Ostern
[Version française: Pâques]

Ich verknüpfte Ostern je nach Lebensphase oder Beruf mit ebenso verschiedenen Begriffen:
- Als Kind dachte ich spontan an Ostereier und Osterhasen,
- als Jugendlicher an die Ostermärsche für den Frieden,
- während meiner Begeisterung für die italianità träumte ich von einer Osteria,
- seit ich Verkehrsminister bin, graut mir vor dem Osterstau
- und immer, ich gebe es zu, dachte ich auch an Osterferien.
Doch die Bedeutung von Ostern, wie sie mir mein Vater mit Geschichten und Erzählungen nahe brachte, verblieb eben doch als eine Grundüberzeugung, an der ich mich auch heute noch orientiere. Ostern war die hoffnungsvolle Auferstehung nach der Trauerstimmung am Karfreitag. Ostern bedeutet Hoffnung, die wir nach jedem Tief, nach jedem Schicksalsschlag schöpfen dürfen, den Ausblick, dass es, auch wenn wir noch so überzeugt sind, dass es keinen Ausweg mehr gebe, wissen sollen: Es kommt wieder Licht.
Diese Hoffnung wollen wir jetzt den Opfern des Erdebebens in Italien vermitteln. Sie, die sie vor dem Nichts stehen, sie, die sie alles in wenigen Sekunden verloren, ihre Angehörigen, ihre Häuser, ihre Zuversicht.
Dass die Erde jederzeit beben kann, verdrängten sie ebenso, wie viele das hier in der Schweiz ebenfalls tun. Als ich letzten Mittwoch den Beschluss des Bundesrates für eine Erdbebenvorsorge bekannt gab, war das natürlich Anlass für Spott. Praktisch im selben Moment, als die Erde in Italien bebte, spöttelten am Sonntag abend Giacobbo / Müller im TV über meinen Antrag. Heute prangern Journalisten missachtete Bauvorschriften und überhörte Erdbebenwarnungen an und Schweizer Zeitungen fragen, ob wir denn auch wirklich genügend gerüstet seien gegen Erdbeben.
Ich werfe niemandem etwas vor. Das ist ganz natürlich. Aufwendungen für Sicherheit werden belacht und bekämpft, weil sie etwas kosten. Nach einem Unfall oder einer Katastrophe ist das ganz anders, dann haben die Behörden und Politiker versagt.
Sicherheit heisst wörtlich ohne Sorge (sine cura). Damit wir aber ohne Sorge leben können, müssen wir zunächst vorsorgen: Hochwasserschutz, Erdbebenvorsorge, Sicherheitsvorschriften für Seilbahnen und Flugzeuge. Wenn wider Erwarten etwas geschehen sollte, müssen wir eine Antwort auf die Frage wissen: „Was habt ihr getan, um die Schäden zu vermeiden?“ Solche Antworten im Allgemeinen geben zu können, bedeutet die politische Ver-Antwortung.
Wir können vieles, aber wir können nicht alles. Trotz Erdbebenvorsorge kann es Erdbeben mit Tod und Zerstörung geben. Trotz Klimapolitik kann es Steinschlag und Überschwemmung geben. Dann gilt es, wie jetzt gegenüber den Opfern in Italien, Solidarität und Hilfe zu leisten Und ihnen zu sagen: Es gibt immer Hoffnung, das Leben kann wieder gut werden.
Ich wünsche besinnliche Ostern.
Bis bald
Moritz Leuenberger

Ich verknüpfte Ostern je nach Lebensphase oder Beruf mit ebenso verschiedenen Begriffen:
- Als Kind dachte ich spontan an Ostereier und Osterhasen,
- als Jugendlicher an die Ostermärsche für den Frieden,
- während meiner Begeisterung für die italianità träumte ich von einer Osteria,
- seit ich Verkehrsminister bin, graut mir vor dem Osterstau
- und immer, ich gebe es zu, dachte ich auch an Osterferien.
Doch die Bedeutung von Ostern, wie sie mir mein Vater mit Geschichten und Erzählungen nahe brachte, verblieb eben doch als eine Grundüberzeugung, an der ich mich auch heute noch orientiere. Ostern war die hoffnungsvolle Auferstehung nach der Trauerstimmung am Karfreitag. Ostern bedeutet Hoffnung, die wir nach jedem Tief, nach jedem Schicksalsschlag schöpfen dürfen, den Ausblick, dass es, auch wenn wir noch so überzeugt sind, dass es keinen Ausweg mehr gebe, wissen sollen: Es kommt wieder Licht.
Diese Hoffnung wollen wir jetzt den Opfern des Erdebebens in Italien vermitteln. Sie, die sie vor dem Nichts stehen, sie, die sie alles in wenigen Sekunden verloren, ihre Angehörigen, ihre Häuser, ihre Zuversicht.
Dass die Erde jederzeit beben kann, verdrängten sie ebenso, wie viele das hier in der Schweiz ebenfalls tun. Als ich letzten Mittwoch den Beschluss des Bundesrates für eine Erdbebenvorsorge bekannt gab, war das natürlich Anlass für Spott. Praktisch im selben Moment, als die Erde in Italien bebte, spöttelten am Sonntag abend Giacobbo / Müller im TV über meinen Antrag. Heute prangern Journalisten missachtete Bauvorschriften und überhörte Erdbebenwarnungen an und Schweizer Zeitungen fragen, ob wir denn auch wirklich genügend gerüstet seien gegen Erdbeben.
Ich werfe niemandem etwas vor. Das ist ganz natürlich. Aufwendungen für Sicherheit werden belacht und bekämpft, weil sie etwas kosten. Nach einem Unfall oder einer Katastrophe ist das ganz anders, dann haben die Behörden und Politiker versagt.
Sicherheit heisst wörtlich ohne Sorge (sine cura). Damit wir aber ohne Sorge leben können, müssen wir zunächst vorsorgen: Hochwasserschutz, Erdbebenvorsorge, Sicherheitsvorschriften für Seilbahnen und Flugzeuge. Wenn wider Erwarten etwas geschehen sollte, müssen wir eine Antwort auf die Frage wissen: „Was habt ihr getan, um die Schäden zu vermeiden?“ Solche Antworten im Allgemeinen geben zu können, bedeutet die politische Ver-Antwortung.
Wir können vieles, aber wir können nicht alles. Trotz Erdbebenvorsorge kann es Erdbeben mit Tod und Zerstörung geben. Trotz Klimapolitik kann es Steinschlag und Überschwemmung geben. Dann gilt es, wie jetzt gegenüber den Opfern in Italien, Solidarität und Hilfe zu leisten Und ihnen zu sagen: Es gibt immer Hoffnung, das Leben kann wieder gut werden.
