Hürdenlauf
[Version française Une vraie course d'obstacles]

Nein, ich liess die Bloggemeinde nicht im Stich, auch wenn mein letzter Beitrag über eine Woche alt ist. Ganz im Gegenteil, ich folgte der Diskussion in den Kommentaren mit grösster Spannung und fand, ich müsse sie einfach laufen lassen und dürfe sie nicht unterbrechen. Andererseits hat in der Zwischenzeit der Bundesrat endlich über meine Klima- und Energievorschläge entschieden, und zwei Bemerkungen dazu möchte ich jetzt doch ganz gerne loswerden:
1. Einige Wochen vor dem Entscheid kam als eine Indiskretion in der NZZ am Sonntag ein Teilbereich, nämlich der Vorschlag einer „CO2-Abgabe auf Treibstoffen subito“ (also noch für die laufende Kyoto-Umsetzungsperiode bis 2012) als grosse Enthüllung. Ab diesem Zeitpunkt konzentrierte sich die öffentliche Diskussion und die Reaktionen der Journalisten auf den Bundesratsentscheid vom vergangenen Mittwoch nur noch auf diesen einen Teilaspekt. Das Paket ist in Tat und Wahrheit aber sehr viel grösser. Und es betrifft in erster Linie unsere Klima- und Energiepolitik ab 2012 (Post-Kyoto) mit einer Verlängerung des bis 2012 befristeten CO2-Gesetzes und dessen Ausweitung auf andere Gase und versehen mit einer Teilzweckbindung (worüber der Bundesrat jetzt noch nicht entschieden hat). Es enthält zudem ein paar andere Beschlüsse zu Energieeffizienz und zur Förderung erneuerbarer Energien, die nicht so ganz ohne sind. Ich verweise auf die entsprechende Medienmitteilung. Vielleicht war aber die Riesendiskussion um die angeblich verlangte Benzinpreiserhöhung im Endeffekt doch ganz gut, denn im Schatten dieser Diskussion konnten die Aktionspläne ungefährdet passieren. So hat immer alles zwei Seiten.
2. Die Beschlüsse des Bundesrates sind zwar eine wichtige Etappe. Einiges kann nun direkt angepackt werden, zum Beispiel die Verhandlungen mit auto schweiz über neue Ziele beim Import von Autos mit tieferem Benzinverbrauch und CO2-Ausstoss oder mit der Stiftung über einen zusätzlichen Beitrag des Klimarappens zur Reduktion des CO2-Ausstosses, Anderes braucht noch Änderungen von Verordnungen oder Gesetzen. Das langfristig wichtigste Gesetz zu den klimapolitischen Massnahmen nach Kyoto wird aber erst mit Varianten in die Vernehmlassung gehen. Auch diese Vernehmlassungsvorlage muss im Detail noch besprochen werden. Und erst nach der Vernehmlassung gibt es dann eine Botschaft und dann kommen die parlamentarischen Beratungen ...
Unser gesetzgeberischer Weg in der Schweiz ist lang, manchmal sehr lang. Da erfolgen meine Blogbeiträge geradezu in hektischer Abfolge ...
In diesem Sinne bis bald
Moritz Leuenberger

Nein, ich liess die Bloggemeinde nicht im Stich, auch wenn mein letzter Beitrag über eine Woche alt ist. Ganz im Gegenteil, ich folgte der Diskussion in den Kommentaren mit grösster Spannung und fand, ich müsse sie einfach laufen lassen und dürfe sie nicht unterbrechen. Andererseits hat in der Zwischenzeit der Bundesrat endlich über meine Klima- und Energievorschläge entschieden, und zwei Bemerkungen dazu möchte ich jetzt doch ganz gerne loswerden:
1. Einige Wochen vor dem Entscheid kam als eine Indiskretion in der NZZ am Sonntag ein Teilbereich, nämlich der Vorschlag einer „CO2-Abgabe auf Treibstoffen subito“ (also noch für die laufende Kyoto-Umsetzungsperiode bis 2012) als grosse Enthüllung. Ab diesem Zeitpunkt konzentrierte sich die öffentliche Diskussion und die Reaktionen der Journalisten auf den Bundesratsentscheid vom vergangenen Mittwoch nur noch auf diesen einen Teilaspekt. Das Paket ist in Tat und Wahrheit aber sehr viel grösser. Und es betrifft in erster Linie unsere Klima- und Energiepolitik ab 2012 (Post-Kyoto) mit einer Verlängerung des bis 2012 befristeten CO2-Gesetzes und dessen Ausweitung auf andere Gase und versehen mit einer Teilzweckbindung (worüber der Bundesrat jetzt noch nicht entschieden hat). Es enthält zudem ein paar andere Beschlüsse zu Energieeffizienz und zur Förderung erneuerbarer Energien, die nicht so ganz ohne sind. Ich verweise auf die entsprechende Medienmitteilung. Vielleicht war aber die Riesendiskussion um die angeblich verlangte Benzinpreiserhöhung im Endeffekt doch ganz gut, denn im Schatten dieser Diskussion konnten die Aktionspläne ungefährdet passieren. So hat immer alles zwei Seiten.
2. Die Beschlüsse des Bundesrates sind zwar eine wichtige Etappe. Einiges kann nun direkt angepackt werden, zum Beispiel die Verhandlungen mit auto schweiz über neue Ziele beim Import von Autos mit tieferem Benzinverbrauch und CO2-Ausstoss oder mit der Stiftung über einen zusätzlichen Beitrag des Klimarappens zur Reduktion des CO2-Ausstosses, Anderes braucht noch Änderungen von Verordnungen oder Gesetzen. Das langfristig wichtigste Gesetz zu den klimapolitischen Massnahmen nach Kyoto wird aber erst mit Varianten in die Vernehmlassung gehen. Auch diese Vernehmlassungsvorlage muss im Detail noch besprochen werden. Und erst nach der Vernehmlassung gibt es dann eine Botschaft und dann kommen die parlamentarischen Beratungen ...
Unser gesetzgeberischer Weg in der Schweiz ist lang, manchmal sehr lang. Da erfolgen meine Blogbeiträge geradezu in hektischer Abfolge ...
In diesem Sinne bis bald
Moritz Leuenberger



90 Kommentare
http://www.sopur.com
Die normale Glühbirne wird nun also verboten. Bitte sorgen Sie nun auch dafür, dass die Cablecom gezwungen wird, den Receiverzwang fallen zu lassen, so dass jeder seine eigene Box oder gar den integrierten digitalen Tuner im TV benutzen kann.
Das es keine Standards geben soll ist schlicht und einfach nicht wahr - bei vielen "kleinen" Kabelbetreiber funktioniert dies auch, ebenso im Ausland (z.B. Österreichische Cablecom...).
Auch der Vergleich mit Bluewin TV hinkt: beim Kabel-Anbieter ist man an örtliche Gegebenheiten gebunden - Bluewin TV ist (fast) überall erhältlich. Somit ist der Kunde frei, ob er überhaupt zu Bluewin greifen möchte. Falls Sie Fragen dazu haben, scheuen Sie sich nicht, mir ein Mail zu schreiben ;-)
M
F
G
Sopur
http://www.kyriacou.ch
Es ist zweifellos richtig, dass der Benzinverbrauch pro gefahrener Kilometer zu hoch ist. Es braucht aber auch den Hebel über den Benzinpreis. Es ist nicht einzusehen, wieso hier die Schweiz eine Tiefpreisinsel bleiben soll.
Ohne Anhebung des Treibstoffpreises wird der Verkehr niemals den nötigen Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstosses beitragen.
Das Parlament ist hier leider völlig mutlos. Ich bin deshalb sehr froh, dass die Klimainitiative schon bald eingereicht wird. An der Urne kann dann das Volk den Takt vorgeben.
Aber nicht, weil es deswegen draussen weniger heiss würde. Nur drinnen wird es weniger heiss.
Zwar sehe ich ein, dass man in kleinen Schritten vorgehen muss, auch wenn sie essentiell nichts bringen. Der erste kleine Schritt war ja jene berühmt gewordene Eierkocher-Initiative von Adolf Ogi vor ca. 20 Jahren. Seither ist der Energieverbrauch stetig gestiegen (ausser bei warmen Wintern wegen des verminderten Heizölbedarfs), die Temperatur auch.
Damals war ich selber noch in diesem Energiekuchen drin, so ziemlich am Anfang sogar. Brennstoffzellen war unser Forschungs- und Entwicklungsziel.
Seither habe ich alle diesbezüglichen Illusionen aufgegeben. Aussichtslos, absolut aussichtslos, mit Technik alleine die Probleme lösen zu wollen. Man denkt hier in völlig falschen Dimensionen. Und wenn ich über das neuestes Pamphlet seitens von ETH-Leuten lese, kann ich nur den Kopf schüttteln.
Die Technik kann uns nur helfen, die Natur - sprich die Vegetation, die Winde und das Klima - in eine bestimmte Richtung zu steuern und einen
Gleichgewichtszustand zu erreichen. Sie kann sie nicht ersetzen. Solange dies nicht eingesehen und global geregelt wird, wird es schubweise bergab gehen.
Wenn es dann einmal eingesehen werden wird (vermutlich erst nach einer Katastrophe), wird es Anstrengungen in der Grössenordnung eines Weltkriegs brauchen. Allerdings friedliche. Werden auch fundamentale gesellschaftliche und mentalitätsmässige Änderungen nötig sein.
Irgendwie.
Im vorigen Beitrag ging es um Manipulation im Internet.
In diesem Beitrag sprechen Sie nun von Förderung der Alternativenergien.
Wie sehen diese 'Förderungen' aus? Ist es nicht eher eine Subventionierung, ein 'Zuschuss'? Müssten Sie also nicht eher von Subventionen sprechen?
Dieser Unterschied in Ihrer Wortwahl könnte man auch als Manipulation betrachten.
Und wie gesagt: Subventionen sind Manipulationen am Bürger.
Es grüsst
Mr. Pink
Viele Blogteilnehmer verteufeln unser Wirtschaftssystem. Obwohl ich bisher noch keine Antwort, ja nicht einmal einen Lösungsansatz erhalten habe, wie denn die Wirtschaft der Zukunft aussieht, hat man mir vorgeworfen, destruktiv zu sein. Und genau die Bloger, welche das marktwirtschaftliche System mit Gegenargumenten in kleine Stücke gerissen haben, haben nicht einen Versuch unternommen, eine neue Ordnung zusammen zu fügen. Eigentlich schade.
Warum ich nun meinen Beitrag hier veröffentliche ist ganz einfach. Die Erhaltung unserer Marktwirtschaft kommt einem Hürdenlauf gleich.
Primär wird von vielen Bolgteilnehmern unser marktwirtschaftliches System als Hauptursache für heutige gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Probleme betrachtet. Von Umwelt will ich gar nicht erst anfangen.
Je mehr Beiträge ich hier lese, desto mehr komme ich zum Schluss dass:
A: Die meisten, welche das heutige marktwirtschaftliche System verteufeln, selbst keine andere Lösung haben
B: Die meisten Probleme hier im Blog mit gegenteiligen, also unmarktwirtschaftlichen Lösungsansätzen behoben werden sollen
C: Überhaupt die Marktwirtschaft an allem die Schuld trägt
Während die Bürger (ganz wie die Bloger) die ganze Zeit nach mehr Förderung (Subventionierung), mehr Regulierung, mehr Einschränkung etc. schreien ist doch klar, dass eben genau diese Forderungen überhaupt nicht marktwirtschaftlich sind. Und diese Worte werden zunehmend mit Investition, Innovation und Nachhaltigkeit gleichgesetzt, was absurd ist. Und die Politik, auf Wähler angewiesen, handelt nach den Wünschen der Bürger. Wie also kann man ein System verteufeln, welches wir gar nicht mehr kennen und haben?
Deshalb ist klar, wohin die Zukunft geht. Nämlich noch weiter weg von der 'Marktwirtschaft'. Diese Spirale endet wohl in der sozialistischen Planwirtschaft, einer totalitären Staatsform und dem anschliessenden Kollaps dieses Systems. Die Verteilung des Geldes zeigt diesen Trend. Einige Reiche, Privilegierte besitzen den Grossteil des Geldes - ganz nach sozialistischer Manier. Dem Volk den aufgebrummten Lada und der Elite die Staatskarosse. Oder sollte ich aus Klimaschutzgründen eher sagen: Kaviar und Krimsekt für die Elite, Brot und Schnaps fürs Volk.
Ich wage sogar zu Behaupten (mit dem Risiko, dass ich wieder als Arrogant, Abstossend und Unwissend abgetan werde), dass wir heute einer sozialistischen Planwirtschaft näher sind, als überhaupt einer kapitalistischen Marktwirtschaft. Warum? Nun, der Staat hat überall seine Finger mit im Spiel. Durch Subventionen, Regelungen, Lenkungen etc. wird vom Staat mittlerweile jegliches wirtschaftliche und private Handeln mit entschieden - also geplant. Und der Schrei nach noch mehr Regulierung, Subventionierung... wird sogar noch grösser. Mittlerweile werden in der Schweiz über 50% der Preise nicht vom freien Markt gebildet, sondern sind staatlich reguliert. Die Palette reicht von Krankenkassenprämien, Spitaltarifen, Landwirtschaftsprodukten, Medikamentenpreisen, Energie, Verkehr, Zinsen, Wohnungsmieten etc. bis hin zu Tabak und Alkohol.
Das der Staat, egal ob von Links oder Rechts, ein reges Interesse hat, das Geld der Bürger zu verwalten sollte klar sein. Wer das Geld hat, hat die Macht. Und das er dabei einflussreiche Freunde aus Wirtschaft und Gesellschaft mit seiner Umverteilungspolitik begünstigt ist wohl auch klar. Und genau aus diesen Gründen werden vom ahnungslosen Bürger noch mehr Regulierungen gefordert, um einen vermeintlich gerechteren Staat zu erhalten. Aber je mehr Regulierungen, desto komplexer das System und unüberschaubarer die Machenschaften des Staates. Die Forderungen nach Regulierung kommen dem Staat also entgegen, nicht aber der Gerechtigkeit. Leider kann niemand zur Rechenschaft gezogen werden. Während Politiker, um Wähler zu besänftigen, die Bestrafung von wirtschaftlicher Inkompetenz vorantreiben, haben sie schon sehr früh dafür gesorgt, dass man politische Inkompetenz nicht bestrafen kann. Die Spirale geht also munter weiter.
