UEFAKRATIE
[Version française UEFACRATIE]

Modellbild eines CO2-Moleküls (Bild: Wikipedia)
Nachdem in den USA soeben zum ersten Mal ein Blog mit einem Pressefreiheitspreis ausgezeichnet wurde, wage ich (natürlich in der stillen Hoffnung, für meinen Blog bald einmal den Nobelpreis zu erhalten), ein Thema aufzugreifen, zu welchem die Tagesschau ein mit mir erstelltes Interview – sicher mit guten Gründen – nicht ausstrahlte:
Die Umweltminister von Österreich und der Schweiz haben sich vor der Euro 08 vorgenommen, diese Spiele möglichst umweltverträglich zu gestalten. Dies ist uns bis jetzt auch tatsächlich gelungen. Insbesondere das Angebot des öffentlichen Verkehrs wird hervorragend genutzt. In Bern wandern die orangen Hollandfans sogar aufs Umweltfreundlichste ins Stadion, Chapeau! In den Stadien und Fanzonen pocht aber die UEFA auf ihre Autonomie und insbesondere in Basel erzählten uns Regierungsräte Haarsträubendes: So wurde systematisch versucht, die Rückerstattung des Pfandes für zurückgebrachte Becher zu verweigern, indem einfach die Rollläden der Verkaufshütten heruntergelassen wurden. Die UEFA war nicht bereit, dagegen vorzugehen. Am ärgerlichsten ist jedoch, dass sie bei einem erwarteten Gewinn von 1, 1 Milliarden Franken zwar 8 Millionen Franken an die Kombi-Tickets des öffentlichen Verkehrs beisteuert (die anderen 8 Millionen bezahlen die Steuerzahler in der Schweiz und Österreich), die Kompensation des immer noch grossen CO2-Ausstosses aber als zu teuer erachtet. Bis jetzt wenigstens. Dabei würde diese Kompensation nur etwa 1.5 Millionen Franken, also rund 0,13 Prozent des Gewinnes, kosten. Es ist uns Umweltministern aber ein Anliegen, dass auch künftige Grossveranstaltungen umweltgerecht, sprich CO2-neutral, durchgeführt werden. Viele Organisatoren beweisen schon heute, dass dies geht, selbst Red Bull bei der umstrittenen Flugzeugschau „Air Race“ in Interlaken.
Ich, und mit mir die anderen Umweltminister, erwarten daher von der UEFA ganz entschieden, sich ihre Haltung nochmals zu überlegen. Grosse Unternehmen wissen längst, dass Umweltkorrektheit ihrem Ruf nur zuträglich ist. Die UEFA hat eine Verantwortung und kann sich nicht nur um die eigene Gewinnoptimierung kümmern, jedoch die Kosten und Anstrengungen um Nachhaltigkeit der Öffentlichkeit überlassen.
Wieso muss denn die UEFA so wenig Steuern bezahlen und darf deswegen einen noch grössren Gewinn ausweisen? Weil sie, – nein, nicht etwa gemein ist – , sondern, ganz im Gegenteil, gemeinnützig. Dieses Privileg verpflichtet.
Bis bald
Moritz Leuenberger

Modellbild eines CO2-Moleküls (Bild: Wikipedia)
Nachdem in den USA soeben zum ersten Mal ein Blog mit einem Pressefreiheitspreis ausgezeichnet wurde, wage ich (natürlich in der stillen Hoffnung, für meinen Blog bald einmal den Nobelpreis zu erhalten), ein Thema aufzugreifen, zu welchem die Tagesschau ein mit mir erstelltes Interview – sicher mit guten Gründen – nicht ausstrahlte:
Die Umweltminister von Österreich und der Schweiz haben sich vor der Euro 08 vorgenommen, diese Spiele möglichst umweltverträglich zu gestalten. Dies ist uns bis jetzt auch tatsächlich gelungen. Insbesondere das Angebot des öffentlichen Verkehrs wird hervorragend genutzt. In Bern wandern die orangen Hollandfans sogar aufs Umweltfreundlichste ins Stadion, Chapeau! In den Stadien und Fanzonen pocht aber die UEFA auf ihre Autonomie und insbesondere in Basel erzählten uns Regierungsräte Haarsträubendes: So wurde systematisch versucht, die Rückerstattung des Pfandes für zurückgebrachte Becher zu verweigern, indem einfach die Rollläden der Verkaufshütten heruntergelassen wurden. Die UEFA war nicht bereit, dagegen vorzugehen. Am ärgerlichsten ist jedoch, dass sie bei einem erwarteten Gewinn von 1, 1 Milliarden Franken zwar 8 Millionen Franken an die Kombi-Tickets des öffentlichen Verkehrs beisteuert (die anderen 8 Millionen bezahlen die Steuerzahler in der Schweiz und Österreich), die Kompensation des immer noch grossen CO2-Ausstosses aber als zu teuer erachtet. Bis jetzt wenigstens. Dabei würde diese Kompensation nur etwa 1.5 Millionen Franken, also rund 0,13 Prozent des Gewinnes, kosten. Es ist uns Umweltministern aber ein Anliegen, dass auch künftige Grossveranstaltungen umweltgerecht, sprich CO2-neutral, durchgeführt werden. Viele Organisatoren beweisen schon heute, dass dies geht, selbst Red Bull bei der umstrittenen Flugzeugschau „Air Race“ in Interlaken.
