Alles hat seine Zeit
[Version française Toute chose a son temps]
Eigentlich unterbreche ich die laufende Diskussion über die politische Situation nach den Wahlen nur ungern. Sie wurde bei mehreren Anlässen immer wieder zitiert, so z. B. an den Bieler Kommunikationstagen (Rede Heute der Trend, morgen die Wahrheit). Ich selber freue mich wirklich, wie wichtig mir die Diskussionen auf meinem Blog geworden sind, und ich danke allen Kommentatorinnen und Kommentatoren.
Die Wahlen blieben ja auch letzte Woche nicht ohne Folgen, und es kam zu einer eigentlichen Rücktrittswelle: Nach dem Rücktritt von zwei Parteipräsidenten und einer Parteipräsidentin sowie zwei Ständeratskandidatinnen in SG und ZH, nach dem Rücktritt des CEO von Merrill Lynch ist nun gar noch die Zeit zurückgetreten. Um eine Stunde.
Die Begründung Sommerzeit/Winterzeit ist ja eine energiepolitische. Mit späterem Tages- bzw. Arbeitsbeginn im Winter würde weniger Energie verbraucht. Immer wieder versuchte ich, diese Behauptung mit Zahlen zu unterlegen und habe meine Spezialisten beauftragt, diesbezügliches in Erfahrung zu bringen. Ohne Erfolg. Nie habe ich auch nur eine einzige Zahl erhalten. Ich frage mich also ernsthaft, ob an dieser Argumentation überhaupt etwas dran sei. Ich selber hätte nämlich viel lieber immer nur Sommerzeit.
Immerhin haben sich unterdessen alle an diese Zeitumstellung gewöhnt, sogar die Schweizer Kühe. Sie waren ja seinerzeit das Hauptmotiv für den erbitterten Abstimmungskampf gegen die Sommerzeit, den damals die SVP führte und auch, wie ich anerkennend festhalten will, eindrücklich gewann. Doch kurze Zeit nach diesem überwältigenden Riesenerfolg der SVP wurde die Sommerzeit dennoch eingeführt. Fahrpläne von Eisenbahn und Fluggesellschaften, überhaupt die Harmonisierung der Geschäfts- und Politikagenden mit unseren europäischen Nachbarländern führten uns alle zur Erkenntnis, dass wir diesen Alleingang nicht durchstehen. Gegen die bald darauf erfolgte neuerliche Einführung der Sommerzeit gab es denn auch kein Referendum mehr.
Alles hat seine Zeit. Alles braucht eben seine Zeit. Wenn der Winter zur Besinnung, vor allem aber auch zu Erneuerungen genutzt wird, dann wird es auch wieder Frühling und die Sommerzeit kann wieder eingeführt werden. Die Zeit wird also ihre verlorene Stunde wieder einholen. Und es wird wieder wärmer.
Bis bald
Moritz Leuenberger
Eigentlich unterbreche ich die laufende Diskussion über die politische Situation nach den Wahlen nur ungern. Sie wurde bei mehreren Anlässen immer wieder zitiert, so z. B. an den Bieler Kommunikationstagen (Rede Heute der Trend, morgen die Wahrheit). Ich selber freue mich wirklich, wie wichtig mir die Diskussionen auf meinem Blog geworden sind, und ich danke allen Kommentatorinnen und Kommentatoren.Die Wahlen blieben ja auch letzte Woche nicht ohne Folgen, und es kam zu einer eigentlichen Rücktrittswelle: Nach dem Rücktritt von zwei Parteipräsidenten und einer Parteipräsidentin sowie zwei Ständeratskandidatinnen in SG und ZH, nach dem Rücktritt des CEO von Merrill Lynch ist nun gar noch die Zeit zurückgetreten. Um eine Stunde.
Die Begründung Sommerzeit/Winterzeit ist ja eine energiepolitische. Mit späterem Tages- bzw. Arbeitsbeginn im Winter würde weniger Energie verbraucht. Immer wieder versuchte ich, diese Behauptung mit Zahlen zu unterlegen und habe meine Spezialisten beauftragt, diesbezügliches in Erfahrung zu bringen. Ohne Erfolg. Nie habe ich auch nur eine einzige Zahl erhalten. Ich frage mich also ernsthaft, ob an dieser Argumentation überhaupt etwas dran sei. Ich selber hätte nämlich viel lieber immer nur Sommerzeit.
Immerhin haben sich unterdessen alle an diese Zeitumstellung gewöhnt, sogar die Schweizer Kühe. Sie waren ja seinerzeit das Hauptmotiv für den erbitterten Abstimmungskampf gegen die Sommerzeit, den damals die SVP führte und auch, wie ich anerkennend festhalten will, eindrücklich gewann. Doch kurze Zeit nach diesem überwältigenden Riesenerfolg der SVP wurde die Sommerzeit dennoch eingeführt. Fahrpläne von Eisenbahn und Fluggesellschaften, überhaupt die Harmonisierung der Geschäfts- und Politikagenden mit unseren europäischen Nachbarländern führten uns alle zur Erkenntnis, dass wir diesen Alleingang nicht durchstehen. Gegen die bald darauf erfolgte neuerliche Einführung der Sommerzeit gab es denn auch kein Referendum mehr.
Alles hat seine Zeit. Alles braucht eben seine Zeit. Wenn der Winter zur Besinnung, vor allem aber auch zu Erneuerungen genutzt wird, dann wird es auch wieder Frühling und die Sommerzeit kann wieder eingeführt werden. Die Zeit wird also ihre verlorene Stunde wieder einholen. Und es wird wieder wärmer.
Bis bald
Moritz Leuenberger



53 Kommentare
"
Was für ein schönes, tröstliches Wort!
http://www.infonegocio.com/thalassos
ja, das wäre schön, die Sommerzeit beibehalten. Genau. Immer die schönen, lange hell bleibenden Abende. Ganz besonders bei uns, denn eigentlich, geographisch, wohne ich eine Zeitzone später als die Schweiz.
Nun, klar. Ich bin eine Eule. Ich mag es nicht so besonders, am Morgen aufzustehen. Da ist es mir auch absolut schnurz, wenn es draussen noch dunkel ist. Ich habe ja sowieso Pflotsch in den Augen.
Alle jene, die zur Arbeit müssen, die den dunklen Weg ins Büro oder zur Baustelle nicht mögen, die hätten vielleicht lieber immer Winterzeit.
Ich glaube, dass es überhaupt keinen Einfluss hat auf den Energieverbrauch, ob wir die Zeit umstellen oder nicht. Früher, da war das vielleicht noch so. Aber heutzutage brummt die Welt ja sowieso vierundzwanzig Stunden am Tag, und nachts auch noch.
Wie gesagt, wer mir persönlich einen Gefallen tun will, der schafft die Winterzeit ab. Ach ja, das wäre schön.
Erwartungsvolle Grüsse
Verena Fankhauser
Da sie gerade auf die Bieler Kommunikationstage zu sprechen kommen, wollte ich ihnen zu ihrer sehr gelungenen Rede gratulieren.
Ist diese irgendwo Online nachzulesen oder könnten sie mir diese zusenden? Ich würde sie mir sehr gerne noch einmal zu Gemüte führen.
Mit bestem Dank
Nico
Zitat:
"Immer wieder versuchte ich, diese Behauptung mit Zahlen zu unterlegen und habe meine Spezialisten beauftragt, diesbezügliches in Erfahrung zu bringen. Ohne Erfolg."
Kommentar:
Ich würde meinen, wenn Ihre Spezialisten Unfähigkeit an den Tag legen um die Effizienz der sommerzeitlichen Stunde
zu eruieren, bedeutet das doch eigentlich nur, dass diese "Spezialisten" die bezugsrelevanten Zahlen entweder :
sind sie nicht vorhanden, sie finden sie nicht, sie wollen sie nicht finden, sie deren Handhabung nicht gewachsen sind, sie zu bequem,unfähig oder gar zu faul sind um eine Auswertung vorzunehmen.
Ratschlag:
Entlassen sie diese Dilettanten knallhart und ohne Sentiments und ersetzen sie sie durch eine neue frische und heisse Generation! Dies vorallem in Bezug auf die neue Runde der Prophezeiung (der womöglich gleichen Spezialisten!) des wiederholten Untergangs unseres blauen Planeten.
Bedenken Sie Herr Leuenberger. Als Bundesrat im Energiedepartement können sie die Glaubwürdigkeit Ihres Schaffens nur manifestieren, wenn Sie sich voll und ganz auf ihre spezialisierten Berater verlassen können, ansonsten wir, Ihre Bürger, durch Fehlentscheide infolge nicht gelieferter Fakten auch zu denken beginnen.