Ich wünsche besinnliche Ostern.
Bis bald
Moritz Leuenberger



43 Kommentare
http://hirnentleerung.blogspot.com/
Ich habe auch Mitgefühl für die unschuldigen Opfer, die ihr Leben in einer Naturkastastrophe verlieren.
Aber zwischendurch müssen wir aufgerüttelt werden, müssen wir wieder daran erinnert werden, dass wir nicht gegen die Natur sondern nur im Einklang mit ihr überleben können.
Denn gegen die Naturgewalten gibt es nie einen hundertprozentigen Schutz.
Was ich aber falsch finde, wie das problematische Thema angegangen wird. Ein solches Grossereignis würde zb jede lokale Rettungsorganisation um Faktoren überfordern. Es müsste also nicht nur auf der baulichen Seite etwas gemacht werden, sondern auch auf der organisatorischen. Es ist mir nicht bekannt, dass zb die Armee und der Zivilschutz diesbezüglich Szenarien und Rettungspläne erstellt haben. Es gibt schon Rettungstruppe die auch Material dafür haben, aber ob das wohl reicht? Das wäre mal eine richtige Aufgabe die Herr Maurer angehen könnte. Auch ist es fraglich ob man Gebäude erdbebentauglich machen soll die man diesbezüglich kaum sanieren kann. Es wäre vielleicht viel schlauer zu sagen dass nur diejenigen Gebäude sicher gemacht werden müssten aus denen eine weitere Gefahr für die Anwohnerschaft entsteht (zb Chemie oder AKW oder Dämme usw) und solche die für die Rettung und Grundversorgung der Bevölkerung gebraucht werden, wie Feuerwehrlokale, Wasserversorgungen, Zivilschutzlager usw.
Man hat es verpasst die meisten Gebäude und Infrastrukturobjeke erdbebensicher zu bauen, diese alle nachzurüsten ist eine Illusion. Man sollte aber Vorkehrungen treffen um bei einem Ernstfall nicht mit abgesägten Hosen daszustehen, das "chuteli" wird einem sowieso ausgezogen. Zudem sollte man sicher anfangen Neubauten mit Infrasstrukturecharakter nur zu Bewilligen wenn diese Erdbebensicher geplant werden. Um langfristig private Bauten zu sanieren sollten vorallem die Schulen auf das Thema sensibiliert werden. Architekten und Ingenieure müssten Mindeststandarts bei der Planung einhalten. Es ist jedoch jedem Hausherr sein eigenes Riskio wenn er im Ernstfall sein Haus verliert. Versichererungen würde ich hier ablehnen, diese würden hier gleich bankrott gehen. Da wären Hypothekenausfallschutz eher angebracht, damit man dann nicht auch noch gleich Konkurs gehen muss, wenn das Dach über dem Kopfe einbricht...
ein heikles Thema, aber leider immer und ewig ein aktuelles...
Ich wünschen auf jeden Fall den betroffenen Personen in Italien alle Kraft und Mut für den Wiederaufbau, und dass auch die Zeit bei Ihnen die so tief geschlagenen Wunden heilen werde...
LG HF
http://http:://arslibertatis.com/
Lassen wir die Politik aus dem Spiel und uns Menschen die Verantwortung für unser Leben übernehmen. Genug damit, dass sich jeder in die Angelegenheiten anderer Leute einmischt und dies dann unter dem Deckmäntelchen der Politik als "Allgemeinwohl" verkauft. Bringen wir die Freiheit und den Markt zurück in dieses Land. Auch - und gerade! - wenn es um Erdbeben-, Hochwasser-, Lawinen- und Erdrutschschutz geht.
Worin unterscheiden sich grossräumige, zwar für ganze Landstriche typische, aber stark vom Zufall bestimmte Naturereignisse wie Erdbeben, Springfluten oder Stürme, von kleinräumigeren Ereignissen wie Lawinenniedergängen, Hochwassern oder, jetzt bin ich bei meinem Thema, Flugzeugabstürzen in Anflugschneisen ?
Jene muss man hinnehmen, wenn man die betroffene Region, die vielleicht sehr reich und fruchtbar ist, nicht total aufgeben will. Aber man kann, mit zunehmendem Wohlstand, lernen, besser zu bauen, dass die Schäden, trotz immer grösseren, höheren und technisch anspruchvolleren Bauten, eher zurückgehen.
Diesen sollte man, da der Schadensbereich kanalisiert und der Eintritt des Schadens vorhersehbar ist, ausweichen. Für einen Gemeindepräsidenten, der einen Lawinenzug auf das Dorf richtet, um irgendwo am Hang oben ein Hotel bauen zu können, oder einen Hochwasserdurchgang zubaut, um eine Mühle zu erstellen, hätte man kein Verständnis.
Trotz mehreren Abstürzen um den Flughafen Kloten gibt es keine Gefahrenwahrnehmung für Flugunfälle im bewohnten Gebiet. Es gibt zwar, wie sie schreiben, Sicherheitsvorschriften für Flugzeuge, aber keine gegen Flugzeuge. Man darf ungehindert und ohne schlechtes Gewissen dicht besiedelte Wohngebiete im Landeanflug überfliegen.
Wenn wider Erwarten etwas geschehen sollte, müsste jemand eine Antwort auf die Frage wissen; "Was habt ihr getan, um die Schäden zu vermeiden ?". Könnte die Politik diese Ver-Antwortung tatsächlich tragen ?
@Benjamin B.
Haben Sie daran gedacht, dass man eben häufig gar nicht selbst entscheiden kann, sondern dass für einen entschieden wird ?
Gott sei Dank, bin ich Heide geblieben!
Ein frohes Osterfest wünsch ich allen,
Ihr Free Info
2009-04-10 11:21:19
Es gibt in der Schweiz keine unbesiedelten Regionen, wo bei einem Flugzeugabsturz niemand getroffen würde.
Was schlagen sie vor?
http://www.vfsn.ch/index.php?option=con
Eigentlich will ich nicht nörgeln. Vieles ist gut. Ich lebe gerne in der Schweiz. Fluglärm ist unangenehm. Aber ich weiss jetzt, dass man sich bis zu einem gewissen Grad daran gewöhnen kann.
Aber wenn jemand so schöne Worte schreibt über Sicherheit und Risiko und das noch zu Ostern und zugleich seit Jahren so dagegen verstösst, dann muss man sich melden, sonst ist man sich selbst gegenüber unglaubwürdig.
Sie erinnern sich an die drei Flugzeugabstürze in diesem Jahr, in (wenn ich nicht irre) Buffalo, Amsterdam und Istanbul: Alle im Landeanflug, ganz nahe am Flughafen, in besiedeltem Gebiet, aber, mit viel Glück, ohne Opfer am Boden.