Wenn ich jetzt also mit meinen Forderungen komme wie Deregulierung, Abbau von Subventionen und Lenkungsabgaben, Abbau von staatlichem Einfluss, Vereinfachung des Steuerrechts etc., und nun eure Antworten zu spüren bekommen werde, ähnelt dies gar mehr einem Spiessrutenlauf, als einem Hürdenlauf. Doch selbst mit dem Kollaps der UdSSR und der Öffnung Chinas gegenüber der Marktwirtschaft glaubt man hierzulande immer noch nicht, dass dieses System von Umverteilung nicht aufgeht und die Bürger noch mehr verarmen lässt.
Leider kann diese Spirale nicht so schnell durchbrochen werden. Denn solange Wählerstimmen käuflich sind und politische Inkompetenz nicht bestraft wird, geht das ungerechte Regulieren, Subventionieren und Umverteilen weiter, und desto mehr entfernen wir uns von der Marktwirtschaft hin zur Planwirtschaft im totalitären Staat. Aber vielleicht könnte ein Staatsbankrott uns zuvorkommen. Das bleibt wohl die einzige Hoffnung.
Grüsse
Mr. Pink
http://sirjoesardella.blueblog.ch
Tutto a posto da voi. Auf http://sirjoesardella.blueblog.ch/ fasst ein Secondo aus Emmen seine absurden Gedanken zum oft all zu ernst genommenen Alltag zusammen.
Ich mag den leuenbergschen Schalk zwischen den Zeilen und die offiziellen Ansprachen, die stehts mit einem Augenzwinkern auf humorvolle Art Botschaften übermitteln (für diejenigen die die Botschaften empfangen).
Halten Sie den Kopf hoch und denken Sie immer an mein Motto: "Wenn höt ned schpensch, denn schpensch!"
Gruss aus der Innerschweiz
Sir Joe Sardella
Ich bin der, welcher unser Wirtschaftssystem in Frage stellt und in dessen Wachstumszwang das Grundübel unserer Probleme sieht.
Ich kritisiere das Wirtschaftswachstum, das am Gängelband der Zinswirtschaft und der Finanzmärkte hängt.
Es wird sämtliche Massnahmen, welche die Menschheit ergreift, um Richtung Nachhaltigkeit einzuschwenken, immer und immer wieder zunichte machen. Dies hat übrigens die Vergangenheit immer wieder belegt, es wurde bisher kein einziges global wirksames Gegenbeispiel genannt.
Ich habe jedoch nichs gegen
- die Marktwirtschaft an sich bzw.
- eine (wirklich) freie Marktwirtschaft
- die geistige, materielle und kulturelle Entwicklung der Menschheit.
Und "Mr. Pink" ist der, welcher ALLES zerpflückt, allen alles vorwirft, auf jede Frage eine Gegenfrage weiss, und manche Voten bis zur Unkenntlichkeit durch den Fleischwolf dreht.
Es hat kaum Sinn, sich mit seinen Voten anzulegen, ausser man möchte Mitlesende von dessen falschen
Fährten abbringen.
(Er wird auch diese meine Warnung wieder erbarmungslos zerlegen). Danke im Voraus, Pink, wirklich reizend.
ich lese, dass Mr. Pink auf grosse Ablehnung trifft in diesem Blog. Nun, bei mir auch. Ich schlage deshalb vor, anstatt sich immer und immer wieder mit seinem Blödsinn auseinander zu setzen, ihn einfach zu ignorieren. Damit verhilft man ihm auch nicht ungewollt zu einer Plattform.
Ich zumindest lese seine Beiträge nicht mehr, überspringe sie. Nachahmung empfohlen.
Mein Text richtet sich sicher nicht nur an dich (das wäre ineffizient), sondern an alle, welche die Marktwirtschaft oder das Wachstum verteufeln. Aber du bist bestimmt einer der lautesten Kritiker.
Zu meinem Erstaunen stelle ich nun fest, dass du dich zum ersten Mal für eine 'wirklich freie Marktwirtschaft' bekennst. Was dies allerdings heisst, vernehme ich aus deinem Text immer noch nicht. Was ist der Unterschied zur Marktwirtschaft? Muss ich unter einer 'wirklich freien Marktwirtschaft' eine Wirtschaft ohne Wachstum verstehen? Dein Benutzername lässt jedenfalls daraus schliessen.
Oder was ist das besondere an deiner Vorstellung einer Marktwirtschaft? Es würde mich wirklich interessieren, Deine Bildchen geben dazu keinen Aufschluss. Was ist die 'sozial- ökoligische- Bewegung'? Hat dies mit Planwirtschaft zu tun? Oder ist es eher ein Schritt Richtung Leibeigenschaft?
Ich warte also weiterhin gespannt.
Es grüsst
Mr. Pink
http://www.novatlantis.ch/fileadmin/dow
Das offizielle Energiesparen ist seit mehr als dreissig Jahren von Absenkpfaden bestimmt. Jedes neue Programm schraubt wieder an den Eckwerten herum und versucht diese einmal mehr zu drücken. Leider führt dies dazu, dass immer neuere Energieverbraucher angeschafft und erstellt werden, die den neuen Grenzwerten gerade noch genügen und den noch neueren, die erst noch kommen werden, gerade nicht mehr entsprechen.
Resultat ist eine riesige volkswirtschaftliche Anstrengung, die all der aufgebrachten Mühe (und den unbestrittenen Erfolgen) zum Trotz dennoch immer nur die Vergangenheit verbessert aber noch keine Zukunft bringt.
Seit mehreren Jahren ist diese Zukunft durch die 2000 W Gesellschaft ausgesteckt. Anders als die vielen Stellschrauben am Status Quo hat sie ein ganz einfaches Programm, im Bereich Wohnen etwa Bauen nach Minergie P (nicht Minergie), Brauchwarmwasser mit Sonnenkollektoren und/oder Kleinwärmepumpen, beste Elektrogeräte ohne Standby, das 3 l Privatauto.
Ich habe mich gefreut, dass Sie sich immer wieder für die 2000 W Gesellschaft ausgesprochen haben. Umso mehr bedaure ich es, dass das neue Programm, das Sie vorgestellt haben, nicht darauf aufbaut. Ich würde es begrüssen, wenn es in den 2000 W Rahmen eingebettet und diesem entsprechend modifiziert und vereinfacht würde.
..
Leider scheint die ETH Leitung selbst daran zu sein, diese wunderbare Marke 2000 W Gesellschaft zu untergraben. Können Sie ein versöhnliches Wort einlegen ?
Märkte hat es schon gegeben, bevor es Geld gab. Eigentlich geht es also nicht um den Markt, sondern ums Geld. Und dieses Geld - dessen Besitz vom Staat voll geschützt wird - hat eben sonderbare Eigenschaften. Zum Beispiel die, dass es fast bis ins Unendliche akkumulierbar ist. Auch die, dass es vererbbar ist. Und vor allem die, dass man damit Firmen mit samt ihren Leuten kaufen kann, selbst wenn man eigentlich nichts von Führung versteht, also inkompetent ist. Inkompetente Besitzer verhalten sich diesen "gekauften" Leuten gegenüber nämlich meist diktatorisch, wobei es kein Gesetz gibt, welche dies verbietet. Und das ist das Bedenkliche: Dass sich nämlich "Kapitalisten" so gebärden können, wie es früher Grossgrundbesitzer taten, dass wir also vermehrt neo-feudalistische Verhältnisse vorfinden, wo der Inhaber die Leute besitzt und sehr viel tun und lassen kann, was er will. Dadurch entstehen schiefe, egozentrische Hierarchien, welche viel Unheil stiften.
Es geht somit nicht um die Frage: Hierarchie oder nicht? Auch ist der Sozialismus mit seiner unrealistischen Gleichmacherei keine wirkliche Alternative. Sondern es geht um die Interpretation der Hierarchie wie auch des Besitzes, welcher, als schrankenloses Machtmittel verstanden, zu nichts anderem als zu Unheil bis hin zum Untergang und somit zum Verlust seiner selbst führt.
Immer mehr fällt mir aber auf, dass eine Diskussion über die Themen, Wirtschaft, Wachstum, Klima, Lösung gar nicht erwünscht ist, sondern die Teilnehmer der Diskussion darauf fokussieren, ihre eigenen Statements ab zu legen und fertig. Mr. Pink mag mit seinen teils bürgerlichen Ansichten nicht in einen Blog eines SP- Politikers passen. Hier möchten sich vor allem Grüne und Weltenretter darüber unterhalten, wie man den endlich das böse Auto verbieten, das AKW abstellen und allen elektrischen Strom nur noch durch Sonnen- oder Windenergie erzeugen kann. Ob dies wirklich umsetzbar ist scheint nicht wirklich zu interessieren.
In einem muss ich Mr. Pink recht geben: wenn die Marktwirtschaft in der Schweiz wirklich frei wäre, und wenn all die ökologische Energieumwandlung wirklich so toll, einfach und billig wäre, wie man zu glauben vermag, dann würden wir bereits heute alle nur noch Ökostrom beziehen und müssten nicht einen Aufpreis bei unseren Stromlieferanten abgeben, damit wenigstens ein Zeichen gesetzt werden kann. Die Tatsache, dass die Weltbevölkerung nochmals um etwa 3 bis 5 Milliarden zu wachsen vermag, bevor eine Stabilisierung gelingt, dass immer noch ein nur kleiner Teil der Menschheit im Wohlstand lebt, und doch alle möchten, dass auch die anderen nicht als Babys verhungern, lässt uns wahrscheinlich nicht die Möglichkeit offen, lange zu spekulieren und herauszufinden, ob jetzt wohl doch nur eine Tonne CO2 pro Mensch ausgestossen werden darf, oder doch nicht. Bis dahin sind schon wieder mehrere Millionen Menschen an Hunger gestorben. Und der ist echt, unumstritten, sofort messbar und faktisch, wissenschaftlich Nachweissbar.
http://tages-anzeiger.ch/dyn/news/schwe
die technischen Möglichkeiten zur CO2-armen Energieproduktion bzw. zum effizienten Energieverbrauch sind zumindest vorhanden. Sie werden nicht bzw. zuwenig genutzt wegen den falschen Anreizen und nicht wegen fehlenden technischen Lösungen.
Momentan wird das Arbeiten steuerlich bestraft und die Bevölkerung wendet viel Zeit dafür auf, um ihre Arbeitsbestrafungsbesteuer senken zu können. Was würde wohl mit dieser Zeit passieren, wenn anstatt der Arbeit insbesondere der Energieverbrauch entsprechend besteuert würde?
Ein Teil der ETH-Ideen was beispielsweise die Verpumpung bzw. Verbindung des CO2s der Kraftwerke betrifft sind tatsächlich kopfschüttelwürdig, weil ausser der Stromlobby niemand auf zentralisierte Kohlekraftwerke zur Stromerzeugung angewiesen ist und es genügend alternative Stromerzeugungsmöglichkeiten gibt.
Mal ganz abgesehen davon, dass wesentlich mehr Energie für Heizung, Warmwasser und Transport benötigt wird, als für den Betrieb elektrischer Geräte. Insofern müsste der Hebel ohnehin zuerst da angesetzt werden.
Heizungen und Warmwasseranlagen können im übrigen mit einfacheren technischen Möglichkeiten wesentlich mehr an der Reduktion des CO2-Ausstosses beitragen, als wenn man CO2 von Kohlekraftwerken in den Boden pumpt. Im Gegensatz zur CO2-Verpumperei bzw. CO2-Verbinderei und ETH-Erdsonden funktionieren Isolation und Solarwärmekollektoren bereits JETZT und können bereits JETZT gekauft werden.
(Heutzutage schützen Dächer vor Regen, zukünftig produzieren sie immer mehr auch Wärme und Strom.)
Und selbstverständlich hat die Reduktion des Schweizer CO2 Ausstosses kaum einen Einfluss auf die Weltklimaerwärmung. Aber wen interessiert das?
Wir wissen, dass wir keine eigenen Rohstoffe besitzen.
Wir wissen, dass die ausländischen Rohstoffe endlich sind.
Wir wissen, dass wir mit Effizienz und erneuerbare Energie zukunftsträchtige Arbeitsplätze schaffen.
Wir wissen, dass wir mit dieser Technologie Geld im Ausland verdienen können.
Alles andere kann uns eigentlich egal sein.
Und nicht vergessen: Angesichts unseres enormen Armeebudgets geht unser Parlament offensichtlich immer noch davon aus, dass uns bald ein Krieg mit dem industrialisiertem Ausland bevorsteht. Um diesen Krieg letztlich gewinnen zu können, müssen wir unsere Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen genauso wie unsere Klumpenrisiken so oder so reduzieren...
Hallo allerseits
In Ihrem Blog-Beitrag vom 31.01.2008 haben Sie u. a. geschrieben, dass die Diskussion im Bundesrat über die Klima- und Energiepolitik immer noch andauert.
"Die Zusammenhänge sind in der Tat sehr kompliziert...". Daher besten Dank ans BAFU für die übersichtlichen, kurzen und verständlichen Faktenblätter, welche im Rahmen der Medienmitteilung vom 21.02.2008 veröffentlicht wurden.
Doch kaum durchgelesen rotieren die Gedanken. Vorab war ich erfreut, zum Thema Energieeffizienz auch zu lesen: "Die Massnahmen sind aber auch aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht mittel- bis langfristig interessant." Gut so, denn damit sollte auch die politische Mitte und der eine oder andere "nicht linientreue rechte Politiker" zustimmen (können).
Dann kam allerdings Ernüchterung auf: Ist es so einfach? Gebäude sanieren, Geräteeffizienz steigern, Ausbildung verbessern usw.? Damit ich nicht falsch verstanden werden: Ich nicke bei allen Massnahmen kräftig bejahend den Kopf und bin mir durchaus der mühsamen, kräftezerrenden politischen Anstrengungen bewusst, die es alleine für diese Massnahmen brauchte und noch brauchen wird (auch seitens beteiligter Bundesämter). Ebenso bin ich mir bewusst, dass es unter dem Strich auch mich treffen wird und sei es nur im Portemonnaie. Und schliesslich betrachte ich mich nicht als ultra-grün (höchstens etwas hellgrün ;-).
Doch irgendwie habe ich mit der Bundesratssitzung vom 20.02.2008 einen grossen "Knall" erwartet, dessen Druckwelle auf dem Hallwilersee selbst noch nach Wochen einen Tsunami auslöst (die Anwohner mögen mir für diese bildliche Darstellung verzeihen). Die aktuelle News-Lage zeigt aber ein anderes Bild: Die bundesrätliche Klima- und Energiepolitik findet man bereits in den Archiven, die David-gegen-Goliath-Steuerskandal-Affäre ist weitaus interessanter. Das leuchtet ja auch ein, schliesslich steht ein angeknackster Nationalstolz über der Klima- und Energiepolitik...
