese Forderung nach einem Plakatverbot aus der Feder eines Bundesrats zu lesen lässt mich schaudern, denn bisher bin ich davon ausgegangen, dass ein Minister eines freiheitlichen Landes auch für freiheitliche Werte einstehen muss, und nicht für Zensur!
http://www.poesievolk.ch
Nein, es gilt anderswo anzusetzen. Angefangen bei der Politik und den anderen Parteien. Solange die anderen Parteien, vorab die FDP und die CVP sich nicht ganz klar von dieser Partei abgrenzen und Rückgrat zeigen und sich strikte weigern mit dieser Partei überhaupt eine Zusammenarbeit in Betracht zu ziehen und bei dieser Position bleiben und auch klar betonen, dass die SVP ganz klar keine bürgerliche Partei mehr ist, dann werden die richtigen Signale gesetzt!
Blenden wir 15 Jahre zurück. Rechts der SVP waren im Parlament noch 4 Parteien des Rechtspopulismus, Nationalisten und Rechtsradikale vertreten, welche über 10% Wähleranteil vertraten und 15 -20 Mandate besetzten. Die Namen kennt man noch: Freiheitspartei, Autopartei, SD (früher Nationale Aktion) und Republikaner. Die Blocher-SVP hat mit ihrem bewussten rechtspopulistischen Kurs diese Parteien und deren Personal...(!) samt und sonders aufgesogen und in die sog. "bürgerliche" SVP integriert. Rechts der SVP gibt es seit längerem keine einzige Partei mehr, die im Parlament vertreten ist. Diese rechtsradiakle Klientel gilt es immer wieder bei Laune zu halten, um zu verhindern, dass diese sich wieder abspalten. Die Minarettverbots und kriminelle Ausländer raus Initiativen sind solche Vorlagen. Die SVP vermeidet es seit über 10 Jahren bewusst und systematisch sich gegen rechts abzugrenzen und damit hat sie sich ganz klar aus dem bürgerlichen Lager verabschiedet. Wer keine Tabus mehr kennt und Nationalismus, Rassismus und Ausgrenzung zur Parteimaxime gemacht hat, der darf nie und nimmer in einer Regierung eines Landes wie der Schweiz vertreten sein! In keinem einzigen europäischen Land ist eine Partei wie die SVP in der Regierung vertreten, die zugleich das ganze rechtsradikale Gesindel beheimatet und wo rechts von ihr keine radikaleren Kräfte mehr vorhanden sind!
Da muss endlich angesetzt werden! Solange eine FDP es nicht schafft sich ganz klar von der SVP abzugrenzen und eine Zusammenarbeit mit einer Partei die Rassismus, Nationalismus und Ausgrenzung bewusst toleriert und fördert, dann wird sie es auch nicht schaffen das bürgerliche und wirtschaftsliberale Wählerpotential in der SVP wieder abzuholen und zu alter Stärke zurückzukehren. Eine Zusammenarbeit mit der SVP suggeriert ganz stark, dass diese Partei OK sei und für das was diese Partei steht, Mainstream sei. Das ist ein kapitaler Fehler! Klare Positionen und auch Abgrenzung gehören zu einer glaubwürdigen Politik und nur so wird das Interesse beim Volk für die Politik wieder geweckt!
http://de.wikipedia.org/wiki/Alevitentu
Konsequenterweise müsste man bei Ihrer Einstellung zum kritisierten Plakat den Basler und Jurassier das Kantonswappen als erstes verbieten, denn der Bischofsstab ist auch ein Symbol mit dem klar aufgezeigt wird welche religiöse Gemeinschaft die Vorherrschaft in diesen Gebieten beansprucht. Und wenn die genannten Kantonsbürger sich in protestantischen, islamischen oder jüdischen Gegenden mit einem immatrikulierten Vehikel bewegen, sollte ihr Departement den Verkehrsteilnehmern per Gesetz das kaschieren der Wappen verordnen
Den St.Gallern sollte man das faschistoide Liktorenbündel im Kantonswappen auch verbieten, zum Schutz der Bürger überhaupt, aber vor allem, sollten St.Galler Verkehrsteilnehmer sich erlauben in Israel mit Kantonsnummernschilder einzufahren. Ohne kaschieren wäre das ja ein Affront ohne Gleichen und würde den Schweizern wahrscheinlich teuer zu stehen kommen, in Politischem wie auch mit wahrscheinlichem Schmerzensgeldvergleich.
Sollte das erstellen von Minaretten mit der ihr eigenen Symbolik in unserem Land verboten werden, müsste man dringend auch gewisse Staatssymbole (Schweizerkreuz) neu überdenken wie man sieht. Sogar der Crossair wurde seinerzeit mit viel Weitsicht abgeraten sich im nahen Osten breit zu machen.
Vielleicht ist ihnen bei Gesprächen mit muslimischen Staatsträgern oder sonst jemandem schon mal die Schamröte ins Gesicht gestiegen beim Versuch für eine Erklärung des Ursprungs des ausgewogenen Kreuzes in unserem Wappen? Welcher Schweizerbürger hat schon von so was eine Ahnung. Na, Sie vielleicht. Mir ist das schon beim Gespräch mit einem türkischstämmigen Freund alevitischen Glaubens passiert. Er war einfach der Meinung das kommt daher weil die Schweiz christlich war und mehrheitlich immer noch so ist. Die Aleviten mit 25%igem Bevölkerungsanteil in der Türkei lehnen Moscheen aber vor allem Minarette im Übrigen ab, wenn man richtig hinhört.
Sie als Zwinglianer und Vertreter der Genossen des Sozialismus und Antikapitalismus wären natürlich überglücklich sollte es soweit kommen, dass die Initiative angenommen wird, denn dann geht der Kampf gegen alle Symbole der Welt erst richtige los.
Einen freundlichen Gruss eines Mitbürgers der den Atheisten mit ihrem (in Zug verbotenen!) Aufruf zur Freiheit und Lebensgenuss, weil es wahrscheinlich da draussen keinen Gott gibt näher steht als Ihren Gedanken.
Mario Meier
P.S. Es lohnt sich den Link gründlich zu studieren und sich etwas mehr in die Sache zu vertiefen, wie Meinungs-,Religions,-und Lebensfreiheit anderswo interpretiert wird.
http://blog.4st.ch/
Vielleicht entspricht das Bild auch immer mehr der Wirklichkeit...?
Was sie als "umständlich langfädiges literarisches Gewinde" bezeichnen, ist doch in Wahrheit Herrn Leuenberger's Versuch (oder Essay) die Sachlage etwas differenzierter darzustellen.
Was wäre denn in ihren Augen der Umkehrschluss?
Eine unumständlich kurzfädige, unliterarisch ungewundene Aussage?
Eine Schlagzeile?
Ein Plakat wie eine Faust aufs Auge?
WUMM!
Schon mal was vom Taj Mahal gehört? Ein Minarett kann eine durchaus ästhetische und kunstvolle Angelegenheit sein.
Nichts gegen die abendländische Kultur. Sie ist auch nicht in Gefahr, wie sie mir weismachen wollen. Unsere Berggipfel sind nach wie vor von Gipfelkreuzen monopolisiert. Manchmal phantasiere ich; stelle mir einen Berggipfel mit einen alternativen Symbol vor. Muss ja nicht unbedingt ein Muslimisches sein.
Stell dir vor!
Jedenfalls sei unserem bloggenden Bundesrat diese Gratwanderung zugestanden.
Er spricht ja selber vom "zweiten Augenblick" seiner Einsicht, angesichts der ganzen thematischen Un-Eindeutigkeit hier. Da tendiert er halt zum Plakatverbot. Das halte ich aus.
Es ist der Mühe wert, Moritz Leuenberger's grenzwandernden Blogeintrag nochmals wieder- und gegenzulesen. Wenn er sich z.B. mit der alten, schwierigen Frage befasst: "Hat die Toleranz die Untoleranz zu tolerieren?"
Sie sagen, es wäre endlich an der Zeit, Klartext zu reden darüber, warum die meisten Einwanderer in die Schweiz kommen.
Klartext? Meinen sie damit das Plakat?
http://www.willensnation.blogspot.com
Die Beiträge sind sehr interessant zu lesen.
Für mich zeigt die Initiative und das Plakat, dass der Staat bei der Einwanderungspolitik und der Integration völlig versagt hat. Und wieder der Staat... :-)
Ich denke Fremdenfeindlichkeit wird nicht durch den offenen Dialog verschärft, sondern durch den verbotenen. Die staatliche Zensur wird die Befürworter der Initiative also nur in ihrer Haltung stärken (und nicht nur die). Ich denke gar, dass Gesetzte gegen Rassismus genau das Gegenteil bewirken. Sie verschärfen die Fremdenfeindlichkeit, da man seine 'Sorgen' nur hinter vorgehaltener Hand kundtun kann, wenn überhaupt.
Ich weiss auch nicht, ob Minarette die Integration fördern würden. Ich bezweifle es, denn der Wille zur Integration hat nichts mit der Religion zu tun und schon gar nichts mit Architektur, sondern mit der Haltung des Einzelnen.
Das Plakat der SVP wird die Schweiz und ihre Probleme in Bezug auf Einwanderung und Integration nicht weiter bringen. Aber genau so wenig hat uns die Politik der SP weiter gebracht - im Gegenteil, sie trägt eine Teilverantwortung an der Haltung (bezüglich Ausländer) vieler Schweizer Bürger.
Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass 'Multi- Kulti' ein grosses Märchen ist - nämlich das Märchen der Weltverbesserer; LEIDER eben nur ein Märchen.
Seit Menschen gedenken leben wir in 'relativ kleinen' Gruppen und sind gegenüber Fremden (von ausserhalb der gewohnten Gruppe) misstrauisch. Es könnte Gefahr drohen. Fremde bedeuten Konkurrenz und können das Territorium in Anspruch nehmen. Deshalb haben sich die verschiedenen Clans immer wieder gegenseitig vermöbelt. Schon damals lebte man nicht friedlich untereinander. Der Kantönligeist beweisst, dass dieses Verhalten in abgeschwächter Form immer noch in uns steckt. Jaja, dann bin ich halt der Sozialdarwinist, und??? Man darf aber nicht vergessen: Vor nicht allzu langer Zeit herrschte der Sonderbundskrieg. Damals gingen Christen auf Christen los, Schweizer auf Schweizer!
Aus meinem liberalen Standpunkt aus darf es kein Verbot geben, weder für Plakat noch für Minarett.
Aber vielleicht sind wir heute einfach nur alle viel zu schnell beleidigt, gereizt und nehmen solche Dinge immer zu ernst. Die Politik ist da auch nicht ganz unschuldig.
Ja, da gibt's ein Plakat der SVP, was soll's? Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und darum werden die meisten ihr (Wahl-) Verhalten nicht ändern, Plakat hin oder her.
Gute Nacht
Mr. Pink
http://Psy-7.ch
Die einen sehen die abgebildeten Minarette auf dem rotweissen Hintergrund als Symbole für Raketen - es besteht ja tatsächlich eine Ähnlichkeit - andere wiederum stossen sich an der angeblichen Aussage der verhüllten Frau.
Ich jedenfalls spüre für mich den Versuch einer Manipulation durch dieses Plakat, ein unangenehmes Gefühl. Aber ich habe sicherlich die Möglichkeit und die Fähigkeit, meine Gefühle mit meiner Ratio zu bearbeiten, somit ändert es natürlich nicht meine ursprüngliche Haltung gegenüber dieser Initiative und meine Absicht in der Abgabe meiner Stimme.
Ob sich wohl viele Menschen durch dieses Bild umstimmen lassen??
Ist die Absicht hinter diesem Plakat Angst und Hass zu schüren oder zeigt das Plakat gar den Hass und die grosse Angst der Auftraggeber?
Dieses Plakat und das damit verbundene Dilemma zwischen Meinungsfreiheit und Manipulation zu thematisieren trägt m.E. zur rationalen Verabeitung bei. Deshalb sehe ich diesen Blog-Beitrag und die Diskussion durch die unterschiedlichen Kommentare einmal mehr positiv.
was Sie beschreiben ist Assimilation, nicht Integration. Bei der Integration passen sich beide, Gäste und Gastgeber, unter Wahrung der Würde des anderen an, was wünschenswert, human und kreativ wäre.
http://www.preisschnapper.ch/
Herzliche Gratulation zum Entscheid.
Keine Toleranz gegenüber Nicht-Religiösen?
http://blog.4st.ch/
DEUS LO VULT!
„Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nach folgt, ist meiner nicht würdig.“ (Mt. 10,38): Papst Urban II. im Jahr 1095
Als äusseres Zeichen für ihr Gelübde diente ein Stoffkreuz auf ihrem Obergewand – die Idee ‚Kreuz-Zug’ war geboren. Soviel zur 'militärischen Geschichte' des Begriffs Kreuzzug.
Die unruhige und instabile politisch-religiöse Situation im 11. Jahrhundert im Orient erleichterte den Führern der Kreuzfahrerheere ihre Eroberungen.
PS: Das Zeitalter der Kreuzzüge führte nicht nur zu Kriegen, die moderne Wissenschaft erkennt in dieser Zeit auch mehrere Zeitperioden mit blühenden multiethischen Gemeinschaften im Orient.
Nicht zuletzt Namen wie Saladin und Löwenherz überdauerten die Zeit, man darf sagen dass die Mythologie um diese Heerführer die Grundlage schufen für Überlegungen im Bereich der Humanität in der Kriegsführung, die schliesslich Henry Dunant mit seinem 'roten Kreuz' zum Durchbruch verhalf.
Es waren Überlegungen die im weiteren Kontext auch zur Entstehung des 'roten Halbmond' führten und nicht zuletzt zur Säkularisierung der Türkei.
Ein Minarettverbot, abgelegt in unserer Verfassung, sie wird lediglich Extremisten in die Hände spielen.
Wer sich mit dem Begriff Minarett befasst, der weiss zudem, dass diese im Islam als 'Tor zwischen Himmel und Erde' dienen und Heute weitgehend als Dekorationsmittel Bedeutung haben.
In den meisten 'modernen' Moscheen ruft man zudem aus dem Gebetssaal die Gläubigen, und nicht vom Minarett.
„İnsaf îmânın yarısıdır“ (Erbarmen ist die Hälfte des Glaubens),zum Anbringen solcher und anderer 'schändlichen Werbetexte' missbrauchen die bösen Muslime oftmals ihre 'islamischen Siegessäulen' und 'Leuchttürme'.
Die Säkularisierung schreitet auch in den islamischen Ländern voran, ein Minarettverbot bei uns bewirkt dort eher eine Verzögerung der politischen Trennung zwischen Kirche und Staat, und bei uns gibt es umgekehrt Entsäkularisierung, durch das Einbringen einer polarisierenden Glaubenssache (der Artikel hat keinerlei rationale Bedeutung und ist daher eine rein symbolische Abneigungserklärung gegen den Islam) in eine Verfassung die ansonsten für Religionsfreiheit wirbt.
Es ist erstaunlich, dass dieser Plakatt in Frage gestellt hat, was für Personalität haben die Politiker und andere Leute. Ich meine, niemand wagt gegen diese rasistische Plakatt sich zu äussern? Warum? Haben alle Angst, dass ihre Gemütlichkeit gestört wird? Haben alle Angst von die Rassisten, die noch mehr mit dieser Plakatt legitimiert geworden sind?
Wir sind in Europa, nicht in Afganistan oder Irak, die jeden Tag geschimpft wird. Wieso müssen wir schlimmer asl dieser schurken Staaten benehmen? Um 1.5milionen Muslime in der Schweiz zu unterdrücken?
Das ist nicht der richtige Weg zu asimilation, leider, leider....
So wird ein Hass erzeugt und ein Demarkationslinie zwischen Leuten in der Schweiz enstehen.
P.S
Herr Leuenberger, war nicht empört, aber schon wütend. Schön diplomatisch ausgedrückt, aber die Leute brauchen mehr Klarheit, nicht ambioge Ausdrücke zu verdauen.
Man diskutiert jetzt über das Plakat, aber was niemand bislang fragte - auch nicht von Seiten der SVP: Warum haben wir plötzlich so viele Muslime in der Schweiz? Über 400'000!
Ist es möglich, dass die Schweizer Wirtschaft (allen voran die SVP-Gewerbler und -Industriellen) noch billigere Arbeitskräft aus noch ärmeren Gegenden der Welt herholt, weil die vielen Arbeitslosen hier weder Schyssiputzen noch Mischtkibel leeren wollen - auch nicht gegen Geld?
Und: Wenn dieses Plakat - zugegebenermassen zwar nicht rassistisch, aber diffamierend - schon so heftige Diskussionen auslöst, so stellt sich die Frage schon jetzt, wann das Schweizer-Kreuz auf Pass, Autoschildern, Amts-Korrespondenz usw. als diffamierend kritisiert wird (weil es ein Kreuz und nicht ein Halbmond ist).
Und wenn ich schon von diffamierenden Plakaten schreibe, so will ich auf die lange Reihe von diffamierenden Plakaten in der schweizerischen Abstimmungsgeschichte hinweisen, womit über Jahrhunderte alle linken Anliegen diffamiert worden waren: Entweder als «kommunistisch» oder als «landesverräterisch»…
Seltsam, da wurde nie ein Verbot gesprochen - nicht gegen Herrn Cincera selig und nicht gegen die anderen unheimlichen Patrioten!
Viele Grüsse
PS: Bitte Pseudonym verwenden!
Ich schätze die Meinungsfreiheit in der Schweiz sehr hoch!
Was mich an diesem Thema in Wut versetzt, ist dieser systematische missbrauch der Schweizerfahne, von einer politische Partei zu deren persönlichen Zwecken. Ich schätze dass mindestens 50% der Schweizer und Schweizerinnen diese Kampagne nicht unterstützen oder sogar aus tiefstem Herzen ablehnen.
Jedes Label und Logo ist vor dem Gesetzt geschützt, aber unsere Schweizerfahne nicht. Wären die Plakate auf dem Logo der SVP aufgebaut, wäre die Wirkung viel kleiner, und die Presse wäre möglicherweise weniger interessiert die SVP noch gratis zu unterstützen. Das Plakat verletzt nicht nur die Betroffenen, sondern auch alle Schweizer die zuschauen müssen wie (ihr)e (Land)esfahne in den Schmutz gezogen wird.
Die Schweizerfahne wird klangheimlich von der SVP als Werbeträger einverleibt und kein Mensch wehrt sich dagegen. Ein rotes Plakat mit dem Schweizerkreuz würde bereits heute von vielen Menschen ohne Schriftzug der SVP als deren Werbung erkannt.
