Leseschwacher Mister Schweiz
[Version française: Les difficultés de lecture de Mister Suisse]

Mister Schweiz Andre Reithebuch (KEYSTONE/Christoph Stulz)
Zu den Missen der Schweiz habe ich mich hier ja schon mal geäussert und sie als leuchtendes Beispiel für Bundesratswahlen dargestellt. Heute will ich dem amtierenden Mister Schweiz gerne Trost spenden. Ich habe ihn schon vor einer Woche lobend erwähnt, ohne ihn allerdings je gesehen zu haben, zappte dann aber zufälligerweise in eine Diskussion, und hörte, wie er sich zu seiner Leseschwäche äusserte. Zunächst ein Lob auf TeleZüri. Wenn dort ein Moderator ist, der seine Gegenüber im Grunde genommen gern hat und nicht von ständiger Empörung getrieben ist, kann auch bei einem privaten Sender eine wunderbare Service-Public-Leistung spriessen.
Zu unserem leseschwachen Mister Schweiz: Was ist denn das für eine elitäre Empörung, die da gepflegt wird, er sei lesefaul oder er könne nicht gut lesen. Ist es nicht traurig, dass diese Leseschwäche verborgen werden muss, weil sie als Makel verstanden wird? Treibt das nicht eben gerade eine Spirale an mit der Folge, dass sich die Leseschwäche noch verschlimmert und der Betroffene zu immer noch raffinierteren Verschleierungstaktiken greifen muss?
Wer etwas nur mit Mühe und Pein versteht, dringt oft sehr viel gründlicher in die Materie, als wer es ohne Probleme kann. Es gibt ein Buch mit dem Titel „Die Entdeckung der Langsamkeit“, das dies wunderbar beschreibt. Ich kenne viele Menschen, die verschlingen Bücher um Bücher und wecken doch Zweifel, ob sie all die Literatur, die sie verschlingen, auch wirklich verdauen können. Gewiss war ich schon im Literaturclub und habe schon Bücher herausgegeben, aber ich tue mich oft schwer mit Lesen. Bücher lese ich langsam, und ich lese gar nicht dermassen viele. Regelmässig schleppe ich auf Reisen oder in die Ferien mehrere Bücher mit und bringe die meisten ungelesen wieder nach Hause. Ein Buch soll ja zu einem Dialog zwischen Autor und Leser führen. Dazu braucht es aber zwei. An der Leseunlust vieler Menschen ist wohl auch die wenig leserfreundliche Sprache vieler Texte schuld. Manche Berichte meiner Fachleute verstehe ich nicht, selbst wenn ich sie zweimal lese. Oft kann ich sie erst begreifen, wenn ich nachgefragt habe und mir alles mündlich erklären liess. Erst dann kann ich den Inhalt auch weitervermitteln. Meine Steuererklärung lasse ich durch einen Fachmann ausfüllen.
Auch Politiker lesen oft nur die Überschriften in den Zeitungen, was sie aber nicht daran hindert, dann trotzdem zum Thema zu sprechen (auch das behandle ich übrigens in meinem Buch über die Lüge und die List). Hand aufs Herz: Wem von uns geht es nicht manchmal so? Und es gibt Politiker, bei denen wir uns nicht so sicher sind, wie gut sie eigentlich wirklich lesen können. Trotzdem wurden sie gewählt. Oder besser: Vielleicht wurden sie in stiller Solidarität eben gerade aus Protest gegen die geschliffenen Rhetorikoberklasse gewählt. Das gehört auch zur Demokratie: sich vertreten zu lassen durch einen oder eine, die „so ist wie wir.“ Seit wann wählen wir einen Mister und eine Miss Schweiz, weil er oder sie Lese- oder gar Literaturhelden wären? Sie werden doch gewählt, weil sie gut aussehen und gut repräsentieren können.
Dass sich jetzt auch der „Dachverband Lesen und Schreiben Schweiz“ dem neuen Mister Schweiz annimmt (dessen Präsident Roger Nordmann in TeleZüri überzeugend auftrat), um die Erwachsenenbildung zu fördern, zeigt, was es bewirken kann, wenn eine öffentliche Person zu ihren Eigenarten steht. Einen Mister Schweiz mit einer so grossen politischen Wirkung hat es wohl noch gar nie gegeben. Und wenn er diesen Blog nicht lesen will oder kann, verstehe ich ihn gut. Er will wohl nicht von jedermann vereinnahmt werden. Aber umgekehrt gestehe ich meine Solidarität mit ihm ganz gerne: Ich tue mich manchmal auch schwer mit Lesen.
Bis bald
Moritz Leuenberger
PS: Dieser Blogbeitrag blieb nicht ohne Folgen. André Reithebuch hat sich über meine Unterstützung sehr gefreut und mich im Bundeshaus Nord besucht. Wie unsere Begegnung verlaufen ist, lesen Sie unter www.blick.ch.

Mister Schweiz Andre Reithebuch (KEYSTONE/Christoph Stulz)
Zu den Missen der Schweiz habe ich mich hier ja schon mal geäussert und sie als leuchtendes Beispiel für Bundesratswahlen dargestellt. Heute will ich dem amtierenden Mister Schweiz gerne Trost spenden. Ich habe ihn schon vor einer Woche lobend erwähnt, ohne ihn allerdings je gesehen zu haben, zappte dann aber zufälligerweise in eine Diskussion, und hörte, wie er sich zu seiner Leseschwäche äusserte. Zunächst ein Lob auf TeleZüri. Wenn dort ein Moderator ist, der seine Gegenüber im Grunde genommen gern hat und nicht von ständiger Empörung getrieben ist, kann auch bei einem privaten Sender eine wunderbare Service-Public-Leistung spriessen.