Gerade jetzt wo die Nächte wieder länger werden ist Schlaflosigkeit durch zu heftiges Denken in der Nacht nicht gerade entspannend :-(
Vielleicht habe ich das Zitat auch nur falsch gewertet und die Schlussfolgerung könnte ganz lapidar heissen :
"meine Spezialisten sind so schön unfähig, dass meine Person im Grunde gar nicht gebraucht wird und ich sie aber auch nicht entlassen mag, weil wir es zusammen so schön haben. Ich habe ein gemütliches Departement und nur das zählt doch im Grunde und Zeit ist eh relativ, wie man weiss!"
Herr Leuenberger, ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit und ich lese Sie natürlich (wie so oft) weiter.
Mit freundlichem Gruss, Blogger ;-)
http://www.youtube.com/watch?v=hQ5MiLqb
Auch für Tageslichtbeleuchtungen gibt es Schweizer Lösungen:
http://www.heliobus.com/pages_d/presse/presse06.html
Und auch hier, wäre es volkswirtschaftlich gesehen sinnvoll, wenn Neubauten die Tageslichtbeleuchtung von vorneherein berücksichtigen würden, anstatt dass wir ausländische Rohstoffe und Kraftwerke zum Betrieb von ineffizienten und unnötigen Beleuchtungsanlagen importieren.
"Rücktritt vom Rücktritt"
So etwas ist wohl nur in der Politik möglich und der Politikersprache bzw. dem "Politikslang"
Bei der Uhrzeit wäre mir das ganz recht.
Trotz Verlusten der SP kann es für mich keinen Schritt zurück geben in das Zeitalter von neuen Atomkraftwerken geben. Hier lasse ich an meiner Uhr nicht zurückschrauben, denn es hat bereits zuviele dieser Energieleferanten. Jedes Atomkraftwerk ist ein dampfendes Drohmonster gegen das garantierte Überleben von uns Schweizern.
Unabhängig von Parteienideologie und wer gerade in der Schweiz an der Macht ist, neue Atomkaftwerke will ich nicht hinnehmen. Wenn sich die Hälfte der Bürger auf Kosten der anderen Hälfte der Gefahr der Massenvernichtung ausliefern will, so ist dies höchst Undemokratisch. Man kann nicht in Wahlen einen potentiellen Massenselbstmord beschliessen, nur um günstig an Energie zu gelangen. Man kann nicht Tausende von Jahren Zukunft mit Radioktivem Müll belasten auf Kosten von Wählern die noch gar nicht existieren.
Meiner Ansicht nach ist die gegenwärtige Gesellschaft die das hinnimmt Schizophren und gegen sich selbst Gewalttätig, nur um noch etwas mehr Quäntchen billiger überrissene Energieverschleuderei zu betreiben.
Ich vordere alle Parteien auf so schnell als möglich mit diesen Selbstmörderischen und kriminellen Gedanken auf Kosten von uns allen aufzuhören und andere Energielieferanten zu bevorzugen und endlich Sparmassnahmen einzuleiten. Die bestehenden Atomkraftwerke müssen zudem sofort weg.
Nero war der Kaiser und hat Rom angezündet. Heute könnte potentiell das Volk per Wahlen die ganze Schweiz und darüber hinaus verseuchen. Ein Volk das die Schweiz so bedroht, das ist wie Nero, zwar im Recht, denn das Land gehört ihm, aber im Unrecht gegenüber allen jenen die nicht gerne alles in Flammen sehen wollen, zugunsten von 3 Rappen pro Kw/Std. Nero gilt Heute als Verbrecher. Bei den Nazis ist man sich noch darüber am streiten ob es so etwas wie Kollektivschuld gibt, bei Atomkraftwerken scheint mir dieser Gedanken an Kollektivschuld einer Demokratie die darüber abstimmen lässt, höchst aktuell.
Das Wahlrecht darf nicht genutzt werden um über einen potentiellen Massenselbstmord zu entscheiden.
Wo sind denn die Staatsrechtsprofessoren welche sich einmal darüber Gedanken gemacht haben ob es überhaupt gestattet sein darf für eingespartes Geld potentiell ein Volk und alle Nachkommen zu vergiften? Die Auszeichnungen von Rechtsprofessoren und Ethikern die sich nicht darüber beklagen was wir da 'Demokratisch' tun, die sind nicht ernst zu nehmen, sie sind tatsächlich Scharlatane die nur dort graben wo keine Widerstände zu erwarten sind und aufgestiegen sind weil sie besonders gut Paragrafen auswendig zu lernen vermochten und die Ethik betreiben wie Pavlowsche Hunde die beim Glöcklein Atomkraft aufs schweigen dressiert sind.
Es gibt übrigens noch andere Uhren als die Sommerzeit, es gibt jene die nun auf 5 vor 12 Stehen, so wie jene der Wissenschaftler die schon lange vor dem Atomschlag warnen oder vor einem Erdbeben, welches gleich mehrere Atomkraftwerke beschädigt.
Ich persönlich denke dass der Rückschritt bereits auf den Uhren fest einprogrammiert ist, so wie dies 1930 bereits auf die Ereignisse der Jahre 1932-1945 fest sichtbar in Büchern wie denen von Bertold Brecht eingrafiert worden ist und sie noch immer nachzulesen sind in den Keuner Krurzgeschichten (Erstpublikation 1930).
Daraus, aus 'Massnahmen gegen die Gewalt' hier die Geschichte von Berthold Brecht:
Als Herr Keuner, der Denkende, sich in einem Saale vor vielen gegen die Gewalt aussprach, merkte er, wie die Leute vor ihm zurückwichen und weggingen. Er blickte sich um und sah hinter sich stehen - die Gewalt.
"Was sagtest du?" fragte ihn die Gewalt. "Ich sprach mich für die Gewalt aus", antwortete Herr Keuner.
Als Herr Keuner weggegangen war, fragten ihn seine Schüler nach seinem Rückgrat.
Herr Keuner antwortete: "Ich habe kein Rückgrat zum Zerschlagen. Gerade ich muss länger leben als die Gewalt."
Eine Diskussion zu unterbrechen ginge ja noch… ;-) Einfach keine Stellung zu beziehen… Nun ja, ich finde das etwas schwach! Sorry, aber von einem Bloger mit ihrem „Format“ würde ich etwas mehr erwarten!
Grüessle
Nach dem letzten Wahlsonntag sind an meinem persönlichen Horizont dunkle, schwere Wolken aufgezogen. Mit Ihrem Beitrag, vor allem mit dem letzten Abschnitt, haben Sie mir wieder Mut machen können.
Vielen Dank dafür und bleiben Sie uns bitte erhalten.
Gruss
I. Gärtner
und wenn du jetzt gerade am PC sitzest, in deinem hell erleuchteten und gut geheiztem Büro oder Wohnzimmer, dann denke bitte daran, du brauchst gerade Strom, und er kommt sehr wahrscheinlich aus einem AKW.
Ja, wo sind sie nur geblieben, die Zahlen über den Energiespareffekt der Sommerzeit? Ganz einfach, es gibt kein Spareffekt, und es ist besser dies zu verschweigen als mit Zahlen zu beweisen, den diesen Beweis will man ja sowieso nicht wahrhaben! Die Sommerzeit brachte uns markant mehr Freizeitverkehr am Feierabend! Dazu gab es damals viele Beweise…. Doch eben, man wollte und will es nicht wissen.
Man will ja heute auch nicht hören, dass die Klimaerwärmung zu über 90% von den messbar und beweisbar stärkeren Eruptionen der Sonne verursacht wird. Womit sollen denn die Linksgrünen ihre Wähler fangen, wenn nicht mit der Angst vor der angeblich vom Menschen verursachten Klimakatastrophe?
PS: Nein, nein, die Kühe haben sich nicht an die Sommerzeit gewöhnt, sie haben mit der Umstellung im März immer noch ihre liebe Mühe…… doch auch das passt nicht ins Bild und sollte daher besser totgeschwiegen werden! Ist ja auch ein vergleichsweise sehr kleines Problem.
Wenn die Kühe soviel Mühe bekunden, warum lanciert dann die SVP keine Initiative, dass die Sommerzeit auch während dem Winter gilt und keine Umstellung mehr notwendig ist?
So könnte die SVP mal ausnahmsweise etwas produktives tun - anstatt sich andauernd über die Sicherheit in der Schweiz zu beklagen, obwohl ausgerechnet die beiden Departemente, welche für die Sicherheit in der Schweiz zuständig sind, ironischerweise bereits von der SVP besetzt werden. Das ist etwa das Gleiche, wie wenn ein kochender Koch andauernd "Hunger" schreien würde.
Bei den von der SVP verhinderten Einspeisevergütungen mit Biogas können Schweizer Landwirte profitieren. Wenn von der SVP geforderte neue teure Panzerdivisionen mit unseren hart verdienten Steuergelder Landschaden anrichten, profitieren Landwirte nichts.
Übrigens, ich zahle Steuern und belaste die Staatskasse in keiner Weise. Wie steht es mit Ihrem Beitrag zur Entlastung der Steuerzahler aus: Darf an den Direktzahlungen an die Landwirte zukünftig auch gespart werden?
Sie können ja eine Karriere als Klimatologe starten, wenn Sie es doch sowieso besser wissen.
