Woche der Hoffnungen

Bild: André Häfliger/Neue Luzerner Zeitung
Die Veröffentlichung des von der SonntagsZeitung unterdrückten Interviews im Blog empfindet diese als eine „Medienschelte“, setzt sich also recht selbstbewusst an die Stelle aller Medien. Sie sagt zudem, es sei alles gar nicht so abgelaufen, widerspricht sich dann aber gerade selber, indem sie eine Frage, die sie mir gestellt hat und die ich nicht im Blog publiziert habe, veröffentlicht. Die Frage, auf welche sie so stolz ist, lautet:
„Für die Ringier-Presse ist Ihr Entscheid ein Rachakt, weil Roman Kilchsberger Sie auf Energy einmal als „schwulsten Hetero-Promi“ bezeichnet hatte. Sind Sie nachtragend?“
Die Antwort, die ich der SonntagsZeitung damals schrieb, lautete:
"Diese Frage führt ein äusserst primitives Niveau weiter. Ich tue das nicht und erwarte, dass Sie diese Frage aus dem Interview nehmen."
Sie ist allerdings durch meinen Pressedienst gar nicht erst weitergeleitet worden, da er fand, auf diesem Niveau verbiete sich eine öffentliche Auseinandersetzung. Recht hatte er eigentlich, doch die SonntagsZeitung wollte den Reigen weiter führen.
Ja, es gab Zeiten, da schöpften wir die Hoffnung jeweils am Sonntag, am Tag, an dem wir zurückblickten auf das Wirken der Woche. In medialer Hinsicht ist es heute oft gerade umgekehrt und so denke ich denn gerne an meine letzte Woche zurück:
- 1. Dienstagabend: Schweizer Première von James Bond. Marc Forster, der als Jugendlicher auszog mit dem Willen, Filmer zu werden und der es in den USA geschafft hat, zu einem der erfolgreichsten zeitgenössischen Regisseure zu werden, ist die eine Seite der Hoffnung. Dass er seiner Heimat, seinen Freunden und seiner Grundauffassung und vor allem seiner humanen Überzeugung treu bleibt, ist die wichtigere. Zum Film nur so viel: Er hat mir sehr viel besser gefallen, als er in manchen Kritiken beurteilt wird.
- 2. Mittwochmorgen: Obama gewählt. Auch wenn ich mit dem mainstream schwimme, ich gestehe, ich bin gerührt und bewegt von diesem historischen Moment und freue mich an der Hoffnung, welche nachhaltig gelebt wurde vom jetzt gewählten Präsidenten und von einer neuen Generation, die an die Veränderung glaubt und sich nicht mit spassigem Optimismus begnügt, sondern sich für ihre Hoffnungen einsetzt und dafür arbeitet (unter anderem auf dem Internet und mit Blogs, was als wichtiger Teil des Wahlerfolgs angesehen wird).
- 3. Mittwochnachmittag: Der Bundesrat verabschiedet via sicura zur Vernehmlassung. Das Massnahmepaket zur Verringerung der Verkehrstoten und -verletzten kam während der letzten Legislaturperiode immer wieder unter Beschuss. Ich musste einige Neuanläufe wagen. Dass ich jetzt einen grossen Schritt weiter kam, zeigt, wie wichtig es ist, „dran zu bleiben“.
- 4. Freitagabend: Diskussion in der Handelsschule Ilanz. Bestens vorbereitete Schülerinnen und Schüler, Rundgang durch das Kloster und seiner wunderbaren Kirche (ein grosser weisser Raum, den ich in seiner Schlichtheit, Verzeihung für die unpräzise Assoziation, als „demokratisch“ empfinde). Nachtessen mit den Dominikanerschwestern und den Schülern (ach würde doch bei unseren Staatsbesuchen mit solcher Liebe gekocht und statt der ewigen internationalen Speisen wie Jakobsmuscheln, etwas Einheimisches serviert, wie eben im Kloster (Capauns, Dörrbirnen in Rotwein). Nachher Diskussion in der Stadt Ilanz über mein Buch „Lüge, List und Leidenschaft“. 300 Teilnehmer, die ihren Freitagabend opfern. Nicht nur über die porta alpina wird Hoffnung geäussert, sondern über das Wesen der Politik wird ganz grundsätzlich diskutiert. Letzte Frage aus dem Publikum:
„Was ist der Sinn des Lebens?“ Ich greife zurück auf den Schluss meiner Rede, die ich Dienstag im Verkehrshaus Luzern vor der Bondpremière gehalten habe:
„Wie viele Milliarden für welchen Zeitgewinn? Was ist der Sinn unseres Bewegungsdranges, was ist der Sinn des Lebens? Das Wort Sinn geht auf die indogermanische Wurzel „sent" zurück: „Sent" bedeutete „gehen, reisen, fahren", oder auch „eine Fährte suchen, eine Richtung nehmen". Noch heute sprechen wir deshalb vom Uhrzeigersinn. Ist eben nicht gerade der Sinn unseres Lebens, dass wir gehen, reisen, fahren, uns bewegen wollen, dass wir überall sein wollen, dass wir miteinander kommunizieren? „Wenn ich ein Vöglein wär, flög ich zu dir." Ist nicht der Sinn des Lebens, diese unsere Sehnsucht nicht nur zu träumen, sondern sie zu verwirklichen?“
Der amerikanische Traum, die Freude der Schweizer Bürgerinnen und Bürger, die Politik zu gestalten, der Glaube der Dominikanerinnen, für die Gemeinschaft da zu sein, der Wille der Schülerinnen und Schüler, einen Bundesrat zur Rede zu stellen, sind doch alles Formen der Hoffnung, einer Hoffnung, der wir uns nicht bloss ergeben, sondern für die wir uns einsetzen.
