Kritikaster und Kolumnisten

© GETTY / Peter Macdiarmid
[Version française: Critiqueurs et autres éditorialistes]
Einige der letzten Kommentare rechnen anderen hämisch vor, wie sie, die sie sich bemühen, ein Teil ihres privaten Lebens ökologisch zu gestalten, letztlich eben doch inkonsequent blieben.
Wenn wenigstens eine Alternative, eine bessere Idee präsentiert würde. Aber nein, es bleibt beim genüsslichen Vorrechnen, dass konsequentes ökologisches Verhalten gar nicht möglich sei, dass auch die, welche Strom sparen, umweltschonend Auto fahren oder kein Fleisch essen, beteiligt seien an der Zerstörung unserer Umwelt.
Gewiss leben wir in einer derart vernetzten Welt, dass wir mit allem, was wir essen und trinken, indirekt beitragen zu grauer Energie, indirekt von Kinderarbeit in Entwicklungsländern profitieren, Produkte konsumieren, die dank der Zerstörung von Regenwäldern entstanden. Oft wissen wir das alles gar nicht, denn wir können die komplizierten Zusammenhänge kaum erkennen und je mehr wir die realen wirtschaftlichen und politischen Verwebungen entwirren wollen, desto hilfloser verstricken wir uns selber. Und tragen nicht auch die Nacktwanderer Schuhwerk, für dessen Leder ein Tier sein Leben liess oder dessen Sohlen aus Kautschuk gefertigt sind, der wiederum eine Bedrohung von Tierarten darstellt? Es gibt eine Nummer von Franz Hohler über einen, der es konsequent versuchen will und am Schluss im Urwald landet und auf den Bäumen lebt.
Kann denn einer Idee oder einem Aufruf jede Glaubwürdigkeit schon nur deshalb abgesprochen werden, weil sein Urheber als Mensch eben auch in die globale Abhängigkeit verstrickt ist? Dürfte also, wer selber Auto fährt, gar nicht mehr die Reduktion des Autoverkehrs empfehlen? Und darf das Bemühen, einen eigenen kleinen Beitrag an eine Welt, wie wir sie uns vorstellen, nur deshalb lächerlich gemacht werden, weil er so klein ist?
Ich habe noch im Ohr, wie einem fünfjährigen Buben, der sein Taschengeld für Elefanten in der Serengeti spenden wollte, vorgerechnet wurde, so wenig Geld nütze gar nichts, die Überweisungsspesen seien grösser als der Betrag, und wie dem Kind so jeder Mut genommen wurde, selber etwas Sinnvolles für die Welt zu tun. Ich kenne die Argumentation gegenüber denen, die sich im eigenen Verhalten um Reduktion des CO2 Ausstosses bemühen: „Nützt alles doch nichts. Seht doch mal den CO2 Ausstoss in indischen Städten.“
Einerseits wird jedes individuelle Bemühen der Lächerlichkeit preisgegeben, weil es die ganz grosse Veränderung nicht schaffen kann und andererseits wird jedes Bestreben nach systemischer Änderung als unglaubwürdig hingestellt, weil die Urheber der Idee diese nicht gleich selber als gute Beispiele vorleben.
Ist das letztlich nicht ein nihilistisches Denken? Was bringt es, jede Idee mit ihrer Unvollkommenheit zu konfrontieren, und es genüsslich bei dieser Feststellung zu belassen, ohne selber an einer besseren Lösung zu helfen?
Da lob ich mir all die Menschen, die sich einsetzen mit eigenen Beiträge, und seien sie noch so klein, mit eigenem Verzicht, und sei er noch so unvollständig, mit eigenem Verhalten, selbst wenn sie dabei inkonsequent bleiben. Da lob ich mir all die Menschen, die Ideen und Visionen entwickeln und wagen, sie politisch umsetzen zu wollen, selbst wenn sie dabei scheitern. Sie sind mir lieber als die zynischen Kolumnisten und Kommentatoren, die sich genüsslich zurücklehnen und immer schon wussten, dass man die Welt nicht verändern kann.
Bis bald
Moritz Leuenberger



66 Kommentare
Autsch, moritz,
ich fühle mich erwischt. ich war (und bin es wahrscheinlich immer noch) einer derjenigen welchen.
ich versuche mich zu bessern!
dein beitrag zur verbesserung kannst du wahrscheinlich nicht messen... er ist definitiv grösser als der meinige (als bloger, bundesrat sein, früher im nationalrat usw...)
ich lese deine beiträge gerne, lieber als die (teilweise langen) kommentare.
freue mich auf weitere
gruss p
http://www.spiriforum.net
gibts eigentlich noch kein Gesetz gegen diese Sorte geistiger Umweltverschmutzung?
- oder vielleicht besser doch nicht, Bürokratie haben wir schon genug. Noch mehr Gesetze helfen da wohl auch nicht.
Dann wohl eher mehr Lebensfreude, wie jene der beiden nackten Wandervögel, die haben sicher ihren Spass an den Blicken der Leute, die ihnen begegnen *g* - und tun damit wohl mehr für eine bessere Umwelt, als wenn sie noch auf ihre Leder- und Kautschukschuhe verzichtet hätten.
grüsse, barbara
Verzicht ist das eine, Umstrukturierung das andere. Jedes System hat ein Verzichtpotential. 10% Verzicht ist cool, etwa der Verzicht auf Fleisch an einem mehr oder weniger opulenten Anlass (ich will gar nicht kritisieren) wie einem Mitarbeitertreffen in Glion oder einem IPCC Meeting in Genf. 20% Verzicht braucht etwas Aufmerksamkeit, ist aber noch ohne wirkliche Einbussen machbar. 30% Verzicht sind happig, 40% vielleicht das, was in einer ernsthaften Krise noch möglich ist, ohne dass das zugrundeliegende System kollabiert.
Ich glaube nicht, dass man ernsthafte Zivilisationsprobleme wie etwa den Peak Oil oder die wahrscheinlich notwendige Umstrukturierung der Stromversorgung von wenigen grossen auf viele miteinander vernetzte kleine Produzenten, die zudem sehr asynchron produzieren, mit Verzicht lösen kann. Aber es ist gut, dass es die Möglichkeit des Verzichts gibt, da damit Perioden des Mangels und der Veränderung (vielleicht, hoffentlich) ohne grössere Schäden überstanden werden können.
Aber die Politik muss nicht Verzicht predigen. Sie kann ihn vorleben und unterstützen. Aber ihre wirkliche Aufgabe besteht darin, die Umstrukturierung vorauszusehen, zu begleiten und mit guten Rahmenbedingungen zu fördern.
(Also so ein Lied kann man hier natürlich nur ansatzweise rüberbringen.)
http://infomagazin-nachlese.blogspot.co
Der Unwissenheit kann man im Prinzip nur zustimmen. Mit dem Jungen sprechen sie mir aus dem Herzen. Hier die soziale Verantwortung von Banken, dieses Geld ohne Spesen weiterzuleiten. Abgesehen davon, gäbe es auch in der Schweiz genug Bedarf, wenn auch mit kleinen Beträgen innovative Projekte auf die Beinen zu stellen.Gerade im Sozialbereich haben wir die Erfahrung gemacht, dass hier die Parteien abblocken. Wenn wir die Projekte zum CO2ausstoss unabhängig der Politik und dem Kommerz auf die Beine stellen könnten, wäre schon ein erster Schritt getan.Leider möchten alle Beteiligten auf ihre Art Recht haben und im Rampenlicht stehen.Und das geht mal nicht zusammen.
Aufklärung müsste auf sachlicher Basis passieren. Emotionen sind das Salz in der Suppe. Man kann diese allerdings auch versalzen.Fortschritt hat seinen Preis. Dies zu erkennen wäre schon der erste Schritt. Wo gehobelt wird, fallen Späne usw. Fairplay in alle Köpfe das Dritte.
Dafür bewundere ich Sie.
Was es bringt? Eigentlich eine Menge. Ich fühle mich gut. Dank der öffentlichen Verkehrsmittel lerne ich mehr Leute kennen und die meisten treffe ich auf der Strasse. Ich erspare mir viel Autofahrerärger. Ich kenne die Region und vieles aus der Schweiz und den Nachbarländern.
Wichtig ist mir, was ich für die Umwelt mache. Die anderen kann ich eh höchstens als Beispiel beeinflussen. Es ist mein Gewissen, das sich besser fühlt. Es macht zudem garantiert mehr Spass als organisierte, dumme Süd-Strandferien, stundenlanges Fernsehen oder sinnlose Supermarkt-Einkaufstouren. Damit wird die „gewonnene“ Zeit heute doch meist einfach wieder vernichtet.
Wenn nicht wir beginnen, in unserem heute reichen Land, wer dann sonst? Leisten wir uns doch die bessere Umwelt. Weniger Abgase, weniger Lärm, weniger Gift, weniger Abhängigkeit … mehr Leben.
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Leider bin ich auch ein Opfer der illegalen Südanflüge. Wann muss diese grösstenteils überflüssige Spass-Flugindustrie für ihren Umweltschaden aufkommen? Die zahlen nicht mal Kerosin-Steuern!
Ich fühle mich vom Staat total veräppelt. Auch dann, wenn man den lächerlichen Beitrag an die Einspeisevergütung sieht. Oder erst recht, wenn man die AKW Lüge immer wieder hört. Wann entwickelt die Politik einmal Verstand und Vorbild?
Sie sprechen das schonungslos und deutlich aus, was ich und viele andere hier schon wesentlich umständlicher zu sagen versuchten.
Mal sehen, was sich die Profi-Verreisser und Amateur-Nihilisten diesmal für eine Masche ausdenken.
Herr Bundesrat
Ein Volk von...äh.... rund 7.5 Mio soll es den restlichen...ähm... Milliarden vormachen? Wenn das mal gut geht ...ähm... ist man versucht zu sagen. Wer jetzt an den ....äh.... Jahrhundertmatch Schweiz-Luxemburg denkt ...ähm....soll sich schämen.