Im Ausland kommt unsere Fahne immer wieder mit SVP Kampagnen in die Schlagzeile, wodurch die ganze Schweiz geschädigt wirt. Langjährige Aufbauarbeiten von Tourismusindustrie, Jahrelanges Training von Sportlern usw. Das alles wird einfach mit so einer Kampagne auf der Schweizerfahne zerstört. Für einige Schweizer die im Ausland arbeiten oder leben kann das sogar gefährlich werden.
Meine Frage an Sie ist, ob wir uns das wirklich unter dem Deckmantel der Redefreiheit bieten lassen müssen. Oder ob es eine Grenze gibt, wieweit die Schweizerfahne verwendet werden darf. Immerhin steckt eine dicke Lüge hinter dem Ganzen: "das Plakat suggeriert, dass die Schweiz dahinter steht und nicht nur die SVP!"
Freundliche Grüsse
Verena
Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer mutigen Stellungnahme.
Ich beabsichtigte ebenfalls, meine Meinung dazu in einem Blog zu äussern. Als ich aber Ihre Stellungnahme am Radio hörte, fand ich, dass man kaum etwas Besseres zu diesem Plakat sagen kann. Sie haben die wichtigsten Punkte klar analysiert und formuliert. - Man könnte höchstens beifügen, dass im Plakat zwei Dinge verknüpft werden, die kulturell nicht zusammen gehören: Der Gesichts-schleier ist ein gesellschaftliches Element, kein religiöses, hat also mit Minaretten nichts zu tun.
Mit freundlichen Grüssen
Ich kann Ihren Gedanken folgen und empfinde sie sympathisch in ihrer Differenziertheit. Ich frage mich aber gleichzeitig, ob wir ganz allgemein mit dem Hochhalten aufgeklärter Moralvorstellungen wie beispielsweise „hat die Toleranz die Untoleranz zu tolerieren?“ - die mit „ja“ beantwortet wird - nicht zu naiv nicht aufgeklärten und vereinnahmenden Kräften gegenüberstehen.
Hier möchte ich mich den Aussagen einer anderen Bloggerin anschliessen: wenn es etwas zu verbieten gäbe, so wäre es meiner Meinung nach die Vereinnahmung der Schweizerfahne für umstrittene Zwecke. Sie repräsentiert ja ein Land, ein Volk. Also wäre eine Abänderung des umstrittenen Plakates zu verlangen und nicht ein Verbot auszusprechen.
Das Plakat pauschalisiere, beschwöre Gefahr, diffamiere – andere sagen, es verletze religiöse Gefühle – und so fort. Jedes Bild transportiert Botschaften. Aber nicht jeder Mensch „liest“ ein Bild gleich wie der andere. Persönlich kann ich die oben genannten Botschaften im Plakat nicht erkennen. Ich sehe auf dem Plakat eine Schweizerfahne als Symbol für das Land Schweiz, mehrere Minarette darauf und im Vordergrund eine Burkaträgerin. Ich lese den Text und verstehe, dass es dafür wirbt, den Bau von Minaretten zu verbieten.
Obwohl ich persönlich nicht möchte, dass Minarette (und Burkaträgerinnen) zum normalen Ortsbild in der Schweiz gehören, glaube ich nicht, dass ein Verbot das Richtige – und vor allem nicht nötig ist. Zum Beispiel könnten Auflagen gemacht werden wie sie teilweise bereits existieren: der Bau muss ins Ortsbild passen, eine bestimmte Höhe nicht überschreiten etc. und/oder die Anzahl der Mitglieder muss eine bestimmte Zahl aufweisen, dass ein Bau geprüft wird, etc.
Die Vereinnahmungsbestrebungen von religiösen (und politischen) Strömungen darf m.E. nicht verharmlost werden. Auf der ganzen Welt missionieren Gläubige für ihre Religion und beanspruchen für sich, die einzige Wahre zu sein – oft genug ist Intoleranz gegenüber Andersgläubigen ein Teil dieser Religionen. Deshalb plädiere ich dafür, dass Menschen aus anderen Kulturen im Gastland glauben dürfen sollen was sie wollen, und ihre kulturellen Bräuche soweit praktizieren können sollen, soweit sie nicht die Gesetze und Regeln des Gastlandes verletzen und dessen Ordnung gefährden – all dies jedoch ohne Anspruch auf weiteres Entgegenkommen des Gastlandes.
Ps: Mich stören die allgegenwärtigen Werbeplakate und -spots, die Frauenkörper dazu benutzen, bzw. miss-brauchen, um auf subtile Weise ein Produkt zu vermarkten, das nichts mit mir als Frau zu tun hat weit mehr, als die plumpen SVP-Plakate.
Die Minarettplakate stören mich nicht, ich sehe dort auch keine Raketen, höchstens schwarze statt helle Minarette.
Die Verbote sind mit Sicherheit kontraproduktiv.
Bald werden wir noch viel unappetitlichere Plakate zu sehen bekommen. Jene, die sich für Kriegsmaterialexporte stark machen, bzw. gegen die Initiative des Ausführverbots wettern.
Die Frage, ob die stets nach dem gleichen Muster wiederkehrenden Kampagnen-Plakate der SVP rassistisch und diffamierend sind, ist längst beantwortet! Die meisten dieser Plakate werden 1 zu 1 von den deutschen Neonazis NDP und den österreichischen, rassistischen Parteien übernommen. So das schwarze Schaf Plakat und das Krähenplakat! Wenn die SVP regelmässig den Neonazis die Kreationskosten für neue Hetzkampagnen finanziert (meistens Blocher) resp. diese ausschliesslich für rassistische Nazikampagnen einsetzen, sollte wohl dem letzten Demokraten klar sein, dass die SVP Kampagnen-Plakate definitv rassistisch sind und demzufolge zu verbieten!
Die ERK ist seit Jahren zur Farce verkommen und stellt regelmässig fest, dass die Politkampagnen der SVP diffamierend und am Rande des Rassismus sei... und deshalb abzulehnen aber ein Verbot nie verhängt, weil nach deren Meinung kontraproduktiv. Das mag wohl stimmen aber ist schlussendlich feige! Wenn die Schweiz die gleichen Mittel, wie sie die Neonazis verwenden, erlaubt und sich nicht davon abgrenzt und diesen braunen Dreck durchgehen lässt, dann haben wir keine Zivilcourage mehr und lassen zu, dass unser Land international immer mehr in Verruf gerät und Schaden nimmt!
zu globis plakat gibts ja schon Adaptionen:
Das Beste im Umgang mit Provokationen wäre doch Humor.
Ich verstehe nicht, warum die Landesregierung die Verwendung der Landesfahne auf Plakaten, die die Meinung einer Minderheit der Bevölkerung ausdrücken, verbieten kann. Die Schweizerfahne als Untergrund will ja wohl zeigen, dass das ganze Schweizer Volk hinter der Aussage steht, was nur ein Wunschtraum der Initianten ist. Gerade auch im Hinblick auf deren Wirkungen im Ausland ,- hier wollen alle, auch die Initianten von der Globalisierung profitieren,- sollte das nicht zugelassen werden. Ich möchte mich weiterhin frei in der Welt bewegen können und nicht durch solch dumme Publikation als Rassist oder Religionsfeind in Gefahr geraten.
Ausserdem darf Meinungsfreiheit doch nicht dazu führen, die eigene Meinung der Mehrheit zu unterschieben. Das kommt einer Bevormundung der Mehrheit durch eine Minderheit gleich und widerspricht meinem Demokratieverständnis.
MfG Chrigu
Ich selber bezeichne mich als gläubig aber nicht praktizierend.
Unser Jetzt, abseits von religiösen Doktrinen und Glauben, wurde durch hunderte von Jahren hindurch geschaffen.
Die Aufklärung war nicht zuletzt ein Produkt der Eindämmung der katholischen Kirche, auch kriegerisch - war nicht sogar der Sonderbundskrieg ein Kampf der liberal-säkularen Ordnung gegen das einer religiös motivierten?
Das im JAHRE 2009 nun eine Minderheit Gebetshäuser oder was auch immer bauen will, stösst bei mir schon einmal sauer auf.
Die Religionsfreiheit ist zur Eindämmung der religiösen Kräfte gedacht gewesen, ja und auch zum Erhalt des gesellschaftlichen Friedens. Wenn jetzt Zugewanderte, daraus ein unumstössliches Recht machen Gebetshäuser zu bauen, weiss ich schon mal genug Bescheid über diese Menschen.
Man benützt Rechte, die für den öffentlichen Raum und die Gesamtgesellschaft gedacht waren und eigentlich gedacht sind, zum Bau eines kleinen, abgeschottenen Gartens.
Wenn mir die christliche Religion so zu Herzen gehen würde; so bin ich mir sicher, dass ich niemals in ein islamisch ausgeprägtes Land ziehen würde.
Und ich würde mir auch zweimal überlegen ob ich mich dann über den Stil der geführten Debatte äussern würde.
Die Ausführungen von Ihnen, Herr Bundesrat, sind für mich nicht nachvollziehbar.
http://pauleetmick.blog.tdg.ch/archive/
Ich bin nicht ihrer Meinung; ich hab was gegen Slogans!
