Eine Woche für die Artenvielfalt
[Version française Une semaine consacrée à la diversité des espèces]

KEYSTONE/Nicola Pitaro
Ich gebe es ja zu, die Artenvielfalt stand nicht immer zu oberst auf meinem persönlichen Sorgenbarometer und nicht so sehr im Vordergrund meines politischen Einsatzes. Natürlich habe ich mich in der Vergangenheit für Naturreservate, für die Renaturierung von Flüssen und gegen die Abholzung tropischer Wälder engagiert. Aber ich habe mich auch immer wieder etwas lustig gemacht und mich gefragt, ob wir jetzt unbedingt jedes Krokodil und jede Insektenart unter Schutz stellen müssen - Tiere, die ich nicht gerade als menschenfreundlich kenne und die mir auch nicht so wahnsinnig sympathisch sind.
Die UNO-Versammlung über Biodiversität in Bonn und mein dortiger Auftritt am letzten Mittwoch zwangen mich zu näherem Hinsehen. Und siehe da, auch nach dreizehn Jahren Arbeit in meinem Departement kann ich immer wieder neue Erkenntnisse gewinnen. Die Vorbereitung meiner kurzen Rede in Bonn überzeugte mich, meine vorherigen Fragezeichen zum Artenschutz zu verbindlichem Einsatz zugunsten der Biodiversität zu formen.
Im Interview mit der Schweizer Illustrierten stand ich Red und Antwort über unser Verhältnis zu Tieren und Pflanzen. Es lohnt sich für uns alle, die ganze Problematik etwas näher zu betrachten und uns darum zu kümmern, weil es eben um uns alle geht. Und weil die Biodiversität für uns auch von sehr praktischem Nutzen sein kann, der sogar das Überleben bedeuten kann. Ich sagte das auch in Bonn: Aspirin wird aus einer Weidensorte und Tamiflu aus einer asiatischen Anissorte gewonnen.
Und schliesslich war die Eröffnung des Besucherzentrums des Nationalparks in Zernez eine weitere Erkenntnis darüber, wie wichtig Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen für unser Überleben von uns Menschen ist. Sie ist auch Symbol für die politische Arten- und Meinungsvielfalt, ein Plädoyer gegen Ausgrenzung, Abschuss und Ausschluss.
Bis bald
Moritz Leuenberger

KEYSTONE/Nicola Pitaro
Ich gebe es ja zu, die Artenvielfalt stand nicht immer zu oberst auf meinem persönlichen Sorgenbarometer und nicht so sehr im Vordergrund meines politischen Einsatzes. Natürlich habe ich mich in der Vergangenheit für Naturreservate, für die Renaturierung von Flüssen und gegen die Abholzung tropischer Wälder engagiert. Aber ich habe mich auch immer wieder etwas lustig gemacht und mich gefragt, ob wir jetzt unbedingt jedes Krokodil und jede Insektenart unter Schutz stellen müssen - Tiere, die ich nicht gerade als menschenfreundlich kenne und die mir auch nicht so wahnsinnig sympathisch sind.
Die UNO-Versammlung über Biodiversität in Bonn und mein dortiger Auftritt am letzten Mittwoch zwangen mich zu näherem Hinsehen. Und siehe da, auch nach dreizehn Jahren Arbeit in meinem Departement kann ich immer wieder neue Erkenntnisse gewinnen. Die Vorbereitung meiner kurzen Rede in Bonn überzeugte mich, meine vorherigen Fragezeichen zum Artenschutz zu verbindlichem Einsatz zugunsten der Biodiversität zu formen.
Im Interview mit der Schweizer Illustrierten stand ich Red und Antwort über unser Verhältnis zu Tieren und Pflanzen. Es lohnt sich für uns alle, die ganze Problematik etwas näher zu betrachten und uns darum zu kümmern, weil es eben um uns alle geht. Und weil die Biodiversität für uns auch von sehr praktischem Nutzen sein kann, der sogar das Überleben bedeuten kann. Ich sagte das auch in Bonn: Aspirin wird aus einer Weidensorte und Tamiflu aus einer asiatischen Anissorte gewonnen.