Aber sie haben natürlich ...äh... recht mit ihrer ...ähm... Anal-yse. Geht den meisten am ....äh.... Hintern vorbei. Sollen doch die anderen mal etwas ...äh... tun, die sind ja schliesslich in der ...ähm.... Überzahl.
Tiere lassen das ...ähm... Leben nur für meine Schuhe? Da muss ich mich aber ...äh.... fragen, ob ich jetzt nicht zum ....ähm.... Hinduismus konvertieren soll. Mal schauen wie ich rasch zu ein paar ....ähm.... Holzschuhen komme. Halb Holland war ...äh.... hier in der Schweiz, aber ein paar ...ähm.... Tausend solcher ...äh.... Holzklötze wie sie bei ihnen zu Hause getragen werden, hätten sie uns doch auch ....ähm.... bringen können. Als Entschuldigung für den ...ähm....Lärm den sie vor Ihrem ....äh.... Office in Bern veranstaltet haben z.B. Bei uns ist dieses ...äh.... Handwerk schon lange ....ähm.... ausgestorben, leider. Aber, wer weiss, vielleicht kommt jetzt jemand auf die ...äh... Idee und stellt sie bald wieder her. Die ...ähm....Grünen vertreten ja schliesslich 11% unserer ...äh.... Bevölkerung und ...ähm.... Ballenberg existiert noch immer.
Ja die Amis (Canadier) haben’s ...ähm...voll drauf. Die haben uns doch so ...ähm... Farbenprächtige alternative ....ähm... Schlarpen geschenkt. Jawohl geschenkt, wenn man die ....äh.... Preise mit dem herkömmlichem ....ähm....Schuhwerk vergleicht. Ganz OHNE ...äh.... Leder und nicht mal ...ähm.... Gummisohlen. Weshalb verordnet ...ähm.... Bundesbern nicht der ganzen Schweiz solche ....ähm... Laufturbos? Wäre doch ein guter ...ähm... Beitrag zur Lösung gar so vieler ...ähm.... Umweltprobleme. Nicht?
Wir, oder besser die ...ähm.... „Zivilisierte Welt“ haben es geschafft der ...ähm....Natur (Inklusive Tiere in den Plantagen) etwas Ruhe durch ....ähm..... Naturgummiersatz zu verschaffen. Die ....äh.... Pneus unserer Fahrzeuge und auch die ....ähm..... Schuhsohlen sind schon seit geraumer Zeit durch ....ähm.... Synthesen ersetzt. Falls das irgend jemanden interessiert. Heisst aber nicht, dass das jetzt ....ähm.... Bioprodukte sind!
Das Cern verbraucht soviel ....äh.... Energie wird gemotzt. Man soll die ....ähm.... Universitäten gefälligst stärker ....ähm....Finanzieren und ...äh.... Grundlagenforschung betreiben meinen andere. Als ob das ....ähm....Cern für neue Erkenntnis ...äh....überflüssig und nur zum ....ähm... Vergnügen einiger abgehobener ....äh.... Physiker herhalten muss. Dasselbe gilt für die ....ähm.... Medizin- und Gentechforschung. Alles unnötig und verbraucht zu viele .....ähm....Ressourcen. Sparlampen werden entwickelt und niemand ....ähm.... will sie einsetzen. Keine KKW’s aber ....äh.... Zugfahren möchte man als ....ähm.... Alternative zum privaten ...äh.... Auto.
Herr Bundesrat Sie haben ....ähm.... einen Undankbaren Job, abgesehen davon, dass er ....äh..... doch noch anständig bezahlt ist. Finden Sie sich einfach mit den ...ähm.... Gegebenheiten ab und machen Sie sich keine ....ähm.... Sorgen. Zukünftige .....äh.... Generationen werden ...äh....alles was ihnen .....ähm.... Teuer ist schon deichseln. So wie Sie die ....äh....Hinterlassenschaft Ihrer ....ähm.... Vorgänger zu korrigieren versuchen.
Irgendwie werde ich den ....ähm.... Verdacht nicht los, dass Sie dieses ....äh.... Foto mit einem gewissen ....ähm.... Hintergedanken hier angehängt haben, aber ich versichere Ihnen ....ähm.... ich erzähl’s niemandem.
Ich wünsche allen ...ähm...Buschmännern/frauen, den Blue-und Whitemong, den Massai und den Bewohnern von ...ähm.... Ballenberg alles Gute für die ...äh.... Zukunft und bitte sie der Zvilisation keine ...ähm.... Chance zu geben.
...ähm.... haben solche ...äh....Völker eigentlich das Recht ein ...ähm... Volk zu sein, oder gilt das ...ähm.... Völkerrecht nur für „zivilisierte“ ...äh...Völker?
Mr. Toe ;-)
http://blog.4st.ch/
Das Auto habe ich verkauft. Wer fragt ob man sein Auto verkaufen müsse um am Autoverhalten der Bürger rumzunörgeln, liegt daher absolut richtig, aus meiner Sicht.
Ausnehmen möchte ich jene, welche auf ihr Auto aus Lebensnotwenigkeit nicht verzichten könnten. Das Lebensbejahende ist nicht immer einfach, man muss es jedoch selber vorleben.
Vor Monaten habe ich hier davor gewarnt Gelder der AHV an den Börsen anzulegen. Gewarnt hatte ich vor dem drohenden Kollaps des Spekulations-Bubble.
Und ja… tatsächlich Herr BR Leuenberger, nur wer sein Geld in wirklich reale Produktion steckt, der darf glaubwürdig genug mit dem Zaunpfahl drohen.
Wer nicht aus eigenem Handeln hervor erweisen kann, dass seine Existenz Glaubwürdig vor dem Betrachter erscheint, dessen Worte sind Schall und Rauch in der Politik.
Natürlich warne ich hier weiter vor Privatisierungsvisionen und Rentenspekulation.
In meinem neuen Blog werde ich jedoch das Gegenteil tun, ich empfehle ohne Hemmungen die Beschleunigung selbstzerfleischenden Verhaltens, des Selbstbetrugs und hofiere die politische Lüge. Dies mache ich weil die Zeit dafür spricht so zu handeln. Durch das Anpreisen des Zerfalls ermögliche ich die Aufmerksamkeit auf das leibhaftige Verhalten vor dem Hintergrund leerer Versprechungen.
Es tanzt der Narr durch die Wandelhallen des Bundesrat Blog, er trifft auf einen Nihilisten der gegen Nihilisten wettert, weil er nicht erkennt dass er (wie im Roman Zarathustra von Nietzsche) er als "Übermensch". Der Übermensch nach Nietzsche stellt eine radikale Lebensbejahung als Gegenentwurf zum Nihilismus dar.
Doch im Übermenschen versteckt sich der Nihilismus als negative Kraft seiner selbst, die der "Übermensch" schliesslich ausserhalb seiner selbst heraufbeschwört, indem er Forderungen stellt die niemand erfüllen kann, und er selbst nicht daran denkt sich selbst so zu erfüllen.
Anstelle das nahe liegende zu erledigen, schwebt er in höheren Sphären und versucht sich als lebensbejahender Gott, dem niemand folgen will und kann.
Das Drama endet in einem tatsächlich leider den Nihilismus fördernden Konflikt, in welchem sich die Politik hierarchisiert und dem Bürger die Handlungsmöglichkeiten entzogen wird.
Wenn sich zum Beispiel die Wahlempfehlung des Bundesrates zur Stromliberalisierung als Hindernisfaktor zur Solarstromproduktion entpuppt und die Preise für den Verbraucher von erneuerbaren Energien nächstes Jahr um Faktoren erhöht, dann muss ich dem Bundesrat den Narrenspiegel vorhalten.
Wenn das vermeintlich Gute sich als irreale und sich selbst negierende Übermenschenidee entpuppt, die aus der Idee entspringt dass die Privaten unser aller Vorteil vermehren und nur Gutes für uns wünschen wollen, dann bläst der Narr mit seiner Narrenpfeiffe vor dem Verehrtesten.
Dies ist einer der besten Beiträge, die Sie bisher in Ihrem Blog geschrieben haben! Danke dafür.
Viele Grüsse
I. Gärtner
Kann mich erinnern an einen der zwei Rückflüge von Südostasien zurück nach Europa. Wir flogen quasi ständig dem Morgen entgegen. Ich sass am Fenster, eigentlich wollte ich nicht zurück und doch. Plötzlich ging mir das so nahe, man sah die Sümpfe vor Bangladesh, die Wüsten später wie in der Nähe des Irans etc. Ich habe meinen Kopf zugedeckt, um andere nicht zu stören, aber ein Guckloch zur Welt zu haben, für mich. Weiss nicht mehr genau, wo die Linie durchging, aber ich war ergriffen, stundenlang tropften Tränen über mein Gesicht, so etwas hatte ich noch nie gesehen. Und ich bildete mir ein, dass dieses ständige Geborenwerden und Sterben von Menschen das schönste und zugleich traurigste Nebeneinander sei, was diese Welt je gesehen habe.
Ich habe Mühe mit dem Foto, da es mich an Fotos von Flüchtlingen erinnert. Deren Körper ist verhüllt, so gut es nur geht. Dafür sind sie oft barfuss. Einen Rucksack haben sie nicht. Und wenn sie einen hätten, wären nicht die Kleider drin, sondern die Schuhe, oder was von ihnen übrig blieb.
http://images.google.ch/images?gbv=2&am
http://autofahrer.wordpress.com/
Ihre Kritik ist doch etwas zu pauschal. Nicht alle finden Verzicht den richtigen Weg in die Zukunft. Ich kann da Herrn Schäfer nur zustimmen. Und wenn alle nur verzichten, wo bleibt dann Wachstum und Wohlstand?
