Alles hat seine Zeit
[Version française Toute chose prend du temps]

Kommentar im laufenden Blog zu meinem letzten Beitrag: „Der hat doch vor lauter bloggen keine Zeit für die Politik.“
Während einer zweitägigen Kommissionssitzung (letzte Woche): „Schade um Ihre Zeit, diese Auseinandersetzungen anhören zu müssen. Sie müssten sich doch sicher auf die Bundesratssitzung vorbereiten.“
„Ich muss Sie jetzt wieder verlassen,“ sagt ein Botschafter nach 10 Minuten, „Ihre Zeit ist kostbar.“
„Wir sind stolz, dass Sie sich Zeit nehmen, für eine politische Diskussion eigens nach Brig zu reisen.“ (Brig, 25. Februar)
Der Brief eines besorgten Bürgers (letzte Woche) beginnt mit: „Sie werden ja doch keine Zeit haben, diesen Brief selber lesen…“
Als Einleitung zu einer Sitzung mit einem Interessenverband (letzte Woche): „Sie hatten kaum Zeit gehabt, unsere Anliegen zu lesen.“
„Wir hätten gar nicht geglaubt, dass Sie Zeit haben für ein längeres Interview.“ (zum Interview in „Sonntag“ am 24. Februar)
Zu meiner Rede 175 Jahre Uni (29.Februar): „Wer schreibt Ihnen diese Reden. Sie haben doch selber sicher keine Zeit neben der politischen Arbeit?“
Nach meiner Rede zur Emeritierung von Prof. Peter Forstmoser (1. März) : „Und Sie nehmen sich Zeit für eine Rede, an der keine Medien sind?“
Nach meinen Glückwünschen zur Wahl Levrats zum neuen SP Präsidenten (1. März): „Woher nimmst Du denn die Zeit, bis am Schluss des Parteitages zu bleiben, wo Du doch so viele Dossiers hast?“
Der Bitte, „Lüge, List und Leidenschaft“ zu signieren (Basel, 1. März)), folgt die Frage: „Woher nehmen Sie die Zeit, trotz Ihrer politischen Arbeit ein Buch zu schreiben?“
In der Warteschlange vor dem Kino (Sonntag, 2. März): „Und Sie haben also Zeit, ins Kino zu gehen.“
Auf dem Flughafen in Zürich: „Schön, dass Sie sich die Zeit nehmen, an die internationale Konferenz für erneuerbare Energien zu gehen.“ (3. März)
Was ist denn die Arbeit eines Bundesrates?
Am besten zählen wir die oben aufgeführten Tätigkeiten zusammen. Das ergibt keinen schlechten Überblick. Ja, das Kino gehört auch dazu, übrigens auch die Bundesratssitzungen und ihre Vorbereitungen und die Führung des Departements, doch da wurde ich noch nie nach der Zeit gefragt. Und manchmal gehört auch nichts tun und etwas nachdenken zu meinem Beruf, doch dabei werde ich selten öffentlich ertappt.
So nehme ich mir denn Zeit bis zum nächsten Mal.
Moritz Leuenberger

Kommentar im laufenden Blog zu meinem letzten Beitrag: „Der hat doch vor lauter bloggen keine Zeit für die Politik.“
Während einer zweitägigen Kommissionssitzung (letzte Woche): „Schade um Ihre Zeit, diese Auseinandersetzungen anhören zu müssen. Sie müssten sich doch sicher auf die Bundesratssitzung vorbereiten.“
„Ich muss Sie jetzt wieder verlassen,“ sagt ein Botschafter nach 10 Minuten, „Ihre Zeit ist kostbar.“
„Wir sind stolz, dass Sie sich Zeit nehmen, für eine politische Diskussion eigens nach Brig zu reisen.“ (Brig, 25. Februar)
Der Brief eines besorgten Bürgers (letzte Woche) beginnt mit: „Sie werden ja doch keine Zeit haben, diesen Brief selber lesen…“
Als Einleitung zu einer Sitzung mit einem Interessenverband (letzte Woche): „Sie hatten kaum Zeit gehabt, unsere Anliegen zu lesen.“
„Wir hätten gar nicht geglaubt, dass Sie Zeit haben für ein längeres Interview.“ (zum Interview in „Sonntag“ am 24. Februar)
Zu meiner Rede 175 Jahre Uni (29.Februar): „Wer schreibt Ihnen diese Reden. Sie haben doch selber sicher keine Zeit neben der politischen Arbeit?“
Nach meiner Rede zur Emeritierung von Prof. Peter Forstmoser (1. März) : „Und Sie nehmen sich Zeit für eine Rede, an der keine Medien sind?“
Nach meinen Glückwünschen zur Wahl Levrats zum neuen SP Präsidenten (1. März): „Woher nimmst Du denn die Zeit, bis am Schluss des Parteitages zu bleiben, wo Du doch so viele Dossiers hast?“
Der Bitte, „Lüge, List und Leidenschaft“ zu signieren (Basel, 1. März)), folgt die Frage: „Woher nehmen Sie die Zeit, trotz Ihrer politischen Arbeit ein Buch zu schreiben?“
In der Warteschlange vor dem Kino (Sonntag, 2. März): „Und Sie haben also Zeit, ins Kino zu gehen.“
Auf dem Flughafen in Zürich: „Schön, dass Sie sich die Zeit nehmen, an die internationale Konferenz für erneuerbare Energien zu gehen.“ (3. März)
Was ist denn die Arbeit eines Bundesrates?
Am besten zählen wir die oben aufgeführten Tätigkeiten zusammen. Das ergibt keinen schlechten Überblick. Ja, das Kino gehört auch dazu, übrigens auch die Bundesratssitzungen und ihre Vorbereitungen und die Führung des Departements, doch da wurde ich noch nie nach der Zeit gefragt. Und manchmal gehört auch nichts tun und etwas nachdenken zu meinem Beruf, doch dabei werde ich selten öffentlich ertappt.
So nehme ich mir denn Zeit bis zum nächsten Mal.
Moritz Leuenberger



75 Kommentare
http://blog.blitzdonner.ch
mir meine politische Wahrnehmung zu schärfen.
Ich freue mich auf die kommenden Blogs von Ihnen
http://www.schaffhausen.net
Ich weiss zwar nicht ob es üblich ist, dass alle staunen, wenn ein Bundesrat einen Anlass besucht. Aber es scheint mir, durch die vielen genannten Bispiele, dass dieses Phänomen bei ihnen häufig auftritt.
Vielleicht machen sie ja den Eindruck eines gestressten Managers bei anderen Leuten? Wenn sie zum Beispiel nervöse Blicke hin und her werfen, erweckt das das Gefühl als ob sie eigentlich schon wieder wo anderst sein müssten. Auch wenn jemand immer eine Kravatte trägt, lässt das viele Menschen glauben, dass sie es mit einem erfolgreichen Geschäftsmann zu tun haben und die haben ja bekanntlich viel zu wenig Zeit um sich mal richtig Zeit zu nehmen. Geschäftsmann sind sie ja schon, während Verhandlungen, aber immer müssten sie ja nicht an einen Geschäftsmann erinnern. Wenn es sie stört dass sie von allen als Bundesrat, der nie Zeit hat, wahrgenommen werden, wie wäre es mehr im privatem Outlook aufzutreten?
Gibt es eigentlich eine Kravattenpflicht oder eine Kleidervorschrift für Herren im Bundesrat?
Danke, dass Sie sich "Zeit" nehmen, Mensch zu sein :)!
Und danke dass Sie den Kontakt zum Volk pflegen.
auch ich danke, dass Sie dieses mediale Fenster aufgemacht haben.
Das Stundenglas zeigt zweierlei. Die Zeit fliesst. Wir haben immer Zeit, ob wir dies glauben oder nicht. Und die Zeit vergeht. Man kann das Glas zwar umkehren und dann fliesst die Stunde wieder von vorn. Aber es ist nur der gleiche Sand, nicht gleiche Stunde.
Wir bloggen jetzt fast ein Jahr lang. Es hat viel Spassgemacht und ich habe manches gelernt, wie andere die Dinge sehen und wie ich selbst die Dinge, die ich schon kenne, neu sehen, denken und aussprechen oder niederschreiben kann.
Was ich bedaure ist, dass wir in diesem Jahre keinen auch nur teilweisen Konsens gefunden haben. Wir sind, um mein Bild nochmals zu bringen, immer noch auf Level 1. Daran ist sicher unsere (der Blogger) Unbeugsamkeit schuld, von der ich mich gar nicht ausnehmen möchte.
Irgendwie ist Bloggen zwar basisdemokratisch, aber es erzeugt keine Demokratie, wenn Demokratie heissen sollte, dass gemeinsam Lösungen gefunden und Entschlüsse gefasst werden. Es ist wie ein Parlament ohne parlamentarische Struktur, keine Tagesordnung, keine Diskussionsleitung, keine Ordnungsanträge und Abstimmungen, vielleicht so, wie man sich die Pariser Kommune im ersten Jahr vorstellen muss.
Ich bin etwas ratlos.
http://www.akademikerzeitung.ch
Für viele ist's unverständlich, aber man findet offenbar immer genügend Zeit, wenn man den Willen aufbringt.
MfG
KoBe
Es ist schön zu hören, dass Sie sich zeitliche Freiräume schaffen können. Diese braucht es, gerade in unserer komplexen Welt von heute, dies ist unbestritten.
Nun zu der Tatsache, dass sich offenbar viele Leute Gedanken darüber machen, dass Sie keine Zeit haben könnten: Die Leute denken vielleicht, dass Sie in Ihrem Amt sehr viele Herausforderungen zu meistern haben und daher die Zeit dafür benötigen könnten.
Ich nenne nur einiges, das das Volk (was ich, so glaube ich, als Teil des Volkes durchaus sagen darf) beschäftigt und in Ihrem Ressort zu lösen wäre:
- die täglichen Staus rund um die Städte (v.a. Zürich) reduzieren, und das auch mittels Ausbau der Autobahnen!
- die Umweltproblematik nicht mit einer Verbots- und Gebührenflut angehen, sondern pragmatisch, mit Anreizen, mit Forschung (Verzicht wird nicht der Weg sein)
- die mediale Vielfalt nicht einschränken sondern erhöhen (wieso kann ich nicht alle Regionalfernsehsender in der ganzen Schweiz empfangen?)
- endlich mit Deutschland das Anflugregime auf ZH Kloten lösen, evtl. auch mit etwas Druck auf die Deutschen
- die drohenden Energieengpässe müssen gelöst werden. Solange keine reale und leistungsfähige Alternative da ist halt mit Kernkraft, da auch hier Verzicht nicht der schweizerische Weg sein kann
- staatliche Betriebe effektiv privatisieren. Der Grundversorgungsauftrag kann ja auch einem privaten Anbieter auferlegt werden (d.h. Mehrheitsbeteiligung an Post, Swisscom, SBB ist zu verkaufen)
Die Liste könnte beliebig verlängert werden, zeit jedoch schon so auf, wo mich der Schuh drückt, wenn Sie von (zu)viel Zeit reden.
In diesem Sinne hoffe ich, Sie setzen Ihre Zeit auch für diese Anliegen ein.
Zum Glück sind sie nicht allzu öffentlich ertappt worden bei diesen Beschäftigungen, lieber Herr Leuenberger.
Sonst würden sie womöglich noch verboten, oder zumindest dieser Blog, und wir wären somit BR bloglos.
Macht nichts. Hauptsache sie lassen sich nicht anstecken vom superkapitalistischen "ZEIT IST GELD" Virus.
Aber da habe ich keine grosse Bedenken.
Mit freundlichem Gruss
Einfach Spitze Ihre Vorschläge: Ich schlage vor, wir privatisieren einfach alles. Ich bin zudem dafür, dass das gesamte Privateigentum von R.Krebs versteigert wird. Denn dann hätte ich mehr vom Leben (und von seinem).
Autobahnen müssen unbedingt ausgebaut werden! Zwei oder drei Spuren sind nicht genug. Wir brauchen vier, fünf oder sogar sechs Spuren. Also, wenn ich mir das so richtig überlege, könnten wir ja eigentlich den ganzen Kanton AG zu pflastern und in vier Quadranten aufteilen: Nord, Süd, West und Einfahrt.
Wir brauchen auch neue Atomkraftwerke. Am liebsten gleich vier oder fünf. Damit liesse sich der Strom, finanziert über Steuergelder, dermassen billig anbieten, dass bald weitere 5 AKWs gerechfertig würden. USW.
Ich bin auch der Meinung, dass wir fünf Tausend Fernsehsender brauchen - natürlich alle voll privatisiert und an jeder Autobahntankstelle mit AKW-Siegel erhältlich - in Aludosen, nicht recyclingfähig (dies würde der Wirtschaft schaden).
Machen Sie doch endlich vorwärts Herr Leuenberger, sodass wir möglichst bald im Hedonismus ersaufen. Auto Hurraaa! AKW Hurraaa! Fernseher Hurraaa!
http://moritzleuenberger.blueblog.ch/p6
Bevor Sie Wörtern wie Verzicht um sich werfen, werfen Sie bitte mal einen Blick auf Ihre Stromrechnung und vergleichen Sie die mit Ihrer Arbeitsbestrafungssteuer und Ihrer Miete.
Wenn Ihnen Geld was Wert ist und so scheint es, müsste wenn schon dort ihr Schuh drücken.
Wir müssten übrigens höchstens dann auf Strom verzichten, wenn wir unsere Abhängigkeit von Atomstrom noch weiter erhöhen.
1. Momentan sind wir bei 60% Atomstrom (mit den den Beteiligungen in Franreich.) Jedes Kind weiss eigentlich, dass man grundsätzlich nicht alle Eier in einen Korb legt. Die Atomlobby will diesen Anteil absurderweise noch ausbauen.
2. Momentan wird über 50% mehr Uran abgebaut als verbrannt.
3. Die Uranreserven reichen gemäss IAEA nur noch 80 Jahre - allerdings nur wenn die Anzahl AKWs stabil bleibt. Für den Abbau von Uran ist man zudem zwangsläufig auf ebenfalls begrenztes allerdings immerhin erneuerbares Öl angewiesen.
4. Der Bau eines neues AKWs dauert gemäss Bundesrat 16 bis 18 Jahre.
Dagegen dauert der Bau von dem hier nur ein Jahr:
- 3000 MW Windenergie in Deutschland.
- 1500 MW Photovoltaik in Deutschland
- Kleine Wasserkraftwerksanlagen
- Holzvergasungsanlagen
- Biogasanlagen
- Wärmekraftkopplungsanlagen
- Solarwärmekollektoren
Die Schweiz hat keine Ölquellen, keine Gasquellen, keine Kohlereserven, keine Uranmienen, keine Atomkonzerne, keine Anreicherungsanlagen und keine Endlager. Es ist völlig absurd ineffiziente, ausländische Atomkonzerne zu fördern, nur um die Anzahl Klumpenrisiken erhöhen und unsere Abhängigkeit von begrenzten ausländischen Rohstoffen erhöhen zu können nur um letztlich eine Stromverknappung zu provozieren.
Seien wir also vernüftig, haben wir doch auch ein Herz für die Schweizer Volkswirtschaft und Schweizer Arbeitsplätze und halten wir Ideologien und Religionen aus der Energiepolitik. Wir leben schliesslich (noch) nicht in einem Theokratischen Staat.
Und wenn Sie noch ein paar Fakten lesen möchten, dann lesen sie doch mein Post vom 2008-02-05 18:04:56 (wenn Sie auf den obigen Link klicken).