Bis bald
Moritz Leuenberger



39 Kommentare
http://tinyurl.com/5l43ek
http://www.arcados.com
Auch Mr. Schweiz - Stefan Weiler, der sich voll bei den Schwulen engagierte, wofür ich ebenfalls meinen Hut ziehe, fühlte sich "verletzt" wegen der anfangs kolportierten Verdächtigungen gegen ihn.
Solange sich ein Hetero dafür schämen muss, soll ich mich wohl als total Schwuler erst recht schämen?
So eine Einstellung führt nicht in die bessere Zukunft!
Meine beiden Männer - Sie sind wirklich kein Vorbild für die Jugend!
Wenn dieses Thema unter Ihrem Niveau ist, dann bin ich es als Schwuler wohl auch. :-( Und in diesem Falle kann mir Mr. Obama gestohlen werden!
wirkliche kritik hätte die negative verwendung des begriffes "schwul" zum gegenstand. oder fühlst du dich auch beleidigt und angegriffen, wenn dich jemand als heterosexuell bezeichnet?
http://stuermer.ch
Nach dem Lesen der Sobli-Story bin ich einmal mehr überzeugt, dass Ihr Blog eine der wichtigsten heutigen Entwicklungen unserer Gesellschaft repräsentiert: die Demokratisierung von Informationen. Wenn gar Bundesräte von den Medien auf diese Weise behandelt werden, ist es höchste Zeit, neue Kanäle zu erschliessen. In dem Sinne möchte ich Sie persönlich als Keynote Speaker an unsere Open Source Konferenz und Messeausstellung OpenExpo (www.openexpo.ch) am 1. und 2. April 2009 in Bern einladen. Spannende Referats-Schwerpunkte wären beispielsweise die Nachhaltigkeit von digitalen Gütern oder wie angesprochen die Demokratisierung des Wissens.
Ich bin gespannt auf Ihre Reaktion, mit freundlichen Grüssen,
Matthias Stürmer
Veranstalter OpenExpo und Doktorand ETHZ
http://sirjoesardella.blueblog.ch/p349.
Viel direkter kann Demokratie und viel freier kann Meinungsäusserung nicht sein. Selbst in Absurdistan, wo Jeder Alles sagt, obwohl kaum einer hinhört, gibt es wohl nirgends mehr Freiheiten, oder...?
Denkt immer dran "Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!"
Und wer um Himmels Willen hatte wohl die Furzidee eine Bondpremiere ausgerechnet in einem Kaff wie Emmen (???) abzuhalten? Emmen ist bekanntlich eine der rechtslastigsten Schweizer Gemeinden und liefert dazu immer wieder Schlagzeilen. 007 Craig hat das einzig richtige getan, sich krankmelden und in Luzern in der Hotelsuite bleiben! Hat die Schweiz nichts besseres zu bieten als Emmen? Nimmt mich Wunder wo die Afterparty stattgefunden hat? Was ist das? wird man wohl in Emmen gefragt haben...?!
Nochmals zum Konzessionsgetummel. Ja das Bacom und Sie haben das Gesetz angewendet und umgesetzt. Im Grunde ist aber das Ganze schon ein Widersinn und unterminiert die Medienvielfalt. Die Privaten sollten alle senden dürfen, ohne staatliche Unterstützung! Die Zwangsgebühren für das staatliche Fernsehen und Radio sind mE viel zu hoch und sollten ca. halbiert werden, um ein Minimum an "Service Public" sicherzustellen. sf tv ist ein aufgeblasener Wasserkopf mit riesigen Ineffizienzen und muss dringend von der Politik mal härter angefasst werden. Nur eines von hunderten von Beispielen der totalen Ineffizienzbei sf tv:
Beim US Wahlkampf hat sich praktisch die ganze Reporterschar von sf tv in den USA aufgehalten. Wozu? Teilweise für ein zwei Interviewchen. Da musste auch die Rundschau Moderatorin auch noch nach New York fliegen und in einem teuren Hotel untergebracht werden, um ein dünnes Interviewchen mit zwei Auslandschweizern zu bringen. Gleichzeitig war Klapproth und Honegger auch noch in NYC. Wäre das für die nicht auch noch dringelegen? Wieso braucht SRG überhaupt überall Auslandkorrespondeten für das Radio und für das Fernsehen auch noch. Könnte man diese Jobs nicht zusammenlegen? So überlastet scheinen mir die Damen und Herren nicht zu sein für vielleicht 1 Interviewchen pro Woche im Echo oder der TS. Das nur ein Beispiel.
Bei den Medien braucht es mE eher weniger Staat und da dürfte man durchaus deregulieren. Das wäre nicht konträr zum Weltgeschehen. Dass heisst nicht, dass in der jetzigen Krise alles staatliche einfach zur Tabuzone erklärt werden soll.
