Nebel über Bern
[Version française Berne sous le brouillard]

Strommasten bei Tagelswangen (KEYSTONE/Steffen Schmidt)
Aus dem Bett der Neujahrsruhe bin ich mit dem linken Fuss in die neue Arbeitswoche getreten. Der erste Tag war vollumfänglich für Fragen der Stromversorgung und Verhandlungen mit der EU geplant, doch vieles lief schief. EU-Kommissar Piebalgs kam mit dem Linienflug der Britsh Airways von Brüssel, und der Pilot kreiste stundenlang über dem Berner Nebel, liess immer wieder verlauten, er lande in zehn Minuten, wagte dies aber schliesslich definitiv nicht und wich nach Basel aus, von wo Piebalgs mit einem Helikopter geholt werden musste. Unser Gespräch konnte nur sehr konzentriert vor dem Auftritt beim Schweizerischen Stromkongress stattfinden. Das ist allerdings nicht so schlimm, weil wir uns recht gut kennen und gleich zur Sache kommen konnten. Die Verhandlungen mit der EU über den Stromtransit laufen ja im Moment gut. Die nächsten Gespräche finden im Februar statt.
Doch die Verspätungen hatten einen Lawineneffekt: Der Terminkalender des Stromkongresses geriet durcheinander, die anschliessende Medienkonferenz verschob sich ebenfalls, die Fragen der Journalisten konnten nur hektisch und etwas abrupt beantwortet werden und die Verkehrskommission des Nationalrates musste ebenfalls ungeduldig warten, um dann von mir ein etwas atemloses Eintretensreferat zur Güterverkehrsvorlage zu hören.
Diese hektische Atmosphäre erfasste auch die Kommunikation. In meinem Referat (Ablesung Zählerstand Energiepolitik per 14.01.2008) am Stromkongress wollte ich eine widersprüchliche Situation darlegen: die Schweiz produziert 60 % Strom aus Wasserkraft. Dementsprechend glauben die meisten Stromkonsumenten, sie bezögen auch so viel Wasserkraftstrom aus der Steckdose. Dem ist aber nicht so, denn so genannt grüner Strom kann zu besseren Preisen ins Ausland verkauft werden. Ich selber habe mich dafür eingesetzt und beim italienischen Minister Bersani erreicht, dass unser grüner Strom zertifiziert wird und also auch für teureres Geld verkauft werden kann. Das hat aber zur Folge, dass für den Verbrauch in der Schweiz billigerer ausländischer Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken eingekauft wird und die Schweizer Konsumenten gar nicht so ein gutes Gewissen haben können. Ausser sie bestellen (für etwas mehr Geld) Ökostrom. Wenn dies viele tun, führt das zu einer Knappheit von grünem Strom und das ist der Grund, dass ich mir erlaubte, die Schweizer Stromproduzenten darauf hinzuweisen, dass sie von den neuen Einspeisevergütungen des Energiegesetzes profitieren und Anlagen für neue erneuerbare Energien planen sollten.
Schon am Kongress selber beschwerte sich darauf ein Teilnehmer, ich hätte die Stromproduzenten angegriffen und ihnen vorgeworfen, Ökostrom ins Ausland zu verkaufen. Ich stellte richtig, dass dies gar kein Vorwurf sei, sondern die Darlegung einer widersprüchlichen Situation. Am Abend erfuhr ich aus „10 vor 10“ dann ebenfalls staunend, dass ich die Schweizer Stromproduzenten massiv gerüffelt hätte. Auch mein Hinweis, dass wir uns bemühen sollten, dass die Strompreise nach der Öffnung des Marktes nicht steigen, wurde vom CEO eines Produktionsgiganten sofort als Forderung nach Preissenkungen gegeisselt und mir heute in der NZZ vorgehalten. Wie tönte das doch, als damals dem neuen Gesetz das Wort geredet wurde? Vor Tische las man es anders. Ich bin nach wie vor der Meinung: Wenn die erste Liberalisierungsstufe zu einer Preistreiberei führt, findet die völlige Öffnung des Markts bei den Stimmbürgern keine Gnade.
Das neue Arbeitsjahr begann voller Missverständnisse. Ich bin mal gespannt, ob sich das in der Interpretation dieses Blogbeitrages fortsetzt.
Bis bald
Moritz Leuenberger

Strommasten bei Tagelswangen (KEYSTONE/Steffen Schmidt)
Aus dem Bett der Neujahrsruhe bin ich mit dem linken Fuss in die neue Arbeitswoche getreten. Der erste Tag war vollumfänglich für Fragen der Stromversorgung und Verhandlungen mit der EU geplant, doch vieles lief schief. EU-Kommissar Piebalgs kam mit dem Linienflug der Britsh Airways von Brüssel, und der Pilot kreiste stundenlang über dem Berner Nebel, liess immer wieder verlauten, er lande in zehn Minuten, wagte dies aber schliesslich definitiv nicht und wich nach Basel aus, von wo Piebalgs mit einem Helikopter geholt werden musste. Unser Gespräch konnte nur sehr konzentriert vor dem Auftritt beim Schweizerischen Stromkongress stattfinden. Das ist allerdings nicht so schlimm, weil wir uns recht gut kennen und gleich zur Sache kommen konnten. Die Verhandlungen mit der EU über den Stromtransit laufen ja im Moment gut. Die nächsten Gespräche finden im Februar statt.
Doch die Verspätungen hatten einen Lawineneffekt: Der Terminkalender des Stromkongresses geriet durcheinander, die anschliessende Medienkonferenz verschob sich ebenfalls, die Fragen der Journalisten konnten nur hektisch und etwas abrupt beantwortet werden und die Verkehrskommission des Nationalrates musste ebenfalls ungeduldig warten, um dann von mir ein etwas atemloses Eintretensreferat zur Güterverkehrsvorlage zu hören.
Diese hektische Atmosphäre erfasste auch die Kommunikation. In meinem Referat (Ablesung Zählerstand Energiepolitik per 14.01.2008) am Stromkongress wollte ich eine widersprüchliche Situation darlegen: die Schweiz produziert 60 % Strom aus Wasserkraft. Dementsprechend glauben die meisten Stromkonsumenten, sie bezögen auch so viel Wasserkraftstrom aus der Steckdose. Dem ist aber nicht so, denn so genannt grüner Strom kann zu besseren Preisen ins Ausland verkauft werden. Ich selber habe mich dafür eingesetzt und beim italienischen Minister Bersani erreicht, dass unser grüner Strom zertifiziert wird und also auch für teureres Geld verkauft werden kann. Das hat aber zur Folge, dass für den Verbrauch in der Schweiz billigerer ausländischer Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken eingekauft wird und die Schweizer Konsumenten gar nicht so ein gutes Gewissen haben können. Ausser sie bestellen (für etwas mehr Geld) Ökostrom. Wenn dies viele tun, führt das zu einer Knappheit von grünem Strom und das ist der Grund, dass ich mir erlaubte, die Schweizer Stromproduzenten darauf hinzuweisen, dass sie von den neuen Einspeisevergütungen des Energiegesetzes profitieren und Anlagen für neue erneuerbare Energien planen sollten.
Schon am Kongress selber beschwerte sich darauf ein Teilnehmer, ich hätte die Stromproduzenten angegriffen und ihnen vorgeworfen, Ökostrom ins Ausland zu verkaufen. Ich stellte richtig, dass dies gar kein Vorwurf sei, sondern die Darlegung einer widersprüchlichen Situation. Am Abend erfuhr ich aus „10 vor 10“ dann ebenfalls staunend, dass ich die Schweizer Stromproduzenten massiv gerüffelt hätte. Auch mein Hinweis, dass wir uns bemühen sollten, dass die Strompreise nach der Öffnung des Marktes nicht steigen, wurde vom CEO eines Produktionsgiganten sofort als Forderung nach Preissenkungen gegeisselt und mir heute in der NZZ vorgehalten. Wie tönte das doch, als damals dem neuen Gesetz das Wort geredet wurde? Vor Tische las man es anders. Ich bin nach wie vor der Meinung: Wenn die erste Liberalisierungsstufe zu einer Preistreiberei führt, findet die völlige Öffnung des Markts bei den Stimmbürgern keine Gnade.
Das neue Arbeitsjahr begann voller Missverständnisse. Ich bin mal gespannt, ob sich das in der Interpretation dieses Blogbeitrages fortsetzt.
Bis bald
Moritz Leuenberger



107 Kommentare
ich bin Ansicht, dass die Stromproduzenten JETZT Transparenz schaffen müssen, wie die Preise entstehen und welchen Strom sie uns bis zur Steckdose liefern. Nur wenn das klar ist, wird die 2. Liberalisierungsstufe überhaupt Erfolg haben können. Als Konsument will ich wissen, ob die Strompreise wegen einer höheren Nachfrage steigen, oder ob eine Preisabsprache der grossen Anbieter der Grund sein könnte.
Es gibt Mobilfunkanbieter, die haben ein Abo im Angebot, das mir automatisch den besten Preisplan verrechnet, monatlich auf meinen Verbrauch abgestimmt. Das wäre meiner Ansicht nach ein Schritt in die richtige Richtung.
Auf dass sich der Nebel auch in der Strombranche lichten möge. Es Guets Nöis.
Das Problem der "Die Kunst vom Zuhören", aber auch: der Inter-Pre-Tation. Wortspiele? Vielleicht? Oder auch nicht. Hängt aber auch mit dem Inhalt Ihres neuesten Buches zusammen. Auch wenn viele gerne und oft spielen, "Schwarze Peter" - keiner will es sein. Nein, nein.
Ich weiss, Herr Leuenberger, Sie haben viel zu tun und solche Dinge wirken sich unbequem auf die Arbeit, die Leistung, die Ergebnisse aber auch im Privaten aus. Da es meines Erachtens keinen "Zu-Fall" gibt, ausser es fällt einem etwas zu, sind solche Vorkommnisse eher mühsamerer Art. Zeigen aber auf, dass "gewisse" Dinge nicht so sind, wie sie sein sollten, sein könnten, sein müssten. Lassen uns aufhorchen und fordern uns heraus. Sie bietet uns aber auch die Möglichkeit, Dinge anders zu sehen - und als Folge - zu ändern.
Trotz meiner "Breit-Seiten" wie andere schreiben, wünsche ich Ihnen, viel Mut und Kraft für Ihre Arbeit im neuen Jahr.
Ihr
Rich I'm
ps. Kritik = "die Kunst der Beurteilung, des Auseinanderhaltens von Fakten, der Infragestellung" letzteres in meinem Fall.
Ihr Referat Ablesung Zählerstand Energiepolitik per 14.01.2008 ist meiner Meinung nach klar formuliert und dürfte kein Anlass für Missverständnisse sein.
Ich finde im Text keine versteckten Botschaften, sondern eine Standortbestimmung der Schweizerischen Energiepolitik – darauf weist ja schon der Titel des Referates hin.
Wie nun eine Botschaft beim Zuhörer ankommt bzw. interpretiert wird – mit welchem Ohr sie gehört wird - haben wir bekanntlich nicht ganz in der Hand.
Und manchmal werden einem die Worte im Mund mutwillig verdreht – zu welchem Zweck auch immer. Das wissen Sie mit Sicherheit aus Erfahrung.
Gewiss sind auch einige Ihrer Äusserungen nicht allen die angesprochen werden genehm. Zum Beispiel: „Das heisst also: Der vermeintlich saubere Strommix der Schweiz ist gar nicht so sauber, weil ein grosser Teil der Wasserkraft für gutes Geld ins Ausland exportiert wird und dafür günstiger Kernenergie- oder Fossilstrom eingekauft wird.“
Ich persönlich bin Ihnen sehr dankbar für diese sachliche und transparente Information. Wie ich hier schon einmal erwähnt habe, halte ich Information – insbesondere eine sachliche und transparente Information – für elementar wichtig.
Wie sonst können wir uns eine Meinung bilden, wenn nicht aufgrund von Informationen? Wie entscheiden wir uns bei Abstimmungen, wenn nicht aufgrund von Informationen?
mit taten Ihre Worte vom Stromkongress wohl.
Wer wie die Stromkonzerne eine Tatsache als Vorwurf ansieht, macht sich verdächtig.
Es ist klar, dass sich die Stromwirtschaft wie jedes Unternehmen verhalten wird, das sich dem Zwang auf ewiges Wachstum unterwirft: Primär MEHR Strom verkaufen und mehr verdienen.
Wenn nebenbei noch etwas fürs Image (und sogar für die Ökologie) rausschaut, wird das "hingenommen".
Aber den Witz vom "Energiesparen" können wir vergessen! Kein Energie- oder Stromkonzern wird sich jemals damit brüsten können oder wollen, WENIGER Energie verkauft zu haben als im Vorjahr!
Ehrlich gesagt, ich war noch nie so einverstanden mit Ihnen wie letztes Jahr, als Sie die „Pfeiler“ Ihrer zukünftigen Strompolitik dem Volk darlegten und entsprechende Prioritäten setzten.
Effizienzmassnahmen sind immer gut. Deren Erfolg muss aber regelmässig dokumentiert werden, da teilweise etwas falsche Vorstellungen über deren Erfolg zirkulieren. Nötig wären - über die reine Freiwilligkeit hinaus - auch ein paar Massnahmen, welche sicher nur per Verordnung durchzusetzen sind. Ich denke, dass es dann aber bereits zu hapern beginnt. Im übrigen führen bestimmte Effizienzmassnahmen aus reinen Klimaschutzgründen zu erhöhtem Stromverbrauch. Strom ist bekanntlich eine Schlüsselenergie.
Zu unterstützen sind alle Projekte im Bereich der neuen erneuerbaren Energien, in erster Linie also einheimische Windkraft- und Photovoltaikanlagen. Jetzt gibt es dafür Subventionen und Einspeisevergütungen. Wenn man sich allerdings konkrete Zielsetzungen ansieht so bedeutet dies enorme jährliche Zuwachsraten, die notwendig sind um einigermassen „auf einen grünen Zweig zu kommen“. Vielleicht können die gesetzten Ziel bei entsprechend grossen Anstrengungen erreicht werden, wohl eher aber nicht wie ich meine. Vieles bleibt den Gemeinden überlassen, vieles auch den Privaten, besonders wenn ich an Photovoltaik denke. Die Gegner von Windkraftwerken haben sich bekanntlich bereits gemeldet, vor allem aus den Reihen der Landschaftsschützer und des Tourismus. Von Programmen wie in Deutschland (100´000 Dächer) habe ich bei der Photovoltaik bis heute nichts gehört. Auf der praktischen Ebene hört man willige Investoren häufig über bürokratische Hürden klagen. Es geht oft um Auflagen beim Bau und um Verzögerungen. Vorhandener Elan wird gebremst. In einem Land von Mietern sehe ich weitere Einschränkungen und geringeres Potenzial. Bei den NEE grassieren meines Erachtens vielerorts völlig falsche Vorstellungen über deren Substitutionspotenzial, ganz speziell auch aus zeitlicher Sicht. Auch hier wird eine ständige Dokumentation notwendig sein (aber eben nicht nur in den Jahresstatistiken des BFE, welche nur wenige anschauen, sondern in Form einer regelmässigen schonungslosen Information der Oeffentlichkeit). Auf dem Gebiet der NEE melden sich auch immer wieder Leute mit exotischen Ideen. Ich denke aber, dass jetzt die „Zeit des Konjunktivs“ definitiv vorbei sein müsste (man sollte, müsste, könnte, etc.). Es geht um nationale Anstrengungen. Es braucht jetzt langsam Nägel mit Köpfen.
Reden wir in dritter (?) Priorität von den Grosskraftwerken, welche es auch Ihrer Meinung nach braucht, sollte es sich abzeichnen, dass die vorher genannten Massnahmen nicht genügen werden. Sie sind selbst bereits zu diesem Schluss gekommen. Sonst hätten Sie ja gegen Ende des letzten Jahres nicht bereits erklärt, dass es unumgänglich sein wird die drei ältesten KKWs mit einem neuen KKW zu ersetzen. Dass sich bereits Ihre neue Kollegin Frau BR Widmer-Schlumpf mit einigen ziemlich wirren Aeusserungen in der Sonntags-Presse genau zu diesem Thema geäussert hat habe ich mit Erstaunen und einigem Aerger zur Kenntnis genommen. Die im Originaltext in diesem Zusammenhang von ihr verwendeten Begriffe „sanieren“ und „optimieren“ von KKWs liegen nämlich völlig neben der Realität und geben zu nichts anderem Anlass als zu falschen Schlüssen in der breiten Bevölkerung. Ich hätte eigentlich erwartet, dass die HSK sich mit einer entsprechenden Klarstellung zu Wort meldet.
Am soeben zu Ende gegangenen Stromkongress haben Sie nun leider aber die Aeusserung, dass die drei KKWs zu ersetzen sind, nicht mehr wiederholt bzw. relativiert. Sie sind wieder einmal von grossen Zweifeln befallen worden. Dies ist ein klarer Rückzieher von Ihrer Seite. Dies muss man nach Ihrer konkreten Aussage als wankelmütig bezeichnen. Gewisse Teilnehmer waren denn offenbar auch von ihren Aeusserungen konsterniert. Die Strombranche der Schweiz ist andererseits bekanntlich bereit, und hat bereits vor einiger Zeit erklärt,, viele Milliarden für neue Produktionsanlagen (NEE-Anlagen und Grosskraftwerke) im Hinblick auf eine gesicherte Stromversorgung zu investieren. Diese Unternehmen sind primär verantwortlich für die sichere Stromversorgung der Schweiz, nicht der Bund. Also sollte man auf deren richtige Einschätzung der Situation vertrauen.
Sie aber suchen im Rahmen der Strommarkt-Liberalisierung das Heil neuerdings offenbar in Abkommen mit der EU, die aussenpolitische Säule ihrer Strompolitik. Mit anderen Worten: Sie scheinen überzeugt zu sein, dass man später Strom aus Ländern der EU problemlos wird importieren können um eine sich bald öffnende Deckungslücke zu schliessen. Ich denke, dass Sie sich da eindeutig falsche Hoffnungen machen. Praktisch alle Länder, mit Ausnahme von Frankreich, werden doch allmählich in eine ähnliche Versorgungslage kommen wie die Schweiz. Da wird es dann nicht mehr viel zu importieren geben, ganz abgesehen davon, dass die Preise enorm ansteigen werden und die Kapazität des europäischen Verbundnetzes an seine Grenzen stossen wird. Es scheint auch nicht bekannt zu sein, dass dieses Verbundnetz vor vielen Jahren auch nicht dafür gebaut worden ist Länder versorgen zu können, welche den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten sträflich vernachlässigen. Einen entsprechenden Hinweis machte Bundeskanzlerin Merkel kürzlich völlig zu recht (obwohl es heutzutage vielerorts offenbar zum guten Ton gehört über zuviel Autarkie zu schnöden).
Sie werden doch hoffentlich nicht der Auffassung Ihres Parteigenossen NR Rechsteiner sein, der bei jeder Gelegenheit davon redet, dass man grosse Strommengen von Windkraftanlagen in der Nordsee wird importieren können. Erstens ist die Euphorie in Norddeutschland für solche Anlagen aus verschiedenen Gründen heute bereits stark am abnehmen und zweitens werden die Deutschen wohl kaum auf die Schweiz gewartet haben Strom in grosser Menge liefern zu dürfen und dies erst noch über eine Distanz von ca. 1´000 km und unter Verwendung ihres eigenen Uebertragungsnetzes. Da ist in erster Linie wohl der Wunsch der Vater des Gedankens meine ich. Die viel zitierten off shore Anlagen wurden im übrigen vor der deutschen Küste bis heute noch praktisch gar nicht gebaut. Auch das vielzitierte separate Windnetz der EU, welches einmal alle Windparks entlang der europäischen Küsten verbinden soll existiert noch nicht einmal auf dem Papier.
Es gibt bekanntlich viele Leute, welche davon ausgehen, dass es gar nie zu einer Stromlücke bzw. einem Engpass bei der Stromversorgung kommen kann, weil ja eigentlich, wie bei jedem Gut, die Gesetze von Angebot und Nachfrage gelten. Dies hiesse dass man Strom weiterhin zu jeder Zeit und in jeder gewünschten Menge bekommen kann, falls man bereit ist jeden Preis dafür zu bezahlen. Ich denke, dass dies für unsere Volkswirtschaft bereits ein grösseres Problem darstellen würde. Dass aber etwas andere Gesetze gelten, weil es sich eben um ein besonderes „Gut“ handelt hat vor kurzem Ihr ehemaliger Chef des BFE, der Oekonom und Ingenieur Dr. Kiener in einem lesenswerten Artikel in der NZZ beschrieben.