Woran liegt's, dass die aktuelle Politik zu diesem wichtigen Thema nur Wellen in einer Regenpfütze aufzuwerfen vermag (ausgenommen der erwähnten CO2-Abgabe-Diskussion, welche bereits vorgängig stattfand)? Mir fallen vier mögliche Gründe ein:
1) Fehlender Volksauftrag
Das Schweizer Volk hatte in der Vergangenheit mehrfach „ja“ zu Projekten betreffend Bahn gesagt (Bahn2000, Finanzierung, NEAT, …), bei welchen u. a. auch Milliarden-Beträge im Spiel waren.
Zum Thema Klima- und Energiepolitik konnte sich das Volk bisher nicht äussern, womit auch noch nie ein klarer Auftrag an unsere Politiker erteilt wurde. Die weiter unten von Andreas Kyriacous erwähnte Klima-Initiative mag zwar in die richtige Richtung gehen. Verglichen mit der Bahn scheint sie mir aber nur einen Teilbereich des so allumfassenden Themas „Klima & Energie“ zu sein (wer kann heute schon noch 24 Stunden ohne Strom „überleben“?).
2) Es ist einfach einfach
Man betrachtet diese Massnahmen einfach als "einfach" - so wie es mir anfänglich auch ging - ohne sich konkret Gedanken darüber gemacht zu haben, was das denn nun genau heissen könnte.
Nachfolgend ein augenzwinkerndes Beispiel basierend auf einer Erwähnung zur angestrebten CO2-Gesetzes-Revision: "Die Ausgestaltung einer reinen Lenkungsabgabe auf weiteren Emissionsquellen und Treibhausgasen orientiert sich an der aktuellen CO2-Abgabe auf Brennstoffen. Sie bezweckt, die Verhaltensweisen von Wirtschaft und Bevölkerung über die Preiserhöhung so zu beeinflussen, dass die Treibhausgasemissionen sinken."
Nehmen wir doch als Emissionsquelle unser Nationaltier, die wiederkauende Milchkuh, welche ihrerseits das Treibhausgas Methan von sich gibt. Oben erwähnte Passage würde somit bedeuten, dass der Milchpreis angehoben werden müsste, um so weniger Milchprodukte absetzen zu können, sodass es schlussendlich auch weniger Milchkühe bräuchte und es damit weniger Methangas-Emissionen gäbe. Damit stellen sich aber neue Fragen volkswirtschaftlicher (Bauernstand) und landschaftschützerischer (Alpenbewirtschaftung) Art. Zum Glück ist auch eine "Förderung von Innovation sowie Forschung und Entwicklung klimafreundlicher Technologien" vorgesehen, sodass die Methangas-Emissionen unserer beliebten Milchkuh vielleicht bald auf clevere Art und Weise "abgeführt" werden können...
3) Nur einzelne Bereiche betroffen
Gewiss liegt einer der Gründe für die käumliche Beachtung der angestrebten Massnahmen auch darin, dass viele Bereiche nicht angesprochen wurden. Einige Beispiele:
a) Materialverwendung
Die Sache mit der Praliné-Schachtel kennt jeder: Viel Verpackung für wenig Masse. Alle Materialien - und damit auch Verpackungen - die in irgendeiner Form hergestellt werden müssen, benötigen Energie und Rohstoffe (hergeführt aus allen Herren Länder). Die Praliné-Schachtel mag wie ein Bagatell-Fall aussehen, nur gibt's davon ziemlich viele (welche wir kaum mehr sehen): Getränkedosen aus Alu, Einweg-Rasierer, alles was aus einer Tube kommt, usw... Braucht es eine Lockerung gewisser Vorschriften, welche die Hersteller bisher zu diesem Materialverschleiss zwangen oder sind dort, wo ein übertriebener Materialverbrauch aus ästhetischen Gründen erfolgt, Sanktionen oder gar Verbote nötig?
b) Mobilität/Verkehr
Klima- und Energiepolitik sind nicht mehr voneinander zu trennen. Man könnte hier aber auch noch die Verkehrspolitik hinzunehmen. Mobilität resp. Bewegung verlangt nach Energie. Nachfolgend ziele ich allerdings nicht auf die Mobilität der Menschen ab (welche schon durch die CO2-Abgabe betroffen sein wird und hoffentlich auch den Flugverkehr miteinbezieht), sondern auf jene der alltäglichen Waren.
Es kann doch nicht sein, dass in Polen verkaufte Yoghurts günstiger sind, wenn sie in Italien mit niederländischer Milch produziert werden statt in Polen mit polnischer Milch. Oder dass auf 50 % unserer Bekleidung "Made in China" steht und diese trotz langem Transportweg immer noch günstiger ist als wenn sie hier hergestellt würde. Würde man einen "Transport-Rappen" pro zurückgelegten Kilometer dieser Waren erheben, wäre die Herstellung derselben Produkte vor Ort plötzlich wieder günstig...
Weniger drastisch (vor für Liebhaber dicker Portemonnaies) wäre z. B. eine Etikette im Sinne der Energieeffizienz-Etikette, mit welcher einerseits der zurückgelegte Weg, andererseits aber auch das gewählte Haupt-Transportmittel zum Ausdruck gebracht werden könnte. Dann obliegt es den Konsumenten, ob sie sich für ein A-Produkt (Produktionsstandort Schweiz, Transport mehrheitlich mittels Bahn), ein B-Produkt (Deutschland, Rheinschifffahrt) oder für ein E-Produkt (China, Flugzeug) entscheiden wollen.
Unter diesem Blickwinkel erscheinen andere Themen wie z. B. die WTO-Verhandlungen (Doha-Runde) plötzlich unter einem ganz anderen Licht. Der erwähnte Transport-Rappen läuft zwar in die entgegengesetzte Richtung, weil er als Protektionismus aufgefasst werden könnte. Protektionistisch soll er ja auch sein und zwar für unsere Umwelt, nicht aber für den heimischen Markt.
Gewiss ist eines: Im Alleingang wird es die Schweiz nicht schaffen, hier eine Wende bei diesem Warentransport-Wahnsinn einzuleiten.
c) Einfuhr-Einschränkungen aus Umweltsünden-Länder
Waren, welche durch Kinderarbeit geschaffen wurden, kämen sofort aus den Regalen, wenn dieser Umstand bekannt wird. Machen wir uns nicht auch schuldig, weiterhin Waren aus einem Land einzuführen, dessen Volkswirtschaft der Klima-Politik die kalte Schulter zeigt, insbesondere wenn es um energieintensive Güter geht?
d) Individueller Strombedarf
Es gab einmal eine Zeit, da hängte man zur Weihnachtszeit einen glitzernden Stern ans Wohnzimmer-Fenster. Heute glitzert das Ding nicht mehr, es leuchtet und blinkt in allen möglichen Variationen (ob da nicht eher Disco- statt Weihnachtsstimmung aufkommt?).
Es gab auch einmal eine Zeit, das holte man die Skier raus, wenn es Schnee hatte - und nicht wenn Schnee künstlich gemacht wurde.
Auch hatte nicht jedes Geschäft irgendeine Leuchtreklame, welche die ganze Nacht hindurch brannte. Und Bäumen insbesondere auf öffentlichen Plätzen gönnte man eine Nachtruhe und beleuchtete deren Äste und Blätter nicht nachts von unten nach oben. Schliesslich setzte man noch vor kurzem auf den Trottoirs Lampen ein, um den Weg zu beleuchten. Heute sind diese in den Boden eingelassen und strahlen senkrecht und nichtsnutzend in den nächtlichen Himmel.
Wir haben heute absolute Narrenfreiheit, wann, wo, wofür und wie viel Strom wir verbrauchen wollen und es gibt keinerlei Anreize, das heutige Verhalten zu ändern. Kaum jemand macht sich Gedanken über Sinn und Unsinn des allgemeinen und persönlichen Stromverbrauchs. Das vermag auch nicht zu verwundern, denn schliesslich reisst die Krankenkassen-Prämie monatlich ein grösseres Loch in die Haushaltskasse als die Stromrechnung.
Soll nun einfach der Strompreis angehoben werden? Das würde jeden direkt treffen - auch die weniger gut Verdienenden. Und wie wär's, wenn man pro Haushalt und weiter pro Person ein bestimmtes Kontingent an "Billigstrom" zuliesse und was darüber liegt, müsste teurer draufgezahlt werden?
Den individuellen Stromverbrauch könnte man auch in die Steuererklärung integrieren; wer das erwähnte Kontingent nicht ausschöpft, kann mehr abziehen als jemand, der noch teuer draufzahlen muss.
4) Komplexität
Zum letzter möglichen Grund, weshalb das Massnahmen-Paket des Bundesrats kaum hohe Wellen geworfen hatte, wiederhole ich das eingangs schon erwähnte Zitat: "Die Zusammenhänge sind in der Tat sehr kompliziert..."
Das zeigt sich auch in den oben erwähnten Zeilen. Welches Medium mag schon komplexe Zusammenhänge zu so einem allumfassenden Thema den Nutzern erklären?
Eine erste Hürde wurde genommen. Hoffentlich kommt Schwung in den Hürdenlauf, sodass jede weitere Hürde leichter zu bewältigen ist...
Freundliche Grüsse
Titus
Glaubst du wirklich ich zwinge irgend jemanden mein Texte zu lesen?
Zudem ist deine Reaktion genau jene, welche ich beschrieben habe: Passt der Masse die Meinung eines anderen hier im Blog nicht, wird er einfach ignoriert und als unangenehm dargestellt. Aber dieses Verhalten hat bisher noch keine Probleme gelöst, ja nicht einmal simple Antworten auf berechtigte Fragen gegeben.
Es ist wahrlich ein Hürdenlauf, hier in diesem Blog vernünftige Antworten zu kriegen. Und seltsamer Weise bin ich diesmal nicht jener der alles in Grund und Boden stampft, jedoch werde ich wieder als unangenehm hingestellt. Wohl weil die Masse hier im Blog doch wachstumsfeindlich eingestellt ist?
Gruss
Mr.Pink
Sicherlich gibt es genügend Beispiele, welche ein Ausnützen dieser Macht durch Inkompetente Persönlichkeiten beschreiben.
Man sollte aber trotz allem nicht nur jene Negativbeispiele bewerten, welche man in den Massenmedien vernimmt. Das ist sicherlich nicht repräsentativ für den Markt. In Zeitungen ist das Durchschnittsverhalten von Führungspersönlichkeiten leider bei weitem nicht so interessant zu lesen, wie jenes der 'kapitalistischen Grossgrundbesitzer'.
Und zum Glück ist unser Arbeitsmarkt relativ flexibel und so wird niemand gezwungen, für einen bestimmten 'Grossgrundbesitzer' zu arbeiten.
Und seien wir doch mal ehrlich, die Zeiten von Ausbeutung, Unterdrückung etc. am Arbeitsplatz sind in der Schweiz endgültig vorbei. Ich würde sogar sagen, dass die meisten Schweizer heute gern zur Arbeit gehen ;-)
Also warum immer wieder die Anfänge der Industrialisierung herbeiziehen?
Und glauben sie mir, ich bin kein Verfechter der unendlichen Akkumulierbarkeit von Geld. Ich habe schon des öfteren darauf hingewiesen, dass unser System, in dem Zentralbanken die Geldmenge und die Zinsen bestimmen, überhaupt nichts mit Marktwirtschaft zu tun hat und dadurch alle Märkte verzerrt werden. Die Entmachtung der Zentralbanken wäre ein wichtiger Schritt Richtung Effizienz und Gerechtigkeit. Denn diese Zentralbanken dienen heute mehrheitlich nur noch ihren Freunden der Finanzbranche.
Grüsse
Mr. Pink
Ich glaube, es würde sich lohnen, eine Studie darüber zu machen, wieso bürgerliche Leute GLEICHWERTIGKEIT mit Gleichmacherei verwechseln. Da wären unterbewusste Abgründe zu finden! ;)
Uebrigens war halt "Mr. Pink" noch nicht geboren, als ich schon angetönt hatte, dass ich nicht gegen eine echt freie
Marktwirtschaft bin, aber unsere heutige Marktwirtschaft nur sehr bedingt als "frei" erachte, zuletzt in diesem Beitrag.
Freie Marktwirtschaft heisst für mich nicht nur: "Jeder darf machen, was er will", sondern auch
- Der Handel und die Wirtschaft sind transparent: Jeder weiss, was und warum der andere ihm etwas ab- oder verkauft;
- Jedes Wirtschaftssubjekt trägt die volle, direkte Verantwortung für sein Handeln!
Dass dieses Prinzip heute in eklatanter Weise verletzt ist, muss man wohl kaum breit ausführen!
Transparenz heisst zum Beispiel: "Deklarationspflicht" für den Verbrauch an Ressourcen und "Humankapital"; unter welchen Bedingungen wurde etwas produziert, wozu dient es, wie lange hält es, wie ist es zu entsorgen und vieles mehr.
Verantwortung heisst zum Beispiel: "Haftpflicht"; jeder spürt unmittelbar am eigenen Leib oder am eigenen Portemonnaie, wenn er mit seinem Handeln gegen Naturgesetze oder Regeln der Gesellschaft verstösst, sowie ein Baby, das sich den Kopf anschlägt und die Finger verbrennt. Risiken und Nutzen sind gleichmässig verteilt, nicht so dass einer den Nutzen hat, der andere (oder die Allgemeinheit) die Risiken.
Eine Gesellschaft bzw. Wirtschaft aber, welche die negativen Auswirkungen ihres Handelns auf andere Menschen, in andere Erdregionen, in andere Wirkungsbereiche (Klima) oder auf spätere Generationen verschiebt, ist leider (und offensichtlich) nicht lernfähig!
Damit wären wir wieder bei den Themen (versteckte) Subventionierung, Verursacherprinzip, Marktversagen usw.
Ausserdem ist ja viel einfacher, abschätzig über Journalisten herzuziehen, als gute Politik zu machen.
Auf jeden Fall ist in der SP der falsche Mann gegangen:
Die Herren M. Leuenberger und Esther Maurer wären die bessere Wahl für einen Abgang gewesen ...
Die Zeiten diktatorischer Chefs sind keinesfalls vorbei. Im Gegenteil: Es wird immer schlimmer. Diktatorisches Gehabe im Verein mit Unfähigkeit nimmt zu. Die Schere zwischen institutioneller Macht und Fähigkeit wird immer grösser.
Meine Meinung stammt keineswegs aus den Massenmedien. Die haben nämlich nur wenig Ahnung, denn sie sind sensations- sowie inseratenorientiert und kennen alles nur vom Hörensagen.
Ich aber rede aus eigener Erfahrung. Und der Erfahrung vieler anderer.