Zu unserem leseschwachen Mister Schweiz: Was ist denn das für eine elitäre Empörung, die da gepflegt wird, er sei lesefaul oder er könne nicht gut lesen. Ist es nicht traurig, dass diese Leseschwäche verborgen werden muss, weil sie als Makel verstanden wird? Treibt das nicht eben gerade eine Spirale an mit der Folge, dass sich die Leseschwäche noch verschlimmert und der Betroffene zu immer noch raffinierteren Verschleierungstaktiken greifen muss?
Wer etwas nur mit Mühe und Pein versteht, dringt oft sehr viel gründlicher in die Materie, als wer es ohne Probleme kann. Es gibt ein Buch mit dem Titel „Die Entdeckung der Langsamkeit“, das dies wunderbar beschreibt. Ich kenne viele Menschen, die verschlingen Bücher um Bücher und wecken doch Zweifel, ob sie all die Literatur, die sie verschlingen, auch wirklich verdauen können. Gewiss war ich schon im Literaturclub und habe schon Bücher herausgegeben, aber ich tue mich oft schwer mit Lesen. Bücher lese ich langsam, und ich lese gar nicht dermassen viele. Regelmässig schleppe ich auf Reisen oder in die Ferien mehrere Bücher mit und bringe die meisten ungelesen wieder nach Hause. Ein Buch soll ja zu einem Dialog zwischen Autor und Leser führen. Dazu braucht es aber zwei. An der Leseunlust vieler Menschen ist wohl auch die wenig leserfreundliche Sprache vieler Texte schuld. Manche Berichte meiner Fachleute verstehe ich nicht, selbst wenn ich sie zweimal lese. Oft kann ich sie erst begreifen, wenn ich nachgefragt habe und mir alles mündlich erklären liess. Erst dann kann ich den Inhalt auch weitervermitteln. Meine Steuererklärung lasse ich durch einen Fachmann ausfüllen.
Auch Politiker lesen oft nur die Überschriften in den Zeitungen, was sie aber nicht daran hindert, dann trotzdem zum Thema zu sprechen (auch das behandle ich übrigens in meinem Buch über die Lüge und die List). Hand aufs Herz: Wem von uns geht es nicht manchmal so? Und es gibt Politiker, bei denen wir uns nicht so sicher sind, wie gut sie eigentlich wirklich lesen können. Trotzdem wurden sie gewählt. Oder besser: Vielleicht wurden sie in stiller Solidarität eben gerade aus Protest gegen die geschliffenen Rhetorikoberklasse gewählt. Das gehört auch zur Demokratie: sich vertreten zu lassen durch einen oder eine, die „so ist wie wir.“ Seit wann wählen wir einen Mister und eine Miss Schweiz, weil er oder sie Lese- oder gar Literaturhelden wären? Sie werden doch gewählt, weil sie gut aussehen und gut repräsentieren können.
Dass sich jetzt auch der „Dachverband Lesen und Schreiben Schweiz“ dem neuen Mister Schweiz annimmt (dessen Präsident Roger Nordmann in TeleZüri überzeugend auftrat), um die Erwachsenenbildung zu fördern, zeigt, was es bewirken kann, wenn eine öffentliche Person zu ihren Eigenarten steht. Einen Mister Schweiz mit einer so grossen politischen Wirkung hat es wohl noch gar nie gegeben. Und wenn er diesen Blog nicht lesen will oder kann, verstehe ich ihn gut. Er will wohl nicht von jedermann vereinnahmt werden. Aber umgekehrt gestehe ich meine Solidarität mit ihm ganz gerne: Ich tue mich manchmal auch schwer mit Lesen.
Bis bald
Moritz Leuenberger
PS: Dieser Blogbeitrag blieb nicht ohne Folgen. André Reithebuch hat sich über meine Unterstützung sehr gefreut und mich im Bundeshaus Nord besucht. Wie unsere Begegnung verlaufen ist, lesen Sie unter www.blick.ch.



30 Kommentare
http://arslibertatis.com
Der Mann war neun Jahre in der Staatsschule und kann immer noch nicht lesen?
Kinder gehen neugierig und wissbegierig in die Schule rein und neun bis circa dreizehn Jahre später kommen sie lesemüde und lernunfreudig wieder raus?
Wäre es nicht Aufgabe der Schulen, ihnen das Lesen beizubringen und ihre Neugierde beizubehalten, ja gar noch zu verstärken?
Wenn ja, dann haben unsere (staatlich-politisch geplanten) Schulen auf ganzer Linie versagt.
(Der Herr Mister Schweiz sollte seinen ehemaligen Lehrern einen gepfefferten Dankesbrief schreiben.)
http://infomagazin-nachlese.blogspot.co
http://blog.4st.ch/?p=2641
Mich interessiert nicht wirklich, ob jemand Mühe mit lesen oder schreiben hat, wenn das sichtbare Herz genügend mitzuteilen vermag.
Ich erinnere mich kaum an vieles was der Deutsche Kanzler Willi Brand so geschrieben hat, aber das Bild wo er kniend in Polen vor dem Soldatendenkmal um Verzeihung bat, hat für mich mehr Geschichte geschrieben als Schrift je hinzuschreiben vermag.
