Klimakonferenz
[Version française Conférence sur le climat]

Das Solartaxi auf seiner Fahrt rund um die Erde in Bali - ein Schweizer Beitrag für ein gutes Klima (Bild aus solartaxi.blueblog.ch)
Obwohl ich ja ein politischer Insider bin, konnte ich diesen Verlauf der Bundesratswahlen nicht ahnen, als ich meinen letzten Beitrag schrieb und so steht dieser jetzt etwas einsam und auch bizarr in der Bloglandschaft.
Die Stabilität in der Politik besteht ja nicht nur in der politischen und personellen Zusammensetzung der Regierung, sondern vor allem in der politischen Arbeit. In Systemen mit Mehrheitsregierung geht jeweils sehr viel know how verloren, wenn nach einem einem Wahlsieg der Opposition die halbe Verwaltung ausgewechselt und nach parteipolitischen Bekenntnissen neu zusammengesetzt wird. Obwohl der Bundesrat personell für die nächste Legislatur noch nicht vollständig ist, setze ich also meine Arbeit fort und reise jetzt an die Klimakonferenz in Bali. Die meisten Umweltminister treffen jetzt ein, um die politischen Entscheide zu treffen. Mein Auftritt wird wohl erst um Freitagmorgen erfolgen können. Die Schlussentscheidungen werden am Nachmittag getroffen. Obwohl ich das Ergebnis natürlich liebend gerne als erstes hier im blog veröffentlichen würde, sind wohl die Medien schneller und Sie werden schon bald darüber orientiert sein, was Bali gebracht haben wird. Was ich davon halten werde, veröffentliche ich so bald ich kann hier auf dem Blog. Ich habe ja genügend Zeit. Hin- und Rückflug dauern je vierzehn Stunden.
Bis bald
Moritz Leuenberger

Das Solartaxi auf seiner Fahrt rund um die Erde in Bali - ein Schweizer Beitrag für ein gutes Klima (Bild aus solartaxi.blueblog.ch)
Obwohl ich ja ein politischer Insider bin, konnte ich diesen Verlauf der Bundesratswahlen nicht ahnen, als ich meinen letzten Beitrag schrieb und so steht dieser jetzt etwas einsam und auch bizarr in der Bloglandschaft.
Die Stabilität in der Politik besteht ja nicht nur in der politischen und personellen Zusammensetzung der Regierung, sondern vor allem in der politischen Arbeit. In Systemen mit Mehrheitsregierung geht jeweils sehr viel know how verloren, wenn nach einem einem Wahlsieg der Opposition die halbe Verwaltung ausgewechselt und nach parteipolitischen Bekenntnissen neu zusammengesetzt wird. Obwohl der Bundesrat personell für die nächste Legislatur noch nicht vollständig ist, setze ich also meine Arbeit fort und reise jetzt an die Klimakonferenz in Bali. Die meisten Umweltminister treffen jetzt ein, um die politischen Entscheide zu treffen. Mein Auftritt wird wohl erst um Freitagmorgen erfolgen können. Die Schlussentscheidungen werden am Nachmittag getroffen. Obwohl ich das Ergebnis natürlich liebend gerne als erstes hier im blog veröffentlichen würde, sind wohl die Medien schneller und Sie werden schon bald darüber orientiert sein, was Bali gebracht haben wird. Was ich davon halten werde, veröffentliche ich so bald ich kann hier auf dem Blog. Ich habe ja genügend Zeit. Hin- und Rückflug dauern je vierzehn Stunden.
Bis bald
Moritz Leuenberger



81 Kommentare
http://www.leumund.ch
http://www.steinis.ch
Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Wiederwahl, was, wie es scheint, keine Selbstverständlichkeit ist! Sie können stolz auf sich und Ihre Arbeit sein. Ich hoffe Sie bleiben derart Zielorientiert in den anliegenden Dossiers wie bisher in Ihrer Amtsperiode!
Ich wünsche Ihnen einen schönen Aufenthalt in Bali und eine erfolgreiche Amtsperiode!
Freundlicher Gruss
schade, ich hätte auch Sie gerne an Blochers stelle gesehen...
Mit freundlichen Grüssen
Nun bleibt abzuwarten, wie es morgen 8 Uhr weitergeht (eigentlich ist es ja eine win-win-Situation...entweder nimmt Frau Widmer-Schlumpf an, ansonsten wird das Parlament wohl einen CVP-Vertreter wählen (Schwaller?), die SVP wird ja kaum fähig sein, einen konsensfähigen Kandidaten aufzustellen.
(Ist die Ausbedingung einer "Bedenkzeit" eigentlich eine Premiere oder gibt es dafür schon einen Präzedenzfall?)
Da Sie ja im Patronatskommitee von myclimate.org sind, freue ich mich, dass die 28 Flugstunden in CO2-kompensierenden Projekten ausgeglichen werden.
"Wes Brot ich ess, des Lied ich sing", ist eine alte und in vielen Fällen nur zu traurige Tatsache. Heute, aus der Politik und Wirtschaft kaum mehr wegzudenken. Dabei werden oft Parteien genannt.
Interessengruppen; die ihr Denken und Handeln auf bestimmte Weltanschauungen, Ansichten, abstützen und damit zu einer Glaubensgruppe werden. Politische Parteien sind, richtig analysiert, im Endeffekt - Glaubensgruppen. Die einen glauben es sei besser Dies als Das...Da die Weltanschauung immer das menschliche Verhalten, die Denkweisen und die Wertvorstellungen normativ beeinflussen, neige ich dazu, ihnen sogar einen "Religiösen Charakter" zu attribuieren. Erschrocken? -
Obendrein scheint noch die menschliche Intelligenz liebend gern bereitzusein, ein alt bekanntes Kinderspiel zu spielen:.... das Spiel vom "schwarzen Peter". Die Eine oder die Andere ist Schuld. - und wenn wir Menschen keinen schwarzen Peter mehr hier unten ausfindig machen können, sind wir ach noch so gern bereit, den Himmel oder die da oben drinnen wohnenden Götter verantwortlich zu machen.
Beobachtet doch einmal die Menschen, hört ihnen zu.
Alle in dieser Welt sind gefordert. Restlos alle.
Klima - Welt-Klima, Mikro- Makro-Klima betrifft ganz einfach - alle. Die Natur unterscheidet nicht wer jetzt zu welcher Partei und an "Was" glaubt oder eben NICHT glaubt. Viele "dumme" Menschen glauben aber... - diese Torheit -
Natur ausbeuten bedeutet den Menschen ausbeuten - den Menschen ausbeuten bedeutet ebenso die Natur ausbeuten. Wer vor sich keine Achtung hat, hat auch keine Achtung vor dem/der Nächsten. Niemand kann dem "Anderen" das geben, was er selbst nicht besitzt. Oder umgekehrt, Sie geben immer nur das, was Sie selbst haben. Selbst-Achtung und Überheblichkeit - Ego-Issmus - oder Selbst-Liebe sind nicht dasselbe.
Eine "geistige" Umweltverschmutzung (durch Lügen) führt unweigerlich zu einer physischen Umweltverschmutzung. Die Lüge vom: "es hat NICHT genug vom..." führt dazu, dass es nicht genug hat. Denn jeder kann nur das sehen, was in ihm drinnen ist; was er meint zu sein. Ändern wir den "Point of view", ändern wir die Welt. Werden wir uns bewusst, dass alles was in uns ist, wir im "Aussen" sehen, können wir wählen, was wir sehen wollen.
Wollen wir Keinen Krieg, brauchen wir nicht den Krieg zu bekämpfen. Wir brauchen den Frieden zu sehen.
Wollen wir keine Umweltverschmutzung, brauchen wir nicht etwas GEGEN die Umweltverschmutzung zu tun, sondern zur Erhaltung zu tun.
Wollen wir keine Lieblosigkeit, brauchen wir nichts gegen Lieblosigkeit zu tun, sondern etwas für die Liebe.
Wollen wir keinen Mangel, müssen wir nichts gegen den Mangel tun, sondern etwas für den Überfluss.
denn ALLES gibt es im Überfluss.
Denn unser Denken und unsere Worte sind äusserst machtvoll. Schöpferisch.
Wir sagen wir haben nicht genug! Dann werden wir nicht genug haben.
Wir sagen es hat zu wenig! Dann werden wir zu wenig haben.
Denn nicht genug haben, zu wenig haben ist auch ein Überfluss: ein Überfluss an NICHT genug, ein Überfluss an zu wenig!
Sie glauben mir nicht?
Ich kenn viele Menschen und mit viele Menschen meine ich viele Menschen. Die jammern jeden Tag: ich habe nicht genug. Ich habe kein Geld. Mir fehlt. - und - es ist war. Sie habe nie genug, sie haben kein Geld, es fehlt ihnen immer etwas. Ist diese Tatsache nicht äusserst interessant?
Wir ziehen immer das an, was wir meinen "Zu haben"
Wir haben eine "Klima-Katastrophe"! Ja, die haben wir! Wir haben "Umwelt-Verschmutzung"! - Ja, die haben wir. Weil wir immer das machen, was wir denken, dass wir hätten.
Weise Männer und Frauen hatten und lehren immer noch, warnend: "Haltet Eure Gedanken im Zaun!" - "Hütet Euch davor was Ihr denkt!" Viel, ja die allermeisten lachen darüber, wenn sie das hier lesen. Nun, beobachtet! Beobachtet Euch einmal. Euer Leben. Ihr müsst nicht mir oder den Worten glauben. Aber, glaubt wenigstens EUREN Erfahrungen - immer vorausgesetzt - ihr wollt es sehen - ihr wollt es einsehen?
Jeder trägt dazu bei - in Gedanken, Worten und - Werken.
mit herzlichen Grüssen
Rich I'm
http://www.amade.ch
http://www.manuelschaub.ch
Ihre spirituelle Richtung, dass das Bewusstsein eines Zustands diesen Zustand erschafft, ist mir durchaus bekannt und ich sehe das ähnlich. Jedoch kann eine radikale Auslegung dieses Standpunkts auch zu Problemen führen. Jemand bestimmt: ich bin reich, es gibt von allem genug und verprasst daraufhin sein ganzes Vermögen. Oder die vorhandenen Ressourcen werden übernutzt!
Eine nachhaltigere spirituelle Position, wäre, wenn man sich reich fühlt, auch wenn man wenig materielle Güter hat. Reich sein kann heissen, glücklich zu sein, weil man fähig ist, Liebe zu geben und zu empfangen, weil man sich an einer Blume, einem Baum, einer Tasse Tee oder einen Glas Wasser erfreuen kann oder wenn man gelassen bleibt, auch wenn einem das eine oder das andere abhanden kommt. Eine kürzlich erschienene Studie zeigte, dass Lottomillionäre genau wie "normal-Besitzende" die einfachen, "kleinen" Dinge im Leben als glücklich machend bezeichneten.
I'm getting richer, herzlich,
Marco
http://-
go usem Bundeshus
Unser Land will und braucht keine neuen Atomseuchen. Ich will auch keinen Atom-Vasellas mit meinen Steuerngeldern die Taschen füllen.
Ich wohne in einer Mietwohnung, kann also keine Solarzellen auf mein Hausdach stellen. Leider. Dennoch bin sehr gerne bereit, Steuern zu bezahlen, für jene, die das tun und Einspeisevergütung dafür erhalten.
Ich bin nicht bereit, auch nur einen einzigen Rappen für diesen Atomdreck auszugeben, der ganz nebenbei unsere Zukunft kaputt macht. Weg mit den AKWs.