Und schliesslich war die Eröffnung des Besucherzentrums des Nationalparks in Zernez eine weitere Erkenntnis darüber, wie wichtig Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen für unser Überleben von uns Menschen ist. Sie ist auch Symbol für die politische Arten- und Meinungsvielfalt, ein Plädoyer gegen Ausgrenzung, Abschuss und Ausschluss.
Bis bald
Moritz Leuenberger



35 Kommentare
Wenn Sie es, wie ich es schon einige male vorgeschlagen habe, fertig bringen, den Menschen vor dem Menschen und der menschlichen Dummheit, Arroganz und dem menschlichen Neid zu schützen.... tja... dann ... dann haben wir keine Krieg mehr und können mit dem vielen Geld... über 1'350 Milliarden pro Jahr, Ausgaben kräftig steigend... und abgesehen davon... reinster Umweltverschmutzung, einiges bewegen...
zum WOHLE ALLER
Rich I'm
meine Meinung... dann würde es allen besser gehen
http://www.ethlife.ethz.ch/archive_articles/080602-interview_edwards/index
Gerade die Tier und Pflanzenwelt, die eigentlich zu einger ursprünglichen Umgebung gehören, werden nur zu oft von den Menschen ingnoriert und als nichtig betrachtet. Von Politikern und Staatsvertretern wird sie noch viel zu wenig hervorgehoben und vertreten. Dies unter anderem auch weil es nicht sehr rendabel ist und es sich nicht auszahlt.
Die Artenvielfalt in einem Gebiet gibt ein gutes Spiegelbild wieder wie gut es der Umwelt geht. Natürlich ist es unmöglich alle Arten zu erhalten und das ist auch nicht das Wichtigste. Es wäre am Ziel vorbei geschossen, einzelne Arten in Zoos nachzuzüchten und dabei ihren Lebensraum nicht zu erhalten. Man kann sagen, dass wenn in einem Gebiet die Artenvielfalt um mehr als 45 Prozent sinkt, die Lage langsam kritisch wird und es Zeit wird zu handeln. Bei über 70 Prozent Artenschwund besteht kaum mehr die Chance, die Natur einigermassen wieder in ihre ursprüngliche Form zurückzubringen.
Nur langsam wo es dem Planeten immer schlechter und schlechter geht, tritt den Menschen langsam ins Bewusstsein wie wichtig eigentlich eine gesunde Umwelt ist. Leider ist das erst in reichen Ländern und Industrienationen, der Fall. Wenn genügend Reichtum vorhanden ist, können es sich die Menschen leisten, an Umweltschutz zu denken, diese Menschen haben genügend zu essen, sehen im Fernsehen schöne Tierfilme und reisen an exotische Orte und können mit eigenen Augen sehen wie schön und kostbar die Natur sein kann. Hingegen in Drittweltländer wo die Artenvielfalt besonders hoch ist, müssen die Menschen oftmals ans pure Überleben denken, für Umweltschutz bleibt da keinen Platz.
Die Böden sind nicht so nährstoffreich, dass man auf ihnen viele Jahre anpflanzen könnte. Deshalb müssen sie alle drei bis vier Jahre neu angebaut werden, für das Roden werden oftmals Waldstücke in Brand gesteckt. Tropische Wälder werden auch häufig als unbegrenzte Schatzkammern angesehen die das Überleben sichern. Dass auch mal Fleisch auf den Teller kommt werden oft Wildtiere gewildert, es wird auf alles geschossen was vors Gewehr läuft, egal ob geschützt oder nicht. Auf dem Schwarzmarkt kann man zudem mit seltenen lebenden Tieren oder mit Fellen hohe Geldsummen erzielen die das Überleben sichern können.