Wie auch immer, wenn die SVP Erfolg mit dem Abbau des ÖVs und der Förderung des Privatverkehrs hat, können Sie sich sicherlich über noch mehr Freizeitverkehr freuen – Sommerzeit hin oder her.
Ich bezahle 6% mehr für ein Kilo Brot, als ich das ohne Schutzzölle auf Landwirtschaftsprodukte tun würde.
Ich bezahle 64% mehr für einen Liter Milch, aus demselben Grund.
Und ich bezahle 260% (!!!!!) mehr für ein 1kg Poulet - aus demselben Grund.
67% der Einkommens eines Schweizer Bauern kommt aus Subventionen.
Ja sagt mal: "Gaats no?!?"
Ok. Ich bin durchaus bereit 5% mehr für ein Produkt zu bezahlen, wenn ich dafür sicher sein kann, dass es aus meiner Umgebung kommt, keine Tierquälerei involviert ist usw... aber nicht 64% und schon gar nicht 260%!!!
Wie wärs, wenn wir 260% mehr bezahlen müssten für den Strom. Ohne Experte zu sein, bin ich sehr optimistisch dass sich damit einiges in Bewegung setzen könnte in Sachen Nicht-Atom-Strom.
Einfach nicht zu glauben. Und da jammern die Bauern über Abzockerei bei Konzernbossen.
Ich sehe in Atomstrom nichts gutes. Da wäre mir sogar der Solarstromimport aus Tunesien noch sympatischer.
Hat denn für einmal der „Akademiker-Bundesrat“ versagt? Herr Leuenberger, offenbar gehören auch Sie zu den Menschen – sofern sie den Eintrag selbst geschrieben haben – die nicht wissen, dass „Winterzeit“ „NORMALZEIT“ ist und „Sommerzeit“ „eingeführt“ wurde. Wenigstens sind sie in dieser Annahme nicht alleine, man lese nur mal die Kommentare zu diesem Artikel.
In Ihrer Argumentation führen Sie den energiesparenden Effekt des späteren Arbeitsbeginns im Winter (sic!) an. Es ist aber genau umgekehrt, man wollte durch die Einführung der SOMMERZEIT das Tageslicht effizienter nutzen und Energie sparen:
« „Daylight Saving Time“ (wörtl. übersetzt: „tageslichterhaltende Zeit“), beschreibt den Zweck, nämlich die Stundenzahl mit nutzbarem Tageslicht zu vergrößern. »
http://de.wikipedia.org/wiki/Sommerzeit
Im nächsten Abschnitt schreiben Sie wieder von „Einführung der Sommerzeit“. War also alles nur ein Versehen? Aber wieso sprechen sie dann zum Schluss von der verlorenen Stunde? Es ist doch so, dass wir mit der Umstellung zur Normalzeit endlich die im Frühling verlorene Stunde wieder zurückbekommen haben.
Das schweizerische „Zeitgesetz“ (was für ein poetischer Name) ist die gesetzliche Grundlage für die Sommerzeit und man kann es hier zu bestaunen: http://www.admin.ch/ch/d/sr/c941_299.html
Die Bauern sind zudem die ersten, die den Klimawandel zu spüren kriegen werden (in Form von Erosionsschäden und Bergrutschen). Und dann? Sollen wir Steuerzahler noch tiefer in die Tasche greifen, um sog. Klimaschadens-Kompensationszahlungen an die Bauern zu liefern? Wohlbemerkt an jene Bauern, die heute die SVP und deren Erdöl- und Atompolitik unterstützen? Da lachen ja die Hühner, Herr Bauer.
http://everywhere,typepad.fr
Il y a bien d'autres aspects politiques qui sont ainsi, nullement souhaités par le peuple. Par exemple, le durcissement ininterrompu de votre politique routière, alors que les accidents mortels n'avaient cessé de diminuer, même sans votre interventionnismme qui a réussi à fâcher une partie de la population contre les socialistes. A votre avis, quel est le seul conseiller fédéral qui a été suffisamment adroit pour mettre en question votre politique routière ?
Regardez-donc où vont les voix...
Si, au moins, votre politique qui empoisonne la vie des usagers de la route était cohérente. Mais non: vous aviez proposé l'abandon de l'amélioration de la liaison ferroviaire lausanne- Genève, fâchant ainsi la population d'un million de Suisses, pour revenir en arrière et aussitôt anoncer des mesures à l'encontre du doublement du Lötschberg et de la ligne du pied du Jura, fâchant un autre million de Suisses.
Il y avait mieux à faire, avant des élections...
Il est temps de laisser votre place à d'autres, monsieur Leuenberger. Il y a eu assez de dégâts, ainsi.
http://www.ludin.info
http://www.reflexion-religion.ch
* Das getraue ich zu sagen, weil ich seit zwei Jahren vergeblich versucht habe, mit dieser Spezies in einen Gedanken-Austausch zu kommen, der diesen Namen verdient. Von Nächstenliebe oder gar Feindesliebe keine Spur.
Jedes Individuum meint jene Zeit zu haben die er glaubt dass sie ihm zur Verfügung stehe, aber Zeit ist lediglich ein Massstab und nicht das tickern des Zeigers der eignen Wahrnehung und schon gar nicht die Erinnerung aus der wir Echtzeitenscheide = Nullzeitentscheide treffen. Insofern kann Verantwortung WAHR genommen werden, aber nicht in der Zeit die noch zur Verfügung steht, sondern entweder Jetzt oder nie.
Wer das nicht glaubt kann Zeit nicht brauchen, denn sie läuft an ihm vorbei.
Schrauben wir die 'Zeitrechnung' zurück, so entdecken wir lauter Menschen denen es so ergangen war. Die Zeit läuft den US-Amerikanern nicht deshalb (im Gefühl) am schnellsten von allen Erdenbürgern vorbei, weil die Uhren dort schneller tickern, sondern weil die Uhren in den USA selbst am Wochenende und am Abend noch für Geschäfte ticken. Der sogenannte Schnellimbiss entstammt dem Glauben das alles seine Zeit habe und das man dieses Jedes so gut wie möglich verkürzen müsse.
Am eindrücklichsten sind mir aber jene US Amerikaner in Erinnerung die sich von diesem Glauben an die Zeit losgelöst haben. Zeit ist jenes Mass mit dem Wirtschaftsführer und Diktatoren kalkulieren, gleichzeitig ist die Zeit jenes Teil das Salvador Dali mit Recht zerfliessen liess.
Sobald man Zeit ablegt, gewinnt man die Wahrheit des Augenblicks und die der Erinnerung. Die Realität geht ins real Relative, aber die Wirklichkeit hält Einzug in den Verstand und die Gefühle.
http://www.ignoranz.ch/item/bauernsterb
Ja warum braucht es denn die Schutzzölle, die Ihnen die Lebensmittel so schrecklich verteuern? DAS müssten Sie doch fragen! Irgend einen Grund wird es dafür geben.
Ich glaube, dass es um das Folgende geht: Bauern in der Schweiz müssen, um ihre Produkte herzustellen, viele Auflagen erfüllen, die die Produktion verteuern. Zudem sind Saatgut, Dünger, Maschinen etc. in der Schweiz bestimmt auch teuerer als im Ausland. Auch können in der kleinräumigen Schweiz Bauern nicht Massenproduktion betreiben, wie die in anderen Ländern geschieht. Das bedeutet, Schweizer Bauern produzieren die Lebensmittel (viel) teurer, als ihre ausländischen Kollegen. Damit nun die Schweiz nicht einfach mit Billigprodukten aus dem Ausland überschwemmt wird und die Schweizer Bauern ihre Produkte deshalb nicht mehr verkaufen können, braucht es ein System, das die Preisunterschiede ausgleicht. Es ist wahrscheinlich nicht so, dass Bauern in der Schweiz mehr verdienen als ausländische Bauern, wenn man die Aufwand und Ertrag Rechnung macht.
Übrigens, wer wird dereinst die Schweizer Bevölkerung mit Nahrungsmitteln versorgen, wenn es keine Schweizer Bauern mehr gibt?
Hallo Blog-Bauern, nehmt bitte Stellung zu den Fragen. Ihr wisst doch Bescheid.
Warum einige Kantone so geil darauf sind, AKW’s auf ihrem Gebiet zu haben? Weil sie eine Menge Geld dafür kassieren. Leider habe ich im Netz keine Angaben gefunden, wie viel Geld und vom wem genau die Standortkantone Geld erhalten. Vielleicht ist jemand hier im Blog besser im Recherchieren als ich.
Globi …?
Vielen Dank für die Aufklärung. Ich persönlich hätte nämlich lieber nur „Winterzeit“ bzw. Mitteleuropäische Zeit oder Normalzeit – im Gegensatz zu Herr Leuenberger und anderen hier im Blog.
http://www.nzzamsonntag.ch/nachrichten/
Die AKW-Steuer-Einnahmen sind natürlich enorm für eine einzelne Gemeinde bzw. einen Kanton mit mehreren AKWs (siehe link).