Vielleicht schauen Sie sich auf der Webseite des VFSN (Link oben) die Karten der Anflugschneisen auf Kloten an: Zwei, von Norden und Osten, fast unbebaut, vielleicht 30-40, mehrheitlich niedrige Häuser. Jene von Süden fast ganz überbaut, sicher mehr als 500, zum Teil zudem recht hohe Häuser.
Im Anflug von Norden oder Osten ein Haus zu treffen, wäre ein unwahrscheinliches Pech, kein Haus im Anflug von Süden zu treffen ein unwahrscheinliches Glück
Muss ich noch mehr sagen ?
Die Theorie geht von den Löchern im Käse aus. Angenommen man schneidet verschiedene löchrige Käse in dünne Scheiben, legt diese Scheiben dann in zufälliger Reihenfolge übereinander: Die Löcher werden kaum deckungsgleich sein. Die Scheiben überlagern sich, und es bleiben kaum Löcher im Stapel. Sollte dies trotzdem der Fall sein, kann man durch konvergierende Löcher im Stapel durchschauen, wäre der Restrisiko-Fall eingetreten. Nicht durch das Versagen eines einzelnen Faktors. Es muss eine ganze Kette mehrerer Faktoren zusammentreffen, damit die Schweizerkäse Theorie in Kraft treten kann.
Und in seltenen Fällen treffen die Faktoren dann zusammen und wir riskieren das Restrisiko.
...oder so ähnlich...
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/kan
Ich teile Ihr Vertrauen in die Eigenverantwortung. Aber sie braucht, um sinnvoll und verhältnismässig handeln zu können, als Gegenüber einen verlässlichen Staat.
Geht das Vertrauen in die Verlässlichkeit des Staates verloren, wie bei der ersatzlosen Abweisung der Einsprachen gegen die von der Raumplanung nicht vorgesehenen Südanflüge oder der Preisgabe der jahrzehntelang beschworenen Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und -betrug, beide in ziemlich eilfertiger Reaktion auf Druck von Aussen, dann besteht die Gefahr, dass sich die Eigenverantwortung verselbständigt und zuletzt, davon sind wir noch meilenweit entfernt, private Rechtssetzung und Verlässlichkeit in das Vakuum, das der schwach gewordene Staat hinterlassen hat, hineinspringt, wie in Süditalien.
Diese Art der Eigenverantwortung wollen wir wohl beide nicht.
Die meisten Gebäude, die in der Südanflugschneise stehen, wurden vor 2002 erstellt. Sie mussten nicht auf zwar theoretisch mögliche, aber in der Raumplanung überhaupt nicht vorgesehene Anflüge von Süden Rücksicht nehmen. Dass auch danach noch Neubauten im neu zugelassenen Absturzkorridor erstellt wurden, bestreite ich nicht. Aber schauen Sie nach, wie viele davon in Eigenverantwortung von den Erstellern selbst bewohnt werden und in wie vielen fremdverantwortete Mieter und Angestellte wohnen und arbeiten.
Um diese zu schützen, hätte der Staat einen Baustop für Neubauten im Absturzkorridor erwirken müssen. Aber damit hätte er zugegeben, dass er, aus Rücksicht auf einen Nachbarstaat, aus Angst um eine angeschlagene Fluglinie und aus falsch verstandenem Mitleid mit einem etwas aufgeblasenen Flughafen, ein Risiko einging, das, wenn es für Neubauten unzulässig ist, auch den bestehenden Altbauten nicht zugemutet werden kann.
Eine Spirale von Halbheiten und Halbwahrheiten entsteht, die mit dem ursprünglichen Ziel der Eigenverantwortung, das ich ganz mit Ihnen teile, gar nichts mehr gemein hat. Sie führt im Gegenteil zu einer Aufweichung der Eigenverantwortung, weil sich die Kriterien auflösen, innerhalb denen sie ausgeübt wird.
P.S.
Sie haben sicher das Bundesgerichtsurteil (Link oben) in Sachen widerrechtlicher Besetzung einer Brücke über den Rhein durch Mitglieder des VFSN mitbekommen. Ein unbefangenes Gericht hätte die Besetzer auch verurteilt, aber es hätte ihnen, durchaus vielleicht in nur geringem Mass, mildernde Umstände zugebilligt, weil die Besetzung als friedliche Demonstration in Reaktion auf eine faktische oder jedenfalls nachvollziehbar deutlich empfundene Rechtverweigerung entstanden war. Dies konnte das Gericht aber nicht zulassen, da es damit seine Mitverantwortung an der Rechtverweigerung (durch den Entzug der aufschiebenden Wirkung der Einsprachen ohne gleichzeitige Fristsetzung, innerhalb der sie zu behandeln gewesen wären) zugegeben hätte.
Auch dies eine solche (durchaus kleine) Spirale, die es besser nicht gegeben hätte.
2009-04-11 15:32:13
Niemand bestreitet, dass der Süden des Flughafens dichter besiedelt ist als die anderen Regionen. Nur, wo genau beginnt der Landeanflug? Wenn man den Landeanflug als die Phase definiert, wo das Flugzeug die normale Flughöhe verlässt um zu landen, wird das Gebiet, welches durch einen Flugzeugabsturz gefährdet ist um einiges grösser, beziehungsweise ist stärker besiedelt, als Sie das darstellen.
Auf den folgenden Links finden sie die Flugspuren von Landeanflüge und Starts bei Normalbetrieb und den zeitlich beschränkten Südanflügen. Sie zeigen deutlich, wo die Landeanflüge hauptsächlich stattfinden. Das heisst mit anderen Worten, wo die Risiken am grössten sind, denn mit der Anzahl steigt das Risiko.
http://www.unique.ch/dokumente/las_normalbetrieb_wochentag.pdf
http://www.unique.ch/dokumente/las_suedanflugkonzept.pdf
Das ganze kann ich auch bei der heutigen Finanzkrise anwenden, jeder weiß es was zu tun wäre, doch nicht bei mir. Habe es schon mal hier im Block erwähnt bevor Obama es am G-20 vorgeschlagen hat, Sie können es nachlesen. Herdo - herdo [at] bluewin.ch
2009-03-23 18:28:07 Politiker finden sich Global um klare Regeln gegen die Manager Löhne zu vereinbaren. Klare Regeln die jedes Land versteht, auch für Banken. Doch was sagen unsere Bundesräte dazu, brauche keine Namen zu nennen wir wissen es. Jeder kennt die Steuerhinterziehung u- Betrug wir wissen es. Es gibt so vieles was man mit Verstand nicht versteht, doch wenn man dahinter sieht entdecken wir Eigeninteresse Macht und Geld. Egal was die Allgemeinheit denkt. Daher können wir unseren Frust hier niederschreiben und ein paar Lesen das, aber bringen wird es nichts. Wenn wir was ändern wollen muss man schon viel mehr tun. Ich mache in der Ideen Werkstatt mit auch in der KPMG u. Swissmem. Doch es braucht Zeit leider zu viel um Ideen zu verbreiten oder umzusetzen.