Buuu AXPO, buuu NOK, buuuu BKW!
Alle dürfen hier ihre Ansichten kundtun, Freunde und Gegner von Herrn Leuenberger’s Politik. Sie werden kaum daran gehindert, Ihre Meinung zu äussern. Aber tun Sie das doch bitte auf eine sachliche und faire Art!
Anonymität zu missbrauchen, indem Sie Schmähungen und Gemeinheiten austeilen, ist feige.
Das heisst sogar zwei Fünfer im Bundesrat und 1 beleidigtes Weggli in der Opposition.
Ja Stärnefoifi - sind wir hier denn hier im Schlaraffenland der Pfründeschützer?
Sehr geehrter Herr Leuenberger
Zu meinem Beitrag von Silberhorn meine ich noch dass, reiche Staaten mit der globalen Co2 Steuer, Entwicklungsländern die Grundlagen zum Glück ermöglichen sollten. Ganz arme Länder wie äthiopien, Sudan oder Malawi, warten nur auf die Hilfe zur Selbsthilfe, wenn sie diese einmal erhalten haben übernehmen sie gerne Verantwortung in der Weltgemeinschaft und werden die Waffen niederlegen.
Doch zurück zur Sachpolitik: Ich wohne auch in einer Mietswohnung, wie K.Bürgler und habe das selbe Problem:
Neue AKW's?
Sachzwang?
Wachstumszwang?
AKW-Vögte?
Zwing Uri?
Aktuell in Deutschland:
Eine Studie des "Deutschen Krebsregisters, die im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz erstellt wurde."
Moritz Leuenberger wird in Bali vielleicht den deutschen SPD Umweltminister treffen, der sagt "es sei falsch, wenn behauptet würde, die Studie würde "hysterisch aufgeladen von AKW-Gegnern".
Anschliessend werden Sie sich gegenseitig auf die Schultern klopfen: "Huch, haben wirs doch nochmal geschafft, die erneuerbaren Energien zu sabotieren und zwei neue AKWs zu pflanzen, bevors zu spät ist." Danach gehen sie sich besaufen - mit dem frisch verschenkten Atom-Steuergeld. Was für eine Schweinerei.
Die Stromlücke ist ein Märchen. Erfunden von der Atomlobby, um neue AKWs zu rechtfertigen.
Eine Stromlücke wird es nie eintreten. Ob mit oder ohne neue AKWs.
Und dann doch lieber ohne.
Bin mir nämlich nicht so sicher, ob ein neues Gaskraftwerk nicht doch besser wäre, als neue Atomkraftwerke. Zumindest temporär. Ich stelle mir das von der betriebswirtschaftlichen Seite vor:
Ein Atomkraftwerk, einmal gebaut, muss wegen dem hohen Anschaffungspreis über viele Jahrzehnte hinweg Strom produzieren. An eine frühzeitige Abschaltung ist nicht zu denken. Es schadet somit dem Auftrieb der Erneuerbaren Energien über lange Zeit.
Ein Gaskraftwerk hingegen ist in der Anschaffung um ein vielfaches billiger, kann sehr schnell ein- und wieder ausgeschaltet werden. Es muss zudem wegen des geringen Einstandspreises auch nicht so lange in Betrieb sein, um schwarze Zahlen zu schreiben - könnte also nach relativ kurzer Zeit wieder vom Netz genommen werden. Somit würde das Gaskraftwerk den neuen erneuerbaren Energien weniger Schaden zufügen können (sofern gewollt).
Einen schönen Abend noch in der oppositionellen Schweiz. ;-)
V.
Bali wird "tauchen", das Klima dafür ist ja gut...
Kyoto hätte eine REDUKTION der CO2-Emissionen bringen sollen. Schon heute sind wir bei einer ZUNAHME von ca. 30%. Die CO2-Quellen nehmen immer noch zu, die Senken verschwinden (pro Minute 35 Fussballfelder voll mit Urwald. Pro Minute. Während Sie diesen Beitrag lesen).
Was soll ein Zusatzabkommen bringen?
Die Schweizerinitiative wäre ja gut gewesen und ganz im Sinn von Denker, der auch lieber die FOLGEN des Klimawandels bekämpfen will, anstatt die nicht final beweisbaren URSACHEN.
Aber das will „die Wirtschaft“ ja ohnehin nicht.
Das Grundproblem wird nur ganz vage oder gar nicht angesprochen: Der Wirtschaftswachstums-Wahn.
China versinkt im Wachstums-Dreck. Es hat aber kürzlich erklärt, es wolle „bis 2010 gegenüber 2005 seinen Energieverbrauch um 20% reduzieren“; Nebensatz: „GEMESSEN an der WIRTSCHAFTSLEISTUNG“!
Will heissen:
Bei den aktuellen 8-10% Wirtschaftswachstum pro Jahr ergibt sich in 5 Jahren ein Wachstum von 47-61%! Eine angebliche Energie“einsparung“ von 20% bedeutet damit faktisch einen MEHRVERBRAUCH von 18-29%! Das meiste erst noch CO2-trächtig (Kohle, Oel, Benzin).
Viel Vergnügen beim Weiterträumen!
Parallel dazu liefert die CH-Atomlobby der neuen Oppositionspartei den ersten Steilpass: Pläne für 2 neue AKWs.
http://www.infonegocio.com/thalassos
Und dann:
Ich wohne nördlich von einem thermischen Kraftwerk. Kohle. Luftlinie können es vielleicht fünfzehn Kilometer sein, über die Strasse doppelt so viele. Da wir aber eben nördlich wohnen, kriegen wir von der Abluft nur wenig ab, denn der Wind kommt meistens aus Westen oder Nordosten, also sauber. Manchmal, wenn die Wetterlage ungünstig ist, können wir die gelbe Schwefelfahne sehen. Und wenn es ganz ungünstig ist für uns, kratzt uns das Schwefelgas im Hals. Aber eben, ganz, ganz selten. In den letzten fünfzehn Jahren vielleicht vier oder fünf Mal. Mittlerweile sind gute Filter eingebaut worden. Ausserdem werden alle Turbinen von Kohle auf Gas umgestellt.
Nein, hier, um uns herum, gibt es keine AKWs. Es gibt welche in Spanien. Nicht mal so besonders sichere und saubere. Aber in Spanien sind die Distanzen riesig. Wenn ich daran denke, dass wir früher ganz in der Nähe von Mühleberg gewohnt haben, dass unser Sohn mit Familie immer noch dort wohnt, dann ist mir nicht so recht wohl dabei.
Dennoch: Ich denke, es herrscht eine gewisse Hysterie in den industrialisierten Ländern. Und Laisser-aller in den anderen.
Das Problem ist ja, diese beiden Dinge auf einen Nenner zu bringen.
Bali wird das nicht können.
Wenn man versucht, in ein feines Nadelöhr einen dicken Faden einzufädeln, gelingt das auch nicht so richtig. Aber ein paar Fasern gehen durch. Bis man dann begreift, dass man entweder eine dickere Nadel oder einen dünneren Faden nehmen muss. Vielleicht findet man irgendwann den Mittelweg. Es ist zu hoffen.
Herzliche Gratulation zur Wiederwahl. Ich hoffe, dass Sie uns noch 4 Jahre erhalten bleiben. Sie machen Ihre Arbeit super. Ich finde es ausserdem sehr gut, dass Herr Blocher entfernt wurde und jetzt Frau Widmer- Schlumpf im Bundesrat ist (also ab Anfang nächsten Jahres).
Herr Leuenberger warum haben Sie nie einen Umweltfreundliches-Transportmittel benützt?
Wasser predigen und selber Wein trinken
An Herr Leuenberger
Alle Grossemittenten müssen an Bord geholt werden:
Shell gewinnt Biotreibstoff aus Algen
Co2 Killer: Mit Algen das Klima retten stern.de
Dahinter steckt sicher ein riesiges marktwirtschaftliches Potenzial, wird Zeit das den Uneinsichtigen unter die Nase zu reiben.
Argumente:
ist nicht angewiesen auf fruchtbaren Boden
kann in die Höhe, Breite und Länge geplant werden.
vertilgt ne Menge Industrie Co2
bringt viel mehr ein als es kostet.
Mit freundlichen Grüssen
Lou Renggli
genissen sie die Letzten 4Jahre im Bundesrat, den wenn bald das Volk die Bundesräte wählt, werden sie wohl nicht mehr Bundesrat sein. :-)
Ich sage schon mal Good bye.
Die USA und die Schweiz haben vergleichbare pro Kopf Einkommen. Allerdings unterscheidet sich die Schweiz von den USA ganz erheblich was die Verteilung dieses Einkommens angeht. Und so wird das Einkommen in den USA auf wenige super Reiche verteilt. In der Schweiz ist dies weniger ausgeprägt - das Einkommen wird auf mehr Leute verteilt. Dadurch ist auch der Unterschied zwischen Reich und Arm in der Schweiz viel kleiner als in den USA.
Ich erachte deswegen die Schweiz als eine höhere Zivilisation als die USA. Uns geht es besser.
MfG
TU
Bullshit - die Bundesräte werden nicht vom Volk gewält. Nicht heute und auch nicht morgen. Und falls es mal soweit kommen sollte. Werde ich persönlich Deine Stimme mit meiner kompensieren - denn ich würde BR Leuenberger sofort wählen.
Du passt wohl nicht so gut auf: BR Leuenberger benützt den Zug von Zürich nach Bern. Auch wenn er dabei keinen Sitzplatz findet - siehe einige Themen früher. Das nenne ich glaubwürdig.
- Ganz im Gegensatz zum EX Bundesrat Blocher oder zur noch BR Leuthard, welche auch mal mit dem Superpuma durch die Schweiz gondeln. Spinnt Ihr (BR) eigentlich???
Ausgangsfrage: Was kann man in der Schweiz für eine Investition von rund 5 Mia CHF in die Stromversorgung auf der Produktionsseite erwarten ?
12.6 Mia kWh pro Jahr aus einem neuen KKW (1´600 MWe)
Ca. 0.27 Mia kWh pro Jahr aus 100´000 PV-Anlagen mit einer Leistung von je 3kWp, d.h. eine ca. 46 mal geringere Produktion als aus einem neuen KKW
Ca. 2.2 Mia kWh pro Jahr aus 2´000 WKA mit einer Leistung von je 1 MWe, d.h. eine ca 5.7 mal geringere Produktion als aus einem neuen KKW
(mit einem Mix aus 1 und 2 MWe Anlagen eine leicht grössere Produktion).
Für eine Investition von 5 Mia CHF können somit dauernd versorgt werden
(Basis 5´540 kWh/a pro Haushalt, 2.35 Personen pro Haushalt)
über 2 Mio Haushalte (KKW)
ca. 50´000 Haushalte (PV)
ca. 400´000 Haushalte (WKA)
Ich denke diese Zahlen sprechen für sich, sind aber vielen Leuten kaum bekannt. Die Zahlen für PV und Wind widerspiegeln die meteorologischen Verhältnisse in der Schweiz. Man kann auch sagen, dass sie neben den wichtigen, aber sehr unterschiedlichen Kosten pro kWe installierte Anlagen-Leistung eben auch die gewaltigen Unterschiede in der jährlichen Betriebsdauer der Anlagen wiedergeben.
