wacker weiter wandern
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Neujahrskarte von Moritz Leuenberger, mit einem Bild von Dieter Leuenberger
Nachdem ich auf dem Stadtwandererblog meine eigene Neujahrskarte mit meinen Wünschen entdeckte, will ich mich doch beeilen, dieselbe meiner eigenen Bloggemeinde zu widmen mitsamt meinem Wunsch, wacker weiter zu wandern.
Seit ich im Bundesrat bin, wähle ich jährlich ein neues Bild meines Bruders Dieter als Neujahrskarte aus. In Kombination mit meinem Neujahrswunsch ergibt sich immer eine aktuelle Aussage, die allerdings von allen Adressaten stets völlig verschieden interpretiert wird. Zur diesjährigen Interpretationshilfe muss ich festhalten, dass sowohl Karte als auch Wunsch längst vor den Wahlen entstanden. Wie schon aus meinem vorletzten Beitrag ersichtlich wurde, habe ich mit einem anderen Wahlausgang gerechnet, wie ich das übrigens auch anlässlich der Vorstellungen meines Buches immer wieder festhalten muss, denn es gibt sogar Leute, die glauben, dessen Titel „Lüge. List und Leidenschaft“ sei von mir höchst raffiniert im Hinblick auf den Wahlausgang gewählt worden. Nein, wie ich im Buch selber ja auch festhalte, erscheint manches Vorgehen eines Politikers als vermeintliche Taktik, während in Tat und Wahrheit der reine Zufall Regie führt. Dass viele nicht an den Zufall glauben, sei es aus religiöser, aus philosophischer oder aus naturwissenschaftlicher Überzeugung, will ich ausgerechnet an Weihnachten nicht auch noch thematisieren.
Die Weihnachtskarte zeigt es: Politische Arbeit besteht immer im leidenschaftlichen Wirken für eine hoffnungsfrohe Zukunft und immer im mühsamen Gang durch sandigen Boden. Ich weiss derzeit noch nicht, wie der neu zusammengesetzte Bundesrat funktionieren wird, so wie das vor vier Jahren auch noch niemand so richtig wusste. Trotzdem hat der Bundesrat in dieser damals nicht vorgesehenen Zusammensetzung doch sehr vieles erreicht (Infrastrukturfonds für den öffentlichen Verkehr, CO2-Abgabe, der Klimarappen war ein Kompromiss und auch ein solcher hat eben seine Bedeutung, der Ausbau der Bahninfrastruktur, die Energiestrategie, die Aktionspläne etc). Ich weiss noch nicht, wie sich das neue Parlament zusammen mit der grossen SVP-Fraktion auf die neue Situation einstellen wird. Die Taktik für Mehrheiten in der Energie-, Umwelt- und Verkehrspolitik wird zweifellos eine andere sein, doch nicht die Ziele, nicht die Strategie, um diesen, der Kriegssprache entlehnten Ausdruck zu verwenden.
Um diese neu zu überdenken und zu festigen, dienen ja die Besinnlichkeit und Rückschau an den Weihnachtstagen und die Rituale um gute Wünsche und gute Vorsätze zum neuen Jahr. Und da möchte ich jetzt mal allen von ganzem Herzen danken, welche sich an meinem Blog beteiligten. Die Anregungen und Bedenken sind für mich sehr wichtig, selbst wenn ich nicht auf jeden Kommentar eingehen kann. So habe ich sehr grosses Verständnis für die Anliegen von Urs P. Ruegger von der Firma Simec, der an der Diskussion über mein Buch in Zofingen war und grosse Sorgen für die KMU wegen der Überreglementierung äussert, welche indirekt auch durch unser kompliziertes Verhältnis zur EU verursacht ist. Es ist absurd: Manchmal leidet sogar der Staat selber an Überreglementierung. Was habe ich mich geärgert über die verzögernden Rechtsmittelverfahren bei der Vergabe für die Bahntechnik der NEAT. Hier haben wir sicher eine wichtige Aufgabe in der nächsten Legislatur. Das ist ja wirklich auch der Zweck dieses Blogs: Mir Anregungen für meine Arbeit zu geben.
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen besinnliche Festtage und ein gutes neues Jahr.