Diese Geste des Herzens hat die Welt verändert und war ein Anstoss um schliesslich den kalten Krieg zu überwinden. Gorbi jedenfalls war tief beeindruckt davon, etwas das Jahre später die Hinwendung zur Offenheit...Glasnost und Perestroika … geführt hat.
Solche Mitteilungskraft vermisse ich übrigens Heute in der Politik, vor allem bei Diskussionen rund um unsere Sozialwerke und die Finanzen.
Zu ihrem Kommentar folgendes:
1. Comparaison n'est pas raison. Nur weil es auch leseschwache oder lesefaule Parlamentarier gibt, ist damit nichts über die Schwäche des Mr. CH gesagt.
2. Ich halte es trotz allem für ungeschickt und unschön, wenn der angeblich schönste Mann der Schweiz so ein Defizit hat. Immerhin soll der Mr. CH nicht nur einfach ein Stück "Körper" sein, sondern auch etwas darstellen als Mensch.
3. Die Haltung "Ich habe eine Lese- und Schreibschwäche, und ich stehe dazu" finde ich in diesem Kontext deplaziert. Mit dem Ich-steh-dazu-Argument kann man heute ja schon fast alles schönreden. Der Mr. CH hat aber klar eine repräsentative Funktion in unserer Gesellschaft. Und er ist eine Identifikationsfigur gerade für Jugendliche. Dass er in der Bildungsnation Schweiz mit einer Bildungsschwäche punktet, ist somit bedenklich. Solche Aspekte sollten bei der (internen) Selektion besser beachtet werden. Sonst heisst es dann bald: Nun ja, er kann halt nicht gut lesen und schreiben, dann muss er eben schön sein, um es zu etwas zu bringen im Leben...
4. Ihre Solidaritätsbekundung mit ihm ist recht nett. Aber ihre phasenweise Lesemüdigkeit hat - so nehme ich an - gar nichts mit einer echten Lese- und Schreibschwäche zu tun. Das ist höchstens die verständliche Projektion eines Menschen, der ständig Unmengen lesen muss. Dies ist aber etwas ganz anderes als die selbstverschuldete Unfähigkeit, nicht richtig lesen oder schreiben zu können.
Leseschwäche ist keine Bildungsschwäche, so wie es keine Bildungsschwäche ist unmusikalisch oder unbeweglich zu sein. Lesen ist ein Kulturgut, eine Kunst, die man bis zu einem gewissen Grad trainieren kann.
Lesen und Schreiben sind vollkommen künstliche Fähigkeiten, Künste also! Etwas, was sich Menschen ausgedacht haben und das keineswegs natürlich ist. Schwierigkeit mit dem Lesen und dem Schreiben zu haben ist keine Minderbildung, kein Versagen des Bildungssystems, keine Dummheit sondern einfach einen Gegebenheit. Wie es eine Gegebenheit ist, dass manche Menschen ihre Beine nicht hinter dem Kopf verschränken können. Selbst damit kann man leben lernen.
Und wie Sie richtig schreiben, was nützt es, schnell lesen zu können, wenn man nicht in der Lage ist, den Inhalt zu erfassen?
Ich kenne einige Menschen, die extrem schnell lesen können, keiner von ihnen kann hinterher sagen, was genau in dem Buch stand oder wie sich die eventuelle Handlung konkret entwickelt hat, allenfalls worum es in groben Zügen ging. Das ist allerdings ein Manko, für welches es nicht einmal einen Fachbegriff gibt, man kann sich also nur schwer dazu bekennen weil man es nicht einmal benennen kann.
Ausserdem kenne ich höchstintelligente Menschen, teilweise Akademiker, die eine verbriefte Lese-Rechtschreib-Schwäche haben. Das ist in diesen Kreisen gar nicht selten. Was ich persönlich ganz logisch finden. Man kann nicht für alles gleich begabt sein.
Im Übrigen betrachte ich es als erhebliche Bildungsschwäche, Lesen und Schreiben als Einheit zu betrachten. Jemand der schlecht lesen kann, kann unter Umständen ohne weiteres schreiben und umgedreht. Lesen hat mit Schreiben nur sehr wenig zu tun. „Gut Lesen“ hat mit „Gut Schreiben“ gar nichts mehr zu tun.
Ob es sich bei dem Herrn wirklich um eine Legasthenie handelt, von der statistisch ca. 4% der Bevölkerung betroffen sind, weiss bis heute niemand. Aufgrund von dem was man gehört und gelesen hat, ist das zu Bezweifeln. Also handelt es sich doch wohl eher um eine reduzierte Intelligenz, gekoppelt mit Faulheit und Schlitzohrigkeit.
Das Verhalten des Mr. Schweiz deutet gar nicht auf eine klassische Legasthenie hin sondern ist doch eher in die Lügenverstrickung und die Vorkommnisse vor der Wahl einzureihen. Zu behaupten man sei Single, nur um den Jööhh Effekt bei den Schwiegermüttern und die Wählbarkeit zu erhöhen war gelogen! Bereits am Wahlabend wurde die Herzensdame aus dem Zylinder gezaubert. Dazu kamen eine gezielte Werbekampagne mittels e-Mails und dem Versenden von Flyern. Milde gesagt alles ziemlich berechnend und schlitzohrig. Uf guet bärndütsch gseit: Gloge u bschisse!