Für selten eintretende Ereignisse (wie Erdbeben) besteht keine Risikowahrnehmung.
Und dann das lachhafte Geleier von der Eigenverantwortung. Diese haben wir hier ja schon öfters stark relativieren müssen.
Bezüglich Erdbeben und anderer Naturgefahren:
Wir brauchen gar nicht auf Italien zu zeigen: In der Schweiz gibt es kaum eine Gemeinde, welche sich freiwillig irgendwelchen Naturgefahrenkarten unterordnet, aus Angst, damit Bauwütige oder sonstige "Investoren" abzuschrecken.
Das müssen immer die Kantone machen.
Bezüglich Fluglärm und -absturzgefahren:
Wir würden schon SEHR VIEL erreicht, wenn wir es schafften, dass es nicht noch ständig schlimmer wird:
Nicht immer (SÜD)Anflüge und Starts, sinnlose Transporte, sinnlose Hub-Funktionen, sinnlose Monsterprojekte.
Noch einmal:
Ich warte immer noch auf Bekenntnisse der Südanflugsopfer, WAS KONKRET sie dagegen getan haben und tun, dass der Grössenwahn in Kloten weitergeht!
Bisher hat sich keiner geoutet, nur immer gejammert, natürlich gegen den bösen Staat, der das Schlamassel angeblich allein verantwortet.
Habt ihr Betroffenen vielleicht bislang die Flughafen-Wachstumspolitik eurer Regierung unterstützt?
Was tut ihr gegen die Verlängerung der Piste 28?
Was tut ihr gegen den Grössenwahn
am Butzenbüel??
Welche Partei und welche Politiker sind auf dieser Linie?
Lasst hören!
Chinesischer Premier verspricht, sein Schiff auf Kurs zu halten (Tagi).
Unsere Regierung nimmt sich immer mehr als Monarchie wahr. Einsprachen der Bürger werden missachtet und Einzelinteressen wie die der Unique geschützt. Oder ist dies, weil einige Politiker sich mit dem zu grossen Flughafen verspekuliert haben? Sie Herr Leuenberger sind so sicher nicht glaubwürdig. Die Kleinen straft man, die grossen Gauner lässt man regieren. Die Strafen für die Gegner der illegalen Südanflüge sind nicht angebracht.
http://www.bebende.ch/download/erenho.p
Als Vater von drei Kindern werde ich - so ich dann noch lebe - dafür sorgen, dass meine Kinder den gleichen Fehler nicht machen und bei einem allfälligen Neubau bei einem Mehrpreis von 0 bis 1% erdbebensicher bauen werden.
Habe auf Facebook eine Idee formuliert in der Gruppe "Deklarationsinitiative Erdbebensicherheit", weil ich überzeugt bin, dass es eine preiswerte und wirksame Massnahme ist, sich wenigstens jedesmal beim Betreten eines Gebäudes bewusst zu werden, auf was man sich mit dem Aufenthalt in demselben einlässt...
Die Strafen sind es nicht.
Solche Urteile wegen "Nötigung" verschaffen dem Staat als Kläger WAHNSINNIG Respekt...
Es wäre doch ein schöner Zug, wenn z.B. das flugfreundliche BAZL wenigstens die Verfahrenskosten übernähme...
Keine Angst:
Sobald BR Leuenberger zurückgetreten ist und er solchen Unfug aus dem politischen Exil kommentieren kann, werden die Protestbewegungen moralisch rehabilitiert.
Deshalb ist das Risiko hier vermutlich grösser, vielleicht annähernd gleich gross, wahrscheinlich aber kaum kleiner als jenes, an gleicher Stelle bei einem Erdbeben umzukommen.
Wir können dies weder mit relativierenden Gedanken noch mit schönfärberischen Diagrammen weg argumentieren. Die Angst, dass hier etwas passieren könnte, wird unsern Bundesrat über seine Pensionierung hinaus begleiten. Ich wünsche mir, dass er die verbleibende Zeit nutzt, um zum Rechten zu sehen.
Liza hat mich gefragt, ob ich einen Vorschlag hätte. Hier ist er:
Der Bundesrat oder das BAZL gibt bei der ETH eine Studie in Auftrag, die für den Absturzkorridor in Schwamendingen und Glattbrugg die Wahrscheinlichkeiten, am Boden einem Erdbeben oder einem Flugzeugabsturz beim heutigen An- und Abflugregime zum Opfer zu fallen, miteinander vergleicht. Zugleich nimmt sie dazu Stellung, ob und, wenn ja, wie und mit welchem Aufwand, Gebäude gegen den Aufprall von Flugzeugen zu schützen wären.
Falls er auf Grund der Studie zum Schluss kommt, dass das Risiko, auch unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit im Vergleich zum Erdbeben, zu gross und der Gebäudeschutz innert nützlicher Frist nicht durchführbar ist, soll er, gestützt darauf, an die Swiss gelangen und sie bitten, bei der deutschen Bundesregierung vorstellig zu werden, damit diese die Anflugbeschränkungen wieder aufhebt. Andernfalls sähe er sich gezwungen, den Flughafen in den Morgen- und (bei Ostwind) Abendstunden zu schliessen.
Es wären neue Gesichtspunkte, die bisher m. W. nicht gründlich untersucht wurden. Darauf einzutreten wäre kein Gesichtsverlust, sondern reine Sorgfaltspflicht. Wahrscheinlich würden sie mit der anstehenden Neubeurteilung der Flugwege im Zusammenhang mit der Öffnung des europäischen Luftraums zusammentreffen, ein Grund mehr, aufeinander zuzugehen und gemeinsam die sicherste, ökonomischste und energiesparendste Lösung zu finden.
PS
Damit ist nichts dazu gesagt, ob Zürich einen Hub braucht (von mir aus nicht), ob der Luftverkehr weiterwachsen soll (von mir aus (in Massen) schon, wenn er zugleich ruhiger und energiesparender wird) und ob nicht Wachstum an sich eingeschränkt werden soll (da bin ich gerne mit dabei, wenn wir lernen, zwischen sinnlosem, zerstörerischem Mengenwachstum allein einerseits und echtem Fortschreiten im Sinne der Evolution und der Weiterentwicklung der menschlichen Lebensmöglichkeiten zu unterscheiden).
Falls jemand findet, ich hätte die Diskussion in unzulässiger Weise monopolisiert, entschuldige ich mich.