Ich, und mit mir die anderen Umweltminister, erwarten daher von der UEFA ganz entschieden, sich ihre Haltung nochmals zu überlegen. Grosse Unternehmen wissen längst, dass Umweltkorrektheit ihrem Ruf nur zuträglich ist. Die UEFA hat eine Verantwortung und kann sich nicht nur um die eigene Gewinnoptimierung kümmern, jedoch die Kosten und Anstrengungen um Nachhaltigkeit der Öffentlichkeit überlassen.
Wieso muss denn die UEFA so wenig Steuern bezahlen und darf deswegen einen noch grössren Gewinn ausweisen? Weil sie, – nein, nicht etwa gemein ist – , sondern, ganz im Gegenteil, gemeinnützig. Dieses Privileg verpflichtet.
Bis bald
Moritz Leuenberger



34 Kommentare
http://raven.ch
Es ist eh ungeheuerlich, mit welcher Arroganz ein privater Verein seinen Gewinn einfährt und die Öffentlichkeit generös die (Steuer-)Lasten tragen lässt. Weitere Beispiele gibt es ja zuhauf. Da frage ich mich in aller Bescheidenheit, ob die Gemeinnützigkeit noch gegeben ist oder ob da nicht eine Revision angesagt wäre.
KlausH
Hier fand ganz bewusst eine Bereicherung unter dem Mantel von Umweltverträglichkeit statt!
Im Letzigrund war dies mit den offiziellen Biersponsor-Euro-Mehrwegbecher einiges besser gelöst.
Die Idee mit dem integrierten Bahnbillett im Eintrittsticket finde ich sehr gut. Sie müsste allerdings noch etwas verfeinert werden.
An den Spielen, welche ich im Stadion besucht habe, warteten nach dem Spiel immer dutzdende Personen mit grossen Schildern an den Ausgängen und sammelten Eintrittstickets.
Mittlwerweile weiss ich auch, weshalb diese so begehrt sind. Wenn man diese Tickets, welche bis am Folgetag um 12:00 als GA gelten, für ein paar Franken weiterverkaufen kann, lässt sich damit einiges verdienen. Und dies erst noch auf Kosten der Steuerzahler verdienen.
Nur, wie man das löst, weiss ich auch noch nicht...
http://www.monoblog.ch
http://leumund.ch
Dass die Kosten für die öffentlichen VM im Ticket inbegriffen waren fand ich super. So konnten wir mit unseren Gästen von Fribourg nach Zürich mit dem Zug fahren. Für den Match in Bern mussten wir aus organisatorischen Gründen mit dem Auto anfahren und waren auch erstaunt über die 25.- CHF Parkgebühr die aber gerechtfertigt ist. (Worin aber auch eine CO2 Kompensation versteckt werden könnte)
Ich hoffe dass sie mit der offenen Ansprache an die UEFA noch ein wenig Druck für die Kompensation machen können. Immerhin hat man ja auch Geld gefunden für einen neuen Rasen in Basel. :-)
Die Behinderung von Pfandauszahlungen ist ein verbreitetes Phänomen an öff. Veranstaltungen; die Standbetreiber lassen die Leute dafür extra lange anstehen und verkaufen lieber Ware, als dass sie was zurückerstatten.
Bezüglich Hr. Leuenbergers Beitrag möchte ich dringend davor warnen, "CO2-neutral" mit umweltgerecht gleichzusetzen!
(Der eine Satz klingt fast so.)
CO2-neutral ist ein winzig kleiner Teil der Umweltverträglichkeit. Und von mir aus längst nicht der wichtigste.
Gewisse Ressourcen kommen nie mehr zurück, gewisse Giftstoffe werden wir nie mehr los!!!
Wie kann man da überhaupt einen umweltverträglichen Pegel definieren? Vieviel Negatives braucht es, damit ein Ereignis, ein Bau, ein Projekt als NICHT umweltverträglich gilt?
Es ist eben die SUMME all dieser Aktivitäten und deren DAUERNDES WACHSTUM, welche menschliches Handeln als immer mehr NICHT umweltvertäglich erscheinen lassen.
Unter Umständen schneidet ein einzelnes Grossereignis sogar "besser" ab, wenn man die Emissionen pro beteiligtem Kopf ausrechnet, als wenn jeder die gleiche Party privat abfeiern würde.
Jedenfalls ist es unnütz oder gar kontraproduktiv, wenn wir die Umwelt-Vorbildrolle nur an Grossveranstaltungen oder an prominente Einzelpersonen delegieren!
Legen wir mal die Fussballeuphorie beiseite und betrachten diese Games von Distanz aus..
Macht es Sinn millionen Leute wegen ein paar Fussballmatches quer durch Europa zu karren?
Macht es Sinn einem privaten Verein Steuergeschenke in Millionenhöhe zu gewähren, und wo landen diese Geschenke?
Macht es Sinn eine Organisation mit hunderten Millionen Steuergeldern zu bewerfen wenn diese Milliarden Reingewinn macht?
Macht es Sinn die Ausführung der Games so zu gestalten dass sich langjährige lokale Partner wegen marketingtechnischen Gründen zurückziehen müssen?
Macht es Sinn sein Leben ein ganzes Jahr oder länger einem Anlass auszurichten der nach 3 Wochen ein Ende hat?
Macht es Sinn die Hälfte der verfügbaren Tickets nur erlauchten VIPs zugänglich zu machen?