@Thommen
Es sei daran erinnert, dass die Bürger einst Gleichheit forderten (heisst auf Französisch übrigens "égalité"). Soviel zum Begriff "bürgerlich".
Zum Begriff "Studie" nichts ausser das, dass Sie beim Nationalfonds ja ein Gesuch für eine Studie einreichen können. Voranschlagter Kostenpunkt: CHF 1 Mio.. (mit der Möglichkeit einer späteren Verlängerung, sofern nach erfolgter Forschung noch kein abschliessendes Ergebnis vorliegen sollte.)
Zu ergänzen wäre noch:
Je mehr das Resultat Ihrer Studie bereits zum Voraus fest steht und je mehr es dem Gusto des Nationalfonds entspricht, umso grösser wird die Chance sein, dass Ihr Projekt bewilligt wird
Dann hoffe ich ihretwegen, dass sie diesem Verein oder dieser Unternehmung, welche sie scheinbar unterdrückt hat, auch gekündigt haben.
Zur Zeit sind wir selbst in der Schweiz noch so frei und können das eine oder andere immer noch selbst entscheiden, ohne das es uns durch den Staat vorgeschrieben wird.
Für ihre schlechten Erfahrungen tut es mir leid. Und wenn sie keine positiven Beispiele kennen, ist das tragisch.
Grüsse
Mr. Pink
http://www.capri.ch
Man hat die erschreckende EU-Beispiele um sich herum - Lebenshaltungskosten in Deutschland sind mittlerweile massiv höher als in der Schweiz, Löhne fallen in den Keller. In Deutschland arbeiten die Leute für 4 Euro die Stunde.
In anderen EU-Ländern kommt mit dem Beitritt eine Preisteuerung von 50 %.
Und - was tut die Schweiz? Sie macht Ihre Grenzen auf und lässt jedermann in der Schweiz arbeiten, auf das auch bei uns das gleiche passiert.
Und das bisschen Geld was die Leute dann noch übrig haben wird Ihnen mit sinnlosen CO2-Abgaben aus der Tasche gezogen. Ich frage mich warum unter den Gletschern nun Bergewerke auftauchen, wenn doch diese Temperaturerhöhung so ungewöhnlich ist? Wer hat die gebaut wenn es vorher angeblich nie so warm war? Wir werden hinten und vorne belogen um uns mit sinnlosen Abgaben Geld aus der Tasche zu ziehen.
Sinnvolle Massnahmen gegen Luftverschmutzung ist sicher keine CO2 Abgabe in der Schweiz. Wie wäre es bei der Ursache anzusetzen - den Topverschmutzern USA und China. Warum nicht einfach diesen Ländern Strafzölle auferlegen für unsbauer produzierte Produkte? Was bringt bei uns eine Reduktion um 100 Tonnen wenn in China und Indien der Ausstoss von CO2 gleichzeitig um 100000 Tonnen ansteigt? Und warum? Weil wir deren Waren abnehmen.
Ich habe jeden Glauben an die Vernuft von Politikern mittlerweile aufgegeben wenn ich mir deren Argument anhöre.
http://www.footprintnetwork.org/webgrap
Ich verstehe und teile Ihre Skepsis der EU gegenüber. Aber wie Ueli Schäfer schrieb: Die Globalisierung wird weitergehen, mit all ihren positiven und negativen Seiten. Auch teile ich Ihre Ansicht, dass sich die meisten politischen Parteien zwiespältig verhalten (Beispiel Linke: Will Wachstum, glaubt aber mit Lenkungsabgaben die Umweltzerstörung aufhalten zu können; Beispiel Rechte: Ist gegen Oeffnung und Einwanderung, aber für Wachstum, das fast nur noch durch Einwanderung zu haben sei, will den Brand mit Benzin löschen.)
Tatsächlich sind mind. drei Fragen zu stellen:
- welche Lenkungsabgaben sind sozial gerecht?
- bringt eine bestimmte Lenkungsabgabe den erhofften Lenkungseffekt?
- ist dieser Lenkungseffekt geeignet, die Gesamtbelastung des Planeten zu reduzieren?
Bei der CO2-Abgabe bin ich da sehr skeptisch, wie schon früher dargelegt, auch wenn ich ihre grundsätzliche Stossrichtung begrüsse. Wenn alle Globis Einsicht hätten, bräuchte es wohl gar keine Lenkungsabgaben und auch keine der vielgeschmähten "Subventionen" oder Förderbeiträge.
Und in Ihrem zweitletzten Abschnitt 2008-02-28 12:51:47 erkennen Sie einen Teil der Wachstumsproblematik: Auch unser Wachstum findet zur Zeit stark im Ausland (z.B. China) statt, fern von jeglicher nationalstaatlicher Einflussnahme.
Unser Konsumverhalten schwärzt unsere vermeintlich vorbildliche Umweltbilanz doch beträchtlich (saubere Seen, genug Wälder, "saubere" Luft, weniger CO2 pro Kopf usw...)!
Unser Footprint ist zu gross!
Zur Erinnerung:
Wenn unsere Atomlobby ihre selbst prophezeite Stromlücke ernst nehmen würde, würden sie alles daran setzen, dass die lächerliche Beschränkung von 0.6 Rappen pro kWh für bzw. gegen erneuerbaren Strom aufgehoben würde. (Wohlgemerkt 0.6 Rappen pro kWh entsprechen lediglich Mehrbelastungen von 2 Rappen bis 11.5 Rappen pro Haushalt und Tag. Der Durchschnittshaushalt gibt alleine mindestens 3 Franken im Tag für Zigaretten aus.) Sie tun aber ausgerechnet das Gegenteil, weil sie den Strommarkt mit Niemandem teilen möchten und weil sie keine effizienten Kunden möchten.
Noch ein technisches Beispiel: Jedes Jahr wird 29 km2 NEU verbaut. Bei lediglich 12% Photovoltaik Wirkungsgrad wird also alle 3.5 Monate die Maximalleistung des AKW-Gösgens verbaut.
Gösgenleistung wird alle 3.5 Monate verbaut
Noch mehr Beispiele findet man hier:
Linky
Unter meinem Kommentar vom: 2008-02-05 18:04:56
Anstatt ausländische Atomkonzerne fördern, würden wir besser unsere Exportindustrie und Schweizer Arbeitsplätze fördern und gleichzeitig unsere Abhängigkeit von begrenzten ausländischen Rohstoffen und unsere Klumpenrisiken reduzieren.
Warum unser hart verdientes Geld dem Ausland schenken, wenn wir es doch in der Schweiz besser investieren können?
Du holst hier wieder deine alte Statistikleier mit Absolutzahlen hervor, die 29km2 sind ein Zusammenzug sämtlicher Bauflächen, vom Gartenmäuerchen über die Quartierstrasse bis zum Einkaufszentrum. Davon dürften kaum mehr als 2-3% der Flächen in den Nutzungsbereich für PV kommen und diese unterliegen auch noch Standortfragen wie Sonnenscheindauer, vorhandende Infrastrukturen (ist ein Netz vorhanden?), Verhältnisse des lokalen Netzbetreibers usw...
Du übertreibst wieder mal masslos....
Die Welt ist nicht so einfach wie Globi dies mit jedem seiner Blogeinträge glaubhaft zu machen versucht...
LG MG
Wer Rechtschreibefehelr findet darf diese behalten....
ich habe wieder mal zu meiner Belustigung den Footprinttest gemacht, es ist einfach lächerlich aber so müsste man laut dem Footprintern leben:
Ich müsste strikter Vegetarier sein (dürfte aber dafür noch Milch trinken), dürfte nur unverpackte Nahrung aus dem Inland konsumieren (was ich als Vegi dann aber auch täte..)... müsste massiv weniger Abfall als meine Nachbarn produzieren (also ich weiss immer noch nicht wie ich das messen sollte..) meine Wohnung dürfte nicht grösser als 60m2 sein aber darin müssten zwangsweise 4 Personen platz finden, (ich schreibe schon mal das Inserat für neue WG Kumpanen aus) und jetzt der Hit: es müsste ein ÖKOHAUS sein natürlich mit Stromsparmassnahmen, mit dem ÖV dürfte ich maximal pro WOCHE 25 km fahren, Auto Motorrad und natürlich den Flieger darf ich mit einer Nulldiät vergessen, für die täglichen Verrichtungen dürfte ich allerdings noch ein Pferd oder sogar ein Fuhrwerk benutzen.
Nur mit ALLEN diesen kleinen Einschnitten im Leben komme ich auf einen FOOTPRINT von 1.5 was einem Planten Erde entspräche...
So, nun mein Kommentar...
Das ist der allerdümmste Blödsinn den ich überhaupt jemals gesehen habe, und ist sogar ohne Kommentar schon selbstredend.
Wer solche Vergleichstest in seine politischen Entscheidungen einbaut (leider machen das zb die Grünen mit Vorliebe..) macht sich einfach nur lächerlich...
Also bis bald auf dem Planten 4.6 (soviele würde es laut dem Test benötigen, um meinen aktuellen Lebensstil zu finanzieren...)
LG MG
Ich glaube das Problem liegt daran, dass wir wirksame und gerechte Massnahmen wollen.
Wirksamkeit ist ein physikalischer Effekt. Gerechtigkeit hingegen ein menschliches Konstrukt. Die Natur ist nicht gerecht. Das heisst nicht, dass sie ungerecht ist. Nein. Sie weiss weder vom einen, noch vom anderen etwas. Nochmals: Gerechtigkeit ist etwas, das wir in unseren Köpfen zusammengebraut haben und es zu einem Ideal erklärten. Der Natur ist das völlig egal.
Und so lassen sich alle, A L L E bisher vorgeschlagenen Massnahmen mit entweder dem einen (Naturgemachten) oder dem anderen (Menschgemachten) Argument totreden (je nach dem, was dann grad passt).
Natürlich sind hohe Benzinpreise nicht sozial. Auch die Mehrwertsteuer ist nicht sozial. Am sozialsten wäre es, wenn alle gleich viel hätten. Aber Leute, bitte macht die Augen auf. Wir leben im Kapitalismus der dadurch angetrieben wird, dass ocj eben MEHR haben kann als mein Nachbar, sofern ich mehr dafür tue.
Den grossen Anteil am Auto-CO2 sind nicht die paar Ferraris und Bentleys der Reichen. Nöö. Es sind die Masse an Fiats, VWs, BMWs, usw...
Das würde heissen, allen ist freigestellt, beliebige Mammut Footprints zu hinterlassen.
Aber so viel ich weiss, ist diese Spezies ausgestorben.
http://www.ecoglobe.ch/growth/d/oiko7o1
Oder möchtest du damit sagen, dass z.B. Matthis Wackernagel ein Depp sei?
Vorschlag an Mr. Pink und Gleichgesinnte:
Befriedigt doch euer staatsloses Wachstumsideal in einem Live-Test, von dem auch WIR etwas haben:
- Wandert aus, aber richtig: besiedelt einen andern Planeten!
- Z.B. auf den "Planeten 4.6" frei nach Mirosch.
- Den Startup-Zuschuss zum Aufbau einer Biosphäre bekommt ihr von der dortigen Zentralbank, die ihr danach abschaffen könnt.
- Installiert genügend Infokanäle auf die Erde, damit wir euch zuschauen können.
- Danach lasst ihr euch die Alterungs-Gene ausschalten und klont euch, damit ihr langfristig denken lernt.
- Baut euch dort mit Gleichgesinnten und ein paar tumben Unterhunden eine nicht-soziale Ideal-Marktwirtschaft nach euren Gusto.
- Ohne Gesetze, ohne Zentralbanken, ohne Staat, ohne Steuern, ohne Lenkungsabgaben usw.
- Schaut zu, wie ihr die Bildung der sogar von Pink geschmähten Finanzmärkte verhindern wollt.
eigentlich nahm ich mir vor, hier nicht mehr zu schreiben. Es wird ja sowieso immer nur über das Gleiche und im gleichen Stil geschrieben.
Aber Frau Ledermüller möchte ich hiermit raten, einmal für ein Jahr oder so aus dem Schneckenhaus Schweiz auszuziehen und in der EU zu leben. Da könnte sie dann merken, dass in der Schweiz nicht alles besser ist. Dass im Ausland vieles (nicht alles) einfacher und angenehmer ist als in der Schweiz. Dass auch in der (alten) EU die wenigstens Menschen für 4 Euro die Stunde arbeiten müssen. Und, übrigens, wie ist das mit den Aushilfskassierinnen und anderen Aushilfskräften in der Schweiz? Warum gibt es denn da die arbeitenden Armen?
Ach, ich bin richtig ärgerlich über so viel Engstirnigkeit.
Ein Europa ohne Grenzen, alle mit der gleichen Währung. Was wäre das für eine schöne Sache.
Ich träume weiter.
http://moritzleuenberger.blueblog.ch/p6
erzähl bitte keinen Seich.
Sämtliche Fakten sprechen gegen Dich:
Tatsache ist nun mal, dass bald 3000 km2 verbaut sein werden und das jedes Jahr annähernd 30 km2 neu verbaut werden. In diesen Zahlen sind Fassadenflächen und Flächengewinn durch schräge Dächer zudem nicht eingerechnet.
Bei 97% - 98% der neu verbauten Fläche soll gemäss Deiner ‚Expertise‘ also keine nutzbare PV-Fläche dabei sein und diese Fläche soll zudem nicht vernetzt sein (wusste gar nicht, dass neue Gebäude gebaut werden ohne Stromanschluss)…oje mi ne…
Schau mal von einem Hügel auf ein Dorf herunter und zähle die Anzahl Dächer ohne Solarwärmekollektoren oder PV-Anlagen und rapportiere zurück. Auch die Dachfläche bzw. Fassade des Einkaufszentrums kann man selbstverständlich benutzen.
Die Welt ist nicht so schlecht wie Du sie – wie immer ganz ohne Fakten - darstellen möchtest.
Es ist wirklich bedenklich, wie du einfach alle Texte und Beiträge nach deinem Gutdünken auseinander nimmst und diese nach deinem Geschmack interpretierst.
Wenn ich sage, dass sich der Staat nicht in die Wirtschaft einmischen soll, heisst das nicht, dass man den Staat ganz abschaffen soll.
WOBEI DIESES EXPERIMENT VIELLEICHT SEHR LOHNENSWERT WÄRE!
Und noch was: Wenn es nur Menschen wie dich gäbe, würde so eine Biosphäre auf einem anderen Planeten, wie du sie vorschlägst, für immer eine reine Utopie bleiben...