Wenn die Natur zerstört wird, gibt es keine Gaia die das mit einem Fingerschnips wieder zurecht biegen kann. Es ist der Mensch der dafür Sorge tragen muss, dass die Natur erhalten bleibt, genauso wie die Natur dafür existiert, dass es den Mensch weiterhin noch gibt. Es ist eine Symbiose ein Kreislauf der das Leben sichert.
http://www.kyriacou.ch
http://www.pronatura.ch/lu/s/img/aktuel
Obiger Link führt zu einer Initiative, deren Annahme zum Erhalt der Biodiversität beitragen würde.
Noch jedes mal, wirklich jedes mal, wenn ein Politiker mit diesem Argument auftritt, ist die K... am dampfen. Und jedesmal gehts genau um SEINEN Kragen - und nicht denjenigen des Volkes oder des Landes oder der Nation oder was auch immer grad praktisch da liegt um missbraucht zu werden.
Stoppt die LÜGEN!!!
Niemand, NIEMAND, hat das Recht, der Bevölkerung juristische Information zeitlich unbegrenzt vorzuenthalten. Und schon gar nicht, wie zu vernichten.
BUUUUU!!!!
Heute in den Mittagsnachrichten: Bauernmilchpreis +7Rp. Das sind bei 70Rp auf 76Rp ca. 8.4%.
Die Migros will die Preiserhöhung an die Kunden weitergeben und schlägt im Durchschnitt 8% auf. So. Und nun rechnen wir das mal nach:
1l Past Milch bei Migros heute: 1.40 Fr.
1l Past Milch bei Migros ab 1. Juli: 1.51 Fr.
1l Milch beim Bauern heute: 0.7 Fr.
1l Milch beim Bauern ab 1. Juli: 0.76 Fr.
Heute "schöpft" die Migros 1.40 - 0.7 = 0.7 Fr pro Liter Milch ab (für die schöne Verpackung und den Verwaltungsrat). Ab 1. Juli schöpft die Migros 1.51 - 0.76 = 0.75 Fr pro Liter Milch ab.
Klingelts da irgendwo im Grosshirn? Die Migros und auch alle anderen Grossverteiler, vergrössern Ihren Gewinn gleich auch mit, obwohl sie gar nicht mehr dafür tun. Nicht nur der höhere Bauern-Milchpreis wird an die Konsumenten weitergegeben, sondern gleich auch noch eine verpackte Gewinnerhöhung.
Eine Schweinerei.
Schafft endlich diese Subventionen ab, von denen ja eh über die Hälfte in die Taschen der Verwaltungsräte der Grossabnehmer geht. Das sind meine, unsere Steuergelder, für die wir je nach Einkommen mehrere Monate jedes Jahr arbeiten müssen.
Eine Schweinerei.
Ich würde lieber Milch direkt beim Bauern kaufen und auf diese geldgeile Emmi und co. verzichten.
sehr aufmerksam und richtig gerechnet!! Und so läuft es mal für mal, Jahr für Jahr. Nur, in den letzten zehn Jahren fiel der Milchpreis für die Bauer von 1.05 auf 0.70, da hatten es die Grossverteiler nicht so eillig mit dem Weitergeben an die Konsumenten. Schau dich doch um, vielleicht ist ja ein Bauernhof in der Nähe für den Direktkauf!
Dass wir endlich aufhören sollten, an dem Ast zu sägen auf dem wir alle sitzen; das ist ein Gebot der Vernunft!
Hoffentlich kapieren das eines Tages auch all jene, die es vernünftiger fänden, oder rational, oder rationeller, effizienter, fortschrittlicher, wenn man dazu die Motorsäge hernähme.
Wo kommen wir denn da hin? Mit der Handsäge?
Wollen wir etwa zurück auf die Bäume?
http://retomueller.blogspot.com
Aber warum nicht auch mal so.
Starke theatralische Leistung - insofern es nur für Fotos mit Bären und anderem Getier ist und sich nicht in eine polemische Politik überträgt, darf man das - à mon avis - durchaus so machen.