Diesen etwas "triumphierenden" Unterton meine ich bei den Posts von BR Leuenberger zu hören.
http://retomueller.blogspot.com
Lieber Herr Thommen
Dass Bundesrat Leuenberger die Frage nicht beantwortete hat nichts gegen oder für Schwule zu tun. Es gibt einfach Fragen, die man in einer Art und Weise einem Regierungsmitglied nicht stellt. Die Sonntagszeitung hat's getan und ich denke, dass sie sich dies erlaubt hat, weil ein Bundesrat wie Moritz Leuenberger plötzlich durch Blog und der dadurch mit sich führenden Offenheit und Transparenz der Gedanken im Umgang nahbar(er) wird.
Brechen wir den Vorwurf der Sonntagszeitung, BR ML habe Radio Energy "den Stecker" gezogen, weil irgendein Moderator mal eine ganz dumme Frage stellte, auf die Sachebene, so sehen wir wie unsinnig sie ist - mal abgesehen vom schwulen Inhalt. BR ML hat auf Grund der Gesetzesvorlage, welche im Parlament verabschiedet wurde, die Konzessionen verteilt. Der Vorwurf es sei aus irgendwelchen anderen (niederen) Beweggründen geschehen ist doch wirklich unhaltbar.
Deshalb bedurfte es - nach meiner Ansicht - keiner Beantwortung der Frage. Die Sonntagszeitung trägt ihre Machtkämpfe um die Bedeutung und Anerkennung der Bloggerszene nun auch mit dem nahbarsten und kommunikativsten Bundesrat, der auch bekanntetester CH-Blogger ist, in einem offenen und wüsten Schlagabtausch aus.
Mit homo- oder hetero hat das aber absolut nichts zu tun.
Weiter so, Moritz!
Stop it, Sonntagszeitung!
http://blog.4st.ch/
Herr BR Leuenberger, vor Monaten hatte ich bereits versucht die Ausbildung von Schweizer Medienschaffenden zum Thema zu machen.
Aber immerhin, seit politische Blog existieren, fallen Manipulationen, Zensur und Gesinnungskrämerei in der Presse vermehrt auf. Das ist gut so.
Für mich war die Medienberichterstattung über den Georgien Krieg und die Finanzkrise der letzte gruslige Beleg über die zunehmende Inkompetenz der kommerziellen Medien, bzw. deren vom Grosskapital gesteuerten (erlaubten) Berichterstattung.
In den USA trauen nur noch knapp 10% aller US-Amerikaner den Medien, vermutlich sind wir auf dem Weg in diese Richtung.
Wenn in den Hörsälen der Universitäten die angehenden Journalisten gerade bei wichtigen gesellschaftspolitischen Themen gähnen, woran mag dies liegen?
Ich vermute dass bestimmte Diskussionen durch die Frage nach 'müssen wir das lernen'? beantwortet werden. Womit wir dann bei der Frage wären, welche Anforderungen müssen Journalisten Heute für den Berufsabschluss erfüllen?
Wenn Journalist ‚Mr. Jones’ berichtet, schreibt er dann für die Aufklärung, für den Leser, für den Aktionär oder gar sich selbst?
Neben dem mangelhaften Zustand unserer kommerziellen Medien soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass mir die Sache mit der Tinner Atomschmuggel Affäre und den CIA Gefangenentransporten noch immer zu schaffen macht. Ich traue eben auch dem Bundesratkollektiv und dessen eigenen Mediendiensten nicht überall über den Weg.
Hier muss ich feststellen, das Internet bietet trotz aller Schwächen positive Ansätze zur Meinungsbildung.
Einer der Schwachpunkte ist es das alles noch viel komplexer und undurchsichtiger wird. Die Anforderungen an die Medienbenutzer, welche nach Aufklärung streben, werden immer grösser.
http://www.elektrischer-reporter.de/index.php/site/film/25/
http://www.sikantis.org
Ich unterstütze natürlich die Ziele von via sicura, verstehe aber nicht, dass das Hauptproblem im ganzen Massnahmenpaket wiederum nicht angepackt wird: die charakterlich und mental untauglichen Fahrer(innen). Kein Raserunfall kommt aus heiterem Himmel. In jedem Fall hätte man vorzeitig erkennen können, dass es sich um einen potenziellen 'Täter' handelt. Seit Jahrzehnten gibt es verlässliche Charaktertest, mit denen man mental ungeeignete Personen von der Strasse fernhalten könnte. Fehlt der politische Wille oder wiegt wieder einmal der Täterschutz (meist als 'Persönlichkeitsschutz' verbrämt) höher als der präventive Opferschutz?
Freundliche Grüsse
@ Thommen
Was Sie BR Leuenberger unterstellen ist total lächerlich!
Die typische Überreaktion eines altpolit-Schwulen, immer sofort in die Opferrolle schlüpfen, wenn das Wort schwul in irgendeinem Zusammenhang fällt! Ja die böse, intolerante Gesellschaft... Hier wird das total aus dem Zusammenhang gerissen und auf Exhibitionismus in eigener Sache gemacht: ...schwuler Buchändler, ...Mitglied der Schwulenbewegung der 70er Jahre... ob das irgendjemanden interessieren würde!
Und dann noch die kitischige Story über Mr. Schweiz. Der hat wohl zZt eher das Problem, dass er seinen Terminkalender nicht im Griff hat und sich in seiner Naivität an jede Hundsverlochete schleppen lässt, ohne vorher darüber nachzudenken, was das seinem Image antun könnte!