Macht es Sinn wegen ein paar Gewaltverrückten sogar die Armee mobilisieren zu müssen?
Macht es Sinn wegen genau diesen Verrückten fremdländische Polizeikorps anzustellen?
Macht es Sinn sämtliche andere Sportarten zu benachteiligen?
.
.
.
die Liste wäre noch lang....
Ich kann nur Sagen: NEIN es macht keinen Sinn, in jedem einzelnen Punkt macht es keinen Sinn und ist bar jeder Fairness und Vernunft.
Die UEFA kann sich wirklich rühmen, denn sie ist die einzige Organisation die es geschafft hat die Schweiz seit Napoleon zu besiegen und alles zu fordern und erhalten was ihr beliebt.
Verrückt nicht? und alles ohne einen Schuss aus dem Gewehr...
Unser ehemalige Sportminister Alt Bundesrat Ogi sah den Sinn im Sport immer in der Völkerverständigung. Was aber jetzt passiert ist: Geldscheffeln, welches vorallem einer einzigen Firma goldene Flügel verleiht. Da habe nicht mal mehr ein müdes Lächeln.
Weitere Kreationen gesucht!
- Üfa?
- Diktatuefa?
- Uafia?
- Uefaliban?
Wann kommt wohl endlich die erste publikumswirksame Aktion "zivilen Ungehorsams" gegen die Bonzen?
http://www.bloggerin.com
In diesem Sinne. Nicht, das ich glaube, das du diesen Kommentar wirklich liest, oder gar darauf eingehst, oder ihn freischalten wirst. / So viel zum Thema Meinungsfreiheit.
http://www.raumausstatter-kosizen.de
Was wäre den sozial ungerechter: Wenn BR Leuenberger den Nobelpreis für Literatur, für Frieden oder für (zwischenmenschliche) Chemie erhielte? Oder müsste gar eine neue Kategorie eingeführt werden: Nobelpreis für bloggende Minister?
Freundliche Grüsse
Titus
Es wurde hier die Sinnfrage über Fussball aufgeworfen.
Was macht denn überhaupt Sinn?
Das lesen eines Buches?
Das Papier besteht aus Zellulose, welche aus wertvollen Bäumen gewonnen wird.
Die Druckerfarben enthalten Giftstoffe.
Die Produktion erzeugt massiv CO2 und verschwendet enorme Mengen an Wasser.
Der Transport in den Buchladen ist bestimmt nicht Umweltfreundlich.
Und wie auch immer ich die 250 Gramm Papier abholen gehe, oder diese mir zugesendet werden, verschwende ich Energie.
Beim lesen verschwende ich wertvolle endliche Zeit.
Letzten Endes verschwindet das Buch (oft für Jahre) im Bücherregal und verstaubt.
usw.
Macht es also Sinn, ein Buch zu lesen?
Vom Sinn über einen Blog im Internet fange ich schon gar nicht erst an.
Macht das Menschsein denn überhaupt Sinn?
Wir produzieren ja eh nur CO2 und verursachen Abfall, egal wie primitiv wir leben. Und da in der heutigen Zeit die Produktion von CO2 einer Todsünde gleicht, machen wir Menschen da also Sinn?
Sollten wir, nur weil wir denn Sinn nicht verstehen uns also alle gegenseitig Umbringen und Selbstmord begehen?
Gönnen wir, welche Fussball nicht mögen, denen die den Sinn im Fussball entdeckt haben ihren Spass für die 3 Wochen.
Und für die nächsten 20, 30, 40... Jahre wird sowieso keine EM mehr in der Schweiz ausgeführt. Und so kann dann auch der Herr Leuenberger wieder für die nächsten Jahrzehnte konzentriert Arbeiten. Und ob's seiner Politik was bringt, weiss ich nicht?
Der grüne Herr Leuenberger wurde nun etwas orange angehaucht und da ist der Arme gleich in Panik geraten und beschwert sich in seinem Blog über die EM.
Es gibt in der Schweiz weit grössere Probleme als die UEFA und den Fussball. Und diese haben meistens mit Politik zutun.
Zudem ist sogar wohl den meisten Fussball- Fans die UEFA mehr oder weniger egal, oder auch sie sind durch die Ticketvergabe eher negativ über die UEFA eingestimmt. Und schlussendlich geht es ihnen eben um den Fussball und nicht um die UEFA.
Grüsse
Mr. Pink
Ich möchte Sie, als Verfechter der Expo.02 daran erinnern, dass:
- Die Organisation der EXPO.02 eine Katastrophe war (man hätte damals wohl bei der UEFA anklopfen sollen).
- Sie haben sich nicht weiter daran gestört, dass man in Naturschutzgebieten gebaut hat.
- Sie haben nie über die Menschenmassen (natürlich nicht vor Ihrer eigenen 'Haustür') gemeckert, oder sich gestört gefühlt (zumindest nicht öffentlich wie jetzt).
- Damals wurden mehr oder weniger NUR Steuergelder verschwendet und auch das hat Sie nicht weiter gestört.
- Da CO2 damals kein Wahlkampfthema war, hat Sie die CO2- Neutralität nie wirklich interessiert.
Und wer weiss, vielleicht waren Ihre Gedanken bei den Verhandlungen in Deutschland um die Anflüge beim Flughafen Kloten damals lieber stets bei der Expo.02, statt bei der Arbeit.