Darf ich sie zitieren:
"Wenn mir die christliche Religion so zu Herzen gehen würde; so bin ich mir sicher, dass ich nie in ein islamisch ausgeprägtes Land ziehen würde."
Ja, aber was ist mit all den Christen, die, aus welchen Gründen auch immer, in islamisch geprägten Ländern leben? Die, aus welchen Gründen auch immer, in diese Länder gezogen sind, oder seit mehreren Generationen dort ihr Leben verbringen? Sind sie sich so sicher, sehr geehrter Hermelin?
Warum sind all diese Leute dort hin gezogen? In die Türkei, wo der Bau christlicher Kirchtürme verboten ist? In den Irak? In den Libanon? Warum leben so viele Christen in Indien? In Goa. z.B., wo während kolonialistisch-christlich-portugiesischer Herrschaft fast alle alten hinduistischen Tempel und Kultstätten geschleift und zerstört wurden? Die missionierenden Christen in Afrika, in China, usw. usf. - was ist mit all denen?
Und nun Islam-Gläubige bei uns. Was ist mit denen? Gastarbeiter sind auch nur Menschen, und womöglich sind auch noch ein paar Missionare dabei.
Ich will nicht vom ölreichen Saudi Arabien reden, denn da ist es schon verboten, eine Bibel einzuführen (was den gläubigen Mr.Bush jr. nicht daran gehindert hat, ausgezeichnete Kontakte dorthin zu pflegen). Und dort einen Muslim zu konvertieren, zum christlichen Glauben, steht unter Todesstrafe, so viel ich weiss. Ich will auch nicht über die Frauen dort reden, und ihre Rechte, weil dort offensichtlich andere, intolerante Regeln gelten. Wie damals bei uns im Mittelalter oder unter Calvin. Das haben wir hinter uns gelassen - warum soll es dort nicht auch gelingen?
Wir sollten diesen Menschen ein gutes Beispiel geben und Toleranz üben, auch wenn's manchmal schwer fällt. Wir geben ihnen jedoch kein gutes Beispiel, wenn wir Minarette grundsätzlich verbieten, so wie dort Kirchtürme grundsätzlich verboten werden.
Ce n'est pas tant l'affiche, que le long travail de sape anti-démocratique de l'UDC qui m'inquiète aujourd'hui.
Petit à petit, ce parti adopte des représentations proches de l'imagerie nazie des années 30.
En banalisant un peu plus les symboles nationalistes et populistes avec chaque campagne, ce parti mise sur les plus bas instincts dans sa communication.
Le plus révoltant ici est de penser que tous ces relents de chemises brunes s'agitent non pas dans un but idéologique, mais bien pour servir de vulgaires intérêts financiers qui sont à terme les seuls but de l'UDC, au service d'une 'oligarchie néolibérale'.
En dirigeant la haine du citoyen contre des minorités facilement identifiable, l'UDC l'empêche de prendre conscience des failles du système ou quelques prédateurs économiques accaparent les bénéfices.
Car il s'agit bien ici d'incitation à la haine et de sa banalisation.
En ce sens, je vous prie de prendre, vous-même ainsi que vos collègues, vos responsabilités pour empêcher que cette dérive nous porte tous sur des chemins de triste souvenir.
Comme Jaques Chessex l'a encore récemment démontré avec son dernier livre, notre pays est encore malade des dérives racistes et fascistes des années 1933-1944. Ne laissons pas des irresponsables rouvrir ces brèches.
Eigentlich kann ich die Initiative voll und ganz verstehen. Sie ist typisch Schweizerisch.
In einer Zeit in der alles nach Regeln und Vorschriften gehen MUSS; in der es sogar TV- Serien über 'Gartenzaunkriege' gibt; in der die Menschen sofort Einsprache erheben, wenn ihr Nachbar den Dachboden ausbaut; in einer Zeit in der man ÜBERHAUPT eine Baubewilligung braucht, um jeden noch so kleinen Unterstand zu errichten; in der man selbst die Hausfarbe nicht frei wählen darf; in einer Zeit in der man für jede kleinste PV- Anlage zig Bewilligungen braucht...
Wer von uns kennt den Nachbarschaftsstreit nicht? Oft wegen banalsten Dingen.
Wir Schweizer wurden durch staatliche Vorschriften und Regulierungen so gezüchtet, geformt, ERZOGEN - Auch und gerade 'Dank' der Regulierungswütigen Linken, die vor Scheinoffenheit und Scheintoleranz nur so strotzt. Und nun will man von den Schweizern erwarten, dass sie dem Bau von Minaretten einfach so zustimmen? Ohne jegliche Bedenken?
Wären die Bauvorschriften liberaler, hätten wir dieses 'Problem' nicht, weil wir sie nicht kennen würden. Die Leute hätten ein anderes Verhältnis zu neuen (und alten) Bauten. Wären die Vorschriften liberal, wären die Menschen ebenfalls liberaler.
Vertraut Pink, vergesst die Vorschriften ;-)
Hoffentlich, dann steigt der Ja-Anteil.
Ihren Gedankengang kann ich emotional nachvollziehen, Ihren Schluss teile ich dennoch nicht.
Man kann durch nichts verhindern, dass im Ausland schweizfeinliche Reportagen publiziert und schweizfeindliche Stimmung verbreitet wird.
Das fragliche Plakat ist treffend und lässt tief in das Gedankengut der Initianten blicken. Es zeigt über die primäre Initiative hinaus, wes Geistes Kind ihre Väter sind. Es ist also ganz ausserordentlich aussagekräftig.
Das (Stimm-)Volk kann sich so eine umfassendere Meinung bilden also ohne Plakat oder mit einem, dass nur die Spitze des politischen Eisberges erblicken lässt.
Viele Grüsse,
Manfred Mogner.
PS: Ich verstehe allerdings absolut und ganz und gar nicht, was die Rassismuskomission damit zu tun hat. Was hat die Rassenzugehörigkeit mit der Religionszugehörigkeit zu tun?
Wir finden es nicht gut von einigen Städten, dass sie es verbieten, die Plakate aufzuhängen. Denn dies unterdrückt die Meinungs- und Informationsfreiheit.
Und dennoch sind wir dagegen.
Es gibt verschiedene Gründe:
- Erstens braucht es Land. Und um diese Minarette zu bauen, nehmen sie sicher flaches Land und nicht hügeliges. Flaches Land brauchen aber die Landwirte, um Getreide anzubauen. Und solches wollen sie verbauen, da muss uns niemand kommen, dass die Landwirtschaft unter den Dienstleistungen leidet.
- Zweitens braucht es Geld. Geld welches die Schweiz investieren muss, um diese Minarette zu bauen.
- Drittens, würden die Muslime auch nicht unbedingt eine Kirche in ihrem Land bauen, damit wir in diese gehen könnten.
Also sehen wir auch keinen Grund, wieso wir in der Schweiz Minarette bauen sollten. Wenn diese Muslime beten wollen, sollen sie es zu Hause machen oder mit eigenem Geld ein Stück Land kaufen und ein Minarett erstellen. Dann ist es uns egal. Aber wir sehen nicht ein wieso die Schweiz sowas für andere Religionen machen sollte.
Ich finde es in der Meinungsfreiheit eigeschränkt, wenn diese Plakate verboten werden. Jeder hat das Recht seine Meinung zu sagen d.h. die Schweizer wie auch die Auslandschweizer. Dies steht auch in der Bundesverfassung!! Die Bundesverfassung solle ja die Grundlage der Gesetze sein und mit dem Verbot der Plakate ist die Meinungsfreiheit verletzt und auch die Glaubensfreiheit, welche beide in der Verfassung stehen. Also was soll man nun tun?? verbietet man also die Plakate und schränkt unsere Meinungsfreiheit ein oder verbietet man Muslimen ihr Recht auf Glaubensfreiheit mit dem Verbot ihrer Kirchen?? Warum können wir nicht nebeneinander leben? Wir akzeptieren ihren Glauben und sie unseren! Das wäre doch die Botschaft unserer Verfassung oder nicht? Meine Meinung ist dass alles im Mass toleriert werden sollte. Muslime sollen doch auch in der Schweiz die Möglichkeit haben ihren Glauben zusammen mit anderen auszuleben. Einander akzeptieren ist das wichtigste in Zukunft!
MfG Marina
Wir haben viele Zeitungsartikel gelesen. Dabei haben wir uns zu zweit unterhalten. Wir sind zum Schluss gekommen, dass wir dafür sind weil:
In der Schweiz gibt es ja bereits vier Minarett.
Ausserdem kann der Kanton hier sehr viel mitreden bei der Iniative, weil er nicht zuerst mit dem Bund über das bestimmen muss.
Wir sind gegen ein Verbot, weil die Meinungsfreiheit erlaubt, dass eine Partei des Kantons seine Meinung vertreten darf.
Die Muslime dürfen ja auch FÜR ihre Minarette werben, wieso wir nicht dagegen?
Auf den Plakaten sehe ich eine Aufforderung die Minarette zu verbieten, eine Menschenrechtsverletzung sehe ich aber nicht. Es ist normal, vor einer Abstimmung Plakate aufzuhängen, um auf sein Anliegen aufmerksam zu machen. Dies sollte auch bei dieser Abstimmung möglich sein. Ich bin eigentlich gegen ein Minarettverbot. Trotzdem sollten die Plakate hängen bleiben, dies vor einer Abstimmung völlig normal. Das Verbieten der Plakate wäre eine Zensur. Zensur ist laut Bundesverfassung verboten.