In vielen anderen Ländern ist man heutzutage immerhin daran, neben dem stetigen Auf- und Ausbau der neuen erneuerbaren Energien auch noch neue Grosskraftwerke zu bauen (wenn auch leider oft der falschen Art wie beispielsweise in Deutschland). Dies wird dann aber immerhin der Stromversorgung dienen, wenn auch leider nicht dem Klimaschutz. Aus diesem Grund kann es ja auch nicht sein, dass man die sich anbahnende Stromlücke in der Schweiz mit dem Bau von Gaskombikraftwerken zu stopfen versucht. Wer dies vorschlägt macht sich doch in der heutigen Zeit im Kampf gegen den Klimawandel total unglaubwürdig (Kompensation der CO2-Emissionen hin oder her). Zum Glück spielt da unsere Elektrizitätswirtschaft nicht mit. Wenn wir also von Grosskraftwerken als einer der Säulen der Energiepolitik sprechen, so sprechen wir eigentlich nur von einem neuen KKW (und wenn es „nur“ um den vermutlich verspäteten Ersatz einer Leistung von ca. 1.5 GWe geht)
Ende 2008 werden - wie bereits angekündigt - Gesuche für die Rahmenbewilligung für ein neues KKW bestimmter Grösse an einem bestimmten Standort dem Bund vorgelegt werden. Unser Kernenergiegesetz sieht die Mitsprache des Volks in Form eines fakultativen Referendums vor. Mir ist kein anderes Land bekannt, wo dies möglich ist. Also sollte man jetzt nicht unnötig warten und gewisse Vorbereitungen bereits treffen. Eine Entscheidung in dieser wichtigen Frage muss meiner Meinung spätestens 2010 getroffen werden. Dieses Gesuch sollte vom Bundesrat und vom Parlament speditiv und positiv behandelt werden, zumal man ja eben weiss, dass das Volk darüber abschliessend entscheiden wird. Bringen wir also diesen Schritt so rasch als möglich hinter uns und verlieren möglichst wenig Zeit. Dafür stehen Ihnen Möglichkeiten zur Verfügung wenn das Gesuch einmal auf Ihrem Schreibtisch liegt. Nach einer Volksabstimmung hätten wir endlich klare Verhältnisse und wir müssten nicht immer wieder auf das Resultat von irgendwelchen Umfragen abstellen, welche, je nach Resultat, von der Gegenseite grundsätzlich angezweifelt werden. Dann allerdings müsste bei diesem demokratischen Verfahren aber eben auch das Volk die Verantwortung übernehmen, falls es mit der Ablehnung eines neuen KKWs die Stromversorgung der Schweiz und damit die Wirtschaft möglicherweise „an die Wand fahren würde“, wenn es sich später erweisen sollte, dass man die notwendigen Entscheidungen zu spät oder eben völlig falsch getroffen hat.
Ich denke, dass es eben nicht nur Restrisiken der Kernenergie oder anderer moderner Technologien gibt, sondern auch Risiken anderer Art, welche durch falsche Entscheidungen und Unterlassungen bzw. durch falsche Politik entstehen können und welche einmal einschneidende Folgen für die Schweiz haben könnten. Gouverner c´est prévoir. Seit den 60er Jahren sind wir mit unserem bewährten und emissionsarmen Produktionsmix aus Wasserkraft und Kernenergie sehr gut gefahren. Warum sollte man also davon abrücken ? Das Resultat ist ja auch, dass wir bezüglich Emissionsfreiheit dieser Art von Stromproduktion in Europa bzw. weltweit in der Spitzengruppe stehen. Wie gesagt, wir sollten die NEE entwickeln, aber wir sollten deren Möglichkeiten zur Substitution bis 2030 keinesfalls überschätzen, wie dies grosse Teile der Bevölkerung und gewisse Parteien mit massloser Euphorie im Moment tun. Nicht nur bei uns sondern in vielen anderen Ländern auch. Wenn die Säulen der Strompolitik definiert wurden, dann sollten wir auch auch alle benützen, sonst könnte diese Politik einmal einbrechen.
Ein letztes: Das fehlende Endlager wird von vielen immer als Grund aufgeführt, warum man keine neuen KKWs bauen sollte. Ich denke, dass hier ein grosses Manko an Information in der Bevölkerung besteht. Zudem haben Sie und ihr BFE es in der Hand darauf hinzuweisen, dass Sie das Problem seit einiger Zeit völlig systematisch und emotionslos angehen und dazu den „Sachplan Geologische Tiefenlager“ geschaffen haben. Ich denke, dass Sie bzw. Ihr Nachfolger an den darin festgehaltenen Verfahren festhalten werden und an dem schliesslich aus geologischen Gründen gewählten Standort ein Endlager politisch durchsetzen (sollte es angesichts der geringen anfallenden Mengen nicht doch einmal zu einer internationalen Lösung kommen, an welcher die Schweiz sich ebenfalls beteiligen kann). Zudem muss auch wieder einmal darauf hingewiesen werden, dass die geforderten Entsorgungsnachweise für alle Kategorien von radioaktiven Abfällen erbracht worden sind.
http://www.aikiko.ch
Auch ist es für mich inakzeptabel, dass wir hier für unseren sauberen Strom mehr bezahlen sollen, ansonsten er ins Ausland exportiert wird und wir hier im Gegenzug den Schrottstrom einspeisen.
Das ist Manager oder (sorry Herr Bundesrat) Politikerhandeln und -denken.
Ich hoffe auf ein Ansteigen des Bewusstseins bei uns Menschen. Möge sich da einiges erhellen, und erst noch ganz ohne Strom.
Und trotzdem: einen schönen Tag noch.
http://gruppen.greenpeace.de/aachen/ato
„Am soeben zu Ende gegangenen Stromkongress haben Sie nun leider aber die Aeusserung, dass die drei KKWs zu ersetzen sind, nicht mehr wiederholt bzw. relativiert. Sie sind wieder einmal von grossen Zweifeln befallen worden.“ Dass Herr Leuenberger von Zweifel befallen sei, ist eine Interpretation Ihrerseits.
Meine Interpretation ist die, dass Herr Leuenberger seine Überzeugung wieder mit mehr Sicherheit vertritt, indem er gewisse Dinge unerwähnt lässt oder relativiert. Ich halte das für legitim. Zugegeben, dies erzeugt eine gewisse Ungewissheit darüber, wie der Energieminister wirklich denkt. So wird Interpretationen Tür und Tor geöffnet …
Herr Leuenberger allein kann uns Antwort darauf geben, ob er aus Zweifel oder aus persönlicher Überzeugung gesprochen hat, wie er gesprochen hat.
AKW Freunden möchte ich die schon früher angegebenen Seiten zum Studium empfehlen.
http://gruppen.greenpeace.de/aachen/atomenergie.html
http://gruppen.greenpeace.de/aachen/energie-oekostromanbieter.html
http://gruppen.greenpeace.de/aachen/energie-harald-schumann.html
http://www.energiestiftung.ch/files/ana
hier habe ich Dir auch noch etwas Info:
In Deutschland hat sich der Strompreis durch die erneuerbaren Energien reduziert:
http://www.bee-ev.de/presse.php?pr=1178
Erneuerbare Energien geben 235'000 Deutschen Arbeit:
http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/39983/5466/
(Und im Gegensatz zu einem Bank-Heini können diese wertvollen Arbeitsplätze nicht einfach durch Computer ersetzt werden. Ein Computer entwickelt, produziert und montiert keine Windturbinen oder Solarzellen).
Durch die erneuerbare Energien wurde die Deutsche Exportindustrie enorm gestärkt:
http://www.wind-energie.de/de/themen/zukunft-der-energie/windkraft-int ernational/
Österreich ist ein Alpenland und versorgt JETZT 560'000 Haushalte mit Windstrom und nicht erst im Jahr 2020
Wind. Eine einzige Windturbine ist selbstverständlich immer noch schöner als hunderte Hochspannungsmästen.
http://www.igwindkraft.at/
In der Schweiz haben wir bereits 1 Million Strommasten, falls wir GLEICH viele Windturbinen mit jeweils 3 MW Leistung (es gibt inzwischen 6 MW Windturbinen) in GANZ Europa verteilen, ergibt das eine Maximalleistung von 3000 mal Gösgens.
http://de.wikipedia.org/wiki/Enercon#E-126
Erneuerbare Energien noch stärker als erwartet:
http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/39 750.php
3% in einem Jahr und gemäss Axpo-Studie soll bis ins Jahr 2030 lediglich 6% möglich sein. Was ist wohl glaubwürdiger Fakten oder Studien?
Kopenhagen versorgt 85% seiner Stadt aus Strom und Wärme von effizienten Wärmekraftkopplungsanlagen. In Rotterdam wird der CO2-Ausstoss einer Wärmekraftkopplungsanlage durch Gewächshäuser geführt um das Pflanzenwachstum zu fördern.
http://www.youtube.com/watch?v=klooRS-Jjyo
Ein Schweizer Spital kann seinen Strom und Wärme problemlos, effizient, zuverlässig und selbst erzeugen.
http://www.faktor.ch/index.php?artid=4
Da KVAs bereits über Dampfturbinen verfügen, können sie auch mit Solarthermischen Kraftwerken, Holzkraftwerken oder gar Geothermischen Kraftwerken verknüpft werden und deshalb die Gesamtsystemkosten reduzieren. Auch kann die Abwärme einer mit Biogas betriebenen Gasturbine oder Gashubkolbenmotor in der bereits vorhandenen Dampfturbine eines KVAs verwertet oder so dessen Fernwärmenetz ausgebaut werden.
Schweizer Solarthermisches Kraftwerk:
http://www.nzz.ch/magazin/dossiers/solaranlage_westschweiz_1.561022.ht ml
Jedes Jahr wird 25 km2 NEU verbaut. Bei lediglich 12% Photovoltaik Wirkungsgrad wird also alle 4 Monate die Maximalleistung des AKW-Gösgens verbaut.
Drei neue Französische EPR Reaktoren kosten übrigens etwa 20 Milliarden Franken.
Mit 20 Milliarden Franken kann man von Oerlikon rund 60 Dünnschicht Solarmodul Fabriken mit einem jährlichen Output von 160 MW pro Fabrik installieren. Nach lediglich 10 Jahren haben diese Solarfabriken eine Gesamtleistung von 96'000 MW produziert! Das ist 20 mal mehr Leistung als die 3 ausländischen neuen AKWs zusammengerechnet.
http://www.solarserver.de/news/news-6200.html
In Deutschland wurde im Jahr 2007 1.5 GW Photovoltaik installiert.
http://www.photon.de/presse/mitteilungen/Hintergrund_Zubauprognose.pdf
1.5 GW in einem einzigen Jahr! Während Finnland noch während Jahren an ihrem 1.6 GW EPR rumwursteln wird, bis er dann endlich den Betrieb aufnimmt.
Jetzt werden die Pumpen der Speicherkraftwerke ineffizient mit unnötigem Atomstrom während der Nacht betrieben. Zukünftig kann Solarstrom die Speicherkraftwerke am Tag entlasten und so die Effizienz der Pumpspeicherkraftwerke erhöhen.
Solarenergie in 10 Jahren günstiger als konventionelle Energie:
http://www.solarserver.de/news/news-7983.html
Wozu also im Jahr 2030 neue ausländische AKWs in Betrieb nehmen?
Vanadium Redox Batterien werden in Irland eingesetzt um Windstrom zu speichern:
http://www.leonardo-energy.org/drupal/node/959
Diese Batterien passen in den Werkhof jeder Gemeinde, wobei wir ja ohnehin mit Speicherkraftwerken gesegnet sind.
Wie eine erneuerbare, zuverlässige, europäische Stromversorgung realisiert werden kann:
http://rstreaming.zdf.de/zdf/300/070612_blackout.ram
China mit lediglich 20% der Weltbevölkerung baut 77% aller Solarwärmekollektoren ein:
http://www.solarcontact.de/content/news/archivdetail.php4?id=1175
Von wegen Solarwärme sei nur was für den reichen Westen.
China hat Milliarden von Exportsubventionen für den Kauf von westlichen AKWs erhalten und deckt trotzdem weniger als 1% seines Energiebedarfs mit Atomenergie:
http://www.rechsteiner-basel.ch/uploads/media/gruen_teil2_atomenergie.pdf
1999 flossen 51.7% der Energieforschungsgelder der OECD Länder in die Atomforschung während in Solar, Wind, Hydro, Wellen, Gezeiten, Geothermie, Biomasse und Biogas zusammen lediglich 7% geflossen sind:
http://www.rechsteiner-basel.ch/uploads/media/gruen_teil2_atomenergie.pdf
Wer ist die Atomlobby?
http://tages-anzeiger.ch/dyn/news/schweiz/719225.html
Die Atomlobby will keine CO2 kompensierte Gaskombikraftwerke, weil es angeblich zu teuer ist. Die Mehrkosten pro kWh betragen allerdings lediglich 0.95 Rappen pro kWh und werden ohnehin von den Stromkonsumenten getragen. Das heisst wenn der Gaskombianteil ganze 20% am Gesamtstrom beitragen würde, sind das lediglich lächerliche Mehrkosten von 0.19 Rappen pro kWh.
http://news.search.ch/inland/2007-01-23/neues-gaskraftwerk-im-wallis-g eplant
Die Rückstellungen für die Entsorgung des AKWs steckt in den AKWs selbst:
http://www.energiestiftung.ch/files/analyse-hans-jud.pdf
Das heisst wenn ein AKW gestoppt wird, werden automatisch auch die Rückstellungen auf Null gesetzt.
Hätten wir nie auf AKWs gesetzt, hätten wir über 30 Milliarden Franken eingespart:
http://www.energiestiftung.ch/files/analyse-hans-jud.pdf
Atomenergie ist weder CO2-arm noch löst sie das Problem der Energieknappheit - IM GEGENTEIL:
http://www.stormsmith.nl/publications/E&U_4_06-Energieklippe.pdf
Selbst der Papst ist Mitglied der Atomlobby:
http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=147621
Wir verbrennen momentan 50% mehr Uran als wir abbauen:
http://ihp-lx2.ethz.ch/energy21/energylecture_78.pdf
Der Uranpreis hat sich in den letzten 4 Jahren um den Faktor 10 erhöht.
http://ihp-lx2.ethz.ch/energy21/energylecture_78.pdf
Bald sind wir wohl auf teure, schnelle Brüter angewiesen:
In den sehr teuren Brüter Kalkar wurden Milliarden verlocht ohne dass damit jemals Strom produziert wurde:
http://de.wikipedia.org/wiki/Brutreaktor_(Kalkar)
Um einen Brüter in Betrieb halten zu können, muss man das metallische Kühlmittel beim nicht Betrieb ständig heizen (ansonsten erstarrt es), was wiederum enorme Energiemengen verschwendet. Da diese teuren Dinger erfahrungsgemäss sehr unzuverlässig arbeiten, fällt deren 'Standby-Energiebedarf' natürlich enorm ins Gewicht .
Schnelle Brüter wurden übrigens in den USA in Hanford betrieben:
http://en.wikipedia.org/wiki/Hanford_Site
Die durch den Betrieb kontaminierte Fläche beträgt 1450 km2 und ist somit grösser als der Kanton Aargau.
Bestückt man die Kontaminierte Fläche von Tschernobyl mit diesen Photovoltaikmodulen
http://www.suntechnics.com/dloads/dbSTM190_210PMEde_0707.pdf
erreicht man eine maximale Leistung von 43'600 GW. Das ist weit mehr als 100 mal mehr Leistung, als sämtliche AKWs der Welt zusammengerechnet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Tschernobyl#Kontaminierte_Gebiete
ITER, die 10 Milliarden teure Fusionsillusion:
http://ihp-lx2.ethz.ch/energy21/fusionillusions.pdf
Die US-Atomindustrie will übrigens 50 Milliarden Dollar Steuergelder in den Jahren 2008 und 2009 als Absicherung für den Bau von neuen AKWs:
http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=15545418
Als würden die von den Steuerzahlern übernommen radioaktiven Abfälle, Klumpenrisiken, die Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen nicht bereits ausreichen?
Und in der Schweiz ist es nicht anders:
http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2005/nr18/Schweiz/14694.html
Gemäss Forbes ist die Atomindustrie das grösste betriebswirtschaftliche Disaster der Geschichte:
http://www.ncwarn.org/docs/opeds/00-7-07NuclearPowerTheWorstManagerial Disaster.htm
BKW beteiligt sich an geplantem Kohlekraftwerk in Deutschland
http://www.tagi.ch/dyn/news/newsticker/828281.html
Hat die Atomlobby (BKW, Axpo und Atel) nicht gesagt, man müsse auf AKWs setzen wegen dem angeblich tiefen CO2 Ausstoss?
Mit dem Schweizer Endlager wird wohl doch nichts:
http://www.tagi.ch/dyn/news/zuerich/827579.html
Tatsächlich lieferte Atomenergie (2006) lediglich 2.1% des Weltenergiebedarfs (wenn man die nicht gehandelte Energiemenge ebenfalls einrechnet - z.B. Holz, Torf, Stroh, Gras etc. in Drittweltländern).
Wenn man nur die gehandelte Energiemenge rechnet lieferte Atomenergie (2006) 2.4% des totalen Weltenergiebedarfs. Weil aber elektrische Energie als wertvoller angesehen wird, rechnet BP mit einem Faktor von 2.6 bei elektrischer Energie und kommt somit auf 5.8% Atomenergie-Anteil. (Wenn man allerdings mit diesem Strom ineffiziente Heizwendeln betreibt ist das natürlich ein schlechter Witz). Das IEA rechnet mit einem Faktor 3 bei elektrischer Atomenergie und lediglich mit einem Faktor 1 bei erneuerbarer elektrischer Energie und kommt so auf einen Atomenergie-Anteil von 6.5% und einen Wasserenergie-Anteil von lediglich 2.2% und das obwohl die Wasserkraftwerke tatsächlich mehr Strom ins Netz gespiesen haben!
http://www.stormsmith.nl/report20071013/partA.pdf
Übrigens, 1959 hat die Weltatomenergiebehörde (IAEA) einen Vertrag mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) abgeschlossen, in welchem geregelt wurde, dass etwaige negative Auswirkungen der Nukleartechnologie verschwiegen werden.
http://tinyurl.com/2rbj6s
Hier irrt die Atomlobby:
http://www.rechsteiner-basel.ch/uploads/media/Hier_irrt_die_Atomlobby_ 0702_02.pdf
Wenn unsere Atomlobby ihre selbst prophezeite Stromlücke ernst nehmen würde, würden sie alles daran setzen, dass die lächerliche Beschränkung von 0.6 Rappen pro kWh für bzw. gegen erneuerbaren Strom aufgehoben würde. (Wohlgemerkt 0.6 Rappen pro kWh entsprechen lediglich Mehrbelastungen von 2 Rappen bis 11.5 Rappen pro Haushalt und Tag. Der Durchschnittshaushalt gibt alleine mindestens 3 Franken im Tag für Zigaretten.) Sie tun aber ausgerechnet das Gegenteil, weil sie den Strommarkt mit Niemandem teilen möchten.
Es ist im Übrigen auch sehr fragwürdig, weshalb Milliarden jedes Jahr in eine ineffiziente Armee investiert werden und gleichzeitig die Förderung von erneuerbaren Energie und Effizienz vernachlässigt wird. Denn die Reduktion der Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen und die Reduktion von Klumpenrisiken ist sehr wohl eine sicherheitspolitische Entscheidung.
Wir haben bereits einen zuverlässigen Fusionsreaktoren in unserem Sonnensystem und betreiben damit letztlich direkt und indirekt 97.9% der Weltwirtschaft - daran wird sich auch zukünftig nichts ändern. Seit 50 Jahren sind weltweit Abermilliarden von Steuergeldern in die Atomindustrie geflossen und Atomenergie deckt lediglich 2.1% des Weltenergiebedarfs wobei der Anteil sogar noch am Sinken ist. Und ausgerechnet das kleine, dichtbesiedelte, Hochpreisland Schweiz soll ohne eigene Uranmienen, ohne eigene Anreicherungsanlagen, ohne gesicherte Endlager und ohne eigene Atomkonzerne seine Abhängigkeit von diesem Klumpenrisiko erhöhen.
Selbstverständlich wird das so sein Herr BR Leuenberger. Es ist aber meist weniger das ein tatsächliches Missverständnis vorliegt, eher ein Gespieltes. Ein gespieltes Missverständnis kann dazu dienen die eigenen Interessen zum Thema zu machen.
Das will ich hier gleich demonstrieren.
Die Energieprobleme der Schweiz beruhen auf anderen Problemen als jene die bisher beschrieben wurden.
Die meisten Probleme beruhen auf zu kurzen Entwicklungszyklen von Produkten und deren niedriger Qualität, mit anderen Worten der Funktionsweise unserer Marktwirtschaft.