Schwule, die ständig über die angebliche Intoleranz der Gesellschaft und der anderen lästern, sind suspekt und erfahrungsgemäss selber intolerant gegen Seinesgleichen und Andersdenkende!
Vielen, grad älteren Schwulen, täte es gut an der eigenen Emanzipation zu arbeiten und sich ein Vorbild an der Coolness der jüngeren Generation zu nehmen, anstatt ständig mit einem Schild herumzulaufen: Achtung ich bin schwul, ich verlange äusserste Toleranz und Political Corectness aber bitte nur von den anderen!
Wenn Sie Herrn Leuenbergers Text nur etwas genauer gelesen hätten, dann hätten Sie merken müssen, dass er nichts von schämen geschrieben hat, sondern von primitivem Niveau! Dieses bezog sich auf die Frage des Racheaktes und nicht auf den schwulsten Hetero-Promi.
@ Herr Leuenberger
Ich weiss nicht, warum Ihnen der Film besser gefallen hat, als er in manchen Kritiken beurteilt wird. Da hätten Sie vielleicht doch noch schreiben können, was Ihnen daran gefallen hat. Oder waren es eventuell patriotische Gefühle, weil Herr Forster halber Schweizer ist? Ich finde, gerade in der heutigen Zeit, in der die Medien und kommerziellen Spielfilme offenbar nur noch die Aufgabe haben, die Menschheit mit Fast Food-Trash zu versorgen, sollte man (vor allem als Bundesrat) nicht noch auf solche Werke aufmerksam machen! Schöner wäre es gewesen, Sie hätten auf Andreas Dresens "Wolke 9" aufmerksam gemacht! Solche Filme verdienen mehr Aufmerksamkeit als Millionen Dollar-Trash. Aber, ok, über Geschmack lässt sich nicht streiten.
Über den Ausgang der amerikanischen Wahlen haben sich wohl die meisten EuropäerInnen gefreut. Aber auch ich frage mich, ob so ein Wahlausgang in Europa möglich gewesen wäre. Ein schwarzer Premierminister in England? Ein Mulatte als Präsident in Frankreich? Ein Ex-Jugoslawe im schweizer Bundesrat? Kann ich mir nicht vorstellen, wenn ich an die SVP-Plakate und ihren Erfolg von vor einiger Zeit denke. Man siehe: Da könnten die Europäer von den Amerikanern lernen.
Gruss
I. Gärtner
http://blog.4st.ch/
Einerseits mag Thommen überreagiert haben, andererseits scheinen Sie die Toleranzfähigkeit der Gesellschaft zu überschätzen. Eine Fussballerkarriere als Schwuler? Eben berichtete der Tagi noch von Selbstmordgefahr im Falle eines Outing.
Genauso wie Juden immer wieder an den Holocaust erinnern Herr speranza, genauso weisen Homosexuelle mit Recht darauf hin, dass auch sie Opfer waren. Und wie die Juden, stehen auch sie immer mit einem Bein am Ausgang, wenn ein Rechtsrutsch zu verzeichnen ist. Die Angst betroffener Minderheiten lässt sich nur über sehr lange Zeit verringern. Die Anerkennung der Homosexuellen ist noch viel zu wenig lang, als dass sich ein Schwuler überall ungezwungen bewegen könnte. Während die Juden noch nach über 60 Jahren zittern, so haben die Schweizer sozusagen erst Gestern die Homosexuellen (per Gesetz) anerkannt.
Auch Frauen werden noch immer nicht überall gleich behandelt wie ein Mann. Es existieren Lohndifferenzen in bestimmten Berufen sowie geringere Aufstiegschancen in der Privatwirtschaft. Das gilt übrigens auch für Männer oder Frauen die sich geoutet haben.
Homosexuelle die Karriere machen wollen, sie wählen ganz bestimmte Berufssparten, vor allem im Kulturbereich oder der Medienbranche.
Besonders bedenklich für Schwule und Frauen ist es, dass bestimmte Gruppen von zugewanderten Ausländern wenig Verständnis gegenüber Homosexuellen haben und oftmals ein patriarchales Verhalten gegenüber Frauen zeigen.
Die Absicht der Mehrheit der Schweizer ist klar, sie wünschen Anerkennung für die Minderheit der Homosexuellen. Schätzungsweise 40% der Bevölkerung in bestimmten Gesellschaftsschichten sind da allerdings nach wie vor anderer Meinung.
Eine 'kleine' Weltwirtschaftskrise kann alles wieder ändern. Die ‚goldenen 20er Jahre’ und der Meinungsumschwung im Verlauf der „grossen Depression“ in den 30ern haben es gezeigt, was Heute leben gelassen wird, dass wird Morgen vielleicht in das Lager geschickt.
Aus diesem Grund gibt es keine erfahrenen älteren Schwulen, die sich überall und jederzeit sicher fühlen (können).
Der Staat dreht durch! Wir steuern auf eine Regelungsdichte zu, die so dicht ist, dass es droht zu einem schwarzen Staats-Loch zu kollabieren. Wer mal reinfällt kommt nie mehr raus...
Strassensicherheit erreicht man nicht durch Verbote, das sollte doch nach den letzten Raserunfällen doch jedermann klar sein oder? Ich mag mich nicht erinnern, dass an der besagten Unfallstelle eine 120Km/h Tafel mit der Auflage "nur bei sichtweite unter 50m gültig" steht!