Ich zeige in meinem Blog durchaus Alternativen auf und kritisiere nicht nur. Diese Alternativen werden aber Ihnen wahrscheinlich nicht passen, da sie nicht auf Verzicht gründen, sondern auf mehr Effektivität und mehr Effizienz. Mit guter Planung der Strukturen kann man oft auf unnötigen Verzicht verzichten... :-)
Freundliche Grüsse
ein Autofahrer
Herr Leuenberger, meine Krtitk betrifft nicht individuelle Bemühungen, über die jeder nach seinem Gutdünken selbst bestimmen kann. Es geht darum, dass man "individuelle Bemühungen" politisch und gesetzlich erzwingen will.
Da reisen rund 20'000 Politker, Wissenschaftler und Journalisten nach Bali, um uns dann vorzuschreiben, was wir essen, wie wir Eier kochen sollen? Wenn jede zusätzlich Tonne CO2 uns schneller dem Weltuntergang zutreibt, worauf warten wir dann noch?
Obwohl sie vom Weltuntergang überzeugt sind, kann weder Pachauri auf sein Cricket am anderen Ende der Welt, noch Al Gore auf seine dieselbetriebene Super-Jacht, sein Privatflugzeug und sein energieintensives Haus verzichten.
In er DDR wurden jahrzehntelang Bürger zur Sparsamkeit angehalten (gezwungen), während sich die Elite in ihren Ferienhäusern am schwarzen Meer vergnügte.
Es geht mir nicht um den persönlichen Verzicht, es geht mir darum, dass offenbar selbst bei denjenigen, die es besser wissen wollen/sollten, ein Streben nach Macht und Elitismus zu erkennen ist. Man predigt Verzicht und lebt im Luxus.
Übrigens: während die CO2-Emissionen kontinuierlich zunehmen, hat die globale Temperatur (was immer das ist) in den letzten 10 Jahren nicht zugenommen.
Entgegen den dunklen Vorhersagen war die arktische Nordwest-Passage diesen Sommer nicht praktikabel. Sie war es aber - mehrmals - in der vorindustriellen Ära:
"Gleich zwei Schiffe begegneten sich bei ihrem Versuch, die Nordwest-Passage aufgrund des geschwundenen Eises in der Arktis zu durchfahren.
Allerdings fand dieses Ereignis nicht im Jahr 2008, sondern im Jahr 1937 statt - übrigens eine Zeit deren Temperaturen durchaus mit aktuellen vergleichbar waren. Damals wurde dieses Ereignis noch mit der Hoffnung verbreitet, die offene Nordwest-Passage könne einen Aufschwung des Handels mit sich bringen."
Herr Leuenberger, wenn man diesen Gedankengängen konsequent folgt, müsste man der Spezies Mensch jede Existenzberechtigung absprechen unter dem Vorwand, dass sie sich der Natur bedient, um ihr Leben lebenswert zu gestalten. Zurück in die Höhle oder auf den Baum? Aber selbst unsere in Höhlen lebenden Vorfahren ernährten sich von Fleisch und "erfanden" das Feuer (=CO2).
Sie gleiten offenbar in sektiererischen Fanatismus ab. Das ist Ihnen persönlich natürlich freigestellt, in der Politik haben allerdings solche Überlegungen nichts zu suchen.
"Ich kenne die Argumentation gegenüber denen, die sich im eigenen Verhalten um Reduktion des CO2 Ausstosses bemühen: „Nützt alles doch nichts. Seht doch mal den CO2 Ausstoss in indischen Städten.“"
Herr Leuenberger, Sie wollen ein politisches Ziel erreichen, nämlich die Veränderung des globalen Klimas(!). Mit Kleckern können Sie dieses Ziel nicht erreichen.
Und selbst mit Klotzen nicht. Die Schweiz hat trotz allen Ihren Bestrebungen keinen messbaren Einfluss auf die Gesamt-CO2-Emissionen. Selbst wenn Kyoto eingehalten würde, hätte das keinen messbaren Einfluss auf das globale Klima, oder haben Sie gegenteilige Beweise dafür? Können Sie uns diese Beweise zeigen?
Die grundsätzliche Frage steht im Raum: wie gross ist der anthropogene Einfluss durch CO2 auf das globale Klima? Entgegen der verbreiteten Meinung sind die Modelle des IPCC keine Vorhersagen (nachzulesen im Bericht selbst) sondern "Was-wenn"-Berechnungen, die viele andere mögliche Einflüsse NICHT erfassen. Vergleiche zwischen den Modellen und aktuellen Messungen zeigen klar, dass keine Übereinstimmung besteht.
http://www.blog4.ymonet.ch
Verzicht ist absolut unpopulär. Ich glaube nach wie vor, dass wir erst umdenken werden (müssen), wenn es wirklich nicht mehr anders geht. Die Schmerzgrenze ist immer noch viel zu niedrig.
Interessant scheint mir da Yves Morets Kommentar. Wenn wir schon für uns die verschwenderische Lebensweise nicht aufgeben wollen, sollten wir doch vielleicht an unseren Nachwuchs denken. Aber auch diesbezüglich glaube ich, dass den meisten Eltern vollkommen egal ist, wie es der kommenden Generation einmal ergehen wird. Nach mir die Sintflut...
Gruss
I. Gärtner
Darum kam mir wohl das mit dem "Mist" in den Sinn...
>:->
Als ob in Worten nie Bilder enthalten wären...
...denkt eine Bürgerin. Und bei manchen Leuten habe ich den Eindruck, als ob sie nicht begriffen hätten, wie Kommunikation und Sprache auch tickt, es ist ein Geben und Nehmen, nicht ein Reden mit einer Wand. Auch Bundesräte sind darauf angewiesen, dass die Bürger/innen keine Einwegkommunikation betreiben.
http://blog.4st.ch/
Die Argumente von Herrn Leuenberger werden aus meiner Sicht nicht ad absurdum geführt, die Reaktion ist vielmehr seit Jahrtausenden gleich, und zugleich Heute auch ein Teil unserer Demokratie. In der Demokratie wird nämlich via Gesetze geregelt was man darf und was man nicht darf.
Bei der Moral läuft es etwas anders. Wenn die Vorbilder Auto fahren, dann will das „der Bürger“ auch so tun. Daran lässt sich durch Schwatzen nichts ändern, vermutlich nicht seit der Steinzeit. Daher sind diese Argumente nur eines, in der Realität falsch.
Wenn Argumente mit Erfahrungen aus einer Jahrtausendealten Geschichte der Menschheit zusammenstossen, dann überlebt voraussichtlich das Argument in der Durchführung den nächsten Tag nicht.
Die Menschen schwimmen vor allem mit dem Strom, ob das hier nun jemandem passt oder nicht. In der Demokratie entstehen die Flüsse in denen die Menschen schwimmen, und sie suchen darin natürlich nicht ihren Nachteil gegenüber Anderen.
Ich selbst habe zwar mein Auto verkauft, aber das zählt absolut nichts bevor nicht der Staat solches Verhalten anerkennt und die Staatsführung mit gutem Vorbild und Gesetzesvorhaben vorangeht.
„Dürfte also, wer selber Auto fährt, gar nicht mehr die Reduktion des Autoverkehrs empfehlen?“
Auf die Erfahrung aus der langen Vergangenheit der Menschheit bezogen ist das nun mal Unglaubwürdig wenn vom Bundesrat empfohlen der selbst Auto fährt, vor allem dann wenn es Unverbindlich daher kommt. Ausserdem macht dies in seiner Unverbindlichkeit jene wütend die Unabhängig davon seit langem bereit waren selber Opfer zu bringen.
Es spielt dabei keine Rolle ob ich Optimist, Nihilist, Pessimist oder sonst was wäre, diese Argumente hier von BR Leuenberger werden niemals auf fruchtbaren Boden fallen, ausser bei einer Minderheit. Prinzipiell benötigt man zur Durchsetzung einer wie auch immer gearteten Moral, dass man sie entweder selber einhalten muss, ansonsten benötigt es ein regulierendes Gesetz das für alle gilt und nichts Unverbindliches.
Schlägt der Autobesitzer ein Gesetz vor dass er auch selbst einhalten müsste, so wäre dies etwas anderes, aber eine Empfehlung ist nur heisse Luft auf Kosten Anderer.
„Einerseits wird jedes individuelle Bemühen der Lächerlichkeit preisgegeben, weil es die ganz grosse Veränderung nicht schaffen kann und andererseits wird jedes Bestreben nach systemischer Änderung als unglaubwürdig hingestellt, weil die Urheber der Idee diese nicht gleich selber als gute Beispiele vorleben.“
Die Unglaubwürdigkeitsbenennung ist nicht Nihilistisch, sondern es entspricht schlicht der Realität des Verhaltens von ca. 85 % der Bürger, und dies hat gewiss gute Gründe, gleichsam dem Verhalten von Passagieren in einem Bus die jeder natürlich einen Sitzplatz erheischen möchten. Sprechen Sie am besten nicht von den Gründen warum sie schneller waren als der Stehplatz Gast und warum sie selbst nicht stehen wollen. Das Verhalten würde ich Futtertrieb nennen und nicht Nihilistisch, dabei gelten bei uns die animalischen Gesetze des ‚Schweizer Rudels’.
Nehmen wir an Herr BR Leuenberger käme spät auf den Zug, was glauben Sie würde dann geschehen? Ich kann es Ihnen verraten, ca. 15% würden Herrn Leuenberger ihren Sitzplatz anbieten weil er Bundesrat ist und sie ihn mögen, die grosse Mehrheit würde möglichst in eine andere Richtung schauen. Würde Herr Leuenberger aber bewusst stehen bleiben, dann würde es allen Passagieren im Zug ungemütlich :)
http://www.ren21.net/pdf/RE2007_Global_
inwiefern eine Förderung der Effizienz und erneuerbare Energie in der Schweiz der Weltumwelt etwas nützt, spielt eigentlich keine wesentliche Rolle. Diese Technologien erhöhen die Wettbewerbsfähgikeit der Schweiz, fördern zukunftsträchtige Schweizer Arbeitsplätze und reduzieren indirekt die allgemeine Steuer-, Brenn- und Treibstoffbelastung und das erfreut selbst ein Nihilisten-Herz.