Weil die nicht stark auf Nachhaltigkeit und hohe Qualität bedacht ist, daher benötigen wir ständig mehr Energie. Wir benötigten kein mengenmässiges Wirtschaftswachstum, sondern ein qualitatives Wachstum.
Ein qualitatives Wachstum benötigt Mensch und Maschine, die Nachhaltigkeit des Humanen und nicht die Quantität der Rationalisierung und Automatisierung.
Humanität in der Lebensgestaltung bedingt Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeit ist ohne Qualitätsmanagement nicht zu erreichen. Dieses Management müsste der Staat (besser) einführen. Die Marktwirtschaft macht das nicht, kann dies nicht aus eigenem Antrieb.
Aus diesem Grund sollten die Anforderungen an Produkte massiv heraufgesetzt werden.
Der Staat sollte dafür sorgen dass ein Wettbewerb in der Qualität entstehen muss.
Dies funktioniert im Ideal ähnlich einem Biologischen Lebensraum, zwischen Organismen gibt es ebenfalls einen Wettbewerb im Quantitativen über dem jedoch der Qualitative Wettbewerb besteht.
Das habe ich eindrücklich in Biosphäre 2 in den USA (Arizona) gesehen. Ohne diese Einsicht wird es der Mensch zum Beispiel niemals schaffen den Mars zu kolonialisieren.
Das einzelne Lebewesen ist auf quantitatives Wachstum bedacht, während die Biosphäre regulativ auf das Wachstum einwirkt, so dass für den gesamten Organismus aller Lebewesen ein Druck entsteht sich qualitativ gegeneinander zu bestätigen. Dabei entsteht ein Gleichgewicht, ohne dass die Entwicklung zum Komplexeren Individuum gestoppt wird.
Nebenbei würde man damit sogar das Problem der Jugendkriminalität und vieler anderer Probleme besser angehen können. Wussten Sie dass der Fastfood, ein Teil der negativen quantitativen Entwicklungen in den letzten Jahren, ein hoher Teil der Schuld an der hohen Kriminalitätsquote in der Gesellschaft und bei jungen Männern sein könnte?
Das ist nicht etwa ein Witz, aber als Tatsache im „The Guardian“ publiziert.
http://www.guardian.co.uk/food/Story/0,,1924088,00.html
Es schwebt die Zahl von 40% weniger Jugendkriminalität in der Luft in dieser Untersuchung, die theoretisch möglich wäre, wenn man Fastfood einschränken würde.
Dass chemische Vorgänge das Aggressionsverhalten verstärken, das weiss jeder Statistiker der zwischen Mann und Frau unterscheidet, also wunderlich ist diese Untersuchung nicht.
Aggression steigert auch den Energieverbrauch, alles hängt miteinander zusammen. Der potente Ferrari verbraucht viel Energie, Ferrari passt insgeheim wiederum zu Fastfood und ebenso wiederum zu bedrohter Gesundheit durch Übergewicht und mangelnder körperlicher Betätigung.
„…die Schweizer Konsumenten gar nicht so ein gutes Gewissen haben können. Ausser sie bestellen (für etwas mehr Geld) Ökostrom.“
Es ist aus meiner Sicht ein falscher Weg auf die Konsumenten zu setzen bevor dort Bewusstsein zu vermuten ist, es ist ein schlechtes Qualitätsmanagement des Staates.
Es benötigt einen Bewusstseinswandel in Form der Aufklärung für die Konsumenten und ein wirksamer Druck für diese Qualitätsanforderung an die Produzenten, keine Moralpredigt.
Da der Konsument gleichzeitig der Wähler ist in der Demokratie, müsste zuerst eine Abstimmung erfolgen für einen solchen Qualitativ orientierten Weg. Bundesrat und Parteien müssten diesen Weg empfehlen und Gesetze dazu schaffen.
Dies alles entspricht meinen eigenen Interessen, nämlich dass in der Konsequenz das Leben humaner würde und ich nicht mehr eine Minderheit bin die Ökostrom bezieht.
Ich lese jetzt nur noch diagonal. Es geht ja immer nur um das gleiche Problem. Gibt es dazu überhaupt noch etwas Neues zu sagen? Ich meine, etwas wirklich Neues.
Wir müssen sparen.
Wir sollen sparen.
Die Anderen sollen sparen.
Die Anderen sparen vielleicht wirklich.
Das wissen wir doch längst.
Es gibt bestimmt andere Themen, die im Departement erledigt werden müssen. Die würden mich eigentlich auch interessieren. Oder besser gesagt, die würden mich überhaupt interessieren.
So aus der Ferne gesehen ist es für mich persönlich - bestimmt auch für viele andere Auslandschweizer - wichtiger, dass tägliche Probleme, die uns plagen, aus dem Weg geschafft werden. Die Nicht-Mitgliedschaft in der EU ist manchmal schwer zu ertragen. Stimmt, wir sind vor fünfzehn Jahren ausgewandert, da war das alles noch viel unterträglicher. Dennoch gibt es Dinge, die einem als mentalem Europäer einfach absurd erscheinen.
Wir mussten bis jetzt alle drei Monate auf die Capitanía, um unseren B-Schein-Ersatz (Hochseeschein) verlängern zu lassen. Dieses Mal kamen wir an und der Beamte begrüsste uns schon mit: "Das ist das letzte Mal, dass ihr kommen müsst." Hei, welche Freude. Aber verfrüht.
Er gab uns nun eine Verlängerung bis 4. November 2011. Und ab dann sind unsere Ausweise ungültig.
Ist das nun ein Problem des Verkehrsministers? Des Justizministers? oder einfach unseres, weil wir blöde genug waren zu glauben, der B-Schein sei ein Führerschein wie der Autoführerschein?
Ja, Energiepolitik ist wichtig. Aber die täglichen Probleme sind einfach näher an uns dran. Und als Auslandschweizer bist du der oder die Gelackmeierte, wenn du geglaubt hast, die Schweiz gehöre zu Europa.
Wie eine Spinne, mitten im Netz, oben auf den Felsen. Von Zeit zu Zeit spürt sie ein Zittern, dann kommt sie heraus und frisst den Urheber des Zitterns. Hättet ihr wohl gerne.
Verzeihen Sie, wenn mich heute Ihr Energieproblem wenig berührt. Wir haben gerade ein kleines Überlebensproblem.
Mit freundlichen Grüssen
Verena Fankhauser
zweifellos habt Ihr Wichtiges, Ganz Wichtiges und Immens Wichtiges zu sagen. Ich weiss es leider nicht - da mich die exorbitante Länge Eurer Beiträge schon vor dem Einsteigen aussteigen lassen.
Ich will niemandem zu nahe treten, gewinne jedoch den Eindruck, dass sich da jemand sehr wichtig nimmt.
Kann auch ok sein, wenn man denn wichtig ist.
http://kein
hoi zämä
ich fand die beiträge auch zu lang und ich finde den br leuenberger super.
@ br moritz
bin überrascht über dein alter, siehst jünger aus und bist immernoch richtig flott unterwegs
ich lese den blog gerne und weiterhin (ausser lange beiträge).
liebe grüsse
http://www.youtube.com/watch?v=M8z9_LfQ
im letzten Beitrag habe ich absichtlich alles in kurze Häppchen mit jeweils ein paar Zeilen gefasst und jedes Häppchen mit einem Link versehen (so dass man es auch überprüfen kann).
Jedes Häppchen steht für sich alleine. Man muss nicht alle Häppchen gleich auf einmal konsumieren.
Wenn ich mich wichtig nehmen würde, würde ich mich nicht 'globi' nennen.
Wenn Ihr Fragen zu den einzelnen Häppchen habt, lasst mich bitte wissen.
Wenn Euch diese Zeilchen auch bereits überfordert haben, dann tut es mir leid, dass ich mich nicht habe kürzer fassen können.
Fast immer wenn ich einen Blog-Beitrag schreibe habe ich das Problem, dass er zu lang wird. Ich ändere meine Formulierungen, damit sie prägnanter und kürzer werden; ich lösche Sätze, die für das Verständnis des Textes nicht unbedingt notwendig sind - ich feile meistens so lange, bis der Text eine für mein Empfinden erträgliche Länge aufweist.
Für das Aufzählen von Fakten, die Formulierung der persönlichen Meinung oder das Nörgeln reichen meistens einige Zeilen. Sobald es aber um die ethische, moralische, philosophische Seite einer Sache oder um eine fachliche Erläuterung geht, wird der Beitrag meistens länger oder eben lang.
Was ich damit sagen möchte: es ist gar nicht so einfach einen inhaltlich anspruchsvollen Beitrag kurz zu fassen. Versucht es doch selber einmal.
Übrigens, ob langer oder kurzer Text, wo gibt es da ein Problem? Als Leserin merke ich doch schnell, ob mich ein Text interessiert oder nicht. Ich weiss doch auch, ob ich die Musse habe lange Beiträge zu lesen oder eben nicht. Es gibt keinen Lesezwang.
Zu globis Text vom 2008-01-17 23:14:53 möchte ich Folgendes zu bedenken geben: Er beinhaltet eine Sammlung von Links, wo eine Menge Informationen zu erneuerbarer Energie, Atomkraft, diverse Hintergrundinfos etc. etc. nachzulesen sind. Gleichzeitig erfahren wir zu jedem Link, worum es inhaltlich geht. Ich danke globi für seine Recherchearbeit und werde mir nach und nach die Links anschauen.
http://www.zeit.de/2006/35/U-Schwefel
Finde es schon absurd wenn man dann mit Strom aushelfen will, wie ich lese, statt mal was zu verbieten was unserer Umwelt so schadet und nur zum Vergnügen rumkurvt.
Wie ich auch mehrmals erwähnt habe müssen in der Schweiz erst mal die Rahmenbedingungen geändert werden, so wie es im Moment ist kann das nicht gut gehen. Da kann Globi und andere noch lange was erzählen, zuerst muss die Politik ihre Arbeit richtig machen, auch auf die Missstände habe ich hingewiesen. Leider habe ich festgestellt, dass es hier im Block keine Personen zu finden sind, die selber was für die Umwelt taten, denn es scheint keiner Bescheid zu wissen, gerne hätte ich doch gehört wie Sie es erlebt haben mit dem Umbau, einer WP oder Sonnenkollektoren, was für Hindernisse usw. So muss ich annehmen, dass nur geredet wird so kommen wir auch ganz toll weiter wie es ist.
Von A-Z würde alles in Watte gepackt, was der Atomlobby schrill in den Ohren tönt.
Ist Ihnen schon aufgefallen, dass Leute wie Ruedi so gut wie nie "Atomenergie" sagen, sondern "Kernenergie"? Sie sagen KKW statt AKW! Warum?
Nun, "Atom" klingt wohl eben etwas zu sehr nach "Atombombe", mit Allem was das beinhaltet. "Kern" klingt halt weniger tödlich, klingt nicht nach Strahlung und weckt auch keine anderen negativen Assoziationen. So werden Begriffe sozusagen "positiv besetzt".
Und so geht es weiter, von A bis Z, bis zum "Endlager", was ja auch recht harmlos klingt... so nach "Ende gut, Alles gut", im Gegensatz zu "Atom-Mülllager".... das klingt wiederum etwas nach diesem "Bitteren Ende", das wir ja alle nicht wollen und auch nicht wahrhaben wollen.
Ganz anders, wenn Ruedi sich an die Gegenseite wendet: Da wird dann schnell mal grob argumentiert. Grobschlächtig wird die grosse Keule hervorgenommen: "Die Wirtschaft an die Wand fahren", und solche Sprüche, falls nicht s u b i t o die Bahn frei gemacht wird für ein neues AKW. Da wird mit harten Bandagen und Begriffen gekämpft; keine Übertreibung ist gross genug, da wird nichts mehr in Watte gepackt!
Wem's jetzt zu viele Worte sind -bitte runterscrollen-
aber wer sich die Mühe macht, z.B. globi´s Ausführungen zu lesen, mit samt den Anhängen, wird sehen, dass das leere Drohungen sind, diese "Wand", an die die Wirtschaft angeblich gefahren würde - eine leere Drohkulisse!
Doch die Atomlobby hat das viele Geld dazu, die Millionen, um diese Kulisse aufrechtzuerhalten. Sie wird Wahlkampf-Werbekampagnen starten, dass uns das Hören und Sehen vergehen wird vor lauter Plakaten, vor lauter aufgeschalteten Inseraten und aufgestellten Stellwänden! Eine Kulissenlandschaft gigantischen Ausmasses.
Und die PV Befürworter? Ignorieren kann man sie wohl nicht mehr, aber versuchen, sie möglichst klein zu halten kann man.
Wäre ja noch besser, wenn sie ebenso massiv für ihr Anliegen werben könnten wie die "KKW" Befürworter und Befürworterinnen und ihre Lobbyisten und Lobbyistinnen.
Nach meinem Dafürhalten ist die Solarenergie (nebst Energiesparen und Massnahmen zur Steigerung der Effizienz) so was wie ein energetischer Königsweg.
Solarenergie: Gratis - Unschädlich - und ohne Nebenwirkungen...und noch w e i t
ausbaufähig und viele attraktive Arbeitsplätze schaffend!
Man schreibt hier halt an; wie David gegen Goliath.
Drum sage ich:
"Go, globi, go!"
http://@rudi
Aus meiner Sicht braucht eine Nachfrage nicht immer gedeckt zu werden, wenn denn die Nachfrage Ökologisch Unnötig und aus der Sicht der Nachhaltigkeit in eine Mentalität der Energieverschwendung, der Bedrohung der natürlichen Rohstoffresoucen und der Umwelt ausufert.
Strom muss aus Sicht der Umweltverträglichkeit seinen Preis haben und die Einsicht begrenzter Kapazität.
Wenn die Nachfrage nicht mehr gedeckt werden kann im Fall von Verschwendung, so ist dies wie bei der Übernutzung von Böden naturgemäss schädlich und nicht unbedingt Negativ zu sehen. Schädlich hingegen ist es wenn man den Verbrauchern erklärt das man auf jeden Fall immer alles nachliefert, selbst wenn es für die Gesellschaft letztendlich unverträglich ist.
http://@Hermann
Dann scheinen Sie nicht alles gelesen zu haben. Ich gebe gerne Auskunft welche Schwierigkeiten vom Umstieg vom Auto auf die Bahn und das Elektrofahrrad entstanden waren und welche Einsichten ich durch meine Unterschrift für Ökostrom gewonnen habe.
Bei der Bahn empfinde ich den Nachteil gravierend dass die SBB zu hohem Teil noch mit dem Strom aus Französischen Atomkraftwerken betrieben wird. Beim Elektrofahrrad gibt es die Schwierigkeit dass der Autoverkehr für mich und vor allem für Kinder, gefährlich scheint.
Bei der Unterschrift zum Ökostrom (Ich bin Mieter) entsteht das Problem des hohen Preises, was man jedoch durch den Einsatz von Energiesparmassnahmen gut lösen kann.
Die wesentlichen Probleme habe ich unten beschrieben, es liegt darin dass die Wirtschaft zuwenig nach qualitativen Massstäben vom Staat durch Regulierung gefordert wird.
Zu Schifffahrt:
Habe den „Die Zeit“-Artikel gelesen. Ja, es ist skandalös, was da abgeht betreffend Schifffahrt. Schauen Sie sich in der Welt um, es wimmelt doch nur so von skandalösen Verhältnissen! Was passiert mit dem Regenwald? Was ist mit den Menschenrechten in China, Burma, Irak, Afrika und so weiter? Warum verschwinden Pflanzen- und Tierarten? Woraus wird Biodiesel hergestellt? http://de.wikipedia.org/wiki/Biodiesel Wozu verbrauchen wir überhaupt so viel Energie?
Wenn man versucht diesen Fragen auf den Grund zu gehen, erkennt man immer den gleichen Hintergrund: es geht um Macht, Einfluss, Geld. Das Prinzip, wie dieses Ziel erreicht wird ist auch immer das Selbe: mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Gewinn erzielen.(Das führt dann zum vielgepriesenen Wirtschaftswachstum.) Menschenrechte, Umwelt, Volksgesundheit etc. spielen dabei fast immer eine untergeordnete Rolle. Zu teuer, heisst es. Im Beispiel des „Die Zeit“-Artikels ist diese Dynamik leicht zu erkennen.
Der langen Rede kurzer Sinn: es gibt so viele unerträgliche Dinge auf der Welt, die verändert werden müssten. Ich kann mich aber nicht überall engagieren, meine Möglichkeiten sind begrenzt. Deshalb versuche ich dort wo ich lebe und in meinem Alltag die Dinge so zu ändern, dass ich sie gegenüber der Natur und den Mitmenschen vertreten kann.
Das fängt zum Beispiel damit an, dass ich kein Fleisch esse, keine Geräte mit Batterie benutze (ausser Taschenlampe und Fieberthermometer), Schweizer Produkte, und fast alle Lebensmittel in Bio-Qualität kaufe, auch wenn sie etwas teuerer sind, möglichst keine von weit her transportierte Waren kaufe … und bestimmt keine Kreuzfahrt unternehme, nicht mal dann, wenn ich eine gewinnen würde.
Es ist nicht einzusehen, dass bei jedem Joghurt bald noch das Alter der Kühe deklariert werden muss woher die Milch stammt und bei einer Stromrechnung kriege ich nur einen Totalisator der verbrauchten KWh mitgeteilt...
Transparenz braucht es für das Verständis einer anderen Umweltpolitik....
Liebe Grüsse M.Gerber
Sie schreiben dass die schweizer Stromkonsumenten ein schlechtes Gewissen haben müssen, ausser sie bestellen für etwas mehr Geld Oekostrom. Damit unterstützen diese einfach ein bisschen mehr als andere die erneuerbaren Energien und kaufen sich ihr Gewissen rein. Beziehen aber genau das gleiche Gemisch aus Atom und Oekostrom wie das umliegende Gebiet das vom gleichen Verteiler abhängig ist. Man kann ja Strom in den Leitungen, für Bezieher von verschiedenen Abonnementen nicht trennen da er sofort einheitlich verschmilzt.
Warum wird von uns jede laufende Diskussion einfach in die neue Rubrik "verlegt", wenn Moritz Leuenberger einen neuen Beitrag macht? Und in der alten Rubrik verstummt alles? Können wir nicht zwei oder mehr Paralleldiskussionen führen? Müssen wir die Leute mit anderen Sachen langweilen (so wie ich euch jetzt gerade, hihi).
Ist wohl ein schönes Indiz dafür, dass der Mensch gerne linear denkt und kaum multitaskingfähig ist! (Wie ich früher schon darzulegen versucht habe.)
Der An-öd-Faktor würde wohl sinken, wenn man sich zumindest an die RUBRIK halten würde, in der Moritz Leuenbergers Beitrag erschien. HIER "darf" man sehr wohl über Energie sprechen.
Aber im letzten Beitrag ging es nicht "nur" um Energie, sondern um Gesellschaft, Verantwortung, Demokratie. Trotzdem wurde die bislang grösste Energiediskussion losgetreten, obwohl es BR M.L. um viel anderes ging. Auf meinen Anriss zum Fast-Milliarden-Gewinn der Post gabs zwei kleine Statements, aber keine Diskussion und offenbar auch keine Meinungsverschiedenheiten.
DAS ist doch das Verrückte: Auch wenn man sich EINIG ist, passiert in der CH einfach NICHTS, und die Missstände bleiben! Wie soll es da erst Fortschritte geben, wenn die Meinungen so verschieden und festgefahren sind wie bei der Atomenergie oder dem Klimaschutz???
Irgendwie doch DUMM GEWAXT, dieses System, nicht?
wenn man für neuen erneuerbaren Strom bezahlt, muss der Produzent zumindest nachweisen können, dass dieser Strom auch produziert wurde.
Je mehr neuer erneuerbarer Strom bestellt wird, desto mehr Strom muss auch auf diese Weise produziert werden.
Ansonsten macht sich der Stromproduzent selbstverständlich strafbar.
ich bezahle zumindest für 100% erneuerbaren Strom.
Da ich in einer Mietwohnung wohne und mir kein Haus leisten kann, kann ich selbst auch keine Solarzellen auf irgendein Dach setzen.
Könnte ich selbst Entscheiden was mit meinen Pensionskassengelder geschieht, dann würde ich damit sofort Solarzellen z.B. auf öffentlichen Gebäuden finanzieren. Leider wird man aber vom Staat diesbezüglich entmündigt und darf nicht entscheiden was mit dem eigenen Geld geschieht. Sondern muss zusehen, wie irgendwelche dahergelaufene Bankverwalter das hart verdiente Geld in irgendwelche Luftblasenmärkte verschleudern.
Aber eben: Die welche die Rahmenbedingungen setzen, arbeiten leider nicht für das Wohl des Schweizer Volkes, sondern für das Wohl von Interessengruppen.