Mit dem faulen Sicherheitssack "VS" werden wir alle 99.99% halbwegs korrekt fahrenden Autofahrer geprügelt mit dem Vorwand es ginge doch nur um die Raser und die Sicherheit!
Herr Leuenberger: die wirklichen Strassenrennfahrer lachen über Ihre hilflosen Zappelübungen! Und machen Sie sich nichts vor: Auch technische Überwachungen bei Fahrzeugen (zb Blackboxes) sind relativ einfach manipulierbar, mit solchem Kindergartenzeugs schaffen Sie nur Anreize wie man den Staat überlisten kann...
Es gibt nur eine Lösung um die Strassensicherheit weiter zu erhöhen (ja erhöhen, weil wir nie so wenig Unfälle hatten im Verhältnis zum Verkehr wie heute): Sensibilisierung ALLER Strassenverkehrsteilnehmer für das MITEINANDER!
Oder wie wollen in Zukunft auch die Fussgänger in 1 Jahresabständen zum Doktor schicken um diese auf die Verkehrstüchtigkeit zu kontrollieren?
Oder sind in Ihren Augen Fussgänger keine Verkehrsteilnehmer?
An diesem Beispiel sieht man die Sinnlosigkeit dieses Konzeptes.
PS: und für die wirklichen Raser hätte ich einen Vorschlag: Schaffen Sie ein Punktesystem ähnlich dem Deutschen Flensburger System ein, wer zuviele Punkte erwirtschaftet, wird der Fahrausweis auf UNBESTIMMTE Zeit entzogen, er muss sich dann bemühen wieder an seine Fahrerlaubnis zu kommen.
Und für solche die wie in Schönenwerd Leute regelrecht umbringen, gibts nur eins: ab in den Verwahrungsknast, denn nur dort ist man sicher vor diesen Idioten..
HF
ich bin jung, schwul und thommens meinung.
deine "coolness der jüngeren" generation geht mir also am a**** vorbei.
tatsache ist, dass aufgrund latent homophober regungen - und dein kommentar ist mit seinem wortgebrauch von "opfer" bis "hundsverlochete" und "intoleranz gegenüber andersdenkenden" nichts anderes - sich schwule (hauptsächlich die jungen...) nicht nur mit psychischer fertigmache, sondern auch ganz konkret mit gewalt auf der strasse gegen ihre sexualität konfrontiert sehen.
"schwul sein" ist nicht eine meinung, wie dies in deinem kommentar implizit erwähnt wird, homosexuelle legen sich keine "opferrolle" zu - sie sind tatsächlich opfer, diese gesellschaft grenzt tatsächlich aus und völlig zu recht erwarten auch homosexuelle, dass sie nicht aufgrund ihrer sexualität in der öffentlichkeit angeprangert, verarscht, gemobbt oder verspottet werden. und nein, diese dinge geschen nie einfach aus "lustigen situationen" und nein, "man darf doch wohl noch witze reissen" ist kein argument.
wer aber nicht einmal gesellschaftliche integration zur steigerung des eigenen profits - sei es in den medien, an parties oder sonstwo - als "positive homophobie" erkennt, sollte sich vielleicht vernünftigerweise aus dieser debatte raushalten.
Jetzt schaut euch mal die Frage und die Antwort genau an. Muss den die Niveaulosigkeit sich auf die Bezeichnung schwulster Hetero beziehen ? Kann es nicht die Frage der Rache sein ?
Euer Fokus zeugt nicht von wahrer Emanzipation.
Und. Muss ein Bundesrat über seine sexuelle Ausrichtung diskutieren ? Interessiert mich diese ?
Ist die sexuelle Neigung nicht eine äusserst private Sache ?
Ich fände es niveaulos, wenn ich meine Entscheidungen als Racheakte taxiert sähe und
ich fände es niveaulos, wenn ich auf meine Ausrichtung angesprochen würde, ob hetero, schwul oder beides.
Und nochmals, die Schwulen hätten es selber in der Hand ihr Image zu verbessern und bestehende Vorurteile abzubauen. Seit der Annahme des Partnerschaftsgesetztes durch eine grosse Mehrheit des Volkes tun sie so, als ob nichts geändert habe! Grosse Teile der Schwulen pflegen einen rein hedonistischen Lebensstil, jetten um die Welt und schreien jedesmal laut auf, wenn man wieder ein Drogenlokal oder ein paar Darkrooms schliesst. Das ist die Wahrnehmung in der Gesellschaft. Das ist das was ich moniere: Viele Schwulen benehmen sich immer noch so wie vor 30 Jahren und tun so, wie sie keine Rechte hätten und daurernd nur gemobbt würden. Das ist eine totale Fehlsicht. Das Volk hat ihnen eine weitgehende Gleichberechtigung gewährt und dürfte dafür auch eine gewisse Verantwortung und Anteilnahme an der Gesellschaft erwarten! Mit dem Ablichten von ein paar Typen in Federboas am jährlichen CSD werden nur bestehende Stigmata zementiert und nichts Neues eingebracht. Die Schwulen haben es weitgehend selber in der Hand als voll integrierte Mitglieder der Gesellschaft wahrgenommen zu werden. Dafür braucht es vorallem Offenheit,Engagement, Normalität, Empathie gegenüber anderen Gesellschaftsgruppen usw.