Kinder mit Legasthenie werden heute in unseren Schulen fast ausnahmslos entdeckt und ihnen wird durch Logopäden geholfen. Wirkliche Legastheniker sind auch überhaupt nicht weniger intelligent, das bezeugen Namen von Einstein, Hemingway, Mitterrand bis Bush II.
Dass viel mehr Jugendliche heute nicht mehr richtig lesen und schreiben können, ist wohl eher eine Zivilisationskrankheit und auf Verwahrlosung, allgemeine Volksverdummung - nur noch vor der Glotze oder der Playstation hocken - zurückzuführen. Früher gabs max. 1 Stunde Fernsehen pro Tag. Heute hocken Jugendliche 4 -6 Stunden täglich vor der Glotze oder ihrer Playstation und den Rest der Wachzeit dröhnen sie sich die Birne mit ihrem i-Pod zu! Das ist doch die Realität und da muss angesetzt werden. Eine allgemeine Wertediskussion über Dinge wie Pflichterfüllung, Disziplin, Verzicht, Anstand, Moral etc. wäre dringend notwendig!
Das wäre der Auftrag - gerade auch an die Politik! und nicht den auch hier total unangebrachten und naiven Jööhh Effekt!
Dies hat mich an Ihren Buchtitel "Die Rose und der Stein" erinnert. Was ist der Unterschied ?
"Schere, Stein, Papier" ist dynamisch. Jede Hand kann gewinnen. Die Schere schneidet das Papier. Das Papier wickelt den Stein ein. Der Stein bricht die Schere.
"Die Rose und der Stein" ist statisch. Beide sind etwas für sich, aber nichts zusammen (ausser der Steinrose in der Gotik, die Sie vielleicht meinten in Ihrem Buch - ich habe es (Dyslexie, Dyslexie !) nicht gelesen).
Ist es besser schön zu sein oder klug ? Kann bei dieser Frage überhaupt etwas herauskommen ? Frust ist programmiert.
Was ist mit klug, schön und tüchtig ? Die Klugheit liebt die Schönheit. Die Schönheit wählt den Tüchtigen. Der Tüchtige strebt nach Klugheit. Alles kommt in Bewegung.
Intellektualität leidet an den Gegensätzen. Einer giftelt: "Du bist schön, aber dumm". Der andere tröstet: "Du bist dennoch liebenswert".
Das volle Leben will aber keinen Trost, es will Bewegung. Lesen ist wie Denken. Worte reihen sich ein und bilden Inhalte. Niemand, der sprechen kann, kann "Nicht-Lesen", wie das Wort "Dyslexie" suggeriert.
Kommt das richtige Buch, der richtige Lehrer, ist die Störung wie weggewischt. Der Stein kommt ins Rollen. Die Rose, die unter dem Stein verborgen war, beginnt zu wachsen.
(Sollten wir etwas mehr "Schere, Stein, Papier" in der Politik haben ? Weg mit dem Klassenkampf, her mit den Inhalten. Sind sie gut gewählt, beginnt das Rad zu drehen.
Und nicht vergessen dreimal zu drehen. Mehr Chancen machen gleicher.)
Abgesehen davon teile ich die Meinung von "blogwatch" und ich bin der Ansicht, dass jemand, welcher die Schulpflicht absolviert (jedoch nicht erfüllt!), sprich, sich "durchgemogelt" hat, keine Vorbildwirkung haben kann. Genau das aber ist eine der Aufgaben eines Mister CH - oder hab ich da etwas falsch verstanden?
Vielleicht kann sich der junge Mann mit "Buch" im Namen (!) jetzt doch endlich durchringen, richtig Lesen und Schreiben zu lernen - Schönheit vergeht...
Ich kann dir ausnahmsweise zustimmen.
Bezüglich der Massnahmen bin ich allerdings etwas ratlos:
Wie will man den Jungen "Pflichterfüllung, Disziplin, Verzicht, Anstand, Moral" (vielleicht noch Verantwortung?) beibringen, wenn sie dauernd der galaktischen Reizüberflutung ausgesetzt sind, und ihnen unsere angeblichen Eliten genau das Gegenteil vorleben?
Das Rhetorische wäre ja noch das eine, aber die Damen und Herren Nationalratsmitglieder, die man da so hört, würgen ja oft ganz eigenartig konstruierte Sätze hervor. Das gleiche gilt für Nachrichtensprecher und Zeitungsredaktoren.
Und dann kommen noch so Schreibtischattentäter mit einer hirnamputierten Rechtschreibereform!
Ob Mister Schweiz oder Miss Universe: Äusserlich perfekt müssen sie schon sein. Eine Leseschwäche mag da noch hingehen - aber ein stotternder Kandidat? Redeschwäche? Gaahts no?
Ich persönlich habe keine Mühe, Texte zu lesen. Aber ein "Computer Illiterate" bin ich trotzdem; mehr oder weniger. Gehöre zu den Computeranalphabeten. Kann gerade mal einen Blogkommentar schreiben.
Vor langer Zeit gab es noch keine Wettervorhersage. Weder im Radio noch im Fernsehen. Doch soll es Bauern gegeben haben, die sind morgens zur Tür hinaus, haben einen Blick auf die Wolkenformationen am Himmel geworfen, und wussten wie das Wetter wird. Sie konnten das alles "lesen".