Lieber Richard Krähenbühl,
ja stimmt, ich habe mich auch schon gewundert, weshalb die Atomsektenanhänger die Atomkraftwerke zwar Kernkraftwerke nennen aber Atombomben nicht konsequenterweise auch Kernbomben nennen.
Ironischerweise hat die von internationalen Steuerzahlern finanzierte internationale Atomlobby IAEA (International Atomic Energy Agency) auch ein A in ihrem Kürzel und da steht auch nichts von Kernen und die müsste es doch eigentlich am Besten wissen.
http://immer noh keins
@ liza und globi und langschreiber
ich kann mir sehr gut vorstellen, dass du liza mühe hast, deine beiträge kurz und pregnat zu halten.
du bist immer sehr aktiv vertreten hier und um eine antwort oder seitenhieb nicht verlegen. emotionen spielen auch eine rolle.
ich als "nur" leser finde einfach, wie bei liebesbriefen sollten beiträge kurz, klar und einfach sein. dann habe ich und mein gehirn auch lust, diese zu lesen.
sorry globi aber auch häppchen zu machen ist für mich nicht ansprechend.
vielleicht versteht ihr langschreiber mich, nach diesem link-lesen:
http://visor.unibe.ch/media/summer98/2505b.htm
lg der mann der bacht
Was können wir dazu sagen ?
Sortenreinen Strom gibt es nicht. Er ist ein Gemisch aus allen Stromsorten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt eingespeist werden. Auch wenn ich etwa Windkraft von der Nordseeküste zur Deckung meines Bedarfs einspeisen lasse, kommt kaum Windkraft bei mir an. Ich kaufe also nicht, wie am Biogemüsestand, eine bestimmte Stromsorte ein, sondern unterstütze höchstens eine bestimmte Produktionsform.
Wenn ich tagsüber auswärts arbeite, kann ich privat, ausser mit dümmlichen Grundlasten von Radioweckern, stillstehenden Geräten oder der Brauchwasser-Zirkulationspumpe gar keinen Solarstrom benützen, da dieser nur tagsüber anfällt. Abends, wenn ich heimkomme, das Licht einschalte, koche und vor den Fernseher sitze, beziehe ich vor allem Bandenergie aus Lauf- und Kernkraftwerken. Meine Lebensform bestimmt, welche Stromsorte ich mehrheitlich benütze.
Wenn ich mit einer eigenen Stromproduktion einen Beitrag leisten möchte, muss ich zuerst die Sinnfrage stellen. Will ich meinen eigenen Stromverbrauch kompensieren, dann brauche ich ein Gerät, das primär oder wenigstens auch nachts produziert, also eine kleine eigene Windturbine (gibt es auch) oder eine Notstromgruppe, die mit ihrer Abwärme zugleich mein Haus oder Brauchwasser heizt (gibt es meines Wissens noch nicht). Investiere ist statt dessen in eine PV-Anlage (auch eine gute Sache), muss ich mir darüber im Klaren sein, dass damit primär Lichter und Maschinen in Werkstätten, Büros, Läden, Spitälern und Schulen und tagsüber genutzte Freizeitanlagen wie Hallenbäder oder Seilbahnen (ich habe nichts dagegen) betrieben werden. Für mich persönlich ist es vermutlich viel sinnvoller (und zudem billiger) Strom zu sparen als Strom zu produzieren.
Wenn der Staat bestimmte Stromproduktionsformen unterstützt, so nimmt er allen Steuerzahlern, den Stromsparern und Stromverschwendern, Geld weg um es zukünftigen Stromerzeugern zu geben, ungeachtet davon, ob diese ihrerseits Stromsparer oder Stromverschwender sind. Eigentlich sollte er (wenn überhaupt) nur stromsparende Produzenten unterstützen.
Ich wiederhole mich jetzt:
Unerwünscht ist (für mich), wenn der Staat Geld einsammelt und damit direkt ihm erwünscht scheinende Systeme finanziell unterstützt. Dafür ist er zu langsam und (hoffentlich, im besten Sinn) zu konservativ. Besser ist es, wenn das so eingesammelte Geld ohne Verpflichtung (wie Negativsteuern), wie schon heute über die verbilligten Krankenkassenprämien, an die Bevölkerung zurückgeht. Am besten wäre, wenn damit die Staatsschuld zurückbezahlt würde. Dies würde nicht primär uns, den Verschwendern, nützen, sondern unseren Nachkommen, auf die vielleicht tatsächlich härtere Zeiten warten.
..
Am Vortrag ist nichts auszusetzen. Aber ich kann mir vorstellen, dass die Stromgesellschaften am Vorabend der Liberalisierung etwas nervös sind.
phu, ich weiss gehört nicht unbedingt hier rein, aber nimmt mich doch mal wunder...
hab einen kollegen der securitas gerade eben nach davos gefahren, ja WEF...also dieses aufgebot an polizei, militär und privater sicherheitskräfte ist ja der wahnsinn...lol, sogar mit pneupanzern standen die da...
was kost der ganze spass eigentlich, und wer übernimmt da die sämtlichen kosten?
ps.: polizisten kamen mit polizei-autos aus luzern, auch berner gesehen. Unterkunft für die Sicherheitskräfte und 3warme mahlzeiten mit getränken ist ebenfalls bezahlt...
gruss, der gwundrige beni
Ich bin Ingenieur,gehöre aber nicht zur "Atomlobby". Es ist einfach immer wieder interessant welche Reaktionen eintreffen. Aufgrund von viel Erfahrung und unter Berücksichtigung einiger wesentlicher Fakten und Randbedingungen habe ich nichts anderes versucht als eine Art "Auslegeordnung" der Schweizer Strompolitik zu machen. Dabei interessiert mich eigentlich nur die Reaktion des verantwortlichen Energieministers auf meinen Beitrag, die hoffentlich in diesem Blog auch noch erscheinen wird.
Ich stelle einfach fest, dass Energie- und Strompolitik in diesem Land zu einer "Ersatzreligion" für viele geworden sind. Jeder darf glauben und hoffen was er will. Man sollte, müsste, könnte, etc., alles im Konjunktiv. Wie oben jemand sehr treffend bemerkt hat: Es bewgt sich auf diesem Gebiet eigentlich rein gar nichts.
Noch ein Wort zu Globi, all die technischen abhandlungen nützen erst dann was wenn man es auch umsetzen kann, doch wie wir alle feststellen müssen ist es noch ein sehr weiter Weg.
Finde es zwar Interessant was Berichtet wird, doch kann ich es nicht Umsetzen, außer ich hätte genug Geld und manchmal muss man den gesunden Menschenverstand walten lassen oder Kompromisse eingehen.
Auf die Frage, warum Atommüll nicht transportiert werden soll, gibt es auf folgenden Links Antwort:
http://www.eco-world.de/scripts/basics/econews/basics.prg?a_no=4010
http://www.greenpeace.ch/themen/atom/atommuell/weder-in-der-schweiz-noch-anderswo/
Zu: …“ dass es hier im Block keine Personen zu finden sind, die selber was für die Umwelt taten, denn es scheint keiner Bescheid zu wissen…“
Einige hier im Blog haben sich meines Wissens über ihre Erfahrungen mit Einbau von Wärmepumpe etc. geäussert. Die anderen – es sind ja nicht sehr viele Blogteilnehmerinnen – besitzen vielleicht alle kein eigenes Haus? Ich selber bin Mieterin einer älteren Wohnung und habe nichts zu melden, wenn es um Änderungen am und im Haus geht.
Mitteldorfstrasse 28
8475 Ossingen
E-Mail: marcel.suter1@gmx.ch
Werter Herr Bundesrat Moritz Leuenberger,
ich bin auch dafür, aber dann muss der öffentlicher Verkehr überall auf
Halbstundentakt ausgebaut werden und billiger werden.
GA für alle Erwachse so um die 1000.00 Fr.
Da würde ich sofort mein Auto verkaufen!
Falscher Ansatz!
Dieses Geld würde der Bevölkerung über die Krankenkassenprämien rückerstattet.
Richtig!
Öffentlicher Verkehr überall auf Halbstundentakt ausgebaut werden und billiger machen.
GA für alle Erwachse so um die 1000.00 Fr.
GA Jungendliche 200.00 Fr.
Mit freundlichen Grüssen
Marcel Suter
Auszug 20minuten Akt. 20.01.08; 16:24 Pub
Autofahren soll massiv teurer werden
Bereits ab 2010 soll der Liter Benzin oder Diesel 50 Rappen mehr kosten. Am Mittwoch will Umweltminister Moritz Leuenberger über einen entsprechenden Antrag im Bundesrat befinden.
Klimaschutz im Eiltempo: Die CO2-Abgabe auf Treibstoffe soll ab 2010 eingeführt sein, berichtet die «NZZ am Sonntag».
In der Schweiz wird im Jahr rund 5,3 Milliarden Liter Benzin und Diesel getankt. Mit dem neuen 50Rappen-Zuschlag würde der Bund rund 2,65 Milliarden Franken mehr einnehmen. Dieses Geld würde der Bevölkerung über die Krankenkassenprämien rückerstattet.
Leuenbergers Vorschlag ist heiss umstritten: Vor allem aus den bürgerlichen Departementen wird Kritik kommen.
Am Mittwoch wird der Bundesrat darüber entscheiden. Das parlament müsste der Abgabe zustimmen, ein Referendum wäre allerdings unmöglich.
Meine Beiträge haben nicht das Ziel zu unterhalten.
Ich schreibe auch nicht, um herumschmökernden Leuten Vergnügen zu bereiten.
Natürlich muss ein Produzent einer Stromart die Menge von bestelltem Strom nachweisen können. Aber der Produzent lässt diesen Strom ins Netz fliessen, wo er schnell mit anderen Arten verschmilzt.
Hier ein Bestellbeispiel von NUR DREI PERSONEN: Herr Meier kauft ein teures
"angeblich reines" Wasserkraftstromabonnement, sein Nachbar Herr Kunz entscheidet sich für ein billiges Atomstromabonnement und Frau Bucher von nebenan kauft ein Windenergieabo für das meiste Geld. Alle drei sind aber von der gleichen Leitung und dem selben Verteiler abhängig, so beziehen sie doch alle das gleiche Gemisch von Strom aus der Steckdose, das aus 33.33 Prozent Atom, 33.33 Prozent Wasserkraftstrom und 33.33 Prozent aus Windenergie besteht, bezahlen aber drei verschiedene Preise.
http://www.energiestiftung.ch/files/ana
besten dank, dass Du die ‚Ersatzreligion’ angesprochen hast. Irgendwie erinnern mich nämlich die Atomsektenanhänger tatsächlich an Religionsfanatiker:
• Auch Religionsfanatiker meinen ihr Gott sei der einzig richtige.
• Auch Religionsfanatiker meinen ihre Religion sei in jeder Hinsicht perfekt, obwohl zahlreiche Daten und Fakten dagegen sprechen. (Tatsächliche Stromerzeugungskosten, ungelöstes Endlagerproblem, unvorhergesehene Pannen, Klumpenrisiken mit heutiger Bedrohungslage und dichtbesiedeltem Land, extrem hohe Amortisationsdauer, Kosten, Abhängigkeit von noch nicht entdeckten Uranvorkommen, Lange Plan- und Bauzeit etc.)
• Auch Religionsfanaktiker sind nicht transparent.
• Auch Religionsfanatiker reden ständig von einem Paradies welches zukünftig eintreffen solle und ignorieren die Alternativen welche bereits da sind. (Neue ergiebige Uranmienen, Neue Technologien um Uran aus dem Meer extrahieren zu können, Neue billige und saubere Brüter, Neue Fusion.)
• Auch Religionsfanaktiker verlassen sich ausschliesslich auf selbst verfasste Prognosen als auf handfeste, reelle Fakten.
• Auch Religionsfanatiker werden staatlich gefördert.
• Auch Religionsfanatiker übernehmen keine Verantwortung.
• Auch Religionsfanatiker sind gegen jegliche Neuerungen.
• Auch Religionsfanatiker sind nicht fähig aufgrund von empirischen Daten ein Gespräch zu führen und weichen ständig dem Thema aus.
• Auch Religionsfanatiker stellen ihre Religion über die nationalen volkswirtschaftlichen Interessen. (Es gibt keine Schweizerischen Atomkonzerne, keine Schweizerischen Uranmienen, keine Schweizerischen Anreicherungsanlagen und keine Schweizerischen Endlager).
• Auch Religionsfanatiker überschätzen die Macht ihrer Religion. (Atomstrom deckt 2.1% des Weltenergiebedarfs, es wird momentan über 50% mehr Uran verbrannt als abgebaut und der Bau von neuen AKWs dauert enorm lange.)
• Auch Religionsfanatiker lügen, dass sich die Balken biegen. (Die bekannteste Lüge ist wohl die, dass die Erneuerbaren nicht ausreichen, obwohl die Erneuerbaren wesentlich schneller wachsen als die Atomenergie und das obwohl sie nicht über dieselbe mit Abermilliarden unterstützte Lobby zurückgreifen können).
Die Ideologisierung und Religionisierung der Stromerzeugung muss aufhören:
Wir brauchen lediglich Strom. Es letztlich egal auf welche Weise dieser hergestellt wird, solange dieser zuverlässig, berechenbar und verhältnismässig sauber ist. Entscheidungen im Energiesektor müssen anhand von Daten und Fakten, welche JETZT zur Verfügung stehen, gefällt werden. Mit optimistischen Prognosen (noch nicht entdeckte Uranmienen, Technologien welche noch nicht existieren, Probleme welche noch nicht gelöst sind) kann man sehr wohl Forschung betreiben, aber darf keine Energie im grossen Masstab erzeugen, weil wir uns solche Risiken und Abhängigkeiten alleine nur schon aus wirtschaftlichen Gründen nicht leisten dürfen.
Atomstrom ist lediglich eine Option von dutzenden Optionen. Ich plädiere im Übrigen gar nicht konsequent dagegen. Man muss die jetzigen AKWs nicht sofort abstellen, sondern man soll aufgrund der gegenwärtigen Faktenlage keine Neuen bauen, sondern auf die zahlreiche anderen Optionen wie Effizienz, Wärmekraftkopplung, KVAs, Wind, Wasserkraft, Solarthermie, Photovoltaik, Biomasse, Biogas und selbst Gaskombi zurückgreifen. Gaskombi ist nämlich prinzipiell nicht ausschliesslich schlecht, weil sich so ein Kraftwerk bereits nach 25 Jahren bereits amortisiert hat, keinen radioaktiven Abfall hinterlässt und von Schweizer Unternehmen hergestellt werden und immer noch wesentlich weniger CO2 produzieren als die Kohlekraftwerke, welche die Schweizer Atomlobby im Ausland betreibt.
Offensichtlich hat man die Stromerzeugung mittels Kernfission und Kernfusion vor 50 Jahren unterschätzt. Man hat damals mit möglicherweise edlen Absichten sogar eine Internationale Atomlobby gegründet wo unter anderem selbst der Vatikan mitwirkt. Es ist verständlich, dass all die Gescheiten Leute, welche Jahrzehnte lang auf diesem Sektor gearbeitet haben und immer noch arbeiten nicht wahrhaben wollen, dass dieses Experiment in die Hose gegangen ist.
Durch die zahlreichen Atomlobbys und Stromkonzerne wurden auch Rahmenbedingungen geschaffen, welche es der Atomlobby überhaupt erst ermöglicht hatte ihre Kraftwerke zu bauen und scheinbar profitabel zu fahren. Kein Privater Investor investiert heutzutage in AKWs, obwohl die Rahmenbedingungen eigentlich weltweit immer noch äusserst günstig sind.
Auch muss man klar sehen, dass ein Stromkonzern einem einzigen EPR pro Jahr mit einem einzigen Rappen pro kWh mehr Einnahmen 120 Millionen Franken verdient. Solange jemand anders die zahlreichen Risiken und Kosten übernimmt, ist das tatsächlich die reinste Gelddruckmaschine - zumindest solange noch genügend mit vernünftigen Aufwand abbaubares Uran gefördert wird - was zumindest in den nächsten 30 Jahren vermutlich auch kein Problem sein wird.
Wir haben bereits einen zuverlässigen Fusionsreaktor in unserem Sonnensystem und betreiben damit letztlich direkt und indirekt 97.9% der Weltwirtschaft (daran kann die Atomenergie zukünftig auch bei noch stärkerer Subventionierung etwas Wesentliches ändern). Seit 50 Jahren sind weltweit Abermilliarden von Steuergeldern in die Atomindustrie geflossen und Atomstrom deckt lediglich 2.1% des Weltenergiebedarfs wobei der Anteil sogar noch am Sinken ist. Und ausgerechnet das kleine, dichtbesiedelte, Hochpreisland Schweiz ohne eigene Uranmienen, ohne eigene Anreicherungsanlagen, ohne Endlager und ohne eigene Atomkonzerne soll seine Abhängigkeit von diesen Klumpenrisiken erhöhen.
http://ihp-lx2.ethz.ch/energy21/energyl
Ich gebe Ihnen recht. Es braucht ebenfalls Instrumente, welche Effizienzanreize schaffen.
Was Sie während der Nacht für den Fernseher verbrauchen, könnte ohnehin von unseren Wasserlaufkraftwerken, KVAs, ARAs und Biomassenkraftwerken geliefert werden. Für Ihren Fernseher, Sparlampen und Labtop brauchen Sie höchstens 250W während konstant 6 Stunden. Bei 7.5 Millionen Nacht-Ueli-Schäfer sind wir bei gut 4 Milliarden kWh im Jahr also lediglich 7% des Schweizer Jahresstromverbrauchs.
Ihren nächtlichen Strom von 1.5 kWh könnten Sie im Übrigen problemlos mit einer rezyklierbaren Batterie (Landmaschine, Baumaschine oder LKW) bereitstellen. Eine einzelne 230 Ah, 12 V Batterie von Banner hat bereits eine theoretische Kapazität von 2.7 kWh.
Die ersten Stromnetze wurden im vorletzten Jahrhundert verlegt und die haben bereits ohne Atom- und grosse Kohlekraftwerke noch vor dem Telefon funktioniert. Inzwischen können drahtlose Hosensack-Telefone den Fokus einer Kamera automatisch einstellen. Weshalb soll also das zuverlässige Regulieren der Netze uns zukünftig plötzlich enormen technischen Schwierigkeiten aussetzen? Wichtig ist, dass die Netze unabhängig betrieben werden.
http://www.energiestiftung.ch/files/ana
stimmt, aber auch in diesem Beispiel werden lediglich 33.33% durch Atomstrom bereitgestellt. Würden alle subventionierten Atomstrom bestellen, würde auch 100% Atomstrom geliefert.
Und das ist bereits ein wesentlicher Unterschied. (Die Feuerwehr löscht ja auch nicht mit Benzin, weil es sowieso schon brennt.)
Am besten wäre selbstverständlich, wenn die Kosten wie jetzt beim Atomstrom auch beim erneuerbaren Strom auf sämtliche Stromkonsumenten verteilt würden.
1. Ist Ihr Link paradoxerweise unglaublich lang und langweilig.
2. Zweitens will ich mit keinen bachenden Männern die Pfanne teilen und schreibe deshalb hier auch keine Liebesbriefe.
Haben das nun alle sturen Hirnis hier kappiert? Nein, natürlich nicht gell? Denn damit lässt sich schön Verwirrung stiften. Genauso wie mit der CO2 - Problematik. Immer schön alles durchschütteln, auf den Kopf stellen und feinspühlen, sodass am Ende niemand mehr draus kommt und es zur Glaubensfrage verkommt.
Sorry, aber genauso würde ich das anstellen, würde ich von der Atomlobby betahlt. Zu offensichtlich.
Leider ist die Realität nicht so bequem.
Es hat ein paar neue Leser/innen und Schreiber/innen hier.
Die meisten hier sagen nichts falsches.
Aber was meine ich wohl mit "Wachstums-Kritik"?
Da sich auch Globi ausgiebig wiederholt, hier nochmal pointiert meine Haltung:
Die Beiträge hier sind zwar wichtig, interessant und gut gemeint, als Weg in eine würdige Zukunft aber halte ich sie für bei weitem nicht hinreichend.
Alle Politiker von rechts bis links wollen Wirtschafts-Wachstum.
Wachstum heisst, jedes Jahr ein paar Prozent mehr BIP (Bruttoinlandprodukt).
Prozentuales Wachstum verläuft exponentiell (wie 2,4,8,16,...), und nicht nur linear (wie 2,3,4,5,6,...).
Dieses Wachstum ist auf die Ewigkeit ausgelegt, denn es gibt kein einziges Szenario (weder in der Ökonomie noch in der Ökologie) für den Ausstieg aus dieser Spirale eines menschengemachten Wahnsinns.