Bis bald
Moritz Leuenberger

Neujahrskarte von Moritz Leuenberger, mit einem Bild von Dieter Leuenberger
Nachdem ich auf dem Stadtwandererblog meine eigene Neujahrskarte mit meinen Wünschen entdeckte, will ich mich doch beeilen, dieselbe meiner eigenen Bloggemeinde zu widmen mitsamt meinem Wunsch, wacker weiter zu wandern.
Seit ich im Bundesrat bin, wähle ich jährlich ein neues Bild meines Bruders Dieter als Neujahrskarte aus. In Kombination mit meinem Neujahrswunsch ergibt sich immer eine aktuelle Aussage, die allerdings von allen Adressaten stets völlig verschieden interpretiert wird. Zur diesjährigen Interpretationshilfe muss ich festhalten, dass sowohl Karte als auch Wunsch längst vor den Wahlen entstanden. Wie schon aus meinem vorletzten Beitrag ersichtlich wurde, habe ich mit einem anderen Wahlausgang gerechnet, wie ich das übrigens auch anlässlich der Vorstellungen meines Buches immer wieder festhalten muss, denn es gibt sogar Leute, die glauben, dessen Titel „Lüge. List und Leidenschaft“ sei von mir höchst raffiniert im Hinblick auf den Wahlausgang gewählt worden. Nein, wie ich im Buch selber ja auch festhalte, erscheint manches Vorgehen eines Politikers als vermeintliche Taktik, während in Tat und Wahrheit der reine Zufall Regie führt. Dass viele nicht an den Zufall glauben, sei es aus religiöser, aus philosophischer oder aus naturwissenschaftlicher Überzeugung, will ich ausgerechnet an Weihnachten nicht auch noch thematisieren.
Die Weihnachtskarte zeigt es: Politische Arbeit besteht immer im leidenschaftlichen Wirken für eine hoffnungsfrohe Zukunft und immer im mühsamen Gang durch sandigen Boden. Ich weiss derzeit noch nicht, wie der neu zusammengesetzte Bundesrat funktionieren wird, so wie das vor vier Jahren auch noch niemand so richtig wusste. Trotzdem hat der Bundesrat in dieser damals nicht vorgesehenen Zusammensetzung doch sehr vieles erreicht (Infrastrukturfonds für den öffentlichen Verkehr, CO2-Abgabe, der Klimarappen war ein Kompromiss und auch ein solcher hat eben seine Bedeutung, der Ausbau der Bahninfrastruktur, die Energiestrategie, die Aktionspläne etc). Ich weiss noch nicht, wie sich das neue Parlament zusammen mit der grossen SVP-Fraktion auf die neue Situation einstellen wird. Die Taktik für Mehrheiten in der Energie-, Umwelt- und Verkehrspolitik wird zweifellos eine andere sein, doch nicht die Ziele, nicht die Strategie, um diesen, der Kriegssprache entlehnten Ausdruck zu verwenden.
Um diese neu zu überdenken und zu festigen, dienen ja die Besinnlichkeit und Rückschau an den Weihnachtstagen und die Rituale um gute Wünsche und gute Vorsätze zum neuen Jahr. Und da möchte ich jetzt mal allen von ganzem Herzen danken, welche sich an meinem Blog beteiligten. Die Anregungen und Bedenken sind für mich sehr wichtig, selbst wenn ich nicht auf jeden Kommentar eingehen kann. So habe ich sehr grosses Verständnis für die Anliegen von Urs P. Ruegger von der Firma Simec, der an der Diskussion über mein Buch in Zofingen war und grosse Sorgen für die KMU wegen der Überreglementierung äussert, welche indirekt auch durch unser kompliziertes Verhältnis zur EU verursacht ist. Es ist absurd: Manchmal leidet sogar der Staat selber an Überreglementierung. Was habe ich mich geärgert über die verzögernden Rechtsmittelverfahren bei der Vergabe für die Bahntechnik der NEAT. Hier haben wir sicher eine wichtige Aufgabe in der nächsten Legislatur. Das ist ja wirklich auch der Zweck dieses Blogs: Mir Anregungen für meine Arbeit zu geben.
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen besinnliche Festtage und ein gutes neues Jahr.
Bis bald
Moritz Leuenberger






Mein Beitrag zur wahren Liebe hat ja stürmische Debatten und heisse Kommentare in noch nie da gewesener Anzahl provoziert. So bleibe ich beim Thema, weite es aber aus auf das Glück.