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/
Wann beginnen Sie damit Herr Leuenberger? 1. Schritt: Einstellung der Südanflüge, 2. Schritt Rücktritt, damit ein jüngerer eine Chance erhählt 3. Schritt ein gutes Buch schreiben.
Sie können sicher sein, es gibt auch andere denen Umweltschutz am Herzen liegt.
nach langer zeit und nach dem lesen deiner interessanten beiträge schreibe ich auch mal etwas.
du magst dich ja sicher an den gassenarbeiter theo bünzli erinnern,vor 13 jahren bin ich ins val de travers ausgewandert das du ja aucheinmal an einem 1.august besucht hast.ich mache da führungen in dem 300 jährigen asphaltbergwerk, von hier aus wurde die ganze welt mit naturasphalt beliefert und legte den grundstein für unsere mobilität.
als verkehrsminister würde ich dich sehr gern einmal durch dieses bergwerk führen, wie were das mit einem Büroausflug?
Liebe grüsse und villeicht bald ein wiedersehen im val de travers
theo bünzli
http://www.daserste.de/wwiewissen/beitr
Da Herr Leuenberger auch Umwetweltminister ist. Und sich gerade mit den chinesischen Gewässern befasst.
In China, im Jangtseekiang wurde der chinesische Flussdelfin, auch Baiji genannt,(seltenstes Säugetier der Welt) beinahe ausgerottet. Letzte Sichtung 2007. Durch übermässige Fischerei und auch sinkendem Wasserspiegel wurde ihm zugesetzt. Unter anderem stark verschmutzte chinesische Gewässer.
2008 stand er sogar als Maskottchen für die olympischen Spiele zur Auswahl, aber China wollte seine Umweltproblematik vor der Weltöffentlichkeit versteckt halten.
4 Mia geplante Boni.
2 Mia Verlust.
8700 Stellen weg.
Vorschlag:
Die 4 Mia brauchen für:
- 2 Mia Verlustdeckung
- restliche 2 Mia an die 8700 Entlassenen ausrichten, ergibt eine anständige Anlage, Neu-Starthilfe oder einen "Jahreslohn" fürs Nichtstun oder wie für einen halben Bundesrat von 230'000 Fr pro Banker...
Irrsinnig perverse Perspektiven, oder?
Solchem BankenUNwesen kann man nur die schmerzlose Notschlachtung wünschen.
http://arslibertatis.com
Die Politik lässt einem die Entscheidungsfreiheit nicht, aber prinzipiell kann man auswählen, wo man leben will, welche Versicherung man abschliessen will, was für ein Haus man bauen will etc. Das sind doch recht grosse Auswahlmöglichkeiten, nicht?
Dazu: die meisten Häuser wurden nach dem Flughafen bebaut. Wer dorthin zieht, geht dieses Risiko also bewusst ein. Dazu ist das Risiko, dass ein Flugzeug auf ein Haus fällt, bemerkenswert gering. Viel geringer jedenfalls, als daheim beim Glühbirnenwechsel unglücklich vom Stuhl zu fallen.
Des weiteren: In Süditalien besteht keine Eigenverantwortung im Sinne der Wahrung der Eigentumsrechte. Die Mafia herrscht, und diese ist von einer klassischen Regierung nicht wirklich zu unterscheiden.
Dazu, wieso soll der Staat über so private Angelegenheiten wie Häuschenbau und Flugbewegungen entscheiden? Wer in einer Anflugschneise wohnen will, der soll dies dürfen. Wer ein Flugzeug von A nach B fliegen will, ebenso. Es ist weder meine noch Ihre Sache, darüber zu entscheiden.
Auf diese Art kann ich mit Ihnen nicht diskutieren.
Gerade Freiheit ist nicht etwas Absolutes und Prinzipielles. Wie können Sie sich sonst erklären, dass ausgerechnet die freiheitsliebenden Schweizer und Amerikaner einen Staat gründeten, um frei zu sein ? War das kein Widerspruch ?
Gibt es eine Realität ohne Widersprüche ?
(Schön gemachte Webseite, trotzdem)
Offener Brief an BP Merz:
Sehr geehrter Herr Bundespräsident Merz,
Ich schreibe Ihnen mit grosser Sorge um die aktuellen Vorgänge um die OECD, die Konzessionen des Bundesrates in Bezug auf das Bankgeheimnis und die neu auszuhandelnden Doppelbesteuerungsabkommen. Ich muss leider nüchtern feststellen: Der Bundesrat hat keine gute Figur gemacht und macht den Eindruck der Unentschlossenheit, der Uneinigkeit und der Erpressbarkeit und die Stimmung im Volk ist massiv, dass unsere Interessen nur ungenügend wahrgenommen werden. Wenn die Eidgenossenschaft einen 10 Mrd Kredit an den IMF gewährt, verstehen das ein paar Fachexperten aber das Volk versteht das nicht und ist erzürnt. Da muss viel besser und detaillierter kommuniziert werden und die Zusammenhänge aufgezeigt werden! Die erneuten Druckversuche der OECD lassen die Volksseele langsam überkochen. Bekanntlich ist BR Leuthard VP der OECD und wird nicht mal über laufende Vorgänge informiert?? Die SVP profitiert nun massiv von den Vorgängen, wie immer wenn der Volkszorn hochsteigt, und setzt diesmal Blocher effektiv dafür ein! Als der FDP nahestehend befürchte ich leider einen weiteren massiven Zulauf zur SVP und einen erneuten Aderlass für die FDP. Wollen Sie wirklich dieses Erbe hinterlassen? Herr Bundespräsident? Eine zerschlagene FDP?
Ich bitte Sie daher und dafür besteht mehr oder weniger ein Konsens im Volk:
1) Die OECD auf höchster Ebene zu treffen -zB Sie und BR Leuthard - und offiziell gegen die Vorgänge zu protestieren und dem GS deutlich verstehen zu geben, dass er seine Wiederwahl vergessen könne, da er ja bekanntlich nur einstimmig gewählt werden kann. Absprachen der OECD 20 sind illegitim und das Übergehen der anderen OECD Mitglieder und die Erpressung skandalös und absolut inakzeptabel. Es muss auf einem klaren zukünftigen Modus Vivendi bestanden werden oder die Schweiz könnte zB ihre Mitgliedschaft für eine unbesimmte Zeit sistieren oder andere Retorsionsmassnahmen ins Auge fassen. Es muss jetzt Tacheles geredet werden Herr BP, auch wenn Ihnen das persönlich nicht liegt!
2) Für die brennenden Problemfelder sind sofort ad hoc Task Forces mit Topexperten- auch Staatssekretäre- bestückt, zu konstituieren, damit die Interessen unseres Landes voll gewahrt werden und mit einer klaren Strategie in die Verhandlungen gegangen werden kann.