(Bandenergie bei KKWs vs. intermittierender Betrieb bei PV und Wind)
Nach Berücksichtigung von Effizienz-Massnahmen ist auch in Zukunft mit einem Anstieg des jährlichen Stromverbrauchs in der Grössenordnung von mindestens 1 % zu rechnen. Dies sind rund 0.6 TWh pro Jahr. Damit kann ein neues KKW den Verbrauchsanstieg über eine Zeitdauer von rund 20 Jahren abdecken (entsprechend weniger lang wenn ein oder mehrere der drei älteren KKWs bereits vor 2020 ihren Betrieb einstellen müssten).
Jetzt noch ein Blick auf die damit verbundenen CO2-Emissionen der 3 Energieträger (auf globaler Basis, da viele Prozessschritte im Ausland stattfinden, Bereitstellung Werkstoffe, Anlagenherstellung, Transporte, etc.). In diesem Bereich lügen sich nämlich die meisten in die eigene Tasche.
Jährliche CO2-Emissionen bei einer Produktion von 12.6 Mia kWh (ein neues KKW)
(was rund 20 % der heutigen jährlichen Stromproduktion der Schweiz entspricht)
Basis: Werte PSI
1 KKW (1´600 MWe) 100´000 t
4.5 Mio (!!) PV-Anlagen mit einer Leistung von je 3 kWp 975´000 t
11´000 (!!) WKA mit einer Leistung von je 1 MWe 212´000 t
Genauigkeit aller Zahlen ist schätzungsweise +/- 20 %, was aber angesichts der gewaltigen energieinhärenten Unterschiede bei der Produktion und den entstehenden Kosten praktisch überhaupt nicht ins Gewicht fällt.
Fazit: Verzicht auf jahrzehntelang bewährten und praktisch CO2-freien Strom-Mix aus Wasserkraft und Kernenergie führt zu volkswirtschaftlich immensen Mehrkosten bei gleichzeitig auch noch grösseren CO2-Emissionen (auch wenn natürlich festgestellt werden muss, dass in der Schweiz - im Gegensatz zu praktisch allen Industrieländern die CO2-Emissionen vorwiegend aus den Bereichen Heizung, Industrie und vor allem Verkehr stammen). Bei der Stromversorgung kann man aber mit dem vermehrten Einsatz von PV und Wind tendenziell schlechter werden.
Die notwendige Anzahl von Anlagen dient eigentlich nur dem Vergleich. Sie müssten von jedermann als rein hypothetisch betrachtet werden.
Die Schweiz kann es sich somit gar nicht leisten auf die Kernenergie zu verzichten, sofern heutige und zukünftige Kyoto-Zielsetzungen ernst genommen werden.
Was sind deine Quellen für diese Zahlen?
Strom aus Wasserkraft ist praktisch CO2-frei, aus KKW's jedoch nicht. Die Uranförderung verursacht einen hohen und steigenden CO2-Ausstoss, da aus dem Uranerz immer weniger Uran gewonnen werden kann. Auch Uran ist eine endliche Ressource und je stärker international auf Atomenergie gesetzt wird, desto schneller wird sie verbraucht.
In einer globalisierten Welt müssen wir ja auch nicht allen Strom, den wir brauchen in der Schweiz produzieren.
Was haltet ihr z.B. von der Idee solarthermischer Kraftwerke in der Nordsahara, deren Strom mittels Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung nach Europa geleitet würde? Südspanien oder Süditalien würde vielleicht auch schon reichen.
Ihrer Aussage:“ Uns geht es besser.“ (als der USA), kann ich beipflichten. Es geht wohl kaum einer Bevölkerung der Welt so gut wie der in der Schweiz und in einigen Nachbarländern.
Unbedingt zu beachten ist, dass sich dieses von Ihnen errechnete „uns geht es besser“ nur auf eine gleichmässigere Verteilung von Geld bezieht und nichts über die Lebensqualität der Menschen aussagt. Denn materieller Wohlstand bedeutet nicht automatisch auch Zufriedenheit, Wohlergehen und Freude am Leben, welche neben anderen ebenfalls Kriterien für Lebensqualität sind.
Wieso sind die Schweizer zum Beispiel als chronische Nörgler bekannt? Wieso hat die Schweiz eine der höchsten Selbstmordraten? Ich wage eine provokative Behauptung: uns geht es zu gut. Alles ist geregelt, für jeden Fall ist ein Szenario geplant und die Durchführung organisiert. Das hat sehr wohl sein Gutes und ich bin auch froh darüber – sie gibt ein Gefühl von Sicherheit. Aber wie alles unter der Sonne Schatten wirft, so auch diese Sicherheit … (Dazu habe ich im Beitrag an Herrn Leuenberger vom 2007-12-13 21:49:09 bereits Stellung genommen.)
Ich habe vor vielen Jahren fast ein Jahr lang in USA gelebt. Ich hatte keine Aufenthaltsbewilligung für so lange, kaum Geld, keinerlei Versicherung, kein Zuhause … es war die härteste, spannendste, lehrreichste, kreativste und bereichernste Zeit meines Lebens!
Der Mensch wird nicht glücklich dadurch, dass er vieles hat und für alles vorgesorgt ist. Zufriedenheit ist eher das Ergebnis von bewältigter Herausforderung. Wohlergehen die Folge von gelungener Lebensplanung und auch Anstrengung ...
Auch Italien hat seine vier AKW's abgeschaltet.
Deutschland plant den Atomausstieg.
Wenn es nach dir geht, können die alle nicht 2 + 2 zusammenzählen...
Ihre Aufstellung ist sehr übersichtlich und verständlich. Dennoch will ich hier auf diesen einen Punkt etwas genauer eingehen: Die Aufstellung ist unter einer einzigen Premisse gültig:
G E L D. Und nichts anderes.
Wenn's nur ums Geld gehen würde, wieso sollten wir aufhören, Benzin zu verfahren? Wieso sollten wir aufhören, Heizöl zu verbrennen? Wieso sollen wir aufhören, KRIEGSMATERIAL zu exportieren? Wieso sollten wir ein Endlager für Nuklearabfälle bauen (könnten's ja in die Entwicklugsländer verschiffen, bestimmt viel billiger und keine Volksabstimmung).
Zudem krankt Ihre Argumentation an drei weiter Ecken:
1.) Wie Sie selber schreiben, könnte ein neues KKW den VerbauchsANSTIEG über ca. 20 Jahre abdecken. Was dann? Ein weiteres KKW? Bedenken Sie bitte, dass der Verbrauchsanstieg dann in zwanzig Jahren nicht mehr derselbe sein wird, wie heute. Wir würden wahrscheinlich in zwanzig Jahren zwei bis drei neue KKWs bauen müssen (zusätzlich zum heutigen). Und so weiter.
2.) Die Entsorgung des Nuklearen Abfalls ist nicht gelöst. Es stimmt schon, dass diese vielzitierte Studie der Nagra belegt, dass wir in der Schweiz, ein Tiefenlager bauen können. Zu meinem eigenen Entsetzen jedoch habe ich vor ca. einem 3/4 Jahr mit einem NAGRA-Geologen gesprochen. Er hat mir dann in seiner ganzen Geduld erklärt, wie dieses Fazit der möglichen Endlagerung zu verstehen ist. Falls jemand daran insteressiert ist, führe ich hier gerne weiter aus. Nur soviel vorweg: Die Endlagerung in der Schweiz ist eine sehr aufwendige, politisch brisante und höchst risikoreiche Angelegenheit (Kontammination, Einschluss, usw...).
3.) In Ihrer Kostenrechnung ist keine Versicherungsdeckung irgendwelcher Art enthalten. Der Ständerat hat in der diesjährigen Session verabschiedet, dass die Versicherungsdeckung für ein neues KKW auf 4.2 Milliarden Franken angehoben werden muss. ca. 50% davon kommen von der öffentlichen Hand - d.h. den Steuerzahlern.
Nun, ehrlich gesagt, das nenne ich rührend. 4.2 Milliarden Versicherungsschutz für ein KKW. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Haben Sie eine Ahnung, wie gross das Finanzielle Risiko eines KKW's ist? Ich will Ihnen einen Hinweis geben: Das finanzielle Risiko eines KKW's ist so gross, dass es auf diesem Planeten keine private Versicherungsgesellschaft gibt, die ein KKW versichert.
Und das ist leicht verständlich, wenn man sich anschaut, zu was ein KKW fähig ist, sollte es mal ein gröberes "Hoppla" geben. Ich lese und höre viele Stimmen, die sagen, es muss ja nicht gleich zu einem Tschernobyl kommen. Nun, natürlich muss es das nicht. Aber was oftmals ausser Acht gelassen wird, ist die Möglichkeit, dass es auch noch schlimmer kommen könnte als in Tschernobyl.
Ein Beispiel hierzu: Tschernobyl liegt in einer höchst dünn-besiedelten Gegend. Würde man Tschernobyl in die Schweiz "transferieren" - gäbe es die Schweiz, wie wir sie kennen, nicht mehr.
Vor dem Hintergrund, dass Tschernobyl KEIN Einzelfall war, sollte uns allen eigentlich klar sein, dass der Nukleare Weg, nicht der attraktivste ist.
All dies mal ganz abgesehen von dem destruktiven Effekt auf den Wirtschaftszweig und die Arbeitsplätze der neuen erneuerbaren Energien.
Kernkraft ist nicht der richtige Weg.
MfG
TU
Peter stellt die immediaten Kosten (Kosten, die sofort anfallen) auf für ein KKW. Er beschreibt somit auf ideale Weise, wie die Wirtschaft und weshalb gewisse Wirtschaftskreise so sehr daran interessiert sind, ein oder zwei neue KKWs zu bauen. Weil sie damit Geld machen. Geld machen, ist aber eine sehr kurzsichtige Denkweise (im Allgemeinen auf 1 bis 4 Jahre beschränkt).
Die Frage, die ich mir stelle, ist diese: Löst ein neues KKW das Problem der Energieversorung? Oder löst es das Problem nur vorderhand und stellt uns in weiteren zwanzig Jahren vor ein noch viel grösseres Problem?
Heute Sonntagmorgen habe ich einen interessanten Beitrag gehört auf DRS 2 über erneuerbare Energien. Alexander Kluge sagt, dass die deutsche Regierung Leuten, die gewillt sind, auf alternative Energien umzusteigen, bzw. ihre Häuser so aufzurüsten, dass sie einen Beitrag zur Reduktion von herkömmlichen Energien leisten, einen Bundesbeitrag garantieren. Wieso erhalten die Leute in der Schweiz keine solchen Anreize? In unserer materialisierten Welt geht wohl nichts ohne finanziellen Bonus. Dabei würden wir alle mehrfach gewinnen dadurch.
Mit bestem Dank und herzlichen Grüssen
Roswitha Gassmann
http://maitrepropre.bleublog.ch/
wäre es nicht langsam an der Zeit sich aus dem Bundesrat zu verabschieden ? Für mich sind und waren sie ein uninteressanter Bundesrat, vor allem nicht das, was ich von einem Sozialisten erwarten darf.
Ich finde auch, dass 2 Mandate, bzw 8 Jahre völlig ausreichend sind. Alles darüber ist für micht unverantwortlich. (Solches gilt auch für National und Ständeräte)
Grüsse eines Welsch-Schweizers, der etwas mehr Abwechselung in der Regierung sehen möchte.
Mir scheint immer mehr, dass in diesem Blog, von der Atom- und Öllobby finanzierte Bloger ihre Desinformation verbreiten.
http://www.novatlantis.ch/
mit 5 Milliarden Franken erhält man garantiert keinen EPR-Reaktor wenn der subventionierte EPR in Finnland annähernd 7 Milliarden Franken verschlingen wird. Wahrscheinlich wird's wie bei Leibstadt auch nahezu 3mal so teuer wie geplant und die Stromkonsumenten werden - wie gehabt - gezwungen die Zeche zu bezahlen – Merci Vielmal.