Grüsse
Mr. Pink
Herr Leuenberger, bitte geben Sie einmal Ihre Vorstellung von CO2-neutral bekannt! verschwindet CO2 auf wunderbare Weise, wenn jemand dafür etwas bezahlt? Bei diesem Ablasshandel werden ganz einfach die Bürger die rechnung zu bezahlenund klevere Geschäftsleute verdienen sich dumm and dämlich daran, angefangen bei Al Gore, der allein in seinem Heim 20-mal soviel Energie verbraucht wie der Durchschnittsbürger und dieses Jahr seinen Energiekonsum nochmals um 10% gesteigert hat. Nicht eingeschlossen sind seine unzähligen Flugreisen zu Konferenzen, für die er Zehntausende von $ kassiert: http://tomnelson.blogspot.com/2008/04/wheres-al-gore-now.html
Al Gore hat sich ein ganzes Firmenimperium aufgebaut, das vom CO2-Ablasshandel reich wird. Bravo!
Herr Leuenberger, vielleicht können Sie einmal bei Al Gore anfragen, wie sein Geld in der Lage ist, ausgestossenes CO2 wieder zum Verschwinden zu bringen. Hokus Pokus?
Und was, Herr Leuenberger halten Sie davon, dass zu den "Umweltkonferenzen" (Bali, Bonn, Paris) Tausende oder sogar Zehntausende Politiker anreisen? Können wir uns das noch leisten? Wo verschwindet dieses so erzeugte CO2 wenn nicht in Form von $, € oder CHF in den Taschen einiger weniger?
UEFAFANSIE
UEVOLOGIE
UFOKRATIE
Die Kritik an der UEFA und dieser EM richtet sich nicht gegen die Spiele an sich. Es geht um die Verhältnismässigkeit.
In Afrika ist man schon froh, wenn überhaupt ein Gräschen auf dem Fussballterrain wächst und hierzulande wird Rasen aus den Niederlanden herangepfercht, weil nur dieser den Ansprüchen der UEFA-Funktionäre gerecht wird. Da ist man schon fast versucht zu fragen, wie denn früher überhaupt eine Mannschaft ohne niederländischen Rasen Europameister werden konnte…
Die Rasen-Geschichte ist bekanntlich nur ein Beispiel von vielen. Der Zweck heiligt nicht alle Mittel, auch nicht nur für „bloss“ drei Wochen. Die UEFA hätte dieses Ereignis auch dazu nützen können, für mehr Nachhaltigkeit einzustehen. Als „gemeinnütziger“ Verein sollte das doch eine Selbstverständlichkeit sein. Vergessen wir nicht, dass die EM zwar nur drei Wochen dauert, es aber auch noch ein „Davor“ und „Danach“ gibt. Und vergessen wir auch nicht, was ausserhalb der Stadien und der Host Citys noch dazu kommt. Eine Bier-Pipeline von der Brauerei direkt in die Host Citys gibt’s nicht und die Oranjes wie auch alle anderen Fans sind nicht mit dem Fiets (Velo) angereist – um nur zwei Beispiele fürs „Ausserhalb“ zu nennen.
Der Vergleich mit der Expo.02 ist nicht sehr gut. Zu unterschiedlich sind die Hintergründe, das Zielpublikum, die Absichten und Ziele, der Sicherheitsaufwand, der Bierkonsum ;-), die Besuchermengen usw.
Zu Flughafen Zürich & Co hier einige Fakten (insbesondere @ Lisa + Ueli):
http://www.parlament.ch/d/dokumentation/do-archiv/Seiten/do-luftverkehrs.aspx
http://www.bazl.admin.ch/sil/index.html?lang=de
Freundliche Grüsse
Titus
Ja der liebe Rasen. Das finde ich auch daneben.
Aber wenn man lange genug gräbt, findet man überall was zu meckern.
Selbst das beste Kunstwerk ist nicht perfekt und vollendet.
Ich finde den Vergleich mit der Expo.02 treffend.
Warum soll man denn nun plötzlich bei Anlässen nach Zielpublikum, Bierkonsum, Absichten und Ziele, Sicherheitsaufwand etc. unterscheiden?
Jeder (Gross-) Anlass findet sein Zielpublikum, hat Absichten, Ziele, benötigt Sicherheitsaufwand etc.
Wer bestimmt deiner Meinung nach, welcher Anlass gut ist, und welcher nicht? Wohl jeder Anlass der von der SP gutgeheissen wird ist denn auch gut?! Muss ich das so verstehen? Oder ist es vielleicht so, dass jeder Anlass den du gut findest auch gut ist und alle anderen nicht?
Und nur weil Bier konsumiert wird, soll der Anlass schlecht sein? Dann müssen wir die 1. August- Feier auch vergessen.
Welche Absichten und Ziele hatte die Expo.02? Waren diese besser als bei der EM?
Und hat die Expo.02 ihre Ziele erreicht? Das dürfte äusserst fragwürdig sein - im Gegensatz zur EM.
Gruss
Mr. Pink
Ja diese ewigen Nörgeler, die immer und überall ein Haar in der Suppe suchen - und dabei auf ein ganzes Toupet stossen ;-). Mirosch hat’s mit seinem Kommentar unten vom 19.06.2008 auf den Punkt gebracht.