Die Schweiz hat dummerweise gegen 3000 Gemeinden und es hat aber kein Platz für 3000 AKWs. Es hat aber Platz für dezentrale Kleinkraftwerke, so dass auch jede Gemeinde etwas vom Stromkuchen erhält. Aber Heute will halt keine Gemeinde oder Kanton teilen. Und es ist ihnen egal, wenn die Schweizer Volkswirtschaft mit dem Kauf und Betrieb von neuen teuren ausländischen AKWs gesamthaft betrachtet verliert.
Übrigens, in Deutschland haben die Landwirte bereits festgestellt, dass sie als Energiewirte auch Geld verdienen und überleben können und sind deshalb alles andere als an neuen AKWs interessiert. Die Schweizer Landwirte verlassen sich halt lieber auf Schutzzölle und Direktzahlungen, statt dass sie ausnahmsweise auch mal etwas kreativ werden.
Ganz aktuell in "Schweiz aktuell" von gestern Abend:
http://www.sf.tv/var/videoplayer.php?videourl=http%3A%2F%2Freal.xobix.ch%2Framgen%2Fsfdrs%2Fvod%2Fchak%2F2007%2F10%2Fchak_20071031.rm%3Fstart%3D0%3A00%3A02.93%26amp%3Bend%3D0%3A20%3A05.996
http://www.sf.tv/sf1/schweizaktuell/index.php
Die NOK (Betreiberin vom AKW Beznau) hat ihr Betriebsergebnis seit 2004 vervierfacht. 644 Millionen Franken schauen dabei raus, wenn man unter anderem ein AKW sein nennen kann. In dieser Sendung von Schweiz Aktuell wird zudem berichtet, dass die anliegenden Gemeinden MASSIV finanziell vom AKW profitieren.
Stellungnahmen der Bevölkerung zum AKW sind dann auch ebenso banal, wie geldgeil und verblöded:
"Wir brauchens halt..."
"Ohne gehts ja wohl nicht, irgendwo muss der Strom ja herkommen..."
"Wir sind damit aufgewachsen und haben uns daran gewöhnt..."
Ja, wenn das keine guten Argumente für ein AKW sind... da frage ich mich doch, in was für einem Land ich lebe. Gehts denn hier wirklich nur noch ums Geld? Geld? Und nochmals Geld? Sind wir alle Dagobert Ducks mit Dollarzeichen in den Augen?
Was hat wohl die Gemeinde Döttingen (Beznau) davon, wenns mal *BUMM* macht? Unglaublich, sogar darauf haben diese Leute schon eine Antwort: "Dann müssen wir uns eh keine Sorgen mehr machen." Gesehen in einem Interview am SF DRS.
KKWs bringen NICHT die erhoffte Versorgungssicherheit.
Auch moderne KKWs weisen immer wieder Störfälle auf, die man NICHT kommen sah.
Atomstrom ist NICHT billiger als Solarstrom, wenn alle Nebenkosten (die heute grösstenteils vom Steuerzahler gedeckt werden) miteinbezieht.
Atomstrom macht uns noch abhängiger vom Ausland. Uran gibts keins in der Schweiz.
Uran ist beschränkt. Es gibt nicht beliebig viel davon. Prognosen gehen von 50 bis 200 Jahren aus, bis das Uran aufgebraucht ist. Wobei bei der 200 Jahre Prognose der Uranerzabbau dermassen teuer wird, dass es äusserst unrentabel wird.
Leute, bitte wacht auf, in Eurem eigenen Interesse. Atomstrom löst unsere Energieprobleme nicht. Er verschlimmert sie!
da bin ich nicht deiner meinung. wenn man einen wirtschaftszweig schon finanziell unterstützen will, dann bitte auf elegante art und weise. ein beispiel: rückeinspeisevergütung für solarstrom. thomas urseler hat geschrieben, dass die bauern ja grosse scheunendächer haben. so wären gleich zwei fliegen auf einen "klapf" erschlagen. die bauern hätten einen weiteren profitablen wirschaftszweig. und die erneuerbaren energien hätten im volk durch die bauern eine starke und breitere vertretung als dies heute der fall ist.
deshalb nochmal meine frage: was könnte wohl mit all den atom-heinis gemacht werden, wenn wir soviel mehr für den strom zahlen müssten als für unsere lebensmittel. ich denk die akw-typen könnte man dann getrost "entsorgen".
http://www.flexcell.com/index.php?langu
Alleine mit den Subventionen an die Schweizer Landwirte könnte man natürlich problemlos erneuerbaren Strom in Hülle und Fülle produzieren und damit gleichzeitig wertvolle Arbeitsplätze schaffen und die Schweiz im schnellwachsenden erneuerbaren Energiemarkt konkurrenzfähiger machen.
Ein Beispiel:
Offensichtlich haben die Landwirte in der Schweiz 13.5 Milliarden Franken Subventionen in 4 Jahren erhalten.
Mit den 13.5 Milliarden Franken könnte man beispielsweise 42 Schweizer High Tech Solarmodul Fabriken erstellen, welche zusammen Solarmodule mit einer Leistung von 6.72 GW pro Jahr produzieren.
Das heisst jedes Jahr würde so 6.7 mal die Leistung Gösgens an Solarmodulleistung produziert. Im Gegensatz zur teure Schweizer Milch können wir diese Solarmodule auch gewinnbringend im Ausland absetzen (es gibt Einspeisevergütungen für Solarstrom in Deutschland, Spanien, Italien, Griechenland etc.).
Die Schweizer Landwirte können übrigens nicht nur Strom mit den Solarmodulen auf den Dächern (siehe z.B. Flexcell link) produzieren, sondern sie können je nach Situation auch kleine Wasserkraftwerke, Windturbinen, Biogasanlagen (Gülle), Holzvergasungsanlagen (Wald) betreiben oder Biomasse zur Biogasproduktion anpflanzen.
Danke Liza!
Kassensturz:
Die Preisvergleiche ziehen den Weltmarktpreis bei. Umwelt und Sozialanliegen werden schlicht vergessen! Kein Bauer auf der Welt produziert kostendeckend zum Weltmarktpreis! Ein Beispiel: Ich unterstütze via Hilfswerk ein Patenkind in Mittelamerika. Ich bezahle nicht nur, ich pflege auch Kontakt mit der Familie so gut es geht. Der Vater arbeitet zu 100% in der Landwirtschaft. Trotzdem ist die Familie auf Hilfe angewiesen. Schuld sind zum Teil wenigstens die zu tiefen Produzentenpreise. Diese Länder müssen nicht mehr exportieren können, sondern weniger zu besseren Preisen. Würden für Agrarprodukte weltweit endlich anständige Preise bezahlt, ginge es der Umwelt und den Menschen besser!! Doch leider steuern wir immer noch in die andere Richtung. (mehr, schneller, billiger)
Scheunendach:
Auf Bauernhöfen gibt es tatsächlich viele grosse Dächer. Auf meinem Hof steht das Hauptgebäude leider ungünstig. Doch geschlafen wird nicht. Siehe www.solarbauern.ch.
Ich wünsche überall ein sonniges Wochenende!
Ich habe versucht, auf Ihre Klage betreffend Verteuerung der Lebensmittel wegen Schutzzöllen eine Antwort zu geben, indem ich versuchte, den Mechnaismus aufzuzeigen. Ich habe nirgends eine Meinung geäussert und nirgends gesagt, dass ich das für eine gute Sache halte.
Soviel ich weiss, hat der vor langer langer Zeit einmal gelebt. Jetz stellen wir uns vor, der hätte damlas ein solches AKW betrieben... nun, wir dürften seinen Schrott immer noch bewachen weil... nun weil er sein Radio immer noch strahlen hat.
Und wir? was hinterlassen wir unseren Nachkommen für einen Schrott? Wer prahlt da von Umwelt und Schutz? Unsere Sonne liefert uns jeden Tag soviel Energie, wie wir Menschen alle in einem Jahr verbrauchen... und da gibt es doch tatsächlich solche die behaupten.... ja was wohl? Wir brauchen mehr Enegie... Aber das schlimme daran ist: die Anderen... ja DIE - die glauben das - und rufen: wir brauch Kraftwerke in denen man Atome spaltet... nun, ich muss mich widerholen: Fusioniert die Atome kalt und Ihr hinterlasst keinen solchen Müll..., aber die, tja, DIE, die haben ganz recht... die sind ja dann schon längstens unter der Erde und werden vom "Radio" nicht mehr gequält... oder vielleicht doch? dann nämlich, wenn sie wieder mit einer neuen Festplatte "da oben" auftauchen und sich fragen: "Wer hat denn den Müll produziert? Diese.... A-Löcher!" (A=Atom) und können sich nicht mehr daran erinnern, dass es ja eben sie einmal... nur eben mit neuer Hardware und neuer Festplatte..., (Gedächtnis ist ja an die Festplatte geknüpft) - ...