Grüsse
Mr. Pink
Ein Europa ohne Grenzen? So ein Quatsch...
http://www.novatlantis.ch/index.php?id=
Teilen Sie manchmal aus, weil Sie finden, dass wir festgefahren sind ? Ich würde Sie gerne auf weitere Gedanken bringen:
Heute ist die Schweiz (ohne importierte graue Energie) etwa eine 5500 W Gesellschaft. Davon sind etwa 50 % Brenn-, 30% Treibstoffe und 20% Elektrizität. In einer zukünftigen 2000 W Gesellschaft wären diese Prozentzahlen etwa umgekehrt, 50 % Elektrizität, 30% Treib- und 20% Brennstoffe.
Ihr scharfer Verstand sagt Ihnen sofort, dass dies beide Male (fast) gleichviel Elektrizität ist, ca. 1000 W/Person. D.h. die Elektrizitätsversorgung der 2000 W Schweiz könnte, dank der vielen Wasserkraft, mit dem gleichen Stromerzeugungsmix wie heute bewerkstelligt werden. Es geht eigentlich nur um die Frage, ob in 100-150 Jahren die Kernenergie, die heute etwas unter 40% des Strombedarfs deckt, noch zur Verfügung steht.
Wir beide würden sie gerne ersetzen, ob aus Einsicht, dank guter Alternativen oder weil dann kein spaltbares Uran mehr vorhanden ist, spielt eigentlich keine Rolle. Von diesen verbleibenden 400 W könnte je etwa die Hälfte aus Wärmekraftkopplung aus Biomasse und Abfällen kommen, die andere Hälfte aus anderen erneuerbaren Energien.
Von diesen 200 W erneuerbaren Energien würden wir zB die Hälfte importieren (Wind von Meeresküsten, Solarstrom aus dem Süden). Von den verbleibenden 100 W, die in der Schweiz erzeugt würden, wäre die Hälfte, etwa 50 W/Person einheimische Photovoltaik, eine Menge, die klein genug ist, dass auch ein Skeptiker wie ich glaubt, dass sie durch Direktverbrauch (neben den Laufkraftwerken) und intelligente Speicherung (zB in Pumpspeicherwerken) absorbiert werden kann.
50Wx24h/dx365d/a (d = Tage, a = Jahr) sind 438 kWh/aPerson. Das kW peak, die Fläche, die bei maximaler Einstrahlung 1 kW abgibt, produziert jährlich etwa 850 kWh Strom. Wir brauchen also pro Einwohner etwa ein halbes kW peak oder, hier müssen Sie mich vielleicht korrigieren etwa 5 m2 PV Fläche. Das sind multipliziert mit 7.3 Mio. Einwohnern etwas weniger als 40 km2 oder 1 Promille des Fläche des Landes.
Das ist absolut machbar, zwar nicht mehr der Gigantismus, der Ihnen vielleicht vorschwebt, aber auch kein Problem mehr von Gartenmäuerchen, Pflanzblätzen im Garten und Zugangswegen zum Haus. Die Dächer würden tatsächlich genügen.
Wenn das so ist, dann bleiben eigentlich nur noch zwei Fragen:
Ist erstens die 2000 W Gesellschaft machbar ? Ich finde ja, da wir die Brennstoffe sparen können mit besseren Gebäuden (Minergie-P), die Treibstoffe mit genügsameren Fahrzeugen (3 l PW) und, falls wir so intelligent sind, wie wir glauben, mit mehr Effizienz den zivilisatorisch bedingten Annstieg der Elektrizitätsdienstleistungen auffangen können. Und wie kommen wir zweitens von A nach B, von 5500 auf 2000 W/Person ? Wir können es schaffen, wenn es uns gelingt den Gebäudepark zu erneuern und den Treibstoffverbrauch pro gefahrenen km drastisch zu senken.
Sogar Wachstumskritiker würde glücklich. Endlich mehr Leben mit weniger Verschleiss.
..
Wenn es beim Bloggen Levels gäbe wie bei Computerspielen, so könnten wir vielleicht bald auf Level 2 wechseln.
http://www.fewthings.blog.de/
In der Schweiz muss man immer und dauernd hürdenlaufen, wenn man überleben will. Und niemand fragt sich, wer die Hürden überhaupt aufstellt und ob das sinnvoll ist. Alle rennen Hürden. Und einige sind gezwungen unter den Hürden durchzukriechen, weil sie die Energie nicht haben, um über sie hinweg zu springen, damit auch sie zum Ziel kommen
Ich bin so einer, der als Mensch mit einer Behinderung keine Energie mehr hat, nicht mehr in der Lage für Hoch- und Hürdensprünge hat. Das Glas, welches die Politiker in der sozialen Energiepolitik zerschlagen haben, wurde unter den Hürden ausgestreut, damit das Kriechen blutig wird.
In wenigen Minuten fliege ich hier weg über den grossen Teich nach Südamerika, schaue mir dort natürlich gebaute energiesparsame Häuser zum Mieten oder Kaufen an und werde mich dann – wenn alles gut klappt – aus dem Schweizer Hürdenlauf ausklinken und in wärmere und menschlichere Regionen auswandern. Die Schweiz ist nichts für Arme, aber äusserst wertvoll für Menschen, die gierig nach Anhäufung von Material und Ausbeutung von Energie sind.
FEW things
http://de.youtube.com/watch?v=0tQaYRvu9
Immer dann, wenn Uneinigkeit darüber besteht, wessen Ansicht richtig ist um entsprechend (re)agieren zu können, tut man gut daran, die Sicht von "Aussenstehenden" einzuholen (in der Wirtschaft nennt man sie auch "Consultants"). Eine solche Sichtweise habe ich gefunden, siehe Link zu diesem Kommentar.
Erst dann, wenn man sich eines Umstands bewusst ist, kann man ihn auch akzeptieren. Und erst wenn man ihn akzeptiert, kann man etwas dagegen unternehmen. Dementsprechend mag das angegebene Video zwar amüsant sein. Aber es trägt wenig zum "Umzudenken" bei.
Wie kann man das kollektive Bewusstsein zu den Themen Klima und Energie GLAUBHAFT erweitern?
Freundliche Grüsse
Titus
Tatsache ist, dass mehrere Systeme existieren, um Energie auf eine umweltverträgliche Art zu produzieren. Fixfertig entwickelt und ausgetestet. Und von den Erdölgesellschaften aufgekauft und schubladisiert wurden. Beispiel wäre das Auto, das mit (komprimierter) Luft fährt. Das System ist uralt. Aber niemand kümmert sich darum. VW hat verlauten lassen, man wolle das in einem Golf mal probieren. Alle diese bestehenden Ideen müsste man mal aktivieren. Die wären zum Teil weit effektiver als eine riesige Propelleranlage auf dem nächsten Hügel.
http://oakhavenpc.org/cultivating_algae
ich gebe Ihnen recht, dass es günstiger ist, Energie gar nicht zuerst unnötig zu verschwenden. Ich vermute einfach, solange Energie verglichen mit der Miete oder den Löhnen so billig ist wie Heute oder solange Effizienzmassnahmen nicht massiv mit Anreizen gefördert werden, wird auch der Verbrauch kaum sinken. (Momentan gibt es tausende Firmen, welche einem beim Steuersparen beraten und praktisch keine, welche einem beim Energie sparen beraten und das obwohl die Steuersparberaterei volkswirtschaftlich gesehen eigentlich nichts bringt).
Die von Ihnen erwähnten 0.5 kWp PV pro Einwohner ist keine grosse Sache: Das sind lediglich 2 solcher Solarpanel. Die leisten zusammen bereits 0.63 kWp.
2 Solarpanel pro Person ist verglichen mit den Anzahl Fahrzeugen (inkl. Ersatzteile, Reifen), Computer, Unterhaltungselektronik, Möbel, Küchen, Badzimmer, Toilettenartikel und Reinigungsmittel, Sport- und Freizeitartikel, Spielzeuge, Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, Verpackungen, Heiz- und Treibstoffe, Nahrung, Tabakwaren, Alkohohl, Medikamente, Kleider, Waffen, Infrastruktur und Reisen welche die durchschnittliche Person in der Schweiz in 30 Jahren verbraucht kaum die Rede wert.
Ich bin kein PV-Fan. Es ist aber naheliegend, dass ohnehin benötigte Dächer nicht nur von Regen schützen, sondern immer mehr auch Wärme und Strom produzieren werden. Es handelt sich dabei ja auch um Technologie, welche erwiesenermassen bereits Heute tadellos funktioniert.
Vielleicht wird aber zukünftig auch Geothermie die Mehrheit unserer Energie liefern oder wir importieren Wind und Wellenstrom von den Europäischen Küsten und können diesen Strom mit unseren Speicherkraftwerken wiederum gewinnbringend exportieren.
Vielleicht wird sich aber an unserer Abhängigkeit von den arabischen Ländern auch zukünftig nicht viel ändern: 1 Promille der Fläche Sahara würde gemäss obigem Link bereits eine jährliche Algenölenergie von etwa 390 Milliarden kWh (knapp 7facher Stromverbrauch der Schweiz pro Jahr) bereitstellen können ohne Nahrungsflächen bzw. Urwaldflächen zu reduzieren. 1 Gallone Sojabohnen-Öl kostet etwa $2. Wahrscheinlich wäre effizienteres und ‚umweltfreundlicheres’ Algenöl in einem ähnlichen Kostenrahmen und somit in der gleichen Preisgrössenordnung wie Heizöl. Zumindest was das Betreiben von Lastwagen, Traktoren und Flugzeugen betrifft, gibt es tatsächlich keine ernsthafte Alternative zum Öl (inkl. Pflanzenöl).
Druckluft im VW Golf ist gespeicherte, nicht erzeugte Energie. Zur Energieerzeugung braucht es zB den Propeller auf dem Hügel. Der damit erzeugte Strom fliesst in die Steckdose in Ihrer Garage. Dieser treibt das Gebläse im VW Golf, das die Luft komprimiert.
bevor Du Dein Maul soweit aufreist: "Schade, dass sich hier so viele Fanatiker herumtreiben, die zum Teil mit völlig falschen Angaben und Zahlen operieren und Fantastereien von sich geben, die höchstens die Lachmuskeln zum vibrieren bringen. Weiter bringen uns solche abstrusen Absonderungen mit Sicherheit nicht. Zumindest sicher nicht unseren Energieminister.
Tatsache ist... das Auto, das mit (komprimierter) Luft fährt. blablabla... "
schlage ich vor, dass Du entweder nochmal eine gewisse Zeit in der Schule verbringst oder zur SVP gehst. Das Stichwort lautet:
E N E R G I E - E R H A L T U N G
Wie Dir Ueli Schäfer bereits geduldig erklärt hat, muss die Druckluft zuerst komprimiert werden. Und das kostet Energie. Mehr Energie, als schlussendlich zum Fahren parat steht.
Die Kompression von Luft ist sogar relativ ineffizient, da hierbei Wärme entsteht, die NICHT in der Luft gespeichert bleibt. Das nennt man adiabte bzw. polytrope Kompression.
In eine ähnliche Richtung gehen Ideen, wie das Windrad auf der Motorhaube, das sich durch den Fahrtwird dreht und damit einen Generator antreiben soll. Auch hier: Die Energie, die daraus entnommen werden kann, stammt vom Autoantrieb und damit letztenendes aus dem Benzintank. Man gewinnt GARNICHTS.
Es ist mir schon klar, dass nicht alle Menschen Physiker oder Ingenieure sein können. Aber all jene, die es nicht sind, bitte ich um etwas mehr Zurückhaltung, wenn sie sich über Themen aggressiv und herablassend auslassen, von denen sie herzlich wenig verstehen.
Fragen kann man natürlich immer. Der Ton macht eben die Musik.
und weshalb ich manchmal austeile? Ich kann's schlicht nicht mehr hören, wenn jemand meint, wir können unsere Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Energie nicht auf Null reduzieren. Zumindest was die technischen (Effizienz und erneuerbare Energie) und finanziellen Möglichkeiten betrifft ist es kein Problem.
Möglicherweise kann Technologie die Welt nicht 'retten' aber die Reduktion der Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Rohstoffen innerhalb von 30 Jahren ist Peanuts. Es nicht eine Frage des Könnens sondern nur eine Frage des Wollens.
Apropos finanzielle Möglichkeiten - wenn ich an die UBS-Spekulanten denke, kommt mir der hier in den Sinn:
Mit 20 Milliarden Franken kann man rund 60 Dünnschicht Solarmodul Fabriken mit einem jährlichen Output von 160 MW pro Fabrik installieren. Nach 30 Jahren haben diese Solarfabriken eine Maximalleistung von 288'000 MW produziert. Wir wüssten schlicht nicht wohin mit dieser Energieflut.
Wie auch immer, in weniger als einem Jahr werden alle das UBS-Debakel vergessen haben, aber es wird weiterhin Leute geben die meinen: "Es geit ned."...und die gleichen werden ohne zu mucksen die miserable Effizienz und Leistung der Banken als gottgegeben akzeptieren. Wenn der Grillstand-verkäufer (inkl. Metzger und Bäcker) so arbeiten würde wie ein Bankverwalter, dann würde die Olma-Bratwurst mit Bürli 200 Franken kosten und wäre zudem kalt und verkohlt.
http://www.novatlantis.ch/fileadmin/dow
Danke für Ihre Antwort.
Das Panel, auf das sie verweisen, ist tatsächlich signifikant besser. Statt 5 m2/Person für 0.5 kWpeak, wie ich in meiner Schätzung annahm, braucht es knapp 3 m2/Person. Algen, die Gründer vielleicht des blaugrünen Planeten, könnten tatsächlich weiterhelfen. Wieviel Wasser brauchen sie aber, um (in der Sahara) zu wachsen ?
Steuer- und Energieberatung sind nicht ganz das Gleiche. Wenn der Steuerberater fertig ist, ist das Geld schon gespart. Beim Energieberater muss ich zuerst Geld ausgeben (umbauen, Apparate ersetzen), um erst dann zu sparen. Die Anreize dazu genügen (noch) nicht. Ich würde, damit dies geschieht, eine massive C02- oder Energieabgabe begrüssen, fände es aber, wie schon einmal dargelegt, besser, wenn damit die Staatsschuld abgetragen würde, statt dass das Geld via Krankenkasse an uns Energieverschwender zurückfliesst.
Mein Hauptpunkt ist aber:
Alles was wir für eine energiesparsame Zukunft brauchen, liegt schon jetzt vor unserer Nase. Wir wissen heute schon, wie es geht. Wir sollten aufhören, herumzustreiten, ob dies oder das vielleicht noch ein wenig besser ist und ob die Zukunft vielleicht etwas noch Schlaueres bringt.
Dieser Blog ist eine tolle Möglichkeit, dies den Menschen näher zu bringen. Fangt einfach an. Lasst Euch nicht verrückt machen. Glaubt an die Zukunft. Sie kommt, so oder so.