Sie nahmen Bezug auf den letzten Satz von Herrn Leuenberger, jedoch:
Auch wenn man 30% des Volkes wäre, muss man bei Abstimmungen (im Parlament wie bei Volksabstimmungen) halt selbst sehen, wie man Gleichgesinnte findet. Es ist sicher nicht das Ziel, 30% des "Volkes" auszugrenzen, aber man kann den 70% natürlich auch nicht befehlen, was sie gefälligst machen sollen, man muss sie überzeugen in einer Demokratie, die 30% wurden ja offenbar auch von jemandem irgendwie überzeugt. P.S.: Wenn Politiker/innen in Bern Zoff miteinander haben, heisst das doch nicht unbedingt, dass sich der Rest des sog. Volkes auch noch ständig bekämpfen, ausschliessen muss. Reicht das nicht, wenn das "unsere" Stellvertreter/innen mitunter schon machen, wenn auch mit unterschiedlichen Mitteln und in verschiedenen Stilen?
1. blauer-
2. Din-
3. Rosen-
4. Eichhörnchen-
5. Moschus-
6. Schmettelings-
7. Bai-
8. Smaragd-
9. Larven-
10. Zo-
11. Bari-
12. Fos-
13. Elefanten-
14. Mittelmeer-
15. L-
16. Wald-
17. Pilzzungen-
sa/schildkröten/mücken/ji/bal/marlin/
sifaka/rapp/mönchsrobbe/boa/fische/
spitzmäuse/bel/
salamander/ar/go/racke
2008-06-05 12:16:25
1. Blauer Marlin
2. Dingo
3. Rosenboa
4. Eichhörnchenfische
5. Moschusspitzmaus
6. Schmetterlingsmücke
7. Baiji
8. Smaragdsalamander
9. Larvensifaka
10. Zobel
11. Baribal
12. Fossa
13. Elefantenschildkröte
14. Mittelmeermönchsrobbe
15. Lar
16. Waldrapp
17. Pilzzungenracke (?)
kann ich denn einfach zum Bauern gehen und Milch kaufen? Ist das erlaubt? Wie stehts mit der Hygiene? Wird die Migrosmilch nicht zuerst noch Paseurisiert und durchgekocht?
Bin Laie, sorry, und deshalb froh über jede Info.
Gruss
M.
Sehr gut fast alles richtig.
Nr.05. Moschusschildkröten
Nr.08. Smaragdracke
Nr.13. Elefantenspitzmäuse
Nr.17. Pilzzungensalamander
Bravo,fast perfekt, ausser den Smaragdsalamander und die Pilzzungenracke gibt es nicht sondern den Pilzzungensalamander und die Smaragdracke
Bei Nummer Nr.5 und Nr.13 gibt es zwei Lösungen Elefantenschildkröten oder Moschusschildkröten und Elefantenspitzmäuse oder Moschusspitzmäuse
http://www.atra.info/pubblicazioni/outp
Ihre Blogbeiträge, Reden und Interviews finde ich sympathisch. Vor allem auch Ihre Ausführungen zum Thema Biodiversität, Arten- und Naturschutz halte ich für wichtig. Diese lesen sich aber ein wenig so, als wären Sie erst kürzlich zu den Erkenntnissen gelangt, die Sie erwähnen.
Dass die Natur und ihre Vielfalt die Lebensgrundlage des Menschen ist (es gibt keine andere) und alles hervorbringt, was der Mensch braucht, weiss im Grunde jedeR – ob gebildet oder nicht, ob arm oder reich. Was viele Menschen jedoch nicht wissen ist, dass und WIE sie durch ihre Lebensweise diese Lebensgrundlage zerstören. Denn sie Zusammenhänge sind oft nicht leicht zu erfassen und zu erkennen.