Ausserdem ist laut Bundesverfassung Art. 72:
„Für die Regelung des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat sind die Kantone zuständig“
„Bund und Kantone können im Rahmen ihrer Zuständigkeit Massnahmen treffen zur
Wahrung des öffentliches Friedens zwischen den Angehörigen des verschiedenen Religionsgemeinden.
http://-
Wir sind der Meinung, dass die Schweiz ein christliches Land ist. Deshalb denken wir, dass es schon genügt wenn wir die Moslems ihre Moscheen bauen lassen. Jedoch sehen wir keinen Sinn, wenn sie zusätzlich noch Minaretten dazu bauen wollen. Man kann ja auch in einer Moschee beten, wozu braucht es denn so ein Minarett? Die Glaubensfreiheit ist gewährleistet. In der Bundesverfassung steht nirgends, dass jeder ein Anrecht auf ein „Glaubensgebäude“ hat. Das heisst wir müssten nicht einmal Moscheen „akzeptieren“, was der Schweizer jedoch wortlos über uns ergehen lassen. Denn wir sind ja soo neutral, nett und sagen ja nie nein zu irgendetwas, was irgendjemand mit uns anstellt (siehe z. B. Libyen-Affäre)! Die Schweiz sollte sich in Zukunft nicht mehr so viel gefallen lassen und ein wenig patriotischer auftreten. Wir sind auch ein Land und sollten nach aussen endlich viel selbstbewusster auftreten.
Da die Schweiz ein Land mit Meinungsfreiheit ist, sollten die Minarett-Plakate überall aufgehängt werden dürfen. Sie sind ja nicht rassistisch!
S & T
Wieso verboten?
Jeder Mensch sollte seine Meinung freiheitlich zeigen können (Freiheitsrecht). Diese die nicht dafür sind können ja auch Plakate gestalten und auf öffentlichem Grund präsentieren und vor allem in einige Kantonen ist es erlaubt und in einigen nicht. Da können sie in die erlaubten Kantone gehen und ihr Plakat zeigen. Die Plakate sind nicht so gestalten das man es verbieten muss. Mann muss sich schon Fragen ob man in einer Demokratie ist. Das Plakatverbot ist ja nicht ungesetzlich. Mann könnte meinen das man in einigen Kantonen nicht Mündig ist. Doch das die Minarette gebauten werden bin ich dagegen.
Wir sind der Meinung, dass keine Minarette in der Schweiz gebaut werden sollen. Weil es nicht zu der Schweizer Kultur passt. Dürften wir in ihrem Land unsere Kirchen bauen? Definitiv nein. Es hat schon sehr viele Muslime in der Schweiz, würde man jetzt den Bau von Minaretten zulassen könnte es einen enormen zuwuchs von Muslimen geben. Diese Initiative macht nicht gerade Werbung für die Schweiz im Ausland. Jedoch sollte man endlich Klarheit schaffen über diese Initiative. Je mehr wir noch über dieses Thema Diskutieren umso höher werden die Kosten zum Beispiel für Plakate, Werbung allgemein. Dieses Geld könnte man besser für andere Organisationen benützen. Dieses Minarett Plakat könnte jedoch dem Schweizer ruf sehr schaden weil es zu extrem „rechts“ Orientiert ist. Wir verlieren so viele Touristen aus anderen Ländern in denen es Muslime gibt, somit auch Geld. Nun hoffen wir das es eine Entscheidung gibt mit der alle Leben können!
Wir denken jeder sollte seine eigene Meinung vertreten dürfen. Ohne dabei gleich zensiert zu werden. Aber man sollte nicht die Gefühle anderer Religionsgemeinschaften unterdrücken. Man kann es sehen wie man will in beiden Situationen beugt man die Bundesverfassung.
Wir finden dass die Plakate gut sind denn wir sollten uns nicht immer alles gefallen lassen. Niemand oder fast Niemand stört es wenn Moscheen gebaut werden, aber die Minarette symbolisieren einen Machtanspruch des Islams. Dieser Gedanke gefällt vielen Menschen nicht.
Zitat Bundesverfassung Art.17: Die Freiheit von Presse, Radio und Fernsehen so wie anderer Formen der öffentlichen fernmeldetechnischen Verbreitung von Darbietungen und Informationen ist gewährleiset.
Unserer Meinung nach sollte man diese Plakate auf jeden Fall aufhängen.
Erstens weil in der Schweiz Meinungsfreiheit herrscht.
Zweitens weil für uns das oben genannte Zitat sehr wichtig ist und das ein Wiederspruch gegen die Bundesverfassung wäre.
Wenn man Verbieten würde diese Plakate aufzuhängen dann würde man auch gegen die Meinungsfreiheit in der Schweiz verstossen, denn diese Plakate sind die Meinung der Parteien.
Der hohe Wert der Meinungsfreiheit ist für uns ein Grund dafür dass die Plakate aufgehängt werden dürfen. Und laut Bundesverfassung Art. 72 sind die Kantone zuständig dafür zu vermitteln zwischen Staat und Kirche. Also müssten sich die Kantone selber einigen.
Wir finden aber beide eigentlich dass die Plakate eine gewisse Grenze überschreiten. Und eigentlich nicht notwendig sind.
Wir finden auch das man generell mit solchen Diskusionen das Thema nur schwieriger macht und man in der Schweiz noch ganz viele andere, viel wichtigere Themen zu klären hätte.
Elias Valon
http://fisch
Eines muss man der SVP lassen. Punkto Medienfreiheit und Meinungsfreiheit nützen sie diese Gesetze in vollen Zügen aus. Das umstrittene Minarett-Plakat ist ein Zwiespalt zwischen Medienfreit, Religionsfreiheit und dem Rassismusgesetz. Schauen sich die Menschen in der Schweiz das Plakat in der Öffentlichkeit an, so meinen die Meisten von ihnen, der Islam sei kriminell. Der schwarze Mann mit dem Kopftuch und im Vordergrund das grosse Minarett. Doch wenn Mann oder Frau ein wenig überlegt, steht doch fast jede Religion für ein friedliches Zusammenleben ein. Also sicher nicht kriminelle Muslime gehen freiwillig in ein Minarett, um zu beten. Ob die Initiative angenommen wird oder nicht. Klar ist die schweizerische Bevölkerung hat sich mit dem Thema Islam und Minarette auseinandergesetzt. Laut neusten Umfragen wird die Initiative ohnehin abgelehnt. Das ist auch gut. Punkto Gleichberechtigung für Alle würde die Schweiz an Glaubwürdigkeit im Ausland verlieren. Gemäss einem Beitrag von Radio DRS 1 ist der Bau von neuen Minaretten auch nach der Ablehnung der Initiative sehr schwierig. Bis jetzt gibt es in der Schweiz vier Minarette und diese Zahl wird sich nicht vervielfachen. Doch genau das befürchten die Meisten Schweizer, dass sich die Minarette hundertfach verbreiten würden. Gemäss Bundesverfassung Art.15: Die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist gewährleisten. Jede Person hat Recht, ihre Religion und ihre weltanschauliche Überzeugung frei zu wählen und allein oder in Gemeinschaft oder anderen zu bekennen. Die schweizerische Bundesverfassung zeigt also, dass man religiösen Gemeinschaften nicht verbieten darf sich in der Öffentlichkeit zu versammeln. Somit ist klar, jeder Muslim hat das Anrecht auf ein Minarett.
Weiter finde ich diese Initiative richtig und bin für ein Minarett- Verbot. Das in meinem Dorf der höchste Punkt ein Kirchspitze für Muslime wäre, wäre für mich unvorstellbar. Weil die meisten in meinem Dorf Christen sind. Die Muslimen haben ja Moscheen in denen sie beten können. Und das ist ja auch nichts. Wenn ich in ein hauptsächlich von Muslimen bewohntes Land ziehen würde, dann würde es kaum jemand erlauben, wenn ich dort eine katholische Kirche bauen möchte. Ich finde es auch schade, dass jetzt mehr über das Plakat gesprochen wird, als über die Fakten. Die Politik redet nicht mehr über die Sache, sondern fast ausschliesslich über ein Plakat-Verbot. Das gewisse Medien dieses Plakat nicht drucken wollen, ist ihr gutes Recht. Sie können drucken was sie wollen, da sehe ich kein Problem.
Ich habe auch Meinungen von toleranten Muslimen im Internet gelesen. Der eine schreibt z.B. das Minarette keine Versammlungsräume seien sondern Türme. Wichtig sei das sie gemeinsam Beten können und dies können man auch in Moscheen. Bei dieser Abstimmung geht es rein nur um die Macht. Deshalb: Ja gegen den Bau von Minaretten.
Das ist doch einfach ein Vorwand, um eine gegnerische Meinung zu unterdrücken. Es ist doch völlig klar, dass in der Politik immer jemand beleidigt werden kann.
Nehmen wir ein Beispiel: Das Plakat der AL zur Waffenexportinitiative (das mit dem zündelnden Senn) beleidigt die Schweizer auf's Gröbste. Hat jemand verlangt, das Plakat abzunehmen? Nein!