Ich nehm jetzt mal an, dass Blocher nicht noch mal gebracht wird. Das würde doch auch bis weit in die eigenen Kreise Unverständnis auslösen und klar als Zeichen gesehen, dass man in der Opposition bleiben will. Ich nehme an, dass sie einen Einervorschlag bringen wird und damit das Wahlgremium weitestgehend unter Druck setzten wird. Bekanntlich werden gewählte Sprengkandidaten aus der Partei ausgeschlossen...! Ich nehme auch an, dass ein Kandidat Baader oder auch Maurer knapp gewählt würde. Bei AUNS Schwander wäre das schon schwieriger, da die AUNS doch die Bilateralen weitgehend bekämpft. Gibt es keine Mehrheit dann würde bekanntlich die CVP mit Schwaller erben. Dieser hat sich in den Sommerferien bereits bundesrätlich zurechtgetrimmt und den fürchterlichen Schnauz abrasiert! Nur Schmid tritt noch mit Schnauz ab, einer der wenigen, der dieses Relikt aus den 70er Jahren noch hat grau werden lassen...
Wird ein Nichtberner gewählt, würden dann die Chancen Sommaruga's als Leuenberger Nachfolgerin steigen! Oder glaubt man in Zürich noch an Aeppli oder Notter? Eher nicht.
Seine Vorwahl gewann er durch die unkritische Unterstützung der Massenmedien und aufgrund einer enormen Welle von Frauenfeindlichkeit gegenüber Hillary Clinton, gepaart mit Wahlbetrug, Nötigung und Missachtung aller Regeln. Er verweigerte eine Foto op mit einem schwulen Bürgermeister. Also, gar kein unüblicher Politiker.
Natürlich bin ich erleichtert, dass ein Demokrat ins weisse Haus einzieht. Nach Bush ist ja auch fast jeder besser!
Aber Grund zu sovielen Hoffnungen wie BR Leuenberger sehe ich nicht, im Gegenteil. Bis jetzt ist noch keine einzige Frau in Aussicht für sein Kabinett oder sonst eine Schlüsselstelle in seiner Regierung.
...und der Kapitalismius?
2008-11-11 12:29:42
Ob die Hoffnung, Speranza, nicht eher als „...Frau...“ anzusprechen wäre?
2008-11-11 16:01:34
…sie sind tatsächlich opfer, diese gesellschaft grenzt tatsächlich aus und völlig zu recht erwarten auch…
…Behinderte, Alleinerziehnde, Fahrende, Linkshänder, Schielende, Ausländer, Unangepasste, etc., dass sie nicht aufgrund ihrer Behinderung, ihres Lebensstils, ihres sozialen Status, ihres Denkens oder ihrer Herkunft…
…in der öffentlichkeit angeprangert, verarscht, gemobbt oder verspottet werden.
Ja, soweit kommt es noch, dass uns seitens Politik Charaktertests auf erzwungen werden.
Im Kindesalter werden wir dann schon diese Charaktertests über uns ergehen lassen und der Staat wird sich dann anhand der Testresultate seiner Raser entledigen, indem er die potenziellen Schnellfahrer herausfiltert und ihnen das Autofahren verbietet.
Und aus diesen grossartigen und zuverlässigen Charaktertests kann man natürlich noch ganz andere Sachen herauslesen.
Und eines Tages wird der Staat alle Kinder mit homosexuellen tendenzen ausfiltern und diese in 'Umerziehungsanstalten' interniert. Potenzielle Verbrecher, Mörder, Sexualtäter etc. werden dann schon im Kindesalter lebenslänglich weggesperrt. Kinder welche andere politische Ansichten entwickeln könnten werden in Lager gesteckt... und so weiter und so fort.
Der Computer- Chip Im Pass und in der ID wird selbstverständlich die entsprechenden Daten gespeichert haben: Raser, Mörder, Schwuler, politischer Gegner, Pädophiler etc.
Natürlich wird jedem dieser potenziellen Gefahrenpersonen das entsprechende Erkennungszeichen sogleich am Unterarm eintätowiert und ein Chip unter die Haut gespritzt, damit man diese bösen Menschen auch sofort auf der Strasse erkennen und per Satellit orten kann.
Eines Tages wird sich der Staat dann die Gentechnik zur Ausfilterung zunutze machen und die Welt wird dann in Ordnung sein.
Ich dachte eigentlich, dass sich solche Zeiten niemand mehr herbeiwünscht.
Leider werde ich nur all zu oft belächelt (gerade hier im Blog), wenn ich mich für die Freiheit des Individuums einsetze (die Marktwirtschaft ist hierzu eine wichtige Errungenschaft).
Aber Beiträge wie der ihrige, Herr Walser, bestätigen die heutigen WELTWEITEN Tendenzen in den Gesellschaften (und damit Politik), in der die ausnahmslose Kontrolle gefordert und auch umgesetzt wird (nicht nur in den USA und UK).
Und es zeigt mir wie wichtig es ist, unsere erlangten Freiheiten eben NICHT als SELBSTVERSTÄNDLICH zu nehmen.
Aber leider sind sie Herr Walser hier im Blog bei weitem nicht der einzige, der solche linksfaschistoiden Gedanken nach mehr Kontrolle und Überwachung verbreitet und vertritt.