Die Schweiz kann Technologie aber keine Rohstoffe exportieren! Diesen simplen Fakt können auch notorische Neinsager nicht wegstänkern.
Also hier die Version aus dem Internet für Erwachsene:
Eine Frankfurterin kommt nach Köln und sieht bei einer Prozession mit sichtlichem Wohlgefallen den kleinen, weißgekleideten Mädchen zu. Endlich beugt sie sich zu einem der Mädchen hinab, streicht ihm übers Haar und sagt:
"Bist du aber ein liebes Kind!"
"Ich bin Engelchen, du Arschloch."
http://www.coole-witze.net/2027/coolewitze/witze-sammlung/kirche.htm
Ihr Beitrag: Ein erneuter Rechtfertigungsversuch ihrerseits (wie so manche Ihrer Beiträge).
„Nützt alles doch nichts. Seht doch mal den CO2 Ausstoss in indischen Städten.“
Das Paradoxe: Sie scheinen ihr Handeln in diesem Beitrag mit den selben tönen rechtfertigen zu wollen, welche Sie hier anprangern.
Aber natürlich kann ein Politiker so manches fordern, denn er ist es, der von all den gesetzlichen Ausnahmen letzten Endes profitieren wird und am wenigsten von seiner eigenen Politik, Ideologie und "Überzeugung" betroffen sein wird.
Gruss
Mr. Pink
Schämt euch.
Einige Voten könnten nicht bestürzender sein und offenbaren nichts als den Neandertaler in uns allen. 8000 Jahre Kulturentwicklung umsonst?
Wenn Andereas Stäubli sich nicht als Narr angekündigt hätte, wäre ich bestürzt:
Zitat: "Die Unglaubwürdigkeitsbenennung ist nicht N(n?)ihilistisch... ...Das Verhalten würde ich Futtertrieb nennen und nicht Nihilistisch, dabei gelten bei uns die animalischen Gesetze des ‚Schweizer Rudels’.
Im Ernst, dieses Phänomen heisst schlicht:
Nivellierung nach unten, Zelebrierung der Kulturlosigkeit.
Das Postulat lautet offenbar:
Alles menschliche Handeln richtet sich nacht dem egoistischsten, rücksichtslosesten, umweltschädlichsten, , unethischsten und verantwortungslosesten, weil profitträchtigsten Verhalten.
Wers anders will, ist selber schuld und soll die Klappe halten.
DAS ist es, was die Nihilisten sagen wollen.
Und wieder mal bin ich bei unserer Wirtschaft, unserem absolut unfreien Lügenmarkt, welcher das alles "belohnt": Hochrisikofonds, faule Kredite, Menschenrechtsverletzung, Ausbeutung, Rohstoffvernichtung, Umweltschädigung, Luft-, Wasser-, Bodenvergiftung, Energieverschwendung...
Und es gibt keinen Regelmechanismus, welcher dies innert nützlicher Frist in geordnete Bahnen lenken könnte.
Was haben Zyniker EINANDER zu sagen?
(Zuerst wollte ich DEN DA verlinken: http://www.m-e-a-l.de/schwarzer_humor3.jpg )
Werden wir doch alle Zyniker, Ignoranten, Egoisten! Wenn jeder für sich schaut, ist für alle geschaut. Los Leute! Narrt euch zu Boden oder auch zu Tode. Egal. Fun Generation or no future. Dröhnt euch an Botellons die Sinne zu und hängt euch vor die Glotze. Das gibt Arbeitsplätze.
Ich bewundere Herrn Leuenberger auch dafür, dass er sich überhaupt noch getraut, in diesem Irren- und Tollhaus etwas zu schreiben und zu sagen.
"was bringt es, jede Idee mit ihrer Unvollkommenheit zu konfrontieren?"
Es geht noch weiter: warum fühlen wir uns besser, wenn wir andere und anderes schlecht und lächerlich machen?
Spüren wir unsere eigenen Unzulänglichkeiten dann weniger?
Verhalten wir uns damit nicht wie Wölfe, die alles zerreissen, anstatt uns Giraffen, mit viel Übersicht und einem grossen Herzen als Vorbild zu nehmen?
(nichts gegen Wölfe, es geht um die Metapher)
@ artio: es gibt ein vertontes Gedicht "sag mit, wo die Neurosen blühn"
"Emotionen sind das Salz in der Suppe...."
Das sehe ich gar nicht so!
Wenn wir es linear betrachten, folgt auf jedes Gefühl ein Gedanke und auf jeden Gedanken wieder ein Gefühl usw. Beide beeinflussen sich gegenseitig. Ohne Gefühl kein Verstand sagt der bekannte Neurologe und Hirnforscher Antonio Damasio in seinem Buch "Decartes' Irrtum".
Demnach beeinflusst unser Denken unsere Gefühle und unsere Gefühle unser Denken. Somit wäre der Verstand das H2 und die Gefühle das O in der Suppe (oder umgekehrt). Über die Provenienz und die Funktionen der Gewürze und Gemüse könnten wir uns dann weiter unterhalten...
Aber ich stiess noch auf einen Witz, den ich so noch nie gelesen hatte und der mich an ein Wahlplakat erinnert, auch noch, weil das Bild darauf in der Originalversion m.W. von einem englischen Zeichner stammte (ohne Macht über das, was dann in der Schweiz geschah, manchen Dänen soll es ähnlich ergangen sein in der Hinsicht):
"Ein Soziologe, ein Physiker und ein Mathematiker ...
... fahren mit dem Zug in ein fernes Land. Kurz nachdem sie die Grenze passiert haben, sehen sie ein schwarzes Schaf.
Meint der Soziologe: "Wir können jetzt annehmen, dass alle Schafe in diesem Land schwarz sind."
Der Physiker: "Nein, das ist falsch. Wir können lediglich behaupten, dass ein Schaf in diesem Land schwarz ist."
Anscheinend hatte er aber (mal wieder) nicht gründlich genug nachgedacht.
Der Mathematiker: "Auch das ist falsch. Wir können lediglich sagen, dass es in diesem Land ein Schaf gibt, dass von mindestens einer Seite schwarz ist."
Erweiterung:
Ein Soziologe, ein Ingenieur, ein Experimentalphysiker, ein Mathematiker und ein theoretischer Physiker sitzen in einem Zugabteil auf ihrer ersten Englandreise.
Der Soziologe schaut aus dem Fenster und sagt:"Oh, wie interessant ein schwarzes Schaf"
Daraufhin der Ingenieur:"In England sind alle Schafe schwarz."
Daraufhin der Experimentalphysiker:"In England gibt es mindestens ein schwarzes Schaf."
Daraufhin der Mathematiker:"In England gibt es mindestens ein Schaf, das von einer Seite aus schwarz ist."
Daraufhin der theoretische Physiker:"In England gibt es mindestens ein Schaf, das uns aus dieser Entfernung unter diesen optischen Bedingungen schwarz erscheint."
Dem Soziologen wird es zu bunt, er zieht die Notbremse, der Zug kommt zum stehen und die fünf steigen aus, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Als sie das Tier erreicht haben stellen sie fest, dass es täsächlich auf der einen Seite weiss ist und auf der anderen Seite schwarz mit kleinen aus der Ferne nicht erkennbaren weissen Flecken. Daraufhin tritt der Bauer heran, der sich über den Aufmarsch auf seinem Feld wundert.
Der Soziologe spricht ihn an:"Komische Schafe haben Sie hier".
Daraufhin der Bauer:"Das ist kein Schaf, das ist eine Ziege!".
Wo ich das fand:
http://www.mathematik.ch/witze/#wissenschaft
Das Handeln eines Individuums ist nur ein winziger Baustein des Gesamten aber könnte theoretisch ein Vorbild für zehn weitere sein.
Bei Politikern liegt diese Zahl vermutlich noch wesentlich höher.
Deshalb kann ich das Verhalten eines Gordon Browns nicht verstehen. Bei einem 18 Gänge Menu von Verantwortungsvollen Umgang mit Nahrungsmitteln zu sprechen? Damit will ich mich aber keineswegs zurücklehnen weil ich ihn nie als Vorbild wählen würde!
Die einfachsten Dinge in Bezug auf Lebensmittel, die jeder beachten kann, aber nicht muss. Zum Beispiel beim Einkaufen: (Wenn man Fleisch einfach zu gerne hat, wie ich,) es muss nicht jeden Tag Fleisch auf den Teller, konsequente Missachtung von Fleisch aus Übersee, wenn immer möglich Produkte aus der Schweiz oder aus näher gelegenen Ländern kaufen, möglichst viele Bioprodukte, Freilandeier und nur selten Südfrüchte.
Desweiteren würde ich aus prinzipiellen Gründen die Teilnahme an einem Essen über 500Fr. pro Person ablehnen.
Die Liste was jeder für eine gesündere Umwelt tun kann, wäre noch lang.
Die Verantwortung bleibt jedem selbst überlassen.
http://blog.4st.ch/
Sie schreiben:
"Die Verantwortung bleibt jedem selbst überlassen."
Das ist sicher richtig, aber hier einige Anmerkungen dazu:
Den Nutzen dieser Aussage wage ich zu bezweifeln, weil die meisten Menschen wenig Ahnung davon haben was sie Heute und Morgen zu verantworten haben.