Wieso dürfen SVP-Anhänger jeden Tag in Fernsehen, Radio und Zeitung auf's Gröbste als Faschisten und ähnliches verungimpft werden? Herr Leuenberger, jetzt sagen Sie mal, haben SVP-Anhänger weniger Rechte? Haben Moslems Sonderrechte? Wieso dürfen Christen jeden Tag auf's Gröbste beleidigt werden? Hallo Leute, ist bei euch eigentlich jeder gleich vor dem Gesetz?? Oder sind manche ein bisschen gleicher??
http://www.kirchenglocken.ch
http://www.kirchenglocken.ch/wp-content/uploads/image/ig-stiller-nachtruhe-kirchturm-plakat-small.jpg
http://www.youtube.com/watch?v=jTw73L4IEkY&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=emTUEah63Fw&feature=related
schaut euch mal das Interview genau an und studiert es "es sind nicht alle muslime TERRORISTEN"
Wir sind nicht gegen andere Religionen oder Kulturen, wir wollen aber nicht, dass die Islamische Gemeinschaft sich in der Schweiz ausbreitet.
Es stört uns nicht, wenn Moscheen gebaut werden, aber Minarette finden wir überflüssig. In der Schweiz gibt es etwa 130-160 muslimische Kulturzentren und Gebetsstätte, sie alle besitzen kein Minarett. Das Ausüben des Islamischen Glaubens wird aber keineswegs behindert. Wenn wir den Moslems erlauben in der ganzen Schweiz noch mehr Minarette zu erstellen, wären wir für sie so etwas wie ein Paradies. Sie würden sich hier einleben und nach und nach rechtliche und politische Rechte beanspruchen wollen. Die Schweiz würde zunehmend vom Osten regiert werden. Das wäre ein schlimmer Ausgang, wenn die Schweiz nicht mehr die Schweiz sein könnte.
Die Initiative stellt die Schweiz nicht gerade in einem guten Licht dar. Mit dem Plakat, das teilweise als Rassistisch angesehen wird, standen wir in allerlei Zeitungen. In Ländern mit vorwiegend Islamischen Glaubens wird die Schweiz wohl in den nächsten Jahren nicht als Ferienort zur Auswahl stehen. Wir denken aber, dass die Schweizer Wirtschaft diesen kleinen Dämpfer ohne weiteres wegstecken wird.
Die Plakate mit denen die Initianten Werbung machen provozieren, wir sind aber der Meinung, dass jeder seine Ideen und Vorschläge in Wort und Bild veröffentlichen darf, so wie es auch in der Bundesverfassung im Art.16 steht. Deshalb darf man die Plakate nicht verbieten, sie sind nicht als Angriff auf den Moslemischen Glauben gedacht.
Wir leben friedlich mit den Moslems zusammen und wollen das auch weiterhin beibehalten.
Bei uns läuten die Glocken, bei ihnen ruft der Muezzin. Leute, wollt ihr euch das wirklich antun? , zuletzt heisst es noch, wir Schweizer dürfen unsere Glocken nicht mehr läuten lassen, weil es sie Muslime beim „ausrufen“ stört. So weit darf es einfach nicht kommen, kämpft dagegen!
…andere Frage; WER würde den Bau der Minarette finanzieren? – genau (!) , es wären alle die Steuer zahlen müssen. Ich denke die Mehrheit besteht nicht aus den Moslimen.
Wir sind ein Menschenfreundliches und hilfsbereites Land, deshalb könnten Leute in armen Ländern dieses Geld viel, viel besser gebrauchen!
Wir sind ein freies Land, wie auch freie Menschen, doch wir dürfen uns nicht alles gefallen lassen.
Und wieder ein Plakat, das „alle“ Leute in einen Topf schmeisst, schade!
Haben wir wirklich solch grosse Angst vor einer zunehmenden Islamisierung unseres Landes? Kommen mit den Minaretten auch zwingend die Muezzine? Sind wirklich alle Muslime Terroristen? Für uns alles Fragen, die wir uns vorher nie überlegt habe. Denn als weltoffene, tolerante und freie Schweizerinnen ist für uns klar, dass man nicht alle Leute in einen Topf schmeissen kann.
Die Schweiz ist eben multikulturell, so viele verschiedene Kulturen leben nebeneinander, wieso sollten dann nicht auch die Religionen mit den unterschiedlichen Bauobjekten nebeneinander auskommen?
Laut dem Art. 15 der Bundesverfassung ist die Glaubens- und Gewissensfreiheit gewährleistet, wieso dann keine Minarette, es gibt ja auch Kirchen?
Auch wenn die Minarett-Plakate als nicht strafrechtlich relevant einzustufen sind, finde wir diese doch sehr unpassend für ein tolerantes Land wie die Schweiz es (sein sollte) ist.
Aber das Resultat passt in die Zeit. Unsere heutige Freiheit ist unser höchstes Gut. Die Freiheit aller anderen Erdenbewohner ist uns sch..egal!
Dann fördern wir auch noch den CO2-intensiven Flugverkehr, und foutieren uns um die Auswirkungen auf den Klimawandel. Ausserdem verkaufen wir weiterhin Waffen ins Ausland und glauben allen ernstes, dass damit keine Menschen verletzt oder getötet werden. Das ist doch einfach nur zynisch!
Sorry, langsam denke ich, ich sollte nach Schweden auswandern..
Es ist ja noch nichts verloren. Zwar hat jetzt das Schweizer Stimmvieh abgestimmt, aber es gibt ja auch noch die Juristen (und die können Zusatzklauseln machen)...
Immer locker bleiben und pragmatisch denken.
Die ganze Minarett-Initiative war doch eh nur ein Medienaufhänger bzw. eine Beschäftigung für primitive Hirne, die leider immer noch unterbeschäftigt sind...
Politik wird ja nicht nur an der Urne gemacht (sondern vor allem von Juristen).
Endlich geht mal einer nach vorne und sagt wie es ist und es ist diesmal kein Deutscher, Kein Nazi, Kein rechtsradikaler Sinner, oder Siegheil grölender Glatzkopf. Nein die Schweiz, inbegriff für liberalität, die Schweiz die sich immer und überall raushält, die Schweiz die es sogar geschafft hat dem 2. Weltkrieg weitestgehend aus dem Weg zu gehen, diese Schweiz sagt nun ganz offen "wir sind Christen, in einem Christlichen Land, in Mitteleuropa, wir haben keinen Platz für Minarette oder der gleichen. Sofort schreien alle Spinner in Europa"Oh Gott wie könnt ihr nur" Aber Recht haben sie die Schweizer, wenn ich dahin fahre will ich Berge, Milka Kühe und Kukuksuhren sehen, vielleicht noch ne Bank aber sicherlich keine Mosche oder Minarett. Das sind Atribute die da ebenso nicht hingehören wie nach Deutschland, Frankreich ,Holland oder sonst wo in Mitteleuropa. Hier sind wir Christen und keine Muselmane und ich bin nicht rechtspopulistisch.
MFG
Wieso ist eigentlich auch immer der Islam so präsent? Wo sind die Buddhisten, stellen diese Forderungen zum Bau Ihrer Tempel? Ich bin überzeugt, dass es auch deren Recht wäre sich zu melden, nur seltsamer Weise hört man von dort nichts.
Ich kann nur sagen, dass ich empfinde, dass gerade wir Homosexuellen in unsren Rechten wieder ingeschränkt werden, wenn die Islamisierung fortschreitet. Für etwas haben die letzten jahrzehnte gekämpft.
Meine Hochachtung gehört den über 50% des schweizerischen Stimmvolkes, welches sich trotz Drohungen, Mahnungen, Bedrängungen, Beschimpungen usw. zur Schweiz bekannt hat.
Was interessiert uns die UNO, die Menschenrechtsorganisationen usw?
Hier in der Schweiz brauchen wir alle diese Organisationen (noch) nicht! Dies aber auch nur so lange, bis die "Linke" eine Übermacht bekommt und so die direkte Demokratie abgeschafft wird.
Danke Herr und Frau Schweizer. Auch ich bin stolz ein Bürger dieses Landes zu sein!
Die Linke schämt sich und die Rechte freut sich. Neid kommt von allen Seiten und allen Staaten auf dieser Welt.
Es lebe die Freiheit und das Recht so zu stimmen wie gefühlt wird.
Schweizer: Wehrt euch, ihr freien Schweizer, denn die Linke will euch schon lange über die Justiz einen Maulkorb verpassen (ist ja im Beitrag von "Stefan" offen und ehrlich umschrieben)! Lasst euch auf gar keinen Fall "unterjochen" von den grössenwahnsinnigen "Weltverbesserern" und "Gleichmachenwoller".
Viva la Svizzera!
Euer überglücklicher Rechter
In meinem Augen ist das Minarettverbot, Rasissmuss und so wie ich es sehe wird dies, oder sollte geahndet werden.
Also müsste jeder der dafür gestimmt hat angezeigt, und bestraft werden.
In unserem wunderschönen Land, sollte Plat für Rerligionen und Ansichten sein,
Wir leben nicht auf einem rein Schweizer Planeten.
http://www.protell.ch
"Aber das Resultat passt in die Zeit. Unsere heutige Freiheit ist unser höchstes Gut. Die Freiheit aller anderen Erdenbewohner ist uns sch..egal!"
Immer wenn ich solche Sachen lese, merke ich innerhalb von 1 Sekunde, da ist ein Pseudo-Freund der Freiheit am schreiben. er gibt sich als Freund der Freiheit aus, wenn es um SEINE Sache geht, ansonsten ist er ein gewöhnlicher Verbieter-Bünzli, Typ Hauswart, der Alarm schlägt, wenn ein Kinderwagen rumsteht.