PS: Was man doch hier eins an Zeit versäumt.
Ich bin auf Level 5 und andere Politiker sind zwar noch nicht auf Level 2, aber einige arbeiten gewiss daran. Will heissen:
1) Die höheren Levels finden anderswo statt
In diesem Blog findet vielleicht nur der Level 1 statt. Aber wie für Dich ist auch für mich (und sicher auch einige andere) dieser Blog meinungsbildend, manchmal auch „meinungsändernd“ und regt in jedem Fall zum Nachdenken an. Dies wiederum fliesst in den Alltag hinein: Vor drei Monaten hättest Du Dein zu erneuerndes Garagendach vielleicht einfach nur eins-zu-eins erneuert. Nach zahlreichen Kommentaren in den vergangenen Wochen über erneuerbare Energien usw. überlegst Du Dir nun vielleicht doch, wie Du dort oben noch irgendwie die Sonnenenergie einfangen könntest. Schon alleine der Gedanke daran bringt Dich auf Level 2 und dies ganz ohne demokratischen Entscheid. Und wenn dann noch Dein Nachbar sieht, was Du da gemacht hast…usw.
2) Volksnähe
Gemäss Wikipedia kann „Demokratie“ mit „Volksherrschaft“ gleichgesetzt werden. Herr Leuenberger, als Beispiel, ist zwar EINER aus dem Volk, er ist aber nicht DAS Volk. Wir, das Volk, haben teilweise die Macht an unsere Politiker abgetreten. Wir haben diese gewählt im Glauben, dass sie unsere Meinung am besten vertreten.
Da wir unsere Politiker in der Regel auf allen politischen Ebenen immer nur alle vier Jahre wählen, scheint mir der Wunsch nach Volksnähe durchaus gerechtfertigt. Wir haben sie ja schliesslich nicht gewählt, um sie vier Jahre lang auf ein Podest zu stellen und ehrfürchtig von unten her zu bestaunen. Wir möchten wissen, wie sie wirken und ob „meine“ Meinung durch sie vertreten wird. Schliesslich möchten wir sie aber auch angehen können, wenn uns einmal irgendwo der Schuh drückt. Dafür sollte jeder Volksvertreter immer eine offene Türe haben, selbst wenn es sich dabei nur um eine virtuelle Türe handelt.
Schliesslich erlaubt ein solcher Blog einen Politiker ja auch, die Temperatur zu messen resp. zu schauen, wie wir, als Volk, über das eine oder andere Thema denken.
Das Dilemma ist nur, dass viele der direkt durchs Volk gewählten Politiker nur kurz vor den Wahlen Volksnähe zeigen. Manche von ihnen, die sich einer Wiederwahl stellen, kennt man nur dank farbigem Wahl-Prospekt im Briefkasten. Während den vorangegangenen vier Jahren hat man von Ihnen kaum bis gar nichts etwas gehört…
Herr Leuenberger, der selber nicht direkt vom Volk gewählt wird, zeigt weitaus mehr Volksnähe als manche der direkt von uns gewählten Politiker. Insofern ist zu hoffen, dass dieser Blog auch dazu beiträgt, dass andere Politiker die Idee nachahmen, um so den „Volksnähe-Level“ 1 verlassen zu können. Wenn ein Bundesrat sich dafür die Zeit nehmen kann, dann sollte es jeder andere Politiker auch können. Alles hat seine Zeit – alles braucht seine Zeit.
Freundliche Grüsse
Titus
P.S. an R. Krebs: „Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann. Fragt, was ihr für euer Land tun könnt.“ (John F. Kennedy)
http://sirjoesardella.blueblog.ch
Gruss & "Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!"
Sir Joe
http://www.sen.ca.gov/ftp/SEN/COMMITTEE
2. Es wird über 60% mehr Uran verbrannt bzw. gespalten als abgebaut.
Schön, erfrischend, offen, ehrlich, entwaffnend, der Bundesratsbeitrag. Danke, Philosoph Moritz Leuenberger.
Zeit: Unweigerlich erscheinen mir die "Grauen Herren" aus Michael Endes Meisterwerk "Momo"!
Werden wir uns wieder bewusst, wie wertvoll Zeit ist, und welche dunklen Mächte uns ständig dazu nötigen wollen, Zeit zu sparen!
Meine Lieben, es herrscht Zeit-Terror! Meiner Ansicht nach mit- oder gar hauptschuldig: Der Wachstumszwang der Wirtschaft.
Immer mehr, immer grösser, immer schneller.
In Tat und Wahrheit werden wir um unsere Zeit betrogen, man raubt dem Menschen seine Zeit.
Nicht "mehr Zeit zum Leben", wie uns die Werbung eintrichtert, sondern "mehr Zeit für 'die Wirtschaft'" ist die Triebfeder hinter diesem heimtückischen Prozess.
Mehr Zeit zum Produzieren, mehr Zeit zum Konsumieren, weniger Zeit zum LEBEN.
Zeit kann man nicht sparen. Es gibt auch keinen Zins wie beim Geld. Je mehr Zeit man zu "sparen" versucht, desto schneller verrinnt sie. Die Grauen Herren sind überall!
Natürlich hat die Menschheit anfangs von diesem Fortschritt (z.B. Kunstlicht) vordergründig profitiert und konnte sich - einmal mehr - von naturgegebenen Zwängen "befreien".
Aber inzwischen ist dieses Wahnsinnswachstum Selbstzweck geworden, der Hauptantrieb ist der Wachstumszwang der Geldwirtschaft, welche ein unausdehnbares Gut (die Zeit) zu vergrössern sucht:
Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten, Entheiligung der Feiertage, Verlängerung des Tages durch Schürung künstlicher Bedürnisse und Vermarktung sinnentleerter Events, Fast-Food usw! Aber es geht noch weiter:
Der grösste Hemmschuh auf diesem Holzweg ist heute noch unser Schlafbedürfnis von sagen wir 6-8 Std./Tag!
Ich bin sicher, dass ein paar Wahnsinnige in Labors nach "Schlaf-Genen" suchen und diese zu unterdrücken versuchen werden. Oder nach Psycho- und Neuropharmaka, welche uns den Schlaf "ersetzen". "Positiver" Zusatzeffekt: noch steileres Pharmawachstum.
Wenn man die Menschheit doch nur endlich um Ihren Schlaf bringen könnte, das ergäbe doch auf einen Schlag ein traumhaftes Wirtschaftswachstum von 33-50% !!!
Ist jemand dagegen??? (Die paar arbeitslosen Matrazenhersteller wären Peanuts.)
Seit Anbeginn lese ich hier so ziemlich alle Beiträge. Ihre Kommentare fallen mir immer wieder besonders auf, da Sie eigentlich der einzige sind, der hier das Grundübel (wenn man das so sagen darf) beim Namen nennt.
Auch ich glaube, dass die längst aus dem Ruder gelaufene und nicht mehr zu bändigende Wirtschaft der Hauptmotor des Übels ist. Allerdings dürfen wir die Schuld nicht abschieben. Letztlich sind wir Menschen es, die sich diesem System nicht entgegenstellen, sondern dieses noch fördern. Hauptmotor bei uns: Ein Mix aus Angst, Neid, Gleichgültigkeit...
Die Politik kann sich, so glaube ich, den Problemen heutzutage nicht mehr überzeugend widmen. Die Wirtschaft hat sich längst abgeseilt und funktioniert nach eigenen Regeln, die nichts mit Menschlichkeit zu tun haben.
Wurde nicht Ende der 90er Jahre das Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoss zu reduzieren? Dieser hat aber seitdem ziemlich stark zugenommen! Habe gestern gelesen, dass gemäss einer Umfrage, drei Viertel der SchweizerInnen glauben, dass die Klimaproblematik mit dem Autofahren zusammen hängt. Beim Autokauf stehen aber für die allermeisten andere Gründe denn Umweltverträglichkeit im Vordergrund.
Wachstumskritiker, können Sie diese Gesellschaft noch ernst nehmen?
Ich schätze Herrn Leuenbergers Politik zwar, aber sie ist letzten Endes wirkungslos. Es läge an uns, etwas zu tun. Man bläue den Menschen nur lange genug (was gar nicht viel Zeit braucht) Angst um ihren Arbeitsplatz ein und alles wird dieser Angst untergeordnert!
Der Hinweis auf die kommende Generation, die die von uns verursachten Probleme wird ausbügeln müssen, ist auch nicht sehr überzeugend, denn wenn uns unser Nachwuchs wirklich etwas wert wäre, müssten wir unsere Lebensweise sofort umstellen. Wir bügeln ja heute auch an den von unseren Eltern verursachten Problemen herum. Und die Generation, die einmal das Ruder übernehmen wird, hat auch kein grosses Interesse an einer alternativen Lebensweise. Gemäss einer Umfrage gaben die schweizer Jugendlichen als die zwei dringendsten Anliegen an, dass das Kiffen legalisiert werden sollte und das Autobillet schon ab 16 Jahren zu machen sein müsste.
Hören Sie einmal den Gesprächen im Büro, im Café, im Zug oder auf der Strasse zu. Sie werden schnell merken, dass die Menschen die Problematik, mit der wir uns in diesem Blog beschäftigen, sehr wenig interessiert. Solange das Auto noch fährt, die Prix-Garantie-Regale noch voll sind und der Wald noch grün ist, werden Ihre Rufe nach einer menschlicheren Wirtschaft nicht wahrgenommen oder abgewunken werden. Leider!
Ihr Hinweis auf Michael Endes Buch hat mir gefallen. Ein wirklich grossartiger Roman und wenn man bedenkt, dass der Autor ihn Anfang der 70er Jahre schrieb, kann man sich vorstellen, wie er bei einem Blick auf die heutige Zeit im Grab rotieren würde.
Gruss
I. Gärtner
Hier im Blog hat sich wirklich nichts geändert. Ich kann also Level 1 nur bestätigen.
Globi hat immer noch seinen Solar- und Windfetisch. Und der Wachstumskritiker jammert immer noch über Wachstum, hat aber bisher noch keinen einzigen Vorschlag gemacht, wie denn eine Welt ohne Wirtschaftswachstum aussehen soll.
Und der Rest spricht so ziemlich im gleichen Ton wie die beiden Protagonisten, ohne jemals auch nur an etwas zu zweifeln, oder andere Meinungen an sich heran zu lassen (Ausnahmen sind natürlich vorhanden).
Vielleicht sollte man sich doch einfach folgendes Fragen:
1. Warum habe ich mir selbst noch keine Solaranlage gekauft?
2. Warum steht in meinem Garten noch kein Windkraftwerk?
3. Sollte ich vielleicht meinem Computer und dem Internet abschwören, da diese unweigerlich mit einem Wachstumsboom verbunden sind? Oder sollte ich dem Blog abschwören, der Wächst ja auch ständig weiter?
4. Warum fordere ich immer von anderen? Fordere ich denn von mir selbst genug?
5. Warum ist Kapitalismus schlecht, obwohl selbst die Natur nach diesen Prinzipien arbeitet?
6. Warum ist der Sozialismus gestorben (mit Ausnahme Kubas)?
7. Warum sind es scheinbar immer die ANDEREN welche falsch Leben und von nichts Ahnung haben?
8. Warum muss immer gleich alles verboten werden, was mir nicht passt? Oder sonstige Restriktionen auf erzwungen werden?
9. Warum akzeptiere ich überhaupt keine anderen Meinungen, Gedanken oder Theorien?
10. Und muss ich denn immer über alles und jeden Urteilen?
Nun fragt sich noch, wer denn diese Fragen ehrlich und sachlich beantworten kann?
Es grüsst
Mr. Pink
"Wir leben schliesslich (noch) nicht in einem Theokratischen Staat."
Offiziell sicher nicht.
Wenn man allerdings hinter die Kulissen blickt, da gibt es Tendenzen dass eine Art von religiöser Verblendung hinter der angeblich weltlichen Führungsspitze der Schweiz durchaus vorhanden ist. Dies betrifft neben den Hohepriestern auch weite Teile der Bevölkerung.
Unwissenheit war schon immer eine Ursache für Glauben. Wo Glauben und Nichtwissen vorherrscht, da nutzt auch eine Demokratie wenig zur Regulierung von Kräften, die sich dem Grundwissen der Bevölkerung weitgehend entziehen.
Glaube beherrscht in der Schweiz zum Beispiel das Thema des Bankgeheimnisses.
Was der Umgang mit Geld und Steuern anbetrifft, so entstand in der Schweiz die 'monetäre Theokratie' durch Unwissenheit von Ursache und Wirkung. Kapitalismus ist ein System der monetären Wirtschaft.
Das Volk ist beim Thema Bankgeheimnis wenig in der Lage zur Beurteilung von Wirkungen auf die Wirtschaft, welche Existenz oder Nichtexistenz des Bankgeheimnisses auslösen würde.
Aus Wirtschaftsethischer Sicht ist das BG abzulehnen, aus Gründen des Selbsterhaltungstriebes aber Ungewiss welche Folgen es haben würde wenn man das abschafft. Wie die Hohepriester orakelt unsere Staatsführung uns Bürgern die bittere Not, wenn wir nicht ganz fest an die Magie des BG glauben.
Wissen und „gutes Handeln“ erfordert auch Kenntnisse der Geschichte unseres Wirtschaftsmodells. Wer aber weiss schon dass die Liberalen mit gutem Grund noch 1720 gegen die Einführung von Aktiengesellschaften mit beschränkter Haftung waren.
Wer weiss schon dass die Liberalen ihre Meinung erst änderten als eine hohe Anzahl liberaler Politiker mit Handelsgesellschaften hohe Gewinne über solche Gesellschaften machten. Plötzlich waren sie es die ihre Investitionen schützen wollten auf Kosten von Handelspartner und Beschäftigten.
Wer weiss schon dass dies vor allem im nachfolgenden Imperialismus geschah welche hohe Investitionen wie Eisenbahnbau erforderte, wo es zu einer Änderung der Verantwortlichkeitsfrage kam, namentlich auf Kosten der dritten Welt und der Arbeiterschaft.
Wer weiss schon dass die angeblich reichsten Schweizer in Wirklichkeit nicht die wohlhabendsten und mächtigsten Schweizer sind (die eigentlich meist nicht mehr ‚nur’ Schweizer sind).
Das Bankgeheimnis der Schweiz sowie die Möglichkeiten zu Steuerflucht und externen Kapitalanlage hat die tatsächlich reichsten Schweizer vor dem Blick der Öffentlichkeit verhüllt.
Man sollte Reiche die pflichtgemäss ihre Steuern bezahlen von solchen unterscheiden können welche ihr Vermögen vor dem Fiskus verbergen. Dann würde sich ein völlig anderes statistisches Gesicht der Reichtumsverteilung ergeben.
Wer weiss schon dass der ‚Aufstieg’ in die steuerfreie Welt der Superreichen vielfach einher geht mit Multistaatlicher Wohnsitznahme und der Eingliederung in eine für die Bürger nahezu unbekannte Welt Überstaatlicher Existenz, die zusammen mit solchen Menschen anderer Staatsbürgerschaft einen Club des Monetären globalisierten Adels gebildet hat.
Vor dem ‚Angriff’ auf das Schweizer Bankgeheimnis warnen vor allem solche Menschen, welche die aus Ethischer Sicht verwerfliche Begünstigungspolitik jenen Kanälen unterordnen denen sie dienen.
Sie dienen der Religion des Mammon, im festen Glauben dass der Schutz der ‚geheimen’ Steuerhinterziehenden Millionäre bis 0-Steuern-Milliardäre eine Überlebensnotwendigkeit sei.