Aber: Kein einziges physikalisches oder biologisches System wächst ewig.
Das Wirtschaftssystem befiehlt aber genau solches ewiges, ungebrochenes Wachstum.
Illustration dazu in meinem früheren Beitrag.
An der Zinswirtschaft und dem automatisch daraus folgenden Wachstumszwang wird seit 3'000 Jahren aus philosophischer Sicht (und scheints sogar von Jesus) erfolglos Kritik geübt.
Unser Wirtschaftswachstumswahn führt wegen der zwingenden Übernutzung des Planeten zwangsläufig in die Zerstörung der Zivilisation.
Jede Massnahme für (Energie-)Effizienz, Bevölkerungskontrolle, Umweltschutz usw. bremst das exponentielle Wachstum zwar etwas, kann aber niemals zu einer Trendumkehr führen (nur das Wachstum des Wachstums wird leicht gebremst, mathematisch: bestenfalls ein weniger grosser Exponent bei der Exponentialfunktion).
Deshalb sind für mich all die gutgemeinten Massnahmen nicht nur ein Tropfen auf den heissen Stein, sondern vielleicht sogar Sand in den Augen der Erkenntnis, dass die Ursache der meisten globalen Probleme in diesen Wachstums-Zwang zu suchen ist.
Deshalb sollten wir den Wirtschafts-Predigern und Wachstums-Mullahs kein Wort mehr glauben, ihnen übers Maul fahren und sie auch nicht mehr wählen.
Wir sollten unser Verhalten anpassen, mit weniger zufrieden sein und DIES ALS VORBILD LEBEN und zeigen.
Auch als Bundesrat.
Einige hier stimmten mir schon zu (danke), fundierten Widerspruch gabs keinen.
Auf meine Frage hier gab es keine Antworten.
Aber zu hochtechnischen Spezialfragen haben fast alle etwas parat..!
Dann halt neue Scherzfragen:
Viele möchten dafür "nur" QUALitatives Wachstum, kein mengenmässiges. Was ist das???
Warum und vor allem WIE soll qualitatives Wachstum das quantitative konkurrenzieren können?
Ich möchte mal ein paar Beispiele bekommen und analysieren, wo qualitatives Wachstum erreicht wird (oder wurde?), UND mindestens die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
- die Gesamtproduktion von Gütern wurde kleiner
- der Energieverbrauch wurde kleiner
- die Abfallmenge wurde kleiner
- der Boden- und Wasserverbrauch wurde kleiner
- die Ausbeutung von Ressourcen wurde kleiner
- die Ausnützung von "Humankapital" wurde weniger dreist
Meine Behauptung:
Es gibt KEIN quaLitatives Wachstum (das die BIP-relevante Gesamtbewertung also erhöht), ohne dass damit quaNTItatives Wachstum mit all seinen nicht-nachhaltigen und zerstörerischen Effekten einhergeht.
Ihr Vorhaben, Benzin um mindestens 50 Rappen zu verteuern, haben Sie sicher schon länger in der Pipeline. Jetzt, wo Christoph Blocher als "Störfaktor" nicht mehr da ist, ist die Zeit gekommen, das im Bundesrat gleich umzusetzen. Bundesrätin Widmer ist noch ein Greenhorn, Schmid leicht zu bodigen und die andern wohl ausser Herrn Merz wohl auch. Gute Strategie. Aber auch fürs Volk? Nein. Wenn das wirklich fürs Volk und für die Umwelt sein sollte, dann müssten Sie die Energie ALLGEMEIN höher besteuern, nicht nur das Benzin. So etwas ist nicht nachvollziehbar, und die Kluft zwischen Armen und Reichen wird beim Autofahren immer klarer. Viel bringen wird's nicht, ausser einem grossen Umverteilungs-Apparat, der auch wieder bezahlt werden will aus diesen Einnahmen, die dem Volk aus der Tasche gezogen werden. Ich bin sehr enttäuscht über Sie, denn wenn Sie das ernst gemeint hätten, hätten Sie die gesamte Energie verteuert und nicht nur das Benzin. Hier zeigt sich bloss Ihre Abneigung gegen das Autofahren und gegen Individualismus. Sie sind und bleiben halt doch nur ein Kommunist. Ach ja, und die Züge sind zu den wichtigen Zeiten eh schon pumpenvoll, was wollen Sie denn noch mehr??????
http://kein
harte antwort von dir! ich hoffe du hattest einfach einen schlechten tag.
ich sehe das so: ich bin kunde im netz und lasse mich auf diesem blog informieren und manchmal halt auch unterhalten (z.b. wenn hier wieder scharf geschossen wird).
ich habe genau wie du auch meine meinungen und ansichten über umwelt, politik und wirtschaft. ich bin auch ein bisschen gebildet und könnte auch mitreden.
ich möchte aber nicht! viele sprechen mir aus der sehle; soll ich jedes mal auch hinschreiben
„... bin auch deiner meinung…“.
ich bin kein blog-schreiber sondern blog-leser (ausser lange beiträge).
ist das so schlimm?
bis die tage
Nun machen Sie also vorwärts mit dem „Klimaschutz“. Laut NZZ 50 Rappen mehr pro Liter auf Diesel und Benzin ab 2010. Die Möglichkeit für ein Referendum besteht nicht.
Willkommen im Zeitalter der Klimadiktatur!
Herr Leuenberger, was sind die konkreten Ziele? Die CO2-Reduktion gemäss Kyoto? Die 50 Rappen werden diesbezüglich genau nichts bewirken und das wissen Sie genau.
Oder ist Ihnen als Städter, ÖV- und Limosinenservicebenutzer entgangen, dass das Benzin in den letzten Jahren bereits um mehr als 50 Rappen teurer geworden ist und der Verbrauch dazu trotzdem stetig zugenommen hat?
Sie strafen damit einzig und allein die sozial Schwachen. Für einen SUV mit Anschaffungskosten um die 100'000 Franken spielt der Benzinpreis bei den Betriebskosten so eine verschwindend kleine Rolle, dass es niemanden kümmert. Wieso greifen Sie nicht da zu? Diese Zielgruppe ist es doch auch, welche alle 2-3 Jahre einen Neuwagen anschafft.
Die alleinerziehende Mutter jedoch mit ihrem 10 jährigen Gebrauchtwagen hat dagegen nicht die Mittel ein sparsames Fahrzeug zu kaufen und dafür soll sie nun an der Zapfsäule auch noch von Ihnen bestraft werden? Es reicht doch schon, dass die auf dem Land wohnende auf ein Auto angewiesene Bevölkerung den ÖV subventioniert und kaum davon profitieren kann.
Die ganze Klimadebatte wird uns noch in die Zweiklassengesellschaft zurückführen. Die einen werden weiter Gas geben, weil Sie es sich leisten können und die andern kommen mit Hilfe eines abgehobenen „sozialen“ Bundesrates unter die Räder!
Hauptsache Sie wissen was gut ist für das Klima, das lästige Fussvolk soll doch zu Fuss gehen. Als Bundesrat ist man ja sowieso nicht auf Wählerstimmen angewiesen. Träumen Sie doch weiter Ihren Ideologien nach.
Ihr Besserwisser
Bitte, wer schreibt eine Entgegnung auf zwei himmeltraurigentsetzliche Leserbriefe für den Atomstrom?
Temporärlink (bis ca. Anf. Feb 08):
http://www.espace.ch/artikel_300370.html
Originalseite:
http://194.209.226.170/pdfdata/bund/2008/01/21/BVBU-010-2101-2.pdf
Leserbrief eingeben:
http://www.espace.ch/artikel_300370.html
Im Rahmen einer unserer Vorlesungen (Wirtschafts- und Umweltwissenschaften) sind wir an der Problematik der Pumpspeicherkraftwerke und deren Betrieb äusserst interessiert.
Der Umstand, dass Stromproduzenten in der Schweiz offenkundig für eine CO2-freie Stromproduktion werben, ist uns suspekt. Gerade deshalb, da in den Zeitungen publik wurde, dass Anteile von deutschen Braun- und Steinkohlekraftwerken in Milliardenhöhe getätigt werden sollen. Und mit diesem Strom wird dann das Wasser nachts hinaufgepumpt um (aus ökonomischer Sicht sicherlich sinnvoll) tagsüber teuren, grünen Strom produzieren zu können.
Aus meiner persönlicher Perspektive dürfen Sie die folgenden Zeilen gerne als konstruktive Kritik verstehen, Es ist mir ein Rätsel, wie man in Europa versucht die Energiepolitik zu betreiben. Ganzheitlich ökologisch betrachtet, werden wir Einfluss hinsichtlich den Produktionsstätten in den Schwellen- und neuen Industrieländern durch härtere Richtlinien nehmen können. Unsere lokale Wirtschaft hingegen mit unrealistischen Fiskalabgaben (z.B. zusätzliche Abgaben auf Benzin) zu belasten, scheint mir eher fragwürdig.
Es geht doch vielmehr darum, dass wir eine möglichst emmissionsarme Umweltbelastung global erreichen. Die Kreisläufe, die der Mensch durch die Nutzung fossiler Energieträger aufgebrochen hat, können sowieso nicht wieder geschlossen werden.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg im 2008.
Gerne äussere ich mich auch mal zur Umweltpolitik. Wie ich so die Tagespresse mit meinen Augen durchleuchte fällt mir auf, dass Sie vorhaben ab 2010 den Benzinpreis um Fr. 0.50 zu erhöhen. Tja, denke ich mir, wäre ja eigentlich sinnvoll wenn mehr Menschen auf's Auto verzichten würden und stattdessen auf den gut vernetzten Öv umsteigen würden.
Das Ganze hat aber einen Haken, welcher dann noch aus der Welt, resp. der Schweiz,geschafft werden müsste: Der Öv ist einfach bei uns ZU TEUER !! Ich verstehe zwar den Sinn einer Erhöhung und auch dass der mehreingenommene Betrag dann mit den Krankenkassenprämien verrechnet würde und dem Bürger wieder zu Gute käme. Aber schlussendlich ist es doch dann so, dass sich die Reichen der Schweiz den höheren Bezinpreis eh leisten können + zusätzlich die hohen Bahnbillette. Der Mittelstand und die Ärmeren sowieso, haben dann wieder mal das Nachsehen. Ich bin eine regelmässige Öv-Benützerin, tue mich aber mit den hohen Öv Preisen sehr schwer, kann ich Ihnen sagen.
Gruss, Simone Marti
Ich wünsche Ihnen für Mittwoch viel Glück und grosse Durchsetzungskraft, wenn's darum geht, die 50 Rappen pro Liter Benzin festzulegen. (Lieber wäre mir mehr, aber das hätte wohl wenig Chancen...).
Bitte betonen Sie, dass es sich nicht um Steuergelder handelt, die irgendow versickern, sondern dass die Einnahmen gleichmässig und vollumfänglich dem Volk zurückbezahlt werden. Veranschaulichen sie es mit Beispielen:
1) Jemand fährt nur ÖV:
zahlt 0.- Abgabe; bekommt 500.-
2) Jemand fährt Auto mit durchschnittlichem Verbrauch:
zahlt 500.-; bekommt 500.- zurück
3) Jemand fährt ein SUV:
zahlt 1200.-; bekommt 500.-
...
Natürlich stimmen diese Zahlen nicht, sie kennen aber bestimmt die richtigen ;.)
Bitte setzen Sie alles daran, Ihre KollegInnen zu überzeugen!
Ich drücke Ihnen die Daumen!
"Der ÖV ist zu teuer! Das Benzin ist zu teuer! Alternative Energien sind zu teuer!"
Nächstens kommt einer und beklagt, dass das Leben lebensgefährlich sei.
Bedauernswerter Minister Leuenberger.
Er zeigt die Probleme auf und schlägt Teil-Lösungen vor. Aber wenn er nur ansatzweise die Lasten, welche die private Raffgier für die Allgemeinheit erzeugt, gerecht verteilen will, dann wird er als Kommunist verschrien.
.
Warum soll man nicht wenigstens auch jene "Lasten", welche immerhin einen KOLLEKTIVEN GEWINN bedeuten, genau gleich "gerecht" verteilen wie das Atomrisiko (z.B. die winzigen Ansätze zu einer echt nachhaltigen Wirtschaft, z.B. Förderung alternativer Energien)?
ich finde Ihre Politik einfach super. Das Benzin könnte, wenn es nach mir ginge auch gerne 10 Franken pro Liter kosten.
Diese dummen, faulen Autofahrer sollten endlich was gegen ihren Sitzspeck tun und aufs Velo umsteigen.
Belustigend finde ich Leute, die am hinterletzten "Hracher" wohnen und dies als ihr Geburtsrecht ansehen. "Wir waren ja schon immer hier und Autos gabes ja auch schon immer und deshalb müssen wir Auto fahren". Hallo?
Ungefähr so blöd und egoistisch kommen mir die meisten der Beiträge hier drin vor.
Nochmals: Hopp Moritz! Weiter so!
Liebe Grüsse
Hanspeter
Herr Delbert, wenn es darum geht die schädlichen Einflüsse von Energie auf die Umwelt zu reduzieren, dann muss man die Besteuerung auf das Verursacherprinzip der schädlichen Einflüsse ausrichten. Günstige Energieformen und Verbraucher müssen jedoch gefördert werden.
Dieses Prinzip ist noch lange nicht so durchgesetzt wie dies wissenschaftliche Fakten verlangen würden. Der Staat muss den Energieverbrauch so regulieren dass der Einfluss durch die Steuerung günstig für die Gesellschaft der Zukunft ist. Auf die Gegenwart muss der Staat ebenfalls Rücksicht nehmen, das macht er im Moment aber eindeutig auf zu hohe Kosten der Zukunft.
Bisher wurde enorm Rücksicht auf das Individuum genommen welches das Auto bevorzugt, Herr Delbert. Wenn Sie zum Beispiel öffentlich am Strassenrand parken oder die Flächen der Strassen benutzen, dann bezahlen Sie keineswegs die vollen Kosten welche die Belegung der Grundstücke wirklich kosten (Bodenpreise,Lärm,Verschmutzung), auch wenn Sie vielleicht wegen der Mangelware Parkplatz und zuwenig dichter Strassen verärgert sind.
Zurück zur Energie.
Neben den direkt schädigenden Einflüssen auf die Umwelt gibt es noch andere Gefahren bei der Benutzung von Energie. Im Sinne der Nachhaltigkeit muss der Staat aus meiner Sicht jene Energieformen fördern die langfristig noch zur Verfügung stehen werden. Benzin wird aber aus Erdöl gewonnen, von dem es vielleicht noch 20 Jahre genügend für alle gibt. Werden nicht rechtzeitig Alternativen gefördert, dann werden die Geschichtsbücher später über Herr Leuenberger nichts Gutes berichten können, egal ob er nun wie Sie sagen ein Kommunist wäre oder wie ich sage, der Herr Bundesrat der tatsächlich als Bundesrat und nicht als Parteipatriarch agiert.
Hans Hunkeler
Ich traute meinen Augen nicht, als ich deinen Beitrag las. Dies ist ja extrem kläglich. Du blamierst dich aus meiner Sicht komplett.
Warum schreibst Du denn nicht selbst eine Erwiderung auf die 2 Leserbriefe im Bund? Fehlen Dir die Argumente, dass Du dazu Globi überreden willst? Statt dessen dozierst Du über Wachstumstheorien.
och mensch, wann wird begriffen, dass mit den 50rappen nicht nur autofahrer betroffen sind, sondern ebenso all motorisierten firmen (transporte...etc). und wo wollen die das geld einholen, beim kunden, und wer ist das, wieder das steuervolk...also für alles wieder doppelt und dreifach bezahlen, und was ist erreicht?
egal, `ihr` verdienen ja eure 32´000franken im monat. herr leuenbergen, leben sie doch bitte einfach mal mit 5000franken und 2 kindern, und hören einem zu dass der noch den sprit um 50rappen erhöhen will...
hoffentlich kommt bald die zeit, dass das volk so auf die strassen geht wie in frankreich. wenns brennt und kracht fragt man sich dann wieso?!
komische schweiz...
grusss beni
http://Sauer
eigentlich hatte ich Ihnen damals , als Sie zur Wahl standen , die Daumen gedrückt.Dachte , ein Sympatischer , fähiger Politiker .
Heute würde ich vor beide Titel 2 Buchstaben , "un" vorwegstellen .
Warum sollen immer die Steuerzahler für Fehler der Politiker geradestehen ? Hat nicht die Politik verseumt , die Autoindustrie auf den richtigen Weg zu leiten .
Immer das selbe . Mal wurden Dieselfahrzeuge in den Himmel gehoben , mal die Benziner . Es wurde mit Zückerchen gelockt , um schlussendlich dann kräftig abzukassieren . Wie jetzt wieder . 50 Rp mehr pro Liter . Ist für Ihr Gehalt sicher kein schwerer Brocken , aber wie stehts für die , die gerade mal knapp das Geld führs Auto aufbringen können ?
Mir persöhnlich tuts nicht weh , der Kunde muss einfach tiefer in die Tasche greiffen .
Ich fahr im Jahr zwar nur wenig Kilometer , aber auch wenn der Liter 10 Fr kosten würde , ich würde genau soviel oder wenig fahren . Oder auf meinen V8 verzichten .
Es wird höchstens wieder Benzin gestohlen oder im Ausland getankt . Heizöl wird wieder vermehrt den Weg in den Autotank finden , und in Billigen Autos wird alles reingeschüttet , was irgendwie nach Benzin aussieht .
Die Luft wird nicht sauberer dadurch . Nur der Staat hat wieder mehr Geld , um es in schwarzen Löchern zu versenken .
Weiter so , und irgendwann werden die Steuernzahler nicht mehr nur mit Worten werfen .
Demokratie , wo , eher Diktatur . Oder wo sind wir noch frei ?
Ein immer mehr enteuschter Steuerzahler .
Also Jeder Mensch muss in der Stadt Leben um mit Bus/Tram/Zug/Velo fahren? Wer aufm Land Lebt und kein ÖV, oder Ungenügend ÖV gibt und ein Auto hat ist Egoistisch?
Was ist mit der Landwirtschaft? müssen die auch alle velofahren? STIMMT! dass alles was du issts, Kaufst du ja im Coop, oder Migros ein. Hab ich fast vergessen.
Tauschen wir du machst meinen Job für 1 Monat, jedentag quer durch die ganze Schweiz Kunde zu Kunde Aufm Land und Stadt, Aber ohne Auto. Du kannst mit dem ÖV oder Velo hinfahren, um 5.00 Uhr Morgens gleich beim ersten Kunden in Genf von Zürich aus. Viel spass wünsche ich dir dabei.
Na wenn das nicht Flexibel ist.
Ich denke langsam dass die meisten Leute die hier so ein unsinn schreiben, nicht Erwerbtätig sind.
Wenn jemand Super mit dem Zug zur Arbeit kommt, gute zug-verbindung hat, dann ist das alles super. Aber man kann sich nicht der ort und Job einfach so aussuchen.
gruss
Ist es nicht interessant: Sie haben in Ihrem obigen Beitrag nichts von Benzinpreiserhöhung geschrieben. Aber es melden sich jetzt plötzlich ganz viele neue Leute hier im Blog und diskutieren oder beklagen die Folgen einer Benzinpreiserhöhung.
In den Nutzungsregeln ihres Blogs steht: • Kommentare sollten einen Bezug zum Beitrag oder zu einem Kommentar haben.
Was mich stört, ist nicht mal so sehr, dass kein Bezug zum letzten Beitrag von Ihnen besteht, sondern dass einige Leute den Blog missbrauchen, um Sie persönlich anzugreifen und zu beleidigen.
Sie als Profi werden damit umgehen können, dass Sie geachtet UND verachtet werden - nur aufgrund der Ausübung Ihres Amtes.
Die Sache mit dem Job-Tauschen finde ich eine gute Idee, für 1 Monat. Du wärest vielleicht auch mal 1 Monat Bundesrat, er 1 Monat Strassenreiniger oder Putzfrau. Ich fände das extrem gut, aber leider ist es kaum zu realisieren, auch wenn wir es möchten, nicht aus Boshaftigkeit oder aus Rache, sondern weil wir diese extrem auf Arbeitsteilung und Spezialistentum angewiesene Gesellschaft aus manchen Sackgassen befreien möchten und alle zusammen andere Formen entwickeln möchten, weil wir mitunter etwas nicht mehr wissen -- das Wie-weiter.
Danke für die eloquente Kritik. Sie zeigt mir, dass es doch noch etwas zu tun gibt für mich.
Und wenn du dann deinen Augen wieder traust und weisst, was du genau "kläglich" findest, dann können wir ins Gespräch kommen. Wäre spannend zu erfahren, ob du sogar Argumente hast.