Aber Strahlen.... tun sie dann immer noch
Wollen wir wirklich so einen Müll uns später hinterlassen? - und unserern Kindern.
Ich denke heute schon: die haben wohl nicht alle T. im Schrank... nun, hab ich ja auch nicht... aber ich erzähl auch nicht so einen Käse von: es hat zu wenig
än schönä
Rich
leider darf ich noch nicht wählen und auch noch nicht abstimmen. Aber bald werde ich beides dürfen und auch tun.
Gestern haben wir in unserer Klasse besprechen müssen, was wir von unserer Regierung erwarten.
Wir wollen eine Lösung für das Arbeitslosenproblem. Wir wollen eine Lösung für das Energieproblem und wir wollen eine Lösung für das Integrationsproblem (das ist aber von unserer Lehrerin gekommen). Leider hatten wir nicht mehr Zeit, um noch mehr Probleme aufzustellen.
Wir waren uns alle einig, dass Atomstrom keine Lösung ist, die uns unsere Regierung vorstellen darf. Weil diese Lösung gibts ja schon. Wir wollen eine neue Lösung von der Regierung.
Wir finden auch, dass Ihr Erwachsenen die Umwelt kaputt macht. Worum macht ihr das?
Ich will eine Lehrstelle nach der Schule. Alle reden davon im Fernsehen. Werde ich eine Lehrstelle haben?
Urs, Sempach
Mach dir keine Sorgen! Jugendliche wie du, welche sich Gedanken machen und die "richtige" Einstellung mitbringen, werden ihren Weg gehen und auch eine Lehrstelle finden.
Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach die "Generation MTV", welche Gangstarap etc. als Lebenseinstellung übernehmen.
Das Geld wächst bekanntlich nicht auf den Bäumen und Rap- oder Popstar können nur ein paar ganz wenige werden und dies auch nur mit viel Glück.
Da stehen die Chancen mit einer positiven Lebenseinstellung, Zuverlässigkeit, Wille und Hartnäckigkeit eine Lehrstelle zu finden bei nahezu 100%. Und wenn es zu Beginn nicht gerade mit dem Traumjob klappt, kann man sich später immer noch verwirklichen!
Ich spreche aus eigener Erfahrung!
Zuerst muss man immer sähen, bevor man ernten kann. Just go for it!
„Die Schweizer Landwirte können übrigens nicht nur Strom mit den Solarmodulen auf den Dächern (siehe z.B. Flexcell link) produzieren, sondern sie können je nach Situation auch kleine Wasserkraftwerke, Windturbinen, Biogasanlagen (Gülle), Holzvergasungsanlagen (Wald) betreiben … „
Das sehe ich ebenso. Nur gegen die Aussaat von Pflanzen, die allein der Produktion von Energie dienen sollen, habe ich Einwände.
Beim Thema ‚Deckung des Energiebedarfs’ geht es meines Erachtens darum, dezentrale, regionale Energieproduktion zu berücksichtigen und zu unterstützen. Ich betone dies hier besonders deutlich, weil Politiker und Medien immer von einer Stromversorgung sprechen, die das ganze Land mit Strom versorgen soll. Das führt dazu, dass der Bevölkerung neue AKW’s schmackhaft gemacht werden, anstatt regionale Verhältnisse wie z.B. viel Wind, viel Sonne oder Biomasse etc. zu berücksichtigen und dort den Ausbau der Infrastruktur zur Energiegewinnung zu unterstützen – und zwar nicht nur mit Worten, sondern auch finanziell.
Denn:
Es wird Mechaniker(innen) für die Service an Blockheizkraftwerken brauchen.
Es wird Konstruktionsschlosser(innen) für die Plasmareaktoren der Solarzellenproduktion brauchen.
Es wird Elektriker(innen) für den Aufbau von Solarstrom-Anlagen brauchen.
Es wird Elektroniker(innen) für die intelligente Steuerung der Gebäude brauchen.
Es wird Sanitär(innen) für die Installation von Solarwärme-Anlagen brauchen.
Es wird Maurer(innen) für die bessere Isolation der Häuser brauchen.
Es gibt noch viel mehr Beispiele aber Du siehst: Die neue Lösung für's Energieproblem ist auch eine Lösung für's Umweltproblem und ist auch eine Lösung für's Arbeitslosenproblem. 3 Fliegen auf einen Klatsch.
@ HP Maurer, ein Dach ist übrigens nicht zwingend notwendig. Es gibt auch Freiflächen Solaranlagen.
Weshalb tun die das? All diese Public Relation kostet die AXPO enorm viel Geld. Zudem setzt sie sich der politischen Diskussion aus - was bekanntlich nach hinten los gehen kann. Ein zusätzliches Risiko also. Deshalb nochmal meine Frage: Weshalb macht die AXPO das?
Wohl kaum, weil ihr das Wohlergehen der Schweizer Bevölkerung sooo ans Herz gewachsen ist, dass sie gleich hundert Tausende Franken für die KKW-Werbung ausgibt. Komisch, nicht?
Folgendes ist NUR Spekulation:
Könnte es sein, dass irgendwo hinter der AXPO einige wenige Leute sitzen, die mit KKWs ENORM viel Geld verdienen? Egal, ob diese rentabel oder sicher sind?
Könnte es sein, dass diese Hinterleute sehen, dass die Luft langsam aber sicher dünn wird für ihre strahlende Zukunft? Und sie deshalb sogar grosses Geld in die Hand nehmen und den Nuklear-Lehrstuhl an der ETHZ mit Prof. Prasser sponsern bzw. besetzen?
Eine weitere Frage, die ich mir gestellt habe: Weshalb will uns die AXPO immerzu weismachen, dass wir ein neues KKW BRAUCHEN?
Das macht für mich keinen Sinn. Denn, wenn KKWs doch soooo sicher sind, die (noch nicht geklärte) Entsorgung sooo billig ist (laut AXPO 1-3 Rappen/kWH von tatal 18 Rappen/kWh), die Versorgunssicherheit sooo toll ist und es noch soooo lange und sooo viel Uran gibt - ja, weshalb dann macht die AXPO uns Angst mit der Stromlücke? Denn, wenn KKWs so toll sind, dann würde das Volk einem neuen KKW ja bedenkenlos zustimmen. Und alles wäre rosarot.
Da ist doch der Wurm drin, sage ich mir.
Mfg@ALL
TU
Ich finde es gut, dass auch ganz junge Leute sich hier auf dem Blog zu Wort melden. Und ich finde es toll, dass ihr in der Klasse darüber redet, was ihr von einer Landesregierung erwartet. Ich verstehe auch die Sorge um eine Lehrstelle sehr gut, da mein Sohn erst seit kurzen in der Lehre ist und somit die Lehrstellensuche noch präsent. Wenn man keine Lehrstelle findet, ist das nicht der Untergang. Wichtig zu wissen ist, dass man nicht alleine gelassen wird. Es gibt wirklich viele Stellen und Ämter, die sich lehrstellenlosen Jugendlichen annehmen und Brückenangebote machen.
Ihr in der Klasse findet, dass die Erwachsenen die Umwelt kaputt machen. Mir ist nicht klar, wie ihr zu dieser Aussage kommt. Darüber würde ich gerne mehr erfahren. Es wäre auch interessant zu hören, wie Du dich im Alltag fortbewegst, ob Du ein Handy hast, ein Compi, oder wie viele batteriebetriebene Geräte Du benutzt, ob Du ein Mofa hast, was Du am meisten isst und trinkst, wie oft du in die Ferien fährst etc.
Bei mir Zuhause ist es nämlich so, dass mein Sohn derjenige ist, der ganz viel Strom verbraucht und auch sonst Dinge benutzt, kauft oder konsumiert, die bei der Herstellung, beim Gebrauch oder beim Entsorgen Umweltprobleme erzeugen: zum Beispiel zwei Computer, Handy, Klimagerät, WLAN, Radiator auf oberster Stufe und Türen offen, Getränke in Aludosen etc. etc. Und dies, obwohl er seit Klein auf ein ganz anderes Vorbild in mir hat. Ich finde übrigens, dass viele Jugendliche so sind wie mein Sohn und mit ihrem Lebensstil das Energie- und Umweltproblem verschärfen ohne es zu merken.
Was meinst Du dazu?
Als das neuste und modernste Schweizer AKW in Leibstadt mit wesentlicher Verspätung und mit über 100% Kostenüberschreitung 1984 endlich in Betrieb genommen wurde,
war der kalte Krieg noch im vollen Gange und in der DDR wurde stelzend marschiert als wär kein Ende in Sicht,
der Michael Jackson war noch 'schwarz',
Musik hat man statt auf dem Ipod auf Schallplatten gehört,
das Mobiltelefon hat noch nicht in den Hosensack gepasst,
und es gab auch noch kein Internet und auf dem teuren PC mit Floppy Disk (0.16 MB Speicherkapazität) konnte man grad noch knapp mauslos 2D Wandball mit Strich spielen,
Diese Zeiten sind inzwischen überholt und wir haben bessere Lösungen was die Stromversorgung betrifft. Die grauen Eminenzen an den Stromhebeln wollen sich unter keinen Umständen auch nicht in ferner Zukunft von dieser Vergangenheit trennen, weil sie wissen das sie bereits mit einem einzigen neuen ausländischen Reaktor mit einem einzigen Rappen mehr pro kWh über 120 Millionen Franken pro Jahr mehr einsacken können.