3) Bei den Neuverhandlungen der DB Abkommen, muss unter allen Umständen vermieden werden, dass nur einseitig zu Lasten der Schweiz neuverhandelt wird. Gerade bei einer Neuaushandlung mit den USA besteht die Gefahr, dass grosse Konzessionen gemacht werden, die dann zurecht als Präjudiz für zukünftige Verhandlungen genommen werden! Mit Deutschland soll unter allen Umständen vermieden werden, dass ein Abkommen vor den Wahlen im September unterzeichnet wird und damit der SP noch Rückenwind gegeben wird. Das würde hierzulande nur der SVP massiv zu Gunsten kommen!
4) Das Volk will ganz klar Reziprozität mit Staaten wie USA und GB was deren Steueroasen und Offshore Plätze anbelangt. Es darf nicht sein, dass mit GB ein Abkommen unterzeichnet wird ohne auf volles Gegenrecht zu beharren.
5) Scheuen Sie sich nicht, auch mal eine Verhandlung platzen zu lassen, wenn die Schweiz offensichtlich nur über den Tisch gezogen wird. Das würde Ihrer Reputation nicht schaden und die Schweiz würde deswegen nicht gleich untergehen.
Mit besten Grüssen
Muss ich also permanent umziehen, weil eine Chemiefirma, ein AKW, eine Autobahn oder ein lärmdende Industrie ohne jede Entschädigung in mein Wohngebiet gesetzt wird? Die Gesetze das Papier nicht wert sind auf dem diese stehen? Wo bitte sehr soll da die Wahlfreiheit sein?
Glauben Sie ernsthaft, dass ein Staat ohne Basis des Vertrauens noch existieren kann? Es lebe Korruption, Betrug und Profitdenken für wenige?
Die Luftfahrt ist nicht kostendeckend. Nur dank globaler Steuerbefreiung (Treibstoff, MWSt etc.) und Missachtung der Umweltschäden kann diese derart billig agieren und künstlichen Verkehr generieren. >4% der Luftbelastungen für weniger als 0.1% des nötigen Personenverkehrs sind ein totaler Schwachsinn.
Grundsätzlich kann ich Blogwatches Umut verstehen (auch wenn mein Fokus leicht anders ist).
Aber der Ansatz ist gerade wieder grundfalsch:
...ad hoc Task Forces mit Topexperten...
Was erwartest du eigentlich? Glaubst du an den Storch?
Ich sage, nein danke zu Topexperten! "Topexperten" lösen keine Probleme. Dieser Glaube ist genauso dämlich, wie das Delegieren der Verantwortung an den Staat oder an die Banken oder an die Kirche oder...
Hast du dich von der ABSOLUT UNBRAUCHBAREN, PEINLICHEN, DESASTRÖSEN, OBSTRUKTIVEN, aber total symptomatischen "Arena"polemik von gestern anstecken lassen?
Es gibt keine unabhängigen Experten! Jeder arbeitet primär auf seine eigenen Mühlen.
Gerade das Überlassen von Problemen an sog. Experten beschert uns die immer wieder gleichen Schlamassel!!!
Bzw. jeder von uns ist Experte. Betroffenheit begründet Expertentum! Gehe es nun um AKWs, Banken, Südanflüge, Pensionskassen oder das Wirtschaftswachstumsdogma.
Wir müssen begreifen, das WIR die Politik sind!
Die Zivilgesellschaft, die Demokratie muss die Probleme lösen.
http://arslibertatis.com
Ich halte es für recht naiv, neben einen Flughafen zu ziehen und dann zu erwarten, dass genau dort keine Flugzeuge drüber fliegen, weil diese in irgendeinem leicht änderbaren Plan steht.
Nein, es macht einen grossen Unterschied, ob du zuerst an eine bestimmten Ort bist oder der Flughafen/die Autobahn. Ich sehe zwar nicht ein, wie eine Chemiefirma oder ein AKW mich oder mein Grundstück beeinflussen sollte, wenn ich ein benachbartes Grundstück kaufe, aber wird mein Grundstück erheblich in Mitleidenschaft gezogen, dann habe ich selbstverständlich Schadenersatz zu Gute.
Nun, ich habe seit langem aufgehört ,dem Staat zu vertrauen, aber das ist eine ganz andere Geschichte...
Können Sie mir bitteschön erklären, welche Umweltschäden die Luftfahrt genau erzeugt?
@Ueli Schäfer:
Das tut mir leid, ich hätte gerne mit Ihnen diskutiert. Aber danke für das Kompliment.
Sie sind sich sehr sicher, dass diese beiden Staaten gegründet wurden, um die Freiheit der Leute zu sichern. Woher nehmen Sie diese Sicherheit?
2009-04-17 17:09:43
Es scheint mir doch etwas billig, wie Sie sich mit der Aussage: Auf diese Art kann ich mit Ihnen nicht diskutieren, der Auseinandersetzung mit Benjamins Gedanken entziehen.
Sie geben nicht einmal eine (verständliche) Begründung dafür ab.
In Ihrer Antwort an Benjamin sprechen Sie von Freiheit, obwohl in seinem Beitrag kein einziges Mal das Wort Freiheit zu finden ist.
Im weitern freute es mich, dass es endlich mal Leute aus der Teppich Etagen im RAV anzutreffen sind. Es sind nämlich genau diese Herren die das Sozialsystem gar nicht wollen, am liebsten wäre Ihnen man hätte das RAV und Sozialsystem abgeschafft. Denn in Ihren Augen waren die Leute die Arbeitslos waren faul oder Sozialschmarotzer. Nun endlich sind Sie auch am Boden der Tatsachen, hoffe Ihnen gehen nun endlich die Augen auf und merken nun was Sie uns alles weggenommen haben, als Sie dagegen waren. Natürlich freut es mich gar nicht, wenn wir nun noch mehr Arbeitslose haben, das will ich nur gesagt haben, doch es muss scheinbar wehtun um zum Bewusstsein zu kommen.
http://www.wwf.ch/de/derwwf/themen/klim
http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=4353
http://www.wwf.ch/de/derwwf/themen/klima/basiswissen/flugverkehr/index.cfm
http://cdu-politik.de/2008/04/26/klimaschutz-in-der-luft/
http://www.fluglaerm.de/hamburg/klima.htm
Nur ein kleiner entsprechender Auszug.
Sie habe also auch erkannt, dass Gesetze nur dann gelten, wenn diese die Wirtschaft bzw. den maximalen Profit nicht stören.
"Wir müssen begreifen, dass WIR die Politik sind" ...Wachstumskritiker
Das ist SVP Polemik pur!