Wo warst du, als es im die Freiheit der Waffenbesitzer, Schützen und Waffensammler ging? Nirgends, du hast nach mehr Verboten geschrieen.
Wo warst du, als die Anti-Offroad Initiative gestartet wurde? Du hast den Unterschriftsbogen unterschrieben, und hast dich heimlich gefreut, dass es jetzt gegen die Porsche-Cayenne Besitzer geht
Wo warst du, als es gegen Killerspiele ging? Du hast mit Schaum vor dem Mund Leserbriefe geschrieben und kannharte Verbote gefordert
Wo warst du, als es gegen "Killerhunde" ging? Du hast....
Viel Spass in Schweden!
Himmelherrgottnochmal! Da sonnen sich die Schweizer PolitikerInnen in der Bewunderung die ihnen Dank unseres einzigartigen politischen Systems - der Demokratie - weltweit entgegengebracht wird und nehmen die Lorbeeren für diese Vorbildfunktion entgegen.
Und nun, wo „die Volksregierung“ einmal anders als die „Classe politique“ entschieden hat, scheinen die PolitikerInnen den demokratischen Entscheid nicht zu respektieren und glauben, diesen der Welt erklären zu müssen – als ob die Mehrheit der Stimmenden eine peinliche Dummheit begannen hätte. Sind PolitikerInnen schlechte VerliererInnen?
Ich erwarte von der das Volk vertretenden Schweizer Regierung, dass sie demokratische Entscheide respektiert – das heisst, diese nicht öffentlich bedauert.
http://-
Der neue Verfassungsartikel ist nicht vereinbar mit der äusseren Religionsfreiheit. Viele Leute wissen nicht, dass es in unserem Staat vorgesehen ist, dass sich bei einem konkreten Streitfall die Gerichte damit befassen und die Gerichte auch explizit festellen dürfen, dass in der Gesetzgebung oder der Verfassung etwas nicht korrekt ist.
Zudem ist dann noch der europäische Kontext, der Beitritt zur Europäischen Menschenrechtskonvention ist ebenso demokratisch legitimiert wie diese Abstimmung vom Sonntag. Beide Entscheide sind absolut gleichberechtigt.
http://sc.tagesanzeiger.ch/dyn/news/sch
Da hat sich nun wieder ein kleines Manko unserer schönen Musterdemokratie gezeigt: Die fehlende Verfassungsgerichtsbarkeit!
Nur das Parlament kann eine Initiaitve (VOR der Abstimmung) für ungültig erklären, nicht das Bundesgericht. Dies geschah nicht, wurde aber erwogen, siehe Link.
Wie sollte es auch geschehen, wenn im Parlament "die Volksmeinung" vertreten ist? Gewaltentrennung?
Das Parlament hätte die Initiative für ungültig erklären können; die Initianten hätten DIES an ein Verfassungsgericht und auch an den Menschenrechts-Gerichtshof weiterziehen können. So hätte sich auch nie die Frage ergeben, ob man aus dem Europarat austreten müsste oder nicht (eine Ungeheuerlichkeit, diese Frage!).
Stattdessen werden wir jetzt einen unseligen, unmöglichen und unendlichen Kampf bekommen, was denn ein Minarett sei:
- Ist ein Kirchturm mit Zwiebeldach ein Minarett?
- Ist der Turm einer zur Moschee umgenutzten Kapelle ein Minarett?
- Ist ein spitzes Dach ein Minarett?
- Ist ein Abluftkaminrohr ein Minarett?
- Ist eine Fahnenstange ein Minarett?
- Ist eine holographische Projektion ein Minarett?
VIEL VERGNÜGEN, SCHWEIZ!
... Welches ist ein Minarett? ...
Sie trauen der Intelligenz der Bevölkerung anscheinend nicht allzu viel zu...
Die Behandlung der Frauen im Islam verspricht grosse ganz Toleranz...
A propos: „Hat die Toleranz die Untoleranz zu tolerieren?“ Es geht doch überhaupt nicht um die Frage Toleranz oder Untoleranz, denn Toleranz fordern immer diejenigen, die selbst nicht tolerant, ja rücksichtslos sind. Rücksichtsvolle, oder besser: anständige Menschen erwarten keine Toleranz, weil man ihnen gegenüber nicht tolerant zu sein braucht.
Aber die Toleranz gegenüber der Rolle der Frau im Islam scheint wenigstens gross zu sein.
Mehr oder weniger freundliche Grüsse
Tolle Ranz
http://mpj1952.blogspot.com
Danke fuer Ihren Blog-Eintrag.
Ich habe mich wieder einmal fuer die SchweizerInnen geschaemt, fuer ihre enge Sicht der Dinge, ihre Aengstlichkeit.
Traurige Gruesse aus Oban in Schottland, wo die Menschen aehnlich aengstlich sind und auch seit Hunderten von Jahren alles aussondern, was mit ihrer eigenen Weltanschauung nicht uebereinstimmt.
Siehe heutige Tagespresse "Wann ist ein Minarett ein Minarett?"
Ich diagnostiziere und prophezeihe eine fundamentale Entzweiung der CH-Gesellschaft, die nun alle andern drängenden Probleme vergisst.
Lesenswert auch
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Jetzt-muessen-wir-sogar-Koeppels-triumphierende-Ironie-schlucken/story/10202730
Mani Matters Zündhölzli brennt, und keiner nimmts vom Teppich weg!!
Ausländer/innen - Inländer/innen
Ich bin dafür, dass endlich mal etwas Ordnung geschaffen wird, vor allem begrifflich.
Das sprachliche Gegenstück zu Ausländer ist nicht Schweizer, sondern Inländer.
Und wie ich vorhin die SF-Arena mit Blocher, Scherrer und Co. sah, wurde mir klar:
Es gibt ein massives Inländerproblem in diesem Land.
Es geht um extreme Patriarchen und Chauvinisten, die auf andere ständig lautstark und rücksichtslos einreden, ihnen kaum Raum und Freiheit lassen. Es sind Inländer, die gegen Ausländer wettern, dort vor allem speziell auch gegen Chauvinisten, sie kämpfen also gegen sich selbst und brüllen ständig die Falschen an.
Ich wäre dafür, dass dieses Land mal was wagen würde:
Die Schweiz lädt z.B. Gaddafi ein, er solle in der SF-Arena gegen Blocher antreten.
MfG
Pia
Es freut mich, dass endlich ein Magistrat die "formelle" Seite der Minarett Initiative benennt. Als Stimmbürger habe ich nämlich ein Riesenproblem, wenn mir eine Vorlage zur Abstimmung gebracht wird, zu der ich faktisch nur eine Antwort geben kann, weil die Regierung, Experten und die Medien einen bestimmten Entscheid bereits als nicht umsetzbar bezeichnen und allfällige weitreichenden Konsequenen für unser Land beschwören. Mein Ja zur Initiative ist dann auch mitgetragen worden von einem Protest gegen unser Parlament,das die Initiative leider nicht verboten hat und die Diskussion dazu feigerweise kaum geführt hat.
http://bazonline.ch/schweiz/standard/SVP-Widerstand-gegen-Einbuergerungen/story/19024539
Wird die SVP von sich selbst überfremdet? Ist Berlusconi kein Macho? Gibt es keine Chauvinisten in der SVP? Wo hört Kultur auf, wo fängt sie an? Also das mit dem "Fremden" und was das sein solle, kommt mir extrem bekannt vor, mich dünkt, das trifft man unter Inländern wie Ausländern an, wenn man nur gut beobachtet und hinhört und richtig sortiert, also Ordnung schafft.
http://www.youtube.com/watch?v=dqh36iCY
Aber man weiss jetzt, was gesungen wird.
http://www.youtube.com/watch?v=dqh36iCYz18
Kommentar überflüssig! Möge jeder selbst seine Überlegung darüber machen und natürlich auch über die direkte Demokratie.
Nach dem Abstimmungsresultat übt der Bundesrat Schadensbegrenzung. Auch wird versucht herauszufinden weshalb dieses Abstimmungsergebnis nicht vorhergesehen wurde.
ABER: nach Aussagen von Frau Widmer-Schlumpf widerspricht das neue Verbot geltenden internationalen Verträgen und Gesetzen. Daher hätte die Initiative niemals als gültig erklärt werden dürfen. Ganz vorsichtig ausgedrückt haben doch Bundesrat und Parlament ganz einfach geschlafen und haben daher die Folgen zu verantworten.
http://www.uri.info/de/navpage-CultureU
Und hier die Worte in seinem Ruf:
http://www.erratiker.ch/CH/bruesti_betruf1.htm
Vielleicht hat ihn schon jemand gehört? Schön hat's getönt, damals, als ich noch klein war und mit Vater und Bruder Frühmorgens dem Weckruf lauschte!
Hab allerdings vor lauter Echos und Kuhglockengebimmel nicht viel vom Gesang verstanden. Aber gut hat's getan für einen Morgenmuffel wie mich :-)
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/dos
Der falsche NZZ-Korrespondent
Von Daniel Foppa. 3.12.09
Als «NZZ-Nahostkorrespondent» und «Professor an der Universität Wien» kämpfte Heinz Gstrein für die Minarett-Initiative. Beide Titel trägt er zu Unrecht.