Alleine dadurch dass wir geboren wurden, sind wir gezwungen wenigstens die Verantwortung über uns selbst zu übernehmen. Die Verantwortung für ein Kollektiv mitzutragen geschieht dann in späteren Jahren. Dort müssen wir dann lernen welche Art von Zuständigkeit uns selbst betrifft und welche Verantwortungsübernahme Nutzen für uns und die Gemeinschaft erbringt.
Aber jede Verantwortungsübernahme die vom Kollektiv nicht mitgetragen wird und die nur sie selbst belastet, ist für beide Seiten nach einer bestimmten Zeit schädlich. Denken Sie darüber nach.
Wenn der eine ohne Ansprüche verzichtet, dann verbleiben für alle jene die niemals verzichten wollen noch mehr Platz um sich breit zu machen. Damit einhergehend wird die Politik des Abzockens durch die Mächtigen weiter gestärkt, da jene Menschen die Führungsplätze übernehmen können.
http://blog.4st.ch/
Sie schreiben:
"Die Verantwortung bleibt jedem selbst überlassen."
Das ist sicher richtig, aber hier einige Anmerkungen dazu:
Den Nutzen dieser Aussage wage ich zu bezweifeln, weil die meisten Menschen wenig Ahnung davon haben was sie Heute und Morgen zu verantworten haben.
Alleine dadurch dass wir geboren wurden, sind wir gezwungen wenigstens die Verantwortung über uns selbst zu übernehmen. Die Verantwortung für ein Kollektiv mitzutragen geschieht dann in späteren Jahren. Dort müssen wir dann lernen welche Art von Zuständigkeit uns selbst betrifft und welche Verantwortungsübernahme Nutzen für uns und die Gemeinschaft erbringt.
Aber jede Verantwortungsübernahme die vom Kollektiv nicht mitgetragen wird und die nur sie selbst belastet, ist für beide Seiten nach einer bestimmten Zeit schädlich. Denken Sie darüber nach.
Wenn der eine ohne Ansprüche verzichtet, dann verbleiben für alle jene die niemals verzichten wollen noch mehr Platz um sich breit zu machen. Damit einhergehend wird die Politik des Abzockens durch die Mächtigen weiter gestärkt, da jene Menschen die Führungsplätze übernehmen können.
http://www.natuerlich-online.ch
Herzlichen Dank für Ihren Beitrag. Sie haben Humor, und das ist in der Politik nicht alltäglich, und so gehe ich davon aus, dass Sie unsere Leserumfrage (auf www.natuerlich-online.ch) zum Thema "Was glauben Sie - wessen Interessen vertreten unsere Parlamentarier wirklich in Bern?", durchaus richtig einordnen können. 52,4 Prozent der teilnehmenden Leserinnen und Leser fanden nämlich, dass Politiker in Bern hauptsächlich die Interessen ihrer Geldgeber vertreten - und nicht jene des Volkes. Das glaubt nur ein verlorenes Häuflein von 3,2 Prozent. Und die jetzt noch fehlenden 44,4 Prozent der Abstimmenden meinten, Parlamentarier würden sowieso nur ihre eigenen Interessen vertreten.
Angesichts dieses Resultats möchte man sich fragen: Könnte man auf die Männer und Frauen in Bern nicht gleich ganz verzichten?
Ob der Rechtshänder ist, dass er sich nicht mal wagt, selbst mächtig zu werden? Oder ist er ev. der Sprache nicht so mächtig, wie er sich einbildet?
Fragen über Fragen...
...nun:
Geht mich eigentlich gar nichts an, was Rechts-Händer in ihrem Gehirne so treiben. Privatsache!
"Möglicherweise ist...
@Rabenhaus Sie...
@Rabenhaus Sie...
ähm... nicht quasi,..."
Für manche scheint schon das ein Problem zu sein:
"Es ist aber nicht nötig, dass Sie Ihren Kommentar mehrmals eingeben."
:)
Nein, Fehler machen wir alle. Eine chaostheoretische und physikalische Frage (fiktiv) an Frau Widmer-Schlumpf (sie ist ja nicht 'hier'): Kann man wirklich zweimal den exakt gleichen Fehler machen, wie Churchill quasi soufflierte bzw. suggerierte?
Ein armes Bauernpaar aus den Hügeln gewinnt eine Reise mit der SBB. Sie fahren beide erstmals mit der Eisenbahn. Sagt der Bauer zur Frau: "lueg emol, Muetter, do obe rechts, die schön Wiesä mit dene Chühe". "Aujah", sagt die Frau, "und lueg do links une häts es schöns Heimatli". "Schön", sagt der Bauser, während die Bäuerin nach vorne schaut und begeistert ruft: "jetzt chunnt denn es Tunnel!" "Ja was" antwortet der Bauer, "uf welere Site?"
:)
1997 sagte mein Freund und heutiger Professor an der ETH, wenn wir es nicht tun, wer dann. Wir bauten Solaranlagen, anfänglich in Zürich für die Solarstrombörse EWZ, mit Geld aus dem Freundeskreis. Dabei bleiben, weitermachen und nicht aufgeben hat bewirkt, dass nächsten Freitag die Edisun Power Europe AG an die Börse geht. Von 100 000 CHF zu 50 Mio CHF Bilanzsumme in 11 Jahren und jetzt wenn möglich auf 120 Mio CHF Bilanzsumme mit der Börse. Von 3 x10 kW auf 4500 kW, von Zürich über Deutschland bis nach Spanien und Frankreich. Der VR und die Geschäftsleitung hat sich bescheiden entlöhnt, der Sache zu liebe, und tut dies heute noch.
Schauen Sie mal unter www.edisunpower.com nach. Die Aktie, die ohne Bank als Investor wenig Abhängigkeit zur Finanzkrise hat.
In Europa einen Tropfen auf den heissen Stein, aber trotzdem machen wir weiter und wenn wir die Steigerungsrate weiterhin so hoch halten wird es ein echt grosser relevanter Anteil.
Freundliche Grüsse
Heiri Bruhin
Übrigens, erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank, dort können die Aktien bestellt werden.
Sind die Amis noch bei Trost??? Wer kann erklären, wie so etwas ohne die geringste demokratische Legitimation ablaufen kann???
Das geht mit jeder Garantie bodenbös in die Hosen. Armer zukünftiger Präsident!!! Hoffentlich muss ein Republikaner diesen Drecksumpf wieder auslöffeln.
Das Spekulantenpack verdient sich einen goldenen Arsch, und der Steuerzahler schiesst 900'000'000'000 $ ein!!! Schon wird mit weiteren 500'000'000'000 $ gerechnet.
Arme kranke Hirne.
Der Finanzminister ist ein ehemaliges Oberhirn einer solchen Krisenbank.
Es stinkt um den ganzen Globus!
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/BVG
Nun ist es geschehen, wie ich seit Beginn meiner Zeit in diesem Leuenblog vorher gesagt habe: Das Pensionskassengeld und AHV Gelder wurden an den Börsen verprasst. Ich sorgte mich sehr seit über einem Jahr und empfahl die Umlagerung auf Sparkonten zu ca. 3%, entsprechend den Notenbank Zinssätzen
Zeigt dies nun dass alles Schreiben in einem Bundesrat Blog nichts nutzt, oder sogar das Gegenteil bewirkt? Oder vielleicht gar nichts.
Es ist ein gigantischer Schaden für unser aller Zukunft entstanden. Ich habe es belegt und vorausgesagt, was recht leicht gewesen war anhand des Wissens um die aufkommende Kreditkrise in den USA.
Lieber Bundesrat, warum lässt ihr euer "Bundesrats-Kollektiv" nicht in Las Vergas um unsere Zukunft bei Poker und Bingo spielen?
Da dies gut vorauszusehen war halte ich diese Sache mit Pensionsgeldern und AHV an den Börsen für kriminell und straffällig.
Die Gewerkschaften halte ich zumindest selbst für recht blöde, da sie teilweise einen Abschlag der Zinsen anerkennen trotz offensichtlich krimineller Energie bei den Anlageanalysten. Sie hätten besser vorgängig gewarnt und den Rückzug von den Börsen gefordert.
Wachstumskritiker
Man kann ...ähm.... kritisch gegenüber ...ähm... allem sein und man erwartet auch nicht immer vom ...ähm... Kritiker eine ...äh.... Lösung des ...ähm... Problems, aber muss wirklich gleich alles ...ähm.... Schadenfreude auslösen?
Ich grüsse heute das ....äh..... kränkste Hirn und wünsche ....ähm.... beste Genesung.
Mr. Toe ;-)
Aber so eine generelle Weltschmerz-Seufzerei bringt konkret nichts.
Was Sie viel besser monieren könnten und sollten, ist die mangelnde Vorbildfunktion unserer reichen Wirtschaftseliten was Charity und Mäzenatentum anbelangt! Da wird sehr diskret sicher schon einiges gemacht. Dazu sollten, wie in Amerika, auch vermehrt steuerliche Anreize geschaffen werden, damit in der Schweiz viel mehr getan wird. Die Amerikaner sind diesbezüglich vorbildlich! Allen voran die Reichsten s. Bill and Melinda Gates Foundation, die jährlich mehr für Gesundheit ausgibt als die WHO! In der Schweiz wäre es dringend nötig, dass die Wirtschaftselite viel mehr im Charity Bereich leistet und dies auch ggü der Öffentlichkeit sichtbar macht und kommuniziert. Das könnte auch einiges an Neid abbauen helfen, wenn man weiss, dass Vasella, Humer, Brabeck, Ospel und Co. jährlich so und so viel direkt an Charity weiterleiten! Auch bei den Unternehmern liegt imagemaässig Vieles im argen. Die Interessen der top Unternehmer sind v.a. dem hedonistischen Eigennutz untergeordnet. Blocher sammelt Anker und Hodler. So T. Schmidheiny (Hodler). Bertarelli versegelt seine Milliarden und prozessiert mit einer anderen Primadonna Ellis von Oracle um Macht und Prestige im Segelsport. Ospel wusste nichts Blöderes mit seinen Millionen anzufangen, als sich bei Aston Martin ein Unikat Stationwagon für über 500k anfertigen zu lassen, den er dann dem Verkehrshaus Luzern schenkte, als es publik wurde. Dass Ospel nur ein Hasardeur und Parvenue war und ist, weiss mittlerweile die ganze Welt!