Und jaja ok, ich kann schon einen Leserbrief dazu schreiben:
(Korrigendum zu 2008-01-21 09:30:47 Temporärlink bis ca. Anf. Feb 08):
http://www.espace.ch/artikel_472864.html
Ich sagte nur, Globis Argumente seien angesagt (und meinte nicht: ER solle ihn schreiben).
warum müssen eigentlich immer die Alleinerziehenden Mütter herhalten, wenn andere mit ihren 'Hummer' rumfahren wollen? Aber angenommen die Alleinerziehende Mutter (vom Chracher) fährt 15'000 km im Jahr bei einem Durchschnittsverbrauch von 8 Liter auf 100 km, dann sind das grad Mehrkosten von 50 Franken im Monat (bei 50 Rappen pro Liter).
Wenn sie genau gleich viel rumfährt wie der Rest, kriegt sie auch wiederum jeden Monat 50 Franken zurück.
Wo liegt das Problem?
Der Ölscheich erhöht den Benzinpreis im Übrigen sowieso. Er gibt einfach Deinem Chracher-Mami nichts zurück.
Oder ob ein Käufer einfach gezwungen ist zu glauben, dass sein genutzter Anteil von Strom genau der ist, den er bestellt hat.
Falls es irgendwann mal eine Abstimmung über ein neues Atomkraftwerk gibt, werde ich dagegen stimmen, denn sonst hätte ich "ein schlechtes Gewissen" Ich finde es einfach verantwortungslos, Radioaktive Abfälle, die momentan immer noch mehr und mehr werden, zukünftigen Generationen zu hinterlassen.
An Globi:
Danke für diesen langen und komplizierten Link dieser hat aber weniger mit dem Leitungsstrommix zu tun als mit den Unterhaltungskosten von Kraftwerken.
An Urs:
Vielleicht haben sie wirklich Recht und es kommt nicht drauf an, welchen Anteil Strom man bezieht, aber
denken sie wirklich, dass eine Atomlobby nichts besseres zu tun hat als irgendwelche Blogs zu bespitzeln, Leute auszuspionieren oder zu manipulieren die am Ende gar nichts bewegen können? Dann müssten diese ja jemanden bezahlen der dies für sie tut. Das würde ihnen ein Rückwärtsgeschäft einhandeln. Eine Lobby besteht doch nur des Geldes wegen.
Einige Mitschreiber die die 50 Rp. gutheissen, scheinen etwas kurfristiges Denken zu haben so wie Börsianer die schnell Gewinn machen wollen/müssen. Es wird einfach so sein, das die die am wenigsten haben drann glauben z.B. Rentner.Die Kosten zahlt der Verbraucher ganz einfach,war schon bei der LSVA so. Und, wird weniger Lastwagen gefahren? Nein und da wundert mich es doch, dass der Schwerverkehr bis zu 17% zugenommenhat und die Hochgelobte Verlagerung auf die Eisenbahn wohl fehlschlug. Gerade SBB Cargo wurde ja zusammengestrichen. Wo führt also das hin? Das Geld wird nicht der Bestimmung zugeführt, hörte ich doch da was von Krankenkassen in dem Zusammenhang?? Die CH-Autofahrer finanzieren ja schon die NEAT, damals wurden 20Rp. auf das Benzin geschlagen dafür wenn ichm ich recht erinnere. Tut mir leid, ich traue dem Bundesrtat nicht mehr aber das hat irgendwie Geschichte mit den Steuern. Der militärpflichtersatzt gibt es heute noch obwohl dazum eingeführt um Geld für die Armee zu lösen und die Bundes oder Staatssteuer (weiss nicht mehr genau welche) ebenfalls. Die beiden Kriege sind längst vorbei und die Steuern werden immer noch erhoben.
Ich arbeite Schicht in der Strombranche (!) und bin auf ein Auto angewisen denn die ÖV ist um diese Zeiten nicht in Betrieb bei uns in Zürich und es arbeiten viele Leute Schicht oder mit versetzten Arbeitszeiten wie Bäcker,Taxis,Chauffeure, Druckereien,Polizei,Krankenschwestern usw. Wie erklären sie es denen mit den 50Rp.? Andere Job suchen? Selbst die Arbeitsämter sagen ein Arbeitsweg von je 2 Std. ist u.U. vertretbar.
Ach ja, der Strompreis in der CH was den Haushaltstarif anbelangt ist in Europa einer der niedrigsten, je nach Region..
MfG
Schweizi
weshalb müssen immer alle anderen dafür hinhalten und absaufen, nur damit die paar wenigen Leute am Arsch Welt - oder dem Entlebuch - Auto fahren können.
Leute, seht es doch ein, die Zeit der billigen Energie ist VORÜBER. Unsere Kulturlandschaft wird sich massiv verändern. Wir haben 60 Jahre lang im Öl gebadet. Nun kommt die Rechnung. Hört endlich auf zu jammern und lasst Euch was einfallen!
Immer dieses Diktatur Geschwafel. Wenn's Euch nicht passt, heisst das noch lange nicht, dass es sich um Diktatur handelt.
Ich jedenfalls stehe voll und ganz hinter Moritz Leuenberger.
Die von Waxdummskritiker erwähnten Leserbriefe strotzen vor willkürlichen und unwahren Behauptungen, dass es einem graust.
Das Dumme dabei ist, das viele Leser solches gerne glauben. Ich finde es wichtig, solchen Lügen Fakten entgegenzuhalten.
Da scheinst Du mit Deinen enormen Kenntnissen doch geradezu prädestiniert dazu!
Aber eben: Jammer, Jammer, Jammer, Jammer, Jammer, Jammer, Jammer, Jammer!
Lieber Globi
Dem Besserwisser hast du ja ganz schön was vorgerechnet mit dem . Ich nehme auch an, es stimmt.
Und für jemanden der nicht Auto fährt, scheint sich die Lenkungsabgabe auch ganz gut zu lohnen. Das klingt wirklich toll. Ich fahre nämlich auch nicht Auto.
Doch hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wie deine Rechnung bei unter 15'000 gefahrenen Kilometern aussieht, beziehungsweise <1'200 Liter Verbrauch p. a.? Denn bei 1'200 Litern Verbrauch scheint nach deiner Rechnung der so genannte Break-Even erreicht zu sein. Das heisst, alle die weniger als 1'200 Liter Verbrauchen werden belohnt!
Ich brauche dir sicher nicht zu sagen, dass ein Fahrzeug nach dem Start, in der Kaltlaufphase, am meisten Schadstoffe erzeugt!
Du hast mich überzeugt. Ich werde sofort ein Auto kaufen. Ich könnte es ja brauchen, um zum Briefkasten zu fahren und nachzusehen, wann mein Geld überwiesen wurden.
Zu Deinem Beitrag vom 2008-01-20 08:27:54 zum Thema Rubriken im Blog und Gewinne der Post.
Sicherlich würde die Übersicht im Blog besser, wenn alle nur in den dafür vorgesehenen Rubriken bzw. Kategorien schreiben würden. Dass die Diskussion in der „alten“ Rubrik immer abbricht, um unter dem neuen Beitrag von Herrn Leuenberger weitergeführt zu werden, hat auch Nachteile. Gewisse Diskussionen wiederholen sich immer wieder. Weil es nur eine „aktive Rubrik“ gibt springen neue TeilnehmerInnen auf diese auf und sehen keinen Anlass, sich in anderen Rubriken umzusehen. Deshalb können sie auch nicht wissen, dass z.B. zu Thema Benzinpreiserhöhung schon ausgiebig diskutiert worden ist. (Nachzulesen unter Kategorie: Umwelt, Energie, Räume; Titel: „Das Prinzip wird sich durchsetzen“)
Deine Aussage: „Auf meinen Anriss zum Fast-Milliarden-Gewinn der Post gabs zwei kleine Statements, aber keine Diskussion…“ Meine Frage: was kann ich denn tun, ausser zur Kenntnis zu nehmen, dass die Post in den vergangenen Jahren eine Menge Poststellen geschlossen hat, dass Leute deswegen ihre Arbeit verloren haben, die Wartezeiten am Postschalter sich inzwischen verlängert haben und die Post Reisengewinne einfährt?
Soll ich Herr Leuenberger fragen, ob das das ist, was unter „Service public“ zu verstehen ist? Würde eine solche Frage irgend etwas ändern?
ja dann kauf Dir halt ein Auto, wenn's Dir soviel Freude bereiten würde.
Vergiss aber bitte nicht, dass Du ansonsten jeden Monat etwas Geld erhalten würdest, das Auto selbst nicht gratis ist, dass das Benzin nicht gratis ist, dass die Motorfahrzeugsteuern nicht gratis sind, dass der Parkplatz nicht gratis ist, dass das Auto regelmässig gewartet werden muss und Du zwingend eine Haftpflichtversicherung abschliessen musst.
Und wenn Du keine Kaltstarts machen willst, dann empfehle ich Dir eine Standheizung - die ist allerdings auch nicht gratis.
Ich glaube im Übrigen ohnehin nicht daran, dass die CO2 Abgabe eingeführt wird. Wenn ich hier die Kommentare lese, dann stelle ich fest, dass die Mehrheit das Konzept nicht begreift. Vor lauter Sprachen Förderung sind die Leute offensichtlich bereits mit den einfachsten Rechnungen völlig überfordert.
Liebe Liza,
ich habe im Übrigen auch überhaupt nichts dagegen, wenn jemand meine Kommentare kopiert und unter seinem Namen Leserbriefe verschickt (vielleicht sollten sie aber zuvor noch korrigiert werden).
Es handelt sich hier schliesslich nicht um irgendwelche schützenswerte Prosa.
http://genna.ch/images/p048_1_00.jpg
Danke Liza, dass du noch auf meine "alten" Fragen eingehst.
Es gibt nicht nur EINE aktive Rubrik, man kann jederzeit in jeder früheren Rubrik einen Kommentar machen. Die neusten Kommentare werden ja immer in der rechten blauen Spalte angeführt, unabhängig davon, in welcher Rubrik sie abgesetzt wurden.
Ich bin aber etwas enttäuschst von dir. Wenn du ratlos bist, was wir zu den fast schamlosen Postgewinnen sagen sollen und was es nützen würde: warum diskutieren wir denn hier fast endlos über Energie und noch spezieller über Strom??? Erwartest du, dass DIESE Diskussion mehr (zum Positiven!) ändert?
Schön wärs, und hoffen kann man ja immer, in der Annahme, es gebe viel mehr stille Lesende als Schreibende, die sich tatsächlich eine Meinung bilden wollen, und nicht nur für eine Lobby die Stimmung erschnüffeln.
Jedenfalls: Das Business im Energiesektor läuft GENAU GLEICH wie bei der Post:
- Wachstum ist der Götze, mehr Absatz und Gewinn das Ziel, weniger Service, ungerechtere Preise und falsche Lenkungseffekte die Auswirkung.
- Das Wissen über die Zusammenhänge steht allen zur Verfügung
- Handeln in sozial und ökologisch nachhaltigem Sinn wollen aber nur die wenigsten, bzw. jede/r zieht nur jene Fakten zu Rate, die sie/ihn in der persönlichen Meinung bestärken oder ihre körperliche oder geistige Trägheit am besten rechtfertigen.
Frage an alle:
Ueber aufgekaufte Patente für Sparautos und ähnliche Sabotageakte der Betonkopf-Technokratie wurde schon gestritten hier.
Wie seht ihr die Gefahr, dass grosse Strom-Unternehmen auch die im Stromgesetz vorgesehene Förderung alternativer Energieträger topedieren, indem sie z.B. ökologische Stromproduzenten gleich aufkaufen (wie schon geschehen), um die Einspeisevergütungen zu sparen? Vielleicht seh ich ja Gespenster, aber dieses Phänomen ist ungesund.
Seit längerem freue ich mich über Ihre Reden, Bücher und Blog- Berichte., vor allem die Vielfältigkeit der Themen und Einbezug menschlicher Belange haben mich angesprochen.
Ihr Referat am Stromkongress habe ich via Link in Ihrem Blog gelesen. Dabei habe ich festgestellt, dass dieses Referat doch etwas unter “dem Stress der Neujahrswoche“ gelitten hat. Anders kann ich mir nicht erklären, dass in einem Referat für den Stromkongress elektrische Begriffe falsch verwendet werden.
Ihr Satz “Wo es Kontakt gibt entsteht Spannung.“ muss Physiker und Elektroingenieure zum Widerspruch herausfordern, auch wenn damit ein Bezug zur Politik geschaffen werden soll. Der Vergleich Politik- Elektrizität lässt sich auch korrekt beschreiben. Spannung existiert zwischen zwei Polen und bei deren Kontakt fließt Strom. Zu großer Stromfluss(Informationsfluss) kann zum Durchbrennen der Sicherungen führen
Bei Ihrer Beschreibung der Neuausrichtung der Schweizer Energiepolitik geben Sie die vier bekannten Säulen an. Für drei der vier Säulen führen Sie Aktionspläne auf, nicht aber für die Säule Großkraftwerke, obwohl gerade dort Aktionen der Politik nötig wären. Später sagen Sie selbst: “Wir müssen also in den kommenden Jahren mit zunehmenden Importen rechnen.“ Die von Ihnen geforderte Prüfung des Bedarfs weiterer Großkraftwerke ist also ihrerseits bereits erfolgt. Das Ziel:“ einen weiterhin großen Anteil an inländischer Stromproduktion“ zu haben, wird offensichtlich gestrichen. Somit wird die Schweizer Wirtschaft weiterhin von den, Energierohstoffe liefernden Staaten erpresst und mit ursprünglich von uns stammenden Geld überschwemmt, um nicht zu sagen aufgekauft.
Bei der Diskussion über Liberalisierung und Preissensibilität führen Sie als neuen Begriff die Stromqualität ein, ohne diesen zu definieren. Wir haben in der Schule noch gelernt, dass es nur “nackte“ Elektronen gibt und sie bei ihrer Geburt von Ihren Eltern auch kein rotes, grünes, blaues oder gelbes Kleidchen angezogen bekommen. Genome, anhand derer man sie auch später identifizieren könnte, haben Elektronen auch nicht. Das Verfahren, ihren Ursprung im späteren Leben festzustellen, muss erst noch gefunden werden. (Vielleicht ein neuer nationaler Forschungsauftrag ?)
Grundsätzlich liegt es in der Natur der Sache, dass die Elektronen, die beim Verbraucher an der Steckdose ankommen nicht die gleichen sind, die beim Produzenten erzeugt werden. Hier sollte Aufklärungsarbeit von AXPO, Köbi Kuhn usw. geleistet werden. Sie machen das heute schon für Energiesparlampen und könnten “Glauben“ der Stromkonsumenten in Wissen verwandeln. Das gleiche wäre auch für die Erklärung der Zusammensetzung der Stromkosten aus Amortisation der Investitionskosten, Betriebskosten und Rückstellungen sinnvoll. Diese Angaben findet man meist in den Geschäftsberichten der EVU’s, was aber offensichtlich bei manchen Kunden nicht ihrer Vorstellung von Transparenz entspricht.
Der den teureren Ökostrom bezahlende Stromkonsument kann m.E. sicher sein, dass er auch erhält, wofür er bezahlt. Die Buchhalter der EVU’s geben akribisch Rechenschaft über jede in den diversen Anlagen produzierte und jede verkaufte Kilowattstunde. Das kann geprüft werden und so können sie ja nicht mehr verkaufen als sie produzieren. Das es sinnvoll ist den Aufpreis für Ökostrom zu wählen, könnte das folgende Argument unterstützen: Je größer die Nachfrage nach Ökostrom wird umso größer wird der Druck auf die EVU’s Neuinvestitionen in weitere nachhaltige Anlagen zu tätigen.
Betreffend Ökostrom –Export und dem Verbrauch von billigerem, (schmutzigerem) ausländischem Strom in der Schweiz sollten Ihre Fachleute die Stromkonsumenten beruhigen. Der Stromexport ist das gleiche wie der von Wirtschaft und Politik geforderte Import(Kauf) von (unsinnigen,) ausländischen CO2 Zertifikaten, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Beim Ökostrom –Export profitieren wir in dem Sinne, dass in der Schweiz die Luft bei der Herstellung weniger belastet wird und das Ausland den Strom bezahlt. Bei den ausländischen CO2 Zertifikaten bleibt der Dreck im Inland, wir verhelfen dem Ausland zu besserer Luft und zahlen noch dafür.
So kann man die von Frau Calmy-Rey in Indien bezahlten CO2-Zertifikate eigentlich mehr als Entwicklungshilfe abbuchen. Entwicklungshilfe für die Atommacht Indien ist allerdings auch etwas fragwürdig.
Im Zusammenhang mit der Klimapolitik ist bei der Bevölkerung, der Wirtschaft und der Politik noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.
Mit freundlichen Grüssen
chrigu
Lieber Globi
Keine Angst, ich werde mir kein Auto kaufen. Dieser letzte Kommentar ist und bleibt Sarkasmus. Und die Gründe hast du soeben genannt. Es ist schlicht weg zu teuer. Den Beweis, dass eine weitere Abgabe wieder nur blosse Abzocke wäre, verdeutlicht deine wenn auch unvollständige Auflistung sehr schön. Danke.
Da muss ich mich leider auch schon ohne CO2- Abgabe dem Staat unterwerfen und meine Freiheit einschränken lassen. Und genau um diese Freiheit geht es.
Die CO2- Abgabe wird kommen. Es lässt sich wohl nur noch über die Höhe streiten.
Ich möchte hier nur kurz aufzeigen, dass gerade diejenigen Leute, welche die meisten Kilometer fahren, jene sind die darauf angewiesen sind und jene, die es nur zum benutzen, eben nicht!
Und genau jene, welche ihr Auto beruflich benötigen, werden die Kosten dem Kunden weiterverrechen können. Und jene die es zum Briefkastenleeren brauchen, werden es weiterhin dazu brauchen, denn die werden Ende Monat ja belohnt. Dann wird man sich wundern, warum die Lenkungsabgabe nicht funktioniert. Natürlich darf das Volk die Wahrheit nie erfahren und so werden unter einem neuen Vorwand weitere Abgaben eingeführt und alte erhöht.
Aber das gehört zum Plan dieser Politiker. Sie brauchen Geld! Durch die Ineffizienz in der Politik klaffen die Schuldenlöcher immer mehr auseinander.
"Wir geben ihm (dem Volk) ein Zückerli', dann wird es schön brav allem zustimmen." Sagen sich die Politiker und führen neue Abgaben ein. Verpacken diese mit dem Schlagwort und verkaufen diese uns. Doch statt dem 50 Fränkli- Zückerli werden wir Ende Monat durch die Verteuerung aller Güter eher 100 Franken weniger besitzen. Und diese Wahrheit verheimlichen uns die Politiker, welche uns schröpfen und aussaugen! Sie locken uns mit Zückerli und ehe du dich versiehst, fragst du dich, warum du immer mehr am verarmen bist. Dabei wird’s die reichen nicht so sehr treffen. Und dann werden die Sozialisten den Reichen wieder für ihre Politik benutzen können und die Armen auf ihn hetzen um neue Abgaben einzuführen. Und weiter geht die Abzocker- Spirale. Dabei wird eben wieder übersehen, dass der Sozialist die Armen immer ärmer macht. Und die Freiheit geht dann ganz verloren. Eines Tages werden wir in einem totalitären System aufwachen und fragen: Wie konnte das geschehen?"
Wünsche dir Globi einen erfolgreichen Tag und Gruss
David
@liza, natürlich gibs auch Schichtler in Oesterreich oder Deutschland, aber ev. Fahren dort die Züge/Busse ja bereits um 4:00 Morgens, bei mir keine Chance. Es geht mehr um die Art und Weise, wenn ich schon zahlen soll also eine Art "Luxussteuer" so soll das Geld auch für die Reduktion des CO eingesetzt werden und zwar jeden Rappen und nicht andere "Kränkelnden" Zweige damit "Quersubventioniert" werden, das sollen die Leute machen die schon dafür bezahlt werden.Und es scheint so, dass es die Ideen ausgehen, es läuft immer nur über Steuern oder Abgaben wie LSVA,Viskalabgaben,Abgastest pflich^usw. eine Art "Repression" und für das brauchen wir keine spitze bezahlte Spitzenleute, auf das kommen wir auch so denke ich ;-) .
Weshalb wird Strom teurer? Weil es sich nun erst recht "Lohnen" muss, der wirtschaftliche Aspekt ist nun wichtiger, da die Konkurenz nun die "Kunden" abwerben kann aber das werden meist erst mal die Grossen sein,also die Industrie und die Endverbraucher werden dann die Differenz zu den guten Preisen für die "Grossen" bezahlen denke ich. Die Versorgungssicherheit wird in den Hintergrund weichen, der Unterhalt zurückgefahren denn der kostet ja, das könnte ein Szenario sein.