"Ihr in der Klasse findet, dass die Erwachsenen die Umwelt kaputt machen. Mir ist nicht klar, wie ihr zu dieser Aussage kommt. Darüber würde ich gerne mehr erfahren. Es wäre auch interessant zu hören, wie Du dich im Alltag fortbewegst, ob Du ein Handy hast, ein Compi, oder wie viele batteriebetriebene Geräte Du benutzt, ob Du ein Mofa hast, was Du am meisten isst und trinkst, wie oft du in die Ferien fährst etc."
Ich finde, das nicht richtig, dass Sie Urs diese rethorischen Fragen auf diese sugestive Art stellen. Die Jugendlichen haben Recht, wenn sie sagen, dass wir Erwachsenen die Umwelt kaputt machen. Sie sind wohl die einzige Bevölkerungsgruppe, welche wir nicht auch noch verantwortlich machen können für UNSERE Fehler. Jugendliche konsumieren, verschwenden und kaufen, was WIR produzieren, nicht sie. WIR sind es, die in den letzten hundert Jahre, die Welt zu dem gemacht haben, was sie heute ist, nicht die Jugendlichen. Ich sehe in der Jugend sogar unsere einzige grosse Chance, dass sie sich nicht korrumpieren lassen von Macht, Geldgier und Faulheit, wie wir das bei uns zugelassen haben. Nein, den Jugendlichen können wir die Sache nicht in die Schuhe schieben.
Persönlich kenne ich zwei junge Leute, die bewusst auf Natel, I-Pod und all den andere sinnfreien Schnickschnack verzichten. Sie finden es "blöd". Und dass der Computer immer mehr Einzug hält bis unters Kopfkissen ist wiederum ein "Furz" UNSERER Generation. Leider wird sich der Furz wohl auf die nächste Generation übertragen - und dabei helfen wir ja mit aller Wucht nach.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie eine Schulklasse wie jene von Urs aus Sempach zum Schluss kommt, dass die Erwachsenen die Umwelt kaputt machen. Es ist nun mal so. Wir haben den Karren ganz schön tief in den Matsch "gefahren". Es wird an der kommenden Generation sein, ihn wieder raus zuziehen.
MfG
TU
KKW kontra Solarenergie, fossile Energie kontra regenerative Energie, Auto gegen Velo, Flugzeug gegen Bahn, Fussgänger gegen MTB'ler , Wanderer gegen Kühe, die Schweiz gegen Europa und Europa gegen den Rest der Welt....
unsäglich welche Probleme wir generieren müssen um unsere langweilig schönes und bequemes Dasein in der Schweiz ein bischen attraktiver zu machen...
Für denjenigen der meint die ganze Welt laufe so wie im "Modellfall" Schweiz, der solle mal eine "Bildungsreise" zb nach Rio de Janeiro machen. Aber nicht an die Copa Cabana sondern ein paar Strässchen weiter hinten in den Hügeln der Favelas.... dann wird er merken wie kleinkariert dumm wir uns hier benehmen und würde vielleicht merken, dass die oben genannten Technologien und Techniken und Lebensarten ERRUNGENSCHAFTEN sind und nicht zum alltäglichen Brot der Rest der Welt gehören. Sozusagen sind es Luxusartikel von 10% der Weltbevölkerung, der Rest hat andere echt existenzielle Probleme....
und wir streiten uns brav weiter ob der Strom aus der Steckdose kommt oder vom Dach des Nachbarbauers... puh...
ein kleiner Gedankenanstoss
Mirosch
Danke für die schönen alten Bilder!!!!
Wie hast du die in Deinen Beitrag reinkopiert? Ahh... du arbeitest in Bern....
Es wäre schön, wir könnten das auch, ich meine,Bilderreinkopieren!!!!
Ich bin aber auf jeden Fall zu 100% Deiner Meinung. Hier noch die Behauptungen von Prof. ETH Bruno Keller, und meine Antworten zu seinem Essay:
Prof.ETH Bruno Keller stellt in der NZZ von heute fest:
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Die Schweiz produziert lediglich 23 % des Gesamtverbrauchs an elektrischer Energie. Der Rest wird importiert.
Deutschland produziert 63 % seiner elektrischen Energie fossil mit Braun- und Steinkohle und Erdgas. Wenn Merkels Plan von einem 20 %-Ersatz durch Winderenergie erfüllt wird, bleiben immer noch 43 % (Schweiz heute: 0 %).
China nimmt derzeit Woche für Woche ein Kohlekraftwerk von ca. 1 Gigawatt in Betrieb.
China plant Kernkraftwerke von insgesamt 40 Gigawatt und hortet dafür Uran.
Hauptbrocken des Energieverbrauchs in der Schweiz sind die Gebäude: 91 % fossile Brennstoffe, 9 % Elektrizität.
Lediglich 1,7 % der gesamten Gebäudemasse der Schweiz werden pro Jahr durch Neubau, Umbau oder Sanierung erneuert.
China produziert derzeit pro Jahr die doppelte Bruttogeschossfläche des derzeitigen Gesamtbestands der Schweiz. Der Energiebedarf für diesen jährlichen Anstieg ist grösser als der gesamte Energiebedarf der heutigen Schweiz.
Selbst wenn in der Schweiz nur noch Minergie P-Gebäude3 zugelassen würden, würde damit lediglich eine Reduktion des Gebäude-Energiebedarfs bis ins Jahr 2050 von heute 550 auf 335 Megajoule pro m2 erreicht (61 % des heutigen Verbrauchs).
Die radikale Umstellung auf Wärmepumpen für eine CO2 -freie Schweiz, umgerechnet auf den gesamten Gebäudebestand der Schweiz, hätte einen Anstieg des Elektrizitätsbedarfs von 63 % zur Folge. Dies bedeutet den Bau von fünf zusätzlichen Kernkraftwerken vom Typ Leibstadt oder 240 Quadratkilometer Solarzellen oder 30 Pumpspeicherwerke oder 2'800 Windkraftwerke vom Typ Mt.-Crosin
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Ich als kleiner ungebildeter Eisbär gehe Punkt für Punkt auf ihn ein, und stelle fest:
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Zu den einzelnen im Essay veröffentlichten Punkten sind folgende Antworten/Lösungen in den kommenden Jahren bereit:
- Die Schweiz produziert lediglich 23%?? Der Import von Energie macht vielleicht so viel aus, wen man die elektrische Energie, die jedes Auto produziert, etc dazu rechnet. Die im 2006 in der Schweiz verbrauchten 58 Terawatth wurden zu einem grossen Teil aus einheimischer Produktion gedeckt. Der Anteil an Importstrom von Frankreich macht nie und nimmer 77 % aus. Höchstens 7-10% - die genauen Zahlen müsste ich nachschlagen.
- DE - Strom aus Kohle und Erdgas. Ist richtig. Dieser Anteil wird
sicherlich auch in Zukunft sehr hoch bleiben, trotz Ausbau der
Wind- und Sonnenenergie. Mit den neu entwickelten CO-2
Filteranlagen (CO2 Bindung), welche in 3-5 Jahren marktreif
sein werden, kann bis zu 90% CO-2 gebunden werden.
Der CO2 Ausstoss kann also massiv gesenkt werden.
Kohle Oel und GAs sind jedoch nichtunbegrentzt verfügbar.
(Uran übrigens auch nicht). Deshalb werden Wind-,Sonnen-
energie und Erdwärme so oder so bis Ende Jahrhundert den Gross-
teil der Energie weltweit decken.
- China - 1 Kohlekraftwerk pro Woche. Antwort siehe oben.
(Die Firmen, welche in diesem Filtergeschäft tätig sind, haben
in diesem Bereich einige Boom - Jahre vor sich).
- China AKW's. Weltweit können bei voller Anstrengung pro
Jahr höchstens 60 neue AKW's gebaut werden. Die AKW's
produzieren heute nur ca. 8% der gesamten globalen Strom-
produktion. Selbst wenn pro Jahr 60 neue AKW's gebaut würden, würde der prozentuale Anteil in den nächsten Jahren sogar sinken.
- Schweiz Gebäudeheizungen: ist richtig. Deshalb braucht es
dringend mehr Förderung für Wärmedämmung/Isolierungen,
sowie für Solarwärme und Erdwärem. Die 91% fossile Brennstoffe
blasen so viel Feinstaub und sonstige Umweltgifte in die Luft,
dass wir in allen Aglomerationen im Winter Smog und enorm
hohe Feinstau-Werte haben. Es ist also so oder so wichtig, diese
Belastung zu verringern. Denken Sie an die Gesundheitsschäden,
die dadurch entstehen. Dass dabei noch der CO2-Ausstoss
reduziert wird, ist ein für diie Kioto-Ziel brauchbarer Nebeneffetk.
