[Version française Front froid!]

Wetterkarte vom 22. Oktober 2007

Die Photographie vom sonnigen Samarkand kann ich wohl angesichts des schweizerischen Wetterumschwunges am vergangenen Wochenende nicht länger zuoberst auf meinem Blog strahlen lassen. (Zugegeben: Änderung "strahlen" statt "prangen" erfolgt wegen Hinweis in Kommentar; ich hätte die Wiederholung auch merken sollen.)


Ich bin tatsächlich sehr gespannt, um nicht zu sagen etwas unruhig darüber, was das neue Parlament für die Bereiche meines Departements bringen wird. Denn bei genauerem Hinsehen halten sich die Verluste der SP auf der einen Seite und die Gewinne der Grünen und Grünliberalen auf der anderen Seite eben doch mehr oder weniger die Waage. Vergleiche ich die Verluste der FDP und die Gewinne der SVP, ist der Gesamtgewinn der Rechtsbürgerlichen auf wenige Sitze beschränkt.

Für die Umwelt- und Klimapolitik wird es im Einzelnen, das heisst bei konkreten Abstimmungen etwa über die Teilzweckbindung von Lenkungsabgaben vor allem auf die so genannte „Mitte“ ankommen. Zudem werden FDP und SVP kaum stets geschlossen gegen Umweltanliegen stimmen, so wie sie dies bis jetzt ja auch nicht taten. Im öffentlichen Verkehr kommt dazu, dass regionale und kantonale Interessen weit ausschlaggebender sind als die Parteizugehörigkeit. Es ist also ausgeschlossen, jetzt schon zu sagen, wohin das neu gewählte Parlament steuern wird. Die Arbeit in Kommissionen, die Auseinandersetzung mit der Sache hat schon manche fixe Voreingenommenheit zu überwinden vermocht.

So viel zum Prinzip Hoffnung mitten in einer Kaltfront.

Bis bald

Moritz Leuenberger