Ihre Gedanken, Herr Walser, werden zum Wohle der Menschheit hoffentlich nie wieder verwirklicht.
Einen Kubrick'schen Gruss
Mr. Pink
Gerade Ihr Beitrag beweist, das Mobbing gegen Schwule noch immer da ist. Der Vorwurf des Hedonimus, der von einem Grossteil der Schwulen betrieben würde, ist unterste Schublade.
Einem Grossteil der Schwulen vorzuwerfen Sie hätten eine an materiellen Genüssen orientierte egoistische Lebenseinstellung und würden um den Globus jetten, grenzt an Rassismus. Es schmeckt nach derselben Richtung in welchem einige Verschwörungstheoretiker behaupten, dass ein Grossteil der Juden den ganzen Tag mit Gled zählen beschäftigt wären.
"Die Schwulen haben es weitgehend selber in der Hand als voll integrierte Mitglieder der Gesellschaft wahrgenommen zu werden. Dafür braucht es vor allem Offenheit, Engagement, Normalität, Empathie gegenüber anderen Gesellschaftsgruppen usw."
Sie sprechen von Empatie?
Die fehlt ihnen offenbar bei Schwulen vollkommen. Sonst würden Sie bemerken dass es ausschliesslich die Sexualität ist, welche die Schwulen zu einer Minderheit macht, und nichts Anderes. Sie sprechen Homosexuellen allerlei Eigenschaften zu, die mit dem einzigen Fakt, nämlich dass die Schwulen nur eine andere Sexualität besitzen nichts zu tun haben. Was Sie da erzählen über Hedonismus bei einer Grosszahl der Schwulen, das ist reiner Schwachsinn.
Was Sie beschreiben und einem Grossteil der Schwulen zuschreiben, das könnte man genauso gut ins Rotlicht Milieu der Heteros verschieben, die Federboas nach Brasilien ins Macho Nest tanzender Sambas. Die Presse lichtet Schwule ja gerne so ab, so wie etwa Juden gerne mit Hut und schwarzem Kittel abgelichtet werden, so als würde es nur Religiöse geben. Die Presse taucht nicht auf im Alltagsleben von Homosexuellen.
Gerade ihr Blogbeitrag zeigt es ja deutlich, dass es mit der Annahme der Partnerschaftsgesetze nicht alles getan ist. In den USA, Mirlo sagte es bereits, ist der „change“ für die Homosexuellen schlimm herausgekommen.
Daran erkennt man: Jederzeit kann ein Gesetz wieder gekippt werden. Ja die vielen mobilisierten Schwarzen und Latinos in Kalifornien, so eine Studie, sie haben das „Yes, we can“ zu einem Votum gegen die Schwulen genutzt. Interessant dabei ist zudem, dass die Mehrheit der Homosexuellen aber für Barack Obama gestimmt hat. Dies zeigt wohl deutlich, wer in den USA andere Minderheiten ausgrenzt.
Sie sprechen davon, dass sich Homosexuelle "Normal" verhalten sollten. Doch deren Sexualität entspricht nun mal nicht der Norm der Gesamtbevölkerung, sie benötigen eigene Lokalitäten und eigene Institutionen, um sich gegenseitig kennen lernen zu können.
Falls Sie eine Frau sind, versuchen Sie es doch einmal als Mann, versuchen Sie doch mal männliche Normalität anzunehmen. Das wird Sie dann vielleicht anders lehren, den Homosexuellen ‚Normalität’ aufzudrängen.
Ich sage es klar und deutlich, jede Gesellschaft muss sich immer und jederzeit daran messen, wie sie mit ihren Minderheiten umgeht. Gerade der Umgang mit Homosexuellen, aufgetragen auf eine Weltkarte, sie kann gleichzeitig als ‚Freiheitsindikator’ auch für Heterosexuelle und andere Minderheiten dienen. Dass diese Karte derzeit in der Schweiz besser erscheint, heisst aber noch lange nicht dass damit Vorurteile und Verschwörungstheorien gegen sie, in der Schweiz nun der Vergangenheit angehören.
Ja, und Liza hat auch ganz Recht, in der Schweiz gibt es Minderheiten welche dieselbe Aufmerksamkeit verdienen.
Ich benenne den Umgang mit Invaliden im Besonderen, sie stehen derzeit im Zentrum von allerlei Diskriminierungs- Bestrebungen via IV und UVG -Revisionen.
Zum Schluss: Gerade der Versuch der Homosexuellen, sich der Normalität hinzuwenden, sich öffentlich Outen zu können, war immer deren Bestreben und deren Hoffnung. Die Homosexuellen sind aber der Gesellschaft genauso wenig für deren vermehrten Anerkennung zu dank verpflichtet, wie die Juden danken müssten für eine bessere Behandlung gegenüber der Vergangenheit.
Bis in die 6oer Jahre wurde an Homosexuellen schlimmste medizinische Versuche vorgenommen. Dass solche Missstände aufgehört haben und die Gesellschaft dafür den Dank der Homosexuellen verdient hätten, ist die Umkehr der Opferrolle, ein beliebtes Mittel um Minderheiten Mundtot zu machen und ‚die Zügel’ wieder anzuziehen.
Berechtigte Hoffnungen aufgrund von Fakten und Einsichten setzen positive Energien frei und bilden eine Grundlage für Problemlösungen.