Dort, Herr Bundesrat, sollten Sie mal Hand anlegen und diese Missstände öffentlich monieren und die Wirtschaftselite dazu auffordern, viel mehr zu leisten und ihre Verantwortung und Vorbildrolle in der Gesellschaft wahrzunehmen!
@ Wachstumskritiker
Ja man kann sich aufregen über das aktuelle Geschehen an den Finanzmärkten. Als Banker, der vor ein paar Jahren die UBS verlassen hat, habe ich mich hier schon ausführlich über die moralische Seite des Treibens ausgelassen.
Was jetzt aber das FED und das Treasury (Bernanke, Paulson und Co.)tut, ist das einzig Richtige, um einen Totalkollaps der Finanzmärkte und in der Folge den Bankrott von tausenden von Banken um den Globus zu vermeiden. Es geht um eine Schadensabwägung: Nichts tun würde eine weltweite Depression auslösen, hunderte von Millionen würden ihre Sparguthaben verlieren, in der Folge würden nochmehr ihre Häuser zwangsversteigern müssen und der Konsum würde total zusammenbrechen und sich die Abwärtsspirale weiter drehen. Die Folgekosten des Nichtstuns wären im Endeffekt viel grösser als jetzt massiv einzuschreiten!
Wichtig bei diesem Vorgehen war und ist, dass man bereits einige dutzend Marktteilnehmer hopps gehen liess, darunter eben auch Grosse wie Lehman Brothers! Würde man alle retten, wäre das ein fatales Signal und die geldgeile Investmentbanker Truppe würde in Zukunft noch höhere Risiken eingehen, in der Gewissheit, dass ja der Staat sie im schlimmsten Fall retten würde. Dieses Signal ist so zum Glück nicht gegebn worden!
Es war jetzt fünf nach zwölf um massiv einzuschreiten, sonst würde in diesen Tagen ein hysterischer Run auf die Banken stattfinden und das ganze Finanzsystem zusammenbrechen!
Kam mir in den Sinn, als ich dieses Lied vorhin hörte:
"Dalida - Americana lyrics
Americana c'est un mot qui craque dans la nuit
Americana c'est un peu de rêve et de folie
Americana c'est un mot qui parle de géant
Americana a la fureur de vivre en noir et blanc
..."
http://lyrics.dainutekstai.lt/518874/dalida-americana.htm
Wenn ich Schweizer Verteidigungsministerin wäre, dann würde ich die USA mit Musik 'um die Finger wickeln'. :)
es ist nicht Schadenfreude (wie kommst du darauf?), sondern die blanke WUT!
Die Kritiker werden auch dann noch angeschissen, wenn sie recht bekommen.
Sie haben mit Begeisterung in das Lob des Verzichts eingestimmt.
Glauben Sie, dass sich die US-Hypothekenkrise mit einem Appell an die Verbraucher zum Verzicht auf die Ausnützung der tiefen Zinsen zu zusätzlichem Konsum und weiterer Verschuldung hätte vermeiden lassen ? Oder wäre es besser gewesen, die US-Regierung und ihr Notenbanker (der frühere, nicht der heutige) hätten darauf verzichtet, mit künstlich tief gehaltenen Zinsen die Wirtschaft in Fahrt zu halten und einen Krieg auf Pump zu finanzieren ?
Können die Kleinen tatsächlich richten, was die Grossen versäumen ?
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/BVG
Nun ist es geschehen, wie ich seit Beginn meiner Zeit in diesem Leuenblog vorher gesagt habe: Das Pensionskassengeld und AHV Gelder wurden an den Börsen verprasst. Ich sorgte mich sehr seit über einem Jahr und empfahl die Umlagerung auf Sparkonten zu ca. 3%, entsprechend den Notenbank Zinssätzen
Zeigt dies nun dass alles Schreiben in einem Bundesrat Blog nichts nutzt, oder sogar das Gegenteil bewirkt? Oder vielleicht gar nichts.
Es ist ein gigantischer Schaden für unser aller Zukunft entstanden. Ich habe es belegt und vorausgesagt, was recht leicht gewesen war anhand des Wissens um die aufkommende Kreditkrise in den USA.
Lieber Bundesrat, warum lässt ihr euer "Bundesrats-Kollektiv" nicht in Las Vergas um unsere Zukunft bei Poker und Bingo spielen?
Da dies gut vorauszusehen war halte ich diese Sache mit Pensionsgeldern und AHV an den Börsen für kriminell und straffällig.
Die Gewerkschaften halte ich zumindest selbst für recht blöde, da sie teilweise einen Abschlag der Zinsen anerkennen trotz offensichtlich krimineller Energie bei den Anlageanalysten. Sie hätten besser vorgängig gewarnt und den Rückzug von den Börsen gefordert.
Konsequent wäre, wenn "der Staat" nun sämtliche durch die "Rettungsaktionen" erzielten Börsengewinne einsacken und beschlagnahmen oder wenigstens massivst besteuern würde!
Aber doch doch, Geld wächst ja an den Bäumen. Ewig. Und einfach von selbst. Doch doch, jaja, aha!
LIEBE MEDIEN!!!
Fragt endlich mal Börsen- und Systemkritiker, Sozialethiker, Wirtschaftsethiker um ihre Meinung, statt all die nichtsnutzigen Kopfnicker, Schulterzucker, Zukunftsspekulanten und Meinungsmanipulatoren in den Börsenringen!
Liebe Profi-Beschöniger:
Die 4'000 Milliarden wurden nicht "vernichtet" (genau so wenig wie Geld oder Werte einfach entstehen), sondern sie wurden bewusst und vorsätzlich UMVERTEILT. Vom Volk und Steuerzahler weg zu ein paar wenigen VERANTWORTUNGSlosigkeitsTRÄGERN des Finanzpacks.
Auf Radio DRS kam ein treffender Kommentar:
"Was heute passiert ist, ist eine Bankrotterklärung des "freien" Markts".
Den Nutzen dieser Aussage wage ich zu bezweifeln, weil die meisten Menschen wenig Ahnung haben, was sie heute und morgen zu verantworten haben.
In einigen unvoraussagbaren zum Beispiel bei den Langzeitrisikofaktoren von der Lagerung, radioaktiver Abfälle, gebe ich ihnen recht. Aber im Umweltschutz sollte heute jeder Erwachsene wissen, das er eigentlich auch seinen Anteil für einen gesunden Planeten beitragen sollte.
Und auch inzwischen wissen, welche Massnahmen er treffen kann.
Meiner Meinung nach gibt es da einfach Leute die keinen Bock drauf haben. Oder denen es am "Arsch vorbei geht".
Aber ich finde nicht, dass man einfach sagen kann, dass wenn einige ohne Ansprüche verzichten, dass mehr für die übrig bleibt die niemals verzichten wollen und somit die Abzockerei der Mächtigen, welche Führungsrollen übernehmen wollen, gefördert werden. Das würde ja heissen, dass alle Mächtigen Abzocker sind und keine Verantwortung übernehmen.
Und noch was zu der aktuellen Lage der Börsen, des Wachstumssystem, der Abzockerei u. so...
Geld regiert die Welt, aber nicht die Intelligenten, sie regieren das Geld,
die Mächtigen regieren die Intelligenten,
das Geld regiert die Mächtigen, das regiert die Welt.
Ich will auf das Votum von Wachstumk. einsteigen. Wenn Systeme zu komplex erscheinen, um sie im Detail zu verstehen oder zu entschlüsseln, kann man sich immer eines einfacheren, robusteren Weges bedienen, der zwar nicht den Vorteil eines detaillierten Verständnisses mit sich bringt, aber dennoch zuverlässige Aussagen zulässt.
Das funktioniert so:Wir betrachten das System (hier die Banken) von AUSSEN. Kümmern wir uns für einmal nicht, was INTERN in diesem Misthaufen abgeht, sondern schauen wir nur mal, wo was rein geht und wo es wieder rauskommt. Denn, wie Wachstumsk. schon gesagt hat - Geld wird ja nicht verbrannt, nicht vernichtet, sondern nur umverteilt.
Also: Wo ist es? Wo geht es hin?
Die Nationalbank schiesst Geld in die UBS. Geld, welches der UBS abhanden gekommen ist (durch kriminelle Spekulation usw...). Aber WO ist dieses Geld heute, jetzt?
Und noch was: Geld ist kein Wert. Geld repräsentiert Wert. Und zwar genau soviel Wert, wie die Wirtschaft eines Landes dafür hergibt. Es ist ja schliesslich nur ein MEDIUM zu Zahlung - nicht die effekte Bezahlung. Letztere erfolgt erst dann, wenn ich mein Geld (erarbeitet durch meinen Job) wieder ausgebe. Erst dann ist die Bezahlung abgeschlossen.
Wenn nun also die Notenbank Geld in das System spült und die Volkswirtschaft weiter auf ungefähr konstantem Level arbeitet, dann gibt es im Markt mehr Geld für gleichviel Arbeit - das Geld ist dann weniger wert - so funktioniert Inflation.
Kurz: Die perversen Saläre und Abgangsentschädigungen der Bänker werden finanziert durch uns alle - durch die einsetzende Teuerung, Inflation.
Ich persönlich sehe in einem solchen, durchaus durchschaubaren und absichtlichen Vorgehen eine immense kriminelle Energie und schlussendlich:
LANDESVERRAT.
Denn wir alle leiden darunter. Sorry, eben nicht alle. Das Bankerpack kommt einmal mehr ungeschoren davon.