Beispiel eines „ehrlichen Milliardärs“, Buffet: Er ist der zweitreichste Amerikaner nach Bill Gates.
Sein Vermögen wird auf rund 52 Milliarden US-Dollar geschätzt – und er ist unzufrieden mit dem US-Steuersystem. Denn ohne Tricks und Berater zahle er prozentual weit weniger Steuern als die meisten seiner Angestellten.
Die Unehrlichsten erscheinen aber gar nicht in dieser ‚Reichstenliste’, i’m not there’, so müsste man sie erkennen.
Überschwemmungen und Wassermangel, das Verschwinden von Staaten, Energieprobleme und der Strom von Millionen Umwelt-Flüchtlingen bedrohten den Weltfrieden.
"Das multilaterale politische System ist gefährdet, wenn die internationale Gemeinschaft diese Bedrohungen nicht angeht." Es drohe nicht nur ein Bruch zwischen Norden und Süden. Die zunehmenden Emissionen Chinas und Indiens sorgten auch für eine "Süd-Süd-Dimension".
Dies geht unter Anderem aus einem Bericht hervor, über den die Staats- und Regierungschefs der EU bei einem Gipfeltreffen in der kommenden Woche in Brüssel beraten.
Wir benötigen sehr viel Investitionen und alle potentiellen Steuerzahler um diese Entwicklung aufzuhalten.
Vielleicht wäre es an der Zeit dass sich auch die Liberalen daran erinnern dass ihre Entscheidung für Imperialistische Geschäfte mit „beschränkter Haftung“ und dem Aufbau einer weit verbreiteten Mammon Gläubigkeit der Entwicklung schliesslich auch den Superreichen zuwider läuft.
Ich empfehle daher das Bankgeheimnis nicht nur abzuschaffen, sondern International dagegen vorzugehen.
Auch ich habe mich schon gefragt, weshalb eigentlich alles nach kapitalistischen Messlatten gebaut werden muss.
Meiner Meinung nach:
führt die "freie Marktwirtschaft" immer zu einer reichen Oberschicht und zu einer armen Unterschicht. Sie basiert geradezu auf dieser Ungleichheit. Ist nur eine Frage der Zeit. Tricks wie Religion, Playstation, Fernseher, Fussballstadien oder das Märchen von der Tellerwäscherkarriere halten dann die arme Mehrheit davon ab, eine Revolution anzuzetteln.
Meiner Meinung nach:
hat jedes einzelne Mitglied der freien Marktwirtschaft, als homo economicus, das oberste Ziel dieselbe zu zerstören. Denn jeder und jede arbeitet auf das Monopol hin, was jedoch genau das Gegenteil eines vollständigen Marktes ist. Der vollständige oder freie Markt zerstört sich selbst.
Meiner Meinung nach:
erlaubt unser Geldsystem es, einigen wenigen Individuen, sich auf bizarre Art und Weise zu bereichern, ohne wirklich Arbeit dafür zu verrichten. Auf der anderen Seite werden, wenns brenzlig wird, jene Arbeiter bestraft, die weder am Steuer standen, noch Aktienkapital haben.
Das neueste Beispiel hierzu ist doch die SBB Cargo. 400 Arbeiterstellen sollen gestrichen werden. Wo ist da die Logik? Weshalb soll eine Firma fitter werden, wenn die essentiellen Arbeitskräfte entlassen werden? Wer macht denn deren Arbeit? Erhält das Management deswegen geringere Löhne? Nein! Die ospeln weiter, wie bisher.
Bin zwar kein Kommunist, habe aber grosses Verständnis für Leute, die die Nase gestrichen voll haben von der sogenannten Wirtschaft!
MfG
Ich hoffe du weisst dass die fehlenden 40% Uranabbau von den Einspeisekreisläufen der "Atombombenrecyclierung" stammen..
Ich bin sehr froh dass es so läuft, am Besten es würden für 10 Jahre 0% abgebaut und dafür sämtliche ABomben nützlich und nicht destrukiv vernichtet....
Gruess Mirosch
Guten Tag Herr Leuenberger
Es passt irgendwie zum Blogthema. Ein Bundesrat sollte sicher noch genug Zeit haben um aktuelle Entwicklungen (hier leider Missstände) zu erkennen und sofort einzugreifen falls das nötig würde. Im vorliegenden SBB Cargo Fall müssten Sie das Bloggen für eine kurze Zeit sein lassen und die Probleme angehen und lösen.
Das Management der SBB Cargo hat offenbar kläglich versagt und schiebt den schwarzen Peter wieder einmal mehr an die Arbeiter weiter. Nur schon der Umstand dass Transportpreise tiefer als zum Bruttoertrag angeboten werden können, ist ökonomisch ein effektives Desaster. Wer solche Preisstrukturen rechtfertigt (und das muss das die GL der SBB Cargo sein wer denn sonst?) ist seines Amtes schlichtweg nicht würdig und gehört weg vom Steuer dieses Schiffes....
Schieben Sie als oberster Chef der Verkehrs- und nicht zuletzt der Verlagerungspolitik den schwarzen Peter wieder dorthin wo er gehört nämlich zur *Equipe Terrible".
Apropos Verlagerung:
Es haben nicht wenige Transportunternehmen Interesse an der Cargo bekundet. Wieso wohl machen diese das, da ja laut dem Cargo Management die Preise derart unter Druck seinen, dass nur ein Personalabbau die nötigen Kosten dämpfen könnten?
Das stinkt meilenweit zum Himmel...
Ich wäre Ihnen dankbar wenn Sie da mal ein paar Tage mehr investieren können, und dafür ein paar Tage weniger CO2 Diskussionen führen könnten...
MFG M.Gerber
Folgende Antworten auf Ihre Fragen.
Zu 1 Ich habe eine Solaranlage gekauft. Das "Solarkraftwerk" , trotz idealer räumlicher Voraussetzungen kann ich mir schlichtweg nicht leisten, weil es, trotz meines sehr bescheidenen Lebensstils, meine finanziellen Möglichkeiten sprengt. Das Dach an eine Firma vermieten kann ich leider nicht, da es zwar gross, aber nicht gross genug ist.
Zu 2 Windkraftwerk: kein Platz in meinem Garten. Würde wahrscheinlich auch nicht bewilligt.
zu 3: Information beziehen schadet der Umwelt nicht
zu 4:Leider fordere ich von mir zu viel und von andern zu wenig.
Zu 5: Natur und Wirtschaft lassen sich nicht vergleichen.
Zu 6: der Kommunismus ist gestorben, nicht aber der Sozialismus. Zum Kommunismus waren die Menschen nicht reif genug. Damit meine ich, sie waren nicht in der Lage sich total, ungeachtet eigener Vorteile, in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Sollte die Menschheit irgend wann einmal diesen Reifheitsgrad errreichen würde sich der Kommunismus ohnehin erübrigen.
Zu 7: immer und nichts gibt es nicht, deshalb erübrigt sich ein Kommentar.
Zu 8: Nicht was mir persönlich nicht passt muss verboten werden, sondern das, was der Allgemeinheit schadet.
zu 9: Eine klare eigene Meinung zu haben heisst nicht, andere Meinungen nicht gelten zu lassen.
Zu 10 : etwas beurteilen schadet nicht.
Mit Kritik umgehen ist eine spezielle Herausforderung, sowohl für den der kritisiert, als auch für den, der kritisiert wird.
Es ist lieb dass Sie sich um das Zeitmanagement von BR Leuenberger sorgen machen, aber ich kann sie vielleicht beruhigen, denn das Schicksal von SBB Cargo hängt kaum vom Sein oder Nichtsein dieses Blog ab.
Vielleicht sogar im Gegenteil, denn auch hier ist es möglich zu argumentieren, auch SBB Arbeiter haben ja die Möglichkeit hier zu schreiben... wenn sie das möchten.
Dieser Blog ist aus meiner Sicht kein Zeitvertreib für Bundesräte, könnte aber zu einem werden wenn wir Bloger uns nicht disziplinieren.
Hier mein Beitrag (im Sinne meiner derzeitigen Kenntnis) zum Thema SBB Cargo.
1.
Die SBB wird in Zukunft wichtiger werden und mehr Personen, aber schliesslich auch mehr Lasten transportieren.
2.
Der Druck aus der Wirtschaft um Cargo zu privatisieren entsteht nur daher weil die Privatwirtschaft glaubt dass in Zukunft gute Geschäfte damit zu machen sind und weil der privat Organisierte Strassentransport damit gesichert werden könnte.
3.
Die Privaten würden Aktiengesellschaften (beschränkte Haftung) einsetzen und damit für die Arbeiter zu einer viel grösseren Bedrohung werden als wenn der Bund die Jahre mit schlechtem Geschäft und gutem Geschäft ausgleicht und damit weit weniger Fluktuation in der Belegschaft fordern müsste.
4.
Die Massnahmen des Bundesrates gegen den CO2 Ausstoss werden SBB Cargo zugute kommen. Hier zeigt sich aber dass die Arbeit von BR Leuenberger wie hier unter „Hürdenlauf“ vermeldet, das Beste auch für die Arbeiter von SBB Cargo ist.
5.
Es wäre eine gute Investition alle Arbeiter für SBB Cargo trotz temporärem Defizit weiterhin angestellt zu belassen.
6.
Aus meiner Sicht hat das Cargo Management versagen müssen, weil es in Hektik verfiel, trotz dem Wissen dass die Bahntransporte in Zukunft wieder wichtiger werden. Das Management hätte die Politische Dimension erkennen müssen und Selbstständig frühzeitig anmahnen müssen die Situation zur Chefsache im Bund zu machen (siehe auch unter verbleibenden Fragen unten)
7.
Ein temporäres oder gar permanentes Defizit in dieser Höhe könnte man durchaus als Investition zur Einhaltung der Luftreinhalteverordnung und der CO2 Ziele ansehen.
8.
Menschen sind keine Handelsware und entvölkerte Regionen sind eine Bedrohung für die verbleibenden Menschen. Es ist nicht human neue Fabriken zu erstellen und diese dann wenige Zeit später wieder abzubauen. Der Bund ist KEINE Aktiengesellschaft mit beschränkter Haftung! Er hat die Aufgabe als Arbeitgeber eine Soziale Vorbildfunktion einzunehmen weil er den Takt für das Soziale Verhalten der Wirtschaft nicht nur mitbestimmt, sondern so auch steuern kann und muss.
Verbleibende Fragen:
Warum wird das SBB Cargo Management wie jenes aus der Privatwirtschaft geführt, obwohl die Gewinnausschüttung nicht alleine im Zentrum der Aufmerksamkeit liegen darf?
Faktoren wie Umweltbelastung, Hilfe für Regionen denen die Abwanderung droht, die Luftreinhalteverordnung, Soziale Vorbildfunktion, Zukunftsorientierte Lenkungsmassnahmen des Bundes, sie alle verlangen vom Management die Aufmerksamkeit.
Es scheint aus meiner Sicht an einer fehlenden Schnittstelle in die Politik zu liegen.
Die Schnittstelle hätte das Management einem stetigen Lenkungsbewusstsein ausgesetzt, nicht nur der Gewinnoptimierung zu dienen.
Ohne eine solche Schnittstelle kann kein Management Aufgaben angehen die über seinem Kompetenzbereich entschieden werden im Sinne Staatlicher Lenkungsmassnahmen für Umwelt, Soziales, Hilfe für bedrohte Regionen.
http://www.energywatchgroup.org/fileadm
vermutlich gibt es noch mehr Beispiele religiösanhaftender Verblendung. Mir ist es beispielsweise ein Rätsel, weshalb die Schweiz jährlich mehr für die Landesverteidigung als für Bildung und Forschung ausgibt, obwohl eine gut ausgebildete Bevölkerung und ein ausgezeichneter Forschungsplatz letztlich das wertvollste Gut der Schweiz darstellt (da wir ja beispielsweise über keine Rohstoffe verfügen).
Lieber Mirosch,
ich gebe Dir Recht - es ist erfreulich, dass momentan Atombombenarsenale in Energie umgewandelt werden. Es sind allerdings 60% und nicht 40% der Atomenergie welche momentan durch Reserven gedeckt werden. Ausser der heilige Atomgott kommt mit neuen Bomben/Reserven vom Himmel herunter, werden wir zukünftig ein Problem haben - insbesondere wenn Länder wie China mit geringer Atomstromabhängigkeit ihre Ausbaupläne in Realität umsetzen und wenn wir unsere Abhängigkeit von der Atomenergie weiter erhöhen.
Apropos Atombomben - eigentlich müssten sie ja Kernbomben heissen, weil ja nicht das Atom sondern der Kern gespalten wird...
Themawechsel:
Ein Haushalt in verbraucht etwa 1200 – 7000 kWh im Jahr (ohne einfache Effizienzmassnahmen). Also durchschnittlich etwa 4100 kWh. Um diesen Energiebedarf zu 40% mit Photovoltaik decken zu können braucht es 5.2 dieser Solarmodule (über 30 Jahre Lebensdauer).
5.2 PV-Module pro Haushalt ist verglichen mit den Anzahl Fahrzeugen (inkl. Ersatzteile, Reifen), Computer, Unterhaltungselektronik, Telekommunikation, Möbel, Lampen, Küchen, Badzimmer, Toilettenartikel und Reinigungsmittel, Sport- und Freizeitartikel, Spielzeuge, Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, Verpackungen, Heiz- und Treibstoffe, Nahrung, Tabakwaren, Alkohohl, Medikamente, Kleider, Waffen, Infrastruktur, Reisen, Religion und vor allem Dienstleistungen aller Art, welche der durchschnittliche Haushalt in der Schweiz in 30 Jahren verbraucht bzw. Geld ausgibt kaum die Rede wert.
Letztes Jahr wurden übrigens 284'674 neue Personenwagen in der Schweiz verkauft. Ein PW hat etwa ein Durchschnittsgewicht von gegen 1400 kg und wiegt etwa gleichviel wie 58 oben genannter Solarmodule (und ein Fahrzeug ist zudem wesentlich komplexer (viele bewegliche Teile welche sich zudem abnutzen und ersetzt werden müssen) und hat eine wesentlich geringere Lebensdauer).
Was lediglich in einem Jahr in der Schweiz in neue PWs investiert worden ist, reicht aus um über 3 Millionen Haushalte (etwa die ganze Schweiz) zu 40% mit PV-Strom (ganz ohne ausländischen Treibstoff) zu versorgen und wir sind weder auf neue, teure, klumpenrisikohafte, hochgiftigen-Abfall-produzierende, ausländische AKWs noch sind wir auf begrenztes ausländisches Uran angewiesen.
Im Gegensatz zum Atomenergiebereich gibt es Schweizer Firmen im PV-Bereich und wir wissen bereits jetzt dass sich PV im Gegensatz zu AKWs ausgezeichnet im Ausland absetzen lässt. Und Firmen wachsen erfahrungsgemäss auch dort am Besten wo auch ein Markt existiert. (z.B. Deutsche und Dänische Firmen sind weltweit Marktleader in der Windturbinenproduktion und Amerikanische Firmen in der Waffenproduktion).
Ihre Beiträge „Ganz gewöhnliche Bürger“ und „Alles hat seine Zeit“ haben etwas gemeinsam.
Bei Ersterem können Sie aufgrund der Reaktionen von BlogteilnehmerInnen feststellen, dass man Vorstellungen von Ihnen und Erwartungen an Sie hat, wie etwa an den Papst. Nämlich, unfehlbar sollten Sie sein.