Genauso wie Du den Ausflug des Betagtenheims „Am Rosenweg“ nicht mit dem Betriebsausflug der Meier GmbH vergleichen kannst, ist auch ein Vergleich der Euro08 mit der Expo.02 falsch. Die Unterschiede kann sich jeder selbst ausdenken. Auch ein Vergleich bezüglich Zielerreichung ist schon alleine wegen unterschiedlicher Zielvorgaben kaum möglich. Und wie misst man den Unterhaltungswert?
Bier wird konsumiert = schlechter Anlass: Diese einfache Gleichung ist nicht von mir, da legst Du mir falsche Worte in den Mund. Meine Aussage ist allgemeiner zu verstehen: Von alleine fliessen Getränkte oder läuft die Verpflegung für 100'000 Menschen nicht in eine Host City. Hinter der Migros stehen auch keine Kühe, die zuerst ihre Milch direkt in Milchflaschen abgeben und anschliessen im Fleischregal landen. Dazwischen steckt ziemlich viel Logistik und Energie.
Zur Frage, wer denn bestimmt, welcher Anlass gut ist, hast Du richtig geraten: Das bin ich. Täglich landen Duzende von Dossiers auf meinem Tisch und ich entscheide nach bestem Wissen und Gewissen darüber (habe ich schon gesagt, dass ich bestechlich bin?). Spass beiseite: Es sind alle irgendwie beteiligten Personen oder Interessenvertreter – sofern sie denn überhaupt angehört werden. Das geht vom Quartierverein über den Bratwurstverkäufer bis hin zum Fussballer selbst.
Vielleicht störe ich mich am Gehabe der UEFA auch deshalb, weil hier einige Wenige über sehr viele bestimmen, ohne dass Minderheiten berücksichtigt werden. Da sind wir Schweizer uns doch eigentlich etwas anderes gewohnt… Und: Unsere vierte Staatsgewalt, die Medien, haben die sonst immer präsente kritische Stimme verloren. Da sie alle irgendwie auch von dieser EM profitieren wollen, würden sie nicht nur ein Eigentor schiessen, sondern auch noch das Prädikat „Miesepeter“ erhalten. Kein gutes Prädikat, um weiterhin von Massen gelesen, gesehen oder gehört zu werden…
Freundliche Grüsse
Bad-Man Titus
P.S. Die Sache mit der Identifikation hast Du leider immer noch nicht verstanden…
Über die Sinnfrage welche ich aufgeworfen habe: Es geht selbstverständlich hier nur um den Sachverhalt wie mit der UEFA umgegangen resp. die UEFA mit der Schweiz umgeht. Fussball ist und bleibt der beliebteste Breitensport und sollte auch nicht mit Sinn oder Unsinn hinterfragt werden. Es ist jedoch höchst fragwürdig wie ein privater Verein unverschämte Forderungen stellen darf und diese dann noch mit ein wenig grr.. auch noch bekomt.
Als Ex Grossversanstalter im Musikbereich kommt mir jedesmal die Galle hoch wenn ich die Geschenke an die UEFA mit meinen Veranstaltungen vergleiche. Wir mussten damals nicht nur um Bewilligungen betteln, wir mussten damals unverhältnismässige Polizeieinsätze selbst berappen (Stundenansätze 80.- Dienstfahrzeuge 2.5/km!!!) Zum Aufgebot hatte wir bei den ersten Veranstaltungen nichts zu sagen, nur zu blechen. Im Verlauf der Geschichte sah man dann die Sinnlosigkeit solcher Aktionen ein und wir fanden verhältnismässige Lösungne, macht das die UEFA?. Nicht nur das, wegen uns hatte man damals im Dorf sogar eine neue Steuer eingeführt! Man hätte ja auch eine UEFA Steuer einführen können!
Aber ja, man sollte ja nicht so kleinlich sein und das Fünfi mal gerade sein oder? Es geht schliesslich um einen Präsentierteller auf dem Eurotourismus,und schliesslich gilt es ja auch die Schweiz im schönen Lichte zu präsentiern, dass wir gute Jungs sind hier und das Bankgeheimnis nicht für Steuerflüchtlinge benutzen und so weiter...
... aber weisst du was? das ist Humbuck, den niemanden mehr interessiert wenns um die nächste Wurst geht. Das Einzige was übrig bleibt sind ein paar schöne Erinnerungen an die Holländer und ein paar bankrotte Public Viewing Veranstalter und eine 2100 Millionen reichere UEFA, UND nicht wenige "normale" Kultur und Sportveranstalter die ums Überleben kämpfen müssen weil die Sponsoringgelder im 08 ausblieben, diese wurden der UEFA in den Rachen gestopft...
So sieht sieht meine Sinnfrage aus....
LG MG
PS: die EXPO02 war die gleiche Katastrophe mit anderen Vor und Ansätzen, da könnte ich dir ein ein nette Geschichtchen erzählen wie es hinter den Kulissen ablief.... auch dort ausser Spesen nix gewesen
Ich verstehe dich voll und ganz.
VOR DEM GESETZ IST SIND EBEN NICHT ALLE GLEICH!
Es wird ständig mit zweierlei Mass gemessen. Und dafür ist einzig und allein die POLITIK verantwortlich. Und deshalb reicht mir all dieses Getue und Geschwafel von Politikern bis zum Halse raus. Von Rechts bis Links, sie sind alle gleich.
Darum kann ich es nicht verstehen, dass es immer noch Leute gibt, die glauben Herr Leuenberger sei 'besser' als Herr Blocher und umgekehrt.