Ohne freundliche Grüsse an alle "Geld-Manager".
TU
Ich will nichts beschönigen. Die Krise war seit längerem absehbar und liegt primär in dem jahrelangen massiven, unverantwortlichen Überkonsum auf Pump in den USA. Die Kreditpositionen, die jetzt verstaatlicht werden, sind primär Subprime Immobilienfinanzierungen. Diese Kredite wurden an Private verliehen. Man kann ja hier nicht nur den Banken die alleinige Schuld zuweisen. Oder waren die kreditnehmenden Hauskäufer alle unzurechnungsfähig?
Dazu nochmals ein paar weitere Feststellungen:
1) Bis jetzt hat der Schweizer Steuerzahler noch keinen Franken zur Behebung der Krise beitragen müssen. Die UBS hat ihre Probleme bis jetzt alleine gelöst. Die Liquidität, die ihre die SNB zur Verfügung gestellt hat, ist natürlich kein Geschenk sondern wird von der UBS regulär verzinst!
2) Die generelle Diffamierung des Finanzplatzes Schweiz ist unangebracht, feige und schiesst weit übers Ziel hinaus. Dass der Finanzplatz ca. 15% zum BIP beiträgt und in guten Jahren über 10 Milliarden an Steuern zahlt und über 200'000 gutbezahlte Stellen anbietet, wird einfach als Selbstverständlichkeit betrachtet.
3) Die Exzesse im Investmentbanking finden nicht in der Schweiz statt, sondern in New York und London. Dort besteht natürlich dringend Handlungsbedarf sonst wird sich die gleiche "Scheisse" über kurz oder lang wiederholen!
4) Die UBS Führung hat grobfahrlässig und naiv gehandelt und jahrelange Warnungen in den Wind geschlagen! Aktienrechtlich besteht Anpassungsbedarf, sodass Topmanager, die grobfahrlässig gehandelt haben, nicht einfach ungeschoren davonlaufen dürfen.
5) Die hysterischen Zeter Mordio Schreie der marxistischen Wachstumsgegner und Neid- und Missgunst Proleten über Anlageresultate der II. Säule Gelder im Zusammenhang mit der laufenden Finanzmarktkrise sind total daneben und reine Diffamierung!
Hier nochmals für die Hysteriker und Verdränger:
Die Privatbank Pictet hat eine Langzeitstudie erstellt über Aktien und Obligationen Renditen in der Schweiz seit 1925:
Die Durchschnittlichen Renditen pro Jahr:
Nominal:
Aktien CH : 10,5%
Obligationen CHF; 4,7%
Real (Teuerungsbereinigt):
Aktien CH: 7,9%
Obligationen CH: 2,3%
Zur Anschauung, 1000 CHF vor 80 Jahren investiert ergeben heute, real (teuerungsbereinigt)
Aktien CH:
CHF 438'244
Obligationen CHF:
CHF 6'167
http://www.pictet.com/
Soweit zu den Fakten. Mit Aktien wurde also über 70 x mehr verdient als mit Obligationen!
Ohne Aktien geht langfristig nichts vorallem nicht bei PK Geldern!
Ihre Absage der Einladung der Umweltorganisationen, an der Demonstration am Bohrloch in Benken ZH teilzunehmen ist bedauerlich, aber auch irgendwie verständlich. Man kann ja nicht an jeder „Hundsverlochete“ teilnehmen.
Zur allgemeinen Information: Die Nagra hat vor einigen Jahren auf der Suche nach einem Standort für das Vergraben von hoch radioaktivem Atommüll in Benken Probebohrungen durchgeführt. Sie behauptet, dass dort der ideale Standort für ein Endlager sei. Die Nagra bzw. ihre Mitglieder (Departement des Innern und AKW Betreiberinnen) suchen verzweifelt nach einem „geeigneten“ Standort, denn nur wenn dieser gefunden ist, kann an den Bau neuer AKW’s gedacht werden.
Die Demo war von ihrer inhaltlichen Bedeutung her weit mehr als eine Hundsverlochete; sie war weit mehr als nur regionales Interesse, ein Endlager zu verhindern. Demonstriert wurden nämlich der Widerstand gegen neue AKW’s, der Wille zum Ausstieg aus der Atomenergie, sowie der Wille alternative Energieträger zu fördern und zu fordern. Eigentlich ein Thema von nationaler und internationaler Bedeutung. Sie, Herr Leuenberger, hätten hier wie das Tüpfli auf’s i gepasst!
Nationalrat, Herr R. Rechteiner, hat freundlicherweise ein paar Worte für Sie eingelegt. Falls es Sie interessiert, können Sie ihn ja fragen, wie er um Verständnis für Sie geworben hat.
Die wenigsten SchweizerInnen werden gewusst haben, dass sie heute mit ihrer Präsenz in Benken einen Wink an die Stromkonzerne und Politiker hätten geben können - hätten geben sollen.
http://www.20min.ch/interaktiv/boerse/t
"Das würde ja heissen, dass alle Mächtigen Abzocker sind und keine Verantwortung übernehmen."
Herr Rabenhans, sehr richtig, es sind nur ca. 90% von den Mächtigen Abzocker.
@Mark
"1) Bis jetzt hat der Schweizer Steuerzahler noch keinen Franken zur Behebung der Krise beitragen müssen"
Sie sind nicht auf dem aktuellen Stand, sehen Sie bitte mal auf die sinkenden Staatseinnahmen, das soll seit einem Jahr 1 Milliarde weniger betragen. Diese Lücken müssen irgendwann vom Steuerzahler ausgeglichen werden. Ausserdem stehen wir bei den Auswirkungen in der Schweiz auf die Realwirtschaft erst am Anfang.
Was die durchschnittlichen Renditen bei Aktien seit 1925 anbetrifft, so machen Sie einen Denkfehler. Jeder wie auch immer gearteter Gewinn sollte sich in ca. 1/2 eines durchschnittlichen Menschenlebens auszahlen, was soll es sonst nutzen? Man sollte dazwischen auch nicht finanziell ausbluten müssen, so dass man das Geld aus Not vorgängig abziehen muss (Siehe Börsenkrise, Weltwirtschaftskrise 1229).
Die Berg und Talfahrten an den Börsen stellen Gewinne zur Lebenszeit eines Anlegers nicht sicher, weniger als vor 20 Jahren, so dass sie für sichere Pensionen brauchbar wäre.
Die gegenwärtige langfristige Kurvenwahrscheinlichkeit könnte für mehrere Jahre nach unten zeigen, und zwar weil das Wirtschaftswachstum, das seit ca. 1952 stark ansteigt, nicht weiter aufrecht erhalten kann.
Dies ist einerseits der Fall weil die Globalisierung bis nach China vorgedrungen war und dort aber das Wachstum ebenfalls an seine Grenzen kommt. Die Immobilienpreise sind dort derzeit stark am sinken. Andererseits bestehen Ressourcen-Engpässe und die Wahrscheinlichkeit bei weiterer ungezügelter Expansion, dass wir die Natur überfordern.
Dass die Schweiz davon unbeeinflusst bleiben wird ist eine Illusion, wir werden massiv zur Kasse gebeten werden. Soeben ist dies bei den Pensionskassengeldern der Fall und ich glaube nicht dass dieser Zinssatz in den nächsten Jahren wieder tendenziell steigen wird. Die Anlage auf Sparkonten die nicht mehr auf hohe Wachstumsgewinne setzen, ist sicherer und politisch kalkulierbarer.
Nur weil die Geschäftszentralen einiger Banken in der Schweiz sind, heisst dies noch lange nicht, dass diese Schweizer Banken nicht auch in London und New York pokern und zocken.
Auch die Schweizer Banken haben die Krise mitzuverantworten, obwohl vielleicht nicht so exzessiv in der EIGENEN "Heimat" gezockt wurde. Dies kann nicht als Entschuldigung gelten.
Der Schweizer Steuerzahler zahlt sehr wohl die Pleiten der Grossbanken mit, und das schon heute.
Oder was glaubst du, wer für die viel zu niedrigen Leitzinsen der Nationalbank aufkommen muss?
Von "regulär verzinst" kann da also keine Rede sein, wenn Geld zu Spotpreisen an Pleitebanken verteilt wird!
Und um die Banken zu stützen hat die SNB faule Immobilenkredite als Sicherheit akzeptiert. Wer wird wohl für diese Abschreiber letzen Endes aufkommen?
Der Schweizer Staat wälzt ganz elegant und getarnt die Kosten der Finanzkrise auf den Steuerzahler ab, und niemand scheint dies zu merken. Die USA und England sind nicht die Ausnahmen.
Es grüsst
Mr. Pink
Ich denke nicht, dass man fehlende Steuereinnahmen als 'Beitrag des Schweizer Steuerzahlers' zur Überwindung der Finanzkrise zählen darf, wie sie dies quasi in ihrem Beitrag behaupten.
Die fehlenden Einnahmen sind nur eine Folge aus der Finanzkrise und dienen nicht dazu, diese direkt zu entschärfen oder zu beeinflussen.
Das ist nun mal so in einem steuerfinanzierten System. Es gibt gute und schlechte Steuerperioden und diese gehen mit der Wirtschaft einher.
Man darf Steuereinnahmen also nicht als etwas Gottgegebenes betrachten und auf immer und ewig darauf zählen.
Für den Finanzminister heisst dies fürs nächste Planjahr ganz einfach: MINUS 1 Mia. Franken Budget!
Leider hapert es bei der Umsetzung immer wieder, trotz Schuldenbremse und anderen Gesetzesmassnahmen zur Eingrenzung der Staatsverschuldung.
Warum wohl?
Gruss
Mr. Pink
Herr Bundesrat.
Kann es sein, dass ...äh.... wenn man an einem 21. September ...ähm....geboren ist, sich einer ....äh.... weltrettenden Mission verpflichtet fühlt ...äh.... und das erst recht als ...ähm... Pfarrersohn?