Es gibt Leute die lesen Körpersprache. Eine Handhaltung, ein beobachtetes schiefgelegtes Haupt, und sie erzählen uns Geschichten über den Menschen dahinter.
Mal hat ein Graphologe meine Handschrift gelesen. Was er alles herausgelesen hatte, das hat mich schon erstaunt, weil es so zutreffend war. Ich erspare Ihnen jetzt die Kaffesatzleser und das Orakel von Delphi.
Leseschwäche? Eigentlich nichts aussergewöhnliches. Eine unermessliche Zeichensprache umgibt uns. Sind wir nicht alle Legastheniker?
Dieser Mann braucht unser Trost nicht, da dieser in der Regel das Gegenüber schwächt und die Ungleichheit verstärkt.
Wir machen uns stärker, wenn wir das Gegenüber als Opfer (der Schule, der Gesellschaft, der eigenen Motivation, etc.)abwerten.
Im Gegensatz zu einigen anderen Schreiberlingen verzichte ich bewusst auf eine undifferenzierte Ferndiagnose.
Es entstehen klassische Stereotypen die unreflektiert ausgetauscht werden. Fragen und Antworten bestätigen dies leider zu Genüge.
Also, lasst uns über wirkliche Stärken und Schwächen reden, ausserhalb von Rollenstereotypen.
Nicht lesen können heisst Alexie.
Und beim Weiterlesen hoffte ich dann, dass die unsäglichen und anonymen blogwatch-Worte meine Gedanken bald wieder verlassen, was sie dann auch taten...
Ich habe Ihren Kommentar verstanden. Danke. Das Y (psilon) lässt mich trotzdem nicht los. Es züngelt wie eine Schlange.
Ich schaue in meinem (alten, 1975) Lexikon nach:
"dis", (lat.) Vorsilbe mit der Bedeutung. "zwischen, auseinander, weg", "dys", (gr.) Vorsilbe mit der Bedeutung "abweichend von der Norm, miss- ("-gestaltet", meine Hinzufügung), krankhaft".
Disharmonie ist vermeidbar. Man kann üben. Sie kann sogar reizvoll sein und zu neuen Klangbildern führen. "Dys-" Harmonie ist irgendwie unrettbar.
Es erinnert mich an "Waxdumm" (sorry, lieber Wachstumskritiker): Nicht nur einmal, nein zweimal durchgestrichen. Absolut verboten. Oder an "Hartz IV": Nicht nur harzig, nein "hartzig", und erst noch auf Stufe IV, hoffnungslos sozusagen.
Warum klammern wir uns so an die Verschissenheit (kein schöner Ausdruck, ich weiss) ? Was ist mit uns los ? Warum können wir uns nicht freuen ?
Der neue Mister Schweiz ist Zimmermann. Er läuft ohne Gerüst (das kommt erst später, wenn aufgerichtet ist, noch so ein positives Wort) auf den Holzbalken herum. Er steigt auf Berge. Er sieht gut aus (was ist daran falsch ?), ist freundlich und (mein Eindruck jedenfalls) wohlerzogen.
Wozu diese Häme ? Ist das ausgleichende Gerechtigkeit, andere unglücklich zu machen, weil man selbst (ich meine es allgemein, nicht Sie persönlich) unglücklich ist ? Da kommt die ganze Wut wieder hoch über das Linksbürgertum, die ich so schlecht artikulieren kann, dieses ewige Krankreden, damit dann umso erfolgreicher (das KVG lässt grüssen) therapiert werden kann, dieses ständige "Umfairteilen", weil nichts mehr gelingen will.
Soll doch der Redaktor, der den "Fall" entdeckt hat, mit dem Zimmermann auf den Firstbalken steigen. Vielleicht kommt er dann plötzlich ins Stottern.
Ich liebe subversive Wortspielereien, wie sie in der Graffiti Szene immer wieder entstehen. Ich finde sowieso die Schweizer haben eine gehörige Portion Provokation nötig, um aus dem naiven Bünzlischlaf zu erwachen!
Jahrelang standen die beiden folgenden Graffitis an einer Betonwand einer stark befahrenen Strassenkreuzung:
PATRIARSCH UND PATRIDIOT
und der zweite, ganz zum aktuellen Thema:
WER LIEST STIRBT IM BETT !
Na also, da haben wir's doch. Dyslexiker sterben in Action und wir hoffnungslosen Bücherwürmer werden im Bett dahinsiechen.
Damit wäre die Gerechtigkeit doch wieder hergestellt und auch die heile Welt des Herrn Laib im ländlichen Wila...
http://www.unwortdesjahres.org/unwoerte
Aber wow, Superbeispiel;
Subtil, suversiv, fast ein
HOFFNUNGSSCHLIMMER:
"das ewige Krank reden"
Meint er wohl
- das ewige Krankreden
oder
- das ewige krank Reden ?
LIEBER ARM DRAN ALS BEIN AB.
Da ist
gesundbeten und schönreden allemal besser.
Gegen die Autoren von dem da:
http://www.unwortdesjahres.org/unwoerter.htm
sind die Verschissenheitsfestklammerer des verhassten Linksbürgertums Schulbuben...
Gruss vom phonetisch veranlagten Waxdommsgritigga
es stand eindeutig "Krankreden"; je nach Bildschirm siehts aus wie eine Lü cke zwischen Krank und reden.
U.S. ist also (diesbezüglich) rehabilitiert, und ich bin der leseschwache Peino.