- 1,7% pro Jahr Neubauu/Umbau/Sanierung. Ist richtig. Deshalb
braucht es dringend mehr Förderung (siehe oben). Die Förderung
hat zudem einen positiven Effekt auf die Bauwirtschaft für viele
Jahre. Und das bringt dem Staat wiederum Mehreinnahmen.
- Bauboom in China. Es wird schwierig sein und Jahre dauern, bis
dort die Solarwärme, Erdwärem etc. prozentuall den grösseren Teil
der Wäremproduktion ausmachen werden. Eines ist jedoch klar.
Der Erölpreis ist heute schon bei USD 90.00. Gas ist auch teuerer
geworden. Die Kohle wird ebenfalls enorm teurer werden. Sonnen-
und Windenergie werden jedoch immer günstiger. Bis in ein
paar Jahren wird sich der Boom der erneuerbaren Energien
deshalb enorm verstäken. Der Markt wird dann zu gunsten der
Erneuerbaren Energien kehren, sodass ein enormes Wachstum
über Jahrzehnt bereits heute vorausgesagt werden kann.
Dass die Sonnen- und Windenergie unerschöpflich sind, weiss
jedes Kind. Das selbe gilt für die Erwärme.
- Minergie-P Gebäude: Eine solche Reduktion wäre doch super.
- Umstellung auf Wärmepumpen. Die Technologien werden stetig
weiter entwickelt und verbessert. Eine Kombination Wärmepumpe,
Sonnenenergie wird heute schon empfohlen. Wenn man die
Sonnenenergie richtig nutzt, wäre eine Vervielfachung des Stromverbrauchs problmelos möglich. Übrigens werden immer mehr Klimaanlagen gebaut, welche im Sommer während des Tages enorm viel Strom verbrauchen. Auch diese Anlagen werden mehr und mit Solarstrom betrieben. Es führt kein Weg an der Sonnen-, Wind- und "Erdenergie" vorbei.
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Prof ETH Bruno Keller hat also erkannt, das die Welt gross ist, und dass die Probleme nicht von der Schwez aus gelöst werden können.
Ich habe erkannt, dass er recht hat. Aber dass deshalb die Welt untergeht, ist kaum zu erwarten.
Grüsse an die ETH von meiner kleinen Scholle.
Dein Beitrag von heute finde ich wieder sehr gelungen!
“…um uns allen mitzuteilen, dass in der Schweiz ohne neues KKW bald die Lichter ausgehen.“
- Nach dem Moto: steter Tropfen höhlt den Stein (es funktioniert nämlich tatsächlich)
“All diese Public Relation kostet die AXPO enorm viel Geld.“
- Kein Problem, wir bezahlen das mit der Stromrechung (und vielleicht auch noch mit Steuergeldern).
„Weshalb macht die AXPO das?“
- Weil sie viel Geld hat und noch mehr Geld erwirtschaften will.
“Könnte es sein, dass irgendwo hinter der AXPO (einige wenige) Leute sitzen, die mit KKWs ENORM viel Geld verdienen?“
- Ich bin überzeugt, dass dem so ist.
„Eine weitere Frage, die ich mir gestellt habe: Weshalb will uns die AXPO immerzu weismachen, dass wir ein neues KKW BRAUCHEN?“
- Weil steter Tropfen den Stein höhlt.
“Denn, wenn KKWs so toll sind, dann würde das Volk einem neuen KKW ja bedenkenlos zustimmen.“
- Wenn AXPO noch ein paar Jahre fleissig so weiter lobbiiert, könnte das meiner Ansicht nach passieren. Erinnern wir uns doch, wie die SVP zu vielen Stimmen gekommen ist. Es ist immer die gleiche Masche: viel, viel Geld investieren, den Leuten via allen möglichen Kanälen über längere Zeit und immer wieder etwas zu suggerieren, was dann endlich geglaubt wird und der Verwirklichung der angepeilten Ziele dient.
http://www.espace.ch/artikel_441339.html
tragisch....
Nicht alle Erwachsenen tun das, schon gar nicht absichtlich. Aber tatsächlich ist die Zeit für viele Erwachsenen schon längst abgelaufen, wo sie persönlich etwas hätten tun können. Das Marktverhalten vieler Erwachsener erlaubt es der Atomlobby weiter zu planen für die nächsten Atomkraftwerke.
Die zerlaufene Zeit
Morgen früh bei mir zu Hause.
Mein Morgenessen erhitze ich mit der Kraft aus erneuerbaren Energien.
-Das hat mit dem Vertrag beim Elektrizitätswerk zu tun, in welchem ich nur erneuerbare Energie im Haushalt konsumiere.
Meine Mietwohnung habe ich auch ausgewählt nach der Qualität seiner Isolation. Würden alle Häuser so isoliert, dann würden die Schweizer Haushalte insgesamt 30% Energie sparen.
Die Arbeitsstelle ist entweder bei mir Zu Hause am Computer -Terminal, oder dann fahre ich 12 km in die Firma zu Besprechungen. Mein Computer -Terminal läuft mit Erneuerbaren Energien, der Arbeitsweg geschieht mit dem Elektrobike der Marke Byketec Flyer.
- Letzteres hat mit dem Verkauf des Autos zu tun, sowie dem Kauf eines
Fahrzeuges das für die 12 km und zurück weniger Energie verbraucht als die Morgendusche. Das Einkaufen geschieht mit einem Rucksack in welchem alle Lebensmittelprodukte für zwei Tage gut Platz finden.
Wenn ich nach Hause zurückkehre, dann fühle ich mich sportlich frisch und wach.
- Das hat mit der Gesundheit des Fahrrad Fahrens zu tun, denn das Elektrobike unterstützt mich nur bei starken Steigungen. Auch alte Menschen können Elektobike fahren, für Herzpatienten ist es sogar therapeutisch wirksam, also keine Ausreden lasse ich gelten. Das vermindert Kosten in der Medizin, welche Energieaufwändig ist.
Abends ruft eine Freundin aus Bern an und fragt mich ob ich ihm am Wochenende beim zügeln helfen könnte und ob ich meinen Kombi mitnehmen kann. Ich reserviere ein Mobility Fahrzeug, das 6 Minuten Fussweg vom Freund weg in Bern geparkt bereit steht.
Ich habe ein Halbtax -Abonnement der SBB, das mich für 25 sFr. von Zürich nach Bern bringt.
-Das hat mit einem Vertrag bei Mobility (Car sharing) zu tun. Das Halbtax Billet kann man bei der SBB kaufen.
Während ich dann am Wochenende von Zürich nach Bern fahre, dann flitzen wir an einem Atomkraftwerk vorbei. Schmerzhaft wird mir aber bewusst dass die SBB auch mit Atomstrom fährt.
-Dies hat nichts mit mir zu tun, sondern mit der seit Jahren aus meiner Sicht verfehlten Energiepolitik der Schweiz und der SBB, ebenso mit einer Demokratie, welche es erlaubt dass sich die Mehrheit in Ethisch verwerflicher Weise auf Kosten einer Minderheit hochriskante Technologie zunutze macht.
Da kann ich nicht wählen welche ‚öffentliche Energie’ ich verwenden will. Ich kann kein Halbtax -Abonnement kaufen in welchem ich entscheiden kann mit welcher Energie ich SBB fahren will Selbst Kinder müssen mit Atomstrom SBB fahren, ob sie wollen oder nicht.
-Es gibt kein Gesetz das den Betrieb von Atomkraftwerken verbietet, es gibt kein Gesetz in der Schweiz bei der (in der Demokratie) die Mehrheit auf Kosten der anderen Bürger tödlich riskante Technologie betreiben darf. Beides ist Ethisch verwerflich.
Die Zeit vieler Erwachsenen ist abgelaufen, aber das war deren eigene Zeit und nicht meine Zeit. Frage mal deine Lehrerin und deine Eltern ob sie in ihrem Haushalt noch Atomstrom konsumieren. So mancher der dagegen Politisiert und Polemisiert ist in der Tat selbst noch in der Zeit des bewussten Atomkraftverbrauchers, auch wenn es anders möglich wäre.
Sie haben berechtigte Zweifel:
"Die Schweiz produziert lediglich 23 % des Gesamtverbrauchs an elektrischer Energie. Der Rest wird importiert."
Die Zahlen von Prof. ETH Bruno Keller sind Müll.
Hier der Link zur Gesamtenergiestatistik des BFS für das Jahr 2006:
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/08/22/publ.Document.97835.pdf
Auf Seite 9 und 10 erkennen wir, dass die Schweiz 2006 rund 117210 TJ "Wasserstrom" produziert hat. Das sind 56% des gesamten Elektrizitätsverbrauchs in der Schweiz. Letzterer wurde übrigens zu 31% durch Haushalte, zu 33% durch die Industrie, zu 29% durch Dienstleistungen und zu 5% durch den öffentlichen Verkehr (Bahnen, Busse...) verursacht.