Nichts desto trotz wünsche ich Ihnen ....äh.... einen angenehmen ....ähm.... Buss- Bet- und Geburtstag.
Mr. Toe ;-)
Es sind jetzt die gleichen Kreise, die schon seit Jahrzehnten auf einer Branche herumhacken die Jahre und Jahrzehntelang Milliardeneinnahmen in die Bundeskasse gespühlt hat. Nicht nur durch direkte Steuern sondern auch Umsatzabgaben auf Börsentransaktionen etc. Die Finanzbranche, die um die 200'000 gutbezahlte Arbeitsplätze generiert hat und um die 15 % zum BIP beiträgt!
Die Behauptung die grosszügige Liquiditätsstellung der Notenbanken gehe zu Lasten der Steuerzahler ist ein Unsinn! Diese dienen der ganzen Wirtschaft! Sonst würden sämtliche Kredite an die Wirtschaft massiv verteuert und das Schmiermittel einer funktionierenden Volkswirtschaft wegfallen!
Schadenfreude ist jetzt total fehl am Platz! Kritik darf und muss selbstverständlich sein v.a. an der UBS.
Die NZZ am Sonntag titelt heute: US Steuerzahler helfen UBS aus der Klemme. Auch eine NZZ hat schon bessere Zeiten gesehen! Das ist eine totale Falschmeldung! Die US Regierung werden nur Verpflichtungen von amerikanischen Finanzinstituten übernehmen und nicht von ausländischen Banken! Die UBS ist demnach noch nicht aus dem Schneider. Ganz ausnahmsweise stimme ich Blocher mit seiner Einschätzung der Krise und seinen Vorschlägen mal zu!
Die Lage bleibt ernst und für billige Rundumschläge und falsche oder keine Lösungsansätze ist jetzt keine Saison!
Dazu kommt auch die jahrelange, massive und kriminelle Beschönigung der Ergebnisse von Fannie Mae und Konsorte, damit CEOs wie James Johnson, Franklin D. Raines ua ihre saftigen Bonis von 50 Millionen jährlich kassieren konnten. Überdies liegt der Grund auch in der Besetzung von Schlüsselpositionen in der US Regierung (Paulsen, Finanzminister ua)sowie in den (nicht funktionierenden)Kontrollorganen dieser Finanzinstitutionen
mit Leuten von Goldman Sachs. Diese haben bei nicht eigenen Investitionen fast keine Gewinne oder Verluste erarbeitet, während sie bei den eigenen Investitionen Rekord Gewinne erzielten, bis zu 78%, dies dank Informationen ihrer Leute, mit denen sie die Kontrollgremien "besiedeln" konnten.
s."Barrack's Wall Street Problem is now America's problem" von Larry Johnson http://noquarterusa.net
Korruption ist der wirkliche Grund des Kollapses, wie bei Enron, nur noch viel grösser. Wer bezahlt das?
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/
Bereits hat die USA, der Heimat der Finanz Bubbles aller Art, an die meisten Staaten der Welt, um Mithilfe angemahnt um auf Steuerkosten die faulen Kredite zu finanzieren. Und tatsächlich auch Schweizer Anlagen wie Pensionskassenfonts etc., profitierten bis vor kurzem vom Aufschwung auf Bodenlosem Grund. Ich bin sicher dass Anfragen auch an die Schweiz gegangen sind und dass hier sklavisch schliesslich entsprochen wird, sobald der Druck ansteigt.
1945 wurden bei uns die damals noch privaten Eisenbahnen auf Kosten des Steuerzahlers vom Bankrott bewahrt, finanziert und Verstaatlicht bis Teilverstaatlicht. Gestern noch streckten die Privatisierungsfreunde ihre Finger trotzdem wieder nach der SBB aus.
Die Unglaubliche Gier der Privatisierungshaie will, dass wir innert 5 Jahren um 100% mehr Energiekosten tragen müssen (weil sie selbst mehr Bürokratie betreiben als der Staat).
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmenkonjunktur/story/28870297
Gewinne für die Privaten, Verluste dem Staat = Sozialismus für Reiche. Eine so geartete libertäre Zukunft verspricht in den USA anzubrechen und sich in die Welt auszubreiten. Dass hier für Sozialausgaben für Arme nicht mehr viel übrig bleibt, das steht jetzt bereits fest
Thomas Urseler schlägt vor, dass wir uns bei komplexen Sachverhalten, die wir nicht wirklich durchschauen können, fragen sollen: was wo rein geht und was wo raus kommt. Man kann ja nicht Experte für alles sein – und das ist auch nicht nötig.
In den vergangenen Tagen höre ich immer wieder, dass die Strompreise bis zum Doppelten des heutigen Preises steigen sollen. Die schier unglaubliche Begründung dazu: die Liberalisierung des Strommarktes verursache grossen administrativen Aufwand. Ein KMU der die Preise für seine Produkte oder Dienstleistungen mit einer solchen Begründung verdoppelt, könnte den Laden gleich schliessen. Die Kunden der Stromproduzenten können aber vorläufig nicht davonlaufen – wie gäbig für die Stromproduzenten.
Ich meinte von Politikern immer wieder zu hören, dass Liberalisierung gleichzusetzen ist mit weniger Vorschriften und Beschränkungen, Konkurrenz unter den Anbietern und dadurch tendenziell sinkende Preise und somit Konkurrenzfähigkeit, die ja immer besonders hoch gehalten wird. (Höre Frau Leuthard zur Liberalisierung der Landwirtschaft!) Und nun eine Verdoppelung der Preise für einen administrativen Wasserkopf! Das Ziel scheint total verfehlt zu werden. Warum leitet niemand Korrekturmassnahmen ein? Wer ist eigentlich zuständig?
Also Herr Leuenberger, ich weiss nicht, wie weit Sie zuständig sind und Sie eingreifen können. Aber sorgen Sie bitte dafür, dass die angeblichen administrativen Mehrkosten detailliert benannt werden müssen und dass eine Preiserhöhung in diesen Dimensionen erst dann stattfinden darf, wenn die Kunden überhaupt die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern haben.
„Böse Zungen“ behaupten übrigens, dass die Energiekonzerne mit der Strompreiserhöhung die massive Propaganda vorfinanzieren, welche in ein paar Jahren nötig sein wird, um die Bevölkerung von der Notwendigkeit neuer AKW’s zu überzeugen. In Anbetracht dessen, was uns die Stromproduzenten vormachen, glaube ich das auf Anhieb.
Um zu Thomas Urselers Vorschlag zurück zu kommen: Es wird doppelt so viel Geld reingehen, aber nicht doppelt so viel Strom rauskommen …
Es ist natürlich einfach zu behaupte:
"Die Unglaubliche Gier der Privatisierungshaie... (WEIL SIE SELBST MEHR BÜROKRATIE BETREIBEN ALS DER STAAT)."
Nun, die erdrückende Mehrheit der administrativen Vorschriften und Hürden für die privaten Unternehmungen stammt natürlich nicht von denen selbst, sondern werden vom STAAT AUFERZWUNGEN!
Da wundert es mich schon lange nicht mehr, dass die Privatwirtschaft noch mehr unter der Bürokratie leidet, als die eigentlichen Papierlischieber der Bundesbehörden, welche ständig von Ausnahmeregelungen profitieren.
Das ist auch eine Art der 'Effizienzsteigerung'. Als Behörde erdrückt man die private 'Konkurrenz' einfach mit Vorschriften und Regelungen, bis man selbst gut da steht.
Schönen Tag
Mr. Pink
Das ist weitgehend falsch Mr. Pinkauf jeden Fall ist es falsch was die Stromliberalisierung anbetrifft.
Der Staat/Kantone, die bisher den Strompreis verrechnet haben, hatten praktisch dieselben Vorschriften wie sie nächstes Jahr die Privaten erhalten werden.
Was bisher wenige Verwaltungen durchführten( die Verrechnung der Strompreise der Kunden) das muss in Zukunft jedes auch noch so kleine Energiewerk selber tun. Das ist keine Auflage und keine Vorschrift, sondern das selbst gewählte Schicksal des Stimmvolkes, welches für die Liberalisierung votiert hatte und alles glaubte was versprochen wurde. Sie haben für viele kleine und daher teure Verrechnungszentren votiert, ebenso für die Profitvorhaben der Privaten, welche nun zum zusätzlichen Verwaltungsaufwand hinzukommen.
Nebenbei wird dies die IT Aufwendungen durch zu starke Dezentralisierung und damit einher gehend, den Stromverbrauch der Bürokratie in der Schweiz steigern. Vermutlich wird sich das sogar auf die Versorgungsstabilität auswirken.
Weitere Auswirkungen könnten Soziale Unruhen sein, denn eine Preiserhöhung um mehr als 100% (Vorhersage der Betreiber selbst) haben das Zeug dazu Politische Umstürze zu produzieren, besonders in einer strafferen Wirtschaftslage. Alleine die zusätzliche Bürokratie kann nicht hinter solch massiven Preiserhöhungen stecken, es sind wohl wieder die Abzocker am Werk.
Mal sehen ob die "systemische Politik" hierauf eine Antwort weiss, oder ob diese Drohung von starken Preiserhöhungen nur ein Sturm im Wasserglas ist. Vor kurzem hatte diese Politik in der Wahlwerbung zur Stromliberalisierung auf jeden Fall versagt und Falsches versprochen.
http://www.marcjost.ch
Die Vorwürfe betreffend Vorbild und Wirksamkeit kenne ich aus dem Pfarrer-Alltag: Darf man über Themen predigen, wo man selber ansteht? Ich darf nicht nur, ich muss, ich komme gar nicht darum herum. (Preach to yourself first!)
Vielleicht haben Sie die Erkenntnis ja von Ihrem Vater... ;-)
Danke jedenfalls!