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/dossier/die-islamdebatte/Der-falsche-NZZKorrespondent/story/18343323
http://www.zwangsheirat.ch/zwangsansich
Ich kann nicht verstehen, dass ausgerechnet eine Psychotherapeutin der Nation eine falsche Strategie empfiehlt, um soziale Probleme zu lösen. Finde das ziemlich unverantwortlich, sie hat schliesslich in den Augen ihrer Anhängerinnen einen wichtigen Status. Und mich dünkt es populistisch, wenn sie dann noch mit dieser falschen Strategieempfehlung öffentlich hausieren geht, in Fernsehsendungen und vielen Interviews. Und wenn sie jetzt behauptet, dass sei ein Stopp-Signal gewesen, dieses Ja zum Minarettverbot, dann kommt sie mir vor wie die weibliche Platzhirschin der Nation. Den tapferen und demokratischen Muslimas, die auch öffentlich (sei es im Club oder der Arena) auftraten, die dem Land feine Identifikationsmöglichkeiten für Mädchen schenken, will sie also tatsächlich vorschreiben, wie sie ein Minarett zu deuten haben? Wie kommt ausgerechnet Onken auf die Idee, diese Frauen zu bevormunden? Was geht das Onken überhaupt an, was ein Minarett für diese Frauen bedeutet? Das historische Pendant zum Kirchturm deutet Onken so, wie es ihr gerade so in den Kram passt und belagert es mit ihren patriarchalen Mitstreitern gedanklich wie in einem Krieg. Bei ihrer wilden Deuterei könnte man ja fast meinen, sie sehe gar in jedem Wanderweg-Wegweiser einen Phallus. Und was wären dann all die grossen, breiten und flachen Plätze vor den Kirchen, aber z.B. auch Regierungsgebäuden, ein weibl. Symbol? Dann sollte Onken besser nicht den Bundesplatz betreten, denn sie würde bloss auf den Frauen rumtrampeln. Und wie ist es mit den Dächern, haben christliche Kirchen ein Ellbogen-Dach? Moscheen einen Bauch? Meine ja nur, schliesslich besteht der Mensch ja medizinisch gesehen nicht bloss aus einem Körperteil. Was Onken der Nation vorgeführt hat, ist nichts anderes, was es auch woanders gibt: die Macht der Frauen. Denn auch bei Zwangsehen mischeln Frauen mit, als Mütter, Grossmütter, Schwiegermütter. Sie verzwangsheiraten auch Söhne. Wenn auch diese Frauen nicht mithelfen, aus diesen unsäglichen Teufelskreisen auszusteigen, wird es sehr, sehr schwierig.
Und was mich in den ganzen Diskussionen auch störte, was total unterging:
„Denn in der Schweiz sind Angehörige verschiedener Glaubensrichtungen betroffen: hinduistische Tamilinnen und Tamilen, christlich-orthodoxe Assyrerinnen und Aramäer, muslimische oder katholische Kosovarinnen, orthodoxe jüdische Personen, sunnitische Türkinnen und alevitische Kurden. Zwangsheirat hat also viel mehr mit traditionellen, patriarchalen und familialistischen Vorstellungen zu tun. So versucht man arrangierte Eheanbahnungen auch unter Zwang durchzusetzen. Allerdings werden Traditionen oft auch von streng religiösen Menschen, Familien und Gesellschafen hoch gehalten. Die Religion wird dann als letzte und oberste Argumentationsinstanz missbraucht.“
http://www.zwangsheirat.ch/zwangsheirat/10faq.php#was_hat_religion
Und was ist mit ihm hier? Hat Onken den auch total vergessen?
http://www.zwangsheirat.ch/zwangsansichtskarte/zwa_postkarte_8.html
(auf Bild klicken, um zwischen Text und Foto zu wechseln)
Onken kratz bloss etwas an der Oberfläche rum und nennt das bereits „Feminismus“. Ein Feminismus aber, der sich nicht konsequent an Gleichbehandlung und Gleichstellung vor dem Gesetz orientiert, ist kein Feminismus, sondern Willkür. Wer z.B. den drei monotheistischen Kindern nicht mit Gerechtigkeit begegnet, ist ein Rabenvater oder eine Rabenmutter. Das heisst nicht, dass diese drei Kinder identisch sein oder werden müssen, aber sie haben das Recht auf einigermassen faire Umstände und Spielregeln. Das nennt man unter anderem auch: Demokratie.
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/sta
Tagesanzeiger: "Waren Sie nicht verwundert darüber, dass man ihnen einen solchen Gesprächspartner vorsetzte?"
Oskar Freysinger: "Die Verantwortlichen des Senders haben mir gesagt, dass sie in der arabischen Welt genau mit solchen Leuten Probleme haben. Darum haben sie einen Hardliner als mein Gesprächspartner eingeladen."
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Tamimi-hat-mit-seinen-Beschimpfungen-alle-Vorurteile-bestaetigt/story/12668191
Dass man sich über Abstimmungsresultate ärgern kann, verstehe ich gut. Ich selber befinde mich recht häufig in dieser Situation. Leider ändert alles Schimpfen nichts am Ergebnis.
Setzen Sie also Ihre Energie und Phantasie sinnvollerweise dazu ein, um den empfundenen Schaden zu begrenzen oder wett zu machen. Möglich wäre ja die Lancierung einer Initiative zur Aufhebung des Minarettbauverbotes ...
Die Schelte an Frau Onken hat meines Erachtens hier nichts zu suchen. Sie können Sie direkt an Frau Onken richten: http://www.julia-onken.ch/blog-julia-onken/blog.php
Einige hundert gläubige Muslime in der Schweiz können sich mit oder ohne Minarett nach wie vor in ihrer Moschee gen Mekka verneigen und beten.
Aber tausende Zivilisten auf dieser Welt – Frauen, Kinder, Alte, Unbeteiligte - können sich nicht vor den Waffen, die ihr Regime von der Schweiz legal oder auf Umwegen erworben hat, schützen.
DAS ist doch der wirkliche Skandal – und keiner, nicht mal eine Intellektuellengruppe empört sich. Auch das ist ein Skandal.
Und seit ich stimmen kann, war ich auch oft in der Minderheit, aber ich kann mich nicht an eine derart fiese Abstimmung erinnern wie jene zu den Minaretten, von "direkter" Demokratie zu reden, ist für mich ein Hohn, mir kommt es eher so vor, als wurde den Muslimen "indirekt", hinter ihrem Rücken, heimlich, anonym, eins ans Bein gegeben, per Stimmzettel.
Und jene, die nicht sehen, das man es bei Menschenrechtsverletzungen immer mit einem Spektrum zu tun hat, die finden natürlich alles, was ich hier schreibe als sinnloses Schimpfen und nehmen es nicht ernst. Aber ich lasse mich natürlich auch von ihnen nicht bevormunden.
2009-12-10 11:06:50
Selbstverständlich können Sie sich so lange aufregen wie es Ihnen gefällt – es liegt mir fern, Sie daran hindern zu wollen.
“.... indem man auf grausame, physische Menschenrechtsverletzungen woanders verweist. Dann wiederholt sich das, was in den Diskussionen zur Abstimmung ja so daneben war: Man misst die Schweiz nicht an sich selbst – sondern zeigt mit dem Moralfinger ins Ausland...“
Mit meiner Aussage, dass weltweit tausende Zivilisten mit Schweizer Waffen bedroht und getötet werden, ging es nicht darum mit dem „Moralfinger auf Menschenrechtsverletzungen woanders“ hinzuweisen, sondern auf das schweizerische Abstimmungsergebnis zum Waffenexportverbot.
Ich messe die Schweiz an sich selber - wie Sie es nennen. Oder wollen Sie behaupten, Schweizer Waffen würden im Ausland hergestellt. Sie als Schweizerin haben in der Schweiz abgestimmt ob Schweizer Waffen weiterhin aus der Schweiz ausgeführt werden dürfen. Schweizerischer geht’s wirklich nicht.
Tagesanzeiger: „Viele Schweizer Muslime, auch sogenannt gut integrierte, fühlen sich durch das Verbot zurückgesetzt, wenn nicht beleidigt. Verstehen Sie diese Muslime?“
Alice Schwarzer: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass aufgeklärte, fortschrittliche muslimische Menschen sich durch die Schweizer Debatte «beleidigt» fühlen – sie werden eher erleichtert sein.“
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Ein-Verbot-der-Burka-finde-ich-selbstverstaendlich/story/28153441
Da ist sie wieder, diese Bevormundung, die anderen massive ihre Gefühle vorschreiben will. Die Szene erinnert an die weissen US-Mittelschichtsfrauen und Feministinnen der 70-er Jahren, die eines Tages feststellen mussten, dass diese schwarzen Objekte, auch Frauen, selbst reden können und nicht von den weissen Frauen bevormundet werden wollen.
Schwarzer ist heute in der Arena. Wenn ich die Liste für den inneren Kreis sehe, dann offenbar wieder keine Muslima, kein Muslim darin. Dann aber grossartig von Integration labern, aber über die man schwätzt, dürfen als Zaungäste in der Arena am Rand stehen, wie in den vergangenen Sendungen, eigentlich ein Skandal, diese soziale Inkompetenz beim Schweizer Fernsehen.
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/sta
Das 5. Minarett in der Schweiz:
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Das-5-Minarett-der-Schweiz/story/15024702
http://keine
Sonst finde ich die Politik meistens gerecht.
Sevi
Wer sollte denn "wir" sein? Hm?