Wer überblickt denn, welche Konsequenzen es für die Biodiversität hat, wenn wir Nahrung, Kleidung, Wärme, Obdach produzieren und unsere Bedürfnisse befriedigen? Was z.B. die Fleischproduktion, Lebensmittelproduktion, Treibstoffproduktion, Herstellung von Industriegütern und die Mobilität an natürlichen Ressourcen verschwenden oder zerstören?
Dass die Bemühungen dahin gehen müssen, aufzuzeigen, dass Biodiversität etc. von Nutzen und die Existenzgrundlage für alle ist, scheint mir richtig. Aber das Wissen, WIE Biodiversität funktioniert und WIE wir sie zerstören, scheint mir eben so wichtig. Die Verbreitung solchen Wissens sollte in allen Ländern der Welt z.B. an Schulen, durch die Pflicht Produkteinformation an den Produkten anzubringen, etc. stattfinden und nicht nur Sache von Konsumenten- und Umweltschutzorganisationen sein.
Denn Schutz und Erhalt der Biodiversität beginnt beim Einzelnen. Durch bewusstes Konsumverhalten: kaufe ich Bio, inländische, langlebige, notwendige Produkte? und die Art Bedürfnisse zu befriedigen: was essen, wie viel Autofahren, fliegen, kaufen, verbrauchen, etc.? hat jeder direkt Einfluss darauf.
Hierher gehört ein heikles, öffentlich wenig diskutiertes Thema: Tierversuche. Tierversuche finden nicht nur in der Medizin und Pharmaindustrie statt. Auch kosmetische Inhaltsstoffe, Lebensmittelzusatzstoffe, Pestizide, Unkrautvertilgungsmittel, Desinfektionsmittel etc. etc. werden an Tieren getestet. Tiere werden dafür zu Abertausenden gefangen gehalten, gequält und wenn sie nicht daran sterben, getötet.
Sie erwähnen die natürlichen Wirkstoffe, die z.B. in Weidegewächsen und Anis vorkommen und therapeutische Wirkung haben. Im Gegensatz zur Pflanzenheilkunde, die die Pflanzen mit ihren Wirkstoffen einsetzt, baut die Pharmaindustrie die Wirkstoffe nach und verkauft sie teuer als ihre neue Errungenschaft.
Noch immer wird die Alternativmedizin, die auf überliefertem Wissen gründet (für das viele Heilkundige als Hexe bezeichnet und getötet wurden) von den Wissenschaftsgläubigen belächelt und bekämpft – während Wissenschaftler durch aufwändiges Forschen und Tierversuche nur immer wieder „Neues“ entdecken, das natürlicherweise schon längst existierte und bekannt war.
Link zum Thema: http://www.atra.info/pubblicazioni/output_html.php?lingua=t&nome_file=vivisezione.html
Du verkennst dabei, dass noch wesentlich mehr Faktoren bei der Preiserhöhung mitspielen. Da gibt es Lieferanten dazwischen, die ob der massiv höheren Benzinpreise ebenfalls ihre Preise erhöhen mussten, da gibt es eventuell auch noch weitere Zwischenhändler usw.
Die Kosten sind ebenso gestiegen, dank der Ölpreise. Frag doch nur mal bei den Pizzalieferanten nach ;)
Die Migros nutze nur die sowieso nötige Preiserhöhung, um eine neue Preiskalkulation durchzuführen und so diese generell anzupassen. Lieber alles auf einmal, als in mehreren Etappen, da dies der Konsument nicht gerne sieht.
2008-06-07 13:33:41
Ich muss gestehen, dass ich die Sache nicht sehr ernsthaft angegangen bin. Deshalb habe ich nicht mal bemerkt, dass es für 5. und 13. zwei Lösungen gibt. Es hat aber Spass gemacht.