Damit setzt er einen neuen Mega-Trend, den ich sehr begrüsse : warum muss ich denn den ganzen Blödsinn lesen, den die Leute (von Politikern bis Wissenschaftlern) überall schreiben?
Dann bin ich doch lieber ein kompetenter Handwerker (Zimmermann), der nicht lesen kann, aber dafür das Rad erfinden kann (denn der Erfinder des Rades konnte ja auch nicht lesen) und gute Dialoge führen kann...
Also: toi, toi, toi Andre Reithebuch!
I love you! You will be the man of the future!!!!!
http://www.2lounge.ch
Ein super Trend den du da anpreist, nicht lesen können. Das bringt unsere Kinder bestimmt weiter im Leben! Finde es echt gut, dass du ein so tolles Vorbild bist. Von dem von dir genannten “Blödsinn” leben die Menschen. Und mal ganz streng genommen: Ohne lesen zu können hättest du ja auch nicht für André Reithebuch abstimmen können… oder wie hättest du die Telefonnummer erkannt?
Der Entdecker des Rades konnte höchstwahrscheinlech sehr gut lesen. Das Volk der Sumer erfand - so steht es in den meisten Fachbüchern geschrieben - das Rad. Du wirst nun staunen, aber die Sumer ihrerseits beherrschten die Keilschrift. Ebenso waren die Sumerer Meister der Mathematik…
Ich glaube, du solltest deine Argumente in Zukunft besser nachlesen. Ah stop, geht ja nicht. Lesen ist ja eh Scheisse. In dem Sinne, ein belesenes Leben, tom
Yupp, auf dem direkten Weg zurück zum Steinzeitmenschen! Auch Verblödete haben ein Anrecht auf ihre Idole, wer möchte das bestreiten. Die Frage sei erlaubt, ob eine liebesblinde Marianne den gleichen Kommentar schreiben würde, hätte sich ein Otto Normalo geoutet und nicht das Idol der Schweigermuttis? Wohl kaum!
Also ich finde die erniederigende Kritik an dem doch sehr sympatiscen und eigentlich sehr intelligenten jungen Mann, Andre Reithebuch völlig daneben, da frage ich mich dann wirklich, wie es denn aber möglich ist, dass z.B. so einer Frau Marianne Fassbind den Job als Finanzmoderatorin beim SF-Tagesschau bekommen konnte?
Diese Frau reisst einem nun wirklich den letzten Nerv aus, denn die kann ja wirklich nicht einmal einen ganzen Satz richtig lesen und schon gar nicht richtig aussprechen, diese Person und auch andere Moderatoren/innen beim SF oder so auch beim Tele Züri (ich möchte jetzt keine weiteren Namen nennen), die z.B. das "S" nicht aussprechen können und es so scheint, als wäre deren Zunge angeschwollen, oder diejenigen, die das "R" im Rachen rollen und es sich so anhört wie ein Kotzen, Spucken und Husten. (fürchterlich!)
Das Schlimme hier ist nur, dass gerade solche Leute den neuen Mister Schweiz auf schändlichste weise niedermachen wollen.
Die sollten sich mal selber anhören! Grässlich!
Hat eigentlich ein Bundesrat nichts besseres zu tun, als sich mit der Cervelat Prominenz zu befassen? Da erstickt ein Land im Reformstau nach innen und aussen und sieht sich mit der grössten Krise seit Jahrzehtnen konfrontiert und Herr Leuenberger kriecht diesem fürchterlichen Langweiler und Parvenue auf den Leim, der gemäss seiner Primarschullehrerin sehr wohl lesen kann aber halt immer etwäs ein Faulenzer und Schlitzohr war.
Das passt halt alles in die heutige Zeit. Tugenden wie Durchhalteweillen, Leistung, Verantwortung etc. werden höchstens noch belächelt. Es leben die Drückeberger, kleinen Bscheisserles und schlitzohrigen Optimierer!
Weit haben wir es gebracht! Kein Wunder, dass dieses Land absteigen wird und gleich mehrere Ligen, das steht für mich fest!
Die einen haben eine Leseschwäche, andere eine Sprachschwäche, wiederum andere eine Altersschwäche, etc.
Und genauso haben die selben Menschen mit ihren Schwächen auch Stäken. Die einen sind mathematisch begabt, andere sind handwerklich begabt und wiederum andere haben eine Begabung, anderen auf die Nerven zu gehen etc.
Übrigens, wer schwache Nerven hat sollte jetzt nicht mehr weiter lesen.
Es kommt doch nicht darauf an, wie schnell man lesen, oder wie gut (fehlerfrei) man schreiben kann. Wichtig ist, man beherrscht beides. Ein Buch wird ja schliesslich nicht besser, auch wenn man es noch so schnell lesen kann. Und genauso verhält es sich mit der Schrift. Schriebfelher haben nichts mit dem Inhalt zutun. Schliesslich werden auch die Bücher unserer berühmtesten Schriftsteller einer Korrekturlesung unterzogen.
Eine Leseschwäche rührt wohl daher, weil man nicht gern liest. Ja was soll's? Die einen lesen nicht gern Bücher, die anderen spielen nicht gern Fussball, wiederum andere hassen es mathematische Gleichungen zu lösen. Andere finden genau an diesen Dingen Spass. Man wird doch nur in den Dingen gut, die uns interessieren und Spass machen.