Effizienz ist erwiesenermassen immer noch wesentlich günstiger als neue AKWs. Die Heizwendeln in den hunderttausenden Warmwasserboilern können durch in der Schweiz entwickelte Wärmepumpenboiler ersetzt werden und sichern so Arbeitsplätze. Von der Beleuchtung und intelligenten Verbrauchern ganz zu schweigen. Was wäre wohl wenn man plötzlich aus lauter Bequemlichkeit und billigem Benzin alle parkierten Autos einfach im Standgas laufen lassen würde?
Ausserdem gibt es nicht nur Wind und PV. Es gibt auch noch kleine Wasserkraft, Biogas, Biomasse (Holz), Geothermie (ist auch besser als Heizwendeln) und natürlich effiziente und flexible Wärmekraftkopplungsanlagen welche sich im Gegensatz zu AKWs ausgezeichnet regeln lassen und eine ideale Ergänzung zu Wind und PV darstellen. Zudem produzieren die Wärmekraftkopplungsanlagen bereits Heute etwa gleichviel CO2 wie die AKWs welche Heute mit Uran aus niedrighaltigen Uranmienen betrieben werden. Der durchschnittliche Urangehalt in den Uranmienen wird aber dummerweise weiterhin drastisch sinken, weil offensichtlich immer mehr Diktatoren mit Minderwertigkeitskomplexen auf Atomenergie setzen. Zudem wir bereits Heute 50% mehr Uran verbrannt als abgebaut. Das PSI bezieht sich übrigens leider auf veraltete Daten nicht nur was die Uranmienen betrifft sondern auch was die PV-Module betreffen. Die CO2-Bilanz heutiger Dünnschichtmodule ist selbstverständlich um Welten besser als die CO2-Bilanz der kristallinen Module aus den 90er Jahren worauf sich das PSI bezieht und somit moderne Schweizer Technologien mit unseren Steuergeldern in den Dreck zieht. Abgesehen davon haben PV-Module, welche mit Schweizer Strom produziert werden, zwangsläufig eine ausgezeichnete CO2-Bilanz (ein anderes Resultat ist logischerweise unmöglich).
Und mit den 5 Milliarden Franken baut man natürlich PV-Fabriken und mit 15 Milliarden Franken kann man 15 Solarmodul Fabriken hinstellen. Zusammen produzieren sie 2.4GW jedes Jahr. Das heisst bis so ein EPR endlich in Betrieb genommen wird, produzieren die Solarmodule bereits mehr Energie als der EPR überhaupt produzieren kann - auch wenn die Sonnenscheindauer in der Schweiz eingerechnet wird. Noch dazu produzieren diese Solarmodule ausschliesslich am Tag Strom, wenn der Stromverbrauch ohnehin mehr als doppelt so hoch ist wie in der Nacht. Wir brauchen garantiert keinen zusätzlichen Nachtstrom nur um ineffiziente, arbeitsplatzvernichtende Heizwendeln betreiben zu können.
Solange wir über 100'000 Arbeitslose in der Schweiz haben, macht es garantiert keinen Sinn Arbeitsplätze im Ausland zu schaffen nur dass wir unsere Abhängigkeit vom ausländischen Rohstoffen und ausländischer Technologie und zugleich noch die Anzahl Klumpenrisiken und die Menge des radioaktiven Abfalls in der Schweiz erhöhen zu können. Die Schweiz verfügt über keine Uranmienen, keine Anreicherungsanlagen, keine Endlager und keine Firma welche AKWs produziert. Es macht also für die Schweiz volkswirtschaftlich gesehen keinen Sinn auf sauteure, ausländische AKWs zu setzen, welche zudem 60 Jahre bei über 90% Auslastung betrieben werden müssen um überhaupt konkurrenzfähig sein zu können. Insbesondere dann nicht wenn die Erneuerbaren wie zum Beispiel Wind bereits jetzt Netzparität erreicht hat und das bei wesentlich geringerer Betriebsdauer und die anderen erneuerbaren Technologien Netzparität in Zukunft ebenfalls erreichen werden.
Übrigens, wenn die Atomvögte selbst an eine Stromlücke glauben würden, dann würde sie ganz bestimmt nicht mit allen Mitteln die Begrenzung der Einspeisevergütungen auf lächerliche 0.6 Rappen pro kWh erkämpfen.
Sondern sie würde alles dafür tun, dass diese Begrenzung aufgehoben oder zumindest wesentlich erhöht würde.
Wohlgemerkt 0.6 Rappen pro kWh entsprechen lediglich Mehrbelastungen von 2 Rappen bis 11.5 Rappen pro Haushalt und Tag. Der Durchschnittshaushalt gibt alleine mindestens 3 Franken im Tag für Zigaretten aus und wir leben in einer Zeit wo sich selbst Lehrlinge mit tiefen Löhnen das Rauchen leisten können!
Ich brauche lediglich einen Kaffee am Morgen und auf die Klumpenrisiken, den radioaktiven Abfall und die ausländischen Arbeitsplätze dazu verzichte ich sehr gerne.
http://www.sonnenfleck.com/
es gibt übrigens Dach PV-anlagen mit 5000kWp selbstverständlich ohne zusätzlichen Flächenverbrauch (siehe Link). Wenn selbst auf einem Einfamilienhaus problemlos über 6kWp installiert werden können wird die Durchschnitts PV-anlage wohl kaum einen Wert von mickrigen 3kWp erreichen.
Und die Sonneneinstrahlung in der Schweiz ist selbstverständlich vollkommen ausreichend:
Selbst ein PV Wirkungsgrad von lediglich 5% ist mehr als genügend.
Ein typisches Einfamilienhaus hat eine Grundfläche von 100 m2.
Der optimale Anstell-Winkel in der Schweiz beträgt 45 Grad.
Das heisst, wenn das Dach entsprechend gebaut wird, resultiert eine maximale PV Fläche von 141 m2 (bei 100 m2 Grundfläche).
Die Sonneinstrahlung im Mittelland beträgt etwa 840 kWh/kWp.
10m2 bei 10% Wirkungsgrad entspricht 1kWp.
141m2 bei lediglich 10% Wirkungsgrad im Mittelland entsprechen 12096 kWh pro Jahr.
Der Durchschnittshaushalt verbraucht zwischen 1200 kWh und 7000 kWh im Jahr.
Das heisst selbst 5% PV Wirkungsgrad reichen in der Schweiz vollkommen aus um ein Einfamilienhaus mit der maximal möglichen Dachfläche zu 100% mit Strom versorgen.
Relevant ist also bei Neubauten in erster Linie nicht der Wirkungsgrad, sondern ob die PV-Module zu einem Preis hergestellt werden können, dass der PV-Dachpreis nur um die eingesparten Stromkosten vom Ziegeldachpreis abweicht. Und mit Dünnschichtmodulen ist das möglich. Das Baugewerbe wird sich allerdings auch entsprechend an die neuen Formate anpassen müssen.
Hier ein Beispiel von Würth-Solar mit integrierten PV-Dachmodulen:
Das Gute daran ist, dass die Energie welche sonst für die Herstellung und den Transport der Ziegel nicht mehr aufgewendet werden muss und so die CO2 Bilanz dieser PV-Module prinzipiell sogar negative Werte erreichen kann.
Können Sie die Sache mit der Endlagerung bitte etwas genauer erklären? Ich bin ganz Ihrer Meinung, Atomkraftwerke sind hier und überall auf der Welt fehl am Platz und nicht mehr zeitgemäss. Wer kann heute die Verantwortung übernehmen, dass noch in x-1000 Jahren radioaktiver Abfall gelagert werden muss? Wer kann für die äusserst hohen Risiken eines AKWs die Verantwortung übernehmen? Würden wir Atomkraftwerke bauen, wenn alle externen Kosten internalisert würden? Wohl kaum.
@ Marco Passardi
Die Zahlen kann jeder im Internet finden. Verwendete Kosten sind +/- 20 %. Die angeblich hohen CO2-Emissionen sind ein „Dauerbrenner“. Unrealistisch hohe Werte (vor allem aus dem Brennstoffkreislauf generell) sind primär politisch motiviert. Ich beziehe mich auf die Arbeiten und Werte des Paul Scherrer Instituts (PSI).
Neben dem Brennstoffkreislauf mit Ausgangsstoff Natur-Uran gibt es noch ganz andere Möglichkeiten. Die Reichweite von nuklearem Brennstoff übersteigt jene von allen fossilen Brennstoffen um ein Vielfaches.
Der Feststellung, dass wir nicht allen Strom, den wir in der Schweiz brauchen, auch hier produzieren müssen schliesse ich mich nicht an. Dies bedeutet Import in steigendem Masse. Darauf sollte man sich aber nicht verlassen (vor allem weil die Produktionsprobleme in fast allen europäischen Ländern ähnlich sind).
Solarthermische KW in geeigneten Zonen ausserhalb der Schweiz betrachte ich als moderne Form des Kolonialismus. Zudem dürfte der Bau notwendiger Uebertragungsleitungen praktisch unmöglich sein. Neue Uebertragungsleitungen zu erstellen ist heutzutage anerkanntermassen noch schwieriger als neue grosse Produktionsanlagen zu bauen.
@ Richard Krähenbühl
Deine Einwände lassen sich sehr leicht entkräften.
Oesterreich macht eindeutig in Etikettenschwindel. Das Land importiert in erheblichem Masse Atomstrom, vor allem aus osteuropäischen Ländern, aber auch aus Bayern. Wäre dies nicht so, so hätte das Land bereits eine permanente „Stromlücke“. Ganz nach dem Sprichwort: Wasser predigen und Wein trinken.
Italien hat seit vielen Jahren ein „Atom-Moratorium“. Die Folge ist aber auch, dass Italien seit vielen Jahre der mit Abstand grösste Netto-Stromimporteur in Europa ist. Es werden Gaskombikraftwerke gebaut um diese Situation zu verbessern, alles CO2-Produzenten. Italien denkt ernsthaft darüber nach wieder KKWs zu bauen.
Deutschland ist in einer völlig verzwickten Lage. Kohlekraftwerke werden dort in grosser Zahl geplant und bereits auch gebaut, dazu auch Gaskombianlagen, alles CO2-Produzenten. Sie haben sich bekanntlich bezüglich Reduktion von CO2-Emissionen extreme Zielsetzungen vorgenommen. Jeder der an den konkreten Atomausstieg in Deutschland glaubt, irrt meiner Meinung. Das Land kann es sich einfach nicht leisten bestehende Anlagen nach einer Laufzeit von nur 32 Jahren endgültig abzuschalten. Deutschland wird über die nächsten 25 Jahre alles an Produktionsanlagen einsetzen müssen was es nur hat, um den steigenden Bedarf zu decken, inklusive KKWs, um die enorm hochgesteckten Ziele auch nur annähernd zu erreichen. Der Ausstieg aus dem Ausstieg wird einmal kommen, möglicherweise aber zu spät. Immerhin ist der allgemeine Widerstand gegen Weiterbetrieb der bestehenden KKWs bereits erheblich abgeflaut in der Bevölkerung.
Es stimmt: Diese Länder können effektiv nicht 2+2 zusammenzählen (wie Du formuliert hast)
@ Thomas Urseler
Dir möchte ich sagen: Ohne Inkaufnahme gewisser Restrisiken (ganz allgemein, nicht nur im Energiebereich) wird es auf diesem Planeten kein Ueberleben geben. Die Diskussion am deutschen Fernsehen von gestern abend war hochinteressant.