Gibt es den Smaragdsalamander nicht doch auch – vielleicht nicht als vom Aussterben bedrohte Art? Jedenfalls wird er in einem Zeitungsartikel erwähnt. http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/ratgeber/218746.html
Schade die von ihnen angegebene Seite Wird von meinem Google nicht gefunden! Ist denn da der Smaragdsalamander nur erwähnt oder gibt es auch ein Bild von ihm? Wenn ja könnten sie es hier ausstellen? Bei mir kommen gerade mal sieben Einträge wenn ich Smaragdsalamander bei Google eingebe. Bei jedem anderen Tiernamen
kommen mehr, etwa hundert. Bei der Bildersuche gibts auch kein Bild und auch keinen Wikipediaeintrag. Aber vielleicht handelt es sich auch nur um einen Zweitnamen. Wie etwa Lar auch für Weisshandgibbon steht.
Biologische Artenvielfalt ist zweifellos essentiell für biologische Stabilität. Der Mensch glaubt, dass das ständige Schrauben an allen möglichen Parametern nichts ausmache. Aber irgendwann kommt der Schmetterlingseffekt zum Tragen.
Das Experiment Biosphere 2 war nur insofern ein Erfolg, als man auch dank Scheitern des Hauptziels gewisse Erkenntnisse gewinnen konnte.
Die Artenvielfalt nahm ab, die Lebensbedingungen verschlechterten sich, gewisse Arten verbreiten sich explosionsartig auf Kosten anderer.
Politische Artenvielfalt ist essentiell für Stabilität. Sonst etablieren sich totalitäre Strömungen.
Wer schraubt hier an welchen Parametern?
Wirtschaftliche Artenvielfalt wäre wichtig für Stabilität.
Alle sind gegen Monopole, predigen den Wettbewerb, und wollen "wettbewerbsfähig" sein. Dabei weiss jedes Kind, dass es in Wettbewerben nur EINEN Gewinner gibt.
Was passiert denn global? Fusionen was das Zeug hält, Wettbewerbs-Hintertreibung und Ausschaltungen, Entwicklung von Oligopolen.
Und das ganze soll sich unter der Zwangsschraube ewigen Wachstums in nachhaltiger Weise und zum Vorteil der Erdengemeinschaft entwicklen? Wers glaubt ist wirklich naiv!
Und im Kreis zurück zur Biologie:
Biopiraten (z.B. Pharmakonzerne) entdecken Wirkstoffe, die seit Jahrhunderten genutzt werden, und lassen sie als ERFINDUNGEN patentieren! Das ist ein Skandal!
Damit ergaunern sie sich mit Hilfe westlicher Politiker ein globales AUSSCHLUSSrecht: sie dürfen bestimmen, wer was mit welchen Stoffen anfangen darf.
Daraus folgen wiederum:
Gefahr für die Arten- und Bewirtschaftungsvielfalt, für traditionelles Wissen und vielfältige Kulturen. Eine Bedrohung für die Basis biologischer und politischer Gleichgewichte.
http://www.fototalk.de/album_thumbnail.
2008-06-09 23:47:59
Der Salamander wird nur erwähnt, es existiert kein Bild davon. Folgend ein Zitat aus dem von mir erwähnten Artikel:
Auf breiter Front seien Tiere und Pflanzen durch intensive Landwirtschaft, Fluss-Regulierungen und Überfischung bedroht beziehungsweise fast ausgerottet. Darunter sind Vogelarten wie Feldlerche, Kuckuck, Kiebitz, Amphibien wie Laubfrosch, Gelbbauchunke und der Smaragdsalamander ….
Bei meiner Suche nach einem Bild eines Smaragdsalamanders stiess ich auf das Untenstehende, falls es hier wiedergegeben werden kann.
Ich kenne mich mit Lurchen und Echsen nicht aus, aber es scheint sich um eine Eidechse zu handeln, wird aber im Text als Smaragdsalamander bezeichnet.