Mit dem Kommentar "Quatsch" kann man viele fruchtbare Diskussionen abwürgen. Ich finde, dass gerade Ihr Kommentar dem entspricht.
Was haben Alaska, Hawaii, Delaware und Texas gemeinsam? Eigentlich gar nichts. Ausser, eben, sie haben geträumt und sind Mitglieder der Vereinigten Staaten geworden.
Nicht von heute auf morgen. Aber sie haben es geschafft.
Quatsch?
Na denn, wenn Sie meinen.
den unmittelbaren Nutzen eines Steuerberaters bezweifle ich nicht - ich sehe einfach in einem Steuerberater und dessen Arbeit keinen volkswirtschaftlichen Nutzen.
Würde man sich deren Arbeit ersparen (z.B. einfacheres Steuersystem), könnten sie anderweitig (z.B. Energie- oder Ernährungsberatung) sinnvoller eingesetzt werden.
Ein Krimineller schafft zwar indirekt auch Arbeitsplätze (z.B. Gefängnis) aber trotzdem würde Niemand behaupten Kriminelle nützen unserer Volkswirtschaft.
Und was Ihren Hauptpunkt betrifft, haben Sie grundsätzlich recht.
PS: Ich vermute, dass Algen auch in Salzwasser wachsen mal abgesehen davon, dass das Wasser ja mehrheitlich regeneriert wird. Die Schwierigkeit scheint momentan eher daran zu liegen, dass diese Algensorten momentan nur in geschlossenen Systemen wachsen. Unabhängig davon wird es natürlich immer billiger sein, Öl aus dem Boden zu pumpen als Öl in Treibhäusern wachsen zu lassen. Und selbstverständlich können Algen weder mit Solarwärmekollektoren noch mit PV konkurrieren was deren Effizienz betrifft. Sie machen nur dort Sinn, wo wir zwingend auf einen Energiespeicher mit hohem Energieinhalt (pro Volumen und Gewicht) angewiesen sind.
Apropos Energiespeicher und Druckluftauto:
Eine 200 Liter Druckluftflasche mit 200 bar Druck hat in etwa einen Energieinhalt von gut 1 kWh.
Ein druckloser 200 Liter Pflanzöltank hat etwa einen Energieinhalt von gut 1800 kWh...
Krieg entsteht nicht durch Bedrohung.
Nein.
Krieg entsteht durch Aufwiegelung des Volkes. Und NUR dadurch. Denn schlussendlich sind es nicht die Politiker, die Banker, Firmenchefs oder die Beamten, welche in grossen Zahlen an der Front stehen. Obwohl SIE es waren bzw. sind, die den Krieg anzetteln und damit Geld und Macht verdienen.
GENAU, wie dies jetzt und heute mit dem Steuerkonflikt mit der EU läuft. Auf diese Weise haben Kriege angefangen. Und noch jedes mal haben die Leute zuvor gesagt: "Ach, Du spinnst doch. Krieg? Niemals!"
Ich bin jedenfalls nicht bereit, auch nur einen Zehennagel, einen Rappen oder auch nur einen Wimpernschlag zur Unterstützung des Steuerkonflikts beizutragen. Ich habe mit den FDLern und der reichen SVP-Spitze kein Mitleid.
Hans Rudolf Merz sieht im Steuerkonflikt SEINE GROSSE MÖGLICHKEIT, sich zu produzieren. Für das Bankengeheimnis gilt das selbe.
Krieg gibt es immer dann, wenn es der vermögenden Schicht (oder der Kirche) gelingt, die Armen gegen einen Feind aufzuhetzen. Dann läuft die Maschine, welche kaum noch zu stoppen ist.
Danke für die Hinweise.Ich will nicht das Maul aufreissen. Nur realisitsch bleiben. Es ist zwecklos, über Methoden und Systeme zu reden, die z.T. noch völlig in den Kinderschuhen stecken. Die Herstellung von Solar-Panels z.B. braucht auch Energie. Und nicht zu knapp! Mit dem Pressluft-Auto (oder Wasserstoff-Antrieb) wäre zumindest mal das CO2-Problem weg. Beide Systeme wären produktionsreif. In Bern gab es etwa um 1920 ein Luft-Tram, das nach dem gleichen Prinzip fuhr...
Anderes Beispiel: der Mitsubishi-Konzern (Japan) hat ein System entwickelt, das aus braunen Dachziegeln besteht, die, seitwärts zusammengesteckt, rein durch das Tageslicht (keine Sonne nötig!) aufgeladen weden. Fällt das Licht weg (abends, nachts), geben die Ziegel Strom ab. Dieser Strom reicht aus, um den gesamten Energiebedarf eines EFH's (Heizung, Warmwasser, Strom) zu decken. Wurde vor über 20 Jahren in einer renomierten amerikanischen Fachzeitschrift publiziert. Die Zürcher Ziegeleien interessierten sich dafür, die Japaner meinten aber, die Zeit sei noch nicht reif dafür...
Solche fertigen Systeme müssten reaktiviert werden, um das Energieproblem zu lösen!
http://www.solarpeace.ch/solarpeace/Dow
115 Mrd. Fr. Subventionen und Staatsprivilegien
für ausländische Energieträger -
nur 0,3% davon für einheimische:
Subventionen und Staatsprivilegien
für FUSIONS- UND NUKLEARENERGIE
(1956-2001) = 115 Mrd. Fr.
Zum Vergleich:
Bundesbeiträge für HOLZUND
SONNENENERGIE
(1977-2001) = 0,348 Mrd. Fr.
Und:
Die Wasserkraft Spitzenenergie subventioniert die Atomkraftwerke jährlich mit 1 – 1,5 Mrd. Fr.
http://www.solarpeace.ch/solarpeace/Download/20030000_SAS_115MrdSubventionenAKW.pdf
Übrigens, unter der Adresse:
http://www.solaragentur.ch/index.php?N1_ID=119&Language=de&News_ID=0&page=2
findet man ein Abstimmungsprotokoll des Nationalrates, wo ersichtlich ist, welche Parlamentarier gegen Förderung und Erleichterung alternativer Energiegewinnung, insbesondere Solarenergie und Biomasse, gestimmt haben.
Wir wählen unsere Regierung! Es ist klar, was bei den nächsten Wahlen zu tun ist.
Das Energieproblem ist aber damit nicht gelöst und muss sauber angeschaut werden:
- wie gross ist der Aufwand für das Komprimieren der Luft?
- Woher kommt diese Kompressionsenergie? Vielleicht von einem Dieselaggregat...?
- Der Gesamtwirkungsgrad dürfte im schlechten Bereich eines normalen Benzinmotors sein (Globi oder T. Allmendinger wissen sicher mehr).
- Die bei der Kompression entstehende Wärme ist verloren.
- Ein Luftauto ist im Winter eiskalt und nicht heizbar!
- Beim Betrieb (Expansion der Luft) entsteht KÄLTE! (Klimaanlage überflüssig...)
Aber Roberto hat insofern recht, als dass nicht die Technik das Problem ist, sondern die falschen Anreize unseres Wirtschaftssystems, die versteckte Subventionierung der Verschwendung, und der Mensch!
Dazu noch zwei aktuelle Zeitungsbeiträge:
- "Neuwagenkäufer verhalten sich nach Aussagen von zwei ETH-Professoren ökologisch und ökonomisch unvernünftig":
Quelle (März 08): http://www.espace.ch/artikel_490574.html
- "Dieselfahrer sind Egoisten":
Tempo 80 bringt keine messbare Reduktion des Feinstaubs. Aber etwas anderes hilft: Verzicht auf Dieselautos! Wer Diesel fährt und anderen Leuten auf der Strasse oder in Einstellhallen den kanzerogenen Dieselruss um die Ohren bläst, nur um ein paar lumpige Fränkli zu sparen, ist Egoist. Der Minderausstoss von CO2 gegenüber Benzinautos ist derart gering, dass er nicht Lungenkrebs rechtfertigt. Selbst Partikelfilter lassen die feinsten, lungengängigen Russpartikel durch, aber sie sind ein Schritt in die richtige Richtung. Wo Einsicht und Rücksicht fehlen, brauchts halt ein Gesetz, welches Diesel-Personenwagen bis in spätestens 10 Jahren verbietet. Amen!
Autor und Quelle (März 08):
http://www.espace.ch/artikel_489532.html
Woher die komprimierte Luft stammt: im ganzseitigen Artikel in der NZZ am Sonntag vor etwa einem halben Jahr stand etwa folgendes: Mit einer "Tankfüllung" fährt man etwa 200 km weit. Eine Spitzengeschwindigkeit von 12o km/h ist kein Problem. Kosten für eine Tankfüllung: etwa 2 Euro. Das ist das Trinkgeld, das man dem Tankwart gibt, weil man den Luftkompressor für die Autoreifen-Kontrolle angezapft hat". Ich weiss: so einfach ists wahrscheinlich nicht. Tönt aber verlockend. Übrigens: das Auto, das abgebildet war, sah furchtbar spiessig aus. Das ist ein entscheidender Fehler, den die Leute noch machen. Honda machts besser: den Hybrid-Antrieb bauten sie in einen "normalen" Civic ein.
Um was es mir eigentlich geht: es bestehen Systeme, die zwar auch einen gewissen Energieaufwand brauchen (da werden wir nicht darum herumkommen)aber zumindest die Umwelt (ver)schonen. Null CO2 zum Beispiel. Da müsste die Forschung ansetzen. Vielleicht eben mit Staatshilfe als Anschub. Als Hürde stehen die Strom- und Erdöl-Lobbys im Weg. Sie werden es zu verhindern wissen, dass solche neuen Ideen zum Tragen kommen. Herr Leuenberger: übernehmen Sie!
"Mit dem Pressluft-Auto (oder Wasserstoff-Antrieb) wäre zumindest mal das CO2-Problem weg."
Eben nicht! Woher kommt die Energie zur Produktion des Wasserstoffs?
Woher kommt die Energie zur Kompression der Luft fürs Druckluftauto?
Ich denke an solchen Vorschlägen zeigt sich ganz schön die heutige Politik im Allgemeinen. Das Problem vor Ort lösen und sich einen Dreck drum scheren, dass es eigentlich gar nicht gelöst ist, sondern nur verlagert wird.
Zur Produktion des Wasserstoffs ist Strom nötig. Die Schweiz deckt 3/4 ihres Energiebedarfs aus fossilen Brennstoffen. Will man also genügend Wasserstoff herstellen, um das abzudecken, so brauchen wir Strom. V I E L Strom. Drei mal mehr als heute. Woher kommt der Strom?
Deshalb: Druckluft, Wasserstoff usw. sind KEINE Lösungen, sondern nur Verlagerungen des eigentlichen Problems:
ENERGIE!
Danke sehr für Deinen Beitrag. Du zeigst einige sehr interessante Zusammenhänge auf. Ich habe mich auch schon des öfteren gefragt, WOHER Krieg eigentlich kommt. Immer steht einer oder wenige Menschen an der Spitze und hetzen die Leute auf und machen ihnen falsche Versprechungen. Die Leute, welche dann in den Krieg ziehen.
Das wäre mal ein Anblick: Ein Politiker, der seine eigenen Kriege selbst anführt! *Lach*
OK. Dann sag mir bitte, wie Du eine sogenannte Lösung siehst. Aber bitte eine, die sich realisieren lässt, ohne dass wir die halbe Welt auf den Kopf stellen müssen.
Ich warte.
Solche Journalisten sollte man links und rechts ohrfeigen. Sie leisten der Idee einen Bärendienst, wenn sie den Hinweis zur Energieherstellung nicht machen.
Druckluft kann man ja nicht einfach aus dem Boden schaufeln und in den Tank bechern.
Und schon simple Bleibatterien könnten pro kg mehr Energie speichern als die Drucklufttanks pro kg Bruttogewicht.
Das gewöhnliche Elektroauto ist also schon effizienter als das Druckluftauto selbst bei Superoptimierung je sein wird. So hart kann Physik sein.
Nocheinmal:
NUR FALLS die Energie für die Bereitstellung der Druckluft aus erneuerbaren Quellen kommt, wäre es tatsächlich ein Null-Emissions-Auto.
Und interessant ist das System vielleicht für versmogte Innenstädte, wenn die Druckluft zentral in der Nähe eines "normalen" Kraftwerks bereitgestellt wird.
Und bezüglich Komfort ist es ein Horror und wäre niemals "mehrheitsfähig", vor für den Winter, und taugt höchstens als Lifestyle-Göppel (cooles Auto im wahrsten Sinn, überall Eiszapfen dran...)
Der Trinkvogel, eine Null-Emissions-Wärme-Kraft-Maschine, welche die Umgebungswärme direkt in mechanische Energie umsetzt.
Allerdings und leider mit peinlich kleinem Wirkungsgrad... jenseits jeder Praxistauglichkeit.
(Die Nippbewegung läuft in Wirklichkeit viel gemächlicher, man muss ihm lediglich immer etwas Wasser bereitstellen.)
angenommen man fährt einen solchen Sportwagen, welcher in gut 4 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen kann.
Video
Angenommen man verfügt über einen Parkplatz von 4m x 8m, und überdacht diesen Parkplatz mit Dünnschichtzellen (produzieren in weniger als einem Jahr ihre Herstellungsenergie). Mit einem optimalen Dachwinkel von 45 Grad, erreicht man so eine Parkplatzdachfläche von gut 45m2.
Bei diesem Dachwinkel erreicht man etwa 1000 kWh pro intalliertem kW.
Angenommen diese Dünnschichtzellen weisen einen Wirkungsgrad von lediglich 10% auf, erhält man so eine jährliche Stromproduktion von durchschnittlich 4500 kWh.
Mit einem Verbrauch von durchschnittlich 0.11 kWh pro km dieses Sportwagens reicht die Stromproduktion des Parkplatzdaches aus, um jährlich gut 40'000 km zu fahren. Teslamotors
Dieses Fahrzeug hat zudem eine Reichweite von über 320km, was für 99% der Tagesfahrten ausreicht.
PS: Ein elektrisch betriebener Zug mit weniger Reibung und wesentlich höherer Anzahl Sitzplätze ist natürlich nochmals effizienter als der Sportwagen - zumindest solange der nicht gerade leer rumfährt.
Ihr Link zu Teslamotors ist eine Bombe, danke.
Ich ziehe allerdings noch ganz andere Schlüsse:
Wenn die Amis einmal loslegen, dann fliegen sie uns wieder um die Ohren. Was sind wir doch für langweilige Altweltaffen !
Mit solchen Fahrzeugen wird die ganze Diskussion zwischen ÖV und PW wieder neu lanciert. Bei doppelter Besetzung komme ich bei diesem Fahrzeug überschlagsmässig auf das Dreifache des Stromverbrauchs pro Personen-km wie bei der SBB. Das müsste man genauer recherchieren.