Das sage seit ein paar Jahren nicht nur ich, dass unser Politsystem und das direktdemokratische Dauergequassel krisenuntauglich ist!
In der aktuellen Banken- und Wirtschaftskrise artet doch das, wie üblich zu einem JeKaMi aus. Jeder meint nun, er sei ein Bank- und Finnazexperte und wüsste selbstverständlich alles viel besser. Ich weigere mich, und appeliere an den Verstand, nicht ganze Berufsgruppen unisono zu Sündenböcken abzustemplen. Es waren Vereinzelte, die das Debakel zu verantworten haben. Man kann ja nicht die ganze menschliche Rasse als Verbrecher und Kriminelle in einen Topf werfen, nur weil es immer wieder ein paar schwarze Schafe gibt!
Wenn man schon nur unser Parlament betrachtet, so sehe ich nur minimalen wirtschaftlichen Sachverstand. Der Durchschnittsschweizer hat so gut wie keine Ahnung von Finanzmärkten. Seit Jahrzehnten werden die gleichen Schimären gezüchtet von gefährlich, spekulativ und so Quatsch.
Bundesräte sind selbstverständlich auch auf die Unterstützung von Fachkräften angeweisen. Ein Bundespräsident hat verfassungsmässig wenig Macht und darf nicht eigenmächtig entscheiden. So ist es nur selbstverständlich, dass mehr hochkarätige Task Forces aus fähigen Diplomaten und Fachexperten zusammengesetzt sind!
Man stelle sich das Debakel vor, wenn man die Doppelbesteuerungsabkommen durch Laienpolitiker (das ist unser Parlament) aushandeln würde...
Dass linksgrüne Wachstumsgegner die Interessen unseres Landes noch nie wahrgenommen haben, ist auch nicht neu! Würde man deren Umverteilungs- und totale Regulierungspolitik umsetzen, wäre das Land in ein paar Jahren ruiniert!
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Ich bin um ehrlich zu sein, unschlüssig über die ganze Klimadebatte. Anders gesagt: Ich weiss schlicht zu wenig, um irgendeine Position ergreifen zu können.
Wenn Sie mit "Wirtschaft" alle wirtschaftlichen Beziehungen der Leute miteinander meinen, dann liegen Sie meines Erachtens falsch. Denn das Problem dort ist nicht, dass Gesetze nach Belieben ausgeschaltet werden, sondern dass all diese Regulierungen und Gesetze das wirtschaftliche Geschehen hemmen. Stark hemmen.
Ich traue den Staatsbeamten deshalb nicht, weil sie in der Mehrzahl sehr komische ökonomischen Pläne umsetzen wollen, die nicht direkt realitätsgebunden sind. Ich beziehe mich damit u.a. auf die Bevorzugung bestimmter Firmen und Branchen, die gerade weil sie schlechte Leistung liefern, Steuergelder in Unmengen erhalten.
@blogwatch:
Besser ein träges Schweizer Parlament als ein blitzgeschwinder Expertenrat, dessen Lösung darin besteht, Billionen auszugeben und danach Geld zu drucken.
Da kommt mir doch wieder das schallende Lachen, blogwatch.
Wer soll denn deine Topexperten zusammentreiben, wenn sie nicht selber zusammenfinden? Etwa dein verhasster, angeblich demokratisch-behinderter Staat???
Oder mach doch DU das, du hast dich ja auch schon als heimlicher Diktaturbefürworter geoutet.
Bezüglich "der aktuellen Banken- und Wirtschaftskrise" haben sich die "Topexperten" doch eh entweder verdünnisiert oder sind noch so glaubwürdig wie irgendein jämmerlicher IV-Betrüger.
Nenn uns wenigstens mal ein Beispiel eines vergangenen, erfolgreichen Einsatzes von (nicht-zerstrittenen...) Experten, dann versteh ich wenigstens, was du meinst.
Und hör doch auf mit der deiner "SVP Polemik pur" von den "Interessen unseres Landes".
Es ist primär die globalisierte Wirtschaft, welche sich einen Deut um die Interessen des Landes kümmert und auch viele natinale Souveränitäten untergräbt!
Wenn du so liberal bist, wie du tust, müsstest du primär für die Abschaffung der Nationalstaaten sein - und für eine Globalisierung der Demokratie.
Ein Zitat von Hans A.Pestalozzi, dem enfant terrible aus der Zunft der Manager:
Betreffend dem Wissensstand der Wirtschaftswissenschaftler: "Nun, ich bin selber einer. Die dümmste Wissenschaft die es überhaupt gibt. Und wer den Gipfel des Unsinns erreicht hat, wird Nobelpreisträger. Es hat noch nie eine Theorie der Wirtschaftswissenschaft gestimmt. Es hat noch nie eine Prognose der Wirtschaftswissenschaft gestimmt. Wirtschaftswissenschaft besteht darin, nachträglich zu beweisen, warum das, was man prophezeit hat, nicht hat eintreten können."
Solange eine Gesellschaft immer noch Juristen, Politiker und Ökonomen hat, solange ist eine solche Gesellschaft immer noch nicht zivilisiert genug.
Eine perfekte technokratische Gesellschaft (mit automatisierten digitalen und total transparenten Transaktionen und Steuererklärungen) braucht weder Ökonomen, noch Politiker noch Juristen…
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@Wyssman: Für Staatsbeamte wäre genau dies der richtige Ratschlag, bloss mit dem Zusatz, dass jeglicher Versuch, zu handeln, in mindestens einem kleinen Desaster endet.
@cato: Sie sprechen vom 'gläsernen Bürger'. Wünschenswert? Ich denke nicht...
Oder möchten Sie, um sich die Juristen zu ersparen, 24/7 auf eine vollkommene Art und Weise überwacht werden?
Die Anarchie auch nicht...
“Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott” – so beginnt bekanntlich das Johannes-Evangelium. Aber nein, warten Sie, es geht mir hier nicht um missionarischen Eifer und auch nicht um einen Vorstoss der evangelikalen Christen. Ich bin Sprachlehrer, ich kämpfe für eine saubere, gehaltvolle Sprache. Aber, um nochmals auf das Bibelwort zurückzugreifen, das Wort scheint nicht mehr bei Gott zu sein, sondern bei der Duden-Redaktion. Wie kann ich Schüler, die Generation der Zukunft, für das grundlegende Werkzeug unserer Zivilisation begeistern, wenn ein solcher Rechtschreibe-Wirrwarr herrscht? Rollenden Augen und belämmerten Blicken sehe ich mich gegenübergestellt, wenn ich die Gesetze der Rechtschreibung zu erläutern versuche, die – obwohl aus Deutschland – mehr einem Schweizer Emmentaler gleichen, mit all den Löchern. Die Rechtschreibung muss re-reformiert werden. Dass der jetzige Zustand unhaltbar ist, damit gehen mit mir auch viele deutsche Kollegen einig, nebst vielen Forum-Benutzern, mit denen ich mich regelmässig darüber austausche. (http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=2300)
Nun, als erste Instanz habe ich mich an Herrn Steinmeier gewandt, erhielt aber
– wen wundert’s, als Indianer – keine Antwort. Deshalb trete ich nun vor Sie.