Beim Zweiten, der Sache mit der Zeit, ist es ähnlich. Viele Menschen scheinen der Meinung zu sein, dass ein Politiker seine Zeit mit „Regieren“ zu verbringen hat. Dinge wie Kontakte mit anderen Menschen und Teilnahme an Veranstaltungen, bloggen etc. erscheinen in deren Augen als Freizeitbeschäftigung und der persönlichen Befriedigung zu dienen – jedenfalls nichts mit „Regieren“ zu tun zu haben.
Es wird deutlich, dass teilweise eine völlig falsche Vorstellung davon herrscht, wie Politik funktioniert und wie Politiker sind.
Es täte Not, vermehrt zu zeigen, dass man auch als Politiker ein Mensch mit Stärken und Schwächen ist und bleibt. Bis auf Sie, Herr Leuenberger, bringen aber die wenigsten Politiker diesen Mut auf. Denn oft genug wird das Eingestehen von Unzulänglichkeit und menschlichen Bedürfnissen nicht als Stärke erkannt, sondern als Schwäche gewertet – wie Sie ja in aller Deutlichkeit erfahren haben.
An dieser Stelle möchte ich Ihnen für Ihre Beiträge danken. Durch Ihre ehrlichen und persönlichen Mitteilungen geben Sie etwas von Ihrer Person zu erkennen – und distanzieren sich – gewollt oder ungewollt - von der Rolle einer unfehlbaren Identifikationsfigur, welche Ihnen aufgedrängt wird.
Und zeigt einmal mehr:
Manager sind mächtiger als der Bundesrat, und sie werden weiterospeln.
Es herrscht nicht Demokratie, sondern eine fatale Wirtschafts-Technokratie.
Es profitieren jene (Unternehmen, Transportmittel, Warenströme), welche Energie verschwenden und die Umwelt versauen.
Das ist gesellschafts- und menschenfeindlich.
Das System ist falsch falsch falsch, die richtigen Anreize fehlen.
Aber die Revolution rückt näher.
Die Level-Diskussion („wir kommen nicht weiter“), die Frage nach dem „richtigen“ Wirtschafts-/Gesellschaftsmodell mit all seinen Nebenwirkungen und Nebenschauplätzen, die angekündigten Entlassungen bei SBB Cargo, die allgemeine „Verospelung“ und vor allem Regulas Aussage „Reifheitsgrad der Menschheit“ bringen mich ins Philosophieren und dadurch zu den folgenden Fragen:
Haben wir als Einzelner wie auch als Gesellschaft oder Weltgemeinschaft denn eine VISION darüber, was wir erreichen wollen (z. B. in den nächsten 500 Jahren)? Wie sieht diese aus? Und wie setzen wir diese um?
Sind wir nicht alle irgendwie ORIENTIERUNGSLOS? Wohin streben wir? Was streben wir an? Wie und womit streben wir es an?
Streben wir nicht alle irgendwie nach einem nicht-physischen Zustand wie Glück, Heiterkeit, spiritueller Erleuchtung, Anerkennung, Freude oder ähnliches? Weshalb streben wir dann immer nach Materiellem und dessen Maximierung? Weshalb suchen wir darin immer die Lösung?
Schliesslich frage ich mich weiter: Weshalb werden uns (in den Schulen) nur Dinge beigebracht, die mit unserer „aufgeklärten“, wissenschaftlich erklärbaren materiellen Welt zu tun haben? Weshalb lehrt man z. B. nicht, was Respekt oder Verantwortungsbewusstsein im engeren und weitesten Sinne bedeutet? Weshalb lehrt man nicht, wie man mit Wut, Verärgerung, Frustration oder sonstigen negativen Emotionen umgehen kann oder soll?
Was heute in unserer Gesellschaft so „abgeht“ (siehe tägliche News) ist für mich das Resultat fehlender gesellschaftlicher Visionen und Ausdruck mangelnder Wertschätzung der wirklich wichtigen (nicht materiellen) Dinge im Leben. Dinge, welche viele vor allem mit zunehmendem Alter kennen und schätzen lernen. Dies ist meist dann, wenn man die Hälfte seines Lebens bereits hinter sich hat…
Ähnlich der Klima-Diskussion wünschte ich mir eine weltweite Diskussion über gesellschaftliche Modelle und Lebensweisen. Denn: Wie lange unsere Ölreserven noch reichen, können wir schätzen. Aber wie lange die heute rein materiell orientierte Gesellschaft mit all ihren „Auswüchsen“ noch aufrechterhalten werden kann, ist nicht abzuschätzen…
Freundliche Grüsse
Titus
Heutzutage ist fast überall Geld mehr wert als Zeit. Es wird immer mehr gefordert in immer weniger Zeit. Für die obersten Manager gilt fast für alle das Motto: Zeit ist Geld, leider. Darum könnte man das Ospeln auch als banales dem Geld hinterhetzen bezeichnen.
Also wir alle, das ganze ^System, ospelt vielleicht etwas zu sehr.
Was haben Ospel und Blocher gemeinsam? Wenn sie beim
Schröpfen erwischt werden, werden sie rot und wenn sie geschröpft werden, weiss!
Für mich ist diese Schrift schlechter lesbar, könnte man das wieder ändern, vielleicht via Moderator?
Wer immer noch nicht begriffen hat, dass der Sozialismus unweigerlich in einem totalitären Staat endet, hat aus der Geschichte der UdSSR nichts gelernt. Jede, und damit meine ich JEDE, Art von Sozialismus endet in solch einem System, in welchem Menschen unterdrückt werden und keine Freiheiten mehr haben. Selbst die Demokratie läuft Gefahr, in solchen Systemen zu Enden. Die Meinungen hier im Blog sind dafür ein gutes Beispiel.
Und dabei spielt es gar keine Rolle, welchen Namen dieses System trägt. Ob es nun also Kommunismus, Sozialismus, Nationalsozialismus etc. genannt wird ist nicht entscheidend.
Wer heute glaubt, wir hätten eine Marktwirtschaft, der irrt. Der Staat hat überall seine Finger direkt mit im Spiel und legt eben nicht nur die Spielregeln fest (welches seine Aufgabe wäre). So kann heute also gar keine Marktwirtschaft existieren.
Und gerade da wo Politik und Wirtschaft eng verfilzt sind, also wie in der Schweiz, kann die Marktwirtschaft nicht durchgesetzt werden. Ich würde sogar behaupten, dass eine Marktwirtschaft nirgends auf der Welt anzutreffen ist. Es gibt lediglich stärkere oder schwächere Tendenzen in Richtung dieses Systems.
Das dieses wunderbare System der Marktwirtschaft, in dem Menschen Frei leben können, sich nicht entfalten kann liegt wohl an der grossen Anzahl Gegner, wie dieser Blog beweist. Man hat diesem System gar nie eine Richtige Chance gegeben und nun wundert man sich, warum es nicht funktioniert. Das ist äussert tragisch.
Das System der Marktwirtschaft verhält sich wohl so wie Globis Berechnungen zur Solarenergie. Es funktioniert ZURZEIT nur unter Laborbedingungen.
Übrigens:
Den Fall SBB- Cargo kenne ich nicht. Aber es klingt hier im Blog so, also ob diese Arbeitsplätze für immer verloren gehen werden - und das ist sicher nicht der Fall.
Gruss
Mr. Pink
Haben wir als Einzelner wie auch als Gesellschaft oder Weltgemeinschaft denn eine VISION darüber, was wir erreichen wollen (z. B. in den nächsten 500 Jahren)?
Nein, haben wir nicht, können wir nicht haben, weil der Mensch bestenfalls (!) an seine Nachkommen denkt, also mit Zeithorizont von max. 40 Jahren.
Die Wirtschaft "denkt" im Zeithorizont von Quartalszahlen, und ihre Technologie legt Altlasten an für Jahrhunderte (Kölliken lässt grüssen), im Fall der Atomtechnologie sogar für Hunderte von Jahrhunderten!!!
Ansonsten: Grosse Zustimmung zu Titus' Analyse.
Eine "alte Welt" bricht zusammen, eine "neue Welt" kommt, ein "neues Bewusstsein" erreicht die Menschen und damit ein total neues Verständniss von Freiheit, von Arbeit und Einkommen, von einer gerechten "sozialen" Welt.
Vielleicht sollten Sie unbedingt die Radiosendung " Fragen an den Autor" vom 28. Januar 2008 auf dem deutschen Kultursender SR2 einmal anhören.
Eine höchst interessante Aufzeichnung einer Sendung mit dem Autor des Buches "Einkommen für Alle" Professor Götz W. Werner (Leiter des interfakultativen Instituts für Enterpreneurship der Universität Karlsruhe und Chef der deutschen Drogerie-Marktkette DM)
In dieser Sendung beantwortet Professor Werner Fragen über die Machbarkeit der grandiosen Idee des "bedingunslosen Grundeinkommens für Alle".
Ich erlaube mir hier die Link zu dieser Radiosendung beizufügen. Ich hoffe es ist erlaubt?
http://www.podster.de/episode/509304
unbedingt reinhören!
Danke, Ihr Iceman
Die graue Schrift ist schwer lesbar. Wegen des kleineren Kontrastes zwischen Grau und Weiss ermüdet das Lesen die Augen nun noch stärker, als dies voher schon der Fall war.
Wenn diese Schriftfarbe, dann bitte etwas grösser oder fett oder ...
Sie sagten letzthin dass Sie glauben nicht im Besitz der einzigen Wahrheit zu sein. Das glaube ich von mir auch nicht.
Allerdings glaube ich in der Lage zu sein, verschiedene Wahrheiten nach humanitären Gesichtspunkten auseinander halten zu können.
Was Sie vorschlagen, einen möglichst freien Markt, das ist für mich definitiv zwar eine machbare, aber eine Inhumane Lösung.
Alleine die Tatsache dass es den Fachbereich der Wirtschaftsethik gibt zeigt, dass die Menschheit bisher nicht glaubt dass alleine mit den Gesetzen des freien Marktes noch ein Menschlich Humanes Leben möglich ist.
Die Gesetze des freien Marktes beruhen im Prinzip auf einfachen Regeln die sich auch in der physikalisch/chemischen Evolution bewährt haben. Insofern ist es ein mächtiges System, aber ein Inhumanes System. Der freie Markt wird oftmals mit dem Bild des Haifisches symbolisiert, der Kraft des Stärkeren.
Nur, der Hai ist ein sehr primitives Lebewesen, obschon es ob seiner Einfachheit Millionen von Jahren überlebt hat.
Die Sozialdemokraten haben sich aus meiner Sicht zu sehr mit dem freien Markt eingelassen. Es ist eine Entfernung von Erkenntnissen der Vergangenheit (man lese etwa Herder, das „evolutive Denken“).
Die Natur hat den Menschen geschaffen, der über ein Bewusstsein verfügt. Damit hat sich die Evolution aus der physikalischen Mechanik herausgelöst. Für den Menschen gilt die chemisch/physikalische Evolution zwar auch noch, aber vielmehr bestimmt das „evolutive Denken“ seine Entwicklung in der Zukunft.
Die Sozialdemokraten waren übrigens die einzige Partei die geschlossen gegen Hitler auftrat. Dies ist der Fall weil Sozialdemokraten Theorien ablehnen die etwa zu Euthanasie führen. Die freie Marktwirtschaft ist jedoch sowohl in totalitären Systemen möglich als auch in einer Demokratie.
In einer Demokratie nistet sie sich in Form eines parasitären Systems ein dass nicht auf Demokratie, sondern einer totalitären Hierarchie beruht die von Wirtschaftsführern und letztlich mechanistischen Marktkräften kontrolliert wird.
Würde man die total freie Marktwirtschaft erreichen, so würde das evolutive Denken des Menschen einer sie parallysierenden Gegenkraft ausgeliefert.
Die Folgen davon die jetzt bereits sichtbar sind, ist die geistige Verarmung des Menschen die zu suizidalen Gedanken führen kann. Repetitive und automatisierte mechanische Arbeiten werden bevorzugt, Kunsthandwerk und das Erzeugen von im humanen Sinne Individuellen Lösungen wird erschwert.
Am Ende der Entwicklung warten wabenartige Massenbauten auf die ArbeiterInnen, eine Kinderlose und Kinderfeindliche Gesellschaft, Pappkartons als Wohnmöbel.
Wohingegen die Wirtschaftskönige Paläste erhielten in welchen sämtliches erwirtschaftetes Vermögen der Menschheit endgelagert würde und unnütz in Tresoren verrottet oder in Form von Investitionen (im Sinne der Humanität des Menschen) unsinnige Produkte zu erzeugen aufdrängen wird.
Ein ungehemmter freier Markt betreibt auch masslosen Raubbau an der Natur und endet im global abgewirtschafteten Planeten Erde.
Grünliberale sind genauso meine Gegner meiner Wahrheitssicht wie die Freisinnigen und die SVP. Ich habe keinerlei Einsicht mir die Fähigkeit zu evolutivem Denken wegnehmen zu lassen und entweder im Pappenhaus leben zu müssen oder dann als Reicher Bürger umgeben mit Zivilisatorischem Müll und mit Offshore Banking beschäftigt.
Dazu passt folgender Artikel über den kürzlich verstorbenen JOSEPH WEIZENBAUM
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,540088,00.html
"Sie ahnen gar nicht, wie viel Verständnis ich für technische Missgeschicke habe"
"bezeichnete das Internet gern als "riesigen Müllhaufen mit Perlen drin".
Und ich meine: Die Schriftliche Darstellung ist hier nicht (mehr) SUVA konform.
Ich mache mir nicht Sorgen um das Zeitmanagement irgend eines Bundesrates, aber vielleicht geben ein paar Worte Zeilen oder sogar ein kompletter Beitrag auch mal einen Denkanstoss in die richtige Richtung, sofern dieser Blog überhaupt gelesen wird. Ich glaube sogar dieser Blog ist für andere Ratsmitglieder egal ob Gemeinde, Kantons oder Bundesrat ebenso sindinteressant, ob es was bringt kann ich nicht beantworten, ein Versuch ist es doch wert..
Zum Thema Sachzusammenhang und Blogattraktivität muss ich auch ein wenig jammern, ich vermisse in vielen Beiträgen den Sachzusammenhang. So ist es für mich nicht verständlich wenn dauerend von Energiefragen palavert wird wenn doch ein komplett anderes Thema angesprochen wird. Das wird mittlerweile dermassen penetrant geführt dass es schon religiöse Züge annimmt, aus diesem Grund habe ich beschlosen dort nur noch kurze (Sach)Beiträge zu liefern und nicht in folgende Grabenkämpfe zu verfallen.
Vielleicht müsste man dem Admin vorschlagen für Ewigläufer wie der Energiepolitik separate Threats zu eröffnen damit es für Alltagsthemen auch mal genügend Platz gibt....
Das SBB Cargo Problem ist eigentlich keines, klar wollen die Transportunternehmen die Cargo nur wegen dem erwartenden hohen Wachstum kaufen, gerade aber hier stösst sich die Strategie des Cargo Managements an der Realität. Jeder der ein Unternehmen geleitet hat oder die nötigen Schulen dazu besucht hat weiss: das höchste Kapital in einer Firma sind die Mitarbeiter . Somit würde das Cargo Management ihr eigenes Kapital auf die Strasse stellen...
zu der verbleibenden Frage ob ein Tochterunternehmen der SBB wie eine normale Firma geführt werden soll:
Ich finde schon, da ja auch die SBB als AG geführt wird, kann nicht eine Tochterunternehmung plötzlich als eine Art Bundesinsitution geführt werden. Wenn schon dann umgekehrt! SBB als Institution und die Cargo als Firma!