Der Strom ist halt auch nicht "Personalisierbar" wie bei den NATELs, der Chip und die Tel.- Nummer sind auf eine Person (Halter)fixiert, mann wüsste sogar wo gerade das Gerät sich bei welcher Antenne eingeloggt hat.Beim Strom ist das so nicht machbar und deshalb kann ein "Personalisiertes Angebot" wie hier auch schon erwähnt,nur mit sehr grossem Aufwand verwirklicht werden, z.B. durch neue elektronische Zähler pro Kunde(!) und was das heisst ist klar ,vieeel Geld und Zeit bis das umgesetzt ist und dem Kunden das dann in Rechnung stellen? Würdet Ihr zahlen dafür? So ein Gerät ist ziemlich kostspielig, soll ja auch eine Zeit halten...
Freundliche Grüsse
schweizi
Man kann nicht Ökostrom oder Atomstrom bestellen und erhalten.
Sondern man kann sicherstellen, dass die gewünschte Energieform irgendwo ins Netz eingespeist wird, und damit eine Lenkungswirkung für eine Produktionsform erzielen.
Noch mal die Sache mit den atomaren oder ökologischen Elektronen:
Strom besteht aus bewegten Elektronen. Elektronen für unseren Strom werden aber weder produziert noch vernichtet, weder irgendwo eingespiesen noch der Steckdose entnommen!
Sondern die Elektronen sitzen dauernd in unseren Leitungen und Geräten, bei den Metallatomen, z.B. im Kupferdraht. Auch wenn das Gerät nicht angeschlossen ist. Also in jedem Kabel, in jeder Leitung, in jedem Staubsaugermotor, in jeder Glühbirne, überall.
Um elektrische Arbeit zu verrichten, müssen sich die Elektronen bewegen.
Das E-Werk schiebt die Elektronen an, und wie bei Billardkugeln bewegen sich dann die nächsten Elektronen und schliesslich die Elektronen bei uns im Draht. Da wir Wechselstrom haben, saugt das E-Werk die Elektronen gleich weider zurück. 50 mal pro Sekunde hin und her. Wie bei einer Säge, da reissen auch immer die gleichen Zähne am Holz. Durch diese Bewegung wird Energie umgesetzt. Es sind also immer "meine eigenen", gleichen Elektronen, welche die Arbeit bei mir verrichten. Durch das Hin und Her verrichten die Elektronen die gewünschte Arbeit (Licht, Kraft, Wärme usw.). Einzig für deren Bewegung ist das E-Werk verantwortlich, bzw. "das Netz" bzw. die letzte Trafostation.
Das wurde schon hier vortrefflich erläutert:
http://moritzleuenberger.blueblog.ch/p57.html#c4092
Und in diesem Netz können wir eben den "Strommix" mitbestimmen, indem wir "Ökostrom bestellen".
http://www.admin.ch/ch/d/sr/7/734.7.de.
Ich finde, nach einer knappen Stunde querlesen, dass das Stromversorgungsgesetz gut gemacht ist. Ich hätte vielleicht PV-Anlagen weniger grosszügig gefördert, aber wenn dies der Entscheid des Parlaments ist und niemand das Referendum ergreift, dann ist das in Ordnung. Zudem staunte ich wieder einmal, wie viel seriöse Arbeit in der Erarbeitung eines solchen Gesetzes steckt.
Ich verstehe nicht, weshalb Elektrizitätsgesellschaften private PV-Anlagen aufkaufen sollten. Sie sind klein, uneinheitlich, örtlich verstreut und mehrheitlich mit privaten Bauten baulich verbunden. Aufkaufen und stilllegen, wie bei früheren Kleinwasserkraftwerken, macht keinen Sinn, da dann die Fördergelder nicht mehr fliessen. Wieso sollte ich sie kaufen und weiterbetreiben, wenn Private dies für mich tun.
Hingegen würde ich mir ernstlich überlegen, selbst PV-Anlagen im Förderumfang zu erstellen. Ich könnte den Aufstellungsort wählen (Mehrertrag in den Bergen und im Tessin), könnte grössere und entsprechend günstigere Anlagen erstellen und würde zugleich Prestige als moderne, aufgeschlossene Gesellschaft gewinnen.
Dies könnte einen Aufschrei bei den Wohlmeinenden hervorrufen, würde aber der Professionalisierung der Photovoltaik dienen.
http://www.admin.ch/ch/d/sr/7/734.7.de.
wo haben Sie eigentlich die Grosszügigkeit bezüglich Photovoltaik entdeckt?
1. Solange 50 Rappen/kWh überschritten werden, darf Photovoltaik höchstens 5% der lächerlichen Zuschläge von 0.6 Rappen per kWh beanspruchen. Das heisst, was Sie unter grösszügig verstehen sind tatsächlich Mehrkosten von 0.03 Rappen pro kWh.
2. Da die Einspeisevergütungen Gesamtschweizerisch fixiert sind, sind die PV-Anlagen in der Südschweiz und in den Alpen auch von vorneherein wirtschaftlicher.
3. Es macht Sinn, kleinere Anlagen vorerst stärker zu fördern, da so eben das Baugewerbe was die Integration von PV-Anlagen betrifft auch schneller Professionalität gewinnt. (Deutschland hat momentan höhere PV-Modulkosten als die USA und trotzdem sind die installierten PV-Komplettanlagen günstiger, weil die Installateure offensichtlich professioneller arbeiten.)
Die Dachfläche bereits vorhanden ist, macht es zudem Sinn, die auch vorerst zu nutzen.
4. Da die Alpen nicht besonders fruchtbar sind, die Bewirtschaftung mühsam ist, die Sonneneinstrahlung zum Teil südeuropäische Werte erreicht, die Temperatur tief ist (höherer PV-Wirkungsgrad) und bereits weniger als 1% der Fläche der Alpen ausreicht um die ganze Schweiz mit PV-Strom zu versorgen, sehe ich auch keinen Grund, weshalb man nicht grossflächige PV-Anlagen in den Alpen bauen und fördern sollte (zumindest solange die Vernetzung gewährleistet ist).
5. Wo steht eigentlich, dass die kleinen PV-Anlagen von den EWs gekauft werden sollen? Oder beziehen Sie sich auf das jetzige 'PV-Almosengeschäft' der EWs?
Dass alle Rubriken im Blog aktiv sind und jederzeit Beiträge hinzugefügt werden können, so Dein Hinweis, ist mir selbstverständlich klar. Aber faktisch ist es eben doch so, dass (fast) immer nur diejenige mit dem letzten Beitrag von Herrn Leuenberger benutzt wird – also aktiv ist. Du selber beklagst Dich über diesen Umstand mit den Worten: „Warum wird von uns jede laufende Diskussion einfach in die neue Rubrik "verlegt", wenn Moritz Leuenberger einen neuen Beitrag macht? Und in der alten Rubrik verstummt alles?“. Ich wollte mit meinen Zeilen an Dich auf diese Klage eingehen und aufzeigen, welchen Nachteil dieser Umstand unter anderem haben kann.
Du bist enttäuscht von mir?! Habe ich Dir irgend etwas versprochen und nicht eingehalten?
Dass Business ob Post oder Energiesektor nach den gleichen Mechanismen funktioniert, brauchst Du mir nicht zu erklären. Schon mehrmals habe ich versucht darauf hinzuweisen. Zum Beispiel: „Wenn man versucht diesen Fragen auf den Grund zu gehen, erkennt man immer den gleichen Hintergrund: es geht um Macht, Einfluss, Geld. Das Prinzip, wie dieses Ziel erreicht wird ist auch immer das Selbe: mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Gewinn erzielen.(Das führt dann zum vielgepriesenen Wirtschaftswachstum.) Menschenrechte, Umwelt, Volksgesundheit etc. spielen dabei fast immer eine untergeordnete Rolle …“
Ob ich mehr von einer Diskussion über Energiefragen als Postgewinne erwarte, fragst Du. Ja, das tue ich. Die Energiepolitik ist meines Erachtens total im Umbruch. Es werden Weichen gestellt, die langfristig Auswirkung auf die Art der Energieproduktion haben. Es geht also darum, durch Aufklärung und Information möglichst viele Menschen zum Umdenken und Mittragen der „richtigen“ Energiepolitik zu veranlassen. Bei der Post sehe ich aber keinerlei Möglichkeiten Einfluss zu nehmen. Ich habe mein Konto bei der Post schon vor vielen Jahren gekündigt. Eigentlich hätte ich von Dir statt eines Vorwurfs, einen Vorschlag erwartet, was ich TUN kann bezüglich Post und ihrem Gebaren.
2. Alle Kantone sollen der Bevölkerung bei der Neuerstellung von Solaranlagen auf dem Hausdach Beiträge zahlen, sodass diese attraktiver werden. Bisher gibt es schon einige Kantone, welche sich mit Beiträgen am Bau beteiligen..der grösse ZÜRICH gehört NICHT dazu!
3. Wieso ist es nicht möglich, dass wenn ein Haus neu gebaut wird, automatisch 5-10% der Dachfläche mit Solaranlagen verbaut werden muss?
Ich sehe trotzdem ein Problem.
(Wie in der Frage an alle angetönt am 2008-01-22 23:28:57).
Denn im Gesetz steht, dass der Strom-NETZBETREIBER diese Vergütung an den Produzenten leisten muss (und nicht der Bund oder die Erdölvereinigung).
Falls also der Netzbetreiber identisch bleibt oder wird mit dem Grossproduzenten (z.B. von Atomstrom oder Importeur von Kohlestrom), so hat er alles Interesse daran, die Stätten der Erzeugung erneuerbarer Energien möglichst klein zu halten oder selber zu betreiben (oder eben nicht zu betreiben).
So richtet sich die erneuerbar erzeugte Energiemenge lediglich nach der Nachfrage, aber eine tatsächliche FÖRDERUNG (auf Kosten nicht-nachhaltiger Energien) bleibt auf der Strecke!
Atel kauft Kleinwasserkraftwerk, siehe:
http://www.onlinereports.ch/OEkologie.113+M5f500be6727.0.html
Was sagt ihr dazu?
Ich bin jedenfalls extrem skeptisch. Wir werden ja sehen.
eine "regenerative" Energiequelle hätten wir fast noch vergessen zu erwähnen:
Sie ist direkt an das stetige Wachstum gekoppelt und heisst "Müllverbrennung" bzw. "Müllkraftwerke"...
An Nachschub dürfte in Zukunft kein Mangel sein.
Napoli lässt grüssen! ;-)
Natürlich ist es hilfreich, Abfallenergie zu nutzen anstatt nur verpuffen zu lassen. Aber regenerativ ist sie natürlich nicht. Sie entsteht ja vor allem dort, wo ineffiziente Ressourcennutzung verbreitet ist. Eine nachhaltig wirtschaftende Gesellschaft müsste auf diese Energie "verzichten". Bzw. sie hätte sie gar nicht nötig, weil sie schon von Beginn weg eingespart worden wäre.
Dein (augenzwinkernder - ich weiss) "Vorschlag" ist etwa so, wie wenn einem Hausbesitzer mit Wärmerückgewinnung raten würde, einfach mehr zu heizen, um mehr "Gratis"wärme zurückzugewinnen...
passend zur aktuellen diskussion bin ich auf diesen bericht gestossen:
http://www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/Doc~EFE4E95B178C943B7B542496821A7DB9B~ATpl~Ecommon~Scontent.html
es beleuchtet die ganze verkehrspolitik von einer anderen seite...
viele grüsse
s. germann
Heute Samstag könnte man meinen sämtliche Besucher des Wefs in Davos, flögen eine Zusatz-Runde, der Himmel ist voll mit Streifen, wo hin man auch schaut.
Ob das noch gesund ist?
Wer ist eigentlich dafür verantwortlich?
In der Schweiz.
Gruss
http://www.energiestiftung.ch/files/ana
neue AKWs sind letztlich nicht wirtschaftlich, deshalb lassen sich damit leider auch indirekt keine Solaranlagen finanzieren.
Am besten braucht man das Geld für neue ausländische AKWs direkt um neue Schweizer Solarmodul Fabriken aufzustellen.
Drei neue Französische EPR Reaktoren kosten etwa 20 Milliarden Franken.
Mit 20 Milliarden Franken kann man von Oerlikon rund 60 Dünnschicht Solarmodul Fabriken mit einem jährlichen Output von 160 MW pro Fabrik installieren. Nach lediglich 10 Jahren haben diese Solarfabriken eine Gesamtleistung von 96'000 MW produziert! Das ist 20 mal mehr Leistung als die 3 ausländischen AKWs zusammengerechnet.
Ihr leidet alle an grenzenlosem Egoismus. Euer Motto: Nur weil ich AKW, Autos, 2- Takter...Hasse, muss man es verbieten! Dabei lasst ihr den technologischen Fortschritt und alle Fakten ausser acht. Und alles muss gleich verboten werden. Ihr gebt euch als Wirtschaftsexperten, Zukunftsforscher, Ingenieure etc. aus usw. Und dabei labert ihr nur die Worte eures Vorbildes Herr Leuenberger nach, welcher als Jurist die Doppelmoral, die Lüge, das produzieren von Trugbildern, das Täuschen, das Wortspiel etc. studiert hat.
Ich komme mir vor, als würde die Schweiz nur aus Energieverschwendern, Umweltsündern, Hummer- Fahrern, Mofafahrern, gieriger Millionäre etc. bestehen. Und ich komme mir vor als gäbe es keinen ÖV, keine Alternativenergien etc. Dabei nehmen wir immer, im positiven Sinne eine Spitzenposition ein! Ihr seid alles engstirnige Egoisten und Besserwisser.
Gruss
Der Bescheidene
http://www.flexcell.com/
ich bin lediglich für die Förderung von Schweizer Technologie und der Schweizer Volkswirtschaft und gegen die Förderung ausländischer Atomkonzerne.
Ausländische AKWs sollen nicht verboten werden, sie sollen einfach nicht mehr staatlich gefördert werden.
vielen Dank für den konstruktiven Beitrag.
Wenn wir alles engstirnige Egoisten und Besserwisser sind, was bist denn Du?
Was hast Du bis jetzt in deinem Leben erreicht?
Worauf bist Du Stolz? Welche interessen hast Du bis jetzt vertreten?
Wir alle in diesem Forum sind jetzt sehr gespannt auf deine Antwort.
An sonnenkönig: Ich nehme für mich nicht in Anspruch, alles besser zu Wissen und schon gar nicht will ich andere Menschen mit Verboten bevormunden. Was ich erreicht habe tut nichts zur Sache (ich bleibe bescheiden!). Es ändert die Tatsache nicht, dass die meisten hier im Blog uns Schweizer als Umweltsünder darstellen. Doch ich kam durch meine Tätigkeit überall auf der Welt rum und habe so manches gesehen und erlebt. Und wenn mehr Menschen in Sachen Umwelt wie wir Schweizer handeln würden, wäre sehr viel getan, auch ohne alles verbieten zu wollen. Umweltverschmutzung macht nicht an der Grenze halt. Und so leid es mir auch tut, die Schweiz ist international gesehen klein und unbedeutend - das tut weh, ich weiss, doch leider ist es wahr. Der Grössenwahn mancher Bolgger ist deshalb bedenklich! Wir als Schweizer können mehr bewirken, indem wir auf Gebieten der (alternativen) Energie oder Verbrennungsmotoren forschen, statt mit Restriktionen und Verboten 7 Mio. Menschen und ihre Volkswirtschaft zu zersören und mit ihr die Forschung. Vergiss nicht, auch Atomstrom könnte in Zukunft eine neue Bedeutung durch Forschung erhalten.
Und ich bin ein Mensch der sich nicht durch Verbote die Zukunft verbauen lassen möchte und vom Ausland abhängig sein möchte!!!
Gerade die Atomgegner mit ihrer Doppelmoral sind heuchler, indem sie ein Verbot in der Schweiz fordern, und zugleich so den Strom aus ausländischen KKWs fördern. Denn eines ist Gewiss - Energie werden wir benötigen. Doch wird uns das Ausland die Preise diktieren oder aber nur Reiche werden uneingeschränkt leben können.
@ globi
fair enough! Ich bin auch für eine starke Volkswirtschaft und dazu noch eine unabhängige! Wir werden Atomstrom benötigen, ob wir ihn nun selber produzieren oder im Ausland einkaufen werden! Was ist nun besser?
Bezüglich schweizer Technologie kann ich nur sagen, dass mit Verboten und Restriktionen Technologien noch nie gefördert wurden - im Gegenteil. Und gerade die Schweiz hat in Sachen Atomenergie sehr viel Erfahrung. Und ich brauch dir ja nicht zu sagen, dass dieses Wissen in den 60er Jahren entstand, als die Schweiz ihre eigene Atombombe herstellen wollte.
Grüsse und schöne Woche
Der Bescheidene
genau, das ist der Punkt wir wollen eben nicht, dass die Schweiz ausländischen Strom importieren muss, denn bis 2020 wird garantiert kein neues AKW ans Netz gehen - auch wenn die gesamte Schweizer Bevölkerung nach neuen AKWs schreien würde. Insofern sind wir zwingend auf andere, schnelle Lösungen angewiesen, wenn wir diesbezüglich unabhängig bleiben möchten.
Es braucht Lösungen wie zum Beispiel effiziente Wärmekraftkopplungsanlagen, welche Schweiz-weit innert wenigen Jahren von Schweizer Firmen installiert werden können.
Oder/und:
Drei neue ausländische, ineffiziente, klumpenrisikohafte EPR Reaktoren kosten etwa 20 Milliarden Franken. Mit 20 Milliarden Franken kann man von Oerlikon rund 60 Dünnschicht Solarmodul Fabriken mit einem jährlichen Output von 160 MW pro Fabrik installieren. Bis 2019 haben diese Solarfabriken eine Gesamtleistung von 96'000 MW produziert! Das ist 20 mal mehr Leistung als die 3 ausländischen AKWs zusammengerechnet.
Und:
Biogas (z.B. Gülle, Abfälle)
Und:
KVAs
Und:
Holz
Und:
Wind (Eine Windturbine ist schöner als dutzende Hochspannungsleitungen. Österreich versorgt JETZT 560'000 Haushalte mit Windstrom und nicht erst im Jahr 2020.)
Und:
Kleine Wasserkraft
Wer redet denn hier von Verboten? Hör bitte auf mit dieser Lügerei! Ich bin lediglich für die Förderung von Schweizer Technologie und der Schweizer Volkswirtschaft und gegen die Förderung ausländischer Atomkonzerne.
97.9% der Weltenergie wird nicht durch Atomenergie generiert, obwohl die Atomindustrie während 60 Jahren massiv mit Steuergeldern vollgepumpt worden ist und leider immer noch wird. 60 Jahren staatliche Schoppenvergabe an diese ausländische Versagerindustrie ist genug.
Die Schweiz hat keine Ölquellen, keine Gasquellen, keine Kohlereserven, keine Uranmienen, keine Anreicherungsanlagen und keine Endlager. Es ist völlig absurd ausländische Atomkonzerne zu fördern, nur um die Anzahl Klumpenrisiken erhöhen und unsere Abhängigkeit von begrenzten ausländischen Rohstoffen erhöhen und eine Stromknappheit provozieren zu können.
Mach euch keine Sorgen, es kommt eh schief.
Weder Verbote noch Freiwilligkeit sind politisch mehrheitsfähig. Kyoto hat versagt, Bali ist faktisch gescheitert.
Es wird den äusseren Zwang brauchen. Sprich: Krieg, Pandemien, menschgemachte "Natur"katastrophen.
Wer Wirtschaftswachstum predigt, will auch mehr Verschwendung, mehr Ungerechtigkeit, mehr Verschmutzung.
Der Öko- und Sozialkollaps ist nur eine Frage der Zeit. Es gilt nur noch, egoistisch sich und seine Liebsten bestmöglich darauf vorzubereiten.
ABER:
Ich habe trotzdem noch die Hoffnung, dass es gut kommt. Wenn nur jeder Einzelne sein möglichstes beitragen würde, ohne den politischen Druck. Jeder soll sich bemühen, Energie zu sparen und die Umwelt zu schützen. Und er soll das allen anderen erzählen, damit nicht jeder immer nur sagt: "Wenn ich allein es mache, ist es bloss ein Tropfen auf dem heissen Stein.".
So ist es doch denkbar, dass plötzlich eine Kettenreaktion einsetzt. Jeder will mehr tun, als der Andere. Wenn dann alle zusammen am gleichen Strick ziehen, werden wir das Problem in den Griff bekommen. Millionen Tropfen werden den Stein abkühlen können.