Herr Leuenberger: Warum gehen nicht wir den ersten Schritt und schaffen einen vereinfachten, klar aufgebauten Schweizer Duden? Ich sage Ihnen, die deutschen Kollegen und auch Herr und Frau Schweizer wären uns dankbar, wenn wir uns in Winkelriedscher Manier nach vorne stürzten, in der Absicht, unseren Kindern und Kindeskindern eine solide Grundlage der schriftlichen Kommunikation zu hinterlassen.
Freundliche Grüsse
Elias Baumann
http://img412.imageshack.us/img412/7483
24. April 2009, Neue Zürcher Zeitung
Für Südanflüge besteht keine Rechtsgrundlage
http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/fuer_suedanfluege_besteht_keine_rechtsgrundlage_1.2452951.html
Christopher Tillman, Meilen/Zürich
Seit über 2000 Tagen wird frühmorgens und teilweise abends von Süden her gelandet. Diese Südanflüge basieren zwar formell auf einem noch geltenden vorläufigen Betriebsreglement. Doch es gibt keine raumplanungsrechtliche Grundlage, die Südanflüge und Abflüge über die Stadt Zürich zulässt. Insofern sind Südanflüge illegal. Ein neues Betriebsreglement für den Flughafen Zürich muss die Anforderungen der Raumplanung und des Umweltrechts erfüllen. Die Kompetenz zur Planung der Bodennutzung steht den Kantonen und nicht dem Bund zu. Der Bund hat bei der Erfüllung seiner eigenen Aufgaben die Erfordernisse der kantonalen Raumplanung zu berücksichtigen. Verfassungsziel der Raumplanung sind die zweckmässige, haushälterische Nutzung des Bodens und die geordnete Besiedlung.
Im Richtplan aus dem Jahr 1995 wurden daher die An- und Abflugwege im Nahbereich des Flughafens Zürich für die nächsten 25 Jahre grob festgelegt. Dieser Richtplan legt in seinem Teilrichtplan Verkehr die An- und Abflugwege so fest, dass diese im Norden bis Weiach und im Osten über die Stadt Kloten führen. Es gibt hingegen mit Ausnahme des sogenannten «left turn» ab Piste 16 keine An- und Abflugrouten über die Stadt Zürich und die Gemeinden der Bezirke Meilen, Uster und Pfäffikon. Dieser Richtplan, der weder Südanflüge noch Südabflüge geradeaus oder nach rechts über die Stadt Zürich vorsieht, ist für die Vertreter des Kantons im Unique-Verwaltungsrat wie für den Regierungsrat verbindlich. Die alleinige Gewichtung wirtschaftlicher Interessen an der ungeschmälerten Offenhaltung des Flughafens durch den Regierungsrat und seine Vertreter im Verwaltungsrat der Flughafen Zürich AG ist daher ein Verstoss gegen den Richtplan 1995. Eine Öffnung des Südens für Flugrouten müsste mit einer Richtplanänderung durch den Kantonsrat erfolgen.
Im engeren Bereich rund um den Flughafen Zürich leben rund 450 000 Personen. Dabei ist der Süden mit rund 47 Prozent aller Bewohner das dichtestbesiedelte Gebiet. Es folgt der Osten mit rund 89 000 Einwohnern. Daraus folgt, dass bei An- und Abflugrouten im Süden klar mehr Personen lärmbetroffen sind als bei Flugrouten im Norden und Osten. Ein wichtiges Anliegen der Raumplanung ist es, die Wohnqualität zu fördern. Wohngebiete sind mit schädlichen, lästigen Einwirkungen möglichst zu verschonen. Nachteilige Auswirkungen auf die natürlichen Lebensgrundlagen, auf Bevölkerung und Wirtschaft sollen vermieden und gering gehalten werden. Siedlungen sind also vor neuem Fluglärm zu schützen. Das heisst: keine neuen An- und Abflugrouten im Süden des Flughafens. Da der Norden und der Osten weniger dicht besiedelt sind als der Süden, drängt sich aus Gründen der Effizienz auch mit den deutschen Einschränkungen durch die DVO eine Lösung auf, die eine Landung von Norden oder mindestens von Osten her ohne Nutzung des deutschen Luftraums ermöglicht.
Die verfassungsrechtlich verlangte haushälterische Nutzung des Bodens zielt auf eine optimale räumliche Zuordnung verschiedener Nutzungen. Das Konzentrationsprinzip des Raumplanungsrechts verlangt, dass Siedlungen und Lärmquellen konzentriert angelegt werden, und verbietet die Streubauweise. Verschiedene Nutzungen sollen nicht durchmischt werden. Das Nachhaltigkeitsprinzip der Bundesverfassung verlangt das dauerhafte Erhalten natürlicher Lebensgrundlagen und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Natur und der Beanspruchung durch den Menschen. Es ist mit dem Nachhaltigkeitsprinzip nicht vereinbar, den Fluglärm grossflächig wirken zu lassen. Verfassung und Gesetz erteilen damit der Verteilung des Fluglärms grundsätzlich eine Absage.
Das umweltrechtliche Vorsorgeprinzip besagt zudem, dass denkbare Belastungen durch überlegte Vorsorge nach Möglichkeit verhindert werden sollen. Daran anknüpfend hat das Bundesgericht im Hinblick auf den Flughafen Zürich im September 2004 festgehalten, dass die Zahl der Anwohner, die von Lärmeinwirkungen über den Immissionsgrenzwerten betroffen werden, möglichst klein zu halten ist. Zudem widerspricht das Bestreben, neben regelmässigen morgendlichen Landungen auch abendliche Anflüge über den dicht besiedelten Süden des Flughafens zu leiten, dem öffentlichen Interesse (BGE 1A.172/2004, E. 4.2). Auch wenn aus dem umweltrechtlichen Vorsorgeprinzip und dem Nachhaltigkeitsprinzip kein absoluter Anspruch auf Ruhe besteht, sind diese Prinzipien gerade für die Gemeinden im Süden des Flughafens ein wichtiges Argument gegen künftige An- und Abflugrouten über ihr Gebiet.
Rechtsanwalt Christopher Tillman ist Partner bei Lutz Rechtsanwälten, Zürich. Er vertritt zahlreiche Beschwerdeführer aus dem Süden des Flughafens in ihren Rechtsmittelverfahren.