Gruss
Mr. Pink
Dem Kommerz und Sponsorenwahn zu verfallen kann die Lebensfreude verringern.
http://www.morgarten.info
Wie ich die Situation einschätze hat Ihnen die Schweizer Blogospähre in der Tat etwas zu verdanken. Sie haben die diese mithilfe Ihrer Popularität bekannter gemacht. Dafür bin ich Ihnen dankbar. Vielleicht erhalten Sie dafür ja auch einmal eine Anerkennung.
Was das Politische anbelangt, da habe ich das Heu nicht auf der gleichen Bühne wie Sie. Insbesondere was die Verkehrspolitik anbelangt, halte ich von zusätzlichen Verschärfungen und Massnahmen überhaupt nichts. Führerschein auf Probe, alle 10 Jahre neu überprüfen lassen und und und.... das ist einfach nur Chabis. Besser wäre es, wenn man im Verkehrsdepartement einmal ein paar Chefdenker entlassen würde.
Freundliche Grüsse
Alexander Müller
Alles Totschläger-Pseudoargumente, die sich in den Schwanz beissen. Die Wachstumsfetischisten wollen einfach nicht dazulernen.
Ich glaube, der Mensch lebt einfach zu kurz, um zu lernen, sich verantwortungsvoll zu verhalten.
Z.B. gegen das Rentendesaster heisst das Hauptrezept unserer Politiker ja momentan:
Einwanderung und mehr eigene Kinder!
Also mehr Leute, mehr Häuser, mehr Energieverbrauch, mehr Verkehr, mehr Abfall, mehr CO2, mehr mehr mehr mehr... Gehts noch?!?
Etwas verlogeneres kann man nicht propagieren! Sind diese Ideologen und Egoisten eigentlich taubblind für jegliche logischen Zusammenhänge?
Haben denn die Kinder, die uns nun die Renten zahlen sollen, nicht auch Recht auf eine Rente von noch mehr Kindern?
Pink:"Gewinn - Deckung der Kosten - Produktionsausbau - Gewinn... So einfach ist es nun doch nicht."
Na also, hier wiedermal:
Geld wird ausgeliehen, es gibt Zins dafür. Lässt man den Zins, wächst das Geldvermögen. Dies vergrössert die Kreditvergabemöglichkeiten.
Allein aufgrund des Zinseszinses ergibt sich eine immer schnellere Selbstvermehrung an Werten. Dies zwingt, wie überall zu beobachten ist (!!!), zu immer höherer Verschuldung der Geldnehmer. Schon mal von der Schuldenfalle gehört? Die schnappt beim kleinen Büetzer genauso zu wie beim wohlhabenden Nationen.
Solches Wachstum gäbe es in der Natur nur bei krankhaften, in Selbstzerstörung endenden Prozessen.
Fakten und Probleme:
1. Konsumverzicht, Arbeitsplatzverlust, Rentendesaster und noch ganz andere Katastophen kommen sowieso, wenn wir immer so weiterwursteln. Aber dann ist nichts mehr freiwillig, sondern geschieht unter ökologischem Zwang, der letzlich in Terror und Krieg mündet.
Offenbar ist DAS die Selbstregulation, die sich Pink und Co. wünschen. Gesellschaftsblind. Menschenverachtend.
(Siehe z.B. http://moritzleuenberger.blueblog.ch/p79.html )
2. Das Wachstum streut uns nur Sand in die Augen. Wenn der Kuchen immer grösser wird, können sich die Mächtigen hemmungslos bedienen, währenddem genügen Brosamen für den "Kleinen Mann" anfallen, so dass die längst fällige "Volks"-Revolution noch möglichst lange ausbleibt.
3. Auch die "Effizienzdiskussion" basiert auf dem ökonomischen Irrglauben, dass sich die Natur dem Wirtschaftsdiktat unterordnet! Effizienz hat biologische und physikalische Grenzen und zögert die Probleme nur zeitlich hinaus, der Aufprall wird umso bitterer sein.
Ein Lösungsansatz:
4. Wenn man aufhört zu glauben, dass "mehr, grösser, schneller" = "besser" bedeutet, und eine gewisse Selbstzufriedenheit hat, ist man schon nahe an der geforderten Suffizienz und kommt langsam weg vom Wachstumspfad.
5. Wenn man ENDLICH die Energie besteuern würde anstatt die Arbeit, dann würden sich SUBITO und sogar MARKTWIRTSCHAFTLICH KORREKT planetenverträgliche Produktionsarten etablieren, die erst noch massenhaft Arbeitsplätze schaffen würden!
Kriege und Terror haben meistens politische Gründe, oder aber wenn der Handel untersagt wurde, oder Länder aus dem Handel ausgeschlossen.
Untereinander, durch den Handel verbundene Nationen haben gegenseitig weit weniger Kriege geführt.
Zudem sage ich immer wieder, dass eben die Selbstbereinigung der Märkte durch die Politik manipuliert wird und da sich die Märkte nicht erholen können, kann dies eines Tages durchaus zum 'Krieg' führen (in welcher Form auch immer).
Die Ursache wäre da aber eben in der Politik zu finden. Aber dies möchten wohl viele nicht einsehen und wahr haben. Und die Politiker werden uns auch dann wieder einen Sündenbock präsentieren und aufschwatzen, nur nicht selbst die Verantwortung tragen.
Und zu deinem Experiment mit der Besteuerung der Energie statt Arbeit würde ich sofort meine Unterschrift (oder Stimme) geben.