Wenn die Politik Anreize gibt, Energie zu sparen, dann wird dieser Vorgang früher einsetzen. Wenn man aber als Energiesparer und Umweltschützer belächelt oder gar bestraft wird, dauert es länger und wir vergeuden wertvolle Zeit. Aber ich denke, früher oder später werden wir dazu gezwungen, uns zu ändern. Je später, desto schmerzvoller.
http://www.hirschen-rapperswil.ch
Darum funktionnniert die Geschichte mit Zertifikaten und Kompenstationsmassnahmen nicht. Man kann nie genug kontrollieren, dass einige Schlaumeier das System austricksen.
Darum werde ich mein Hotel auch dieses Jahr nicht mehr klimaneutral lassen. Zu unsicher sind Kompensationsmassnahmen.
Einen Tip an den Energieminister: Da wir zuviel Energie verbrauchen, sollte man den Energieverbrauch generell runterbringen. Die 2000 Watt Gesellschaft geht nur mit einer massiven Reduktion des Enegieverbrauchts. Dort sollte man ansetzen.
Auch die Steuerbefreiung von Oekodiesel (Unwort!) ist gefährlich. Hier dürfte man nur den Energiegewinn steurelich befreien.
z.B. 1 l Oekodiesesl braucht 80 % Energieinput = 20 % Steurbefreinis. Sonst haben wir wieder eine Situation wie beim Kohlestrom.....
Grüsse A. Schnyder
Leider versagt die Politik zu 100%. Statt z.B. Solaranlagen für Warmwasser bei Neubauten und Renovationen vorzuschreiben, betreibt man „Pflästerli-Politik“. Warmwasser benötigt nahezu 50% vom Haushaltsstrom, stattdessen spricht man von Standby-Schaltungen (ca. 0.01%). Statt den Flugverkehr massiv einzuschränken und zu verteuern übernimmt der Staat immer mehr der „Nebenkosten“ – weltweit. Setzt gar das Wachstum des Flughafens als Ziel. Wachstum verbessert noch lange nicht die Lebensqualität. Statt das heizen mit Chemines zu verbieten, würde man besser den Treibstoff massiv verteuern. Kerosin wäre schon lange weltweit massiv zu besteuern. Wenn der neue Offroader 5 Liter mehr braucht kümmert es keinen, werden Umweltabgaben von wenigen Rappen erhoben gibt es ein Geschrei. Die immer dichtere Bevölkerung (politisch importiert!) verschlechtert die Lebensqualität Tag für Tag. Aber noch glaubt man, dass Wachstum (in jeder Form) das höchste der Ziele sei. Dabei erhöht man permanent die Allgemein- und Folgekosten. Die Politiker sind leider nicht intelligent genug, zukunftsorientiert die Weichen zu stellen. Es bleibt bei Geschwätz und kassieren. Wasser predigen und Wein trinken – fliegen, prassen, Luxusautos fahren das ist das Beispiel der Politik. Wer kennt einen Politiker mit einem Hybrid- oder Kleinwagen, mit einer Solar- oder alternativen Energieanlage? Ich nicht.
Meine Botschaft ist klar und eindeutig:
Die Schweiz braucht die Kernenergie heute und vor allem morgen:
Die Rechnbung ist einfach und in einepaar Zeilen durchzuführen:
A.) Die CH-Stromlücke kommt. Unwiderruflich
Tendenziöse "Fakten" von Erneuerbaren Energie Liebhabern sind emotional nachvollziehbar, aber bei den Fakten nicht nachvollziehbar. Es gibt nichts anderes als eine ganz einfache CH-Strom-Verbrauchs Rechnung, die jeder nachvollziehen kann.
Einfach - verständlich - klar - dreiteilig: A+B+C= maximale CH-Stromlücke im Jahr 2050.
---------------------------------------
Situation Schweiz:
5 KKW Abschaltungen bis 2045:
A) Defizit 3,4GW
Ende der heutigen franz. Stromimporte bis 2035:
B)Defizit: 2,4GW
Unterschätztes Stromverbrauchs-Wachstum mit 1,2% pro Jahr mal 42Jahre = 50 % bis 2050:
C) 50% Mehrverbrauchsprognose bis 2050: mindestens: 3,5GW
A+B+C = 3,4 GW+2,4GW+3,5GW= 9,3GW = max. CH-Stromlücke = 6 x EPR( à 1,5 GW) = 7 x Leibstadt (à 1,2 GW = 9 mal Gösgen (à 1,0 GW) = 12 Gaskraftwerke à 800MW
----------------------------------
So einfach ist die Rechnung - und das interessante: Sie ist nicht widerlegbar. Nicht mit "würde", "könnte" "müsste", "sollte" und "wäre".
A+B+C sind harte Fakten. Es gibt daran nichts zu deuten, zu verwässern, umzubiegen.
9,3 GW müssen in der Schweiz bis 2050 an Kraftwerksleistung installiert werden.
Das schläckt chei Geiss wäg.
B.) Situation Europa: Aufklaffen einer gewaltigen Stromlücke in Europa. Ohne Grosskraftwerke - keine Chance.
Auf der VGB-Homepage findet man unter Stromstatistiken 2007:
1.) Zusatzbedarf EU-25:Der Strombedarf in der EU wird von heute rund 3 300 TWh jährlich bis
2030 auf rund 4 300 TWh ansteigen.
2.) Ersatzbedarf EU-25: Als Folge der Altersstruktur des EU-Kraftwerksparks und des politisch beschlossenen Ausstiegs aus der Kernenergie in Deutschland ergibt sich eine EU-Erzeugungslücke von etwa 2'000 TWh.
3.)Bezogen auf die heute installierte Stromerzeugungskapazität von ca. 752'000 MW bedeutet dies einen Zusatz- und Ersatzbedarf von etwa 300'000 MW bis 2020. Und etwa 500'000 MW bis 2030.
Es stellt sich die fundamentale Frage, wie diese Lücke zu schließen ist. Unter Berücksichtigung einer technisch realisierbaren mittleren Ausnutzungsdauer von 7'500 Stunden pro Jahr für thermische Kraftwerke und 3'000 Stunden pro Jahr für Windenergieanlagen (Onshore- und Offshore-Anlagen)würden hierfür rein rechnerisch in etwa benötigt:
■ 167 EPR-Kernkraftwerksblöcke mit je 1' 600 MW, oder
■ 242 Braunkohleblöcke mit je 1'100 MW, oder
■ 333 Steinkohleblöcke mit je 800 MW, oder
■ 333 GuD-Gaskraftwerke mit je 800 MW, oder
■ 133 333 Windenergieanlagen mit je 5 MW (+ Reservekapazität von ca.80 %, also, z. B. 267 Steinkohleblöcke oder GuD-Kraftwerke)
Merke also: Der Strommehrbedarf plus Ersatz alte Kraftwerke bis 2030 machen ca. 500 GW für die EU 25 aus.
Allein diese Zahlen zur riesigen künftigen europäischen Stromlücke machen ja deutlich, dass auch zukünftig ein Energiemix mit grossen Anteilen KERNENERGIE in Europa zur sicheren Stromerzeugung zwingend erforderlich ist.
Das Gleiche gilt von der sache her auch für die Schweiz .
1.
Die prophezeihte Stromverbrauchszunahme ist kein Naturgesetz, sondern ist menschengemacht und "wirtschaftsgewollt".
(1,2% über 42 Jahre ergäbe übrigens 65% Zunahme, nicht 50, soviel zur Rechenmethode.)
Auch die Energieverteiler wollen nicht sparen, sondern jedes Jahr MEHR Energie verkaufen! Man sollte sie aus dieser Zwangsjacke befreien, sonst nützt wirklich alles nichts!
Letztes Jahr SANK übrigens der Stromverbrauch in der CH, was aber (vermutlich und leider korrekterweise) nicht mit Effizienzmassnahmen begründet wurde, sondern mit dem milden Winter.
2.
Ein Stromlücke, welche durch den Lebensabend heutiger AKWs und ausländischen Lieferstopp entstehen soll, ist ja zeitmässig absehbar, der Ersatz demnach planbar.
Es wurde schon x-mal gesagt: Neue AKWs zu bauen dauert 10 Jahre, in der Schweiz wohl eher 20 oder mehr Jahre. Ihre Probleme sind nicht nachhaltig und zuverlässig gelöst.
Man hätte also genügend Zeit, um zu reagieren und die bereits heute verfügbaren (!) Alternativtechniken langsam zu etablieren!
Eine Zeitlang hiess es sogar, dass sich die Atomkraft aus wirtschaftlichen Gründen selbst "erledigt", dies mag aber nur stimmen, wenn man ihre Kosten internalisieren würde.
Die Alternativen sind technisch vorhanden., es fehlt primär am politischen Willen.
3.
Subventionsabbau wird gefordert (z.B. von Mirosch).
Einverstanden, aber dann bitte konsequent!!! Also sofort die direkte und indirekte Kernenergie-Subvention durch die Allgemeinheit und unsere 100 Nachkommens-Generationen (!) stoppen! Kein Privatversicherer weltweit wollte oder könnte das Betriebs- und Entsorgungsrisiko übernehmen! Eine kWh aus Atomkraft würde dann mind. 3-5Fr. kosten, und dem wären sämtliche Alternativquellen wirtschaftlich x-fach überlegen!
4.
Wenn man am Netzdenken festhalten will, muss man sicher auch über neuartige Strom-Speichertechnologien reden und daran forschen.
Effizienter und ökologischer wäre eine gewisse Dezentralisierung der Stromversorgung.
Die Sofort- und Immerverfügbarkeit beim Strom, die wir sonst höchstens noch beim Trinkwasser haben, hat uns regelrecht psychisch abhängig gemacht! Sie ist zweifellos eine grossartige Sache, aber in vielen Bereichen nicht wirklich nötig. Damit wird nun gezielt Angst geschürt.
5.
Einigen Orten sind wohl staatliche Eingriffe unvermeidlich.
Beispiel: Elektro-Widerstandsheizungen sind vorbehaltlos zu ersetzen durch Wärmepumpen.
Und wenn Gaskraftwerke in den Vordergrund rücken, sind in Neubauten Gas-Boiler und Gas-Kochherde statt Elektroherde einzubauen!
Mit Gas kocht man übrigens stilvoller und besser als elektrisch. Aber kennt jemand eine Neubausiedlung oder ein Sanierungsprojekt, in welchen Gasherde schon nur erwogen wurden?
http://de.wikipedia.org/wiki/Chaosforsc
So imposant beeindruckend und möglicherweise folgerichtig Ihre Rechnerei sein mag – Leben verläuft nicht linear. Das Ergebnis Ihrer Rechnung gleicht einer Wetterprognose, die das Wetter vom 24. Juni 2008 voraussagt. Ich schlage Ihnen vor, sich einmal bei der Chaosforschung umzusehen.
Die Berechnungen von Kenwood beruhen auf Annahmen.
Es ist immer noch genauer eine Berechnung mittels Annahmen zu erstellen, als überhaupt nichts zu Berechnen, oder aber nur zu schätzen um solche Prognosen zu machen.
Und wie Wachstumskritiker festgestellt hat, verwendet Kenwood sogar eher vorsichtiges Zahlenmaterial (Stromzuwachs von 50%, statt 65%).
Wie so mancher Bloger, verwendet Kenwood eben theoretische Zahlen, was ja eigentlich auch klar ist. Denn für solche Berechnungen hat es bisher noch niemand geschafft die Zukunft exakt vorauszusagen um zuverlässiges Zahlenmaterial zu erhalten.
Warum aber stellst du nur seine Zahlen in Frage?
Wohl weil dir seine Zahlen Missfallen?
Statt 80'000 CHF in einen rostenden Offroader zu investieren kann man z.B. für 40'000 CHF Solarzellen auf das Dach montieren, es bleibt genug Geld für ein vernüftiges Hybridauto. Für ca. 12'000 kann man den Stromverbrauch der meisten Häuser um 30-50% reduzieren (Warmwasser mit Solarpanels). Selbst in der Industrie gibt es viel Sparpotential - nur, was billig ist wird verschwendet.
Steigt der Preis werden auch Alternativen realisiert.
Das Problem liegt vor allem in unserer fantasielosen und festgefahrenen Politikergilde und der Lobby der Grossindustrie.
http://atomenergie.googlepages.com
der Kenwood hat im Tagi-Forum Werbung für Uranfonds gemacht.
Kein Wunder will der noch mehr ausländische AKWs und Effizienz und erneuerbare Energie um jeden Preis verhindern.
Letztes Jahr wurden in Europa übrigens 8554 MW Windleistung in einem einzigen Jahr installiert.
Wenn in ganz Europa 100'000 Windturbinen zukünftig verteilt werden, dann sind das immer noch 10mal weniger Windturbinen in ganz Europa, als die Anzahl Hochspannungsmasten in der Schweiz.
Wenn unsere Atomlobby ihre selbst prophezeite Stromlücke ernst nehmen würde, würden sie alles daran setzen, dass die lächerliche Beschränkung von 0.6 Rappen pro kWh für bzw. gegen erneuerbaren Strom aufgehoben würde. Sie tun aber ausgerechnet das Gegenteil, weil sie den Strommarkt mit Niemandem teilen möchten.
Wohlgemerkt 0.6 Rappen pro kWh entsprechen lediglich Mehrbelastungen von 2 Rappen bis 11.5 Rappen pro Haushalt und Tag. Der Durchschnittshaushalt gibt alleine mindestens 3 Franken im Tag für Zigaretten aus.
Meine Botschaft ist klar und eindeutig: Die Schweiz braucht die Kernenergie heute und vor allem morgen:… und rechnete auch gleich vor, dass es ohne Atomstrom keine Zukunft gibt.
Am 13.7.2008 schreibt Globi: der Kenwood hat im Tagi-Forum Werbung für Uranfonds gemacht. Kein Wunder will der noch mehr ausländische AKWs und Effizienz und erneuerbare Energie um jeden Preis verhindern.
Das Vorgehen von Kenwood ist meines Erachtens als Missbrauch dieses Blogs einzustufen - selbst wenn er hier nicht direkt Werbung für Uranfonds macht.
Danke für deinen Hinweis. Meine Stellungnahme befindet sich weiter unten.
http://blog.rainbownet.ch/umwelt/unep-b
Doch während weltweit in erneuerbare Energien investiert wird, lügt uns die Schweizer Atomlobby vor, dass das bei uns nicht möglich sei.
Doch der UNEP-Bericht spricht eine deutliche Sprache, wer heute noch in Atomtechnologie investiert, wirft sein Geld aus dem Fenster. Solar- und Windenergie werden von Jahr zu Jahr preiswerter während Urankosten stetig steigen.
Die Schweiz könnte problemlos ihren gesamten Stromverbrauch mit Solar und Wind abdecken, die Frage ist nicht ob das geht, die Frage ist auch nicht ob es rentabel ist, die Frage ist einzig, ob die Betonköpfe von AXPO und Konsorten endlich in der Gegenwart ankommen.
Wären doch in der Schweiz, würden alle Dächer mit Solarmodulen belegt, bis über 30% vom heutigen Strombedarf aus der Sonne zu gewinnen und ein AKW wäre keine Thema. Deutschland und Österreich leben das vor, warum übernehmen wir nicht einmal etwas positives aus dem EU-Raum, als nur das Unangenehme?
Ich bitte sie Herr Leuenberger, im Gesamtbundesrat vorstellig zu werden, damit alle Projekte sofort umgesetzt werden können. Das kann doch nicht sein, dass wir in der "reichen" Schweiz dies nicht realisieren können.
Nebel nicht nur im Januar über Bern, sondern auch im September über der ganzen Schweiz.
Die Strompreise steigen enorm. Langsam wird es ungemütlich für unser Budget.
Bern - macht endlich wieder Politik für das Volk - und nicht für eure Selbstinszenierung.
http://www.kassensturzblog.com
Ich habe im Kassensturzblog.com meiner Verblüffung Ausdruck gegeben, dass der "Kassensturz" früher geschimpft hat wegen zu tiefer Strompreise (Urs P. Gasche lässt grüssen), heute schimpft das gleiche Medium über zu hohe Preise. Was gilt jetzt aus Konsumentensicht? Das ist ja gleichzeitig die Bürgersicht, oder nicht, Herr Bundesrat Leuenberger?
De part vos fonctions politique, j'aimerais vous demander un petit service tout à fait gratuit.
Mardi 13 octobre à 20h45 sera diffusé sur ARTE le reportage suivant : ''Déchets le cauchemard du nucléaire''.
Je vous en prie, regardez-le et faites passer le message au niveau politique pour cesser ce mensonge du nucléaire propre.
Vous êtes mieux placé que moi pour en faire part à la population des dangers que nous encourons avec cette énergie.
Je ne fais pas de politique, c'est simplement que je suis plus proche de la nature et de l'avenir de cette planète, je n'ai donc pas beaucoup de moyen de diffuser ce message ; simplement il n'est pas besoin d'être d'un parti politique pour s'apperçevoir que cette planète est vraiment saccagée par l'être humain.
Je fais un tout petit acte citoyen en vous demandant ce service, s'il vous plait faites-en un acte national.
Je vous remercie d'avance
Warum glauben Sie, dass die modernen erneuerbaren Energien die einzige Lösung ist. Natürlich, muss man die plegen, aber ein ganzes Tal mit Winenergie (ich meine diese grossen Propeller) kaputt machen und die Vielfalt der Vögel so gefährden für so wenig Strom. In der Schweiz haben wir fast 280 Tage Regen pro Jahr, was die Solar Energie nicht als sehr gute Lösung darstellt, vielleicht als ergänzend. Was das Gas angeht, sogar Biogas ist ist sehr CO2 belastend. Wie Sie sehen, muss da eine Grundversorgung auf die man zählen kann her. Dies ist nicht politisch sondern realistisch gemeint. Somit kommt man heute leider noch nicht vom Atom weg. Was Sie aber änder können ist der Abfall zu verringern und en wieder anreichern. Somit wird die Quantität so wie auch die Prozente des Abfalls endlich minimisiert. Das Moratorium ist falsch, weil wir immer mehr Abfall schaffen, dabei nur 4% des Uraniums verbraucht werden. Hier kann man auch zur Oekologie kommen, wenn man die Stäbe mehrmals benutzt und somit die Strahlungen minimisieren. Warum kommen die Grünen nicht auf solche Ideen, der Abfall ist ja verhanden, warum ihn nicht einfach minimieren, sondern immer maximieren und dagegen schreien. Etwas für die Umwelt tun kann manchmal auch anti-Grün sein. Somit würden wir die Quantität des Uraniums 139 und 135 die als Atommüll angesehen werden, endlich recyclen. Dies ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch umweltschonend. Denken wir an unsere Enkel, in dem wir den Müll minimieren und nicht aus politischen Gründen vervielfalten.
Danke für Ihre Kenntnisnahme
Ihre Energiepolitik erscheint mir ethisch fragwürdig,
indem Sie dem Ausland den Strom verkaufen (Wasserkraft von den atomar betriebenen Pumpspeicherwerken), den die Schweizer nicht vermögen, da ich der Umwelt zu liebe
nur CO2 freien Strom bestelle. Und was erhalte ich? 60 % Atomstrom und nicht einmal
30 % Wasserstrom nebst CO2-Strom aus Blockheizkraftwerken. Aber dank meiner Wärmepumpe weiss ich, dass ich ohne Heizöl mit meinen 12000 KWh/Jahr den Wirkungsgrad der dringend benötigten Kernkraftwerke effizient steigere.
Das Schlimmste, was passieren könnte, wenn dies aus Gaskraftwerken kommen müsste, da
dann dank demselben physikal. gleich notwendigen „0.3 – 0.8 effizienten“ thermischen Wirkungsgrad (die dann effizientere Dampfturbine kann auch in einem AKW laufen) die CO2-Menge glatt um das 4-fache des stets beschönigten Verhältnisses („40% Atomstrom zu 60 % Wasser“) ansteigen würde, was statt der 25 % Einsparung einen deutlichen Mehrverbrauch an CO2 ergäbe.
Ich hoffe nämlich sehr, dass weitsichtige und vernünftige Bürger kein Heizöl mehr nutzlos verbrennen, sondern sich alle eine Atomstrom betriebene Wärmepumpe zulegen, die um-
weltfreundlicher ist als die mit Atomstrom hergestellten Glaspanele, unter denen keine
Natur mehr wachsen kann (cf. Hundertwasser) oder gar teurer, fremder Windmühlenstrom.
weil die Forschung von Prof. P.Scherer mit einem 2000wattProf. zunichtegemacht wurde.
Die Wissenschaft kann sich ins Fäustchen lachen, denn schon vor 50 Jahren gibt es die
Thoriumbrüter und/oder die Kernwaffen müssen endlich verstromt werden!
Sogar Kofi Annan verlangte an der ETH "affordable energy"
und kein schnäderfrässiges "Atom-nein Danke".