Nein wenn die Rahmenbedingungen es so verlangen dass die Cargo nur mit Zuschüssen leben kann, muss man diese diskutieren, aber es muss irgend einen Leistungaausweis/-auftrage geben, sonst hat man wieder einen schrecklich lähmigen Staatbetrieb der vor sich hin dümpelt statt versucht die effektiven Marktbedürnisse abzudecken.
Die grossen Fehler der aktullen Krise sind aber ganz klar beim Management zu suchen und nicht bei strukturellen Problemen des Cargobetriebes, resp die Cargo hat kaum zu teure Strukturen sondern hat ein sträflich dummes Management die versucht haben Marktanteile zu "kaufen", statt den Mahrwert durch Service zu erwirtschaften.
Und aus diesem Grund ist es angebracht so oft wie nur möglich den zuständigen Leuten klar zu machen dass endlich das hirnlose Handeln zu beenden ist und Leute einzusetzen die was von der Sache verstehen...
LG MG
Ihre Aufzählungen, wie denn ein Leben in der Marktwirtschaft aussehen wird, also Menschen hausen in Pappkartons und Reiche in Palästen erwecken in mir eher sozialistische Vorstellungen. Man nennt diese Pappkartons, eine Entwicklung von sozialistischen Architekten, auch Plattenbauten. Und die Paläste sind ganz klar für die privilegierte Herrscherschicht vorgesehen. Es hat also nichts mit Marktwirtschaft zu tun und ist in sozialistischen Ländern auch Realität.
Das die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander klafft ist auch völlig klar. Eine Umverteilung von Geld, wie sie den meisten Menschen vorschwebt und der Sozialismus praktiziert, geht einfach nicht auf. Aber das will und kann man scheinbar nicht einsehen und verstehen. Warum denn die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander geht habe ich mehrmals aufgezeigt und werde dies deshalb nicht noch einmal tun. Man sollte sich jedoch im klaren sein, dass selbst in China (dort klafft die Schere auch auseinander) jährlich 10 Mio. Menschen der Armut entkommen. Und das ist ganz klar ein verdienst der Marktwirtschaft. Das die Reichen reicher werden ist in China sicher. Doch das die Armen auch reicher werden, davon spricht niemand.
Die Natur lehrt uns das Recht des Stärkeren. Gibt es deshalb nur Haie im Meer?
Ihre Aussage kann ich deshalb nicht als Beweis für den Sozialismus, und damit einer Umverteilung, sehen. Ausserdem kann die Natur nur durch Vielseitigkeit der Arten und Gene überleben.
Eine Spezies, oder Gesellschaft, die keine Verlierer toleriert ist nicht überlebensfähig. Der Fortbestand kann nur durch 'Gewinner' garantiert werden. Diese 'Gewinner' (im übertragenen Sinne) tragen auch dazu bei, dass andere bestehen können. Es gibt also sehr viele Nutzniesser durch diese 'Gewinner', die selbst aus anderen Lebensformen, oder eben Gesellschaftsschichten, sein können. Damit gehören diese Nutzniesser auch zu den 'Gewinnern'! Wer solche Tatsachen verkennt, hat nicht begriffen, wie das Leben auf dieser Erde funktioniert und dadurch auch überlebensfähig wurde.
Wer also keine Verlierer, und damit auch keine Gewinner akzeptiert, muss sich im klaren sein, dass er falsche Anreizsignale versprüht. Denn das der Erfindergeist und die Kreativität in einem solchen System ohne vermeintliche Verlierer verkümmert, wurde mehrfach beweisen.
In einer Welt in der alles nach sozialistischem Beispiel umverteilt wird endet im totalitären Staat. Jedes sozialistische/ kommunistische Modell kennt diese Staatsform, jedoch noch lange nicht jedes marktwirtschaftliche Modell. Aber die Tatsache, dass ein marktwirtschaftliches System auch in totalitären Staaten entstehen kann, beweist die Vielseitigkeit eines solchen Modells. Man muss also sagen, dass der Sozialismus (egal wie sie ihn nennen wollen) die Diktatur kennt und eine privilegierte Herrscherschicht, nicht aber zwangsweise die Marktwirtschaft.
Die Enteignung (Umverteilung) von Privateigentum ist dabei nur ein erster Schritt in die Diktatur. Früher oder später wird die Pressefreiheit eingeschränkt und zum Schluss gar die Kunst. Wer also glaubt, eine neue soziale Bewegung wird uns Freiheit, Reichtum und Glück bescheren, verkennt die Tatsachen, oder aber hat eine ganz naive, egoistische Sicht von Freiheit.
Leider neigt aber auch eine Demokratie mehr und mehr zu sozialistischen Tendenzen und läuft damit Gefahr im totalitären Staat zu Enden. Diesen Beweis erbringt wohl fast jeder Blogerteilnehmer hier.
Zudem möchte ich noch einmal betonen: Ich propagiere hier überhaupt nicht eine total freie Marktwirtschaft, wie sie dies mir hier unterstellen Herr Stäubli. Ich sage immer wieder, dass es Rahmenbedingungen geben muss, auch in einer Marktwirtschaft!
Ausserdem möchte ich noch hinzufügen, dass die Welt nicht nur aus Herr Ospel besteht und dieser ganz klar einer Minderheit angehört. Wie viel 'Top- Manager' mag es wohl geben? 1'000, 100'000 oder 1 Mio.? Auf jeden Fall liegt diese Zahl im Promillebereich.
Es gibt auch andere Menschen auf dieser Welt. Und lange nicht alle sind Manager eines Multinationalen Konzerns! Man sollte eigentlich hervorheben, dass die Welt MEHRHEITLICHE eben aus Taxifahrern, Bäckern, Lokführern, Coiffeuren, Eisenwarenhändlern, Malern, Künstlern, gewöhnlichen Arbeitern... besteht. Seltsamerweise geraten gerade bei euch Sozialisten solche Menschen immer in Vergessenheit. Das Individuum scheint also trotz Bemühungen zum Erhalt in einer sozialistischen Gesellschaft auszusterben. Und eine solche Zukunftsaussicht ist meiner Meinung nach eher düster.
Grüsse
Mr. Pink
Danke für Ihre Antworten. Aber Sie haben offenbar nicht verstanden dass Sie genau das fordern was Sie nun bestreiten. Sie forderten bisher stets Privatisierungen, wie etwa das der Universitäten, als Beispiel.
Ihre Formulierung in früheren Beiträgen der geforderten Rahmenbedingungen ist im Prinzip der Freibrief für die Privatwirtschaft.
Anstelle des Staates soll die Regulierung auch für Soziales und für der Nachhaltigkeit wichtige Institutionen die Privatwirtschaft übernehmen.
Wenn der Staat nur noch mit einigen Gesetzen und Vorschriften operieren kann, was sie offensichtlich wollen, dann sind wir bereits sehr nahe an der total freien Marktwirtschaft.
Dem Staat würde die Regulierungskraft entzogen und er könnte das in Europa früher allgemein anerkannte System einer Sozialen Marktwirtschaft nicht mehr erfüllen.
Diese Soziale Marktwirtschaft, verbunden mit der Einrichtung der Sozialwerke hat uns Wohlstand gebracht und nicht der freie Markt. Wollen Sie das System der USA übernehmen?
Was war denn eben vor Kurzem geschehen? Die Schweizer Nationalbank beteiligt sich mit dem Volksvermögen an der Rettung der Finanzkrise in den USA, zusammen mit anderen Nationalbanken. Damit stärkt sie jene Kräfte welche im Hochrisikobereich das ganze Finanzsystem ins wanken gebracht haben. Ist dies in ihrem Sinne die Bereitstellung solcher Rahmenbedingungen?
Was denken sie wie sich die Spekulanten darüber freuen und denken Sie dass diese dann vorsichtiger agieren in Zukunft?
Die Marktwirtschaft von welcher Sie sprechen ist am Ende. Sie hat die Ressourcen der Erde ausgelaugt, die Umwelt zerstört und den Luxus einiger Minderheiten auf Kosten der Mehrheit ermöglicht. Der Sinn einer Demokratie ist die Mehrheitsfindung anhand der Eigenschaft des Menschen evolutive Gedanken haben zu können. Dies hat mit dem Recht des Stärkeren und der Physischen Evolution nichts zu tun, was die Annahme für die Rechte der Homosexuellen und das Frauenstimmrecht gut belegt.
Sie vergessen bei der Menschlichen Evolution auch dass inzwischen die Gesellschaft und deren humane Kultur sich gegenüber Inhumanen Individuen und Gesellschaften durchgesetzt hatten. Das dritte Reich wurde zerstört, ebenso das der UDSSR. Nur eine Gesellschaft die gegenüber anderen Kulturen freier ist und in welcher die Kreativität gegenüber repetitiven und mechanistischen Vorgängen den Vorzug erhält, bringt Hochkulturen hervor.
Sie vergessen dass die Sozialdemokraten in der UDSSR umgebracht wurden. Sozialdemokraten wollen dem Markt und der Privatinitiative durchaus ihre Freiräume einrichten, im Gegensatz zu ihrer Behauptung dass jeder Sozialismus im Totalitarismus enden würde.
Im Totalitarismus ist die UDSSR im Übrigen gelandet nicht nur wegen Stalins Untaten, sondern auch wegen dem Kapitalismus. Das ist gut dokumentiert.
Die Grösse des Binnenmarktes und deren Ressourcen reichte nicht aus um ohne Handel mit dem Westen auskommen zu können während des Rüstungswettlaufs. Es gibt Gründe anzunehmen dass es nicht möglich ist dass ein nicht an Geld ausgerichtetes System welches mit kapitalistischen Systemen grösseren Handel betreibt überleben kann. Dies ist ein kostspieliger ‚Systembruch’ und sehr Korruptionsanfällig.
Albanien hat dies nicht getan und ist dabei vollkommen verarmt, weil seine Ressourcen viel zu klein waren. Zweifellos ist der Internationale Handel wichtig, und der geschieht aber meist gemäss der Kapitalwirtschaft.
Lieber Mr. Pink, Künstler gehen bei Sozialdemokraten nicht vergessen, was sich darin äussert dass die Mehrheit von ihnen SP wählt oder Grün. Es sind gerade diese Menschen die im Kapitalismus es schwierig haben zu überleben.
Es sind Künstler die vom Marktsystem besonders bebeutelt werden und ihnen ihre kreativen Freiheiten entzieht. Dies ist derzeit gut in der Art und Weise zu sehen wie in der Filmförderung umgegangen wird.
„Die Natur lehrt uns das Recht des Stärkeren“.
Das habe ich leider vermutet dass Sie den Unterschied zwischen der Evolution bei Tieren und dem evolutiven humanen Denken der Gesellschaft der Menschen nicht zu differenzieren vermögen.
Sie haben nicht bemerkt dass ich sagte dass die physikalische Evolution durchaus noch gilt, dass aber durch die Entstehung des Menschen der Natur ein Tor aus der mechanistischen Evolution geöffnet wurde.
Wir schreiben nun mehrere Tausend Jahre Philosophiegeschichte und hunderte Jahre Wirtschaftsethik Herr pink. Ich rate ihnen diesen Stoff anzusehen und nicht nur das zu scannen was Heutige Liberalisten so sagen.
Ich habe letzthin mit einem solchen gesprochen, der Systemzusammenbruch des Kapitalismus, so wie dies Wachstumskritiker grafisch darstellte ist ihm bekannt. Er meint dass dieses Opfer zur Erhaltung des Kapitalismus eben wichtig wäre, das es nun eben viele Opfer geben würde.
Ein Vorsprecher erwähnte das Grundeinkommen, das ist ein hervorragendes Mittel um gleichzeitig das evolutive Denken und die Humanität zu fördern als auch über den Markt der sich darauf einstellen wird den "Rest der Macht des Stärkeren" auszuüben.
Zuviel davon und der Markt wird stärker als Planet Erde es gestattet. Vor versiegten Trögen unter sengender Hitze und Wachtumsleichen zu hocken, da nutzt dann auch Primatengeheul nichts mehr.
Es freut mich, dass hier wieder mal ein paar wirklich wichtige Fragen gestellt werden – das zumindest ist meine Ansicht, wenn ich Ihren Beitrag vom 2008-03-10 02:20:37 lese.
„Visionen“: dazu hat Wachstumskritiker eine traurige aber treffende Antwort geschrieben.
„Orientierungslos“: nein, eben gerade nicht. Die Orientierungspunkte unserer Gesellschaft sind Umsatz, Gewinn, BIP, Wirtschaftswachstum, etc. ...
„Respekt und Verantwortungsbewusstsein. Weshalb lehrt man nicht, wie man mit Wut, Verärgerung, Frustration oder sonstigen negativen Emotionen umgehen kann oder soll?“: Das hingegen ist nicht Aufgabe der Schule, sondern in erster Linie Aufgabe von Eltern. Diese Dinge werden nämlich als ganz klein gelernt – ohne dass sie gelehrt werden. Und zwar dadurch, dass sie von den Eltern und vorgelebt werden.
Es gibt in der Gesellschaft kaum einen wichtigeren und verantwortungsvolleren „Beruf“ als der, der Eltern sein heisst.
danke einmal mehr für ein sehr gelungenes Blog-Thema.
Zum Thema der freien Marktwirtschaft, dem Sozialismus und dem Kapitalismus will ich folgendes sagen.
Kein anderes System in der Menschheitsgeschite vermochte die Leute in Friedenszeiten so sehr zur Arbeit zu motivieren wie der Kapitalismus. Keines. Als Wirtschaftsmotor, als Arbeitsmotivator ist der Kap. also einsamer Spitzenreiter. Ein toller Motor.
Aber welcher Autofahrer bindet denn sein Lenkrad an die Kurbelwelle seines Motor?
Das Konzept einer Leistungsgesellschaft (wer mehr tut, bekommt mehr) sollte also erhalten bleiben. Ist es doch universell und robust und wir haben eine gewisse Erfahrung damit (kein Experiment). Wir könnten uns wohl darauf einigen, dass es also nicht allen gleich gut geht (im materiellen Sinne), denn nicht alle strengen sich gleich fest an oder arbeiten gleich viel.
Die Frage ist schlussendlich nur: Wie gross soll der Einkommensunterschied sein, zwischem dem- oder derjenigen, die am meisten "Verdient" oder demjenigen, der am wenigsten nach Hause bringt? Der freie Markt bevorzug eindeutig einen möglichst grossen Unterschied, denn dann ist die Motivation mehr zu tun am grössen (wenn auch für viele Unmöglich). Der Sozialismus strebt danach, diesen Unterschied zumindest auf dem Papier möglichst klein zu halten (illegale Begünstigung von Parteimitgliedern unterlaufen dann dieses Konzept).
Status:
Die SSB streicht 400 Stellen auf Grund eines Managementfehlers. Logische Konzequenz: Die Arbeiter gehen auf die Strasse. Weshalb? Weil das nicht gerecht ist. Und ich fühle sehr stark mit ihnen.
In Deutschland verdient ein Buschauffeur 1100 Euro im Monat (nach abgeschlossener Berufsausbildung und Berufserfahrung). Ein Beruf, der eine gewaltige Verantwortung mit sich bringt.
Ein Tasifahrer in der Schweiz gehört meistens zu den sog. "working poor". Das heisst er oder sie arbeitet 100% und verdient weniger Geld, als es die Armutsgrenze vorgibt.