(Ich bin ein hoffnungsloser Verfechter der These, dass der Mensch, wenn er wählen kann, vorzugsweise automobil (selbstbewegt) ist.)
Es geht nicht um das Parkplatzdach (Soll es südseitig vor dem Haus sein, damit die Sonne immer darauf scheint ?), sondern um den Anteil der Elektrizität am Gesamtenergieverbrauch in der 2000 W Gesellschaft. Die 50 W/Person einheimischer PV-Strom in meiner letzten Herleitung entsprachen 438 kWh/aPerson. Das sind, wieder mit zwei Personen im Teslaauto, 8760 km/a, mehr wahrscheinlich als wir heute verfahren.
Ohnehin gibt es einen anderen Denkpfad, der viel interessanter ist:
Wenn Sie eine Brauchwarmwasser-Solaranlage bauen, dann müssen Sie sie entweder sehr klein machen (etwa 1 m2/Person), damit Sie nicht in Schönwetterperioden überschüssige Energie verbraten, oder dann grosse Stillstandsverluste in Kauf nehmen. Bauen Sie eine PV-Anlage, fliessen die Überschüsse ins Netz und kommen bei Schlechtwetter (aus anderen Produktionsformen wie Speicherseen) wieder zu Ihnen zurück.
Für die Fr 10'000.-- der Brauchwarmwasser-Kompaktanlage kaufen Sie, Sie korrigieren mich allenfalls, etwa 1 kW peak oder 850 kWh/a. Dafür erzeugen Sie mit einer Wärmepumpe mit Wirkungsgrad 3 etwa 45000 Liter warmes Wasser, durchaus vergleichbar mit dem, was die Brauchwasserablage produziert.
Manchmal dünkt mich, wir sind wie Hühner: Wir flattern wie wild, fliegen aber nicht (siehe oben). Die Augen sind immer am Boden, damit uns ja kein Körnlein entgeht. Und wir legen Eier, die wir nicht einmal selbst essen können.
(Kommt mir grad in den Sinn, dass unser blauer Schnabelfreund auch nur ein Stummelflügelchen am Hintern hat. Es ist nicht persönlich gemeint.)
Besten Dank für die vielen interessanten Hinweise! Offenbar sind da einige Leute am wirken, die die Füsse am Boden haben. Das Teslaauto finde ich den Hit. Im Moment noch etwas teuer - aber wir wissen ja alle: with the age of the boys change only the price of the toys...
Stromproduktion: ich bin der Meinung, dass wir in der Schweiz unsere Kernkraftwerke durch solche der neusten Provenienz ersetzten sollten. Das würde glatt ein zusätzliches KKW ersetzen. Gleichzeitig müsste die Wasserkraft optimiert (oder eher maximiert) werden. Dann wäre unser Energieproblem entschärft. Und das würde auch für ein paar tausend Teslas (ich möchte unbedingt den roten, sieht aus wie Schumis Geschäftswagen!) die nachts an der Steckdose hängen, reichen. Aber bitte jetzt nicht wieder auf mich reinprügeln wegen KKW's und so. Aber es ist die ausgereifste Technologie, die uns verzugslos weiterhelfen kann. Uranentsorgung: ist gelöst (Nagra), man müsste die Leute nur machen lassen...
Grüsse an alle
Der einzig nachhaltige Ansatz heute wäre, dass wir uns ernsthaft Gedanken darüber machen, wie wir WENIGER Energie umwandeln.
In Bezug auf die Automobilität kommt da eigentlich nur der Elektroantrieb in Frage. Mit 90-95% Wirkungsgrad ist er absoluter Spitzenreiter. Und wie Globi mit Tesla Motors gezeigt hat, gibt es bereits heute E-Autos mit Reichweiten bis 320 km. Tendenz stark steigend.
Dennoch: Auch das beste E-Auto nützt uns gar nichts, wenn wir dann alle doppelt so viel, doppelt so schnell oder doppelt so schwer rumheizen. Denn dann ist die ganze eingesparte Energie wieder zunichte gemacht mit dem Mehraufkommen.
Es braucht also beides: Mehr Effizienz und NICHT mehr Verbraucher. Eine einzige Lösung wird uns nicht retten.
nicht beleidigt sein, wenn jemand Deine Vorschläge kritisiert. Ich teile die Meinung von Urs. Druckluft und Wasserstoff machen das CO2- und das Energieproblem grösser und nicht kleiner, denn beide Konzepte verlange nach noch mehr Energie als die bisherigen Benzin- und Dieselmotoren.
dass die SBB 3mal so effizient ist, wie dieser Elektrosportwagen würde ich nicht bezweifeln.
Und angenommen die SBB würde zu 100% PV-Strom beziehen (was natürlich absurd wäre), dann wären die Energiekosten selbst bei ganzen 50 Rappen pro kWh lediglich 1.83 Franken auf 100 km. (Wenn man wie bei den AKWs die Kapitalkosten (Zinsen) nicht rechnet, kommt bei Dünnschichtzellen übrigens bereits auf unter 20 Rappen die kWh – also weniger als was wir dem EW bezahlen).
Dass Elektrofahrzeuge den Individualverkehr fördern könnte, bezweifle ich allerdings, weil es ja nicht die Energiekosten sind, die das Autofahren teuer machen (und das werden sie wahrscheinlich auch nie sein).
Zumindest was die Umrüstung von bereits bestehenden Gebäuden betrifft hat PV gegenüber Solarwärmekollektoren schon einige Vorteile, so lassen sich Kupferdrähte auch einfacher Verkabeln als sich Wasserleitungen mitsamt Wärmespeicher verschlauchen lassen.
Bei Neubauten würden allerdings Jahreswärmespeicher durchaus Sinn machen.
Jahreswärmespeicher
Ein Jahreswärmespeicher aus Chromstahl hat zudem eine höhere Lebensdauer als beispielsweise ein 115 jähriger Eiffelturm aus rostendem Eisen, welcher zudem noch enormen Witterungseinflüssen ausgesetzt ist.
Ehrlich gesagt würde es mir bereits reichen, wenn das BFE wenigstens ehrlich kommunizieren würde, dass eine Umstellung aus technischer und finanzieller Sicht eigentlich kein Problem wäre, aber dass es aus politischen Gründen (z.B. Schutz der Stromlobby, Öllobby etc.) es eben nicht umgesetzt werden kann.
Denn das Gefühl 'bschisse z'werde', kann einem bereits jetzt Lebensqualität nehmen und nicht erst in hundert 100 Jahren.
Leider ist aber zu befürchten, dass auch hier technologische Weiterentwicklungen und Fortschritte letztlich nur dazu dienen, das Mobilitäts-Wachstum zu rechtfertigen (mehr, leistungsstärker, schwerer), und der Wirtschaft und dem Macho-Faktor gerecht zu werden.
Von einem gesamthaften Minderverbrauch wird nichts zu sehen.
Deshalb wiedermal die Aufforderung:
Es braucht nicht nur Effizienz, sondern vordergründig Suffizienz.
- weniger Mobilität
- saisongerechte und lokale Produkte kaufen
- muskelbetriebene Fahrzeuge statt fossile Antriebe
- schlaue Raumplanung: Wohnen in der Nähe von Arbeitsplätzen
- und vieles mehr.
Wir Urs richtig sagte: "Eine EINZIGE Lösung wird uns nicht retten."
"Neuwagenkäufer verhalten sich nach Aussagen von zwei ETH-Professoren ökologisch und ökonomisch unvernünftig":
Siehe Artikel im "Bund" vom 3. März 2008, Seite 12, "Kleine Schweiz mit grossen Autos" />
Atomkraftwerke werden unser Energieproblem nicht lösen. Die Wasserkraft wird es leider auch nicht richten können. Das notwendige Stromvolumen ist einfach zu gross:
75% der Schweizerenergie stammt aus fossilen Brennstoffen. Nur gerade 25% kommt in Form von Strom zum Endverbraucher. Davon sind ca. 50% Atomstrom. Insgesamt sind also ca. 12% des Gesamtenergieverbrauchs der Schweiz nuklearer Herkunft.
Wenn wir uns nun Gedanken darüber machen wollen, wie es ohne Öl usw. weitergehen soll, dann wird uns der Atom-AXPO-Gott nicht retten. Es sei denn wir würden die ganze Schweiz mit AKWs zupflastern.
Die Frage lautet also nicht: Was machen wir, um der (von der AXPO herbeigeredeten) Stromlücke zu entgehen? Sie sollte vielmehr lauten: Woher kommt die Energie für das 21 Jahrhundert? Erdöl wird kurz- bis mittelfristig so teuer, dass wir es uns kaum noch leisten können, damit rumzufahren. Uran wird mittelfristig so teuer, dass es zu wertvoll sein wird, um in AKWs verbrütet zu werden.
Also nochmals: Woher soll die Energie kommen? DAS ist meiner Meinung nach, die Frage, über die wir uns schleunigst Gedanken machen sollten. Martin Ospel oder Vasella und andere Multis werden sie bestimmt nicht für uns beantworten.
MfG
TU
Was wir jedoch brauchen ist eine Belohnung/Bestrafung des Verhaltens resp. ein Wertewandel.
Steuern müssen steuern. Uneigenverantwortliches Verhalten soll bestraft werden resp. jeder muss die Kosten seines Nutzens selbst bezahlen.
Wenn jeder sich korrekt verhält, wird der Staat überflüssig.
Daher ist eine CO2-Abgabe der einzig richtige Ansatz. Wer sowas ablehnt, will einfach Kosten seines persönlichen Nutzens der Allgemeinheit übertragen.
Sobald jeder einen global nachhaltigen Footprint erreicht hat, wird die Abgabe überflüssig.
http://moritzleuenberger.blueblog.ch/p6
1. Von allen Stromerzeugungsmöglichkeiten sind die AKWs tatsächlich Verzugsmeister.
Leibstadt wurde 1964 geplant und ist 20 Jahre später mit 3facher Kostenüberschreitung in Betrieb genommen worden. An diesem lahmen Planungs- und Bauprozess hat sich nichts geändert.
Erneuerbare Energie und Effizienz ist mindestens 10mal schneller:
- Deutschland hat in einem einzigen Jahr über 3000 MW Windenergie installiert.
- Deutschland hat in einem einzigen Jahr 1500 MW PV installiert.
- Kleine Wasserkraftwerksanlagen lassen sich innert eines Jahres installieren.
- Holzvergasungsanlagen lassen sich innert eines Jahres installieren.
- Biogasanlagen lassen sich innert eines Jahres installieren.
- Wärmekraftkopplungsanlagen lassen sich innert eines Jahres installieren.
- Solarwärmekollektoren lassen sich ebenfalls innert kürzester Zeit installieren.
2. AKWs sind nicht ausgereift:
1974 bis 2002 flossen 60% der OECD-Forschungssubventionen in die Atomforschung und nur 8% in Solar, Wind, Biomasse, Gezeiten, Wellen, Wasserkraft und Geothermie zusammen. Mit welchem Ergebnis?
- Das Atommüllproblem wurde wie Du richtig festgestellt hast weder gelöst noch bezahlt.
- Schnelle Brüter können immer noch nicht kommerziell erworben werden und von den Fusionsreaktoren ganz zu schweigen (und das trotz den Abermilliarden von Forschungsgeldern). Auf die wären wir aber zwingend angewiesen da die Uranreserven selbst bei stabilem Verbrauch lediglich 80 Jahre reichen.
- Es wird selbstverständlich mehr Erneuerbarer Strom als Atomstrom produziert.
Die Schweiz hat keine Ölquellen, keine Gasquellen, keine Kohlereserven, keine Uranmienen, keine Atomkonzerne, keine Anreicherungsanlagen und keine Endlager. Es ist völlig absurd ineffiziente, ausländische Atomkonzerne zu fördern, nur um die Anzahl Klumpenrisiken erhöhen und unsere Abhängigkeit von begrenzten ausländischen Rohstoffen erhöhen zu können nur um letztlich eine Stromverknappung zu provozieren.
es gibt nur einen Ausweg, zurück auf die Bäume. Da hinterlassen wir wenigstens keine Fussabdrücke.
http://www.handelszeitung.ch/artikel/Fi
Windkraft: wer in Norddeutschland die Propellerdinger zu Hunderten in die Landschaft (und an der Ostsee sogar ins Meer hinaus)gepflanzt gesehen hat, bekommt eine etwas andere Optik. Das müsste ich hier bei uns wirklich nicht haben.
Uran ist wertvoll: ja, weil über 50 KKW's weltweit geplant oder im Bau sind. Sonst würde sich kein Schwein um dieses aggressive Metall kümmern. Und die Herstellung von Energie via Kohle- oder Erdgaskraftwerk (Utzensdorf!) kanns bestimmt auch nicht sein. Noch schlimmer jetzt die Herstellung von Treibstoff aus Pflanzen (Mais usw.). Mit den steigenden Preisen für die Grundnahrungsmittel in den armen Ländern. Furchtbar.
Gut ist, dass sich viele schlauen Leute Gedanken machen. Nur müsste endlich mal etwas gehen.
Zum Schluss noch ein ganz anderer Hinweis:
Wir brauchen die Natur. Aber die Natur braucht uns nicht. Irgend einmal schlägt sie zurück. Und dann sind "die Menschen" eine jener Phasen auf dieser Welt, die kam und ging. Wie die Kreidezeit oder so...
Schönen Tag und Gruss an alle.
Roberto
"Zurück auf die Bäume" ist ein relativ ineffizienter Weg, sich den Horizont zu erweitern...
Ich freue mich, dass Sie versuchen, soviel in Ihrer Macht steht, für diejnigen zu tun, die jetzt gross werden.
Es erfüllt mich mit zunehmendem Schrecken, zu sehen, wie immens die Zerstörung ist und wie wenig die Menschen dagegen tun. Jeden Morgen blicke ich in die Gesichter der Menschen hinter ihren getönten Scheiben und sehe die Kolonnen sich durch die Städte wälzen. Mein Vater sagte, er könne das ständige Reden um CO2 schon nicht mehr hören. Wie wenige wirklich hören wollen und wirklich sich im Spiegel sehen wollen, was sie tun.
Ich hoffe, dass eine Jugend kommen wird, die hört und verändert. Aber ich zweifle.
Viel Zuversicht.
Gogol
http://www.energywatchgroup.org/fileadm
wir haben bereits eine Million Strommasten. Kannst Du mir erklären weshalb Du Strommasten als schön empfindest und Windturbinen als hässlich?