MfG
TU
http://umweltinstitut.org/radioaktivita
Die 23% beziehen sich auf den Strom. Das heisst, 77% des Schweizerischen Energieverbrauchs ist nicht-elektrische Energie (z.B. Gas und Öl). (Je nach Quelle sind es sogar noch mehr als 77%).
Wir produzieren tatsächlich nur 14% des Energiebedarfs der Schweiz selbst, da wir in der Schweiz offensichtlich weder Uran abbauen noch Uran aufbereiten. 86% des Schweizer Energieverbrauchs (Uran, Öl, Gas) wird also importiert. Insofern ist die ganze Mär von wegen Unabhängigkeit und Energie ohnehin bereits jetzt ein Witz.
Abgesehen davon, dass Bruno Keller Atomstrom als nachhaltig bezeichnet, macht er leider noch wesentlich gröbere Überlegungsfehler: Aus irgendeinem absurden Grund geht er davon aus, dass Häuser allesamt mit Wärmepumpen anstatt mit Solarwärmekollektoren beheizt werden sollen.
Er meint, dass dazu beispielsweise 240 km2 Solarzellen notwendig sind und diese wiederum 30 Pumpspeicherkraftwerken bedingen. (Solarwärmekollektoren sind mind. 5 mal so wirksam wie Solarstromzellen!)
1. Sind 240 km2 kaum 10% der verbauten Fläche der Schweiz.
2. Wird diese Fläche in weniger als 10 Jahren in der Schweiz neu verbaut.
3. Macht es Sinn das die überflüssigen Wärmepumpen auch dann zu betreiben, wenn die Sonne auf die Dächer scheint und die Wärmetauscher ohnehin effizienter arbeiten (keine elektrische Speicherung notwendig).
4. Selbst wenn die unsinnigen Wärmepumpen ausschliesslich in der Nacht betrieben werden sollen, braucht es nicht etwa mehr Pumpspeicherkraftwerke sondern die Leistung der bestehenden Pumpspeicherkraftwerke muss erhöht werden.
Auch vernachlässigt er - wie Eisbär richtig festgestellt hat - dass der Minergie-Standard tatsächlich nachhaltige Wertschöpfung in der Schweiz produziert.
Und auch dass die Schweiz verglichen mit China ein Musterknabe ist stimmt eben nicht. Wenn wir pro Kopf 5mal soviel Energie verbraten wie die Chinesen obwohl wir im Gegensatz zu China über eine Dienstleistungs- und keine Produktionsgesellschaft verfügen. China verfügt im Gegensatz zur Schweiz über enorme Kohlereserven und setzt trotzdem nicht alles auf Kohle und hat im Jahr 2005 77% aller Solarwärmekollektoren der Welt installiert. Und China hat zudem und peinlicherweise noch vor der Schweiz Einspeisevergütungen festgesetzt.
Erneuerbare Energie und Effizienz ist nun mal weltweit ein schnell wachsender Markt und daran wird sich auch nichts ändern. Es macht Sinn, dass die Schweiz mit allen Mitteln dranbleibt und sich nicht auf die faule Haut legt in dem sie den inländischen Markt durch neue ausländische Grosskraftwerke von vorneherein wegbläst. So können wir beispielsweise in der Schweiz entwickelte günstige Solar Technologie in ärmste Regionen exportieren, so dass auch die Menschen mit elektrischen Strom versorgt werden können, welche im Gegensatz zu den Fawelas in Rio noch nicht vernetzt sind. (Dort wo das Netz fehlt, ist Solarstrom ironischerweise meistens die günstigste Stromquelle).
Es ist zweifelsohne frustrierend, wenn selbst Professoren, welche direkt von uns Steuerzahler finanziert werden, Unwahrheiten der Stromlobby weiterverbreiten.
PS: Eisbär, das mit den Bildli ist nicht schwierig. Du kannst mir eine Email schicken und ich erklär’s Dir.
vom leuenberger
das ist schon ok, der kann ja nicht alles selber machen.....
was den energieverbauch der schweiz betrifft, ist das auch klar. ich kenne die zahlen..... und ich weiss, wass viele keine ahnung haben, leider....hoffe, dass wir das mit der energieeffizient, enreuerbaren energien etc, hinkriegen.
gruss
Ich vertrete ja gar nicht seine Meinung. Er ist ja beispielsweise für neue AKWs und für ein konsequentes Rundstreckenverbot.
Sie finden es nicht richtig, dass ich Urs diese (rethorischen) Fragen, auf diese (suggestive) Art stelle. Erstens stelle ich keine rethorischen Fragen und zweitens sind sie nicht suggestiv sondern transparent, so dass sofort klar ist, worum es geht. Sie sollten dazu anregen, das eigene Verhalten bzw. den eigenen Anteil an „machen die Umwelt kaputt“ zu überprüfen.
Die Verallgemeinerung: „Die Erwachsenen machen die Umwelt kaputt …“ entspricht ebenso wenig den Tatsachen, wie die romantische Vorstellung einer Jugend, die sich nicht korumpieren lässt von Macht und Geldgier und Faulheit, wie wir das bei uns zugelassen haben … wie Sie schreiben.
Ihre Aussage: „Jugendliche konsumieren, verschwenden und kaufen, was WIR produzieren, nicht sie.“, mit der Sie Jugendliche von der Verantwortung entbinden, halte ich für unhaltbar.
Sind also diejenigen, die ein Produkt herstellen dafür verantwortlich, dass es konsumiert/ genutzt wird? Sind die Mohnbauern verantwortlich, dass Menschen Drogen konsumieren und süchtig werden? Sind die Handyhersteller verantwortlich, dass bald jedes Kind ein Handy besitzt? Sind die Flugzeug- und Autohersteller dafür verantwortlich, dass so viel in der Welt herumgekarrt wird?
Nein! Jeder Konsument, ob jugendlich oder erwachsen, ist direkt dafür verantwortlich, dass das Produkt hergestellt wird und jeder Konsument ist mitverantwortlich dafür, unter welchen Bedingungen es produziert wird. Denn ein Produkt das nicht gekauft wird verschwindet vom Markt. Umweltschädigendes Verhalten hat rein nichts mit dem Alter zu tun.
Betrifft "Gesellschaft"
Am Suppentag der "Schweizer Tafel" hörte ich einen Radiobericht über diesen Anlass.
Ein paar Fakten, die mir die Haare zu Berge stehen lassen:
250'000 Tonnen einwandfreie Nahrung landen jährlich im Abfall
8.5 Prozent der SCHWEIZER Bevölkerung (Einwohner) leben unter der Armutsgrenze
Ca. 380'000 Menschen in der Schweiz können sich nicht täglich eine warme Mahlzeit leisten. Daraufhin fragte die Moderatorin ihre Gesprächspartnerin von der "Schweizer Tafel" ganz entsetzt, ob diese Zahl gesichert sei oder bloss eine Annahme. Sie ist - der Antwort gemäss - statistisch erwiesen. Ich vermute, eine Dunkelziffer wäre da noch hinzuzuzählen.
In den Nachrichten wurde vom Kampf der Behörden gegen die Bettler in der Stadt Genf berichtet - gut, es sind angeblich rumänische. Na und! Ich hätte mir nie träumen lassen, dass es in der Schweiz Bettler gibt, wo wir auf dem internationalen Parkett "so grossartig tun". Übrigens: den Genfer Bettlern wird nicht etwa geholfen, sie werden bloss vertrieben!
Ich verliere langsam aber sicher den Glauben an unseren ach so vielgerühmten Staat ... Wundert Sie das?
Darf eine Landesregierung, dürfen Kantonsregierungen, Politiker, Privatleute einfach über solche Zustände hinwegsehen, oder höchstens darüber diskutieren, statt unverzüglich und tatkräftig einzugreifen - helfend natürlich?!
Die Antwort eines Bundesrates, Herr Leuenberger, wäre mir willkommen.
Grety
Beibehaltung der Sommerzeit bzw. der aktuellen Zeit (keine Rückstellung der Winterzeit) im mitteleuropäsichen Raum.
Was würde sich in Zukunft ändern?
Würden alle mitteleuropäischen Staaten mitziehen, hätten wir eine neue breitere Zeitzone gemeinsam mit der osteuropäischen Zeitzone.
Keine Zeitumstellungen mehr in Zukunft.
Die im Sommer gewonnene Stunde für mehr Tageslicht wird im Winter beibehalten, wodurch wir auch im Winter weiterhin längere Abende geniessen.
Es braucht keine Umstellung mehr für Unternehmen, deren Tätigkeiten von der Sonne abhängig sind (z.B. in der Landwirtschaft)
Die ursprüngliche Vorstellung, durch die Zeitumstellung, eine Energieeinsparung (Elektrizität, Gas, Erdöl usf.) zu erzielen, würde im Winter durch den längeren Abend noch mehr Sinn machen.