Jetzt muss ich brutal fragen: Wollen wir Verhältnisse in europäischen Ländern wie in China wo man aus Versorgungsgründen praktisch jede Woche ein neues grosses Kohlekraftwerk ans Netz nimmt? Wo man keine 20m weit sieht? Wo immer mehr Leute an Erkrankungen der Atemwege leiden (und sterben)? Man darf gespannt sein wie in 2008 die Sportler in Peking reagieren werden und welche bleibenden Eindrücke sie davon zurück bringen..
Genau diese Dinge müssen bekanntlich an den kommenden Kyoto-Konferenzen angegangen werden. Das IPCC empfiehlt neue KKWs als Teil der Lösung. Man müsste dann endlich auch die anfallende wertvolle Wärme auskoppeln und nicht einfach vernichten. KKWs können den Klimawandel sicher nicht aufhalten, aber auf diese Technologie verzichten können wir ebenso wenig. Alle bestehenden Möglichkeiten müssen eingesetzt werden. Es braucht in erster Linie eine CO2-Vermeidungsstrategie.
Seit Jahren haben wir in der Schweiz einen idealen und praktisch CO2-freien Strom-Mix aus Wasserkraft und Kernenergie. Es wäre doch wirklich total abwegig angesichts des drohenden Klimawandels (in erster Linie verursacht durch zu hohe CO2-Emissionen) davon abrücken zu wollen. Folglich wird der Ersatz von den 3 alten KKWs bis etwa 2020 notwendig sein.
Die Deutschen beispielsweise sind heutzutage praktisch gegen alle Formen der Energieerzeugung (haben aber gleichzeitig einen viel höhern Anteil an fossiler Stromproduktion). Gegen jeden einzelnen Energieträger führen sie Argumente ins Feld. Nur über Wasserkraft verfügen sie kaum. Wohin führt dies alles? Sie müssen dann halt einfach bereit sein ihren Lebensstandard mit der Zeit entsprechend zu reduzieren (wobei sie bereits heute schlechter dastehen als wir in der Schweiz). Wir sollten uns auch überlegen, was dies für uns bedeutet.
Bezüglich eines notwendigen Endlagers in der Schweiz müsste die Antwort eigentlich von BR Leuenberger kommen. Er will eine politisch vertretbare Lösung. Dafür geht er mit seinem Sachplan „Geologisches Tiefenlager“ völlig systematisch vor. Dieses Problem ist lösbar und es ist ebensosehr eine nationale Aufgabe.
Zur Versicherungsfrage nur soviel. Auf der ganzen Welt ist es so, dass bei so geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten eines GAU kein Betreiber gesetzlich dazu verpflichtet würde eine entsprechende Versicherung abzuschliessen. In solchen Fällen wird immer der Staat potenzielle Verpflichtungen übernehmen. Dies ist einfach so. Ein Beispiel ist hier angebracht. Auch Betreiber von Wasserkraftwerken bzw. Stauseen sind in einer ähnlichen Lage und müssen solche Ereignisse mit extrem kleiner Wahrscheinlichkeit, wie beispielsweise den Bruch einer Staumauer oder das Ueberschwappen von Wasser als Folge eines Erdrutsches in den Stausee mit entsprechenden Folgen nicht versichern. Entsprechende Prämien liessen sich auch gar nicht berechnen.
@ Valerie
Ich frage mich einfach immer, warum man der Wirtschaft und vor allem der Elektrizitäts-wirtschaft immer als erstes unterstellt, dass sie einfach nur geldgierig ist. Vor allem die E-Wirtschaft hat einen Versorgungsauftrag. Jederzeit und überall Strom zu haben ist doch eigentlich ein fast ein Menschenrecht. Für unsere Exportwirtschaft ist eine funktionierende Versorgung (nicht nur mit Strom!) extrem wichtig.
Ich stelle mir auch eine Frage, wie Valerie: Lösen denn beispielsweise ein paar Hunderttausend PV-Anlagen oder ein paar Hundert Windkraftanlagen (aber bitte innert nützlicher Frist) das Problem unserer zukünftigen Energieversorgung? Ich sagte schon weiter oben, dass wir uns nicht leisten können auch nur auf eine einzige ausgereifte Form der Energieerzeugung zu verzichten.
@ Hansguckindieluft
Dazu möchte ich nur sagen: Man wird immer Leute finden mit diesen abgedroschenen und perfiden Argumenten, die einem unterstellen, dass man zur Atom- oder zur Oel-Lobby gehört, gar von diesen Leuten finanziert wird. Offenbar kannst Du dir nicht vorstellen, dass es Leute gibt, welche über ein gewisses Fachwissen und einige Erfahrung verfügen, die zu den von mir geäusserten Meinungen kommen, im übrigen aber völlig unabhängig sind von irgendwelchen Wirtschaftskreisen und „hidden agendas“. Die Begriffe „niederträchtig“ und Desinformation mag ich gar nicht. Unter einem Pseudonym Dreck zu werfen ist immer einfach.
Zum Schluss: BR Leuenberger hat schon vor Monaten die Energiepolitik formuliert. Die Prioritäten sind gesetzt. Energieeffizienz, Förderung der neuen erneuerbaren Energie. Zeichnet sich ab, dass dies nicht genügen wird braucht es neue Grosskraftwerke. Er hat auch bereits vorweg genommen, dass es im Prinzip ein neues KKW als Ersatz brauchen wird. Er trägt vom Bund her die Verantwortung für die zu befolgende Energiepolitik im Land und nicht das Volk. Er vertritt diese Haltung erfreulicherweise auch gegen die Haltung seiner eigenen Partei. Die E-Wirtschaft wird diese Grundsätze entsprechend umsetzen. In diesem Sinne hat sie bereits grundsätzlich entschieden 2 neue KKWs zu bauen. Ich sehe eigentlich gar nicht ein, warum diese Frage bzw. dieser Entscheid ständig wieder neu diskutiert werden muss.
Gerne gehe ich auf die Endlagerung, wie von Ihnen gewünscht, etwas genauer ein. Wie bereits in meinem vorherigen Beitrag geschrieben, habe ich das Gespräch mit einem NAGRA Geologen gesucht, der sich die Zeit genommen hat, mir die Aussage "Nuklearer Abfall kann in der Schweiz endgelagert werden" etwas genauer erklärt hat.
Erst muss darauf eingegangen werden, was das eigentlich heisst "radioaktiven Abfall aus Kernkraftwerken endlagern". Radioaktiver Abfall zerfällt durch die Strahlung, die er abgibt - wird weniger. Das hilft. Nun liegt es in der Natur der Sache, dass von dem ursprünglichen Abfall durch diesen Prozess nach einer gewissen, konstanten Zeit nur noch die Hälfte vorhanden ist. Diese Zeit nennt man Halbwertszeit (da eben die Hälfte...). Die problematischen Abfälle weisen Halbwertzeiten von mehreren Tausend Jahren auf. Zum Beispiel beträgt die Halbwertszeit von Plutonium 239 (ein Abfallprodukt von KKWs) 24'1100 Jahre. Das heisst, dass nach dieser Zeitspanne, die Hälfte des Plutoniums "weg" ist - zerstrahlt. Die andere Hälfte ist noch da. Nach weiteren 24'110 Jahren ist dann die Hälfte der verbliebenen Hälfte "verschwunden" (also ein Viertel der Ursprünglichen Menge). Nach weiteren 24'100 Jahren wieder die Hälfte der Hälfte der Hälfte (ein Achtel der ursprünglichen Menge). Usw.
Sie sehen, dass auf diese Weist das Plutonium zwar immer mehr abnimmt, aber nie ganz "verschwindet". Zudem dauert es in der Tat Biblische Zeiträume, bis nur schon die erste Halbwertszeit durch ist.
Die Nagra rechnet mit einer Aufbewahrungsdauer von 10 Halbwertszeiten. Der Nukleare Abfall beträgt dann noch die Hälfte von der Hälfte von der Hälfte von der Hälfte von der Hälfte ... (10 mal). Das sind schlussendlich etwas mehr als 0.1 Prozent der ursprünglichen Menge. Also nicht nichts - aber weniger. Bei Plutonium 239 beträgt dieser Zeitraum 10*24'100 Jahre = 241'100 Jahre. Und das definiert die Aufgabe. "Finde einen Platz, der rund eine viertel Million Jahre lang geologisch stabil ist".
Nun, das Hauptproblem besteht darin, dass unsere Erde Plattentektonik aufweist. Das führt zu Verschiebungen der Erdkruste. Gebirge werden aufgefaltet, andere verschwinden... Und so ist die Erdoberfläche zwar in menschlichen Zeiträumen (100 - 1000 Jahre) mehr oder weniger formstabil. Nicht aber über geologischen Zeiträume hinweg. Da verhält sich die Erkruste mehr wie ein Topf mit siedender Milch, auf der sich die berühmte "Haut" abschieden hat (Die "Haut" wäre in diesem Beispiel die Erdoberfläche). Kurz gesagt: nicht stabil.
Nun gibt es aber gewisse Schichten, in unserer Erdkruste, die stabiler sind als andere. Und auf einiger dieser Schichten, hat es die NAGRA abgesehen.
Eine weitere erhebliche Herausforderung ist die Wasserlöslichkeit der radioaktiven Abfälle über eben so lange Zeiträume. Wir wissen heute, das Edelstahl, Glas und einige Keramiken "sehr wasserunlöslich sind". Dies wiederum trifft aber nur zu, wenn wir die betrachteten Zeiträume kurz halten. Auch Edelstahl korrodiert (rostet) über sehr lange Zeiträume. Selbst Glas löst sich in Wasser auf, wählt man den Zeitraum lange genug. Und so muss eine Erdschicht gefunden werden, die neben der geologischen Stabilität auch noch zusätzlich garantiert, dass sich Wasser in ihr äusserst langsam ausbreitet. Und diese Schicht nennt sich hier bei uns in der Schweiz "Opalinuston".
Was die NAGRA tut ist folgendes: Sie entführt eine Probe Opalinuston in ihre Labors und setzt sie einem gewissen Wasserdruck aus und schaut, wieviel Wasser in einer gewissen Zeit durch den Opalinuston diffundiert. Die Zeit wird dann extrapoliert auf mehrere hundert tausend Jahre und so versucht man abzuschätzen, ob die entsprechende Gesteinsschicht "Wasserdicht" ist oder nicht.
So. Und nun zu den bedenklichen Punkten:
1.) Innerhalb des Aufbewahrungszeitraumes (ca 250'000 Jahre) können viele geologische Dinge geschehen. Zum Beispiel entstehen Vulkane innnert weniger Tausend Jahre. Ein Vulkan würde eine Opalinuston-Schicht perforieren. Zudem besteht ein (lauf NAGRA Geologe) beträchtliches Risiko, dass die sehr dünne Opalinustonschicht zerrissen wird - innerhalb des Aufbewahrungszeitraumes.
2.) Die hydraulischen Experimente der NAGRA mit dem Opalinuston lassen sich NICHT auf lange Zeiträume extrapolieren. Wasser diffundiert mittels ganz anderer Mechanismen, werden die Zeiträume lange genug gewählt.
3.) Opalinuston ist nicht resistent gegen saures Wasser. Also gegen jenes Wasser was seit ca. 100 Jahren dank der Industrialisierung auf die Erde regnet.