Leider aber besteuern die Geldgierigen Vögte in Bern eh schon beides und ich glaube nicht, dass sie auf eines von beiden verzichten würden.
Gruss
Mr. Pink
Aber siehst du die Karte weiter unten?
POLITIK BIST DU! WIR sind Politik.
Wir wählen deren Vertreterinnen und Vertreter und haben die Macht, sie loszuwerden.
Aber Politik ist nicht einfach ein autarkes, böses Gebilde. Auch wenn subito alle Politiker von allen Aemtern zurücktreten würden, gäbe es sofort neue Menschen, welche sich dann Politiker nennen dürften. Was hätte geändert?
Und es ist auch unvermeidlich, dass sie "gekauft" werden. Lobbying, sagt man dem.
Deshalb ist es auch sinnlos zu sagen, die Politiker würden die Selbstbereinigung der Märkte verhindern! Sie sind nur die Handlanger der Volks- und Wirtschaftsmächte.
Ein CH-Kabarettist sagte mal, in der CH gäbe es nur deshalb keine Korruption, weil die Interessenvertreter alle gleich selber im Parlament hockten.
Und was sind "politische Kriegsgründe"?
Nenn mir mal ein paar.
Bei genauerem Hinsehen haben nämlich die meisten Kriege sehr grosse wirtschaftliche Komponenten.
Und was leiten wir daraus ab, wenn die Gründe für Probleme "in der Politik" zu finden wären und dies den Leuten klar wäre?
Ein paar wenige Wählerinnen und Wähler ändern ihr Wahlverhalten. Aber die Abhängigkeiten, Verfilzungen bleiben bestehen.
Der Systemdruck zu Wirtschaftswachstum hält die Politiker als Sklaven. Oder warum getraut sich kein einziger Politiker, das Wachstumsstreben zu kritisieren?
Wie kommt man auf den wahnwitzigen Gedanken, neue Atomkraftwerke zu verlangen, mit ihrem riesigen wirtschaftlichen (und dem kleinen atomaren) Risiko und ihrem minimalen Beitrag zur globalen Energiekrise???
Jaja, Politiker, gekauft von Wachstumsfetischisten.
2008-06-26 15:10:05
Sie (die Politiker) sind nur die Handlanger der Volks- und Wirtschaftsmächte.
Ein CH-Kabarettist sagte mal, in der CH gäbe es nur deshalb keine Korruption, weil die Interessenvertreter alle gleich selber im Parlament hockten.
Ein wahres Wort! Was wird der rosa Blogger wohl daraus machen?
Peter Ulrich, Professor für Wirtschaftsethik bestätigt, was ich hier schon mehrmals anzudeuten versucht habe: In der Schweiz ist politisch bloss machbar, was die wirtschaftlichen Eliten zulassen. Solange sich die Finanzindustrie nicht selbst mental verändert, bewegt sich auch politisch nichts…
Vor 150 Jahren nahm ein radikal wirtschaftsliberales Denken seinen Anfang … das auch das Gefälle zwischen Reich und Arm innerhalb aller Länder und zwischen ihnen vergrössert hat. Diese marktgläubige Ideologie hat sich überlebt…
Im Zusammenhang mit der Vermarktung von Rohstoffen, z.B. Wasser, sagt er: Menschenrechte kommen VOR allen ökonomischen Kosten-Nutzen-Abwägungen…
Auf die Frage, was kann der Einzelne tun, erwähnt er als Beispiel: Kaufen sie fair gehandelte Produkte…
Zitat: „reformiert“ vom 27.6.2008
Ich liege also mit meinen Statements wohl nicht ganz daneben.
Letzten Endes sind all diese Hauptquartiere von internationalen Organisationen und Verbänden hier in der Schweiz wegen der Gesetzgebung.
Man kann also der UEFA keinen Vorwurf machen, da sie ja immerhin nach dem OR handelt. Und genau so tun es all die anderen Verbände und Organisationen.
Und ich jedenfalls kann mich nicht erinnern, dass jemals ein Politiker seine Stimme gegen 'Wohltätigkeitsverbände' (z. B. Rotes Kreuz) erhoben hat, als der Tsunami in Südostasien wütete.
Damals haben diese 'Wohltätigkeitsverbände' einfach Spendengelder kassiert, so viele sie konnten (mit einigen wenigen Ausnahmen).
Es hat sich auch niemand darüber beschwert, dass die Vertreter dieser Verbände in der Ersten Klasse nach Bangkok geflogen sind und für Wochen in 5- Sterne Hotels gehaust haben und Konferenzen abgehalten haben und Tage lang nur geredet und geschwafelt haben. Und das nennen sie dann Hilfe vor Ort.
Ich finde dieses Verhalten weit unmoralischer und unethischer als das Verhalten der UEFA. Ja ich finde es geradezu pervers.
Denn die UEFA kann schliesslich niemanden dazu zwingen, eine Eintrittskarte zu kaufen. Im Gegensatz dazu sind die armen Menschen oft auf die Hilfswerke angewiesen.
Aber eben, beim Spenden eintreiben handeln auch sie nur nach Schweizer Gesetzgebung. Und was sie danach mit den Spendengeldern machen, interessiert die meisten nicht mehr, denn ihr Gewissen wurde ja bereits mit der Spende bereinigt.