Hallo Wachstumskritiker
In der Tat haut das Thema niemand aus den Socken. Immer wieder hatte ich gehofft, dass jemand die Thematik „Bienensterben“ anspricht. Aber was keine Lobby hat, kaum gesehen wird und man eh nur mit Honig in Verbindung bringt, nimmt niemand ernst. Dabei könnte Albert Einstein recht haben: „Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr...“
Ein aktueller Artikel zur erschreckenden Situation in den USA unter:
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/wissen/umwelt/729927.html
Weitere Infos zur Situation in der Schweiz unter:
http://www.alp.admin.ch/themen/00502/00515/index.html?lang=de
Aber eigentlich wollte ich nachfragen, was denn eine Lösung gegen die Biopiraterie sein könnte? Sollten so genannte „Erfindungen“ auf pflanzlicher Basis gar nicht erst patentiert werden dürfen (provokativer Vorschlag mit weit reichenden Folgen für die Pharmaindustrie)?
Freundliche Grüsse
Titus
2008-06-12 00:58:33
Vielen Dank, dass Sie das Thema Bienensterben erwähnt haben. Warum warten, bis andere es tun? Wieso scheint dieses Thema kaum einen zu kümmern, obwohl es ja nicht einfach um das Sterben einer Art geht, sondern um die Existenz der Menschheit?
Meine Vermutung ist, dass es zwei Gründe dafür gibt, dass das Thema nicht in aller Munde ist:
1. Man weiss gar nicht, was die Ursachen für das Verschwinden der Bienenvölker ist. Man kann demzufolge keine Massnahmen vorschlagen oder treffen. Man ist einfach nur rat- und hilflos.
2. Ich glaube, dass ganz ganz viele Menschen kaum eine Ahnung haben, wie abhängig sie wirklich von der Natur sind. Viele glauben an die Wissenschaft, an die Technik – alles scheint machbar…
Die Arbeit der Bienen ist unauffällig. Früchte, Gemüse, Gewürze, Gras, Bäume etc. werden nicht mit der Biene in Zusammenhang gebracht und schon gar nicht Fleisch oder Milch welches indirekt auch Produkte der Bienenarbeit sind – wie das im Tagi-Artikel anschaulich dargestellt wird.
Bezüglich Biopiraterie stellt sich die Frage, wie „Erfindung“ definiert wird. Wann ist etwas eine Erfindung, wann nicht? In meinen Augen können Dinge, die in der Natur vorkommen und lediglich entdeckt werden, nicht Erfindung genannt werden. Es wurde ja nichts erfunden.
Auch der Begriff „Geistiges Eigentum“ müsste eng begrenzt werden. Was Wissenschafter heute an Stoffen in der Natur entdecken, beschreiben und benennen, berechtigt meiner Ansicht nach nicht zur Patentierung. Denn wenn die chemischen Stoffe, z.B. einer Pflanze, bis anhin mangels Technik nicht analysiert und benannt werden konnten, so war ihre Wirkung mit Sicherheit schon lange vor der Existenz der Pharmachemie bekannt.
... aber nur wenn man davon ausgeht, dass die aktuelle Situation auf unserem Planeten der idealen Vorstellung des "Verwalters" des Planeten oder einem naturgewollten Zustand entspricht.
Wo sind die Dinosaurier, Wölfe, Urochsen, Stechmücken, Adler, Aasgeier, die einmal unsere Region bevölkerten? Vor einigen Millionen Jahren gab noch keine Menschen. Ist der Mensch also eine ungewollte "Entartung" der Natur?
Ganz ausgestorben sind die Bienen noch nicht. Unsere Glyzinie im Garten im Blütezustand ist ein echter Bienenfänger. Da wollte sich sogar schon mal ein Stock ansiedeln. Also wenn es einmal zu Umweltzonen in Städten kommt, könnte man da ja auch ein paar Glyzinienstöcke reinpflanzen? Lockt Bienen an, frisst Co2, verschönert das Stadtbild, erfrischt die Seele und bei übermässigem Wachstum gäbe es auch noch ein bisschen Biomasse her.