Zum Abschluss (es gäbe noch so viele Kritikpunkte aufzuzählen), noch ein technischer Aspekt: Die moderne Technologie ist ca 100 Jahre alt. Chemische Prozesse, wie Oxidation, Zerfall und "in Lösung gehen" betrachten wir seit gut 200 Jahren. Alles was wir beobachten spielt sich in dieser Grössenordnung von Zeitraum ab. Wir haben nicht die geringste Ahnung von Prozessen, die 10'000 oder 100'000 oder noch mehr Jahre dauern. Chemische Reaktionen werden mögliche, die zuvor (bei kürzeren Zeiträumen) undenkbar, vernachlässigbar waren.
Kurz: Wir wissen nicht worauf wir uns da einlassen.
Ich nehme gerne noch weiter Stellung zu entsprechenden Punkten.
MfG
TU
Wollen wir wirklich auf diesen Zug aufspringen?
Ich jedenfalls nicht.
In der Schweiz gibts kein Uran. Deshalb sind wir so oder so vom Ausland abhängig, wenn wir auf KKW's setzen. Entweder importieren wir Strom oder den Rohstoff für die Stromproduktion.
Am wenigsten vom Ausland abhängig wären wir, wenn wir so intensiv wie möglich und mit allen Mitteln erneuerbare Energien (PV, Wasser, Biomasse, etc.) sowie Energie-Effizienz fördern würden.
"In diesem Sinne hat sie bereits grundsätzlich entschieden 2 neue KKWs zu bauen. Ich sehe eigentlich gar nicht ein, warum diese Frage bzw. dieser Entscheid ständig wieder neu diskutiert werden muss."
Genau das meine ich ja, die E-Industrie entscheidet, wie es weiter geht. Und das ist eine Schweinerei. Die wollen nur Geld machen. Sie haben sich nie und werden sich nie Sorgen machen, über eine Entsorgung ihres Drecks. Egoistenpack.
Übrigens: solange die AXPO Bosse auf ihrem Atompferd reiten - solange werde ich Dampf machen, dass es kein neues KKW in der Schweiz geben wird. Daran kannst Du gar nichts ändern. Und wenn das Thema 100'000 mal neu aufgeworfen wird. Wir wollen und brauchen keine neuen Atomstrahler in der Schweiz.
"Neben dem Brennstoffkreislauf mit Ausgangsstoff Natur-Uran gibt es noch ganz andere Möglichkeiten. Die Reichweite von nuklearem Brennstoff übersteigt jene von allen fossilen Brennstoffen um ein Vielfaches."
Falsch.
Sie sprechen hier wahrscheinlich die Idee an, schnelle Brüter zu bauen oder Thorium als Brennstoff zu verwenden.
Zu beiden Themen kann ich nur sagen: das wird die ewige Zukunft bleiben. Schnelle Brüter wurden bereits gebaut. Sie funktionieren nicht und sind noch viel gefährlicher und instabiler als "normale" KKWs.
Thorium als Brennstoff zu verwenden krankt an fundamentalen Problemen. Die Japaner haben da schon etliche Milliarden investiert und ihre Projekte allesamt wieder abgebrochen. Eine Sackgasse.
Meines Wissens (bitte korrigieren Sie mich) gibt es heute oder morgen keine "alternativen KKWs", die nicht viel unsicherer sind als die jetzigen oder noch mehr Abfall produzieren.
Und somit ist der Brennstoff in der Tat äusserst begrenzt.
Falsch. Es gibt ein Überleben ohne KKWs und somit ohne nukleares Restrisiko.
Die Stromlobby will uns immer wieder klar machen, dass es sowas wie ein Nullrisiko nicht gibt. Doch. Das gibt es sehr wohl. Und zwar dasjenige des nichtgebauten KKWs.
http://www.sf.tv/sf1/kassensturz/sendun
http://www.sf.tv/sf1/kassensturz/sendung/beitrag.php?beitragid=1434
Erdöl ist eine begrenzte Resource. Ihre Verfügbarkeit folgt bekanntlich einer Bell-Kurve. Rauf und dann wieder runter. Mit Uran ist es GENAU gleich. Rauf und dann wieder runter. Und dann stehen wir vor genau dem selben Problem.
Kernkraft löst das Problem nicht, sondern macht es nur noch schlimmer.
Alternativen in Bild und Ton zu Gemüte zu führen.
Hier ein Link zu einem, so finde ich, sehenswerten Beitrag von der Sendung "hitec" auf 3Sat.
Der grosse Blackout.
http://rstreaming.zdf.de/zdf/300/070612_blackout.ram
Es zeigt wie es gemacht werden kann, wenn nur alle wollten und zwar mit den bestehenden Techniken.
http://www.eurosolar.de/de/images/stori
Natürlich setzt China auf Kohlekraftwerke, schliesslich besitzt China im Gegensatz zur Schweiz auch enorme eigene Kohlereserven. Da die Schweizer Konsumenten fleissig Massengüter in China bestellen sind die Chinesen für den Treibhausgasausstoss ihrer Kohlekraftwerke letztlich auch nicht verantwortlich. Mal abgesehen davon, dass wir Schweizer pro Kopf ohnehin 5mal soviel Energie verbraten wie die Chinesen.
China hat im Jahr 2005 77% aller Solarwärmekollektoren der Welt installiert. Und China hat zudem und peinlicherweise noch vor der Schweiz Einspeisevergütungen festgesetzt.
China ist kein reiches Land und setzt trotzdem auf Solarwärme. Warum wohl? Weil die Chinesen wissen, dass es volkswirtschaftlicher Blödsinn und wesentlich teurer ist, sauteure, inflexible, ausländische AKWs hinzustellen um anschliessend damit ineffiziente Heizwendeln betreiben zu können wenn die Sonne so oder so gratis scheint. Ausserdem braucht es so keine zusätzliche Fläche für ein AKW, weil die Dachfläche ohnehin bereits vorhanden ist.
Es ist schlicht zu billig, als dass es sich lohnt diesen erneuerbaren Markt weiterhin zu vernachlässigen und uns womöglich noch von Drittweltländern überholen zu lassen. Wir erhöhen so unsere Abhängigkeit nicht nur was Rohstoffe sondern schlimmer noch was Technologie betrifft und können auf diese Weise langfristig leider nur verlieren.
Lieber Peter,
Übrigens, Atomenergie hat tatsächlich kaum einen Einfluss auf den weltweiten Treibhausgasausstoss und wenn überhaupt fördert Atomenergie den Treibhausgasausstoss:
1. Weil der Atomenergie-Anteil der Welt ohnehin nur ein paar wenige Prozente beträgt.
2. Weil durch die Unflexibilität der AKWs Ineffizienz (z.B. Nachtstrom) gefördert wird.
3. Weil die hochhaltigen Uranmienen zur Neige gehen und niedrighaltige Uranmienen erwiesenermassen Atomstrom mit einem hohen CO2-Anteil produzieren (das bestreitet übrigens auch das PSI nicht).
Zur Erinnerung:
Der IEA-Exekutivdirektor Nobuo Tanaka ist früher auf dem Japanischen Atomthron gesessen und erzählt jedem der es hören will das Märchen von dem Atomstrom, welche die Lösung zum Treibhausgasausstoss darstellt und von den erneuerbaren Energien und der Effizienz welche bei weitem nicht ausreichen um einen signifikanten Beitrag zu leisten.
Die USA besitzt mit Abstand am meisten AKWs und bezieht lediglich 3% seiner Energie aus Atomenergie.
Und Deutschland hat seinen erneuerbaren Stromanteil am Gesamtstrom in einem einzigen Jahr um 3.6% erhöht. Solches Wachstum wäre gemäss IEA-Exekutivdirektor unmöglich. (Das sind übrigens bereits 36% in 10 Jahren.)
Lieber Peter,
wenn unsere Stromlobby ihre selbst prophezeite Stromlücke ernst nehmen würde, würden sie alles daran setzen, dass die lächerliche Beschränkung von 0.6 Rappen pro kWh für bzw. gegen erneuerbaren Strom aufgehoben würde. Sie tun aber ausgerechnet das Gegenteil, weil sie den Strommarkt mit Niemandem teilen möchten.
Die PR-Kampagne der Stromlobby gegen erneuerbaren Strom ist etwa so faul wie dieser Wolf hier:
Aber aus Sicht der Stromlobby durchaus verständlich wenn man bedenkt, dass sie bereits mit einem einzigen neuen ausländischen Reaktor mit einem einzigen Rappen mehr pro kWh über 120 Millionen Franken pro Jahr mehr einsacken können.
Lieber Peter,
der Schaden bei einem Dammbruch ist verglichen mit einem GAU natürlich klein. Schliesslich rechnet das Bundesamt für Zivilschutz mit einem Schaden von 4200-4300 Milliarden bei einem Schweizer-GAU.
Wenn man übrigens die verseuchte Fläche des Tschernobyl-GAUs mit PV bepflastern würde, würde man bei 10% Wirkungsgrad eine Maximalleistung von 21'800 GW erreichen. Das ist grad etwa 60mal mehr Leistung als sämtliche AKWs der Welt zusammengerechnet.
Übrigens, 1959 hat die Weltatomenergiebehörde (IAEA) einen Vertrag mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) abgeschlossen, in welchem geregelt wurde, dass etwaige negative Auswirkungen der Nukleartechnologie verschwiegen werden.
Vielen Dank für die sehr informativen Ausführungen! Nun wäre es doch interessant zu wissen, wie sich eine geologische Schicht aus Ton und Tonstein in 250'000 Jahren verändern könnte. Könnten die "Stahlbehälter" mit unserem radioaktiven Abfall einer allfällgien lithologische Veränderung standhalten? Das Problem des Endlagers scheint also nach wie vor nicht gelöst zu sein und dennoch projektieren die heutigen Kraftwerksbetreiber schon fleissig Neubauten. Obschon sie von Gesetzeswegen für die Entsorgung der Abfälle verantwortlich sind. Wie rechtfertigt sich die Schweizer Energieindustrie diesbezüglich gegenüber dem Staat? Kann oder darf der Bund eine Baubewilligung erteilen, wenn das Endlagerproblem nicht gelöst ist?
Ich möchte aber nochmals auf die Probleme bei der praktischen Umsetzung hinweisen. Der Teufel sitzt im Detail.
Beispiel Solardächer Schweiz
@ Roswitha Gassmann,
Sie haben recht. Finanziell stimmt es einfach nicht.
Mit Freuden habe ich nach langem Kampf meine kombinierte Warmwasseraufbereitung in Betrieb genommen. Es handelt sich um warmes Wasser für den Boiler. (Habe nur Kachelofen und Kunst, keine Zentralheizung). Nachdem ich festgestellt hatte, wieviel elektrische Energie sinnlos für den Boiler verbraucht wird, habe ich die genannte Lösung getroffen.
Im Winter heizen mit Holzherd. Damit wird Warmwasser aufbereitet, gekocht, gebacken und geheizt. Im Sommer Warmwasser mit Solar.
Problem Nr. 1 Es gibt keine kompatiblen Systeme, also brauche ich 2 Boiler.
Problem Nr. 2 Der alte noch funktionierende Holzherd musste ersetzt werden, da nicht mit neuen Systemen kompatibel.
Problem Nr. 3 Da die Systeme nicht kompatibel sind musste wegen des schweren Solarboilers der Dachboden ersetzt werden, da nicht stark genug.
Problem Nr. 4 Sand im Getriebe auf Gemeindeebene.