Was liegt da in der Luft?
Genau!
REVOLUTION
Noch nicht ein einziges freimarktwirtschaftliches System war über längere Zeit stabil. Noch immer kam es zur Revolte. Es dauerte nur unterschiedlich lange, bis die reiche Minderheit der armen Mehrheit nicht mehr das Märchen vom Tellerwäscher und von der Religion und dem Auserwähltheits-Gedanken verkaufen konnte. Und dann? BOOM!
Aber wir wollen ja nicht den Teufel an die Wand malen, denken sie? Nun, ich will einen Vergleich herbeiziehen:
Martin Ospel veriente in den letzen Jahren über 10 Millionen Schweizer Franken pro Jahr. Nicht als Unternehmer mit Eigenkapital und so, nein, als Angestellter einer Geldfabrik. Nach Steuern, Krankenkassenprämien, Hausmiete, Transportkosten, Berufskleidung, Rolex, Bentley, Yacht, Sportauto, Privatjet und anderen absolut Lebensnotwendigen Dingen bleiben im wohl noch etwa (grobe Schätzung) 3'234'234 Franken und 35 Rappen zur freien Verfügung (vielleicht für ein viertes Auto).
Hans Gerber ist Taxifahrer, arbeitet wie Ospel auch Überstunden. Auch Nachts, von 2 Uhr bis 10 Uhr Morgens. Wenn er nach Hause kommt braucht er auch keinen Fernseher oder eine Swimmingpool mehr. Er ist so hundemüde, dass er flach auf die Matraze platscht und in das Land der Träume entflieht. In diesem Land hätte er evt. antstatt 1800 Franken Monatsverdienst etwas mehr, sagen wir 2200 Franken. Und so könnte er evt. mal seine Enkelin in Frankreich besuchen. TRRRRRRRRRRRRR der Wecker. Er muss wieder auf.
Kann es sein, dass hier was faul ist?
Es muss was geschehen. Sonst geschieht es von selbst.
MfG
TU
Bis jetzt wurde mein Faden dazu nicht aufgenommen. Diese echt freie Wirtschaft ist eine Idealkonstruktion, welche folgendes beinhalten müsste:
- totale Transparenz (Stichwort Deklarationspflicht, auch z.B. Abschaffung des Bankgeheimnisses)
- totale Verantwortung (Stichwort Haftpflicht, gerechte (nicht zu verwechseln mit 'gleichmässige') Verteilung von Gütern, Rechten, Nutzen & Risiken)
Da wäre vielleicht sogar "der Staat" überflüssig, weil sich die Gesellschaft selbst organisiert, und damit ein menschen- und naturverträgliches Gemeinwesen bildet, in der es sogar Starke und Schwache geben darf.
Pinks Hintergründe triefen vor Biologismen und naturalistischen Fehlschlüssen und lassen sich am ehesten dem Sozialdarwinismus zuordnen, der einer aufgeklärten und humanen Gesellschaft einfach unwürdig ist. Das ist Abstieg auf Level 0.
Eigentlich ist es hier doch allen klar, dass weder der totale Privat-Kapitalismus noch der totale Staats-Sozialismus die Heilsbringer sind.
Wir suchen den Mittelweg, finden uns aber auf einer Gratwanderung: Der Absturz droht auf beiden Seiten.
Diesen Höhenrausch, diese Hochkultur könnten wir bis in alle Ewigkeit geniessen, wenn der verdammte (Wachstums)Pfad auf dem Grat dieses imaginären Bergs in den Wirtschafts-Himmel nicht ständig nebliger, glitschiger, schmaler und steiler würde!
Wie ist eigentlich IHRE Definition von 'evolutivem Denken'?
Danke für deine Kritik, welche eigentlich nur deine persönliche Meinung widerspiegelt und stetig von Unterstellungen geprägt ist. Und ich sehe darin denn auch nur die Abneigung von all dem, was dir nicht passt, statt einer rationalen Beurteilung, also einer berechtigten Kritik.
Ausserdem: Die Vorschläge über Transparenz und Verantwortung gehören zur Marktwirtschaft wie Karl Marx zum Sozialismus.
An Herr Urseler:
In der Geschichte gab es bisher kein freies Wirtschaftsmodell über eine längere Periode. Die altertümlichen Wirtschaftsformen sind von Staatsinterventionismus geprägt und deshalb nicht als frei zu betrachten.
Bei den alten Griechen war der freie Handel gar verpönt.
Man kann aber sagen, dass ein System, welches auf Basis von Steuereintreibung besteht, noch nie über längere Zeit stabil war. Und das hat mit Sicherheit mit der Gier der Herrscherschicht zu tun und den Folgen einer überbordenden Administration. Vielleicht wäre es interessant, mal darüber nachzudenken?
Gruss
Mr. Pink
Es ist geradezu kurios dass Wachstumskritiker meine Person im Gegensatz zu seiner Forderung nach Transparenz in Staat und Wirtschaft sieht, obwohl ich genau das gefordert hatte von Staat und Privatwirtschaft.
Ebenfalls habe ich die Themen Bankgeheimnis besprochen, das ich zur Abschaffung empfohlen hatte. Danach bin ich auf den wirklichen Unterschied zu Wachstumskritiker gestossen, die Idee der ‚totalen Verantwortung’, die Selbstorganisation der Gesellschaft.
Mein lieber WK, hierin unterscheiden Sie sich in wenig von Mr. Pink in ihrem Glauben. Es ist doch geradezu dessen Idee dass die Gesellschaft (Bäcker, Künstler, Bauern, Dienstleister etc.) sich selbst organisieren können.
„Da wäre vielleicht sogar "der Staat" überflüssig, weil sich die Gesellschaft selbst organisiert“
Die Selbstorganisation der Gesellschaft nennt man auch Staat, Wachstumskritiker. Wie kommen Sie also dazu den Staat überflüssig sehen zu können?
Das kann ich mir nur vorstellen wenn Sie ein Anhänger des erweiterten Individualismus sind, indem sie jedem einzelnen Menschen zutrauen für sich und alle Anderen die Verantwortung übernehmen zu können.
Das ist ein Fehlschluss, weil die Gesamtheit aller Individuen mehr ist als seine Teile. Deshalb ist man auch auf die Demokratie als gute Lösung gekommen, um die Interessen der Individuen gegeneinander abzuwägen.
Sie sprechen von einer Gratwanderung zwischen Sozialismus und Kapitalismus, doch das haben wir längst in der Sozialen Marktwirtschaft gefunden.
Dieser Mittelweg hat jedoch trotzdem zur Übernutzung der Natur geführt und verhinderte nicht dass die Schweiz Heute einem winzigen Teil gehört, während ein grosser Teil von uns sich als working poor wieder findet.
Selbst die Mittelschicht befindet sich in vielen Gesellschaften des Westens derzeit unter starkem Druck. In den USA hat sich das durchschnittliche Einkommen seit 1975 nicht mehr gesteigert, bei aber höherer Arbeitsleistung.
Die schlimmsten Auswirkungen des Kapitalismus findet nicht einmal bei uns im Westen statt, sondern dort wo wir am liebsten nicht hinsehen, in der dritten Welt. Als Beispiel erwähne ich das irrsinnige Verfahren Nahrungsmittel wie Mais zum Autofahren zu verbrennen.
Die Mexikaner haben bereits jetzt Mühe ihre Tortilla zu bezahlen. Trotz Hilferufen aus der dritten Welt und der UNO scheint die Beimischung von Nahrungsmitteln zu Treibstoffen aber weiter zu gehen. Das ist der Kapitalismus liebe Blogger, wie er leibt und lebt, weil er auf Egoismus beruht, der Macht des Stärkeren.
Sie können Wachstum nicht verhindern mit einer ‚Totalen Verantwortung’, weil es diese nicht geben kann. Verantwortung für was und für wen? Selbst Pink weiss dass es keine alleinige Wahrheit gibt. Sein Sozialdarwinismus kann Pink genauso als Konstrukt einer Verantwortlichkeit benennen wie für Sie die Idee einer totalen Verantwortung für Sie funktionieren würde.
Hier muss ich dann aber sagen dass Pink wenigstens auf dem Boden der Evolutionsbiologie bleibt, während Sie im Blauen Unerforschten hängen.
Die Weltbevölkerung steigt insgesamt an, es ist daher eine Illusion das Wachstum stoppen zu können ohne einen grossen Teil der Menschheit in den Abgrund von Hungersnot und Tod zu bringen.
Ich wiederhole noch einmal dass auch ich nur meine eigene Wahrheitssicht habe. Welche dieser Wahrheiten sich in die Wirklichkeit umsetzen lässt hängt nicht nur von den Gesetzen der Natur ab, sondern auch vom Willen der Gesellschaft.
Meine Sicht ist die, eine Gratwanderung zwischen Sozialismus und Kapitalismus hat versagt, wir benötigen etwas anderes. Wir müssen den Markt vom Sozialen abkoppeln. Dies kann durch ein Grundeinkommen erfolgen. Mit dieser Ansicht bin ich nicht alleine, führende Wirtschaftsethiker teilen sie.
Diese Idee ist einfach und wäre sehr effizient, denn sie würde nicht nur die Abwanderung der Bevölkerung in die Städte verhindern, sondern die Wirtschaft vom Sozialen Element befreien, für die sie in Wirklichkeit zum verwalten ungeeignet ist. AHV, IV, BVG, alles überflüssig bei einem Grundeinkommen.
Umgekehrt kann die Wirtschaft einem Mitarbeiter ohne schlechtes Gewissen kündigen und findet nur hoch motivierte Mitarbeiter auf dem Markt. Banken können besser Hypotheken verwalten weil sie wissen, dass jeder der kommt über ein Grundeinkommen verfügt.
Auch die Belastung der Umwelt und des Strassenverkehrs würde abnehmen, da Menschen sich länger Zeit nehmen können eine ihnen örtlich passende Stellung anzunehmen.
Einfache Zusatzversicherungen bei Stellenverlust (die nur bei hohem Lebensaufwand, etwa eigenes Haus nötig wären) sollen das System des Grundeinkommens ergänzen und ersetzen das BVG.
Selbstverständlich müsste man in das Grundeinkommen die Minimalversorgung der Gesundheitskosten, die Wohnungsmiete und den Lebensunterhalt ohne Luxusgüter integrieren.
Man kann sich dies etwa so vorstellen das ein Bergbauer oder Schriftsteller gerade das erhält was er für ein unabhängiges Leben ohne Luxus benötigt. Dies würde eine enorme Kreativität in der Gesellschaft auslösen von der auch die Wirtschaft profitieren wird.
Das von Wirtschaftskritiker angemahnte Element der Transparenz für die Privatwirtschaft ergänzt dieses System in Idealer Weise.
Wir können nicht warten WK und Mr. Pink, wir benötigen in Kürze ein neues Wirtschaftssystem. Das System mit dem Grundeinkommen ist das am wenigsten Riskante und benötigt am wenigsten Änderungen in der Marktwirtschaft vorzunehmen.
Ich glaube nicht daran dass sich das Individuum verantwortlich zeigen kann im Sinne WK, wenn nicht ein Grundeinkommen uns allen die Sicherheit dazu gibt. Wenn wir das nicht tun bauen wir allesamt auf die Macht des Stärkeren, weil wir das müssen.
Zuletzt muss ich aber darauf hinweisen dass ein solches Staatswesen erst so richtig aufblühen würde wenn in Nachbarländern wie Frankreich und Deutschland etc. das System mit dem Grundeinkommen ebenfalls eingeführt wird. Dieses System glaube ich wäre das Einzige System welches reale Chancen zu seiner Realisierung in Europa hat.
Ich habe mich entschlossen aus gutem Grund eisern an dieser Idee festzuhalten, weil ich sie für die letzte Chance der Menschheit halte, sich noch vor der Diktatur der mechanischen Übernutzung von Mensch und Natur zu retten. Es gibt keinen Kompromiss zwischen Sozialismus und Marktwirtschaft, es hat sich als Illusion erwiesen.
Hier können Sie eine Arbeit über einen der wichtigsten Exponenten eisehen:
http://www.ukp.psy.unibe.ch/langpapers/pap3/1998-02herdermenschenbild.htm
(Herder, Johann Gottfried (1877-1913))
Herder hat Kant aufgegriffen und ist die Quelle zu dieser Philosophie welche noch Heute beschäftigt:
"Für Herder oder die offen evolutive Orientierung ist der Mensch Teil der gesamten Natur und mit dieser zusammen auf Wandel in der Zeit angelegt.
Die Zeiten der Menschen und die Zeiten der übrigen Natur jedoch haben unterschiedliche Weiten.
Für Menschen ist nur ein sehr kleiner Zeit- und Raumausschnitt gründlich genug überschaubar. Weder ist der Urprung der Welt bekannt, noch ihre Zukunft bestimmbar; wir Menschen können freilich Aspekte ihrer Geschichte in symbolischer Form begreifen, daraus Regelmässigkeiten und Bedingungs-Folge-Zusammenhänge erschliessen und uns damit Vorstellungen möglicher und unmöglicher, wahrscheinlicher und unwahrscheinlicher künftiger Entwicklungen des ganzen Geschehens machen.
Als Teil dieser Natur und mit dieser Fähigkeit der Reflektion über die Natur und unseren Platz darin können wir überdies insbesondere mit unseren Händen und Werkzeugen und durch zeichenvermitteltes gemeinschaftliches Handeln in den Gang der Welt eingreifen, die Natur damit teilweise zur Kultur überformen."
Ich bitte Sie jedoch zu verstehen dass Herder nur einer der ersten Beschreiber des evolutiven Denkens ist und dass die Diskussion darüber noch immer andauert.
Es sprechen immer alle von Markt, von Wirtschaft und von dessen Wachstum. Wenn wir uns einem System verschreiben, dem es nur dann gut geht, wenn Wachstum vorhanden ist, dann gehen wir ein sehr grosses Risiko ein. Denn Wirtschaftswachstum ist, wie es die Vergangenheit zeigt, nicht berechenbar, chaotisch, willkührlich.
Weshalb hilft die Schweizerische Nationalbank mit 6 Milliarden Dollar im momentanen Bankenskandal und bei der SBB Cargo wird auf Sturheit gesetzt?
H A L L O ! ? ! ? !
Das ist doch sowas von typisch. Diese Banker sind einfach aalglatte Sesselfurzer.
Das ist auch mein Geld, denn ich zahle Steuern!
Die meisten Arbeitsplätze sind nicht Teil eines freien Marktes, nicht einmal irgend eines Marktes. Man stelle sich vor, der Bahngleisarbeiter suche sich einen neuen Arbeitgeber, weil die momentanen Konditionen nicht mehr stimmen. Nun, in der Schweiz gibt es nur einen Arbeitgeber für ihn. Das ist kein vollständiger Markt. Noch nicht mal irgend ein Markt. Kein Markt. Der Bahngleisarbeiter hat schliesslich nur die Wahl zwischen SBB und gar nichts (sofern er nicht in ein anderes Land auswandern will).
Und deshalb sind diese Leute frei erpressbar. Die Bahn hat hier ein Arbeitgeber-Monopol.
Ich glaube, das geht in dasselbe hinein, was Thomas Urseler in seinem Beitrag sagen wollte. Der Kapitalismus versucht ständig den freien Markt zu Gunsten einiger weniger (sehr reicher) Individuen zu zerstören.
Danke für die Unterstellung von Unterstellungen. Ich weiss, dass ich Dir nicht passe. Das heisst nicht, dass Deine Ergüsse besser sind.