Folgt man dieser Logik, haben wir wohl einen Freibrief zu weiterer Zersiedelung der Landschaft, können Felder mit schädlichen Chemikalien traktieren, können die Alpen zu einem einzigen Freizeitpark umgestalten - wir können unbefangen die ganze endlose Liste heutiger Umweltvergehen abarbeiten!
Du musst aber die Kürze der Zeit bedenken! Kürzlich sah ich eine Statistik über die Anzahl Schmetterlinge in einer Grossstadt und deren Umkreis. Innerhalb von ca.50 Jahren sind ca. 50% davon verschwunden.
Nach deiner Denker-Logik ist das in Ordnung.Denn nach deiner Logik kennen wir weder den objektiv "idealen Zustand" des Planeten noch irgendwelche Idealvorstellungen eines "Verwalters" desselben. Eine "Rote Liste" wäre demnach menschenverfügter, subjektiver Humbug, da ja in prähistorischer Zeit keiner da war; keiner mit einer Liste, der das Verschwinden des Säbelzahntigers hätte aufnotieren können.
Deshalb hätte ich dich gerne gefragt, ob du Rote Listen für Unfug hältst. Oder denkst du etwa an eine Grüne Liste?
Da könnte man all die belanglosen Arten auflisten. Was ist schon ein ausgestorbener Schwalbenschwanz gegen Zehn Prozent Wohlstand und Wirtschaftswachstum....
Und immer noch verwechselt "sein Verwalter" durch absichtlich dümmliches Fragen verschiedene Aspekte:
Z.B. die ArtenVIELfalt und den ArtenWANDEL.
Übrigens: Die Aasgeier sind heute auch bereits die Mörder ihrer Beute, und die Dinosaurier, Hornochsen, Baulöwen und Kredithaie gehen heute auf zwei Beinen.
Beim Menschen sieht man, dass die Gesetze der Evolution tatsächlich in eine Richtung führen können, welche dem Leben als ganzes schaden können. Die Evolution brachte Eigenschaften wie Egoismus und Machtstreben genauso hervor wie beispielsweise Empathie. Die Gesetze der Evolution dienen dazu, dass die durchsetzungsfähigste Art sich gegen weniger durchsetzungsfähige Arten durchsetzt. Aufgrund der menschlichen Intelligenz wären wir eigentlich im Stande zu begreifen, dass zum Zweck unserer Art-Erhaltung die Erhaltung einer Vielfalt anderer Arten eine notwendige Bedingung ist. Dies würde aber nur gelingen, wenn wir über unser eigenes Leben und unsere Nasenspitze und unser persönliches Umfeld hinaus denken können. Zudem wäre wünschenswert, wenn sich im Verlaufe der weiteren Evolution herausstellt, dass empathische Menschen bessere Fortpflanzungschancen haben als egoistische..
"Johnny Depp hat George Clooney geschlagen
Die weiblichen Leser der britischen "Cosmopolitan" sind sich einig: Johnny Depp ist der heißeste Mann auf Erden."
http://oe3.orf.at/aktuell/stories/314322/
Kann man irgendwie verstehen.
"Der schönste Mann auf Erden ist übrigens keineswegs Single, obwohl er meistens alleine auf dem roten Teppich gesehen wird. Im Rampenlicht seiner Filmpremieren fühlt sich seine Freundin, die Sängerin und Schauspielerin Vanessa Paradis, alles andere als wohl. Medienberichten zufolge sagte sie dazu: "Ich weiß nicht, wie ich mich auf dem roten Teppich verhalten soll. Es schüchtert mich ein. Ich fühle mich sehr winzig. Ich lebe kein Jetset-Leben. Ich habe großes Glück. Ich übernachte in wunderbaren Hotels, Häusern und das ist unglaublich, wir sind aber nicht besonders gesellig. Wir gehen nicht zu Partys oder Premieren."
Und im Vornamen wohnt ein wildes Tier, das kann sogar fischen!
Aber solange das eine nicht das andere überfällt, geht es beiden ganz prima.