Problem Nr. 5 Extrem hohe Kosten, die nur ein hoffnungloser Idealist aufzubringen bereit ist.
Da sind die Fr. 1500.- Kantonsbeitrag und der volle Abzug bei den Steuern nur ein Tropfen auf den heissen Stein.
Uebrigens bekommt man beim Ersatz einer Holzheizung in meinem Kanton keinen Beitrag, wohl aber bei der Neuinstallation. Dies fördert den Umstieg auf andere Energieträger.
Problem Nr. 6 Krankheit in Folge des vielen Aergers mit Arbeitsausfall. ( Ist zum Glück wieder abgeheilt)
Meine Nachbarn, junge aufgestellte Leute, hätten auch gerne Wasser geheizt mit Sonnenkollektoren. Sie können es sich aber schlichtweg nicht leisten.
Auf meinem Scheunendach (riesige Fläche, ca. 45° geneigt,nach Südosten ausgerichtet, sehr sonniger Standort, also ideal) möchte ich gerne Sonnenkollektoren zur Stromgewinnung anbringen lassen. Dies wird wohl ein Traum bleiben, da ich zuerst die Eternitbedeckung entsorgen lassen muss, (die nicht ich angebracht habe, sondern meine Vorgänger) was an sich schon gut und gern an die Fr. 40000.- kostet.
Zudem würde der Weg durch die Behörden, da Landwirtschaftszone, wohl auch sehr steinig.
Wenn ich durch unsere Dörfer und Städte gehe, denke ich immer, wie viel könnte mit unseren Dächern gemacht werden.
Dafür bräuchte es aber Lösungen, die sich mehr oder weniger jedermann leisten kann.
Keine Ausbremsung auf Gemeindeebene, wie Ortsbildschutz an nicht wirklich schützenswerten Objekten, Solarpanels blenden Flugzeuge, also nicht erlaubt, etc.
Günstigere Hypotheken bei Verwendung für umweltfreunliche Technologien.
Voller Abzug an den Steuern für die Investitionen (ist schon vielerorts erfüllt)
Förderungsbeiträge.
Breite Streuung des technischen Wissens an die Fachleute, die in diesem Bereich tätig sind.
Ein sehr interessanter Beitrag zu Visionen der eurpäischen Energiepolitik, auf den Sie da verweisen, rugby. Er könnte evtl. auch für die Schweizer Energiepolitik interessante Ideen liefern.
max berner
Aber verheizt eure Mühe doch nicht an den Unbelehrbaren.
Mit Atomenergie lässt sich das Klimaproblem definitiv nicht lösen!
4% der weltweiten Energie stammt aus AKWs. Um den Anteil auf schon nur 15% zu steigern, müsste die Atomkapazität weltweit verdreifacht werden! Dazu fehlen in höchstem Masse Geld, Endlager, Akzeptanz und Uran.
Nocheinmal: Viel Vergnügen beim Weiterträumen!
NOTBREMSE BEIM KONSUM!
Denkt dran, grad jetzt an Weihnachten.
Sie treffen den Nagel auf den Kopf.
Nicht nur ist die Fragestellung nicht gelöst, ob es überhaupt ein Material gibt, dass geologischen Erdverschiebungen standhält. Heute gibt es das nicht.
Nein, zudem, wie schon geschrieben, ist es äusserst unwahrscheinlich, dass die Behälter heutiger Fertigung, den chemischen Belastungen standhalten über derart lange Zeit.
Die Behälter, die wir heute vergraben, sind in 250'000 Jahren wahrscheinlich gar nicht mehr da (zersetzt, aufgelöst, geborsten usw...) - nur noch das Plutonium und die anderen langlebigen radioaktiven Abfälle.
Um sich eine Vorstellung machen zu können, was 250'000 Jahre bedeutet hier ein Beispiel: Die ältesten archäologischen Funde, die vermutlich von "Menschen"-Hand stammen, werden heute auf ca. 2.5 Millionen Jahre geschätzt. Das wären dann ausschliesslich Steingeräte. Alles andere überlebt solche Zeiträume nicht. Und auch der entsprechende Stein verändert sich auf solch lange Zeit beträchtlich. Metallische Gegenstände sind allesamt viel jünger und stark korrodiert (sogar im Wüstensand!).
Gewisse Keramiken weisen heute vergleichbare chemische Stabilität auf, wie gewisse Natursteinsorten. Das Problem damit ist nur, dass sich daraus kein druckfester oder mechanisch stabiler Behälter bauen lässt. Diese Materialien sind allesamt sehr spröde - gegeben durch ihre chemische Stabilität.
Wir haben heute also die Möglichkeit, mechanisch stabile Behältnisse zu bauen und solche die chemische stabil sind. Aber nicht beides zugleich. Und schon gar nicht langzeitstabil.
Ein weiteres interessantes Beispiel: Viele von uns kenne die Geschichte, dass Glas "fliesst". Das lässt sich am besten beobachten bei alten Kirchenfenstern aus dem Mittelalter. Diese fliessen regelrecht aus ihrer Fassung. Das Fliessen von Glas bei Raumtemperatur ist sehr langsam - braucht Jahrhunderte, um wahrgenommen zu werden. Aber hier zeigt sich eben gerade der Unterschied. Betrachtet man kurze Zeiträume, so ist Glas spröde und brüchig. Wählt man die Zeiträume hingegen lange genug, verhält sich Glas wie eine Flüssigkeit (die sich im übrigen in Wasser auflöst).
MfG
TU
http://-
ich gratuliere ihnen noch nachträglich zur wiederwahl. hoffentlich fällt das resultat von bali so dass möglichst viel noch gerettet werden kann, denn um unsere erde schlägt es " 5 vor 12 ".
freundliche grüsse,
vivian inderbitzin
http://rstreaming.zdf.de/zdf/300/070612_blackout.ram
Leicht verständlich und sehr eindrucksvoll. Viel Spass...
Sehr geehrter Herr Leuenberger
Haben Sie sich schon einmal im Stillen überlegt, ob diese Massenbewegung von Umweltministern und projektkostenabhängigen Wissenschaftlern auf überprüfbaren Fakten beruht oder ob da nicht einmal mehr auf einer durch die Presse gepushten Welle geritten wird?
Wie soll denn der soganannte Treibhauseffekt thermodynamisch mit CO2 funktionieren?
Wird es wärmer wegen dem CO2 oder wird mehr CO2 freigesetzt, weil es wärmer wird?
Mit meinen Physik- und Chemiekenntnissen bin ich jedenfalls nicht der einzige, der diese CO2-Behauptungen nicht nachvollziehen kann.
Wenn ich dann hier lese:
http://www.biokurs.de/treibhaus/klima0.htm
...so kann ich dieser CO2-Hysterie schon gar nichts mehr abgewinnen.
Diese 3 Zitate bringen die Sache auf den Punkt:
"Ich halte die globale Erwärmung für viel weniger gefährlich, als die globale Verblödung!"
"Manipulierte Angst als Mittel zur Macht."
"Die Klimakatastrophe ist die große Geschäftemacherei unserer Zeit."
Freundliche Grüsse
erinnern Sie sich an Ihren Beitrag „Kaltfront“ womit Sie den Wahlerfolg der SVP kommentierten? Ist doch schon merkwürdig, wie nach der Abwahl von BR Blocher ein eisig kalter Biswind aufkam….!!!!
Die Erkenntnis von Bali: man muss alle Parteien ins Boot holen, vor allem auch die Stärksten (USA). Dazu muss man Kompromisse eingehen, Geduld und Zeit aufbringen. Aber es ist entscheidend, dass die grösste Kraft mit dabei ist.
Schade, dass sich diese Erkenntnis im Bundeshaus nicht auch durchgesetzt hat, dort hat man nämlich gerade die Stärkste Partei des Landes unter Hohngelächter und mit kurzsichtiger Schadenfreude aus dem Boot gestossen……!!
Viel Greifbares ist ja nicht herausgekommen in Bali. Weltweit wird der Ausstoss an CO2 weiter steigen. Und wenn er dann einmal zwangsläufig sinkt, mangels Öl, hat das Ganze längst eine nicht mehr aufhaltbare Eigendynamik angenommen. Das wärmere Mehrwasser und die auftauenden Permafrostböden werden unendliche Mengen CO2 abgeben.
Da scheinen doch alle Bemühungen hoffnungslos. Nein, es bleibt die berechtigte Hoffnung, dass die Auswirkungen der Klimaerwärmung nicht oder nicht nur negativ sind. Mein Haus steht auf einer Grundmoräne, ich bewirtschafte Jahr für Jahr eine Endmoräne. Wie gut doch, dass der Gletscher nicht mehr da ist! In Alaska und Sibirien finden sich grosse Mengen Erdöl. Es konnte nur entstehen, weil dort wo heute (noch) Eis und Frost regieren, über Jahrmillionen eine üppige Fegetation gediehen ist. Und der Meeresspiegel will ja auch allen Prognosen zum Trotz nicht ansteigen. Ja logisch, Wasser braucht weniger Platz als Eis, Eis schaut nur wenig aus dem Wasser, nimmt also sein Volumen schon jetzt ein im Meer und eine wärmere Atmosphäre kann mehr Wasser aufnehmen.
Klar, ich weiss auch nicht wie die Welt in einigen Jahrzehnten aussieht, doch etwas Optimismus kann diesem Blogg gewiss nicht schaden!
Wünsche eine hoffnungsvolle Weihnachtszeit!
http://tinyurl.com/398uqy
Es ist schon klar, dass wir nicht wie die reichen Chinesen Solarwärmekollektoren auf unsere Dächer montieren können. Wir haben schliesslich ganz andere Sorgen: Zuerst muss natürlich die Anzahl Schweizer Büetzer mit Hungerbäuchen reduziert werden. Und sobald die Schweizer Büetzer endlich nicht mehr so zahlreich hungern müssen, kann dafür gesorgt werden, dass sie auch ein Dach über dem Kopf erhalten. Und sobald das Dach montiert ist, hat es auch wiederum Platz für Solarwärmekollektoren. Und dann erreichen wir vielleicht in ferner Zukunft auch einmal den Wohlstand unserer wohlhabenden Chinesischen Freunde.
Für den erneuerbaren Strom ist es aber wahrscheinlich noch zu früh: Wenn doch ein Lehrling bereits 5 Franken für die Zigaretten ausgeben muss, dann kann man natürlich nicht verlangen, dass der noch 5 Rappen für erneuerbaren Strom ausgibt. Auch wenn natürlich so unsere Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen reduziert wird und gleichzeitig wertvolle Arbeits- inklusive Lehrplätze geschaffen werden.
Ausserdem müssen auch die Minderwertigkeitskomplexe unserer Schweizer Diktatoren berücksichtigt werden und dafür sind zwingend ausländische AKWs notwendig und wenn da plötzlich erneuerbarer Strom produziert wird, dann fehlt nämlich das Alibi für die Atomkathedralen.
Die werden nämlich offiziell dazu gebraucht um das Teewasser zu erhitzen und nicht etwa um Minderwertigkeitskomplexe zu behandeln.
(frei nach Walter):
"Ich halte die herbeigeredete Stromlücke für viel weniger gefährlich, als die globale Hirnlücke!"
"Manipulierte (Strom-, Öl-, Wachstums- und andere)Märkte als Mittel zur Macht."
"Die Geschäftemacherei ist die große Katastrophe unserer Zeit."
wie man sieht ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig.
Diese Aufklärung wäre etwas, das das UVEK auf die Traktandenliste setzen könnte.