Zitat: "Die Vorschläge über Transparenz und Verantwortung gehören zur Marktwirtschaft wie Karl Marx zum Sozialismus.
Im Prinzip einverstanden, aber so IST es eben offensichtlich nicht!!!
Also hast Du ein ganz kleines konjunktives 't' vergessen.
Transparenz und Verantwortung gehörTen zur Marktwirtschaft (sie tun es aber nur sehr begrenzt).
Kleine Beispiele wruden schon viele genannt:
Die meisten Verwaltunsräte müssen KEINE Verantwortung übernehmen (sondern nur abkassieren).
Und falls sie gegangen werden, seilt man sie am goldenen Fallschirm ab. Noch nie musste deswegen einer seine Villa zwangsversteigern lassen.
Atomrisiko: NICHT VERSICHERBAR!
Verantworunt wird NICHT wahrgenommen, sondern dem Staat und unseren Nachkommen angehängt.
Danke für ihre Definition von 'evolutivem Denken'.
Ich möchte aber kurz zu einem anderen Problem, welches sie geschildert haben, Stellung nehmen.
Ihr Beispiel vom Mais und den Tortillas hat überhaupt nichts mit einer Marktwirtschaft zu tun.
Dieses Problem entsteht ganz eindeutig aus Staatsinterventionismus. In vielen Ländern ist es heute Pflicht, einen gewissen Anteil an Biotreibstoffen ins Benzin zu Mixen. Das wurde per Gesetz verordnet! Es herrscht also ein Zwang seitens Regierungen, solchen Unsinn zu fördern. Und genau solche sinnlosen Gesetze werden an laufendem Band von unseren Politikern eingeführt. Subventionierung (meinetwegen auch Förderung) von solchen 'Grünen Biotreibstoffen' verursachen dieses Dilemma und nicht etwa die Marktwirtschaft.
Vielleicht verstehen sie jetzt etwas besser, warum ich den Staat nicht als 'Retter der Welt' sehen kann?
Gruss
Mr. Pink
die Instabilität der freien Marktwirtschaft und ihr Drang zur Zweiteilung der Gesellschaft in eine reiche und eine arme Schicht ist nicht Folge von Steuereintreibungen. Es ist anders rum. Die Steuereintreibungen sind Folge und Mittel zum Zweck aber im Grossen und Ganzen nur ein Nebenschauplatz.
Die Reichen werden immer, IMMER, versuchen, den Armen das Sozialsystem abzuschwatzen. Denn die Reichen brauchen ja kein Sozialsystem. Das kostet sie ja nur. Und wenn die Armen genügend ungebildet und genügend dumm geworden sind, dann glauben sie den Reichen auch das Märchen der Tellerwäscherkarriere und schon sind wir in den USA - wo Reiche proportional weniger (!!!) Steuer zahlen als die Armen.
Es läuft immer auf das selbe raus. Die Instabilität weitet sich aus und am Ende haben die Reichen mit ganz vielfältigen Mitteln wie: der Wirtschaft, dem Steuerrecht, Kriegen und weiss ich was sonst noch, dem Armen alles weggenommen und leben in Saus und Braus - bis es knallt.
Sollen wir es soweit kommen lassen?
MfG
TU
Mit "wirklich und echt FREIEN Marktwirtschaft" meinte ich nicht eine freie, von gesellschaftlichen Normen entrückte, ENTFESSELTE Markt- bzw. Ellbogenwirtschaft (welche sich einige wünschen), sondern ein - wie ich gesagt habe - Idealkonstrukt (das man genauer definieren müsste), aber in welchem jedes Wirtschaftssubjekt - auch die Schwachen - FREI sind in ihrem Agieren oder Nicht-agieren. Frei heisst, frei von Lasten und Zwängen, welche ihnen von den Mächtigen auferlegt werden. Frei im Entscheiden, etwas zu tun oder zu lassen, frei im Sinn des "informed consent", aufgrund Transparenz, durch Einsicht, nicht als Ergebnis von Manipulation (alles schon durchgekaut hier im Blog).
Dazu würde eben die totale Transparenz und die totale Verantwortung (z.b. gegenüber Schwachen oder der Natur) gehören, die sich jeder Starke "leisten" kann (aber offenbar nicht will).
Diese totale Transparenz und Verantwortung findet eben NICHT statt, und deshalb sehe ich wie Andreas Stäubli momentan primär die soziale Marktwirtschaft als goldenen Mittelweg. Aber wie erwähnt mit erheblichen Absturzgefahren. Es schleckts kein Geissbock und kein Pink weg, dass der Wirtschafts-Wachstumsdruck eines jeden Handlungsspielraum immer weiter eingrenzt.
Drei Zitate noch:
"Jede Freiheit hat dort ihre Grenzen, wo die Freiheit des Nächsten tangiert wird"
(Das sagte vor 20 Jahren ein Mitglied der damaligen Autopartei...)
"Die Freiheit des Menschen besteht nicht darin, tun zu können, was er will,
sondern NICHT tun zu müssen, was er nicht will."
(Jean-Jacques Rousseau)
Ein Hoch auf die Egoisten!
MfG
TU
http://www.inkultura-online.de/levine.htm
Dann wäre es vielleicht Zeit für dieses Buch.
Danke für eure Kommentare. Wenn ich denn auch so durch die Beiträge gehe, herrscht doch eigentlich Einigkeit (zumindest in der Basis). Es muss nämlich etwas geändert werden. Beim Ansatz der Änderungen unterscheiden wir uns aber.
Währendem ich nicht an den Staat als Retter glaube und daher eher das einzelne Individuum als Schlüssel zu einer 'besseren Welt' sehe, glauben sie eher daran, dass nur eine übergeordnete Institution, welche 'alles' regelt, ein besseres Leben verspricht.
Das Experiment des Sozialismus hat bewiesen, dass es unmöglich ist, durch eine zentrale Planstelle alles organisieren zu können.
Das heutige System der 'beschränkten Marktwirtschaft' (ich nenne dies einfach mal so) beweist auch, dass es anfällig auf äussere eingriffe ist (hauptsächlich Staatsinterventionen) und es fast nicht mehr möglich ist, die schädliche Verflechtung von Staat und Wirtschaft zu unterbinden. Dadurch kränkelt auch dieses System. Es ist jedoch nicht per se ein schlechtes System, wie man hier oft darzustellen versucht. Dieses System kann sich auch selbst regenerieren (wenn die Zentralbanken denn nicht immer den Finanzsektor stützen würden) und die SCHWEZ hat in den 90er Jahren bewiesen, dass es gar längere Perioden OHNE WACHSTUM auskommen kann! Wir werden zurzeit wohl etwas von Wachstumszahlen aus Fernost geblendet, darum diese Abneigung gegen Wachstum.
Ich versuche denn auch schon seit längerem endlich Vorschläge zu erhalten, wie denn eine Wirtschaft ohne Wachstum aussehen würde. Leider habe ich dies erfolglos aufgeben müssen. Ich hätte gerne gewusst, wie in solch einem System Arbeitsplätze geschafft werden und wie/ wer regelt das NULLWACHSTUM, also wer hält wie die Waagschalen im Gleichgewicht?
Unser heutiges System beweist auch, dass eine Umverteilung mittels Steuern ein Ding der Unmöglichkeit ist. Zu viele wollen dazwischen noch irgendwie mitverdienen und die Administration wuchert dadurch ungebremst weiter. Die Geldmenge zur Umverteilung schrumpft dadurch permanent. Die wachsenden Staatsdefizite sind der Beweis dafür. Es muss also immer mehr geleistet werden um seinen Lebensstandard erhalten zu können. Auf Dauer geht dieses System der wuchernden Administration nicht auf.
Was mich denn an ihren Beiträgen auch am meisten stört ist, dass sie die Wirtschaft als alleiniges Übel sehen. Die Wirtschaft soll für alles Verantwortung übernehmen, währenddessen Politiker eine Immunität geniessen und für Fehlentscheide so gut wie nie haftbar gemacht werden können. Und da liegt meines Erachtens ein riesiges Defizit! Und das erklärt dann auch die überbordende Administration und das rücksichtslose ausgeben von Geld durch den Staat. Und genau darum funktioniert eine Umverteilung nicht. Solange keine physische Gegenleistung für etwas erbracht werden muss und keine Strafen zu befürchten sind, entsteht eine Ineffizienz und irrationales Handeln wird gefördert.
Und genau darum hat bisher auch kein System überlebt, welches auf Basis von Steuereintreibungen aufgebaut war. Es hat also nichts mit freier Marktwirtschaft zu tun.
Und wenn sie mich, Herr Urseler, denn auch so direkt fragen, ob man es zum grossen knall kommen lassen soll, muss ich ihnen mit einem JA antworten. Denn scheinbar wird sich ansonsten nichts grundlegend ändern. Weder in die eine Richtung, noch in die andere.
Grüsse
Mr. Pink
zum grossen Knall möchte ich es nicht kommen lassen. Denn das heisst Revolution oder Bürgerkrieg. Beides sind rechtsfreie Zustände. Das Recht des stärkeren gilt. Vergewaltigung, Mord und Totschlag, Begünstigung, Vetterliwirtschaft usw. wuchert. Aber das schlimmste wäre: DANACH würde alles wieder von vorne los gehen - ohne Fortschritt, ohne etwas gelernt zu haben.
Ein Hindernisläufer macht keine Fortschritte, indem er bei jeder Runde über sein Hinderniss stolpert, sondern indem er lernt, es zu ÜBERSPRINGEN und es vermeidet, zu fallen.
Der Staat ist bis heute der einzige zuverlässige Apparat, der es ermöglicht einen Wohlstandsausgleich zwischen Arm und Reich zu bewerkstelligen (IV, AHV, Zuschüsse, Steuererleichterungen für Kleinverdiener). Wo wären wir denn ohne Staat? Absoluter Kapitalismus? Das erste was dann entstehen würde wäre eben (ironischer Weise) ein "Staat". Aber ein ganz anderer Staat. Nicht demokratisch. Mittelalter. Kurz: ein Machtoberhaupt wird es immer geben. Und unter den vielen verschiedenen auf der Welt zur Auswahl stehenden, wähle ich doch am liebsten das unsere.
Es ist mir auch ganz klar, dass die Rechten und die Bürgerlichen ständig am Sozialstaat rumsägen. Denn ohne Sozialstaat gibts mehr arme, mehr verzeifelte Arbeitslose. Und das dient den Arbeitgebern. Die wollen so viele Arbeitslose, wie nur möglich, denn dann ist die einzelne Arbeitskraft eben BILLIG. Deshalb sind die bürgerlichen ja auch für eine Personenfreizügigkeit gegenüber den neuen Ost-Eu-Staaten. Aber gefälligst ohne begleitende Massnahmen. Die würden ihnen ja wieder einen Strich durch die Rechnung machen (und die billigen Arbeitskräfte verteuern).
Politik ist manchmal so einfach zu durchschauen, dass einen fröstelt angesichts der hemmungslos dargelegten Skrupellosigkeit.
das sehe ich auch so. Wenn's nach den Bürgerlichen ginge, dann würden auch gleich von Heute auf Morgen sämtliche Behinderten Massnahmen eingestellt. Blindenschrift auf Medikamentverpackungen würden der Vergangenheit angehören. Kostet ja alles nur Geld und ist dem Bauern egal.
Ihr bürgerlichen seid so was von Ober-Egoisten.
Geld, Geld, Geld und nochmal Geld! Alles ziehlt darauf ab, Geld zu machen. Vergessen wird dabei oft: Geld an sich ist gar nichts wert. Nur die Bereitschaft der Gesellschaft für Geld etwas zu tun. Banken "erwirtschaften" Milliarden Gewinne. Aber eigentlich produzieren sie ja gar nichts - ausser heisse Luft und Arbeitsplatzrisiken.
Rein mit dem Turbo und ab in den Untergang.
A réfléchir...
Cordialement
P.-O. ROCHAT
Die Wirtschaft besteht aus weit mehr als nur Herr Ospel und die Banken - zum Glück!
Wirtschaft ist auch noch Rössli und Stumpen und Bier und Bären.
Ja, die Wirtschaft besteht schon aus mehr, als nur aus Ospel und Vasella - aber diese Herren drücken ganz schön auf die allgemeine Moral und sind wohl nur die (sichtbare) Spitze des
NICHTS-TUER-EISBERGS.
Was tun denn die Banken? Sie produzieren NICHTS. Und bekommen dafür von der Schweizer Nationalbank noch sogenannte "Fianazspritzen", wenn's mal daneben geht im Investment-Glücksspiel.
Banker möchte ich (nicht) sein!
Wie kann es sein, dass man einfach allen Bankern ein 'NICHTS- TUN', 'UNNÜTZ' vorwirft und als 'GAUNER' abstempelt?
Ich bin auch kein Verfechter des heutigen Bankensystems und der Zentralbanken. Jedoch glaube ich nicht, dass einfach ALLE Banker per se schlecht sind.
Man stelle sich vor, die UBS hat ca. 70 oder 80'000 Angestellte und da höre ich immer wieder hier im Blog wie einfach alle in den selben Topf mit Herr Ospel geworfen werden. Doch wie viele können sich in der UBS wirklich als 'Top- Manager' Bezeichnen?
Werden solche Kommentare aus Neid oder Ignoranz abgegeben? Steckt dahinter vielleicht doch nur die sozialistische Ideologie, statt rationales Urteilen?
Manche Beiträge sind schon bedenklich und grenzen an sozialistischen Fanatismus.
Grüsse
Mr. Pink
http://www.emigrantdirect.com
entweder die Schweizer Banken sind im Umgang mit Normalos unglaublich ineffizient oder sie zocken ab.
Wenn ein Grillstandverkäufer so effizient wie ein Bankverwalter arbeiten würde, dann würde die Bratwurst mit Bürli 100 Franken kosten, wäre verkohlt, kalt und man müsste 1 Stunde darauf warten.
Oder hast Du Dich etwa noch nie gefragt, weshalb nur schon ein einfacher Börsenauftrag oder eine simple EC-Kartenbenutzung im Ausland mehr als eine prompt gegrillte Bratwurst mit frischem Bürli kostet?
Demgegenüber bieten beispielsweise Amerikanische Banken (obiger Link) tatsächlich bessere Konditionen für Normalos:
Oder kannst Du mir eine einzige Schweizer Bank nennen, welche absolut konditionslos mehr Zins als der Leitzins anbietet?
Oder kannst Du mir eine einzige Schweizer Bank nennen, welche mir eine gebührenlose Kreditkarte abgibt und bei jedem Kauf zudem 1.4% zurückzahlt?
Der Mayan-Kalender erklärt:
Die Maya-Pyramide ist der Kalender der göttlichen Evolution des Bewusstseins auf 9 Stufen, jeder Stufe ist aufgeteilt in 13 Sektionen (7 Tage und 6 Nächte).
Der Mayan-Kalender wurde von dem schwedischen Micro-Physiker und Naturwissenschafter D. phil. D, Carl Johan Calleman bis ins letzte Detail erforscht und entschlüsselt und anhand der wissenschaftlich belegten Daten von dem wohl grossten archeologischen Fund (der Stein von Coba in Mexico) in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Künstler und Forscher der Mayan-Kultur Ian Xel Lungold (selig) auf den gregorianischen Kalender übertragen.