Mal ganz abgesehen, dass wir ohnehin nicht auf Wind angewiesen sind denn wir haben noch das hier:
- Effizienz
- Photovoltaik (Dachflächen hat es mehr als genug)
- Kleine Wasserkraftanlagen
- Holzvergasungsanlagen (Holz wächst nach)
- Biogasanlagen (Gülle und Bioabfall erzeugen wir sowieso)
- Wärmekraftkopplungsanlagen lassen sich innert eines Jahres installieren.
- Geothermie
Und Öl aus Algen konkurriert die Nahrungsmittelfläche nicht.
Momentan sind übrigens nur 28 AKWs im Bau, wobei 11 davon seit 20 Jahren im Bau sind (und wahrscheinlich nie fertiggestellt werden) und 45% der Reaktoren im Betrieb sind über 25 Jahre alt und 90% sind über 15 Jahre alt.
Du solltest das wirklich einmal in Natura sehen! Eine Propelleranlage ist wesentlich grösser als ein Strommast. Und dann drehen die Propeller. Das sieht einerseits gigantisch aus (z.B. in Mecklenburg-Vorpommern oder aber in der Bretagne)anererseits ist das eine totale Verschandelung der Landschaft.
KKW's: Deine Zahlen von 2006 sind veraltet. Damals war der Rohstoffpreis Uran noch etwa bei 20 US-Dollars. Heute (7.März) liegt er bei 76 Dollars... Wollte vor einem halben Jahr in einen Uran-Fond der UBS investieren. Der Preis war aber derart hoch (inzwischen etwas zurückgekommen, aber immerhin)dass ichs vergessen konnte. Anzahl KKW: schau mal bei der IAEA oder ganz einfach bei Wikipedia nach. Da spricht man von 34 Stück im Bau. China will z.B. 50 bis 100 Reaktoren aufstellen (unbestätigt)... Aber das ist ja alles gar nicht so matchentscheidend. Tatsache ist, dass sich viele Länder mit Kernenergie aus der drohenden Energielücke retten wollen. Ob das richtig ist oder nicht ist eigentlich zweitrangig. Ebenso Tatsache ist, dass die Erdöllobby alles daran setzen wird, dass alternative Antriebssysteme möglichst zurückgebunden werden. Die haben verschiedene Patente aufgekauft und schubladisiert. In Grindelwald geniesst einer samt Faru und Hund seit etwa 10 Jahren sein Leben in einem schönen Chalet.Dank einem hübschen Sümmchen einer Erdölgesellschaft, die ihm ein Patent abgekauft hat...
„…Windkraft: wer in Norddeutschland die Propellerdinger zu Hunderten in die Landschaft (und an der Ostsee sogar ins Meer hinaus)gepflanzt gesehen hat, bekommt eine etwas andere Optik …“
Welche andere Optik? Finden Sie die Silhouette von KKW Kühltürmen und tausenden von Hochspannungsleitungen (und Sendemasten) schöner als diejenigen von Windturbinen?
Zugegeben, auch ich habe Mühe mit den monströsen Windgeneratoren von Windparks in bewohnten Gebieten. Windparks sollten meines Erachtens an Orten gebaut werden, wo keine Menschen wohnen, z.B. in Teilen der Alpen.
Ich bin der Überzeugung, dass wenn viel mehr in dezentrale Energieproduktion investiert würde, z.B. Solarpanels auf allen Flächen wo es sinn macht, Windenergie mit kleinen Windgeneratoren für den Strombedarf für ein zwei Höfe/Häuser wo viel Wind ist etc., dann weniger Grossanlagen nötig wären. Das heisst, wenn überall die Energieträger genutzt würden, die natürlicherweise schon zur Verfügung stehen, für den privaten Stromverbrauch eventuell genügend Strom vorhanden wäre?
500 Meter von meinem Computer entfernt steht eine kleine Windkraftanlage: Höhe 12 Meter, Rotorblätter 7,5 Meter, Kosten ca. 70,000 SFR., Leistung 3 kW bzw. ca. 4500 kWh, Vergütung Oktober bis März 22Rp./kWh, April bis September 15 Rp./kWh. Die Anlage gehört nicht mir, sondern der Genossenschaft Windland. Ursprünglich stand die Anlage auf dem Bohrloch der Nagra in Benken als Zeichen dafür, dass die Natur uns Energie schenkt – wir müssen sie nur annehmen.
Es ist aber eine SCHANDE, dass niemand den Mut hat, endlich mal kompromisslos politisch durchzusetzen, was längst überfällig ist.
Je schneller wir unser Verhalten ändern, desto mehr profitieren wir davon. (Vielleicht schon von Heute auf Morgen). Es würden ALLE davon profitieren, Mensch, Tier und Umwelt, davon bin ich überzeugt.
Wir wären für andere Staaten ein Vorbild und könnten somit auch global einen grossen Einfluss haben. Es wartet ja jeder nur drauf, bis der andere den ersten Schritt macht.
http://www.dancephotos.ch
gerne nehme ich zur Kenntnis, dass Sie die Bürger anregen, alternative Energien zu nutzen. Gerne würde ich dies umsetzen und eine Wärmepumpe in unser neu erworbenes Haus einbauen, stelle aber fest, dass ich 5 Jahre warten muss bis die Investition von den Steuern abgesetzt werden kann. Für mich ist unverständlich, dass der Gesetzgeber mich beim Einsatz von alternativen Energien mit dieser Vorgabe ausbremst. Ich würde mich über einen Kommentar Ihrerseits freuen.
mfg
D.Hoffmann
Ich hatte mich entschlossen, mein Fahrzeug auf den Betrieb mit Bioethanol umzurüsten. Bioethanol, das in der Schweiz produziert wird, ist wohl beim derzeitigen Stand der Technik der umweltfreundlichste Stoff, mit dem ein Fahrzeug betrieben werden kann. Gerade wollte ich die Umrüstung definitv in Auftrag geben, als mir der Umrüster eröffnete, dass das Vorhaben eigentlich illegal ist.
Der Staat ist gegen die Umrüstung auf Bioethanol. Daher meine Frage: Soll ich nun zugunsten der Umwelt auf den Staat pfeifen oder zugunsten des Staates auf die Umwelt?
Freundliche Grüsse
Daniel Meier
Die Beiträge, bzw. die Erfahrungen von Daniel Meier und Diethelm Hoffmann geben zu denken – finden Sie nicht auch?
Wie war das doch mit Energieeffizenz, Umweltschutz, erneuerbarer Energie, Kioto Protokoll etc., etc.?
Vielleicht tue ich Ihnen Unrecht damit. Aber ich als gewöhnliche Bürgerin halte Sie als direkt verantwortlich für Steuerung und Gesetzgebung, welche umweltschonende Technologien unbürokratisch und wirksam unterstützten sowie fördern – oder eben verhindern.
http://www.energiestiftung.ch/files/ana
ich habe mir auch schon Windturbinen von nahem angesehen. Zwar war die Windturbine in der Nähe einer Autobahn, trotzdem war es schwierig überhaupt an die Windturbine zu gelangen, da kein richtiger Weg dahingeführt hatte.
Ich bin trotzdem zur Turbine gegangen, weil ich wissen wollte, wie sich nun so eine Windturbine anhört. Allerdings konnte ich dann das Geräusch nicht richtig ausmachen, da die Autobahn daneben alles übertönt hatte.
Eine abgelegene Windturbine welche über 20 km entfernt ist, ist immer noch kleiner als der sich bewegende Eckzahn eines zähnefletschenden Kampfhundes, welcher einem auf einem Spaziergang ganz nahe begegnen kann. Im Gegensatz zum Kampfhund kann aber eine einzelne Windturbine mehrere tausend Haushalte sauber mit Strom versorgen und das ganz ohne Gebell und ohne Gebeisse. Wenn man zudem an all die sich bewegenden Fahrzeuge und Flugzeuge pro mehrere tausend Haushalte denkt, ist Deine Windturbinenlandschaftsjammerei nicht haltbar.
Abgesehen davon finde ich Windturbinen schöner als die Kühltürme und die Strommasten mit sich kreuzenden Hochspannungsleitungen, welche im Gegensatz zu einer abgelegenen Windturbine gehörig Elektrosmog genieren. Aber über Geschmack lässt sich nun mal nicht streiten. Mal ganz abgesehen davon, geht es hier um die zukünftige Stromversorgung und nicht um Geschmack.
China möchte 32 AKWs bauen. Das heisst nicht, dass sich die auch im Bau befinden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,403327,00.html
Und selbst wenn die geplanten AKWs gebaut werden, werden sie allerdings lediglich 4 Prozent der chinesischen Gesamtstromversorgung ausmachen. Zurzeit sind es lediglich 1.6 Prozent.
Wäre China so naiv wie die Schweiz und würde seine Abhängigkeit vom Atomstrom bzw. ausländischen Uran ebenfalls auf über 60% ausbauen, dann würde es bald sehr kritisch mit den weltweiten Uranreserven.
Sicher ist: Mit der Atomenergie lassen sich keine Weltenergielücken schliessen, weil die Ressourcen dafür schlicht nicht vorhanden sind.
Atomenergie löst weder Klimaproblem noch Energieknappheit
Übrigens:
Jährliches Angebot der erneuerbaren Energien gegenüber dem Weltenergiebedarf (rote Kugel).
Bildquelle: Forschungsverbund Sonnenenergie (FVS)
Aber:
Moritz Leuenberger ist kein Diktator (was einige bedauern mögen), sondern nur ein "Vorschläger". Die Macht liegt beim Parlament, das oft Vorlagen zerfetzt, und letztlich auch beim Volk, welches Parlamentsbeschlüsse kippen kann.
Und sowohl im Parlament wie auch im Volk sitzen noch immer zu viele Leute, die
VON DER AUSBEUTUNGSWIRTSCHAFT PROFITIEREN, und alles daran setzen, nachhaltige Technologien zu verhindern.
http://@Daniel Meier - Bio Ethanol
Du nennst das Bio Ethanol die umweltfreundlichste Art ein Auto zu bewegen. Ich habe gehört, dass die Getreidepreise aufgrund des stärker aufkommenden Bio Ethanols massiv gestiegen sind. Wenn nämlich kein "Unkraut" für die Herstellung mehr vorhanden ist, muss normales Getreide dafür verwendet werden.
Wenn dies zutrifft, dann heisst das, dass wir dringend benötigte Nahrungsmittel für unsere heilige Mobilität verbrennen. Das lässt mich schaudern - und alles unter dem Label Umweltfreundlich!
ökologische grüsse
Madelaine Aschwanden
War wohl nix mit der Stromlücke, vor allem, wenn jetzt noch die Elektroheizungen durch Sonnenkollektoren ersetzt werden.
Herzlich,
Marco Passardi
Die Lektüre des Kommentars von Daniel Meier liess mich - wie bereits Madeleine Aschwanden - kalt den Rücken schaudern: Bioethanol ist m.E. eine der grössten ökologischen Gefahren überhaupt.
Je nach verwendetem Grund"nahrungs"mittel ist die Energie- und CO2-effizienz mehr oder weniger höher als bei fossilen Brennstoffen. Gemäss allen mir bekannten Studien ist der Mehrwert in Sachen CO2-Bilanz verschwindend gering.
Dazu kommen gravierende Gefahren, was die Versorgung der Weltbevölkerung mit Nahrung betrifft. Die Rohstoff- und Lebensmittelpreise sind heute schon gestiegen (weil in den USA bereits Agrotreibstoffe angepflanzt werden?), mit Konsequenzen in Niedriglohnländer: Hunger und Wassermangel.
Jeder Anbau von Treibstoffen verdrängt Nahrungsmittel (bzw. lässt deren Preis in die Höhe schnellen) und benötigt eine intensive Landwirtschaft mit negativen ökologischen und sozialen Konsequenzen.
Um den Bedarf nach Treibstoff der USA zu 10% durch Bioethanol zu decken, wären 100% der Anbauflächen dieses Landes nötig (konnte Quelle für diese Aussage leider nicht überprüfen, ist aber zumindest plausibel).
Gemäss Mineralölsteuergesetz wird eine steuerliche Erleichterung von Agrotreibstoffen gewährt, wenn die ökologische und soziale Bilanz positiv ausfällt. Wird diese Bedingung angewendet, so dürften konsequenterweise gar keine Erleichterungen gewährt werden, bzw. nur für Biogase aus Abfällen.
http://www.nature.org/initiatives/climatechange/features/art23844.html
noch ein Kommentar zum Interview in der NLZ.
Eigentlich fianziere ich Bundesräten kein Nebeneinkommen. Ich wollte mit dem Bücherkauf warten bis Sie später einmal, viel später, zurücktreten würden. Ich konnte dann doch dem List-Buch nicht widerstehen. So wie es aussieht haben Bundesräte auch einen Vor-Bundesrat-Leben. Bei Evelin Widmer Schlumnpf sogar noch, ein leder vergriffenes, mit dem titel "Voraussetzungen der Konzession bei Radio und Fernsehen". Da BR Widmer Schlumpf das Buch ja in ihrem Vor-Bundesrat-Leben schrieb, hätte ich keine Bedenken gehabt das Buch zu kaufen. Wenn es nicht vergriffen wäre. Es wäre für mich sicher noch in der Vernehmlassung interessant gewesen. Ich vermute aber, dass in der Library of Bakom ein Exemplar vorrätig wäre.
Ich will zwar nicht drängen, oder doch?, auf die Entscheide zu den neuen RTV-Konzessionen bin ich gespannt.
Umweltschutz, CO2 usw. alles ok und gut, der Mensch muss umdenken!!!
Aber warum werden den Leuten immer Steine und Hürden hingestellt die es zu überwinden zu teuer ist?
Warum unterstützt der Staat nicht eine Umrüstung von bestehenden Autos auf Gas oder Ethanol?
Wie soll ein normaler Bürger Umweltfreundlicher Leben wenn ihm eine umrüstung seines bestehenden Autos irrsinnige Summen kostet? Einen neuen Wagen können und wollen sich viele nicht leisten!!!!
Lösung: Aufs Auto verzichten! Stimmt! Aber wenn man es braucht?
Hier muss noch sehr sehr vile getan werden und 20-30 Jahre reichen da wohl eher!
Somit sollte ich glaub lieber aufs Auto verzichten und Velo und öffenlichen Verkehr benutzen! -wenn ich kann und viel Zeit habe
Auch ich versuche umweltgerecht zu handeln. Leider hat sich herausgestellt, dass die Garage den Abgastest für unser Auto gefälscht und beschönigt hat. (Die Wiederholung des Tests bei neutraler Stelle hat Werte weit über dem Grenzwert ergeben). Das ist doch gegen das Gesetz! Was kann ich dagegen tun? Wohin kann ich mich wenden?
Besten Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüssen
Moni Haeberli