Würde ich kein Interesse an Büchern haben, würde ich heute bestimmt auch als lesefaul, oder eben als leseschwach gelten. Mein Hirn würde einfach nicht das nötige Training erhalten.
Es gibt also allerlei Schwächen und Begabungen, Dinge die Spass machen, andere die eher eine Qual sind.
Interessant dabei finde ich jedoch die Aussage von Benjamin B. über die staatlichen Schulen. Die werden nämlich damit gerechtfertigt, dass es eine Chancengleichheit geben soll.
Heute wissen wir also, dass staatliche Schulen aus unbegabten Lesern, keine begabten machen können; respektive den Spass am Lesen nicht beibringen können. Und so können diese Schulen aus begabten Mathematikern, Schreibern etc. auch keine noch begabteren machen - die lernen nämlich nichts dazu, denn oft sind die Lehrer selbst die Unbegabten. Und so haben wir dann die Chancengleichheit: Nach der obligatorischen Schule sind wir alle gleich doof. Und nicht nur dann...
Und das ist doch das Problem unserer staatlichen Schulen und überhaupt. Die nehmen keine Rücksicht auf jene Dinge die einem Spass machen und uns von 'Natur' aus leicht fallen. Die Schule zwingt uns Wissen auf. Selbst jenes was wir nicht wissen wollen und uns nicht interessiert. Wenn man also den Spass an Geographie oder Geschichte nicht in die Schule mitbringt, wird man diesen dort bestimmt auch nicht finden - im Gegenteil, wenn man dann in einem Fach, vor dem man Gräuel hat unter Zeitdruck noch benotet wird, ja dann hat's die staatliche Schule geschafft, auch das letzte Interesse an diesem Fach zu vernichten.
Die Lehrer interessiert nur, ob man sich nach ihrem Unterricht das Wissen merken konnte. Und das wird mittels Prüfungen erfahren und benotet. Man sitzt also da, vielleicht 45 Min. oder gar mehr und wird geprüft, wie viel noch vom Unterricht hangen geblieben ist. Deshalb ist ja schon die Bewertungsskala falsch, denn die Zeiteinheit fehlt in dieser Skala von 1 - 6 gänzlich. Wie seriös können diese staatlichen Schulen (und überhaupt) also sein? Quantität steht vor Qualität.
Die Chancengleichheit hört aber mit der oblig. Schule auch wieder auf. Obwohl die Universitäten vom Steuerzahler finanziert werden, hat lange nicht jeder Steuerzahler die Möglichkeit seine Schulen zu besuchen. In unseren bürokratischen Landen wird man an der Uni nicht aufgenommen, wenn man 'blöd' ist. Um diese Chance zu erhalten muss dieser ominöse Notendurchschnitt genügend hoch sein. Es ist also gut möglich, dass die grössten Durchschnittstrottel mit einem breitgefächerten Durchschnittsinteresse an oblig. Schulfächern die juristische Fakultät besuchen, währenddem das einseitig interessierte Mathe- Genie, welches sich in der staatl. Schule durchgequält hat und von den Lehrern als Lernfaul abgestempelt wurde, schliesslich in der Gosse landet.
Und es scheint auch niemand damit ein Problem zu haben, dass der Staat uns vorschreibt, was wir zu wissen und zu lernen haben. Es wird nicht einmal hinterfragt! Die richtige Organisation dieser staatlichen Schulen wird zwar immer wieder diskutiert, doch das monopolistische System an sich wird nie in Frage gestellt. Während die Geschichte voller Missbrauch der staatlichen Macht über den Lehrplan ist, hat man dies alles immer wieder vergessen und verdrängt.
Der Staat geht sogar soweit, dass nur er zu wissen scheint, wann jemand ein Arzt ist, Atomphysiker, Architekt, Manager etc. Und darum gibt es einen regelrechten 'run' auf die staatlichen Papierfetzen, denn diese garantieren einen grossen Lohn und Macht. Man muss einfach die Prüfung bestehen. Für viele ist nicht die Bildung und das dabei erworbene Wissen das Ziel, sondern nur ein Diplom.
Es gibt viele Menschen die handwerklich sehr geschickt sind und doch werden sie nie Bildhauer sein können.
Ja selbst heute wird uns seitens Politiker weiss gemacht, die Banker seien allesamt nur eine Geldgierige Brut und schuld an jeder Krise. Nun ist es interessant zu wissen, dass sehr viele von diesen Bankern vom Staat ausgebildet wurden und bestimmt irgendwo ein staatl. anerkanntes Diplom im Büro hängen haben. Die grösste Ironie aber ist, dass der Politiker hinter seinem Bürosessel wohl den selben Fetzen mit der staatl. anerkannten Druckerschwärze von der selben Kack- Universität hängen hat - genau dieser allwissende und unfehlbare Politiker soll nicht so blöd, gierig und korrupt wie sein Studienkollege sein. So erzählt man uns das jedenfalls.
Das hat uns das 'Land der unbegrenzten Möglichkeiten' voraus. Dort entscheidet nicht Druckerschwärze über den Lohn, sondern nur sein Können.
Woher weiss der Staat eigentlich wie sich jedes einzelne Individuum am besten Wissen aneignet? Woher weiss der Staat überhaupt, was auf dem Lehrplan stehen soll? Und kann dieser Moloch genug schnell auf eine veränderte Umwelt reagieren? Woher will der Staat also wissen, welches Wissen wir morgen brauchen? Soviel Wissen können doch nur die Götter besitzen. Oder vielleicht hatten unsere allwissenden Staatsdiener eine göttliche Schulbildung?