Es grüsst
'Der rosa Blogger'
Dem kann ich nur zustimmen. Seit 5 Jahren wird illegal über den Süden auf den Flughafen Zürich angeflogen, nur damit die Kapazität erweitert werden kann. Dabei werden die Deutschen als Sündenböcke vorgeschoben. In Tat und Wahrheit geht es auch dort nur um den Profit der Flughafenlobby. Seit 5 Jahren entscheidet einfach kein Gericht über die Rechtslage - so einfach ist das. Genauso werden Aufwände auf den Staat abgeschoben und profitable Geschäfte privatisiert.
Der Bürger ist der Dumme.
Ich bin über die Aussage von Herr Ulrich überhaupt nicht überrascht. Schliesslich habe ich mich schon in mehreren Beiträgen negativ gegen die Verfilzung von Politik und Wirtschaft geäussert.
Aber wieder mal wird nur eine Seite genannt - nämlich die böse wirtschaftliche Elite, namentlich die Finanzindustrie.
Besser würde mir folgende Aussage passen:"In der Schweiz ist politisch bloss machbar, was die wirtschaftlichen Eliten zulassen und wo sich die politischen Eliten kaufen lassen."
Die Verfilzung macht es für die wirtschaftliche Elite bestimmt sehr einfach einen Politiker zu kaufen.
Aber eben, es gehört auch die Politik in diesen Kreis. Denn ohne käuflichen Politiker kann auch die wirtschaftliche Elite politisch nichts erreichen.
Grüsse
Mr. Pink
Fussballfunktionärsdikatur das Thema.
Fluglärmstreit die dominierenden Nebenkommentare.
Nun darf ich auch noch etwas jammern:
Was mir momentan am meisten zu schaffen macht ist das da:
Ein Pflanzen- und Lungengift, produziert von vorsintflutlicher Technologie im Namen des freien Wirtschaftens und EU-Normen, die niemals hinterfragt werden dürfen.
Au vu de l'émission Histoire vivante de ce soir, sur la Tsr2 concernant le pétrole, je demande des réponses!!
Je me permets de vous interpeler sur ce sujet qui est d'actualité. L'Astag qui vous demande une réduction de la t.v.a sur le diésel pour ne pas mettre a mal le transport et aussi le surcout des marchandises.
Je suis vraiment ébahis d'entendre que le prix de revient du baril au Etats Arabes Unis et de 5 Dollars et qu'ils le revendent 50 sur le marché et qui est revendu a son tour à 150 Dollars!!! Nous savions depuis un certains temps que le prix actuel est une très grosse tromperie pour le consommateur, et que le prix réel est très inférieur. C'est la loi de l'offre et de la demande? Non!! Une vaste spéculation, pour que les Majors puissent s'en mettent pleins les poches, surtout pour leur survie et n'oublions pas les actionnaires!!!!
Bref, ce qui concerne en fait le vrai problème qui vous est soumis ici et de me dire ce que vous avez dans vos cartables comme vrai projets pour que nous puissions nous en passer!!
Actuellement, ils y a plein de projets privés qui se font, mais qu'est-ce que le gouvernement va faire dans ces prochaines années?
Car actuellement, je ne vois que des mesures répressives, comme des taxes qui ne résoudront pas le problème de la fin du pétrole ni l'émergence d'une nouvelle source d'énergie pour nous déplacer!
Car actuellement, vous avez de bien meilleures rentrées d'argent, mais cette différence, vous l'avez mit dans un fond d'investissement pour les ou l'énergie renouvelable pour ce futur si proche? Je ne vois rien de concret de la part de notre gouvernement, rien!
Je sais bien que nous sommes dépendant des autres, mais je crois que nous pouvons très bien être autonome dans la façon de créer notre propre source d'énergie pour nous déplacer, ce qui pourrais bien faire des émules dans les autres pays environnants.
Mais je doute de cette volonté, de prendre une telle décision, surtout a long termes. C'est une vue qui pourrait pas se concrétiser de votre vivant,mais pour moi, je risque de la voir, et je voudrais bien avoir l'esprit libre a ce moment là, et me dire que notre gouvernement , a prit la bonne voie.
Bien a Vous
M.D.
betreffend : wahrscheinlichkeit der gletscher-schmelze und der eintretenden diskussion betreffend der energie -versorgungs sicherheit,
vergessen wird der verlust der wasser-sicherheit in der schweiz und somit in ganz europa.
in ihr departement werden alle relevanten ressorts die die zukunft der schweiz und europas betreffen vereint.
gibt es studien zu welche bauliche massnahmen nötig sein werden, in nicht ferner zukunft, um die wasserversorgung in grossen teile europas von der schweiz aus zu sichern?
das wegfallen der gletscher als formidable wasserspeicher bedroht die versorgung grossen teilen mitteleuropas. es bietet aber auch eine chance
für die schweiz sich als versorger zu positionieren, indem durch bauten, die reserve funktion der gletscher übernommen wird.
somit währe auch die energie versorgung gesichert.
klar bedeutet dies grosse umwelzungen auch für die bevölkerung, aber in anbetracht der varianten die auf uns warten ist es wohl der kleinste übel. die europäischen staaten könnten sicher ein finanziellen beitrag dazu leisten... :-)
in 20 jahren müsste die bevölkerung von solchen projekten überzeugt werden, damit diesselben in 50 jahren durchführbar sind.
gibt es gedankenspiele die ein ähnliches "worst case" szenario berücksichtigen?
freundliche grüsse
martin rauh