Nicht nur erklären was getan werden muss, sondern auch (im Detail) warum, was die Zusammenhänge sind usw.
Ich wurde schon gefragt, ob es bei grossen Photovoltaikanlagen dunkler wird, weil das Sonnenlicht schliesslich in die Module geht - ernsthaft.
Ich muss es leider nochmals sagen.
Walters biokurs-Link wird immer wieder von den einfacheren Leugnern des menschgemachten Klimawandels als "Gegenbeweis" gebracht.
Schulbuchwissen aus den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts für Zweitklässler wird mit 1999 oder noch früher abbrechenden CO2 und Temperaturgrafiken ergänzt. Was als Fazit von dem Diplom!biologe! vorgegeben wird ist dummdreist.
Der Autor bedient die Menschen, die gerne hören möchten, dass sie weder mitschuldig am Klimawandel sind noch ihr Verhalten ändern müssen.
Er stellt sich selbst gerne als Einzelkämpfer gegen die (falsche) Lehrmeinung dar.
Nicht lesenswert.
Schade, dass solches im Internet herumgeistert und Leute findet, die es glauben. Aber eben, es ist so angenehm, wenn einem die Schlüsse, die man ziehen soll vorgegeben werden, da muss man selbst nicht denken.
ich habe deinem Rat folgend, Wikipedia konsultiert punkto Endlager. Dort steht:
Ein Endlager für hochradioaktive Abfälle ist bisher in keinem der 41 Kernenergie nutzenden Staaten in Betrieb, obwohl entsprechende Planungen und Vorarbeiten in vielen Ländern seit etwa vier Jahrzehnten laufen. Aufgrund der geleisteten Vorarbeiten wird die Machbarkeit von vielen der damit befassten Experten als gegeben angesehen, von anderen Experten und Atomenergiegegnern aber nach wie vor bezweifelt.
Allein in den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren sind erhebliche neue Probleme aufgetaucht, so z.B. der Umgang mit der Gasentwicklung im Endlager oder Probleme mit dem Nachweis der Langzeitsicherheit. (Siehe Thomas Urseler)
(Zitat:)
"Wird es wärmer wegen dem CO2 oder wird mehr CO2 freigesetzt, weil es wärmer wird?
Mit meinen Physik- und Chemiekenntnissen bin ich jedenfalls nicht der einzige, der diese CO2-Behauptungen nicht nachvollziehen kann."
Mit meinen Kenntnissen kann ich es nachvollziehen. Jedoch auch hoffen, dass es andere stabile Zustände geben könnte (vielleicht dann ohne menschliche Zivilisation...). Oder Schwingungen sich ergeben, welche auch das Leben mal wieder einschränken. Oder aber befürchten, dass unser irdisches System von Regelkreisen das ständige, rasende Nachregeln nicht bewerkstelligen kann und kippt! Dies wegen der erdgeschichtlichen "Überschallgeschwindigkeit", mit der wir in das System eingreifen!
(Verheizen von Sonnenenergie, die in 100'000en von Jahren in Form fossiler Energie gespeichert worden ist).
Mit dem pervers schnellen Wirtschaftswachstum kann ja nicht mal das flexibelste System, der Mensch, mehr mithalten! Selbstmorde, neue Krankheiten, alte Kriegsspiele, überreizte und überforderte Gesellschaft...
Wie sollten da sämtliche Ökosysteme so schnell sich anpassen können?
Das Kipp-Szenaria ist leider das wahrscheinlichste...
ich war heute wieder mal auf dem Forum und musste gleich beim ersten Globi Kommentar einen Hustenanfall kriegen.
Also wirklich, du verbreitest hier das Gerücht dass die Chinesen mehr in erneuerbare Energien investieren als wir hier in der Schweiz oder Europa...
Muss ich dich noch daran erinnern dass China letztes Jahr 40 AKW's bei Siemens bestellt hat? Und dass deine 77% absolute Zahlen sind? Falls es dir entgangen ist: in China leben jetzt bald 1400 Millionen Menschen... brichst du das in Wohnbevölkerung um, dann stehen wir in Europa aber plötzlich verdammt gut da.... Zusätzlich wächst die Wirtschaft immer noch knapp zweistellig, da ja Wirtschaftswachstum und Energieproduktion eng zusammenhängen ist das Problem klar ersichtlich. China dürstet nach Energie , egal woher die kommt. Da ist selbst das kleinste Solarfeld auf dem Vordach einer Rischka Gold wert..... China erschliesst im Moment zb auch entlegene Wasserkraft, wieso hat gestern unsere ABB eine 6.4GW Übertragungsleitung verkaufen können? Weil diese die Energie 2000Km weit vom Gebirge in die Industriezentren transportieren kann... so was Teures macht man nicht wenns anders gienge....
Zudem tust du so als ob China ein kleines Land wäre mit ähnlichen Planungsproblemen wie hier in Europa oder noch extremer in der Schweiz, die Zentren sind vielleicht hoch konzentriert aber im Hinterland ist so viel Platz vorhanden wie wir es in Europa nirgendwo mehr auch nur Ansatzweise haben.
Gerade für erneuerbare Energie brauchst du aber viiiel Platz... Die Diskussionen hier um Windparks oder Solarfelder usw. werden in China mit der Keule erledigt, Einsprachen werden dort erschossen oder enden im Gulag der Chinesen...
Willst du dich so messen?
Bitte Gleiches mit Gleichem vergleichen.....
LG MG
@ Th Urseler und Valerie1
Man kann für oder gegen Atomkraft sein. Fakt ist aber, dass wir nun seit 60 Jahren fleissig Atommüll produziert haben und es eigentlich gar nicht mehr darauf ankommt ob wir nun in 20 oder 50 Jahren aussteigen werden, denn wir müssen den anfallenden Atommüll sowieso sicher entsorgen, ob wir noch ein paar neue AKWs bauen oder nicht, zudem von der Forschung, der Medizin und der Industrie laufend auch noch Abfälle dazukommen. Nukleartechik ist nicht bloss auf die Energieerzeugung beschränkt. Diese Abfälle sind zwar mehrheitlich schwach bis mittelaktiv, sind aber letztendlich auch radioaktiv.
Was ihr weiter unterschlägt ist die technische Entwicklung. So ist es uns seit dem Verlassen der Höhlen vor 10'000 Jahren gelungen die Atomkraft zu nutzen. Es würde mich erstaunen wenn wir nicht in der Lage wären in den nächsten paar hundert Jahren eine Technik zu entwickeln die gefährlichen radioaktiven Elemente unschädlich zu machen. Es ist übrigens nicht mal mehr ein Problem der Machbarkeit, es ist heute schon allgemeinwissen wie das gehen könnte, es gibt sogar mehrere Möglichkeiten!!!! Es wird nur aus finanziellen Gründen nicht gemacht... da staunt der Laie nicht? Eine Möglichkeite ist das Erbrüten von radioaktiven Elementen, das funktioniert quasi rückwärts der normalen Radionuklidgewinnung... es ist einfach finanziell noch nicht interessant, man nimmt ein Endlager in der Tiefe eher in Kauf als eine Brüteranlage welche die langlebigen Nuklide in kurzlebigere umwandelt... Eine weitere Möglichkeit hat sich in den letzten Jahren in der Lasertechnik eröffnet, die Ausbeute ist aber noch sehr unbefriedigend, aber es ist eine neue Möglichkeit ohne Brütertechnologie...
Man sollte das Thema also differenzierter Betrachten als aus immer negierender Betrachtungsweise des "das kann ja nicht gehen über einen so langen Zeitraum" wer spricht denn davon das Zeugs solange wegzusperren...??
LG MG
China investiert in erneuerbare Energie weil es günstig ist, weil es sich verkaufen lässt, weil sie so ihre Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen reduzieren können und kaum weil es sauber ist. Wenn es günstiger und einfacher wäre mit AKWs ineffiziente Heizwendeln zu betreiben, dann würden die Chinesen auch keine Solarwärmekollektoren installieren.
Die chinesischen AKWs tragen ohnehin praktisch kaum zum chinesischen Stromhaushalt bei – weil sie offensichtlich die Rechnung gemacht haben.
Und für Solarwärmekollektoren und Photovoltaik brauchst Du übrigens keine zusätzliche Fläche und für Effizienz schon gar nicht. Oder muss ich Dir zum x-ten mal vorrechnen, dass bereits 5% PV Wirkungsgrad ausreicht um mit der verfügbaren Dachfläche ein Einfamilienhaus mit genügend Energie versorgt werden kann? Von den Solarwärmekollektoren mit 90% Wirkungsgrad ganz zu schweigen.
Die Schweiz soll sich mit Niemandem messen. Die Schweiz soll lediglich die Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen und von ausländischer Technologie reduzieren und gleichzeitig den Schweizer Exportmarkt fördern und die lächerliche Rappenspalterei wenn es um erneuerbare Energie geht hängt mir gewaltig zu den Ohren raus.
Finde mir eine schöne Schweizer Wohnung für 70 Franken pro Monat und ich werde mich nicht mehr über diese peinliche Rappenspalterei beklagen.
Was ist denn eigentlich Deine Lösung: Sich zukünftig nur noch auf den risikohaften Finanzplatz verlassen und die nachhaltige, zukunftsträchtige Spitzentechnologie dem Ausland überlassen?
Schon interessant: Wenn sich die Atomvögte um den Faktor 3 bei Milliarden Investionen im Kraftwerksbau verschätzen, dann wird von den Stromkonsumenten und Steuerzahlern einfach stillschweigend die Zeche bezahlt. Aber wenn es darum geht mit einem Bruchteil dieser Kosten erneuerbaren Strom zu fördern, dann beginnt ein dem Teufel grausendes Jammergeheul.
Es handelt sich hier lediglich um das Erzeugen und Verbrauchen von Strom und es geht hier nicht um irgendwelche komplexe Mondladungen, deshalb verzichte ich auch sehr gerne auf die neuen Klumpenrisiken, den neuen radioaktiven Abfall, die ausländischen Arbeitsplätze und die Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen.
Schöne Weihnachten.
Auch deine nukleartechnischen, Endlager beendigenden Utopien fand ich beeindruckend! Trotzdem fühlte ich mich etwas beengt. Wieso?
Warum du globis (eigentlich nicht utopischen) Solar Utopien dermassen ausser Acht lässt,
auf seine Argumente nicht eingehst (wie auch Peter)...das ist mir schlicht schleierhaft....
Zitat HP Maurer:
"...der Meeresspiegel will ja auch allen Prognosen zum Trotz nicht ansteigen. Ja logisch, Wasser braucht weniger Platz als Eis, Eis schaut nur wenig aus dem Wasser, nimmt also sein Volumen schon jetzt ein im Meer..."
Das würde nur stimmen, falls ausschliesslich das (wenige) SCHWIMMENDE Eis schmilzt.
Das meiste Eis liegt aber auf der Erdoberfläche, z.B. auf dem Felsgrund der Polkappen oder unserer Berge!
Und dieses Wasser kann niemals von der Atmosphäre aufgenommen werden, auch wenn sie noch so warm würde!
Wie war das noch mit den Urmeeren, die auch die halbe Schweiz bedeckten...?
Lesen sie diesen Artikel:
http://blogs.edmunds.com/Straightline/4194
SIE (oder ihre Partei die solche Lösungen findet) SIND DARAN SCHULD, dass die CO2 Abgase beim Auto bis zu 80% steigen!!!
Ist das die Lösung der Zukunft? Hallo? Dann können wir es wieder ein mal bezahlen?
Lösungen bitte, und nicht weitere Probleme!