Die staatliche Bildung hat also gänzlich versagt, denn die bringt nur Idioten hervor - nicht erst seit es Mister Schweiz Wahlen gibt. Aber wie könnte es auch anders sein, denn Idioten können nur Idioten ausbilden. Heute kann jeder mit genügend hohem Notendurchschnitt Lehrer werden (oder auch Arzt, Manager etc.). Konkurrenz gibt es weder bei den Lehrern, noch bei den Schulen. Das war seit der Antike immer anders. Viele Schulen und Meister haben um die Gunst der Schüler geworben.
Es ist also kein Zufall, wenn es heute keine herausragenden Grössen mehr gibt - weder in Kunst, noch in den Wissenschaften und schon gar nicht in der Politik. Denn solche Menschen kamen noch nie aus dem Einheitsbrei, welcher die staatlichen Schulen hegen und pflegen. Und damit kreative Köpfe und Querdenker schon im Kindesalter auf die Idealvorstellungen der staatlichen Kollektivgesellschaft angepasst werden können, dafür hat der Staat längst gesorgt. Der Kreislauf der Idioten ist entstanden. Da wundert es mich nicht mehr, wenn alle den Staatsglauben praktizieren.
Fazit: Unsere staatliche Bildung ist wirklich gratis; also umsonst.
Einen schönen Tag
Mr. Pink
http://www.paramantus.net/?p=412
Grüße aus Deutschland.
Ich kann mich der Mehrheitsmeinung der hier platzierten Kommentare nur anschliessen:
1. Ja, es ist ein Makel, nicht schreiben oder lesen zu können! Die Tatsache, dass dies möglich ist in unserem Land, lässt auf eklatante pädagogische und soziale Schwächen des Lehrer von Hr. Reithebuch hin. Auch das elterliche Interesse an einer optimalen schulischen Bildung ihres Sprösslings darf hier in Frage gestellt werden. Hr. Reithebuch hat keinerlei nachgewiesene Behinderung oder Einschränkung, die im das Erlernen der deutschen Sprache in mündlicher und schriftlicher Form verunmöglicht hätte. Dass er mit dieser Faulheit/ Bequemlichkeit in aller Oeffentlichkeit kokettiert und dabei noch bundesrätliche Unterstützung erfahren darf zeugt von einem unglaublichen politischen Dilettantismus Ihrerseits. Was bin ich heute froh, in der Schweiz kein Bildungsministerium zu haben. Der Gedanke daran, dass Sie dieses Ministerium führen könnten, macht mir extrem Angst! Ich kenne als langjähriges Mitglied von Schulbehörden die täglichen Anforderungen von involvierten Personen und es gibt die Leseschwachen sicherlich. Auch jene, die einfach länger haben, etwas zu verstehen. Nicht jede/r ist gleich gesegnet. In dem vorliegenden Fall aber eine Frechheit, diesen Vergleich ziehen zu wollen.
In Bezug auf die Einleitung Ihres Blogbeitrages betreffend Tele Züri: Das ist ja wohl der Sender, der Ihnen nicht nur einmal in aller Oeffentlichkeit den Spiegel vorgehalten hat! Erinnern Sie sich an Ihre damaligen Ausraster mit beleidigenden Aeusserungen gegenüber Verantwortlichen dieses Senders anlässlich eines geplanten Interviews mit Ihnen? Der dort von Ihnen der halben Schweiz präsentierte Wortschatz (Scheisssender; Scheisse; Wald-und Wiesenfernsehen usw.) sind ein gutes Zeugnis Ihres Bezuges zur deutschen Sprache wie auch ein optimaler Beleg dafür, dass Sie andern gerne den Spiegel vorhalten, wenn es um Anstand und Respekt geht. Man hat genug Erfahrung mit Ihnen, sei es als Justizdirektor des Kantons Zürich oder als Bundesrat, um sicher zu sein, dass Ihre eigens ständig reklamierten Regeln für andere aber nicht für Sie gelten. Sie können es in Bezug auf Privatsender einfach nicht unterlassen, ständige Seitenhiebe auszuteilen. Dies vor allem bei jenen, die Ihnen schon mal auf die Schliche gekommen sind!
Auch frage ich mich je länger je mehr, wieviel Zeit Sie beim Bloggen verbringen? Es gibt Politiker in weniger anspruchsvollen Positionen, die diese Zeit aufgrund der hängigen Geschäfte, definitiv nicht aufbringen können. Sie werden aber sicherlich auch auf diese Frage eine tolle, rhetorisch gekonnte Antwort auf Lager haben?!
zu Ihrem Artikel "Soll das Minarett-Plakat verboten werden?" möchte ich Sie auf ein Gedicht von Goethe aufmerksam machen, der in gleicher Weise wie Sie auf die ungute Wirkung von Bildern hinweist:
Dummes Zeug kann man viel reden,
Kann man hören und auch lesen,
Wird weder Geist noch Seele töten,
Es wird alles beim Alten bleiben.
Dummes aber vors Auge gestellt
Hat ein magisches Recht,
Weil es die Sinne gefangen hält,
Wird der Geist ein Knecht.
Aus:
Zahme Xenien II
Mit Bakis' Weissagen vermischt
Mit freundlichen Grüssen
Helmuth Poehls