Der Mayan-Kalender endet am 14. Juli 2012
__________________________________________
Struktur des Mayan-Kalenders:
(von unten nach oben lesem)
~ Es ist getan ~
^
Ende der Evolution des Bewusstseins
Erreichung des allumfassenden göttlichen Bewusstseins
^
9. Stufe: Universal 260 Tage - 13 Zyk (7 T und 6 N) à 20 Tage
8. Stufe: Galaktikal 12,8 Jahre - 13 Zyk (7T und 6 N) à 360 Tage
7. Stufe: Planetarial 256 Jahre - 13 Zyk (7 T und 6 N) à 19,7 Jahre
6. Stufe: National 5125 Jahre - 13 Zyk (7 T und 6 N) à 394,2 Jahre
5. Stufe: Regional 102'000 Jahre - 13 Zyk (7 T und 6 N) à 8000 Jahre
4. Stufe: Stammes 2'000'000 Jahre - 13 Zyk (7 T und 6 N) à 160'000 Jahre
3. Stufe: Familiar 41'000'000 Jahre - 13 Zyk (7 T und 6 N) à 3'200'000 Jahre
2. Stufe: Säugetier 820'000'000 Jahre - 13 Zyk (7 T und 6 N) à 63'400'000 Jahre
1. Stufe: Zellular 16'400'000'000 Jahre - 13 Zyk (7 T und 6 N) à 1'260'000'000 Jahre ^
Erste Dimension des Bewusstsein
Anfang der Evolution im Rhytmus Harmonics 13 zu 20...
^
~ Urknall ~
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Beispiel Chronik
Bedeutuhng der 5. Nacht:
Nach dem Mayan-Kalender erschien Jesus im 5. Tag der 6. Stufe auf der 9 stufigen Pyramide der göttlichen Evolution des Bewusstseins.
Jesus hatte eine ganz bestimmte Botschaft für alle Menschen und diese Botschaft war:
< Ihr alle seid göttliche Wesen, jeder einzelne von Euch ist Sohn oder Tochter Gottes und niemand hat das Recht zwischen Ihn und Euch zu treten, um für Euch zu sprechen!
Kein König, kein Priester, kein Machthaber, niemand darf ein Raum zwischen Dir und Gott einnehmen!
Das war seine wichtigste Botschaft!
Auf der 6. Stufe (5125 Jahre) dauerte ein Tag oder eine Nacht jeweils 400 Jahre.
Über diese 400 Jahre des 5. Tages wurde die Botschaft Christi über die ganze Welt verbreitet, das Bewusstsein davon wurde eingeleitet und dann in der 5. Nacht (416 n. Chr.) fiel Rom, die mächtigste Nation auf Erden, das römische Weltreich fiel!
Was ist da passiert?
Was passierte ist Bewusstsein, das Bewusstsein, dass Ceasar kein Gott war und auch kein anderer Kaiser war es.
Es war das Bewusstsein, dass jede Person ihre eigene Stimme hatte und, dass Rom sehr weit weg war. Es war individuelles Bewusstsein, die Erkenntnis der Wahrheit der Botschaft Christi, was dann in jener 5. Nacht der 6. Stufe auf der 9 stufigen Pyramide der Evolution des Bewusstseins die Autorität Roms unterminierte und zu Fall brachte.
Nein, jener Jesus gründete keine Religion, er war lediglich der Wandelwerder eines neuen, höheren Bewusstseins!
(Gesetz überkam Ursache)
Auf der 7. Stufe (256 Jahre) dauerte ein Tag oder eine Nacht jeweils nur noch 20 Jahre, d.h. eine eine weitere Beschleunigung der Evolution Harmonics 13 zu 20...., alles wurde zwanzig mal schneller.
Nach dem Mayan-Kalender erschienen die National-Sozialisten (Hitler) im 5. Tag der 7. Stufe auf der 9 stufigen Pyramide der Evolution des Bewusstseins.
Mit dem zweiten Weltkrieg und dem Abwurf der Atombombe seitens der Aliierten in der 5. Nacht wurden sie zum Wandelwerder eines neuen, höheren Bewusstseins!
(Macht überkam Gesetz)
Heute stehen wir am Anfang der 5. Nacht der 8. Stufe auf der 9 stufigen Pyramide der Evolution des Bewusstseins.
Die 8. Stufe hat am 5. januar 1999 begonnen und alles wird immer schneller und schneller, eine weitere Beschleunigung Harmonics 13 zu 20.
Die 8. Stufe dauert nur noch 12,8 Jahre und ein Tag oder eine Nacht jeweils nur noch 360 Tage.
Am 19. November 2007 begann die 5. Nacht!
In dieser Nacht (2008) werden wir alle auf ein neues, höheres Bewusstsein katapultiert werden!
Die heutigen Machthaber (Bush, Cheney, die globalen Energie-Korporationen sowie die globalen Finanz-Institutionen) sind die Wandelwerder eines neuen, höheren Bewusstseins, sie werden vor den Augen der ganzen Welt zusammenbrechen!
(Ethik überkommt Macht)
Die 8. Stufe endet am 28. Oktober 2011.
Am 29. Oktober 2011 beginnt die letzte und 9. Stufe auf der 9 stufigen pyramide der Evolution des Bewusstseins.
Diese 9. Stufe dauert nur noch 260 Tage und ein Tag oder eine Nacht jeweils nur noch 20 Tage ( eine weitere Beschleunigung Harmonics 13 zu 20..)
Vollendung der Evolution des Bewusstseins und Aufstieg zum allumfassenden göttlichen JETZT am 14. Juli 2012.
(Ende der Zeit)
Wie gesagt, ich bin kein Verfechter unseres Bankensystems.
Warum das Bankensystem in der Schweiz so schlecht funktioniert, solltest du die Wettbewerbs- und Regulierungsbehörden fragen.
Gruss
Mr. Pink
ach Mensch, jetzt sind die Behörden für Dich sogar noch für den Bankenskandal verantwortlich.
Sag mal: gibt es für Dich irgend ein Problem auf dieser Welt, für das die Regierung nicht verantwortlich ist?
Deine Argumentationen scheinen bisweilen etwas zu banal und einfach.
Vielleicht solltest du dich im Blog nicht nur aufs Beobachten beschränken, sondern zwischen durch auch mal was analysieren.
Im letzten Beitrag habe ich Bezug auf Globis Aussagen genommen. Und nichts weiter.
Ich habe nie behauptet, der Staat sei Schuld an der Finanzkrise!
Jedoch trägt der Staat eine Mitverantwortung indem Zentralbanken, welches staatliche Gebilde sind, Geld in die Finanzmärkte pumpen und so die Krise hinauszögern und auch noch verschlimmern.
Das Handeln der Zentralbanken ist...
1. Unfair gegenüber der öffentlichen Hand
2. Purer Staatsinterventionismus und dadurch...
3. entspricht es nicht einem marktwirtschaftlichen Sinne.
Aber gewiss ist der Staat nicht der Hauptschuldige in dieser Krise.
Gruss
Mr. Pink
Eines ist sicher bedenkenswert in Pinks Aussage: Die Aussicht auf Staatskrücken verleitet Banken zu erhöhten Risiken. Offenbar findet "der Staat", das müsse so sein. Warum wohl? Wer ist dieser "Staat"?
Welches "Bankensystem" wäre denn für Dich das Optimum (abgesehen von Deiner propagierten Abschaffung der Notenbanken)?
Müssen wir die Verfassung wirklich brechen, weil wir von Informatikern und Juristen umgeben sind, die sich wie Idioten benehmen?
Was ist geschehen?
In Deutschland haben letztes Jahr „Fahnder“ und „Informatiker“ Millionen von Konten „gescannt“ um ein paar hundert „Kinder-Pornografie-Käufer“ zu ermitteln.
Diese Verfassungsbrecher haben sich dann scheinheilig mit ihrem (geringen) Erfolg gebrüstet und „wichtig gemacht“.
Dabei haben diese verantwortungslosen, kriminellen, Staatsangestellten, millionenfach, die Verfassung gebrochen und sie habend ihrem Staat unsagbaren Schaden zugefügt, weil ein Staat, der seine eigene Verfassung und seine eigenen Gesetze missachtet, auf das „Niveau“ von einer Bananenrepublik herabsinkt
.
Als Ausrede werden Sie jetzt sagen, der „Zweck heiligt die Sache“, und wenn man so „Kindesschänder“ ermitteln und unschädlich machen kann, dann ist so etwas gerechtfertigt.
Ich bitte die Menschen, die so argumentieren, aufzuhören totalen Schwachsinn zu verbreiten, weil sie offensichtlich so wenig von Informatik verstehen, dass man sich für sie schämen muss.
Wenn jemand eine Zahlung mit einer Kreditkarte leistet, dann gibt es 5 Beteiligte:
1. Den Absender der Zahlung
2. Die „credit card Processing“ Organisation
3. Die Bank des Empfängers
4. Die Bank des Absenders
5. Den Empfänger
Im Falle von den Zahlungen der „Kinder-Pornografie-Käufer“ ist der Empfänger der Zahlung, derjenige, der die „Ware“ liefert und der das Geld dafür bekommt.
Wenn sich Informatiker nicht „wichtig“ machen wollen, dann handeln sie logisch: Sie nehmen die Liste der Zahlungseingänge bei den Empfängern und haben dann die komplette Liste der Absender, OHNE, dass sie die Verfassung und die einschlägigen Gesetze brechen müssen..
Nur wenn sich totale Idioten „wichtig“ machen wollen, dann „scannen“ sie die Konten von der ganzen Bevölkerung.
Wir müssen endlich aufhören, wie verrückte zu handeln.
H.-J. Schelb
Der Deutsche Staat ist auf der Suche nach Geld und da kommt ihm jede Ausrede und jeder Vorwand recht, um Konten und Kreditkartentransaktionen zu scannen.
Ich weiss, der Pink sieht wieder mal alles Übel im Staat, aber vielleicht ist doch was Wahres dran.
Schönen Sonntag
Mr. Pink
auch wenn der Deutsche Staat krampfhaft auf der Suche nach Geld ist, dann ist das kein Grund dazu die Verfassung zu brechen. Ausserdem kostet es viel mehr Geld die Konten von Millionen Leuten zu "scannen" als wenn man sich da auf ein paar Geschäftemacher und verdrehte Kindesschänder konzentriert. Man muss auch den Schaden miteinbeziehen, der entsteht,wenn ein Staat solche Übergriffe begeht.
Menschen, die solche Übergriffe anordnen, in Deutschland, in der Schweiz und wo immer auch sonst, sind Kriminelle, die unsere freiheitliche Gesellschaft kaputtmachen. Die "Kindesmisshandler" oder sogar "Falschparker" die, diese Leute, da mit völlig unverhältnismässigen Verfolgungsmassnahmen "verfolgen" werden dazu Missbraucht, dass diese Staatsdiener ihre kriminellen Handlungen in den AUgen von dummen Mitbürgern rechtfertigen können.
viele Grüsse,
H.J. Schelb
Sehr geehrter Herr Leuenberger … oder besser: Sehr geehrter Herr (oder Frau) „Blog-Zensor“,
diese „Provokation“ möchte ich eigentlich NICHT in Ihrem Blog veröffentlicht haben, sondern ich hoffe, dass der „Blog Zensor“, den Herrn Bundesrat bittet, mir ein „Briefchen“ zu schreiben in dem sinngemäss folgendes steht: „unsere Ehrwürdigkeit, Bundesrat „Moritz der Moderne“, hat beschlossen ins Auge fassen dürfen wollen zu können, dass die hinter „Blogs“ stehende Technik schnellstens unserer Zeit angepasst werden muss. Seine Heiligkeit ist sich darüber bewusst, dass ein „Blog“ eine moderne Form einer „Klagemauer“ (mit einer eingeschränkten Sicht auf einen 19“ Bildschirm … oder noch kleiner) ist. Seine Ehrwürdigkeit befürwortet deshalb, dass H.-J. Schelb, der ehrwürdigen Firma Goggle (bzw. ihren Konkurrenten) einen Weg aufzeigt, wie man die „elektronische Klagemauer“ aus dem 5. Jahrhundert auf den aktuellen Stand der Technik umsetzt.
Worum geht es? Heute sieht ein „threat“ in einem Blog (Forum, Wiki, …) so aus
Moritz, der Heilige, beglückwünscht Nicolas Hayek zum 75. Jahrestag der Erfindung der Isetta.
In seiner Ansprache hat Bundesrath Leuenberger die besonderen Verdienste von Nicolas Hayek hervorgehoben und sagte: „wie der liebe Gott (der Adam aus einer Rippe von Eva erschuf .. oder war es umgekehrt???), erschuf dieser Ur-Schweizer, aus Teilen der Isetta und Motoren von Mercedes den „Smart“. Ein Gefährt, welches viel einfacher einzuparken ist, wie ein Mercedes, aber fast genauso viel Benzin verbraucht … einfach grandios. „Moritz“ schlug „Nicolas“ anschliessend zum Ritter und gab ihm auch noch ein Küsschen ….
Dann kommen die Kommentare:
Ja der Hayek ist schon ein Genie …. Viele Grüsse, die Angestellten von Swatch Group
Ja der Hayek ist schon ein Genie …. Viele Grüsse, N. H.
Ja der Hayek ist schon ein Genie …. Viele Grüsse, Heini Putzer, Chef d’equipe de nettoyage de l’usine Swatch et candidat pour le poste du directeur général.
Und so weiter …..
Am Ende sieht das Ganze aus, wie eine Google-Resultat Seite in der Anfangsphase: spätestens auf Seite 3, der „Resultate“, hören die Leute auf zu lesen.
Als „Blog Zensor“ wissen Sie so gut, wie ich, dass „Blog“ Diskussionen so eine Art von „Loch“ sind. Der Anfang wird noch gelesen … und je tiefer eine Nachricht im „Loch“ steht, umso weniger wird das noch beachtet. So können auch gute Ideen völlig ins Abseits geraten. Dazu kommt noch, dass der Herr Bundesrat (hoffentlich), wie ich, zu einer FREIHEITLICHEN Gesellschaft steht, und deshalb nichts von „Zensur“ hält. Und wenn Sie dann, auch noch so dämliche und sich wiederholende, Kommentare streichen, irgendwann kommt dann mal einer, der sich da beleidigt fühlt. Deshalb braucht so eine „Klagemauer“, in unserer Epoche, ein adäquates „Content Management“. Und ich habe dafür eine Idee, in der „Schublade“, die aus einem herkömmlichen Blog alle diese Fehler entfernt, OHNE, dass sich da irgendjemand wegen „Zensur“ angegriffen fühlen kann. Das ist eine Idee, die zwangsläufig jemanden von Google (oder einer ähnlichen Firma .. ideal wäre es daraus ein "non profit" Unternehmen zu machen) interessieren muss, aber damit die sich dafür interessieren, muss es einen „Anstoss“ geben. Und deshalb hoffe ich, dass Herr Leuenberger sich darüber bewusst ist, wie extrem wichtig es wäre, dass diese „elektronische Klagemauer“ so gestaltet wird, dass interessante Diskusionen nicht „versanden“ und auch nicht mit „Zensur“ und "Löschen" am Leben gehalten werden müssen.
Meine Idee beruht auf der Anwendung von zwei Technologien, die zu den Grundlagen der Informatik gehören und ist deshalb kein vergängliches Spielzeug, sondern ein „Teil des Systems“.
H.-J. Schelb
Ich stimme ihnen voll und ganz zu.
Und genauso geschehen, als der BND eine Daten- CD
'kaufte', welche Deutsche Persönlichkeiten der Steuerhinterziehung überführte.
Gruss
Mr. Pink