Falsche Hoffnungen genährt durch Desinformation und Intransparenz verleiten zu falschem Optimismus und Verdrängungsstrategien gegenüber den wahren Ursachen von Problemen.
Dieser ominöse Roman K. hat auf Energieradio Herrn Leuenberger als "Schwulsten Hetero Promi" bezeichnet.
Wollte er damit BR Leuenberger loben?
...schwellen, schwul, geschwollen...
come on!
Nach meiner Meinung hat Herr Kilchberger den Begriff "schwul" hier genau so herablassend und dasavouierend verwendet wie er allgemein verwendet wird und hat damit versucht in eine populistische Kerbe zu schlagen!
Oder war das etwa ein Lob? Warum kommt Roman K. hier ungeschoren davon? Oder verstehe ich das nicht richtig?
Man möge mich aufklären...
Ich teile Ihre Meinung speranza - da werden Herrn Leuenberger die Worte im Mund verdreht, um damit eine kitschige, masslos übertriebene Story für all die ach so armen, unterdrückten Schwulen zu machen!
Aber hey Leute, was soll das ganze Theater!
Der Roman K. ist doch einfach ein grossartiger Ober-Schnurri.
Zwischen genial und primitiv.
Zwischen komisch und verletzend.
Zwischen unterhaltend und provozierend.
Aufgrund seiner Medienpräsenz urteile ich, dass er wohl eher Mühe hat, ein ernstes Gespräch zu führen.
Die Schmid Vakanz und die Kandidatur eines linientreuen SVP Kandidaten lässt schon zum Voraus nichts Gutes erahnen. Das Wahlgremium wird sich einmal mehr durch das SVP Diktat erpresst fühlen. Entweder ihr winkt unseren offiziellen Kandidaten durch oder ein gewählter Nichtoffizieller wird aus der Partei ausgeschlossen oder wir machen weiterhin Terror in der nichtgewollten Opposition. Schon die Ausgangslage ist unserer Demokratie unwürdig!
Der Rat tut gut daran sich nicht durch die SVP erpressen zu lassen! Bringt sie wieder Blocher oder AUNS-Schwander, weil angeblich kein besserer Kandidat zur Verfügung steht, ist das Ganze eh nur eine Provokation und eine Farce und ein Vorwand eh in der Opposition zu bleiben. Diese Variante ist gar nicht unwahrscheinlich, da die SVP genau weiss, dass das VBS ein undankbares Departement ist und dort keine Lorbeeren zu holen sind. Umsomehr, dass auch ein SVP VBS Vorsteher, vom Volk gewollte Auslandeinsätze zu vertreten hätte. Bringt sie zB Baader, dann könnte dieser knapp gewählt werden. Interessant wäre zu sehen, was bei einer allfälligen Wahl eines Nichtoffiziellen zB Zuppiger geschehen würde?
Eine Einervakanz ist sowieso unbefriedigend, da sie weniger Optionen offenlässt. Bis 2011 werden voraussichtlich 4 weitere BR zurücktreten. Es darf nicht sein, dass immer die anderen (kleineren) Parteien für das Funktionieren einer Konkordanzregierung über die Sprachgrenzen hinweg sorgen müssen. Die SVP soll, sofern sie wirklich ernsthaft mitmachen will und nicht ständig eine feiges (zu durchsichtiges) Doppelspiel spielen will, endlich einen KandiatenIn aus der Romandie bringen! Die anderen Parteien müssen jetzt diesbezüglich mindestens 3 Jahre vorausschauen!
(Wobei, wenn man Herrn Leuenbergers Lächeln im oberen Bild genauer betrachtet... ;-)))
Nein, im ernst. Herr Stäubli, das war wieder ein gewohnt gutes Posting von Ihnen. Danke dafür.
Auf die Gefahr hin, dass ich die Schwulen nun auch noch in ihrer Randgruppe untermauere: Meine Erfahrungen mit ihnen (Kollegenkreis, WG's etc.) sind, dass sie oftmals freundlicher, offener, kultivierter und charmanter sind als Heteros. Sorry, aber das sind meine Erfahrungen.
Ansonsten habe ich nie verstanden, was daran schlimm sein soll, wenn man sich in seiner Sexualität von der Masse unterscheidet.
Gruss
I. Gärtner
http://www.fcsgforum.ch/upload/showthre
Es gibt viele politische Satiriker, aber noch zu selten (oder noch gar nicht??) politische Satiriker!
Es sind ja im jetzigen Fall gerade die "Muster-" und Ultrakapitalisten, welche sich erdreisten, beim Staat die hohle Hand zu machen bzw. im Namen des Volkes gemeinschaftliches Eigentum (Steuergelder) in private Fässer ohne Boden zu schütten!
USA: Staatsgelder für die Autoindustrie??? Da schnappen wir doch gleich über!
Die Reaktionen auf diese natürliche Krise werden ja immer panischer und irrationaler.
Weisst du, warum?
Weil die Politiker, Finanzminister und Notenbanker und Verwaltungsräte diese heutige UNfreie Marktwirtschaft verteidigen wollen gegen die potentiellen Revolutionsgelüste der Verlierer.
Denn ich bin sicher, wenn man (erst) jetzt in der momentanen Sackgass-Situation den knallharten Markt spielen liesse, gäbe es so viele Geschädigte und Getäuschte, dass es zur Revolution käme.